Das Matthäusevangelium - Übersetzung nach Habermas


Das Matthäusevangelium - Übersetzung nach Habermas
Das Matthäusevangelium / Übersetzung nach Habermas
Einleitung
Das Matthäusevangelium gehört zu den vier Evangelien des Neuen Testaments. Es erzählt das Leben, Wirken, Leiden, Sterben und die Auferstehung von Jesus von Nazaret. In diesem aiMOOC lernst Du das Matthäusevangelium als biblischen Text, als literarisch gestaltetes Evangelium, als Zeugnis des frühen Christentums und als Gegenstand verantwortlicher Auslegung kennen. Der Zusatz „Übersetzung nach Habermas“ wird in diesem Lernkurs als didaktischer Zugang verstanden: Du untersuchst, wie ein biblischer Text in eine gegenwärtige Sprache der Verständigung, der Auseinandersetzung, der Ethik und der kritischen Deutung übersetzt werden kann.
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Das Video dient als Einstieg in die Beschäftigung mit dem Matthäusevangelium. Es verbindet den biblischen Stoff mit einer übersetzenden, deutenden und diskursiven Perspektive. Im aiMOOC prüfst Du nicht nur, was im Text steht, sondern auch, wie der Text aufgebaut ist, welche Deutungen möglich sind und welche Verantwortung beim Übersetzen religiöser Texte entsteht.

Das Bild zeigt eine Seite aus den Rossano-Evangelien, einem sehr alten illustrierten Evangelienbuch. Solche Handschriften erinnern daran, dass das Matthäusevangelium über Jahrhunderte abgeschrieben, gelesen, ausgelegt und künstlerisch gestaltet wurde.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du das Matthäusevangelium historisch, literarisch, theologisch und sprachlich einordnen. Du kannst erklären, warum das Evangelium für das Neue Testament und für die Geschichte des Christentums wichtig ist. Du kannst zentrale Motive wie Messias, Reich Gottes, Bergpredigt, Gerechtigkeit, Jüngerschaft, Gleichnis und Missionsbefehl erläutern. Außerdem lernst Du, Übersetzungen kritisch zu vergleichen und eine eigene begründete Auslegung zu formulieren.
- Bibelkunde: Du kennst Aufbau, Inhalt und Grundthemen des Matthäusevangeliums.
- Textverständnis: Du erschließt wichtige Abschnitte durch genaue Beobachtung von Sprache, Struktur und Motiven.
- Hermeneutik: Du unterscheidest zwischen Text, Übersetzung, Deutung und persönlicher Bewertung.
- Diskursethik: Du prüfst, wie religiöse Aussagen in einem offenen, respektvollen Gespräch begründet werden können.
- Medienbildung: Du nutzt Video, Bild, Bibeltext und eigene Recherche kritisch und produktiv.
Das Matthäusevangelium im Neuen Testament
Das Matthäusevangelium steht im Kanon des Neuen Testaments an erster Stelle der vier Evangelien: Evangelium nach Matthäus, Evangelium nach Markus, Evangelium nach Lukas und Evangelium nach Johannes. Zusammen mit Markusevangelium und Lukasevangelium gehört es zu den synoptischen Evangelien, weil diese drei Texte viele gemeinsame Stoffe, ähnliche Erzählfolgen und vergleichbare Formulierungen enthalten.
Das Evangelium selbst nennt seinen Verfasser nicht namentlich. Der traditionelle Titel „nach Matthäus“ verbindet den Text mit Matthäus, einem der Jünger Jesu. In der historisch-kritischen Forschung wird jedoch meist betont, dass der eigentliche Autor anonym bleibt und dass der Titel später zur Überlieferung hinzukam. Häufig wird die Entstehung des Matthäusevangeliums in die Zeit nach der Zerstörung des Jerusalemer Tempels im Jahr 70 n. Chr. eingeordnet, oft etwa in die Zeit um 80 bis 90 n. Chr. Das genaue Entstehungsumfeld wird unterschiedlich diskutiert, häufig wird ein judenchristlich geprägtes Milieu angenommen.
Evangelium als „gute Nachricht“
Das Wort Evangelium bedeutet „gute Nachricht“ oder „frohe Botschaft“. Im Matthäusevangelium geht es nicht nur um eine Biografie Jesu, sondern um eine theologische Deutung: Jesus wird als Messias, als Sohn Gottes, als Lehrer der Gerechtigkeit und als Erfüller der prophetischen Verheißungen dargestellt. Matthäus erzählt die Geschichte Jesu so, dass sie eng mit der Geschichte Israels und mit den Schriften des Alten Testaments verbunden bleibt.
Synoptische Perspektive
„Synoptisch“ bedeutet „zusammenschauend“. Wenn Du Matthäusevangelium, Markusevangelium und Lukasevangelium nebeneinander liest, erkennst Du viele Parallelen. Matthäus übernimmt wahrscheinlich zahlreiche Stoffe, die auch bei Markus vorkommen, ordnet sie aber neu und ergänzt eigene Akzente. Besonders auffällig sind die großen Redeblöcke, in denen die Lehre Jesu gesammelt wird.
Aufbau des Matthäusevangeliums
Das Matthäusevangelium umfasst 28 Kapitel. Es ist kunstvoll aufgebaut und verbindet Erzählungen über Jesus mit längeren Reden Jesu. Besonders bekannt ist die Bergpredigt in den Kapiteln 5 bis 7. Sie enthält zentrale ethische Aussagen wie die Seligpreisungen, die Feindesliebe, das Vaterunser und die Goldene Regel.
- Kindheitsgeschichte Jesu: Matthäus 1 bis 2 erzählen Herkunft, Geburt, Sterndeuter, Flucht nach Ägypten und Rückkehr.
- Johannes der Täufer und Beginn des Wirkens Jesu: Matthäus 3 bis 4 führen Taufe, Versuchung und Berufung der ersten Jünger ein.
- Bergpredigt: Matthäus 5 bis 7 entfalten die Ethik des Reiches Gottes.
- Wunder Jesu und Sendung der Jünger: Matthäus 8 bis 10 zeigen Jesu Vollmacht und die Berufung zur Nachfolge.
- Gleichnisrede: Matthäus 13 deutet das Reich Gottes in Bildern aus Alltag und Natur.
- Gemeinderede: Matthäus 18 behandelt Zusammenleben, Vergebung und Verantwortung in der Gemeinschaft.
- Endzeitrede: Matthäus 24 bis 25 richtet den Blick auf Wachsamkeit, Gericht und Verantwortung.
- Passion Jesu und Auferstehung: Matthäus 26 bis 28 führen zu Kreuz, Grab, Auferstehung und Missionsbefehl.

Die Bergpredigt ist einer der wichtigsten Abschnitte des Matthäusevangeliums. Sie stellt die Frage, wie Menschen in Gottes Nähe leben sollen: nicht nur äußerlich korrekt, sondern mit einem veränderten Herzen, mit Barmherzigkeit, Friedfertigkeit, Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit.
Zentrale Themen
Jesus als Messias und Sohn Gottes
Matthäus stellt Jesus als den erwarteten Messias dar. Der Text verbindet Jesu Geburt, sein öffentliches Wirken, seine Lehre und sein Leiden mit den Schriften Israels. Immer wieder begegnen Erfüllungszitate. Sie zeigen, dass Matthäus die Geschichte Jesu nicht als Bruch mit Israel versteht, sondern als Erfüllung und Zuspitzung biblischer Hoffnung. Zugleich muss diese Darstellung heute sensibel gelesen werden, damit sie nicht antijüdisch missverstanden oder missbraucht wird.
Reich Gottes und Gerechtigkeit
Ein Leitmotiv des Matthäusevangeliums ist das Reich Gottes, das Matthäus häufig auch „Himmelreich“ nennt. Damit ist nicht nur ein Ort nach dem Tod gemeint, sondern Gottes wirksame Herrschaft, die Menschen zu Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Umkehr ruft. Die Gerechtigkeit im Matthäusevangelium ist mehr als Gesetzeserfüllung. Sie betrifft das Denken, Sprechen, Handeln und die Beziehung zu anderen Menschen.
Jüngerschaft und Nachfolge
Das Matthäusevangelium fragt immer wieder, was es bedeutet, Jünger oder Jüngerin Jesu zu sein. Nachfolge bedeutet nicht nur Bewunderung, sondern Lernen, Handeln, Vertrauen und Verantwortung. Die Jünger verstehen Jesus oft nur langsam. Genau dadurch können Lernende erkennen: Verstehen ist ein Prozess. Glaube, Zweifel, Einsicht und Scheitern gehören in den Erzählungen zusammen.
Die Bergpredigt als ethische Herausforderung
Die Bergpredigt ist ein Kerntext christlicher Ethik. Sie enthält hohe Ansprüche: Versöhnung statt Hass, Wahrhaftigkeit statt taktischer Lüge, Feindesliebe statt Vergeltung, Vertrauen statt Sorge. Diese Aussagen können provozieren, ermutigen und überfordern. Gerade deshalb eignen sie sich für eine diskursive Lektüre: Welche Forderungen sind wörtlich gemeint? Welche sind idealtypisch? Was heißt Feindesliebe in einer demokratischen Gesellschaft? Wo liegen Grenzen von Gewaltfreiheit? Wie kann Gerechtigkeit praktisch werden?
Gleichnisse als Denk- und Deutungsräume
Gleichnisse sind keine einfachen Merksätze. Sie eröffnen Deutungsräume. Im Matthäusevangelium erzählen Gleichnisse vom Reich Gottes, von Verantwortung, Vergebung, Gericht, Wachsamkeit und überraschender Gnade. Sie fordern dazu heraus, vertraute Maßstäbe zu überprüfen. Ein Gleichnis will nicht nur informiert, sondern verwandelt gelesen werden: Es stellt die Frage, wie Du Dich selbst im Text wiederfindest.
Passion, Auferstehung und Sendung
Die letzten Kapitel erzählen von Verrat, Abendmahl, Verhaftung, Prozess, Kreuzigung, Tod, Grablegung und Auferstehung Jesu. Das Evangelium endet mit dem Missionsbefehl in Matthäus 28. Der auferstandene Jesus sendet seine Jünger zu allen Völkern. Dieser Schluss verbindet Christologie, Taufe, Lehre und Weltbezug. Er ist in der Geschichte des Christentums sehr wirksam geworden und muss zugleich kritisch reflektiert werden, besonders dort, wo Mission mit Macht, Zwang oder kultureller Überheblichkeit verbunden wurde.
Übersetzung nach Habermas als didaktischer Zugang
Was bedeutet „nach Habermas“?
Der Ausdruck „Übersetzung nach Habermas“ kann als Lernperspektive verstanden werden, die biblische Sprache mit Denkformen von Jürgen Habermas, Diskursethik und kommunikativem Handeln verbindet. Dabei geht es nicht darum, das Matthäusevangelium zu vereinnahmen oder eine kirchliche Übersetzung zu ersetzen. Es geht darum, die Aussagen des Textes in einer Sprache zu prüfen, die auf Verständigung, Begründung, Verantwortung, Öffentlichkeit und Kritik achtet.
Eine solche Übersetzung fragt: Welche Geltungsansprüche erhebt der Text? Welche Aussagen beanspruchen Wahrheit? Welche Aussagen rufen zu richtigem Handeln auf? Welche Aussagen schaffen Identität und Gemeinschaft? Welche Konflikte werden sichtbar? Welche Stimmen kommen zu Wort? Welche bleiben stumm? Wie kann man über religiöse Texte so sprechen, dass Gläubige, Zweifelnde und Nichtgläubige gemeinsam lernen können?
Übersetzen heißt deuten
Jede Übersetzung ist mehr als das Ersetzen einzelner Wörter. Übersetzen bedeutet, Sinn in einen neuen sprachlichen, kulturellen und historischen Zusammenhang zu übertragen. Beim Matthäusevangelium ist dies besonders anspruchsvoll, weil der Text in Bibelgriechisch überliefert ist, aber stark von jüdischen Traditionen, hebräischen Bibeltexten und frühchristlicher Gemeindesituation geprägt ist.
Wer übersetzt, muss Entscheidungen treffen: Soll ein Ausdruck wörtlich bleiben oder verständlicher werden? Soll eine fremde Metapher erklärt werden? Wie vermeidet man moderne Missverständnisse? Wie bewahrt man die Fremdheit des Textes? Eine Übersetzung nach einer diskursiven Methode macht diese Entscheidungen sichtbar und diskutierbar.
Diskursive Lektüre im Unterricht
Eine diskursive Lektüre bedeutet, dass Du Aussagen nicht einfach übernimmst, sondern sie begründet prüfst. Du liest den Text genau, vergleichst Übersetzungen, sammelst Deutungen, unterscheidest historische Einordnung und heutige Anwendung und entwickelst eine eigene Position. Dabei geht es nicht um vorschnelle Zustimmung oder Ablehnung, sondern um ein faires Gespräch mit dem Text und miteinander.
- Verstehen: Was sagt der Text im Zusammenhang?
- Einordnen: Welche historischen, religiösen und literarischen Hintergründe sind wichtig?
- Prüfen: Welche Deutungen sind gut begründet?
- Übersetzen: Wie kann die Aussage heute verständlich formuliert werden?
- Diskutieren: Welche Bedeutung hat der Text für Ethik, Gesellschaft und persönliche Orientierung?
Historische und religiöse Sensibilität
Das Matthäusevangelium steht in einem innerjüdischen und frühchristlichen Konfliktfeld. Viele polemische Aussagen gegen religiöse Autoritäten müssen historisch sensibel gelesen werden. Sie dürfen nicht pauschal gegen das Judentum gewendet werden. Jesus, seine Jünger und die ersten Gemeinden waren in jüdischen Traditionen verwurzelt. Eine verantwortliche Auslegung unterscheidet zwischen damaligen Konflikten, späterer Wirkungsgeschichte und heutiger Verantwortung.
Gerade im Unterricht ist es wichtig, antijüdische Stereotype zu vermeiden. Eine gute Auslegung fragt, wie die Texte entstanden sind, wie sie im Laufe der Geschichte verwendet wurden und wie sie heute respektvoll gelesen werden können. Das ist Teil religiöser Bildung, historischer Aufklärung und demokratischer Verantwortung.
Medien zur Vertiefung
Einstiegsvideo: Das Matthäusevangelium / Übersetzung nach Habermas
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Nutze das Video, um Dir einen Überblick über den Lerngegenstand zu verschaffen. Notiere beim Anschauen drei Begriffe, die Du bereits verstehst, drei Fragen, die offenbleiben, und eine Aussage, die Du diskutieren möchtest.
Überblicksvideo: Matthäus Kapitel 1 bis 13
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Dieses Video eignet sich, um die erste Hälfte des Matthäusevangeliums zu strukturieren. Achte besonders darauf, wie Jesus als Fortsetzung und Erfüllung der biblischen Geschichte Israels dargestellt wird.
Überblicksvideo: Matthäus Kapitel 14 bis 28
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Dieses Video hilft Dir, den Weg von den Konflikten um Jesus bis zu Passion, Auferstehung und Sendung zu verstehen. Vergleiche die Darstellung mit dem Text des Matthäusevangeliums.

Das Papyrusfragment erinnert daran, dass biblische Texte durch alte Handschriften überliefert sind. Textüberlieferung ist ein wichtiger Teil der Textkritik: Sie fragt, wie der ursprüngliche Text möglichst zuverlässig erschlossen werden kann.
Methoden der Texterschließung
Beobachten
Beginne mit genauer Beobachtung. Welche Personen treten auf? Welche Orte werden genannt? Welche Wörter wiederholen sich? Gibt es Gegensätze, Steigerungen oder überraschende Wendungen? Beim Matthäusevangelium lohnt es sich besonders, auf Worte wie Gerechtigkeit, Himmelreich, Erfüllung, Jünger, Vater, Barmherzigkeit und Vollmacht zu achten.
Strukturieren
Gliedere den Abschnitt. Besteht er aus einer Erzählung, einer Rede, einem Streitgespräch, einem Gleichnis oder einer Wundererzählung? Suche Anfang, Wendepunkt und Schluss. Frage, wie der Abschnitt in den größeren Aufbau des Evangeliums passt.
Vergleichen
Vergleiche verschiedene Bibelübersetzungen. Achte auf Unterschiede bei Schlüsselbegriffen. Ein Beispiel ist der Begriff Gerechtigkeit. In manchen Zusammenhängen kann er rechtliches, ethisches, soziales oder religiöses Gewicht haben. Eine Übersetzung entscheidet, welche Bedeutung besonders sichtbar wird.
Diskutieren
Formuliere eine Deutung und stelle sie zur Diskussion. Eine gute Deutung nennt Textbelege, beachtet den Zusammenhang und bleibt offen für begründete Einwände. In einer diskursiven Lektüre geht es nicht darum, die lauteste Meinung durchzusetzen, sondern gemeinsam besser zu verstehen.
Beispiel einer diskursiven Übersetzungsfrage
Nimm die Aussage aus der Bergpredigt, dass die Friedfertigen selig seien. Eine wörtliche Übersetzung kann den religiösen Klang bewahren. Eine diskursive Übertragung könnte fragen: Welche soziale Praxis entsteht, wenn Menschen Konflikte nicht eskalieren, sondern auf Versöhnung, Schutz der Würde und gerechte Verständigung hinarbeiten? Dadurch wird der Text nicht ersetzt, sondern für heutige ethische Diskussionen geöffnet.
Eine solche Arbeit muss ehrlich bleiben. Sie darf nicht so tun, als stünde die moderne Deutung bereits vollständig im alten Text. Sie soll vielmehr zeigen, wie aus genauer Textarbeit, historischer Einordnung und gegenwärtiger Reflexion eine verantwortete Übersetzung entsteht.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Zu welchem Teil der Bibel gehört das Matthäusevangelium? (Zum Neuen Testament) (!Zum Alten Testament) (!Zum Koran) (!Zur Mischna)
Welche drei Evangelien werden synoptische Evangelien genannt? (Matthäus Markus Lukas) (!Matthäus Johannes Paulus) (!Mose Markus Lukas) (!Jesaja Jeremia Ezechiel)
Welche Rede Jesu ist im Matthäusevangelium besonders bekannt? (Bergpredigt) (!Abschiedsrede) (!Areopagrede) (!Tempelweiherede)
Was bedeutet das Wort Evangelium sinngemäß? (Gute Nachricht) (!Geheimes Gesetz) (!Königlicher Erlass) (!Römisches Urteil)
Welche Rolle spielt das Alte Testament im Matthäusevangelium besonders stark? (Es wird als Verheißungshintergrund gedeutet) (!Es wird vollständig abgelehnt) (!Es kommt gar nicht vor) (!Es ersetzt die Erzählung von Jesus)
Was ist ein zentrales Thema der Bergpredigt? (Gerechtigkeit des Handelns und Herzens) (!Militärische Eroberung) (!Römisches Bürgerrecht) (!Tempelbau durch Herodes)
Was bezeichnet der Begriff Gleichnis am besten? (Eine bildhafte Erzählung mit Deutungsanspruch) (!Eine mathematische Rechnung) (!Eine amtliche Steuerliste) (!Eine geografische Karte)
Warum ist Übersetzen biblischer Texte anspruchsvoll? (Weil Sprache Kultur und Deutung zusammenhängen) (!Weil alle Wörter immer gleich bedeuten) (!Weil der Text nur aus Zahlen besteht) (!Weil Übersetzen keine Entscheidungen verlangt)
Was steht am Ende des Matthäusevangeliums? (Der Auftrag des Auferstandenen an die Jünger) (!Die Geburt des Mose) (!Die Zerstörung Babylons) (!Die Reise des Paulus nach Rom)
Was meint eine diskursive Lektüre religiöser Texte? (Begründetes Prüfen und gemeinsames Verstehen) (!Blindes Auswendiglernen ohne Fragen) (!Ablehnung jeder Textarbeit) (!Verbot verschiedener Perspektiven)
Memory
| Evangelium | Gute Nachricht |
| Bergpredigt | Ethik Jesu |
| Gleichnis | Bildhafte Erzählung |
| Messias | Gesalbter Retter |
| Exegese | Auslegung eines Textes |
| Diskurs | Begründetes Gespräch |
| Jüngerschaft | Lernen in Nachfolge |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Geburtsgeschichte | Herkunft Jesu |
| Bergpredigt | Ethik des Gottesreiches |
| Wundererzählungen | Vollmacht Jesu |
| Gleichnisrede | Reich Gottes in Bildern |
| Passion und Auferstehung | Leiden Tod und Sendung |
| Missionsbefehl | Auftrag an die Jünger |
Kreuzworträtsel
| Evangelium | Wie nennt man eine gute Nachricht im Neuen Testament? |
| Bergpredigt | Welche berühmte Rede steht in Matthäus 5 bis 7? |
| Messias | Welcher Titel bezeichnet den gesalbten Retter? |
| Gleichnis | Wie nennt man eine bildhafte Erzählung Jesu? |
| Exegese | Wie heißt die wissenschaftliche Auslegung eines Textes? |
| Diskurs | Wie heißt ein begründetes Gespräch über Geltungsansprüche? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Lesetagebuch: Lies Matthäus 5,1-12 und notiere zu jeder Seligpreisung ein heutiges Beispiel aus Schule, Familie, Gesellschaft oder Medien.
- Begriffskarte: Erstelle eine Mindmap zu den Begriffen Evangelium, Messias, Reich Gottes, Gerechtigkeit und Jüngerschaft.
- Bildbeschreibung: Beschreibe das Bild aus den Rossano-Evangelien und erkläre, wie es die Bedeutung von Handschrift, Überlieferung und Evangelium sichtbar macht.
- Videoimpuls: Schaue das Einstiegsvideo und formuliere fünf Verständnisfragen, die Du anschließend mit dem Bibeltext überprüfst.
Standard
- Übersetzungsvergleich: Vergleiche einen Abschnitt aus Matthäus in zwei deutschen Bibelübersetzungen und erkläre, welche Unterschiede für das Verständnis wichtig sind.
- Gleichnisanalyse: Wähle ein Gleichnis aus Matthäus 13 und untersuche, welche Alltagserfahrung genutzt wird und welche Deutung des Reiches Gottes entsteht.
- Diskussionsrunde: Bereite eine moderierte Diskussion zur Frage vor, ob die Bergpredigt realistische Ethik oder unerreichbares Ideal ist.
- Kontextrecherche: Recherchiere die Bedeutung des Zweiten Tempels und erkläre, warum die Zeit nach 70 n. Chr. für das Verständnis des Matthäusevangeliums wichtig sein kann.
Schwer
- Hermeneutik-Projekt: Entwickle eine eigene diskursive Übersetzung von fünf Versen aus der Bergpredigt und begründe jede sprachliche Entscheidung.
- Antijudaismus-Kritik: Untersuche eine konfliktgeladene Stelle im Matthäusevangelium und formuliere Regeln für eine historisch sensible Auslegung ohne antijüdische Verkürzung.
- Redaktionskritik: Vergleiche eine gemeinsame Perikope bei Matthäus und Markus und erkläre, welche Akzente Matthäus durch Auswahl, Reihenfolge oder Formulierung setzt.
- Ethik-Transfer: Übertrage ein Thema der Bergpredigt auf einen aktuellen gesellschaftlichen Konflikt und entwickle eine begründete Position aus Textarbeit, Sachanalyse und eigener Bewertung.

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Lernkontrolle
- Transferaufgabe Bergpredigt: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, wie eine Aussage der Bergpredigt in einem heutigen Konflikt hilfreich, schwierig oder missverständlich sein kann.
- Deutung und Übersetzung: Zeige an einem kurzen Bibelvers, warum Übersetzen immer eine Form der Auslegung ist, und begründe eine alternative Formulierung.
- Historische Sensibilität: Entwickle drei Regeln, mit denen man konfliktreiche Aussagen des Matthäusevangeliums historisch einordnet und antijüdische Fehlinterpretationen vermeidet.
- Synoptischer Vergleich: Vergleiche eine Erzählung bei Matthäus mit derselben oder einer ähnlichen Erzählung bei Markus oder Lukas und erkläre, was sich durch die Unterschiede verändert.
- Diskursethik und Religion: Beurteile, wie ein religiöser Text in einer pluralen Lerngruppe besprochen werden kann, ohne persönliche Überzeugungen abzuwerten.
- Medienkritik: Prüfe ein Lernvideo zum Matthäusevangelium anhand von drei Kriterien: Textnähe, historische Einordnung und Transparenz der Deutung.
Lernnachweis
Für einen überzeugenden Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Inhalte wiedergibst, sondern begründet arbeitest. Dein Lernnachweis kann als Portfolio, Präsentation, Essay, Podcast, Lernvideo, digitale Pinnwand oder schriftliche Analyse gestaltet werden.
- Textgrundlage: Du arbeitest mit konkreten Abschnitten aus dem Matthäusevangelium und nennst die verwendete Übersetzung.
- Sachwissen: Du ordnest den Text in das Neue Testament, die synoptischen Evangelien und die frühchristliche Überlieferung ein.
- Analyse: Du untersuchst Aufbau, Begriffe, Motive, Figuren und Deutungsentscheidungen.
- Übersetzungskompetenz: Du erklärst, wie Übersetzungen Sinn verändern, verdeutlichen oder offenhalten können.
- Diskursfähigkeit: Du formulierst eine eigene Position und setzt Dich fair mit anderen Deutungen auseinander.
- Sensibilität: Du beachtest den jüdischen Kontext Jesu und vermeidest pauschale oder abwertende Aussagen über das Judentum.
- Medienkompetenz: Du nutzt Videos, Bilder und Onlinequellen kritisch und kennzeichnest, was Information, Deutung und eigene Bewertung ist.
- Reflexion: Du beschreibst, was Du verstanden hast, was offenbleibt und wie sich Deine Sicht auf biblische Texte verändert hat.
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