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Das Grundgesetz - Gemeinschaftskunde

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Das Grundgesetz - Gemeinschaftskunde




Das Grundgesetz - Gemeinschaftskunde


Einleitung

Das Grundgesetz ist die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland. Es legt fest, welche Rechte Du hast, wie der Staat aufgebaut ist und wie politische Macht begrenzt wird. Alle staatlichen Stellen müssen sich an das Grundgesetz halten.

Für den Unterricht in Gemeinschaftskunde ist das Grundgesetz besonders wichtig: Es verbindet Grundrechte, Demokratie, Rechtsstaat, Sozialstaat, Föderalismus und Gewaltenteilung. Viele politische Streitfragen lassen sich besser verstehen, wenn Du weißt, welche Regeln das Grundgesetz vorgibt.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, warum das Grundgesetz die höchste Rechtsordnung Deutschlands ist. Du kannst wichtige Grundrechte nennen, die fünf Staatsstrukturprinzipien erläutern, Verfassungsorgane unterscheiden und einfache politische Fälle mit dem Grundgesetz beurteilen.


Was ist das Grundgesetz?

Das Grundgesetz regelt die Grundlagen des Staates. Ein gewöhnliches Gesetz darf ihm nicht widersprechen. Auch Regierung, Verwaltung, Polizei, Parlamente und Gerichte sind an die Verfassung gebunden.

Das Grundgesetz schützt nicht nur den Staat, sondern vor allem die Menschen. Es beginnt deshalb mit den Grundrechten. Artikel 1 stellt die Menschenwürde an die erste Stelle. Artikel 20 beschreibt zentrale Grundlagen der staatlichen Ordnung.

Merksatz: Das Grundgesetz schützt Deine Freiheit und begrenzt staatliche Macht.


Warum heißt es Grundgesetz?

Nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur und des Zweiten Weltkriegs sollte in den westlichen Besatzungszonen eine neue demokratische Ordnung entstehen. Die Verfassung erhielt den Namen Grundgesetz, weil die deutsche Teilung nicht als endgültig gelten sollte. Seit der deutschen Wiedervereinigung von 1990 gilt das Grundgesetz für ganz Deutschland.


Entstehung des Grundgesetzes

Der Parlamentarische Rat erarbeitete das Grundgesetz in Bonn. Ihm gehörten 65 stimmberechtigte Mitglieder an, darunter vier Frauen. Die Erfahrungen mit der Weimarer Republik und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft prägten die Beratungen. Menschenrechte, eine starke parlamentarische Demokratie und die Begrenzung politischer Macht sollten besonders geschützt werden.

Am 8. Mai 1949 nahm der Parlamentarische Rat das Grundgesetz an. Am 23. Mai 1949 wurde es ausgefertigt und verkündet. Am folgenden Tag trat es in Kraft.


Die Mütter und Väter des Grundgesetzes

Die Mitglieder des Parlamentarischen Rates werden häufig als Mütter und Väter des Grundgesetzes bezeichnet. Elisabeth Selbert, Friederike Nadig, Helene Weber und Helene Wessel waren die vier weiblichen Mitglieder. Besonders bekannt ist der Einsatz Elisabeth Selberts für den Satz: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“


Aufbau des Grundgesetzes

Das Grundgesetz besteht aus einer Präambel, dem Abschnitt über die Grundrechte und weiteren Abschnitten über die staatliche Ordnung.

Bereich Inhalt
Präambel Beschreibt Verantwortung, Frieden, Europa und die Einheit Deutschlands.
Grundrechte Schützen Würde, Freiheit, Gleichheit und weitere Rechte der Menschen.
Staatsorganisation Regelt Aufgaben und Zusammenspiel der Verfassungsorgane.
Bund und Länder Verteilt Zuständigkeiten in einem föderalen Staat.
Finanzen, Verteidigung und weitere Regeln Ordnet besondere Bereiche staatlichen Handelns.


Die Grundrechte

Grundrechte schützen den Einzelnen vor ungerechtfertigten Eingriffen des Staates. Manche Grundrechte gelten für alle Menschen. Andere, sogenannte Deutschenrechte, gelten nach ihrem Wortlaut für Deutsche. Grundrechte beeinflussen außerdem das Zusammenleben zwischen Privatpersonen, zum Beispiel durch Gesetze und Gerichtsentscheidungen.


Menschenwürde: Artikel 1

Artikel 1 beginnt mit dem Satz: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Jeder Mensch besitzt Würde, unabhängig von Herkunft, Alter, Geschlecht, Religion, Leistung, Gesundheit oder Meinung. Der Staat muss die Menschenwürde achten und schützen.

Die Menschenwürde ist keine Belohnung für gutes Verhalten. Sie kann einem Menschen nicht aberkannt werden. Aus ihr folgt, dass niemand zum bloßen Objekt staatlichen Handelns gemacht werden darf.


Freiheit: Artikel 2 und weitere Freiheitsrechte

Artikel 2 schützt die freie Entfaltung der Persönlichkeit sowie Leben, körperliche Unversehrtheit und Freiheit der Person. Weitere Freiheitsrechte sind unter anderem:

  1. Glaubensfreiheit: Du darfst eine Religion haben, wechseln oder keine Religion ausüben.
  2. Meinungsfreiheit: Du darfst Deine Meinung äußern und Informationen aufnehmen.
  3. Versammlungsfreiheit: Menschen dürfen sich friedlich und ohne Waffen versammeln.
  4. Berufsfreiheit: Du darfst Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte grundsätzlich frei wählen.
  5. Unverletzlichkeit der Wohnung: Der Staat darf eine Wohnung nur unter rechtlichen Voraussetzungen betreten oder durchsuchen.

Freiheit bedeutet nicht, dass alles erlaubt ist. Rechte anderer und verfassungsgemäße Gesetze setzen Grenzen.


Gleichheit: Artikel 3

Artikel 3 bestimmt, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind. Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Niemand darf wegen bestimmter persönlicher Merkmale benachteiligt oder bevorzugt werden.

Gleichheit heißt nicht immer, dass alle exakt gleich behandelt werden müssen. Unterschiedliche Behandlung braucht aber einen sachlichen und verfassungsrechtlich tragfähigen Grund.


Weitere wichtige Grundrechte

Grundrecht Bedeutung im Alltag
Schutz von Ehe und Familie Familien stehen unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung.
Brief- und Fernmeldegeheimnis Private Kommunikation wird vor staatlicher Überwachung geschützt.
Freizügigkeit Deutsche dürfen grundsätzlich ihren Wohnort im Bundesgebiet frei wählen.
Eigentum Eigentum wird geschützt, verpflichtet aber auch zum Wohl der Allgemeinheit.
Asylrecht Politisch Verfolgte genießen unter den Voraussetzungen des Grundgesetzes Asyl.
Petitionsrecht Jede Person darf sich mit Bitten oder Beschwerden an zuständige Stellen und Parlamente wenden.


Grundrechte dürfen nicht beliebig eingeschränkt werden

Viele Grundrechte können durch Gesetze begrenzt werden. Eine Einschränkung muss jedoch einen legitimen Zweck verfolgen, geeignet, erforderlich und angemessen sein. Dieses Prüfen wird als Verhältnismäßigkeitsprinzip bezeichnet.

Der Wesensgehalt eines Grundrechts darf nicht angetastet werden. Wer sich durch öffentliche Gewalt in seinen Rechten verletzt sieht, kann grundsätzlich den Rechtsweg nutzen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist anschließend eine Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht möglich.


Die fünf Staatsstrukturprinzipien

Artikel 20 enthält zentrale Grundentscheidungen. Zusammen mit weiteren Regeln ergeben sich fünf Staatsstrukturprinzipien.

Prinzip Einfache Erklärung
Republik Das Staatsoberhaupt wird auf Zeit bestimmt; es gibt keine erbliche Monarchie.
Demokratie Staatsgewalt geht vom Volk aus und wird besonders durch Wahlen ausgeübt.
Rechtsstaat Staatliches Handeln ist an Verfassung, Gesetz und Recht gebunden.
Sozialstaat Der Staat soll soziale Sicherheit und einen Ausgleich gesellschaftlicher Unterschiede fördern.
Bundesstaat Staatliche Aufgaben werden zwischen Bund und Ländern verteilt.


Demokratie

In einer Demokratie braucht politische Herrschaft Zustimmung, Kontrolle und zeitliche Begrenzung. Wahlen müssen allgemein, unmittelbar, frei, gleich und geheim sein. Politische Parteien wirken an der politischen Willensbildung mit. Auch Opposition, freie Medien, Verbände, Bürgerinitiativen und Demonstrationen gehören zu einer lebendigen Demokratie.

Demokratie ist mehr als Mehrheitsentscheidung. Mehrheiten müssen Grundrechte, Minderheitenschutz und rechtsstaatliche Verfahren beachten.


Rechtsstaat

Im Rechtsstaat darf der Staat nicht willkürlich handeln. Behörden brauchen eine rechtliche Grundlage. Gerichte sind unabhängig. Betroffene können staatliche Entscheidungen überprüfen lassen. Für Strafverfahren gelten unter anderem das Recht auf ein faires Verfahren und die Unschuldsvermutung.


Sozialstaat

Der Sozialstaat soll Menschen gegen große Lebensrisiken absichern und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Dazu gehören zum Beispiel soziale Sicherung, Unterstützung bei Bedürftigkeit und der Zugang zu öffentlichen Bildungsangeboten. Wie der Sozialstaat konkret ausgestaltet wird, entscheidet die Politik im Rahmen des Grundgesetzes.


Bundesstaat und Föderalismus

Deutschland besteht aus 16 Ländern. Bund und Länder haben eigene Aufgaben. Bildung, Polizei und Kultur liegen zu großen Teilen bei den Ländern. Andere Bereiche werden stärker vom Bund geregelt. Über den Bundesrat wirken die Länder an der Gesetzgebung des Bundes mit.


Gewaltenteilung

Gewaltenteilung soll verhindern, dass zu viel Macht an einer Stelle konzentriert wird. Die Staatsgewalt wird in drei Funktionsbereiche gegliedert:

Gewalt Aufgabe Beispiele
Legislative Beschließt Gesetze. Bundestag und Beteiligung des Bundesrates
Exekutive Führt Gesetze aus und leitet die Regierung. Bundesregierung, Ministerien, Verwaltungen und Polizei
Judikative Spricht Recht und kontrolliert die Anwendung von Gesetzen. Unabhängige Gerichte

Die Gewalten sind nicht vollständig getrennt. Sie arbeiten zusammen und kontrollieren einander. Dieses System wird auch als Gewaltenverschränkung bezeichnet.


Die Verfassungsorgane


Deutscher Bundestag

Der Bundestag wird vom Volk gewählt. Er beschließt Gesetze, wählt den Bundeskanzler oder die Bundeskanzlerin, kontrolliert die Bundesregierung und entscheidet über den Bundeshaushalt.


Bundesrat

Im Bundesrat wirken die Regierungen der Länder an der Gesetzgebung und Verwaltung des Bundes sowie in Angelegenheiten der Europäischen Union mit. Die Stimmen eines Landes werden einheitlich abgegeben.


Bundespräsident oder Bundespräsidentin

Das Staatsoberhaupt repräsentiert die Bundesrepublik Deutschland. Zu den Aufgaben gehören die Ausfertigung von Gesetzen, die Ernennung bestimmter Amtsträger und die Vertretung des Staates nach außen. Die politische Leitung liegt jedoch bei der Bundesregierung.


Bundesregierung

Die Bundesregierung besteht aus dem Bundeskanzler oder der Bundeskanzlerin und den Bundesministerinnen und Bundesministern. Sie leitet die Politik des Bundes und bringt viele Gesetzentwürfe ein.


Bundesverfassungsgericht

Das Bundesverfassungsgericht wacht über die Einhaltung des Grundgesetzes. Es entscheidet zum Beispiel über Streit zwischen Verfassungsorganen, über die Vereinbarkeit von Gesetzen mit dem Grundgesetz und über Verfassungsbeschwerden. Es ist kein zusätzliches Berufungsgericht für jeden Rechtsstreit.


Wie entsteht ein Bundesgesetz?

Ein Bundesgesetz durchläuft mehrere Schritte. Gesetzentwürfe können von der Bundesregierung, aus der Mitte des Bundestages oder vom Bundesrat eingebracht werden. Im Bundestag wird beraten und abgestimmt. Der Bundesrat wirkt je nach Gesetz unterschiedlich stark mit. Danach wird das Gesetz ausgefertigt, verkündet und tritt zum festgelegten Zeitpunkt in Kraft.

Nicht jedes Gesetz braucht die ausdrückliche Zustimmung des Bundesrates. Bei Zustimmungsgesetzen ist sie notwendig. Bei Einspruchsgesetzen kann der Bundesrat Einspruch einlegen, den der Bundestag unter bestimmten Bedingungen zurückweisen kann.


Änderung und Schutz des Grundgesetzes

Das Grundgesetz kann geändert werden. Dafür sind grundsätzlich Zweidrittelmehrheiten im Bundestag und im Bundesrat erforderlich. Die Änderung muss den Wortlaut des Grundgesetzes ausdrücklich verändern oder ergänzen.

Die sogenannte Ewigkeitsklausel in Artikel 79 Absatz 3 schützt besonders wichtige Grundlagen. Nicht abgeschafft werden dürfen die Gliederung des Bundes in Länder, die grundsätzliche Mitwirkung der Länder an der Gesetzgebung sowie die Grundsätze der Artikel 1 und 20.


Wehrhafte Demokratie

Das Grundgesetz will Freiheit schützen, auch gegen Kräfte, die die freiheitliche demokratische Grundordnung beseitigen wollen. Deshalb spricht man von einer wehrhaften Demokratie. Zu ihren Instrumenten gehören unter strengen Voraussetzungen das Verbot verfassungswidriger Parteien, das Verbot bestimmter Vereinigungen und weitere Schutzregeln.

Wehrhafte Demokratie darf nicht mit beliebiger Einschränkung politischer Kritik verwechselt werden. Harte Kritik an Regierung oder Parlament ist in einer Demokratie erlaubt und wichtig.


Das Grundgesetz in Deinem Alltag

Das Grundgesetz wirkt oft indirekt. Schulregeln, Demonstrationen, Datenschutz, Gleichbehandlung, Religionsausübung, Polizeikontrollen und freie Meinungsäußerung können Grundrechte berühren.

Beispiel Schule: Eine Schule darf Regeln aufstellen. Diese Regeln müssen aber sachlich begründet sein und Grundrechte beachten.

Beispiel Demonstration: Eine friedliche Versammlung steht unter dem Schutz des Grundgesetzes. Für Versammlungen unter freiem Himmel darf das Gesetz Regeln vorsehen, etwa eine Anmeldung.

Beispiel soziale Medien: Die Meinungsfreiheit schützt auch zugespitzte Aussagen. Sie schützt jedoch nicht jede Form von Beleidigung, Bedrohung oder Verleumdung.

Beispiel Gleichbehandlung: Staatliche Stellen dürfen Menschen nicht ohne sachlichen Grund unterschiedlich behandeln.


Fallwerkstatt

Fall Leitfrage Möglicher Grundgesetzbezug
Eine Schülerzeitung kritisiert die Schulleitung. Darf die Schule die Ausgabe ohne genaue Prüfung verbieten? Meinungs- und Pressefreiheit, Rechte anderer, schulischer Auftrag
Eine friedliche Kundgebung wird wegen erwarteter Gegenproteste untersagt. Gibt es mildere Mittel als ein vollständiges Verbot? Versammlungsfreiheit und Verhältnismäßigkeit
Eine Behörde entscheidet ähnliche Fälle unterschiedlich. Gibt es einen sachlichen Grund? Gleichheit vor dem Gesetz
Eine Wohnung soll durchsucht werden. Liegen die rechtlichen Voraussetzungen vor? Unverletzlichkeit der Wohnung und Richtervorbehalt
Ein neues Gesetz greift stark in ein Grundrecht ein. Ist der Eingriff geeignet, erforderlich und angemessen? Grundrecht und Verhältnismäßigkeit


Zusammenfassung

Das Grundgesetz ist die Verfassung Deutschlands. Es schützt Grundrechte, ordnet den Staat und begrenzt politische Macht. Menschenwürde, Demokratie, Rechtsstaat, Sozialstaat, Republik und Bundesstaatlichkeit bilden zentrale Grundlagen. Bundestag, Bundesrat, Bundespräsident oder Bundespräsidentin, Bundesregierung und Bundesverfassungsgericht übernehmen unterschiedliche Aufgaben. Änderungen sind möglich, aber der Kern der Verfassung ist besonders geschützt.


Quellen und Vertiefung

  1. Grundgesetz im Portal Gesetze im Internet: Amtlicher Gesetzestext in aktueller Fassung.
  2. Deutscher Bundestag: Das Grundgesetz: Informationen zu Verfassung, Geschichte und Artikeln.
  3. Bundeszentrale für politische Bildung: Materialien zur Entstehung und Bedeutung des Grundgesetzes.
  4. Wikimedia Commons: Freie Medien zum Grundgesetz.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Aufgabe hat das Grundgesetz? (Es schützt Grundrechte und ordnet den Staat) (!Es ersetzt alle Landesgesetze) (!Es regelt nur den Bundestag) (!Es gilt nur für Behörden)




Welcher Grundsatz steht am Anfang von Artikel 1? (Die Würde des Menschen ist unantastbar) (!Eigentum ist immer unbegrenzt) (!Jede politische Meinung ist richtig) (!Alle Gesetze sind unveränderlich)




Wann wurde das Grundgesetz verkündet? (Am 23. Mai 1949) (!Am 3. Oktober 1990) (!Am 9. November 1918) (!Am 1. September 1948)




Welches Organ wird direkt vom Volk gewählt? (Der Deutsche Bundestag) (!Die Bundesregierung) (!Das Bundesverfassungsgericht) (!Der Bundesrat)




Was kennzeichnet einen Rechtsstaat? (Staatliches Handeln ist an Gesetz und Recht gebunden) (!Die Regierung darf Gerichtsentscheidungen aufheben) (!Behörden dürfen ohne Rechtsgrundlage handeln) (!Wahlen können dauerhaft ausgesetzt werden)




Welches Staatsprinzip verteilt Aufgaben zwischen Bund und Ländern? (Der Bundesstaat) (!Die Monarchie) (!Der Zentralismus) (!Das Mehrheitswahlrecht)




Welche Aufgabe hat das Bundesverfassungsgericht? (Es prüft die Einhaltung des Grundgesetzes) (!Es beschließt den Bundeshaushalt) (!Es leitet die Bundesministerien) (!Es wählt alle Abgeordneten)




Was verlangt eine Änderung des Grundgesetzes grundsätzlich? (Zweidrittelmehrheiten in Bundestag und Bundesrat) (!Eine einfache Mehrheit in einem Gemeinderat) (!Nur die Unterschrift des Bundespräsidenten) (!Eine Entscheidung der Bundesregierung allein)




Was prüft das Verhältnismäßigkeitsprinzip? (Ob ein Eingriff geeignet erforderlich und angemessen ist) (!Ob jede Person dieselbe Meinung vertritt) (!Ob ein Gesetz besonders lang ist) (!Ob ein Gericht öffentlich tagt)




Was bedeutet wehrhafte Demokratie? (Die Demokratie darf sich mit rechtsstaatlichen Mitteln schützen) (!Kritik an der Regierung ist verboten) (!Grundrechte gelten nur bei Wahlen) (!Das Militär entscheidet über Gesetze)





Memory

Menschenwürde Artikel 1
Bundestag vom Volk gewähltes Parlament
Bundesrat Vertretung der Länderregierungen
Rechtsstaat Bindung an Gesetz und Recht
Sozialstaat soziale Sicherheit und Teilhabe
Föderalismus Aufgabenteilung zwischen Bund und Ländern
Verfassungsbeschwerde besonderer Rechtsbehelf zum Grundrechtsschutz
Ewigkeitsklausel Schutz des Verfassungskerns





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Legislative Gesetzgebung
Exekutive Ausführung von Gesetzen
Judikative Rechtsprechung
Bundestag Wahl des Bundeskanzlers
Bundesverfassungsgericht Kontrolle am Maßstab des Grundgesetzes






Kreuzworträtsel

Menschenwürde Welcher unantastbare Wert steht in Artikel eins an erster Stelle?
Bundestag Welches Parlament wird auf Bundesebene vom Volk gewählt?
Föderalismus Wie heißt die Aufteilung staatlicher Aufgaben zwischen Bund und Ländern?
Rechtsstaat Wie heißt ein Staat dessen Handeln an Gesetz und Recht gebunden ist?
Karlsruhe In welcher Stadt sitzt das Bundesverfassungsgericht?
Verfassung Was ist das Grundgesetz für Deutschland?





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Lückentext

Vervollständige den Text.

Das Grundgesetz ist die

der Bundesrepublik Deutschland. Es wurde am 23. Mai 1949

. An erster Stelle schützt Artikel 1 die

. Der Bundestag wird vom

gewählt. Im Bundesrat wirken die deutschen

mit. Die Aufteilung staatlicher Macht heißt

. Die gesetzgebende Gewalt wird als

bezeichnet. Die ausführende Gewalt heißt

. Die rechtsprechende Gewalt heißt

. Staatliches Handeln ist im Rechtsstaat an Gesetz und

gebunden. Eingriffe in Grundrechte müssen unter anderem

sein. Das Bundesverfassungsgericht prüft staatliches Handeln am Maßstab des

. Die Ewigkeitsklausel schützt den

. Deutschland ist als Bundesstaat in Bund und

gegliedert.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Grundrechte-Plakat: Gestalte ein Plakat zu einem Grundrecht und ergänze ein Beispiel aus dem Schulalltag.
  2. Verfassungswortschatz: Erstelle Karten mit zehn wichtigen Begriffen und kurzen Erklärungen.
  3. Artikel-1-Collage: Gestalte eine Collage, die unterschiedliche Seiten der Menschenwürde sichtbar macht.
  4. Schulregeln prüfen: Wähle eine Schulregel und erkläre, welches Ziel sie verfolgt und welches Grundrecht berührt sein könnte.


Standard

  1. Grundrechtsinterview: Befrage drei Personen, welches Grundrecht für sie besonders wichtig ist, und werte die Antworten aus.
  2. Gewaltenteilungs-Erklärvideo: Produziere ein kurzes Video, in dem Legislative, Exekutive und Judikative zusammenwirken.
  3. Bund-und-Länder-Vergleich: Untersuche an einem Politikfeld, welche Aufgaben Bund und Länder übernehmen.
  4. Fallanalyse Meinungsfreiheit: Entwickle einen erfundenen Konflikt zur Meinungsfreiheit und prüfe mögliche Grenzen.


Schwer

  1. Verfassungsdebatte: Führe eine strukturierte Debatte über eine mögliche Änderung des Grundgesetzes und beachte Artikel 79.
  2. Urteilsanalyse: Wähle eine verständlich aufbereitete Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts und erkläre Problem, Argumente und Folgen.
  3. Grundrechte-Ausstellung: Plane eine schulische Ausstellung mit Texten, Bildern, Audiobeiträgen und interaktiven Stationen.
  4. Demokratie-Check: Entwickle Kriterien, mit denen Du eine politische Maßnahme auf Demokratie, Rechtsstaat und Grundrechte prüfst.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Grundrechtsabwägung: Beurteile einen Konflikt zwischen Meinungsfreiheit und Persönlichkeitsschutz. Zeige, welche Argumente auf beiden Seiten wichtig sind.
  2. Verhältnismäßigkeitsprüfung: Prüfe ein vollständiges Verbot einer friedlichen Schulveranstaltung anhand von Zweck, Eignung, Erforderlichkeit und Angemessenheit.
  3. Institutionenvergleich: Erkläre, warum Bundestag, Bundesrat und Bundesverfassungsgericht unterschiedliche Aufgaben haben und sich gegenseitig begrenzen.
  4. Föderalismus-Transfer: Bewerte an einem selbst gewählten Beispiel Chancen und Schwierigkeiten unterschiedlicher Regeln in den Ländern.
  5. Demokratie und Minderheitenschutz: Erkläre, warum eine demokratische Mehrheit nicht jedes beliebige Gesetz beschließen darf.
  6. Ewigkeitsklausel: Nimm begründet Stellung dazu, warum bestimmte Verfassungsgrundsätze nicht mit einer normalen Verfassungsänderung abgeschafft werden können.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du das Grundgesetz nicht nur auswendig kennst, sondern anwenden kannst.

  1. Du erklärst die Bedeutung von Menschenwürde und Grundrechten an einem Beispiel.
  2. Du stellst die fünf Staatsstrukturprinzipien verständlich dar.
  3. Du unterscheidest Legislative, Exekutive und Judikative.
  4. Du ordnest den wichtigsten Verfassungsorganen ihre Aufgaben zu.
  5. Du prüfst einen Grundrechtseingriff mit dem Verhältnismäßigkeitsprinzip.
  6. Du begründest ein eigenes politisches Urteil mit passenden Verfassungsprinzipien.
  7. Du verwendest Fachbegriffe korrekt und nennst nachvollziehbare Argumente.




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