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D9 M - Lesetechniken und Textbelege bei Sachtexten

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D9 M - Lesetechniken und Textbelege bei Sachtexten



D9 M - Lesetechniken und Textbelege bei Sachtexten


Einleitung

Sachtexte begegnen Dir in der Schule fast überall: in Deutsch, Geschichte, Gemeinschaftskunde, Biologie, Geographie oder Technik. Sie erklären Zusammenhänge, informieren über Ereignisse, stellen Positionen dar oder begründen Aussagen. In Klasse 9 auf M-Niveau reicht es deshalb nicht, einen Text nur von Anfang bis Ende zu lesen. Du sollst zielgerichtet lesen, wichtige Informationen strukturiert entnehmen und Deine Aussagen mit passenden Textbelegen absichern.

In diesem aiMOOC lernst Du vier eng miteinander verbundene Arbeitstechniken:

  1. Diagonales Lesen: Du verschaffst Dir schnell einen Überblick über Thema, Aufbau und Schwerpunkte.
  2. Selektives Lesen: Du suchst gezielt nach Informationen, die zu einer Frage oder Aufgabe passen.
  3. Informationsentnahme: Du ordnest Fundstellen, Schlüsselbegriffe, Kernaussagen und Beispiele so, dass Du sie weiterverarbeiten kannst.
  4. Belegen und Zitieren: Du zeigst nachvollziehbar, woher eine Aussage stammt und ob Du sie wörtlich oder sinngemäß übernommen hast.

Das Ziel ist nicht, möglichst schnell zu lesen. Entscheidend ist, die passende Lesetechnik zum Leseziel zu wählen und gefundene Informationen korrekt zu nutzen. Gute Leserinnen und Leser wechseln ihre Strategie: zuerst überblicken, dann suchen, anschließend wichtige Stellen genau lesen und schließlich belegen.


Was ist ein Sachtext?

Ein Sachtext behandelt einen Gegenstand, ein Ereignis, ein Problem oder einen Zusammenhang. Sachtexte können informieren, erklären, argumentieren, bewerten oder zu einem bestimmten Verhalten auffordern. Zu typischen Sachtextsorten gehören etwa Nachricht, Bericht, Interview, Kommentar, Lexikonartikel, Anleitung, Infografik oder wissenschaftsnahe Erklärung.

Für Deine Arbeit ist wichtig: Nicht jeder Satz eines Sachtextes hat dieselbe Funktion. Einige Stellen nennen Fakten oder Daten, andere erklären Ursachen, liefern Beispiele, formulieren Bewertungen oder enthalten Schlussfolgerungen. Eine gute Informationsentnahme erkennt deshalb nicht nur was im Text steht, sondern auch welche Funktion eine Textstelle hat.


Das Leseziel entscheidet über die Technik

Stell Dir vor, Du erhältst einen zweiseitigen Sachtext über die Nutzung von Smartphones an Schulen. Je nach Aufgabe liest Du anders. Sollst Du zuerst nur herausfinden, worum es geht und wie der Text aufgebaut ist, liest Du diagonal. Sollst Du anschließend die Gründe für ein bestimmtes Ergebnis finden, liest Du selektiv. Hast Du eine passende Stelle gefunden, liest Du diesen Abschnitt genau. Danach formulierst Du Deine Antwort und ergänzt einen Textbeleg.

Ein hilfreicher Merksatz lautet:

Überblick gewinnen → Suchauftrag klären → Fundstellen finden → genau lesen → Information ordnen → Aussage belegen.


Diagonales Lesen: schnell einen Überblick gewinnen

Das diagonale Lesen wird auch als überfliegendes Lesen oder häufig als Skimming bezeichnet. Dabei liest Du nicht jedes Wort. Dein Blick wandert gezielt über auffällige und informationsreiche Stellen. Dazu gehören Überschrift, Unterüberschriften, Einleitung, erster oder letzter Satz eines Absatzes, hervorgehobene Begriffe, Bildunterschriften, Grafiken, Tabellen und wiederkehrende Schlüsselwörter.

Beim diagonalen Lesen stellst Du Dir vor allem Fragen wie: Was ist das Thema? Welche Teilthemen gibt es? Wie ist der Text aufgebaut? Welche Begriffe scheinen wichtig zu sein? Wo könnte die gesuchte Information stehen?

Diagonales Lesen ist besonders nützlich, wenn Du einen unbekannten Text zum ersten Mal siehst, mehrere Texte miteinander vergleichen musst oder vor einer genaueren Bearbeitung eine Orientierung brauchst. Es ist aber nicht die beste Technik, wenn Du eine komplizierte Argumentation prüfen oder ein genaues Zitat auswählen willst. Dafür musst Du anschließend genauer lesen.


Selektives Lesen: gezielt Informationen finden

Selektives Lesen wird häufig mit dem englischen Begriff Scanning verbunden. Du durchsuchst den Text mit einem konkreten Suchziel. Vor dem Lesen übersetzt Du die Aufgabe deshalb in Suchbegriffe und mögliche Synonyme.

Beispiel: Die Aufgabe lautet: „Welche Folgen nennt der Text für Jugendliche?“ Mögliche Suchsignale sind dann nicht nur das Wort „Folgen“, sondern auch „Auswirkungen“, „führt zu“, „dadurch“, „Folge“, „Konsequenz“ oder konkrete Begriffe, die zum Thema passen.

Beim selektiven Lesen springt Dein Blick gezielt durch den Text. Zahlen, Namen, Fachbegriffe, Signalwörter und Absatzanfänge helfen Dir bei der Orientierung. Wenn Du eine mögliche Fundstelle entdeckst, verlangsamst Du und liest den betreffenden Satz sowie den Zusammenhang davor und danach genau. So vermeidest Du, eine Aussage aus dem Zusammenhang zu reißen.

Wichtig: Selektives Lesen bedeutet nicht, nur einzelne Wörter zu sammeln. Eine gefundene Stelle muss immer im Kontext geprüft werden.


Diagonales und selektives Lesen im Vergleich

Merkmal Diagonales Lesen Selektives Lesen
Ziel Überblick über Thema, Aufbau und Schwerpunkte Bestimmte Information zu einer Frage finden
Blickführung über Überschriften, Absatzanfänge, Hervorhebungen und Schlüsselwörter gezielt nach Suchbegriffen, Synonymen, Zahlen, Namen oder Signalwörtern
Lesetempo eher schnell wechselnd: schnell suchen, an Fundstellen langsam lesen
Ergebnis grobe Textlandkarte konkrete Fundstelle mit verwertbarer Information
Typischer Einsatz vor der vertieften Bearbeitung bei einer klaren Arbeitsfrage


Strukturierte Informationsentnahme

Nach dem Finden einer Textstelle beginnt die eigentliche Verarbeitung. Du sollst Informationen nicht wahllos abschreiben, sondern nach der Aufgabe auswählen und ordnen. Eine einfache Struktur für Klasse 9 ist die Vier-Spalten-Methode:

Leitfrage Fundstelle Information in eigenen Worten Funktion
Was wird behauptet oder erklärt? z. B. Z. 12–16 kurze Paraphrase der Kernaussage Kernaussage
Wodurch wird die Aussage gestützt? z. B. Z. 17–20 Daten, Beispiel oder Begründung notieren Beleg / Beispiel
Gibt es eine Einschränkung? z. B. Z. 21–23 Bedingung oder Gegenargument festhalten Einschränkung

Du kannst zusätzlich ein Kürzelsystem verwenden: K für Kernaussage, B für Begründung, D für Daten, Bsp. für Beispiel, F für Folge und ? für unklare Stellen. Wichtig ist, dass Dein System einfach bleibt und Dir wirklich hilft.


Schlüsselwörter, Signalwörter und Sinnabschnitte

Schlüsselwörter tragen besonders viel Bedeutung für das Thema. In einem Text über Energiepolitik könnten das beispielsweise „Stromverbrauch“, „erneuerbare Energien“, „Netzausbau“ oder „Kosten“ sein. Signalwörter zeigen häufig Beziehungen zwischen Aussagen an. Wörter wie „weil“, „deshalb“ oder „folglich“ weisen oft auf Ursache und Folge hin. „Jedoch“, „aber“ oder „dagegen“ zeigen einen Gegensatz. „Zum Beispiel“ kündigt meist eine Veranschaulichung an.

Sinnabschnitte helfen Dir, längere Texte in verständliche Einheiten zu gliedern. Formuliere zu jedem Abschnitt eine kurze Randnotiz, zum Beispiel „Problem“, „Ursache“, „Beispiel“, „Gegenposition“ oder „Lösung“. Dadurch entsteht eine Textlandkarte, die Du später für Zusammenfassung, Analyse oder Erörterung nutzen kannst.


Markieren mit System

Markieren ist nur dann hilfreich, wenn Du auswählst. Wenn fast der ganze Text farbig ist, hast Du noch nicht entschieden, was wirklich wichtig ist. Eine sinnvolle Regel lautet: Erst lesen, dann markieren. Markiere nicht beim ersten Blick sofort ganze Sätze.

Du kannst zum Beispiel höchstens zwei bis drei Markierarten verwenden: eine Farbe für Kernaussagen, eine zweite für Belege oder Beispiele und Randzeichen für offene Fragen. Entscheidend ist nicht die Farbe, sondern die Bedeutung, die Du ihr gibst.


Von der Fundstelle zur eigenen Aussage

Eine gute Antwort besteht nicht nur aus einem Zitat. Du musst zuerst deutlich machen, welche Aussage Du selbst triffst. Dann stützt Du diese Aussage mit einer passenden Textstelle und erklärst, warum der Beleg passt.

Das Grundmuster lautet:

Behauptung oder Antwort → Textbeleg → kurze Auswertung.

Beispiel mit einem fiktiven Sachtext:

Eigene Aussage: Der Autor sieht Zeitdruck als ein Problem beim digitalen Lesen.

Direkter Textbeleg: Er schreibt, viele Lernende würden „bei knapper Zeit häufiger nur einzelne Textstellen überfliegen“ (Z. 18–19).

Auswertung: Damit verbindet der Text Zeitdruck mit einer oberflächlicheren Informationsaufnahme.

Der Beleg ersetzt also nicht Deine Erklärung. Er macht sie überprüfbar.


Was ist ein Textbeleg?

Ein Textbeleg ist eine Stelle aus dem Ausgangstext, die Deine Aussage stützt. Ein guter Beleg ist passend, genau genug und so angegeben, dass die Stelle gefunden werden kann. In Schulaufgaben geschieht das häufig mit Zeilenangaben, zum Beispiel (Z. 7–9). Bei längeren Texten können zusätzlich Seitenangaben sinnvoll sein, zum Beispiel (S. 2, Z. 14–17).

Fehlen Zeilennummern, kannst Du je nach Vorgabe mit Seiten, Absätzen, Zwischenüberschriften oder anderen eindeutigen Angaben arbeiten. Welche Zitierweise verlangt wird, kann sich je nach Fach, Schule oder Aufgabenstellung unterscheiden. Halte Dich deshalb an die Vorgaben Deiner Lehrkraft.


Direktes und indirektes Belegen

Beim direkten Zitat übernimmst Du Wörter aus dem Text wörtlich. Die übernommenen Wörter stehen in Anführungszeichen. Danach folgt die Fundstelle.

Beispiel: Der Text bezeichnet gezielte Suchbewegungen als „eine schnelle Orientierung im Informationsangebot“ (Z. 8–9).

Beim indirekten Beleg gibst Du den Inhalt in eigenen Worten wieder. Du setzt keine Anführungszeichen. Häufig wird die Fundstelle mit „vgl.“ angegeben, sofern diese Konvention im Unterricht verwendet wird.

Beispiel: Der Text erklärt, dass ein klarer Suchauftrag das selektive Lesen erleichtert (vgl. Z. 22–25).


Wörtliche Zitate richtig einbauen

Ein direktes Zitat muss grammatisch in Deinen eigenen Satz passen. Zitiere nur so viel wie nötig. Lange Zitate wirken schnell wie Ersatz für eine eigene Erklärung.

Achte auf diese Grundregeln:

  1. Wörtlich übernommene Textteile stehen in Anführungszeichen.
  2. Die Fundstelle wird so angegeben, dass sie schnell auffindbar ist.
  3. Kürzungen dürfen den Sinn nicht verändern; sie werden nach schulischer Konvention meist mit eckigen Klammern und Auslassungspunkten gekennzeichnet: [...].
  4. Ergänzungen innerhalb eines Zitats werden ebenfalls kenntlich gemacht, zum Beispiel mit eckigen Klammern.
  5. Deine eigene Satzgrammatik muss trotz des Zitats stimmen.

Ein Beispiel für eine Kürzung wäre: Der Text fordert, „vor dem Lesen [...] ein klares Suchziel“ festzulegen (Z. 4–6). Der ausgelassene Teil darf die Bedeutung der ursprünglichen Aussage nicht verändern.


Warum Quellenangaben und Belege wichtig sind

Eine Quellenangabe zeigt, woher eine übernommene Information stammt. Das schafft Transparenz und ermöglicht anderen, die Aussage zu überprüfen. Ein Beleg zeigt nicht automatisch, dass eine Aussage wahr ist; er zeigt zunächst, auf welche Quelle Du Dich stützt.

Bei einer Klassenarbeit mit einem vorgegebenen Sachtext genügt oft die genaue Zeilenangabe. Bei Referaten, Projektarbeiten oder Recherchen brauchst Du meist eine vollständigere Quellenangabe, zum Beispiel mit Autorin oder Autor, Titel, Erscheinungsjahr und weiteren Angaben. Auch sinngemäß übernommene Gedanken benötigen eine Quellenkennzeichnung.


Die Beleg-Kette: Aussage, Fundstelle, Erklärung

Für das M-Niveau ist besonders wichtig, dass Du Belege nicht nur sammelst, sondern funktional verwendest. Prüfe jeden Beleg mit drei Fragen:

  1. Passt er? Belegt die Textstelle wirklich genau meine Aussage?
  2. Ist er präzise? Habe ich eine möglichst kurze und aussagekräftige Stelle gewählt?
  3. Habe ich ihn erklärt? Zeige ich, was aus dem Beleg für meine Antwort folgt?

Ein typischer Fehler ist ein sogenanntes „Zitat-Pflaster“: Nach einer Behauptung wird irgendein Zitat eingefügt, aber nicht erklärt. Besser ist eine vollständige Beleg-Kette, in der Zitat und Auswertung logisch zusammenhängen.


Typische Fehler und wie Du sie vermeidest

Häufiger Fehler Bessere Strategie
Du liest sofort jedes Wort. Verschaffe Dir zuerst diagonal einen Überblick.
Du suchst ohne klare Frage. Formuliere vor dem Lesen Suchbegriffe und Synonyme.
Du markierst fast alles. Markiere nur Kernaussagen, Belege und wenige Schlüsselbegriffe.
Du übernimmst einen Satz ohne Kontext. Lies die Fundstelle und mindestens den Satz davor oder danach.
Du schreibst den Text nur ab. Formuliere die Information zuerst in eigenen Worten.
Du zitierst ohne eigene Aussage. Stelle zuerst Deine Aussage auf und nutze das Zitat als Beleg.
Du nennst eine Zeilennummer, die nicht passt. Prüfe nach dem Schreiben jede Fundstelle erneut.
Du mischst direkte und indirekte Übernahme. Entscheide bewusst: wörtliches Zitat mit Anführungszeichen oder Paraphrase mit Quellenhinweis.


Eine Arbeitsroutine für Klassenarbeiten

Eine praktikable Routine lässt sich in sieben Schritte gliedern. Lies zuerst die Aufgabenstellung und markiere den Arbeitsauftrag. Verschaffe Dir dann diagonal einen Überblick. Formuliere anschließend Suchbegriffe. Suche selektiv nach passenden Stellen. Lies die Fundstellen genau im Zusammenhang. Notiere die Information in eigenen Worten zusammen mit den Zeilenangaben. Formuliere erst danach Deine Antwort und baue einen passenden Beleg ein.

Diese Reihenfolge verhindert, dass Du ohne Ziel liest oder Zitate sammelst, bevor Du weißt, was Du eigentlich zeigen möchtest.


Mini-Training: Ein kurzer Übungssachtext

Der folgende Text ist eigens für diesen aiMOOC formuliert:

Übungstext: Lernen mit Erklärvideos

Z. 1–3: Erklärvideos können komplizierte Inhalte anschaulich machen, weil Bild, Sprache und Beispiele miteinander verbunden werden. Z. 4–6: Ihr Nutzen hängt jedoch davon ab, wie aktiv Lernende mit dem Video arbeiten. Wer nur zuschaut, erinnert sich nicht automatisch an alle wichtigen Informationen. Z. 7–9: Hilfreich kann es sein, das Video an wichtigen Stellen zu stoppen und zentrale Begriffe zu notieren. Z. 10–12: Auch Rückfragen und ein anschließender Vergleich mit einem Schulbuch oder einer verlässlichen Quelle können das Verständnis vertiefen. Z. 13–15: Ein Erklärvideo ersetzt deshalb nicht jede andere Lernform, sondern kann Teil einer sinnvollen Lernstrategie sein.

Diagonal gelesen erkennst Du schnell: Thema sind Erklärvideos, der Text nennt Chancen, Bedingungen und Grenzen.

Selektiv gelesen findest Du zur Frage „Welche aktive Lernhandlung wird empfohlen?“ besonders schnell die Zeilen 7–9.

Strukturiert entnommen notierst Du: aktive Handlung = Video stoppen und zentrale Begriffe notieren; Fundstelle = Z. 7–9; Funktion = Handlungsempfehlung.

Belegt könntest Du schreiben: Der Text empfiehlt, Erklärvideos aktiv zu bearbeiten, indem Lernende „das Video an wichtigen Stellen [...] stoppen und zentrale Begriffe [...] notieren“ (Z. 7–9). Dadurch wird deutlich, dass bloßes Zuschauen nicht als ausreichende Lernstrategie betrachtet wird.


Checkliste vor der Abgabe

Prüfe am Ende: Habe ich die Aufgabe genau beantwortet? Sind meine Informationen wirklich im Text enthalten? Passen alle Zeilenangaben? Habe ich wörtliche Übernahmen mit Anführungszeichen markiert? Habe ich sinngemäße Übernahmen als solche kenntlich gemacht? Habe ich meine Belege erklärt? Wenn Du diese Fragen sicher mit Ja beantworten kannst, ist Deine Textarbeit deutlich nachvollziehbarer.


Weiterführende freie und schulische Quellen

  1. Wikipedia: Lesestrategie: Überblick über Skimming, Scanning und weitere Strategien.
  2. Wikipedia: Sachtext: Funktionen und typische Formen von Sachtexten.
  3. Wikipedia: Zitat: Grundlagen des Zitierens und unterschiedliche Zitierweisen.
  4. Landesbildungsserver Baden-Württemberg: Lesestrategien im Unterricht
  5. Landesbildungsserver Baden-Württemberg: Richtig zitieren – mittleres Niveau
  6. Planet Schule: Zitierregeln


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wozu dient diagonales Lesen vor allem? (Einen schnellen Überblick über Thema und Aufbau gewinnen) (!Jedes Wort vollständig auswendig lernen) (!Nur direkte Zitate im Text markieren) (!Die Rechtschreibung des Textes korrigieren)




Was ist das wichtigste Merkmal selektiven Lesens? (Gezielt nach Informationen zu einer konkreten Frage suchen) (!Alle Absätze mit gleicher Geschwindigkeit lesen) (!Nur die Überschrift beachten) (!Jeden unbekannten Begriff sofort abschreiben)




Was solltest Du tun, wenn Du beim selektiven Lesen eine mögliche Fundstelle findest? (Die Stelle und ihren Zusammenhang genauer lesen) (!Nur das gefundene Schlüsselwort übernehmen) (!Sofort den nächsten Text öffnen) (!Die Zeilennummer ohne Prüfung notieren)




Welche Angabe macht einen Textbeleg in einer Klassenarbeit besonders überprüfbar? (Eine passende Zeilenangabe) (!Eine persönliche Bewertung) (!Eine möglichst lange Einleitung) (!Eine farbige Überschrift)




Wie kennzeichnest Du ein direktes Zitat? (Mit Anführungszeichen und einer Fundstellenangabe) (!Nur mit einem Doppelpunkt) (!Nur mit dem Wort vielleicht) (!Ohne Hinweis auf die Fundstelle)




Was ist eine Paraphrase? (Eine sinngemäße Wiedergabe in eigenen Worten) (!Eine wortgleiche Abschrift ohne Kennzeichnung) (!Eine Überschrift über dem Sachtext) (!Eine Liste aller Satzzeichen)




Warum sind Signalwörter wie deshalb oder jedoch hilfreich? (Sie zeigen Beziehungen zwischen Aussagen an) (!Sie ersetzen das genaue Lesen vollständig) (!Sie geben immer die Quelle eines Textes an) (!Sie markieren automatisch ein direktes Zitat)




Welche Reihenfolge ist für eine zielgerichtete Textarbeit sinnvoll? (Überblick gewinnen dann gezielt suchen dann genau lesen dann belegen) (!Belegen dann Thema erraten dann Text überfliegen dann Aufgabe lesen) (!Zitat kopieren dann Überschrift lesen dann Frage formulieren dann abgeben) (!Alles markieren dann Suchziel festlegen dann den Text nicht mehr prüfen)




Was macht einen guten Beleg aus? (Er passt genau zur eigenen Aussage und wird erklärt) (!Er ist möglichst lang) (!Er steht immer am Anfang des Textes) (!Er enthält möglichst viele Fremdwörter)




Was solltest Du bei einer sinngemäßen Übernahme beachten? (Auch sie benötigt eine nachvollziehbare Quellenkennzeichnung) (!Sie darf nie in eigenen Worten stehen) (!Sie braucht immer Anführungszeichen) (!Sie darf keine Fundstelle enthalten)





Memory

Diagonales Lesen Überblick gewinnen
Selektives Lesen gezielte Informationssuche
Schlüsselwort zentraler Begriff
Signalwort logische Beziehung
Direktes Zitat wörtliche Übernahme
Paraphrase sinngemäße Wiedergabe
Zeilenangabe Fundstelle
Textbeleg Aussage absichern





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Überblick Diagonales Lesen
Suchziel Selektives Lesen
Kernaussage Informationsentnahme
Anführungszeichen Direktes Zitat
Eigene Worte Paraphrase
Fundstelle Zeilenangabe
Auswertung Beleg erklären






Kreuzworträtsel

Skimming Wie heißt die englische Bezeichnung für überblickendes Lesen?
Scanning Wie heißt die englische Bezeichnung für gezieltes Suchen im Text?
Textbeleg Wie heißt eine Textstelle, die eine eigene Aussage stützt?
Paraphrase Wie heißt die sinngemäße Wiedergabe eines fremden Gedankens?
Schluesselwort Wie heißt ein besonders wichtiger Begriff für das Textthema?
Quellenangabe Wie heißt der Hinweis auf die Herkunft einer übernommenen Information?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Beim

verschaffst Du Dir zuerst einen Überblick über Thema und Aufbau. Beim

suchst Du gezielt nach einer bestimmten Information. Vor der Suche formulierst Du passende

zur Aufgabenstellung. Ein besonders wichtiger Begriff eines Textes kann als

bezeichnet werden. Wörter wie deshalb oder jedoch können als

Beziehungen zwischen Aussagen anzeigen. Eine Fundstelle wird in Schulaufgaben häufig mit einer

nachgewiesen. Eine wörtliche Übernahme heißt

. Eine sinngemäße Wiedergabe in eigenen Worten ist eine

. Ein guter Beleg muss zur eigenen

passen. Nach einem Beleg solltest Du erklären, welche

er für Deine Antwort hat.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Textlandkarte erstellen: Nimm einen kurzen Sachtext aus Deinem Schulbuch. Lies ihn diagonal und notiere für jeden Absatz eine Randüberschrift mit höchstens fünf Wörtern.
  2. Suchbegriffe entwickeln: Formuliere zu drei Fragen an einen Sachtext jeweils mindestens vier mögliche Suchbegriffe oder Synonyme.
  3. Markiercode testen: Entwickle einen einfachen Markiercode für Kernaussage, Beispiel und unklare Stelle. Probiere ihn an einem Sachtext aus und erkläre, warum Du nicht mehr als drei Markierarten verwendest.
  4. Beleg prüfen: Suche in einem Sachtext zwei Stellen, die dieselbe Aussage unterschiedlich stark stützen. Entscheide, welcher Beleg besser passt, und begründe Deine Wahl.


Standard

  1. Lesestrategien vergleichen: Bearbeite denselben Sachtext einmal diagonal und einmal selektiv. Dokumentiere, welche Stellen Du jeweils beachtet hast, und erkläre die Unterschiede.
  2. Informationsmatrix erstellen: Erstelle zu einem Sachtext eine Tabelle mit den Spalten Leitfrage, Fundstelle, Information in eigenen Worten und Funktion der Textstelle.
  3. Zitatwerkstatt: Formuliere zu drei Aussagen jeweils einen passenden Satz mit direktem Zitat und einen zweiten Satz mit indirektem Beleg.
  4. Fehleranalyse: Tausche einen kurzen Absatz mit einer Partnerin oder einem Partner. Prüft gegenseitig, ob die Textbelege wirklich zu den Aussagen passen und ob die Fundstellen stimmen.


Schwer

  1. Zwei Sachtexte vergleichen: Wähle zwei Sachtexte zum selben Thema. Nutze diagonales Lesen für den Überblick und selektives Lesen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede mit genauen Belegen herauszuarbeiten.
  2. Belegketten untersuchen: Analysiere einen Kommentar oder argumentierenden Sachtext. Ordne Behauptungen, Begründungen, Beispiele und mögliche Gegenargumente und dokumentiere die Fundstellen.
  3. Erklärvideo produzieren: Erstelle ein zwei- bis dreiminütiges Erklärvideo für Deine Klasse, in dem Du diagonales und selektives Lesen an einem selbst gewählten Sachtext demonstrierst. Zeige auch, wie aus einer Fundstelle ein sauberer Textbeleg wird.
  4. Mini-Unterricht planen: Entwirf eine zehnminütige Lernstation, an der Mitschülerinnen und Mitschüler eine Information gezielt finden, paraphrasieren, belegen und die Qualität ihres Belegs selbst überprüfen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Strategiewahl begründen: Du erhältst einen dreiseitigen Sachtext und die Aufgabe, nur die Ursachen eines Problems zu erklären. Beschreibe, wie Du diagonales und selektives Lesen kombinieren würdest und begründe jeden Schritt.
  2. Belegqualität bewerten: Zwei Schülerinnen oder Schüler verwenden unterschiedliche Textstellen als Beleg für dieselbe Aussage. Erkläre Kriterien, mit denen Du entscheidest, welcher Beleg überzeugender ist.
  3. Kontext prüfen: Eine zitierte Textstelle klingt eindeutig, der folgende Satz schränkt sie jedoch stark ein. Erkläre, warum das Lesen des Zusammenhangs für eine faire Wiedergabe wichtig ist.
  4. Paraphrasieren und belegen: Formuliere einen komplexen Abschnitt eines Sachtextes in eigenen Worten. Weise anschließend genau nach, auf welche Stelle Du Dich beziehst, ohne den Originalsatz nur umzubauen.
  5. Transfer auf andere Fächer: Zeige an einem Beispiel aus Biologie, Geschichte oder Geographie, wie selektives Lesen und genaue Textbelege die Bearbeitung einer Fachaufgabe verbessern können.
  6. Arbeitsprozess reflektieren: Vergleiche zwei eigene Vorgehensweisen bei Sachtexten: einmal lineares Lesen ohne Plan und einmal zielgerichtetes Lesen mit Suchauftrag. Erkläre, welche Methode bei welcher Aufgabe sinnvoller ist und wo ihre Grenzen liegen.




Lernnachweis

Für einen erfolgreichen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können, dass Du Lesetechniken nicht nur benennen, sondern passend einsetzen kannst.

  1. Diagonales Lesen: Du kannst Thema, Aufbau und Schwerpunkte eines Sachtextes zügig erfassen.
  2. Selektives Lesen: Du kannst aus einer Aufgabenstellung Suchziele und Suchbegriffe ableiten und passende Fundstellen finden.
  3. Informationsentnahme: Du kannst Kernaussagen, Begründungen, Beispiele, Daten und Einschränkungen unterscheiden und geordnet notieren.
  4. Kontextprüfung: Du liest Fundstellen im Zusammenhang und vermeidest sinnentstellende Verkürzungen.
  5. Direktes Zitat: Du kannst eine kurze wörtliche Übernahme korrekt kennzeichnen und in einen eigenen Satz einbauen.
  6. Paraphrase: Du kannst fremde Informationen sinngemäß in eigenen Worten wiedergeben und die Quelle kenntlich machen.
  7. Textbeleg: Du kannst Deine eigene Aussage mit einer passenden Fundstelle absichern und den Beleg auswerten.
  8. Quellenangabe: Du verstehst, warum übernommene Informationen nachvollziehbar auf ihre Herkunft zurückgeführt werden müssen.
  9. Strategiereflexion: Du kannst begründen, wann diagonales, selektives oder genaues Lesen sinnvoll ist.




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