D9 M - Argumentieren mit These, Argument und Gegenargument

D9 M - Argumentieren mit These, Argument und Gegenargument
D9 M - Argumentieren mit These, Argument und Gegenargument
Einleitung
Im Alltag argumentierst Du ständig: Soll das Smartphone im Unterricht erlaubt sein? Sind Hausaufgaben sinnvoll? Sollte die Schule später beginnen? Darf Künstliche Intelligenz für Hausaufgaben genutzt werden? Sollte es Noten für Gruppenarbeiten geben? Bei solchen Fragen reicht ein bloßes „Ich finde das gut“ oder „Das ist unfair“ nicht aus. Wer andere überzeugen oder zu einer fairen Entscheidung beitragen möchte, muss seine Position nachvollziehbar begründen, andere Sichtweisen ernst nehmen und am Ende zu einer begründeten Schlussfolgerung kommen.
In diesem aiMOOC lernst Du deshalb, wie aus einer bloßen Meinung eine überzeugende Argumentation wird. Im Mittelpunkt stehen These, Argument, Begründung, Beispiel oder Beleg, Gegenargument, Entkräftung, Abwägung und Schlussfolgerung. Du trainierst diese Bausteine an Kontroversen, die für Jugendliche in Klasse 9 verständlich und diskutierbar sind.

Eine gute Argumentation ist kein Streit, bei dem eine Seite „gewinnen“ muss. Sie ist ein begründeter Austausch. Du zeigst, warum Deine Position sinnvoll ist, prüfst aber zugleich, welche Einwände gegen sie sprechen. Gerade das Berücksichtigen von Gegenargumenten kann Deine eigene Position stärker machen, weil Du zeigst, dass Du nicht nur eine Seite siehst.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du:
- These: eine klare, diskutierbare Behauptung zu einer Streitfrage formulieren.
- Argument: eine These mit einer nachvollziehbaren Begründung stützen.
- Beispiel und Beleg: passende Beispiele, Erfahrungen, Daten oder überprüfbare Informationen gezielt einsetzen.
- Gegenargument: einen ernst zu nehmenden Einwand gegen die eigene Position formulieren.
- Entkräftung: auf ein Gegenargument sachlich reagieren, ohne es nur abzuwerten.
- Abwägung: die Stärke verschiedener Argumente vergleichen und Kriterien für die Entscheidung nennen.
- Schlussfolgerung: aus der Abwägung eine nachvollziehbare Position ableiten.
- Adressatenbezug: Sprache, Beispiele und Schwerpunkt an die jeweilige Zielgruppe anpassen.
- Erörterung: mehrere Argumente zu einem geordneten mündlichen oder schriftlichen Beitrag verbinden.
Vom Standpunkt zur Argumentation
Meinung, These und Argument unterscheiden
Eine Meinung ist zunächst eine persönliche Einschätzung. Sie kann spontan sein und muss noch nicht begründet sein.
Beispiel: „Ich finde Schuluniformen schlecht.“
Eine These ist eine klar formulierte Behauptung, über die man diskutieren kann.
Beispiel: „An unserer Schule sollten keine verpflichtenden Schuluniformen eingeführt werden.“
Ein Argument stützt oder kritisiert eine These durch einen begründenden Gedankengang.
Beispiel: „Verpflichtende Schuluniformen sollten nicht eingeführt werden, weil Schülerinnen und Schüler dadurch weniger Möglichkeiten hätten, ihre persönliche Identität durch Kleidung auszudrücken.“
Eine These ist also noch kein vollständiges Argument. Erst die Begründung beantwortet die wichtige Frage: Warum sollte jemand dieser These zustimmen?

Die Grundkette: Behauptung – Begründung – Beispiel oder Beleg
Für diesen Kurs arbeitest Du zunächst mit einer einfachen und gut prüfbaren Argumentationskette:
These → Begründung → Beispiel oder Beleg → Rückbezug zur These
Beispiel zur Streitfrage: Soll der Unterricht morgens später beginnen?
These: Der Unterricht sollte an weiterführenden Schulen später beginnen.
Begründung: Ein späterer Beginn kann Schülerinnen und Schülern ermöglichen, ausgeschlafener in den Unterricht zu kommen.
Beispiel: Wer morgens wegen eines langen Schulwegs sehr früh aufstehen muss, kann bei einem späteren Beginn mehr Schlaf bekommen und sich in der ersten Stunde möglicherweise besser konzentrieren.
Rückbezug: Deshalb spricht die mögliche bessere Lernbereitschaft für einen späteren Schulbeginn.
Wichtig ist der Zusammenhang. Ein Beispiel darf nicht einfach nur interessant sein. Es muss tatsächlich zeigen, warum die Begründung zur These passt.
Starke und schwache Argumentationsketten
Vergleiche diese beiden Varianten:
Schwach: „Handys sollten in der Pause erlaubt sein, weil fast alle eins haben.“
Die Begründung erklärt kaum, warum der Besitz eines Smartphones automatisch für die Erlaubnis spricht.
Stärker: „Smartphones sollten in längeren Pausen grundsätzlich erlaubt sein, weil Jugendliche in dieser Zeit private Nachrichten lesen oder organisatorische Dinge klären können. Wer zum Beispiel nach Unterrichtsschluss abgeholt wird, kann eine geänderte Uhrzeit weitergeben. Deshalb kann eine geregelte Nutzung in Pausen einen praktischen Nutzen haben.“
Die zweite Variante zeigt eine Kette: Position, Grund, konkretes Beispiel und Rückbezug.
Gegenargumente ernst nehmen
Ein Gegenargument richtet sich gegen eine These oder gegen eine Begründung. Ein gutes Gegenargument ist nicht einfach das Gegenteil der eigenen Meinung, sondern zeigt einen nachvollziehbaren Nachteil, ein Risiko, eine Ausnahme oder einen anderen wichtigen Wert.
Beispiel:
These: Smartphones sollten in den Pausen erlaubt sein.
Argument: Sie können für Absprachen mit der Familie nützlich sein.
Gegenargument: Eine freie Nutzung kann dazu führen, dass manche Schülerinnen und Schüler ihre Pause fast vollständig am Bildschirm verbringen und weniger direkte Gespräche führen.
Jetzt entsteht eine echte Kontroverse: praktischer Nutzen steht gegen soziale Begegnung und Erholung.
Gegenargumente nicht unfair vereinfachen
Eine schwache Strategie lautet: „Die andere Seite hat keine Ahnung.“
Eine bessere Strategie lautet: „Das Gegenargument ist wichtig, weil direkte Gespräche in der Pause zur Klassengemeinschaft beitragen können. Allerdings muss daraus nicht folgen, dass Smartphones vollständig verboten werden. Eine zeitlich begrenzte oder räumlich geregelte Nutzung könnte beide Ziele verbinden.“
Damit hast Du drei Schritte vollzogen:
- Du nimmst den Einwand ernst.
- Du prüfst seine Reichweite.
- Du entwickelst eine begründete Antwort oder einen Kompromiss.
Ein Gegenargument entkräften
Entkräften bedeutet nicht, ein Gegenargument lächerlich zu machen. Du zeigst vielmehr, warum es weniger stark ist als es zunächst wirkt, nur unter bestimmten Bedingungen gilt oder durch eine Regelung abgeschwächt werden kann.
Mögliche Formulierungen:
„Dagegen spricht zwar, dass …, jedoch …“
„Der Einwand ist berechtigt, wenn …; unter der Bedingung … fällt er aber weniger stark ins Gewicht.“
„Dieses Gegenargument überzeugt teilweise, berücksichtigt jedoch nicht, dass …“
„Gerade deshalb wäre eine Regel sinnvoll, nach der …“
Abwägen statt nur aufzählen
Bei einer guten Erörterung genügt es nicht, Pro- und Contra-Argumente wie auf einer Einkaufsliste nebeneinanderzustellen. Du musst erklären, welches Argument für Deine Entscheidung wichtiger ist und warum.

Beim Abwägen helfen Kriterien. Je nach Streitfrage können zum Beispiel diese Kriterien wichtig sein:
- Fairness: Werden Beteiligte gerecht behandelt?
- Wirksamkeit: Erreicht die vorgeschlagene Maßnahme ihr Ziel?
- Freiheit: Wie stark werden persönliche Entscheidungen eingeschränkt?
- Sicherheit: Werden Menschen vor vermeidbaren Risiken geschützt?
- Lernen: Verbessert oder erschwert die Regel das Lernen?
- Gemeinschaft: Welche Folgen hat die Entscheidung für das Miteinander?
- Praktikabilität: Ist die Lösung im Schulalltag tatsächlich umsetzbar?
- Verhältnismäßigkeit: Ist die Maßnahme nicht stärker als nötig?
- Nachhaltigkeit: Welche langfristigen Folgen sind zu erwarten?
Eine gute Abwägung nennt also nicht nur zwei Seiten, sondern macht das Entscheidungskriterium sichtbar.
Beispiel:
„Das Argument für ein vollständiges Handyverbot schützt zwar die Konzentration besonders konsequent. Gegen ein vollständiges Verbot spricht aber, dass Smartphones in bestimmten Situationen sinnvoll eingesetzt werden können. Weil Unterrichtsruhe auch mit klaren Nutzungsregeln erreicht werden kann, erscheint eine begrenzte Erlaubnis verhältnismäßiger als ein generelles Verbot.“
Die adressatengerechte Schlussfolgerung
Eine Schlussfolgerung fasst nicht einfach alle Argumente noch einmal zusammen. Sie beantwortet die Ausgangsfrage auf Grundlage der Abwägung.
Dabei ist wichtig, für wen Du sprichst oder schreibst.
Wenn Du einen Beitrag für Deine Klasse formulierst, kannst Du Beispiele aus dem Schulalltag nutzen. In einem Brief an die Schulleitung solltest Du sachlicher formulieren und praktische Folgen genauer erklären. In einer Rede vor Eltern kann es sinnvoll sein, stärker auf Sicherheit, Verlässlichkeit oder Lernbedingungen einzugehen.
Vergleiche:
Für Mitschülerinnen und Mitschüler: „Deshalb wäre eine Regel fair, bei der wir unsere Handys in den großen Pausen nutzen dürfen, im Unterricht aber nur nach Aufforderung.“
Für die Schulleitung: „Aus diesen Gründen erscheint eine klar geregelte Nutzung sinnvoller als ein vollständiges Verbot. Eine schulweite Regel könnte festlegen, dass Smartphones im Unterricht grundsätzlich nicht genutzt werden, in den großen Pausen jedoch in bestimmten Bereichen erlaubt sind.“
Die Position bleibt ähnlich, aber Wortwahl, Begründung und Schwerpunkt werden an den Adressaten angepasst.
Ein vollständiges Argumentationsmuster
Streitfrage: Sollten Schülerinnen und Schüler KI-Werkzeuge für Hausaufgaben verwenden dürfen?
These: KI-Werkzeuge sollten für Hausaufgaben grundsätzlich erlaubt sein, wenn ihre Nutzung transparent gemacht wird.
Argument: Sie können beim Verstehen, Planen und Überarbeiten helfen.
Beispiel: Eine Schülerin kann sich verschiedene Erklärungen zu einem schwierigen Begriff geben lassen und anschließend selbst eine passende Zusammenfassung formulieren.
Gegenargument: Schülerinnen und Schüler könnten Aufgaben vollständig von einer KI lösen lassen und dadurch weniger selbst üben.
Prüfung des Gegenarguments: Dieses Risiko ist ernst zu nehmen, betrifft aber vor allem eine unkontrollierte Nutzung.
Entkräftung oder Einschränkung: Aufgaben können so gestaltet werden, dass der eigene Lernweg dokumentiert und KI-Hilfe gekennzeichnet werden muss.
Abwägung: Der mögliche Lerngewinn ist dann größer als das Risiko, wenn Transparenz und Eigenleistung überprüfbar bleiben.
Adressatengerechte Schlussfolgerung für eine Lehrkraft: „Deshalb sollte KI nicht pauschal verboten, sondern unter klaren Regeln eingesetzt werden. Schülerinnen und Schüler sollten angeben, wofür sie das Werkzeug verwendet haben, und zentrale Teile der Aufgabe selbst erklären können.“
Dieses Muster ist besonders nützlich, weil es nicht so tut, als gäbe es keine Gegenposition.
Argumente prüfen
Ist die Begründung relevant?
Frage Dich: Hat dieser Grund wirklich etwas mit der These zu tun?
These: „Die Schule sollte später beginnen.“
Unpassender Grund: „Unsere Schule hat eine große Turnhalle.“
Passender Grund: „Ein späterer Beginn könnte den Tagesrhythmus vieler Jugendlicher besser berücksichtigen.“
Ist das Beispiel aussagekräftig?
Ein einzelnes Erlebnis kann ein Argument anschaulich machen, beweist aber nicht automatisch, dass etwas für alle gilt.
Schwach: „Mein Freund war nach einer Gruppenarbeit sauer. Deshalb sind Gruppenarbeiten immer schlecht.“
Besser: „Gruppenarbeit kann unfair bewertet werden, wenn alle dieselbe Note erhalten, obwohl Beiträge sehr unterschiedlich sind. Das zeigt sich etwa dann, wenn einzelne Personen einen Großteil der Arbeit übernehmen. Deshalb sollte neben dem Gruppenergebnis auch der individuelle Beitrag berücksichtigt werden.“
Ist die Verallgemeinerung gerechtfertigt?
Achte auf Wörter wie immer, alle, niemand, völlig oder auf jeden Fall. Solche Formulierungen sind oft zu pauschal.
Statt: „Handys lenken immer ab.“
Besser: „Ungeregelte Handynutzung kann besonders in Arbeitsphasen ablenken.“
Ist die Quelle oder der Beleg zuverlässig?
Wenn Du Daten, Studien oder Aussagen von Fachleuten verwendest, musst Du prüfen, woher sie stammen. Ein kurzer Clip, ein Kommentar oder ein anonymer Post ist nicht automatisch ein verlässlicher Beleg.
Prüffragen:
- Wer hat die Information veröffentlicht?
- Ist erkennbar, auf welchen Daten oder Untersuchungen die Aussage beruht?
- Ist die Information aktuell genug für die Streitfrage?
- Wird zwischen Tatsache, Einschätzung und Werbung unterschieden?
- Bestätigen weitere verlässliche Quellen die Aussage?
Typische Fehler beim Argumentieren

Bloße Behauptung: „Das ist einfach besser.“
Zirkelschluss: „Die Regel ist sinnvoll, weil sie eine sinnvolle Regel ist.“
Übertreibung: „Wenn wir einmal KI benutzen dürfen, macht bald niemand mehr irgendetwas selbst.“
Angriff auf die Person: „Dein Argument zählt nicht, weil Du sowieso ständig am Handy bist.“
Ablenkung vom Thema: Auf die Frage nach Hausaufgaben wird plötzlich über die Qualität des Mensaessens gesprochen.
Unfaire Verallgemeinerung: „Ein Schüler hat geschummelt, also schummeln Schülerinnen und Schüler mit KI immer.“
Scheinargument durch Beliebtheit: „Fast alle wollen es, also muss es richtig sein.“
Eine gute Reaktion prüft den Inhalt des Arguments, nicht die Person, die es äußert.
Vertiefung: Argumente als Modell darstellen
In komplexeren Argumentationen kann es hilfreich sein, sichtbar zu machen, welche Information eine Schlussfolgerung stützt und welche gedankliche Verbindung dazwischenliegt. Ein bekanntes Modell dafür ist das Toulmin-Schema. Für Klasse 9 genügt es, die Grundidee zu verstehen: Zwischen einem Grund und einer Schlussfolgerung steckt oft eine unausgesprochene Regel.
Beispiel:
Information: Im Unterricht werden Smartphones häufig für private Nachrichten genutzt.
Schlussregel: Was die Aufmerksamkeit während einer Lernphase stark stört, sollte in dieser Phase begrenzt werden.
Schlussfolgerung: Während konzentrierter Arbeitsphasen sollte private Smartphonenutzung nicht erlaubt sein.

Du musst dieses Modell nicht vollständig beherrschen. Es zeigt aber, warum die Frage „Wie kommst Du von Deinem Grund zu Deiner Schlussfolgerung?“ so wichtig ist.
Kontroversen zum Trainieren
Die folgenden Streitfragen sind bewusst so gewählt, dass es auf beiden Seiten nachvollziehbare Argumente geben kann. Entscheidend ist nicht, welche Position Du auswählst, sondern wie gut Du sie begründest.
Kontroverse 1: Smartphones in der Schule
Streitfrage: Sollte die private Smartphonenutzung während des gesamten Schultags verboten sein?
Pro vollständiges Verbot: Ein klares Verbot kann Ablenkung reduzieren und Streit darüber vermeiden, wann eine Nutzung erlaubt ist.
Gegenargument: Smartphones können in Pausen, bei organisatorischen Absprachen oder in bestimmten Lernaufgaben sinnvoll sein.
Abwägung: Entscheidend ist, ob ein vollständiges Verbot nötig ist oder klare Zeit- und Ortsregeln denselben Zweck mit weniger Einschränkung erreichen.
Mögliche Schlussfolgerung: Eine differenzierte Regel kann überzeugender sein als ein Totalverbot: keine private Nutzung im Unterricht, aber begrenzte Nutzung in festgelegten Pausenbereichen.
Kontroverse 2: Hausaufgaben
Streitfrage: Sollten klassische Hausaufgaben abgeschafft werden?
Pro Abschaffung: Die Voraussetzungen zu Hause sind unterschiedlich. Manche Jugendliche haben Unterstützung und einen ruhigen Arbeitsplatz, andere nicht.
Gegenargument: Selbstständiges Üben außerhalb des Unterrichts kann helfen, Lernstoff zu festigen und Verantwortung für das eigene Lernen zu übernehmen.
Abwägung: Statt nur „Hausaufgaben ja oder nein“ zu fragen, kann geprüft werden, welche Aufgaben wirklich Lernfortschritt fördern und welche unnötig Zeit beanspruchen.
Mögliche Schlussfolgerung: Weniger, gezieltere und im Umfang planbare Übungsaufgaben können beide Seiten besser berücksichtigen als eine vollständige Abschaffung oder eine hohe tägliche Aufgabenmenge.
Kontroverse 3: Späterer Schulbeginn
Streitfrage: Sollte der Unterricht erst um 9 Uhr beginnen?
Pro: Mehr Zeit am Morgen kann dazu beitragen, dass Jugendliche ausgeschlafener und aufnahmefähiger in der Schule ankommen.
Gegenargument: Ein späterer Beginn verschiebt Unterrichtsende, Busverbindungen, Vereine, Betreuung und Familienorganisation.
Abwägung: Ein gesundheitlicher oder lernbezogener Vorteil muss gegen praktische Folgen für den gesamten Tagesablauf geprüft werden.
Mögliche Schlussfolgerung: Ein späterer Beginn kann sinnvoll sein, wenn Stundenplan und Verkehrsanbindung angepasst werden können; ohne solche Anpassungen entstehen neue Probleme.
Kontroverse 4: Noten für Gruppenarbeiten
Streitfrage: Soll eine Gruppe für ein gemeinsames Produkt dieselbe Note erhalten?
Pro gleiche Note: Zusammenarbeit bedeutet, gemeinsam Verantwortung für ein Ergebnis zu tragen.
Gegenargument: Beiträge können sehr unterschiedlich ausfallen. Eine einheitliche Note kann deshalb einzelne Leistungen unfair bewerten.
Abwägung: Bewertet werden könnten sowohl das Gruppenergebnis als auch individuell dokumentierte Beiträge.
Mögliche Schlussfolgerung: Eine Kombination aus Gruppen- und Einzelleistung ist häufig nachvollziehbarer als nur eine einzige gemeinsame Note.
Kontroverse 5: Schuluniformen
Streitfrage: Sollten an Schulen einheitliche Schuluniformen eingeführt werden?
Pro: Einheitliche Kleidung kann sichtbare Unterschiede bei Marken und Mode verringern.
Gegenargument: Kleidung ist auch Ausdruck von Persönlichkeit; eine Pflicht schränkt individuelle Gestaltung ein.
Abwägung: Es ist zu prüfen, ob Uniformen tatsächlich sozialen Druck verringern und ob dieses Ziel die Einschränkung persönlicher Wahl rechtfertigt.
Mögliche Schlussfolgerung: Eine allgemeine Kleiderordnung mit wenigen nachvollziehbaren Regeln könnte ein milderes Mittel sein als eine vollständige Uniformpflicht.
Kontroverse 6: KI bei Hausaufgaben
Streitfrage: Soll der Einsatz generativer KI für schulische Aufgaben erlaubt sein?
Pro: KI kann Erklärungen, Ideen und Rückmeldungen bereitstellen und dadurch Lernprozesse unterstützen.
Gegenargument: Wenn fertige Lösungen ungeprüft übernommen werden, kann Eigenleistung verloren gehen.
Abwägung: Die entscheidende Frage ist nicht nur, ob KI genutzt wird, sondern wie transparent, kritisch und eigenständig die Nutzung erfolgt.
Mögliche Schlussfolgerung: KI-Nutzung kann erlaubt sein, wenn sie gekennzeichnet wird, Quellen geprüft werden und Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse selbst erklären können.
Kontroverse 7: Klassenfahrten und Smartphones
Streitfrage: Sollten Smartphones auf Klassenfahrten nur zu bestimmten Zeiten genutzt werden dürfen?
Pro Begrenzung: Gemeinsame Aktivitäten und direkte Gespräche können stärker im Mittelpunkt stehen.
Gegenargument: Jugendliche möchten erreichbar sein, Fotos machen und mit Familie oder Freunden kommunizieren.
Abwägung: Eine zeitliche Regelung kann Gemeinschaftszeiten schützen, ohne die Nutzung vollständig zu verbieten.
Mögliche Schlussfolgerung: Klare Handyzeiten sind eher verhältnismäßig als ein vollständiges Verbot für die gesamte Fahrt.
Kontroverse 8: Pflichtfach Medienbildung
Streitfrage: Sollte Medienbildung ein eigenes verpflichtendes Schulfach sein?
Pro: Themen wie Quellenprüfung, Datenschutz, KI, soziale Netzwerke und Desinformation sind für den Alltag wichtig.
Gegenargument: Der Stundenplan ist bereits voll; Medienbildung kann auch in Deutsch, Gemeinschaftskunde, Informatik oder anderen Fächern stattfinden.
Abwägung: Entscheidend ist, ob ein eigenes Fach wirklich zu mehr Qualität führt oder ob verbindliche fächerübergreifende Standards wirksamer wären.
Mögliche Schlussfolgerung: Medienbildung muss verbindlich stattfinden; ob dafür ein eigenes Fach nötig ist, hängt davon ab, wie zuverlässig die Inhalte sonst im Unterricht verankert werden.
Kontroverse 9: Mündliche Mitarbeit und Noten
Streitfrage: Soll mündliche Mitarbeit stark in die Fachnote einfließen?
Pro: Unterricht lebt von Beteiligung, Erklärungen, Nachfragen und Diskussionen.
Gegenargument: Häufiges Sprechen ist nicht automatisch gleichbedeutend mit hoher fachlicher Leistung; zurückhaltende Schülerinnen und Schüler können benachteiligt sein.
Abwägung: Bewertet werden sollte nicht nur die Häufigkeit, sondern vor allem Qualität, fachliche Richtigkeit und Entwicklung.
Mögliche Schlussfolgerung: Mündliche Leistungen können wichtig sein, sollten aber anhand transparenter Kriterien und zusammen mit anderen Leistungsformen bewertet werden.
Kontroverse 10: Mehr Projekttage statt regulärem Unterricht
Streitfrage: Sollte es an Schulen regelmäßig mehr Projekttage geben?
Pro: Projekte ermöglichen selbstständiges Arbeiten, Teamarbeit und die Verbindung mehrerer Fächer.
Gegenargument: Für systematisches Üben und den Aufbau grundlegender Kenntnisse wird auch kontinuierlicher Fachunterricht benötigt.
Abwägung: Projekte und Fachunterricht erfüllen unterschiedliche Funktionen und müssen nicht gegeneinander ausgespielt werden.
Mögliche Schlussfolgerung: Regelmäßige Projekttage können sinnvoll sein, wenn sie gezielt geplant sind und den notwendigen Fachunterricht ergänzen statt dauerhaft zu ersetzen.
Sprachliche Werkzeuge für nachvollziehbare Argumentationsketten
Für eine These: „Ich vertrete die Auffassung, dass …“ „Für unsere Schule wäre es sinnvoll, wenn …“ „Die Regel sollte geändert werden, weil …“
Für eine Begründung: „Dafür spricht vor allem, dass …“ „Ein wichtiger Grund ist …“ „Das ist relevant, weil …“
Für ein Beispiel oder einen Beleg: „Das zeigt sich beispielsweise daran, dass …“ „Ein konkretes Beispiel ist …“ „Diese Begründung lässt sich stützen durch …“
Für ein Gegenargument: „Dagegen lässt sich einwenden, dass …“ „Kritisch ist jedoch …“ „Aus einer anderen Perspektive spricht dagegen, dass …“
Für eine Entkräftung: „Dieser Einwand ist teilweise berechtigt, allerdings …“ „Das gilt besonders dann, wenn …; unter der Bedingung …“ „Dem lässt sich entgegenhalten, dass …“
Für eine Abwägung: „Im Vergleich wiegt dieses Argument stärker, weil …“ „Entscheidend ist für mich das Kriterium …“ „Beide Seiten haben nachvollziehbare Gründe; wichtiger erscheint jedoch …“
Für eine Schlussfolgerung: „Aus der Abwägung folgt daher …“ „Unter diesen Bedingungen wäre … die überzeugendste Lösung.“ „Für die angesprochene Zielgruppe bedeutet das konkret …“
Von der Materialsammlung zum Text
Bevor Du schreibst, kannst Du eine Argumentation planen.
- Formuliere die Streitfrage möglichst genau.
- Schreibe eine vorläufige These.
- Sammle mindestens zwei Argumente für und zwei gegen die These.
- Ergänze zu jedem Argument eine Begründung.
- Suche passende Beispiele oder überprüfbare Belege.
- Markiere das stärkste Gegenargument.
- Überlege, ob Du es entkräften, einschränken oder anerkennen musst.
- Lege ein oder zwei Kriterien für die Abwägung fest.
- Formuliere erst danach Deine Schlussfolgerung.
- Prüfe zum Schluss, ob Sprache und Beispiele zum Adressaten passen.
Eine Argumentation darf sich während dieser Planung verändern. Wenn ein Gegenargument stärker ist als Deine ursprüngliche Position, ist es sinnvoll, die These anzupassen. Das ist kein Fehler, sondern zeigt, dass Du Argumente wirklich geprüft hast.
Erklärvideos
Das folgende Video zeigt, wie Du für eine Erörterung Argumente für verschiedene Seiten finden kannst:
Das nächste Video erklärt den grundlegenden Aufbau einer Erörterung. Achte besonders darauf, wie einzelne Argumente in einen Gesamttext eingeordnet werden:
Zur Vertiefung kannst Du verschiedene Formen der Erörterung vergleichen. Für diesen aiMOOC ist besonders wichtig, dass Pro- und Contra-Argumente nicht nur gesammelt, sondern sinnvoll geordnet und abgewogen werden:
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Aussage beschreibt eine These am besten? (Eine diskutierbare Behauptung zu einer Streitfrage) (!Ein beliebiges Beispiel aus dem Alltag) (!Eine persönliche Beleidigung des Gegners) (!Eine Quellenangabe ohne Aussage)
Welche Reihenfolge bildet eine nachvollziehbare einfache Argumentationskette? (These Begründung Beispiel Rückbezug) (!Beispiel Thema Überschrift Meinung) (!Gegenargument Beleidigung Wiederholung Ende) (!Schlussfolgerung Frage Behauptung Ablenkung)
Was macht ein Beispiel für ein Argument besonders nützlich? (Es verdeutlicht passend die Begründung) (!Es ist möglichst überraschend) (!Es ist möglichst lang) (!Es ersetzt jede Begründung)
Wie gehst Du mit einem starken Gegenargument sinnvoll um? (Du prüfst es sachlich und reagierst begründet darauf) (!Du verschweigst es grundsätzlich) (!Du greifst die Person dahinter an) (!Du wechselst zu einem anderen Thema)
Was bedeutet Abwägen beim Argumentieren? (Argumente nach nachvollziehbaren Kriterien vergleichen) (!Möglichst viele Argumente ungeordnet nennen) (!Nur die eigene Position wiederholen) (!Das längste Argument auswählen)
Welche Schlussfolgerung ist besonders überzeugend? (Eine Schlussfolgerung die aus der vorherigen Abwägung folgt) (!Eine Schlussfolgerung mit völlig neuen Argumenten) (!Eine Schlussfolgerung ohne Bezug zur Streitfrage) (!Eine Schlussfolgerung die nur die Einleitung kopiert)
Welche Formulierung ist am wenigsten pauschal? (Ungeregelte Handynutzung kann in Arbeitsphasen ablenken) (!Handys lenken immer alle ab) (!Niemand kann mit einem Handy lernen) (!Jede Handynutzung zerstört den Unterricht)
Was ist eine sachliche Entkräftung? (Die Reichweite eines Gegenarguments begründet einschränken) (!Das Gegenargument lächerlich machen) (!Den Sprecher beleidigen) (!Das Gegenargument absichtlich falsch wiedergeben)
Warum ist Adressatenbezug wichtig? (Weil Sprache Beispiele und Schwerpunkt zur Zielgruppe passen sollen) (!Weil dadurch keine Begründung mehr nötig ist) (!Weil jede Zielgruppe dieselben Argumente hören muss) (!Weil nur Erwachsene Argumente verstehen)
Welche Frage hilft besonders beim Prüfen einer Argumentationskette? (Wie führt dieser Grund nachvollziehbar zu meiner These) (!Wie viele schwierige Wörter habe ich benutzt) (!Wie oft habe ich meine Meinung wiederholt) (!Wie lang ist mein letzter Satz)
Memory
| These | diskutierbare Behauptung |
| Begründung | erklärt warum eine Aussage gelten soll |
| Beleg | stützende überprüfbare Information |
| Gegenargument | begründeter Einwand gegen eine Position |
| Entkräftung | sachliche Antwort auf einen Einwand |
| Abwägung | Vergleich der Stärke verschiedener Gründe |
| Adressat | Zielperson oder Zielgruppe eines Beitrags |
| Schlussfolgerung | Ergebnis der vorherigen Prüfung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| These | klare Position zur Streitfrage |
| Begründung | erklärt den Grund für die Position |
| Beispiel | macht die Begründung konkret |
| Gegenargument | zeigt einen nachvollziehbaren Einwand |
| Abwägung | vergleicht die Bedeutung beider Seiten |
Kreuzworträtsel
| These | Wie heißt eine diskutierbare Behauptung zu einer Streitfrage? |
| Beleg | Wie heißt eine überprüfbare Information zur Stützung eines Arguments? |
| Einwand | Welches Wort bezeichnet eine begründete Kritik an einer Aussage? |
| Abwägung | Wie heißt der Vergleich der Stärke verschiedener Argumente? |
| Begründung | Welcher Teil erklärt warum eine These gelten soll? |
| Schlussfolgerung | Wie heißt das begründete Ergebnis am Ende einer Argumentation? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- These formulieren: Formuliere zu den Themen „Handys in der Pause“, „Hausaufgaben“, „Schuluniformen“ und „späterer Schulbeginn“ jeweils eine klare These, über die man tatsächlich diskutieren kann.
- Argumentationskette: Wähle eine Deiner Thesen und schreibe dazu Begründung, Beispiel und Rückbezug. Markiere die vier Teile anschließend mit unterschiedlichen Überschriften.
- Gegenargument finden: Tausche Deine Argumentationskette mit einer Mitschülerin oder einem Mitschüler und formuliere ein möglichst starkes Gegenargument, ohne die ursprüngliche Position lächerlich zu machen.
- Adressatenwechsel: Formuliere dieselbe Schlussfolgerung einmal für Deine Klasse und einmal für die Schulleitung. Erkläre anschließend, welche Wörter oder Schwerpunkte Du verändert hast.
Standard
- Pro-Contra-Interview: Befrage mindestens drei Personen zu einer schulischen Streitfrage. Notiere nicht nur ihre Position, sondern jeweils auch den wichtigsten Grund. Ordne die Aussagen danach in Pro, Contra und mögliche Kompromisse.
- Argumente bewerten: Sammle sechs Argumente zu einer Kontroverse und bewerte sie nach Relevanz, Nachvollziehbarkeit und Belegbarkeit. Begründe, welches Argument auf jeder Seite am stärksten ist.
- Debattenprotokoll: Beobachte eine Diskussion in der Klasse oder eine geeignete öffentliche Debatte. Notiere These, Argument, Gegenargument und Reaktion. Prüfe anschließend, ob die Beteiligten wirklich aufeinander eingehen.
- Erörterungsabsatz: Schreibe zu „Soll KI bei Hausaufgaben erlaubt sein?“ einen Absatz mit These, Argument, Beispiel, Gegenargument, Entkräftung und abgewogener Teilfolgerung.
Schwer
- Kontroverse recherchieren: Recherchiere zu einer jugendnahen Streitfrage mindestens drei verlässliche Quellen. Formuliere daraus zwei belegte Pro- und zwei belegte Contra-Argumente und dokumentiere die Quellen.
- Fishbowl-Debatte: Plant in der Klasse eine Fishbowl-Diskussion zu „Soll die private Smartphonenutzung während des gesamten Schultags verboten sein?“. Beobachtende Personen bewerten nicht die Meinung, sondern die Qualität der Argumentationsketten.
- Kompromiss entwickeln: Wähle eine Kontroverse, bei der beide Seiten starke Gründe haben. Entwickle einen konkreten Kompromiss und zeige in einem Schaubild, welches Argument jeder Seite dadurch berücksichtigt wird und welches Problem offen bleibt.
- Video-Statement: Produziere ein zwei- bis dreiminütiges Video für eine klar benannte Zielgruppe. Stelle eine These auf, begründe sie, nenne ein starkes Gegenargument, reagiere darauf und ende mit einer adressatengerechten Schlussfolgerung.


Lernkontrolle
- Argumentationsanalyse: Du erhältst die Aussage „Hausaufgaben sollten abgeschafft werden, weil sie nerven.“ Überarbeite sie zu einer nachvollziehbaren Argumentationskette mit Begründung, Beispiel oder Beleg und Rückbezug. Erkläre, was an der Ausgangsversion schwach war.
- Gegenargument und Reaktion: Entwickle zu der These „Smartphones sollten in allen Pausen frei genutzt werden dürfen“ ein starkes Gegenargument. Formuliere anschließend eine sachliche Antwort, die den Einwand entweder entkräftet, einschränkt oder anerkennt.
- Abwägungsentscheidung: Vergleiche zwei gegensätzliche Argumente zur Frage „Soll die Schule um 9 Uhr beginnen?“. Lege zwei Bewertungskriterien fest und begründe anhand dieser Kriterien Deine Entscheidung.
- Adressatengerechtes Schreiben: Verfasse zu derselben Streitfrage zwei unterschiedliche Schlüsse: einen für einen Beitrag in der Schülerzeitung und einen für einen Brief an die Schulleitung. Erkläre anschließend die Unterschiede.
- Fehlerdiagnose: Untersuche eine kurze Diskussion auf pauschale Aussagen, persönliche Angriffe, irrelevante Gründe und fehlende Begründungen. Überarbeite mindestens drei problematische Stellen.
- Transfer auf neue Kontroverse: Wähle eine neue Streitfrage aus Deinem Alltag. Entwickle eine vollständige Kette aus These, Argument, Beispiel oder Beleg, Gegenargument, Reaktion, Abwägung und Schlussfolgerung. Begründe zusätzlich, warum Deine Schlussfolgerung zu der gewählten Zielgruppe passt.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Fachbegriffe nennen, sondern Argumentationen selbstständig aufbauen, prüfen und überarbeiten kannst.
- Streitfrage: Du kannst eine offene und diskutierbare Frage erkennen oder formulieren.
- These: Du formulierst eine eindeutige Position.
- Begründung: Du erklärst nachvollziehbar, warum die These gelten soll.
- Beispiel und Beleg: Du wählst Material, das tatsächlich zur Begründung passt.
- Gegenargument: Du stellst die andere Seite fair und möglichst stark dar.
- Entkräftung: Du reagierst sachlich und differenziert auf Einwände.
- Abwägung: Du vergleichst Argumente anhand nachvollziehbarer Kriterien.
- Schlussfolgerung: Deine Entscheidung folgt erkennbar aus der vorherigen Argumentation.
- Adressatenbezug: Sprache, Beispiele und Forderungen passen zur Zielgruppe.
- Quellenkritik: Bei recherchierten Belegen kannst Du Herkunft und Verlässlichkeit einschätzen.
- Überarbeitung: Du erkennst Lücken oder Fehlschlüsse und kannst sie verbessern.
- Mündliches Argumentieren: Du hörst anderen zu, greifst ihre Gründe auf und antwortest auf den Inhalt statt auf die Person.
OERs zum Thema
Zur Vertiefung kannst Du den Wikipedia-Artikel zum Begriff Argument nutzen:
Der Wikipedia-Artikel zur Erörterung zeigt, wie Argumente in einer schulischen Textform geordnet, geprüft und zu einer Schlussfolgerung geführt werden können:
Als weiterführendes Modell kannst Du außerdem das Toulmin-Schema ansehen:
Verknüpfte Lernbereiche
Merksatz
Eine überzeugende Argumentation sagt nicht nur, was Du denkst. Sie zeigt, warum Deine Position nachvollziehbar ist, nimmt Gegenargumente ernst, wägt Gründe nach Kriterien ab und führt zu einer Schlussfolgerung, die zur Streitfrage und zum Adressaten passt.

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