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D9 G - Sprachliche Mittel erkennen und erklären

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D9 G - Sprachliche Mittel erkennen und erklären




Einleitung

Wenn Du einen Text untersuchst, reicht es nicht, ein sprachliches Mittel nur zu benennen. In Klasse 9 sollst Du zeigen, was im Text auffällt und wie diese Formulierung wirkt. Genau das trainiert dieser aiMOOC auf G-Niveau.

Im Mittelpunkt stehen fünf besonders wichtige Mittel:

  1. Vergleich: Zwei Dinge oder Vorstellungen werden miteinander verbunden, häufig mit „wie“, „als“ oder „als ob“.
  2. Metapher: Ein Ausdruck wird bildlich auf etwas anderes übertragen.
  3. Personifikation: Etwas Nichtmenschliches erhält menschliche Eigenschaften oder Handlungen.
  4. Wiederholung: Wörter, Wortgruppen oder Satzmuster tauchen bewusst mehrfach auf.
  5. Auffällige Wortwahl: Einzelne Wörter fallen durch ihre Bedeutung, Stärke, Wertung oder Umgangssprache besonders auf.

Du lernst dabei immer denselben Dreischritt: erkennen – belegen – Wirkung erklären.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du sprachliche Mittel in kurzen Textstellen erkennen, passende Textbelege nennen und eine Wirkung so erklären, dass sie zum jeweiligen Beispiel passt. Du kannst außerdem unterscheiden, ob eine Formulierung eher anschaulich, spannend, wertend, eindringlich, emotional, übertrieben, abwertend oder positiv wirkt.

Wichtig ist: Eine Wirkung ist keine feste Formel. Die Aussage „Eine Metapher macht den Text schöner“ ist meist zu ungenau. Besser ist eine Erklärung wie: „Die Metapher Gedankenkarussell macht deutlich, dass die Gedanken ständig kreisen und die Person nicht zur Ruhe kommt.“


Grundprinzip: Erkennen, belegen, erklären

Eine gute Erklärung besteht aus drei Schritten:

  1. Erkennen: Benenne das sprachliche Mittel.
  2. Belegen: Zitiere die auffällige Formulierung möglichst kurz.
  3. Erklären: Sage, was dadurch im Zusammenhang des Textes hervorgehoben wird.

Ein hilfreicher Satzbau lautet:

Mit dem sprachlichen Mittel … in der Formulierung „…“ wird … hervorgehoben. Dadurch wirkt …

Beispiel:

Die Metapher „eine Welle der Angst“ macht Angst wie eine starke, heranrollende Kraft vorstellbar. Dadurch wirkt die Situation bedrohlich und die Stärke des Gefühls wird betont.


Gute und zu allgemeine Wirkungs-Erklärungen

Textstelle Zu allgemein Nachvollziehbar erklärt
„Die Pause flog vorbei.“ Das ist eine Personifikation und macht den Text spannend. Die Personifikation lässt die Zeit wie ein handelndes Wesen erscheinen. Dadurch wird betont, dass die Pause sehr schnell vorbei war.
„Seine Stimme war Eis.“ Die Metapher macht den Text schöner. Die Metapher verbindet die Stimme mit Kälte. Dadurch wirkt die Person abweisend und gefühllos.
„Nie wieder. Nie wieder.“ Die Wiederholung ist wichtig. Die Wiederholung betont die Entschlossenheit der sprechenden Person und macht die Aussage eindringlich.


Vergleich

Ein Vergleich stellt zwei Bereiche nebeneinander. Häufig erkennst Du ihn an Wörtern wie wie, als oder als ob. Entscheidend ist, welche gemeinsame Eigenschaft betont wird.

Beispiel: „Der Schulhof war wie ein Bienenstock.“

Hier wird der Schulhof mit einem Bienenstock verglichen. Gemeint ist nicht, dass dort wirklich Bienen leben. Der Vergleich hebt das geschäftige Durcheinander und die vielen Bewegungen hervor. Die Szene wirkt dadurch lebendig.


Kurze Beispiele zum Vergleich

Beispiel Was wird verglichen? Nachvollziehbare Wirkung
„Sie rannte wie der Wind.“ schnelles Rennen und Wind Das hohe Tempo wird besonders deutlich.
„Der Rucksack war schwer wie ein Stein.“ Gewicht des Rucksacks und Gewicht eines Steins Die Belastung wird anschaulich und stark betont.
„Nach der Nachricht war er still wie eine Statue.“ reglose Person und Statue Die Starre und Sprachlosigkeit werden hervorgehoben.
„Die Menge rauschte wie das Meer.“ Geräusch der Menge und Meeresrauschen Die Größe und die dauernde Geräuschkulisse werden vorstellbar.
„Ihre Worte trafen ihn wie kleine Nadelstiche.“ verletzende Worte und Nadelstiche Die Worte erscheinen schmerzhaft und unangenehm.

Merke: Nicht jedes „wie“ ist automatisch ein sprachlicher Vergleich. In „Ich weiß, wie das geht“ wird nichts bildhaft verglichen.


Metapher

Eine Metapher ist ein sprachliches Bild. Ein Ausdruck wird aus einem Bedeutungsbereich auf einen anderen übertragen. Oft fehlt ein Vergleichswort wie „wie“.

Beispiel: „Vor der Klassenarbeit hatte ich ein Brett vor dem Kopf.“

Gemeint ist nicht ein echtes Brett. Die Metapher beschreibt, dass jemand plötzlich nicht klar denken oder sich an etwas erinnern kann. Die geistige Blockade wird dadurch anschaulich.


Kurze Beispiele zur Metapher

Beispiel Bild Nachvollziehbare Wirkung
„Ein Berg von Hausaufgaben wartete.“ Aufgaben werden als Berg dargestellt. Die große Menge und die Belastung werden betont.
„Nach dem Streit herrschte Eiszeit.“ Die Beziehung wird mit extremer Kälte verbunden. Distanz, Schweigen und fehlende Nähe werden hervorgehoben.
„Sie versank in einem Meer aus Fragen.“ Viele Fragen werden als Meer dargestellt. Die Menge wirkt überwältigend und kaum überschaubar.
„Seine Hoffnung war nur noch ein kleiner Funke.“ Hoffnung wird als Funke dargestellt. Es wird deutlich, dass noch ein kleiner Rest Hoffnung vorhanden ist.
„Die Nachricht war ein Schlag.“ Eine Nachricht wird mit einem körperlichen Treffer verbunden. Die plötzliche und heftige emotionale Wirkung wird betont.
„Im Kopf drehte sich ein Gedankenkarussell.“ Gedanken werden als Karussell dargestellt. Das ununterbrochene Kreisen der Gedanken wird anschaulich.


Vergleich oder Metapher?

Die Unterscheidung gelingt oft mit einer einfachen Frage: Wird ausdrücklich verglichen oder wird etwas direkt bildlich benannt?

Formulierung Mittel Begründung
„Seine Stimme war wie Eis.“ Vergleich Das Vergleichswort „wie“ verbindet Stimme und Eis.
„Seine Stimme war Eis.“ Metapher Die Stimme wird direkt als „Eis“ bezeichnet.
„Die Straße glänzte wie ein Spiegel.“ Vergleich Straße und Spiegel werden mit „wie“ verbunden.
„Die Straße war ein Spiegel.“ Metapher Die Straße wird direkt bildlich als Spiegel bezeichnet.


Personifikation

Bei einer Personifikation werden Dingen, Tieren, Naturerscheinungen oder abstrakten Begriffen menschliche Eigenschaften, Gefühle oder Handlungen zugeschrieben.

Beispiel: „Der Wind flüsterte durch die Bäume.“

„Flüstern“ ist eine menschliche Handlung. Der Wind wird dadurch wie ein handelndes Wesen dargestellt. Das Geräusch wirkt leise, geheimnisvoll und lebendig.

Das historische Bild zeigt die Rhetorik selbst als Person. Es macht sichtbar, dass Personifikationen nicht nur in Geschichten, sondern seit langer Zeit auch in Kunst und Darstellung abstrakter Begriffe verwendet werden.


Kurze Beispiele zur Personifikation

Beispiel Menschliche Handlung oder Eigenschaft Nachvollziehbare Wirkung
„Die Sonne lachte durch das Fenster.“ lachen Die Szene wirkt freundlich, hell und positiv.
„Der Wecker schrie mich an.“ schreien Das Geräusch wird als sehr laut und unangenehm dargestellt.
„Die Angst klopfte an.“ anklopfen Das Gefühl erscheint wie etwas, das sich nähert und bemerkbar macht.
„Die Stadt schlief noch.“ schlafen Ruhe und geringe Aktivität werden anschaulich beschrieben.
„Der alte Boden stöhnte unter jedem Schritt.“ stöhnen Das Knarren wirkt stärker und der Boden erscheint alt und belastet.
„Die Zeit rannte davon.“ rennen Es wird betont, dass die Zeit als besonders schnell erlebt wird.


Wiederholung

Eine Wiederholung liegt vor, wenn Wörter, Wortgruppen oder Satzmuster mehrfach auftauchen. Das kann absichtlich geschehen, um etwas zu betonen, einen Rhythmus zu erzeugen oder eine Aussage eindringlicher zu machen.

Beispiel: „Weiter, weiter, weiter!

Die Wiederholung verstärkt den Aufforderungscharakter. Die Aussage wirkt drängend und energisch.


Kurze Beispiele zur Wiederholung

Beispiel Was wird wiederholt? Nachvollziehbare Wirkung
Nein, nein, nein! „nein“ Die starke Ablehnung und Erregung werden betont.
Immer warten, immer hoffen.“ „immer“ Die Dauer und Eintönigkeit der Situation werden hervorgehoben.
„Wir brauchen Mut. Wir brauchen Mut.“ „Wir brauchen Mut“ Die Forderung wirkt eindringlich und wichtig.
Kein Lärm, kein Streit, kein Chaos.“ „kein“ Die Ablehnung mehrerer Zustände wird rhythmisch verstärkt.
„Er lief und lief und lief.“ „lief“ Die lange Dauer des Laufens wird betont.

Eine besondere Wiederholung am Anfang mehrerer Sätze oder Satzteile nennt man Anapher. Für das G-Niveau ist vor allem wichtig, dass Du die Wiederholung erkennst und ihre konkrete Wirkung im Text erklärst.


Auffällige Wortwahl

Nicht jedes wichtige sprachliche Mittel hat einen besonderen Fachnamen. Oft ist die Wortwahl entscheidend. Wörter können neutral, umgangssprachlich, wertend, emotional, übertreibend, beschönigend oder besonders stark sein.

Vergleiche:

„Er ging aus dem Raum.“ – eher neutral.

„Er stürmte aus dem Raum.“ – schnell, heftig, wütend oder entschlossen.

„Er schlich aus dem Raum.“ – leise, vorsichtig, vielleicht heimlich.

Schon ein einzelnes Verb kann also verändern, wie Du eine Szene wahrnimmst.


Kurze Beispiele zur auffälligen Wortwahl

Beispiel Auffälliges Wort Nachvollziehbare Wirkung
„Die Schüler quetschten sich in den Bus.“ quetschten Der Bus wirkt sehr voll und die Situation unangenehm eng.
„Er brüllte seine Antwort.“ brüllte Die Stimme wirkt extrem laut und aggressiv.
„Sie murmelte eine Entschuldigung.“ murmelte Die Aussage wirkt leise, unsicher oder widerwillig.
„Das war eine katastrophale Idee.“ katastrophale Die Idee wird stark negativ bewertet.
„Der Plan ist genial.“ genial Der Plan wird sehr positiv und begeistert bewertet.
„Was für ein Schrott!“ Schrott Die umgangssprachliche Wortwahl wertet etwas deutlich ab.


Wortfelder und Stimmung

Mehrere Wörter aus einem ähnlichen Bedeutungsbereich können gemeinsam eine Stimmung aufbauen.

Beispiel A: „dunkel – Schatten – frieren – leise – leer“ kann eine bedrückende oder unheimliche Stimmung erzeugen.

Beispiel B: „hell – lachen – warm – leuchten – freundlich“ kann eine positive und offene Stimmung erzeugen.

Bei einer Wirkungserklärung solltest Du möglichst nicht nur „positiv“ oder „negativ“ schreiben. Benenne genauer, ob etwas zum Beispiel bedrohlich, hektisch, friedlich, abwertend, hoffnungsvoll oder angespannt wirkt.


Wirkungen sinnvoll ableiten

Eine gute Wirkungs-Erklärung entsteht aus der konkreten Formulierung. Frage Dich:

  1. Was stelle ich mir vor?
  2. Welche Eigenschaft wird besonders stark?
  3. Welche Stimmung entsteht?
  4. Wie wird eine Person oder Sache bewertet?
  5. Wird etwas dringlich, groß, klein, schnell, langsam, nah oder fern dargestellt?


Wirkungssprache für Deine Analyse

Nützliche Verben sind: betont, verdeutlicht, veranschaulicht, verstärkt, hebt hervor, lässt … wirken, erzeugt den Eindruck, macht … vorstellbar.

Beispiele für passende Formulierungen:

„Der Vergleich wie ein Bienenstock veranschaulicht das geschäftige Durcheinander.“

„Die Metapher Eiszeit hebt die Distanz zwischen den Figuren hervor.“

„Die Personifikation die Zeit rennt betont, wie schnell die Zeit erlebt wird.“

„Die Wiederholung von nie verstärkt die Entschlossenheit.“

„Das Verb brüllen lässt die Figur aggressiv und sehr laut wirken.“


Typische Fehler vermeiden

Typischer Fehler Besser
Nur das Mittel nennen Mittel + Textbeleg + Wirkung erklären
„Das macht den Text spannend.“ Genau sagen, was spannend, bedrohlich, schnell oder eindringlich wirkt
Jede Metapher gleich erklären Die konkrete Bildvorstellung untersuchen
Jedes „wie“ als Vergleich markieren Prüfen, ob wirklich zwei Bereiche miteinander verglichen werden
Wirkung ohne Textbezug behaupten Wirkung direkt aus dem verwendeten Wort oder Bild ableiten
Sehr lange Zitate übernehmen Nur die entscheidende Formulierung zitieren


Mini-Training: Mittel und Wirkung

Lies zuerst selbst und decke dann gedanklich die Lösung ab.

Textbeispiel Mittel Mögliche Wirkung
„Der Regen trommelte ans Fenster.“ Personifikation Das Geräusch wird lebendig und deutlich hörbar vorgestellt.
„Sein Grinsen war eine Maske.“ Metapher Das Grinsen wirkt unecht und verbirgt vermutlich die wirklichen Gefühle.
„Der Flur war lang wie ein Tunnel.“ Vergleich Die große Länge und die Enge werden anschaulich.
„Weg hier! Weg hier!“ Wiederholung Angst oder Dringlichkeit werden verstärkt.
„Die Menge tobte.“ auffällige Wortwahl Die Menschenmenge wirkt laut, wild und kaum kontrollierbar.
„Ihre Stimme zitterte wie ein dünner Faden.“ Vergleich Unsicherheit und Zerbrechlichkeit werden betont.
„Ein Sturm von Fragen brach los.“ Metapher Die große Menge und Heftigkeit der Fragen werden hervorgehoben.
„Die Tür weigerte sich, aufzugehen.“ Personifikation Die klemmende Tür wirkt wie ein absichtlicher Widerstand und die Situation kann humorvoll oder ärgerlich erscheinen.
„Schneller! Schneller!“ Wiederholung Der Druck und das Tempo werden erhöht.
„Er schlenderte zum Unterricht.“ auffällige Wortwahl Das Verb lässt die Bewegung langsam und unbekümmert wirken.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welches sprachliche Mittel liegt in „Er rannte wie der Wind“ vor? (Vergleich) (!Metapher) (!Personifikation) (!Wiederholung)




Welche Erklärung beschreibt die Wirkung von „ein Berg von Aufgaben“ am besten? (Die große Menge und Belastung werden anschaulich hervorgehoben) (!Die Aufgaben werden tatsächlich auf einen Berg gelegt) (!Der Satz enthält nur eine neutrale Ortsangabe) (!Die Aufgaben wirken besonders leise)




Welches sprachliche Mittel liegt in „Die Sonne lachte“ vor? (Personifikation) (!Vergleich) (!Wiederholung) (!Sachliche Wortwahl)




Welche Wirkung passt zur Wiederholung in „Nie, nie gebe ich auf“? (Die Entschlossenheit wird verstärkt) (!Die Aussage wird sachlicher und distanzierter) (!Die Zeitangabe wird genauer) (!Eine Person wird mit einem Gegenstand verglichen)




Was ist an „Er brüllte die Antwort“ sprachlich auffällig? (Das starke Verb brüllte lässt die Figur laut und aggressiv wirken) (!Das Wort Antwort ist ein Vergleich) (!Der Satz enthält eine Personifikation der Antwort) (!Das Verb beschreibt besonders leises Sprechen)




Welche Formulierung ist eine Metapher? (Seine Stimme war Eis) (!Seine Stimme war wie Eis) (!Seine Stimme war sehr leise) (!Seine Stimme klang heute anders)




Welche Formulierung ist ein Vergleich? (Der Flur war lang wie ein Tunnel) (!Der Flur war ein Tunnel) (!Der Flur schlief) (!Flur Flur Flur)




Was gehört zu einer guten Wirkungs-Erklärung? (Die Wirkung wird aus der konkreten Textstelle abgeleitet) (!Für jedes Stilmittel wird immer dieselbe Wirkung genannt) (!Die Textstelle wird ohne Erklärung abgeschrieben) (!Es wird nur der Name des Stilmittels genannt)




Warum ist „Ich weiß, wie das geht“ kein sprachlicher Vergleich? (Es werden keine zwei Bereiche bildhaft miteinander verglichen) (!Das Wort wie darf nie in Vergleichen stehen) (!Der Satz enthält immer eine Metapher) (!Vergleiche dürfen nur in Gedichten vorkommen)




Welche Wirkung kann die Wortwahl „Die Schüler quetschten sich in den Bus“ nachvollziehbar haben? (Die Enge und das Gedränge werden betont) (!Der Bus wirkt leer und ruhig) (!Die Schüler werden als Sonnenstrahlen dargestellt) (!Die Aussage beschreibt ein langsames Einschlafen)





Memory

Vergleich verbindet zwei Bereiche häufig mit wie oder als
Metapher überträgt eine Bedeutung bildlich auf einen anderen Bereich
Personifikation gibt Nichtmenschlichem menschliche Eigenschaften
Wiederholung setzt Wörter oder Strukturen mehrfach ein
Wortwahl prägt durch bestimmte Wörter Ton und Bewertung
Textbeleg nennt die konkrete auffällige Formulierung
Wirkungsanalyse erklärt nachvollziehbar die Bedeutung des sprachlichen Mittels im Zusammenhang





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Beschreibung
Vergleich Zwei Bereiche werden häufig mit wie oder als verbunden
Metapher Ein Ausdruck wird bildlich auf einen anderen Bereich übertragen
Personifikation Etwas Nichtmenschliches handelt oder fühlt menschlich
Wiederholung Wörter oder Satzmuster tauchen mehrfach auf
auffällige Wortwahl Ein bestimmtes Wort prägt Stimmung Bewertung oder Intensität





Kreuzworträtsel

Vergleich Welches Mittel verbindet zwei Bereiche häufig mit dem Wort wie?
Metapher Wie heißt ein sprachliches Bild mit übertragener Bedeutung?
Personifikation Welches Mittel gibt Dingen oder Begriffen menschliche Eigenschaften?
Wiederholung Wie heißt das mehrfache Auftauchen eines Wortes oder Musters?
Wortwahl Wie heißt die gezielte Auswahl bestimmter Wörter?
Wirkung Was sollst Du neben dem Stilmittel und dem Textbeleg erklären?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein Vergleich verbindet zwei Bereiche häufig mit dem Wort

. Eine Metapher verwendet eine

Übertragung. Bei einer Personifikation erhält etwas Nichtmenschliches

Eigenschaften. Eine Wiederholung kann eine Aussage besonders

machen. Die Auswahl bestimmter Verben gehört zur auffälligen

. In einer Analyse solltest Du das sprachliche Mittel mit einer kurzen Textstelle

. Die Wirkung muss zur konkreten Formulierung und zum

passen. Ein guter Wirkungssatz erklärt, was durch das sprachliche Mittel besonders

wird.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Vergleiche sammeln: Schreibe fünf kurze Vergleiche aus dem Schulalltag und erkläre jeweils in einem Satz, welche Eigenschaft dadurch betont wird.
  2. Metaphern-Bilder: Erfinde vier Metaphern zu Stress, Freude, Müdigkeit und Hoffnung. Erkläre jeweils das Bild in einfachen Worten.
  3. Dinge werden lebendig: Wähle drei Gegenstände aus Deinem Klassenzimmer und schreibe zu jedem eine Personifikation.
  4. Starke Verben: Ersetze in fünf Sätzen das neutrale Verb „gehen“ durch genauere Verben und beschreibe, wie sich die Wirkung verändert.


Standard

  1. Werbesatz mit Wiederholung: Erfinde einen kurzen Werbe- oder Kampagnenspruch mit Wiederholung und erkläre, warum die Wiederholung einprägsam oder eindringlich wirkt.
  2. Mini-Analyse: Schreibe zu einem selbst gewählten kurzen Textabschnitt drei Analysesätze nach dem Muster Mittel – Beleg – Wirkung.
  3. Bildsprache vergleichen: Formuliere denselben Inhalt einmal als Vergleich und einmal als Metapher. Erkläre anschließend den Unterschied.
  4. Stimmung durch Wortfelder: Schreibe zwei Mini-Texte über denselben Schulhof: einen freundlich und einen bedrohlich. Nutze dafür bewusst unterschiedliche Wortwahl.


Schwer

  1. Stilmittel-Check in Medien: Suche in einer Rede, einem Kommentar oder einer Werbung fünf auffällige Formulierungen. Ordne sie einem Mittel zu und erkläre ihre jeweilige Wirkung.
  2. Mehrdeutige Wirkung: Wähle zwei sprachliche Bilder und zeige, dass ihre Wirkung je nach Kontext unterschiedlich sein kann.
  3. Erklärvideo erstellen: Produziere ein kurzes Erklärvideo für jüngere Lernende zu Vergleich, Metapher, Personifikation, Wiederholung und Wortwahl. Nutze eigene Beispiele.
  4. Vorher-Nachher-Text: Schreibe zuerst einen neutralen Absatz und überarbeite ihn danach mit mindestens fünf gezielten sprachlichen Mitteln. Vergleiche beide Fassungen und begründe die Veränderungen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Wirkung begründen: Untersuche „Die Nachricht schlug wie ein Blitz ein.“ Benenne das Mittel und erkläre, welche Eigenschaft des Ereignisses durch das Bild hervorgehoben wird.
  2. Formulierungen vergleichen: Vergleiche „Er ging zur Tür“ mit „Er stürmte zur Tür“. Erkläre, welche zusätzliche Vorstellung durch die Wortwahl entsteht.
  3. Kontext beachten: Erkläre, warum die Personifikation „Die Sonne lachte“ in einer fröhlichen Szene anders wirken kann als in einer ironischen Szene nach einem Unglück.
  4. Text überarbeiten: Formuliere „Es waren viele Menschen da und es war laut“ mit mindestens zwei sprachlichen Mitteln um. Begründe anschließend Deine Entscheidungen.
  5. Wirkungsurteil prüfen: Beurteile die Aussage „Wiederholungen machen einen Text immer spannender“. Zeige mit mindestens zwei Beispielen, warum diese Aussage zu allgemein ist.
  6. Transfer: Schreibe einen dreisätzigen Mini-Text, in dem Du eine Metapher und eine auffällige Wortwahl gezielt nutzt. Erkläre anschließend die beabsichtigte Wirkung beider Mittel.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du:

  1. sprachliche Mittel zuverlässig erkennst,
  2. besonders Vergleich, Metapher, Personifikation, Wiederholung und auffällige Wortwahl unterscheiden kannst,
  3. kurze und passende Textbelege auswählst,
  4. Wirkungen nicht nur behauptest, sondern aus der konkreten Formulierung ableitest,
  5. Fachbegriffe verständlich und richtig verwendest,
  6. bei Wirkungs-Erklärungen den Textzusammenhang beachtest,
  7. eigene Beispiele bilden und sprachlich überarbeiten kannst,
  8. vollständige Analysesätze nach dem Muster Mittel – Beleg – Wirkung formulierst.




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