D9 G - Sprachliche Mittel erkennen und erklären

D9 G - Sprachliche Mittel erkennen und erklären
Einleitung
Wenn Du einen Text untersuchst, reicht es nicht, ein sprachliches Mittel nur zu benennen. In Klasse 9 sollst Du zeigen, was im Text auffällt und wie diese Formulierung wirkt. Genau das trainiert dieser aiMOOC auf G-Niveau.
Im Mittelpunkt stehen fünf besonders wichtige Mittel:
- Vergleich: Zwei Dinge oder Vorstellungen werden miteinander verbunden, häufig mit „wie“, „als“ oder „als ob“.
- Metapher: Ein Ausdruck wird bildlich auf etwas anderes übertragen.
- Personifikation: Etwas Nichtmenschliches erhält menschliche Eigenschaften oder Handlungen.
- Wiederholung: Wörter, Wortgruppen oder Satzmuster tauchen bewusst mehrfach auf.
- Auffällige Wortwahl: Einzelne Wörter fallen durch ihre Bedeutung, Stärke, Wertung oder Umgangssprache besonders auf.
Du lernst dabei immer denselben Dreischritt: erkennen – belegen – Wirkung erklären.

Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du sprachliche Mittel in kurzen Textstellen erkennen, passende Textbelege nennen und eine Wirkung so erklären, dass sie zum jeweiligen Beispiel passt. Du kannst außerdem unterscheiden, ob eine Formulierung eher anschaulich, spannend, wertend, eindringlich, emotional, übertrieben, abwertend oder positiv wirkt.
Wichtig ist: Eine Wirkung ist keine feste Formel. Die Aussage „Eine Metapher macht den Text schöner“ ist meist zu ungenau. Besser ist eine Erklärung wie: „Die Metapher Gedankenkarussell macht deutlich, dass die Gedanken ständig kreisen und die Person nicht zur Ruhe kommt.“
Grundprinzip: Erkennen, belegen, erklären
Eine gute Erklärung besteht aus drei Schritten:
- Erkennen: Benenne das sprachliche Mittel.
- Belegen: Zitiere die auffällige Formulierung möglichst kurz.
- Erklären: Sage, was dadurch im Zusammenhang des Textes hervorgehoben wird.
Ein hilfreicher Satzbau lautet:
Mit dem sprachlichen Mittel … in der Formulierung „…“ wird … hervorgehoben. Dadurch wirkt …
Beispiel:
Die Metapher „eine Welle der Angst“ macht Angst wie eine starke, heranrollende Kraft vorstellbar. Dadurch wirkt die Situation bedrohlich und die Stärke des Gefühls wird betont.
Gute und zu allgemeine Wirkungs-Erklärungen
| Textstelle | Zu allgemein | Nachvollziehbar erklärt |
|---|---|---|
| „Die Pause flog vorbei.“ | Das ist eine Personifikation und macht den Text spannend. | Die Personifikation lässt die Zeit wie ein handelndes Wesen erscheinen. Dadurch wird betont, dass die Pause sehr schnell vorbei war. |
| „Seine Stimme war Eis.“ | Die Metapher macht den Text schöner. | Die Metapher verbindet die Stimme mit Kälte. Dadurch wirkt die Person abweisend und gefühllos. |
| „Nie wieder. Nie wieder.“ | Die Wiederholung ist wichtig. | Die Wiederholung betont die Entschlossenheit der sprechenden Person und macht die Aussage eindringlich. |
Vergleich
Ein Vergleich stellt zwei Bereiche nebeneinander. Häufig erkennst Du ihn an Wörtern wie wie, als oder als ob. Entscheidend ist, welche gemeinsame Eigenschaft betont wird.
Beispiel: „Der Schulhof war wie ein Bienenstock.“
Hier wird der Schulhof mit einem Bienenstock verglichen. Gemeint ist nicht, dass dort wirklich Bienen leben. Der Vergleich hebt das geschäftige Durcheinander und die vielen Bewegungen hervor. Die Szene wirkt dadurch lebendig.
Kurze Beispiele zum Vergleich
| Beispiel | Was wird verglichen? | Nachvollziehbare Wirkung |
|---|---|---|
| „Sie rannte wie der Wind.“ | schnelles Rennen und Wind | Das hohe Tempo wird besonders deutlich. |
| „Der Rucksack war schwer wie ein Stein.“ | Gewicht des Rucksacks und Gewicht eines Steins | Die Belastung wird anschaulich und stark betont. |
| „Nach der Nachricht war er still wie eine Statue.“ | reglose Person und Statue | Die Starre und Sprachlosigkeit werden hervorgehoben. |
| „Die Menge rauschte wie das Meer.“ | Geräusch der Menge und Meeresrauschen | Die Größe und die dauernde Geräuschkulisse werden vorstellbar. |
| „Ihre Worte trafen ihn wie kleine Nadelstiche.“ | verletzende Worte und Nadelstiche | Die Worte erscheinen schmerzhaft und unangenehm. |
Merke: Nicht jedes „wie“ ist automatisch ein sprachlicher Vergleich. In „Ich weiß, wie das geht“ wird nichts bildhaft verglichen.
Metapher
Eine Metapher ist ein sprachliches Bild. Ein Ausdruck wird aus einem Bedeutungsbereich auf einen anderen übertragen. Oft fehlt ein Vergleichswort wie „wie“.
Beispiel: „Vor der Klassenarbeit hatte ich ein Brett vor dem Kopf.“
Gemeint ist nicht ein echtes Brett. Die Metapher beschreibt, dass jemand plötzlich nicht klar denken oder sich an etwas erinnern kann. Die geistige Blockade wird dadurch anschaulich.

Kurze Beispiele zur Metapher
| Beispiel | Bild | Nachvollziehbare Wirkung |
|---|---|---|
| „Ein Berg von Hausaufgaben wartete.“ | Aufgaben werden als Berg dargestellt. | Die große Menge und die Belastung werden betont. |
| „Nach dem Streit herrschte Eiszeit.“ | Die Beziehung wird mit extremer Kälte verbunden. | Distanz, Schweigen und fehlende Nähe werden hervorgehoben. |
| „Sie versank in einem Meer aus Fragen.“ | Viele Fragen werden als Meer dargestellt. | Die Menge wirkt überwältigend und kaum überschaubar. |
| „Seine Hoffnung war nur noch ein kleiner Funke.“ | Hoffnung wird als Funke dargestellt. | Es wird deutlich, dass noch ein kleiner Rest Hoffnung vorhanden ist. |
| „Die Nachricht war ein Schlag.“ | Eine Nachricht wird mit einem körperlichen Treffer verbunden. | Die plötzliche und heftige emotionale Wirkung wird betont. |
| „Im Kopf drehte sich ein Gedankenkarussell.“ | Gedanken werden als Karussell dargestellt. | Das ununterbrochene Kreisen der Gedanken wird anschaulich. |
Vergleich oder Metapher?
Die Unterscheidung gelingt oft mit einer einfachen Frage: Wird ausdrücklich verglichen oder wird etwas direkt bildlich benannt?
| Formulierung | Mittel | Begründung |
|---|---|---|
| „Seine Stimme war wie Eis.“ | Vergleich | Das Vergleichswort „wie“ verbindet Stimme und Eis. |
| „Seine Stimme war Eis.“ | Metapher | Die Stimme wird direkt als „Eis“ bezeichnet. |
| „Die Straße glänzte wie ein Spiegel.“ | Vergleich | Straße und Spiegel werden mit „wie“ verbunden. |
| „Die Straße war ein Spiegel.“ | Metapher | Die Straße wird direkt bildlich als Spiegel bezeichnet. |
Personifikation
Bei einer Personifikation werden Dingen, Tieren, Naturerscheinungen oder abstrakten Begriffen menschliche Eigenschaften, Gefühle oder Handlungen zugeschrieben.
Beispiel: „Der Wind flüsterte durch die Bäume.“
„Flüstern“ ist eine menschliche Handlung. Der Wind wird dadurch wie ein handelndes Wesen dargestellt. Das Geräusch wirkt leise, geheimnisvoll und lebendig.

Das historische Bild zeigt die Rhetorik selbst als Person. Es macht sichtbar, dass Personifikationen nicht nur in Geschichten, sondern seit langer Zeit auch in Kunst und Darstellung abstrakter Begriffe verwendet werden.
Kurze Beispiele zur Personifikation
| Beispiel | Menschliche Handlung oder Eigenschaft | Nachvollziehbare Wirkung |
|---|---|---|
| „Die Sonne lachte durch das Fenster.“ | lachen | Die Szene wirkt freundlich, hell und positiv. |
| „Der Wecker schrie mich an.“ | schreien | Das Geräusch wird als sehr laut und unangenehm dargestellt. |
| „Die Angst klopfte an.“ | anklopfen | Das Gefühl erscheint wie etwas, das sich nähert und bemerkbar macht. |
| „Die Stadt schlief noch.“ | schlafen | Ruhe und geringe Aktivität werden anschaulich beschrieben. |
| „Der alte Boden stöhnte unter jedem Schritt.“ | stöhnen | Das Knarren wirkt stärker und der Boden erscheint alt und belastet. |
| „Die Zeit rannte davon.“ | rennen | Es wird betont, dass die Zeit als besonders schnell erlebt wird. |
Wiederholung
Eine Wiederholung liegt vor, wenn Wörter, Wortgruppen oder Satzmuster mehrfach auftauchen. Das kann absichtlich geschehen, um etwas zu betonen, einen Rhythmus zu erzeugen oder eine Aussage eindringlicher zu machen.
Beispiel: „Weiter, weiter, weiter!“
Die Wiederholung verstärkt den Aufforderungscharakter. Die Aussage wirkt drängend und energisch.
Kurze Beispiele zur Wiederholung
| Beispiel | Was wird wiederholt? | Nachvollziehbare Wirkung |
|---|---|---|
| „Nein, nein, nein!“ | „nein“ | Die starke Ablehnung und Erregung werden betont. |
| „Immer warten, immer hoffen.“ | „immer“ | Die Dauer und Eintönigkeit der Situation werden hervorgehoben. |
| „Wir brauchen Mut. Wir brauchen Mut.“ | „Wir brauchen Mut“ | Die Forderung wirkt eindringlich und wichtig. |
| „Kein Lärm, kein Streit, kein Chaos.“ | „kein“ | Die Ablehnung mehrerer Zustände wird rhythmisch verstärkt. |
| „Er lief und lief und lief.“ | „lief“ | Die lange Dauer des Laufens wird betont. |
Eine besondere Wiederholung am Anfang mehrerer Sätze oder Satzteile nennt man Anapher. Für das G-Niveau ist vor allem wichtig, dass Du die Wiederholung erkennst und ihre konkrete Wirkung im Text erklärst.
Auffällige Wortwahl
Nicht jedes wichtige sprachliche Mittel hat einen besonderen Fachnamen. Oft ist die Wortwahl entscheidend. Wörter können neutral, umgangssprachlich, wertend, emotional, übertreibend, beschönigend oder besonders stark sein.
Vergleiche:
„Er ging aus dem Raum.“ – eher neutral.
„Er stürmte aus dem Raum.“ – schnell, heftig, wütend oder entschlossen.
„Er schlich aus dem Raum.“ – leise, vorsichtig, vielleicht heimlich.
Schon ein einzelnes Verb kann also verändern, wie Du eine Szene wahrnimmst.

Kurze Beispiele zur auffälligen Wortwahl
| Beispiel | Auffälliges Wort | Nachvollziehbare Wirkung |
|---|---|---|
| „Die Schüler quetschten sich in den Bus.“ | quetschten | Der Bus wirkt sehr voll und die Situation unangenehm eng. |
| „Er brüllte seine Antwort.“ | brüllte | Die Stimme wirkt extrem laut und aggressiv. |
| „Sie murmelte eine Entschuldigung.“ | murmelte | Die Aussage wirkt leise, unsicher oder widerwillig. |
| „Das war eine katastrophale Idee.“ | katastrophale | Die Idee wird stark negativ bewertet. |
| „Der Plan ist genial.“ | genial | Der Plan wird sehr positiv und begeistert bewertet. |
| „Was für ein Schrott!“ | Schrott | Die umgangssprachliche Wortwahl wertet etwas deutlich ab. |
Wortfelder und Stimmung
Mehrere Wörter aus einem ähnlichen Bedeutungsbereich können gemeinsam eine Stimmung aufbauen.
Beispiel A: „dunkel – Schatten – frieren – leise – leer“ kann eine bedrückende oder unheimliche Stimmung erzeugen.
Beispiel B: „hell – lachen – warm – leuchten – freundlich“ kann eine positive und offene Stimmung erzeugen.
Bei einer Wirkungserklärung solltest Du möglichst nicht nur „positiv“ oder „negativ“ schreiben. Benenne genauer, ob etwas zum Beispiel bedrohlich, hektisch, friedlich, abwertend, hoffnungsvoll oder angespannt wirkt.
Wirkungen sinnvoll ableiten
Eine gute Wirkungs-Erklärung entsteht aus der konkreten Formulierung. Frage Dich:
- Was stelle ich mir vor?
- Welche Eigenschaft wird besonders stark?
- Welche Stimmung entsteht?
- Wie wird eine Person oder Sache bewertet?
- Wird etwas dringlich, groß, klein, schnell, langsam, nah oder fern dargestellt?
Wirkungssprache für Deine Analyse
Nützliche Verben sind: betont, verdeutlicht, veranschaulicht, verstärkt, hebt hervor, lässt … wirken, erzeugt den Eindruck, macht … vorstellbar.
Beispiele für passende Formulierungen:
„Der Vergleich wie ein Bienenstock veranschaulicht das geschäftige Durcheinander.“
„Die Metapher Eiszeit hebt die Distanz zwischen den Figuren hervor.“
„Die Personifikation die Zeit rennt betont, wie schnell die Zeit erlebt wird.“
„Die Wiederholung von nie verstärkt die Entschlossenheit.“
„Das Verb brüllen lässt die Figur aggressiv und sehr laut wirken.“
Typische Fehler vermeiden
| Typischer Fehler | Besser |
|---|---|
| Nur das Mittel nennen | Mittel + Textbeleg + Wirkung erklären |
| „Das macht den Text spannend.“ | Genau sagen, was spannend, bedrohlich, schnell oder eindringlich wirkt |
| Jede Metapher gleich erklären | Die konkrete Bildvorstellung untersuchen |
| Jedes „wie“ als Vergleich markieren | Prüfen, ob wirklich zwei Bereiche miteinander verglichen werden |
| Wirkung ohne Textbezug behaupten | Wirkung direkt aus dem verwendeten Wort oder Bild ableiten |
| Sehr lange Zitate übernehmen | Nur die entscheidende Formulierung zitieren |
Mini-Training: Mittel und Wirkung
Lies zuerst selbst und decke dann gedanklich die Lösung ab.
| Textbeispiel | Mittel | Mögliche Wirkung |
|---|---|---|
| „Der Regen trommelte ans Fenster.“ | Personifikation | Das Geräusch wird lebendig und deutlich hörbar vorgestellt. |
| „Sein Grinsen war eine Maske.“ | Metapher | Das Grinsen wirkt unecht und verbirgt vermutlich die wirklichen Gefühle. |
| „Der Flur war lang wie ein Tunnel.“ | Vergleich | Die große Länge und die Enge werden anschaulich. |
| „Weg hier! Weg hier!“ | Wiederholung | Angst oder Dringlichkeit werden verstärkt. |
| „Die Menge tobte.“ | auffällige Wortwahl | Die Menschenmenge wirkt laut, wild und kaum kontrollierbar. |
| „Ihre Stimme zitterte wie ein dünner Faden.“ | Vergleich | Unsicherheit und Zerbrechlichkeit werden betont. |
| „Ein Sturm von Fragen brach los.“ | Metapher | Die große Menge und Heftigkeit der Fragen werden hervorgehoben. |
| „Die Tür weigerte sich, aufzugehen.“ | Personifikation | Die klemmende Tür wirkt wie ein absichtlicher Widerstand und die Situation kann humorvoll oder ärgerlich erscheinen. |
| „Schneller! Schneller!“ | Wiederholung | Der Druck und das Tempo werden erhöht. |
| „Er schlenderte zum Unterricht.“ | auffällige Wortwahl | Das Verb lässt die Bewegung langsam und unbekümmert wirken. |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welches sprachliche Mittel liegt in „Er rannte wie der Wind“ vor? (Vergleich) (!Metapher) (!Personifikation) (!Wiederholung)
Welche Erklärung beschreibt die Wirkung von „ein Berg von Aufgaben“ am besten? (Die große Menge und Belastung werden anschaulich hervorgehoben) (!Die Aufgaben werden tatsächlich auf einen Berg gelegt) (!Der Satz enthält nur eine neutrale Ortsangabe) (!Die Aufgaben wirken besonders leise)
Welches sprachliche Mittel liegt in „Die Sonne lachte“ vor? (Personifikation) (!Vergleich) (!Wiederholung) (!Sachliche Wortwahl)
Welche Wirkung passt zur Wiederholung in „Nie, nie gebe ich auf“? (Die Entschlossenheit wird verstärkt) (!Die Aussage wird sachlicher und distanzierter) (!Die Zeitangabe wird genauer) (!Eine Person wird mit einem Gegenstand verglichen)
Was ist an „Er brüllte die Antwort“ sprachlich auffällig? (Das starke Verb brüllte lässt die Figur laut und aggressiv wirken) (!Das Wort Antwort ist ein Vergleich) (!Der Satz enthält eine Personifikation der Antwort) (!Das Verb beschreibt besonders leises Sprechen)
Welche Formulierung ist eine Metapher? (Seine Stimme war Eis) (!Seine Stimme war wie Eis) (!Seine Stimme war sehr leise) (!Seine Stimme klang heute anders)
Welche Formulierung ist ein Vergleich? (Der Flur war lang wie ein Tunnel) (!Der Flur war ein Tunnel) (!Der Flur schlief) (!Flur Flur Flur)
Was gehört zu einer guten Wirkungs-Erklärung? (Die Wirkung wird aus der konkreten Textstelle abgeleitet) (!Für jedes Stilmittel wird immer dieselbe Wirkung genannt) (!Die Textstelle wird ohne Erklärung abgeschrieben) (!Es wird nur der Name des Stilmittels genannt)
Warum ist „Ich weiß, wie das geht“ kein sprachlicher Vergleich? (Es werden keine zwei Bereiche bildhaft miteinander verglichen) (!Das Wort wie darf nie in Vergleichen stehen) (!Der Satz enthält immer eine Metapher) (!Vergleiche dürfen nur in Gedichten vorkommen)
Welche Wirkung kann die Wortwahl „Die Schüler quetschten sich in den Bus“ nachvollziehbar haben? (Die Enge und das Gedränge werden betont) (!Der Bus wirkt leer und ruhig) (!Die Schüler werden als Sonnenstrahlen dargestellt) (!Die Aussage beschreibt ein langsames Einschlafen)
Memory
| Vergleich | verbindet zwei Bereiche häufig mit wie oder als |
| Metapher | überträgt eine Bedeutung bildlich auf einen anderen Bereich |
| Personifikation | gibt Nichtmenschlichem menschliche Eigenschaften |
| Wiederholung | setzt Wörter oder Strukturen mehrfach ein |
| Wortwahl | prägt durch bestimmte Wörter Ton und Bewertung |
| Textbeleg | nennt die konkrete auffällige Formulierung |
| Wirkungsanalyse | erklärt nachvollziehbar die Bedeutung des sprachlichen Mittels im Zusammenhang |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Beschreibung |
|---|---|
| Vergleich | Zwei Bereiche werden häufig mit wie oder als verbunden |
| Metapher | Ein Ausdruck wird bildlich auf einen anderen Bereich übertragen |
| Personifikation | Etwas Nichtmenschliches handelt oder fühlt menschlich |
| Wiederholung | Wörter oder Satzmuster tauchen mehrfach auf |
| auffällige Wortwahl | Ein bestimmtes Wort prägt Stimmung Bewertung oder Intensität |
Kreuzworträtsel
| Vergleich | Welches Mittel verbindet zwei Bereiche häufig mit dem Wort wie? |
| Metapher | Wie heißt ein sprachliches Bild mit übertragener Bedeutung? |
| Personifikation | Welches Mittel gibt Dingen oder Begriffen menschliche Eigenschaften? |
| Wiederholung | Wie heißt das mehrfache Auftauchen eines Wortes oder Musters? |
| Wortwahl | Wie heißt die gezielte Auswahl bestimmter Wörter? |
| Wirkung | Was sollst Du neben dem Stilmittel und dem Textbeleg erklären? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Vergleiche sammeln: Schreibe fünf kurze Vergleiche aus dem Schulalltag und erkläre jeweils in einem Satz, welche Eigenschaft dadurch betont wird.
- Metaphern-Bilder: Erfinde vier Metaphern zu Stress, Freude, Müdigkeit und Hoffnung. Erkläre jeweils das Bild in einfachen Worten.
- Dinge werden lebendig: Wähle drei Gegenstände aus Deinem Klassenzimmer und schreibe zu jedem eine Personifikation.
- Starke Verben: Ersetze in fünf Sätzen das neutrale Verb „gehen“ durch genauere Verben und beschreibe, wie sich die Wirkung verändert.
Standard
- Werbesatz mit Wiederholung: Erfinde einen kurzen Werbe- oder Kampagnenspruch mit Wiederholung und erkläre, warum die Wiederholung einprägsam oder eindringlich wirkt.
- Mini-Analyse: Schreibe zu einem selbst gewählten kurzen Textabschnitt drei Analysesätze nach dem Muster Mittel – Beleg – Wirkung.
- Bildsprache vergleichen: Formuliere denselben Inhalt einmal als Vergleich und einmal als Metapher. Erkläre anschließend den Unterschied.
- Stimmung durch Wortfelder: Schreibe zwei Mini-Texte über denselben Schulhof: einen freundlich und einen bedrohlich. Nutze dafür bewusst unterschiedliche Wortwahl.
Schwer
- Stilmittel-Check in Medien: Suche in einer Rede, einem Kommentar oder einer Werbung fünf auffällige Formulierungen. Ordne sie einem Mittel zu und erkläre ihre jeweilige Wirkung.
- Mehrdeutige Wirkung: Wähle zwei sprachliche Bilder und zeige, dass ihre Wirkung je nach Kontext unterschiedlich sein kann.
- Erklärvideo erstellen: Produziere ein kurzes Erklärvideo für jüngere Lernende zu Vergleich, Metapher, Personifikation, Wiederholung und Wortwahl. Nutze eigene Beispiele.
- Vorher-Nachher-Text: Schreibe zuerst einen neutralen Absatz und überarbeite ihn danach mit mindestens fünf gezielten sprachlichen Mitteln. Vergleiche beide Fassungen und begründe die Veränderungen.


Lernkontrolle
- Wirkung begründen: Untersuche „Die Nachricht schlug wie ein Blitz ein.“ Benenne das Mittel und erkläre, welche Eigenschaft des Ereignisses durch das Bild hervorgehoben wird.
- Formulierungen vergleichen: Vergleiche „Er ging zur Tür“ mit „Er stürmte zur Tür“. Erkläre, welche zusätzliche Vorstellung durch die Wortwahl entsteht.
- Kontext beachten: Erkläre, warum die Personifikation „Die Sonne lachte“ in einer fröhlichen Szene anders wirken kann als in einer ironischen Szene nach einem Unglück.
- Text überarbeiten: Formuliere „Es waren viele Menschen da und es war laut“ mit mindestens zwei sprachlichen Mitteln um. Begründe anschließend Deine Entscheidungen.
- Wirkungsurteil prüfen: Beurteile die Aussage „Wiederholungen machen einen Text immer spannender“. Zeige mit mindestens zwei Beispielen, warum diese Aussage zu allgemein ist.
- Transfer: Schreibe einen dreisätzigen Mini-Text, in dem Du eine Metapher und eine auffällige Wortwahl gezielt nutzt. Erkläre anschließend die beabsichtigte Wirkung beider Mittel.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du:
- sprachliche Mittel zuverlässig erkennst,
- besonders Vergleich, Metapher, Personifikation, Wiederholung und auffällige Wortwahl unterscheiden kannst,
- kurze und passende Textbelege auswählst,
- Wirkungen nicht nur behauptest, sondern aus der konkreten Formulierung ableitest,
- Fachbegriffe verständlich und richtig verwendest,
- bei Wirkungs-Erklärungen den Textzusammenhang beachtest,
- eigene Beispiele bilden und sprachlich überarbeiten kannst,
- vollständige Analysesätze nach dem Muster Mittel – Beleg – Wirkung formulierst.
OERs zum Thema
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