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D9 G - Praktikum und Berufsorientierung in Über kurz oder lang

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D9 G - Praktikum und Berufsorientierung in Über kurz oder lang




D9 G - Praktikum und Berufsorientierung in Über kurz oder lang


Einleitung

Der Jugendroman Über kurz oder lang von Marie-Aude Murail erzählt von dem 14-jährigen Louis Feyrières. In der Schule ist Louis wenig motiviert. Als ein Praktikum ansteht, landet er durch seine Großmutter im Friseursalon Marielou. Zuerst wirkt diese Wahl eher zufällig. Doch im Salon passiert etwas Wichtiges: Louis entdeckt, dass er gerne praktisch arbeitet, Menschen beobachtet, mit Kundinnen und Kunden umgeht und mit seinen Händen etwas sichtbar verändern kann.

Damit stellt der Roman eine Frage, die auch für Dich in Klasse 9 wichtig sein kann: Woran erkennst Du, was wirklich zu Dir passt? Schulnoten zeigen nur einen Teil Deiner Fähigkeiten. Im Praktikum kannst Du erleben, wie Du arbeitest, wie Du mit anderen Menschen klarkommst und welche Tätigkeiten Dir liegen.

Der Roman verbindet die Themen Berufsorientierung, Selbstfindung, Familie, Talent, Arbeit und Zukunft. Besonders deutlich wird der Konflikt zwischen dem, was Louis selbst möchte, und dem, was sein Vater von ihm erwartet. Sein Vater ist Chirurg und hält den Friseurberuf zunächst für nicht passend zum gesellschaftlichen Ansehen der Familie. Louis muss deshalb herausfinden, ob er den Vorstellungen anderer folgen oder seinen eigenen Weg ernst nehmen will.

Dieser aiMOOC hilft Dir dabei, die Entwicklung von Louis zu verstehen und gleichzeitig über Deine eigene Berufsorientierung nachzudenken. Du beschäftigst Dich mit praktischen Fähigkeiten, Interessen, Erwartungen, Berufswegen und Zukunftswünschen.


Das Praktikum als Wendepunkt im Roman

Zu Beginn hat Louis eine ausgeprägte „Mir egal“-Haltung. Er zeigt wenig Interesse an Schule und Berufswahl. Um einen Praktikumsplatz kümmert er sich nicht selbst. Schließlich organisiert seine Großmutter einen Platz im Friseursalon Marielou.

Dort verändert sich Louis. Er merkt, dass Arbeit ganz anders sein kann als Unterricht. Im Salon sieht er sofort, wofür eine Tätigkeit gebraucht wird. Haare müssen gewaschen, geschnitten und gestaltet werden. Kundinnen und Kunden wollen beraten werden. Der Arbeitsplatz muss vorbereitet und sauber gehalten werden. Termine, Gespräche und Abläufe müssen zusammenpassen.

Ein Praktikum kann genau deshalb für die Berufsorientierung wichtig sein: Du bekommst nicht nur Informationen über einen Beruf, sondern erlebst Tätigkeiten selbst. Du kannst beobachten, ausprobieren, Fragen stellen und vergleichen: Passt dieser Beruf zu mir oder eher nicht?

Auch ein Praktikum, das Dir nicht gefällt, kann hilfreich sein. Dann weißt Du genauer, was Du später vermeiden möchtest. Berufsorientierung bedeutet nicht, sofort den perfekten Beruf zu finden. Sie bedeutet, Schritt für Schritt mehr über Dich und die Arbeitswelt herauszufinden.


Was ist ein Talent?

Ein Talent ist eine besondere Stärke oder Begabung. Talent zeigt sich nicht nur in Schulfächern. Manche Menschen können sehr gut rechnen oder schreiben. Andere arbeiten besonders geschickt mit ihren Händen, können gut zuhören, gestalten kreativ, lösen technische Probleme oder behalten in stressigen Situationen den Überblick.

Louis entdeckt im Salon Fähigkeiten, die in seinem bisherigen Schulalltag kaum sichtbar waren. Er entwickelt Aufmerksamkeit für Frisuren, Abläufe und Menschen. Er lernt durch Beobachten und Tun. Dabei wird deutlich: Praktische Intelligenz ist ebenfalls Intelligenz.

Für die Berufswahl ist deshalb die Frage wichtig: Was kann ich schon gut, und was lerne ich schnell, wenn mich etwas interessiert?

Mögliche Stärken sind zum Beispiel handwerkliches Geschick, Kreativität, Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein, Einfühlungsvermögen, Organisation oder technisches Verständnis.

Du musst nicht jede Stärke bereits perfekt beherrschen. Viele berufliche Fähigkeiten entstehen erst durch Übung, Anleitung und Erfahrung.


Praktische Fähigkeiten: mehr als „gut mit den Händen“

Praktische Fähigkeiten bedeuten nicht nur, Werkzeug benutzen zu können. Im Berufsalltag greifen viele Fähigkeiten ineinander.

Im Friseursalon braucht man zum Beispiel Präzision beim Schneiden, ein Gefühl für Formen und Farben, hygienisches Arbeiten, freundliche Kommunikation, Geduld, Konzentration und einen sicheren Umgang mit Werkzeugen und Produkten.

Louis erlebt, dass eine scheinbar einfache Tätigkeit viele einzelne Kompetenzen verlangt. Genau diese Erfahrung hilft ihm, den Beruf anders zu bewerten als sein Vater.

Praktische Fähigkeiten gibt es in sehr vielen Berufen. In einer Werkstatt, Küche, Pflegeeinrichtung, Schreinerei, Gärtnerei, Bäckerei, auf einer Baustelle oder in einem technischen Betrieb werden jeweils andere Kombinationen von Können gebraucht.

Die Bilder zeigen: Praktisches Arbeiten kann sehr unterschiedlich aussehen. Entscheidend ist nicht, ob eine Tätigkeit „besser“ oder „schlechter“ klingt, sondern ob sie zu Deinen Interessen, Stärken und Zielen passt.


Der Beruf Friseur oder Friseurin

Der Beruf Friseur verbindet Handwerk, Gestaltung und Arbeit mit Menschen. Typische Tätigkeiten sind Haare schneiden, färben, pflegen und stylen, Kundinnen und Kunden beraten, Arbeitsplätze vorbereiten, Werkzeuge pflegen und organisatorische Aufgaben übernehmen.

Der Roman macht deutlich, dass der Salon nicht nur ein Ort für Haarschnitte ist. Er ist auch ein sozialer Raum. Menschen kommen miteinander ins Gespräch. Wer dort arbeitet, muss aufmerksam sein und auf unterschiedliche Persönlichkeiten reagieren können.

Louis merkt, dass ihm gerade diese Mischung gefällt: praktische Tätigkeit, sichtbare Ergebnisse, Kreativität und Kontakt zu Menschen.


Schulnoten und berufliche Fähigkeiten

Louis gilt in der Schule eher als schwacher Schüler. Im Salon wirkt er dagegen interessiert, lernbereit und geschickt. Der Roman stellt dadurch eine wichtige Frage: Wie viel sagen Schulnoten darüber aus, was jemand später beruflich kann?

Noten sind wichtig, weil sie bestimmte schulische Leistungen sichtbar machen. Sie zeigen aber nicht alle Eigenschaften eines Menschen. Pünktlichkeit, Ausdauer, handwerkliches Geschick, Freundlichkeit, Einfühlungsvermögen oder Kreativität lassen sich in einer Klassenarbeit nur begrenzt messen.

Deshalb ist es sinnvoll, mehrere Informationsquellen zu nutzen:

  1. Selbsteinschätzung: Was fällt Dir leicht? Was macht Dir Freude?
  2. Fremdeinschätzung: Welche Stärken sehen andere Menschen bei Dir?
  3. Praktikum: Wie erlebst Du Dich bei echten Aufgaben?
  4. Berufsberatung: Welche Berufe passen zu Deinen Interessen und Fähigkeiten?
  5. Ausbildung: Welche Kompetenzen kannst Du noch entwickeln?


Erwartungen anderer und eigene Wünsche

Ein zentraler Konflikt des Romans entsteht zwischen Louis und seinem Vater. Der Vater verbindet Berufswahl stark mit Ansehen und Erfolg. Für ihn scheint ein Beruf besonders wertvoll zu sein, wenn er gesellschaftliches Prestige besitzt.

Louis erlebt dagegen, dass ein Beruf für ihn persönlich sinnvoll sein kann, auch wenn andere ihn zunächst nicht ernst nehmen.

Das führt zu einer wichtigen Unterscheidung:

Erwartungen anderer sind Vorstellungen, die Eltern, Freundinnen und Freunde, Lehrkräfte oder andere Menschen von Dir haben.

Eigene Zukunftswünsche sind Deine Vorstellungen davon, wie Du später arbeiten und leben möchtest.

Beides muss nicht automatisch gegeneinander stehen. Andere Menschen können gute Hinweise geben. Problematisch wird es, wenn ihre Erwartungen Deine eigenen Interessen vollständig verdrängen.

Eine faire Berufswahl fragt deshalb: Was sagen andere über mich – und was erlebe ich selbst?


Status, Vorurteile und Wert von Arbeit

Louis’ Vater wertet den Friseurberuf zunächst ab. Dahinter steckt ein Vorurteil: Bestimmte Berufe gelten als angesehener als andere.

Der Roman fordert dazu auf, solche Bewertungen zu prüfen. Jede funktionierende Gesellschaft braucht Menschen mit sehr unterschiedlichen Berufen. Handwerkliche, soziale, technische, kaufmännische, kreative und akademische Tätigkeiten erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

Für Deine Berufswahl ist deshalb wichtig: Entscheide nicht nur nach dem Klang eines Berufsnamens. Informiere Dich darüber, was man wirklich tut, welche Fähigkeiten gebraucht werden, wie die Arbeitsbedingungen aussehen und welche Entwicklungsmöglichkeiten es gibt.


Berufsorientierung als Prozess

Berufswahl ist selten eine Entscheidung, die an einem einzigen Tag fällt. Sie ist ein Prozess.

Ein hilfreicher Weg kann so aussehen:

  1. Interessen: Was mache ich gern?
  2. Stärken: Was kann ich gut?
  3. Berufsfelder: Welche Tätigkeiten passen dazu?
  4. Praktikum: Wie fühlt sich der Beruf im Alltag an?
  5. Auswertung: Was hat mir gefallen und was nicht?
  6. Berufsberatung: Welche weiteren Möglichkeiten gibt es?
  7. Bewerbung: Welchen nächsten Schritt will ich ausprobieren?

Louis überspringt am Anfang fast alle diese Schritte. Trotzdem bringt ihn das Praktikum dazu, über seine Zukunft nachzudenken. Aus einer zufälligen Möglichkeit wird eine ernsthafte Richtung.


Der Realitätscheck im Praktikum

Ein Beruf kann in der Vorstellung ganz anders wirken als im Alltag. Deshalb ist ein Schülerpraktikum ein Realitätscheck.

Achte während eines Praktikums zum Beispiel auf folgende Fragen:

  1. Welche Aufgaben machen mir Spaß?
  2. Welche Aufgaben strengen mich stark an?
  3. Arbeite ich lieber mit Menschen, Dingen, Daten, Tieren oder Technik?
  4. Arbeite ich lieber allein oder im Team?
  5. Brauche ich Abwechslung oder klare Routinen?
  6. Bin ich gern körperlich aktiv?
  7. Wie wichtig sind mir Kreativität, Sicherheit, Einkommen oder Selbstständigkeit?
  8. Welche Stärken brauche ich noch?

Nach dem Praktikum solltest Du nicht nur fragen: „War es gut?“ Besser ist: „Was habe ich über mich gelernt?“


Was Louis über sich selbst lernt

Louis entdeckt im Verlauf des Romans mehrere Dinge:

  1. Er kann sich für eine Tätigkeit begeistern, wenn er einen Sinn darin erkennt.
  2. Er besitzt praktische Fähigkeiten, die vorher wenig beachtet wurden.
  3. Er kann Verantwortung übernehmen und dazulernen.
  4. Er findet im Salon einen Ort, an dem er gebraucht wird.
  5. Er beginnt, seine eigenen Wünsche ernster zu nehmen.
  6. Er muss lernen, seine Entscheidungen gegenüber seinem Vater zu vertreten.

Damit wird das Praktikum zu mehr als einer Schulaufgabe. Es wird zu einem Teil seiner Identitätsentwicklung.


Was Du aus dem Roman für Deine Berufswahl mitnehmen kannst

Der Roman gibt keine einfache Formel für die perfekte Berufswahl. Er zeigt aber mehrere hilfreiche Gedanken.

Erstens: Probiere Dinge praktisch aus.

Zweitens: Achte nicht nur auf Noten, sondern auch auf Fähigkeiten, die im Alltag sichtbar werden.

Drittens: Nimm Rückmeldungen anderer ernst, aber prüfe sie.

Viertens: Lass Dich nicht nur von Ansehen oder Vorurteilen leiten.

Fünftens: Ein Beruf darf zu Deiner Persönlichkeit passen.

Sechstens: Zukunftspläne können sich verändern. Berufsorientierung bedeutet auch, neue Möglichkeiten zu entdecken.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Warum wird das Praktikum für Louis zu einem Wendepunkt? (Er entdeckt Interesse und praktische Fähigkeiten) (!Er erhält sofort sehr gute Schulnoten) (!Er wird von seinem Vater zum Chirurgen ernannt) (!Er verlässt den Salon am ersten Tag)




Wo absolviert Louis sein Praktikum? (In einem Friseursalon) (!In einem Krankenhaus) (!In einer Autowerkstatt) (!In einer Schule)




Welche Frage steht im Mittelpunkt der Berufsorientierung? (Was passt zu meinen Interessen und Stärken) (!Welcher Beruf klingt am längsten) (!Welcher Beruf gefällt allen anderen) (!Welcher Beruf braucht keine Fähigkeiten)




Was kann ein Praktikum besonders gut zeigen? (Wie sich berufliche Tätigkeiten im Alltag anfühlen) (!Welche Note man im nächsten Test bekommt) (!Welche Freunde denselben Beruf wählen) (!Welche Berufe ohne Arbeit auskommen)




Welche Fähigkeit ist im Friseurberuf besonders wichtig? (Handwerkliches Geschick) (!Gar keine Kommunikation) (!Völlige Unabhängigkeit von Kunden) (!Vermeidung jeder Teamarbeit)




Warum kommt Louis mit seinem Vater in Konflikt? (Sein Vater hat andere Vorstellungen von seiner beruflichen Zukunft) (!Sein Vater möchte selbst Friseur werden) (!Louis will nie wieder arbeiten) (!Louis lehnt jedes Praktikum ab)




Was bedeutet Fremdeinschätzung bei der Berufswahl? (Andere Menschen beschreiben Deine Stärken) (!Du bestimmst die Noten anderer) (!Du wählst einen Beruf zufällig aus) (!Du bewertest nur das Gehalt)




Was ist ein sinnvoller Realitätscheck für einen Beruf? (Ein Praktikum in diesem Berufsfeld) (!Nur den Berufsnamen lesen) (!Nur auf Vorurteile hören) (!Nur die Meinung einer Person übernehmen)




Was zeigt der Roman über Schulnoten? (Sie zeigen nur einen Teil der Fähigkeiten eines Menschen) (!Sie bestimmen sicher den späteren Beruf) (!Sie machen praktische Erfahrungen überflüssig) (!Sie zeigen jede persönliche Stärke vollständig)




Was ist ein sinnvoller Umgang mit Erwartungen anderer? (Sie anhören und mit den eigenen Wünschen vergleichen) (!Jede Erwartung sofort übernehmen) (!Alle Ratschläge grundsätzlich ablehnen) (!Nur nach dem Ansehen eines Berufs entscheiden)





Memory

Praktikum Beruf im Alltag ausprobieren
Talent besondere Stärke oder Begabung
Fremdeinschätzung Rückmeldung anderer über eigene Fähigkeiten
Berufsorientierung schrittweise Suche nach passenden beruflichen Wegen
Handwerkliches Geschick Werkzeug und Material sicher einsetzen
Zukunftswunsch eigene Vorstellung vom späteren Leben





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Selbsteinschätzung Eigene Stärken und Interessen beschreiben
Praktikum Einen Beruf praktisch kennenlernen
Fremdeinschätzung Rückmeldung von anderen erhalten
Berufsberatung Berufliche Möglichkeiten gemeinsam prüfen
Auswertung Erfahrungen aus dem Praktikum reflektieren






Kreuzworträtsel

Praktikum Wie heißt eine zeitlich begrenzte Phase, in der Du einen Beruf im Alltag kennenlernst?
Talent Wie nennt man eine besondere Begabung oder Stärke?
Friseur Welchen Beruf entdeckt Louis für sich?
Zukunft Welcher Begriff bezeichnet die Zeit, für die Du berufliche Wünsche entwickelst?
Geschick Welcher Begriff gehört zur Stärke handwerkliches ...?
Beratung Wie heißt professionelle Unterstützung bei Fragen zur Berufswahl?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Louis beginnt sein Praktikum in einem

. Dort entdeckt er, dass ihm praktische Arbeit

machen kann. Eine wichtige Stärke im Salon ist handwerkliches

. Louis muss seine eigenen Wünsche mit den Erwartungen seines

vergleichen. Ein Praktikum hilft dabei, einen Beruf im echten

kennenzulernen. Schulnoten zeigen nur einen Teil der persönlichen

. Bei der Berufswahl sind Interessen und

wichtige Hinweise. Rückmeldungen anderer nennt man

. Eigene berufliche Vorstellungen gehören zu den persönlichen

. Berufsorientierung ist kein einzelner Moment, sondern ein längerer

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Stärkenprofil: Schreibe fünf Tätigkeiten auf, die Du gern machst. Ordne jeder Tätigkeit mindestens eine Stärke zu.
  2. Praktikumsbeobachtung: Erstelle eine Tabelle mit den Spalten Tätigkeit, benötigte Fähigkeit und meine Einschätzung. Fülle sie für einen Beruf aus, den Du kennst.
  3. Louis und ich: Nenne zwei Gemeinsamkeiten und zwei Unterschiede zwischen Deiner Situation und Louis’ Situation bei der Berufswahl.
  4. Berufsfoto: Fotografiere oder zeichne einen typischen Arbeitsplatz. Beschrifte mindestens fünf Dinge, die dort für die Arbeit gebraucht werden.


Standard

  1. Berufsinterview: Interviewe eine berufstätige Person. Frage nach Aufgaben, benötigten Stärken, Ausbildung, schwierigen Situationen und dem schönsten Teil des Berufs.
  2. Praktikumscheck: Entwickle zehn Fragen, die Du während eines Praktikums stellen möchtest. Ordne sie den Bereichen Aufgaben, Team, Anforderungen und Zukunft zu.
  3. Erwartungen: Erstelle zwei Sprechblasen für Louis und seinen Vater. Zeige darin ihre unterschiedlichen Vorstellungen von Erfolg. Erkläre anschließend den Konflikt.
  4. Berufsvideo: Produziere ein kurzes Video über einen Ausbildungsberuf. Zeige typische Tätigkeiten und erkläre, welche Stärken gebraucht werden.


Schwer

  1. Berufswahl-Debatte: Diskutiert die Aussage: „Eltern sollten bei der Berufswahl ihrer Kinder stark mitentscheiden.“ Sammelt Argumente dafür und dagegen.
  2. Kompetenzanalyse: Vergleiche drei Ausbildungsberufe. Untersuche Tätigkeiten, notwendige Stärken, Arbeitsorte und Weiterbildungsmöglichkeiten. Begründe, welcher Beruf am besten zu Dir passen könnte.
  3. Praktikumskonzept: Plane ein ideales einwöchiges Schülerpraktikum. Lege Lernziele, Tätigkeiten, Beobachtungsaufträge und eine Auswertung fest.
  4. Zukunftsbrief: Schreibe einen Brief an Dein zukünftiges Ich in fünf Jahren. Beschreibe, wie Du arbeiten möchtest, welche Fähigkeiten Du bis dahin entwickeln willst und wie Du mit Erwartungen anderer umgehen möchtest.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Entwicklung von Louis: Erkläre, warum Louis im Salon motivierter arbeitet als in der Schule. Beziehe dabei Interesse, praktische Erfahrung und Anerkennung ein.
  2. Talent und Leistung: Beurteile die Aussage: „Wer schlechte Schulnoten hat, hat schlechte Chancen im Beruf.“ Nutze mindestens drei Argumente.
  3. Erwartungskonflikt: Entwickle einen Vorschlag für ein Gespräch zwischen Louis und seinem Vater, das beide Sichtweisen ernst nimmt.
  4. Praktikumstransfer: Eine Schülerin merkt im Praktikum, dass ihr der Wunschberuf nicht gefällt. Erkläre, warum das Praktikum trotzdem erfolgreich gewesen sein kann.
  5. Berufswahlentscheidung: Entwirf fünf Kriterien, nach denen Du zwei Berufe fair miteinander vergleichen kannst. Begründe jedes Kriterium.
  6. Status und Arbeit: Erkläre, warum gesellschaftliches Ansehen allein kein gutes Kriterium für eine Berufswahl ist.
  7. Eigener Weg: Übertrage Louis’ Erfahrung auf Deine eigene Berufsorientierung. Beschreibe einen nächsten Schritt, mit dem Du etwas über Deine Stärken oder Interessen herausfinden kannst.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können, dass Du:

  1. die Bedeutung des Praktikums für Louis’ Entwicklung erklärst.
  2. den Konflikt zwischen Louis und seinem Vater mit unterschiedlichen Zukunftsvorstellungen begründest.
  3. den Unterschied zwischen Schulnoten, Talenten und praktischen Fähigkeiten beschreibst.
  4. Beispiele für handwerkliche, soziale, kreative und organisatorische Stärken nennst.
  5. erklärst, warum ein Praktikum ein wichtiger Teil der Berufsorientierung sein kann.
  6. Selbsteinschätzung und Fremdeinschätzung unterscheiden kannst.
  7. Erwartungen anderer mit eigenen Zukunftswünschen vergleichen kannst.
  8. Vorurteile über Berufe erkennst und kritisch beurteilst.
  9. Kriterien für eine begründete Berufswahl anwenden kannst.
  10. aus einer praktischen Erfahrung konkrete nächste Schritte für Deine Zukunft ableitest.




OERs zum Thema


Weiterführende Informationen findest Du auch bei Berufsorientierung, Praktikum, Ausbildung, Duale Ausbildung, Friseur und Berufswahl.


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