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D9 G - Gedichte untersuchen und strukturiert beschreiben

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D9 G - Gedichte untersuchen und strukturiert beschreiben



D9 G - Gedichte untersuchen und strukturiert beschreiben


Einleitung

Gedichte wirken manchmal zuerst kurz und trotzdem schwierig. Das liegt daran, dass in wenigen Zeilen oft viel steckt: Bilder, Gefühle, Klänge, besondere Wörter und eine auffällige Form. In diesem aiMOOC lernst Du deshalb ein einfaches und verlässliches Untersuchungsschema. Es hilft Dir, ein Gedicht Schritt für Schritt zu untersuchen und Deine Beobachtungen geordnet aufzuschreiben.

Der Kurs richtet sich an Klasse 9 auf G-Niveau. Im Mittelpunkt steht nicht eine möglichst komplizierte Interpretation. Du sollst vor allem sicher beschreiben können:

  1. Inhalt: Worum geht es?
  2. Form: Wie ist das Gedicht aufgebaut?
  3. Sprache: Welche Wörter und sprachlichen Mittel fallen auf?
  4. Wirkung: Welche Stimmung oder Wirkung entsteht dadurch?

Diese vier Bereiche kannst Du Dir als IFSW-Schema merken: Inhalt – Form – Sprache – Wirkung.

Eine Gedichthandschrift zeigt besonders gut: Ein Gedicht ist nicht nur eine Botschaft. Auch die Anordnung der Verse, die Wortwahl und die Gestaltung gehören dazu.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du ein überschaubares Gedicht mehrfach lesen, wichtige Textstellen markieren und das Thema in wenigen Sätzen wiedergeben. Du kannst Strophen, Verse und einfache Reimschemata erkennen. Du kannst wichtige sprachliche Mittel wie Vergleich, Metapher, Personifikation, Wiederholung und Alliteration finden. Vor allem kannst Du erklären, wie Form und Sprache auf Dich als Leserin oder Leser wirken.

Du trainierst außerdem, Beobachtungen mit kurzen Textbelegen zu verbinden. Statt nur zu schreiben „Das ist eine Metapher“, lernst Du zum Beispiel: „Die Personifikation lässt den Frühling lebendig erscheinen und unterstützt die fröhliche Stimmung.“


Das Untersuchungsschema

Für Gedichte auf G-Niveau eignet sich ein festes Vorgehen. Arbeite möglichst immer in derselben Reihenfolge.


Schritt 1: Gedicht lesen und ersten Eindruck festhalten

Lies das Gedicht zunächst einmal vollständig. Beim ersten Lesen musst Du noch nicht jedes Wort verstehen. Frage Dich nur:

  1. Erster Eindruck: Welche Stimmung spürst Du?
  2. Thema: Worum könnte es gehen?
  3. Auffälligkeit: Welche Wörter, Bilder oder Wiederholungen fallen sofort auf?

Lies das Gedicht danach ein zweites Mal langsam. Unbekannte Wörter klärst Du. Markiere wichtige Stellen.

Merksatz: Erst lesen, dann untersuchen. Nicht sofort nach Stilmitteln suchen.


Schritt 2: Den Inhalt beschreiben

Beim Inhalt geht es um die Frage: Was wird im Gedicht dargestellt?

Achte darauf, nicht jede Zeile einzeln nachzuerzählen. Fasse zusammen. Hilfreiche Fragen sind:

  1. Sprecher: Wer spricht?
  2. Situation: Wo oder wann befindet sich der Sprecher?
  3. Thema: Geht es zum Beispiel um Natur, Liebe, Stadt, Angst, Erinnerung oder Hoffnung?
  4. Verlauf: Verändert sich im Gedicht etwas?

Wichtig: Der Sprecher eines Gedichts ist nicht automatisch der Autor. Deshalb ist die Formulierung „Der Sprecher beschreibt …“ oft sicherer als „Der Autor fühlt …“.

Formulierungsbausteine:

„In dem Gedicht geht es um …“

„Der Sprecher beschreibt …“

„Zu Beginn …, danach …, am Ende …“

„Im Verlauf des Gedichts verändert sich …“


Schritt 3: Die Form beschreiben

Nun betrachtest Du das Gedicht von außen.

Prüfe zuerst:

  1. Strophe: Wie viele Strophen gibt es?
  2. Vers: Wie viele Verse haben die Strophen?
  3. Reim: Reimen sich Versenden?
  4. Reimschema: Gibt es zum Beispiel Paarreim, Kreuzreim oder umarmenden Reim?
  5. Zeilenlänge: Sind die Verse ähnlich lang oder deutlich unterschiedlich?

Ein Reimschema wird mit Buchstaben dargestellt. Reimen sich zwei Versenden, erhalten sie denselben Buchstaben.

Paarreim: aabb

Kreuzreim: abab

Umarmender Reim: abba

Nicht jedes Gedicht hat einen regelmäßigen Reim. Auch das ist eine wichtige Beobachtung.

Zusatz für Fortgeschrittene: Du kannst auch den Rhythmus oder das Metrum betrachten. Auf G-Niveau ist aber wichtiger, dass Du einen hörbaren Eindruck beschreibst, zum Beispiel „ruhig“, „stockend“, „gleichmäßig“ oder „bewegt“, und diesen am Text erklärst.


Schritt 4: Die Sprache untersuchen

Jetzt suchst Du gezielt nach sprachlichen Auffälligkeiten. Wenige gut erklärte Beispiele sind besser als eine lange Liste.

Sprachliches Mittel Einfach erklärt Mögliche Wirkung
Vergleich Zwei Dinge werden häufig mit „wie“ verbunden. Ein Bild wird anschaulicher.
Metapher Ein Ausdruck ist bildlich gemeint. Gefühle oder Gedanken werden bildhaft.
Personifikation Dinge, Pflanzen oder Natur erhalten menschliche Eigenschaften. Etwas wirkt lebendig.
Wiederholung Wörter oder Satzteile kommen erneut vor. Etwas wird betont oder einprägsam.
Alliteration Mehrere Wörter beginnen mit demselben Laut. Die Stelle klingt auffällig und einprägsam.
Aufzählung Mehrere Begriffe werden nacheinander genannt. Fülle, Tempo oder Eindringlichkeit kann entstehen.
Ausruf Ein Satz wird besonders nachdrücklich gesprochen. Ein Gefühl kann stärker wirken.

Wichtig: Ein Stilmittel ist erst dann sinnvoll untersucht, wenn Du seine Wirkung im Gedicht erklärst.

Nicht so gut: „Hier ist eine Personifikation.“

Besser: „Die Personifikation lässt den Frühling lebendig erscheinen. Dadurch wirkt die Natur freundlich und aktiv.“


Schritt 5: Die Wirkung beschreiben

Die Wirkung ist keine reine Geschmacksfrage. Du sollst sie möglichst mit Beobachtungen aus dem Text verbinden.

Mögliche Wirkungen sind zum Beispiel: ruhig, freundlich, traurig, bedrückend, gespannt, lebendig, hoffnungsvoll, feierlich, hektisch oder nachdenklich.

Ein guter Wirkungssatz besteht aus drei Teilen:

Beobachtung + Textbeleg + Wirkung

Beispiel: „Die Wiederholung des Wortes ‚grau‘ betont die eintönige Umgebung. Dadurch wirkt die Landschaft zunächst trist.“

Du darfst bei Wirkungen vorsichtig formulieren:

„Das kann … wirken.“

„Dadurch entsteht der Eindruck …“

„Die Stelle verstärkt …“

„Das unterstützt die Stimmung …“


Schritt 6: Ergebnisse geordnet aufschreiben

Für eine strukturierte Beschreibung kannst Du diesen Aufbau verwenden:

  1. Einleitungssatz: Titel, Autor, Textsorte und Thema nennen.
  2. Inhaltsangabe: Inhalt knapp und in eigenen Worten beschreiben.
  3. Formanalyse: Strophen, Verse und Reim beschreiben.
  4. Sprachanalyse: Zwei bis vier wichtige sprachliche Auffälligkeiten erklären.
  5. Wirkungsanalyse: Zeigen, wie Form und Sprache die Stimmung unterstützen.
  6. Schlusssatz: Gesamteindruck oder zentrale Aussage knapp zusammenfassen.

Ein mögliches Grundmuster lautet:

„Das Gedicht ‚…‘ von … handelt von … . Es besteht aus … Strophen mit insgesamt … Versen. Auffällig ist … . Durch die Formulierung ‚…‘ entsteht … . Die sprachliche Gestaltung unterstützt die Wirkung, weil … . Insgesamt wirkt das Gedicht … .“


Beispiel 1: „Er ist’s“ von Eduard Mörike

Eduard Mörikes Gedicht „Er ist’s“ entstand 1829 und wurde 1832 veröffentlicht. Es eignet sich gut zum Üben, weil es kurz ist und viele gut erkennbare Bilder enthält.

Er ist’s

Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
– Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab’ ich vernommen!


Beispielanalyse mit dem IFSW-Schema

Inhalt: Der Sprecher bemerkt verschiedene Zeichen des Frühlings. Er nimmt Luft, Düfte, Blumen und einen leisen Klang wahr. Am Ende erkennt und begrüßt er den Frühling direkt.

Form: Das Gedicht besteht aus einer Strophe mit neun Versen. Die Verslängen sind unterschiedlich. In den ersten vier Versen ist ein umarmender Reim gut zu erkennen. Später wird die Reimordnung lockerer. Die unterschiedlich langen Verse lassen den Text lebendig und bewegt wirken.

Sprache: Besonders auffällig sind Personifikationen. Der Frühling lässt ein „blaues Band“ flattern, Düfte „streifen“ das Land und Veilchen „träumen“. Dadurch erscheint die Natur wie ein handelndes Lebewesen. Auch verschiedene Sinneseindrücke werden angesprochen: Sehen, Riechen und Hören.

Wirkung: Das Gedicht wirkt leicht, freundlich und erwartungsvoll. Die lebendige Sprache unterstützt die Freude über den kommenden Frühling. Der Ausruf „Frühling, ja du bist’s!“ macht die Begeisterung des Sprechers besonders deutlich.

Beispielsatz für eine Klassenarbeit: „Die Personifikation ‚Veilchen träumen‘ stellt die Pflanzen als lebendig dar und verstärkt dadurch den freundlichen, erwartungsvollen Eindruck des Frühlings.“


Beispiel 2: „Wandrers Nachtlied“ von Johann Wolfgang von Goethe

Wandrers Nachtlied

Über allen Gipfeln
Ist Ruh,
In allen Wipfeln
Spürest du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde.
Warte nur, balde
Ruhest du auch.


Untersuchung in vier Blickrichtungen

Inhalt: Der Sprecher beschreibt eine sehr ruhige Natur am Abend oder in der Nacht. Berge, Baumkronen und Vögel werden als still dargestellt. Am Ende wird ein „du“ angesprochen, dem ebenfalls Ruhe angekündigt wird.

Form: Das Gedicht hat acht kurze Verse. Die Verslängen wechseln. Das Reimschema lässt sich als ababcddc beschreiben. Die kurzen Zeilen bremsen das Lesen und können die ruhige Wirkung unterstützen.

Sprache: Wörter wie „Ruh“, „kaum“, „schweigen“ und „balde“ gehören zu einem Wortfeld der Ruhe und Stille. Die Natur wird mit wenigen, einfachen Bildern dargestellt. Besonders wichtig ist die direkte Anrede „du“.

Wirkung: Das Gedicht wirkt sehr ruhig und still. Der letzte Satz kann unterschiedlich verstanden werden: Er kann auf Schlaf und Erholung hinweisen, aber auch nachdenklicher als Hinweis auf das Lebensende gelesen werden. Eine gute Beschreibung nennt diese Möglichkeit vorsichtig und belegt sie mit dem Text.

Die Originalhandschrift von Goethes „Ginkgo Biloba“ zeigt, dass Gedichte auch visuell gestaltet sind. Zeilen, Strophen und Abstände helfen beim Lesen und können Bedeutungen hervorheben.


Beispiel 3: „Die Stadt“ von Theodor Storm

Theodor Storms Gedicht „Die Stadt“ entstand 1853. Es verbindet eine zunächst graue, eher bedrückende Beschreibung einer Küstenstadt mit einer starken persönlichen Bindung.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Die Stadt

Am grauen Strand, am grauen Meer
Und seitab liegt die Stadt;
Der Nebel drückt die Dächer schwer,
Und durch die Stille braust das Meer
Eintönig um die Stadt.

Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai
Kein Vogel ohn’ Unterlaß;
Die Wandergans mit hartem Schrei
Nur fliegt in Herbstesnacht vorbei,
Am Strande weht das Gras.

Doch hängt mein ganzes Herz an dir,
Du graue Stadt am Meer;
Der Jugend Zauber für und für
Ruht lächelnd doch auf dir, auf dir,
Du graue Stadt am Meer.


Was verändert sich im Gedicht?

In den ersten beiden Strophen überwiegen graue Farben, Nebel, Eintönigkeit und raue Natur. In der dritten Strophe verändert sich die Perspektive. Das Wort „Doch“ signalisiert einen Gegensatz. Trotz der grauen Umgebung hängt das Herz des Sprechers an der Stadt. Die Erinnerung an die Jugend macht den Ort für ihn wertvoll.

Hier kannst Du besonders gut trainieren, dass Inhalt, Sprache und Wirkung zusammengehören: Die Wiederholung von „grau“ verstärkt zuerst die Eintönigkeit. Die Formulierung „mein ganzes Herz“ zeigt dagegen starke persönliche Verbundenheit.


Ein klares Schreibschema für Deine Textbeschreibung

Nutze für Klassenarbeiten die Abkürzung E-I-F-S-W-S:

Schritt Bedeutung Leitfrage
E Einleitung Welches Gedicht von welchem Autor untersuche ich?
I Inhalt Worum geht es und was verändert sich?
F Form Wie viele Strophen und Verse gibt es? Gibt es Reime?
S Sprache Welche Wörter und sprachlichen Mittel fallen auf?
W Wirkung Welche Stimmung entsteht und wodurch?
S Schluss Was ist der wichtigste Gesamteindruck?

Kurzform zum Merken: Nennen – Beschreiben – Belegen – Wirkung erklären.


Formulierungen, die Dir helfen

Für den Inhalt: „Das Gedicht beschreibt …“ / „Zu Beginn …“ / „Im weiteren Verlauf …“ / „Am Ende …“

Für die Form: „Das Gedicht besteht aus …“ / „Die Strophe hat … Verse.“ / „Das Reimschema lautet …“ / „Die kurzen Verse wirken …“

Für die Sprache: „Auffällig ist die Formulierung …“ / „Die Personifikation … lässt …“ / „Die Wiederholung betont …“

Für die Wirkung: „Dadurch entsteht eine … Stimmung.“ / „Die Wortwahl verstärkt …“ / „Das wirkt auf die Lesenden …“ / „Dies kann den Eindruck erzeugen, dass …“


Häufige Fehler vermeiden

  1. Nacherzählung: Erzähle nicht jede Zeile einzeln nach. Fasse zusammen.
  2. Stilmittel: Liste Stilmittel nicht nur auf. Erkläre ihre Wirkung.
  3. Textbeleg: Belege wichtige Aussagen mit kurzen Wörtern oder Textstellen.
  4. Autor und Sprecher: Setze den Sprecher nicht automatisch mit dem Autor gleich.
  5. Wirkung: Schreibe nicht nur „Das ist schön“ oder „Das ist traurig“. Erkläre, wodurch die Wirkung entsteht.
  6. Metrum: Erfinde kein Versmaß, wenn Du es nicht sicher bestimmen kannst. Beschreibe lieber den hörbaren Rhythmus.
  7. Deutung: Formuliere bei unsicheren Bedeutungen vorsichtig mit „kann“, „wirkt“ oder „legt nahe“.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche vier Bereiche gehören zum IFSW-Schema? (Inhalt Form Sprache Wirkung) (!Titel Autor Epoche Reim) (!Lesen Schreiben Lernen Prüfen) (!Einleitung Zitat Meinung Schluss)




Was beschreibst Du beim Inhalt eines Gedichts? (Worum es geht und wie sich das Geschehen oder die Gedanken entwickeln) (!Nur wie viele Verse das Gedicht hat) (!Nur welche Wörter sich reimen) (!Nur wann der Autor geboren wurde)




Was ist ein Vers? (Eine einzelne Zeile eines Gedichts) (!Ein ganzer Gedichtband) (!Die Lebensgeschichte des Autors) (!Nur ein Reimpaar)




Welches Reimschema gehört zum Kreuzreim? (abab) (!aabb) (!abba) (!aaaa)




Was ist eine Personifikation? (Ein Ding oder Naturerscheinung erhält menschliche Eigenschaften) (!Zwei Wörter haben genau dieselbe Bedeutung) (!Ein Satz endet immer mit einer Frage) (!Zwei Gedichte werden miteinander verglichen)




Was gehört zu einer guten Erklärung eines Stilmittels? (Die Wirkung des Stilmittels im Zusammenhang erklären) (!Nur den Fachbegriff nennen) (!Den gesamten Vers abschreiben) (!Die Biografie des Autors erzählen)




Welche Formulierung trennt Sprecher und Autor richtig? (Der Sprecher beschreibt eine ruhige Landschaft) (!Der Autor ist immer selbst die Figur im Gedicht) (!Der Autor erlebt genau das Beschriebene) (!Der Sprecher und der Autor sind grundsätzlich dieselbe Person)




Welche Aussage beschreibt die Wirkung genauer? (Die Wiederholung betont die Eintönigkeit und verstärkt die bedrückende Stimmung) (!Die Wiederholung ist schön) (!Das Gedicht hat Wörter) (!Der Text ist irgendwie traurig)




Was solltest Du tun wenn Du das Metrum nicht sicher erkennst? (Den hörbaren Rhythmus vorsichtig beschreiben) (!Ein Metrum erfinden) (!Die Aufgabe überspringen) (!Jedes Gedicht als Jambus bezeichnen)




Was ist ein sinnvoller letzter Prüfschritt? (Kontrollieren ob Beobachtungen belegt und Wirkungen erklärt sind) (!Alle Textbelege entfernen) (!Nur die Überschrift noch einmal lesen) (!Die Reihenfolge der Absätze zufällig ändern)





Memory

Inhalt Worum es im Gedicht geht
Form Aufbau aus Strophen Versen und Reimen
Sprache Auffällige Wörter und sprachliche Mittel
Wirkung Stimmung oder Eindruck beim Lesen
Personifikation Vermenschlichung von Dingen oder Natur
Kreuzreim Reimschema abab
Strophe Gruppe mehrerer Verse
Textbeleg Kurze Stelle aus dem Gedicht als Nachweis





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Einleitung Titel Autor Textsorte und Thema nennen
Inhalt Gedicht in eigenen Worten zusammenfassen
Form Strophen Verse und Reime beschreiben
Sprache Auffällige Wörter und Stilmittel untersuchen
Wirkung Stimmung mit Beobachtungen aus dem Text erklären
Schluss Wichtigsten Gesamteindruck zusammenfassen






Kreuzworträtsel

Strophe Wie heißt eine Gruppe von Versen in einem Gedicht?
Metapher Wie heißt ein sprachliches Bild ohne ausdrückliches Vergleichswort?
Wirkung Wie nennt man den Eindruck den Sprache und Form erzeugen?
Kreuzreim Wie heißt das Reimschema abab mit einem Wort?
Sprecher Wer äußert Gedanken oder Wahrnehmungen im Gedicht?
Vergleich Welches Stilmittel verbindet zwei Bereiche häufig mit dem Wort wie?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Beim ersten Lesen hältst Du Deinen

fest.
Beim Beschreiben des Themas untersuchst Du zuerst den

.
Eine einzelne Gedichtzeile heißt

.
Mehrere Verse können zu einer

zusammengefasst sein.
Beim Reimschema abab handelt es sich um einen

.
Wenn eine Sache menschliche Eigenschaften erhält spricht man von einer

.
Eine gute Untersuchung erklärt zu einer sprachlichen Auffälligkeit auch ihre

.
Ein kurzes Zitat aus dem Gedicht dient als

.
Am Ende prüfst Du ob Deine Beschreibung klar und

aufgebaut ist.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Stimmungskarte: Wähle „Er ist’s“ oder „Wandrers Nachtlied“ und gestalte eine Karte mit drei Wörtern, drei passenden Symbolen und einem kurzen Satz zur Stimmung.
  2. Markierauftrag: Markiere in „Er ist’s“ mit vier verschiedenen Zeichen Stellen für Inhalt, Form, Sprache und Wirkung. Erkläre anschließend zwei Deiner Markierungen.
  3. Vorlesen: Lies „Wandrers Nachtlied“ zweimal laut vor: einmal sehr schnell und einmal bewusst langsam. Beschreibe, wie sich die Wirkung verändert.
  4. Reimschema: Schreibe die Endwörter eines kurzen Gedichts untereinander und kennzeichne passende Reime mit Buchstaben.


Standard

  1. Vier-Felder-Analyse: Erstelle zu „Die Stadt“ ein Blatt mit den vier Feldern Inhalt, Form, Sprache und Wirkung und trage in jedes Feld mindestens zwei Beobachtungen ein.
  2. Stilmittel erklären: Suche in einem der Beispielgedichte drei sprachliche Auffälligkeiten und formuliere jeweils einen vollständigen Satz nach dem Muster Beobachtung plus Beleg plus Wirkung.
  3. Gedichtvortrag: Nimm eine Audioaufnahme eines Beispielgedichts auf. Begründe danach, an welchen Stellen Du Pausen, Betonungen oder Lautstärke bewusst verändert hast.
  4. Vergleich zweier Gedichte: Vergleiche „Er ist’s“ und „Wandrers Nachtlied“ in einer Tabelle. Untersuche besonders Naturdarstellung, Stimmung und sprachliche Bilder.


Schwer

  1. Eigene Gedichtbeschreibung: Wähle ein kurzes gemeinfreies Gedicht und verfasse eine vollständige strukturierte Beschreibung nach dem E-I-F-S-W-S-Schema.
  2. Wirkungsexperiment: Verändere in einem Beispielgedicht fünf wichtige Wörter. Vergleiche Original und neue Fassung und erkläre, wie sich die Stimmung verändert.
  3. Videoanalyse: Produziere ein zweiminütiges Erklärvideo mit dem Titel „So untersuche ich ein Gedicht“. Zeige darin das IFSW-Schema an einem selbst gewählten Beispiel.
  4. Galerie der Gedichte: Plant in einer Gruppe eine kleine Ausstellung mit Gedichttexten, Bildern, Audiovorträgen und kurzen Analyse-Karten. Jede Karte muss mindestens eine Verbindung zwischen Gestaltung und Wirkung erklären.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer Inhalt und Wirkung: Du erhältst ein unbekanntes kurzes Naturgedicht. Beschreibe zuerst den Inhalt in höchstens drei Sätzen und erkläre dann, wie zwei Wörter die Stimmung beeinflussen.
  2. Form und Wirkung verbinden: Ein Gedicht besteht aus sehr kurzen, unregelmäßigen Versen. Erkläre zwei mögliche Wirkungen dieser Form und zeige, welche Textbeobachtungen Du zusätzlich brauchst, um Deine Aussage abzusichern.
  3. Stilmittel funktional erklären: In einem Gedicht wird das Wort „leer“ mehrfach wiederholt. Erkläre, welche Wirkung diese Wiederholung haben könnte und warum der Zusammenhang im Gedicht entscheidend ist.
  4. Zwei Deutungen prüfen: Bei „Wandrers Nachtlied“ kann die angekündigte Ruhe als Schlaf oder als Hinweis auf das Lebensende verstanden werden. Erkläre, welche Textstellen beide Lesarten ermöglichen.
  5. Überarbeitung: Verbessere den Satz „Das Gedicht ist traurig, weil eine Metapher vorkommt“. Formuliere daraus eine präzise Aussage mit Beobachtung, Textbeleg und nachvollziehbarer Wirkung.
  6. Vergleich: Vergleiche die Wirkung von „Er ist’s“ und „Die Stadt“. Zeige an mindestens zwei sprachlichen Beobachtungen, warum die Gedichte trotz Naturdarstellungen unterschiedlich wirken.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du ein unbekanntes, überschaubares Gedicht selbstständig und geordnet untersuchen kannst. Du solltest zeigen, dass Du nicht nur Fachbegriffe kennst, sondern Beobachtungen sinnvoll erklärst.

  1. Gedicht erschließen: Thema, Sprecher und Verlauf des Gedichts erfassen.
  2. Form beschreiben: Strophen, Verse, Reime und auffällige Zeilenlängen sicher benennen.
  3. Sprache untersuchen: Wichtige sprachliche Mittel erkennen und mit kurzen Textbelegen nachweisen.
  4. Wirkung erklären: Aussagen über Stimmung und Wirkung mit Inhalt, Form oder Sprache verbinden.
  5. Strukturiert schreiben: Eine verständliche Reihenfolge von Einleitung über Untersuchung bis zum Schluss einhalten.
  6. Fachsprache: Begriffe wie Vers, Strophe, Reimschema, Personifikation, Metapher und Wirkung passend verwenden.
  7. Überarbeiten: Eigene Aussagen auf Klarheit, Textbelege und nachvollziehbare Begründungen prüfen.




OERs zum Thema


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