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D7 G - Textfunktionen erkennen

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D7 G - Textfunktionen erkennen




D7 G - Textfunktionen erkennen

Mini-Beschreibung: Du unterscheidest Texte, die informieren, appellieren, regulieren oder instruieren. Du arbeitest mit Nachrichten, Regeln, Anleitungen, Werbung, Flyern und digitalen Texten. Viele kurze Beispiele helfen Dir, Funktion und Textmerkmal sicher zu verbinden.

Niveau: Klasse 7, G-Niveau, Deutsch in Baden-Württemberg

Leitfrage: Was will ein Text bei seiner Zielgruppe erreichen?


Einleitung

Texte haben einen Zweck. Eine Nachricht soll meist informieren. Werbung will häufig zu einer Handlung bewegen. Regeln steuern Verhalten. Anleitungen zeigen, wie etwas gemacht wird.

Wichtig: Eine Textsorte und eine Textfunktion sind nicht dasselbe. Eine Textsorte ist zum Beispiel Nachricht, Flyer oder Anleitung. Die Textfunktion beschreibt, was der Text hauptsächlich erreichen will.

Funktion Leitfrage Typische Merkmale Häufige Texte
Informieren Was soll ich wissen? Fakten, W-Fragen, Daten, sachliche Wörter Nachricht, Lexikonartikel, Infotext
Appellieren Was soll ich tun, denken oder wollen? direkte Anrede, Imperativ, Slogan, wertende Wörter Werbung, Aufruf, Kampagnen-Flyer
Regulieren Was ist erlaubt, verboten oder vorgeschrieben? müssen, dürfen, verboten, Regeln, Bedingungen Schulordnung, Hausordnung, Nutzungsregel
Instruieren Wie mache ich etwas? Schritte, Reihenfolge, Imperativ oder Infinitiv Anleitung, Rezept, Tutorial

Merkkasten: Frage zuerst nach dem Hauptzweck. Danach suchst Du im Text nach Belegen. Ein Text kann mehrere Funktionen haben, aber meist ist eine Funktion besonders wichtig.

Der Bildungsplan Deutsch für die Sekundarstufe I in Baden-Württemberg sieht vor, Sachtexte nach ihren appellativen, instruierenden, informierenden und regulierenden Funktionen zu bestimmen und zu unterscheiden. Bildungsplan Baden-Württemberg: Sach- und Gebrauchstexte


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du ...

  1. Textfunktion: die vier Grundfunktionen benennen und unterscheiden.
  2. Textmerkmal: sprachliche und gestalterische Merkmale als Beleg nutzen.
  3. Sachtext: den Hauptzweck eines kurzen Sach- oder Gebrauchstextes bestimmen.
  4. Zielgruppe: erkennen, an wen ein Text gerichtet ist.
  5. Medienbildung: Funktionen in Bildern, Audios, Videos und digitalen Texten untersuchen.
  6. KI: KI-Hilfe prüfen, verbessern und transparent machen.


Vorwissen aktivieren: Vier Mini-Texte

Lies die vier Beispiele. Entscheide zunächst ohne Hilfe.

Beispiel Kurztext Deine erste Vermutung
A „Am Freitag beginnt die Projektwoche um 8.00 Uhr in der Aula.“ informieren / appellieren / regulieren / instruieren
B „Mach mit beim Schulfest und bring Deine Idee mit!“ informieren / appellieren / regulieren / instruieren
C „Im Computerraum sind Getränke nicht erlaubt.“ informieren / appellieren / regulieren / instruieren
D „Öffne die App, tippe auf Einstellungen und wähle Datenschutz.“ informieren / appellieren / regulieren / instruieren

Lösung anzeigen A = informieren, B = appellieren, C = regulieren, D = instruieren.

Selbstcheck: Hattest Du mindestens drei richtig? Dann starte direkt mit dem Kurztraining. Bei zwei oder weniger richtigen Antworten nutze zuerst die Merkhilfen unten.


Merkhilfe: Vier Fragen

Symbol Frage Funktion
📰 „Soll ich etwas erfahren?“ informieren
📣 „Soll ich etwas tun oder wollen?“ appellieren
📏 „Soll mein Verhalten durch eine Regel gesteuert werden?“ regulieren
🛠️ „Soll ich etwas Schritt für Schritt ausführen?“ instruieren


Die vier Textfunktionen


Informieren: Wissen vermitteln

Informierende Texte geben Dir vor allem Fakten und Erklärungen. Typisch sind Antworten auf W-Fragen wie: Wer? Was? Wann? Wo? Wie?

Kurzbeispiel Nachricht: „Die Schulbibliothek öffnet am Montag wieder. Sie ist dann täglich von 9 bis 13 Uhr geöffnet.“

Beleg: Der Text nennt Ort, Zeitpunkt und Öffnungszeit. Er fordert Dich nicht direkt zu einer Handlung auf.

Auftrag zum Bild: Notiere drei Merkmale, die Du mit einer Nachricht verbindest. Prüfe anschließend: Sind Deine Merkmale wirklich sprachliche Merkmale oder nur Vermutungen über das Aussehen?


Appellieren: Zu etwas bewegen

Appellierende Texte wollen häufig, dass Du handelst, zustimmst, kaufst, teilnimmst oder Deine Meinung änderst.

Kurzbeispiel Werbung: „Hol Dir jetzt den wiederverwendbaren Pausenbecher – praktisch, leicht und jeden Tag einsatzbereit!“

Belege: „Hol Dir“ ist eine Aufforderung. „praktisch“ und „leicht“ bewerten das Produkt positiv.

Video-Auftrag: Notiere zwei Stellen, an denen Sprache Wirkung erzeugt. Schreibe danach: „Die sprachliche Form wirkt, weil ...“


Regulieren: Verhalten durch Regeln steuern

Regulierende Texte legen fest, was erlaubt, verboten oder verpflichtend ist.

Kurzbeispiel Regel: „Fahrräder dürfen nur im Fahrradständer abgestellt werden.“

Beleg: Das Modalverb „dürfen“ legt fest, welches Verhalten erlaubt ist.

Typische Signalwörter: müssen – dürfen – verboten – nicht erlaubt – nur – verpflichtend

Achtung: Eine Regel kann zusätzlich appellieren. Entscheidend ist, ob der Text vor allem Verhalten verbindlich steuert.


Instruieren: Handlungen erklären

Instruierende Texte führen Dich durch eine Handlungsfolge.

Kurzbeispiel Anleitung: „Lege das Blatt quer vor Dich. Falte es in der Mitte. Öffne es wieder.“

Belege: Die Verben nennen konkrete Handlungen. Die Reihenfolge ist wichtig.

Bild-Auftrag: Untersuche die abgebildete Anleitung als Medium. Welche Gestaltung hilft beim Ausführen: Nummern, Bilder, Überschriften, kurze Sätze oder Reihenfolge?


Regulieren oder instruieren?

Diese beiden Funktionen werden oft verwechselt.

Frage Regulieren Instruieren
Hauptzweck Verhalten festlegen Handlung erklären
Typischer Satz „Du musst einen Helm tragen.“ „Setze den Helm auf und schließe den Riemen.“
Schlüsselidee Vorschrift Schrittfolge
Prüffrage „Was darf oder muss ich?“ „Wie mache ich es?“

Satzstarter: „Der Text ist eher regulierend als instruierend, weil ...“


Textsorten-Labor: kurz lesen, Funktion belegen


Nachricht

Text: „Beim Sponsorenlauf der Schule wurden am Dienstag 4.200 Euro gesammelt. Das Geld ist für neue Pausenspiele vorgesehen.“

Auftrag: Markiere zwei Informationen. Formuliere eine W-Frage, die der Text beantwortet.

Lösung: Funktion = informieren. Belege sind die konkrete Summe, der Zeitpunkt und der Verwendungszweck.


Regel

Text: „Während der Lernzeit bleiben Smartphones in der Tasche. Für Unterrichtsaufgaben darf die Lehrkraft die Nutzung erlauben.“

Auftrag: Unterstreiche Wörter, die Erlaubnis oder Pflicht ausdrücken.

Lösung: Funktion = regulieren. „bleiben“ und „darf ... erlauben“ steuern Verhalten.


Anleitung

Text: „Scanne den QR-Code. Öffne die Seite. Wähle anschließend Deine Klasse aus.“

Auftrag: Nummeriere die Handlungsschritte im Kopf. Was passiert, wenn Du die Reihenfolge vertauschst?

Lösung: Funktion = instruieren. Die Handlungen bilden eine klare Folge.


Werbung

Text: „Mehr Platz für Deine Ideen! Teste unseren fiktiven Lernplaner heute kostenlos.“

Auftrag: Markiere direkte Anrede, positives Versprechen und Aufforderung.

Lösung: Funktion = appellieren. „Deine“, „Mehr Platz“ und „Teste“ sollen zum Ausprobieren bewegen.

Video-Auftrag: Stoppe das Video an einer Werbeszene. Notiere Zielgruppe – Appell – Textmerkmal.


Flyer

Text: „Tauschbörse am Freitag! Bring ein gut erhaltenes Buch mit und entdecke neuen Lesestoff. Aula, 14 bis 16 Uhr.“

Auftrag: Der Flyer hat mehrere Funktionen. Finde eine informierende und eine appellierende Stelle.

Lösung: „Aula, 14 bis 16 Uhr“ informiert. „Bring ... mit“ appelliert. Die dominante Funktion hängt vom Zweck des Flyers ab; hier steht die Einladung zur Teilnahme im Vordergrund.


Digitaler Text

Push-Nachricht 1: „Morgen endet die Abgabefrist um 18 Uhr.“

Push-Nachricht 2: „Lade Deine Datei jetzt hoch!“

Push-Nachricht 3: „Dateien dürfen höchstens 20 MB groß sein.“

Push-Nachricht 4: „Tippe auf Upload und wähle anschließend Deine Datei.“

Lösung: 1 informiert, 2 appelliert, 3 reguliert, 4 instruiert.


Gemischte Funktionen erkennen

Viele echte Texte mischen Funktionen. Entscheide deshalb nicht nach einem einzigen Wort, sondern nach dem Hauptzweck im Zusammenhang.

Beispiel: „Der Pausenhof ist frisch bepflanzt. Bitte bleib auf den Wegen. Das Betreten der Beete ist nicht erlaubt.“

Hier wird zuerst informiert, dann appelliert und schließlich reguliert. Die letzte Aussage ist besonders verbindlich.

Medien-Auftrag: Untersuche das Poster. Finde mindestens zwei Mittel, die Aufmerksamkeit erzeugen. Entscheide danach, ob die Wirkung eher appellierend, regulierend oder gemischt ist. Begründe mit sichtbaren Merkmalen.


Hören statt nur lesen

Das Warnsignal ist selbst kein geschriebener Text. Es zeigt aber, dass Kommunikation auch mit Ton steuern kann.

Hörauftrag: Formuliere zu dem Signal je einen passenden Satz:

  1. einen informierenden Satz
  2. einen appellierenden Satz
  3. einen regulierenden Satz
  4. einen instruierenden Satz

Beispielhilfe: „Bei diesem Signal ...“ / „Geh ...“ / „Es ist verboten ...“ / „Öffne zuerst ...“


Digitale Texte kritisch untersuchen

Digitale Texte verbinden oft Schrift, Bild, Ton, Link, Button und Kommentar.

Prüfe bei einem digitalen Text immer:

Prüffrage Warum?
Wer spricht? Quelle und Verantwortung erkennen
Wer ist die Zielgruppe? Ansprache verstehen
Was soll ich tun oder glauben? Funktion erkennen
Welche Wörter, Bilder oder Buttons lenken mich? Merkmale belegen
Ist die Information überprüfbar? Verlässlichkeit einschätzen

Datenschutz: Verwende für Schulaufgaben möglichst Beispiele ohne private Namen, Kontaktdaten, Gesichter oder persönliche Chatverläufe.


Satzstarter und Wortliste

Zweck Satzstarter
Funktion nennen „Der Text will vor allem ...“
Beleg nennen „Das erkennt man an der Formulierung ...“
Zielgruppe nennen „Der Text richtet sich an ...“
vergleichen „Text A ... , während Text B ...“
Unsicherheit zeigen „Die Funktion ist nicht ganz eindeutig, weil ...“
entscheiden „Trotzdem überwiegt ... , denn ...“

Wortliste: sachlich – auffordernd – verbindlich – schrittweise – Zielgruppe – Imperativ – Modalverb – Tatsache – Slogan – Reihenfolge – Verbot – Erlaubnis


Hilfestufen

Hilfestufe 1 – Leitfrage: Was soll die Zielgruppe nach dem Text wissen, tun, beachten oder ausführen?

Hilfestufe 2 – Signalwörter: Suche Fakten, Imperative, Modalverben oder Reihenfolgewörter.

Hilfestufe 3 – Satzstarter: „Die Funktion ist ..., weil der Text mit dem Merkmal ... zeigt, dass ...“

Hilfestufe 4 – Vergleich: Streiche drei Funktionen, die schlechter passen. Begründe, warum die verbleibende Funktion stärker ist.


Kurztraining: Funktion + Merkmal

Ordne zuerst selbst. Decke die Lösung beim Arbeiten ab.

Text Deine Funktion Wichtigstes Merkmal
„Die Mensa öffnet um 11.30 Uhr.“ ? ?
„Komm heute zum Probetraining!“ ? ?
„Im Labor ist eine Schutzbrille zu tragen.“ ? ?
„Drücke zwei Sekunden auf den Einschaltknopf.“ ? ?
„Nur heute: zwei Hefte zum Preis von einem!“ ? ?
„Der Bus fährt wegen Bauarbeiten ab Haltestelle B.“ ? ?
„Speisen dürfen nicht mit in den Computerraum genommen werden.“ ? ?
„Wähle zuerst Sprache, dann Deutsch.“ ? ?

Lösungen

  1. Mensa = informieren; Zeitangabe.
  2. Probetraining = appellieren; Imperativ.
  3. Labor = regulieren; verbindliche Vorschrift.
  4. Einschaltknopf = instruieren; Handlungsschritt.
  5. Nur heute = appellieren; Kaufanreiz.
  6. Bus = informieren; sachliche Änderung.
  7. Computerraum = regulieren; „dürfen nicht“.
  8. Sprache wählen = instruieren; Reihenfolge.


Wiederholung: Die 10-Sekunden-Regel

Wenn Du schnell entscheiden musst, gehe so vor:

  1. Zweck erkennen.
  2. Zielgruppe mitdenken.
  3. Merkmal markieren.
  4. Belegsatz formulieren.

Merksatz: Funktion + Textmerkmal + Beleg = starke Antwort.


KI-Spirale: KI sinnvoll und transparent nutzen

KI kann beim Üben helfen, aber sie entscheidet nicht für Dich.

Schritt Was Du tust
1 Selbst denken Bestimme Funktion und Merkmal zunächst allein.
2 Eigene Lösung beginnen Schreibe mindestens einen eigenen Belegsatz.
3 Gezielt fragen Frage die KI nach genau einem unklaren Punkt.
4 Prüfen Vergleiche die KI-Ausgabe mit Originaltext, Regel, Wörterbuch oder verlässlicher Quelle.
5 Fehler erkennen Markiere falsche, unbelegte oder unsichere Aussagen.
6 Verbessern Formuliere Deine eigene Lösung neu.
7 Transparent machen Notiere knapp, wobei KI geholfen hat.

KI-Satzstarter: „KI-Unterstützung: Ich habe nach ... gefragt. Geprüft habe ich mit ... . Verändert habe ich ... .“

Wichtig: Gib keine unnötigen personenbezogenen Daten, privaten Chats oder fremden unveröffentlichten Texte in ein KI-System ein.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Hauptfunktion hat der Satz „Die Ausstellung beginnt um 10 Uhr“? (Informieren) (!Appellieren) (!Regulieren) (!Instruieren)




Welche Hauptfunktion hat „Komm jetzt zu unserem Lesetag“? (Appellieren) (!Informieren) (!Regulieren) (!Instruieren)




Welche Hauptfunktion hat „Auf dem Schulhof ist das Fahren mit E-Scootern verboten“? (Regulieren) (!Informieren) (!Appellieren) (!Instruieren)




Welche Hauptfunktion hat „Öffne zuerst die Datei und klicke dann auf Speichern“? (Instruieren) (!Informieren) (!Appellieren) (!Regulieren)




Welches Merkmal passt besonders zu einer Nachricht? (Sachliche Fakten) (!Kaufaufforderung) (!Verbot) (!Schrittfolge)




Welches Merkmal ist typisch für einen appellierenden Text? (Direkte Aufforderung) (!Neutrale Zeitangabe) (!Verbindliche Regel) (!Nummerierte Arbeitsschritte)




Welches Wort weist oft auf eine regulierende Funktion hin? (Dürfen) (!Gestern) (!Zuerst) (!Vielleicht)




Was hilft besonders beim Erkennen einer instruierenden Funktion? (Eine geordnete Handlungsschrittfolge) (!Eine reine Preisangabe) (!Eine Ortsmeldung) (!Eine Verbotsformulierung)




Warum kann ein Flyer mehrere Funktionen haben? (Er kann informieren und zugleich zur Teilnahme auffordern) (!Jeder Flyer ist automatisch eine Anleitung) (!Jeder Flyer enthält nur Regeln) (!Flyer haben keine Zielgruppe)




Was gehört zu einer guten Begründung der Textfunktion? (Ein passendes Textmerkmal als Beleg) (!Nur ein Bauchgefühl) (!Nur die Länge des Textes) (!Nur die Schriftgröße)





Memory

Informationsfunktion sachlich Wissen vermitteln
Appellfunktion zu einer Handlung bewegen
Regulierungsfunktion Verhalten durch Regeln steuern
Instruktionsfunktion eine Handlung Schritt für Schritt erklären
Zielgruppe angesprochene Personen
Textmerkmal beobachtbares sprachliches Signal





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Textfunktion
Fakten und W-Fragen Informieren
Direkte Aufforderung Appellieren
Verbot und Erlaubnis Regulieren
Geordnete Arbeitsschritte Instruieren
Werbeslogan Appellieren
Bedienfolge Instruieren






Kreuzworträtsel

Nachricht Welche Textsorte informiert häufig sachlich über ein Ereignis?
Werbung Welche Textsorte will häufig zum Kaufen oder Ausprobieren bewegen?
Regel Wie nennt man eine Vorgabe für erlaubtes oder verbotenes Verhalten?
Anleitung Welche Textsorte erklärt eine Handlung Schritt für Schritt?
Zielgruppe Wie nennt man die Personen, an die ein Text gerichtet ist?
Imperativ Wie heißt die Befehlsform eines Verbs?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein Text, der vor allem Fakten vermittelt, hat eine

Funktion.
Ein Text, der zu einer Handlung bewegen will, hat eine

Funktion.
Eine Schulordnung enthält häufig eine

Funktion.
Eine Bedienungsanleitung ist meist

.
Bei einer Nachricht sind sachliche

ein wichtiges Merkmal.
Ein Werbetext nutzt oft eine direkte

.
Wörter wie müssen und dürfen können auf eine

hinweisen.
Bei einer Anleitung ist die

der Schritte wichtig.
Die angesprochenen Personen nennt man

.
Eine gute Begründung nennt neben der Funktion immer ein

.




Lösungen und Feedback

Wenn Du Funktionen richtig nennst, aber nicht begründest: Markiere künftig mindestens ein Wort oder einen Satz als Beleg.

Wenn Du regulieren und instruieren verwechselst: Frage „Was darf oder muss ich?“ oder „Wie mache ich es?“.

Wenn Du bei Werbung unsicher bist: Suche direkte Anrede, Imperativ, Versprechen und wertende Wörter.

Wenn mehrere Funktionen passen: Benenne die Nebenfunktion kurz und entscheide dann, welcher Hauptzweck überwiegt.

Wenn Du fast alles sicher kannst: Untersuche gemischte digitale Texte und begründe Deine Entscheidung mit zwei Merkmalen.


Selbstkontrolle: Kompetenzcheck

Kreuze für Dich an: sicher – teilweise – noch üben.

Ich kann ... sicher teilweise noch üben
vier Textfunktionen unterscheiden
zu jeder Funktion ein Merkmal nennen
regulieren und instruieren unterscheiden
eine Funktion mit Textstellen belegen
eine Zielgruppe erkennen
gemischte Funktionen erklären
KI-Ausgaben prüfen und verbessern

Auswertung: Bei fünf oder mehr Kreuzen unter „sicher“ bist Du bereit für die Transferaufgaben. Sonst wiederhole zuerst das Kurztraining.


Transfer: Neue Situationen

Situation 1: Eine Schul-App meldet: „Starker Regen erwartet. Der Sporttag findet in der Halle statt. Bring Hallenschuhe mit.“ Bestimme mindestens zwei Funktionen und belege sie.

Situation 2: Ein Online-Tutorial enthält vor dem ersten Schritt einen Werbesatz. Trenne Werbefunktion und Anleitungsfunktion.

Situation 3: Ein Plakat sagt: „Schütze unsere Beete. Betreten verboten.“ Erkläre, warum appellierende und regulierende Funktion zusammen auftreten.

Situation 4: Formuliere aus einer Information vier neue Texte: Nachricht, Aufruf, Regel und Anleitung.


Reflexion

Beantworte drei kurze Fragen:

  1. Wo erkennst Du Textfunktionen im Alltag am schnellsten?
  2. Welche Funktion verwechselst Du noch?
  3. Welches Textmerkmal hilft Dir besonders beim Begründen?

Folgekurs-Empfehlung: D7 G - Sachtexte untersuchen und D7 G - Werbung und digitale Texte untersuchen


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Textfunktionen-Sammlung: Fotografiere oder notiere vier rechtssichere Alltagsbeispiele ohne personenbezogene Daten und ordne jede Textfunktion einmal zu.
  2. Markierauftrag: Markiere in einem selbst gewählten kurzen Infotext Fakten und schreibe einen Belegsatz zur informierenden Funktion.
  3. Regelwerk: Formuliere drei klare Regeln für einen fiktiven Lernraum und markiere Modalverben.
  4. Mini-Anleitung: Schreibe eine Anleitung mit vier Schritten für eine einfache Alltagshandlung.


Standard

  1. Werbung analysieren: Gestalte eine fiktive Werbeanzeige und kennzeichne drei appellierende Textmerkmale.
  2. Flyer vergleichen: Vergleiche zwei Veranstaltungsflyer nach Zielgruppe, Hauptfunktion und Textmerkmal.
  3. Nachricht und Aufruf: Schreibe dieselbe Information einmal als neutrale Nachricht und einmal als appellierenden Aufruf.
  4. Digitaler Text: Untersuche eine öffentlich zugängliche Schulwebseite oder App-Seite und belege mindestens zwei unterschiedliche Funktionen.


Schwer

  1. Funktionen mischen: Erstelle einen kurzen Text, der informiert, appelliert und reguliert. Begründe anschließend, welche Funktion dominiert.
  2. Medienvergleich: Vergleiche Text, Bild und Audio danach, wie sie Verhalten beeinflussen können.
  3. Quellencheck: Recherchiere zwei verlässliche Erklärungen zu Sachtexten, vergleiche sie und dokumentiere, welche Aussage Du mit welcher Quelle belegst.
  4. KI-Prüfprotokoll: Löse zuerst selbst eine Textfunktionsaufgabe, frage dann gezielt eine KI, prüfe deren Antwort an Originaltext und Quelle und dokumentiere Deine Verbesserung transparent.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Funktionswechsel: Verwandle eine neutrale Schulnachricht in einen appellierenden Text. Erkläre mindestens zwei sprachliche Veränderungen.
  2. Regel oder Anleitung: Du bekommst zwei kurze Texte zum selben Thema. Erkläre, warum der eine Verhalten festlegt und der andere eine Handlung erklärt.
  3. Mehrfachfunktion: Analysiere einen Flyer, der informiert und appelliert. Entscheide mit Belegen, welche Funktion dominiert.
  4. Zielgruppenwechsel: Formuliere denselben Hinweis einmal für Fünftklässler und einmal für Erwachsene. Erkläre, was Du verändert hast.
  5. Medientransfer: Übertrage einen schriftlichen Aufruf in einen 20-sekündigen Audiobeitrag. Begründe, welche sprachlichen Mittel Du beibehalten oder verändert hast.
  6. Quellenprüfung: Vergleiche eine eigene Funktionsanalyse mit einer KI-Antwort. Markiere eine Übereinstimmung, eine Unsicherheit und eine begründete Verbesserung.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:

  1. Du bestimmst die Hauptfunktion eines kurzen Sach- oder Gebrauchstextes.
  2. Du belegst Deine Entscheidung mit mindestens einem passenden Textmerkmal.
  3. Du unterscheidest informierende, appellierende, regulierende und instruierende Funktion.
  4. Du erkennst, wenn mehrere Funktionen zusammen auftreten.
  5. Du benennst Zielgruppe und Kommunikationsabsicht.
  6. Du kannst eine Textfunktion durch Umschreiben gezielt verändern.
  7. Du prüfst digitale oder KI-gestützte Aussagen am Originaltext und an verlässlichen Quellen.
  8. Du machst eingesetzte KI-Unterstützung transparent.


OERs zum Thema

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