D6 M - Präsentationen anhand von Kriterien untersuchen

D6 M - Präsentationen anhand von Kriterien untersuchen
Einleitung
D6 M - Präsentationen anhand von Kriterien untersuchen richtet sich an Lernende der Klasse 6 auf M-Niveau. In diesem aiMOOC lernst Du, eine Präsentation nicht nur danach zu beurteilen, ob sie Dir „gefällt“, sondern sie systematisch, fair und begründet zu untersuchen. Dabei achtest Du besonders auf sieben Bereiche: Aufbau, Verständlichkeit, Sprache, Stimme, Körpersprache, Medien und Zeit.
Eine Präsentation ist mehr als eine Folge von Folien. Zu ihr gehören die Gedanken, die Reihenfolge der Informationen, die sprachliche Gestaltung, der hörbare Vortrag, das sichtbare Auftreten, die verwendeten Medien und der Umgang mit der verfügbaren Zeit. Gute Rückmeldungen beziehen sich deshalb auf beobachtbare Merkmale und nicht auf die Person.

In diesem Kurs arbeitest Du wie eine Präsentationsdetektivin oder ein Präsentationsdetektiv: Du beobachtest genau, sammelst Belege, ordnest sie Kriterien zu und formulierst daraus hilfreiches Feedback. Am Ende vergleichst Du außerdem eigenes Feedback, Peer-Feedback und KI-Feedback und entscheidest, welche Rückmeldung für welchen Zweck besonders nützlich ist.
Merksatz: Eine gute Rückmeldung beantwortet nicht nur die Frage „Wie war es?“, sondern vor allem: Was habe ich beobachtet? Warum wirkt es so? Was könnte als Nächstes verbessert werden?
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du:
- Präsentationen anhand vorher festgelegter Kriterien untersuchen.
- Aufbau, Verständlichkeit, Sprache, Stimme, Körpersprache, Medien und Zeit getrennt beobachten.
- Beobachtungen mit konkreten Beispielen aus einer Präsentation belegen.
- zwischen einer Beobachtung, einer Wirkung und einer Bewertung unterscheiden.
- hilfreiches, respektvolles und konkretes Feedback formulieren.
- Stärken und nächste Lernschritte in einem Kriterienraster festhalten.
- eigenes Feedback, Peer-Feedback und KI-Feedback miteinander vergleichen.
- KI-Rückmeldungen kritisch prüfen und keine privaten Daten unnötig an KI-Systeme weitergeben.
- aus Feedback konkrete Verbesserungen für eine nächste Präsentation ableiten.
Beobachten statt vorschnell bewerten
Wenn Du eine Präsentation untersuchst, solltest Du zuerst beobachten und erst danach eine Rückmeldung formulieren.
Eine ungenaue Aussage wäre: „Die Präsentation war langweilig.“
Eine bessere Beobachtung wäre: „Auf drei Folien standen lange Textblöcke, und der Vortragende las mehrere Sätze direkt von der Folie ab.“
Ein hilfreiches Feedback könnte daraus werden: „Auf den Folien standen viele ganze Sätze. Dadurch musste ich gleichzeitig lesen und zuhören. Beim nächsten Mal könntest Du nur Schlüsselwörter zeigen und die Erklärung frei sprechen.“

So entsteht eine klare Reihenfolge:
| Schritt | Leitfrage | Beispiel |
|---|---|---|
| Beobachtung | Was konnte ich wirklich sehen oder hören? | Du hast zu Beginn eine Frage an die Klasse gestellt. |
| Wirkung | Was hat das bei mir als Zuhörer ausgelöst? | Ich war sofort neugierig auf das Thema. |
| Kriterium | Zu welchem Bereich gehört die Beobachtung? | Aufbau und Verständlichkeit |
| Tipp | Was könnte beim nächsten Mal beibehalten oder verändert werden? | Greife die Einstiegsfrage am Schluss noch einmal auf. |
Wichtig: Rückmeldungen sollen sich auf das Verhalten und das Produkt beziehen, nicht auf den Wert einer Person. Statt „Du bist schlecht im Präsentieren“ sagst Du zum Beispiel: „Mehr Blickkontakt würde mir helfen, Dir leichter zu folgen.“
Die sieben Untersuchungskriterien
Die folgenden sieben Kriterien helfen Dir, eine Präsentation in einzelne beobachtbare Bereiche zu zerlegen. Dadurch wird Deine Rückmeldung genauer und fairer.
Beobachtungsauftrag zum Video: Notiere während des Videos zu mindestens vier der sieben Kriterien je einen Tipp. Prüfe anschließend, ob der Tipp wirklich zu dem Kriterium passt, dem Du ihn zugeordnet hast.
Aufbau: Gibt es einen roten Faden?
Ein guter Aufbau hilft dem Publikum zu verstehen, wo es sich gerade in der Präsentation befindet. Häufig besteht eine Präsentation aus Einleitung, Hauptteil und Schluss.
In der Einleitung sollte deutlich werden, worum es geht. Ein guter Einstieg kann zum Beispiel eine Frage, ein Bild, ein überraschender Fakt oder eine kurze Alltagssituation sein.
Im Hauptteil werden die wichtigsten Informationen in einer sinnvollen Reihenfolge erklärt. Dabei hilft ein roter Faden: Jede neue Information sollte erkennbar mit dem Thema zusammenhängen.
Im Schluss werden die wichtigsten Gedanken gebündelt. Eine Leitfrage aus der Einleitung kann beantwortet, ein Ergebnis zusammengefasst oder ein Ausblick gegeben werden.
Darauf kannst Du achten:
| Beobachtungsfrage | Woran erkennst Du es? |
|---|---|
| Ist das Thema am Anfang klar? | Titel, Leitfrage oder eindeutige Einführung |
| Gibt es eine nachvollziehbare Reihenfolge? | Die Informationen bauen aufeinander auf. |
| Werden Übergänge deutlich? | Formulierungen wie „Als Nächstes…“, „Dazu passt…“ oder „Zum Schluss…“ |
| Hat die Präsentation einen Abschluss? | Zusammenfassung, Antwort auf die Leitfrage oder Ausblick |
Beispiel für konkretes Feedback: „Du hast am Anfang erklärt, welche drei Punkte kommen. Dadurch konnte ich dem Hauptteil gut folgen. Am Schluss könntest Du die drei Punkte noch einmal kurz zusammenführen.“
Verständlichkeit: Kann das Publikum gut folgen?
Verständlichkeit bedeutet, dass die Zuhörenden den Inhalt ohne unnötige Schwierigkeiten nachvollziehen können. Dabei kommt es nicht darauf an, alles möglichst einfach zu machen. Entscheidend ist, dass neue Begriffe, Zusammenhänge und Beispiele so erklärt werden, dass die Zielgruppe sie verstehen kann.
Du kannst beobachten, ob Fachbegriffe erklärt werden, ob Beispiele vorkommen, ob wichtige Aussagen hervorgehoben werden und ob einzelne Gedanken miteinander verbunden werden.
Hilfreiche Fragen:
| Frage | Gute Hinweise |
|---|---|
| Werden neue Begriffe erklärt? | Kurze Definition oder Beispiel |
| Gibt es anschauliche Beispiele? | Bezug zum Alltag oder bekannte Situationen |
| Ist die Informationsmenge passend? | Nicht zu viele neue Gedanken auf einmal |
| Wird Wichtiges wiederholt oder zusammengefasst? | Kernaussagen werden deutlich markiert |
Beispiel: Statt nur zu sagen „Bestäubung ist wichtig“, könnte eine Präsentation erklären: „Wenn eine Biene Blütenstaub von einer Blüte zur nächsten trägt, kann daraus später eine Frucht entstehen.“
Sprache: Sind die Formulierungen passend und klar?
Beim Kriterium Sprache untersuchst Du, wie gesprochen wird. Gute Präsentationssprache ist verständlich, sachlich und passend für die Zielgruppe. Sie muss nicht kompliziert klingen.
Achte besonders auf kurze, klare Sätze, treffende Wörter, erklärte Fachbegriffe, verständliche Übergänge und möglichst wenig unnötige Füllwörter.
Eine Präsentation wirkt oft verständlicher, wenn die Vortragenden Inhalte in eigenen Worten erklären. Das reine Vorlesen langer Texte erschwert häufig den Kontakt zum Publikum.
| Weniger hilfreich | Besser |
|---|---|
| „Ähm, also, irgendwie geht es jetzt um…“ | „Als Nächstes zeige ich Euch, warum das wichtig ist.“ |
| „Wie man auf der Folie sieht…“ | „Dieses Diagramm zeigt, dass die Zahl im Sommer besonders hoch ist.“ |
| sehr lange Schachtelsätze | kurze Sätze mit einer klaren Aussage |
| Fachwort ohne Erklärung | Fachwort und kurze Erklärung |
Feedbackbeispiel: „Du hast den Fachbegriff sofort mit einem Beispiel erklärt. Dadurch konnte ich ihn mir gut merken.“
Stimme: Ist der Vortrag gut hörbar und abwechslungsreich?
Die Stimme transportiert nicht nur Wörter. Lautstärke, Sprechtempo, Betonung und Pausen beeinflussen, wie gut ein Vortrag verstanden wird.

Achte auf vier Bereiche:
| Bereich | Beobachtung |
|---|---|
| Lautstärke | Ist die Stimme auch weiter hinten im Raum gut hörbar? |
| Tempo | Wird weder so schnell gesprochen, dass Informationen verloren gehen, noch unnötig langsam? |
| Betonung | Werden wichtige Wörter oder Aussagen hörbar hervorgehoben? |
| Pausen | Gibt es kurze Pausen, damit das Publikum Gedanken verarbeiten kann? |
Videoauftrag: Beobachte nur die Stimme. Notiere je ein Beispiel dafür, wie Lautstärke, Tempo, Betonung oder Pause verändert werden können. Übertrage danach einen Tipp auf eine eigene 30-Sekunden-Präsentation.
Feedbackbeispiel: „Du hast laut und deutlich gesprochen. An zwei Stellen bist Du sehr schnell geworden. Eine kurze Pause nach der wichtigsten Aussage würde sie stärker wirken lassen.“
Körpersprache: Was zeigen Haltung, Blick, Mimik und Gestik?
Körpersprache umfasst sichtbare Signale wie Körperhaltung, Blickkontakt, Mimik, Gestik und Bewegungen im Raum. Sie sollte den Inhalt unterstützen und nicht davon ablenken.

Ein wichtiger Teil ist der Blickkontakt. Wer immer nur auf den Bildschirm, die Karteikarten oder den Boden schaut, verliert leichter die Verbindung zum Publikum.

Achte darauf:
| Beobachtungsbereich | Leitfrage |
|---|---|
| Haltung | Steht die Person stabil und offen? |
| Blick | Wandert der Blick durch den Raum und erreicht verschiedene Zuhörende? |
| Mimik | Passt der Gesichtsausdruck zur Aussage? |
| Gestik | Unterstützen Handbewegungen die Erklärung? |
| Bewegung | Ist Bewegung bewusst und passend statt hektisch oder starr? |
Videoauftrag: Wähle drei kurze Stellen aus dem Video aus. Beschreibe jeweils zuerst nur, was Du siehst. Formuliere erst danach, welche Wirkung die Haltung, der Blick oder die Gestik auf Dich hat.
Feedbackbeispiel: „Du hast beim Erklären des Diagramms kurz zum Bild gezeigt und danach wieder ins Publikum geschaut. Dadurch wusste ich, worauf ich achten sollte.“
Medien: Unterstützen Bilder, Folien und andere Hilfsmittel den Inhalt?
Medien sollen eine Präsentation verständlicher machen. Ein Bild, eine Folie, ein Gegenstand, ein Plakat oder ein Diagramm ist dann sinnvoll, wenn es dem Publikum hilft, etwas schneller, genauer oder anschaulicher zu verstehen.

Bei digitalen Folien kannst Du auf folgende Punkte achten:
| Kriterium | Prüffrage |
|---|---|
| Lesbarkeit | Ist die Schrift groß genug und gut erkennbar? |
| Textmenge | Zeigt die Folie nur das, was wirklich gebraucht wird? |
| Bildfunktion | Erklärt das Bild etwas oder ist es nur Dekoration? |
| Ordnung | Sind Überschrift, Text und Bild übersichtlich angeordnet? |
| Einheitlichkeit | Wirken Schriftarten, Größen und Gestaltung zusammengehörig? |
| Quellen | Ist nachvollziehbar, woher fremde Bilder, Daten oder Texte stammen? |
Datei:Microsoft Powerpoint Example.pdf
Analyseauftrag zur Beispielpräsentation: Untersuche an mindestens zwei Folien ausschließlich die Gestaltung. Was ist gut lesbar? Wo ist viel oder wenig Text? Wie werden Überschriften und Bilder eingesetzt? Formuliere danach einen Top und einen Tipp.
Rechtssicher arbeiten: Verwende für eigene Präsentationen möglichst selbst erstellte Medien oder Inhalte mit klarer Nutzungserlaubnis, zum Beispiel Medien aus Wikimedia Commons. Bei freien Medien musst Du die jeweilige Lizenz und die verlangten Angaben auf der Dateibeschreibungsseite beachten.
Zeit: Passt der Umfang zur verfügbaren Präsentationszeit?
Eine gute Präsentation nutzt die vereinbarte Zeit sinnvoll. Das bedeutet nicht, jede Sekunde auszureizen. Wichtig ist, dass Einleitung, Hauptteil und Schluss in einem passenden Verhältnis stehen und wichtige Inhalte genug Raum bekommen.

Achte auf diese Fragen:
| Beobachtungsfrage | Möglicher Hinweis |
|---|---|
| Beginnt die Präsentation ohne lange Verzögerung? | Technik und Material sind vorbereitet. |
| Bleibt genug Zeit für den Hauptteil? | Die Einleitung ist interessant, aber nicht zu lang. |
| Werden unwichtige Einzelheiten gekürzt? | Der Schwerpunkt bleibt auf den Kernideen. |
| Gibt es einen echten Schluss? | Die Zeit reicht noch für Zusammenfassung oder Ergebnis. |
| Wird der vereinbarte Rahmen eingehalten? | Der Vortrag ist weder deutlich zu kurz noch deutlich zu lang. |
Feedbackbeispiel: „Du hast die fünf Minuten eingehalten. Der Schluss dauerte aber nur wenige Sekunden. Wenn Du im Hauptteil ein Beispiel kürzt, bleibt mehr Zeit für die Zusammenfassung.“
Modellpräsentationen untersuchen
In diesem Abschnitt untersuchst Du zwei erfundene Modellpräsentationen. Dadurch kannst Du Kriterien anwenden, ohne zuerst eine echte Person aus Deiner Klasse beurteilen zu müssen.
Modellpräsentation A: Warum Bienen wichtig sind
Situation: Eine Schülerin hält eine vierminütige Präsentation vor ihrer Klasse.
| Teil | Inhalt der Folie | Vortrag |
|---|---|---|
| Folie 1 | Titel „Warum Bienen wichtig sind“ und ein großes Foto einer Biene auf einer Blüte | „Stellt Euch vor, im Supermarkt gäbe es plötzlich viel weniger Obst. Was könnten Bienen damit zu tun haben?“ |
| Folie 2 | Überschrift „Bestäubung“ und drei Stichwörter: Blüte – Pollen – Frucht | Die Schülerin erklärt den Weg mit eigenen Worten und zeigt kurz auf das Bild. |
| Folie 3 | Kleine Grafik mit drei Gefahren: Lebensraumverlust, Nahrungsmangel, Pflanzenschutzmittel | Sie erklärt zu jedem Punkt ein kurzes Beispiel und spricht deutlich. |
| Folie 4 | Überschrift „Was können wir tun?“ und drei Ideen | Sie fasst zusammen und greift die Frage vom Anfang wieder auf. |
Beobachtungen: Die Schülerin schaut meistens in die Klasse, spricht gut hörbar und nutzt ungefähr vier Minuten. Auf Folie 3 sind die Beschriftungen der Grafik allerdings relativ klein.
Deine Analyse: Entscheide für jedes der sieben Kriterien, was bereits gelungen ist und welcher nächste Schritt sinnvoll wäre. Verwende mindestens drei genaue Belege aus der Beschreibung.
Modellpräsentation B: Mein Lieblingstier, der Delfin
Situation: Ein Schüler hält eine dreiminütige Präsentation.
| Teil | Beobachtung |
|---|---|
| Start | Er beginnt sofort mit „Also, ich habe Delfine genommen“ und nennt kein Ziel. |
| Folien | Auf vier Folien stehen jeweils mehrere lange Absätze. Zwei Bilder sind sehr klein. |
| Sprache | Er liest viele Sätze direkt ab und verwendet mehrfach „ähm“ und „halt“. |
| Stimme | Er spricht leise und an manchen Stellen sehr schnell. |
| Körpersprache | Er schaut oft zum Bildschirm und selten in den Raum. |
| Zeit | Nach zweieinhalb Minuten sagt er überraschend „Das war’s“. |
Wichtig: Diese Präsentation ist kein Beispiel für „schlecht“. Sie zeigt mehrere konkrete Ansatzpunkte zum Weiterlernen.
Ein hilfreiches Feedback könnte lauten: „Deine vier Folien enthalten viele Informationen. Beim Zuhören musste ich gleichzeitig lange Texte lesen und Dir zuhören. Wenn Du die Sätze auf wenige Stichwörter kürzt, kannst Du häufiger in die Klasse schauen und freier erklären.“
Modellvergleich
Vergleiche Modell A und Modell B mit derselben Tabelle. Dadurch vermeidest Du, dass Du bei verschiedenen Personen mit unterschiedlichen Maßstäben arbeitest.
| Kriterium | Modell A | Modell B | Beleg |
|---|---|---|---|
| Aufbau | klar erkennbar | teilweise erkennbar | A beginnt mit einer Frage und greift sie am Schluss auf; B startet ohne Einführung. |
| Verständlichkeit | überwiegend klar | teilweise schwierig | A erklärt mit Beispielen; B liest mehrere längere Texte vor. |
| Sprache | eigene Worte und klare Übergänge | viele abgelesene Sätze | Beschreibung der Vorträge |
| Stimme | gut hörbar | teilweise leise und schnell | Beschreibung der Vorträge |
| Körpersprache | häufiger Blick ins Publikum | häufiger Blick zum Bildschirm | Beschreibung der Vorträge |
| Medien | überwiegend passend | zu textreich | Folienbeschreibungen |
| Zeit | passend genutzt | eher knapp | vier Minuten gegenüber etwa zweieinhalb Minuten |
Kriterienraster für Präsentationen
Mit einem Kriterienraster beobachtest Du gezielt. Kreuze nicht einfach schnell etwas an. Notiere zu wichtigen Punkten einen Beleg.
| Kriterium | Klar erkennbar | Teilweise erkennbar | Nächster Lernschritt | Mein Beleg |
|---|---|---|---|---|
| Aufbau | Einstieg, nachvollziehbare Reihenfolge und Schluss bilden einen roten Faden. | Einzelne Teile sind erkennbar, aber Übergänge fehlen teilweise. | Reihenfolge deutlicher ankündigen und Schluss vorbereiten. | |
| Verständlichkeit | Begriffe, Beispiele und Zusammenhänge sind gut nachvollziehbar. | Einzelne Stellen bleiben unklar. | schwierige Begriffe erklären und Beispiele ergänzen. | |
| Sprache | klare Sätze, passende Wörter, überwiegend eigene Formulierungen. | teilweise abgelesen oder unnötig kompliziert. | kürzer und freier formulieren. | |
| Stimme | gut hörbar, angemessenes Tempo, passende Pausen und Betonung. | Lautstärke oder Tempo schwanken ungünstig. | eine Stimmeigenschaft gezielt trainieren. | |
| Körpersprache | Haltung, Blick und Gestik unterstützen den Vortrag. | einzelne Signale wirken unsicher oder wenig passend. | zum Beispiel Blickkontakt oder ruhigen Stand gezielt üben. | |
| Medien | gut lesbar, übersichtlich und inhaltlich nützlich. | teilweise zu voll, klein oder wenig erklärt. | Folien vereinfachen und Medien bewusster einbinden. | |
| Zeit | vereinbarter Rahmen wird sinnvoll genutzt. | einzelne Teile sind deutlich zu kurz oder zu lang. | Zeit beim Üben messen und Inhalte gewichten. |
Tipp: Beobachte bei einer ersten Übung nicht alle Kriterien gleichzeitig. Eine Gruppe kann zum Beispiel nur auf Stimme achten, eine andere nur auf Medien. Anschließend werden die Beobachtungen zusammengeführt.
Konkretes Feedback formulieren

Gutes Feedback ist konkret, respektvoll, kriterienbezogen und hilfreich. Es beschreibt zuerst etwas Beobachtbares und gibt danach einen sinnvollen nächsten Schritt.
Eine einfache Formel für Klasse 6 lautet:
| Schritt | Satzstarter |
|---|---|
| Top | „Besonders gelungen fand ich…, weil…“ |
| Beleg | „Ich habe beobachtet, dass…“ |
| Wirkung | „Dadurch konnte ich…“ |
| Tipp | „Beim nächsten Mal könntest Du…“ |
| Nächster Schritt | „Probiere beim Üben zuerst…“ |

Unkonkret: „War gut.“
Konkret: „Du hast am Anfang eine Frage gestellt und danach die drei Teile angekündigt. Dadurch wusste ich sofort, was mich erwartet.“
Unhilfreich: „Du redest komisch.“
Hilfreich: „An mehreren Stellen hast Du sehr schnell gesprochen. Wenn Du nach jeder wichtigen Aussage kurz pausierst, kann ich Dir leichter folgen.“
Zu persönlich: „Du bist total unsicher.“
Kriterienbezogen: „Du hast häufig auf den Boden geschaut. Wenn Du den Blick nach jedem Stichpunkt wieder ins Publikum richtest, entsteht mehr Kontakt.“
Feedback zu jedem Kriterium
| Kriterium | Beispiel für konkretes Feedback |
|---|---|
| Aufbau | „Die drei Hauptpunkte waren klar geordnet. Im Schluss könntest Du die Leitfrage noch ausdrücklich beantworten.“ |
| Verständlichkeit | „Dein Beispiel mit dem Fahrrad hat mir den Begriff erklärt. Beim zweiten Fachwort fehlte mir noch so ein Beispiel.“ |
| Sprache | „Du hast überwiegend kurze Sätze verwendet. Zwei längere Definitionen könntest Du in eigene Worte übertragen.“ |
| Stimme | „Du warst gut hörbar. Nach der Grafik-Erklärung wäre eine kurze Pause hilfreich.“ |
| Körpersprache | „Beim Einstieg hast Du in die Klasse geschaut. Während Folie 2 war Dein Blick fast nur auf dem Bildschirm.“ |
| Medien | „Das große Foto hat den Inhalt unterstützt. Die Beschriftung der Grafik war aus der letzten Reihe schwer lesbar.“ |
| Zeit | „Die vier Minuten wurden eingehalten. Für den Schluss blieb wenig Zeit; ein Beispiel im Hauptteil könnte kürzer sein.“ |
Eigenes, Peer- und KI-Feedback vergleichen
Rückmeldungen können aus verschiedenen Quellen kommen. Keine Quelle ist automatisch immer die beste. Entscheidend ist, was beobachtet werden soll und welche Informationen der Rückmeldung zugrunde liegen.

| Art der Rückmeldung | Besondere Stärke | Mögliche Grenze | Besonders geeignet für |
|---|---|---|---|
| Eigenes Feedback | Du kennst Dein Ziel, Deine Vorbereitung und Deine Absicht. | Du bemerkst nicht immer, wie Du auf andere wirkst. | Reflexion nach dem Üben |
| Peer-Feedback | Mitschülerinnen und Mitschüler erleben Dich als echtes Publikum. | Einzelne Rückmeldungen können ungenau oder sehr subjektiv sein. | Wirkung, Verständlichkeit, Stimme, Körpersprache und Medien |
| KI-Feedback | Eine KI kann Text, Gliederung, Stichpunkte oder ein anonymisiertes Kriterienprotokoll schnell vergleichen und Verbesserungsvorschläge formulieren. | Eine KI kann Fehler machen, Informationen erfinden oder Dinge beurteilen, die sie gar nicht gesehen oder gehört hat. | Formulierungen, Strukturprüfung, Vergleich mit einem vorgegebenen Raster |

Wichtig beim KI-Feedback: Eine KI kann nur das untersuchen, was Du ihr tatsächlich gibst. Wenn Du nur einen Vortragstext eingibst, kann sie nicht zuverlässig beurteilen, ob Du Blickkontakt gehalten, deutlich gesprochen oder die Zeit eingehalten hast. Für solche Bereiche brauchst Du eigene Beobachtungen oder Rückmeldungen von Menschen.
Datenschutz für Klasse 6: Lade nicht einfach Videos, Stimmen, Gesichter, vollständige Namen, Schulnamen oder andere persönliche Daten in ein KI-System hoch. Arbeite möglichst mit anonymisierten Texten, Stichpunkten oder einem Kriterienprotokoll und beachte die Regeln Deiner Schule sowie die Hinweise Deiner Lehrkraft.
Drei Rückmeldungen zu derselben Präsentation
Beispielsituation: Eine Schülerin hält eine Präsentation über Vulkane. Sie hat einen klaren Aufbau und gute Bilder. Sie spricht anfangs deutlich, wird am Ende aber schneller. Eine Folie enthält sehr kleine Schrift.
| Perspektive | Beispiel |
|---|---|
| Selbstfeedback | „Ich war am Anfang ruhig. Beim letzten Teil hatte ich Angst, nicht rechtzeitig fertig zu werden, deshalb wurde ich schneller.“ |
| Peer-Feedback | „Den Aufbau konnte ich gut verfolgen. Am Ende war Dein Tempo deutlich höher. Auf der letzten Folie konnte ich zwei Begriffe von hinten kaum lesen.“ |
| KI-Feedback auf Basis eines anonymisierten Protokolls | „Im Protokoll werden ein klarer Aufbau und passende Bilder als Stärke genannt. Als nächste Schritte passen eine größere Schrift auf der letzten Folie und ein langsameres Sprechtempo im Schluss.“ |
Vergleich: Das Selbstfeedback erklärt hier die innere Ursache. Das Peer-Feedback liefert die Publikumswirkung. Das KI-Feedback kann vorhandene Beobachtungen ordnen und in nächste Schritte umformulieren. Erst gemeinsam entsteht ein besonders vollständiges Bild.
KI-Feedback sinnvoll anfordern
Ein guter Arbeitsauftrag an eine KI sollte das Kriterienraster enthalten und klar sagen, welche Informationen vorliegen.
Beispielauftrag: „Du erhältst ein anonymisiertes Beobachtungsprotokoll zu einer Präsentation. Ordne jede Beobachtung einem der Kriterien Aufbau, Verständlichkeit, Sprache, Stimme, Körpersprache, Medien oder Zeit zu. Formuliere anschließend zwei Stärken und zwei konkrete nächste Schritte. Erfinde keine Beobachtungen, die nicht im Protokoll stehen.“
Prüfe anschließend:
- Stützt sich die KI wirklich auf die vorliegenden Beobachtungen?
- Hat sie ein Kriterium verwechselt?
- Hat sie etwas ergänzt, das niemand beobachtet hat?
- Ist der Tipp für die Vortragende Person tatsächlich umsetzbar?
- Würdest Du das Feedback in dieser Form einem Mitschüler respektvoll geben?
Ein sinnvoller Feedback-Ablauf
Ein guter Analyseprozess kann in sieben Schritten ablaufen:
- Kriterien klären: Vor der Präsentation weißt Du, worauf Du achten sollst.
- Fokus wählen: Beobachte bei Bedarf nur zwei oder drei Kriterien besonders genau.
- Belege notieren: Schreibe kurze, konkrete Beobachtungen auf.
- Raster ausfüllen: Ordne die Belege den Kriterien zu.
- Top und Tipp formulieren: Nenne mindestens eine Stärke und einen nächsten Schritt.
- Rückmeldungen vergleichen: Stelle Selbst-, Peer- und bei Bedarf KI-Feedback gegenüber.
- Verbesserung planen: Entscheide, was bei der nächsten Präsentation konkret ausprobiert wird.
Merksatz: Feedback ist dann besonders wertvoll, wenn daraus eine nächste Handlung entsteht.
Mini-Training: Ein Kriterium nach dem anderen
Du kannst Präsentationskompetenz wie ein Training aufbauen. Statt alles gleichzeitig verbessern zu wollen, übst Du einzelne Bereiche.
| Trainingsrunde | Aufgabe | Beobachtung |
|---|---|---|
| Aufbau | Erkläre ein Thema in 45 Sekunden mit Anfang, Mitte und Schluss. | Ist eine klare Reihenfolge hörbar? |
| Verständlichkeit | Erkläre einen Fachbegriff ohne das Fachwort zuerst zu nennen. | Wird die Erklärung durch ein Beispiel klar? |
| Stimme | Sprich denselben Satz einmal zu schnell und einmal passend. | Welche Version ist leichter zu verstehen? |
| Körpersprache | Erkläre drei Stichpunkte und blicke nach jedem Stichpunkt wieder ins Publikum. | Wirkt der Kontakt stärker? |
| Medien | Vergleiche eine überfüllte mit einer reduzierten Folie. | Welche Information erkennst Du schneller? |
| Zeit | Halte einen 60-Sekunden-Kurzvortrag. | Passen Inhalt und Zeit zusammen? |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welches Feedback ist am stärksten kriterienbezogen? (Du hast am Ende sehr schnell gesprochen; eine Pause vor dem Schlusssatz könnte helfen.) (!Du bist einfach kein guter Redner.) (!Das war irgendwie komisch.) (!Mir hat es nicht gefallen.)
Woran erkennst Du einen klaren Aufbau? (Einleitung, Hauptteil und Schluss sind sinnvoll miteinander verbunden.) (!Jede Folie hat eine andere Schriftart.) (!Der Vortrag enthält möglichst viele Fachwörter.) (!Die Präsentation dauert besonders lange.)
Was gehört vor allem zum Kriterium Verständlichkeit? (Neue Begriffe werden erklärt und durch passende Beispiele verdeutlicht.) (!Die Vortragende Person trägt farbige Schuhe.) (!Die Datei wurde mit einem bestimmten Programm erstellt.) (!Die Präsentation hat besonders viele Animationen.)
Welche Beobachtung gehört am besten zum Kriterium Stimme? (Die Lautstärke ist gut hörbar und das Sprechtempo passt.) (!Die Folie enthält drei Bilder.) (!Die Reihenfolge der Themen ist klar.) (!Die Präsentation beginnt mit einer Frage.)
Welche Beobachtung gehört zur Körpersprache? (Die Person hält Blickkontakt und nutzt passende Gestik.) (!Die Folie enthält eine Quellenangabe.) (!Der Schluss fasst die Ergebnisse zusammen.) (!Ein Fachbegriff wird erklärt.)
Wann unterstützt ein Medium die Präsentation besonders gut? (Wenn es eine Aussage verständlicher oder anschaulicher macht.) (!Wenn jede freie Stelle auf der Folie gefüllt wird.) (!Wenn möglichst viele Effekte gleichzeitig laufen.) (!Wenn der gesamte Vortragstext auf der Folie steht.)
Was ist beim Kriterium Zeit wichtig? (Der vereinbarte Zeitrahmen wird sinnvoll genutzt.) (!Jede Präsentation muss genau zehn Minuten dauern.) (!Die Einleitung muss länger als der Hauptteil sein.) (!Die Präsentation soll möglichst schnell beendet werden.)
Welche Stärke hat Peer-Feedback? (Mitschülerinnen und Mitschüler erleben die Präsentation als echtes Publikum.) (!Peer-Feedback ist immer vollständig objektiv.) (!Peer-Feedback braucht keine Kriterien.) (!Peer-Feedback kann keine Wirkung beschreiben.)
Welche Aussage zu KI-Feedback ist richtig? (Eine KI sollte nur Bereiche beurteilen, zu denen sie ausreichende Informationen erhalten hat.) (!Eine KI erkennt immer zuverlässig Blickkontakt aus einem Vortragstext.) (!Eine KI macht niemals Fehler.) (!Eine KI-Rückmeldung muss nicht überprüft werden.)
Welche Reihenfolge führt am ehesten zu hilfreichem Feedback? (Beobachtung beschreiben, Wirkung erklären und einen konkreten nächsten Schritt vorschlagen.) (!Person bewerten, Vermutung äußern und Thema wechseln.) (!Nur eine Note nennen und keine Begründung geben.) (!Zuerst kritisieren und danach das Kriterium suchen.)
Memory
| Roter Faden | nachvollziehbare Reihenfolge |
| Verständlichkeit | erklärte Begriffe |
| Stimmführung | Lautstärke und Tempo |
| Blickkontakt | Verbindung zum Publikum |
| Medieneinsatz | unterstützende Visualisierung |
| Zeitrahmen | passender Umfang |
| Rückmeldung | konkreter nächster Schritt |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Gliederung | Aufbau |
| Fachbegriffe | Verständlichkeit |
| Sprechtempo | Stimme |
| Gestik | Körpersprache |
| Folienlesbarkeit | Medien |
Kreuzworträtsel
| Gliederung | Wie nennt man die geordnete Struktur einer Präsentation? |
| Blickkontakt | Wie heißt der sichtbare Kontakt zwischen Vortragenden und Publikum? |
| Lautstärke | Welche Eigenschaft der Stimme entscheidet mit darüber, ob man gut gehört wird? |
| Gestik | Wie nennt man unterstützende Bewegungen mit Händen und Armen? |
| Medien | Welcher Sammelbegriff umfasst Folien, Bilder, Plakate und Videos? |
| Zeitrahmen | Wie nennt man die vereinbarte Dauer, in der eine Präsentation stattfinden soll? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Kriterien-Suchauftrag: Sieh Dir eine kurze Modellpräsentation oder eine von der Lehrkraft ausgewählte Präsentation an und notiere zu drei Kriterien je eine konkrete Beobachtung.
- Folien-Check: Vergleiche zwei Folien und markiere, welche schneller verstanden werden kann. Begründe Deine Entscheidung mit Lesbarkeit, Textmenge und Bildfunktion.
- Stimmen-Test: Nimm nur Deine Stimme für einen 30-Sekunden-Text lokal auf und probiere zwei verschiedene Sprechtempi. Entscheide, welches besser verständlich ist.
- Top-und-Tipp: Formuliere zu einer erfundenen Präsentationsbeschreibung einen Top und einen Tipp, die sich eindeutig auf ein Kriterium beziehen.
Standard
- Kriterienraster anwenden: Untersuche eine dreiminütige Präsentation mit dem vollständigen Sieben-Kriterien-Raster und belege mindestens fünf Einträge mit Beobachtungen.
- Feedback-Dreieck: Präsentiere eine Minute lang ein einfaches Thema. Vergleiche danach Deine Selbsteinschätzung mit dem Peer-Feedback einer Mitschülerin oder eines Mitschülers.
- Folien überarbeiten: Gestalte eine absichtlich überfüllte Folie so um, dass sie eine klare Kernaussage, wenig Text und ein passendes Bild enthält. Erkläre Deine Änderungen.
- Zeit-Challenge: Plane einen zweiminütigen Kurzvortrag mit Einleitung, Hauptteil und Schluss. Miss die Zeit bei zwei Probedurchläufen und passe Deinen Inhalt an.
Schwer
- Feedback vergleichen: Lass ein anonymisiertes Beobachtungsprotokoll zusätzlich von einer KI nach dem Kriterienraster ordnen. Vergleiche KI-Rückmeldung, Peer-Feedback und Deine Selbsteinschätzung und markiere Übereinstimmungen sowie Unterschiede.
- Feedbackqualität prüfen: Sammle fünf Rückmeldungen zu einer Präsentation. Ordne sie in hilfreich, teilweise hilfreich und unklar ein und begründe Deine Entscheidung mit Merkmalen guten Feedbacks.
- Modellpräsentation produzieren: Entwickle zu einem Unterrichtsthema eine kurze Modellpräsentation mit drei bis fünf Folien. Plane bewusst Aufbau, Sprache, Stimme, Körpersprache, Medien und Zeit und bitte anschließend um kriterienbezogenes Feedback.
- Präsentations-Coaching: Arbeitet zu dritt. Eine Person präsentiert, eine beobachtet Stimme und Körpersprache, eine untersucht Aufbau und Medien. Führt danach ein zweiminütiges Coaching durch und plant einen konkreten nächsten Versuch.


Lernkontrolle
- Präsentationsanalyse: Du beobachtest eine Präsentation mit klaren Folien und gutem Blickkontakt, aber ohne erkennbaren Schluss. Erkläre, warum eine insgesamt positive Wirkung nicht bedeutet, dass alle Kriterien erfüllt sind, und formuliere einen passenden nächsten Schritt.
- Kriterienkonflikt: Eine Folie sieht sehr schön aus, enthält aber so kleine Schrift, dass die letzte Reihe nichts lesen kann. Entscheide, welches Kriterium wichtiger ist als die dekorative Gestaltung und begründe Deine Entscheidung aus Sicht des Publikums.
- Feedbacktransfer: Formuliere aus der Beobachtung „Die Person schaut während fast des gesamten Vortrags auf ihre Karteikarten“ erst eine Wirkung und danach einen konkreten Tipp. Erkläre, warum Deine Formulierung hilfreicher ist als eine persönliche Bewertung.
- Zeit und Aufbau: Eine Präsentation dauert fünf Minuten. Nach vier Minuten ist der Hauptteil noch nicht beendet. Entwickle zwei unterschiedliche Möglichkeiten, den Vortrag zu verbessern, ohne die zentrale Aussage zu verlieren.
- Selbstbild und Fremdbild: Eine Schülerin findet, sie habe sehr leise gesprochen. Zwei Peers schreiben, die Lautstärke sei gut gewesen, aber das Sprechtempo am Ende zu hoch. Erkläre, wie aus den verschiedenen Rückmeldungen ein sinnvoller Trainingsplan entstehen kann.
- KI-Rückmeldung prüfen: Eine KI behauptet nach dem Lesen des Vortragstextes, die Person habe sicheren Blickkontakt gehalten. Erkläre, warum diese Aussage nicht ausreichend begründet ist, und formuliere einen besseren KI-Arbeitsauftrag.
- Medienentscheidung: Für einen Vortrag über ein Tier stehen ein langer Text, ein Diagramm, ein Foto und ein kurzer selbst formulierter Merksatz zur Verfügung. Entscheide, welche Elemente auf eine Folie gehören könnten und welche besser gesprochen werden. Begründe Deine Auswahl.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Kriterien aufzählen kannst, sondern sie anwenden kannst.
- Du kannst die sieben Kriterien Aufbau, Verständlichkeit, Sprache, Stimme, Körpersprache, Medien und Zeit unterscheiden.
- Du kannst zu einer Beobachtung das passende Kriterium nennen und Deine Zuordnung begründen.
- Du kannst mindestens fünf konkrete Beobachtungen aus einer Präsentation notieren.
- Du kannst aus Beobachtung und Wirkung ein respektvolles, umsetzbares Feedback formulieren.
- Du kannst eine Stärke und einen nächsten Lernschritt mit einem Kriterienraster belegen.
- Du kannst Selbst-, Peer- und KI-Feedback vergleichen und Grenzen jeder Rückmeldungsform erklären.
- Du kannst aus mehreren Rückmeldungen einen konkreten Verbesserungsplan für eine nächste Präsentation entwickeln.
OERs zum Thema
Weitere frei zugängliche beziehungsweise offen lizenzierte Materialien können zur Vertiefung genutzt werden:
- Jugend präsentiert – Materialsuche: Materialien zu Aufbau, Medieneinsatz, Stimme, Körpersprache, Feedback und Bewertung; bei den Materialien die jeweils angegebene Creative-Commons-Lizenz beachten.
- Wikimedia Commons: freie und frei lizenzierte Bilder, Grafiken, Präsentationsbeispiele und Symbole; die jeweilige Lizenz steht auf der Dateibeschreibungsseite.
- Präsentation
- Referat
- Feedback
- Körpersprache
- Medienkompetenz
- Künstliche Intelligenz
Hinweis zu den Medien dieses aiMOOCs: Die eingebundenen Wikimedia-Commons-Dateien verweisen auf ihre jeweiligen Dateibeschreibungsseiten mit Urheber- und Lizenzangaben. Bei einer Weiterverwendung außerhalb dieses aiMOOCs müssen die dort genannten Lizenzbedingungen eingehalten werden.
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