D6 M - Gedichte kreativ gestalten

D6 M - Gedichte kreativ gestalten
Einleitung
In diesem aiMOOC lernst Du, Gedichte nicht nur zu lesen, sondern selbst kreativ zu gestalten. Du arbeitest auf dem M-Niveau der Klasse 6: Du erkennst grundlegende Gestaltungsmittel wie Vers, Strophe, Reim, Rhythmus, Vergleich und Metapher und setzt sie beim eigenen Schreiben bewusst ein. Besonders wichtig ist der Zusammenhang von Gestaltung und Wirkung: Eine kleine Veränderung an Perspektive, Stimmung, Wortwahl, Reim oder Strophenbau kann ein Gedicht ganz anders klingen lassen.
Dieser Lernweg orientiert sich am Bildungsplan Deutsch für die Klassen 5/6 der Sekundarstufe I in Baden-Württemberg. Dort gehören auf M-Niveau unter anderem Reim, Rhythmus, sprachliche Bilder, Vers und Strophe zum Fachwortschatz; außerdem werden produktionsorientierte Verfahren zur Texterschließung genutzt. Bildungsplan Baden-Württemberg: Deutsch 5/6 – Literarische Texte

Ein Notizbuch ist ein guter Startpunkt für eigene Wortideen. Das Bild auf Wikimedia Commons steht unter CC0.
Deine Lernziele
Am Ende kannst Du ein kurzes Gedicht eigenständig planen, verändern, schreiben, vortragen und überarbeiten. Du kannst außerdem erklären, warum Du bestimmte Wörter, Reime, Bilder oder Strophen gewählt hast.
| Bereich | Das kannst Du danach |
|---|---|
| Ideen entwickeln | Du sammelst eigene Wörter, Bilder, Geräusche und Gefühle, bevor Du digitale Hilfen oder KI nutzt. |
| Gedichte verändern | Du veränderst Perspektive, Stimmung, Wörter, Reime oder Strophen und beobachtest die Wirkung. |
| Eigene Gedichte schreiben | Du verfasst kurze Gedichte mit einer erkennbaren Gestaltungsidee. |
| Überarbeiten | Du nutzt Rückmeldungen, um Bedeutung, Klang und Verständlichkeit gezielt zu verbessern. |
| Reflektieren | Du begründest Deine Entscheidungen und prüfst fremde oder KI-generierte Vorschläge auf Bedeutung und Originalität. |
Was macht ein Gedicht gestaltbar?
Ein Gedicht besteht häufig aus kurzen, bewusst gesetzten Zeilen. Eine solche Zeile heißt Vers. Mehrere Verse können zu einer Strophe zusammengefasst werden. Gedichte müssen sich nicht reimen. Wenn sie Reime verwenden, kann die Reihenfolge der Reimwörter ein Reimschema bilden. Beim Schreiben sind jedoch nicht nur Formbegriffe wichtig: Entscheidend ist, welche Wirkung Deine sprachlichen Entscheidungen erzeugen.
Schreiben verändert sich technisch – vom Federkiel bis zum Tablet. Die kreative Entscheidung bleibt bei Dir. Die Datei ist gemeinfrei.
Fünf Stellschrauben für kreative Veränderungen
- Perspektive: Wer spricht? Ein Kind, ein Tier, ein Gegenstand, der Regen, ein Schulranzen oder eine Straßenlaterne können denselben Moment unterschiedlich erleben.
- Stimmung: Wirkt die Situation heiter, gespannt, traurig, geheimnisvoll, ruhig oder wütend? Wortwahl, Satzlänge, Klang und Pausen beeinflussen die Stimmung.
- Wortwahl: Ein Verb wie „gehen“ wirkt anders als „schleichen“, „stapfen“, „hüpfen“ oder „rasen“. Genaue Wörter erzeugen deutlichere Bilder.
- Reim: Reime können Verse verbinden und einprägsam machen. Ein Gedicht darf aber auch ohne Reim funktionieren, wenn Klang und Bedeutung überzeugen.
- Strophe: Durch neue Strophen kannst Du einen Gedanken ordnen, eine Wendung vorbereiten oder einen deutlichen Schluss setzen.
Modellgedicht: Ausgangstext
Das folgende Modellgedicht wurde für diesen aiMOOC neu verfasst. Du darfst es verändern und als Schreibanlass verwenden.
| Pausenhof im Regen |
|---|
| Der Regen klopft ans Hallendach, der graue Hof wird spiegelwach. Ein Ball rollt still am Zaun entlang, die Pause klingt heut weich und lang. Dann springt ein Schuh in eine Pfütze, Wasser funkelt bis zur Mütze. Ein Lachen hüpft von Tür zu Tür, und plötzlich leuchtet Grau vor mir. |
Beobachte: Der Text beginnt eher ruhig und grau. In der zweiten Strophe verändert eine Handlung die Stimmung. Dadurch entsteht eine kleine Entwicklung.
Perspektive verändern
Eine Perspektive bestimmt, wer wahrnimmt und spricht. Aus dem Modellgedicht könnte zum Beispiel der Ball sprechen:
| Der Ball erzählt |
|---|
| Ich liege nass am Zaun allein, kein Fuß will heut mein Spieler sein. Dann trifft mich plötzlich ein Schuh im Lauf – ich springe, drehe, wache auf. |
Vergleiche beide Fassungen: Der gleiche Pausenhof wirkt aus Sicht eines Gegenstands persönlicher und überraschender. Ein Perspektivwechsel ist deshalb mehr als das Austauschen von „er“ und „ich“: Wahrnehmungen und Interessen der neuen Stimme müssen passen.
Stimmung verändern
Nimm denselben Ort und wähle eine neue Grundstimmung.
| Stimmung | Passende Wortideen | Mögliche Wirkung |
|---|---|---|
| heiter | glitzern, hüpfen, kichern, hell, leicht | lebendig und freundlich |
| geheimnisvoll | flüstern, Schatten, leise, Spur, verborgen | spannend und rätselhaft |
| traurig | leer, schwer, schweigen, grau, sinken | ruhig und bedrückt |
| wütend | krachen, reißen, stampfen, scharf, wirbeln | laut und angespannt |
Schreibprobe: Formuliere zwei Verse des Modellgedichts so um, dass der Pausenhof geheimnisvoll wirkt. Prüfe anschließend, welche Wörter die neue Stimmung erzeugen.
Wörter genauer wählen
Gute Gedichte entstehen oft beim Überarbeiten. Ersetze allgemeine Wörter durch genauere Verben, Nomen und Adjektive. Aus „Der Regen fällt“ kann je nach Wirkung „Der Regen trommelt“, „Der Regen flüstert“, „Der Regen peitscht“ oder „Der Regen zeichnet Kreise“ werden.
Ein hilfreicher Test lautet: Kann ich die Szene sehen, hören oder fühlen? Wenn ja, ist die Wortwahl häufig anschaulicher.
Reimwerkstatt und Reimkarten
Ein Reim beruht auf Klang. Beim Schreiben darfst Du zuerst sammeln und später entscheiden, welcher Reim wirklich zum Inhalt passt. Ein Reim ist nicht gut, nur weil er formal passt. Wenn der Sinn verdreht wird, solltest Du eine andere Lösung suchen.
| Reimkarte | Wortfamilie zum Ausprobieren | Schreibimpuls |
|---|---|---|
| Licht | Sicht – Pflicht – Gesicht – Gedicht | Was verändert ein Lichtstrahl? |
| Regen | Segen – legen – wegen – bewegen | Was tut Regen mit einem Ort? |
| Nacht | wacht – lacht – sacht – gedacht | Was hörst Du nachts? |
| Wind | Kind – geschwind – blind – sind | Aus wessen Sicht spricht der Wind? |
| Raum | Traum – Baum – Schaum – kaum | Was kann in einem Raum plötzlich anders sein? |
| Zeit | weit – bereit – Kleid – befreit | Wie fühlt sich Zeit an? |
Reimkarten-Spiel: Ziehe gedanklich zwei Reimkarten. Schreibe vier Verse, in denen mindestens zwei Reimwörter vorkommen. Danach streichst Du jeden Reim, der nur wegen des Klangs eingebaut wurde und nicht zur Aussage passt.
Strophen als Bauplan
Strophen können Gedanken ordnen. Du kannst zum Beispiel in der ersten Strophe beobachten, in der zweiten etwas verändern und in der dritten einen Schluss oder eine überraschende Wendung setzen.
| Strophe | Aufgabe im Gedicht | Leitfrage |
|---|---|---|
| Anfang | Situation oder Bild eröffnen | Was ist zu sehen, hören oder fühlen? |
| Mitte | Veränderung oder Kontrast zeigen | Was wird anders? |
| Schluss | Wirkung bündeln oder überraschen | Welcher Gedanke bleibt? |
Hören, Sprechen und Klang
Gedichte wirken nicht nur auf dem Papier. Lautes Lesen hilft Dir, Rhythmus, Pausen, Wiederholungen und schwierige Stellen zu hören. Eine Audioaufnahme ist deshalb ein Werkzeug zur Überarbeitung: Höre Deinen eigenen Text an und markiere Stellen, an denen Du stolperst oder die Wirkung nicht zur gewünschten Stimmung passt.

Ein Mikrofon erinnert daran: Gedichte sind auch Klang. Die Aufnahme auf Wikimedia Commons ist gemeinfrei.
Freie Audioaufnahmen als Hörbeispiele
Höre zunächst auf Tempo, Pausen und Betonung. Du musst das Gedicht nicht vollständig analysieren. Frage Dich vielmehr: Welche Sprechentscheidung verändert die Wirkung?
Joachim Ringelnatz: „Im Park“, gesprochen von Matthias Erfurth. Aufnahme: CC BY-SA 4.0 auf Wikimedia Commons.
Rainer Maria Rilke: „Herbst“, Aufnahme aus der Gesprochenen Wikisource. Aufnahme: CC BY-SA 3.0 auf Wikimedia Commons.
Hörauftrag: Notiere nach jedem Hörbeispiel drei Beobachtungen zu Stimme, Tempo und Pausen. Übertrage anschließend eine passende Idee auf den Vortrag Deines eigenen Gedichts.
Eine eigene Aufnahme erstellen
- Gedichtvortrag: Lies Dein Gedicht einmal neutral und einmal mit bewusst gewählter Stimmung.
- Audioaufnahme: Nimm beide Fassungen mit einem schulisch freigegebenen Gerät oder Aufnahmeprogramm auf.
- Hörvergleich: Entscheide, welche Fassung besser zur Bedeutung passt, und begründe Deine Wahl mit mindestens zwei konkreten Stellen.
Medienimpulse für die Schreibwerkstatt

Alfons Muchas „The Arts: Poetry“ von 1898 ist gemeinfrei. Nutze das Bild nicht zum Nachmalen, sondern als Beobachtungs- und Wortimpuls.
Bildimpuls: Wähle fünf Details, die Du auf dem Bild wahrnimmst. Formuliere zu jedem Detail ein starkes Verb oder eine ungewöhnliche Wortverbindung. Aus diesen zehn Bausteinen entsteht anschließend ein kurzes Bildgedicht.
British Library: „Notebooks and poetry with Joseph Coelho“. Das zugrunde liegende YouTube-Video wurde unter Creative Commons veröffentlicht; die dazugehörige Commons-Dokumentation weist CC BY 3.0 aus. Beobachte besonders, wie aus Notizen durch Auswahl und Überarbeitung ein Gedicht entsteht.
„Gedichte knacken“ von MOOCit: Wiederhole Reim, Strophe, Vers, Rhythmus, Klangmittel und sprachliche Bilder. Nutze das Video als Werkzeugkasten, nicht als Schreibrezept.
Digitale Schreibwerkzeuge
Digitale Werkzeuge können das Überarbeiten erleichtern. Sie sollen Deine eigenen Ideen aber nicht ersetzen. Nutze nur Dienste und Geräte, die an Deiner Schule freigegeben sind, und gib keine persönlichen Daten, vollständigen Namen oder privaten Informationen ein.
| Werkzeug | Sinnvoll für | Lernidee |
|---|---|---|
| Schulische Textverarbeitung | Schreiben, Verschieben, Kommentieren, Versionen vergleichen | Markiere jede Überarbeitung in einer neuen Textfassung. |
| Etherpad oder schulisches Kollaborationstool | Gemeinsames Schreiben in Echtzeit | Jede Person ergänzt nur einen Vers und erklärt anschließend ihre Entscheidung. |
| Book Creator | Text, Bild und eigene Audioaufnahme in einem digitalen Gedichtbuch verbinden | Gestalte eine Seite pro Strophe und sprich den Text selbst ein. |
| Aufnahme-App | Vortrag aufnehmen und anhören | Vergleiche zwei Sprechfassungen mit unterschiedlicher Stimmung. |
Tutorial zu grundlegenden Funktionen von Book Creator. Prüfe vor der Nutzung, ob das Werkzeug von Deiner Schule freigegeben ist.
Kurze Einführung in Etherpad als gemeinsames Schreibwerkzeug. Nutze möglichst eine schulisch bereitgestellte Instanz.
KI beim Gedichteschreiben: erst Du, dann die KI
Künstliche Intelligenz kann Reimwörter, Synonyme oder Varianten vorschlagen. Für diesen aiMOOC gilt aber eine klare Reihenfolge: Zuerst entwickelst Du eigene Ideen. Erst danach darf KI als Prüf- oder Variantenwerkzeug hinzukommen.
Die Eigenidee-KI-Prüfung
| Schritt | Deine Aufgabe | Prüffrage |
|---|---|---|
| Eigenidee | Sammle mindestens fünf eigene Wörter, ein Bild und eine gewünschte Stimmung. | Was möchte ich selbst ausdrücken? |
| Eigener Entwurf | Schreibe zuerst eine kurze Fassung ohne KI. | Welche Stelle ist schon eindeutig meine? |
| KI-Frage | Bitte nur um begrenzte Hilfe, zum Beispiel um drei alternative Verben oder drei mögliche Reimwörter. | Hilft mir der Vorschlag wirklich? |
| Bedeutungsprüfung | Lies jeden Vorschlag im Zusammenhang. | Passt die Bedeutung noch zu meiner Aussage? |
| Originalitätsprüfung | Vergleiche den Vorschlag mit Deinen eigenen Ideen und lehne glatte Standardformulierungen ab. | Klingt das noch nach meinem Gedicht? |
| Entscheidung | Übernimm, verändere oder verwerfe Vorschläge bewusst. | Kann ich erklären, warum ich mich so entschieden habe? |
Wichtig: Eine KI-Ausgabe ist kein Beweis dafür, dass eine Formulierung richtig, passend oder originell ist. Du bleibst Autorin oder Autor Deines Gedichts und trägst die Verantwortung für Auswahl, Bedeutung und Überarbeitung.
Beispiel für einen guten KI-Einsatz
Eigener Vers: „Der Wind geht durch die leere Straße.“
Eigene Vorarbeit: Stimmung = geheimnisvoll; Bildidee = Zeitungspapier dreht sich; eigenes Wort = flüstern.
Mögliche KI-Frage: „Nenne drei Verben für Wind, die geheimnisvoll wirken. Schreibe kein Gedicht.“
Danach prüfst Du jeden Vorschlag. Ein Wort wie „flüstert“ könnte passen, wenn der Wind leise wirken soll. Ein spektakuläres Wort wäre dagegen ungeeignet, wenn es die ruhige Stimmung zerstört. Die Entscheidung entsteht aus Deiner Absicht, nicht aus der KI-Ausgabe.
Schreibwerkstatt: Vom Entwurf zum eigenen Gedicht
Phase A: Ideen sammeln
Schreibe ohne Reimzwang mindestens fünf Wörter zu einem selbst gewählten Moment: Busfahrt, Sportplatz, Abendessen, Gewitter, Haustier, Schulweg oder ein eigener Ort. Ergänze zwei Geräusche und ein Gefühl.
Phase B: Gestaltung wählen
Entscheide Dich für eine Hauptidee: Perspektive wechseln, Stimmung verändern, mit Reimen spielen, besonders genaue Wörter nutzen oder eine Strophenentwicklung bauen. Du darfst weitere Mittel ergänzen, aber eine Hauptidee soll klar erkennbar bleiben.
Phase C: Rohfassung schreiben
Schreibe sechs bis zwölf Verse. Reime sind erlaubt, aber nicht Pflicht. Achte darauf, dass jede Zeile etwas zur Wirkung beiträgt.
Phase D: Rückmeldung nutzen
Tausche Deinen Entwurf mit einer anderen Person. Die Rückmeldung besteht aus drei Sätzen: „Ich sehe oder höre …“, „Besonders wirkt auf mich …“, „Ich würde an dieser Stelle prüfen …“. Danach entscheidest Du selbst, was Du übernimmst.
Phase E: Überarbeiten und reflektieren
Markiere in Deiner Endfassung mindestens drei bewusste Entscheidungen. Schreibe unter das Gedicht drei kurze Begründungen: Was hast Du verändert? Welche Wirkung wolltest Du erreichen? Welche Rückmeldung oder welcher digitale Vorschlag war hilfreich oder wurde verworfen?
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist ein Vers in einem Gedicht? (Eine einzelne Gedichtzeile) (!Eine Überschrift des Gedichts) (!Eine Gruppe von Bildern) (!Eine Tonaufnahme)
Warum kann ein Perspektivwechsel ein Gedicht verändern? (Weil dieselbe Situation aus einer anderen Wahrnehmung gezeigt wird) (!Weil dadurch jedes Gedicht automatisch länger wird) (!Weil danach immer ein Paarreim entsteht) (!Weil Wörter nicht mehr überarbeitet werden müssen)
Welche Veränderung unterstützt eine geheimnisvolle Stimmung am besten? (Wörter wie flüstern Schatten und verborgen) (!Nur möglichst viele Ausrufezeichen) (!Jeder Vers endet mit demselben Wort) (!Alle Wörter werden alphabetisch geordnet)
Was ist beim Reimen besonders wichtig? (Der Reim soll auch inhaltlich zum Gedicht passen) (!Jeder Vers muss sich reimen) (!Das längste Reimwort ist immer das beste) (!Reime dürfen die Bedeutung vollständig verändern)
Wozu kann eine neue Strophe dienen? (Sie kann einen neuen Gedanken oder eine Wendung markieren) (!Sie macht aus jedem Gedicht eine Geschichte) (!Sie ersetzt alle Verben) (!Sie sorgt automatisch für einen Kreuzreim)
Warum ist lautes Lesen beim Überarbeiten hilfreich? (Man hört Rhythmus Pausen und holprige Stellen besser) (!Man braucht danach keine Rückmeldung mehr) (!Man erkennt dadurch automatisch den Autor) (!Man darf dann keine Wörter mehr verändern)
Wann soll KI in dieser Schreibwerkstatt eingesetzt werden? (Nach eigener Ideenentwicklung und einem eigenen Entwurf) (!Bevor man selbst ein Thema auswählt) (!Anstelle jeder eigenen Formulierung) (!Nur um das längste Gedicht zu erzeugen)
Wie prüfst Du einen KI-Vorschlag sinnvoll? (Du prüfst Bedeutung Wirkung und Originalität) (!Du übernimmst immer den ersten Vorschlag) (!Du wählst immer das seltenste Wort) (!Du lässt die eigene Fassung ungelesen)
Welche Aufgabe hat eine Audioaufnahme beim Überarbeiten? (Sie macht die Wirkung von Stimme Tempo und Pausen hörbar) (!Sie ersetzt das Schreiben des Gedichts) (!Sie bestimmt automatisch das Reimschema) (!Sie macht jede Rückmeldung überflüssig)
Was gehört zu einer guten Reflexion nach dem Schreiben? (Die eigenen Gestaltungsentscheidungen begründen) (!Nur die Zahl der Verse nennen) (!Alle Rückmeldungen ungeprüft übernehmen) (!Das Gedicht ohne Vergleich sofort abgeben)
Memory
| Vers | Gedichtzeile |
| Strophe | Versgruppe |
| Perspektive | Blickrichtung |
| Stimmung | Grundgefühl |
| Reim | Klangverbindung |
| Metapher | Sprachbild |
| Überarbeitung | Textverbesserung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Wirkung |
|---|---|
| Perspektivwechsel | neue Sichtweise |
| genaue Verben | anschauliche Bewegung |
| dunkle Wortwahl | gedrückte Stimmung |
| Paarreim | klangliche Verbindung |
| Strophenwechsel | neuer Gedanke |
Kreuzworträtsel
| Strophe | Wie heißt ein Abschnitt aus mehreren Versen? |
| Perspektive | Welcher Begriff bezeichnet die Blickrichtung einer Sprecherstimme? |
| Vergleich | Welches sprachliche Bild verbindet zwei Bereiche häufig mit dem Wort wie? |
| Rhythmus | Wie heißt die hörbare Bewegungsstruktur eines Gedichts? |
| Reimwort | Wie nennt man ein Wort das klanglich zu einem anderen Versende passt? |
| Stimmung | Wie heißt das Grundgefühl das ein Gedicht erzeugt? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Wortfeld: Sammle zwölf Wörter zu „Regen“, „Nacht“ oder „Sommer“ und sortiere sie nach heller, neutraler oder dunkler Stimmung.
- Reimkarte: Erstelle vier eigene Reimkarten mit jeweils mindestens drei passenden Reimwörtern und einem kurzen Schreibimpuls.
- Perspektivwechsel: Schreibe vier Verse aus Sicht eines Gegenstands in Deinem Schulalltag und markiere zwei Wörter, die nur zu dieser Perspektive passen.
- Gedichtvortrag: Sprich einen eigenen Vierzeiler zweimal ein – einmal fröhlich und einmal geheimnisvoll – und beschreibe den Unterschied.
Standard
- Gedicht umgestalten: Verändere das Modellgedicht „Pausenhof im Regen“ so, dass eine deutlich andere Stimmung entsteht, ohne den Ort zu wechseln.
- Strophenwerkstatt: Schreibe ein Gedicht mit drei Strophen nach dem Muster Beobachtung – Veränderung – Schluss und erkläre die Funktion jeder Strophe.
- Bildgedicht: Nutze eines der freien Bilder im aiMOOC als Schreibimpuls, sammle zunächst zehn eigene Wörter und verfasse daraus acht bis zwölf Verse.
- Schreibkonferenz: Tausche Deinen Entwurf mit zwei Personen, sammle Rückmeldungen und dokumentiere drei Stellen, die Du bewusst geändert oder nicht geändert hast.
Schwer
- Klanggestaltung: Schreibe zwei Fassungen desselben kurzen Gedichts – eine mit Reim und eine ohne Reim – und vergleiche, welche Fassung besser zur Aussage passt.
- Multimodales Gedicht: Gestalte ein digitales Gedicht mit eigenem Text, einem frei lizenzierten oder selbst erstellten Bild und einer eigenen Audioaufnahme; dokumentiere die Herkunft fremder Medien.
- KI und Kreativität: Schreibe zuerst eine eigene Fassung, bitte danach eine schulisch freigegebene KI nur um fünf alternative Wörter für eine konkrete Stelle und begründe für jeden Vorschlag Annahme, Veränderung oder Ablehnung.
- Gedichtwerkstatt Projekt: Entwickle in einer Gruppe eine kleine Gedichtausstellung mit mindestens drei Texten, Hörstationen und kurzen Reflexionskarten zu Gestaltung und Wirkung.


Lernkontrolle
- Wirkung vergleichen: Du erhältst zwei Fassungen eines Vierzeilers mit unterschiedlicher Wortwahl. Erkläre, welche Stimmung jede Fassung erzeugt, und belege Deine Aussage an konkreten Wörtern.
- Perspektive übertragen: Schreibe einen kurzen Versabschnitt aus Sicht eines Regenschirms um. Begründe anschließend zwei Änderungen, die wegen der neuen Perspektive nötig waren.
- Reim oder Sinn: Überarbeite einen Text, in dem zwei Reime zwar klingen, aber inhaltlich unpassend sind. Entscheide, ob Du neue Reime suchst oder den Reim aufgibst, und begründe Deine Wahl.
- Strophenwirkung: Ordne einen ungegliederten kurzen Gedichttext in zwei oder drei Strophen. Erkläre, wie Deine Gliederung die Wahrnehmung des Inhalts steuert.
- Audioanalyse: Höre eine eigene Aufnahme Deines Gedichts und nenne zwei Stellen, an denen Du Tempo, Pause oder Betonung verändern würdest. Begründe die gewünschte Wirkung.
- KI-Prüfung: Vergleiche einen eigenen Vers mit drei vorgeschlagenen Varianten. Wähle eine, verändere eine und lehne eine ab. Begründe jede Entscheidung mit Bedeutung, Wirkung oder Originalität.
Lernnachweis
Für einen guten Lernnachweis zeigst Du nicht nur ein fertiges Gedicht, sondern Deinen Schreibprozess.
- Ideensammlung: Eigene Wort- und Bildideen sind vor digitalen oder KI-gestützten Vorschlägen dokumentiert.
- Gedichtentwurf: Eine erste selbst geschriebene Fassung ist vorhanden.
- Überarbeitung: Mindestens drei gezielte Veränderungen an Perspektive, Stimmung, Wortwahl, Reim, Strophe oder Vortrag sind erkennbar.
- Endfassung: Das Gedicht besitzt eine nachvollziehbare Gestaltungsidee und ist sprachlich sorgfältig überarbeitet.
- Reflexion: Du erklärst mit Beispielen, wie Deine Entscheidungen die Wirkung verändern.
- Medienkompetenz: Bei verwendeten Bildern, Audios oder Videos sind Herkunft und Nutzungsbedingungen beachtet; eigene Aufnahmen enthalten keine privaten Daten anderer Personen.
- KI-Kompetenz: Falls KI eingesetzt wurde, ist die eigene Vorarbeit sichtbar und Du kannst erklären, welche Vorschläge Du geprüft, verändert, übernommen oder verworfen hast.
OERs zum Thema
Der Wikipedia-Artikel bietet einen allgemeinen Überblick zum Begriff Gedicht. Für kreatives Schreiben stellt außerdem der Landesbildungsserver Baden-Württemberg frei zugängliche Materialien bereit: Kreatives Schreiben – Landesbildungsserver Baden-Württemberg. Die dortige Seite ist als CC BY 4.0 gekennzeichnet.
Freie Medien und Lizenzhinweise
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- Datei:Taking notes with a pencil (Unsplash).jpg: CC0, geeignet als Schreibimpuls.
- Datei:Quill pen.PNG: gemeinfrei, geeignet als Symbol für Schreibwerkzeuge.
- Datei:Microphone studio.jpg: gemeinfrei, geeignet für Audio- und Vortragsaufgaben.
- Datei:Alfons Mucha - The Arts Poetry, 1898.jpg: gemeinfreies Kunstwerk und gemeinfreie Reproduktion auf Wikimedia Commons.
- Datei:DE Im Park Joachim Ringelnatz spoken.ogg: CC BY-SA 4.0, freie Audioaufnahme.
- Datei:DE-Herbst (Rilke)-wikisource.ogg: CC BY-SA 3.0, freie Audioaufnahme.
- Datei:Joseph Coelho for The British Library.jpg: auf Wikimedia Commons als CC BY 3.0 ausgewiesen; die Dateiseite dokumentiert das zugrunde liegende British-Library-Video.
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