Zum Inhalt springen

D6 G - Informationen zu einem Thema suchen und präsentieren

Aus MOOCsWiki Staging
aiMOOC-Siegel

D6 G - Informationen zu einem Thema suchen und präsentieren




D6 G - Informationen zu einem Thema suchen und präsentieren


Einleitung

In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du aus einem großen Thema eine überschaubare eigene Fragestellung machst, passende Informationen suchst, wichtige Aussagen auswählst und daraus einen klar gegliederten Kurzvortrag entwickelst. Du arbeitest auf dem G-Niveau der Klasse 6. Das bedeutet: Die einzelnen Schritte sind bewusst einfach, übersichtlich und praktisch aufgebaut.

Das Ziel ist nicht, möglichst viele Internetseiten zu sammeln. Gute Recherche bedeutet, dass Du eine Frage beantworten kannst und weißt, woher Deine Informationen stammen. Eine gute Präsentation bedeutet nicht, möglichst viele Folien zu zeigen. Sie soll Deinen Zuhörerinnen und Zuhörern helfen, Deine wichtigsten Gedanken zu verstehen.

Für diesen Kurs planst Du einen Kurzvortrag von ungefähr zwei bis vier Minuten. Dazu reichen meist eine klare Leitfrage, drei bis fünf wichtige Informationen, wenige passende Medien und eine kleine Quellenliste.


Dein Lernziel auf G-Niveau

Am Ende kannst Du eine selbstgewählte Frage mit einfachen Mitteln recherchieren und Dein Ergebnis verständlich präsentieren.

  1. Fragestellung: Du kannst ein großes Thema in eine kleine, beantwortbare Frage verwandeln.
  2. Recherche: Du kannst mit geeigneten Suchbegriffen Informationen in Büchern, auf Webseiten und in anderen Medien finden.
  3. Quellen prüfen: Du kannst einfache Merkmale einer verlässlichen Quelle erkennen.
  4. Informationen auswählen: Du kannst Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden und in eigenen Worten notieren.
  5. Präsentieren: Du kannst Deinen Kurzvortrag in Einleitung, Hauptteil und Schluss gliedern.
  6. KI prüfen: Du kannst Ergebnisse einer KI mit anderen Quellen vergleichen, statt sie ungeprüft zu übernehmen.


Dein Produkt

Am Ende entsteht ein kleiner Rechercheordner und ein Kurzvortrag. Dein Rechercheordner kann auf Papier oder digital geführt werden. Er enthält Deine Fragestellung, Suchbegriffe, mindestens zwei geprüfte Informationsquellen, Stichpunkte, einen Mediennachweis und Deine Gliederung.

Ergebnis Was gehört hinein?
Rechercheblatt Fragestellung, Suchbegriffe, Fundstellen, wichtige Stichpunkte
Quellencheck Wer hat die Information erstellt? Wann? Warum? Passt sie zur Frage?
Medien Ein geeignetes Bild, eine Grafik, ein Buch, ein kurzer Videohinweis oder ein selbst gestaltetes Plakat
Kurzvortrag Einleitung, drei bis fünf Kerninformationen, Schluss
Quellenliste Titel, Autor oder Herausgeber, Webseite oder Buch, Datum soweit vorhanden


Vom Thema zur Fragestellung

Ein Thema ist oft noch zu groß. Tiere, Weltraum, Sport, Ritter oder Vulkane sind keine guten Forschungsfragen. Du müsstest viel zu viele Informationen sammeln. Eine Fragestellung hilft Dir, Deine Suche zu steuern.

Eine gute Frage ist klar, nicht zu groß und mit den verfügbaren Quellen in angemessener Zeit beantwortbar.

Großes Thema Bessere Fragestellung
Igel Wie schützt sich der Igel im Winter?
Vulkane Warum können Vulkane ausbrechen?
Mars Warum erscheint der Mars rötlich?
Bienen Welche Aufgaben haben Bienen in einem Bienenvolk?
Mittelalter Wie sah der Alltag eines Kindes in einer mittelalterlichen Stadt aus?


Praxis: Mach Deine Frage kleiner

Wähle ein Thema, das Dich interessiert. Schreibe zuerst alles auf, was Dir dazu einfällt. Formuliere danach drei mögliche Fragen. Entscheide Dich für die Frage, die Du in wenigen Minuten erklären könntest.

Feedback-Check: Lies Deine Frage einer Partnerin oder einem Partner vor. Die Person beantwortet nur drei Rückfragen: Verstehe ich die Frage? Ist sie klein genug? Weiß ich, wonach ich suchen müsste? Überarbeite Deine Frage danach einmal.


Recherchieren: Wo findest Du Informationen?

Recherche bedeutet die gezielte Suche nach Informationen. Du kannst dafür verschiedene Medien nutzen. Eine gute Recherche besteht nicht nur aus einer einzigen Webseite.


Ein sinnvoller Medienmix

Medium Wofür ist es gut? Worauf achtest Du?
Webseite aktuelle Informationen, Erklärtexte, Bilder, Daten Verantwortliche, Datum, verständliche Sprache, passende Inhalte
Kinderlexikon schneller Einstieg und Grundwissen Artikel genau lesen und wichtige Begriffe weiter recherchieren
Buch oder Sachbuch zusammenhängende, oft gut geordnete Informationen Erscheinungsjahr, Autorin oder Autor, Inhaltsverzeichnis
Bibliothek mehrere Bücher und Nachschlagewerke an einem Ort passende Schlagwörter und Signaturen nutzen
Video Vorgänge anschaulich sehen und hören Kanal, Inhalt, Datum und Quellenhinweise prüfen
Bild oder Grafik Sachverhalte sichtbar machen Aussage, Bildquelle und Nutzungslizenz prüfen
Interview Erfahrungen oder Fachwissen einer Person vorher Fragen planen und Aussagen als persönliche Quelle kennzeichnen
KI-Chatbot Ideen, Suchbegriffe und mögliche Erklärungen erhalten jede wichtige Aussage mit verlässlichen Quellen gegenprüfen


Bücher und Bibliotheken nutzen

Auch wenn eine Internetsuche schnell ist, kann ein gutes Sachbuch sehr hilfreich sein. Ein Buch zeigt oft schon durch Inhaltsverzeichnis, Kapitel und Register, wo Du bestimmte Informationen findest.

Für eine Buchquelle notierst Du möglichst: Autorin oder Autor – Titel – Verlag – Erscheinungsjahr – benutzte Seiten. Wenn ein Buch älter ist, überlege, ob sich das Thema seitdem verändert haben könnte. Bei historischen Themen kann ein älteres Buch trotzdem nützlich sein. Bei schnell veränderlichen Themen wie Technik oder aktuellen Statistiken ist das Datum besonders wichtig.

Praxisauftrag: Suche in der Schulbibliothek oder Stadtbibliothek ein Sachbuch zu Deiner Frage. Nutze zuerst Inhaltsverzeichnis und Register. Schreibe nur die Seitenzahlen auf, die wirklich zu Deiner Fragestellung passen.


Gute Startpunkte im Internet

Für die Klasse 6 sind verständliche und kindgerechte Angebote besonders hilfreich.

  1. fragFINN: Kindersuchmaschine mit geprüften Angeboten.
  2. Internet-ABC – Suchen und Finden im Internet: Lernmodul zu Suchmaschinen, Treffern und Suchstrategien.
  3. Klexikon: Freies Online-Lexikon für Kinder mit leicht verständlichen Artikeln.
  4. klicksafe: Informationen zu sicherer Internetnutzung, Desinformation und KI.
  5. Wikimedia Commons: Sammlung freier Medien mit Angaben zu Urheberinnen, Urhebern und Lizenzen.

Das Video von fragFINN erklärt kindgerecht, wie eine Suchmaschine arbeitet. Achte beim Anschauen besonders auf die Idee, dass eine Suchmaschine nicht einfach „das Internet kennt“, sondern Informationen aus einem durchsuchbaren Bestand auswählt.


Suchbegriffe und Suchstrategien

Eine Suchmaschine versteht nicht automatisch Deine ganze Aufgabe. Gute Suchbegriffe sind kurze Wörter oder Wortgruppen, die genau zum Kern Deiner Frage passen.

Beispiel: Aus der Frage Wie schützt sich der Igel im Winter? können die Suchbegriffe Igel Winter, Igel Winterschlaf und Igel Schutz Kälte entstehen.


Die Drei-Wörter-Methode

Starte mit drei wichtigen Begriffen. Wenn Du zu viele oder zu wenige Treffer bekommst, veränderst Du einen Begriff.

Suchversuch Bewertung Verbesserung
Tier Winter viel zu allgemein Igel Winter Schutz
Igel noch zu groß Igel Winterschlaf Nahrung
Igel Winterschlaf Dauer klar und gezielt Treffer vergleichen

Tipp: Schreibe neue Fachwörter auf, die Du in einer guten Quelle findest. Diese Wörter können Deine nächste Suche verbessern.


Rechercheprotokoll

Ein Rechercheprotokoll verhindert, dass Du später nicht mehr weißt, woher eine Information stammt.

Quelle Suchbegriff Wichtige Information Passt zur Frage? geprüft?
__________________ __________________ __________________ ja / teilweise / nein ja / noch nicht
__________________ __________________ __________________ ja / teilweise / nein ja / noch nicht
__________________ __________________ __________________ ja / teilweise / nein ja / noch nicht

Feedback-Check: Tauscht eure Rechercheprotokolle. Kann die andere Person erkennen, woher jede wichtige Information kommt? Fehlt eine Quelle, ergänzt sie sofort.


Quellen prüfen

Nicht jeder Suchtreffer ist gleich gut. Auch eine schön gestaltete Seite kann Fehler enthalten. Prüfe deshalb nicht nur, was eine Seite sagt, sondern auch, wer dahintersteht und warum sie veröffentlicht wurde.


Der einfache Vier-Fragen-Check

Frage Worauf Du achtest
Wer? Wer hat den Text, das Bild oder das Video veröffentlicht? Gibt es ein Impressum oder eine erkennbare Institution?
Was? Werden überprüfbare Informationen genannt oder nur starke Behauptungen und Meinungen?
Wann? Ist ein Veröffentlichungs- oder Aktualisierungsdatum zu finden? Ist Aktualität für Deine Frage wichtig?
Warum? Soll informiert, überzeugt, verkauft, unterhalten oder Aufmerksamkeit erzeugt werden?

Ein Impressum allein beweist noch nicht, dass alles auf einer Seite richtig ist. Es hilft aber dabei, Verantwortliche zu erkennen.


Die Quellenampel

Die Quellenampel ist eine erste Orientierung. Sie ersetzt keinen Faktencheck.

Ampel Beispiel Was Du tust
Grün Kinderlexikon, Schule, Museum, Behörde, Universität, anerkannte Bildungseinrichtung Information prüfen und für Deine Frage nutzen
Gelb persönlicher Blog, Einzelvideo, Forum, Social-Media-Beitrag genauer nach Autor, Belegen und Gegenquellen suchen
Rot keine Verantwortlichen, extreme Überschrift, keine Belege, auffälliger Verkaufsdruck nicht als einzige Sachquelle nutzen

Das Video von SRF Kids zeigt, warum falsche oder irreführende Informationen verbreitet werden können und wie Du beim Prüfen genauer hinschaust.


Praxis: Zwei Quellen vergleichen

Suche zu einer Behauptung zwei verschiedene Quellen. Markiere in beiden Texten die Stelle, die Deine Frage beantwortet. Formuliere danach einen Satz:

Beide Quellen stimmen darin überein, dass ...

Wenn die Quellen unterschiedliche Aussagen machen, notierst Du:

Die Quellen widersprechen sich bei ... Deshalb brauche ich eine weitere Quelle.


KI-Check von Rechercheergebnissen

KI kann beim Lernen nützlich sein. Sie kann Fragen vereinfachen, Suchbegriffe vorschlagen, einen Text in leichtere Sprache umformulieren oder Dir helfen, eine Gliederung zu planen. Eine KI-Antwort ist aber noch keine geprüfte Quelle. Sie kann ungenau sein, Informationen verwechseln oder überzeugend klingende Fehler erzeugen.


Der KI-Check in fünf Schritten

  1. Behauptung markieren: Unterstreiche in der KI-Antwort jede Aussage, die für Deinen Vortrag wichtig wäre.
  2. Suchbegriffe bilden: Mache aus der Behauptung zwei bis vier passende Suchwörter.
  3. Vergleichsquellen finden: Prüfe die Behauptung in mindestens zwei geeigneten Quellen, zum Beispiel Kinderlexikon, Fachinstitution, Museum, Buch oder Bildungsseite.
  4. Ergebnis kennzeichnen: Schreibe hinter die Behauptung bestätigt, unklar oder widersprochen.
  5. Nur Geprüftes verwenden: In Deinen Vortrag kommen nur Informationen, die Du verstanden und überprüft hast.
KI-Aussage Quelle 1 Quelle 2 Ergebnis
______________________________ ______________________________ ______________________________ bestätigt / unklar / widersprochen
______________________________ ______________________________ ______________________________ bestätigt / unklar / widersprochen

Wichtig: Gib in einen KI-Dienst keine privaten Daten von Dir oder anderen Personen ein. Nutze KI nur so, wie es Deine Schule erlaubt.


KI als Suchhilfe statt Antwortmaschine

Ein sinnvoller Auftrag an eine KI kann lauten: „Nenne mir fünf einfache Suchbegriffe zu meiner Frage. Gib noch keine fertige Antwort.“ Danach suchst Du selbst nach Quellen.

Ein zweiter sinnvoller Auftrag kann lauten: „Welche drei Aussagen in meinem Text sollte ich unbedingt überprüfen?“ Danach entscheidest wieder Du, welche Quellen geeignet sind.

Feedback-Aufgabe: Vergleicht zwei KI-Antworten zur gleichen Frage. Sind Formulierungen, Fakten oder Schwerpunkte unterschiedlich? Notiert mindestens einen Punkt, der zeigt, warum eine KI-Antwort geprüft werden muss.


Informationen auswählen und in eigenen Worten notieren

Du brauchst für einen Kurzvortrag nicht alles, was Du findest. Wähle nur Informationen aus, die Deine Fragestellung beantworten.

Eine einfache Regel lautet: Frage – Fund – Auswahl – eigene Worte.

Schritt Leitfrage
Frage Was will ich genau wissen?
Fund Welche Stelle in der Quelle hilft mir?
Auswahl Ist diese Information wirklich wichtig?
eigene Worte Kann ich den Inhalt erklären, ohne den Satz abzuschreiben?


Vom langen Text zum Stichpunkt

Beispiel für die Arbeitsweise:

Quellentext: Du liest einen längeren Abschnitt und findest darin eine wichtige Information.

Schlechter Stichpunkt: Du kopierst den ganzen Satz.

Besserer Stichpunkt: Du schreibst nur Schlüsselwörter und formulierst beim Sprechen selbst.

Ein Stichwortzettel ist keine Vorleseseite. Er erinnert Dich an Deine Gedanken.

Praxisauftrag: Nimm einen Absatz aus einer geprüften Quelle. Markiere höchstens fünf Schlüsselwörter. Schließe danach die Quelle und erkläre den Inhalt mit Deinen eigenen Worten.


Bilder, Videos und Urheberrecht

Bilder machen einen Vortrag oft verständlicher. Trotzdem darfst Du nicht jedes Bild einfach kopieren und weiterveröffentlichen. Nutze für Schulprojekte möglichst eigene Bilder oder Medien mit einer klaren freien Lizenz. Bei freien Medien hältst Du die jeweilige Lizenzbedingung ein und nennst Quelle sowie Urheberin oder Urheber.

Wikimedia Commons ist besonders hilfreich, weil dort bei jeder Datei eine Beschreibungsseite mit Quelle, Urheberangabe und Lizenz zu finden ist.

  1. Wikimedia Commons Mediensuche: Suche nach Bildern, Audios und Videos.
  2. Commons – Lizenzen: Informationen über die auf Commons verwendeten freien Lizenzen.
  3. Creative Commons: Ein Lizenzsystem, mit dem Urheberinnen und Urheber Nutzungsrechte verständlich festlegen können.

Mediennachweis-Beispiel: Dateiname – Urheberin oder Urheber – Plattform – Lizenz – Link zur Dateiseite.

YouTube-Videos in diesem aiMOOC werden zum Anschauen eingebettet. Lade fremde Videos nicht herunter und veröffentliche sie nicht neu, wenn Du keine entsprechende Erlaubnis hast.


Praxis: Lizenzdetektive

Öffne die Dateiseite eines Commons-Bildes. Finde dort den Dateinamen, den Namen der Urheberin oder des Urhebers und die Lizenz. Erkläre einer Partnerin oder einem Partner, welche Angaben Du in Deiner Präsentation notieren würdest.


Präsentieren: Aus Recherche wird ein Kurzvortrag

Jetzt ordnest Du Deine Informationen so, dass andere Dir gut folgen können.


Die einfache Dreiteilung

Teil Aufgabe Satzanfang
Einleitung Thema und Fragestellung nennen „Meine Frage lautet ...“
Hauptteil drei bis fünf wichtige Informationen geordnet erklären „Zuerst ... Danach ... Besonders wichtig ist ...“
Schluss Frage kurz beantworten und Ergebnis zusammenfassen „Zusammenfassend kann ich sagen ...“

Eine gute Reihenfolge ist oft wichtiger als viele Einzelheiten.


Der Stichwortzettel

Auf Deinen Stichwortzettel gehören kurze Wörter, keine langen Sätze.

Karte Beispielaufbau
Start Thema – Frage – Warum interessant?
Punkt 1 erster wichtiger Gedanke – Beispiel
Punkt 2 zweiter wichtiger Gedanke – Bild zeigen
Punkt 3 dritter wichtiger Gedanke – wichtigste Zahl oder Erklärung
Schluss kurze Antwort – Quellen nennen

Training: Sprich Deinen Vortrag einmal nur mit dem Stichwortzettel. Wenn Du ständig ablesen musst, kürze die Karten weiter und übe noch einmal.


Plakate sinnvoll gestalten

Ein Plakat soll nicht wie eine Buchseite aussehen. Aus einiger Entfernung müssen Überschrift, Hauptgedanken und Bilder erkennbar sein.

Das Commons-Foto zeigt eine Posterpräsentation. Für Klasse 6 genügt ein deutlich einfacherer Aufbau.


Einfaches Plakatbeispiel

Bereich Inhalt
Oben Fragestellung als große Überschrift
Links drei kurze Stichpunkte zum ersten Teil
Mitte ein passendes Bild oder eine selbst gezeichnete Grafik mit Bildnachweis
Rechts zwei bis drei Stichpunkte zum zweiten Teil
Unten kurze Antwort auf die Fragestellung und Quellen

Ungünstig sind sehr kleine Schrift, lange Fließtexte, zu viele Farben, Bilder ohne Bezug zur Frage und Medien ohne Quellenangabe.

Feedback-Check: Eine Person betrachtet Dein Plakat zehn Sekunden lang. Danach nennt sie die Fragestellung und die drei wichtigsten Punkte. Wenn das nicht gelingt, vereinfache das Plakat.


Präsentationsfolien sinnvoll nutzen

Folien unterstützen Deinen Vortrag. Sie ersetzen ihn nicht. Zeige nur das, was beim Zuhören wirklich hilft.


Drei-Folien-Beispiel für einen Kurzvortrag

Folie Inhalt
Folie A Titel, Fragestellung, ein passendes freies Bild
Folie B drei kurze Kerninformationen mit wenigen Stichwörtern
Folie C Antwort auf die Fragestellung, Quellen und Bildnachweise

Datei:Student presentation for IASL.pdf

Diese frei lizenzierte Commons-Präsentation ist umfangreicher und für ältere Lernende gedacht. Du kannst sie trotzdem als Beobachtungsbeispiel verwenden: Welche Folien wirken übersichtlich? Wo sind Text und Bild gut verteilt? Was wäre für einen Vortrag in Klasse 6 zu viel?


Gestaltungsregel für Klasse 6

Auf einer Folie soll ein Gedanke schnell erkennbar sein. Schreibe lieber wenige große Stichwörter als ganze Absätze. Bilder müssen zur Aussage passen. Animationen und Effekte nutzt Du nur, wenn sie beim Verstehen helfen.


Sprechen und Auftreten

Ein guter Vortrag muss nicht perfekt klingen. Wichtig ist, dass die Zuhörenden Dich verstehen.

  1. Sprechtempo: Sprich etwas langsamer als in einem schnellen Pausengespräch.
  2. Lautstärke: Sprich so, dass auch die letzte Reihe Dich hört.
  3. Blickkontakt: Schau immer wieder ins Publikum und nicht nur auf Karte oder Bildschirm.
  4. Pausen: Eine kurze Pause nach einem wichtigen Gedanken hilft beim Verstehen.
  5. Körpersprache: Steh möglichst ruhig und zeige nur dann auf ein Bild, wenn es gerade erklärt wird.


30-Sekunden-Training

Erkläre einer Partnerin oder einem Partner Deine Fragestellung in höchstens 30 Sekunden. Die Person sagt danach in einem Satz, worum es geht. Wenn sie etwas anderes verstanden hat, formuliere Deinen Einstieg einfacher.


Feedback geben und verbessern

Gutes Feedback ist freundlich und konkret. Es hilft Dir, den nächsten Versuch besser zu machen.


Feedbackbogen für den Kurzvortrag

Kriterium trifft zu teilweise noch üben
Die Fragestellung war sofort klar.
Es wurden nur wichtige Informationen genannt.
Die Informationen wurden in eigenen Worten erklärt.
Die Quellen waren erkennbar.
Bilder, Plakat oder Folien halfen beim Verstehen.
Stimme und Sprechtempo waren gut verständlich.
Der Schluss beantwortete die Fragestellung.

Feedback-Satz 1: Besonders verständlich war ...

Feedback-Satz 2: Beim nächsten Versuch könntest Du ...


Mini-Projekt: Dein eigener Kurzvortrag

Arbeite die folgenden Schritte nacheinander ab. Nach jedem Schritt holst Du Dir eine kurze Rückmeldung.

  1. Thema wählen: Wähle ein Thema, das Dich wirklich interessiert.
  2. Frage formulieren: Schreibe eine kleine, klare Fragestellung.
  3. Suchbegriffe planen: Notiere drei bis fünf Suchbegriffe.
  4. Quellen sammeln: Nutze mindestens zwei geeignete Quellen und möglichst zwei unterschiedliche Medientypen.
  5. Quellen prüfen: Nutze den Vier-Fragen-Check.
  6. KI-Check durchführen: Falls Du KI genutzt hast, kontrolliere wichtige Behauptungen mit Vergleichsquellen.
  7. Wichtiges auswählen: Notiere nur Informationen, die Deine Frage beantworten.
  8. Gliederung schreiben: Einleitung – Hauptteil – Schluss.
  9. Medium wählen: Entscheide Dich für Plakat, wenige Folien, Bildkarte oder eine andere einfache Unterstützung.
  10. Proben: Halte den Vortrag einmal vor einer kleinen Testgruppe.
  11. Feedback nutzen: Verbessere mindestens einen Punkt.
  12. Präsentieren: Halte Deinen Kurzvortrag und gib Deine Quellenliste ab.


Mögliche Themenideen

  1. Tiere: Wie schützt sich ein bestimmtes Tier im Winter?
  2. Weltraum: Warum hat ein ausgewählter Planet eine besondere Eigenschaft?
  3. Erfindungen: Welches Problem löste eine bestimmte Erfindung?
  4. Sport: Wie funktioniert eine wichtige Regel in einer Sportart?
  5. Umwelt: Was kann an einem konkreten Ort gegen Müll getan werden?
  6. Geschichte: Wie sah ein bestimmter Teil des Alltags in einer Epoche aus?


Medienwerkstatt

Hier findest Du verschiedene Medien, mit denen Du einzelne Schritte vertiefen kannst.

Medium Einsatz
Internet-ABC Lernmodul Suchmaschinen verstehen und Suchstrategien üben
Broschüre „Richtig suchen im Internet“ Hintergrundwissen zu Suche und Bewertung
fragFINN kindgerechte Webrecherche
Klexikon einfache Grundinformationen und neue Suchbegriffe finden
klicksafe zu Desinformation Informationen kritisch prüfen
Wikimedia Commons freie Bilder, Grafiken, Audios und Präsentationsmaterialien suchen


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist der beste Start für eine überschaubare Recherche? (Eine klare Fragestellung formulieren) (!Möglichst viele Webseiten öffnen) (!Sofort eine Präsentation gestalten) (!Einen langen Text abschreiben)




Wozu dienen Suchbegriffe? (Sie helfen gezielt passende Informationen zu finden) (!Sie ersetzen die Quellenprüfung) (!Sie machen jede Webseite automatisch glaubwürdig) (!Sie sind nur für Bücher wichtig)




Was solltest Du bei einer Webseite zuerst mitprüfen? (Wer für die Inhalte verantwortlich ist) (!Ob die Überschrift besonders groß ist) (!Ob viele Farben verwendet werden) (!Ob die Seite viele Werbebilder zeigt)




Was ist ein guter Stichpunkt? (Eine kurze Erinnerung an einen wichtigen Gedanken) (!Ein vollständig kopierter Absatz) (!Ein möglichst langer Satz) (!Eine Sammlung unwichtiger Details)




Wie gehst Du mit einer wichtigen KI-Aussage um? (Du prüfst sie mit geeigneten Vergleichsquellen) (!Du übernimmst sie sofort) (!Du glaubst ihr nur wegen der sicheren Formulierung) (!Du entfernst alle Quellenangaben)




Welche Gliederung passt zu einem einfachen Kurzvortrag? (Einleitung Hauptteil Schluss) (!Schluss Hauptteil Titel) (!Quellen Bild Überschrift) (!Frage Werbung Kommentar)




Wofür ist Wikimedia Commons besonders nützlich? (Für freie Medien mit Angaben zu Quelle und Lizenz) (!Für geheime Schulnoten) (!Für private Chatnachrichten) (!Für beliebige Bilder ohne Herkunft)




Was verbessert ein Plakat am meisten? (Wenige gut lesbare Kerninformationen) (!Sehr lange Fließtexte) (!Möglichst kleine Schrift) (!Viele Bilder ohne Bezug)




Was gehört in eine Quellenliste? (Angaben dazu woher verwendete Informationen stammen) (!Nur der eigene Name) (!Nur die Foliennummer) (!Nur das Vortragsthema)




Was ist gutes Feedback? (Eine konkrete Stärke und ein konkreter Verbesserungsvorschlag) (!Nur die Aussage schlecht) (!Ein Vergleich mit der besten Person der Klasse) (!Eine lange Liste ohne Erklärung)





Memory

Fragestellung lenkt die Suche auf eine klare Frage
Suchbegriff Wort für die Suchmaschine
Quelle Herkunft einer Information
Impressum nennt Verantwortliche einer Webseite
Stichwortzettel unterstützt freies Sprechen
Creative Commons bietet standardisierte Nutzungslizenzen
Faktencheck prüft eine Behauptung
Gliederung ordnet Einleitung Hauptteil und Schluss





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Fragestellung macht aus einem großen Thema eine klare Forschungsfrage
Suchbegriffe bereiten die gezielte Recherche vor
Quellenprüfung bewertet gefundene Informationen
Stichpunkte sichern nur das Wesentliche für den Vortrag
Kurzvortrag stellt das überprüfte Ergebnis verständlich vor






Kreuzworträtsel

Recherche Wie heißt die gezielte Suche nach Informationen?
Quelle Wie heißt die Herkunft einer Information?
Impressum Wo findest Du bei vielen Webseiten Angaben zu den Verantwortlichen?
Stichwort Wie nennt man ein kurzes Wort als Merkhilfe?
Vortrag Wie heißt eine mündliche Präsentation vor einem Publikum?
Urheberrecht Welches Rechtsgebiet schützt Werke wie Texte und Bilder?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine gute Recherche beginnt mit einer klaren

.
Für die Suche notierst Du passende

.
Bei jedem wichtigen Fund hältst Du die

fest.
Auf vielen Webseiten findest Du Verantwortliche im

.
Für Deinen Vortrag notierst Du wichtige Inhalte als

.
Bei fremden Bildern prüfst Du die passende

.
Eine wichtige KI-Aussage kontrollierst Du durch einen

.
Ein Kurzvortrag braucht eine klare

.
Beim Sprechen hilft regelmäßiger

.
Am Ende Deiner Arbeit gehört eine

dazu.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Suchwort-Labor: Formuliere zu einem selbstgewählten Thema fünf Suchbegriffe. Teste sie in einer Kindersuchmaschine und notiere, welcher Begriff die passendsten Treffer liefert.
  2. Fragen-Werkstatt: Verwandle drei große Themen in kleine Forschungsfragen. Hole Dir zu jeder Frage eine Rückmeldung von einer Mitschülerin oder einem Mitschüler.
  3. Quellen-Schnappschuss: Wähle eine Webseite und notiere Verantwortliche, Datum, Zweck und eine wichtige Information. Erkläre, warum Du die Seite nutzen würdest oder nicht.
  4. 30-Sekunden-Vortrag: Erkläre eine geprüfte Information 30 Sekunden lang nur mit fünf Stichwörtern und bitte um Feedback zur Verständlichkeit.


Standard

  1. Buch und Web vergleichen: Suche dieselbe Information in einem Sachbuch und auf einer Webseite. Beschreibe, was gleich ist, was verschieden ist und welche Quelle für Deine Frage hilfreicher war.
  2. Medien-Mix: Recherchiere eine Frage mit einem Text, einem Bild und einem Video. Entscheide, welches Medium welchen Teil am besten erklärt.
  3. Plakat-Prototyp: Gestalte ein A3-Plakat mit Fragestellung, höchstens fünf Kerninformationen, einem freien oder eigenen Bild und Quellen. Lass eine Testperson zehn Sekunden darauf schauen und verbessere anschließend die Übersicht.
  4. Probevortrag: Halte Deinen Kurzvortrag vor zwei Personen. Sammle eine Stärke und einen Verbesserungswunsch und überarbeite danach bewusst einen Teil.


Schwer

  1. KI-Faktencheck: Lass Dir von einer KI eine kurze Antwort auf Deine Fragestellung geben. Zerlege sie in Behauptungen und prüfe mindestens drei davon mit jeweils zwei geeigneten Quellen.
  2. Widerspruch finden: Suche zwei Quellen, die bei einem Detail unterschiedlich informieren. Finde mögliche Gründe für den Unterschied und beschreibe, welche zusätzliche Quelle Du zur Klärung suchen würdest.
  3. Präsentationsvergleich: Erstelle einmal ein Plakat und einmal drei Folien zur gleichen Frage. Teste beide Formen vor einer kleinen Gruppe und begründe, welche Form für Dein Thema besser geeignet ist.
  4. Expertenfrage: Führe mit einer geeigneten Person ein kurzes Interview zu Deinem Thema. Plane fünf Fragen, dokumentiere die Antworten und vergleiche mindestens eine Aussage mit einer schriftlichen Quelle.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Vom Thema zur Frage: Du erhältst das Thema „Wasser“. Entwickle zwei unterschiedlich genaue Forschungsfragen und begründe, welche sich besser für einen dreiminütigen Kurzvortrag eignet.
  2. Quelle entscheiden: Vergleiche eine anonyme Webseite ohne Datum mit einer verständlichen Seite eines Museums. Erkläre, welche Du zuerst nutzen würdest und welche zusätzlichen Prüfungen trotzdem nötig sind.
  3. Wichtiges auswählen: Du hast zehn Fakten gefunden, darfst aber nur vier verwenden. Entwickle ein Kriterium, nach dem Du auswählst, und begründe Deine Entscheidung.
  4. KI und Recherche: Eine KI nennt eine überraschende Zahl ohne Quelle. Beschreibe Schritt für Schritt, wie Du entscheidest, ob sie in Deinen Vortrag aufgenommen werden darf.
  5. Medium wählen: Für eine Erklärung brauchst Du entweder ein Plakat, drei Folien oder nur ein Anschauungsobjekt. Entscheide Dich für ein Medium und begründe, warum es Deine Fragestellung am besten unterstützt.
  6. Überarbeiten: Nach Deinem Probevortrag lautet das Feedback „zu viel Text, aber gute Beispiele“. Beschreibe zwei konkrete Änderungen, die Deinen zweiten Versuch verbessern.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur ein fertiges Produkt abgibst, sondern Deinen Arbeitsweg sichtbar machst.

  1. Eine verständliche und überschaubare Fragestellung.
  2. Mehrere passende Suchbegriffe.
  3. Mindestens zwei nachvollziehbare und geprüfte Quellen.
  4. Ein kurzer Quellencheck mit Begründung.
  5. Eine Auswahl wichtiger Informationen in eigenen Worten.
  6. Ein nachvollziehbarer KI-Check, falls KI verwendet wurde.
  7. Ein passender Mediennachweis für verwendete Bilder oder andere fremde Inhalte.
  8. Eine klare Gliederung aus Einleitung, Hauptteil und Schluss.
  9. Ein Stichwortzettel oder vergleichbare Sprechhilfe.
  10. Ein Kurzvortrag, bei dem die Fragestellung am Ende beantwortet wird.
  11. Eine kurze Auswertung des erhaltenen Feedbacks und mindestens eine sichtbare Verbesserung.




OERs zum Thema

Freie und offene Materialien:

  1. Internet-ABC: Suchen und Finden im Internet
  2. Klexikon – freies Kinderlexikon
  3. Wikimedia Commons – freie Medien
  4. Handreichung zu Online-Recherche mit fragFINN und Klexikon



Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte

MOOCwiki · Deutsch

Nach dem Lernen ist vor dem Lernen

Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.

Zur MOOCwiki-Hauptseite
Inhalte werden geladen ...

Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...