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D6 G - Gesprächsregeln anwenden

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D6 G - Gesprächsregeln anwenden



D6 G - Gesprächsregeln anwenden


Einleitung

Gute Gespräche helfen Dir in der Schule, in der Familie, im Verein und unter Freunden. Dabei geht es nicht darum, immer derselben Meinung zu sein. Ein Gespräch gelingt dann besonders gut, wenn alle Beteiligten zuhören, ausreden lassen, aufeinander eingehen, nachfragen, höflich widersprechen und respektvoll sprechen.

In diesem aiMOOC trainierst Du diese Fähigkeiten Schritt für Schritt auf G-Niveau für Klasse 6. Du arbeitest mit kurzen Beispielen, Comics, Rollenspielen, Videos, Entscheidungssituationen und einer KI-Aufgabe. Du sollst die Gesprächsregeln nicht nur kennen, sondern in echten Gesprächssituationen anwenden können.

Freies Bild: Mam'Gobozi Design Factory/Wikimedia Foundation, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.

Am Ende kannst Du:

  1. Ausreden lassen: Du wartest, bis eine Person ihren Gedanken beendet hat.
  2. Bezug nehmen: Du zeigst, auf welchen vorherigen Beitrag Du antwortest.
  3. Nachfragen: Du fragst höflich nach, wenn etwas unklar ist.
  4. Höflich widersprechen: Du sagst eine andere Meinung, ohne jemanden anzugreifen.
  5. Respektvolle Kommunikation: Du sprichst sachlich und wertschätzend.
  6. Gesprächsführung: Du beobachtest ein Gespräch und kannst Verbesserungen vorschlagen.


Gesprächsregeln: So gelingt ein Gespräch

Ein Gespräch besteht aus Beiträgen verschiedener Personen. Wer gerade spricht, braucht Zeit, seinen Gedanken zu Ende zu bringen. Wer zuhört, versucht zu verstehen, bevor er antwortet. Danach wechseln die Rollen.

Freies Bild: Bright Kwame Ayisi, CC0 1.0, via Wikimedia Commons.

Wichtig: Zuhören bedeutet mehr als still zu sein. Du richtest Deine Aufmerksamkeit auf das Gesagte. Du kannst durch Nicken, eine zugewandte Haltung oder eine kurze Rückmeldung zeigen, dass Du folgst. Ständiger Blickkontakt ist dabei nicht für alle Menschen angenehm oder notwendig.


Die fünf Kernregeln

Gesprächsregel Das tust Du Satzstarter
Ausreden lassen Du unterbrichst nicht und wartest, bis der Gedanke beendet ist. „Ich warte kurz, bis du fertig bist.“
Bezug nehmen Du knüpfst an einen Beitrag an. „Du hast gesagt, dass … Dazu denke ich …“
Nachfragen Du klärst etwas, das Du noch nicht verstanden hast. „Meinst du damit, dass …?“
Höflich widersprechen Du greifst die Meinung an, nicht die Person. „Ich sehe das anders, weil …“
Respektvoll sprechen Du vermeidest Beleidigungen, Spott und absichtliches Bloßstellen. „Ich verstehe deinen Punkt. Mein Vorschlag wäre …“


Regel 1: Ausreden lassen

Wenn Du jemanden unterbrichst, kann ein Gedanke verloren gehen. Außerdem kann die andere Person das Gefühl bekommen, dass ihr Beitrag nicht wichtig ist. Deshalb wartest Du normalerweise, bis der Satz oder Gedanke beendet ist.

Du kannst Dir beim Zuhören eine Idee merken, statt sofort hineinzurufen. Wenn Du befürchtest, sie zu vergessen, notiere ein Stichwort.

Beispiel:

Mina: „Ich glaube, wir sollten das Plakat zuerst planen, weil …“

Tom wartet.

Mina: „… wir dann wissen, wer welchen Teil übernimmt.“

Tom: „Okay. Ich habe dazu noch eine Idee.“

So bleibt die Reihenfolge klar.


Regel 2: Auf einen Beitrag Bezug nehmen

Ein gutes Gespräch ist keine Reihe einzelner Monologe. Beiträge hängen miteinander zusammen. Du kannst zeigen, dass Du zugehört hast, indem Du einen Gedanken aufgreifst.

Gemeinfreies Bild von Amada44, via Wikimedia Commons.

Hilfreiche Satzstarter sind:

  1. „Du hast gesagt, dass …“
  2. „Zu deinem Beispiel fällt mir ein …“
  3. „Ich stimme dir bei … zu. Außerdem …“
  4. „Ich sehe den Punkt etwas anders, weil …“
  5. „Daran möchte ich anknüpfen …“


Regel 3: Höflich nachfragen

Nachfragen ist kein Zeichen von Schwäche. Es zeigt, dass Du wirklich verstehen möchtest.

Unklare Aussage: „Das war gestern total komisch.“

Hilfreiche Nachfrage: „Was genau war für dich komisch?“

Unklare Aussage: „Alle fanden die Idee schlecht.“

Hilfreiche Nachfrage: „Wer genau hat etwas dazu gesagt?“

Gute Nachfragen beginnen zum Beispiel mit Was, Wie, Warum, Wann, Welches Beispiel oder Meinst du damit …?


Regel 4: Höflich widersprechen

Widerspruch gehört zu Gesprächen. Respekt bedeutet nicht, dass Du immer zustimmen musst.

Ein hilfreicher Dreischritt ist:

Schritt Beispiel
1. Zeige, dass Du zugehört hast. „Ich verstehe, warum du das so siehst.“
2. Sage Deine andere Meinung. „Ich sehe es trotzdem anders.“
3. Begründe oder frage weiter. „Für mich ist wichtig, dass … Was meinst du dazu?“

Unhöflich wäre: „Das ist Quatsch.“

Höflicher wäre: „Ich bin nicht derselben Meinung, weil mir ein anderer Punkt wichtig ist.“


Regel 5: Respektvolle Sprache

Respektvolle Sprache greift keine Person an. Sie bleibt möglichst sachlich und beschreibt, was Du denkst, brauchst oder beobachtest.

Freies Bild: CC0 1.0, via Wikimedia Commons.

Problematisch Respektvoller
„Du nervst.“ „Ich möchte meinen Satz noch beenden.“
„Du hast doch keine Ahnung.“ „Ich sehe das anders. Mein Grund ist …“
„Sei still!“ „Kannst du mich bitte kurz ausreden lassen?“
„Immer machst du alles falsch.“ „Bei diesem Punkt wünsche ich mir eine andere Lösung.“
„Das ist eine dumme Idee.“ „Ich bin noch nicht überzeugt. Können wir die Vor- und Nachteile prüfen?“


Comic-Werkstatt

Comics machen Gesprächsverhalten sichtbar. Lies die beiden Mini-Comics und vergleiche sie.


Comic 1: So kippt ein Gespräch

Figur Sprechblase
Lina „Wir könnten für das Referat ein Plakat machen.“
Ben „Nein! Das ist langweilig. Meine Idee ist besser.“
Lina „Du lässt mich nie ausreden!“
Ben „Weil du viel zu langsam redest.“
Lina „Dann mach deinen Kram doch allein.“

Comic-Check: Ben unterbricht, wertet Linas Idee ab und greift sie persönlich an. Lina reagiert schließlich ebenfalls gereizt. Das Gespräch dreht sich nicht mehr um die gemeinsame Aufgabe.


Comic 2: Gespräch repariert

Figur Sprechblase
Lina „Wir könnten für das Referat ein Plakat machen, weil wir Bilder zeigen wollen.“
Ben „Du möchtest Bilder zeigen. Das verstehe ich. Ich hätte noch eine andere Idee.“
Lina „Welche?“
Ben „Vielleicht könnten wir Plakat und kurze Tonaufnahme verbinden.“
Lina „Das klingt interessant. Wie teilen wir die Arbeit auf?“

Unterschied: Im zweiten Comic wird ausgeredet, Bezug genommen, nachgefragt und respektvoll widersprochen.


Videos und Beobachtungsaufträge


Video: Was ist Kommunikation?

Das folgende Video von alpha Lernen eignet sich als Einstieg in die Frage, wie Menschen Informationen, Gedanken und Gefühle austauschen.

Beobachtungsauftrag: Notiere während des Videos zwei Möglichkeiten, wie Menschen miteinander kommunizieren. Schreibe danach einen Satz dazu, warum Zuhören für eine Antwort wichtig ist.


Video: Kommunikationsstörungen erkennen

Im zweiten Video von alpha Lernen geht es um Missverständnisse und Störungen in Gesprächen.

Beobachtungsauftrag auf G-Niveau: Suche eine Situation, in der ein Gespräch nicht gut läuft. Formuliere einen Satz, mit dem eine beteiligte Person das Gespräch verbessern könnte.


Gesprächswerkstatt


Satzstarter zum Bezugnehmen

Du musst nicht lange überlegen, wie Du beginnen kannst. Nutze zunächst Satzstarter. Später kannst Du freier formulieren.

Ziel Satzstarter
Zustimmung „Ich stimme dir bei … zu, weil …“
Ergänzung „Zu deinem Punkt möchte ich ergänzen …“
Bezug „Du hast gesagt, dass …“
Nachfrage „Kannst du erklären, was du mit … meinst?“
Widerspruch „Ich verstehe deinen Gedanken, aber ich sehe … anders.“
Beispiel „Dazu fällt mir ein Beispiel ein …“


Zuhörsignale

Zuhörsignale können zeigen, dass Du bei der Sache bist. Dazu gehören eine passende Körperhaltung, kurze Rückmeldungen und Fragen. Wichtig ist, dass die Signale echt und zur Situation passend sind.

Freies Bild: EducIcons, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.

Mögliche Rückmeldungen sind: „Okay“, „Aha“, „Verstehe“, „Und dann?“, „Kannst du das genauer erklären?“


Nachfragen statt raten

Wenn Du nicht sicher bist, was jemand meint, solltest Du nicht sofort eine negative Absicht vermuten.

Statt: „Du willst mich bestimmt absichtlich ausschließen.“

Besser: „Meinst du, dass ich bei der Gruppe nicht mitmachen soll, oder habe ich dich falsch verstanden?“

Nachfragen kann Missverständnisse früh klären.


Rollenspiele

Gemeinfreies Bild von Selena Wilke, via Wikimedia Commons.


Rollenspiel 1: Das Gruppenplakat

Rolle Auftrag
Person A Du möchtest ein großes Plakat mit vielen Bildern.
Person B Du möchtest lieber wenig Text und eine kurze Präsentation.
Beobachterin oder Beobachter Achte auf Ausredenlassen, Bezugnehmen, Nachfragen, höflichen Widerspruch und respektvolle Sprache.

Ziel: Findet eine gemeinsame Lösung, ohne dass eine Person einfach gewinnt.


Rollenspiel 2: Die Pausenidee

Rolle Auftrag
Person A Du möchtest in der Pause Fußball spielen.
Person B Du möchtest lieber gemeinsam Karten spielen.
Person C Du möchtest eine Lösung, bei der niemand ausgelacht oder übergangen wird.

Zusatzregel: Jede Person muss mindestens einmal auf einen vorherigen Beitrag Bezug nehmen.


Rollenspiel 3: Sitzordnung bei einer Gruppenarbeit

Rolle Auftrag
Person A Du möchtest am Fenster sitzen.
Person B Du möchtest dort sitzen, weil Du die Tafel von der anderen Seite schlecht siehst.
Person C Du moderierst und stellst mindestens zwei Nachfragen.

Auswertung: Welche Formulierung hat geholfen? An welcher Stelle wurde es schwierig? Wie könnte der Satz verbessert werden?


Beobachtungsbogen für Rollenspiele

Kriterium Ja Teilweise Noch nicht
Andere wurden ausreden gelassen.
Beiträge wurden aufgegriffen.
Es wurden hilfreiche Nachfragen gestellt.
Widerspruch blieb höflich.
Die Sprache blieb respektvoll.


Interaktive Entscheidungssituationen

Klappe jede Situation erst nach Deiner Entscheidung auf. Begründe Deine Wahl mit einer Gesprächsregel.


Entscheidung 1: Du wirst unterbrochen

Situation: Du erklärst eine Idee. Kai fällt Dir zum dritten Mal ins Wort. Was hilft am besten?
A: „Halt endlich den Mund!“
B: „Bitte lass mich den Satz noch beenden. Danach höre ich dir zu.“
C: Du redest einfach lauter weiter.
Auswertung: B ist besonders hilfreich. Du benennst ruhig, was Du brauchst, und kündigst an, dass Kai danach zu Wort kommt.


Entscheidung 2: Du verstehst einen Satz nicht

Situation: Ela sagt: „Das mit gestern war echt unfair.“ Du weißt nicht, was sie meint.
A: „Was genau meinst du mit gestern?“
B: „Du übertreibst wieder.“
C: Du wechselst das Thema.
Auswertung: A klärt die Bedeutung, ohne Ela etwas zu unterstellen.


Entscheidung 3: Du bist anderer Meinung

Situation: Sami möchte alle Aufgaben sofort verteilen. Du möchtest zuerst gemeinsam planen.
A: „Deine Idee ist schlecht.“
B: „Ich sehe das anders. Können wir zuerst kurz sammeln, was alles zu tun ist?“
C: „Mach doch, was du willst.“
Auswertung: B formuliert Widerspruch sachlich und macht gleichzeitig einen konkreten Vorschlag.


Entscheidung 4: Jemand macht einen Fehler

Situation: Eine Mitschülerin nennt im Gespräch eine falsche Information.
A: „Das stimmt nicht. Du weißt es wohl nicht.“
B: „Ich glaube, an der Stelle gibt es eine andere Information. Sollen wir kurz nachschauen?“
C: Du lachst.
Auswertung: B korrigiert die Sache, ohne die Person abzuwerten.


KI-Werkstatt: Einen problematischen Dialog verbessern

Eine KI kann Formulierungen vorschlagen. Sie kann aber auch unpassende oder falsche Antworten geben. Deshalb prüfst Du ihre Vorschläge selbst.

Problematischer Dialog:

Nora: „Wir sollten die Präsentation am Montag machen.“

Luca: „Nein, das ist total dumm.“

Nora: „Du hörst sowieso nie zu.“

Luca: „Weil deine Ideen langweilig sind.“

Nora: „Dann rede ich eben gar nicht mehr mit dir.“

Dein erster Auftrag ohne KI: Verbessere den Dialog selbst. Nutze mindestens einmal Ausredenlassen, Bezugnehmen, Nachfragen und höflichen Widerspruch.

Danach kannst Du einer KI diesen Arbeitsauftrag geben:

„Verbessere den folgenden Dialog für eine 6. Klasse. Die Personen sollen sich ausreden lassen, aufeinander Bezug nehmen, mindestens eine höfliche Nachfrage stellen, höflich widersprechen und respektvoll sprechen. Der Inhalt soll möglichst gleich bleiben. Erkläre anschließend in fünf kurzen Punkten, welche Gesprächsregeln verbessert wurden: Nora: Wir sollten die Präsentation am Montag machen. Luca: Nein, das ist total dumm. Nora: Du hörst sowieso nie zu. Luca: Weil deine Ideen langweilig sind. Nora: Dann rede ich eben gar nicht mehr mit dir.“

KI-Check:

  1. Prüfe, ob die KI wirklich alle fünf Gesprächsregeln einhält.
  2. Markiere eine Formulierung, die besonders gut gelungen ist.
  3. Ändere mindestens einen KI-Satz noch einmal selbst.
  4. Vergleiche die KI-Version mit Deiner eigenen Version.
  5. Begründe, welche Version für ein echtes Gespräch besser geeignet ist.

Datenschutz: Gib für diese Übung keine echten privaten Streitgespräche, vollständigen Namen, Adressen, Telefonnummern oder andere persönliche Daten in eine KI ein. Arbeite mit erfundenen Beispielen.


Medienhinweise

Die verwendeten Bilder stammen aus Wikimedia Commons und sind auf ihren Dateiseiten als gemeinfrei, CC0 oder unter einer freien Creative-Commons-Lizenz gekennzeichnet. Die YouTube-Videos werden nur eingebettet und nicht kopiert. Vor einer Unterrichtsnutzung sollte geprüft werden, ob das jeweilige Video weiterhin rechtmäßig vom Anbieter bereitgestellt wird.

Freies Bild: María Florencia, CC0 1.0, via Wikimedia Commons.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bedeutet Ausredenlassen in einem Gespräch? (Ich warte, bis die andere Person ihren Gedanken beendet hat) (!Ich rede gleichzeitig weiter) (!Ich ändere sofort das Thema) (!Ich beende den Satz der anderen Person)




Welcher Satz nimmt gut auf einen vorherigen Beitrag Bezug? (Du hast gesagt, dass die Pause länger sein sollte. Dazu möchte ich etwas ergänzen.) (!Ich sage jetzt einfach meine Meinung.) (!Das ist doch egal.) (!Hör auf damit.)




Welche Reaktion ist eine hilfreiche Nachfrage? (Kannst du genauer erklären, was du damit meinst?) (!Das stimmt bestimmt nicht.) (!Du redest zu viel.) (!Ich will das gar nicht wissen.)




Wie kannst Du höflich widersprechen? (Ich sehe das anders, weil mir ein anderer Punkt wichtig ist.) (!Das ist eine dumme Idee.) (!Du hast keine Ahnung.) (!Sei still.)




Welche Aussage ist respektvoll? (Ich möchte meinen Satz noch beenden. Danach höre ich dir zu.) (!Du nervst immer.) (!Mit dir kann man nicht reden.) (!Deine Meinung ist lächerlich.)




Was zeigt, dass Du wirklich zugehört hast? (Ich greife einen Gedanken auf und antworte passend darauf.) (!Ich warte nur darauf, selbst sprechen zu können.) (!Ich schaue währenddessen nur auf mein Handy.) (!Ich wechsle ohne Grund das Thema.)




Was ist sinnvoll, wenn Du eine Aussage nicht verstanden hast? (Ich frage höflich nach.) (!Ich erfinde selbst eine Bedeutung.) (!Ich lache darüber.) (!Ich unterbreche mit einem anderen Thema.)




Welche Reaktion passt am besten, wenn jemand anderer Meinung ist? (Ich höre den Grund an und antworte sachlich.) (!Ich beleidige die Person.) (!Ich werde sofort lauter.) (!Ich beende das Gespräch ohne Erklärung.)




Worauf solltest Du bei einer KI-Verbesserung eines Dialogs achten? (Ich prüfe selbst, ob die Gesprächsregeln wirklich eingehalten werden.) (!Ich übernehme jede Antwort ungeprüft.) (!Ich gebe echte private Streitgespräche mit Namen ein.) (!Ich lasse nur die KI entscheiden, was respektvoll ist.)




Welche Aussage beschreibt ein gelungenes Klassengespräch am besten? (Die Beteiligten hören einander zu, beziehen sich auf Beiträge und bleiben respektvoll.) (!Nur die lauteste Person spricht.) (!Widerspruch ist verboten.) (!Nachfragen sind störend.)





Memory

Ausredenlassen Einen Gedanken zu Ende hören
Bezugnehmen An einen vorherigen Beitrag anknüpfen
Nachfrage Unklares höflich klären
Widerspruch Eine andere Meinung sachlich ausdrücken
Respekt Die Person nicht abwerten
Zuhörsignal Aufmerksamkeit zeigen
Begründung Einen Grund für die eigene Meinung nennen
Moderation Auf Reihenfolge und Regeln achten





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Gesprächshandlung
Ausreden lassen Beitrag zu Ende hören
Bezug nehmen Vorherigen Gedanken aufgreifen
Nachfragen Unklarheit klären
Höflich widersprechen Andere Meinung sachlich begründen
Respektvoll sprechen Person nicht beleidigen






Kreuzworträtsel

Zuhören Wie heißt das aufmerksame Aufnehmen eines Gesprächsbeitrags?
Nachfrage Wie heißt eine Frage, mit der Du etwas Unklares klärst?
Respekt Welches Wort beschreibt einen wertschätzenden Umgang?
Bezug Welches Wort bedeutet, an einen vorherigen Beitrag anzuknüpfen?
Widerspruch Wie heißt das Äußern einer anderen Meinung?
Moderation Wie heißt die Aufgabe, ein Gespräch geordnet zu begleiten?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
In einem guten Gespräch lässt Du andere

.
Wenn Du an einen vorherigen Gedanken anknüpfst, nimmst Du

.
Wenn Du etwas nicht verstehst, kannst Du höflich

.
Eine andere Meinung kannst Du als höflichen

formulieren.
Beleidigungen passen nicht zu einer

Gesprächsweise.
Mit einer passenden

erklärst Du, warum Du etwas anders siehst.
Eine Person, die auf Reihenfolge und Regeln achtet, übernimmt die

.
Vorschläge einer KI solltest Du immer selbst

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Satzstarter: Schreibe fünf hilfreiche Satzstarter auf kleine Karten und ordne sie den Bereichen Bezugnehmen, Nachfragen und Widersprechen zu.
  2. Zuhören: Führe ein zweiminütiges Partnergespräch. Eine Person erzählt von einem Hobby. Die andere darf nur zuhören und danach zwei Inhalte wiedergeben.
  3. Comic: Zeichne einen kurzen Comic mit vier Bildern. Im ersten Teil läuft ein Gespräch schlecht, im zweiten Teil wird es verbessert.
  4. Rollenspiel: Spielt zu zweit eine Meinungsverschiedenheit über eine Pausenaktivität und verwendet mindestens zwei respektvolle Satzstarter.


Standard

  1. Gesprächsbeobachtung: Beobachte ein freiwilliges Rollenspiel in der Klasse mit dem Beobachtungsbogen und gib zwei konkrete Rückmeldungen.
  2. Nachfragen: Formuliere zu fünf unklaren Aussagen jeweils eine passende höfliche Nachfrage.
  3. Künstliche Intelligenz: Bearbeite die KI-Dialogwerkstatt. Vergleiche Deine eigene Verbesserung mit der KI-Version und begründe zwei Unterschiede.
  4. Klassenregeln: Gestaltet in einer Gruppe ein Plakat mit den fünf wichtigsten Gesprächsregeln und je einem Beispielsatz.


Schwer

  1. Klassenrat: Beobachte einen Klassenrat oder eine Gruppendiskussion und untersuche, welche Regeln besonders gut funktionieren und welche noch geübt werden sollten.
  2. Videoanalyse: Suche in einem rechtmäßig verfügbaren Lernvideo eine kurze Gesprächsszene und beschreibe drei Stellen, an denen Zuhören, Nachfragen oder Widerspruch erkennbar sind.
  3. Gesprächstraining: Entwickle mit einer Gruppe eine fünfminütige Übung, mit der jüngere Lernende das Ausredenlassen und Bezugnehmen trainieren können.
  4. Podcast: Produziere eine kurze eigene Audioaufnahme mit zwei Versionen desselben Gesprächs: einmal problematisch und einmal verbessert. Nutze nur selbst geschriebene Texte und Stimmen von Personen, die der Aufnahme zugestimmt haben.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Gesprächsanalyse: Zwei Personen reagieren auf denselben Vorschlag unterschiedlich. Eine sagt „Das ist Quatsch“, die andere „Ich sehe das anders, weil …“. Erkläre, welche Wirkung beide Sätze wahrscheinlich auf das Gespräch haben.
  2. Dialog verbessern: Überarbeite einen kurzen Streitdialog so, dass mindestens vier der fünf Kernregeln erkennbar werden. Markiere anschließend, welche Regel Du an welcher Stelle eingesetzt hast.
  3. Transfer Gruppenarbeit: In einer Gruppe reden zwei Personen ständig gleichzeitig, eine Person sagt gar nichts. Entwickle einen konkreten Plan, wie die Gruppe das Gespräch gerechter ordnen kann.
  4. Höflicher Widerspruch: Formuliere zu der Aussage „Hausaufgaben sollten komplett abgeschafft werden“ eine Zustimmung, eine Nachfrage und einen höflichen Widerspruch. Erkläre die Unterschiede.
  5. Digitale Kommunikation: Übertrage die Gesprächsregeln auf einen Klassenchat. Welche Regeln bleiben gleich und was muss beim Schreiben zusätzlich beachtet werden?
  6. KI-Bewertung: Eine KI schlägt den Satz „Du liegst falsch, aber ist nicht schlimm“ als höflichen Widerspruch vor. Beurteile den Vorschlag und formuliere eine bessere Version.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Regeln aufsagen kannst, sondern sie in Gesprächen anwendest.

  1. Du lässt Gesprächspartner ausreden.
  2. Du kannst einen vorherigen Beitrag korrekt aufgreifen.
  3. Du stellst passende und höfliche Nachfragen.
  4. Du formulierst Widerspruch sachlich und mit Begründung.
  5. Du verwendest respektvolle Sprache auch bei Meinungsverschiedenheiten.
  6. Du kannst ein Gespräch beobachten und konkrete Verbesserungen nennen.
  7. Du kannst einen problematischen Dialog überarbeiten.
  8. Du prüfst KI-Vorschläge selbstständig und begründest Deine Bewertung.




OERs zum Thema

Der Wikipedia-Artikel zum aktiven Zuhören bietet eine weiterführende fachliche Vertiefung.


Weitere freie Medien und Quellen

  1. Wikimedia Commons: Icon Group conversation - RWiC.png – CC BY-SA 4.0.
  2. Wikimedia Commons: Students listening in class.jpg – CC0 1.0.
  3. Wikimedia Commons: Speech bubble.svg – gemeinfrei.
  4. Wikimedia Commons: Diversity speech bubble icons.svg – CC0 1.0.
  5. Wikimedia Commons: Icon-Teacher-at-class.jpg – gemeinfrei.
  6. Wikimedia Commons: Language portal discussion icon.png – CC0 1.0.
  7. Wikimedia Commons: Listening icon.png – CC BY-SA 4.0.
  8. Aktives Zuhören: Weiterführender Hintergrund zum bewussten Zuhören.
  9. Gespräch: Grundbegriff für verbale Kommunikation zwischen Personen.
  10. Kommunikation: Austausch von Informationen, Gedanken und Gefühlen.


Verknüpfte Lernbereiche


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