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D6 E - Informationen bewerten und für eigene Interessen nutzen

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D6 E - Informationen bewerten und für eigene Interessen nutzen



D6 E - Informationen bewerten und für eigene Interessen nutzen


Einleitung

Im Internet, in Büchern, Videos, Lexika, Suchmaschinen und KI-Antworten findest Du in kurzer Zeit sehr viele Informationen. Für eine gute Recherche reicht es aber nicht, möglichst viel zu sammeln. Du musst entscheiden, welche Information Dir für Deine konkrete Fragestellung wirklich hilft. Genau das trainierst Du in diesem aiMOOC auf E-Niveau der Klasse 6.

Du arbeitest mit vier Kernkriterien: Relevanz, Informationswert, Verständlichkeit und Passung. Außerdem lernst Du, Informationen begründet auszuwählen, in eigenen Worten weiterzuverwenden und die verwendeten Quellen kenntlich zu machen. Ein besonderer Schwerpunkt ist der KI-Check: Vorschläge einer KI werden nicht automatisch übernommen. Du prüfst sie am Ausgangsmaterial und am Lernziel.

Merksatz: Eine Information kann richtig und interessant sein und trotzdem für Deine Aufgabe unbrauchbar sein. Gute Informationsauswahl bedeutet deshalb: Frage klären – Material prüfen – auswählen – begründen – passend weiterverwenden.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du

  1. Fragestellungen so formulieren, dass Du gezielt nach passenden Informationen suchen kannst.
  2. Informationen nach Relevanz, Informationswert, Verständlichkeit und Passung beurteilen.
  3. zwischen „interessant“, „richtig“, „wichtig für meine Frage“ und „geeignet für meine Aufgabe“ unterscheiden.
  4. mehrere Quellen und Medien miteinander vergleichen, ohne automatisch dem ersten Suchtreffer zu vertrauen.
  5. ausgewählte Informationen in eigenen Worten für Referate, Plakate, Lernprodukte oder eigene Projekte weiterverwenden.
  6. Quellen und Medien so nutzen, dass Urheberrecht, Creative Commons und Quellenangaben beachtet werden.
  7. Empfehlungen einer KI kritisch prüfen und nur dann übernehmen, wenn sie durch Ausgangsmaterial und Lernziel gestützt werden.


Das Grundproblem: Viele Informationen, eine konkrete Frage

Stell Dir vor, Deine Klasse plant eine kurze Präsentation zum Thema „Wie recherchiere ich im Internet so, dass ich schnell gute Informationen finde?“ Eine Suchmaschine liefert Tausende Treffer. Ein Video erklärt Suchmaschinen allgemein. Ein Lexikonartikel berichtet über ihre Geschichte. Eine Werbeseite behauptet, der erste Treffer sei immer der beste. Eine KI schlägt Dir vor, einfach die kürzeste Antwort zu nehmen.

Alle diese Inhalte haben irgendwie mit dem Thema zu tun. Aber nicht alles beantwortet Deine konkrete Frage. Du brauchst deshalb ein Prüfverfahren.

Recherche ist Auswahl. Deine Aufgabe ist nicht, alles zu übernehmen, sondern die Information zu finden, die zu Deiner Frage, Deinem Lernziel und Deiner Zielgruppe passt.


Der Vierer-Check: RIVP

Die vier Buchstaben stehen für Relevanz – Informationswert – Verständlichkeit – Passung. Du kannst jeden Fund damit prüfen.

Kriterium Leitfrage Woran Du eine gute Information erkennst
Relevanz Beantwortet die Information meine konkrete Fragestellung? Sie enthält genau die Aspekte, die Du brauchst, und schweift nicht unnötig ab.
Informationswert Wie viel brauchbare, neue und überprüfbare Information liefert sie? Sie nennt konkrete Zusammenhänge, Beispiele, Daten oder nachvollziehbare Erklärungen statt leerer Behauptungen.
Verständlichkeit Verstehe ich die Information so gut, dass ich sie erklären kann? Begriffe werden erklärt, Sätze sind nachvollziehbar und Du kannst den Inhalt in eigenen Worten wiedergeben.
Passung Eignet sich die Information für meine Aufgabe, Zielgruppe und Darstellungsform? Inhalt, Länge, Sprache, Aktualität und Medium passen zu Deinem Lernprodukt.

Wichtig: Die vier Kriterien hängen zusammen, sind aber nicht dasselbe. Ein sehr verständlicher Text kann kaum Informationswert haben. Ein fachlich guter Text kann für eine sechste Klasse zu schwierig sein. Eine korrekte Information kann an Deiner Fragestellung vorbeigehen.


Relevanz: Trifft die Information Deine Frage?

Relevanz ist immer an eine Fragestellung gebunden. Die Information „Suchmaschinen durchsuchen automatisch große Mengen an Webseiten“ kann für die Frage „Wie funktioniert eine Suchmaschine?“ sehr relevant sein. Für die Frage „Welche zwei Suchstrategien helfen mir bei einer Hausaufgabe?“ ist sie nur teilweise relevant.

Prüffrage: Wenn Du diese Information streichst, fehlt dann etwas Wichtiges zur Beantwortung Deiner Frage? Wenn nein, ist sie wahrscheinlich nicht zentral.


Informationswert: Wie viel bringt Dir die Information?

Eine Information hat hohen Informationswert, wenn sie Dir wirklich etwas erklärt oder eine begründete Entscheidung ermöglicht. Aussagen wie „Diese Seite ist super!“ oder „Das musst Du unbedingt machen!“ sind Bewertungen, aber liefern kaum überprüfbare Information.

Hoher Informationswert kann zum Beispiel entstehen durch eine klare Erklärung, ein anschauliches Beispiel, eine nachvollziehbare Begründung, einen Vergleich oder eine überprüfbare Angabe. Bei wichtigen Aussagen solltest Du außerdem prüfen, wer sie veröffentlicht hat, wann sie veröffentlicht wurde und ob andere geeignete Quellen sie bestätigen.


Verständlichkeit: Kannst Du es selbst erklären?

Verständlichkeit bedeutet nicht nur „leicht zu lesen“. Du solltest den Inhalt so gut verstanden haben, dass Du ihn ohne Abschreiben in eigenen Worten erklären kannst. Wenn ein Text viele unbekannte Fachbegriffe enthält, kannst Du Begriffe nachschlagen oder eine verständlichere Quelle ergänzen.

Selbsttest: Schließe die Quelle und erkläre einem Partner oder einer Partnerin in zwei Sätzen, was Du gelernt hast. Wenn das nicht gelingt, brauchst Du noch Klärung.


Passung: Eignet sich der Fund für Deinen Zweck?

Passung bezieht sich auf die konkrete Aufgabe. Für ein Kurzreferat von drei Minuten brauchst Du andere Informationen als für eine ausführliche Facharbeit. Für ein Plakat der Klasse 6 brauchst Du andere Formulierungen als für eine wissenschaftliche Veröffentlichung.

Zur Passung gehören zum Beispiel:

  1. Zielgruppe: Ist die Sprache für Deine Mitschülerinnen und Mitschüler geeignet?
  2. Umfang: Ist die Information kurz genug oder lässt sie sich sinnvoll zusammenfassen?
  3. Aktualität: Muss die Information neu sein, oder geht es um Grundlagen?
  4. Medium: Hilft hier eher ein Text, eine Grafik, ein Video, eine Tabelle oder ein Beispiel?
  5. Rechtssicherheit: Darfst Du das Material in Deinem Lernprodukt verwenden, oder solltest Du nur darauf verlinken?


Von der Frage zur begründeten Auswahl

Eine gute Informationsauswahl läuft in sechs Schritten ab.

  1. Frage klären: Formuliere genau, was Du herausfinden willst.
  2. Suchbegriffe bilden: Markiere die wichtigsten Begriffe Deiner Frage und ergänze passende Synonyme.
  3. Mehrere Funde sammeln: Öffne nicht nur den ersten Treffer.
  4. RIVP prüfen: Bewerte Relevanz, Informationswert, Verständlichkeit und Passung.
  5. Auswahl begründen: Formuliere: „Ich nutze diese Information, weil …“
  6. Weiterverwenden: Schreibe in eigenen Worten, nenne die Quelle und prüfe bei Bildern oder anderen Medien die Nutzungsrechte.


Sachtext: Information wird erst durch Auswahl nützlich

Sachtext

Informationen sind nicht automatisch Wissen. Eine Suchmaschine kann Dir viele Treffer anzeigen, aber sie entscheidet nicht, welche Aussage für Deine Aufgabe am wichtigsten ist. Diese Entscheidung triffst Du. Dazu musst Du zuerst Dein Ziel kennen. Wenn Du beispielsweise ein Plakat über „Sicher recherchieren“ gestaltest, hilft Dir eine lange Geschichte der ersten Suchmaschinen nur wenig, selbst wenn sie korrekt ist. Ein kurzer Abschnitt über geeignete Suchbegriffe und das Vergleichen mehrerer Quellen ist dagegen direkt nutzbar.

Auch die Darstellungsform spielt eine Rolle. Eine Grafik kann einen Ablauf schnell zeigen, während ein Sachtext Zusammenhänge genauer erklärt. Ein Video kann anschaulich sein, braucht aber Zeit. Eine Webseite kann aktuell sein, muss aber geprüft werden. Für Dein Lernprodukt wählst Du deshalb nicht nur Informationen aus, sondern auch die passende Form.

Schließlich musst Du Informationen weiterverarbeiten. Kopieren ist kein Verstehen. Wenn Du eine Aussage in eigenen Worten erklären, mit einer zweiten Quelle vergleichen und begründen kannst, warum Du sie nutzt, wird aus einem Fund ein sinnvoller Baustein für Dein eigenes Lernen.


Beispiel: Drei Quellen zur selben Fragestellung

Fragestellung: „Welche zwei Tipps helfen einer sechsten Klasse, bei einer Internetrecherche schneller passende Informationen zu finden?“

Quelle Inhalt Erste Einschätzung
Quelle A: kindgerechtes Lernportal Es erklärt, wie konkrete Suchbegriffe helfen und wie man mehrere Treffer vergleicht. Hohe Relevanz, hoher Informationswert, gut verständlich und passend für Klasse 6.
Quelle B: erfundener Werbetext „Unser Suchdienst ist perfekt. Klicke immer auf Treffer 1 – dann bist Du sofort fertig!“ Das klingt einfach, ist aber eine unbegründete Behauptung und als Regel ungeeignet.
Quelle C: ausführlicher Lexikontext Er beschreibt die Geschichte von Suchmaschinen und nennt viele technische Fachbegriffe. Inhaltlich interessant, für diese konkrete Frage aber nur teilweise relevant und möglicherweise zu umfangreich.

Begründete Auswahl: Quelle A passt am besten, weil sie die Frage direkt beantwortet und für die Zielgruppe verständlich ist. Aus Quelle C könnte höchstens ein kurzer Zusatz genutzt werden. Quelle B sollte nicht als sachliche Grundlage übernommen werden.


Interaktiver Quellenvergleich 1: Was passt zur Frage?

Auftrag: Ordne jeder Aussage die passendste Bewertung zu. Begründe anschließend mündlich mit mindestens zwei RIVP-Kriterien.

Information Bewertung
Konkrete Suchbegriffe verwenden Hohe Relevanz zur Suchstrategie
Geschichte der ersten Suchmaschine Für die konkrete Frage eher Zusatzwissen
Treffer 1 ist immer richtig Unbegründete Behauptung
Zwei geeignete Quellen vergleichen Hoher Informationswert für die Recherche
Unbekannte Fachwörter klären Verbessert die Verständlichkeit




Interaktiver Quellenvergleich 2: Ein Fund kann je nach Frage anders bewertet werden

Vergleiche dieselbe Information mit zwei Fragestellungen.

Information: „Wikimedia Commons sammelt frei lizenzierte und gemeinfreie Mediendateien; für die konkrete Nachnutzung muss die Lizenz der jeweiligen Datei geprüft werden.“

Frage 1: „Wo kann ich nach rechtssicher nutzbaren Bildern für ein Schulplakat suchen?“ – Die Information ist sehr relevant.

Frage 2: „Wie funktioniert der Algorithmus einer Suchmaschine?“ – Die Information ist kaum relevant.

Transfer: Formuliere selbst eine Information, die für eine Frage sehr relevant und für eine andere fast nutzlos ist.


Webseiten als Lernmedien

Für Klasse 6 sind Seiten hilfreich, die altersgerecht erklären, klare Autorenschaft oder redaktionelle Verantwortung zeigen und ihre Inhalte nachvollziehbar strukturieren.

  1. Internet-ABC: Suchen und Finden im Internet – ein kindgerechtes Lernmodul zu Suchmaschinen, Suchbegriffen und Treffern.
  2. FakeHunter Junior – ein spielerischer Zugang zum Prüfen von Meldungen und Informationen.
  3. Planet Schule: Fake News erkennen – Erklärvideo und Übungen zur Quellenprüfung.
  4. klicksafe: App+on – Unterrichtsmaterial ab der Sekundarstufe I zu kritischer Mediennutzung.

Arbeitsauftrag: Öffne zwei der Seiten. Suche jeweils eine Information zur Frage „Wie prüfe ich einen Internetfund?“ und bewerte sie mit RIVP. Nutze nicht automatisch die Seite, die Dir optisch am besten gefällt.


Videos: ansehen, stoppen, prüfen

Ein Video kann verständlich und anschaulich sein. Trotzdem solltest Du prüfen, ob es Deine Fragestellung beantwortet und ob wichtige Aussagen nachvollziehbar sind.

Video 1: Planet Schule – Achtung Fake News! Das Video zeigt unter anderem, wie Falschmeldungen überprüft werden können. Nutze es nicht nur zum Anschauen: Stoppe nach einem Tipp, notiere ihn in eigenen Worten und ordne ihn einem RIVP-Kriterium zu.

Video 2: Die FakeHunter Junior – Erklärfilm Der Film ist für jüngere Lernende konzipiert. Vergleiche seine Erklärweise mit dem Planet-Schule-Video: Welches Video ist für Deine konkrete Aufgabe verständlicher und passender?

Video 3: Fake News einfach erklärt – explainity Dieses Video eignet sich als zusätzlicher Vergleich. Achte nicht nur auf die Gestaltung, sondern auf den Informationswert: Welche überprüfbaren Hinweise werden gegeben?

Rechtshinweis für Lernprodukte: Ein Video anzusehen oder zu verlinken ist etwas anderes als Ausschnitte daraus in ein eigenes Werk zu übernehmen. Wenn Du fremdes Material weiterverwendest, prüfe die jeweilige Lizenz und nenne die Quelle. Bei freien Lizenzen musst Du die angegebenen Bedingungen einhalten.


Grafiken und Bilder sinnvoll auswählen

Bilder sind keine Dekoration mit automatischem Lernwert. Eine Grafik ist dann nützlich, wenn sie einen Inhalt schneller, genauer oder verständlicher macht.

Prüfe bei einem Bild:

  1. Relevanz: Zeigt es wirklich etwas, das zur Frage gehört?
  2. Informationswert: Veranschaulicht es einen Zusammenhang oder ist es nur Schmuck?
  3. Verständlichkeit: Kann die Klasse erkennen, was dargestellt wird?
  4. Passung: Passt Format und Stil zum Lernprodukt?
  5. Nutzungsrecht: Ist die Datei frei lizenziert oder gemeinfrei, und welche Namens- oder Lizenzangabe ist nötig?

Für freie oder frei lizenzierte Medien ist Wikimedia Commons ein guter Suchort. Entscheidend ist immer die Dateibeschreibungsseite mit Lizenzangabe.


Rechtssicher weiterverwenden: Link, Zitat, eigene Worte, freie Lizenz

Du darfst nicht davon ausgehen, dass alles, was im Internet sichtbar ist, beliebig kopiert werden darf.

Für schulische Lernprodukte helfen vier Regeln:

  1. Eigene Worte: Fasse Informationen möglichst selbst zusammen.
  2. Quelle nennen: Schreibe auf, woher die Information stammt.
  3. Zitate kennzeichnen: Wenn Du kurze wörtliche Stellen brauchst, kennzeichne sie als Zitat und gib die Quelle an.
  4. Lizenz prüfen: Bei Bildern, Grafiken, Musik und Videos ist die Nutzungsbedingung besonders wichtig. Freie Lizenzen wie Creative Commons können eine Nutzung erlauben, verlangen aber je nach Lizenz bestimmte Angaben.

Achtung: „Im Internet gefunden“ ist keine Quellenangabe und keine Nutzungserlaubnis.


KI-Check: Empfehlungen nicht automatisch übernehmen

Generative KI kann schnell Vorschläge formulieren. Diese können hilfreich sein, aber auch ungenau, unpassend oder unbegründet wirken. Deshalb gilt: Die KI ist ein Vorschlagsgeber, nicht Dein Prüfsiegel.


Ausgangsmaterial und Lernziel

Lernziel: Erstelle eine kleine Merkkarte für Klasse 6 mit genau vier Regeln zur guten Informationsauswahl.

Ausgangsmaterial:

  1. Kläre zuerst die konkrete Fragestellung.
  2. Vergleiche wichtige Informationen in mehreren geeigneten Quellen.
  3. Prüfe Informationen mit Relevanz, Informationswert, Verständlichkeit und Passung.
  4. Verwende ausgewählte Informationen in eigenen Worten und nenne die Quelle.


Beispiel einer KI-Empfehlung

Eine KI schlägt folgende sechs Regeln vor:

  1. Nimm am besten den ersten Suchtreffer, weil er meistens der wichtigste ist.
  2. Prüfe zuerst, ob eine Information Deine Fragestellung beantwortet.
  3. Kopiere den besten Satz wörtlich, damit keine Information verloren geht.
  4. Vergleiche wichtige Aussagen mit mindestens einer weiteren geeigneten Quelle.
  5. Nimm auffällige Bilder, auch wenn sie die Frage nicht beantworten.
  6. Formuliere ausgewählte Informationen in eigenen Worten und nenne die Quelle.


Der KI-Prüfauftrag

Bewerte jede Empfehlung mit übernehmen, überarbeiten oder verwerfen. Begründe immer mit dem Ausgangsmaterial und dem Lernziel.

KI-Empfehlung Entscheidung Begründung
Ersten Suchtreffer automatisch nehmen Verwerfen Das Ausgangsmaterial verlangt Auswahl und Vergleich. Rang 1 ist kein Beweis für Passung.
Prüfen, ob die Information die Fragestellung beantwortet Übernehmen Das entspricht direkt dem Kriterium Relevanz.
Besten Satz wörtlich kopieren Überarbeiten Inhalt verstehen und in eigenen Worten wiedergeben; ein echtes Zitat müsste als Zitat gekennzeichnet werden.
Mit einer weiteren geeigneten Quelle vergleichen Übernehmen Das unterstützt die Prüfung wichtiger Aussagen.
Auffälliges Bild ohne Bezug nutzen Verwerfen Das Bild wäre nicht relevant und hätte keinen Lernwert für die Fragestellung.
In eigenen Worten formulieren und Quelle nennen Übernehmen Das passt zum Ausgangsmaterial und zum Lernziel.

KI-Regel: Übernimm eine Empfehlung nur, wenn Du sagen kannst, welche Stelle im Ausgangsmaterial und welcher Teil des Lernziels dafür sprechen.


Interaktiver KI-Check

Ordne die KI-Empfehlung der passenden Entscheidung zu. Entscheidung
Fragestellung zuerst prüfen Übernehmen
Ersten Treffer automatisch wählen Verwerfen
Wörtlich kopieren ohne Kennzeichnung Verwerfen
Wichtige Aussage mit zweiter Quelle vergleichen Übernehmen
Zu schwierigen Text ohne Verständnis nutzen Überarbeiten




Informationen für eigene Interessen nutzen

Informationskompetenz brauchst Du nicht nur für Hausaufgaben. Sie hilft Dir immer dann, wenn Du selbst etwas entscheiden, planen, erklären oder gestalten willst.

Beispiele:

  1. Du planst ein Referat zu einem Hobby und musst entscheiden, welche Fakten Deine Klasse wirklich braucht.
  2. Du willst für eine Klassenaktion zwei umsetzbare Ideen auswählen und vergleichst Aufwand, Nutzen und Zielgruppe.
  3. Du möchtest eine Anleitung verstehen und prüfst, ob sie vollständig und verständlich ist.
  4. Du suchst für ein Plakat ein Bild und prüfst nicht nur das Motiv, sondern auch die Lizenz.
  5. Du fragst eine KI nach Vorschlägen und überprüfst, welche davon zu Deinem Ziel und Deinen Quellen passen.

E-Niveau bedeutet hier: Du triffst nicht nur eine Auswahl, sondern begründest sie mit Kriterien und kannst erklären, warum Du andere Informationen nicht nutzt.


Mini-Strategie für jede Recherche

Merke Dir die Folge:

F – P – V – A – N

  1. Frage formulieren.
  2. Prüfen mit RIVP.
  3. Vergleichen mit einer weiteren geeigneten Quelle.
  4. Auswählen und begründen.
  5. Nachweis der Quelle sichern.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was prüfst Du beim Kriterium Relevanz? (Ob eine Information die konkrete Fragestellung beantwortet) (!Ob die Seite besonders bunt gestaltet ist) (!Ob der Text möglichst lang ist) (!Ob die Information an erster Stelle steht)




Was beschreibt den Informationswert am besten? (Wie viel brauchbare und überprüfbare Information ein Fund für die Aufgabe liefert) (!Wie viele Bilder auf einer Seite stehen) (!Wie schnell eine Seite geladen wird) (!Wie bekannt der Name der Webseite ist)




Wann ist eine Information für Dich ausreichend verständlich? (Wenn Du den Inhalt in eigenen Worten erklären kannst) (!Wenn Du jedes Wort abschreibst) (!Wenn der Text besonders viele Fachwörter enthält) (!Wenn die Überschrift kurz ist)




Was gehört zur Passung einer Information? (Ob Inhalt und Darstellungsform zu Aufgabe und Zielgruppe passen) (!Ob die Quelle das größte Logo hat) (!Ob die Seite zuerst geöffnet wurde) (!Ob die Information besonders überraschend klingt)




Welche Aussage über Suchtreffer ist richtig? (Der erste Treffer muss trotzdem auf seine Eignung geprüft werden) (!Der erste Treffer ist immer die beste Quelle) (!Nur der letzte Treffer muss geprüft werden) (!Die Reihenfolge ersetzt die Quellenprüfung)




Was solltest Du mit einer wichtigen Information tun? (Sie mit einer weiteren geeigneten Quelle vergleichen) (!Sie sofort ungeprüft übernehmen) (!Sie nur nach der Schriftgröße bewerten) (!Sie ausschließlich nach dem Bild auswählen)




Wie nutzt Du eine fremde Information sinnvoll weiter? (Du verstehst sie, formulierst sie passend und nennst die Quelle) (!Du kopierst sie ohne Quellenangabe) (!Du änderst nur zwei Wörter und nennst keine Quelle) (!Du entfernst den Namen der ursprünglichen Seite)




Was gilt für Bilder aus dem Internet? (Die Nutzungsbedingungen und die Quelle müssen geprüft werden) (!Jedes sichtbare Bild darf frei kopiert werden) (!Nur die Bildgröße entscheidet über die Nutzung) (!Eine Suchmaschine erteilt automatisch alle Bildrechte)




Wie gehst Du mit einer Empfehlung einer KI um? (Du prüfst sie am Ausgangsmaterial und am Lernziel) (!Du übernimmst sie immer vollständig) (!Du glaubst ihr nur dann, wenn sie lang klingt) (!Du prüfst nur die Rechtschreibung)




Welche Begründung zeigt eine gute Informationsauswahl? (Ich nutze diese Information, weil sie meine Frage direkt beantwortet und für Klasse 6 verständlich ist) (!Ich nutze sie, weil sie zufällig zuerst erschien) (!Ich nutze sie, weil sie die meisten Wörter hat) (!Ich nutze sie, weil ich keine andere Quelle angesehen habe)





Memory

Relevanz Bezug zur Fragestellung
Informationswert Brauchbare und überprüfbare Aussage
Verständlichkeit Inhalt in eigenen Worten erklären
Passung Eignung für Aufgabe und Zielgruppe
Quellenvergleich Wichtige Aussage mit weiterem Fund prüfen
Quellenangabe Herkunft einer Information nennen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Fragestellung Ausgangspunkt der Recherche
Relevanz Bezug zur konkreten Frage
Verständlichkeit Inhalt selbst erklären können
Passung Eignung für Ziel und Zielgruppe
Quellennachweis Herkunft der Information festhalten




...


Kreuzworträtsel

Relevanz Welches Kriterium prüft den Bezug zur Fragestellung?
Quelle Wie nennt man den Ursprung einer Information?
Passung Welches Kriterium prüft die Eignung für Aufgabe und Zielgruppe?
Vergleich Wie heißt das Gegenüberstellen mehrerer geeigneter Quellen?
Lizenz Welche Angabe bestimmt oft die Bedingungen zur Nutzung eines Bildes?
Auswahl Wie nennt man die begründete Entscheidung für bestimmte Informationen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Am Anfang einer Recherche steht eine konkrete

. Eine Information ist

, wenn sie diese Frage beantwortet. Der

beschreibt, wie viel brauchbare und überprüfbare Information ein Fund liefert. Gute Verständlichkeit erkennst Du daran, dass Du den Inhalt in

erklären kannst. Die

zeigt, ob Inhalt und Form zur Aufgabe und Zielgruppe passen. Wichtige Aussagen solltest Du mit einer weiteren

vergleichen. Bevor Du ein Bild übernimmst, musst Du die

prüfen. Empfehlungen einer KI werden nicht automatisch übernommen, sondern am

und am Lernziel kontrolliert.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Informationsampel: Suche zu einer selbst gewählten Schulfrage drei Informationen und markiere für jede Information, ob ihre Relevanz hoch, mittel oder niedrig ist. Begründe jede Markierung mit einem Satz.
  2. Einfach erklären: Wähle einen kurzen Sachtext und formuliere seinen wichtigsten Inhalt in zwei eigenen Sätzen für eine Mitschülerin oder einen Mitschüler.
  3. Bildcheck: Finde auf Wikimedia Commons ein Bild zu einem Unterrichtsthema. Notiere Dateiname, Quelle, Lizenz und begründe, warum das Bild zur Aufgabe passt.
  4. Fragen schärfen: Verwandle drei breite Themen wie „Tiere“, „Internet“ oder „Sport“ in konkrete Fragestellungen, die man recherchieren kann.


Standard

  1. Quellenvergleich: Vergleiche zwei Webseiten zur selben Frage mit einer RIVP-Tabelle. Entscheide, welche Du für ein Referat nutzen würdest, und begründe Deine Auswahl.
  2. Medienmix: Finde zu einem Thema einen Sachtext, eine Grafik und ein Video. Erkläre, welche Information Du aus welchem Medium übernimmst und warum.
  3. Zielgruppenwechsel: Nimm eine Information aus einem schwierigen Text und formuliere sie einmal für Klasse 6 und einmal für Erwachsene. Erkläre, was Du verändert hast.
  4. KI-Check: Bitte eine KI um fünf Tipps zu einer Recherchefrage. Prüfe jeden Tipp anhand von zwei zuvor ausgewählten Quellen und kennzeichne „übernehmen“, „überarbeiten“ oder „verwerfen“.


Schwer

  1. Informationsdossier: Erstelle zu einer eigenen Interessenfrage ein Dossier aus mindestens vier verschiedenen Quellen. Wähle nur die Informationen aus, die Dein Lernziel wirklich unterstützen, und begründe jede Auswahl.
  2. Quellenkonflikt: Suche zwei Quellen, die einen Aspekt unterschiedlich darstellen. Untersuche, worin der Unterschied liegt, welche Informationen belegt sind und welche Formulierung Du in Deinem eigenen Text verantworten kannst.
  3. Lernprodukt mit Lizenznachweis: Gestalte ein digitales Plakat oder eine Präsentationsseite mit einem selbst formulierten Sachtext und mindestens zwei frei nutzbaren Medien. Dokumentiere die Quellen und Lizenzen.
  4. KI-Redaktion: Erstelle zuerst aus geprüften Quellen einen eigenen Vier-Punkte-Leitfaden. Lasse anschließend eine KI einen Leitfaden erzeugen. Vergleiche beide Versionen, verbessere die KI-Version und dokumentiere jede Änderung mit Bezug auf Quelle oder Lernziel.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferfall Schulprojekt: Eure Klasse plant eine Informationsseite zum Thema „Weniger Müll in der Schule“. Du erhältst sechs Informationen unterschiedlicher Länge und Qualität. Wähle drei aus, begründe die Auswahl mit RIVP und erkläre, warum Du die anderen nicht nutzt.
  2. Medienentscheidung: Für ein Drei-Minuten-Referat stehen ein zehnminütiges Video, eine übersichtliche Grafik und ein langer Fachtext zur Verfügung. Entscheide, welches Medium Du zuerst nutzt und wie Du die anderen ergänzend einsetzen würdest. Begründe mit Lernziel und Zielgruppe.
  3. Quellenkonflikt lösen: Zwei geeignete Quellen nennen unterschiedliche Empfehlungen. Beschreibe ein Vorgehen, mit dem Du entscheidest, was Du in Deinem Lernprodukt schreibst, ohne einfach eine Seite zu bevorzugen.
  4. KI gegen Ausgangsmaterial: Eine KI empfiehlt etwas, das dem Ausgangsmaterial widerspricht. Erkläre, wie Du den Widerspruch prüfst und welche Belege Du für eine Entscheidung brauchst.
  5. Rechtssicher gestalten: Du hast ein passendes Bild gefunden, aber keine verständliche Lizenzangabe. Erkläre, wie Du weiter vorgehst und welche Alternative Du wählen kannst.
  6. Begründete Kürzung: Ein Sachtext enthält zehn richtige Informationen, Dein Plakat hat aber nur Platz für drei. Wähle nach einer selbst formulierten Fragestellung aus und erkläre, warum „richtig“ allein noch kein Auswahlkriterium ist.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe aufsagen kannst, sondern Informationsauswahl sichtbar und begründet durchführst.

  1. Du formulierst eine klare Fragestellung und ein passendes Lernziel.
  2. Du vergleichst mehrere Informationen oder Quellen nach Relevanz, Informationswert, Verständlichkeit und Passung.
  3. Du wählst Informationen nachvollziehbar aus und begründest auch, warum Du andere Informationen nicht verwendest.
  4. Du gibst zentrale Inhalte in eigenen Worten wieder und führst Quellen nachvollziehbar an.
  5. Du prüfst bei Bildern, Grafiken oder Videos die Nutzungsbedingungen beziehungsweise verlinkst das Material, statt es ungeprüft zu kopieren.
  6. Du zeigst bei einer KI-Empfehlung, welche Teile durch Ausgangsmaterial und Lernziel gestützt sind, welche überarbeitet und welche verworfen werden müssen.
  7. Du kannst Deine Auswahl auf eine neue Fragestellung übertragen und erklären, warum sich dadurch die Bewertung derselben Information ändern kann.




OERs zum Thema

Weiterführende freie und offene Lernangebote:

  1. Internet-ABC – Suchen und Finden im Internet
  2. Planet Schule – Fake News erkennen
  3. Wikimedia Commons – frei lizenzierte und gemeinfreie Medien finden
  4. FakeHunter Junior – spielerisch Informationen prüfen



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