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D5 M - Starke und schwache Verben

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D5 M - Starke und schwache Verben



D5 M - Starke und schwache Verben

Piktogramm für ein Verb
Piktogramm für ein Verb

Verbdetektiv gesucht! Du sagst: „Heute spiele ich im Hof.“ Gestern hieß es: „Ich spielte im Hof.“ Aber bei „gehen“ klingt die Vergangenheit anders: „Heute gehe ich nach Hause.“ – „Gestern ging ich nach Hause.“ Warum steht einmal -te und warum verändert sich beim anderen Verb der Vokal? Genau diese Spur führt Dich zu schwachen und starken Verben.

Dieser aiMOOC ist für Klasse 5 auf M-Niveau angelegt. Du arbeitest vom Erkennen über das Bilden bis zum Begründen und Übertragen. Dabei nutzt Du Regeln, Tabellen, Hörbeispiele und interaktive Übungen und prüfst zunehmend selbstständig, ob Deine Lösung wirklich passt.


Einleitung

Verben verändern ihre Form. Diese Veränderung nennt man Konjugation. Für starke und schwache Verben sind besonders drei Formen wichtig: der Infinitiv, das Präteritum und das Partizip II. An diesen Stammformen kannst Du häufig erkennen, zu welcher Gruppe ein Verb gehört.

Gegenwart / Grundform Vergangenheit Form für das Perfekt Beobachtung
spielen spielte gespielt Der Stammvokal bleibt gleich; im Präteritum erscheint -te.
fahren fuhr gefahren Der Stammvokal wechselt: a → u.

Dein erster Denkauftrag: Erkläre mit eigenen Worten, was sich bei spielen – spielte – gespielt und bei fahren – fuhr – gefahren unterscheidet. Formuliere erst selbst eine Vermutung. Lies danach die Regel.


Vorwissen aktivieren

Du kennst bereits Verben als Wörter für Tätigkeiten, Vorgänge oder Zustände. Prüfe Dein Vorwissen an diesen Beispielen: laufen, lachen, lesen, lernen, schreiben, spielen. Suche jeweils die Grundform und bilde mündlich einen Satz in der Gegenwart sowie einen Satz in der Vergangenheit.

Ordne die passende Wortart oder Form zu. Vorgabe
Verb spielen
Präteritum spielte
Partizip II gespielt
Infinitiv fahren



Sofortkontrolle: Wenn die Zuordnung klappt, starte mit den Stammformen. Wenn Du bei Präteritum oder Partizip II noch unsicher bist, nutze zuerst die Tabelle im nächsten Abschnitt.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du:

  1. schwache Verben an typischen Formen erkennen und regelmäßig bilden.
  2. starke Verben an häufigen Vokalwechseln erkennen und wichtige Formen sicher verwenden.
  3. Präteritum und Partizip II in Verbtabellen, Sätzen und kurzen Texten bestimmen und bilden.
  4. Deine Entscheidung mit einer Regel oder einer passenden Stammformenreihe begründen.
  5. eine KI-Ausgabe zu Verbformen erst selbst prüfen, dann mit Regel oder Quelle vergleichen und nachvollziehbar verbessern.


Lernweg im Spiralprinzip

Lernrunde Was Du tust Leitfrage
Entdecken Formen vergleichen Was verändert sich?
Erkennen stark oder schwach zuordnen Welche Regel passt?
Bilden Stammformen und Personenformen bilden Wie lautet die richtige Form?
Anwenden Sätze und kurze Texte schreiben Passt die Form im Zusammenhang?
Begründen Entscheidung erklären Woran erkenne ich das?
Prüfen und übertragen Fehler finden, KI-Ausgaben prüfen, neue Verben untersuchen Kann ich die Regel selbstständig anwenden?


Grundwissen: Die drei Stammformen

Die drei Stammformen helfen Dir wie ein Fingerabdruck des Verbs.

Stammform Beispiel schwach Beispiel stark Wozu brauchst Du sie?
Infinitiv spielen fahren Grundform des Verbs
Präteritum spielte fuhr Erzählform der Vergangenheit
Partizip II gespielt gefahren Bestandteil des Perfekts

Formen-Zeitstrahl

Grundform Präteritum Partizip II
spielen spielte gespielt
fahren fuhr gefahren
trinken trank getrunken


Schwache Verben

Schwache Verben werden im heutigen Deutsch meistens als regelmäßig beschrieben. Typisch ist:

  1. Im Präteritum steht meist -te: machen → machte.
  2. Das Partizip II endet bei vielen einfachen schwachen Verben auf -t: machen → gemacht.
  3. Der Stammvokal bleibt normalerweise gleich: a – a – a in machen – machte – gemacht.
Infinitiv Präteritum Partizip II Stammvokal
machen machte gemacht a – a – a
spielen spielte gespielt ie – ie – ie
lernen lernte gelernt e – e – e
fragen fragte gefragt a – a – a
arbeiten arbeitete gearbeitet ei – ei – ei

Bei Verben wie arbeiten hörst Du ein zusätzliches e: arbeitete. Das ändert nichts daran, dass das Verb schwach ist.


Hörbeispiel: schwache Vergangenheitsform

Höre auf die Form machte im Beispiel. Achte besonders auf die hörbare Silbe -te.

Datei:De-machte locker.ogg

Hörauftrag: Sprich anschließend selbst langsam: machen – machte – gemacht. Markiere beim Sprechen die Stelle, an der Du die Vergangenheitsform erkennst.


Starke Verben

Starke Verben zeigen typischerweise einen Ablaut: Der Stammvokal verändert sich zwischen den Stammformen. Im Schulunterricht werden starke Verben deshalb oft zusammen mit unregelmäßigen Verben gelernt. Wichtig ist aber: Starke Verben folgen historischen Mustern und sind nicht einfach zufällig verändert.

Infinitiv Präteritum Partizip II Vokalreihe
fahren fuhr gefahren a – u – a
singen sang gesungen i – a – u
trinken trank getrunken i – a – u
schreiben schrieb geschrieben ei – ie – ie
sprechen sprach gesprochen e – a – o
sehen sah gesehen e – a – e
geben gab gegeben e – a – e
nehmen nahm genommen e – a – o

Viele starke Verben bilden das Partizip II auf -en: gefahren, gesungen, gesprochen. Das ist ein nützlicher Hinweis, aber Du solltest immer die ganze Stammformenreihe prüfen.


Hörbeispiel: starke Vergangenheitsform

Höre auf die Form ging. Vergleiche sie mit der Grundform gehen.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Hörauftrag: Sage danach: gehen – ging – gegangen. Erkläre, warum Du diese Reihe nicht nach dem schwachen Muster gehen – gehte – gegeht bilden darfst.


Direkter Vergleich

Merkmal Schwache Verben Starke Verben
Präteritum meist mit -te meist mit verändertem Stammvokal
Partizip II häufig auf -t häufig auf -en
Stammvokal meist gleich häufig verändert
Beispiel lernen – lernte – gelernt trinken – trank – getrunken
Lernstrategie Regel anwenden Stammformen mitlernen und Muster erkennen

Merksatz: Bei schwachen Verben hilft Dir oft -te / -t. Bei starken Verben achtest Du besonders auf den Vokalwechsel.


Achtung: Nicht jedes Verb passt perfekt in nur zwei Schubladen

Einige häufige Verben verändern den Stamm und haben zugleich eine Endung wie schwache Verben. Solche Formen werden oft als Mischverben bezeichnet.

Infinitiv Präteritum Partizip II
denken dachte gedacht
bringen brachte gebracht
kennen kannte gekannt
nennen nannte genannt

Auch sein – war – gewesen und haben – hatte – gehabt sind sehr häufige Sonderfälle. Für Klasse 5 gilt: Lerne häufige Stammformen sicher und begründe bei klaren Beispielen mit den Merkmalen -te / -t oder Vokalwechsel.


Verbtabellen und Satzmodelle


Präteritum: spielen und fahren

Person schwach: spielen stark: fahren
ich spielte fuhr
du spieltest fuhrst
er / sie / es spielte fuhr
wir spielten fuhren
ihr spieltet fuhrt
sie spielten fuhren

Beobachtung: In der 1. und 3. Person Singular steht bei spielen die Form spielte, bei fahren die Form fuhr. Die Personenendungen kommen danach nach einem bekannten Muster hinzu.


Satzmodell im Präteritum

Subjekt Verb im Präteritum Ergänzung Ganzer Satz
Mia spielte im Hof Mia spielte im Hof.
Ben fuhr mit dem Rad Ben fuhr mit dem Rad.
Wir lernten für Deutsch Wir lernten für Deutsch.
Die Kinder sangen ein Lied Die Kinder sangen ein Lied.

Satzbauplan: Subjekt + Verb im Präteritum + Ergänzung.


Satzmodell im Perfekt

Subjekt Hilfsverb Ergänzung Partizip II Ganzer Satz
Mia hat im Hof gespielt Mia hat im Hof gespielt.
Ben ist nach Hause gefahren Ben ist nach Hause gefahren.
Wir haben für Deutsch gelernt Wir haben für Deutsch gelernt.

Ob das Perfekt mit haben oder sein gebildet wird, ist eine eigene Regel. Für die Unterscheidung stark/schwach konzentrierst Du Dich hier vor allem auf das Partizip II.


Kurzer Detektivtext

Der verschwundene Schlüssel – ein eigens für diese Übung verfasster Kurztext:

„Am Morgen suchte Leni ihren Schlüssel. Sie öffnete jede Tasche und sah unter den Schreibtisch. Dann fand sie eine kleine Notiz. Ihr Bruder schrieb darauf nur ein Wort: Fahrradkorb. Leni lachte, lief nach draußen und holte den Schlüssel.“

Auftrag: Sammle alle Verbformen im Präteritum. Ordne sie in schwach und stark. Begründe mindestens drei Entscheidungen mit einer Stammformenreihe, zum Beispiel suchen – suchte – gesucht.


Kleine Sprachgeschichte

Jacob Grimm
Jacob Grimm

Der Sprachforscher Jacob Grimm führte die Bezeichnungen starkes Verb und schwaches Verb im frühen 19. Jahrhundert in die Sprachwissenschaft ein. Für Dich ist heute wichtiger als die Geschichte der Begriffe, dass Du die Formen sicher erkennst und verwendest.


Erklärvideo und bewegte Übung

Das folgende Video erklärt den Unterschied zwischen starken und schwachen Verben. Notiere beim Ansehen je ein Kennzeichen und ein Beispiel für beide Gruppen.

Für die Wiederholung kannst Du anschließend mit einem Video üben, das Aufgaben und Lösungen schrittweise zeigt. Stoppe vor der Lösung und entscheide zuerst selbst.


Training mit Hilfestufen


Hilfestufen

Wenn Du bei einer Aufgabe nicht weiterkommst, nutze die Hilfen nacheinander:

  1. Hilfe 1 – Präteritum ansehen: Steht ein deutliches -te am Stamm?
  2. Hilfe 2 – Vokal vergleichen: Verändert sich der Stammvokal zwischen Infinitiv und Präteritum?
  3. Hilfe 3 – Partizip prüfen: Endet es typisch auf -t oder -en?
  4. Hilfe 4 – Stammformen sprechen: Sage die drei Formen laut. Viele häufige Reihen erkennst Du besser, wenn Du sie hörst.
  5. Hilfe 5 – Quelle nutzen: Prüfe erst jetzt eine Verbtafel, ein Wörterbuch oder die OER-Quellen am Ende.


Konjugationslabor: Ergänze die Formen

Ergänze jeweils die passende Form.
Ich

gestern Fußball. Wir {fuhren } am Samstag zum See. Er hat ein Lied

. Ihr

für die Arbeit. Sie hat den Ball

. Du

nach dem Weg.


Wiederholung: Lies jeden vollständigen Satz laut und sage danach, ob das Verb schwach oder stark ist.


Formenketten: Erkennen und begründen

Ordne die Stammformen richtig zu. Verb
spielte – gespielt spielen
fuhr – gefahren fahren
trank – getrunken trinken
lernte – gelernt lernen
sprach – gesprochen sprechen
fragte – gefragt fragen



Begründungsauftrag: Wähle zwei Paare und erkläre jeweils mit einem Merkmal, warum das Verb stark oder schwach ist.


KI-Kompetenz: Verbformen kritisch prüfen

Symbol für Prüfen und Recherchieren
Symbol für Prüfen und Recherchieren

In Klasse 5 gilt beim Arbeiten mit KI das Grundmuster:

selbst denken → KI gezielt nutzen → Ausgabe prüfen → mit Regel oder Quelle vergleichen → verbessern → KI-Hilfe transparent machen

Wichtig: KI darf Deine eigene Denkleistung nicht ersetzen. Gib keine personenbezogenen Daten ein.

Eine mögliche fehlerhafte KI-Ausgabe lautet:

KI-Ausgabe Deine Prüfung
„machen – machte – gemacht ist stark.“ Prüfe mit der Regel für schwache Verben.
„fahren – fahrte – gefahrt ist schwach.“ Prüfe die echten Stammformen.
„trinken – trank – getrunken ist schwach.“ Vergleiche die Vokalreihe.
„spielen – spielte – gespielt ist stark.“ Prüfe Präteritum und Partizip II.

Arbeitsweg:

  1. Selbst denken: Schreibe zuerst ohne KI die richtigen Stammformen zu machen, fahren, trinken und spielen auf.
  2. KI gezielt nutzen: Nutze eine KI nur für eine zweite Einschätzung oder Erklärung.
  3. Ausgabe prüfen: Markiere jede Aussage als richtig oder falsch.
  4. Vergleichen: Begründe mit der Regel aus diesem aiMOOC oder einer der OER-Quellen.
  5. Verbessern: Formuliere die falschen Aussagen korrekt und ergänze je eine Begründung.
  6. Transparent machen: Notiere am Ende einen Satz wie „KI-Hilfe genutzt für …; selbst geprüft mit …“.

Transfer: Erfinde anschließend eine absichtlich falsche KI-Antwort zu einem neuen Verb. Tausche sie mit einer Lernpartnerin oder einem Lernpartner und verbessert euch gegenseitig. Entscheidend ist nicht, wer die KI benutzt, sondern wer die Ausgabe begründet prüfen kann.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Woran erkennst Du ein typisches schwaches Verb im Präteritum? (Es bildet die Form meist mit te) (!Es wechselt immer den Stammvokal) (!Es endet immer auf en) (!Es hat keine Vergangenheitsform)




Welche Stammformen gehören zu einem starken Verb? (fahren fuhr gefahren) (!fahren fahrte gefahrt) (!spielen spielte gespielt) (!lernen lernte gelernt)




Welche Reihe zeigt ein schwaches Verb? (machen machte gemacht) (!singen sang gesungen) (!trinken trank getrunken) (!sprechen sprach gesprochen)




Was verändert sich bei vielen starken Verben? (Der Stammvokal) (!Immer der erste Buchstabe) (!Immer die Satzstellung) (!Immer das Subjekt)




Wie lautet das Präteritum von trinken? (trank) (!trinkte) (!getrunken) (!trinkt)




Wie lautet das Partizip II von spielen? (gespielt) (!gespielen) (!spielte) (!spielend)




Welche Form ist das Präteritum von sprechen? (sprach) (!gesprochen) (!spricht) (!sprechte)




Welche Aussage passt zu schwachen Verben? (Der Stammvokal bleibt meist gleich) (!Der Stammvokal muss immer wechseln) (!Das Präteritum hat nie eine Endung) (!Das Partizip endet immer auf en)




Warum ist fahren in fahren fuhr gefahren stark? (Weil sich der Stammvokal verändert) (!Weil das Wort mit f beginnt) (!Weil gefahren mit ge beginnt) (!Weil fahren zwei Silben hat)




Was ist beim Prüfen einer KI-Antwort zuerst wichtig? (Zuerst selbst denken und dann mit einer Regel vergleichen) (!Die erste KI-Antwort sofort übernehmen) (!Nur auf die Länge der Antwort achten) (!Eigene Überlegungen weglassen)





Memory

machen machte
fahren fuhr
spielen gespielt
trinken getrunken
lernen lernte
sehen gesehen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
machte schwaches Verb im Präteritum
fuhr starkes Verb im Präteritum
gespielt schwaches Partizip
getrunken starkes Partizip
lernte regelmäßige Vergangenheitsform
sprach Vokalwechsel im Präteritum





Kreuzworträtsel

Ablaut Wie heißt der Wechsel des Stammvokals bei vielen starken Verben?
Infinitiv Wie heißt die Grundform eines Verbs?
Präteritum Wie heißt die einfache Vergangenheitsform?
Partizip Welcher Fachbegriff steckt in der Bezeichnung Partizip II?
Stammvokal Welcher Laut verändert sich bei vielen starken Verben?
Konjugation Wie heißt das Beugen eines Verbs?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Schwache Verben bilden ihr Präteritum meistens mit der Endung

. Starke Verben zeigen häufig einen Wechsel des

. Die drei wichtigen Stammformen beginnen mit dem

. Auf ihn folgt als zweite Stammform das

. Die dritte Stammform ist das

. Bei vielen schwachen Verben endet das Partizip II auf

. Bei vielen starken Verben endet es auf

. Vor einer KI-Prüfung sollst Du zuerst

denken.




Kompetenzcheck

Bearbeite die zehn Punkte ohne Hilfe. Gib Dir für jede richtige Lösung einen Punkt.

  1. Bilde die Stammformen von lernen.
  2. Bilde die Stammformen von fahren.
  3. Entscheide: fragen – fragte – gefragt ist stark oder schwach.
  4. Entscheide: sehen – sah – gesehen ist stark oder schwach.
  5. Setze ein: „Gestern ___ wir zum See.“ Verb: fahren.
  6. Setze ein: „Mia hat lange ___.“ Verb: lernen.
  7. Erkläre mit einem Merkmal, warum trinken – trank – getrunken stark ist.
  8. Verbessere die falsche Form ich gehte.
  9. Finde im Satz „Wir spielten und sangen im Hof.“ ein schwaches und ein starkes Verb.
  10. Formuliere eine Regel, mit der Du eine unbekannte Stammformenreihe zuerst prüfen würdest.

Selbstkontrolle:

Punkte Empfehlung
0–4 Wiederhole die Abschnitte Grundwissen, Schwache Verben und Starke Verben. Nutze danach noch einmal das Memory und die Formenketten.
5–7 Du hast die Grundlage. Übe gezielt Stammformen häufiger starker Verben und begründe bei jeder Lösung Dein Merkmal.
8–10 Du bist bereit für Vertiefung: Untersuche Mischverben, schreibe einen eigenen Detektivtext oder bearbeite die KI-Transferaufgabe mit neuen Verben.


Kurze Selbstreflexion

Beantworte für Dich drei Fragen:

  1. Welche Verbformen erkenne ich inzwischen sicher?
  2. Bei welchem Schritt brauche ich noch eine Regel, Tabelle oder Hilfe?
  3. Kann ich meine Entscheidung begründen, statt nur zu raten?

Individuelle Empfehlung: Wenn Dir vor allem die Formen fehlen, wiederhole Stammformen laut und schriftlich. Wenn die Formen stimmen, aber die Begründung schwerfällt, arbeite mit der Vergleichstabelle. Wenn beides sicher ist, gehe zu Transferaufgaben, Mischverben und KI-Prüfungen über.


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Verbkarten: Gestalte acht Karten mit Infinitiv auf der Vorderseite und Präteritum plus Partizip II auf der Rückseite.
  2. Satzumbau: Schreibe sechs Sätze aus der Gegenwart ins Präteritum um und markiere die Verbform.
  3. Hörvergleich: Sprich vier schwache und vier starke Stammformen langsam ein und erkläre hörbar den Unterschied.
  4. Mini-Plakat: Gestalte eine übersichtliche Merkhilfe mit je drei Beispielen für starke und schwache Verben.


Standard

  1. Verbdetektiv: Untersuche einen selbst geschriebenen Text mit mindestens zehn Vergangenheitsformen und sortiere die Verben.
  2. Partnerquiz: Entwickle zehn kurze Fragen zu Stammformen. Lass eine andere Person antworten und gib anschließend eine regelbasierte Rückmeldung.
  3. Verbgeschichte: Schreibe eine kurze Geschichte, in der mindestens fünf schwache und fünf starke Verben im Präteritum vorkommen.
  4. Fehlerwerkstatt: Erfinde acht typische Fehlformen wie fahrte oder gegeht und verbessere sie mit Begründung.


Schwer

  1. Mischverben: Vergleiche denken, bringen, kennen und nennen mit einem klar schwachen und einem klar starken Verb. Beschreibe, warum die Einteilung schwieriger ist.
  2. KI-Prüfung: Lass Dir von einer KI Stammformen zu sechs Verben nennen. Denke zuerst selbst, prüfe jede Form mit Regel oder Quelle, verbessere Fehler und dokumentiere die KI-Hilfe transparent.
  3. Sprachvergleich: Vergleiche zwei deutsche starke Verben mit ihren Entsprechungen in einer Dir bekannten anderen Sprache. Untersuche, ob es dort ebenfalls regelmäßige und unregelmäßige Muster gibt.
  4. Lernprodukt: Erstelle ein kurzes Erklärvideo, eine Audiofolge oder eine interaktive Übung, die Erkennen, Anwenden und Begründen verbindet.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Regel anwenden: Du findest die erfundene Reihe „molen – molte – gemolt“. Erkläre, welche Merkmale für ein schwaches Verb sprechen und welche zusätzliche Prüfung Du vor einer endgültigen Entscheidung machen würdest.
  2. Fehler erklären: Ein Kind schreibt „Gestern fahrte ich zur Schule.“ Verbessere den Satz und erkläre so, dass das Kind den Fehler beim nächsten Mal selbst erkennen kann.
  3. Text überarbeiten: Überarbeite einen kurzen Text, in dem Präsens und Präteritum unabsichtlich gemischt sind. Entscheide Dich für eine Zeitform und begründe mindestens zwei Änderungen.
  4. Muster vergleichen: Vergleiche lernen – lernte – gelernt, trinken – trank – getrunken und denken – dachte – gedacht. Beschreibe Gemeinsamkeiten und Unterschiede, ohne nur die Bezeichnungen zu nennen.
  5. Transfer auf neue Verben: Ordne sechs bisher nicht geübte Verben mithilfe ihrer Stammformen ein. Notiere bei jeder Entscheidung das ausschlaggebende Merkmal.
  6. KI kritisch nutzen: Prüfe eine KI-Erklärung zu drei Verbformen. Zeige mindestens einen Prüfschritt, einen Quellen- oder Regelvergleich und eine nachvollziehbare Verbesserung.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:

  1. Du kannst zu häufigen Verben Infinitiv, Präteritum und Partizip II korrekt angeben.
  2. Du kannst typische schwache und starke Verben unterscheiden.
  3. Du kannst die Formen in vollständigen Sätzen und einem kurzen Text richtig verwenden.
  4. Du kannst Deine Entscheidung mit -te / -t, einem Vokalwechsel oder einer passenden Stammformenreihe begründen.
  5. Du erkennst wichtige Sonder- und Mischformen als Fälle, die zusätzliche Aufmerksamkeit brauchen.
  6. Du kannst eine fremde oder KI-erzeugte Lösung prüfen, mit Regel oder Quelle vergleichen und verbessert darstellen.
  7. Du machst transparent, welche Hilfe Du genutzt hast.




Mediennachweise und freie Lizenzen

  1. Picto Verb.svg: MlibFR, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons.
  2. De-machte locker.ogg: Jeuwre, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons.
  3. De-ging vorwärts.ogg: Jeuwre, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons.
  4. Suchmaschine Lupe.svg: Alexander Koenig, CC BY-SA 3.0 DE, Wikimedia Commons.
  5. Jacob Grimm.jpg: Franz Hanfstaengl, Public Domain, Wikimedia Commons.
  6. Starke und schwache Verben: lessonsathome, eingebettetes YouTube-Video.
  7. Deutsch üben – starke und schwache Verben: BildungInteraktiv, eingebettetes YouTube-Video.

Die Lizenzangaben der Commons-Dateien sind jeweils auf der verlinkten Dateibeschreibungsseite nachvollziehbar. Für YouTube-Videos verbleiben die Rechte bei den jeweiligen Rechteinhabern; hier wird nur das öffentlich bereitgestellte Video eingebettet.


OERs zum Thema

Die folgenden freien Wissensquellen eignen sich zum Nachschlagen und Gegenprüfen:


Medienhinweis

Die eingebundenen Bild- und Audiodateien stammen aus Wikimedia Commons und stehen dort unter freien Lizenzen oder in der Public Domain. Die YouTube-Videos werden als externe Bildungsmedien eingebettet; längere urheberrechtlich geschützte Texte werden in diesem aiMOOC nicht übernommen.


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