D5 G - Kurz präsentieren - Hinweise

D5 G - Kurz präsentieren - Hinweise
D5 G - Kurz präsentieren - Hinweise
Einleitung
Du kannst schon präsentieren! Immer wenn Du jemandem erklärst, wie ein Spiel funktioniert, was Du am Wochenende gelernt hast oder warum ein Tier spannend ist, ordnest Du Gedanken und sprichst zu anderen. In diesem aiMOOC trainierst Du daraus einen kurzen, klaren Vortrag. Du arbeitest in kleinen Schritten und bekommst viele Hilfen.

Mini-Start: Die 20-Sekunden-Challenge Wähle einen Gegenstand in Deiner Nähe. Überlege zehn Sekunden. Sprich dann ungefähr 20 Sekunden darüber. Nutze nur drei Gedanken: Was ist es? – Was ist daran wichtig? – Was sollen die anderen behalten? Du musst dabei noch nicht perfekt sein.
Vorwissen aktivieren
Denke zuerst selbst nach. Kreuze gedanklich an, was Du schon kannst.
- Kurz sprechen: Kannst Du etwas in wenigen Sätzen erklären?
- Stichwörter: Kannst Du statt ganzer Sätze nur wichtige Wörter notieren?
- Blickkontakt: Kannst Du beim Sprechen immer wieder ins Publikum schauen?
- Sprechtempo: Kannst Du langsam und deutlich sprechen?
- Medien: Weißt Du, wann ein Bild, Gegenstand, Plakat oder eine Folie hilft?
Erfolgsidee: Du musst nicht alles auf einmal schaffen. Suche Dir bei jeder Übung einen Punkt aus, den Du verbessern willst.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du …
- einen kurzen Vortrag mit Anfang – Mitte – Schluss aufbauen,
- Stichwörter statt eines langen Vorlesetextes verwenden,
- verständlich, deutlich und nicht zu schnell sprechen,
- immer wieder Blickkontakt herstellen,
- ein passendes Medium auswählen und sparsam einsetzen,
- Rückmeldungen annehmen und Deinen Vortrag Schritt für Schritt verbessern,
- eine einfache KI-Aussage prüfen, mit einer Regel oder Quelle vergleichen und verbessern,
- transparent sagen, wenn Du KI-Hilfe genutzt hast.
So gelingt ein kurzer Vortrag
Ein Referat oder Kurzvortrag ist ein mündlicher Vortrag zu einem Thema. Für die Schule ist besonders wichtig, dass das Publikum Deinen Gedanken folgen kann. Ein kurzer Vortrag braucht deshalb einen klaren Aufbau, passende Stichwörter, verständliches Sprechen und einen sinnvollen Medieneinsatz.

Schritt 1: Drei Teile geben Sicherheit
Merke Dir die einfache Formel: A – M – S = Anfang – Mitte – Schluss.
| Teil | Deine Aufgabe | Einfaches Satzmuster |
|---|---|---|
| Anfang | Thema nennen und neugierig machen | „Ich zeige Euch heute …“ |
| Mitte | zwei oder drei wichtige Informationen erklären | „Erstens … Zweitens … Außerdem …“ |
| Schluss | wichtigste Aussage wiederholen oder Frage stellen | „Merkt Euch vor allem …“ |
Mini-Beispiel: Thema Igel Anfang: „Ich zeige Euch heute drei Dinge über den Igel.“ Mitte: „Erstens hat der Igel Stacheln. Zweitens frisst er zum Beispiel Insekten. Drittens braucht er sichere Verstecke.“ Schluss: „Merkt Euch: Ein Igel braucht Schutz und Ruhe.“
Schritt 2: Stichwörter statt Ablesen
Ein Stichwort erinnert Dich an einen Gedanken. Es ist kurz. Ganze Sätze verleiten oft dazu, nur auf den Zettel zu schauen und vorzulesen.

Ungünstig: „Der Igel ist ein Säugetier und er ist meistens in der Dämmerung und in der Nacht aktiv.“ Besser als Stichwörter: Igel – Säugetier – dämmerungsaktiv/nachtaktiv
Karteikarten-Regel: Schreibe groß. Nutze wenige Wörter. Eine Karte = ein Abschnitt. Nummeriere die Karten. Markiere das Schlusswort besonders deutlich.
Schritt 3: Verständlich sprechen
Deine Stimme ist ein wichtiges Medium. Sprich so, dass die letzte Person im Raum Dich verstehen kann.

Nutze vier einfache Sprechregeln:
- Deutlich: Sprich Wörter vollständig aus.
- Ruhig: Sprich etwas langsamer als im Pausengespräch.
- Pausen: Mache nach wichtigen Gedanken eine kurze Pause.
- Hörbar: Sprich laut genug, aber schreie nicht.
Sprechmarkierungen als Hilfe
Du kannst auf Deiner Stichwortkarte kleine Zeichen nutzen. Sie helfen Dir beim Üben.
| Zeichen | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| ● | kurz zum Publikum schauen | „Heute zeige ich Euch ● drei Dinge über den Igel.“ |
| ⏸ | kurze Pause machen | „Er lebt oft nachts. ⏸ Dann sucht er Futter.“ |
| ↑ | ein wichtiges Wort betonen | „Das Wichtigste ist ↑ Schutz.“ |
| ? | eine Frage ans Publikum | „? Wer hat schon einmal einen Igel gesehen?“ |
Übung: Schreibe zwei Sätze zu Deinem Thema und setze mindestens eine Pause und einen Blickkontakt-Punkt ein.
Schritt 4: Blickkontakt und Körperhaltung
Blickkontakt bedeutet nicht, eine Person lange anzustarren. Schaue beim Sprechen immer wieder kurz zu verschiedenen freundlichen Gesichtern oder in verschiedene Bereiche des Raumes. Danach kannst Du wieder kurz auf Deine Karte schauen.

Drei-Punkte-Trick: Wähle links, Mitte und rechts je einen ruhigen Blickpunkt. Wandere mit dem Blick zwischen diesen Punkten.
Körperhaltung: Stelle beide Füße sicher auf den Boden. Drehe Dich zum Publikum. Halte Karten etwa auf Brusthöhe. Deine Hände dürfen sich natürlich bewegen.
Schritt 5: Medien passend einsetzen
Ein Medium soll helfen, nicht ablenken. Ein gutes Bild, ein Gegenstand, ein Plakat oder eine einfache Folie kann einen Gedanken sichtbar machen.

Medien-Regel: Eine Aussage – ein passendes Medium. Wenn Du etwas nur zeigst, aber nicht erklärst, hilft es dem Publikum wenig.
| Medium | Gut geeignet für … | Achte darauf |
|---|---|---|
| Gegenstand | etwas zeigen, anfassen oder vergleichen | vorher bereitlegen |
| Bild | Aussehen, Ort oder Beispiel zeigen | groß und gut erkennbar |
| Plakat | wenige Kernpunkte sichtbar machen | große Schrift, wenig Text |
| Folie | Bild plus kurze Stichwörter zeigen | nicht mit Text füllen |
| Audio | Stimme, Geräusch oder Klangbeispiel | kurz abspielen und vorher ankündigen |
Präsentationsbeispiel: Eine gute und eine überladene Folie
| Gute Folie | Überladene Folie |
|---|---|
| Der Igel großes Bild • Stacheln • Nacht • Schutz |
Der Igel Viele vollständige Sätze, kleine Schrift, mehrere Bilder, lange Quellenangaben mitten im Text und alles wird vorgelesen. |
Sofort-Check: Welche Folie hilft eher beim freien Sprechen? – Die linke, weil sie nur wenige Stichwörter zeigt und Platz für die mündliche Erklärung lässt.
Mini-Plakat zum Nachbauen
| Titel groß |
| Ein großes Bild oder eine eigene Zeichnung |
| 3 Stichwörter: Lebensraum – Nahrung – Besonderheit |
| Schlusssatz: Das sollt ihr euch merken! |
Aufgabe: Entwirf auf Papier ein Mini-Plakat zu einem einfachen Thema. Prüfe aus zwei Metern Entfernung, ob Titel und Stichwörter noch lesbar sind.
Medienwerkstatt: Sehen, hören, sprechen
Video 1: Präsentation vorbereiten und halten
Dieses Video ist für junge Lernende erklärt. Stoppe nach ungefähr einer Minute und nenne zwei Tipps, die Du verstanden hast.
Danach: Wähle einen Tipp und setze ihn in Deiner nächsten 30-Sekunden-Präsentation um.
Video 2: Tipps für Vorträge und Präsentationen
Achte besonders auf Aufbau, Sprechweise und Medieneinsatz. Du musst nicht jeden Tipp sofort beherrschen.
Beobachtungsauftrag: Notiere drei Stichwörter: Aufbau – Stimme – Blickkontakt. Ergänze zu jedem Wort einen Tipp aus dem Video.
Hörtext: Zwei Kurzvorträge vergleichen
Hörtext A – zum Vorlesen oder Einsprechen: „Hallo. Ich spreche über Bienen. Bienen sammeln Nektar. Sie bestäuben viele Pflanzen. Ohne Bestäubung gäbe es bei manchen Pflanzen weniger Früchte. Mein wichtigster Punkt ist: Bienen sind für viele Pflanzen bedeutsam.“
Hörtext B – zum Vorlesen oder Einsprechen: „Also ähm ich hab da ganz viel gefunden und dann gibt es Bienen und die machen ganz viele Sachen und hier steht noch was und ich lese das jetzt alles schnell vor und dann bin ich fertig.“
Hörauftrag: Welcher Vortrag ist leichter zu verstehen? Nenne zwei Gründe. Sofort-Feedback: Hörtext A ist klarer: Er nennt das Thema, enthält wenige geordnete Informationen und endet mit einer Kernaussage.
Mini-Podcast: 45 Sekunden reichen
Erstellt zu zweit einen kurzen Podcast ohne persönliche Daten.
- Sprecherin oder Sprecher: erklärt ein harmloses Schulthema in etwa 45 Sekunden.
- Coach: achtet auf Anfang, zwei wichtige Informationen, Schluss und verständliche Stimme.
- Aufnahme: nur wenn es im Unterricht erlaubt ist; nutze keine Namen, Adressen oder Gesichter. Lösche die Aufnahme nach der Übung, wenn sie nicht mehr gebraucht wird.
- Wiederholung: nehmt die gleiche Version ein zweites Mal auf und verbessert genau einen Punkt.
Podcast-Gerüst: „Willkommen zu unserem Mini-Podcast über … Heute erfährst Du … Erstens … Zweitens … Mein Merksatz lautet …“
Comic: Mia übt ihren Kurzvortrag
| Bildfeld | Sprechblase | Lernidee |
|---|---|---|
| 😀 Mia schaut auf einen vollen Zettel. | „Oh je, das ist zu viel Text.“ | Ganze Sätze machen das freie Sprechen schwer. |
| ✂️ Mia kürzt. | „Ich schreibe nur drei Stichwörter.“ | Weniger Text schafft Überblick. |
| 👀 Mia blickt hoch. | „Nach jedem Stichwort schaue ich kurz ins Publikum.“ | Blickkontakt wird planbar. |
| ⭐ Mia beendet den Vortrag. | „Mein wichtigster Satz ist …“ | Ein klarer Schluss bleibt hängen. |
Comic-Aufgabe: Zeichne ein fünftes Bild: Was tut Mia nach einem hilfreichen Feedback?
Rollenspiel: Sprecher – Publikum – Coach
Arbeitet zu dritt und wechselt nach jeder Runde die Rollen.
- Sprecher: hält einen 30-Sekunden-Vortrag.
- Publikum: hört zu und nennt danach den wichtigsten Gedanken.
- Coach: beobachtet nur einen Punkt, zum Beispiel Blickkontakt.
- Feedback: „Das hat schon geklappt …“ und „Beim nächsten Mal probiere …“
- Wiederholung: Der Sprecher hält denselben Vortrag noch einmal und verändert nur den vereinbarten Punkt.
Erfolgserlebnis: Vergleicht nicht Person mit Person. Vergleicht nur Runde 1 mit Runde 2.
Hilfen in drei Stufen
Wenn Du nicht weiterkommst, nimm nur so viel Hilfe wie nötig.
| Hilfestufe | Hilfe |
|---|---|
| Hilfe 1 | Nutze die drei Fragen: Was ist mein Thema? Was sind zwei wichtige Infos? Was soll man am Ende behalten? |
| Hilfe 2 | Nutze das Satzgerüst: „Heute zeige ich … / Erstens … / Zweitens … / Merkt Euch …“ |
| Hilfe 3 | Schreibe vier Karten: Start – Punkt 1 – Punkt 2 – Schluss. Lies nur die erste Karte einmal leise, dann sprich frei. |
Wiederholungsregel: Wenn etwas noch unsicher ist, wiederhole dieselbe Mini-Präsentation. Wechsle nicht sofort zu einem neuen Thema. So bemerkst Du Deinen Fortschritt.
KI-Kompetenz: Erst denken, dann prüfen
Bei KI gilt in Klasse 5 ein einfaches Spiralprinzip: selbst denken → KI gezielt nutzen → Ausgabe prüfen → mit Text, Regel oder Quelle vergleichen → verbessern → KI-Hilfe transparent machen.
KI-Prüfaufgabe
Schritt 1 – selbst denken: Was kennzeichnet eine gute Präsentationsfolie? Nenne zwei Regeln aus diesem aiMOOC.
Schritt 2 – bereitgestellte KI-Aussage: „Eine gute Folie enthält möglichst viele vollständige Sätze. Dann kann die Person alles ablesen und muss das Publikum kaum ansehen.“
Schritt 3 – prüfen: Vergleiche die KI-Aussage mit der Regel aus diesem aiMOOC: Eine Folie soll wenige Stichwörter oder ein passendes Bild zeigen und die mündliche Erklärung unterstützen.
Schritt 4 – verbessern: Formuliere die KI-Aussage richtig. Eine mögliche Verbesserung lautet: „Eine gute Folie zeigt wenige, gut lesbare Stichwörter oder ein passendes Bild. Die Vortragende oder der Vortragende erklärt den Inhalt mit eigenen Worten und schaut immer wieder zum Publikum.“
Schritt 5 – transparent machen: Wenn Du für Deine Planung KI nutzt, schreibe zum Beispiel: „Ich habe KI genutzt, um Ideen für Stichwörter zu sammeln. Ich habe die Vorschläge geprüft und selbst ausgewählt.“
Wichtig: Gib keine Namen, Adressen, Fotos oder andere personenbezogene Daten in eine KI ein. Eine KI kann überzeugend klingen und trotzdem etwas Falsches oder Unpassendes erzeugen. Prüfen gehört immer dazu.
Feedback, das wirklich hilft
Gutes Feedback ist freundlich, konkret und veränderbar.
| Statt … | Besser … |
|---|---|
| „War gut.“ | „Dein Schluss war klar, weil Du den wichtigsten Satz wiederholt hast.“ |
| „Du warst schlecht.“ | „Schau beim nächsten Versuch nach jedem Stichwort einmal hoch.“ |
| „Sprich besser.“ | „Mach nach jedem Hauptpunkt eine kurze Pause.“ |
Feedback-Ampel
Nach einem Kurzvortrag bewertet die lernende Person zuerst sich selbst, danach gibt ein Partner genau eine Rückmeldung.
| Bereich | Grün | Gelb | Nächster Schritt |
|---|---|---|---|
| Aufbau | Anfang, Mitte und Schluss erkennbar | ein Teil fehlt noch | fehlenden Teil ergänzen |
| Stichwörter | kurze Wörter reichen | teilweise abgelesen | Zettel kürzen |
| Stimme | deutlich und hörbar | manchmal zu schnell oder leise | eine Pause markieren |
| Blickkontakt | mehrfach hochgeschaut | selten hochgeschaut | drei Blickpunkte wählen |
| Medium | unterstützt den Inhalt | lenkt teilweise ab | vereinfachen oder weglassen |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche drei Teile helfen bei einem kurzen Vortrag? (Anfang Mitte Schluss) (!Titel Bild Pause) (!Frage Antwort Note) (!Start Karte Mikrofon)
Was steht am besten auf einer Stichwortkarte? (Wenige große Stichwörter) (!Ein langer ausformulierter Text) (!Möglichst viele Nebensätze) (!Das ganze Schulbuchkapitel)
Was hilft beim verständlichen Sprechen? (Kurze Pausen nach wichtigen Gedanken) (!So schnell wie möglich sprechen) (!Immer zur Wand sprechen) (!Jeden Satz flüstern)
Wie kannst Du Blickkontakt üben? (Drei Blickpunkte im Raum wählen) (!Nur auf den Boden schauen) (!Nur auf die Karte schauen) (!Die Augen schließen)
Welche Folie unterstützt freies Sprechen am besten? (Ein Bild mit wenigen Stichwörtern) (!Eine Folie voller Fließtext) (!Eine Folie mit sehr kleiner Schrift) (!Eine Folie mit vielen unpassenden Bildern)
Was ist ein hilfreiches Feedback? (Dein Schluss war klar wiederhole ihn wieder so) (!Das war einfach schlecht) (!Mach alles anders) (!Keine Ahnung)
Was solltest Du nach einem Feedback am besten tun? (Den gleichen Kurzvortrag verbessert wiederholen) (!Sofort aufgeben) (!Alle Karten wegwerfen) (!Nur ein neues Thema wählen)
Was ist bei einer KI-Aussage wichtig? (Sie mit einer Regel oder Quelle prüfen) (!Sie immer sofort übernehmen) (!Sie nie lesen) (!Persönliche Daten ergänzen)
Was bedeutet transparenter KI-Einsatz? (Sagen wobei KI geholfen hat) (!KI-Hilfe absichtlich verschweigen) (!Jede KI-Antwort als eigene Idee ausgeben) (!Namen von Mitschülern eingeben)
Wann ist ein Medium sinnvoll? (Wenn es eine wichtige Aussage verständlicher macht) (!Wenn es nur Platz füllt) (!Wenn man dadurch gar nichts mehr erklären muss) (!Wenn es möglichst kompliziert ist)
Memory
| Anfang | Thema nennen |
| Stichwort | kurze Gedankenstütze |
| Blickkontakt | zum Publikum schauen |
| Sprechpause | wichtigen Gedanken wirken lassen |
| Folie | Bild und wenige Wörter |
| Schluss | Kernaussage wiederholen |
| Feedback | konkrete Hilfe zum Verbessern |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Anfang | Thema nennen und Interesse wecken |
| Mitte | wichtige Informationen erklären |
| Schluss | Kernaussage sichern |
| Stichwortkarte | beim freien Sprechen helfen |
| Blickkontakt | Verbindung zum Publikum halten |
Kreuzworträtsel
| Anfang | Wie heißt der erste Teil eines Kurzvortrags? |
| Stichwort | Wie nennt man eine kurze Gedankenstütze auf einer Karte? |
| Blickkontakt | Wie heißt das bewusste Schauen zum Publikum? |
| Mikrofon | Welches Gerät nimmt oder verstärkt eine Stimme auf? |
| Feedback | Wie heißt eine konkrete Rückmeldung zur Verbesserung? |
| Schluss | Wie heißt der letzte Teil eines Kurzvortrags? |
LearningApps
Lückentext
Zusätzliche Trainingsrunden mit Sofort-Feedback
Training 1: Aus Satz wird Stichwort
Formuliere aus jedem Satz nur zwei bis vier Stichwörter.
- „Der Igel ist vor allem in der Dämmerung und in der Nacht aktiv.“ → mögliche Lösung: Igel – Dämmerung – Nacht
- „Bienen bestäuben viele Blüten und helfen Pflanzen bei der Fortpflanzung.“ → mögliche Lösung: Bienen – Blüten – Bestäubung
- „Wasser gefriert bei niedriger Temperatur zu Eis.“ → mögliche Lösung: Wasser – kalt – Eis
Sofort-Feedback: Wenn Du noch einen ganzen Satz notiert hast, kürze weiter. Wenn Du beim Ansehen Deiner Wörter den Gedanken noch erklären kannst, reichen die Stichwörter.
Training 2: 30 Sekunden mit Blickkontakt
Halte denselben Mini-Vortrag zweimal.
- Runde 1: Sprich mit Deinen normalen Karten.
- Rückmeldung: Wie oft hast Du hochgeschaut?
- Runde 2: Setze auf jede Karte ein ● und schaue an dieser Stelle hoch.
- Sofort-Feedback: Ist die Zahl der Blickkontakte gestiegen, hat Deine Markierung geholfen.
Training 3: Medium oder kein Medium?
Entscheide bei jedem Thema: Gegenstand, Bild, Plakat, Folie oder kein Medium.
- „So sieht mein selbst gebautes Papiermodell aus.“ → ein Gegenstand ist besonders passend.
- „Drei Merkmale eines Tigers.“ → ein Bild plus wenige Stichwörter kann helfen.
- „Mein Lieblingswort und warum ich es mag.“ → vielleicht reicht kein Medium; Deine Stimme kann genügen.
Merksatz: Nutze kein Medium nur deshalb, weil eines vorhanden ist.
Offene Aufgaben
Leicht
- 30-Sekunden-Vortrag: Erkläre einen vertrauten Gegenstand mit Anfang, zwei Informationen und Schluss.
- Stichwortkarten: Verwandle einen kurzen Absatz aus einem Schultext in höchstens vier Stichwörter.
- Sprechmarkierungen: Markiere in Deinem Mini-Vortrag zwei Pausen, zwei Blickkontakte und ein wichtiges Wort.
- Feedbacksatz: Formuliere zu einem Übungsvortrag einen Lob-Satz und einen konkreten nächsten Schritt.
Standard
- Eine Minute präsentieren: Halte eine einminütige Präsentation mit zwei Karten und einem passenden Bild oder Gegenstand.
- Mini-Plakat: Gestalte ein übersichtliches Plakat mit großem Titel, einem Bild und drei Stichwörtern. Teste die Lesbarkeit aus zwei Metern Entfernung.
- Audio-Vergleich: Nimm, falls erlaubt, zwei anonyme 45-Sekunden-Audios auf. Verbessere in Version 2 genau Sprechtempo oder Pausen und beschreibe den Unterschied.
- Sprecher – Publikum – Coach: Führe drei Rollenrunden durch und dokumentiere pro Runde nur einen Verbesserungspunkt.
Schwer
- Medien begründen: Plane einen Kurzvortrag zu einem Sachthema und begründe, warum Du genau ein bestimmtes Medium nutzt oder bewusst darauf verzichtest.
- Zwei Versionen vergleichen: Erstelle eine überladene und eine vereinfachte Folie zum gleichen Inhalt. Erkläre, warum die vereinfachte Version besser unterstützen kann.
- KI-Ausgabe prüfen: Prüfe eine bereitgestellte KI-Antwort zu Präsentationstipps mit mindestens zwei Regeln aus diesem aiMOOC. Markiere einen richtigen Punkt, einen problematischen Punkt und schreibe eine verbesserte Fassung. Nenne transparent, dass KI beteiligt war.
- Präsentieren in einem anderen Fach: Übertrage die Regeln auf Biologie, Geschichte, Geografie, Mathematik oder ein anderes Fach und halte einen 90-Sekunden-Vortrag mit passendem Medium.


Lernkontrolle
- Unbekanntes Thema strukturieren: Du bekommst ein neues Sachthema und fünf Informationen. Ordne sie zu Anfang, Mitte und Schluss und begründe Deine Reihenfolge.
- Stichwortzettel prüfen: Vergleiche zwei Stichwortzettel. Entscheide, welcher freies Sprechen besser unterstützt, und nenne zwei Gründe.
- Medium auswählen: Wähle für drei unterschiedliche Vortragssituationen jeweils ein geeignetes Medium oder bewusst kein Medium. Begründe Deine Entscheidung.
- Feedback umsetzen: Ein Schüler erhält die Rückmeldung „Du schaust fast nur auf Deine Karte“. Entwickle zwei konkrete Veränderungen für die nächste Runde.
- KI-Aussage überprüfen: Eine KI empfiehlt, jede Information auf eine Folie zu schreiben. Prüfe diese Empfehlung mithilfe der Regeln aus diesem aiMOOC und formuliere eine bessere Empfehlung.
- Transfer: Erkläre, welche zwei Regeln beim Erklären eines Rechenwegs genauso nützlich sind wie bei einem Deutsch-Kurzvortrag.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:
- Du planst einen kurzen Vortrag mit erkennbarer Struktur.
- Du nutzt wenige, passende Stichwörter.
- Du sprichst verständlich und setzt Pausen bewusst ein.
- Du stellst mehrfach Blickkontakt her.
- Du wählst ein Medium passend zum Inhalt und begründest die Wahl.
- Du nimmst eine konkrete Rückmeldung auf und verbesserst eine zweite Vortragsrunde.
- Du kannst eine KI-Aussage prüfen, mit einer Regel oder verlässlichen Quelle vergleichen und verbessern.
- Du machst KI-Hilfe transparent und schützt personenbezogene Daten.
OERs zum Thema
Wikipedia: Referat (Vortrag) – Überblick zu Vortrag, Ablauf und Hilfsmitteln:
Freie Medien im aiMOOC: Die eingebundenen Bilder stammen aus Wikimedia Commons. Die jeweilige Dateiseite nennt Urheber, Lizenz und Bedingungen der Weiterverwendung. Die beiden YouTube-Videos werden eingebettet und nicht kopiert. Eigene Hörtexte, Podcast-Gerüste, Comic-Ideen, Tabellen, Übungen und Beispiele dieses aiMOOCs können im Rahmen der moocwiki-Lizenz weiterbearbeitet werden.
Verknüpfte Lernbereiche
Kompetenzcheck, Selbstreflexion und Deine nächste Empfehlung
Kompetenzcheck: Gib Dir für jeden Satz ein Zeichen: ✓ kann ich sicher – ~ kann ich mit Hilfe – ○ übe ich noch.
- Ich kann einen Kurzvortrag in Anfang, Mitte und Schluss gliedern.
- Ich kann aus ganzen Sätzen kurze Stichwörter machen.
- Ich kann deutlich und in passendem Tempo sprechen.
- Ich kann Pausen und Blickkontakt bewusst einsetzen.
- Ich kann ein Medium passend auswählen.
- Ich kann hilfreiches Feedback nutzen und eine zweite Version verbessern.
- Ich kann eine KI-Aussage prüfen und eine fehlerhafte Empfehlung verbessern.
- Ich kann sagen, wobei mir KI geholfen hat.
Kurze Selbstreflexion: Welcher Punkt ist seit Deiner ersten 20-Sekunden-Challenge besser geworden? Welcher Punkt soll als Nächstes leichter werden?
Deine individuelle Empfehlung: Wenn Du bei Aufbau oder Stichwörtern noch ○ hast, wiederhole die Abschnitte „Drei Teile geben Sicherheit“ und „Stichwörter statt Ablesen“ und halte denselben 30-Sekunden-Vortrag noch einmal. Wenn Du bei Stimme oder Blickkontakt noch ○ hast, nutze Sprechmarkierungen und wiederhole Training 2. Wenn Du bei Medien noch ○ hast, vergleiche noch einmal gute und überladene Folie und bearbeite Training 3. Wenn Du fast überall ✓ hast, vertiefe mit der 90-Sekunden-Transferaufgabe oder der KI-Prüfaufgabe. Ziel: Nicht möglichst schnell fertig werden, sondern Deinen eigenen Vortrag von Runde zu Runde sichtbar verbessern.
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