Cybersicherheit - Baden-Württemberg

Cybersicherheit - Baden-Württemberg
Cybersicherheit - Baden-Württemberg
Dieser aiMOOC führt Dich in zentrale Bereiche der Cybersicherheit ein. Im Mittelpunkt stehen Passwörter und sichere Anmeldungen, typische Angriffe sowie wirksame Schutzmaßnahmen. Die Beispiele sind auf Schule, Oberstufe und Ausbildung zugeschnitten. Du lernst nicht, fremde Systeme anzugreifen, sondern Risiken zu erkennen, Systeme verantwortungsvoll zu schützen und in einem Sicherheitsvorfall richtig zu handeln.

Einleitung
Smartphone, Schulnetz, Lernplattform, E-Mail, Cloudspeicher und betriebliche IT sind heute selbstverständliche Bestandteile des Alltags. Damit wachsen aber auch die Folgen, wenn Daten gestohlen, verändert, verschlüsselt oder Dienste lahmgelegt werden. Cybersicherheit bezeichnet Maßnahmen, mit denen digitale Systeme, Netze und Daten vor solchen Gefahren geschützt werden. Sie überschneidet sich mit IT-Sicherheit, Informationssicherheit, Datensicherheit und Datenschutz, ist aber nicht mit diesen Begriffen völlig gleichzusetzen.
Für Dich ist Cybersicherheit vor allem eine Handlungskompetenz: Du sollst verdächtige Situationen erkennen, Risiken einschätzen und angemessen reagieren können. Ein starkes Passwort allein reicht dafür nicht. Gute Sicherheit entsteht durch mehrere Schutzschichten: sichere Anmeldungen, aktuelle Software, vorsichtiges Verhalten, Backups, Rechtekonzepte, Verschlüsselung und klare Abläufe für den Ernstfall.
Lernziele
| Niveau | Nach dem aiMOOC kannst Du ... |
|---|---|
| Klasse 7–8 | die Schutzziele Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit erklären, Phishing erkennen und grundlegende Schutzmaßnahmen anwenden. |
| Klasse 9–10 | typische Angriffsmethoden unterscheiden, Passwortmanager und Zwei-Faktor-Authentisierung begründen sowie Risiken von Schadsoftware und Ransomware bewerten. |
| Klasse 11–13 | technische und organisatorische Maßnahmen als mehrschichtiges Sicherheitskonzept analysieren und Zusammenhänge zwischen Authentisierung, Verschlüsselung, Backups und Zugriffsrechten erklären. |
| Ausbildung | Sicherheitsmaßnahmen auf betriebliche Situationen übertragen, Vorfälle strukturiert melden und Schutzkonzepte hinsichtlich Wirksamkeit und Grenzen beurteilen. |
Baden-Württemberg: Anschluss an den Bildungsplan
Der Informatikunterricht in Baden-Württemberg verbindet technische Grundlagen mit verantwortlichem Handeln. Im Bildungsplan für Informatik in Klasse 7 werden unter anderem Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten sowie einfache Verfahren der Kryptologie aufgegriffen. Außerdem sollen Lernende einschätzen, warum Verschlüsselung und ein bewusster Umgang mit personenbezogenen Daten notwendig sind.
In der gymnasialen Oberstufe werden Fragen der Datensicherheit und verschlüsselten Kommunikation weiter vertieft. Die Leitperspektive Medienbildung verbindet informatische Kompetenzen mit Themen wie informationeller Selbstbestimmung, Datenschutz, Kommunikation und Jugendmedienschutz. Für Ausbildung und berufliche Schulen ist zusätzlich wichtig, dass Cybersicherheit nicht nur eine persönliche Aufgabe ist: Betriebe brauchen technische Maßnahmen, klare Verantwortlichkeiten, dokumentierte Prozesse und geschulte Mitarbeitende.
Was schützt Cybersicherheit?
Ein nützliches Grundmodell besteht aus drei zentralen Schutzzielen. Im Englischen werden sie als CIA-Triad bezeichnet: Confidentiality, Integrity und Availability.

| Schutzziel | Bedeutung | Beispiel aus Schule oder Ausbildung |
|---|---|---|
| Vertraulichkeit | Informationen dürfen nur von berechtigten Personen gelesen werden. | Noten, Bewerbungsunterlagen oder Kundendaten dürfen nicht öffentlich zugänglich sein. |
| Integrität | Daten sollen vollständig und unverändert bleiben. | Eine Abgabe darf nachträglich nicht unbemerkt manipuliert werden. |
| Verfügbarkeit | Systeme und Daten sollen dann nutzbar sein, wenn sie gebraucht werden. | Eine Lernplattform oder ein betriebliches System soll nicht wegen eines Angriffs oder Datenverlusts ausfallen. |
Ein Sicherheitsvorfall kann mehrere Schutzziele gleichzeitig betreffen. Wenn etwa Ransomware Dateien verschlüsselt, ist zunächst die Verfügbarkeit betroffen. Werden die Dateien vorher kopiert und veröffentlicht, ist zusätzlich die Vertraulichkeit verletzt.
Passwörter und sichere Anmeldungen
Passwörter schützen Konten nur dann gut, wenn sie nicht leicht erraten, wiederverwendet oder durch Täuschung abgegriffen werden. Besonders problematisch ist die Mehrfachnutzung desselben Passworts. Wird ein Zugang bei einem Dienst bekannt, können Angreifende dieselbe Kombination bei anderen Diensten ausprobieren. Dieses Vorgehen wird als Credential Stuffing bezeichnet.
Ein gutes Passwort sollte lang, einzigartig und nicht vorhersehbar sein. Es sollte weder aus persönlichen Informationen noch aus einfachen Mustern bestehen. Für viele Konten ist ein Passwortmanager sinnvoll. Er kann für jeden Dienst ein eigenes starkes Passwort erzeugen und verschlüsselt speichern. Du musst Dir dann vor allem das starke Hauptpasswort des Passwortmanagers merken und diesen besonders gut absichern.

Passwortmanager
Ein Passwortmanager löst ein praktisches Problem: Menschen können sich nur schwer für zahlreiche Dienste viele lange, unterschiedliche Passwörter merken. Statt deshalb Passwörter zu wiederholen oder unsichere Muster zu verwenden, speichert der Passwortmanager die Zugangsdaten verschlüsselt. Wichtig ist, den verwendeten Passwortmanager aktuell zu halten, das Hauptpasswort nicht weiterzugeben und zusätzliche Schutzmöglichkeiten zu aktivieren.
Zwei-Faktor-Authentisierung und Passkeys
Bei der Zwei-Faktor-Authentisierung reicht ein gestohlenes Passwort allein nicht aus. Zusätzlich wird ein zweiter, unabhängiger Faktor verlangt, zum Beispiel ein Sicherheitsschlüssel, ein Einmalcode aus einer Authenticator-App oder ein biometrischer Faktor. Zwei verschiedene Passwörter wären dagegen keine echte Zwei-Faktor-Authentisierung, weil beide zum selben Faktor „Wissen“ gehören.

Eine weitere Möglichkeit sind Passkeys. Sie arbeiten mit kryptografischen Schlüsselpaaren und können klassische Passwörter bei unterstützten Diensten ersetzen. Ein wichtiger Vorteil ist, dass ein Passkey an den richtigen Dienst gebunden ist und damit viele klassische Phishing-Angriffe auf Anmeldedaten erschwert. Auch hier gilt: Wiederherstellungsoptionen, Geräteschutz und sichere Kontoeinstellungen bleiben wichtig.
Angriffe verstehen
Angriffe nutzen häufig eine Kombination aus technischen Schwachstellen und menschlichen Fehlentscheidungen. Deshalb reicht es nicht, nur eine Firewall oder ein Antivirenprogramm einzusetzen. Sicherheit entsteht durch ein Zusammenspiel aus Technik, Organisation und aufmerksamem Verhalten.
| Angriff | Worum geht es? | Typische Warnzeichen | Sinnvolle Gegenmaßnahmen |
|---|---|---|---|
| Phishing | Eine Nachricht oder Webseite täuscht Vertrauen vor, um Zugangsdaten oder andere Informationen zu stehlen. | ungewöhnlicher Zeitdruck, unerwartete Anmeldung, abweichende Webadresse, verdächtiger Anhang | Absender und Adresse prüfen, Links nicht unüberlegt öffnen, im Zweifel den Dienst direkt aufrufen, 2FA oder Passkeys nutzen |
| Smishing | Phishing per SMS oder Messenger. | angebliche Paketmeldung, Kontosperre oder dringende Zahlungsaufforderung | keine Zugangsdaten über Nachrichtenseiten eingeben, Absender unabhängig prüfen |
| Quishing | Ein QR-Code führt zu einer manipulierten oder täuschend ähnlichen Webseite. | unerwarteter QR-Code mit Handlungsdruck | Zieladresse prüfen und sensible Eingaben vermeiden, wenn Herkunft unklar ist |
| Malware | Schadsoftware soll ein Gerät ausspionieren, manipulieren oder für weitere Angriffe nutzen. | ungewöhnliche Prozesse, Sicherheitswarnungen, neue Programme, unerklärliches Verhalten | Updates, sichere Softwarequellen, Schutzprogramme, eingeschränkte Rechte |
| Ransomware | Schadsoftware verschlüsselt oder sperrt Daten und fordert Geld. | Dateien lassen sich plötzlich nicht öffnen, Erpressernachricht, ungewöhnliche Dateiendungen | regelmäßige Backups, Updates, Rechtebegrenzung, verdächtige Anhänge meiden |
| Brute Force | Viele mögliche Passwörter werden automatisiert ausprobiert. | viele fehlgeschlagene Anmeldungen oder Sperrmeldungen | lange einzigartige Passwörter, Rate-Limits des Dienstes, 2FA |
| Credential Stuffing | Bereits gestohlene Zugangsdaten werden bei anderen Diensten getestet. | fremde Logins trotz vermeintlich sicherem Passwort | für jeden Dienst ein eigenes Passwort, Passwortmanager, 2FA oder Passkey |
| Social Engineering | Menschen werden manipuliert, damit sie Informationen preisgeben oder eine riskante Handlung ausführen. | angebliche Autorität, künstlicher Zeitdruck, ungewöhnliche Geheimhaltung | Rückfrage über einen zweiten Kommunikationsweg, klare Freigabeprozesse, Schulung |
Phishing genauer betrachtet
Phishing ist besonders wirksam, weil es nicht zuerst eine technische Schwachstelle angreifen muss. Stattdessen sollst Du zu einer riskanten Handlung bewegt werden. Gute Phishing-Nachrichten können sprachlich korrekt sein, echte Logos enthalten und bekannte Absender nachahmen. Deshalb ist ein einzelnes Merkmal nie ausreichend.

Prüfe bei verdächtigen Nachrichten vor allem den Kontext: Hast Du die Nachricht erwartet? Passt die Absenderadresse wirklich? Führt die Webadresse zum richtigen Dienst? Wird ungewöhnlicher Druck aufgebaut? Sollst Du ein Passwort, einen Code oder andere sensible Daten eingeben? Wenn Du unsicher bist, öffne die bekannte Webseite oder App selbst statt über den Link in der Nachricht.
Ransomware
Ransomware gehört zur Schadsoftware. Sie kann Daten verschlüsseln oder Systeme sperren und anschließend eine Zahlung fordern. Besonders schwerwiegend ist ein Angriff, wenn gleichzeitig keine brauchbaren Backups vorhanden sind oder wenn Angreifende zusätzlich Daten kopiert haben.

In Schule und Betrieb gilt: Bei einem Verdacht nicht selbst „zurückhacken“ oder eigenmächtig experimentieren. Betroffene Geräte sollten entsprechend den lokalen Regeln vom Netz getrennt und der Vorfall sofort an Lehrkraft, IT-Verantwortliche, Ausbildende oder zuständige Sicherheitsstelle gemeldet werden. Fachleute entscheiden dann über Beweissicherung, Wiederherstellung und weitere Schritte.
Schutzmaßnahmen: Sicherheit in mehreren Schichten
Kein einzelnes Werkzeug verhindert alle Angriffe. Gute Cybersicherheit arbeitet deshalb nach dem Prinzip Defense in Depth: Mehrere Schutzschichten sollen verhindern, dass ein einzelner Fehler sofort zum vollständigen Sicherheitsvorfall führt.
| Schutzbereich | Maßnahmen | Warum? |
|---|---|---|
| Konto | einzigartige Passwörter, Passwortmanager, 2FA oder Passkeys | gestohlene Zugangsdaten sollen nicht automatisch alle Konten öffnen |
| Gerät | Updates, Bildschirmsperre, sichere Softwarequellen, möglichst wenige Administratorrechte | bekannte Schwachstellen und unbefugter Zugriff werden erschwert |
| Daten | Backups, Verschlüsselung, passende Zugriffsrechte | Datenverlust, Diebstahl und unbefugte Einsicht werden begrenzt |
| Netz | sichere Konfiguration, Firewall, getrennte Netze für unterschiedliche Zwecke | Angriffe und ihre Ausbreitung werden erschwert |
| Mensch | Phishing-Erkennung, Rückfragen, Meldewege, keine Weitergabe von Zugangsdaten | viele Angriffe setzen auf Täuschung und Zeitdruck |
| Organisation | Rollen, Notfallplan, Rechtekonzept, regelmäßige Übungen | im Ernstfall muss klar sein, wer was entscheidet und dokumentiert |
Updates und Schwachstellen
Software enthält Fehler. Manche davon können die Sicherheit beeinträchtigen. Werden solche Schwachstellen bekannt, stellen Hersteller häufig Aktualisierungen bereit. Deshalb sind regelmäßige Updates für Betriebssystem, Browser, Apps und Sicherheitssoftware wichtig. Veraltete Programme, die keine Sicherheitsupdates mehr erhalten, sollten nach Möglichkeit ersetzt werden.
Backups
Ein Backup ist eine zusätzliche Kopie wichtiger Daten. Es hilft nicht nur bei Ransomware, sondern auch bei Hardwaredefekten, versehentlichem Löschen oder Verlust eines Geräts. Eine verbreitete praktische Faustregel ist die 3-2-1-Idee: mehrere Kopien, auf unterschiedlichen Speichermedien und mindestens eine Kopie getrennt vom laufenden System. Entscheidend ist außerdem, die Wiederherstellung zu testen. Ein Backup, das sich nicht zurückspielen lässt, erfüllt seinen Zweck nicht.
HTTPS und verschlüsselte Verbindungen
HTTPS zeigt an, dass die Verbindung zwischen Browser und Webseite verschlüsselt übertragen wird und ein Zertifikat verwendet wird. Das schützt die Übertragung, bedeutet aber nicht automatisch, dass der Inhalt der Webseite vertrauenswürdig ist. Auch eine Phishing-Seite kann HTTPS verwenden. Deshalb musst Du zusätzlich die Webadresse und den Kontext prüfen.

Kryptografie: Verschlüsseln, Hashen, Signieren
Kryptografie ist ein wichtiges Werkzeug der Cybersicherheit. Dabei erfüllen verschiedene Verfahren unterschiedliche Aufgaben. Verschlüsselung macht Informationen für Unbefugte unlesbar und unterstützt vor allem die Vertraulichkeit. Ein Hashwert ist dagegen keine Verschlüsselung zum Zurückrechnen, sondern ein berechneter Prüfwert, der beispielsweise genutzt werden kann, um Veränderungen an Daten zu erkennen. Digitale Signaturen können helfen, Herkunft und Unverändertheit digitaler Daten zu prüfen.
Einfache historische Verfahren wie die Caesar-Verschlüsselung oder Vigenère-Verschlüsselung sind gut geeignet, um Grundideen kennenzulernen, schützen moderne Kommunikation aber nicht ausreichend. In realen Systemen werden moderne, geprüfte kryptografische Verfahren und Protokolle eingesetzt.
Fallbeispiel: Verdächtige Nachricht im Schulalltag
Du erhältst eine Nachricht: „Dein Schul-Cloud-Konto wird heute gesperrt. Melde Dich sofort über diesen QR-Code an.“ Die Nachricht verwendet das Schullogo und nennt Deinen Vornamen.
| Beobachtung | Bewertung | Sichere Handlung |
|---|---|---|
| starker Zeitdruck | typisches Manipulationsmittel | nicht unter Druck handeln |
| QR-Code statt bekannter Adresse | Ziel ist vor dem Öffnen schwerer zu erkennen | bekannte Plattform direkt über App oder gespeichertes Lesezeichen öffnen |
| Aufforderung zur Anmeldung | Zugangsdaten könnten abgegriffen werden | keine Daten eingeben, solange die Echtheit nicht geprüft ist |
| echtes Logo und Vorname | beweisen die Echtheit nicht | über offiziellen Kommunikationsweg nachfragen |
| bereits Zugangsdaten eingegeben | Konto könnte kompromittiert sein | sofort zuständige Stelle informieren, Passwort ändern, Sitzungen prüfen und zweiten Faktor absichern |
Das Beispiel zeigt: Cybersicherheit bedeutet nicht, jede verdächtige Nachricht technisch zu analysieren. Entscheidend ist ein sicherer Entscheidungsprozess.
Verhalten bei einem Sicherheitsvorfall
Wenn Du glaubst, auf Phishing hereingefallen zu sein, Schadsoftware ausgeführt zu haben oder ein fremdes Login zu bemerken, zählt schnelles und geordnetes Handeln. Informiere in der Schule eine Lehrkraft oder die zuständige IT-Stelle, in der Ausbildung die vereinbarte Ansprechperson. Ändere betroffene Zugangsdaten von einem vertrauenswürdigen Gerät, sichere Konten mit einem zusätzlichen Faktor und dokumentiere, was passiert ist. Bei möglicher Schadsoftware sollte das betroffene Gerät nach den lokalen Vorgaben isoliert und nicht einfach weiterverwendet werden.
Wichtig ist außerdem eine konstruktive Fehlerkultur. Wenn Vorfälle aus Angst verschwiegen werden, kann sich ein Schaden vergrößern. Gute Sicherheitsorganisationen schaffen deshalb einfache Meldewege und konzentrieren sich auf schnelle Eindämmung und Lernen aus dem Vorfall.
Quellen und Vertiefung
- Bildungsplan Baden-Württemberg – Informatik Klasse 7: Informationsgesellschaft und Datensicherheit
- Bildungsplan Baden-Württemberg – Informatik Oberstufe: Informationsgesellschaft und Datensicherheit
- Bildungsplan Baden-Württemberg – Leitperspektive Medienbildung
- BSI – Passwörter verwalten mit dem Passwort-Manager
- BSI – Zwei-Faktor-Authentisierung
- BSI – Passkeys
- BSI – Schutz gegen Phishing
- BSI – Ransomware-Schutzmaßnahmen
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welches Schutzziel bedeutet, dass nur berechtigte Personen Informationen lesen dürfen? (Vertraulichkeit) (!Verfügbarkeit) (!Kompatibilität) (!Geschwindigkeit)
Warum sollte für verschiedene Dienste nicht dasselbe Passwort verwendet werden? (Ein bekannt gewordenes Passwort könnte sonst mehrere Konten gefährden) (!Weil Passwörter nur einmal gespeichert werden dürfen) (!Weil Browser gleiche Passwörter technisch nicht akzeptieren) (!Weil jedes Passwort nur einen Tag gültig ist)
Welche Maßnahme bietet zusätzlichen Schutz, wenn ein Passwort gestohlen wurde? (Zwei-Faktor-Authentisierung) (!Ein größerer Bildschirm) (!Ein zweiter Benutzername) (!Eine höhere Lautstärke)
Was ist das typische Ziel von Phishing? (Menschen zur Preisgabe sensibler Informationen oder zu riskanten Handlungen zu bewegen) (!Den Akku eines Geräts schneller zu laden) (!Dateien automatisch zu sortieren) (!Die Bildschirmauflösung zu erhöhen)
Welche Aussage über HTTPS ist richtig? (HTTPS verschlüsselt die Verbindung, beweist aber nicht allein die Vertrauenswürdigkeit einer Webseite) (!HTTPS garantiert, dass jede Webseite seriös ist) (!HTTPS verhindert jede Form von Schadsoftware) (!HTTPS ersetzt sichere Passwörter)
Was ist ein wichtiger Zweck eines Backups? (Daten nach Verlust oder Beschädigung wiederherstellen zu können) (!Passwörter öffentlich zu speichern) (!Phishing-Nachrichten automatisch zu verfassen) (!Updates dauerhaft zu verhindern)
Was beschreibt Credential Stuffing? (Gestohlene Zugangsdaten werden bei weiteren Diensten ausprobiert) (!Ein Gerät wird mit zusätzlichen Kabeln verbunden) (!Eine Datei wird mehrfach komprimiert) (!Ein Passwort wird auf Papier ausgedruckt)
Welche Aussage zu einem Passwortmanager trifft zu? (Er kann unterschiedliche Zugangsdaten verschlüsselt verwalten) (!Er macht Zwei-Faktor-Authentisierung grundsätzlich überflüssig) (!Er verhindert automatisch jede Schadsoftware) (!Er darf nur ein einziges Passwort speichern)
Was solltest Du bei einer unerwarteten Nachricht mit starkem Zeitdruck und Login-Link zuerst tun? (Die Echtheit über einen unabhängigen Weg prüfen) (!Sofort alle Zugangsdaten eingeben) (!Die Nachricht an möglichst viele Personen weiterleiten) (!Den Virenschutz deaktivieren)
Was bedeutet Defense in Depth? (Mehrere Schutzschichten werden miteinander kombiniert) (!Ein einziges besonders langes Passwort genügt für alle Risiken) (!Nur die Firewall ist für Sicherheit zuständig) (!Sicherheitsvorfälle müssen nicht gemeldet werden)
Memory
| Vertraulichkeit | Schutz vor unbefugtem Lesen |
| Integrität | Schutz vor unbemerkter Veränderung |
| Verfügbarkeit | Nutzbarkeit bei Bedarf |
| Phishing | Täuschung zum Datendiebstahl |
| Passwortmanager | Verschlüsselte Verwaltung von Zugangsdaten |
| Ransomware | Erpressung durch gesperrte oder verschlüsselte Daten |
| Passkey | Anmeldung mit kryptografischem Schlüsselpaar |
| Backup | Wiederherstellbare Datenkopie |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Phishing | Täuschende Nachricht oder Webseite |
| Backup | Wiederherstellung nach Datenverlust |
| Zwei-Faktor-Authentisierung | Anmeldung mit zwei unabhängigen Faktoren |
| Update | Schließen bekannter Software-Schwachstellen |
| Ransomware | Digitale Erpressung durch gesperrte Daten |
| HTTPS | Verschlüsselte Verbindung zwischen Browser und Webseite |
Kreuzworträtsel
| Phishing | Wie heißt die Täuschungsmethode, bei der sensible Daten über gefälschte Nachrichten oder Webseiten abgegriffen werden sollen? |
| Backup | Wie heißt eine zusätzliche Datenkopie zur Wiederherstellung? |
| Integritaet | Welches Schutzziel beschreibt die Unverändertheit von Daten? |
| Passkey | Wie heißt eine passwortlose Anmeldemethode mit kryptografischen Schlüsselpaaren? |
| Malware | Wie lautet der Oberbegriff für absichtlich schädliche Software? |
| Firewall | Welche Schutzkomponente kontrolliert Netzwerkverkehr anhand von Regeln? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Passwort-Check: Entwickle eine Checkliste mit fünf Kriterien für sichere Konten, ohne echte Passwörter aufzuschreiben oder weiterzugeben.
- Phishing-Plakat: Gestalte ein Plakat mit typischen Warnzeichen einer verdächtigen Nachricht und passenden sicheren Reaktionen.
- Schutzziele im Alltag: Finde je ein Beispiel für Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit aus Deinem Schul- oder Ausbildungsalltag.
- Sicherheitscomic: Zeichne einen kurzen Comic, in dem eine Person eine verdächtige Nachricht erkennt und richtig reagiert.
Standard
- Sicherheitskonzept für ein Schülerkonto: Entwickle ein Schutzkonzept aus Passwort oder Passkey, zweitem Faktor, Wiederherstellung und sicherem Geräteschutz.
- Phishing-Analyse: Erstelle selbst eine ungefährliche fiktive Phishing-Nachricht und markiere anschließend alle Warnzeichen. Verwende keine echten Marken, Konten oder Zugangsdaten.
- Backup-Plan: Plane eine Datensicherung für ein Schulprojekt oder eine Ausbildungsmappe und begründe Speicherorte, Häufigkeit und Wiederherstellungstest.
- Interview zur Cybersicherheit: Befrage eine Lehrkraft, eine IT-Fachkraft oder eine Person aus einem Ausbildungsbetrieb zu Sicherheitsregeln und fasse die wichtigsten Erkenntnisse zusammen.
Schwer
- Incident-Response-Plan: Entwickle für einen fiktiven Ransomware-Vorfall an einer Schule einen Ablauf von Erkennen, Melden, Eindämmen, Wiederherstellen und Nachbereiten.
- Risikoanalyse: Vergleiche drei fiktive Szenarien und bewerte jeweils Eintrittswahrscheinlichkeit, mögliche Folgen und geeignete Schutzmaßnahmen.
- Defense in Depth: Entwirf ein mehrschichtiges Sicherheitsmodell für einen Computerraum oder Ausbildungsbetrieb und begründe, warum keine Einzelmaßnahme genügt.
- Kryptografie-Projekt: Vergleiche ein historisches Verschlüsselungsverfahren mit moderner Verschlüsselung auf konzeptioneller Ebene und erkläre, warum historische Verfahren heute keinen ausreichenden Schutz bieten.


Lernkontrolle
- Phishing-Transfer: Eine Nachricht wirkt professionell, enthält aber einen unerwarteten Login-Link. Begründe Schritt für Schritt, wie Du die Situation prüfst, ohne Dich auf Rechtschreibfehler als Erkennungsmerkmal zu verlassen.
- Schutzschichten bewerten: Ein Unternehmen nutzt sehr starke Passwörter, installiert aber keine Updates und besitzt keine Backups. Analysiere, welche Risiken trotz der starken Passwörter bestehen.
- Ransomware-Szenario: Erkläre, warum Backups, eingeschränkte Benutzerrechte und ein klarer Meldeweg zusammen wirksamer sind als nur eine einzelne Maßnahme.
- HTTPS beurteilen: Eine gefälschte Webseite besitzt ein gültiges HTTPS-Zertifikat. Erkläre, warum die verschlüsselte Verbindung trotzdem keinen Beweis für die Seriosität der Seite liefert.
- Passwort oder Passkey: Vergleiche Passwort plus Zwei-Faktor-Authentisierung mit einem Passkey. Nenne jeweils Stärken, Grenzen und Anforderungen an die Wiederherstellung.
- Schulnetz absichern: Entwickle für eine Schule drei technische und drei organisatorische Maßnahmen und erläutere, welches Risiko jede Maßnahme reduziert.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe auswendig kennst, sondern Sicherheitsentscheidungen begründen und auf neue Situationen übertragen kannst.
- Schutzziele: Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit sicher erklären und auf Beispiele anwenden.
- Authentisierung: sichere Passwörter, Passwortmanager, Zwei-Faktor-Authentisierung und Passkeys vergleichen.
- Angriffserkennung: Phishing, Social Engineering, Malware, Ransomware, Brute Force und Credential Stuffing unterscheiden.
- Schutzmaßnahmen: Updates, Backups, Verschlüsselung, Zugriffsrechte und Netzwerkmaßnahmen sinnvoll kombinieren.
- Sicherheitsbewertung: Grenzen einzelner Maßnahmen erkennen, zum Beispiel bei HTTPS oder Antivirensoftware.
- Incident Response: bei einem Sicherheitsvorfall geordnet melden, eindämmen, dokumentieren und Wiederherstellung vorbereiten.
- Transfer: Maßnahmen auf Schule, Alltag und Ausbildung übertragen.
- Verantwortung: Sicherheitswissen ausschließlich defensiv, rechtmäßig und in freigegebenen Lernumgebungen anwenden.
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