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Cybermobbing erkennen und Hilfe holen - Medienbildung - Bildungsfilm 3

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Cybermobbing erkennen und Hilfe holen - Medienbildung - Bildungsfilm 3




Cybermobbing erkennen und Hilfe holen - Medienbildung - Bildungsfilm

Cybermobbing ist nicht Deine Schuld. Du musst damit nicht allein bleiben.

Dieser aiMOOC hilft Dir, Cybermobbing zu erkennen, richtig zu handeln und Hilfe zu holen. Du kannst jederzeit eine Pause machen und mit einer Vertrauensperson sprechen.


Einleitung

Cybermobbing bedeutet: Eine Person wird über Soziale Medien, Chats, Spiele oder andere digitale Wege absichtlich verletzt, bedroht, bloßgestellt oder ausgeschlossen. Inhalte können schnell geteilt werden und lange sichtbar bleiben.

Wichtig: Auch ein einzelner Beitrag kann großen und anhaltenden Schaden verursachen, wenn er immer wieder weitergeleitet wird.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du:

  1. Cybermobbing erkennen: Warnzeichen und typische Formen benennen.
  2. Sicher reagieren: Beweise sichern, melden und blockieren.
  3. Hilfe holen: Vertrauenspersonen und Beratungsstellen finden.
  4. Zivilcourage im Netz: Betroffene unterstützen, ohne Inhalte weiterzuverbreiten.


Bildungsfilm: Sehen, stoppen, Hilfe holen

Beobachtungsauftrag: Achte darauf, was Cybermobbing von einem einmaligen Streit unterscheidet.


Woran erkennst Du Cybermobbing?

Cybermobbing kann so aussehen:

  1. Beleidigung: Gemeine oder abwertende Nachrichten.
  2. Ausgrenzung: Absichtlicher Ausschluss aus Gruppen oder Chats.
  3. Bloßstellung: Peinliche Bilder, Videos oder Geheimnisse werden verbreitet.
  4. Gerücht: Falsche Behauptungen werden geteilt.
  5. Bedrohung: Eine Person wird eingeschüchtert oder erpresst.
  6. Fake-Profil: Jemand gibt sich als eine andere Person aus.

Manche Betroffene wirken plötzlich ängstlich, traurig oder zurückgezogen. Sie meiden vielleicht das Handy, die Schule oder bestimmte Personen. Solche Zeichen können auch andere Gründe haben. Frage ruhig und freundlich nach.


Der sichere Hilfeplan

Merke Dir: SICHER

  1. S – Stoppen: Nicht zurückbeleidigen und nichts weiterleiten.
  2. I – Informationen sichern: Screenshots mit Name, Datum, Uhrzeit und Zusammenhang erstellen.
  3. C – Check bei Erwachsenen: Einer vertrauten Person davon erzählen.
  4. H – Hilfe der Plattform: Beiträge melden und Accounts blockieren.
  5. E – Experten fragen: Beratung, Schule oder Polizei einschalten.
  6. R – Rückhalt geben: Betroffene nicht alleinlassen.


Beweise sichern

Speichere Nachrichten, Nutzernamen, Links, Datum und Uhrzeit. Lösche Inhalte erst nach der Sicherung.

Ausnahme: Nacktbilder von Minderjährigen darfst Du nicht speichern oder weiterleiten. Zeige die Situation sofort einer erwachsenen Vertrauensperson und frage die Polizei, wie Du richtig vorgehst.


Hilfe holen

Du kannst Dich an Eltern, Lehrkräfte, Schulsozialarbeit, Beratungsstellen oder die Polizei wenden.

  1. JUUUPORT: Vertrauliche und kostenlose Online-Beratung für junge Menschen: JUUUPORT-Hilfe
  2. Nummer gegen Kummer: 116 111, montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr, anonym und kostenlos in Deutschland.
  3. klicksafe: Tipps und eine Cybermobbing-Erste-Hilfe-App: klicksafe
  4. Polizei: Bei Bedrohung, Erpressung, Nachstellung oder anderen möglichen Straftaten.
  5. Akute Gefahr: Ruf in Deutschland die Polizei unter 110.


Was kannst Du als beobachtende Person tun?

  1. Frage die betroffene Person: „Wie kann ich Dir helfen?“
  2. Teile beleidigende Inhalte nicht weiter.
  3. Melde den Beitrag oder Account.
  4. Hole gemeinsam Hilfe.
  5. Schreibe eine unterstützende Nachricht.
  6. Widersprich ruhig, ohne selbst zu beleidigen.


Filmgespräch

  1. Welche Warnzeichen hast Du erkannt?
  2. Welche Handlung war hilfreich?
  3. An welcher Stelle hätte früher Hilfe geholt werden können?
  4. Was könnte eine beobachtende Person tun?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist ein wichtiges Merkmal von Cybermobbing? (Digitale Angriffe verletzen oder schädigen eine Person) (!Jeder Streit im Klassenraum ist Cybermobbing) (!Cybermobbing findet nur in Computerspielen statt) (!Nur unbekannte Personen können Cybermobbing ausüben)




Was solltest Du zuerst tun, bevor ein beleidigender Beitrag gelöscht wird? (Beweise und Zusammenhang sichern) (!Sofort zurückbeleidigen) (!Den Beitrag an Freunde weiterleiten) (!Das eigene Handy zerstören)




Welche Reaktion ist bei Cybermobbing hilfreich? (Einer Vertrauensperson davon erzählen) (!Alles geheim halten) (!Die angreifende Person bedrohen) (!Alle Beweise sofort löschen)




Was bedeutet Blockieren? (Ein Account kann Dich nicht mehr direkt kontaktieren) (!Alle Inhalte verschwinden automatisch aus dem Internet) (!Die Polizei erhält sofort eine Anzeige) (!Dein eigenes Profil wird gelöscht)




Was solltest Du als beobachtende Person vermeiden? (Verletzende Inhalte weiterleiten) (!Die betroffene Person unterstützen) (!Einen Beitrag melden) (!Hilfe bei Erwachsenen holen)




Welche Information gehört zu einem hilfreichen Screenshot? (Datum und Zusammenhang) (!Nur ein ausgeschnittener Smiley) (!Dein Lieblingsfach) (!Die Wettervorhersage)




Wo erhalten junge Menschen vertrauliche Online-Beratung? (Bei JUUUPORT) (!In einem öffentlichen Kommentar) (!Bei einem unbekannten Fake-Profil) (!In einer Werbegruppe)




Welche Nummer erreicht in Deutschland das Kinder- und Jugendtelefon? (116 111) (!123 456) (!999 999) (!555 000)




Was ist bei akuter Gefahr in Deutschland richtig? (Die Polizei unter 110 rufen) (!Einen neuen Gruppenchat gründen) (!Die Drohung weiterverbreiten) (!Nur ein lustiges Bild senden)




Wie unterstützt Du eine betroffene Person gut? (Zuhören und gemeinsam Hilfe holen) (!Ihr die Schuld geben) (!Die Situation öffentlich kommentieren) (!Sie zum Zurückbeleidigen auffordern)





Memory

Screenshot Beweis sichern
Blockieren Kontakt begrenzen
Melden Plattform informieren
Vertrauensperson Persönliche Unterstützung
JUUUPORT Online-Beratung
Zivilcourage Betroffene stärken





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Sicheres Handeln
Beweise sichern Nachricht mit Zusammenhang dokumentieren
Vertrauensperson Gemeinsam über das Problem sprechen
Melden Plattform auf einen Verstoß hinweisen
Blockieren Direkten Kontakt begrenzen
Beratung Vertrauliche Unterstützung erhalten






Kreuzworträtsel

Screenshot Wie heißt ein Bildschirmfoto zur Beweissicherung?
Blockieren Wie nennt man das Sperren eines Accounts?
Vertrauen Was ist wichtig, wenn Du einer Person von Sorgen erzählst?
Melden Was kannst Du bei der Plattform mit einem verletzenden Beitrag tun?
Respekt Wie sollen Menschen online miteinander umgehen?
Beratung Wie heißt professionelle oder ehrenamtliche Hilfe im Gespräch?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Cybermobbing geschieht über

.
Vor dem Löschen solltest Du wichtige

sichern.
Eine geeignete Dokumentation enthält auch das

.
Bei Angriffen solltest Du nicht zurück

.
Verletzende Beiträge kannst Du bei der Plattform

.
Eine angreifende Person kannst Du zusätzlich

.
Sprich mit einer erwachsenen

.
Bei akuter Gefahr erreichst Du die Polizei unter

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Hilfekarte: Gestalte eine kleine Karte mit drei Schritten gegen Cybermobbing.
  2. Warnzeichen: Zeichne vier mögliche Warnzeichen als Symbole.
  3. Vertrauensnetz: Notiere Personen und Stellen, die Dir helfen könnten.
  4. Stopp-Satz: Formuliere einen ruhigen Satz gegen eine beleidigende Nachricht.


Standard

  1. Filmszene analysieren: Wähle eine Szene aus einem Video und beschreibe Problem, Gefühl und Hilfe.
  2. Screenshot-Check: Erstelle mit einer erfundenen Nachricht ein Beispiel für eine gute Beweissicherung.
  3. Rollenspiel: Übt zu zweit ein Gespräch zwischen betroffener Person und Vertrauensperson.
  4. Upstander-Plakat: Gestalte ein Plakat mit fünf Regeln für Zivilcourage im Netz.


Schwer

  1. Hilfeplan für die Schule: Entwickle einen klaren Ablauf für einen gemeldeten Cybermobbing-Fall.
  2. Plattformvergleich: Vergleiche die Melde- und Blockierfunktionen von zwei Diensten.
  3. Bildungsfilm: Produziere einen kurzen Film mit den Schritten Erkennen, Sichern und Hilfe holen.
  4. Expertengespräch: Befrage Schulsozialarbeit, Medienpädagogik oder Polizei und dokumentiere die Ergebnisse.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fallanalyse: In einem Klassenchat wird ein peinliches Foto wiederholt geteilt. Entwickle einen sicheren Handlungsplan für die betroffene und die beobachtende Person.
  2. Perspektivwechsel: Erkläre, wie derselbe Vorfall auf Betroffene, Mitlesende und veröffentlichende Personen wirken kann.
  3. Entscheidung begründen: Begründe, warum Beweise vor dem Melden oder Löschen gesichert werden sollten.
  4. Grenzen erkennen: Unterscheide zwischen Streit, unfreundlichem Verhalten und Cybermobbing. Nutze selbst erfundene Beispiele.
  5. Unterstützung planen: Entwirf eine respektvolle Nachricht an eine betroffene Person und erkläre Deine Wortwahl.
  6. Schulkonzept prüfen: Bewerte, ob ein vorhandener Hilfeplan verständlich, sicher und leicht erreichbar ist.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis sind wichtig:

  1. Du erkennst typische Formen von Cybermobbing.
  2. Du erklärst einen sicheren Hilfeplan.
  3. Du kannst Beweise angemessen dokumentieren.
  4. Du kennst Grenzen beim Speichern sensibler Bilder.
  5. Du findest passende Vertrauens- und Beratungsstellen.
  6. Du zeigst respektvolle Zivilcourage im Netz.
  7. Du überträgst das Wissen auf einen neuen Fall.




OERs zum Thema


Weitere freie Lern- und Hilfsangebote

  1. klicksafe: Cybermobbing erkennen und handeln
  2. JUUUPORT: Tipps und Beratung
  3. Polizei-Beratung: Digitale Gewalt
  4. Nummer gegen Kummer


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