Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde

Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde
Einleitung
Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde ist ein deutscher Kinder-, Dokumentar- und Abenteuerfilm. Tobi und Marina finden beim Aufräumen eine alte Videoaufnahme aus Tobis Kindheit. Darin stellt der achtjährige Tobi eine Frage, deren Antwort der erwachsene Tobi vergessen hat: Wer hinterlässt die mächtigsten Spuren im Erdreich? Um das herauszufinden, reist er nach Madagaskar, nach Spitzbergen und nach Mexiko. Dabei entdeckt er, dass Böden viel mehr sind als „Dreck“: Sie tragen Pflanzen, speichern Wasser, sind Lebensraum für unzählige Lebewesen, bewahren Spuren der Vergangenheit und sind wichtig für unsere Ernährung und das Klima.
Dieser aiMOOC ist für Kinder ab etwa 6 Jahren geschrieben. Du kannst viele Abschnitte selbst lesen; bei längeren Texten oder schwierigen Wörtern kann Dir eine erwachsene Person helfen. Der Film ist ohne Altersbeschränkung freigegeben. Die Aufgaben reichen von einfachen Beobachtungen bis zu kleinen Forschungsprojekten.
| Filminformation | Angabe |
|---|---|
| Titel | Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde |
| Regie und Buch | Antonia Simm |
| Land und Produktionsjahr | Deutschland, 2025 |
| Kinostart in Deutschland | 8. Januar 2026 |
| Laufzeit | 93 Minuten |
| Filmform | Kinderfilm, Dokumentation und Abenteuer |
| Wichtige Reiseziele | Madagaskar, Spitzbergen und Mexiko |
Das große Filmrätsel
Der Film beginnt mit einer Frage aus Tobis Kindheit. Auf seiner Reise sammelt Tobi Hinweise. Jeder Ort zeigt ihm, dass Erde und Boden sich über lange Zeit verändern. In Madagaskar geht es um Tiere, Pflanzen und uralte Gesteinslandschaften. Auf Spitzbergen geht es um gefrorenen Boden, Kohle und Saatgut. In Mexiko geht es um Landwirtschaft, Regenwürmer, Maya-Kultur und archäologische Spuren.
Achtung, Spoiler: In diesem aiMOOC wird die Lösung des Filmrätsels später erklärt. Wenn Du den Film noch nicht gesehen hast und selbst rätseln möchtest, lies den Abschnitt zur heimlichen Herrscherin erst danach.
Lernziele
- Boden verstehen: Du kannst erklären, woraus Boden besteht und warum er für Pflanzen, Tiere und Menschen wichtig ist.
- Artenvielfalt entdecken: Du kannst beschreiben, warum Madagaskar besonders viele einzigartige Tier- und Pflanzenarten besitzt.
- Permafrost verstehen: Du kannst erklären, was dauerhaft gefrorener Boden ist und warum sein Auftauen für das Klima wichtig ist.
- Archäologie kennenlernen: Du kannst erklären, wie Forschende Spuren früherer Menschen im Boden untersuchen.
- Ernährung verbinden: Du kannst zeigen, wie gesunde Böden, Saatgut und vielfältiger Pflanzenanbau mit unserem Essen zusammenhängen.
- Klimaschutz mitdenken: Du kannst Ideen nennen, wie Böden geschützt und versiegelte Flächen wieder begrünt werden können.
- Film untersuchen: Du kannst zwischen dokumentarischen Beobachtungen und erzählten Spielszenen unterscheiden.
Boden – die Lebenshaut unter unseren Füßen
Wenn Du auf einer Wiese stehst, liegt unter Deinen Schuhen eine dünne, lebendige Schicht. Boden entsteht aus verwittertem Gestein, abgestorbenen Pflanzenresten, Wasser und Luft. Dazu kommen winzige und größere Lebewesen: Bakterien, Pilze, Springschwänze, Asseln, Insektenlarven und Regenwürmer. Aus zersetzten Pflanzenresten entsteht Humus. Humus kann Nährstoffe und Wasser speichern und trägt zu einem fruchtbaren Boden bei.

Ein Boden ist oft in Schichten aufgebaut. Oben liegt meist besonders viel organisches Material. Darunter folgen mineralische Schichten, die aus verwittertem Gestein entstanden sind. Solche Schichten nennen Fachleute Bodenhorizonte. Nicht jeder Boden sieht gleich aus: Sandiger Boden fühlt sich anders an als lehmiger Boden, Waldboden anders als Ackerboden und Permafrostboden anders als ein warmer Gartenboden.
Warum Boden Leben möglich macht
Boden erfüllt viele Aufgaben gleichzeitig. Pflanzen verankern ihre Wurzeln darin. Sie nehmen Wasser und Nährstoffe auf. Viele Tiere leben im oder auf dem Boden. Regen kann versickern und teilweise gespeichert werden. Boden kann Stoffe filtern. Außerdem steckt in Böden Kohlenstoff, besonders in humusreichen Böden. Deshalb ist Bodenschutz auch mit Klimaschutz verbunden.
Fast alles, was wir essen, hängt direkt oder indirekt von Böden ab. Gemüse, Getreide und Obst wachsen in oder auf Böden. Tiere fressen Pflanzen, die auf Böden wachsen. Ein gesunder Boden ist deshalb eine wichtige Grundlage für unsere Ernährung.
Regenwürmer – kleine Helfer im Boden
Regenwürmer fressen abgestorbene Pflanzenreste zusammen mit Erde. Beim Graben mischen sie Bodenmaterial, schaffen Gänge und helfen dabei, dass Luft und Wasser tiefer in den Boden gelangen können. Ihre Tätigkeit unterstützt die Bildung einer lockeren Bodenstruktur. Deshalb werden Regenwürmer im Film immer wieder als wichtige Bodenlebewesen gezeigt.

Forscheridee: Suche nach einem Regenwurm nur dort, wo Du Tiere beobachten darfst. Fasse ihn mit feuchten Händen ganz vorsichtig an, setze ihn nach kurzer Beobachtung wieder genau dorthin zurück und wasche danach Deine Hände. Tiere sollen nicht verletzt oder lange aus ihrem Lebensraum genommen werden.
Tobis Reise um die Erde
Die drei großen Filmstationen sehen sehr verschieden aus: tropisch und grün, arktisch und gefroren, warm und von Regenwald sowie Landwirtschaft geprägt. Trotzdem verbindet sie ein gemeinsames Thema: Boden verändert sich mit der Zeit, und unser Umgang mit ihm entscheidet mit darüber, wie gut Menschen, Tiere und Pflanzen in Zukunft leben können.
Station 1: Madagaskar – Artenvielfalt, Baobabs und Steinwälder
Madagaskar ist eine große Insel vor der Ostküste Afrikas. Weil die Insel lange von anderen Landmassen getrennt war, konnten sich dort viele Arten entwickeln, die nur dort vorkommen. Solche Arten nennt man endemisch. Der Film nutzt diese besondere Tier- und Pflanzenwelt, um zu zeigen, was entstehen kann, wenn sehr viel Zeit vergeht.

Tobi erkundet mit einer Biologin die Natur Madagaskars. Besonders eindrucksvoll sind Nahaufnahmen von Tieren, etwa von Chamäleons. Ihre Lebensräume hängen mit Pflanzen, Wasser, Gestein und Boden zusammen. Artenvielfalt bedeutet nicht nur „viele Tiere“. Dazu gehören auch Pflanzen, Pilze, Mikroorganismen und die unterschiedlichen Lebensräume, in denen sie zusammenwirken.

Eine weitere Filmkulisse sind die Tsingys: scharfkantige Kalksteinlandschaften, die wie ein Wald aus Stein wirken. Sie erinnern daran, dass auch Gestein eine Geschichte hat. Wasser, Bewegung der Erdkruste und Verwitterung verändern Landschaften über sehr lange Zeiträume. Zwischen Felsen entstehen kleine Lebensräume, in denen Pflanzen und Tiere geeignete Bedingungen finden.

Auch Baobabs spielen im Film eine wichtige Rolle. Diese mächtigen Bäume können Wasser in ihren dicken Stämmen speichern. Bäume schützen den Boden auf verschiedene Weise: Wurzeln halten Boden fest, Blätter bremsen Regentropfen, Schatten vermindert starke Austrocknung, und abgefallene Blätter werden zu Nahrung für Bodenlebewesen. Wenn Wälder verschwinden, kann ungeschützter Boden leichter austrocknen oder durch Wasser und Wind abgetragen werden. Das nennt man Erosion.

Der Film verbindet Madagaskar deshalb mit drei großen Ideen: Arten brauchen Lebensräume, Boden und Pflanzen beeinflussen sich gegenseitig und Natur verändert sich über lange Zeit.
Station 2: Spitzbergen – Permafrost, Saatgut und Klima
Spitzbergen ist die größte Insel des norwegischen Archipels Svalbard weit im Norden. Dort sind große Bereiche des Bodens über lange Zeit gefroren. Boden, der mindestens zwei Jahre hintereinander gefroren bleibt, heißt Permafrost. Im Sommer kann die oberste Schicht teilweise auftauen, während tieferer Boden gefroren bleibt.

Permafrost ist wie eine riesige Gefriertruhe der Natur. In gefrorenem Boden können alte Pflanzenreste und anderer Kohlenstoff lange gespeichert bleiben. Wenn sich die Arktis erwärmt und Permafrost taut, können Mikroorganismen zuvor gefrorenes organisches Material abbauen. Dabei können Kohlendioxid und Methan entstehen. Diese Gase verstärken den Treibhauseffekt. So kann tauender Permafrost den Klimawandel zusätzlich verstärken.

Auf Spitzbergen besucht Tobi außerdem die Umgebung des Svalbard Global Seed Vault. In diesem Saatgut-Tresor werden Sicherheitskopien von Samen vieler Nutzpflanzen aus Genbanken der ganzen Welt aufbewahrt. Das ist wichtig, weil verschiedene Sorten unterschiedliche Eigenschaften besitzen können. Manche vertragen Trockenheit besser, andere Kälte oder bestimmte Krankheiten. Vielfalt im Saatgut hilft dabei, Landwirtschaft auch in einer sich verändernden Welt anpassen zu können.

Die Station zeigt auch Kohle. Kohle ist aus Pflanzenresten entstanden, die über sehr lange geologische Zeiträume umgewandelt wurden. Beim Verbrennen von Kohle wird Kohlendioxid freigesetzt. Der Film stellt damit einen starken Gegensatz her: Die Erde brauchte sehr lange, um Kohle entstehen zu lassen, Menschen können sie aber in kurzer Zeit fördern und verbrennen. Klimaschutz bedeutet deshalb auch, Energie so zu erzeugen und zu nutzen, dass möglichst wenig zusätzliche Treibhausgase entstehen.
Station 3: Mexiko – Maya, Archäologie, Milpa und Ernährung
In Mexiko sucht Tobi nach Spuren der Maya. Dabei ist wichtig: Maya-Kultur gehört nicht nur zur Vergangenheit. Auch heute leben Maya-Gemeinschaften in Mexiko und anderen Ländern Mittelamerikas. Der Film verbindet archäologische Spuren früherer Zeiten mit Menschen, Landwirtschaft und Wissen der Gegenwart.

Archäologie erforscht vergangenes menschliches Leben anhand von Spuren und Funden. Im Boden können zum Beispiel Mauerreste, Werkzeuge, Keramik oder alte Feuerstellen erhalten sein. Die genaue Lage eines Fundes ist dabei wichtig. Deshalb graben Archäologinnen und Archäologen nicht einfach schnell etwas aus. Sie dokumentieren Schicht für Schicht, wo etwas gefunden wurde. So wird Boden zu einem Archiv der Vergangenheit.
Das folgende Bild zeigt als Beispiel eine Maya-Stätte in Chiapas. Es ist kein Filmstill, sondern ein frei nutzbares Bild von Wikimedia Commons.

Wichtig: Wenn Du selbst einen alten Gegenstand im Boden findest, nimm ihn nicht einfach mit und grabe eine Fundstelle nicht weiter aus. Zeige den Fund Erwachsenen und informiere bei möglicherweise archäologischen Funden die zuständige Stelle. Der Zusammenhang eines Fundes kann wissenschaftlich genauso wichtig sein wie der Gegenstand selbst.
In Mexiko lernt Tobi außerdem die Milpa kennen. Dabei wachsen traditionell unter anderem Mais, Bohnen und Kürbis gemeinsam. Die Pflanzen können sich ergänzen: Mais kann Bohnen als Rankhilfe dienen, Bohnen leben mit Bakterien zusammen, die Stickstoff binden, und Kürbisblätter bedecken den Boden. Eine dichte Bodenbedeckung kann Wasserverlust und Erosion verringern. Diese Form des Mischanbaus zeigt, wie Landwirtschaft Vielfalt nutzen kann.

Mais liefert vor allem Energie in Form von Stärke, Bohnen enthalten viel pflanzliches Eiweiß und Kürbis bringt weitere Nährstoffe sowie Abwechslung auf den Teller. Entscheidend ist nicht, dass jede Mahlzeit genau aus diesen drei Pflanzen bestehen muss, sondern die Idee dahinter: Eine vielfältige Landwirtschaft kann eine vielfältige Ernährung unterstützen.
Im Film tauchen Regenwürmer auch in Verbindung mit gesunden Böden auf. Sie machen sichtbar, dass Landwirtschaft nicht nur über Pflanzen an der Oberfläche spricht. Unter der Erde arbeitet ein ganzes Netz von Lebewesen.
Was verbindet die drei Stationen?
Alle drei Orte erzählen eine andere Geschichte über Erde und Zeit.
| Filmstation | Was wir beobachten | Verbindung zum Boden | Blick in die Zukunft |
|---|---|---|---|
| Madagaskar | besondere Arten, Baobabs und Tsingys | Lebensräume entstehen im Zusammenspiel von Gestein, Wasser, Pflanzen, Tieren und Zeit | Arten und Lebensräume schützen |
| Spitzbergen | Permafrost, Kohle und Saatgut-Tresor | gefrorene Böden speichern Kohlenstoff; Saatgut steht für Vielfalt unserer Nahrung | Klima schützen und Nutzpflanzenvielfalt bewahren |
| Mexiko | Maya-Spuren, Milpa und Regenwürmer | Boden ist Archiv, Lebensraum und Grundlage der Landwirtschaft | Wissen weitergeben und Boden fruchtbar halten |
Spoiler: Wer ist die heimliche Herrscherin?
Die Lösung des Filmrätsels lautet: die Zeit. Sie hinterlässt überall Spuren. Über sehr lange Zeit verändern sich Gesteine und Landschaften. Pflanzen wachsen. Arten entwickeln sich. Kohle entsteht. Im Boden bleiben Spuren früherer Menschen erhalten. Wissen wird von einer Generation zur nächsten weitergegeben.
Der Film macht aus der Zeit keine Zauberkraft. Gemeint ist: Viele Veränderungen brauchen Zeit, und wir Menschen entscheiden, wie wir unsere eigene Zeit nutzen. Wir können Böden schädigen, versiegeln und Lebensräume zerstören. Wir können aber auch Böden schützen, Flächen begrünen, vielfältig anbauen, weniger Treibhausgase verursachen und Wissen weitergeben.
Ernährung beginnt im Boden
Ein Apfel wächst am Baum, Brot wird aus Getreide gebacken, Bohnen wachsen an Pflanzen. Hinter all diesen Lebensmitteln steht ein Boden, der Wurzeln Halt, Wasser und Nährstoffe geben kann. Deshalb hängen Bodengesundheit und Ernährungssicherheit zusammen.
Vielfalt ist dabei doppelt wichtig. Erstens gibt es viele Pflanzenarten und Sorten. Zweitens kann eine abwechslungsreiche Landwirtschaft verschiedene Pflanzen miteinander kombinieren. Der Saatgut-Tresor auf Spitzbergen schützt Sicherheitskopien von Nutzpflanzensamen, während die Milpa in Mexiko zeigt, wie unterschiedliche Pflanzen gemeinsam auf einem Feld wachsen können. Beides erinnert daran, dass unsere Ernährung nicht von einer einzigen Sorte oder einem einzigen Anbausystem abhängig sein sollte.
Vom Samenkorn bis zum Teller
Ein Samenkorn braucht passende Bedingungen, damit eine Pflanze wachsen kann. Dazu gehören Wasser, geeignete Temperatur, Licht nach dem Keimen und ein Boden, der zur Pflanze passt. Danach braucht es Zeit. Aus einem kleinen Samen kann eine große Pflanze werden. Genau diese Verbindung von Boden + Wasser + Licht + Vielfalt + Zeit zieht sich durch den Film.
Klimaschutz beginnt auch unter unseren Füßen
Beim Klimaschutz denken viele zuerst an Autos, Flugzeuge oder Strom. Böden gehören aber ebenfalls zum Klimasystem. Pflanzen nehmen Kohlendioxid aus der Luft auf. Ein Teil des darin enthaltenen Kohlenstoffs gelangt über Wurzeln und abgestorbene Pflanzenteile in den Boden. Besonders kohlenstoffreiche Böden können große Mengen speichern. Werden solche Böden stark geschädigt, kann gespeicherter Kohlenstoff wieder freigesetzt werden.
Permafrost zeigt diesen Zusammenhang besonders deutlich. Solange organisches Material gefroren ist, wird es nur sehr langsam abgebaut. Taut der Boden, können Mikroorganismen aktiver werden und Treibhausgase freisetzen. Deshalb ist die Erwärmung der Arktis nicht nur ein fernes Problem.
Auch Bodenversiegelung ist wichtig. Unter Asphalt oder Pflaster kann kaum etwas wachsen, Regenwasser versickert schlechter und Bodenlebewesen verlieren Lebensraum. Wo es sinnvoll und möglich ist, können entsiegelte und begrünte Flächen wieder Wasser aufnehmen, Pflanzen tragen und Lebensräume schaffen. Genau deshalb endet der Film mit einer Handlungsidee: Boden nicht nur bestaunen, sondern ihm wieder Raum geben.
Was Du selbst tun kannst
- Boden schützen: Tritt in Beeten nicht unnötig auf die Erde und reiße Pflanzen nicht ohne Grund aus.
- Kompost: Küchen- und Gartenreste können richtig kompostiert wieder zu humusreichem Material werden.
- Artenvielfalt: Pflanze verschiedene heimische Blumen und Kräuter, wenn Du dafür Platz und Erlaubnis hast.
- Wasser: Gieße gezielt und beobachte, wie gut unterschiedliche Böden Wasser aufnehmen.
- Entsiegeln: Überlege mit Erwachsenen, wo unnötige versiegelte Flächen durch Grün ersetzt werden könnten.
- Klimaschutz: Spare Energie und unterstütze Wege, bei denen weniger fossile Brennstoffe verbrannt werden.
Film verstehen: Was ist echt, was ist erzählt?
Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde verbindet dokumentarische Aufnahmen mit einer Spielhandlung. Tobi reist an reale Orte und spricht mit Fachleuten und Menschen vor Ort. Gleichzeitig gibt es erzählte Szenen, zum Beispiel die Begegnungen des erwachsenen Tobi mit seinem jüngeren Ich. Diese Mischung hilft dem Film, Wissen mit einem persönlichen Rätsel zu verbinden.
Auch die Kamera erzählt mit. Eine Nahaufnahme eines Tieres lässt Dich kleine Details entdecken. Eine Totale zeigt eine Landschaft und macht Größenverhältnisse sichtbar. Luftaufnahmen lassen die Tsingys oder arktische Landschaften besonders groß wirken. Filmmusik kann Spannung oder Staunen verstärken. Beim Filmschauen kannst Du also nicht nur fragen: „Was lerne ich?“, sondern auch: „Wie sorgt der Film dafür, dass ich etwas spannend, lustig oder beeindruckend finde?“
Medien-Check
Wenn Du ein Video anschaust, prüfe, wer es veröffentlicht hat und wozu es dient. Die eingebetteten Checker-Videos stammen aus dem offiziellen Checker-Umfeld. Die Bilder in diesem aiMOOC stammen aus Wikimedia Commons und sind frei lizenziert oder gemeinfrei. Ein frei nutzbares Bild ist nicht automatisch ein Beweis für jede Aussage. Bild, Bildbeschreibung und Sachinformation müssen immer zusammenpassen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was entdecken Tobi und Marina am Anfang der Filmgeschichte? (Eine alte Videoaufnahme aus Tobis Kindheit) (!Eine Schatzkarte aus Mexiko) (!Einen Sack mit Saatgut aus Spitzbergen) (!Ein Chamäleon aus Madagaskar)
Welche große Reisestation besucht Tobi zuerst? (Madagaskar) (!Mexiko) (!Spitzbergen) (!Australien)
Was bedeutet es, wenn eine Art endemisch ist? (Sie kommt natürlicherweise nur in einem bestimmten Gebiet vor) (!Sie lebt ausschließlich unter der Erde) (!Sie kann nur im Winter überleben) (!Sie wurde von Menschen gezüchtet)
Was ist Permafrost? (Boden der mindestens zwei Jahre hintereinander gefroren bleibt) (!Boden der jeden Mittag auftaut) (!Eine besonders heiße Bodenschicht) (!Ein künstlicher Boden aus Beton)
Wozu dient der Saatgut-Tresor auf Spitzbergen? (Er bewahrt Sicherheitskopien von Samen vieler Nutzpflanzen auf) (!Er produziert täglich neues Gemüse) (!Er lagert nur Baobabholz) (!Er sammelt archäologische Werkzeuge)
Welche Pflanzen gehören typisch zu einer Milpa? (Mais Bohnen und Kürbis) (!Kartoffeln Reis und Orangen) (!Weizen Salat und Äpfel) (!Kakao Kaffee und Tee)
Warum sind Regenwürmer für viele Böden nützlich? (Sie graben Gänge und helfen den Boden zu mischen und zu lockern) (!Sie verwandeln Boden in Eis) (!Sie versiegeln die Erdoberfläche) (!Sie fressen alle Pflanzenwurzeln auf)
Was untersucht Archäologie im Boden? (Spuren und Funde aus vergangenem menschlichem Leben) (!Nur das Wetter von morgen) (!Nur lebende Regenwürmer) (!Ausschließlich moderne Straßen)
Wer ist im Film die heimliche Herrscherin, die mächtige Spuren hinterlässt? (Die Zeit) (!Der Wind) (!Der Regenwurm) (!Die Filmkamera)
Welche Handlung hilft dem Boden besonders? (Eine unnötig versiegelte Fläche begrünen) (!Eine Wiese vollständig asphaltieren) (!Müll im Boden vergraben) (!Alle Pflanzen aus einem Beet entfernen)
Memory
| Madagaskar | Artenvielfalt |
| Spitzbergen | Permafrost |
| Mexiko | Milpa |
| Baobab | Wasserspeicher |
| Saatgut-Tresor | Nutzpflanzenvielfalt |
| Regenwurm | Bodenlockerer |
| Archäologie | Vergangenheitsspuren |
| Zeit | Herrscherin |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Artenvielfalt | Madagaskar |
| Permafrost | Spitzbergen |
| Milpa | Mexiko |
| Lebensgrundlage | Boden |
| Spuren | Zeit |
...
Kreuzworträtsel
| Madagaskar | Auf welcher Insel entdeckt Tobi eine besonders eigenständige Tier- und Pflanzenwelt? |
| Permafrost | Wie heißt Boden, der über lange Zeit gefroren bleibt? |
| Saatgut | Was wird im Tresor auf Spitzbergen als Sicherheitsreserve aufbewahrt? |
| Archäologie | Welche Wissenschaft untersucht menschliche Spuren aus der Vergangenheit? |
| Regenwurm | Welches Bodentier gräbt Gänge und mischt Erde? |
| Baobab | Wie heißt der mächtige wasserspeichernde Baum aus Madagaskar? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Bodenfühlprobe: Sammle mit Erlaubnis je eine kleine Bodenprobe von zwei verschiedenen Orten. Fühle vorsichtig und beschreibe Farbe, Körnung, Feuchtigkeit und Geruch. Was ist gleich, was verschieden?
- Bodenleben zeichnen: Gestalte ein großes Bodenbild mit Wurzeln, Regenwürmern, Pilzfäden, kleinen Tieren, Wasser und Luft. Beschrifte mindestens fünf Dinge.
- Filmstationen-Karte: Zeichne eine einfache Weltkarte und markiere Deutschland, Madagaskar, Spitzbergen und Mexiko. Verbinde die Reise mit Pfeilen.
- Baobab-Bildgeschichte: Male in vier Bildern, wie ein Samen mit Wasser, Boden, Licht und Zeit zu einem großen Baum wird.
Standard
- Versickerungsversuch: Fülle zwei durchlöcherte Becher mit unterschiedlichen Bodenarten und gieße jeweils gleich viel Wasser hinein. Beobachte, wo Wasser schneller durchsickert, und erkläre Deine Vermutung.
- Milpa-Modell: Baue oder zeichne ein Modell mit Mais, Bohnen und Kürbis. Zeige mit Pfeilen, wie sich die Pflanzen gegenseitig unterstützen können.
- Archäologie-Schichten: Baue in einem durchsichtigen Gefäß ein ungefährliches Modell aus verschiedenfarbigen Sandschichten und kleinen Alltagsgegenständen. Erkläre, warum die Lage eines Fundes für Forschende wichtig ist.
- Filmvergleich: Suche Dir zwei Szenen aus dem Film aus, eine eher dokumentarische und eine eher gespielte. Beschreibe, woran Du den Unterschied erkennst.
Schwer
- Bodenversiegelung untersuchen: Kartiere auf dem Schulhof oder in Deiner Wohnumgebung begrünte und versiegelte Flächen. Entwickle einen Vorschlag, wo eine kleine Fläche entsiegelt oder bepflanzt werden könnte.
- Permafrost-Erklärfilm: Erstelle mit Papierfiguren oder Knete einen kurzen Stop-Motion-Film, der erklärt, warum tauender Permafrost zusätzliche Treibhausgase freisetzen kann.
- Saatgut-Interview: Interviewe eine Gärtnerin, einen Landwirt, eine Saatgutinitiative oder eine andere fachkundige Person darüber, warum verschiedene Pflanzensorten wichtig sind. Bereite mindestens fünf Fragen vor.
- Checker-Projekt: Entwickle eine eigene fünfminütige Checker-Folge zum Thema „Was braucht ein gesunder Boden?“. Plane Frage, Versuch, Interview, Bilder und eine Handlungs-Idee für Bodenschutz.


Lernkontrolle
- Boden und Ernährung: Erkläre an einem selbst gewählten Frühstück, welche Bestandteile direkt oder indirekt mit Boden verbunden sind.
- Madagaskar und Spitzbergen vergleichen: Beide Filmstationen sehen völlig verschieden aus. Zeige trotzdem mindestens zwei gemeinsame Beziehungen zwischen Boden, Zeit und Leben.
- Permafrost-Kette: Beschreibe eine Wirkungskette von steigender Temperatur über tauenden Permafrost bis zu zusätzlichen Treibhausgasen und erkläre, warum daraus eine Rückkopplung entstehen kann.
- Milpa übertragen: Überlege, welche Grundidee der Milpa auch für einen Schulgarten sinnvoll sein könnte. Begründe Deine Entscheidung, ohne einfach nur die drei Pflanzen zu kopieren.
- Archäologie und Zeit: Erkläre, warum die genaue Fundschicht eines Gegenstands Informationen über die Vergangenheit liefern kann.
- Bodenschutz planen: Ein Teil des Schulhofs ist unnötig gepflastert. Entwickle einen Plan für eine kleine grüne Fläche und nenne Nutzen, mögliche Schwierigkeiten und notwendige Pflege.
- Filmische Wirkung: Wähle eine Landschaftsszene und erkläre, wie Kameraperspektive, Bildgröße oder Musik Dein Gefühl beim Zuschauen beeinflussen können.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du Zusammenhänge erklären und nicht nur Wörter auswendig aufsagen kannst.
- Du erklärst Boden als Lebensraum, Wasserspeicher, Pflanzenstandort und Grundlage für Ernährung.
- Du verbindest Madagaskar mit Artenvielfalt, Baobabs und dem langen Wirken der Zeit.
- Du verbindest Spitzbergen mit Permafrost, Saatgutvielfalt, Kohle und Klimaschutz.
- Du verbindest Mexiko mit Maya-Kultur, Archäologie, Milpa, Regenwürmern und Ernährung.
- Du erklärst, warum die Zeit die drei Filmstationen miteinander verbindet.
- Du entwickelst mindestens eine realistische Idee für Bodenschutz in Deinem Alltag oder an Deiner Schule.
- Du kannst an einem Beispiel zeigen, wie der Film dokumentarische Wirklichkeit und erzählte Spielszenen kombiniert.
OERs zum Thema
Der Wikipedia-Artikel zu Checker Tobi bietet Hintergrund zur Wissenssendung und zu den Kinofilmen.
Für die Sachthemen sind außerdem die Wikipedia-Artikel zu Boden, Permafrost, Svalbard Global Seed Vault, Madagaskar, Maya und Milpa gute Ausgangspunkte für weitere Recherche.
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