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CNC-Grundlagen und Programmaufbau – Werkstücknullpunkte festlegen

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CNC-Grundlagen und Programmaufbau – Werkstücknullpunkte festlegen

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CNC-Grundlagen und Programmaufbau – Werkstücknullpunkte festlegen

Kurzbeschreibung: Du lernst, wie ein Werkstücknullpunkt aus Zeichnungsbezug und Aufspannung eindeutig festgelegt, im CNC-Programm über eine Nullpunktverschiebung genutzt und in einer Einrichte-Dokumentation nachvollziehbar festgehalten wird. Schwerpunkt sind Aufspannbezug, Simulation, Prüfung und eindeutige Dokumentation.

Zielgruppe: Ausbildung in Zerspanungsmechanik, Industriemechanik und verwandten Metallberufen.

Sicherheitsrahmen: Alle Maschinenabläufe in diesem Kurs werden zuerst im Simulator geprüft. Es gibt keine automatische Live-Ansteuerung. Schutzeinrichtungen werden niemals umgangen. Reale Arbeiten erfolgen nur nach betrieblicher Freigabe, Unterweisung und unter geeigneter Fachaufsicht.

CNC-Fräsmaschine als Lernkontext
CNC-Fräsmaschine als Lernkontext


Einleitung

Bei der CNC-Bearbeitung braucht das Programm einen eindeutigen Ursprung. Der Werkstücknullpunkt W ist der Ursprung des Werkstückkoordinatensystems. Der Maschinennullpunkt M ist dagegen maschinenseitig festgelegt. Die Steuerung berücksichtigt den Abstand zwischen beiden über eine Nullpunktverschiebung. Bei DIN/ISO-orientierten Steuerungen ist G54 eine verbreitete Bezeichnung für einen anwählbaren Werkstückbezug; die genaue Bedienung ist immer steuerungs- und maschinenspezifisch.

Rechtshändiges kartesisches Koordinatensystem
Rechtshändiges kartesisches Koordinatensystem

Merksatz: Ein guter Werkstücknullpunkt passt zur Zeichnung, lässt sich aus der Aufspannung eindeutig ableiten, ist prüfbar und wird so dokumentiert, dass eine zweite Person die Einrichtung nachvollziehen kann.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du Maschinennullpunkt und Werkstücknullpunkt unterscheiden, einen geeigneten Werkstücknullpunkt begründen, den Aufspannbezug beschreiben, die Rolle einer Nullpunktverschiebung wie G54 im Programm erklären, eine sichere Simulation prüfen und eine eindeutige Einrichte-Dokumentation erstellen.


Ausbildungsfall: Grundplatte im Schraubstock

Auftrag: Eine vorbereitete rechteckige Übungsplatte 80 × 50 × 15 mm mit definierten Bezugsflächen soll im CNC-Simulator eingerichtet werden. Die Bearbeitung ist nur virtuell. Das Werkstück liegt auf Parallelunterlagen, liegt mit der Bezugsseite an der festen Backe an und wird mit der Bezugsstirnseite gegen einen Längsanschlag positioniert.

Typische Bezugssituation beim Fräsen: feste Backe, Auflage und Anschlag
Typische Bezugssituation beim Fräsen: feste Backe, Auflage und Anschlag
Bezug Festlegung im Ausbildungsfall Zweck
Lagebezug Z Werkstückunterseite auf Parallelunterlagen wiederholbare Höhenlage in der Aufspannung
Lagebezug Y Bezugsseite an der festen Backe wiederholbare Seitenlage
Lagebezug X Bezugsstirnseite am Längsanschlag wiederholbare Längslage
Programmbezug Z0 obere Fertigfläche zeichnungsgerechter Höhenursprung
Werkstücknullpunkt W Schnittpunkt der dokumentierten X0-, Y0- und Z0-Bezugsebenen eindeutiger Ursprung für Programm und Dokumentation
Nullpunktregister im Simulator G54 gespeicherte Verschiebung zwischen Maschinen- und Werkstückbezug

Wichtig: Aufspannbezug und Werkstücknullpunkt sind nicht dasselbe. Die Bezugselemente legen die Lage des Werkstücks wiederholbar fest; der Werkstücknullpunkt ist der definierte Koordinatenursprung für Maße und Programmierung.


Lerneinheit 1: Bezugssysteme verstehen

Ablaufanimation zum Festlegen eines Werkstückkoordinatensystems
Ablaufanimation zum Festlegen eines Werkstückkoordinatensystems

M bezeichnet den maschinenseitigen Ursprung. W bezeichnet den Werkstückursprung. Das NC-Programm arbeitet mit Werkstückkoordinaten; die Steuerung verrechnet diese mit der aktiven Nullpunktverschiebung.

Mini-Auftrag: Markiere in einer Skizze M und W. Zeichne die positive X-, Y- und Z-Richtung ein. Begründe in einem Satz, warum W für die Fertigungszeichnung günstiger liegt als M.

Begründetes Feedback: Eine gute Antwort trennt Maschinenbezug und Werkstückbezug. W ist für die Programmierung günstig, wenn die Koordinaten direkt zu den Zeichnungsmaßen passen; M bleibt maschinenfest.


Lerneinheit 2: Aufspannbezug festlegen

Maschinenschraubstock als Beispiel für ein Spannmittel
Maschinenschraubstock als Beispiel für ein Spannmittel

Die Aufspannung muss die Lage des Werkstücks reproduzierbar sichern. Im Ausbildungsfall übernehmen Parallelunterlagen, feste Backe und Längsanschlag unterschiedliche Bezugsaufgaben. Der Werkstücknullpunkt wird daraus eindeutig abgeleitet und in einer Skizze gekennzeichnet.

Mini-Auftrag: Formuliere für den Ausbildungsfall je einen kurzen Satz zu Auflage, Seitenbezug und Längsbezug.

Begründetes Feedback: Entscheidend ist nicht, möglichst viele Kontaktflächen zu nennen. Entscheidend ist, welche Flächen die Lage eindeutig und wiederholbar bestimmen.


Lerneinheit 3: Kante und Fläche erfassen

Kantentaster als Werkzeug zum Ermitteln einer Werkstückkante
Kantentaster als Werkzeug zum Ermitteln einer Werkstückkante
3D-Taster als Beispiel eines Messtasters
3D-Taster als Beispiel eines Messtasters
Ablaufanimation einer Koordinatenmessung; sie veranschaulicht das Messprinzip, nicht die Bedienfolge einer CNC-Maschine
Ablaufanimation einer Koordinatenmessung; sie veranschaulicht das Messprinzip, nicht die Bedienfolge einer CNC-Maschine

Kantentaster und Messtaster können Referenzflächen erfassen. Welches Verfahren zulässig ist, hängt von Maschine, Steuerung, Werkzeug, Arbeitsanweisung und betrieblicher Freigabe ab. In diesem Kurs werden Antastvorgänge nur simuliert oder anhand freigegebener Demonstrationen ausgewertet.

Mini-Auftrag: Vergleiche Kantentaster und Messtaster in drei Kriterien: erfasste Geometrie, Auswertung und Dokumentationsbedarf.

Begründetes Feedback: Die beste Lösung beschreibt nicht nur das Werkzeug, sondern auch, wie der ermittelte Bezug eindeutig dem Nullpunktregister und der Werkstückskizze zugeordnet wird.


Lerneinheit 4: Programmaufbau und Nullpunktverschiebung

Ein CNC-Programm braucht eine klare Reihenfolge. Für diesen Kurs genügt der folgende nicht ausführbare, didaktische Simulationsrahmen:

Programmstart
→ Bearbeitungsebene und Maßart festlegen
→ Werkstückbezug auswählen, z. B. G54 im Simulator
→ Werkzeug- und Korrekturdaten prüfen
→ sichere Startlage im Simulator prüfen
→ Bearbeitungsweg simulieren
→ sicheren Rückzug simulieren
→ Programmende

G54 steht hier für die Auswahl eines gespeicherten Werkstückbezugs. Es ist nicht der physische Nullpunkt selbst. Menüs, Register und verfügbare Nullpunktverschiebungen unterscheiden sich je nach Steuerung.

Visualisierter CAM-Werkzeugweg
Visualisierter CAM-Werkzeugweg

Mini-Auftrag: Ordne in einem bereitgestellten Schulungsprogramm die Stellen für Werkstückbezug, Werkzeugdaten, Bearbeitungsweg und Programmende zu. Nichts wird an eine reale Maschine übertragen.

Begründetes Feedback: Wer G54 nur als „Befehl zum Nullsetzen“ bezeichnet, greift zu kurz. Fachlich sauber ist: G54 aktiviert eine gespeicherte Nullpunktverschiebung beziehungsweise einen Werkstückbezug.


Lerneinheit 5: Werkzeug und Werkzeugweg auseinanderhalten

Beispiele für Schaftfräser
Beispiele für Schaftfräser

Werkzeugdaten und Werkstücknullpunkt erfüllen verschiedene Aufgaben. Werkzeugkorrekturen beschreiben das Werkzeug. Die Nullpunktverschiebung beschreibt den Werkstückbezug. Beide müssen im Simulator zusammenpassen, damit die dargestellte Werkzeugbahn die vorgesehene Geometrie trifft.

Mini-Auftrag: Erkläre den Fehler in diesem Satz: „Wenn die Werkzeuglänge stimmt, kann der Werkstücknullpunkt beliebig sein.“

Begründetes Feedback: Die Werkzeuglänge allein legt die Lage des Werkstückkoordinatensystems nicht fest. Ein falscher Werkstückbezug verschiebt den gesamten programmierten Bearbeitungsbezug.


Lerneinheit 6: Sichere Fertigungssimulation

Beispiel einer Werkzeugwegsimulation
Beispiel einer Werkzeugwegsimulation

Simulation A – korrekter Bezug: Lege im freigegebenen Ausbildungs-Simulator das virtuelle Rohteil 80 × 50 × 15 mm an. Verwende die dokumentierte Ecke als W und ordne sie dem simulierten G54 zu. Prüfe Werkzeugweg, Sicherheitsabstände und Lage der Kontur.

Simulation B – Fehlerfall: Dupliziere den Simulationsdatensatz. Verschiebe den simulierten X-Bezug absichtlich um +2 mm. Vergleiche die Werkzeugbahn mit Simulation A und dokumentiere die erkennbare Folge. Keine Übertragung an eine reale Maschine.

Simulation C – Dokumentationsprüfung: Tausche nur das Einrichteblatt mit einer Lernpartnerin oder einem Lernpartner. Die andere Person soll den virtuellen Nullpunkt allein daraus rekonstruieren.

Begründetes Feedback: Ein gutes Ergebnis zeigt nicht nur „passt“ oder „passt nicht“, sondern erklärt die Ursache-Wirkungs-Kette: falscher Bezug → verschobenes Werkstückkoordinatensystem → verschobene Werkzeugbahn → mögliches Ausschuss- oder Kollisionsrisiko.


Gestufte Hilfen zur Simulation

Stufe Hilfe
Hilfe 1 Suche zuerst die Zeichnungsflächen, von denen die Maße ausgehen.
Hilfe 2 Ordne Auflage, feste Backe und Anschlag den Richtungen Z, Y und X zu.
Hilfe 3 Prüfe, ob die dokumentierte Nullpunktecke aus genau diesen drei Bezügen entsteht und im Simulator eindeutig G54 zugeordnet ist.


Dokumentation: Einrichten so, dass andere es verstehen

Ein Einrichteblatt sollte knapp, aber eindeutig sein.

Muss erkennbar sein Beispiel im Ausbildungsfall
Werkstück und Zeichnungsstand Übungsplatte, aktuelle Revision
Lage im Spannmittel Skizze oder freigegebenes Foto mit fester Backe und Anschlag
Aufspannbezüge Z-Lage über Werkstückunterseite und Auflage, Y über feste Backe, X über Längsanschlag
Werkstücknullpunkt markierte Ecke mit X-, Y- und Z-Richtung
Nullpunktregister G54 im Simulator
Erfassungsverfahren simuliertes Antasten oder definierte Bezugskonstruktion
Prüfung Simulationslauf, Kollisionsprüfung, Plausibilitätskontrolle
Freigabe bei realer Arbeit nur nach betrieblichem Verfahren und Fachaufsicht

Qualitätsregel: Ein Einrichteblatt ist erst dann gut, wenn eine andere geschulte Person den Bezug ohne mündliche Zusatzinformation korrekt rekonstruieren kann.


Medienimpuls: Werkzeugbezug und Werkstückbezug

Arbeitsauftrag zum Video: Notiere zwei Aussagen, die Werkzeugoffset und Werkstückoffset unterscheiden. Prüfe anschließend, welche davon auf Deinen Simulator übertragbar sind. Das Video ersetzt keine Maschinenunterweisung.


Medienimpuls: Nullpunkt und Werkzeuglänge

Arbeitsauftrag zum Video: Erstelle ein Ursache-Wirkungs-Diagramm mit den Begriffen Werkstückbezug, Werkzeuglänge, Werkzeugbahn und Kollisionsrisiko. Nutze es nur für die Simulation und die Auswertung.


Sicherheitsfenster

CNC-Fräsmaschinen benötigen wirksame Schutzeinrichtungen. Automatikbetrieb darf nach den einschlägigen Arbeitsschutzinformationen nur mit wirksamer Schutzfunktion erfolgen. Für Einrichtarbeiten sind die vom Hersteller vorgesehenen Betriebsarten und Schutzmaßnahmen zu verwenden. Manipulation oder Überbrückung von Schutzeinrichtungen ist kein Lernziel und keine zulässige Abkürzung.

Für diesen Kurs gilt: erst simulieren, dann fachlich prüfen, reale Arbeit nur mit geeigneter Fachaufsicht und betrieblicher Freigabe.


Aufgabenpfad: Basis – Anwendung – Transfer

Niveau Arbeitsauftrag Begründetes Feedback
Basis Erkläre in drei Sätzen den Unterschied zwischen M, W und G54. M ist maschinenfest, W ist der Werkstückursprung, G54 aktiviert einen gespeicherten Werkstückbezug. Werden diese Rollen vermischt, ist die spätere Fehleranalyse unsauber.
Anwendung Erstelle für die Übungsplatte eine Nullpunktskizze mit Auflage, fester Backe, Anschlag und positiver Achsrichtung. Die Skizze ist gut, wenn der Ursprung ohne Rückfrage rekonstruierbar ist und zu den Zeichnungsbezügen passt.
Transfer Plane für eine zweite Aufspannung desselben Werkstücks einen dokumentierten Bezug, ohne den ursprünglichen Fertigungsbezug zu verlieren. Eine tragfähige Lösung unterscheidet zwischen geändertem Spannzustand und beizubehaltendem Maßbezug und sieht eine erneute Simulation vor.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist der Werkstücknullpunkt? (Der Ursprung des Werkstückkoordinatensystems) (!Der feste Ursprung des Maschinenkoordinatensystems) (!Die Mitte jedes Fräswerkzeugs) (!Der Endpunkt jedes CNC-Programms)




Welche Aufgabe hat eine Nullpunktverschiebung wie G54 im Grundprinzip? (Sie verknüpft Maschinenbezug und Werkstückbezug) (!Sie ersetzt die Werkzeuglängenkorrektur vollständig) (!Sie schaltet automatisch die Schutztür frei) (!Sie bestimmt die Werkstoffhärte)




Welcher Bezug sorgt im Ausbildungsfall für die wiederholbare Seitenlage? (Die feste Backe) (!Die Programmsatznummer) (!Die Kühlmitteldüse) (!Die Bildschirmhelligkeit)




Warum wird der Werkstücknullpunkt dokumentiert? (Damit die Einrichtung eindeutig nachvollziehbar ist) (!Damit das Werkzeug automatisch geschärft wird) (!Damit jede Achse dieselbe Koordinate hat) (!Damit die Schutzfunktion entfallen kann)




Was wird vor einer realen Bearbeitung in diesem Kurs zuerst durchgeführt? (Eine sichere Simulation) (!Eine automatische Live-Ansteuerung) (!Eine Bearbeitung mit geöffneter Schutztür) (!Eine Umgehung der Kollisionsprüfung)




Welche Aussage zu Werkzeugdaten und Werkstücknullpunkt ist richtig? (Sie beschreiben unterschiedliche Bezüge und müssen zusammenpassen) (!Sie sind immer identisch) (!Der Werkstücknullpunkt ersetzt alle Werkzeugdaten) (!Werkzeugdaten legen allein den Werkstückursprung fest)




Welche Information gehört auf ein Einrichteblatt? (Die eindeutige Lage des Werkstücknullpunkts) (!Ein zufälliger Bildschirmhintergrund) (!Eine private Geräte-PIN) (!Eine nicht geprüfte Live-Fahrbewegung)




Was ist bei unterschiedlichen CNC-Steuerungen zu beachten? (Die konkrete Bedienung von Nullpunktregistern kann sich unterscheiden) (!G54 bedeutet auf jeder Maschine exakt denselben Bedienablauf) (!Schutzfunktionen sind bei Lernenden optional) (!Jede Maschine verwendet dieselben Menüs)




Woran erkennst Du eine gute Nullpunktwahl? (Sie passt zu Zeichnungsbezug Aufspannung und Prüfung) (!Sie liegt möglichst weit außerhalb des Werkstücks) (!Sie wird ohne Dokumentation gewählt) (!Sie ändert sich bei jedem Programmstart zufällig)




Was zeigt der absichtlich um zwei Millimeter verschobene Simulationsbezug? (Eine systematische Verschiebung der Werkzeugbahn zum Werkstück) (!Eine automatische Korrektur aller Koordinaten) (!Eine Änderung der Werkstoffsorte) (!Eine sichere Freigabe für die reale Maschine)





Memory

Werkstücknullpunkt Ursprung des Werkstückkoordinatensystems
Maschinennullpunkt Herstellerfester Maschinenbezug
G54 Aktivierbarer Werkstückbezug
Aufspannbezug Wiederholbare Lage im Spannmittel
Kantentaster Ermittlung einer Werkstückkante
Messtaster Erfassung definierter Antastpunkte





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Zeichnungsbezug geeignete Ursprungsflächen auswählen
Aufspannbezug Werkstücklage reproduzierbar sichern
Nullpunktregister Werkstückbezug in der Steuerung zuordnen
Simulation Werkzeugbahn und Abstände virtuell prüfen
Dokumentation Einrichtung für andere nachvollziehbar machen




...


Kreuzworträtsel

Nullpunkt Wie heißt der Ursprung eines Koordinatensystems im Werkstück?
Aufspannung Wie heißt die festgelegte Lage des Werkstücks im Spannmittel?
Kantentaster Welches Werkzeug kann eine Werkstückkante erfassen?
Simulation Wie heißt die virtuelle Prüfung eines Fertigungsablaufs?
Dokumentation Wie heißt die nachvollziehbare schriftliche Festhaltung der Einrichtung?
Koordinaten Wie heißen Zahlenwerte zur eindeutigen Positionsbeschreibung?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Der Ursprung des Werkstückkoordinatensystems heißt

. Der maschinenseitig festgelegte Ursprung heißt

. Ein häufig genutzter anwählbarer Werkstückbezug in DIN/ISO-orientierten Programmen ist

. Eine wiederholbare Lage entsteht durch einen eindeutigen

. Vor einer realen Bearbeitung wird der Ablauf zuerst in einer

geprüft. Werkzeugdaten und Werkstückbezug müssen fachlich

. Eine eindeutige Einrichteunterlage dient der

. Schutzeinrichtungen dürfen niemals

werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Basis – Nullpunktskizze: Zeichne für die Übungsplatte den Werkstücknullpunkt mit X-, Y- und Z-Richtung ein und begründe Deine Wahl in zwei Sätzen.
  2. Basis – Begriffe ordnen: Erstelle eine Mini-Grafik zu Maschinennullpunkt, Werkstücknullpunkt und Nullpunktverschiebung.
  3. Basis – Programm lesen: Markiere in einem nicht ausführbaren Schulungsbeispiel die Stelle, an der der Werkstückbezug ausgewählt wird.
  4. Basis – Sicherheitscheck: Formuliere fünf kurze Prüffragen, die vor jeder Simulation und vor jeder betrieblich freigegebenen Realarbeit gestellt werden sollen.


Standard

  1. Anwendung – Einrichteblatt: Erstelle für den Ausbildungsfall ein Einrichteblatt mit Werkstücklage, Aufspannbezügen, Nullpunktecke, G54-Zuordnung und Prüfschritt.
  2. Anwendung – Simulationsvergleich: Vergleiche einen korrekten Simulationsdatensatz mit einer Kopie, deren X-Bezug um zwei Millimeter verschoben ist, und dokumentiere die Folgen.
  3. Anwendung – Verfahren vergleichen: Vergleiche Kantentaster und Messtaster für denselben virtuellen Bezug und nenne Anforderungen an die Dokumentation.
  4. Anwendung – Peer-Review: Tausche Dein Einrichteblatt mit einer anderen Person. Sie soll den virtuellen Werkstücknullpunkt ohne mündliche Hilfe rekonstruieren. Überarbeite unklare Stellen.


Schwer

  1. Transfer – Zweite Aufspannung: Entwickle für eine zweite virtuelle Aufspannung ein Bezugskonzept, das die Maßbezüge des Werkstücks erhält. Begründe jede Änderung.
  2. Transfer – Robustheit: Untersuche im Simulator drei plausible Nullpunktfehler und entwickle für jeden Fehler eine frühzeitige Prüfmethode.
  3. Transfer – Freigabekriterien: Erstelle eine begründete Checkliste, ab wann ein Simulationsdatensatz fachlich bereit für die betriebliche Freigabe wäre, ohne selbst eine reale Freigabe zu erteilen.
  4. Transfer – Erklärvideo: Produziere ein kurzes Bildschirmvideo aus dem Simulator, das Aufspannbezug, Werkstücknullpunkt, G54 und Dokumentation erklärt. Zeige keine Umgehung von Schutzeinrichtungen und keine Live-Ansteuerung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Nullpunktfehler analysieren: Ein virtuelles Werkstück liegt korrekt im Schraubstock, aber die simulierte Kontur ist in X konstant verschoben. Entwickle mindestens zwei mögliche Ursachen und erkläre, wie Du sie unterscheidest.
  2. Bezugskette bewerten: Beurteile, ob ein Werkstücknullpunkt sinnvoll dokumentiert ist, wenn nur „oben links“ notiert wurde. Entwickle eine eindeutigere Beschreibung.
  3. Programmbezug übertragen: Erkläre, warum ein fachlich korrektes Programm durch ein falsches Nullpunktregister dennoch eine falsche Werkzeugbahn erzeugen kann.
  4. Wiederholbarkeit prüfen: Entwickle ein Prüfkonzept für zehn virtuelle Wiederholaufspannungen. Welche Merkmale müssen gleich bleiben, damit der Bezug als reproduzierbar gilt?
  5. Zweite Aufspannung planen: Ein Bauteil muss virtuell gewendet werden. Zeige, welche Maßbezüge erhalten bleiben müssen und welche Bezüge neu erfasst oder dokumentiert werden.
  6. Sicherheitsentscheidung begründen: Eine Simulation ist fehlerfrei, die reale Maschine hat aber eine auffällige Schutztürfunktion. Begründe die richtige Entscheidung und den weiteren sicheren Weg.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sind wichtig:

  1. Du unterscheidest Maschinennullpunkt, Werkstücknullpunkt und Nullpunktverschiebung fachlich korrekt.
  2. Du leitest einen Werkstücknullpunkt aus Zeichnungs- und Aufspannbezug nachvollziehbar ab.
  3. Du erklärst die Rolle eines Werkstückbezugs wie G54 im Programmaufbau, ohne ihn mit Werkzeugkorrekturen zu verwechseln.
  4. Du prüfst einen Fertigungsablauf zuerst im Simulator und dokumentierst erkannte Risiken oder Abweichungen.
  5. Du erstellst eine eindeutige Nullpunktskizze und ein nachvollziehbares Einrichteblatt.
  6. Du analysierst Nullpunktfehler über Ursache und Wirkung statt nur über das sichtbare Ergebnis.
  7. Du beachtest, dass reale Arbeiten nur mit geeigneter Fachaufsicht, betrieblicher Freigabe und wirksamen Schutzeinrichtungen erfolgen.




OERs zum Thema

Wikipedia: Maschinennullpunkt

Wikipedia: Computerized Numerical Control

Wikimedia Commons: Computer numerical control


Fachliche Quellen und Sicherheitsquellen

  1. Siemens SINUMERIK: Zero offsets und Werkstückkoordinatensystem
  2. DGUV Regel 109-607: Branche Metallbau
  3. DGUV Arbeit & Gesundheit: Sicher arbeiten an schnellen Fräsmaschinen
  4. Wikipedia: Werkstücknullpunkt

Quellenhinweis: Die konkrete Bedienfolge zum Setzen oder Antasten eines Werkstücknullpunkts ist maschinen- und steuerungsspezifisch. Für reale Arbeiten gelten Herstellerdokumentation, betriebliche Arbeitsanweisung, Unterweisung und Freigabe.


Medienrechte und Medienprüfung

Medium Lernzweck Lizenz beziehungsweise Nutzung
CNC milling machine.jpg CNC-Lernkontext CC BY-SA 4.0
Right-orientated-coordinate-system.svg Achsorientierung CC BY-SA 3.0
Montage usinage standard fraiseuse.jpg Aufspannbezug Public Domain
Festlegen des Werkstückkoordinatensystems Ablaufanimation CC BY-SA 3.0
TruLockMachineVice.jpg Spannmittel CC BY-SA 2.5
Edge Finder 2.png Werkzeugbild Kantentaster CC BY-SA 3.0
Stepcraft 3d touch probe.jpg Werkzeugbild Messtaster CC BY-SA 4.0
AnimatedCMM.gif Ablaufanimation Messprinzip CC BY-SA 4.0
MillingCutterSlotEndMillBallnose.jpg Werkzeugbild Fräser CC BY-SA 2.0
CAM Toolpath example.jpg Werkzeugweg CC BY-SA 4.0
PowerMILL Turbine Simulation.jpg Fertigungssimulation CC BY-SA 3.0, alternativ GFDL laut Dateiseite

YouTube-Hinweis: Die beiden Videos werden nur über den YouTube-Player eingebettet. Es wird keine freie Lizenz für die Videoinhalte behauptet; Rechte verbleiben beim jeweiligen Rechteinhaber. Die Einbettung dient der Lernbeobachtung und ersetzt keine betriebliche Unterweisung.


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