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CNC-Grundlagen und Programmaufbau – Bohrzyklen im Simulator untersuchen

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CNC-Grundlagen und Programmaufbau – Bohrzyklen im Simulator untersuchen

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CNC-Grundlagen und Programmaufbau – Bohrzyklen im Simulator untersuchen


Einleitung

In diesem aiMOOC untersuchst Du Bohrzyklen ausschließlich zuerst im Simulator. Im Mittelpunkt stehen drei Fragen: Wo liegt die Bohrung? Wie tief fährt das Werkzeug? Auf welche Ebene zieht es zurück?

Du arbeitest mit einem konkreten Ausbildungsfall und vergleichst Werkzeugwege. Das Lernbeispiel nutzt eine Haas-/Fanuc-orientierte G-Code-Schreibweise mit G81. Andere Steuerungen, etwa SINUMERIK oder HEIDENHAIN, verwenden teilweise andere Zyklusnamen und Parameter. Deshalb gilt: Ein Lernprogramm niemals ungeprüft auf eine reale Maschine übertragen.

Ausbildungsziel: Du kannst einen einfachen Bohrzyklus lesen, Positionen und Tiefen erklären, Rückzugsebenen beurteilen und einen Werkzeugweg im Simulator auf Plausibilität und Kollisionsgefahr prüfen.


Sicherheitsrahmen

Dieser Kurs ist für Simulation und Ausbildung gedacht. Die Beispielprogramme sind keine freigegebenen Maschinenprogramme.

  1. Simulation: Bearbeitungsabläufe zuerst in einem Offline-Simulator oder einer von der Ausbildung freigegebenen Simulationsumgebung untersuchen.
  2. Maschinensicherheit: Keine automatische Live-Ansteuerung aus diesem Kurs und keine direkte DNC-Übertragung an eine Maschine.
  3. Schutzeinrichtung: Schutztüren, Verriegelungen, Endschalter oder andere Sicherheitseinrichtungen niemals umgehen.
  4. Fachaufsicht: Reale Arbeiten nur unter geeigneter Fachaufsicht, nach betrieblicher Freigabe und mit maschinenbezogener Gefährdungsbeurteilung.
  5. CNC-Programmierung: Steuerungs-, Maschinen-, Werkzeug-, Spannmittel- und Werkstoffdaten immer anhand der realen Dokumentation prüfen.


Ausbildungsfall: Vier Bohrungen in einer Montageplatte

Du erhältst im Simulator eine virtuelle Montageplatte 100 mm × 70 mm × 12 mm. Der Werkstücknullpunkt liegt oben links auf der Werkstückoberfläche. Damit gilt im Übungsmodell: Z0 = Oberfläche.

Merkmal Simulationswert Bedeutung
Bohrung A X20 Y20 erste Position
Bohrung B X80 Y20 zweite Position
Bohrung C X80 Y50 dritte Position
Bohrung D X20 Y50 vierte Position
Bohrtiefe Z-8 8 mm unterhalb der Werkstückoberfläche
R-Ebene R2 2 mm oberhalb der Werkstückoberfläche
Start-/Sicherheitshöhe Z20 virtuelle hohe Ausgangsebene

Wichtig: Diese Zahlen sind ausschließlich für den Ausbildungsfall im Simulator festgelegt. Sie sind keine Empfehlung für eine reale Maschine.


Lerneinheit 1: CNC-Programmaufbau lesen

Ein CNC-Programm besteht aus Sätzen mit Adressen und Werten. Für diesen Kurs reichen zunächst X, Y, Z, G und F.

Adresse Im Kurs Leitfrage
X, Y Position Wo liegt die Bohrung?
Z Tiefe Wie weit fährt das Werkzeug in Z?
R Rückzugsebene Auf welcher Höhe beginnt bzw. endet der Bohrhub?
G81 einfacher Bohrzyklus Welcher Ablauf wird wiederholt?
G80 Zyklus abwählen Ab wann darf keine weitere Bohrung automatisch ausgelöst werden?

Merksatz: Ein Bohrzyklus verbindet Position + Tiefe + Rückzug zu einem wiederholbaren Ablauf.


Lerneinheit 2: Positionen verstehen

Bei einer senkrechten Bohrung bestimmen X und Y die Lage der Bohrungsachse. Im Ausbildungsfall liegen vier Bohrungen auf den Ecken eines Rechtecks.

Arbeitsauftrag 1 – Basis: Zeichne ein Koordinatenkreuz und trage A, B, C und D ein. Vergleiche Deine Skizze anschließend mit der XY-Darstellung im Simulator.

Begründetes Feedback: Wenn alle vier Punkte ein Rechteck bilden, hast Du die Positionsdaten richtig interpretiert. Liegt ein Punkt außerhalb, prüfe zuerst Vorzeichen, Nullpunkt und Zahlendreher.


Lerneinheit 3: Werkzeug und Bohrtiefe

Ein Spiralbohrer trägt Material an seinen Schneiden ab. Für die Programmprüfung ist entscheidend, dass Du zwischen Werkzeuggeometrie und programmierter Z-Tiefe unterscheidest.

Im Übungsfall liegt Z0 auf der Werkstückoberfläche. Deshalb bedeutet Z-8: Der programmierte Endpunkt liegt 8 mm unterhalb dieser Bezugsebene.

Arbeitsauftrag 2 – Basis: Stelle im Simulator nacheinander Z-4, Z-8 und Z-10 ein. Nutze nur die grafische Simulation und beschreibe, was sich am Werkzeugweg ändert.

Begründetes Feedback: Nur die axiale Endlage darf sich verändern. Ändert sich gleichzeitig die XY-Lage, wurde nicht nur die Tiefe verändert.


Lerneinheit 4: Rückzugsebenen verstehen

Bei G81 in der hier verwendeten Haas-orientierten Syntax bezeichnet R die R-Ebene. Das Werkzeug fährt zur Bohrposition, nähert sich der R-Ebene, bohrt im Vorschub bis zur Z-Tiefe und zieht anschließend zurück.

Ebene Beispiel Aufgabe
Start-/Anfangsebene Z20 hohe Ausgangs- und Vergleichsebene
R-Ebene R2 Ebene nahe am Werkstück für den Bohrzyklus
Bohrtiefe Z-8 Endpunkt des Bohrhubs

Bei Haas-Frässteuerungen bedeutet G98 Rückkehr zur Anfangsebene und G99 Rückkehr zur R-Ebene. Diese Bedeutung ist steuerungsspezifisch zu prüfen, bevor Du sie außerhalb dieses Simulationsfalls verwendest.

Arbeitsauftrag 3 – Anwendung: Simuliere denselben Lochkreis einmal mit R2 und einmal mit R6. Beobachte nur die Luftwege.

Begründetes Feedback: R6 schafft mehr Abstand zur Werkstückoberfläche, verlängert aber die nicht spanende Bewegung. Die geeignete Rückzugsebene ist daher kein reiner Geschwindigkeitswert, sondern eine Sicherheitsentscheidung unter Berücksichtigung von Werkstück und Spannmitteln.


Lerneinheit 5: Ablauf eines einfachen Bohrzyklus

Phase Werkzeugbewegung Prüffrage
Positionieren XY zur Bohrungsposition Ist die Position korrekt?
Annähern Z zur R-Ebene Liegt die Ebene oberhalb des Werkstücks und möglicher Hindernisse?
Bohren im Vorschub bis zur Z-Tiefe Ist die Tiefe plausibel?
Rückzug zurück zur R- oder Anfangsebene Ist der nächste Querweg frei?
Wiederholen nächste XY-Position Bleibt der Zyklus noch aktiv?
Beenden G80 Ist der Zyklus sicher abgewählt?

Das Video zeigt G81 und G83 einschließlich Rückzugsebenen und Simulation. Nutze es als Ablaufbeobachtung. Übernimm Syntax oder Technologiewerte nicht ungeprüft in andere Steuerungen.


Lerneinheit 6: Simulationsprogramm untersuchen

Das folgende Programm ist nur ein geometrisches Lernprogramm für den Simulator. Es enthält absichtlich keine vollständige reale Maschinenvorbereitung und ist nicht zur Live-Ausführung bestimmt.

%
O1001 (SIMULATION NUR ZUR AUSBILDUNG)
G90 G54
G00 X20 Y20 Z20
G81 Z-8 R2 F100
X80 Y20
X80 Y50
X20 Y50
G80
G00 Z20
M30
%

Hinweis: F100 dient hier nur als Simulationswert, damit der Vorschubweg sichtbar wird. Ein realer Vorschub muss zu Werkzeug, Werkstoff, Maschine und Prozess passen.

Arbeitsauftrag 4 – Anwendung: Markiere im Programm die vier Positionen, die Tiefe, die R-Ebene und die Zeile, die den Zyklus beendet. Starte anschließend ausschließlich die grafische Simulation.

Begründetes Feedback: Wenn der Simulator vier Bohrungen zeigt und nach G80 keine weitere Bohrung auslöst, hast Du die modale Wirkung des Zyklus korrekt erkannt.


Lerneinheit 7: Steuerungen vergleichen

Zyklen sind nicht auf allen Steuerungen gleich geschrieben. Ein direkter Vergleich verhindert gefährliche Übertragungsfehler.

Steuerungsbeispiel Prinzip Ausbildungsrelevanz
Haas-/Fanuc-orientierte Schreibweise G81 mit X, Y, Z und R gut zum Lesen von Position, Tiefe und Rückzugsebene
SINUMERIK CYCLE81 mit eigenen Parametern für Rückzug, Referenz, Sicherheitsabstand und Tiefe gleiche Grundidee, andere Parametrierung
HEIDENHAIN Bohrzyklen werden über steuerungstypische Zyklusdialoge bzw. Q-Parameter beschrieben Bedienoberfläche und Benennung unterscheiden sich

Das Bild zeigt die Eingabeparameter eines HEIDENHAIN-Bohrzyklus 203. Es dient hier nur als Vergleich: Die Parameterbezeichnungen sind nicht mit G81 gleichzusetzen.


Lerneinheit 8: Kollisionen im Simulator erkennen

Ergänze im Simulator ein virtuelles Spannmittel, dessen höchste Kontur bei Z+4 liegt. Lasse den Werkzeugweg zwischen zwei Bohrungen diese Kontur kreuzen.

Arbeitsauftrag 5 – Transfer: Vergleiche einen Querweg auf R2 mit einem Querweg auf einer ausreichend hohen Ebene. Entscheide anhand der Simulation, welche Variante das Hindernis freigibt.

Begründetes Feedback: Eine Ebene unterhalb der Spannmitteloberkante ist für einen darüber führenden Querweg offensichtlich ungeeignet. Eine sichere Lösung muss das gesamte Werkzeug-Spannmittel-System mit ausreichendem Abstand berücksichtigen. Der genaue Sicherheitsabstand wird nicht aus diesem Kurs übernommen, sondern nach Maschine, Werkzeugaufnahme, Spannmittel und betrieblicher Vorgabe festgelegt.


Gestufte Hilfen


Hilfe 1: Ablauf ordnen

Denke in dieser Reihenfolge: XY-Position → R-Ebene → Bohrtiefe → Rückzug → nächste Position → G80.


Hilfe 2: Vorzeichen prüfen

Wenn Z0 auf der Oberseite liegt, befindet sich Z-8 im Übungsmodell unterhalb und R2 oberhalb der Oberfläche.


Hilfe 3: Werkzeugweg farbig lesen

Markiere im Simulator getrennt: Querbewegung, Eilbewegung in Z, Vorschubbewegung in Z und Rückzug. Suche danach gezielt nach Querbewegungen, die zu tief liegen.


Hilfe 4: Fehler systematisch suchen

Prüfe nacheinander Nullpunkt, XY-Positionen, Z-Tiefe, R-Ebene, Start-/Anfangsebene und Zyklusende. Ändere immer nur einen Wert und simuliere erneut.


Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben


Basis

  1. Positionen lesen: Bestimme aus dem Ausbildungsfall die vier XY-Positionen und zeichne das Lochbild.
  2. Tiefen deuten: Erkläre mit eigenen Worten, warum Z-8 im Übungsfall unterhalb der Oberfläche liegt.
  3. R-Ebene erkennen: Zeige im Simulator, an welcher Höhe der Vorschub in den Bohrhub übergeht.
  4. Zyklusende: Entferne in einer Programmkopie G80 und beobachte im Simulator, weshalb eine fehlende Zyklusabwahl problematisch sein kann. Führe diesen Versuch ausschließlich virtuell aus.

Feedback Basis: Richtig ist nicht nur das Nennen eines Codes, sondern die Verbindung aus Code und Bewegung. Kannst Du die sichtbare Werkzeugbahn mit dem Programmsatz erklären, ist das Lernziel erreicht.


Anwendung

  1. Nullpunktvariante: Verschiebe den virtuellen Werkstücknullpunkt in der Simulation und passe die Positionen so an, dass das Lochbild geometrisch gleich bleibt.
  2. Rückzug vergleichen: Simuliere R2, R6 und eine deutlich höhere Rückzugsebene und vergleiche Sicherheit sowie Luftweg.
  3. Anfangsebene: Untersuche in einem Haas-kompatiblen Simulator den Unterschied zwischen G98 und G99. Nutze nur die Simulation und die zugehörige Steuerungsdokumentation.
  4. Fehlerdiagnose: Baue absichtlich einen Zahlendreher in eine XY-Position ein, erkenne ihn in der Simulation und dokumentiere Deine Prüfschritte.

Feedback Anwendung: Eine gute Lösung erklärt nicht nur, was sich ändert, sondern warum sich Werkzeugweg, Kollisionsfreiheit oder Bearbeitungszeit ändern.


Transfer

  1. Virtuelles Spannmittel: Plane eine sichere Querbewegung über ein virtuelles Spannmittel und begründe die gewählte Ebene.
  2. Steuerungsvergleich: Übertrage die Funktion des Lernbeispiels gedanklich auf SINUMERIK oder HEIDENHAIN, ohne den G81-Code zu kopieren. Ordne stattdessen die Funktionen Position, Tiefe und Rückzug den dortigen Parametern zu.
  3. Prüfprotokoll: Entwickle eine Checkliste, mit der ein Auszubildender vor einer Freigabe Positionen, Tiefen, Rückzugsebenen, Spannmittel und Zyklusende kontrolliert.
  4. Sicherheitsargumentation: Vergleiche zwei virtuelle Programmvarianten und begründe, welche Du einer Fachkraft zur weiteren Prüfung vorlegen würdest.

Feedback Transfer: Eine tragfähige Begründung berücksichtigt mindestens Geometrie, Steuerungslogik, Spannmittel und Sicherheitsfreigabe. Eine kurze Aussage wie „funktioniert im Simulator“ reicht für eine reale Freigabe nicht aus.


Fachquellen und Medienrechte

Die fachlichen Kernaussagen wurden mit Hersteller- und Referenzquellen abgeglichen.

  1. Haas Automation – G-Codes für Fräsmaschinen: G81, G80 sowie G98/G99 und R-Ebenen.
  2. Siemens SINUMERIK ONE Milling Application Manual: Bohrzyklen und CYCLE81.
  3. Wikipedia – Computerized Numerical Control: Überblick zu CNC, G-Code und Zyklen.
  4. Wikimedia Commons – CNC milling machine.jpg: CC BY-SA 4.0.
  5. Wikimedia Commons – Twist Drill.png: CC BY-SA 3.0.
  6. Wikimedia Commons – Drill cutting edges.png: CC BY-SA 3.0.
  7. Wikimedia Commons – Twist Drill - Basic Geometry.png: CC BY-SA 3.0.
  8. Wikimedia Commons – CyclDef203-Vs.png: unter anderem CC BY-SA 3.0 und GFDL.
  9. YouTube – CNC Drilling Cycle G81 and G83: öffentlich abrufbares Lehrvideo, eingebettet über den YouTube-Player; Rechte am Video verbleiben beim jeweiligen Rechteinhaber.
  10. YouTube – G81 Drilling Cycle Sample Program: öffentlich abrufbares Lehrvideo, eingebettet über den YouTube-Player; Rechte am Video verbleiben beim jeweiligen Rechteinhaber.

Nicht verwendet wurde die Commons-Datei „Drilling.gif“, weil ihre fachliche Richtigkeit auf Wikimedia Commons ausdrücklich angezweifelt wird. So wird Medienprüfung Teil der Lernqualität.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Angaben bestimmen im einfachen Fall die Lage einer senkrechten Bohrung auf der Werkstückoberfläche? (X und Y) (!Z und R) (!F und G80) (!G98 und G99)




Was bedeutet Z-8 im Ausbildungsfall mit Z0 auf der Werkstückoberfläche? (Der programmierte Endpunkt liegt 8 mm unterhalb der Werkstückoberfläche) (!Die R-Ebene liegt 8 mm über der Werkstückoberfläche) (!Die Bohrung liegt bei X8) (!Der Vorschub beträgt 8 mm pro Minute)




Welche Hauptfunktion hat die R-Ebene im hier untersuchten G81-Zyklus? (Sie legt eine Anfahr- und Rückzugshöhe des Bohrzyklus fest) (!Sie legt den Werkzeugdurchmesser fest) (!Sie bestimmt die X-Position) (!Sie beendet das Programm)




Welcher Befehl hebt den aktiven Bohrzyklus in der hier verwendeten Haas-orientierten Schreibweise auf? (G80) (!G54) (!G90) (!G00)




Was geschieht bei einem aktiven G81-Zyklus typischerweise nach einer neuen XY-Position? (Der Bohrzyklus wird an der neuen Position ausgeführt) (!Das Programm endet automatisch) (!Der Werkstücknullpunkt wird gelöscht) (!Die Werkzeuglänge wird automatisch neu gemessen)




Warum wird der Ablauf in diesem Kurs zuerst simuliert? (Um Werkzeugwege und mögliche Konflikte vor einer realen Freigabe zu prüfen) (!Um Schutzeinrichtungen überflüssig zu machen) (!Um reale Spannmittel nicht mehr prüfen zu müssen) (!Um jede Steuerungsdokumentation ersetzen zu können)




Ein virtuelles Spannmittel ragt bis Z+4 und der Querweg würde darüber verlaufen. Welche Aussage ist richtig? (Eine Querbewegung auf R2 wäre dafür nicht ausreichend hoch) (!R2 ist immer sicher) (!Die Höhe des Spannmittels spielt keine Rolle) (!Nur die X-Koordinate entscheidet über die Sicherheit)




Was bewirkt im Ausbildungsfall eine Erhöhung der R-Ebene von R2 auf R6? (Der Abstand zur Werkstückoberfläche wird größer und der Luftweg länger) (!Die Bohrtiefe wird automatisch größer) (!Die X-Positionen werden gespiegelt) (!G80 wird automatisch ausgelöst)




Warum darf G81-Syntax nicht ungeprüft auf jede CNC-Steuerung übertragen werden? (Zyklusnamen und Parameter können steuerungsspezifisch abweichen) (!Weil CNC-Steuerungen keine Koordinaten verwenden) (!Weil alle Bohrzyklen nur manuell gefahren werden) (!Weil Simulationen grundsätzlich keine Zyklen darstellen können)




Welche Aussage beschreibt den sicheren Übergang von Simulation zu realer Arbeit am besten? (Reale Ausführung erst nach fachlicher Prüfung betrieblicher Freigabe und geeigneter Aufsicht) (!Direkte Übertragung sobald die Simulation fehlerfrei aussieht) (!Schutztürverriegelung für den ersten Test deaktivieren) (!Programmdaten ungeprüft aus einem Lernvideo übernehmen)





Memory

X/Y-Position Lage der Bohrungsachse
Z-Tiefe Endpunkt des Bohrhubs
R-Ebene Anfahr- und Rückzugshöhe
G81 einfacher Bohrzyklus
G80 Zyklusabwahl
Simulation virtuelle Werkzeugwegprüfung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Bohrungsposition X und Y
Bohrtiefe Z-Endpunkt
Rückzugsebene R-Ebene
Zyklusstart G81
Zyklusende G80






Kreuzworträtsel

Position Welche Größe beschreibt den Ort einer Bohrung in X und Y?
Bohrtiefe Wie heißt der axiale Weg bis zum programmierten Endpunkt?
Rueckzugsebene Welche Ebene bestimmt den Rückzug des Werkzeugs?
Simulator Wo wird der Werkzeugweg vor der realen Freigabe untersucht?
Zyklus Wie heißt ein wiederverwendbarer programmierter Bearbeitungsablauf?
Werkzeug Was bewegt sich beim Bohren relativ zum Werkstück?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Die Lage einer Bohrung wird im einfachen Fall durch die Koordinaten

bestimmt.
Liegt der Werkstücknullpunkt auf der Oberfläche, beschreibt ein negativer Z-Wert im Ausbildungsfall eine Lage

der Oberfläche.
Die programmierte Endlage des Bohrhubs wird durch die

festgelegt.
Die R-Ebene dient im untersuchten Zyklus als

.
Mit G81 wird in der verwendeten Schreibweise ein einfacher

aktiviert.
Mit G80 wird der aktive Zyklus

.
Vor einer realen Freigabe wird der Werkzeugweg zuerst im

geprüft.
Reale Maschinenarbeit erfolgt nur nach fachlicher Prüfung und betrieblicher

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Lochbild zeichnen: Übertrage die vier XY-Positionen des Ausbildungsfalls maßstäblich auf Papier oder in ein CAD-Skizzenblatt.
  2. Werkzeug beschriften: Beschrifte an einem selbst gezeichneten Spiralbohrer Spitze, Schneiden, Spannuten und Schaft.
  3. Ablaufskizze: Zeichne eine Bohrung im Schnitt und markiere Start-/Anfangsebene, R-Ebene, Oberfläche und Bohrtiefe.
  4. Programmsätze markieren: Kennzeichne im Simulationsprogramm Positionen, Tiefe, R-Ebene und Zyklusende.


Standard

  1. R-Ebenen vergleichen: Erzeuge Bildschirmaufnahmen der Simulation mit zwei unterschiedlichen R-Ebenen und kommentiere die Unterschiede.
  2. Fehlerfall dokumentieren: Erzeuge absichtlich einen falschen XY-Wert, finde den Fehler in der Simulation und beschreibe Deine Diagnose.
  3. Rückzugsstrategie untersuchen: Vergleiche in einem kompatiblen Simulator Anfangsebenen- und R-Ebenen-Rückzug und erstelle eine kurze Entscheidungshilfe.
  4. Steuerungsvergleich erstellen: Vergleiche G81 mit einem Bohrzyklus Deiner Ausbildungssteuerung anhand der jeweiligen Herstellerdokumentation.


Schwer

  1. Virtuelle Spannaufgabe: Modelliere ein einfaches Spannmittel im Simulator und entwirf kollisionsfreie Querwege.
  2. Prüfplan entwickeln: Erstelle einen Prüfplan für Nullpunkt, Werkzeug, Spannmittel, Positionen, Tiefen, Rückzugsebenen und Zyklusende.
  3. Medienprüfung: Recherchiere ein weiteres CNC-Lernvideo und eine Commons-Grafik, prüfe fachliche Eignung sowie Lizenz und begründe Deine Auswahl.
  4. Erklärvideo produzieren: Erstelle ein eigenes kurzes Bildschirmvideo, in dem Du einen sicheren Simulatorlauf erklärst. Zeige keine Umgehung von Schutzeinrichtungen und keine unbeaufsichtigte reale Maschinenbedienung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Zusammenhang erklären: Ein Programm hat korrekte XY-Positionen, aber eine zu niedrige Rückzugsebene. Erkläre, warum das Lochbild trotzdem geometrisch richtig und der Ablauf dennoch gefährlich sein kann.
  2. Nullpunkt transferieren: Der Werkstücknullpunkt wird von der Oberseite auf eine andere Bezugsebene verschoben. Beschreibe, welche Werte neu bewertet werden müssen und warum.
  3. Kollisionsanalyse: Beurteile eine Simulation, in der der Bohrer zwischen zwei Bohrungen knapp über dem Werkstück, aber unterhalb eines Spannmittels verfährt. Entwickle eine sichere Programmidee ohne konkrete Live-Ansteuerung.
  4. Steuerungswechsel: Begründe, warum ein fehlerfrei simulierter G81-Code nicht automatisch auf eine andere CNC-Steuerung übertragen werden darf.
  5. Variantenbewertung: Zwei Programme erzeugen dasselbe Lochbild. Variante A nutzt kurze Rückzugswege, Variante B größere Abstände. Leite Kriterien ab, mit denen Du die Varianten fachlich vergleichst.
  6. Freigabeentscheidung: Formuliere, welche Nachweise zusätzlich zur fehlerfreien Simulation erforderlich sind, bevor eine reale Bearbeitung unter Fachaufsicht freigegeben werden kann.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du nicht nur Codes wiedererkennst, sondern Werkzeugwege fachlich beurteilen kannst.

  1. Du kannst X/Y-Positionen aus einem Programm in ein Lochbild übertragen.
  2. Du kannst Z-Tiefe und Bezugsebene in Beziehung setzen.
  3. Du kannst die Funktion einer R-Ebene erklären und mit Spannmitteln in Verbindung bringen.
  4. Du kannst einen einfachen Bohrzyklus im Simulator analysieren und G80 als Zyklusende erkennen.
  5. Du kannst mindestens einen simulierten Fehler finden, dokumentieren und begründet korrigieren.
  6. Du kannst erklären, warum Steuerungssyntax herstellerspezifisch geprüft werden muss.
  7. Du kannst den Übergang von Simulation zu realer Arbeit sicherheitsgerecht beschreiben: Fachaufsicht, betriebliche Freigabe und intakte Schutzeinrichtungen.




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