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CAD und digitale Bauteildokumentation – CAD-Modelle auf Herstellbarkeit prüfen

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CAD und digitale Bauteildokumentation – CAD-Modelle auf Herstellbarkeit prüfen

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CAD und digitale Bauteildokumentation – CAD-Modelle auf Herstellbarkeit prüfen

Kurzbeschreibung: Du prüfst CAD-Modelle auf Herstellbarkeit. Im Mittelpunkt stehen Wandstärken, Hinterschneidungen, die Wahl des Fertigungsverfahrens und eine eindeutige digitale Bauteildokumentation.

Zielgruppe: Ausbildung in technischen Berufen, besonders Produktdesign, Konstruktion, Werkzeugbau, Kunststofftechnik, Zerspanung und additive Fertigung.

Ausbildungsziel: Du kannst ein CAD-Modell nicht nur als Geometrie ansehen, sondern als Bauteil, das mit einem bestimmten Werkstoff, Verfahren und Prüfplan gefertigt werden soll.

Stand der Quellen- und Medienprüfung: 04.10.2026. Alle Fall-, Mess- und Betriebsdaten dieses Kurses sind ausdrücklich fiktive Trainingsdaten.


Einleitung

Ein CAD-Modell kann geometrisch korrekt und trotzdem schlecht herstellbar sein. Dünne Bereiche können versagen, dicke Kunststoffbereiche zu Einfallstellen und Verzug beitragen, scharfe Innenkonturen können beim Fräsen nicht direkt mit einem runden Werkzeug entstehen und Hinterschneidungen können die Entformung blockieren. Deshalb beginnt die Herstellbarkeitsprüfung immer mit drei Fragen: Welcher Werkstoff? Welches Verfahren? Welche Funktion und Toleranz?

Die digitale Bauteildokumentation macht diese Absicht nachvollziehbar. ISO 16792:2021 behandelt digitale Produktdefinitionsdaten und unterstützt sowohl 3D-Modell-only als auch 3D-Modell plus 2D-Zeichnung. Die Norm wird derzeit überarbeitet; für den Kurs wird der veröffentlichte Stand 2021 als Referenz genannt, nicht als frei kopierter Normtext.


Lernziele

  1. Herstellbarkeit: Du erkennst Geometrien, die für ein gewähltes Verfahren kritisch sind.
  2. Wandstärken: Du bewertest lokale Wandstärken anhand einer definierten Projektregel.
  3. Hinterschneidungen: Du leitest aus der Entformungs- oder Werkzeugrichtung mögliche Probleme ab.
  4. Verfahren: Du unterscheidest typische Grenzen von Spritzgießen, CNC-Fräsen und FDM.
  5. Dokumentation: Du hältst Werkstoff, Revision, Maße, Toleranzen und Fertigungsannahmen eindeutig fest.


Ausbildungsfall: Sensorgehäuse SG-27

Du arbeitest in der Ausbildung an einem kleinen Deckel für ein Sensorgehäuse. Das Bauteil soll später in Serie gefertigt werden. Die Konstruktion ist fast fertig, aber vor der Freigabe muss die Herstellbarkeit geprüft werden.

Merkmal Fiktive Vorgabe für SG-27
Stückzahl 20.000 Stück pro Jahr
Zielverfahren Spritzgießen
Werkstoff PP, ungefüllt
Modellstand Revision C
Nennwand 2,0 mm
Projektfenster Wand 1,5 bis 2,5 mm
Rippen 0,8 bis 1,2 mm
Mindestformschräge an Entformflächen 1,5°
Kritisches Funktionsmaß 18,0 ± 0,15 mm
Auffällige Geometrie Schnapphaken mit 1,2 mm Hinterschneidung, seitliche Bohrung, massiver Dom

Wichtig: Diese Werte sind keine allgemeingültige Norm. Sie sind die festgelegte, fiktive Betriebsregel für diesen Ausbildungsfall. Reale Grenzwerte hängen unter anderem von Werkstoff, Bauteilgröße, Werkzeug, Maschine, Oberfläche und Qualitätsanforderung ab.


Lerneinheit 1: Verfahren zuerst denken

Verfahren Prüffrage am CAD-Modell Typische Warnstelle
Spritzgießen Kann gefüllt, gekühlt und entformt werden? Wanddickensprünge, fehlende Formschräge, Hinterschneidung
CNC-Fräsen Erreicht ein reales Werkzeug alle Flächen? tiefe enge Tasche, scharfe Innenkante, dünne Stege
FDM Kann die Geometrie als Bahnen und Schichten aufgebaut werden? zu dünne Wand, ungünstige Orientierung, Überhang

Merksatz: Herstellbarkeit ist keine Ja-Nein-Eigenschaft des CAD-Modells allein. Sie ist eine Aussage über Modell + Werkstoff + Verfahren + Qualitätsziel.

Das Video von engineerguy zeigt die Grundprinzipien des Spritzgießens. Der YouTube-Ursprung und die CC-BY-3.0-Lizenz wurden über die archivierte Wikimedia-Commons-Dateiseite verifiziert.


Lerneinheit 2: Wandstärken prüfen

Bei Spritzgussteilen ist eine möglichst gleichmäßige Wandstärke ein zentrales DFM-Prinzip. Sehr dünne Bereiche können die Füllung erschweren. Stark verdickte Bereiche können langsamer abkühlen und das Risiko für Einfallstellen, Verzug oder innere Fehlstellen erhöhen. Herstellerleitfäden nennen dafür werkstoffabhängige Orientierungsbereiche; sie ersetzen keine projektbezogene Freigabe.

Werkstoffblick: Das Foto zeigt Kunststoffgranulat für den Spritzguss. Gleiche Geometrie bedeutet bei anderem Polymer nicht automatisch gleiche Prozessgrenzen.


Messwertansicht: Wandstärken-Scan SG-27

Die folgende Ansicht ist fiktiv und dient nur der Übung.

Messpunkt CAD-Wandstärke Projektregel Bewertung
P1 Seitenwand 2,0 mm 1,5 bis 2,5 mm passend
P2 Deckfläche 2,1 mm 1,5 bis 2,5 mm passend
P3 Clipfuß 1,4 mm 1,5 bis 2,5 mm zu dünn
P4 Domfuß 4,8 mm 1,5 bis 2,5 mm deutlich zu dick
P5 Randzone 2,0 mm 1,5 bis 2,5 mm passend
P6 Übergang 2,6 mm 1,5 bis 2,5 mm prüfen

Prüfentscheidung: P4 ist die stärkste Warnung. Ein massiver Domfuß sollte für den Spritzguss eher ausgehöhlt und mit geeigneten Rippen abgestützt werden, statt einfach Material anzuhäufen.

Bildfrage: Welche Variante reduziert eine scharfe innere Kerbe? Die abgerundete Geometrie verteilt die Beanspruchung günstiger und passt zugleich besser zu vielen Fertigungsverfahren.


Lerneinheit 3: Hinterschneidungen erkennen

Eine Hinterschneidung liegt für die Fertigungsprüfung dann vor, wenn Geometrie die geplante lineare Entformung oder Werkzeugbewegung blockiert. Beim Spritzgießen kann das zusätzliche Schieber, Kerne, Inserts oder eine Geometrieänderung erfordern.

SG-27: Der Schnapphaken greift 1,2 mm hinter eine Fläche. In der gewählten Entformungsrichtung bleibt er hängen. Die seitliche Bohrung liegt ebenfalls quer zur Hauptentformung.

Option Wirkung DFM-Bewertung
Geometrie öffnen Material unter dem Haken entfernen kann Hinterschneidung vermeiden
Schieber vorsehen zusätzliche Werkzeugbewegung herstellbar, aber Werkzeug wird komplexer
Funktionsprinzip ändern Schnappbereich neu gestalten oft wirtschaftlich, muss Funktion erneut prüfen


Messwertansicht: Formschrägen SG-27

Auch diese Werte sind fiktiv.

Fläche CAD-Wert Projektvorgabe Bewertung
F1 Außenwand 2,0° mindestens 1,5° passend
F2 Clipseite 0,5° mindestens 1,5° ändern
F3 Dom 1,5° mindestens 1,5° passend
F4 Innensteg 0° mindestens 1,5° ändern

Prüfkarte – erst selbst entscheiden: Ist der Schnapphaken in einem einfachen Zweiplattenwerkzeug ohne Zusatzbewegung direkt entformbar?

Rückmeldung: Nein. Die Geometrie blockiert die lineare Entformung. Eine sinnvolle nächste Frage ist nicht nur „Kann man es irgendwie fertigen?“, sondern „Welche Variante erfüllt Funktion und Wirtschaftlichkeit mit möglichst wenig Werkzeugkomplexität?“


Lerneinheit 4: CNC-Fräsen – Werkzeugzugang statt Entformung

Beim Fräsen gelten andere Regeln. Ein rotierender Fräser erzeugt in inneren Ecken einen Radius. Tiefe enge Taschen und dünne Wände können durch Werkzeugauslenkung, Schwingung oder fehlenden Zugang kritisch werden.

Transfer auf SG-27: Ein CNC-gefräster Prototyp kann die Geometrie prüfen. Er bildet aber nicht automatisch das spätere Spritzgussverhalten ab. Ein gefrästes Teil hat weder dieselbe Füllhistorie noch dieselbe Entformungssituation.


Lerneinheit 5: FDM – Wand aus Bahnen und Schichten

Beim FDM wird Material schichtweise abgelegt. Wandstärken müssen zur realen Extrusionsbreite und zur Anzahl der Perimeter passen. Prusa weist darauf hin, dass Wände unter einer einzelnen Perimeterbreite nicht zuverlässig als Wand gedruckt werden können; konkrete Werte hängen von Düse und Slicer-Einstellung ab.

Das TU-Delft-Video zeigt additive Fertigung mit Metall. Es ist kein FDM-Kunststoffprozess, eignet sich aber zum Vergleich des schichtweisen Aufbaus. Die CC-BY-3.0-Lizenz und die YouTube-ID wurden über Wikimedia Commons geprüft.

Transfer auf SG-27: Ein additiv gefertigter Prototyp eignet sich gut für Einbau- und Formtests. Für die Freigabe des späteren PP-Spritzgussteils musst Du trotzdem die Spritzgussregeln prüfen.


Lerneinheit 6: Werkstoffbild und Fertigungsrealität

Das Gefügebild von Aluminium erinnert an einen wichtigen Punkt: Ein CAD-Modell zeigt Form, aber nicht automatisch die gesamte Werkstoffrealität. Eigenschaften entstehen aus Werkstoffzustand, Prozess und Nachbehandlung. Deshalb gehört die Werkstoffangabe in die digitale Bauteildokumentation.


Lerneinheit 7: Digitale Bauteildokumentation

Eine gute digitale Bauteildokumentation beantwortet mindestens: Welches Teil? Welcher Stand? Welcher Werkstoff? Welches Verfahren? Welche Maße und Toleranzen sind funktionskritisch? Welche Fertigungsannahmen wurden getroffen?

Dokumentationsfeld Beispiel SG-27 Warum wichtig?
Bauteil-ID SG-27 Verwechslung vermeiden
Revision C Änderungsstand eindeutig halten
Einheit mm Maßinterpretation sichern
Werkstoff PP, ungefüllt DFM-Regeln hängen vom Material ab
Zielverfahren Spritzgießen Geometrie muss zum Prozess passen
Entformungsrichtung Richtung A Hinterschneidungen und Formschrägen prüfen
Funktionsmaß 18,0 ± 0,15 mm Prüfung auf Funktion fokussieren
Prüfstatus DFM offen keine vorzeitige Fertigungsfreigabe

Dateinamen-Beispiel: SG-27_Rev-C.step. Ein Dateiname allein ist aber keine vollständige Konfigurations- oder Revisionslenkung.


Kurze Entscheidungsroutine für die CAD-Prüfung

Schritt Frage Ergebnis
1 Verfahren Wie soll das Teil hergestellt werden? passende DFM-Regeln wählen
2 Werkstoff Welches Material ist festgelegt? Wand- und Prozessgrenzen einordnen
3 Geometrie Wo sind dünne, dicke, tiefe oder verdeckte Bereiche? Warnstellen markieren
4 Richtung Wo laufen Werkzeug, Fräser oder Schichtaufbau? Zugänglichkeit und Entformung prüfen
5 Funktion Welche Maße sind wirklich kritisch? Toleranzen begründen
6 Dokumentation Ist Revision und Annahme eindeutig? prüfbaren Datensatz freigeben


Gestufte Hilfen zum Ausbildungsfall

Hilfe 1 – Blickrichtung

Prüfe zuerst Zielverfahren und Hauptbewegung. Beim Spritzgießen ist die Entformungsrichtung zentral. Frage danach: Welche Fläche oder Nase liegt „hinter“ einer anderen Geometrie?

Hilfe 2 – Messwerte

Vergleiche P1 bis P6 mit dem fiktiven Projektfenster 1,5 bis 2,5 mm. Priorisiere nicht nur den kleinsten, sondern auch den größten Ausreißer.

Hilfe 3 – Lösungsidee

Für P4 ist „mehr Material“ keine gute Standardlösung. Denke an Aushöhlen, Rippen und gleichmäßigere Übergänge. Für den Schnapphaken prüfst Du Geometrieöffnung, Schieber oder Funktionsänderung.


Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben mit begründetem Feedback


Basis

Aufgabe: Nenne die beiden kritischsten Wandmesspunkte von SG-27.

Feedback anzeigen

P3 mit 1,4 mm liegt unter dem Projektfenster; P4 mit 4,8 mm liegt deutlich darüber. P4 ist besonders kritisch, weil eine massive lokale Verdickung beim Spritzguss ungleichmäßige Abkühlung begünstigt.


Anwendung

Aufgabe: Du darfst genau eine Änderung zuerst umsetzen. Wählst Du P3 verdicken, P4 aushöhlen oder die Dateibezeichnung ändern? Begründe nach Fertigungsrisiko.

Feedback anzeigen

P4 aushöhlen ist die stärkste erste Maßnahme, weil der Wert weit vom Projektfenster entfernt liegt und direkt mit Kühlung, Einfallstellen und Verzug zusammenhängt. Die Revision bleibt wichtig, reduziert aber das geometrische Fertigungsrisiko nicht.


Transfer

Aufgabe: Der Betrieb entscheidet, zunächst zehn FDM-Prototypen zu bauen. Darf die Spritzguss-Hinterschneidungswarnung deshalb aus der Dokumentation verschwinden?

Feedback anzeigen

Nein. Der Prototyp-Prozess ändert nicht das geplante Serienverfahren. Eine Geometrie kann additiv gut herstellbar und im Spritzguss trotzdem nur mit Zusatzbewegung entformbar sein. Die Dokumentation muss den Serienkontext erhalten.


Fachliche Quellen und Medienrechte

Quellenbewertung: ISO wird als normative Referenz zur digitalen Produktdefinition verwendet. Protolabs- und Prusa-Seiten sind Herstellerleitfäden; sie liefern überprüfbare DFM-Hinweise, sind aber keine universellen Normwerte. Konkrete Zahlen des Ausbildungsfalls bleiben deshalb ausdrücklich fiktive Projektvorgaben.

Quelle Verwendung im Kurs Prüfung
ISO 16792:2021 digitale Produktdefinitionsdaten offizielle ISO-Seite; veröffentlichte Ausgabe 2021, Überarbeitung angekündigt
Protolabs Spritzguss-DFM Wandstärke, Formschräge, Hinterschneidung Herstellerleitfaden; nicht als Norm behandelt
Protolabs CNC-Fräsen dünne Features, Innenradien, Werkzeuggrenzen Herstellerleitfaden; nicht als Norm behandelt
Prusa 3D-Druckgerechtes Modellieren Perimeter und dünne Wände Herstellerwissensdatenbank; drucker- und slicerabhängig


Medienrechte

Medium Rechteangabe laut Wikimedia Commons Nachweis
CAD model and CNC machined part.PNG Public Domain Commons-Dateiseite
Principe moulage injection polymere.svg CC BY-SA 3.0 und GFDL Commons-Dateiseite
Plastic pellets for injection molding.jpg CC BY-SA 3.0 Commons-Dateiseite
Fillet Designs for Plastic Components.png CC BY 3.0 Commons-Dateiseite
Ondersnijding.gif CC BY-SA 3.0 und GFDL Commons-Dateiseite
Toroid cutter profile.svg Public Domain Commons-Dateiseite
StimUmfangsfraesen2B.png CC BY-SA 3.0 Commons-Dateiseite
FDM printing diagram.svg CC0 1.0 Commons-Dateiseite
Aluminium Microstructure.jpg CC BY-SA 4.0 Commons-Dateiseite
Plastic Injection Molding von engineerguy YouTube-Ursprung, CC BY 3.0 verifiziert Commons-Lizenznachweis
Go for the wall von TU Delft YouTube-Ursprung, CC BY 3.0 verifiziert Commons-Lizenznachweis


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was muss vor einer belastbaren Herstellbarkeitsprüfung feststehen? (Werkstoff und Fertigungsverfahren) (!Nur die Bildschirmfarbe) (!Nur der Dateiname) (!Nur die Anzahl der CAD-Features)




Warum sind möglichst gleichmäßige Wandstärken beim Spritzguss wichtig? (Sie unterstützen gleichmäßigere Füllung und Abkühlung) (!Sie machen jede Formschräge überflüssig) (!Sie verhindern jede Toleranzabweichung) (!Sie ersetzen die Werkstoffauswahl)




Was beschreibt eine Hinterschneidung beim Spritzguss am treffendsten? (Eine Geometrie die die geplante Entformung blockiert) (!Eine besonders glatte Außenfläche) (!Eine automatisch zulässige Toleranz) (!Eine Materialbezeichnung)




Warum entstehen beim CNC-Fräsen an inneren Ecken häufig Radien? (Weil der Fräser einen endlichen Durchmesser besitzt) (!Weil CAD keine Geraden darstellen kann) (!Weil Aluminium immer schmilzt) (!Weil jede Tasche gegossen wird)




Wovon hängt eine sinnvolle FDM-Wandstärke direkt mit ab? (Von Extrusionsbreite und Perimeterzahl) (!Nur von der Dateiendung) (!Nur von der Bildschirmauflösung) (!Nur vom Bauteilnamen)




Welcher Messpunkt im Fall SG-27 ist besonders auffällig dick? (P4 mit 4,8 mm) (!P1 mit 2,0 mm) (!P2 mit 2,1 mm) (!P5 mit 2,0 mm)




Welche Maßnahme passt am besten zu einem massiven Domfuß im Spritzguss? (Aushöhlen und mit geeigneten Rippen stützen) (!Noch massiver ausführen) (!Revision löschen) (!Entformungsrichtung ignorieren)




Welche Information gehört eindeutig zur digitalen Bauteildokumentation? (Revision und Werkstoff) (!Nur die Zoomstufe) (!Nur die Mausgeschwindigkeit) (!Nur das Hintergrundbild)




Was bedeutet ein erfolgreicher FDM-Prototyp für die spätere Spritzgussfreigabe? (Er ersetzt die Spritzguss-DFM-Prüfung nicht) (!Er macht Hinterschneidungen immer zulässig) (!Er beweist automatisch Serienfähigkeit) (!Er hebt alle Toleranzen auf)




Welche Aussage zur ISO 16792 trifft zu? (Sie behandelt digitale Produktdefinitionsdaten) (!Sie legt nur Kunststofffarben fest) (!Sie ist eine Anleitung für Werkzeugschärfen) (!Sie ersetzt jede Fertigungsprüfung)





Memory

Wandstärke Füllung und Abkühlung
Hinterschneidung blockierte Entformung
Formschräge leichteres Entformen
Innenradius Fräsergeometrie
Perimeter gedruckte Wandbahn
Revision eindeutiger Änderungsstand





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
gleichmäßige Wandstärke Spritzgießen
Werkzeugzugänglichkeit CNC-Fräsen
Perimeter und Orientierung FDM
Entformungsblockade Hinterschneidung
Revision und Werkstoff Bauteildokumentation






Kreuzworträtsel

Wandstaerke Welches Geometriemerkmal wird zwischen zwei Bauteilflächen gemessen und ist beim Spritzguss möglichst gleichmäßig zu gestalten?
Hinterschneidung Welche Geometrie kann eine lineare Entformung blockieren?
Entformung Wie heißt das Herauslösen eines Spritzgussteils aus dem Werkzeug?
Fraeser Welches rotierende Werkzeug erzeugt beim CNC-Fräsen innere Radien?
Perimeter Wie heißt eine äußere oder innere Wandbahn beim FDM?
Revision Welcher Begriff bezeichnet einen eindeutig gekennzeichneten Änderungsstand?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Vor der DFM-Prüfung muss das geplante

bekannt sein. Beim Spritzgießen wird eine möglichst gleichmäßige

angestrebt. Eine Geometrie, die die geplante Entformung blockiert, heißt

. Beim Fräsen begrenzt die reale Form des

scharfe innere Ecken. Beim FDM entsteht die Wand aus gedruckten

. Der eindeutige Änderungsstand eines Bauteils wird als

dokumentiert. Werkstoff und Toleranzen gehören zur digitalen

. Ein additiv gefertigter Prototyp ersetzt nicht die DFM-Prüfung des späteren

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Wandstärken markieren: Zeichne eine einfache Gehäuse-Skizze und markiere drei Stellen, an denen Du die Wandstärke prüfen würdest.
  2. Entformungsrichtung prüfen: Skizziere einen Schnapphaken und zeichne eine Entformungsrichtung ein. Erkläre in zwei Sätzen, wann eine Hinterschneidung entsteht.
  3. Verfahren vergleichen: Wähle für ein Einzelstück und für 20.000 gleiche Teile jeweils ein plausibles Verfahren und begründe Deine Wahl ohne Kostenwerte zu erfinden.
  4. Dokumentationskarte: Erstelle auf Papier eine kompakte Freigabekarte mit Bauteil-ID, Revision, Einheit, Werkstoff, Verfahren und einem Funktionsmaß.


Standard

  1. DFM-Prüfprotokoll: Bewerte die sechs fiktiven Messpunkte von SG-27 und formuliere für jeden auffälligen Punkt eine konkrete Änderungsmaßnahme.
  2. Dom neu gestalten: Entwirf den massiven Domfuß als ausgehöhlte Variante mit Rippen. Begründe, warum Deine Lösung die Wanddickenverteilung verbessert.
  3. Fräsbarkeit prüfen: Zeichne eine tiefe Tasche mit scharfer Innenecke und daneben eine fräsbare Variante mit Innenradius. Erkläre den Unterschied aus Sicht des Werkzeugs.
  4. Prototyp planen: Lege für einen FDM-Formprototyp fest, was Du damit prüfen kannst und was für die spätere Spritzgussfreigabe offenbleibt.


Schwer

  1. Variantenvergleich: Entwickle drei Lösungen für den Schnapphaken von SG-27: Geometrieöffnung, Schieberlösung und Funktionsänderung. Bewerte Funktion, Werkzeugkomplexität und Prüfrisiko.
  2. Toleranzbegründung: Entscheide, welche Maße von SG-27 wirklich funktionskritisch sein könnten. Begründe, warum nicht jedes Maß mit derselben engen Toleranz versehen werden sollte.
  3. Fertigungsbeobachtung: Beobachte nach betrieblicher Freigabe einen realen Fertigungsprozess und notiere nur nichtvertrauliche DFM-Merkmale. Keine internen Zeichnungen, Fotos oder Produktionsdaten hochladen oder weitergeben.
  4. Freigabegespräch: Führe ein Rollenspiel zwischen Konstruktion, Fertigung und Qualitätssicherung durch. Ziel ist eine begründete Freigabe oder Sperre eines fiktiven CAD-Stands.




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Lernkontrolle

  1. Prozesswechsel: Ein Bauteil wird von CNC-Fräsen auf Spritzgießen umgestellt. Nenne drei Geometriemerkmale, die neu bewertet werden müssen, und begründe warum.
  2. Messwertanalyse: Bei einem Gehäuse liegen fünf Wandbereiche nahe 2 mm und ein Bereich bei 5 mm. Entwickle eine Prüfhypothese für mögliche Fertigungsfolgen und eine geometrische Gegenmaßnahme.
  3. Entformungskonzept: Eine seitliche Öffnung blockiert die Hauptentformung. Vergleiche Redesign und Schieber hinsichtlich Funktion, Werkzeugkomplexität und Änderungsaufwand.
  4. Fehlerhafte Freigabe: Ein STEP-Modell trägt keinen Revisionshinweis, die Zeichnung zeigt Revision B und die Arbeitsvorbereitung spricht von Revision C. Entwickle ein Vorgehen, bevor gefertigt wird.
  5. Prototypenbeweis: Ein FDM-Prototyp passt perfekt in die Baugruppe. Erkläre, welche Aussagen daraus über das spätere Spritzgussteil zulässig sind und welche nicht.
  6. Materialwechsel: Der Werkstoff wird von PP auf einen anderen Kunststoff geändert. Leite ab, welche DFM-Annahmen zwingend erneut geprüft werden müssen.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du nicht nur Begriffe kennst, sondern eine begründete DFM-Entscheidung treffen und dokumentieren kannst.

  1. Du benennst Zielverfahren, Werkstoff und Funktionsanforderung vor der Geometriebewertung.
  2. Du interpretierst eine Wandstärkenansicht und priorisierst kritische Bereiche.
  3. Du erkennst Hinterschneidungen aus einer vorgegebenen Bewegungs- oder Entformungsrichtung.
  4. Du unterscheidest Spritzguss-, CNC- und FDM-spezifische Einschränkungen.
  5. Du schlägst mindestens eine fertigungsgerechte Geometrieänderung vor und begründest sie.
  6. Du dokumentierst Bauteil-ID, Revision, Einheit, Werkstoff, Verfahren und kritische Toleranzen nachvollziehbar.
  7. Du trennst fiktive Trainingswerte, Herstellerleitfäden und normative Quellen sauber voneinander.
  8. Du begründest eine Freigabe, Änderung oder Sperre des CAD-Stands.




OERs zum Thema

Grundlagen zu CAD:

Grundlagen zum Spritzgießen:



Verknüpfte Lernbereiche

Kern des Kurses ist die Verbindung von CAD-Geometrie, Werkstoff, Fertigungsverfahren, Toleranzen, Qualitätssicherung und eindeutiger digitaler Dokumentation.


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