CAD-CAM und digitale Fertigungskette – Änderungen durch die Fertigungskette verfolgen
CAD-CAM und digitale Fertigungskette – Änderungen durch die Fertigungskette verfolgen
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CAD-CAM und digitale Fertigungskette – Änderungen durch die Fertigungskette verfolgen
Einleitung
In diesem aiMOOC verfolgst Du eine technische Änderung durch eine digitale Fertigungskette: vom CAD-Modell über Zeichnung und CAM-Programm bis zur Simulation und Freigabe. Du arbeitest mit kurzen Lerneinheiten und einem durchgängigen Ausbildungsfall.
Ziel: Du erkennst, welche Folgeunterlagen nach einer Modelländerung betroffen sind, prüfst Versionsstände und begründest, wann ein Fertigungsstand freigegeben werden darf.
Sicherheitsregel: Alle Maschinenabläufe werden zuerst in einer geeigneten Fertigungssimulation geprüft. Dieser Kurs steuert keine reale Maschine automatisch an. Schutzeinrichtungen dürfen niemals umgangen werden. Reale Arbeiten an Werkzeugmaschinen erfolgen nur unter geeigneter Fachaufsicht, nach betrieblicher Freigabe und entsprechend den vor Ort geltenden Betriebs- und Sicherheitsanweisungen.
Ausbildungsfall: Halteplatte HP-17
Du arbeitest in der Arbeitsvorbereitung eines Ausbildungsbetriebs. Für die Halteplatte HP-17 liegt Revision A vor. Ein freigegebener Änderungsauftrag fordert Revision B:
| Merkmal | Revision A | Revision B | Folge |
|---|---|---|---|
| Durchgangsbohrung | Ø 6,6 mm | Ø 8,5 mm | CAD, Zeichnung und Bearbeitung prüfen |
| Taschentiefe | 4,0 mm | 5,0 mm | Werkzeugweg und Restmaterial neu prüfen |
| Bauteilstatus | freigegeben | in Bearbeitung | alte Fertigungsfreigabe gilt nicht automatisch weiter |
Arbeitsauftrag: Führe die Änderung in einer Kopie oder Schulungsumgebung nach. Dokumentiere pro Station Dateiname, Revision, Änderungsdatum, Prüfergebnis und Freigabestatus. Erzeuge keine Live-Verbindung zu einer Werkzeugmaschine.
Lerneinheit 1: Die digitale Fertigungskette lesen
Eine digitale Fertigungskette besteht nicht nur aus Dateien, sondern aus Abhängigkeiten. Das CAD-Modell beschreibt die Geometrie. Die Zeichnung ergänzt unter anderem Maße, Toleranzen und Fertigungsinformationen. Im CAM werden Bearbeitungsstrategien und Werkzeugwege aus Geometrie, Rohteil, Aufspannung, Werkzeugen und Maschinenannahmen abgeleitet. Ein Postprozessor erzeugt daraus maschinenspezifische NC-Ausgabe.
| Station | Leitfrage | Typischer Nachweis |
|---|---|---|
| CAD | Ist die Geometrie aktuell? | Modellrevision |
| Zeichnung | Stimmen Maße und Hinweise mit dem Modell überein? | Zeichnungsrevision |
| CAM | Sind Werkzeugwege neu berechnet und geprüft? | CAM-Projekt und Simulationsprotokoll |
| NC-Ausgabe | Gehört die Ausgabe zur richtigen Revision und Maschine? | Dateistand und Postprozessor |
| Freigabe | Sind alle Prüfschritte abgeschlossen? | dokumentierter Status |
Merksatz
Eine geänderte Ausgangsdatei macht abgeleitete Daten nicht automatisch richtig. Je nach CAD-CAM-System können Verknüpfungen Änderungen übernehmen; trotzdem müssen betroffene Zeichnungen, Werkzeugwege, Simulationen und Freigaben erneut geprüft werden.
Lerneinheit 2: Änderung im CAD-Modell
Parametrische CAD-Modelle speichern Geometrie häufig als Folge von Merkmalen und Abhängigkeiten. Änderst Du ein Maß, können nachgelagerte Merkmale mitreagieren. Genau deshalb prüfst Du nach einer Änderung nicht nur das geänderte Maß, sondern auch Bezugselemente, Bohrungspositionen, Wandstärken und Modellstatus.

Arbeitsauftrag CAD: Öffne die Schulungskopie der HP-17. Ändere die Bohrung auf Ø 8,5 mm und die Taschentiefe auf 5,0 mm. Speichere als Revision B. Vergleiche A und B visuell und mit einer Maßprüfung.
Abgabe: Ein Screenshot oder Prüfprotokoll mit den zwei geänderten Merkmalen und mindestens einem unveränderten Kontrollmaß.
Gestufte Hilfe CAD
| Stufe | Hilfe |
|---|---|
| Hilfe 1 | Prüfe zuerst, ob Du wirklich die Kopie der Revision A bearbeitest. |
| Hilfe 2 | Suche die Merkmale der Bohrung und Tasche im Modellbaum und ändere nur deren definierende Maße. |
| Hilfe 3 | Wenn Folgefehler auftreten, gehe im Modellbaum schrittweise vom ersten fehlerhaften Merkmal aus und prüfe verlorene Referenzen. |
Lerneinheit 3: Zeichnung und Freigabestand
Eine technische Zeichnung kann aus einem 3D-Modell abgeleitet sein, enthält aber oft zusätzliche produktionsrelevante Angaben. Nach einer Modelländerung muss deshalb geprüft werden, ob Ansichten, Maße, Toleranzen, Schnittdarstellungen, Stückdaten und Änderungsvermerke noch stimmen.

Arbeitsauftrag Zeichnung: Aktualisiere die Schulungszeichnung der HP-17. Markiere die zwei geänderten Merkmale im Änderungsnachweis. Prüfe, ob die Zeichnung eindeutig Revision B zeigt. Notiere einen Grund, warum eine alte Zeichnung trotz aktuellem 3D-Modell gefährlich für den Prozess wäre.
Freigabestatus verstehen
| Status | Bedeutung im Ausbildungsfall |
|---|---|
| in Bearbeitung | Änderungen sind noch nicht vollständig geprüft. |
| zur Prüfung | Bearbeiter hat den Stand vorbereitet; eine Prüfung steht aus. |
| freigegeben | Der definierte Prüf- und Freigabeprozess ist abgeschlossen. |
| gesperrt | Der Stand darf für die Fertigung nicht verwendet werden. |
Wichtig: Die konkrete Benennung und Verantwortung für Statuswerte richtet sich nach dem betrieblichen Qualitäts- und Freigabeprozess.
Lerneinheit 4: CAM – aus Geometrie werden Werkzeugwege
CAM erzeugt Werkzeugwege auf Basis von Modell, Rohteil, Aufspannung, Werkzeugdaten und Bearbeitungsstrategie. Ändert sich Geometrie, müssen abhängige Operationen aktualisiert und neu bewertet werden. Ein grüner Berechnungsstatus allein ersetzt keine fachliche Prüfung.

Arbeitsauftrag CAM: Lade Revision B der HP-17 in eine Schulungs- oder Simulationsumgebung. Aktualisiere die betroffenen Operationen. Prüfe bewusst, ob Bohrungsbearbeitung, Taschentiefe, Werkzeuglänge, Zustellungen und Sicherheitsabstände weiterhin plausibel sind. Erzeuge zunächst nur eine Simulation, keine Live-Maschinenausgabe.
Was kann durch eine kleine Geometrieänderung betroffen sein?
| Änderung | Mögliche CAM-Auswirkung |
|---|---|
| größerer Bohrungsdurchmesser | anderes Werkzeug oder andere Strategie kann erforderlich werden |
| tiefere Tasche | zusätzliche Zustellung, Werkzeuglänge oder Kollisionsraum prüfen |
| verschobene Kontur | Auswahlgeometrie und Aufspannung kontrollieren |
| neue Revision | alte NC-Ausgabe eindeutig sperren oder archivieren |
Lerneinheit 5: Werkzeug erkennen und passend zuordnen
Werkzeugdaten sind Teil der digitalen Kette. Schon ein geometrisch ähnliches, aber tatsächlich anderes Werkzeug kann Simulation und reale Bearbeitung auseinanderlaufen lassen.


Arbeitsauftrag Werkzeug: Vergleiche die Werkzeugdefinition im CAM mit der Werkzeugliste Deines Ausbildungsfalls. Prüfe mindestens Durchmesser, Schneidenlänge, Gesamtlänge und Halter. Kennzeichne jede Abweichung als nicht freigabefähig, bis sie geklärt ist.
Lerneinheit 6: Sichere Fertigungssimulation
Eine Simulation zeigt Werkzeugbewegungen und Materialabtrag. Eine maschinenbezogene Simulation kann zusätzlich Maschinenkinematik, Halter und Spannmittel berücksichtigen. Sie ist ein Prüfmittel, aber kein Ersatz für betriebliche Sicherheitsmaßnahmen oder Fachaufsicht.

Simulationsauftrag S1: Revision B prüfen
Simuliere ausschließlich in einer geeigneten Schulungsumgebung.
| Prüfschritt | Dein Nachweis |
|---|---|
| Revision | Modell, Zeichnung und CAM zeigen B |
| Rohteil | Abmessungen und Lage sind plausibel |
| Nullpunkt | Bezug entspricht dem Schulungsauftrag |
| Werkzeug | Werkzeug und Halter stimmen mit der CAM-Definition überein |
| Kollision | Keine erkannte Kollision mit Werkstück, Halter, Spannmittel oder Maschine |
| Restmaterial | Geänderte Tasche und Bohrung werden wie geplant erzeugt |
| Verfahrbewegung | Sicherheits- und Rückzugsebenen sind plausibel |
Entscheidung: Ein nicht geklärter Warnhinweis führt zu keiner Freigabe.
Simulationsauftrag S2: Fehler finden
Erzeuge in einer Kopie des Schulungsprojekts bewusst einen ungefährlichen Simulationsfehler, zum Beispiel eine falsche Rohteilhöhe oder einen unpassenden Werkzeugdurchmesser. Starte nur die Simulation. Beschreibe, woran Du den Fehler erkennst und welche Datenstation korrigiert werden muss. Stelle danach den korrekten Schulungsstand wieder her.
Gestufte Hilfe Simulation
| Stufe | Hilfe |
|---|---|
| Hilfe 1 | Vergleiche zuerst Revision, Rohteil und Nullpunkt. |
| Hilfe 2 | Blende Werkzeug, Halter und Spannmittel ein und beobachte Eil- sowie Arbeitsbewegungen getrennt. |
| Hilfe 3 | Wenn die Simulation unplausibel bleibt, vergleiche Operation für Operation mit Revision A und suche die erste Abweichung. |
Lerneinheit 7: Postprozessor, NC-Datei und Rückverfolgbarkeit
Der Postprozessor übersetzt CAM-Daten in eine steuerungs- und maschinenspezifische NC-Ausgabe. Deshalb muss dokumentiert sein, mit welchem Postprozessor und welchem freigegebenen Datenstand die Datei erzeugt wurde.
Praxisregel: Wenn Dein System eine Simulation der postprozessierten oder maschinennahen Ausgabe unterstützt, nutze sie nach Vorgabe des Betriebs. Eine reine CAM-Werkzeugwegsimulation kann maschinenspezifische Effekte nicht vollständig abbilden.
| Nachweisfeld | Beispiel für HP-17 |
|---|---|
| Bauteil | HP-17 |
| Revision | B |
| CAD-Stand | B geprüft |
| Zeichnung | B geprüft |
| CAM-Stand | B neu berechnet |
| Simulation | ohne ungeklärte Warnung |
| Postprozessor | betrieblicher freigegebener Stand |
| Freigabe | erst nach definierter Prüfung |
Lerneinheit 8: Änderungsfolge als Digital Thread
Die Änderung soll entlang der gesamten Kette nachvollziehbar bleiben. Dazu brauchst Du eine eindeutige Verbindung zwischen Änderungsgrund, Revision und den daraus erzeugten Unterlagen.
| Änderungskette | Prüffrage |
|---|---|
| Änderungsauftrag → CAD | Wurde genau die geforderte Geometrie geändert? |
| CAD → Zeichnung | Zeigt die Zeichnung den neuen Modellstand? |
| CAD → CAM | Sind betroffene Operationen aktualisiert? |
| CAM → Simulation | Wurde der neue Stand vollständig geprüft? |
| Simulation → NC-Ausgabe | Gehört die Datei zur geprüften Revision? |
| NC-Ausgabe → Freigabe | Ist der dokumentierte Freigabestatus eindeutig? |
Fehlerbild: Wenn CAD B, Zeichnung A und NC-Datei ohne Revision vorliegen, ist die Kette nicht belastbar. Der richtige Schritt ist nicht „trotzdem fertigen“, sondern den Datenstand zu klären.
Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben mit Feedback
Basisaufgabe
Auftrag: Ordne CAD-Modell, Zeichnung, CAM-Projekt, Simulation, NC-Ausgabe und Freigabe in eine sinnvolle Prüfkette.
Begründetes Feedback: Richtig ist eine Reihenfolge, in der jede abgeleitete Information erst nach ihrem aktualisierten Ausgangsstand geprüft wird. Wer die NC-Datei vor dem CAM- und Simulationscheck freigibt, überspringt einen notwendigen Nachweis.
Anwendungsaufgabe
Auftrag: Bei HP-17 wurde nur die Taschentiefe geändert. Entscheide, welche Artefakte erneut geprüft werden müssen, und begründe jede Entscheidung.
Begründetes Feedback: CAD, Zeichnung, betroffene CAM-Operationen, Simulation und daraus erzeugte Fertigungsdaten müssen geprüft werden. Die Änderung kann Werkzeugweg, Zustellung und Kollisionsraum beeinflussen. Eine bloße Sichtprüfung des CAD-Modells reicht deshalb nicht.
Transferaufgabe
Auftrag: Ein Kollege meldet: „Die Zeichnung ist noch Revision A, aber im CAM ist die neue Geometrie sichtbar.“ Formuliere ein fachlich begründetes Stop-Kriterium und einen Wiederanlaufplan.
Begründetes Feedback: Ein sinnvoller Stop ist die uneinheitliche Revision. Der Wiederanlauf beginnt mit der Klärung des gültigen Masters, danach werden Zeichnung, CAM, Simulation und Freigabedokumentation synchronisiert. Erst ein konsistenter, geprüfter Stand darf weitergegeben werden.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist nach einer Geometrieänderung zuerst sicherzustellen? (Der gültige Revisionsstand des CAD-Modells) (!Die sofortige Übertragung an die Maschine) (!Das Überspringen der Zeichnungsprüfung) (!Die Freigabe der alten NC-Datei)
Warum muss eine abgeleitete Zeichnung nach einer CAD-Änderung geprüft werden? (Weil Maße und Hinweise zum neuen Modellstand passen müssen) (!Weil Zeichnungen immer unabhängig vom Modell sind) (!Weil dadurch jede Simulation überflüssig wird) (!Weil die Maschinensteuerung die Zeichnung automatisch freigibt)
Was ist eine wichtige Aufgabe der CAM-Simulation? (Werkzeugwege und Materialabtrag vor der Fertigung zu prüfen) (!Schutzeinrichtungen an der Maschine zu ersetzen) (!Die Fachaufsicht zu ersetzen) (!Jede reale Einrichtprüfung überflüssig zu machen)
Was übersetzt CAM-Daten in eine maschinenspezifische NC-Ausgabe? (Der Postprozessor) (!Der Messschieber) (!Die Stückliste) (!Der Schraubstock)
Was bedeutet ein ungeklärter Kollisionshinweis in der Simulation? (Keine Freigabe bis zur Klärung) (!Freigabe ohne weitere Prüfung) (!Nur die Zeichnung muss umbenannt werden) (!Die Simulation kann ignoriert werden)
Welche Information unterstützt die Rückverfolgbarkeit besonders? (Eindeutige Revisionen aller relevanten Datenstände) (!Beliebige Dateinamen ohne Status) (!Mündliche Änderungen ohne Dokumentation) (!Mehrere gleichnamige NC-Dateien)
Warum reicht ein neu berechneter Werkzeugweg allein nicht als Freigabe? (Weil Plausibilität und Simulation weiterhin geprüft werden müssen) (!Weil CAM keine Geometrie verwendet) (!Weil Zeichnungen grundsätzlich verboten sind) (!Weil Postprozessoren keine Rolle spielen)
Welche Aussage zur Werkzeugdefinition ist richtig? (Werkzeug und Halter müssen zur real vorgesehenen Konfiguration passen) (!Nur der Werkzeugname ist relevant) (!Der Halter kann in der Simulation immer ignoriert werden) (!Werkzeugdurchmesser beeinflusst den Werkzeugweg nicht)
Wann darf im Ausbildungsfall eine reale Bearbeitung beginnen? (Nach betrieblicher Freigabe und unter geeigneter Fachaufsicht) (!Sobald ein CAD-Modell gespeichert wurde) (!Sobald ein Video angesehen wurde) (!Sobald eine Simulation gestartet wurde)
Was ist bei uneinheitlichen Revisionen richtig? (Datenstand klären und die Kette erneut prüfen) (!Die älteste Datei verwenden) (!Die neueste Datei ungeprüft fertigen) (!Die Revisionsangaben löschen)
Memory
| CAD-Modell | Geometrischer Master |
| Zeichnung | Fertigungsmaße und Toleranzen |
| CAM-Projekt | Bearbeitungsstrategie und Werkzeugwege |
| Simulation | Virtuelle Ablaufprüfung |
| Postprozessor | Maschinenspezifische Übersetzung |
| Revision | Eindeutiger Änderungsstand |
| Freigabe | Dokumentierte Verwendungserlaubnis |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Modellprüfung | CAD-Änderung |
| Zeichnungsabgleich | Dokumentation |
| Werkzeugwegprüfung | CAM |
| Kollisionskontrolle | Simulation |
| Statusentscheidung | Freigabe |
Kreuzworträtsel
| Revision | Wie heißt ein eindeutig gekennzeichneter Änderungsstand? |
| Simulation | Wie heißt die virtuelle Prüfung eines Fertigungsablaufs? |
| Postprozessor | Was übersetzt CAM-Daten in maschinenspezifische NC-Ausgabe? |
| Zeichnung | Welches Dokument zeigt Maße und technische Angaben? |
| Werkzeug | Was trägt beim Fräsen die Schneiden? |
| Freigabe | Wie heißt die dokumentierte Erlaubnis zur weiteren Verwendung? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Änderungsmarkierung: Erstelle zwei Screenshots eines einfachen Schulungsmodells vor und nach einer Maßänderung. Markiere exakt, was sich geändert hat.
- Zeichnungscheck: Nenne vier Angaben, die Du nach einer CAD-Änderung in der Zeichnung kontrollieren würdest, und begründe zwei davon.
- Revisionskarte: Entwirf eine kleine Karte mit Bauteil, Revision, Datum, Bearbeiter, Prüfergebnis und Status.
- Werkzeugvergleich: Fotografiere oder skizziere zwei freigegebene Schulungswerkzeuge außerhalb der Maschine und ordne sichtbare Merkmale der CAM-Werkzeugdefinition zu.
Standard
- CAM-Folgenanalyse: Ändere in einer Schulungsdatei ein Maß und protokolliere, welche CAM-Operationen als betroffen erkannt werden.
- Simulationsprotokoll: Führe Simulationsauftrag S1 aus und dokumentiere jeden Prüfschritt mit Ergebnis und Begründung.
- Fehlerdiagnose: Baue in einer Kopie einen ungefährlichen Simulationsfehler ein und beschreibe Ursache, Erkennung und Korrektur.
- Freigabematrix: Entwickle eine Matrix, die zeigt, welche Nachweise vor der Freigabe von CAD, Zeichnung, CAM und NC-Ausgabe vorliegen müssen.
Schwer
- Simulationsvergleich: Vergleiche Werkzeugwegsimulation und maschinenbezogene Simulation. Erkläre, welche zusätzlichen Risiken die zweite sichtbar machen kann.
- Änderungsworkflow: Entwirf einen betrieblichen Soll-Prozess von Änderungsantrag bis Freigabe mit mindestens zwei unabhängigen Prüfpunkten.
- Postprozessor-Risikoanalyse: Beschreibe drei Gründe, warum maschinenspezifische NC-Ausgabe nicht allein aus der CAM-Vorschau beurteilt werden sollte.
- Transferprojekt: Übertrage das Vorgehen auf ein anderes digitales Fertigungsverfahren, zum Beispiel additive Fertigung, und kennzeichne gemeinsame sowie verfahrensspezifische Prüfschritte.


Lernkontrolle
- Konsistenzanalyse: Du erhältst die Zustände CAD B, Zeichnung B, CAM A und NC A. Entscheide, wo der Prozess stoppen muss, und entwirf die nächsten drei Prüfschritte.
- Risikobeurteilung: Eine Simulation ist kollisionsfrei, aber das verwendete virtuelle Spannmittel entspricht nicht dem real vorgesehenen. Begründe, warum noch keine Freigabe erfolgen darf.
- Freigabeentscheidung: Entwickle fünf Kriterien für eine dokumentierte Freigabe der HP-17 und gewichte, welche davon zwingend erfüllt sein müssen.
- Transfer: Erkläre, warum ein Wechsel der Zielmaschine trotz unverändertem CAD-Modell eine erneute Prüfung der Fertigungsdaten auslösen kann.
- Fehlerkette: Rekonstruiere, wie eine einzige nicht übernommene Maßänderung von der Zeichnung bis in die Fertigung weitergetragen werden könnte, und setze an drei Stellen wirksame Kontrollen.
- Systemvergleich: Vergleiche einen vollständig integrierten CAD-CAM-Workflow mit getrennten Systemen. Beurteile Vorteile und Risiken für die Änderungsnachverfolgung.
Lernnachweis
Für einen erfolgreichen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:
- Revisionen eindeutig unterscheiden und entlang der Fertigungskette dokumentieren kannst.
- CAD-Änderungen fachlich kontrolliert durchführst und Folgefehler erkennst.
- Zeichnungen mit dem gültigen Modellstand abgleichst.
- CAM-Operationen nach Änderungen neu bewertest und prüfst.
- Fertigungssimulationen mit Rohteil, Nullpunkt, Werkzeug, Halter und Spannmittel nachvollziehbar auswertest.
- NC-Ausgaben einem dokumentierten CAM-, Postprozessor- und Revisionsstand zuordnest.
- Freigaben nur auf Basis konsistenter und geprüfter Datenstände begründest.
- Sicherheitsgrenzen einhältst: keine automatische Live-Ansteuerung aus dem Kurs, keine Umgehung von Schutzeinrichtungen, reale Arbeit nur unter geeigneter Fachaufsicht und betrieblicher Freigabe.
Fachliche Quellen und Medienrechte
Die folgenden Quellen wurden für die fachliche Einordnung und die Medienauswahl geprüft. Herstellerquellen beschreiben jeweils die Funktionen ihrer Systeme; sie ersetzen keine betriebliche Gefährdungsbeurteilung oder Freigabe.
| Quelle oder Medium | Verwendung im Kurs | Rechte oder Einordnung |
|---|---|---|
| Computer-aided manufacturing | Grundprinzipien von CAM, CAD-Datenübernahme, Postprozessor und Simulation | Wikipedia, Lizenzhinweise auf der Seite |
| Autodesk Fusion Help: Simulation for manufacturing | Animation, Verifikation und maschinenbezogene Simulation | Herstellerdokumentation |
| HEIDENHAIN TNC7 Programmieren und Testen | Programm- und Simulationsprüfung | Herstellerdokumentation |
| CAD Modeling.gif | Ablaufanimation parametrischer Modellierung | Wikimedia Commons, GFDL oder CC BY-SA 3.0 nach Dateiseite |
| CAD Model.JPG | CAD-Modell | Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 |
| Engineering drawing-dessin de definition.png | Technische Zeichnung | Wikimedia Commons, Public Domain |
| CAM Toolpath example.jpg | CAM-Werkzeugweg | Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 |
| End Mill 02 labels.png | Werkzeugaufbau | Wikimedia Commons, Public Domain |
| Roughing Endmill in Use.jpg | Fräswerkzeug im Einsatz | Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 |
| CNC milling machine.jpg | CNC-Fräsmaschine | Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 |
| CAD model and CNC machined part.PNG | Vergleich digitales Modell und Werkstück | Wikimedia Commons, Public Domain |
| OPEN MIND: CAM-Simulation | Prozesskette CAM, Simulation und Steuerung | YouTube-Einbettung des veröffentlichten Videos; keine Neu-Lizenzierung durch diesen Kurs |
| HEIDENHAIN: TNC7 Simulation | Beispiel vollständiger Maschinensimulation | YouTube-Einbettung des veröffentlichten Hersteller-Videos; keine Neu-Lizenzierung durch diesen Kurs |
Medienhinweis: Lizenzbedingungen auf Wikimedia Commons sind auf der jeweiligen Dateiseite zu beachten, insbesondere Namensnennung und Share-Alike bei CC BY-SA. YouTube-Videos werden nur eingebettet; Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern.
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