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Buch - Titus Andronicus - Shakespeare, William

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Deutsche Übersetzung · Lesefassung

Titus Andronicus

Shakespeare, William

Titus Andronicus von Shakespeare, William. Volltext der angegebenen historischen deutschen Übersetzung.

DramaKlasse 9–10 · 11–136 Abschnitte
Historische Illustration zu Titus Andronicus
Historische Illustration zu „Titus Andronicus“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Noel le Mire (engraver, 1724-1801) Jean-Michel Moreau (artist, 1741-1814) John Bell (publisher, 1745-1831) · Public domain Bildquelle ↗

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Deutsche Übersetzung: Wolf Heinrich von Baudissin

Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und zeitgebundene Wertvorstellungen gemeinsam einordnen. Klassenangaben sind redaktionelle Orientierung.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Deutsch · Abschnitt 2 von 6

Erster Aufzug

1
Erste Szene
Vorlage S. 6
2
Rom. Vor dem Kapitol.
Vorlage S. 6
3
Trompetenstoß. Es erscheinen oben auf der Bühne Senatoren und Tribunen, wie zur Versammlung; dann von der einen Seite Saturninus mit seinem Gefolge, von der andern Bassianus mit dem seinigen. Trommeln und Fahnen.
Vorlage S. 6
4
SATURNINUS.
Vorlage S. 6
5
Edle Patrizier, Schirmer meines Rechts,
Vorlage S. 6
6
Verteidigt meinen Anspruch mit dem Schwert;
Vorlage S. 6
7
Und ihr, Mitbürger, Freunde wert und treu,
Vorlage S. 6
8
Werbt mit den Waffen um mein erblich Recht!
Vorlage S. 6
9
Ich bin des Erstgeborner, den zuletzt
Vorlage S. 6
10
Geschmückt Roms kaiserliches Diadem:
Vorlage S. 6
11
So folge mir des Vaters Würde nach!
Vorlage S. 6
12
Kränkt meinen Vorrang nicht durch diese Schmach!
Vorlage S. 6
13
BASSIANUS.
Vorlage S. 6
14
Römer, Gefährten, Förd'rer meines Rechts!
Vorlage S. 6
15
Wenn je zuvor Bassianus, Cäsars Sohn,
Vorlage S. 6
16
Roms königlichem Auge wohlgefiel,
Vorlage S. 6
17
Besetzt den Zugang hier zum Kapitol,
Vorlage S. 6
18
Und duldet nicht, dass Unwert dürfe nahn
Vorlage S. 6
19
Dem Kaisersitz, der Tugend stets geweiht,
Vorlage S. 6
20
Dem Recht, der Mäßigung, dem Edelmut:
Vorlage S. 6
21
Lasst Stimmenmehrheit das Verdienst erhöhn,
Vorlage S. 6
22
Und, Römer! kämpft für Freiheit eurer Wahl! –
Vorlage S. 6
23
Marcus Andronicus oben auf der Bühne, mit der Krone.
Vorlage S. 6
24
MARCUS.
Vorlage S. 6
25
Ihr Prinzen, die durch Anhang und Partei'n
Vorlage S. 6
26
Ehrgeizig strebt nach Herrschaft und Gewalt:
Vorlage S. 6
27
Es grüßt das röm'sche Volk, für das wir stehn
Vorlage S. 6
28
Mit unsern Freunden, durch einmüt'gen Ruf
Vorlage S. 6
29
Nach seinem Wahlrecht, als des Reiches Fürst
Vorlage S. 6
30
Andronicus, der Fromme zubenamt,
Vorlage S. 7
31
Für sein vielfach und groß Verdienst um Rom. –
Vorlage S. 7
32
Ein beßrer Krieger, ein getreu'rer Mann
Vorlage S. 7
33
Lebt nicht zu dieser Stund' in unsrer Stadt;
Vorlage S. 7
34
Er ist zurückberufen vom Senat
Vorlage S. 7
35
Aus heißem Kampf mit den barbar'schen Goten;
Vorlage S. 7
36
Er mit den Söhnen, unsrer Feinde Schreck,
Vorlage S. 7
37
Bezwang dies starke, kriegsgewohnte Volk.
Vorlage S. 7
38
Zehn Jahre sind es nun, seit er zuerst
Vorlage S. 7
39
Roms Sache führt' und strafte mit dem Schwert
Vorlage S. 7
40
Der Feinde Hochmut; fünfmal kehrt' er heim
Vorlage S. 7
41
Blutig, nach Rom, die tapfern Söhne führend
Vorlage S. 7
42
Auf Bahren aus dem Feld;
Vorlage S. 7
43
Und nun, zuletzt, geschmückt mit Ruhmstrophäen,
Vorlage S. 7
44
Zieht dieser wackre Titus heim gen Rom,
Vorlage S. 7
45
Andronicus, der edle Waffenheld.
Vorlage S. 7
46
Wir bitten euch, bei seines Namens Glanz,
Vorlage S. 7
47
Den ihr für würdig achtet eures Throns,
Vorlage S. 7
48
Und den ihr im Senat und Kapitol
Vorlage S. 7
49
Zu ehren denkt und vor ihm hinzuknien, –
Vorlage S. 7
50
Entfernt euch jetzt, entsagt der Übermacht,
Vorlage S. 7
51
Schickt heim die Freund', und wie's Bewerbern ziemt,
Vorlage S. 7
52
Verfolgt in Fried' und Demut eu'r Gesuch!
Vorlage S. 7
53
SATURNINUS.
Vorlage S. 7
54
Wie schön spricht, mich zu sänft'gen, der Tribun!
Vorlage S. 7
55
BASSIANUS.
Vorlage S. 7
56
Marcus Andronicus, ich trau' so sehr
Vorlage S. 7
57
Auf deinen unbestechbar graden Sinn,
Vorlage S. 7
58
Dich und die Deinen ehr' und lieb' ich so,
Vorlage S. 7
59
Den edlen Bruder Titus, seine Söhne,
Vorlage S. 7
60
Und sie, der unser Sinn in Demut neigt,
Vorlage S. 7
61
Die reizende Lavinia, Zierde Roms, –
Vorlage S. 7
62
Dass ich heim sende meiner Treuen Schar,
Vorlage S. 7
63
Und meinem Glück und unsers Volkes Gunst
Vorlage S. 7
64
Vertraun will zur Entscheidung mein Gesuch.
Vorlage S. 7
65
Die Soldaten des Bassianus gehn ab.
Vorlage S. 7
66
SATURNINUS.
Vorlage S. 7
67
Freunde, die so bereit mein Recht geschirmt,
Vorlage S. 7
68
Ich dank' euch all'n, und all' entlass' ich euch;
Vorlage S. 7
69
Und meines Vaterlandes Lieb' und Gunst
Vorlage S. 8
70
Vertrau' ich hier mich selbst und mein Gesuch. –
Vorlage S. 8
71
Rom, sei gerecht und so gewogen mir,
Vorlage S. 8
72
Als ich mit vollem Zutraun neige dir;
Vorlage S. 8
73
Öffnet das Tor und lasst mich ein!
Vorlage S. 8
74
BASSIANUS.
Vorlage S. 8
75
Auch mich, Tribunen, mit bescheidnem Flehn!
Vorlage S. 8
76
Alle gehn in das Senatsgebäude.
Vorlage S. 8
77
Zweite Szene
Vorlage S. 8
78
Daselbst.
Vorlage S. 8
79
Ein Hauptmann tritt auf.
Vorlage S. 8
80
HAUPTMANN.
Vorlage S. 8
81
Römer, macht Platz! Andronicus, der Held,
Vorlage S. 8
82
Der Tugend Vorbild, stärkster Kämpfer Roms,
Vorlage S. 8
83
Sieger in allen Schlachten, die er focht,
Vorlage S. 8
84
Ist heimgekehrt, an Glück und Ehre reich,
Vorlage S. 8
85
Von wo er unterwarf mit seinem Schwert
Vorlage S. 8
86
Die Feinde Roms und unters Joch sie führte.
Vorlage S. 8
87
Trommeln und Trompeten. Dann treten auf Mutius und Marcius; nach ihnen zwei Männer, die einen schwarzverhängten Sarg tragen; hierauf Quintus und Lucius. Dann folgt Titus Andronicus; nach ihm Tamora mit Alarbus, Chiron, Demetrius und andern gotischen Gefangnen, Soldaten und Gefolge. Der Sarg wird niedergesetzt, und Titus spricht.
Vorlage S. 8
88
TITUS.
Vorlage S. 8
89
Heil dir, o Rom! Siegprang' im Trauerkleid!
Vorlage S. 8
90
Sieh, wie das Schiff, das ablud seine Fracht,
Vorlage S. 8
91
Mit teurer Ladung heim zum Hafen kehrt,
Vorlage S. 8
92
Wo es zuerst die Anker lichtete, –
Vorlage S. 8
93
So kommt Andronicus, im Lorbeerkranz;
Vorlage S. 8
94
Mit Tränen grüßt er seine Heimat neu,
Vorlage S. 8
95
Mit Tränen wahrer Lust des Wiedersehns. –
Vorlage S. 8
96
Du großer Schirmherr dieses Kapitols,
Vorlage S. 8
97
Sieh gnädig auf des heil'gen Opfers Brauch!
Vorlage S. 8
98
Von fünfundzwanzig tapfern Söhnen, Rom,
Vorlage S. 8
99
Hälfte der Zahl von König Priams Stamm,
Vorlage S. 8
100
Schau hier den armen Rest, lebend und tot! –
Vorlage S. 8
101
Mit Lieb' empfange Rom euch Lebende;
Vorlage S. 8
102
Euch Toten, die zur letzten Ruh'statt gehn,
Vorlage S. 9
103
Schenk' es ein Grab in ihrer Ahnen Gruft;
Vorlage S. 9
104
Hier gönnt der Got' erst Ruhe meinem Schwert.
Vorlage S. 9
105
Titus, unliebend, sorglos für dein Blut,
Vorlage S. 9
106
Was duld'st du, dass noch grablos dein Geschlecht
Vorlage S. 9
107
Umschweben muss des Styx grau'nvollen Strand?
Vorlage S. 9
108
Geh, bette sie bei ihren Brüdern hin! –
Vorlage S. 9
109
Das Grab wird geöffnet.
Vorlage S. 9
110
Dort grüßt euch schweigend, wie's der Toten Brauch;
Vorlage S. 9
111
Schlaft friedlich, die ihr starbt fürs Vaterland! –
Vorlage S. 9
112
O meiner Kinder heiliges Gewölb',
Vorlage S. 9
113
Geliebtes Wohnhaus echten Edelsinns,
Vorlage S. 9
114
Wie manchen Sohn hast du mir schon entrafft,
Vorlage S. 9
115
Und hältst ihn ewig hier in finstrer Haft! –
Vorlage S. 9
116
LUCIUS.
Vorlage S. 9
117
Gib der gefangnen Goten stolzesten,
Vorlage S. 9
118
Dass wir, die Glieder stümmelnd, seinen Leib
Vorlage S. 9
119
Ad manes fratrum opfern in der Glut,
Vorlage S. 9
120
Vor diesem ird'schen Kerker ihres Staubs! –
Vorlage S. 9
121
Auf dass nicht ungesühnt ihr Schatten sei,
Vorlage S. 9
122
Noch uns bedräu' auf Erden ihr Gespenst!
Vorlage S. 9
123
TITUS.
Vorlage S. 9
124
Ich geb' ihn euch, der Feinde trefflichsten:
Vorlage S. 9
125
Den Erstgebornen dieser Königin. –
Vorlage S. 9
126
TAMORA.
Vorlage S. 9
127
Halt, röm'sche Brüder! Gnadenreicher Held,
Vorlage S. 9
128
Siegreicher Titus, sieh die Tränenflut,
Vorlage S. 9
129
Die einer Mutter Gram dem Sohne weint!
Vorlage S. 9
130
Und liebtest du jemals die Söhne dein,
Vorlage S. 9
131
Ach, denk', was muss ein Sohn der Mutter sein! –
Vorlage S. 9
132
Genügt dir's nicht, dass man nach Rom uns führte,
Vorlage S. 9
133
Als deines Einzugs und Triumphes Schmuck,
Vorlage S. 9
134
Gefangne dir und deinem Römerjoch?
Vorlage S. 9
135
Musst du den Sohn noch schlachten auf dem Markt,
Vorlage S. 9
136
Weil er fürs Vaterland mit Mut gekämpft?
Vorlage S. 9
137
Oh, dünkt der Streit für König und für Volk
Vorlage S. 9
138
Euch fromme Pflicht, so ist er's diesem auch:
Vorlage S. 9
139
Titus, beflecke nicht dein Grab mit Blut;
Vorlage S. 9
140
Und willst du der Natur der Götter nahn,
Vorlage S. 9
141
Nah' ihnen denn, indem du Gnade übst:
Vorlage S. 9
142
Denn gnädig sein gibt echten Adel kund.
Vorlage S. 10
143
O schone, Titus, meinen ältsten Sohn! –
Vorlage S. 10
144
TITUS.
Vorlage S. 10
145
Ergib dich, Fürstin, fass' dich in Geduld! –
Vorlage S. 10
146
Hier stehn die Brüder derer, die dein Volk
Vorlage S. 10
147
Lebend und tot sah; den Erschlagnen heischt
Vorlage S. 10
148
Ein Totenopfer frommes Pflichtgefühl;
Vorlage S. 10
149
Dem ist dein Sohn bestimmt; sein Tod versöhnt
Vorlage S. 10
150
Der heimgegangnen Schatten Klageruf.
Vorlage S. 10
151
LUCIUS.
Vorlage S. 10
152
Hinweg mit ihm! Ein Feuer zündet schnell;
Vorlage S. 10
153
Auf einem Holzstoß lasst uns mit dem Schwert
Vorlage S. 10
154
Die Glieder ihm zerhaun, bis sie verbrannt!
Vorlage S. 10
155
Mutius, Marcius, Quintus und Lucius gehn mit Alarbus ab.
Vorlage S. 10
156
TAMORA.
Vorlage S. 10
157
O grauser, gottverhaßter Totenbrauch! –
Vorlage S. 10
158
CHIRON.
Vorlage S. 10
159
War Scythien halb so blutig je gesinnt?
Vorlage S. 10
160
DEMETRIUS.
Vorlage S. 10
161
Vergleiche Scythien nicht dem stolzen Rom!
Vorlage S. 10
Historische Illustration zu Titus Andronicus
Kontextbild zum Werk. Historische Illustration zu „Titus Andronicus“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Urheber unbekannt · Public domain Bildquelle ↗
162
Alarbus geht zur Ruh', wir leben noch,
Vorlage S. 10
163
Und zittern vor des Titus zorn'gem Blick.
Vorlage S. 10
164
So fasst Euch, Mutter, aber hofft zugleich,
Vorlage S. 10
165
Derselbe Gott, der Trojas Königin
Vorlage S. 10
166
Gelegenheit zu bittrer Rache gab
Vorlage S. 10
167
An Thraziens Wüt'rich in dem eignen Zelt, –
Vorlage S. 10
168
Gönnt Tamora, der Gotenkönigin
Vorlage S. 10
169
(Wenn Goten Goten, Ihr die Königin! –),
Vorlage S. 10
170
Dass sie die Blutschuld tilgt an ihrem Feind.
Vorlage S. 10
171
Lucius, Quintus, Marcius und Mutius kommen zurück.
Vorlage S. 10
172
LUCIUS.
Vorlage S. 10
173
Seht, Herr und Vater, treu befolgten wir
Vorlage S. 10
174
Den röm'schen Brauch: Alarbus ward zerstückt,
Vorlage S. 10
175
Sein Eingeweide nährt die Opferglut,
Vorlage S. 10
176
Dass Dampf, dem Weihrauch gleich, die Luft durchwürzt.
Vorlage S. 10
177
Nun fehlt nur noch, die Brüder zu bestatten,
Vorlage S. 10
178
Und hier in Rom der laute Freundesgruß.
Vorlage S. 10
179
TITUS.
Vorlage S. 10
180
Also gescheh' es, und Andronicus
Vorlage S. 10
181
Sagt ihrem Geist sein letztes Lebewohl.
Vorlage S. 10
182
Trompetenstoß, die Särge werden in die Gruft gestellt.
Vorlage S. 10
183
Schlaft, meine Söhne, hier in Fried' und Ruhm!
Vorlage S. 10
184
Roms mutigste Verteid'ger, ruht allhier,
Vorlage S. 10
185
Geschirmt vor Leid und Wechsel dieser Welt!
Vorlage S. 11
186
Hier lauert kein Verrat, hier schwillt kein Neid,
Vorlage S. 11
187
Wächst kein verhaßter Zwist, kein Sturm für euch,
Vorlage S. 11
188
Kein Lärm: nur Schweigen und ein ew'ger Schlaf;
Vorlage S. 11
189
In Fried und Ruhm liegt, meine Söhne, hier! –
Vorlage S. 11
190
Lavinia tritt auf.
Vorlage S. 11
191
LAVINIA.
Vorlage S. 11
192
In Fried' und Ruhm, Held Titus, lebt noch lang'! –
Vorlage S. 11
193
Mein teurer Vater, für die Ehre lebt!
Vorlage S. 11
194
An diesem Grab bring' ich der Tränen Zoll
Vorlage S. 11
195
Den Brüdern dar, als letzte Huldigung:
Vorlage S. 11
196
Und weine knieend dir zu Füßen auch
Vorlage S. 11
197
Der Freude Tränen, weil du heimgekehrt.
Vorlage S. 11
198
O segne mich mit deiner Siegerhand,
Vorlage S. 11
199
Die Besten Roms erfreun sich ihrer Tat.
Vorlage S. 11
200
TITUS.
Vorlage S. 11
201
O güt'ges Rom, das liebreich aufbewahrt
Vorlage S. 11
202
Die Stärkung meines Alters, mir zum Trost!
Vorlage S. 11
203
Lavinia, überleb' als Preis der Tugend
Vorlage S. 11
204
Den Vater in des Nachruhms ew'ger Jugend!
Vorlage S. 11
205
MARCUS.
Vorlage S. 11
206
Lang' lebe Titus, mein geliebter Bruder!
Vorlage S. 11
207
Als hohen Triumphator grüßt ihn Rom.
Vorlage S. 11
208
TITUS.
Vorlage S. 11
209
Dank, mein Tribun, mein edler Bruder Marcus!
Vorlage S. 11
210
MARCUS.
Vorlage S. 11
211
Willkommen, Neffen, aus glorreicher Schlacht,
Vorlage S. 11
212
Ihr, die noch lebt, und ihr, die schlaft in Ruhm!
Vorlage S. 11
213
Ihr Tapfern, die für eures Landes Wohl
Vorlage S. 11
214
Das Schwert gezückt, – eu'r Los ist völlig gleich!
Vorlage S. 11
215
Doch sichrern Glanz beut dieser Leichenpomp,
Vorlage S. 11
216
Der das erreicht, was Solon Glück genannt,
Vorlage S. 11
217
Und das Geschick im Bett des Ruhms besiegt. –
Vorlage S. 11
218
Titus Andronicus, das röm'sche Volk
Vorlage S. 11
219
(Des Freund du warst von je nach strengem Recht)
Vorlage S. 11
220
Schickt dir durch mich, als Anwalt und Tribun,
Vorlage S. 11
221
Dies weiße Kleid von unbeflecktem Glanz,
Vorlage S. 11
222
Und nennt für dieses Reiches Kaiserwahl
Vorlage S. 11
223
Dich nebst den Söhnen unsres letzten Herrn.
Vorlage S. 11
224
Sei Candidatus dann, und leg' es an,
Vorlage S. 11
225
Und hilf zum Haupte dem hauptlosen Rom!
Vorlage S. 11
226
TITUS.
Vorlage S. 11
227
Ein beßres Haupt gebührt so edlem Leib
Vorlage S. 11
228
Als meins, das längst von Schwäch' und Alter wankt.
Vorlage S. 12
229
Wie trüg' ich dies Gewand euch zur Beschwer?
Vorlage S. 12
230
Ihr wähltet heut mit lautem Beifall mich,
Vorlage S. 12
231
Und morgen gäb' ich Kron' und Leben auf
Vorlage S. 12
232
Und schafft' euch allen neue Sorg' und Not!
Vorlage S. 12
233
Ich war dein Krieger, Rom, an vierzig Jahr,
Vorlage S. 12
234
Und führte meines Volkes Macht mit Glück,
Vorlage S. 12
235
Legt' einundzwanzig tapfre Söhn' ins Grab;
Vorlage S. 12
236
Im Kampf erhöht zu Rittern, fielen sie
Vorlage S. 12
237
In tapfrer Feldschlacht für des Landes Wohl. –
Vorlage S. 12
238
Gebt einen Ehrenstab mir altem Mann,
Vorlage S. 12
239
Kein Szepter reicht mir, das der Welt gebeut;
Vorlage S. 12
240
Eu'r letzter Kaiser führt' es grad' und fest.
Vorlage S. 12
241
MARCUS.
Vorlage S. 12
242
Titus, das Reich erhalt' und fordre du! –
Vorlage S. 12
243
SATURNINUS.
Vorlage S. 12
244
Stolzer Tribun, Ehrsücht'ger, sagst du das?
Vorlage S. 12
245
TITUS.
Vorlage S. 12
246
Geduld, Prinz Saturnin!
Vorlage S. 12
247
SATURNINUS.
Vorlage S. 12
248
Rom, schaff' mir Recht! –
Vorlage S. 12
249
Patrizier, zieht eu'r Schwert und steckt's nicht ein,
Vorlage S. 12
250
Bis Saturninus Kaiser ward in Rom!
Vorlage S. 12
251
Andronicus, zur Hölle fahre hin,
Vorlage S. 12
252
Eh' du des Volkes Herzen mir entziehst! –
Vorlage S. 12
253
LUCIUS.
Vorlage S. 12
254
Du stolzer Saturnin! du störst das Wohl,
Vorlage S. 12
255
Das Titus hochgesinnt dir zugedacht.
Vorlage S. 12
256
TITUS.
Vorlage S. 12
257
Sei ruhig, Prinz, dir lenk' ich wieder zu
Vorlage S. 12
258
Des Volkes Gunst, dass sie den Willen wandeln.
Vorlage S. 12
259
BASSIANUS.
Vorlage S. 12
260
Andronicus, nicht schmeichl' ich jemals dir,
Vorlage S. 12
261
Doch ehr' ich dich, und will es bis zum Tod.
Vorlage S. 12
262
Stärkst du mit deinen Freunden meine Macht,
Vorlage S. 12
263
Werd' ich höchst dankbar sein, und Dank erscheint
Vorlage S. 12
264
Dem edlen Mann als ehrenwerter Lohn.
Vorlage S. 12
265
TITUS.
Vorlage S. 12
266
Ihr, Römer, und ihr Volkstribunen hier,
Vorlage S. 12
267
Ich bitt' um eure Stimm' und gült'ge Wahl:
Vorlage S. 12
268
Schenkt ihr sie freundlich dem Andronicus?
Vorlage S. 12
269
MARCUS.
Vorlage S. 12
270
Dank weihend unserm trefflichen Andronicus,
Vorlage S. 12
271
Und feiernd seine Heimkehr hier in Rom,
Vorlage S. 12
272
Wird den das Volk annehmen, den er nennt.
Vorlage S. 12
273
TITUS.
Vorlage S. 12
274
Habt Dank, Tribunen! So ersuch' ich euch,
Vorlage S. 12
275
Dass ihr erwählt des Kaisers ältsten Sohn,
Vorlage S. 12
276
Prinz Saturnin; des Tugend, hoff ich, Rom
Vorlage S. 13
277
Bestrahlen wird, wie Titans Licht die Welt,
Vorlage S. 13
278
Und Recht und Sitte reifen hier im Staat.
Vorlage S. 13
279
Drum, wenn ihr wählen wollt nach meinem Rat,
Vorlage S. 13
280
Krönt ihn und ruft: »Lang' lebe Saturnin!« –
Vorlage S. 13
281
MARCUS.
Vorlage S. 13
282
Mit Ruf und Beifallszeichen aller Art,
Vorlage S. 13
283
Patrizier und Plebejer, grüßen wir
Vorlage S. 13
284
Prinz Saturnin als Roms erhabnen Herrn,
Vorlage S. 13
285
Und jubeln: »Heil dem Kaiser Saturnin!« –
Vorlage S. 13
286
Ein langer Trompetenstoß, während die oben Versammelten herabsteigen.
Vorlage S. 13
287
SATURNINUS.
Vorlage S. 13
288
Titus Andronicus, für diese Gunst,
Vorlage S. 13
289
Betreffend unsre Wahl am heut'gen Tag,
Vorlage S. 13
290
Erteil' ich dir den Dank, den du verdienst,
Vorlage S. 13
291
Und will durch Taten lohnen deine Huld.
Vorlage S. 13
292
Und jetzt zum Anfang, Titus, zu erhöhn
Vorlage S. 13
293
Dein ehrenwert Geschlecht und eignen Ruhm:
Vorlage S. 13
294
Nenn' ich Lavinia meine Kaiserin,
Vorlage S. 13
295
Roms edle Herrin, Herrin meiner Brust,
Vorlage S. 13
296
Mir anvermählt im heil'gen Pantheon.
Vorlage S. 13
297
Nun, Titus, sag: gefällt dir dieses Wort?
Vorlage S. 13
298
TITUS.
Vorlage S. 13
299
Es freut mich, würd'ger Fürst, und im Gemahl
Vorlage S. 13
300
Bin ich durch Eure Gnade hoch geehrt.
Vorlage S. 13
301
Und hier, im Auge Roms, dem Saturnin,
Vorlage S. 13
302
Dem König und Gebieter unsers Staats,
Vorlage S. 13
303
Der weiten Welt Regenten, weih' ich nun
Vorlage S. 13
304
Schwert, Siegeswagen und Gefangene,
Vorlage S. 13
305
Wohl würd'ge Gaben, Roms erhabnem Herrn.
Vorlage S. 13
306
So nimm sie denn als schuldigen Tribut,
Vorlage S. 13
307
Die Ruhmstrophä'n, zu Füßen dir gelegt!
Vorlage S. 13
308
SATURNINUS.
Vorlage S. 13
309
Dank, edler Titus, Vater meines Glücks! –
Vorlage S. 13
310
Wie stolz ich sei auf dich und dein Geschenk,
Vorlage S. 13
311
Erfahre Rom; und wenn ich je vergaß
Vorlage S. 13
312
So unbegrenzter Dienste kleinsten Teil,
Vorlage S. 13
313
Dann, Rom, vergiss die Treue gegen mich!
Vorlage S. 13
314
TITUS
Vorlage S. 13
315
zu Tamora.
Vorlage S. 13
316
Dem Kaiser, Fürstin, seid Ihr jetzt Gefangne,
Vorlage S. 13
317
Der, Eures Rangs und Standes eingedenk,
Vorlage S. 14
318
Euch und den Dienern mild begegnen wird.
Vorlage S. 14
319
SATURNINUS.
Vorlage S. 14
320
Welch reizend Weib! Ihr kann der Preis nicht fehlen:
Vorlage S. 14
321
Hätt' ich zu wählen noch, sie würd' ich wählen. –
Vorlage S. 14
322
Verscheucht der Stirne Wolken, schöne Frau:
Vorlage S. 14
Historische Illustration zu Titus Andronicus
Kontextbild zum Werk. Historische Illustration zu „Titus Andronicus“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Urheber unbekannt · Public domain Bildquelle ↗
323
Warf Kriegesglück auch Euer Glück herab,
Vorlage S. 14
324
Doch kommt Ihr nicht nach Rom zu Spott und Schmach;
Vorlage S. 14
325
Und königlich sollt Ihr gehalten sein.
Vorlage S. 14
326
Traut meinem Wort, lasst nicht Melancholie
Vorlage S. 14
327
Den Mut Euch dämpfen; der Euch tröstet, hebt
Vorlage S. 14
328
Wohl höher Euch als auf den Gotenthron. –
Vorlage S. 14
329
Lavinia, Euch missfällt nicht, was ich sprach?
Vorlage S. 14
330
LAVINIA.
Vorlage S. 14
331
O nein, mein Fürst; dein adliges Gemüte
Vorlage S. 14
332
Bürgt mir für deines Herzens wahre Güte.
Vorlage S. 14
333
SATURNINUS.
Vorlage S. 14
334
Dank, Jungfrau! Römer, lasst uns also gehn;
Vorlage S. 14
335
Frei ohne Lösung geb' ich die Gefangnen. –
Vorlage S. 14
336
Trompet' und Trommeln künden meine Wahl! –
Vorlage S. 14
337
BASSIANUS
Vorlage S. 14
338
Lavinien fassend.
Vorlage S. 14
339
Titus, vergönnt, die Jungfrau nenn' ich mein!
Vorlage S. 14
340
TITUS.
Vorlage S. 14
341
Wie, Prinz? Sprecht Ihr im Ernste dieses Wort?
Vorlage S. 14
342
BASSIANUS.
Vorlage S. 14
343
Ja, edler Titus, und bin fest gewillt,
Vorlage S. 14
344
Auf meinem Recht und Anspruch zu bestehn.
Vorlage S. 14
345
Man sieht den Kaiser in stummem Spiel freundlich mit Tamora tun.
Vorlage S. 14
346
MARCUS.
Vorlage S. 14
347
Suum cuique, spricht des Römers Recht:
Vorlage S. 14
348
Nach Recht verlangt der Prinz, was ihm gebührt.
Vorlage S. 14
349
LUCIUS.
Vorlage S. 14
350
Er wird's und soll's, solange Lucius lebt!
Vorlage S. 14
351
TITUS.
Vorlage S. 14
352
Verräter, fort! Wo ist des Kaisers Wacht?
Vorlage S. 14
353
Verrat, mein Fürst! Lavinia wird entführt!
Vorlage S. 14
354
SATURNINUS.
Vorlage S. 14
355
Entführt? Wer wagt es?
Vorlage S. 14
356
BASSIANUS.
Vorlage S. 14
357
Der, nach Recht und Fug
Vorlage S. 14
358
Die Braut verteid'gend, sie von hinnen trug.
Vorlage S. 14
359
Bassianus mit Lavinien ab.
Vorlage S. 14
360
LUCIUS.
Vorlage S. 14
361
Helft ihm, ihr Brüder, ungekränkt entfliehn!
Vorlage S. 14
362
Mit meinem Schwert beschütz' ich dieses Tor.
Vorlage S. 14
363
TITUS.
Vorlage S. 14
364
Folgt nur, mein Fürst, ich führ' sie bald zurück.
Vorlage S. 14
365
MUTIUS.
Vorlage S. 14
366
Halt' ein, o Vater!
Vorlage S. 14
367
TITUS.
Vorlage S. 14
368
Frecher Knabe, fort!
Vorlage S. 15
369
Sperrst mir in Rom den Weg?
Vorlage S. 15
370
MUTIUS.
Vorlage S. 15
371
Hilf, Lucius, hilf! –
Vorlage S. 15
372
Titus ersticht den Mutius.
Vorlage S. 15
373
LUCIUS.
Vorlage S. 15
374
Ihr tut nicht recht, mein Vater; schlimmer noch,
Vorlage S. 15
375
Ihr schlugt den Sohn im ungerechten Streit! –
Vorlage S. 15
376
TITUS.
Vorlage S. 15
377
Nein, weder du noch er sind Söhne mir;
Vorlage S. 15
378
Kein Sohn von mir entehrte mich so sehr! –
Vorlage S. 15
379
Verräter, schaff' Lavinia deinem Kaiser!
Vorlage S. 15
380
LUCIUS.
Vorlage S. 15
381
Tot, wenn Ihr wollt, doch nimmer als sein Weib,
Vorlage S. 15
382
Die eines andern längst verlobte Braut! –
Vorlage S. 15
383
SATURNINUS.
Vorlage S. 15
384
Nein, Titus, nein! Der Kaiser braucht sie nicht;
Vorlage S. 15
385
Nicht sie, noch dich, noch einen Eures Stamms. –
Vorlage S. 15
386
Dem könnt' ich traun, der einmal mich verhöhnt;
Vorlage S. 15
387
Dir nicht, noch deinen falschen, stolzen Söhnen;
Vorlage S. 15
388
Ihr alle seid im Bunde mir zur Schmach.
Vorlage S. 15
389
War keiner sonst in Rom zum Ziel des Spotts
Vorlage S. 15
390
Als Saturnin? Recht wohl, Andronicus,
Vorlage S. 15
391
Stimmt dieses Tun zu deinem Prahlerwort,
Vorlage S. 15
392
Dass ich von deiner Hand das Reich erfleht! –
Vorlage S. 15
393
TITUS.
Vorlage S. 15
394
Entsetzlich! Solchen Vorwurf sprichst du aus?
Vorlage S. 15
395
SATURNINUS.
Vorlage S. 15
396
Nur zu! Lass dies leichtfert'ge Weib nur ziehn
Vorlage S. 15
397
Mit jenem, der sein Schwert für sie geschwenkt!
Vorlage S. 15
398
Ein tapfrer Eidam wird dir so zu teil,
Vorlage S. 15
399
Mit deiner Söhne zügellosem Troß
Vorlage S. 15
400
Unfug zu treiben im Gebiet von Rom! –
Vorlage S. 15
401
TITUS.
Vorlage S. 15
402
Wie Stacheln trifft dies Wort mein wundes Herz!
Vorlage S. 15
403
SATURNINUS.
Vorlage S. 15
404
Drum, holde Tamora, der Goten Fürstin,
Vorlage S. 15
405
Die gleich der stolzen Phöbe unter Nymphen
Vorlage S. 15
406
Weit überstrahlt die schönsten Römerfrau'n: –
Vorlage S. 15
407
Wenn dich so schnell getroffne Wahl vergnügt,
Vorlage S. 15
408
Wähl' ich dich, Tamora, als meine Braut,
Vorlage S. 15
409
Und grüße dich als Kaiserin von Rom.
Vorlage S. 15
410
Sprich, Gotenfürstin, lobst du meine Wahl?
Vorlage S. 15
411
Dann schwör' ich dir, bei allen Göttern Roms,
Vorlage S. 15
412
Weil Priester und geweihtes Wasser nah,
Vorlage S. 15
413
Die Fackel flammt, und jeder heil'ge Brauch
Vorlage S. 15
414
Für Hymenäus' Feier steht bereit:
Vorlage S. 16
415
Ich will nicht wiedersehn die Straßen Roms,
Vorlage S. 16
416
Noch des Palastes Schwelle, führ' ich nicht
Vorlage S. 16
417
Als anverlobte Braut dich heim von hier.
Vorlage S. 16
418
TAMORA.
Vorlage S. 16
419
Und vor des Himmels Antlitz schwör' ich Rom,
Vorlage S. 16
420
Wenn Saturnin die Gotenfürstin krönt,
Vorlage S. 16
421
Dann wird sie seiner Wünsche Sklavin sein
Vorlage S. 16
422
Und seiner Jugend Pflegerin und Mutter.
Vorlage S. 16
423
SATURNINUS.
Vorlage S. 16
424
Hinauf zum Pantheon, schönes Weib! Ihr Herrn,
Vorlage S. 16
425
Folgt euerm Kaiser und der holden Braut,
Vorlage S. 16
426
Die mir der Himmel selber zugesandt,
Vorlage S. 16
427
Des Ratschluß ihr ein beßres Glück verhängt:
Vorlage S. 16
428
Alldort vollziehn wir der Vermählung Brauch.
Vorlage S. 16
429
Alle gehn ab, außer Titus.
Vorlage S. 16
430
TITUS
Vorlage S. 16
431
allein.
Vorlage S. 16
432
Mich rief er nicht, zu folgen dieser Braut!
Vorlage S. 16
433
Titus, wann wandeltest du einsam je,
Vorlage S. 16
434
Also entehrt und überhäuft von Schmach?
Vorlage S. 16
435
Marcus Andronicus, Lucius, Quintus und Marcius treten auf.
Vorlage S. 16
436
MARCUS.
Vorlage S. 16
437
O Titus, sieh, o sieh den bösen Lohn! –
Vorlage S. 16
438
Um schnöden Zwist schlugst du den edeln Sohn! –
Vorlage S. 16
439
TITUS.
Vorlage S. 16
440
Nein, törichter Tribun, nicht war's mein Sohn,
Vorlage S. 16
441
Noch du, noch diese Stifter jener Tat,
Vorlage S. 16
442
Die unserm ganzen Stamm zur Schmach gereicht! –
Vorlage S. 16
443
Unwürd'ger Bruder! Und unwürd'ge Söhne! –
Vorlage S. 16
444
LUCIUS.
Vorlage S. 16
445
Doch woll'n wir ihn bestatten, wie sich's ziemt;
Vorlage S. 16
446
Lasst Mutius ruhn in seiner Brüder Grab! –
Vorlage S. 16
447
TITUS.
Vorlage S. 16
448
Verräter, nein! Nicht hier in diesem Grab!
Vorlage S. 16
449
Fünfhundert Jahre stand dies Monument,
Vorlage S. 16
450
Das ich mit reichem Schmuck mir neu erbaut;
Vorlage S. 16
451
Hier ruhn in Ehren tapfre Krieger nur
Vorlage S. 16
452
Und Diener Roms, kein schnöd' im Zank Erschlagner. –
Vorlage S. 16
453
Begrabt ihn, wo ihr wollt, hier weigr' ich's euch.
Vorlage S. 16
454
MARCUS.
Vorlage S. 16
455
Mein Bruder, dies ist gottvergeßner Sinn:
Vorlage S. 16
456
Für meinen Neffen Mutius spricht sein Tun,
Vorlage S. 16
457
Er ruh' im Grab mit seinen Brüdern.
Vorlage S. 16
458
DIE SÖHNE DES TITUS.
Vorlage S. 16
459
Das soll er, oder alle folgen ihm!
Vorlage S. 16
460
TITUS.
Vorlage S. 16
461
Er soll? Wer war der Schurke, der so sprach?
Vorlage S. 17
462
QUINTUS.
Vorlage S. 17
463
Der's allenthalb behauptet, außer hier.
Vorlage S. 17
464
TITUS.
Vorlage S. 17
465
Was? willst du ihn bestatten, mir zum Trotz?
Vorlage S. 17
466
MARCUS.
Vorlage S. 17
467
Nein, edler Titus, doch von dir erflehn
Vorlage S. 17
468
Verzeihung deinem Mutius und ein Grab! –
Vorlage S. 17
469
TITUS.
Vorlage S. 17
470
Marcus, feindselig trafst auch du mein Haupt,
Vorlage S. 17
471
Kränkst meine Ehre gleich den Knaben hier.
Vorlage S. 17
472
Ihr alle habt als Feinde mich verletzt;
Vorlage S. 17
473
Stört mich hinfort nicht mehr, entfernt euch jetzt!
Vorlage S. 17
474
LUCIUS.
Vorlage S. 17
475
Er ist nicht bei sich selbst: so lasst uns gehn!
Vorlage S. 17
476
QUINTUS.
Vorlage S. 17
477
Nicht ich, bis Mutius hier bestattet ruht.
Vorlage S. 17
478
Der Bruder und die Söhne knieen.
Vorlage S. 17
479
MARCUS.
Vorlage S. 17
480
Bruder! denn mit dem Namen fleht Natur!
Vorlage S. 17
481
QUINTUS.
Vorlage S. 17
482
Vater! auch in dem Namen ruft Natur! –
Vorlage S. 17
483
TITUS.
Vorlage S. 17
Historische Darstellung von William Shakespeare
Kontextbild zum Werk. Historische Darstellung von William Shakespeare — Spätere künstlerische Darstellung; kein gesichertes Bildnis aus dem Leben. · Martin Droeshout · Public domain Bildquelle ↗
484
Schweig', wenn ich auf die andern hören soll!
Vorlage S. 17
485
MARCUS.
Vorlage S. 17
486
Erhabner Held, mehr denn mein halbes Ich ...
Vorlage S. 17
487
LUCIUS.
Vorlage S. 17
488
O Vater! Unser alle Seel' und Mark ...
Vorlage S. 17
489
MARCUS.
Vorlage S. 17
490
Hier in der Tugend Wohnsitz, Bruder, lass
Vorlage S. 17
491
Dem edlen Neffen mich ein Grab erflehn,
Vorlage S. 17
492
Der für die Ehr' und für Lavinien starb! –
Vorlage S. 17
493
Du bist ein Römer, sei denn kein Barbar:
Vorlage S. 17
494
Die Griechen, ausgesöhnt, begruben Ajax,
Vorlage S. 17
495
Der sich entleibt; Laertes' kluger Sohn
Vorlage S. 17
496
Sprach mildgesinnt für seine Totenfeier;
Vorlage S. 17
497
Drum weigre Mutius hier den Eintritt nicht,
Vorlage S. 17
498
Dem, der dein Liebling war!
Vorlage S. 17
499
TITUS.
Vorlage S. 17
500
Marcus, steh auf! –
Vorlage S. 17
501
Das ist der trübste Tag, den ich erlebt,
Vorlage S. 17
502
Entehrt von meinen Söhnen hier in Rom! –
Vorlage S. 17
503
Begrabt ihn denn; der nächste sei ich ihm!
Vorlage S. 17
504
Sie legen die Leiche in das Begräbnis.
Vorlage S. 17
505
LUCIUS.
Vorlage S. 17
506
Hier ruh' mit deinen Freunden, süßer Mutius,
Vorlage S. 17
507
Bis wir dein Grab geziert mir Kriegstrophä'n! –
Vorlage S. 17
508
ALLE
Vorlage S. 17
509
knieend.
Vorlage S. 17
510
Nicht einer wein' um unsern edlen Mutius;
Vorlage S. 17
511
Wer für die Tugend starb, der lebt in Ruhm.
Vorlage S. 17
512
MARCUS.
Vorlage S. 17
513
Bruder, – so trübe Schwermut zu zerstreun, –
Vorlage S. 17
514
Wie hat die schlaue Gotenkönigin
Vorlage S. 18
515
So schleunig sich den Weg gebahnt in Rom?
Vorlage S. 18
516
TITUS.
Vorlage S. 18
517
Ich weiß nicht, Marcus, weiß nur, dass es ist;
Vorlage S. 18
518
Ob plangemäß, ob nicht, wird einst enthüllt.
Vorlage S. 18
519
Doch ist sie nicht verpflichtet jenem Mann,
Vorlage S. 18
520
Der so weit her zum Glück sie hat geführt? –
Vorlage S. 18
521
Ja, und sie gibt ihm einst auch edlen Lohn! –
Vorlage S. 18
522
Trompetenstoß.
Vorlage S. 18
523
Von der einen Seite kommen der Kaiser, Tamora, Chiron, Demetrius und Aaron, der Mohr; von der andern Bassianus und Lavinia mit Gefolge.
Vorlage S. 18
524
SATURNINUS.
Vorlage S. 18
525
Bassianus, Ihr gewannt im Spiel den Preis;
Vorlage S. 18
526
Gott schenk' Euch Freud' an Eurer schmucken Braut!
Vorlage S. 18
527
BASSIANUS.
Vorlage S. 18
528
Und Euch an Eurer, Herr; mehr sag' ich nicht,
Vorlage S. 18
529
Noch wünsch' ich minder; und so lebt nun wohl!
Vorlage S. 18
530
SATURNINUS.
Vorlage S. 18
531
Verräter! Gilt Gesetz, gilt meine Macht,
Vorlage S. 18
532
Du und dein Anhang büßen diesen Raub.
Vorlage S. 18
533
BASSIANUS.
Vorlage S. 18
534
Raub nennt Ihr, Herr, nahm ich mein Eigentum,
Vorlage S. 18
535
Die mir verlobte Braut, und jetzt mein Weib? –
Vorlage S. 18
536
Doch lasst entscheiden unser röm'sches Recht;
Vorlage S. 18
537
Besitz' ich doch nun schon, was mir gehört.
Vorlage S. 18
538
SATURNINUS.
Vorlage S. 18
539
Vortrefflich, Herr! Ihr seid sehr kurz mit uns;
Vorlage S. 18
540
Doch, leb' ich, sind wir ganz so scharf mit Euch.
Vorlage S. 18
541
BASSIANUS.
Vorlage S. 18
542
Herr, was ich tat, muss ich, so gut ich's kann,
Vorlage S. 18
543
Vertreten, kostet's auch das Leben mir.
Vorlage S. 18
544
Nur dies noch sag' ich deiner Majestät:
Vorlage S. 18
545
Bei allen Pflichten für mein Vaterland,
Vorlage S. 18
546
Den würd'gen Mann, den edlen Titus hier,
Vorlage S. 18
547
An Ehr' und Namen hast du ihn gekränkt!
Vorlage S. 18
548
Denn nur um dir Lavinien zu befrein,
Vorlage S. 18
549
Erschlug er selber ja den jüngsten Sohn
Vorlage S. 18
550
Aus edlem Eifer und von Zorn erfüllt,
Vorlage S. 18
551
Weil Einspruch hemmte, was er frei geschenkt;
Vorlage S. 18
552
Drum nimm ihn auf zu Gnaden, Saturnin,
Vorlage S. 18
553
Der sich in allem Tun durchaus bewährt
Vorlage S. 18
554
Als Freund und Vater gegen dich und Rom.
Vorlage S. 18
555
TITUS.
Vorlage S. 18
556
Prinz Bassianus, sei mein Anwalt nicht;
Vorlage S. 18
557
Du bist's und jene dort, die mich entehrt;
Vorlage S. 18
558
Rom und der ew'ge Himmel richten mich,
Vorlage S. 19
559
Wie treu ich ehrt' und liebte Saturnin!
Vorlage S. 19
560
TAMORA.
Vorlage S. 19
561
Mein edler Herr, wenn je dein fürstlich Aug'
Vorlage S. 19
562
Mit Wohlgefallen blickt' auf Tamora,
Vorlage S. 19
563
So höre jetzt mein unparteiisch Wort,
Vorlage S. 19
564
Und, Liebster, alles, was geschehn, vergib!
Vorlage S. 19
565
SATURNINUS.
Vorlage S. 19
566
Was? offenbar mißhandelt und entehrt,
Vorlage S. 19
567
Soll ich die Kränkung dulden ungerächt?
Vorlage S. 19
568
TAMORA.
Vorlage S. 19
569
Nicht also, Herr! Das woll'n die Götter nicht,
Vorlage S. 19
570
Dass ich, dich zu entehren, sollte flehn!
Vorlage S. 19
571
Nein, meine Ehre setz' ich dir zum Pfand,
Vorlage S. 19
572
Den wackern Titus find' ich ohne Schuld;
Vorlage S. 19
573
Sein unverstellter Zorn spricht seinen Schmerz:
Vorlage S. 19
574
Drum mir zur Liebe sieh ihn gnädig an;
Vorlage S. 19
575
Nicht bring' ein Wahn dich um den tapfern Freund,
Vorlage S. 19
576
Noch trüb' ein finstrer Blick sein edles Herz! –
Vorlage S. 19
577
Beiseit.
Vorlage S. 19
578
Nimm Rat an, mein Gemahl; gib endlich nach,
Vorlage S. 19
579
Verbirg nur alle Kränkung, allen Gram;
Vorlage S. 19
580
Du bist erst neu gepflanzt auf deinen Thron;
Vorlage S. 19
581
Deshalb, damit nicht Roms Senat und Volk
Vorlage S. 19
582
Nach beßrer Einsicht Titus' Anhang mehrt
Vorlage S. 19
583
Und von dir abfällt deines Undanks halb
Vorlage S. 19
584
(Den Rom als schwere Sünde stets gehaßt),
Vorlage S. 19
585
Gib nach den Bitten, lass die Sorge mir:
Vorlage S. 19
586
Ich will sie all' ermorden, find' ich Zeit,
Vorlage S. 19
587
Vertilgen ihren Stamm und ganz Geschlecht,
Vorlage S. 19
588
Den wüt'gen Vater und die grimmen Söhne,
Vorlage S. 19
589
Die ich um meines Kindes Leben bat;
Vorlage S. 19
590
Dann sehn sie, was es sei, wenn Königinne
Vorlage S. 19
591
Im Staube knien und Gnade nicht gewinnen. –
Vorlage S. 19
592
Laut.
Vorlage S. 19
593
Komm, teurer Kaiser, komm, Andronicus, –
Vorlage S. 19
594
Heb' auf den guten Greis, tröst' ihm sein Herz,
Vorlage S. 19
595
Das hinwelkt in dem Sturme deines Zorns!
Vorlage S. 19
596
SATURNINUS.
Vorlage S. 19
597
Auf, Titus! Meine Kais'rin hat gesiegt.
Vorlage S. 19
598
TITUS.
Vorlage S. 19
599
Dank deiner Hoheit, gnäd'ger Fürst, und ihr.
Vorlage S. 19
600
Dein Wort, dein Blick beleben mich aufs neu'.
Vorlage S. 19
601
TAMORA.
Vorlage S. 19
602
Titus, ich bin jetzt einverleibt in Rom,
Vorlage S. 19
603
Als Römerin nun glücklich anerkannt,
Vorlage S. 19
604
Und muss dem Kaiser raten für sein Wohl.
Vorlage S. 20
605
Heut sterbe jeder Groll, Andronicus; –
Vorlage S. 20
606
Und sei's mein schönster Ruhm, du tapfrer Held,
Vorlage S. 20
607
Dass ich mit dir die Freunde heut versöhnt! –
Vorlage S. 20
608
Was Euch betrifft, Prinz Bassian, so bürgt
Vorlage S. 20
609
Mein Wort und Pfand dem Kaiser, unserm Herrn,
Vorlage S. 20
610
Dass Ihr nachgiebig milder Euch betragt. –
Vorlage S. 20
611
Getrost, ihr Herrn! Auch Ihr, Lavinia! –
Vorlage S. 20
612
Folgt meinem Rat, und reuig auf den Knie'n
Vorlage S. 20
613
Erfleht Verzeihn von Seiner Majestät!
Vorlage S. 20
614
LUCIUS.
Vorlage S. 20
615
Wir tun's, und schwören hier vor Seiner Hoheit,
Vorlage S. 20
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Dass wir in guter Absicht nur gestrebt,
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Für unsrer Schwester Ehr' und unsre Pflicht.
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MARCUS.
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Das gleiche hier verbürg' ich auf mein Wort.
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SATURNINUS.
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Hinweg und schweigt; belästigt uns nicht mehr! –
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TAMORA.
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Nein, güt'ger Fürst, wir müssen Freunde sein;
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MARCUS und seine Neffen knien vor dir:
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625
Ich will nicht Weig'rung. Liebster, komm zurück!
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626
SATURNINUS.
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627
Marcus, für deinen Bruder und dich selbst,
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Und meiner holden Tamora zu Gunst,
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Verzeih' ich dieser jungen Männer Schuld.
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Steht auf!
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631
Lavinia, flohst du gleich mich als 'nen Knecht.
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632
Fand ich doch Gunst und schwur den höchsten Eid,
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633
Ich schied' als Junggesell nicht vom Altar.
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634
Kommt, hat der Palast für zwei Bräute Raum,
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635
Lavinia, mit den Deinen sei mein Gast! –
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636
Heut sei ein Tag der Liebe, Tamora!
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637
TITUS.
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638
Und morgen, wenn es meinem Herrn gefällt,
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639
Mit mir zu jagen Panthertier und Hirsch,
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640
Mit Horn und Hund bring' ich den Morgengruß.
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641
SATURNINUS.
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642
Titus, so sei es, und wir danken dir.
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643
Alle ab.
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Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Hier gönnt der Got' …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

3. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Und willst du der Natur der Götter nahn,«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

4. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Und morgen gäb' ich Kron' und Leben auf«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Ergib dich, Fürstin, fass' dich in Geduld! – Hier stehn die Brüder derer, die dein Volk Lebend und tot sah; den Erschlagnen heischt Ein Totenopfer frommes Pflichtgefühl;« B: »Gilt Gesetz, gilt meine Macht, Du und dein Anhang büßen diesen Raub.« C: »Lavinia, Euch missfällt nicht, was ich sprach?«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗

9. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Gib nach den Bitten, lass die Sorge mir: Ich will sie all' …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Ordne diese Textstelle in den Zusammenhang ein: »Edle Patrizier, Schirmer meines Rechts,«. Was geschieht oder wird hier besprochen? Erkläre in drei bis fünf Sätzen auch, was davor und danach wichtig ist.

Impulse zur Selbstprüfung

Lies die verlinkte Stelle mit ihrer Umgebung. Trenne ausdrücklich Gesagtes von Vermutungen.

  • Situation oder Gedanke verständlich erklärt
  • Mindestens ein passender Textbeleg
  • Eigene Formulierungen statt bloßer Abschrift
Textstelle nachlesen ↗

2. Vergleiche die beiden Ausschnitte: »Edle Patrizier, Schirmer meines Rechts,« und »Vertilgen ihren Stamm und ganz Geschlecht,«. Welche Entwicklung, Gemeinsamkeit oder Spannung erkennst du? Begründe mit beiden Textstellen.

Impulse zur Selbstprüfung

Auch eine gleichbleibende Haltung ist ein mögliches Ergebnis. Erfinde keine Entwicklung, wenn sie sich aus dem Text nicht belegen lässt.

  • Beide Ausschnitte im Zusammenhang gelesen
  • Eine Gemeinsamkeit oder einen Unterschied erläutert
  • Deutung und wörtlichen Beleg unterschieden
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

3. Untersuche die sprachliche Wirkung dieses Ausschnitts: »ich dir den Dank, den du verdienst,«. Wähle ein auffälliges Wort, ein Bild oder eine Formulierung. Erkläre seine Wirkung und begründe eine mögliche andere Lesart.

Impulse zur Selbstprüfung

Es gibt nicht nur eine richtige Interpretation. Prüfe beide Lesarten am Kapitel und benenne, was offen bleibt.

  • Sprachliches Merkmal am Wortlaut benannt
  • Wirkung als begründete Deutung formuliert
  • Alternative Lesart oder Grenze der Deutung erklärt
Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Edle Patrizier, Schirmer meines Rechts,«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Erfahre Rom; und wenn ich je vergaß«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Titus, so sei es, und wir danken dir.«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autor und namentlich belegte Übersetzung sind nach den geprüften Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. TextGrid und www.editura.de stellen Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE bereit.

Titus Andronicus

William Shakespeare: Sämtliche Werke in vier Bänden. Band 3, Herausgegeben von Anselm Schlösser. Berlin: Aufbau, 1975. Shakespeare, William 6- Berlin

Das Werk Titus Andronicus von Shakespeare, William ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; underlying texts public domain per source Lizenz

Originalsprache · Englisch

Englischer Originaltext in der digitalen Project-Gutenberg-Ausgabe. Die Vorlage nennt keine historische Druckausgabe. Unterschiedliche Bühnenfassungen, Szenenteilungen und historische Übersetzungen können voneinander abweichen. Keine Behauptung einer Erstfassung oder zeilengetreuen Entsprechung. Wortlaut, Rechtschreibung und Interpunktion dieser Quelle bleiben erhalten; nur HTML-Layout wird in Lesetext übertragen.

William Shakespeare: Titus Andronicus. Project Gutenberg eBook 1507. Originalsprache Englisch; digitale Quelle unverändert archiviert.

Autorschaft und Ausgabe: William Shakespeare

Originaltext und Ausgabe ↗ · Project Gutenberg · Lizenz und Nutzungsbedingungen

Die Fassungen folgen den jeweils angegebenen Quellen; ihre Gliederung kann abweichen.

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.