Die Vertreter eines Sittlichkeitsvereins wollen die öffentliche Moral verteidigen und geraten dabei in Widerspruch zu ihrem eigenen Verhalten. Die Komödie macht gesellschaftliche Doppelmoral und die Macht des Ansehens sichtbar.
KomödieKlasse 11–135 Abschnitte
Historisches Bildnis von Ludwig Thoma — Bildnis zur Autorschaft; keine Szene aus dem Buch. · Karl Klimsch · Public domainBildquelle ↗
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Ein Lohndiener ist am Kaffeetisch beschäftigt; ein zweiter öffnet die Flügeltüre links. Man hört Stimmengewirr, Stühlerücken. Dann kommen durch die Flügeltüre Bolland mit Frau Beermann, Beermann mit Frau Bolland, Dr. Hauser mit Effie, Wasner mit Frl. Koch-Pinneberg; Dobler. Allgemeines: Mahlzeit! Wasner teilt nach allen Seiten turnerische Händedrücke aus; geht zu Frau Beermann: Ich wünsche gesegnete Mahlzeit!
Sehen Sie mal! Das wusste ich gar nicht. So ... Pfannenflicker? Aber sagen Sie, wie kommt Ihnen dann das Leben hier vor? So ... Das großstädtische ... elegante?
Wun-der-voll! Das ist ganz wundervoll gesagt. Man sieht es förmlich. Überhaupt, Herr Dobler, ich muss Ihnen sagen, Ihr Roman! Mein Mann und ich, wir reden den ganzen Tag davon.
Ja, wenn man soviel Geld hat, dass man sich wenigstens ein Stück Brot kaufen kann. Aber es kommt auch anders. Wir waren damals zu dritt und sind von Basel aufwärts, einmal links und einmal rechts über den Rhein. In Worms ging uns das Geld aus, und da war nichts zu machen, als fechten.
Ja nu! Trinkt. Die Empfindlichkeit verliert sich. Das erstemal will's nicht gehen, aber dann lernt sich's. Einen heißen Tag auf der Landstraße, dass man jeden Nagel spürt. Und der Staub verklebt die Augen, und immer weiter und weiter. Dann kommt der Abend. Vor einem liegt das Dorf, aus allen Schornsteinen raucht es und heimelt an. Da zieht man den Hut und bettelt um die warme Suppe. Kleine Pause.
Bolland hat sich auf das Sofa gesetzt; Hauser, Dobler setzen sich auf Stühle. Beermann nimmt sich eine neue Zigarre. Ein Lohndiener geht ins Musikzimmer; wenn er die Tür öffnet, hört man Töne eines Pianos.
Der aber nicht immer der reiche Kommerzienrat war. Sich zu Dobler wendend. Stellen Sie sich vor, eine Winterlandschaft. Strenge Kälte, alles in Schnee gehüllt, grauer Himmel. Es schneit und schneit, da geht, oder, besser gesagt, da wankt auf der Straße von Perleberg, die durch den Perleberger Forst führt, ein junger Mensch. Ein halbverhungerter, junger Mensch.
Macht affektiert eine Pause und klopft die Asche von der Zigarre. Aus dem Musikzimmer kommt der Lohndiener herein, holt ein Glas Wasser und geht wieder hinaus. Während er die Türe offen läßt, hört man Professor Wasner singen. Tremolierender Baßbariton.
Die Flocken fallen dichter und dichter, und weil der junge Mensch par tout nichts im Magen hatte, bekommt er 'ne Schwäche und setzt sich auf ein Bündel Reisig und schläft ein. Zum größten Glück kommt ein Perleberger Bürger des Wegs und sieht den halb eingeschneiten Jungen und nimmt ihn mit heim. Pausiert. Und dieser Junge wurde späterhin mein Vater ...
Ich gebe mein Ehrenwort, dass die Sache so war. Zu Dobler. Sie sollten sich den Stoff nicht entgehen lassen. Wie er das Geschäft gründete, und wie es allmählich wuchs und wuchs ... Frau Beermann kommt aus dem Musikzimmer. Man hört den Professor tremolieren. »Behüt dich Gott, es hat nicht sollen sein.« Dann wieder still.
Das ist's ja, was ich sage. Immer diese Armeleutegeschichten! Aber dass 'n Mensch mal ordentlich verdient, dass 'n Mensch was wird, das ist doch auch poetisch!
Dann müssen wir uns eilen. Es ist höchste Zeit. Adieu, gute Frau Beermann. Es war recht pracht – voll bei Ihnen. Adieu, Frau Lund, es war zu hübsch, dass ich Sie noch gesehen habe. Adieu! Adieu! – Adolf!
Wir fahren um acht ins Theater. Der Wiener Gast soll großartig sein. Ab nach links. Effie und Fräulein Koch hinter ihr. Frau Bolland bleibt an der Türe stehen.
Frau Lund hat sich auf das Sofa gesetzt, rechts neben ihr Frau Beermann. Beermann und Bolland haben gegenüber auf Stühlen Platz genommen. An das Sofa gelehnt neben Frau Beermann steht Hauser. Hinter Bolland steht Wasner.
Natürlich verloren. Ich stelle doch die Welt nicht auf den Kopf. Aber sagen Sie, Beermann, was erlebt man hier für Überraschungen! Sie sind Kandidat für den Reichstag?
Ich will Ihnen was sagen, lieber Herr Justizrat, wenn man im Leben steht, das ist mehr wert als Bücherweisheit. Wir haben überhaupt zu viel Juristen. Das ist unser Unglück.
Ich habe eine Seifenfabrik, wie Ihnen wohl bekannt ist. Ich beschäftige vierhundertzweiundsechzig Arbeiter; sage und schreibe mit Worten vierhundertzwei – und sechzig Arbeiter, deren Wohl und Wehe in meiner Hand liegt. Ja, glauben Sie, das verlangt keine Umsicht?
Kontextbild zum Werk. Historisches Bildnis von Ludwig Thoma — Bildnis zur Autorschaft; keine Szene aus dem Buch. · Karl Klimsch · Public domainBildquelle ↗
Auf der Welt ist mir nichts so zuwider wie ein Bußprediger. Aber wenn's einer schon sein will ... Dann muss er nach dem alten Rezept Heuschrecken essen. Mit Moselwein und Hummerscheren stimmt's nicht.
Ich muss sagen, das ist bedauerlich, wenn eine schöne große Bewegung so abgetan wird mit ein paar Worten. Das verbittert einen, der ehrlich an der Gesundung unseres Volkes arbeitet.
Man kann sich leicht darüber lustig machen. Ich habe früher selbst solche Witze gemacht; aber wenn man die Sache von der ernsten Seite nimmt, wenn einem erst die Augen geöffnet werden ...
Ich kann nichts dafür. Das Leben hat sie aufgefressen. Ich habe gesehen, dass alle Grundsätze Löcher haben, durch die man sich und seine Lieben schlüpfen lässt. Und man hat also nur die Wahl, seine Grundsätze ehrlich aufzugeben, oder sie unehrlich auf andere anzuwenden.
Vielleicht kommen wir zu einem abschließenden Urteil, wenn wir sagen: Es ist das schöne Vorrecht der Frauen, dass Ihnen gewisse Dinge fremd bleiben dürfen, mit denen uns – leider – das Leben bekannt macht.
Ich bitte, mich einen Augenblick nicht zu unterbrechen. Ich sage allerdings: leider. Seit vier Jahren verfolge ich aufmerksam die obszöne Produktion, und ich habe davon eine Sammlung angelegt, die heute wohl die vollständigste ist. Ich rede also von einer Sache, über die ich genau informiert bin. Sich steigernd. Es ist unglaublich, bis zu welchem Gipfel der Gemeinheit man heute gelangt ist!
Wo soll denn die Rettung sein? Man wird immer mit Erfolg auf die Geschmacklosigkeit spekulieren. Das beweisen auch die sittlichen Kunstwerke, die gefallen.
Ich brauche Ihre Galerie nicht zu sehen. Ich sage Ihnen nur, dass mich das schmutzigste Bild nicht stärker abstoßen könnte als die Art, wie Sie in Ihren Versammlungen reden.
Die seelischen Nuditäten sind ekelhaft; nicht die körperlichen. Kein Laster ist so widerwärtig wie die Tugend, die sich vor der Öffentlichkeit entblößt. Das Laster hat doch wenigstens die Scham sich zu verstecken!
Sehr ernst. Ein junger Mann kommt vielleicht doch dazu, dass er für das schlechte Geschöpf – wie Sie sagen – Mitleid empfindet. Dann hat er etwas Wirkliches für seine Moral gewonnen. Und bliebe ihm das als tiefer Eindruck, dann hätte ihm das Geschöpf eine bessere Lehre gegeben als irgendwer mit schönen Worten.
Natürlich, die Universitätsprofessoren, die bei uns sind, und die Konsistorialräte ... oder ein General ... die verderben selbstverständlich die Jugend! Im Gegensatz zu den braven Mädchen!
Dass der junge Mensch Selbstgerechtigkeit für eine gute Sache ansieht, dass er sich Härte angewöhnt, dass er sich für immer die Möglichkeit nimmt, das Leben zu verstehen und ein hilfreicher Mensch zu werden.
Und dann sage ich als Lehrer der Jugend: ich wünsche von Herzen, sie möge auch fernerhin, und sie möge immer mehr ihre Ideale bei hochgesinnten Männern suchen, und nicht in dunkeln Gassen!
Es ist immer das Alte. Man soll nicht mit Frauen streiten, weil man nie recht bekommt. Er setzt sich auf den Spieltisch. Bolland ist aufgestanden und setzt sich neben ihn.
Ich möchte das Thema nicht noch einmal berühren; aber wenn Sie vielleicht den Eindruck gewonnen haben, dass ich in dieser Sache einseitig urteile, so gebe ich Ihnen das sofort zu.
Im Moment! Zu den andern. Das gibt für mich den Ausschlag. Das Mark unseres Volkes erhalten, und darin weiß ich mich sicher gegen alle Scheingründe; denn dieses Streben ist zum mindesten ...
Für mich gibt es nur ein Ideal. Das Tacitus einst bei unserm Volke gefunden hat. Quamquam severa illic martrimonia nec ullam morum partem magis laudaveris. Lässt abheben und gibt. Die eheliche Sitte ist streng, und sie bildet wohl die achtungswerteste Seite germanischer Zustände. Nam prope soli Barbarorum singulis uxoribus contenti sunt. Die Germanen sind fast das einzige Barbarenvolk, welches sich mit einem Weibe begnügt.
Ja, und warum haben wir uns eigentlich echauffiert? Die sind uns über. Erst rühren sie Weltanschauungen um, dann holen sie sich Karten und kehren zu ihrer natürlichen Beschäftigung zurück.
Und daheim kann man darüber lachen. Bloß die arme Regierung ist übel daran; die muss ein feierliches Gesicht dazu machen und manches tun, was sie nicht will.
Jawohl hier. Man hat gestern eine Frau verhaftet, die ein sehr gastfreies Haus führte. Aber ich vermute, dass der Polizei der Fund zu reichlich sein wird. Die Dame hat sehr gutes Publikum bei sich gesehen.
Aber Beermann, warum haben Sie den blauen Jungen nicht gebracht? Wenn Sie den blauen Jungen bringen, und dann Treff acht, dann komme ich mit Treff und Treff und nischt wie Treff ...
Sie machen keine Vierzig, wenn Beermann seinen blauen Jungen bringt und dann Treff acht. Ich spiele meine Foße an; er kommt in Stich und muss Ihren letzten Atout holen, und dann kommt Treff und Treff ...
Ja, solche Laster ziehen immer einen Schweif von Tugend nach sich. Und in diesem Fall ist es besonders schlimm, weil die Dame ein Tagebuch geführt hat, und dieses Tagebuch hat man gefunden.
2. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Und der Staub […] die Augen, und immer weiter und weiter.«
6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse.
A: »Davon hat man nun eigentlich gar keine Ahnung!«
B: »An Heuschrecken kann ich mich nicht mehr gewöhnen.«
C: »Warum sagt man Volkscharakter für schlechte Manieren?«
7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Ich sage Ihnen nur, dass mich das schmutzigste Bild nicht stärker …«
8. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Dass der junge Mensch […] für eine gute Sache ansieht, dass er sich Härte angewöhnt, dass er sich für immer die Möglichkeit nimmt, das Leben zu verstehen und ein hilfreicher Mensch zu werden.«
9. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »Weil« in diesem Textausschnitt? »Weil sie den Glauben an die bevorzugte Menschheit nicht erschüttern darf.«
2Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte
1. Ordne diese Textstelle in den Zusammenhang ein: »gleiche reden wie gestern bei den Konservativen«. Was geschieht oder wird hier besprochen? Erkläre in drei bis fünf Sätzen auch, was davor und danach wichtig ist.
Impulse zur Selbstprüfung
Lies die verlinkte Stelle mit ihrer Umgebung. Trenne ausdrücklich Gesagtes von Vermutungen.
2. Vergleiche die beiden Ausschnitte: »gleiche reden wie gestern bei den Konservativen« und »Weil sie den Glauben an die bevorzugte Menschheit nicht erschüttern darf.«. Welche Entwicklung, Gemeinsamkeit oder Spannung erkennst du? Begründe mit beiden Textstellen.
Impulse zur Selbstprüfung
Auch eine gleichbleibende Haltung ist ein mögliches Ergebnis. Erfinde keine Entwicklung, wenn sie sich aus dem Text nicht belegen lässt.
Beide Ausschnitte im Zusammenhang gelesen
Eine Gemeinsamkeit oder einen Unterschied erläutert
3. Untersuche die sprachliche Wirkung dieses Ausschnitts: »An Heuschrecken kann ich mich nicht mehr gewöhnen.«. Wähle ein auffälliges Wort, ein Bild oder eine Formulierung. Erkläre seine Wirkung und begründe eine mögliche andere Lesart.
Impulse zur Selbstprüfung
Es gibt nicht nur eine richtige Interpretation. Prüfe beide Lesarten am Kapitel und benenne, was offen bleibt.
Sprachliches Merkmal am Wortlaut benannt
Wirkung als begründete Deutung formuliert
Alternative Lesart oder Grenze der Deutung erklärt
3Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte
Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.
Niveau 1 · Einstieg
1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Sie kriegen zweitausend Stimmen mehr als der Sozialdemokrat.«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.
Impulse zur Selbstprüfung
Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.
Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Sie würden jedes Wort unterschreiben, das in unsern Satzungen steht.«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.
Impulse zur Selbstprüfung
Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.
Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Ja, bin ich Präsident des Sittlichkeitsvereins oder bin ich es nicht?«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.
Impulse zur Selbstprüfung
Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.
Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
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Moral
Ludwig Thoma: Gesammelte Werke in sechs Bänden. Erweiterte Neuausgabe. Textredaktion: Albrecht Knaus, München: Piper, 1968. Thoma, Ludwig 313- München
Das Werk Moral von Thoma, Ludwig ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.
Unveränderte deutsche Quellfassung; die andere Spalte bietet eine gesonderte Lesefassung. Beide Ansichten gehören zu demselben Werk.
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Ludwig Thoma: Gesammelte Werke in sechs Bänden. Erweiterte Neuausgabe. Textredaktion: Albrecht Knaus, München: Piper, 1968. Thoma, Ludwig 313- München
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