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Buch - Libussa - Grillparzer, Franz

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Originalwerk · Lesefassung

Libussa

Grillparzer, Franz · 1825–1848

Libussa von Grillparzer, Franz. Volltext der angegebenen Ausgabe mit textbezogenen Leseaufgaben.

DramaKlasse 9–10 · 11–137 Abschnitte
Porträt von Grillparzer, Franz; Kontextbild zur Autorin oder zum Autor, keine Szene aus dem Buch.
Porträt · Grillparzer, Franz · Josef Kriehuber · Public domain Bildquelle ↗
Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und Wertvorstellungen im Unterricht einordnen.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Abschnitt 3 von 7

1. Akt

1
Erster Aufzug
Vorlage S. 258
2
Offener Platz im Walde. Rechts im Vorgrunde eine Hütte. Daneben brennt ein Feuer.
Vorlage S. 258
3
PRIMISLAUS
Vorlage S. 258
4
an der Tür der Hütte horchend.
Vorlage S. 258
5
Bist du schon fertig?
Vorlage S. 258
6
LIBUSSA
Vorlage S. 258
7
von innen.
Vorlage S. 258
8
Nein.
Vorlage S. 258
9
PRIMISLAUS
Vorlage S. 258
10
nach vorn kommend.
Vorlage S. 258
11
Ihr Götter!
Vorlage S. 258
12
Ist es denn wahr? und ist es wirklich so?
Vorlage S. 258
13
Dass ich im Walde ging, längshin am Gießbach,
Vorlage S. 258
14
Und nun ein Schrei in meine Ohren fällt,
Vorlage S. 258
15
Und eines Weibes leuchtende Gewande,
Vorlage S. 258
16
Vom Strudel fortgerafft, die Nacht durchblinken.
Vorlage S. 258
17
Ich eile hin und fasse sie und trage
Vorlage S. 258
18
Die süße Beute, laue Tropfen regnend,
Vorlage S. 258
19
Hierher; und sie erholt sich, und ich löse
Vorlage S. 258
20
Die goldnen Schuhe selbst ihr von den Füßen
Vorlage S. 258
21
Und breit ins Gras den schwergesognen Schleier,
Vorlage S. 258
22
Und meine Hütt empfängt den teuern Gast.
Vorlage S. 258
23
Glückselige, ihr meiner Schwester Kleider,
Vorlage S. 258
24
Die sie getragen und mir sterbend ließ,
Vorlage S. 258
25
Ihr werdet dieser Hohen Leib umhüllen
Vorlage S. 258
26
Und näher sie mir zaubern, die so fern.
Vorlage S. 258
27
LIBUSSA
Vorlage S. 258
28
in ländlicher Tracht aus der Hütte tretend.
Vorlage S. 258
29
Hier bin ich, und verwandelt, wie du siehst.
Vorlage S. 258
30
Des Bauern Kleider hüllen minder warm nicht
Vorlage S. 258
31
Als eines Fürsten Rock; insoweit, merk ich,
Vorlage S. 258
32
Sind sie sich gleich.
Vorlage S. 258
33
PRIMISLAUS.
Vorlage S. 258
34
Du Hohe, Herrliche!
Vorlage S. 258
35
Wie zierst du diese ländlich niedre Tracht!
Vorlage S. 258
36
Das Bild der Schwester, die mir kaum entschwand,
Vorlage S. 258
37
Es tritt in dir neu atmend mir entgegen,
Vorlage S. 258
38
Dasselbe Bild, doch lieblicher, gewiss.
Vorlage S. 258
39
LIBUSSA.
Vorlage S. 258
40
Auch für die Kleider Dank! du mein Erretter!
Vorlage S. 258
41
Wenn Rettung ja, wo die Gefahr nicht groß.
Vorlage S. 258
42
Ich half mir selbst, glaub nur! erschienst du nicht.
Vorlage S. 258
43
Doch nun erfülle ganz dein schönes Wort
Vorlage S. 258
44
Und bring mich zu den Meinen, wie du wolltest.
Vorlage S. 258
45
PRIMISLAUS.
Vorlage S. 259
46
Dein edler Leib, bedarf er nicht der Ruh?
Vorlage S. 259
47
LIBUSSA.
Vorlage S. 259
48
Ich hab geruht, nun ruft mich ein Geschäft.
Vorlage S. 259
49
PRIMISLAUS.
Vorlage S. 259
50
Bei dem ein Helfer dich nicht fördert?
Vorlage S. 259
51
LIBUSSA.
Vorlage S. 259
52
Nein.
Vorlage S. 259
53
PRIMISLAUS.
Vorlage S. 259
54
Du hast den Ort bezeichnet, der dein Ziel.
Vorlage S. 259
55
Geleiten sollt ich zu drei Eichen dich,
Vorlage S. 259
56
Die auf dem Hügel stehn am Weg nach Budesch.
Vorlage S. 259
57
Ist dort dein Haus?
Vorlage S. 259
58
LIBUSSA.
Vorlage S. 259
59
Dort nicht.
Vorlage S. 259
60
PRIMISLAUS.
Vorlage S. 259
61
Vielleicht von da aus
Vorlage S. 259
62
Erkennst du selbst den Weg?
Vorlage S. 259
63
LIBUSSA.
Vorlage S. 259
64
So ists.
Vorlage S. 259
65
PRIMISLAUS.
Vorlage S. 259
66
Und ich
Vorlage S. 259
67
Soll dort dem Ungefähr dich übergeben,
Vorlage S. 259
68
Das niemals wohl uns mehr zusammenführt?
Vorlage S. 259
69
LIBUSSA.
Vorlage S. 259
70
Der Menschen Wege kreuzen sich gar vielfach
Vorlage S. 259
71
Und leicht begegnet sich Getrennter Pfad.
Vorlage S. 259
72
PRIMISLAUS.
Vorlage S. 259
73
Du bist kein Weib, um das man werben könnte?
Vorlage S. 259
74
LIBUSSA.
Vorlage S. 259
75
Du hasts erraten.
Vorlage S. 259
76
PRIMISLAUS.
Vorlage S. 259
77
Und, verbeuts dein Stand,
Vorlage S. 259
78
Sinds andre Gründe, die's verbieten?
Vorlage S. 259
79
LIBUSSA.
Vorlage S. 259
80
Beides.
Vorlage S. 259
81
Nun noch einmal: gedenke deines Worts
Vorlage S. 259
82
Und führe mich aus dieses Waldes Schlünden
Vorlage S. 259
83
Zum Ziele meines Weges, das du kennst.
Vorlage S. 259
84
PRIMISLAUS.
Vorlage S. 259
85
Wohl, du gebeutst und ich muss dir gehorchen.
Vorlage S. 259
86
Dort angebunden steht mein wackres Roß,
Vorlage S. 259
87
Gefällts dir, so besteig es, und ich leite
Vorlage S. 259
88
Am Zügel es den Trennungs-Eichen zu.
Vorlage S. 259
89
Den Trennungs-Eichen! Wohl für immer. Seis denn!
Vorlage S. 259
90
Dein Schmuck liegt hier im Grase rings verstreut.
Vorlage S. 259
91
Der Schleier da, die goldnen Schuhe hier,
Vorlage S. 259
92
Des Gürtels reiche Ketten aufgesprengt
Vorlage S. 259
93
Und in zwei Stücken ein so schönes Ganze.
Vorlage S. 259
94
Ich samml es dir und trag es dienend nach,
Vorlage S. 259
95
Bis an dem Ort der Trennung dus erhältst.
Vorlage S. 259
96
Und kehr ich wieder in die heimsche Hütte,
Vorlage S. 259
97
Ist deines Daseins jede Spur verweht,
Vorlage S. 259
98
Das Gras selbst, wo du tratest, es ersteht,
Vorlage S. 259
99
Und wie ein Träumender nach seines Traums Entschwinden,
Vorlage S. 260
100
Frag ich mich selbst: wie wars? und weiß mich nicht zu finden.
Vorlage S. 260
101
Komm denn!
Vorlage S. 260
102
LIBUSSA.
Vorlage S. 260
103
Noch eins vorerst, das ich vergaß.
Vorlage S. 260
104
Sie geht in die Hütte.
Vorlage S. 260
105
PRIMISLAUS.
Vorlage S. 260
106
Ich will ein Zeichen nehmen meiner Tat,
Vorlage S. 260
107
Daran ich sie, sie mich dereinst erkennt,
Vorlage S. 260
108
Denn sie verhehlt, ich sehs, mit Fleiß ihr edles Selbst.
Vorlage S. 260
109
Des Gürtels goldnen Ketten eingefügt
Vorlage S. 260
110
Seh ich ein Kleinod, wohl nicht reich zumeist,
Vorlage S. 260
111
Allein beprägt mit Bildern und mit Sprüchen;
Vorlage S. 260
112
Das lös ich los und wahre mirs als Pfand,
Vorlage S. 260
113
Das Namen mir enthüllt und Stamm und Haus und Stand.
Vorlage S. 260
114
Er steckt das Kleinod in den Busen und sammelt Libussens übriges Geräte.
Vorlage S. 260
115
Libussa kommt zurück, ein Körbchen mit Kräutern tragend.
Vorlage S. 260
116
LIBUSSA.
Vorlage S. 260
117
Sieh mich zurück!
Vorlage S. 260
118
PRIMISLAUS.
Vorlage S. 260
119
Und mich bereit.
Vorlage S. 260
120
LIBUSSA.
Vorlage S. 260
121
Wohlan!
Vorlage S. 260
122
Wo ist dein Pferd?
Vorlage S. 260
123
PRIMISLAUS.
Vorlage S. 260
124
Sieh, dort!
Vorlage S. 260
125
LIBUSSA.
Vorlage S. 260
126
So komm!
Vorlage S. 260
127
PRIMISLAUS.
Vorlage S. 260
128
Mit Gott!
Vorlage S. 260
129
Sie gehen. Primislaus Libussas Gewande tragend.
Vorlage S. 260
130
Pause. Dann kommt Wlasta, mit einem Jagdspieße bewaffnet, von der linken Seite.
Vorlage S. 260
131
WLASTA.
Vorlage S. 260
132
Und nirgends Menschen? – Doch! Hier eine Hütte.
Vorlage S. 260
133
An die Türe schlagend.
Vorlage S. 260
134
Ihr drin im Hause! – Keine Antwort?
Vorlage S. 260
135
Nachdem sie die Türe geöffnet.
Vorlage S. 260
136
Leer!
Vorlage S. 260
137
Und wieder keine Spur und keine Kunde.
Vorlage S. 260
138
Dobromila tritt im Hintergrunde auf.
Vorlage S. 260
139
WLASTA.
Vorlage S. 260
140
Wer schreitet dort?
Vorlage S. 260
141
DOBROMILA.
Vorlage S. 260
142
Hallo! Libussas Mägde!
Vorlage S. 260
143
WLASTA.
Vorlage S. 260
144
Libussas Mägde hier!
Vorlage S. 260
145
DOBROMILA.
Vorlage S. 260
146
Bist dus, o Wlasta?
Vorlage S. 260
147
WLASTA.
Vorlage S. 260
148
Ich bins. Suchst du die Fürstin?
Vorlage S. 260
149
DOBROMILA.
Vorlage S. 261
150
Wohl, Libussa.
Vorlage S. 261
151
WLASTA.
Vorlage S. 261
152
Und keine Spur?
Vorlage S. 261
153
DOBROMILA.
Vorlage S. 261
154
Noch keine. Einsam ging sie,
Vorlage S. 261
155
Nach Kräutern suchend für den kranken Vater,
Vorlage S. 261
156
Von Psary aus, dem Schloß, gen Budesch zu,
Vorlage S. 261
157
Und ward nicht mehr gesehn.
Vorlage S. 261
158
WLASTA.
Vorlage S. 261
159
Wie lebt der Fürst?
Vorlage S. 261
160
DOBROMILA.
Vorlage S. 261
161
Er lebt wie einer, der zu leben aufhört,
Vorlage S. 261
162
Ich fürchte bald, er stirbt.
Vorlage S. 261
163
WLASTA.
Vorlage S. 261
164
Ei, seine Töchter,
Vorlage S. 261
165
Gar hoch erfahren in geheimer Kunst,
Vorlage S. 261
166
Sie hindern wohl sein Ende.
Vorlage S. 261
167
DOBROMILA.
Vorlage S. 261
168
Ach, die Kunst,
Vorlage S. 261
169
Sie endet auch, oft eh man noch am Ende.
Vorlage S. 261
170
Komm, lass uns jetzt nach Budesch, und im Gehn
Vorlage S. 261
171
Erheben wir die Stimme, Zeichen gebend,
Vorlage S. 261
172
Vielleicht vernimmts die Fürstin und erscheint.
Vorlage S. 261
173
WLASTA.
Vorlage S. 261
174
Hier läuft ein Pfad. Du rechts, ich links ins Dickicht
Vorlage S. 261
175
Und ausgeruft: Libussas Mägde, ho!
Vorlage S. 261
176
DOBROMILA
Vorlage S. 261
177
schon außer der Szene.
Vorlage S. 261
178
Libussa!
Vorlage S. 261
179
Beide ab.
Vorlage S. 261
180
Schloß der Schwestern auf Budesch.
Vorlage S. 261
181
Innerer Hof. Links ein Teil der Wohngebäude mit einer Pforte. Der Hintergrund durch eine wallartige Terrasse geschlossen mit einem großen Eingangstor. Oben sitzt Swartka. Links nach vorn Dobra an einem Tische, auf dem ein aufgeschlagenes großes Buch liegt. Ein großer eherner Leuchter mit brennendem Lichte steht neben ihr.
Vorlage S. 261
182
DOBRA.
Vorlage S. 261
183
Was ist die Zeit?
Vorlage S. 261
184
SWARTKA.
Vorlage S. 261
185
Längst Mitternacht vorüber.
Vorlage S. 261
186
Die Sterne gehen scharenweis zur Ruh,
Vorlage S. 261
187
Und ein Gebilde schwindet nach dem andern.
Vorlage S. 261
188
Den Reihen führt der flammende Arktur,
Vorlage S. 261
189
Die Krone sinkt am Himmel, und der Adler
Vorlage S. 261
190
Lenkt nach den Bergen seinen müden Flug.
Vorlage S. 261
191
DOBRA
Vorlage S. 261
192
in dem Buche nachsehend.
Vorlage S. 261
193
O weh, o weh!
Vorlage S. 261
194
SWARTKA.
Vorlage S. 261
195
Was klagst, was jammerst du?
Vorlage S. 261
196
DOBRA.
Vorlage S. 261
197
Wenn Mars und Jupiter sich so begegnen,
Vorlage S. 261
198
Ist das die Stunde, die dem Leben droht.
Vorlage S. 261
199
Weh, Herzog Krokus, wenn du ja noch lebst.
Vorlage S. 261
200
Welch Sternbild glänzt zuhöchst?
Vorlage S. 262
201
SWARTKA.
Vorlage S. 262
202
Ob meiner Scheitel
Vorlage S. 262
203
Spannt seine Flügel aus der helle Schwan,
Vorlage S. 262
204
Ein Erbe recht der Sterne, welche gingen,
Vorlage S. 262
205
Und wie geschlagne Saiten zitternd klingen,
Vorlage S. 262
206
Kommt an mein Aug der Leier Strahl heran.
Vorlage S. 262
207
DOBRA.
Vorlage S. 262
208
O, mög es gute Vorbedeutung sein
Vorlage S. 262
209
Für meiner Frauen Zukunft. Doch davon
Vorlage S. 262
210
Schweigt dieses Buch.
Vorlage S. 262
211
SWARTKA.
Vorlage S. 262
212
Fuchs, Fisch und Eidechs drängen
Vorlage S. 262
213
Die niedre Form dem edlen Vogel nach,
Vorlage S. 262
214
Die kluge Schlange droht mit fahlem Blinken,
Vorlage S. 262
215
Und auf dem Pfad der königlichen Sterne
Vorlage S. 262
216
Folgt namenloses Volk zu weiter Ferne.
Vorlage S. 262
217
DOBRA.
Vorlage S. 262
218
Lass nun genug sein, Swartka! Komm herab!
Vorlage S. 262
219
Es wachen Kascha noch und Tetka oben
Vorlage S. 262
220
In ihrer Kammer. Lass zu ihnen uns,
Vorlage S. 262
221
Sie werden ihrer Diener Eifer loben.
Vorlage S. 262
222
SWARTKA.
Vorlage S. 262
223
Ich komme. Harre noch!
Vorlage S. 262
224
Sie steigt herab.
Vorlage S. 262
225
Es wird ans Tor geschlagen.
Vorlage S. 262
226
VON AUSSEN.
Vorlage S. 262
227
Macht auf! Macht auf!
Vorlage S. 262
228
DOBRA.
Vorlage S. 262
229
Wer lärmt?
Vorlage S. 262
230
VON AUSSEN.
Vorlage S. 262
231
Macht auf, um aller Götter willen!
Vorlage S. 262
232
DOBRA.
Vorlage S. 262
233
Geh, Swartka, hin und öffne nur das Tor!
Vorlage S. 262
234
Der Lärm tuts an Gewicht dem Anlass wohl zuvor.
Vorlage S. 262
235
Durchs geöffnete Tor dringen Domaslav, Biwoy, Lapak herein. Volk hinter ihnen.
Vorlage S. 262
236
DOMASLAV.
Vorlage S. 262
237
Wo sind die Fürstinnen? Bring mich vor sie!
Vorlage S. 262
238
DOBRA.
Vorlage S. 262
239
Sie wachen noch, doch zeigen sie sich nie.
Vorlage S. 262
240
LAPAK.
Vorlage S. 262
241
Auch nicht dem Bringer wichtig schwerer Kunde?
Vorlage S. 262
242
DOBRA.
Vorlage S. 262
243
Das Wichtge wiegt nicht gleich in dein, in ihrem Munde.
Vorlage S. 262
244
DOMASLAV.
Vorlage S. 262
245
Doch frommt es uns, es frommt dem ganzen Land.
Vorlage S. 262
246
DOBRA.
Vorlage S. 262
247
Obs ihnen selber frommt, blieb dir wohl unbekannt.
Vorlage S. 262
248
BIWOY.
Vorlage S. 262
249
So hebt die Stimme, schlaget an die Schilde,
Vorlage S. 262
250
Sie müssen uns vernehmen, seis mit Zwang.
Vorlage S. 262
251
DOBRA.
Vorlage S. 263
252
Am Tor der Einsicht tobt und lärmt der Wilde,
Vorlage S. 263
253
Hört er am liebsten doch der eignen Worte Klang.
Vorlage S. 263
254
LAPAK.
Vorlage S. 263
255
So wisse denn: der Fürst, der uns gebot,
Vorlage S. 263
256
Der Böhmen Herr und deiner Frauen Vater,
Vorlage S. 263
257
Fürst Krokus lebt nicht mehr.
Vorlage S. 263
258
DOBRA.
Vorlage S. 263
259
Ihr Götter! tot?
Vorlage S. 263
260
LAPAK.
Vorlage S. 263
261
Des Landes Hort, sein Schirmer und Berater,
Vorlage S. 263
262
Starb diese Nacht.
Vorlage S. 263
263
DOBRA.
Vorlage S. 263
264
So ist sie wahr gewesen,
Vorlage S. 263
265
Die Kunde, die mein Aug in Sternenschrift gelesen?
Vorlage S. 263
266
Fürst Krokus tot!
Vorlage S. 263
267
BIWOY.
Vorlage S. 263
268
Du siehst, der Grund genügt,
Vorlage S. 263
269
Dass man den Schlummer stört, in dem ein Weib sich wiegt.
Vorlage S. 263
270
DOBRA.
Vorlage S. 263
271
Sie schlummern nicht, doch wenn im Schlaf versenket,
Vorlage S. 263
272
Ihr Träumen acht ich mehr, als was ihr andern denket.
Vorlage S. 263
273
BIWOY.
Vorlage S. 263
274
Nun wohl, so rüttl ich selber an der Tür,
Vorlage S. 263
275
Wenn sie zu uns nicht, wohl, komm ich zu ihr.
Vorlage S. 263
276
Er geht auf die Türe zu. Diese öffnet sich und Tetka und Kascha treten heraus. Erstere eine offne Rolle in der Hand, die zweite das Haupt nachdenklich gesenkt.
Vorlage S. 263
277
Alle weichen ehrerbietig zurück.
Vorlage S. 263
278
KASCHA.
Vorlage S. 263
279
Ich sage dir: es war um Mitternacht,
Vorlage S. 263
280
Da ging er heim und segnete das Leben;
Vorlage S. 263
281
Hätt ich der Zeichen Widerstreit bedacht,
Vorlage S. 263
Porträt von Grillparzer, Franz; Kontextbild zur Autorin oder zum Autor, keine Szene aus dem Buch.
Kontextbild zum Werk. Porträt · Grillparzer, Franz · Josef Kriehuber · Public domain Bildquelle ↗
282
Vielleicht wars Zeit, ihm Fristung noch zu geben.
Vorlage S. 263
283
TETKA.
Vorlage S. 263
284
Libussa war bei ihm.
Vorlage S. 263
285
KASCHA.
Vorlage S. 263
286
Fast glaub ich: Nein.
Vorlage S. 263
287
Ihr Platz ist dunkel in den sonngen Kreisen.
Vorlage S. 263
288
TETKA.
Vorlage S. 263
289
Wo blieb sie sonst?
Vorlage S. 263
290
KASCHA.
Vorlage S. 263
291
Bald wird mirs klarer sein.
Vorlage S. 263
292
Die nächste Stunde muss ihr Handeln weisen.
Vorlage S. 263
293
Gab sie ihm jenen Trank, den du wohl kennst,
Vorlage S. 263
294
Gepresst von Kräutern, die die Wälder bieten,
Vorlage S. 263
295
Vielleicht starb er noch nicht.
Vorlage S. 263
296
TETKA.
Vorlage S. 263
297
Dass es nicht möglich ist,
Vorlage S. 263
298
Die Krankheit aufzuhalten, ja den Tod
Vorlage S. 263
299
Durch Vorsatz und Entschluss? Kann einer sterben,
Vorlage S. 263
300
Weil er nicht leben will; warum nicht leben,
Vorlage S. 263
301
Weil er dem Tod sich weigert? Könnte Schwäche
Vorlage S. 263
302
So viel und Stärke nichts? Stand ich am Bette
Vorlage S. 263
303
Des Vaters und erinnerte ihn dran,
Vorlage S. 264
304
Wie vielen fromme, dass er länger lebe,
Vorlage S. 264
305
Er sah dem Tod ins Aug und starb noch nicht.
Vorlage S. 264
306
KASCHA.
Vorlage S. 264
307
Wie gerne bot sich heilend meine Kunst.
Vorlage S. 264
308
TETKA.
Vorlage S. 264
309
Ich ehre deine Kunst, weil du sie denkest,
Vorlage S. 264
310
Doch hilft sie dem nur, der wie du gedacht.
Vorlage S. 264
311
Wenn du den Kranken mit dem Besten tränkest,
Vorlage S. 264
312
Er stirbt, hält er für Gift, was du gebracht.
Vorlage S. 264
313
Als Krücke mag es sein, dass sie noch leiste
Vorlage S. 264
314
Für schwache Seelen, die am Willen krank,
Vorlage S. 264
315
In Wahrheit hilft doch nur der Geist dem Geiste,
Vorlage S. 264
316
Er ist der Arzt, das Bette und der Trank.
Vorlage S. 264
317
Wenn ich mich über unsern Vater neigte
Vorlage S. 264
318
Und ihm die Sprüche alter Weisheit las,
Vorlage S. 264
319
Der Seinen Not, der Feinde Scheelsucht zeigte,
Vorlage S. 264
320
Er fasste neuen Mut und er genas.
Vorlage S. 264
321
KASCHA.
Vorlage S. 264
322
Nun aber ist er tot, wir sind verwaist.
Vorlage S. 264
323
TETKA.
Vorlage S. 264
324
Bist du verwaist? ich nicht. Ich seh ihn noch,
Vorlage S. 264
325
Nicht wie zuletzt in seiner Schwachheit Banden.
Vorlage S. 264
326
Ehrwürdger Greis, war Greis er immer doch,
Vorlage S. 264
327
Mir ist er als ein Jüngling auferstanden.
Vorlage S. 264
328
LAPAK
Vorlage S. 264
329
nähertretend.
Vorlage S. 264
330
Erhabne Fürstinnen!
Vorlage S. 264
331
KASCHA.
Vorlage S. 264
332
Was ist?
Vorlage S. 264
333
TETKA.
Vorlage S. 264
334
Was sucht, was wollt ihr?
Vorlage S. 264
335
DOMASLAV.
Vorlage S. 264
336
Die Nachricht euch zu bringen sind wir da –
Vorlage S. 264
337
KASCHA.
Vorlage S. 264
338
Wir haben es gewusst, bevor es noch geschah.
Vorlage S. 264
339
TETKA.
Vorlage S. 264
340
Als ihr noch hofftet, zagtet, dies und das gemeint,
Vorlage S. 264
341
Da war es uns bekannt, da haben wirs beweint.
Vorlage S. 264
342
LAPAK.
Vorlage S. 264
343
Wenn nun der Tod den besten Fürsten schlug –
Vorlage S. 264
344
KASCHA.
Vorlage S. 264
345
Zu gut für euch, für uns nicht gut genug.
Vorlage S. 264
346
Denn sorgt' er nicht um euch und dacht er an die Seinen,
Vorlage S. 264
347
Ihr lebtet wüst wie vor, wir brauchten nicht zu weinen.
Vorlage S. 264
348
TETKA.
Vorlage S. 264
349
Weil euer Trutz vergällt ihm jeden Tag,
Vorlage S. 264
350
Gab er dem Kummer sich und welkte hin, erlag.
Vorlage S. 264
351
DOMASLAV.
Vorlage S. 264
352
Wenns nun auch so, und wenn die Sorg um uns
Vorlage S. 264
353
Beschwert sein Leben, gar es ihm geraubt,
Vorlage S. 264
354
Lasst das uns nicht entgelten, hohe Frauen,
Vorlage S. 264
355
Belohnt, mit dem wir nahn, das kindliche Vertrauen,
Vorlage S. 265
356
Vollendet, was begann des Vaters hohes Haupt.
Vorlage S. 265
357
LAPAK.
Vorlage S. 265
358
Die Krone, die er trug, dies Land, sein Reich
Vorlage S. 265
359
Verschmäht sie nicht und nehmt, wählt eine unter euch.
Vorlage S. 265
360
DOMASLAV.
Vorlage S. 265
361
Ihr stammet, wissen wir, von höhern Mächten,
Vorlage S. 265
362
Wir sind ein dunkles Volk, unkundig in den Rechten;
Vorlage S. 265
363
Der Stab, der in Fürst Krokus Händen lag,
Vorlage S. 265
364
Wer, als sein eignes Blut, zu halten ihn vermag?
Vorlage S. 265
365
ALLE
Vorlage S. 265
366
auf die Kniee sinkend.
Vorlage S. 265
367
Nehmt unsre Krone! Wählet! Kascha, du!
Vorlage S. 265
368
KASCHA.
Vorlage S. 265
369
Unter Sternen schweif ich,
Vorlage S. 265
370
In der Tiefe walt ich;
Vorlage S. 265
371
Was Natur vermag und kann,
Vorlage S. 265
372
Ist mir willig untertan.
Vorlage S. 265
373
Das Leblose lebt,
Vorlage S. 265
374
Des Lebendgen Dasein ist Tod.
Vorlage S. 265
375
Ich mag nicht herrschen über Leichen.
Vorlage S. 265
376
Geht zu andern mit euern Reichen,
Vorlage S. 265
377
Was ist mir gemein mit euch?
Vorlage S. 265
378
LAPAK.
Vorlage S. 265
379
So nimm denn, Tetka, du dich unser an!
Vorlage S. 265
380
TETKA.
Vorlage S. 265
381
Was sein soll ist nur eins,
Vorlage S. 265
382
Was sein kann, ist ein Vieles,
Vorlage S. 265
383
Ich aber will sein einig und eins.
Vorlage S. 265
384
Nutzen und Vorteil zählen,
Vorlage S. 265
385
Aus Wahrheit und Lüge wählen,
Vorlage S. 265
386
Recht erdenken, das kein Recht,
Vorlage S. 265
387
Dafür sucht einen Sündenknecht.
Vorlage S. 265
388
Mein sonnig Reich strahlt hellres Licht,
Vorlage S. 265
389
Von mir! Ich mag eure Krone nicht!
Vorlage S. 265
390
LAPAK.
Vorlage S. 265
391
So lasst ihr uns denn hilflos und verwaist!
Vorlage S. 265
392
Wo ist Libussa, eure jüngste Schwester?
Vorlage S. 265
393
TETKA.
Vorlage S. 265
394
Sie ist nicht heim. Allein, wenn auch zu Hause,
Vorlage S. 265
395
Sie folgt euch nicht.
Vorlage S. 265
396
DOMASLAV.
Vorlage S. 265
397
Lasst uns es doch versuchen.
Vorlage S. 265
398
TETKA.
Vorlage S. 265
399
Ich sag euch, sie verweigerts.
Vorlage S. 265
400
LAPAK.
Vorlage S. 265
401
Gut. Doch hören,
Vorlage S. 265
402
Anhören soll sie uns. Erlaubt zu harren.
Vorlage S. 265
403
KASCHA.
Vorlage S. 266
404
Seht ihr so gern noch einmal euch verschmäht,
Vorlage S. 266
405
So wartet, bis sie naht. Geht dort hinein!
Vorlage S. 266
406
Ihr aber gebt, was sie am meisten lockt,
Vorlage S. 266
407
Gebt ihnen Speis und Trank, und damit gut.
Vorlage S. 266
408
DOMASLAV.
Vorlage S. 266
409
Wir nehmen unsern Urlaub, hohe Frauen.
Vorlage S. 266
410
KASCHA.
Vorlage S. 266
411
Gehabt euch wohl! Und, wenn nicht eure Fürstin,
Vorlage S. 266
412
Bin ich euch Freundin doch.
Vorlage S. 266
413
Die Abgeordneten werden durch eine Pforte links abgeführt.
Vorlage S. 266
414
KASCHA.
Vorlage S. 266
415
Nun aber ihr!
Vorlage S. 266
416
Stellt euch ringsum, senkt eure düstern Schleier
Vorlage S. 266
417
Und feiert still und trauernd das Gedächtnis
Vorlage S. 266
418
Des edlen Manns, der unsern Kreis verließ.
Vorlage S. 266
419
Nacht um uns und Dunkel,
Vorlage S. 266
420
Damit in uns es Licht!
Vorlage S. 266
421
Alle verhüllen sich, die Szene verwandelt sich.
Vorlage S. 266
422
Kurze Waldgegend. Es ist noch dunkel.
Vorlage S. 266
423
Primislaus tritt auf, ein weißes Roß am Zügel führend, auf dem Libussa sitzt.
Vorlage S. 266
424
PRIMISLAUS.
Vorlage S. 266
425
Hier ist der Ort, den du mir hast bezeichnet,
Vorlage S. 266
426
Der Weg nach Budesch dies, dies die drei Eichen.
Vorlage S. 266
427
Gelöst hab ich mein Wort.
Vorlage S. 266
428
LIBUSSA.
Vorlage S. 266
429
Sei drum bedankt.
Vorlage S. 266
430
PRIMISLAUS.
Vorlage S. 266
431
Nun soll ich von dir scheiden, dich verlassen,
Vorlage S. 266
432
Dich nie mehr wiedersehn vielleicht?
Vorlage S. 266
433
LIBUSSA.
Vorlage S. 266
434
Vielleicht.
Vorlage S. 266
435
PRIMISLAUS.
Vorlage S. 266
436
Du bist kein Weib um das man werben könnte?
Vorlage S. 266
437
LIBUSSA.
Vorlage S. 266
438
Ich hab es schon verneint.
Vorlage S. 266
439
PRIMISLAUS.
Vorlage S. 266
440
Träf ich dich wieder,
Vorlage S. 266
441
Je wieder, glaub, ich würde dich erkennen,
Vorlage S. 266
442
Wärs unter Tausenden. Doch du auch mich?
Vorlage S. 266
443
Im Dunkel fand ich dich, im Dunkel scheid ich.
Vorlage S. 266
444
Gib mir ein Zeichen, dran du mich erkennst,
Vorlage S. 266
445
Wenn ich dich wiederseh.
Vorlage S. 266
446
LIBUSSA.
Vorlage S. 266
447
Es ist nicht nötig.
Vorlage S. 266
448
PRIMISLAUS.
Vorlage S. 266
449
Doch wenn rückkehrend ich in meine Hütte
Vorlage S. 266
450
Ein Kleinod fände, das dir angehört?
Vorlage S. 266
451
LIBUSSA.
Vorlage S. 266
452
Bring es hierher, ich werde darnach senden
Vorlage S. 266
453
Und lös es gern um Gold und jeden Preis.
Vorlage S. 266
454
PRIMISLAUS.
Vorlage S. 266
455
Für mich ist Gold kein Preis. So lass uns scheiden!
Vorlage S. 266
456
Dein Schleier und die schimmernden Gewande,
Vorlage S. 266
457
In denen ich den Fluten dich entriss,
Vorlage S. 267
458
Hier eingebunden trägts des Pferdes Rücken.
Vorlage S. 267
459
Nur eine Kette noch, es war dein Gürtel,
Vorlage S. 267
460
Der unter meiner Retterhand zerstückt,
Vorlage S. 267
461
Doch füg ich neu die goldnen Hakenglieder,
Vorlage S. 267
462
Neig mir dein Haupt und trag den neuen Schmuck.
Vorlage S. 267
463
Libussa senkt ihr Haupt, er hängt ihr die Kette um den Hals.
Vorlage S. 267
464
PRIMISLAUS.
Vorlage S. 267
465
So zier ich dich, du Schöne, Hehre, Hohe;
Vorlage S. 267
466
Für wen? ich weiß nicht; ists doch nicht für mich.
Vorlage S. 267
467
Und so leb wohl!
Vorlage S. 267
468
LIBUSSA.
Vorlage S. 267
469
Auch du!
Vorlage S. 267
470
PRIMISLAUS.
Vorlage S. 267
471
Nur noch drei Schritte.
Vorlage S. 267
472
Dort teilt, von selber kennbar, sich der Weg,
Vorlage S. 267
473
Und leicht gelangst du wieder zu den Deinen,
Vorlage S. 267
474
Wenn du den Waldpfad rechts nur sorglich meidest,
Vorlage S. 267
475
Die du, ein Märchen, kamst, und eine Wahrheit scheidest.
Vorlage S. 267
476
Das Pferd leitend.
Vorlage S. 267
477
Vertrau dem Pferd, es trägt dich gut und sicher.
Vorlage S. 267
478
Beide ab.
Vorlage S. 267
479
Vorhof auf dem Schloß der Schwestern.
Vorlage S. 267
480
Kascha, Tetka und ihre Jungfrauen in derselben Stellung wie am Schluß der vorletzten Szene.
Vorlage S. 267
481
KASCHA.
Vorlage S. 267
482
Das Totenopfer ist nach Recht vollbracht,
Vorlage S. 267
483
Nun lasst uns sorgen für die Lebenden.
Vorlage S. 267
484
Alle erheben sich.
Vorlage S. 267
485
Libussa ist nicht hier. Auch war sie, scheint es,
Vorlage S. 267
486
Bei unsers Vaters Tode nicht.
Vorlage S. 267
487
SWARTKA.
Vorlage S. 267
488
So ists.
Vorlage S. 267
489
KASCHA
Vorlage S. 267
490
zu Tetka.
Vorlage S. 267
491
Was sagt der Geist in dir?
Vorlage S. 267
492
TETKA.
Vorlage S. 267
493
Er schweigt. Nur dunkel
Vorlage S. 267
494
Ertönt es wie von Not und Fährlichkeit.
Vorlage S. 267
495
KASCHA
Vorlage S. 267
496
die starr auf den Boden gesehen hat.
Vorlage S. 267
497
Sie ist in jener Lagen einer, sprichts mir,
Vorlage S. 267
498
Aus denen Glück und Unglück gleich entsteht,
Vorlage S. 267
499
Am Scheideweg von Seligkeit und Jammer.
Vorlage S. 267
500
Horch! Spricht ein Mann?
Vorlage S. 267
501
TETKA.
Vorlage S. 268
502
Wo?
Vorlage S. 268
503
KASCHA.
Vorlage S. 268
504
Nein, Libussa spricht.
Vorlage S. 268
505
Allein sie ist begleitet.
Vorlage S. 268
506
TETKA.
Vorlage S. 268
507
Wie auch immer!
Vorlage S. 268
508
Sie sei gefunden und ihr Heil bewahrt.
Vorlage S. 268
509
Die Diener sendet aus, die Männer alle
Vorlage S. 268
510
Mit Leuchten, Fackeln in den dunkeln Wald.
Vorlage S. 268
511
Ihr andern aber steigt dort auf die Zinnen!
Vorlage S. 268
512
Die Opferpauke tön, ein fernes Zeichen,
Vorlage S. 268
513
Dem Ohr der Irrenden bekannter Schall.
Vorlage S. 268
514
Und alle ruft: Libussa. Auf!
Vorlage S. 268
515
DIE MÄDCHEN
Vorlage S. 268
516
zum Teile den Wall hinaneilend.
Vorlage S. 268
517
Libussa!
Vorlage S. 268
518
Der Ton eines fernen Horns wird gehört. Alle stehen unbeweglich.
Vorlage S. 268
519
DOBRA.
Vorlage S. 268
520
Das sind sie, ja, Libussens Mägde. Wlasta
Vorlage S. 268
521
Und Dobromila auf der Herrin Spur.
Vorlage S. 268
522
TETKA
Vorlage S. 268
523
heftig.
Vorlage S. 268
524
Libussa, hier!
Vorlage S. 268
525
Der Ton des Horns etwas näher.
Vorlage S. 268
526
TETKA.
Vorlage S. 268
527
Sie ists. Tut auf die Pforten
Vorlage S. 268
528
Und eilt entgegen ihr mit Licht und Beistand.
Vorlage S. 268
529
Man öffnet. Einige gehen hinaus, andere bleiben in der Brüstung des Tors stehen, darunter Swartka.
Vorlage S. 268
530
SWARTKA.
Vorlage S. 268
531
Sie kommt, und hoch zu Roß. Und Wlasta, Dobromila
Vorlage S. 268
532
Begleiten sie und blasen in ihr Horn.
Vorlage S. 268
533
Libussa wird in der Torbrüstung sichtbar. Sie hat einen weißen Mantel übergeworfen und ein Federbarett auf dem Kopfe. Wlasta und Dobromila gewaffnet hinter ihr.
Vorlage S. 268
534
LIBUSSA.
Vorlage S. 268
535
Führt nur das Pferd zurück zu den drei Eichen,
Vorlage S. 268
536
Und trefft ihr einen Mann, stellts ihm zurück,
Vorlage S. 268
537
Denn es ist sein. Und nimmt er Lohn, so gebt.
Vorlage S. 268
538
Eine Jungfrau geht.
Vorlage S. 268
539
LIBUSSA.
Vorlage S. 268
540
Wart ihr besorgt?
Vorlage S. 268
541
TETKA.
Vorlage S. 268
542
Wie sehr!
Vorlage S. 268
543
KASCHA.
Vorlage S. 268
544
Ich nicht, ich wusste,
Vorlage S. 268
545
Du kamst.
Vorlage S. 268
546
LIBUSSA.
Vorlage S. 268
547
Doch lag einmal die Sorge nah.
Vorlage S. 268
548
Im Wald verirrt, nicht Wegesspur, noch Führer,
Vorlage S. 268
549
Ein Gießbach wollte sich das Ansehn geben,
Vorlage S. 268
550
Als sei er fürchterlich. Da kam mir Hilfe.
Vorlage S. 268
551
Vor Tetka tretend und ihr ins Auge blickend.
Vorlage S. 269
552
Doch unser Vater, gelt!
Vorlage S. 269
553
TETKA.
Vorlage S. 269
554
Ja wohl.
Vorlage S. 269
555
LIBUSSA
Vorlage S. 269
556
an ihrem Halse.
Vorlage S. 269
557
O, meine Schwester!
Vorlage S. 269
558
Und ich war fern!
Vorlage S. 269
559
TETKA.
Vorlage S. 269
560
Wie kams?
Vorlage S. 269
561
LIBUSSA
Vorlage S. 269
Iwan Schischkin und Konstantin Sawizki – Waldlandschaft mit Bären, 1889. Motivvergleich; keine Darstellung der Figuren dieses Buches.
Kontextbild zum Werk. Morgen im Kiefernwald · Ivan Shishkin / Konstantin Savitsky · Public domain Bildquelle ↗
562
sich aufrichtend.
Vorlage S. 269
563
In all der Zeit,
Vorlage S. 269
564
Als ich an seinem Bette saß und wachte,
Vorlage S. 269
565
Da schwebte vor den Augen des Gemüts,
Vorlage S. 269
566
Hatt ichs gehört nun, oder wußt ichs sonst,
Vorlage S. 269
567
Das Bild mir einer Blume, weiß und klein,
Vorlage S. 269
568
Mit siebenspaltgem Kelch und schmalen Blättern;
Vorlage S. 269
569
Die gib dem Vater, sprachs, und er genest.
Vorlage S. 269
570
In feuchten Gründen, schien es, wachse sie,
Vorlage S. 269
571
Das Tal von Budesch musst ich immer denken.
Vorlage S. 269
572
Da nahm ich Korb und Griffel und ging hin.
Vorlage S. 269
573
Ich suchte und er starb. Solang ich lebe,
Vorlage S. 269
574
Will büßen ich die unfreiwillge Schuld,
Vorlage S. 269
575
Und dies mein Aug, es sei vom heutgen Tag
Vorlage S. 269
576
Geweiht den Tränen um den Edlen, Guten.
Vorlage S. 269
577
TETKA
Vorlage S. 269
578
sie umarmend.
Vorlage S. 269
579
Ja wohl, Libussa, Trauer sei und Klage,
Vorlage S. 269
580
Geschäft uns und Erholung allen drein.
Vorlage S. 269
581
KASCHA.
Vorlage S. 269
582
Sag zwein.
Vorlage S. 269
583
LIBUSSA
Vorlage S. 269
584
gereizt.
Vorlage S. 269
585
Warum? Wen schließest du nur aus?
Vorlage S. 269
586
KASCHA.
Vorlage S. 269
587
Die, welcher obliegt mehr, als ihn beklagen:
Vorlage S. 269
588
Zu folgen ihm in seiner harten Pflicht.
Vorlage S. 269
589
Des Tschechenvolkes Erste sind im Schloß;
Vorlage S. 269
590
Sie fordern von Fürst Krokus Töchtern eine
Vorlage S. 269
591
Als Herzogin für das verwaiste Land.
Vorlage S. 269
592
LIBUSSA.
Vorlage S. 269
593
Nehmt ihrs, ich nicht!
Vorlage S. 269
594
KASCHA.
Vorlage S. 269
595
So sprachen wir schon beide.
Vorlage S. 269
596
Doch sähe gern der Vater unvollendet,
Vorlage S. 269
597
Was er für dieses dunkle Volk getan?
Vorlage S. 269
598
Und heißt es sein Gedächtnis hoch nicht ehren,
Vorlage S. 269
599
Fortsetzen, wenn auch schwach, was er begann?
Vorlage S. 269
600
LIBUSSA.
Vorlage S. 269
601
Doch welche nimmts?
Vorlage S. 269
602
KASCHA.
Vorlage S. 270
603
Lasst denn das Los entscheiden.
Vorlage S. 270
604
LIBUSSA.
Vorlage S. 270
605
Wie nur?
Vorlage S. 270
606
KASCHA.
Vorlage S. 270
607
So hört, was ich mir ausgedacht.
Vorlage S. 270
608
Uns jeder gab der Vater, der nun tot,
Vorlage S. 270
609
Am Jahrestag von unsrer Mutter Scheiden
Vorlage S. 270
610
Ein kostbar Kleinod mit der Eltern Bild,
Vorlage S. 270
611
In halberhobner Arbeit dargestellt,
Vorlage S. 270
612
Als Gürtel eingefaßt in goldne Spangen.
Vorlage S. 270
613
Und da die Zierde gleich, so sagt der Name
Vorlage S. 270
614
Der Eignerin, mit Sorgfalt eingeprägt:
Vorlage S. 270
615
Libussens bin ich, Tetkas oder Kaschas.
Vorlage S. 270
616
Die Gürtel nun, des Vaters letzte Gabe
Vorlage S. 270
617
Und geistiges Vermächtnis noch dazu –
Vorlage S. 270
618
Sprach er doch ja: sooft ihr sie vereint,
Vorlage S. 270
619
Will ich im Geist bei euch sein und mit Rat –
Vorlage S. 270
620
Lasst legen uns in diese Opferschale.
Vorlage S. 270
621
Tetka, die Ernste, trete dann hinzu
Vorlage S. 270
622
Und deren Namen, blind sie greifend, fasst,
Vorlage S. 270
623
Die ist befreit, und also auch die zweite.
Vorlage S. 270
624
Der dritten Gürtel wird zum Diadem.
Vorlage S. 270
625
Sie folgt, ob ungern, in die Fürstenwohnung.
Vorlage S. 270
626
Seid ihrs zufrieden?
Vorlage S. 270
627
LIBUSSA
Vorlage S. 270
628
Barett und Mantel abgebend und in Bauerntracht dastehend.
Vorlage S. 270
629
Wohl.
Vorlage S. 270
630
TETKA.
Vorlage S. 270
631
Libussa, du?
Vorlage S. 270
632
Wie sonderbar gekleidet.
Vorlage S. 270
633
LIBUSSA
Vorlage S. 270
634
sich betrachtend.
Vorlage S. 270
635
Sonderbar?
Vorlage S. 270
636
Vergaß ichs doch beinah! Je, gute Tetka,
Vorlage S. 270
637
Der Zufall kommt und meldet sich nicht an,
Vorlage S. 270
638
Auftauchend ist er da; und wohl uns, wenn beim Scheiden
Vorlage S. 270
639
Er äußerlich verändert nur uns lässt.
Vorlage S. 270
640
Das Kleid ist warm, und also lieb ich es.
Vorlage S. 270
641
TETKA.
Vorlage S. 270
642
Doch wir –?
Vorlage S. 270
643
LIBUSSA
Vorlage S. 270
644
das Geschmeide vom Halse nehmend.
Vorlage S. 270
645
Hier ist mein Gürtel.
Vorlage S. 270
646
TETKA
Vorlage S. 270
647
ihren Gürtel ablösend.
Vorlage S. 270
648
Hier der meine.
Vorlage S. 270
649
KASCHA
Vorlage S. 270
650
Libussens Geschmeide nehmend.
Vorlage S. 270
651
Am Hals?
Vorlage S. 270
652
LIBUSSA.
Vorlage S. 271
653
Und doch er selbst, wie ich dieselbe.
Vorlage S. 271
654
KASCHA.
Vorlage S. 271
655
Das ist dein Gürtel nicht.
Vorlage S. 271
656
LIBUSSA.
Vorlage S. 271
657
Wie wäre das?
Vorlage S. 271
658
KASCHA.
Vorlage S. 271
659
Die Ketten wohl; allein der Mutter Bildnis,
Vorlage S. 271
660
Das Mittelkleinod, fehlt mit deinem Namen,
Vorlage S. 271
661
O Unbesonnene!
Vorlage S. 271
662
LIBUSSA.
Vorlage S. 271
663
Was schmähst du mich?
Vorlage S. 271
664
Die abgesendeten Jungfrauen kommen zurück.
Vorlage S. 271
665
DOBROMILA.
Vorlage S. 271
666
Wir waren, hohe Frau, bei den drei Eichen,
Vorlage S. 271
667
Wie du befahlst, und suchten jenen Mann.
Vorlage S. 271
668
Doch kam er nicht und war nicht aufzufinden.
Vorlage S. 271
669
LIBUSSA.
Vorlage S. 271
670
Nun, es ist gut.
Vorlage S. 271
671
Vor sich hin.
Vorlage S. 271
672
Das hat mir der getan!
Vorlage S. 271
673
Die Jungfrauen ziehen sich zurück.
Vorlage S. 271
674
KASCHA.
Vorlage S. 271
675
Die Nacht im Wald, in Bauerntracht gehüllt,
Vorlage S. 271
676
Verloren deines Vaters Angedenken.
Vorlage S. 271
677
LIBUSSA.
Vorlage S. 271
678
Mein Vater lebt, ein Lebender, in mir,
Vorlage S. 271
679
Solang ich atme, lebt auch sein Gedächtnis.
Vorlage S. 271
680
KASCHA.
Vorlage S. 271
681
Die Liebe knüpft sich gern an feste Zeichen,
Vorlage S. 271
682
Der Leichtsinn liebt, was schwankend, so wie er.
Vorlage S. 271
683
LIBUSSA.
Vorlage S. 271
684
Mit einem Wort löst ich die Rätsel leicht,
Vorlage S. 271
685
Doch würdet ihrs entstellen und verkehren.
Vorlage S. 271
686
Drum halt nur, was du weißt, mein sichres Herz!
Vorlage S. 271
687
KASCHA
Vorlage S. 271
688
Libussas Geschmeide hinwerfend.
Vorlage S. 271
689
Der Kreis getrennt. Du kannst mit uns nicht losen.
Vorlage S. 271
690
LIBUSSA
Vorlage S. 271
691
auf deren Wink eine Jungfrau das Geschmeide aufhebt.
Vorlage S. 271
692
Nicht losen? Und wer weiß, ob ichs auch will?
Vorlage S. 271
693
Ein Schritt aus dem Gewohnten, merk ich wohl,
Vorlage S. 271
694
Er zieht unhaltsam hin auf neue Bahnen,
Vorlage S. 271
695
Nur vorwärts führt das Leben, rückwärts nie.
Vorlage S. 271
696
Ich soll nicht losen? Und ich will es nicht.
Vorlage S. 271
697
Wo sind die Männer aus der Tschechen Rat?
Vorlage S. 271
698
Den Vater will ich ehren durch die Tat.
Vorlage S. 271
699
Mögt ihr das Los mit dumpfem Brüten fragen:
Vorlage S. 271
700
Ich will sein Amt und seine Krone tragen.
Vorlage S. 271
701
TETKA.
Vorlage S. 271
702
Libussa, o!
Vorlage S. 271
703
KASCHA.
Vorlage S. 272
704
Hör erst auf mich, Libussa!
Vorlage S. 272
705
Wenn ich gekränkt dich mit zu raschem Wort –
Vorlage S. 272
706
LIBUSSA.
Vorlage S. 272
707
Du kränktest mich nicht mehr, ich sehs, als dich.
Vorlage S. 272
708
Doch, was ich sprach, es bleibt. Mein Wort ein Fels.
Vorlage S. 272
709
Und mag ichs nur gestehn! Denk ich von heut
Vorlage S. 272
710
Mich wieder hier in eurer stillen Wohnung
Vorlage S. 272
711
Beschäftigt mit – weiß ich doch kaum, womit –
Vorlage S. 272
712
Mit Mitteln zu den Mitteln eines Zwecks,
Vorlage S. 272
713
Mit Mond und Sternen, Kräutern, Lettern, Zahlen,
Vorlage S. 272
714
Dünkts allermeist einförmig mir und kahl.
Vorlage S. 272
715
Dies Kleid, es reibt die Haut mit dichtern Fäden
Vorlage S. 272
716
Und weckt die Wärme bis zur tiefsten Brust.
Vorlage S. 272
717
Mit Menschen Mensch sein, dünkt von heut mir Lust,
Vorlage S. 272
718
Des Mitgefühles Pulse fühl ich schlagen,
Vorlage S. 272
719
Drum will ich dieser Menschen Krone tragen.
Vorlage S. 272
720
Heraus, Wladiken! Tschechenvolk, heraus!
Vorlage S. 272
721
DIE JUNGFRAUEN
Vorlage S. 272
722
rufen.
Vorlage S. 272
723
Libussa, Herzogin! Der Böhmen Fürstin!
Vorlage S. 272
724
Domaslav, Biwoy, Lapak und die übrigen Abgeordneten aus der Pforte links.
Vorlage S. 272
725
DOMASLAV.
Vorlage S. 272
726
Täuscht unser Ohr und hörten wir genau?
Vorlage S. 272
727
Erkürt der Böhmen Fürstin, unsre Frau?
Vorlage S. 272
728
Und welche will –?
Vorlage S. 272
729
LIBUSSA.
Vorlage S. 272
730
Hier ist von Wollen nicht,
Vorlage S. 272
731
Von Müssen ist die Rede und von Pflicht.
Vorlage S. 272
732
Und da nun eine muss aus unsrer Zahl,
Vorlage S. 272
733
So will ich und begebe mich der Wahl.
Vorlage S. 272
734
LAPAK.
Vorlage S. 272
735
Libussa, du?
Vorlage S. 272
736
LIBUSSA.
Vorlage S. 272
737
Die Jüngste aus dem Kreise
Vorlage S. 272
738
Und minder gut vielleicht als sie und minder weise.
Vorlage S. 272
739
Auf ihnen würde Hohes gut beruhn;
Vorlage S. 272
740
Doch handelt sichs um irdisch niedres Tun,
Vorlage S. 272
741
Wo zu viel Einsicht schädlich dem Vollbringen.
Vorlage S. 272
742
Fernsichtigkeit geht fehl in nahen Dingen.
Vorlage S. 272
743
Wenn nun des Vaters Geist auf mir beruht,
Vorlage S. 272
744
So fügt sichs, wie es kann und, hoff ich, gut.
Vorlage S. 272
745
Seid ihrs zufrieden?
Vorlage S. 272
746
DIE ABGEORDNETEN
Vorlage S. 272
747
knieend.
Vorlage S. 272
748
Hoch, Libussa, hoch!
Vorlage S. 272
749
Der Böhmen Herzogin, der Tschechen Fürstin!
Vorlage S. 272
750
LIBUSSA.
Vorlage S. 273
751
Steht auf! sinds diese nicht und dieser Ort,
Vorlage S. 273
752
Was euch zu Boden zieht. Doch hört mein Wort.
Vorlage S. 273
753
Es hielt euch fest des Vaters strenge Rechte
Vorlage S. 273
754
Und beugt' euch in ein heilsam weises Joch.
Vorlage S. 273
755
Ich bin ein Weib und, ob ich es vermöchte,
Vorlage S. 273
756
So widert mir die starre Härte doch.
Vorlage S. 273
757
Wollt ihr nun mein als einer Frau gedenken,
Vorlage S. 273
758
Lenksam dem Zaum, so dass kein Stachel not,
Vorlage S. 273
759
Will freudig ich die Ruhmesbahn euch lenken,
Vorlage S. 273
760
Ein überhörtes wär mein letzt Gebot.
Vorlage S. 273
761
So wie ich ungern nur von hinnen scheide,
Vorlage S. 273
762
Lenkt ich zurück dann meinen müden Lauf
Vorlage S. 273
763
Und träte bittend zwischen diese beide;
Vorlage S. 273
764
Ihr nähmet, Schwestern, mich doch wieder auf?
Vorlage S. 273
765
KASCHA.
Vorlage S. 273
766
Wenn dus noch kannst, von Irdischem umnachtet.
Vorlage S. 273
767
TETKA.
Vorlage S. 273
768
Wer handelt, geht oft fehl.
Vorlage S. 273
769
LIBUSSA.
Vorlage S. 273
770
Auch wer betrachtet!
Vorlage S. 273
771
DOMASLAV.
Vorlage S. 273
772
Nicht fruchtlos sollst du, zweimal nicht uns mahnen,
Vorlage S. 273
773
Nimm unsern Schwur darauf und unsrer Untertanen.
Vorlage S. 273
774
LIBUSSA.
Vorlage S. 273
775
Dies letzte Wort, es sei von euch verbannt.
Vorlage S. 273
776
In Zukunft herrscht nur eines hier im Land:
Vorlage S. 273
777
Das kindliche Vertraun. Und nennt ihrs Macht,
Vorlage S. 273
778
Nennt ihr ein Opfer, das sich selbst gebracht,
Vorlage S. 273
779
Die Willkür, die sich allzu frei geschienen
Vorlage S. 273
780
Und, eigner Herrschaft bang, beschloss zu dienen.
Vorlage S. 273
781
Wollt ihr als Brüder leben, eines Sinns,
Vorlage S. 273
782
So nennt mich eure Fürstin, und ich bins;
Vorlage S. 273
783
Doch sollt ich zwein ein zweifach Recht erdenken,
Vorlage S. 273
784
Wollt eher ich an euch euch selbst als Sklaven schenken.
Vorlage S. 273
785
Seid ihrs zufrieden so?
Vorlage S. 273
786
ALLE.
Vorlage S. 273
787
Wir wollen!
Vorlage S. 273
788
LIBUSSA.
Vorlage S. 273
789
Nun, so kommt.
Vorlage S. 273
790
Allein, vergäßt ihr, was uns allen frommt,
Vorlage S. 273
791
Auf ihre Schwestern zeigend.
Vorlage S. 273
792
Da diese hier den Rücktritt mir versagen,
Vorlage S. 273
793
So ging ich hin, es meinem Vater klagen.
Vorlage S. 273
794
Lebt, Schwestern, wohl! Auf Wiedersehn, und bald!
Vorlage S. 273
795
Ihr andern folgt und jubelt durch den Wald.
Vorlage S. 274
796
Ihr Mädchen, mir voraus und stoßt ins Horn,
Vorlage S. 274
797
Bis jetzt mir nächst, steht billig ihr nun vorn.
Vorlage S. 274
798
Und so, gehobnen Haupts, mit furchtlos offnen Blicken,
Vorlage S. 274
799
Entgegen kühn den kommenden Geschicken.
Vorlage S. 274
800
DIE MÄNNER.
Vorlage S. 274
801
Libussa hoch! der Böhmen Herzogin!
Vorlage S. 274
802
Man hat Libussa wieder den Mantel und das Federbarett gegeben, sie geht, die Mädchen vor ihr her, die Männer schließen. Alle mit Fackeln und
Vorlage S. 274
803
Jubel durch das mittlere Tor ab.
Vorlage S. 274
804
KASCHA.
Vorlage S. 274
805
Hast du gehört?
Vorlage S. 274
806
TETKA.
Vorlage S. 274
807
Ja wohl.
Vorlage S. 274
808
KASCHA.
Vorlage S. 274
809
Nun?
Vorlage S. 274
810
TETKA.
Vorlage S. 274
811
Ich bedaure sie,
Vorlage S. 274
812
Sie wirds bereun, und früher, als sie denkt.
Vorlage S. 274
813
KASCHA.
Vorlage S. 274
814
Die Roheit kann des Höhern nicht entbehren,
Vorlage S. 274
815
Doch hat sies angefaßt, will sies in sich verkehren.
Vorlage S. 274
816
Wer nicht wie Menschen sein will, schwach und klein,
Vorlage S. 274
817
Der halte sich von Menschennähe rein.
Vorlage S. 274
818
Komm mit!
Vorlage S. 274
819
TETKA.
Vorlage S. 274
820
Wohin?
Vorlage S. 274
821
KASCHA.
Vorlage S. 274
822
An unser täglich Werk,
Vorlage S. 274
823
Ihr aber reinigt mir so Hof als Hallen,
Vorlage S. 274
824
Was hier geschehn, es sei in Traum zerfallen.
Vorlage S. 274
825
Die Schwestern mit Begleitung ab.
Vorlage S. 274
826
DOBRA.
Vorlage S. 274
827
Nun wir denn auch ans Werk, und gib mir Kunde,
Vorlage S. 274
828
Ob gutes Zeichen eintritt diese Stunde.
Vorlage S. 274
829
Welch Sternbild herrscht?
Vorlage S. 274
830
SWARTKA
Vorlage S. 274
831
auf der Höhe der Mauer.
Vorlage S. 274
832
Die Jungfrau blinkt, doch nein,
Vorlage S. 274
833
Ich irrte mich, es ist des Löwen Macht,
Vorlage S. 274
834
Der auf sein Böhmen schaut.
Vorlage S. 274
835
DOBRA
Vorlage S. 274
836
gen Himmel blickend.
Vorlage S. 274
837
Hältst du auch sichre Wacht?
Vorlage S. 274
838
SWARTKA
Vorlage S. 274
839
mit halbem Leibe über die Brustwehr gelehnt und laut ausrufend.
Vorlage S. 274
840
Der Osten graut, dem Tage weicht die Nacht!
Vorlage S. 274
841
Der Vorhang fällt.
Vorlage S. 274

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Nun noch einmal: gedenke deines Worts Und führe mich aus …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »Weil« in diesem Textausschnitt? »Kann einer sterben, Weil er nicht leben will; warum nicht leben, Weil er dem Tod sich weigert?«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

4. Welcher Ausschnitt kennzeichnet eine Aussage ausdrücklich als Möglichkeit oder Vermutung? Achte auf die Formulierung; entscheide nicht, ob die Aussage tatsächlich wahr ist.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗

5. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Mein sonnig Reich strahlt hellres Licht,«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Auftauchend ist er da; und wohl uns, wenn beim Scheiden« B: »Wer, als sein eignes Blut, zu halten ihn vermag?« C: »Und kehr ich wieder in die heimsche Hütte, Ist deines Daseins jede Spur verweht, Das Gras selbst, wo du tratest, es ersteht,«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Das Tal von Budesch …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

9. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »Weil« in diesem Textausschnitt? »Weil euer Trutz vergällt ihm jeden Tag,«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗

10. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Und so, gehobnen Haupts, …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Lies den Abschnittsbeginn: »Offener Platz im Walde. Rechts im Vorgrunde eine Hütte. Daneben brennt ein Feuer.« Welche Informationen sind hier bereits sicher, und welche Frage bleibt für dich offen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne zwei Informationen, die sich tatsächlich aus dieser Passage ableiten lassen.
  • Trenne eine eigene Frage oder Vermutung klar vom Textbefund.
Textstelle nachlesen ↗

2. Prüfe, ob es in dieser Passage um Gerechtigkeit oder Verantwortung geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »[…] Ich suchte und er starb. Solang ich lebe, Will büßen ich die unfreiwillge Schuld, Und dies mein Aug, es sei vom heutgen Tag Geweiht den Tränen um den Edlen, Guten.«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗ Textstelle 14 ↗

3. Prüfe, ob es in dieser Passage um Wahrheit oder Vertrauen geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »[…] Vieles, Ich aber will sein einig und eins. Nutzen und Vorteil zählen, Aus Wahrheit und Lüge wählen, Recht erdenken, das kein Recht, Dafür sucht einen Sündenknecht. Mein sonnig Reich strahlt hellres Licht, Von mir! Ich mag eure Krone nicht!«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗

4. Prüfe, ob es in dieser Passage um Angst oder Unsicherheit geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Doch lag einmal die Sorge nah. Im Wald verirrt, nicht Wegesspur, noch Führer, Ein Gießbach wollte sich das Ansehn geben, Als sei er fürchterlich. Da kam mir Hilfe.«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

5. Prüfe, ob es in dieser Passage um Nähe oder Gefühle geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Mit einem Wort löst ich die Rätsel leicht, Doch würdet ihrs entstellen und verkehren. Drum halt nur, was du weißt, mein sichres Herz!«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

6. Vergleiche diese beiden Stellen: »Nun wohl, so rüttl ich selber an der Tür, Wenn sie zu uns nicht, wohl, komm ich zu ihr.« und »Das sind sie, ja, Libussens Mägde. Wlasta Und Dobromila auf der Herrin Spur.«. Welche Gemeinsamkeit oder welchen Unterschied kannst du am Wortlaut zeigen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne eine nachvollziehbare Gemeinsamkeit oder einen Unterschied.
  • Belege beide Seiten des Vergleichs; unterstelle keine Entwicklung, die der Text nicht zeigt.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

7. Am Abschnittsende steht: »mit halbem Leibe über die Brustwehr gelehnt und laut ausrufend.« Was ist hier geklärt, und was bleibt offen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf den Schluss dieses Abschnitts, nicht auf dein Vorwissen über das ganze Werk.
  • Falls die Stelle nichts eindeutig klärt, begründe auch das mit dem Text.
Textstelle nachlesen ↗

8. Prüfe deinen ersten Leseeindruck an Anfang und Ende: »Offener Platz im Walde. Rechts im Vorgrunde eine Hütte. Daneben brennt ein Feuer.« / »mit halbem Leibe über die Brustwehr gelehnt und laut ausrufend.«. Würdest du deine erste Einschätzung jetzt verändern? Begründe.

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne deine ursprüngliche Einschätzung oder Leseerwartung.
  • Verwende mindestens einen Textbeleg für deine jetzige Einschätzung.
  • Sowohl eine veränderte als auch eine bestätigte Einschätzung ist möglich.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Ist es denn wahr? und ist es wirklich so?«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Dich nie mehr wiedersehn vielleicht?«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Der Osten graut, dem Tage weicht die Nacht!«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
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Ausgabe, Herkunft und Rechte

Originalautor vor 1956 verstorben. TextGrid kennzeichnet die zugrunde liegenden reinen Texte als gemeinfrei; Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE mit Namensnennung TextGrid und www.editura.de. Das Werk Libussa von Grillparzer, Franz ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de, und wird unter der Creative Commons Lizenz Namensnennung 3.0 Deutschland veröffentlicht. Der zugrunde liegende literarische Reintext ist gemeinfrei. TextGrid wurde vom BMBF gefördert (Förderkennzeichen 01UG1203A).

Die Extraktion erfasst alle Textpositionen der gelieferten Quelldatei; dies ersetzt keinen vollständigen Vergleich mit dem historischen Druck. Offene Kapitelaufgaben dienen der Selbstprüfung und sind keine automatisch bewertete Interpretation.

Libussa

Franz Grillparzer: Sämtliche Werke. Ausgewählte Briefe, Gespräche, Berichte. Herausgegeben von Peter Frank und Karl Pörnbacher, München: Hanser, [1960–1965]. Grillparzer, Franz 258- München

Das Werk Libussa von Grillparzer, Franz ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; reine Originaltexte gemeinfrei Lizenz

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Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.