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Buch - Inferno - Strindberg, August Johan

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Deutsche Übersetzung · Lesefassung

Inferno

Strindberg, August Johan

Inferno von Strindberg, August Johan. Volltext der angegebenen historischen deutschen Übersetzung.

RomanKlasse 9–10 · 11–1320 Abschnitte
Historische Textüberlieferung von „Inferno“
Historische Textüberlieferung von „Inferno“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Saddhiyama · Public domain Bildquelle ↗

Deutsche Übersetzung: Christian Morgenstern

Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und zeitgebundene Wertvorstellungen gemeinsam einordnen. Klassenangaben sind redaktionelle Orientierung.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Deutsch · Abschnitt 3 von 20

De creatione et sententia vera mundi

1
Personen.
Vorlage S. 3
2
Gott, der Ewige, Unsichtbare
Vorlage S. 3
3
Gott, der böse Geist, Usurpator, der Fürst dieser Welt
Vorlage S. 3
4
Luzifer, der Lichtbringer, gestürzt
Vorlage S. 3
5
Erzengel
Vorlage S. 3
6
Engel
Vorlage S. 3
7
Adam und Eva
Vorlage S. 3
8
Erster Akt.
Vorlage S. 5
9
Im Himmel.
Vorlage S. 5
10
Gott und Luzifer, jeder auf seinem Thron, von Engeln umringt.
Vorlage S. 5
11
Gott, ein Greis mit harten, fast boshaften Mienen, langem, weißem Bart und kleinen Hörnern wie der Moses Michel Angelos.
Vorlage S. 5
12
Luzifer, jung und schön, mit Zügen von Prometheus, Apollo und Christus; von weißer, leuchtender Gesichtsfarbe; mit flammenden Augen und weißen Zähnen. Um das Haupt eine Strahlenkrone.
Vorlage S. 5
13
GOTT. Genug der Untätigkeit, die unsere Kräfte verzehrt! Bewegung ins All!
Vorlage S. 5
14
Noch einmal will ich zu schaffen wagen. Mag ich, mißlingt's, mich verlieren und unter die namenlose Menge versinken.
Vorlage S. 5
15
Seht hin! da unten, zwischen Mars und Venus, liegen noch einige tausend Kilometer meines Reiches brach. Da will ich eine neue Welt schaffen: Aus Nichts soll sie entstehen und in Nichts einst wieder zurückkehren. Die Geschöpfe, die da leben werden, sollen sich Götter dünken wie wir, und ihre Kämpfe und Überhebungen sollen in uns vortreffliche Zuschauer finden. Die Welt der Narrheit sei ihr Name. Was meint mein Bruder Luzifer dazu, der mit mir dieses Reich im Süden der Milchstraße teilt?
Vorlage S. 5
16
LUZIFER. Mein Herr und Bruder, dein schlimmes Herz will Leid und Unglück. Ich verabscheue deinen Plan.
Vorlage S. 6
17
GOTT. Was meinen die Engel zu meinem Vorschlage?
Vorlage S. 6
18
DIE ENGEL. Der Wille des Herrn geschehe!
Vorlage S. 6
19
GOTT. Amen! Und wehe denen, welche die Narren über ihren Ursprung und Beruf aufklären!
Vorlage S. 6
20
LUZIFER. Wehe denen, welche böse gut und gut böse nennen, welche aus dunkel hell, aus hell dunkel, aus bitter süß und aus süß bitter machen! Ich fordere dich vor den Richterstuhl des Ewigen!
Vorlage S. 6
21
GOTT. Das wart' ich ab. Denn, begegnest du dem Ewigen öfter als einmal all die zehnmal zehntausend Jahre, da er in diese Breiten hier kommt?
Vorlage S. 6
22
LUZIFER. So will ich den Menschen die Wahrheit sagen, auf dass deine Absichten zuschanden werden.
Vorlage S. 6
23
GOTT. Verdammt seist du, Luzifer! Und unter der Welt der Narren sei dein Platz, damit du ihre Qualen siehst; und die Menschheit soll dich den Bösen nennen!
Vorlage S. 6
24
LUZIFER. Du wirst siegen, denn du bist stark wie das Böse! Und der Menschheit wirst du Gott heißen, du, ihr Verleumder, ihr Satan.
Vorlage S. 7
25
GOTT. Hinunter mit dem Empörer! Auf, Michael, Raphael, Gabriel, Uriel! Stoßt ihn hinab, Samael, Azarel, Azael, Mehazael! Blast, Orieus, Paymon, Egyn, Amaimon!
Vorlage S. 7
26
LUZIFER wird vom Wirbelwind hinweggerissen und in den Abgrund gestürzt.
Vorlage S. 7
27
Zweiter Akt.
Vorlage S. 7
28
Auf Erden.
Vorlage S. 7
29
Adam und Eva unter dem Baum der Erkenntnis. Dann Luzifer in Gestalt einer Schlange.
Vorlage S. 7
Historische Textüberlieferung von „Inferno“
Kontextbild zum Werk. Historische Textüberlieferung von „Inferno“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Saddhiyama · Public domain Bildquelle ↗
30
EVA. Diesen Baum sah ich noch nie zuvor.
Vorlage S. 7
31
ADAM. Dieser Baum ist uns verboten.
Vorlage S. 7
32
EVA. Wer hat das gesagt?
Vorlage S. 7
33
ADAM. Gott!
Vorlage S. 7
34
LUZIFER tritt auf. Welcher Gott? Es gibt mehrere.
Vorlage S. 8
35
ADAM. Wer redet da?
Vorlage S. 8
36
LUZIFER. Ich, Luzifer, der Lichtbringer, der euer Glück wünscht und unter euren Leiden leidet. Erblicket den jungen Morgenstern, der der Sonne Rückkehr verheißt! Das ist mein Stern, und ein Spiegel überragt ihn, der das Licht der Wahrheit widerstrahlt. Wenn aber die Zeit erfüllt ist, wird er Hirten vom Felde nach einer Krippe leuchten, darin mein Sohn, der Erlöser der Welt, geboren werden wird.
Vorlage S. 8
37
Sobald ihr aber von diesem Baume esset, werdet ihr wissen, was gut und böse, und erkennen, dass das Leben ein Übel ist, dass ihr keine Götter seid, sondern dass euch der Böse mit Blindheit geschlagen hat und euer Dasein sich abrollt, die Götter lachen zu machen. Esset davon, und ihr werdet das Geschenk der Erlösung von allen Schmerzen empfangen, die Freude des Todes!
Vorlage S. 8
38
EVA. Ich möchte wissen und erlöst werden! Iss, Adam!
Vorlage S. 8
39
Sie essen die verbotene Frucht.
Vorlage S. 8
40
Dritter Akt.
Vorlage S. 8
41
Im Himmel.
Vorlage S. 9
42
Gott und Uriel.
Vorlage S. 9
43
URIEL. Wehe uns, mit unserer Freude ist es aus.
Vorlage S. 9
44
GOTT. Was ist geschehen?
Vorlage S. 9
45
URIEL. Luzifer hat die Staubgeborenen über unsere Kniffe aufgeklärt; sie wissen alles und sind glücklich.
Vorlage S. 9
46
GOTT. Glücklich! Wehe ihnen!
Vorlage S. 9
47
URIEL. Noch mehr, er hat ihnen die Freiheit geschenkt, so dass sie zum Nichts zurückkehren können.
Vorlage S. 9
48
GOTT. Sterben! ... Gut! ... Nur mögen sie sich mehren, bevor sie sterben! Es werde die Liebe!
Vorlage S. 9
49
Vierter Akt.
Vorlage S. 9
50
In der Hölle.
Vorlage S. 10
51
LUZIFER gebunden. Seit die Liebe in die Welt gekommen, ist meine Macht erloschen. Kain erlöste den Abel; aber erst, nachdem sich dieser mit seiner Schwester schon fortgepflanzt. Ich will sie alle erlösen! – Ihr Wasser, Meere, Quellen, Bäche, die ihr den Funken des Lebens auszulöschen vermögt, steiget, tretet aus euren Ufern!
Vorlage S. 10
52
Fünfter Akt.
Vorlage S. 10
53
Im Himmel.
Vorlage S. 10
54
Gott und Uriel.
Vorlage S. 10
55
URIEL. Wehe uns! Mit unserer Freude ist es aus!
Vorlage S. 10
56
GOTT. Was ist geschehen?
Vorlage S. 10
57
URIEL. Luzifer hat die Gewässer empört; nun steigen sie und erlösen die Sterblichen.
Vorlage S. 10
58
GOTT. Ich weiß! Aber ich habe zwei der am wenigsten Aufgeklärten gerettet, die niemals die Lösung des Rätsels erfahren sollen. Ihr Schiff ist auf dem Ararat gelandet, und sie bieten Sühnopfer dar.
Vorlage S. 10
Porträt von August Johan Strindberg
Kontextbild zum Werk. Porträt von August Johan Strindberg — Bildnis zur Autorschaft; keine Szene aus dem Buch. · August Strindberg · Public domain Bildquelle ↗
59
URIEL. Aber Luzifer hat ihnen eine Pflanze gegeben, deren Saft ihre Torheit heilt, – die Rebe. Ein Tropfen Wein, und sie werden sehend.
Vorlage S. 11
60
GOTT. Die Unsinnigen! sie wissen nicht, dass ich ihr Kraut mit den Eigenschaften der Betörung, der Betäubung und des Vergessenmachens begabt habe, auf dass sie sich nicht mehr erinnern, was ihre Augen gesehen haben.
Vorlage S. 11
61
URIEL. Wehe uns! Was macht das Torenpack da drunten?
Vorlage S. 11
62
GOTT. Sie bauen einen Turm und schicken sich an, den Himmel zu erstürmen. Ha, Luzifer hat sie fragen gelehrt! Gut; ich will ihre Sprache verwirren, dass sie Fragen fragen ohne Antworten, und mein Bruder Luzifer verstumme!
Vorlage S. 11
63
Sechster Akt.
Vorlage S. 11
64
Im Himmel.
Vorlage S. 12
65
Gott und Uriel.
Vorlage S. 12
66
URIEL. Wehe uns! Luzifer hat seinen einigen Sohn gesandt, dass er den Menschen die Wahrheit verkünde.
Vorlage S. 12
67
GOTT. Was sagt er?
Vorlage S. 12
68
URIEL. Geboren von einer Jungfrau, will dieser Sohn gekommen sein, die Menschen zu erlösen und durch seinen Tod den Schrecken des Todes aus der Welt zu schaffen.
Vorlage S. 12
69
GOTT. Was sagen die Menschen?
Vorlage S. 12
70
URIEL. Die einen verbreiten, dass er Gott, andere, dass er der Teufel sei.
Vorlage S. 12
71
GOTT. Was verstehen sie unter dem Teufel?
Vorlage S. 12
72
URIEL. Luzifer!
Vorlage S. 12
73
GOTT in Zorn geratend. Mich reut, den Menschen auf Erden gemacht zu haben; er ist stärker geworden als ich. Ich weiß nicht mehr, wie ich diese Masse von Toren und Narren lenken soll. Amaimon, Egyn, Paymon, Orieus, nehmt mir diese Last ab; stürzt den Ball, dass er sich in den Abgründen verirre! Fluch auf das Haupt der Rebellen. Und den Galgen auf die Stirn des verdammten Planeten, als Zeichen des Verbrechens, der Züchtigung und der Leiden.
Vorlage S. 12
74
EGYN UND AMAIMON treten auf.
Vorlage S. 13
75
EGYN. O Herr! Euer schlimmer Wille und das verkündete Wort haben ihre Wirkung getan! Die Erde stürmt auf ihrer Bahn dahin; die Gebirge stürzen zusammen, die Wasser überschwemmen das Trockene; die Achse zielt nach der eisigen Nacht des Nordens; Pest, Hungersnot verheeren die Völker; die Liebe ist in tödlichen Haß gekehrt, die kindliche Ehrfurcht in Vater- und Muttermord. Die Menschen glauben sich in der Hölle, und Ihr, o Herr, seid gestürzt.
Vorlage S. 13
76
GOTT. Zu Hilfe! Mich reut meiner Reue!
Vorlage S. 13
77
AMAIMON. Zu spät. Alles geht seinen Gang, seit Ihr einmal schwach gewesen seid ...
Vorlage S. 13
78
GOTT. Mich reut, Funken meiner Seele in unreine Gefäße gelegt zu haben, welche mich durch ihre Zuchtlosigkeiten ... erniedrigen ...
Vorlage S. 13
79
EGYN zu Amaimon. Was redet er, der Alte!
Vorlage S. 14
80
GOTT. Meine Tatkraft versiegt, wenn sie sich von mir entfernen; ihre Sittenverderbnis befleckt mich; der Aberwitz meiner Nachkommenschaft rächt sich an mir. Was habe ich begangen, Ewiger! Hab Erbarmen mit mir! ... Da er den Fluch geliebt hat, falle der Fluch auf ihn; und weil er keine Freude am Segnen gehabt hat, so weiche auch der Segen von ihm! ...
Vorlage S. 14
81
EGYN. Was ist ihm?
Vorlage S. 14
82
GOTT. Herr, Ewiger, keiner unter den Göttern ist, der dir ähnlich sei, und deine Werke sind ohnegleichen. Denn du bist groß und du tust Wunder; du bist Gott, du allein!
Vorlage S. 14
83
AMAIMON. Er schwärmt.
Vorlage S. 14
84
EGYN. So muss es kommen, dass –
Vorlage S. 14
85
wollen Götter sich vergnügen,
Vorlage S. 14
86
die Sterblichen sie drum betrügen.
Vorlage S. 14

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Mag ich, mißlingt's, mich verlieren …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

2. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Mein Herr und […], dein schlimmes Herz will Leid und Unglück.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »bevor« in diesem Textausschnitt? »Nur mögen sie sich mehren, bevor sie sterben!«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗

4. Welcher Ausschnitt enthält eine ausdrückliche Verneinung oder einen Ausschluss? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

5. Welcher Ausschnitt verweist mit einer Zeitangabe ausdrücklich auf eine frühere Zeit? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Die einen verbreiten, dass er Gott, andere, dass er der Teufel sei.« B: »Wenn aber die Zeit erfüllt ist, wird er Hirten vom Felde nach einer Krippe leuchten, darin mein Sohn, der Erlöser der Welt, geboren werden wird.« C: »Genug der Untätigkeit, die unsere Kräfte verzehrt!«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Sie bauen einen Turm und schicken …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

8. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Luzifer hat seinen einigen Sohn gesandt, dass er den […] die Wahrheit verkünde.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

9. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »weil« in diesem Textausschnitt? »Da er den Fluch geliebt hat, falle der Fluch auf ihn; und weil er keine Freude am Segnen gehabt hat, so weiche auch der Segen von ihm! ...«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗

10. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Mich reut, Funken meiner Seele in unreine Gefäße …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Ordne diese Textstelle in den Zusammenhang ein: »Genug der Untätigkeit, die unsere Kräfte verzehrt!«. Was geschieht oder wird hier besprochen? Erkläre in drei bis fünf Sätzen auch, was davor und danach wichtig ist.

Impulse zur Selbstprüfung

Lies die verlinkte Stelle mit ihrer Umgebung. Trenne ausdrücklich Gesagtes von Vermutungen.

  • Situation oder Gedanke verständlich erklärt
  • Mindestens ein passender Textbeleg
  • Eigene Formulierungen statt bloßer Abschrift
Textstelle nachlesen ↗

2. Vergleiche die beiden Ausschnitte: »Genug der Untätigkeit, die unsere Kräfte verzehrt!« und »Da er den Fluch geliebt hat, falle der Fluch auf ihn; und weil er keine Freude am Segnen gehabt hat, so weiche auch der Segen von ihm! ...«. Welche Entwicklung, Gemeinsamkeit oder Spannung erkennst du? Begründe mit beiden Textstellen.

Impulse zur Selbstprüfung

Auch eine gleichbleibende Haltung ist ein mögliches Ergebnis. Erfinde keine Entwicklung, wenn sie sich aus dem Text nicht belegen lässt.

  • Beide Ausschnitte im Zusammenhang gelesen
  • Eine Gemeinsamkeit oder einen Unterschied erläutert
  • Deutung und wörtlichen Beleg unterschieden
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

3. Untersuche die sprachliche Wirkung dieses Ausschnitts: »sich an, den Himmel zu erstürmen«. Wähle ein auffälliges Wort, ein Bild oder eine Formulierung. Erkläre seine Wirkung und begründe eine mögliche andere Lesart.

Impulse zur Selbstprüfung

Es gibt nicht nur eine richtige Interpretation. Prüfe beide Lesarten am Kapitel und benenne, was offen bleibt.

  • Sprachliches Merkmal am Wortlaut benannt
  • Wirkung als begründete Deutung formuliert
  • Alternative Lesart oder Grenze der Deutung erklärt
Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Gott, der Ewige, Unsichtbare Gott, der böse Geist, Usurpator, der Fürst dieser Welt Luzifer, der Lichtbringer, gestürzt Erzengel Engel Adam und Eva«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Wehe uns, mit unserer Freude ist es aus.«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »So muss es kommen, dass – wollen Götter sich vergnügen, die Sterblichen sie drum betrügen.«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autor und namentlich belegte Übersetzung sind nach den geprüften Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. TextGrid und www.editura.de stellen Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE bereit.

Inferno

Strindberg, August: Inferno. Übers. v. Christian Morgenstern, Berlin: Hyperionverlag, [1919] Strindberg, August Johan 1- Berlin

Das Werk Inferno von Strindberg, August Johan ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; underlying texts public domain per source Lizenz

Originalsprache · Französisch

Vollständige französische Originalausgabe mit CoramPopulo,20nummerierten Kapiteln und Epilog. Die deutsche Morgenstern-Fassung besitzt16Kapitel. Die französische Ausgabe enthält zusätzlich SylvaSylvarum, LaTête-de-mort, Étudesfunèbres und einen weiteren Tagebuchauszug. Diese belegte Editionsabweichung bleibt sichtbar; es wird weder gleicher Anhangsumfang noch eine Satz- oder Kapitelgleichheit behauptet. Beide Fassungen enden mit dem Hinweis auf Strindbergs seit1895geführtes Tagebuch.

Strindberg, August Johan; Wikisource contributors, CC BY-SA4.0.

Autorschaft und Ausgabe: Strindberg, August Johan

Originaltext und Ausgabe ↗ · Französische Wikisource · Lizenz und Nutzungsbedingungen

Die Fassungen folgen den jeweils angegebenen Quellen; ihre Gliederung kann abweichen.

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.