Zum Inhalt springen

Buch - Ibrahim Sultan - Lohenstein, Daniel Casper von

Aus MOOCsWiki Staging

← Bücher-Welt

Originalwerk · Lesefassung

Ibrahim Sultan

Lohenstein, Daniel Casper von · 1673

Am Hof des Sultans Ibrahim verbinden sich persönliche Begierden mit politischen Intrigen. Das Drama zeigt eine Herrschaft, deren innere Widersprüche den Machtwechsel vorbereiten.

BarockdramaKlasse 11–1316 Abschnitte
Historisches Bildnis von Daniel Casper von Lohenstein
Historisches Bildnis von Daniel Casper von Lohenstein — Bildnis zur Autorschaft; keine Szene aus dem Buch. · Urheber unbekannt · Public domain Bildquelle ↗
Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und zeitgebundene Wertvorstellungen gemeinsam einordnen. Klassenangaben sind redaktionelle Orientierung.
  • Für die begleitete Analyse in der Oberstufe; je nach Werk werden Gewalt, Sexualität, Krankheit oder historische Diskriminierung thematisiert.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Deutsch · Abschnitt 2 von 16

[Widmung]

1
[Widmung]
Vorlage S. 99
2
Allerdurchlauchtigster Großmächtigster /
Vorlage S. 99
3
Unüberwindlichster
Vorlage S. 99
4
Römischer Käyser /
Vorlage S. 99
5
auch zu Hungarn und Böheim König /
Vorlage S. 99
6
Allergnädigster Käyser / König
Vorlage S. 99
7
und Herr.
Vorlage S. 99
8
Tugend und Glückseligkeit sind die zwei Angel-Sterne des Erdbodens. Wer diese zwei grosse Weltgestirne mit einander vereinbart / reichet mit der einen Hand biss an das Ende des Mittags / mit der andern biss zu der eusersten Nord-Spitze. Er behauptet die Herrschaft der Welt / und übermeistert die Gesetze der Natur. Die erstere wird unter dem Sinnenbilde des Löwen / von Ew. Käyser- und Königl. Majest. die andere durch den Nahmen dero Allerdurchlauchtigsten Gemahlin fürgebildet; Gleich als wenn es die Freude der Welt über dero glückseligsten Vermählung zu erwecken nicht genung wäre: dass ohne diß die Glückseligkeit nichts minder als die Gütigkeit dem hochlöblichsten Ertzt-Hause Oesterreich / wie der köstliche Geruch den Musch-Ziegen angebohren ist / und man weniger Ertzt-Hertzoge ohne grosse Tugenden / als Paradiß-Vögel mit Füssen gesehen hat; Und derogestalt die göttliche Versehung ihre geheime Weissagungen durch die klaren Buchstaben so deutlicher Nahmen entziffern wolte. Denn dass auch Nahmen nichts minder Merckmahle künftiger Begebenheiten / als die Gestirne Andeutungen bevorstehender Witterung sind /hat Franckreich von seinen unglückseligen Henrichen / Schottland von seinen Jacobern / Pohlen von seinen Casimirn mit Tränen; Oesterreich und Spanien aber von seinen ruhmwürdigsten Ferdinanden mit Gold und Purpur aufgezeichnet. Ja Deutschland / welchem dißfals der gestirnte Himmel mißgönnen muss: dass es an seinen Ertzt-Herzogen eitel Sonnen ohne Finsternüsse gehabt / hat über dieser Vermählung so vielmehr zu frolocken / weil diese glückselige CLAUDIA mit ihrem Nahmen die Geheimnüsse auffschleust / die das Verhängnis für so vielen Jahren in sein Geheimbuch von dieser Heyrath aufgeschrieben /und den Vorschmack der güldnen Zeit verkündigt /die die Nachwelt mit uns genüßen sol. Denn in Warheit / die Vermählungen hoher Häupter haben auf die Völcker einen nachdrücklichem Einfluss / als die Vereinbarung guter oder böser Sterne über die Welt. Und die Schiffer dörffen sich so sehr nicht beym Ungewitter über dem Anblick der zweyverschwisterten Glück-Sternen / des Castors und der Helenæ; als die Welt bey ietzigen Sturmwinden über die Vereinbarung beider Oesterreichischen Sonnen vergnügen.
Vorlage S. 99
Historisches Bildnis von Daniel Casper von Lohenstein
Kontextbild zum Werk. Historisches Bildnis von Daniel Casper von Lohenstein — Bildnis zur Autorschaft; keine Szene aus dem Buch. · Urheber unbekannt · Public domain Bildquelle ↗
9
So vieler Völcker frolockendem Zuruffen / erkühne / unüberwindlichster Käyser / ich mich nun auch / nicht so wohl ein würdiges Opfer /als ein verächtliches Kennzeichen meiner allerunterthänigsten Pflicht-Schuld beyzusetzen. Denn wie sol ein so grosser Käyser ietzt einen ihm anständigen Redner oder Tichter finden? da der grosse Alexander in dem blühenden Griechen-lande schon über den Abgang eines Homerus geseufzet; und unserer danckbarern Vorfahren Unwissenheit der uhralten deutschen Helden Wunder-Wercke unter den Staub der Vergessenheit vergraben lassen?
Vorlage S. 100
10
Ich überliefere Fußfällig ein Schauspiel / nicht so wohl / weil die gantze Welt einen Schauplatz / die Menschen die Spielenden / ihr Leben das Spiel / der Himmel den urtheilenden Zuschauer fürstellet; als weil Ew. Käyserl. Majest. Helden-Thaten in diesem grossen Schauplatze ein Beyspiel aller vollkommenen Fürsten / und ein anbethens- würdiges Vorbild der Vollkommenheit bey der Nachwelt zu sein; dero Allerdurchlauchtigste Gemahlin aber den vom Käyser Augustus der wiederkommenden Glückseligkeit gewiedmeten Tempel / ja köstlicher Ertzt und einen herrlichern Stand verdienen / als welches die Heydnischen Käyser zum Bilde der güldenen Glückseligkeit verschmeltzten / und in ihr Schlaffgemach zu ihrem Ab-Gotte auffsetzten. Wiewohl Ew. Käyserl. Majest. mehr güldne Glückseligkeit nicht nur dero Schlaffgemach / sondern so gar die Seele zu ihrem Heiligthume erlanget. Ein Ertztenes Glücks-Bild wahrsagte dem träumenden Galba sein künftiges Käyserthum; wie vielmehr haben wir von dieser Glückseligkeit Ew. Käyserl. Majest. Stammes und Reiches Außbreitung zu hoffen. Galba setzte solch todtes Bild zu Tusculum für einen Ab-Gott auf / und opferte selbtem Monatlich; wie viel Hecatomben werden wir nun nicht der von Ew. Käyserl. Majest. aufgethröneten lebendigen Glückseligkeit schuldig werden?
Vorlage S. 100
11
Diß Schauspiel entwirfft die Gemüts-Flecken und die zu unserer Zeit sichtbare Verfinsterung eines Oßmannischen Mohnden; umb durch Ew. Käyserl. Majest. Gegensatz der Welt für Augen zu stellen: wie jene zwar durch stetige Herrschens-Sucht sich aufblähen; die Sonnen von Oesterreich aber aller Vergrösserung überlegen sind; und Ew. Käyserl. Majest. nicht nur durch dero Kriegs-Strahlen /welche die Rabe und Neutra mit so vielem Türckischem und dem Sultan Ibrahim selbst nah-anverwandtem Blute angeröthet / des Machmets Monden verfinstern; sondern auch durch dero reine Flammen jene beschämen: dass Liebe nichts minder ohne böse Lust /als Rosen ohne Dornen / Diamanten ohne Flecken /und Gold ohne Kupfer sein könne.
Vorlage S. 101
12
Die Corinthier entschuldigten die Künheit ihres dem grossen Alexander angebothenen Bürgerrechts: sie hätten es vorhero niemanden / als dem Hercules angetragen; ich aber verdecke meine Vermässenheit damit: dass für mir noch keiner Ew. Käyser- und Königl. Majest. ein so grosses Geschencke geliefert / welches nicht ebenfalls für einen solchen HERRN zu unwürdig gewest / und dass mehrmahls grosse Könige sich an einer Hand voll Wasser/ wie GOTT an einem Lothe Weyrauch vergnüget; zumal wenn das Hertze die Beylage ist; als welches ich vielmehr als folgende Reymen aufopfere und ersterbe Ew. Käyser- und Königl. Majest.
Vorlage S. 101
13
Aller-unterthänigst-gehorsamster
Vorlage S. 101
14
Knecht
Vorlage S. 101
15
Daniel Casper von Lohenstein.
Vorlage S. 101

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Er behauptet die Herrschaft der Welt / …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

2. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Gleich als wenn es die Freude der Welt über dero glückseligsten Vermählung zu erwecken nicht genung wäre: dass ohne diß die Glückseligkeit nichts minder als die Gütigkeit dem […] Ertzt-Hause Oesterreich / wie der köstliche Geruch den Musch-Ziegen angebohren ist / und man weniger Ertzt-Hertzoge ohne grosse«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »weil« in diesem Textausschnitt? »Ja Deutschland / welchem dißfals der gestirnte Himmel mißgönnen muss: dass es an seinen Ertzt-Herzogen eitel Sonnen ohne Finsternüsse gehabt / hat über dieser Vermählung so vielmehr zu frolocken / weil diese glückselige CLAUDIA mit ihrem Nahmen die Geheimnüsse auffschleust / die das Verhängnis für so vielen Jahren in«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗

4. Welcher Ausschnitt enthält ausdrücklich einen Grund oder eine daraus gezogene Folge? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

5. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Denn wie sol ein so grosser Käyser ietzt einen ihm anständigen Redner oder Tichter finden? da der grosse Alexander in dem blühenden […] schon über den Abgang eines Homerus geseufzet; und unserer danckbarern Vorfahren Unwissenheit der uhralten deutschen Helden Wunder-Wercke unter den Staub der Vergessenheit vergraben lassen?«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Diß Schauspiel entwirfft die Gemüts-Flecken und die zu unserer Zeit sichtbare Verfinsterung eines Oßmannischen Mohnden; umb durch Ew.« B: »So vieler Völcker frolockendem Zuruffen / erkühne / unüberwindlichster Käyser / ich mich nun auch / nicht so wohl ein würdiges Opfer /als ein verächtliches Kennzeichen meiner allerunterthänigsten Pflicht-Schuld beyzusetzen.« C: »Die erstere wird unter dem Sinnenbilde des Löwen / von Ew.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Ein Ertztenes Glücks-Bild wahrsagte dem träumenden Galba sein künftiges …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

8. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Majest. […] lebendigen Glückseligkeit schuldig werden?«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

9. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Majest. nicht nur durch dero Kriegs-Strahlen /welche die Rabe und Neutra mit …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

10. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »weil« in diesem Textausschnitt? »Ich überliefere Fußfällig ein Schauspiel / nicht so wohl / weil die gantze Welt einen Schauplatz / die Menschen die Spielenden / ihr Leben das Spiel / der Himmel den urtheilenden Zuschauer fürstellet; als weil Ew.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Ordne diese Textstelle in den Zusammenhang ein: »Er behauptet die Herrschaft der Welt / «. Was geschieht oder wird hier besprochen? Erkläre in drei bis fünf Sätzen auch, was davor und danach wichtig ist.

Impulse zur Selbstprüfung

Lies die verlinkte Stelle mit ihrer Umgebung. Trenne ausdrücklich Gesagtes von Vermutungen.

  • Situation oder Gedanke verständlich erklärt
  • Mindestens ein passender Textbeleg
  • Eigene Formulierungen statt bloßer Abschrift
Textstelle nachlesen ↗

2. Vergleiche die beiden Ausschnitte: »Er behauptet die Herrschaft der Welt / « und »Die Corinthier entschuldigten die Künheit ihres dem grossen Alexander angebothenen Bürgerrechts: sie hätten es vorhero niemanden / als dem Hercules angetragen; ich aber verdecke meine Vermässenheit damit: dass für mir noch keiner Ew.«. Welche Entwicklung, Gemeinsamkeit oder Spannung erkennst du? Begründe mit beiden Textstellen.

Impulse zur Selbstprüfung

Auch eine gleichbleibende Haltung ist ein mögliches Ergebnis. Erfinde keine Entwicklung, wenn sie sich aus dem Text nicht belegen lässt.

  • Beide Ausschnitte im Zusammenhang gelesen
  • Eine Gemeinsamkeit oder einen Unterschied erläutert
  • Deutung und wörtlichen Beleg unterschieden
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

3. Untersuche die sprachliche Wirkung dieses Ausschnitts: »Denn wie sol ein so grosser Käyser ietzt einen ihm anständigen Redner oder Tichter finden? da der grosse Alexander in dem blühenden Griechen-lande schon über den Abgang eines Homerus geseufzet; und unserer danckbarern Vorfahren Unwissenheit der uhralten deutschen Helden Wunder-Wercke unter den Staub der Vergessenheit vergraben lassen?«. Wähle ein auffälliges Wort, ein Bild oder eine Formulierung. Erkläre seine Wirkung und begründe eine mögliche andere Lesart.

Impulse zur Selbstprüfung

Es gibt nicht nur eine richtige Interpretation. Prüfe beide Lesarten am Kapitel und benenne, was offen bleibt.

  • Sprachliches Merkmal am Wortlaut benannt
  • Wirkung als begründete Deutung formuliert
  • Alternative Lesart oder Grenze der Deutung erklärt
Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Tugend und Glückseligkeit sind die zwei Angel-Sterne des Erdbodens.«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Denn wie sol ein so grosser Käyser ietzt einen ihm anständigen Redner oder Tichter finden? da der grosse Alexander in dem blühenden Griechen-lande schon über den Abgang eines Homerus geseufzet; und unserer danckbarern Vorfahren Unwissenheit der uhralten deutschen Helden Wunder-Wercke unter den Staub der Vergessenheit vergraben lassen?«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Majest. ein so grosses Geschencke geliefert / welches nicht ebenfalls für einen solchen HERRN zu unwürdig gewest / und dass mehrmahls grosse Könige sich an einer Hand voll Wasser/ wie GOTT an einem Lothe Weyrauch vergnüget; zumal wenn das Hertze die Beylage ist; als welches ich vielmehr als folgende Reymen aufopfere und ersterbe Ew.«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Das deutschsprachige Original ist nach den geprüften Lebensdaten des Autors in Deutschland gemeinfrei. TextGrid und www.editura.de stellen den bearbeiteten Datenbestand unter CC BY 3.0 DE bereit.

Ibrahim Sultan

Daniel Casper von Lohenstein: Türkische Trauerspiele. Herausgegeben von Klaus Günther Just, Stuttgart: Hiersemann Verlag, 1953. Lohenstein, Daniel Casper von 99- Stuttgart

Das Werk Ibrahim Sultan von Lohenstein, Daniel Casper von ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; underlying texts public domain per source Lizenz

Originalsprache · Deutsch

Unveränderte deutsche Quellfassung; die andere Spalte bietet eine gesonderte Lesefassung. Beide Ansichten gehören zu demselben Werk.

Das Werk Ibrahim Sultan von Lohenstein, Daniel Casper von ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Autorschaft und Ausgabe: Lohenstein, Daniel Casper von

Originaltext und Ausgabe ↗ · TextGrid / Editura · Lizenz und Nutzungsbedingungen

Daniel Casper von Lohenstein: Türkische Trauerspiele. Herausgegeben von Klaus Günther Just, Stuttgart: Hiersemann Verlag, 1953. Lohenstein, Daniel Casper von 99- Stuttgart

Die Fassungen folgen den jeweils angegebenen Quellen; ihre Gliederung kann abweichen.

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.