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Buch - Herodes und Mariamne - Hebbel, Friedrich

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Originalwerk · Lesefassung

Herodes und Mariamne

Hebbel, Friedrich · 1813–1863

Herodes und Mariamne von Hebbel, Friedrich. Volltext der angegebenen Ausgabe mit textbezogenen Leseaufgaben.

DramaKlasse 11–137 Abschnitte
Porträt von Hebbel, Friedrich; Kontextbild zur Autorin oder zum Autor, keine Szene aus dem Buch.
Porträt · Hebbel, Friedrich · Thomas Ledl · CC BY-SA 4.0 Bildquelle ↗
Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und Wertvorstellungen im Unterricht einordnen.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Abschnitt 3 von 7

1. Akt

1
Erste Szene
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2
JOAB
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3
tritt dem König entgegen.
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4
Ich bin zurück!
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5
HERODES.
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6
Dich spreche ich nachher!
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7
Das Wichtigste zuerst!
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8
JOAB
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9
zurücktretend, für sich.
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10
Das Wichtigste!
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11
Ich dächte doch, das wäre, zu erfahren,
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12
Ob unser Kopf noch fest sitzt oder nicht.
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13
HERODES
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14
winkt Judas.
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15
Wie steht es mit dem Feuer?
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16
JUDAS.
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17
Mit dem Feuer?
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18
So weißt du schon, was ich zu melden kam?
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19
HERODES.
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20
Um Mitternacht brachs aus. Ich war der erste,
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21
Der es bemerkte und die Wache rief.
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22
Irr ich mich nicht, so weckte ich dich selbst!
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23
JUDAS.
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24
Es ist gelöscht!
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25
Für sich.
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26
So ist es also wahr,
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27
Dass er verkleidet durch die Gassen schleicht,
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28
Wenn andre schlafen! Hüten wir die Zunge,
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29
Sie könnte seinem Ohr einmal begegnen.
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30
HERODES.
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31
Ich sah, als alles schon in Flammen stand,
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32
Ein junges Weib durchs Fenster eines Hauses,
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33
Das ganz betäubt schien. Ward dies Weib gerettet?
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34
JUDAS.
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35
Sie wollte nicht!
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36
HERODES.
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37
Sie wollte nicht?
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38
JUDAS.
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39
Beim Himmel,
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40
Sie wehrte sich, als man sie mit Gewalt
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41
Hinwegzubringen suchte, schlug mit Händen
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42
Und Füßen um sich, klammerte am Bett,
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43
Auf dem sie saß, sich fest und schrie, sie habe
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44
Mit eigner Hand sich eben töten wollen,
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45
Nun komme ihr ein Tod von ungefähr!
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46
HERODES.
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47
Sie wird verrückt gewesen sein!
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48
JUDAS.
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49
Wohl möglich
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50
Dass sies in ihrem Schmerz geworden ist!
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51
Ihr Mann war augenblicks zuvor gestorben,
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52
Der Leichnam lag noch warm in seinem Bett.
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53
HERODES
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54
für sich.
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55
Das will ich Mariamnen doch erzählen
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56
Und ihr dabei ins Auge schaun!
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57
Laut.
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58
Dies Weib
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59
Hat wohl kein Kind gehabt! Wär es der Fall,
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60
So sorg ich für das Kind! Sie selber aber
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61
Soll reich und Fürsten gleich bestattet werden,
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62
Sie war vielleicht der Frauen Königin!
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63
SAMEAS
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64
tritt zu Herodes.
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65
Bestattet werden? Geht doch wohl nicht an!
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66
Zum wenigsten nicht in Jerusalem!
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67
Es steht geschrieben –
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68
HERODES.
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69
Kenne ich dich nicht?
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70
SAMEAS.
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71
Du hast mich einmal kennenlernen können;
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72
Ich war die Zunge des Synedriums,
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73
Als es vor dir verstummte!
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74
HERODES.
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75
Sameas,
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76
Ich hoffe doch, du kennst mich auch! Du hast
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77
Den Jüngling hart verfolgt, du hättest gern
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78
Mit seinem Kopf dem Henker ein Geschenk
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79
Gemacht; der Mann und König hat vergessen,
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80
Was du getan: Du trägst den deinen noch!
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81
SAMEAS.
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82
Wenn ich ihn darum, weil du mir ihn ließest,
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83
Nicht brauchen soll, so nimm ihn hin; das wäre
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84
Ja schlimmer, als ihn eingebüßt zu haben.
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85
HERODES.
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86
Weswegen kamst du? Niemals sah ich dich
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87
Bis jetzt in diesen Mauern.
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88
SAMEAS.
Vorlage S. 487
89
Deshalb eben
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90
Siehst du mich heut! Du hast vielleicht geglaubt,
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91
Dass ich dich fürchtete! Ich fürcht dich nicht!
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92
Auch jetzt nicht, wo dich mancher fürchten lernte,
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93
Der dich bisher, ich meine, bis zum Tode
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94
Des Aristobolus, nicht fürchtete!
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95
Und nun sich die Gelegenheit mir beut,
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96
Dir zu beweisen, dass ich dankbar bin,
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97
Nehm ich sie wahr und warne dich mit Ernst
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98
Vor einer Handlung, die der Herr verdammt.
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99
Die Knochen dieses Weibes sind verflucht,
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100
Sie hat die Rettung heidnisch abgewehrt,
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101
Das ist, als hätte sie sich selbst getötet,
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102
Und da –
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103
HERODES.
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104
Ein ander Mal!
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105
Zu Serubabel.
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106
Aus Galiläa!
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107
Und Serubabel, der mich – Sei gegrüßt!
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108
Du selbst bist schuld, dass ich dich jetzt erst sah!
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109
SERUBABEL.
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110
Viel Ehre, König, dass du mich noch kennst!
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111
Deutet auf seinen Mund.
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112
Nun freilich, diese beiden großen Zähne,
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113
Die mich zum Vetter eines Ebers machen –
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114
HERODES.
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115
Mein eigenes Gesicht vergeß ich eher,
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116
Als das des Mannes, der mir treu gedient!
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117
Du warst, als ich bei euch die Räuber jagte,
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118
Mein bester Spürhund. Was bringst du mir jetzt?
Vorlage S. 488
119
SERUBABEL
Vorlage S. 488
120
winkt seinem Sohn.
Vorlage S. 488
121
Nicht eben viel! Den Philo, meinen Sohn!
Vorlage S. 488
122
Du brauchst Soldaten, ich, ich brauche keine,
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123
Und dieser ist ein Römer, aus Versehn
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124
Durch ein ebräisch Weib zur Welt gebracht!
Vorlage S. 488
125
HERODES.
Vorlage S. 488
126
Aus Galiläa kommt mir nichts, als Gutes!
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127
Ich lasse dich noch rufen.
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128
SERUBABEL
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129
tritt mit seinem Sohn zurück.
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130
TITUS
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131
tritt vor.
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132
Ein Betrug,
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133
Den ich entdeckte, zwingt mich –
Vorlage S. 488
134
HERODES.
Vorlage S. 488
135
Deck ihn auf!
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136
TITUS.
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137
Die Stummen reden!
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138
HERODES.
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139
Deutlich!
Vorlage S. 488
140
TITUS.
Vorlage S. 488
141
Dein Trabant,
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142
Der dir mit einem meiner Centurionen
Vorlage S. 488
143
Die letzte Nacht das Schlafgemach bewachte, –
Vorlage S. 488
144
HERODES
Vorlage S. 488
145
für sich.
Vorlage S. 488
146
Den Alexandra, meine Schwiegermutter,
Vorlage S. 488
147
In meinen Dienst gebracht –
Vorlage S. 488
148
TITUS.
Vorlage S. 488
149
Er ist nicht stumm,
Vorlage S. 488
150
Wie alle Welt von ihm zu glauben scheint;
Vorlage S. 488
151
Er hat im Traum gesprochen, hat geflucht!
Vorlage S. 488
152
HERODES.
Vorlage S. 489
153
Im Traum?
Vorlage S. 489
154
TITUS.
Vorlage S. 489
155
Er war im Stehen eingeschlafen,
Vorlage S. 489
156
Mein Centurione weckte ihn nicht auf;
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157
Er glaubte die Verpflichtung nicht zu haben,
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158
Weil er nicht mit in der Cohorte dient,
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159
Doch sah er scharf auf ihn, um, wenn er fiele,
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160
Ihn aufzufangen, dass er dich nicht störe,
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161
Denn früh noch war es, und du lagst im Schlaf.
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162
Wie er das tut, fängt dieser Stumme plötzlich
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163
Zu murmeln an, spricht deinen Namen aus
Vorlage S. 489
164
Und fügt den fürchterlichsten Fluch hinzu!
Vorlage S. 489
165
HERODES.
Vorlage S. 489
166
Der Centurione hat sich nicht getäuscht?
Vorlage S. 489
167
TITUS.
Vorlage S. 489
168
Dann müsst er selber eingeschlafen sein
Vorlage S. 489
169
Und wär ein schlimmres Zeichen für die Zukunft
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170
Der ewgen Stadt, als jener Blitz, der jüngst
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171
Die Wölfin auf dem Capitol versehrt!
Vorlage S. 489
172
HERODES.
Vorlage S. 489
173
Ich danke dir! Und nun –
Vorlage S. 489
174
Er verabschiedet alle bis auf Joab.
Vorlage S. 489
175
Ja, ja, so stehts!
Vorlage S. 489
176
Verrat im eignen Hause, offner Trotz
Vorlage S. 489
177
Im Pharisäerpöbel, um so kecker,
Vorlage S. 489
178
Als ich ihn gar nicht strafen kann, wenn ich
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179
Nicht aus den Narren Märt'rer machen will;
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180
Bei jenen Galiläern etwas Liebe,
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181
Nein, eigennützige Anhänglichkeit,
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182
Weil ich der Popanz bin mit blankem Schwert,
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183
Der aus der Ferne ihr Gesindel schreckt;
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184
Und – dieser Mensch bringt sicher schlechte Botschaft,
Vorlage S. 489
185
Er war zu eilig, mir sie zu verkünden.
Vorlage S. 489
186
Denn der sogar, obgleich mein eigner Knecht,
Vorlage S. 489
187
Tut gern, was mich verdrießt, wenn er nur weiß,
Vorlage S. 489
188
Dass ich mich stellen muss, als merkt ichs nicht!
Vorlage S. 489
189
Zu Joab.
Vorlage S. 489
190
Wie stehts in Alexandrien?
Vorlage S. 489
191
JOAB.
Vorlage S. 489
192
Ich sprach Antonius!
Vorlage S. 489
193
HERODES.
Vorlage S. 489
194
Ein wunderlicher Anfang!
Vorlage S. 489
195
Du sprachst Antonius? Ich bins gewohnt,
Vorlage S. 489
196
Dass meine Boten vorgelassen werden;
Vorlage S. 490
197
Du bist der erste, der es nötig findet,
Vorlage S. 490
198
Mir zu versichern, dass ihm das gelang.
Vorlage S. 490
199
JOAB.
Vorlage S. 490
200
Es ward mir schwer gemacht! Man wies mich ab,
Vorlage S. 490
201
Hartnäckig ab!
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202
HERODES
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203
für sich.
Vorlage S. 490
204
So steht er mit Octav
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205
Noch besser, als ich dachte!
Vorlage S. 490
206
Laut.
Vorlage S. 490
207
Das beweist,
Vorlage S. 490
208
Dass du die rechte Stunde nicht gewählt!
Vorlage S. 490
209
JOAB.
Vorlage S. 490
210
Ich wählte jede von den vierundzwanzig,
Vorlage S. 490
211
Woraus der Tag besteht; wie man auch trieb,
Vorlage S. 490
212
Ich wich nicht von der Stelle, nicht einmal,
Vorlage S. 490
213
Als die Soldaten mir den Imbiß boten,
Vorlage S. 490
214
Und, da ich ihn verschmähte, spotteten:
Vorlage S. 490
215
Er isst nur, was die Katze vorgekostet
Vorlage S. 490
216
Und was der Hund zerlegt hat mit dem Maul!
Vorlage S. 490
217
Am Ende glückte mir –
Vorlage S. 490
218
HERODES.
Vorlage S. 490
219
Was einem Klügern
Vorlage S. 490
220
Sogleich geglückt wär –
Vorlage S. 490
221
JOAB.
Vorlage S. 490
222
Bei ihm vorzukommen!
Vorlage S. 490
223
Doch wars schon Nacht, und anfangs musst ich glauben,
Vorlage S. 490
224
Er hätt mich rufen lassen, um den Spaß
Vorlage S. 490
225
Der höhnenden Soldaten fortzusetzen;
Vorlage S. 490
226
Denn, wie ich eintrat, fand ich einen Kreis
Vorlage S. 490
227
Von Trinkern vor, die sich auf Polstern streckten,
Vorlage S. 490
228
Er aber füllte selbst mir einen Becher
Vorlage S. 490
229
Und rief mir zu: Den leere auf mein Wohl!
Vorlage S. 490
230
Und als ich des mich höflich weigerte,
Vorlage S. 490
231
Da sprach er: Wenn ich den da töten wollte,
Vorlage S. 490
232
So brauchte ich ihn nur acht Tage lang
Vorlage S. 490
233
An meinen Tisch zu ziehn und den Tribut,
Vorlage S. 490
234
Den Erd und Meer mir zollen, drauf zu stellen,
Vorlage S. 490
235
Er würde müßig sitzen und verhungern
Vorlage S. 490
236
Und noch im Sterben schwören, er sei satt.
Vorlage S. 490
237
HERODES.
Vorlage S. 490
238
Ja, ja, sie kennen uns! Das muss sich ändern!
Vorlage S. 490
239
Was Moses bloß gebot, um vor dem Rückfall
Vorlage S. 490
240
In seinen Kälberdienst dies Volk zu schützen,
Vorlage S. 490
241
Wenn er kein Narr war, das befolgt dies Volk,
Vorlage S. 490
242
Als hätt es einen Zweck an sich, und gleicht
Vorlage S. 490
243
Dem Kranken, der nach der Genesung noch
Vorlage S. 491
244
Das Mittel, das ihn heilte, fort gebraucht,
Vorlage S. 491
245
Als wären Arzenei und Nahrung eins!
Vorlage S. 491
246
Das soll – Fahr fort!
Vorlage S. 491
247
JOAB.
Vorlage S. 491
248
Doch überzeugte ich
Vorlage S. 491
249
Mich bald, dass ich mich irrte, denn er tat
Vorlage S. 491
250
Beim Trinken alle Staatsgeschäfte ab,
Vorlage S. 491
251
Ernannte Magistrate, ordnete
Vorlage S. 491
252
Dem Zeus das Opfer an, vernahm Auguren
Vorlage S. 491
253
Und sprach die Boten, wie sie eben kamen,
Vorlage S. 491
254
Nicht mich allein. Es sah besonders aus.
Vorlage S. 491
255
Ein Sklav stand hinter ihm, das Ohr gespitzt,
Vorlage S. 491
256
Die Tafel und den Griffel in der Hand,
Vorlage S. 491
257
Und zeichnete mit lächerlichem Ernst
Vorlage S. 491
258
Das auf, was ihm in trunknem Mut entfiel.
Vorlage S. 491
259
Die Tafel liest er dann, wie ich vernahm,
Vorlage S. 491
260
Am nächsten Morgen durch im Katzenjammer
Vorlage S. 491
261
Und hält so treu an ihren Inhalt sich,
Vorlage S. 491
262
Dass er, dies soll er jüngst geschworen haben,
Vorlage S. 491
263
Sich selbst mit eigner Faust erdrosseln würde,
Vorlage S. 491
264
Wenn er die Welt, die ihm gehört, am Abend
Vorlage S. 491
265
Im Rausch verschenkt und sich dabei des Rechts
Vorlage S. 491
266
Auf einen Platz darin begeben hätte.
Vorlage S. 491
267
Ob er dann auch im Zickzack geht, wie nachts,
Vorlage S. 491
268
Wenn er sein Lager sucht, ich weiß es nicht,
Vorlage S. 491
269
Doch deucht mir eins dem andern völlig gleich.
Vorlage S. 491
270
HERODES.
Vorlage S. 491
271
Du siegst, Octavian! Es fragt sich bloß,
Vorlage S. 491
272
Ob früher oder später. Nun?
Vorlage S. 491
273
JOAB.
Vorlage S. 491
274
Als endlich
Vorlage S. 491
275
An mich die Reihe kam, und ich den Brief
Vorlage S. 491
276
Ihm überreichte, den ich für ihn hatte,
Vorlage S. 491
277
Da warf er ihn, anstatt ihn zu eröffnen,
Vorlage S. 491
278
Verächtlich seinem Schreiber hin und ließ
Vorlage S. 491
279
Ein Bild durch seinen Mundschenk bringen; dieses
Vorlage S. 491
280
Sollt ich betrachten und ihm sagen,
Vorlage S. 491
281
Ob ich es ähnlich fände oder nicht.
Vorlage S. 491
282
HERODES.
Vorlage S. 491
283
Das war das Bild –
Vorlage S. 491
284
JOAB
Vorlage S. 492
285
hämisch.
Vorlage S. 492
286
Des Aristobolus,
Vorlage S. 492
287
Des Hohenpriesters, der so rasch ertrank.
Vorlage S. 492
288
Es war ihm längst durch deine Schwiegermutter,
Vorlage S. 492
289
Durch Alexandra, die mit ihm verkehrt,
Vorlage S. 492
290
Schon zugeschickt, doch er verschlangs mit Gier,
Vorlage S. 492
291
Als hätte er es niemals noch erblickt.
Vorlage S. 492
292
Ich stand verwirrt und schweigend da. Er sprach,
Vorlage S. 492
293
Als er dies sah: Die Lampen brennen wohl
Vorlage S. 492
294
Zu düster hier! und griff nach deinem Brief,
Vorlage S. 492
295
Steckt ihn in Brand und ließ ihn vor dem Bild
Vorlage S. 492
296
Langsam verflackern, wie ein weißes Blatt.
Vorlage S. 492
297
HERODES.
Vorlage S. 492
298
Kühn! Selbst für ihn! Doch – es geschah im Rausch!
Vorlage S. 492
299
JOAB.
Vorlage S. 492
300
Ich rief: Was machst du da? Du hast ihn ja
Vorlage S. 492
301
Noch nicht gelesen! Er erwiderte:
Vorlage S. 492
302
Ich will Herodes sprechen! Das bedeutets!
Vorlage S. 492
303
Er ist bei mir verklagt auf Tod und Leben!
Vorlage S. 492
304
Nun sollt ich sagen, wie der Hohepriester
Vorlage S. 492
305
Gestorben sei. Und als ich ihm erzählte,
Vorlage S. 492
306
Beim Baden hab der Schwindel ihn gepackt,
Vorlage S. 492
307
Da fuhr er drein: Gepackt! Ja, ja, das ist
Vorlage S. 492
308
Das rechte Wort; der Schwindel hatte Fäuste!
Vorlage S. 492
309
Und ich vernahm – verzeihst dus, wenn ichs melde? –
Vorlage S. 492
310
Dass man in Rom nicht glaubt, der Jüngling sei
Vorlage S. 492
311
Ertrunken, sondern dass man dich bezüchtigt,
Vorlage S. 492
312
Du habest ihn durch deine Kämmerer
Vorlage S. 492
313
Ersticken lassen in dem tiefen Fluss.
Vorlage S. 492
314
HERODES.
Vorlage S. 492
315
Dank, Alexandra, Dank!
Vorlage S. 492
316
JOAB.
Vorlage S. 492
317
Jetzt winkt' er mir
Vorlage S. 492
318
Zu gehen, und ich ging. Doch rief er mich
Vorlage S. 492
319
Noch einmal um und sprach: Du bist die Antwort
Vorlage S. 492
320
Auf meine erste Frage mir noch schuldig,
Vorlage S. 492
321
Drum wiederhol ich sie. Gleicht dieses Bild
Vorlage S. 492
322
Dem Toten? Und als ich gezwungen nickte:
Vorlage S. 492
323
Gleicht Mariamne denn auch ihrem Bruder?
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324
Gleicht sie dem Jüngling, der so schmählich starb?
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325
Ist sie so schön, dass jedes Weib sie haßt?
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326
HERODES.
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327
Und du?
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328
JOAB.
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329
Erst höre, was die andern sagten,
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330
Die sich erhoben hatten und das Bild
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331
Mit mir umstanden. Lachend riefen sie,
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332
Zweideutge Mienen mit Antonius wechselnd:
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Porträt von Hebbel, Friedrich; Kontextbild zur Autorin oder zum Autor, keine Szene aus dem Buch.
Kontextbild zum Werk. Porträt · Hebbel, Friedrich · Thomas Ledl · CC BY-SA 4.0 Bildquelle ↗
333
Sprich ja! wenn dich der Tote je beschenkte,
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334
Dann siehst du ihn auf jeden Fall gerächt!
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335
Ich aber sprach: ich wüsste nichts davon,
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336
Denn niemals anders, als verschleiert, hätt ich
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337
Die Königin gesehn, und das ist wahr!
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338
HERODES
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339
für sich.
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340
Ha, Mariamne! Aber – dazu lach ich;
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341
Denn davor werd ich mich zu schützen wissen,
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342
So oder so, es komme, wie es will! –
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343
Zu Joab.
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344
Und welchen Auftrag gab er dir für mich?
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345
JOAB.
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346
Gar keinen! Wenn ich einen Auftrag hätte,
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347
So hätt ich dir dies alles nicht erzählt!
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348
Nun schiens mir nötig!
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349
HERODES.
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350
Wohl! – Du gehst sogleich
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351
Zurück nach Alexandrien mit mir
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352
Und darfst die Königsburg nicht mehr verlassen!
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353
JOAB.
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354
Ich werd auch in der Burg mit keinem reden!
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355
HERODES.
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356
Ich glaubs! Wer stirbt den Tod am Kreuz auch gern,
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357
Besonders, wenn die Feige eben reift!
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358
Mein Stummer wird erwürgt, und sollt er fragen
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359
Warum, so sagt man: Weil du fragen kannst!
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360
Für sich.
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361
Nun weiß ichs denn, durch wen die alte Schlange
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362
So oft erfuhr, was ich – Ein böses Weib!
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363
Zu Joab.
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364
Besorge das! Ich muss den Kopf noch sehn,
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365
Ich will ihn meiner Schwiegermutter schicken!
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366
Für sich.
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367
Sie braucht ein Warnungszeichen, wie es scheint.
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368
JOAB.
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369
Sogleich!
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370
HERODES.
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371
Noch eins! Der junge Galiläer
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372
Tritt für ihn ein, der Sohn des Serubabel.
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373
Den will ich auch noch sprechen, eh wir ziehn!
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374
JOAB
Vorlage S. 493
375
ab.
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376
Zweite Szene
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377
HERODES
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378
allein.
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379
Nun gilts! Noch einmal! hätt ich bald gesagt,
Vorlage S. 494
380
Allein ich seh kein Ende ab. Ich gleiche
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381
Dem Mann der Fabel, den der Löwe vorn,
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382
Der Tiger hinten packte, dem die Geier
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383
Mit Schnäbeln und mit Klaun von oben drohten,
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384
Und der auf einem Schlangenklumpen stand.
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385
Gleichviel! Ich wehre mich, so gut ich kann,
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386
Und gegen jeden Feind mit seiner Waffe,
Vorlage S. 494
387
Das sei von jetzt mir Regel und Gesetz.
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388
Wie lang es dauern wird, mich solls nicht kümmern,
Vorlage S. 494
389
Wenn ich nur bis ans Ende mich behaupte
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390
Und nichts verliere, was ich mein genannt,
Vorlage S. 494
391
Dies Ende komme nun, sobald es will!
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392
Dritte Szene
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393
EIN DIENER
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394
tritt ein.
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395
Die Königin!
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396
MARIAMNE
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397
folgt ihm auf dem Fuß.
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398
HERODES
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399
geht ihr entgegen.
Vorlage S. 494
400
Du kommst mir nur zuvor!
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401
Ich wollte –
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402
MARIAMNE.
Vorlage S. 494
403
Doch nicht in Person den Dank
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404
Für deine wunderbaren Perlen holen?
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405
Ich wies dich zwei Mal ab, es noch einmal
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406
Versuchen, ob ich meinen Sinn gewendet,
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407
Das wär für einen Mann zu viel gewesen
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408
Und ganz gewiss zu viel für einen König.
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409
O nein, ich kenne meine Pflicht, und da du
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410
Seit meines muntren Bruders jähem Tod
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411
Mich jeden Tag so reich beschenkst, als würbest
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412
Du neu um mich, so komme ich auch endlich
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413
Und zeige dir, dass ich erkenntlich bin!
Vorlage S. 494
414
HERODES.
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415
Ich sehe es!
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416
MARIAMNE.
Vorlage S. 494
417
Zwar weiß ich nicht, wie du
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418
Es mit mir meinst. Du schickst für mich den Taucher
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419
Hinunter in das dunkle Meer, und wenn
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420
Sich keiner findet, der um blanken Lohn
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421
Des Leviathans Ruhe stören will,
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422
So tust du deine Kerker auf und gibst
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423
Dem Räuber den verwirkten Kopf zurück,
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424
Damit er dir die Perlen fischt für mich.
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425
HERODES.
Vorlage S. 495
426
Und scheint dir das verkehrt? Ich ließ wohl auch
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427
Den Mörder schon vom Kreuz herunternehmen,
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428
Als es ein Kind aus einer Feuersbrunst
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429
Zu retten galt, und sagte ihm: Wenn dus
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430
Der Mutter wieder bringst, so gilt mir das,
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431
Als hättest du dem Tod die Schuld bezahlt.
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432
Er stürzte auch hinein –
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433
MARIAMNE.
Vorlage S. 495
434
Und kam er wieder
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435
Heraus?
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436
HERODES.
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437
Es war zu spät! Sonst hätt ich ihm
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438
Mein Wort gehalten und ihn als Soldat
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439
Nach Rom geschickt, wo Tiger nötig sind.
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440
Man soll mit allem wuchern, denke ich,
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441
Warum nicht mit verfallnem Menschenleben?
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442
Es kommen Fälle, wo mans brauchen kann!
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443
MARIAMNE
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444
für sich.
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445
O, dass er nicht die blutgen Hände hätte!
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446
Ich sag ihm nichts! Denn, was er auch getan,
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447
Spricht er davon, so scheint es wohl getan,
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448
Und schrecklich wär es doch, wenn er mich zwänge,
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449
Den Brudermord zu finden, wie das andre,
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450
Notwendig, unvermeidlich, wohl getan!
Vorlage S. 495
451
HERODES.
Vorlage S. 495
452
Du schweigst?
Vorlage S. 495
453
MARIAMNE.
Vorlage S. 495
454
So soll ich reden? Wohl von Perlen!
Vorlage S. 495
455
Wir sprachen ja bis jetzt von Perlen nur,
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456
Von Perlen, die so rein sind und so weiß,
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457
Dass sie sogar in blutgen Händen nicht
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458
Den klaren Glanz verlieren! Nun, du häufst
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459
Sie sehr bei mir!
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460
HERODES.
Vorlage S. 495
461
Verdrießt es dich?
Vorlage S. 495
462
MARIAMNE.
Vorlage S. 495
463
Mich nicht!
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464
Du kannst mir dadurch nimmer eine Schuld
Vorlage S. 495
465
Bezahlen wollen, und mir deucht, ich habe
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466
Als Weib und Königin ein volles Recht
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467
Auf Perlen und Kleinodien. Ich darf
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468
Vom Edelstein, wie Cleopatra, sagen:
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469
Er ist mein Diener, dem ich es verzeihe,
Vorlage S. 496
470
Dass er den Stern so schlecht bei mir vertritt,
Vorlage S. 496
471
Weil er dafür die Blume übertrifft!
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472
Doch hast du eine Schwester, Salome –
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473
HERODES.
Vorlage S. 496
474
Und diese –
Vorlage S. 496
475
MARIAMNE.
Vorlage S. 496
476
Nun, wenn sie mich morden soll,
Vorlage S. 496
477
So fahr nur fort, das Meer für mich zu plündern,
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478
Sonst – gib dem Taucher endlich Ruh! Ich stehe
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479
Schon hoch genug in ihrer Schuld! Du siehst
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480
Mich zweifelnd an? Doch! Doch! Als ich vorm Jahr
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481
Im Sterben lag, da hat sie mich geküsst.
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482
Es war das erste und das einzge Mal,
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483
Ich dachte gleich: Das ist dein Lohn dafür,
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484
Dass du von hinnen gehst! So war es auch,
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485
Ich aber täuschte sie, denn ich genas.
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486
Nun hab ich ihren Kuß umsonst, und das
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487
Vergaß sie nicht. Ich fürchte sehr, sie könnte
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488
Sich dran erinnern, wenn ich sie besuchte,
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489
Die Wunderperlen um den Hals, durch die
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490
Du mir zuletzt gezeigt, wie du mich liebst!
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491
HERODES
Vorlage S. 496
492
für sich.
Vorlage S. 496
493
Es fehlt nur noch, dass meine linke Hand
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494
Sich gegen meine rechte kehrt!
Vorlage S. 496
495
MARIAMNE.
Vorlage S. 496
496
Ich würde
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497
Zum wenigsten den Willkommstrunk verschmähn!
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498
Und böte sie mir statt gewürzten Weins
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499
Auch im Kristall unschuldges Wasser dar,
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500
Ich ließe selbst dies Wasser unberührt!
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501
Zwar würde das nichts heißen! Nein! Es wäre
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502
Auch so natürlich; denn das Wasser ist
Vorlage S. 496
503
Mir jetzt nicht mehr, was es mir sonst gewesen ist:
Vorlage S. 496
504
Ein mildes Element, das Blumen tränkt
Vorlage S. 496
505
Und mich und alle Welt erquickt, es flößt
Vorlage S. 496
506
Mir Schauder ein und füllt mich mit Entsetzen,
Vorlage S. 496
507
Seit es den Bruder mir verschlungen hat,
Vorlage S. 496
508
Ich denke stets: im Tropfen wohnt das Leben,
Vorlage S. 496
509
Doch in der Welle wohnt der bittre Tod!
Vorlage S. 496
510
Dir muss es noch ganz anders sein!
Vorlage S. 497
511
HERODES.
Vorlage S. 497
512
Warum?
Vorlage S. 497
513
MARIAMNE.
Vorlage S. 497
514
Weil du durch einen Fluss verleumdet wirst,
Vorlage S. 497
515
Der seine eigne, grausam-tücksche Tat
Vorlage S. 497
516
Dir aufzubürden wagt! Doch fürcht ihn nicht.
Vorlage S. 497
517
Ich widersprech ihm!
Vorlage S. 497
518
HERODES.
Vorlage S. 497
519
In der Tat?
Vorlage S. 497
520
MARIAMNE.
Vorlage S. 497
521
Ich kanns!
Vorlage S. 497
522
Die Schwester lieben und den Bruder töten,
Vorlage S. 497
523
Wie wär das zu vereinen?
Vorlage S. 497
524
HERODES.
Vorlage S. 497
525
Doch vielleicht!
Vorlage S. 497
526
Wenn solch ein Bruder selbst aufs Töten sinnt,
Vorlage S. 497
527
Und man nur dadurch, dass man ihm begegnet,
Vorlage S. 497
528
Ja, ihm zuvorkommt, sich erhalten kann!
Vorlage S. 497
529
Wir sprechen hier vom Möglichen! Und weiter!
Vorlage S. 497
530
Wenn er, an sich zwar arglos, sich zur Waffe
Vorlage S. 497
531
In Feindeshänden machen lässt, zur Waffe,
Vorlage S. 497
532
Die tödlich treffen muss, wenn man sie nicht
Vorlage S. 497
533
Zerbricht, bevor sie noch geschwungen wird.
Vorlage S. 497
534
Wir sprechen hier vom Möglichen! Und endlich!
Vorlage S. 497
535
Wenn diese Waffe nicht ein Einzelhaupt,
Vorlage S. 497
536
Nein, wenn sie eines Volkes Haupt bedroht!
Vorlage S. 497
537
Und eins, das diesem Volk so nötig ist,
Vorlage S. 497
538
Wie irgend einem Rumpf das seinige.
Vorlage S. 497
539
Wir sprechen hier vom Möglichen, doch denk ich,
Vorlage S. 497
540
In allen diesen Fällen wird die Schwester,
Vorlage S. 497
541
Als Weib aus schuldger Liebe zum Gemahl,
Vorlage S. 497
542
Als Tochter ihres Volks aus heilger Pflicht,
Vorlage S. 497
543
Als Königin aus beiden sagen müssen:
Vorlage S. 497
544
Es ist geschehn, was ich nicht schelten darf!
Vorlage S. 497
545
Er faßt Mariamnens Hand.
Vorlage S. 497
546
Wenn eine Ruth mich auch nicht fassen mag,
Vorlage S. 497
547
Wie hätte sies gelernt beim Ährenlesen,
Vorlage S. 497
548
Die Makkabäerin wird mich verstehn!
Vorlage S. 497
549
Du konntest mich in Jericho nicht küssen,
Vorlage S. 497
550
Du wirst es können in Jerusalem!
Vorlage S. 497
551
Er küßt sie.
Vorlage S. 497
552
Und wenn der Kuß dich doch gereuen sollte,
Vorlage S. 497
553
So höre, was dich mir versöhnen wird:
Vorlage S. 498
554
Ich habe ihn zum Abschied mir genommen,
Vorlage S. 498
555
Und dieser Abschied kann für ewig sein!
Vorlage S. 498
556
MARIAMNE.
Vorlage S. 498
557
Für ewig?
Vorlage S. 498
558
HERODES.
Vorlage S. 498
559
Ja! Antonius lässt mich rufen,
Vorlage S. 498
560
Doch, ob auch wiederkehren, weiß ich nicht!
Vorlage S. 498
561
MARIAMNE.
Vorlage S. 498
562
Du weißt es nicht?
Vorlage S. 498
563
HERODES.
Vorlage S. 498
564
Weil ich nicht weiß, wie hart
Vorlage S. 498
565
Mich meine – deine Mutter bei ihm verklagte!
Vorlage S. 498
566
MARIAMNE
Vorlage S. 498
567
will reden.
Vorlage S. 498
568
HERODES.
Vorlage S. 498
569
Gleichviel! Ich werds erfahren. Eins nur muss ich
Vorlage S. 498
570
Aus deinem Munde wissen, wissen muss ich,
Vorlage S. 498
571
Ob ich und wie ich mich verteidgen soll.
Vorlage S. 498
572
MARIAMNE.
Vorlage S. 498
573
Ob du –
Vorlage S. 498
574
HERODES.
Vorlage S. 498
575
O Mariamne, frage nicht!
Vorlage S. 498
576
Du kennst den Zauber, der mich an dich knüpft,
Vorlage S. 498
577
Du weißt, dass jeder Tag ihn noch verstärkte,
Vorlage S. 498
578
Du musst es ja empfinden, dass ich jetzt
Vorlage S. 498
579
Nicht für mich kämpfen kann, wenn du mir nicht
Vorlage S. 498
580
Versicherst, dass dein Herz noch für mich schlägt!
Vorlage S. 498
581
O, sag mir, wie, ob feurig oder kalt,
Vorlage S. 498
582
Dann werde ich dir sagen, ob Antonius
Vorlage S. 498
583
Mich Bruder nennen, oder ob er mich
Vorlage S. 498
584
Zum Hungertod im unterirdschen Kerker,
Vorlage S. 498
585
In dem Jugurtha starb, verdammen wird!
Vorlage S. 498
586
Du schweigst? O, schweige nicht! Ich fühl es wohl,
Vorlage S. 498
587
Dass dies Bekenntnis keinem König ziemt;
Vorlage S. 498
588
Er sollte nicht dem allgemeinen Los
Vorlage S. 498
589
Der Menschheit unterworfen, sollte nicht
Vorlage S. 498
590
Im Innern an ein Wesen außer sich,
Vorlage S. 498
591
Er sollte nur an Gott gebunden sein!
Vorlage S. 498
592
Ich bin es nicht! Als du vor einem Jahr
Vorlage S. 498
593
Im Sterben lagst, da ging ich damit um,
Vorlage S. 498
594
Mich selbst zu töten, dass ich deinen Tod
Vorlage S. 498
595
Nur nicht erlebte, und – dies weißt du nun,
Vorlage S. 498
596
Ein andres wisse auch! Wenn ich einmal,
Vorlage S. 498
597
Ich selbst, im Sterben läge, könnt ich tun,
Vorlage S. 498
598
Was du von Salome erwartest, könnte
Vorlage S. 498
599
Ein Gift dir mischen und im Wein dir reichen,
Vorlage S. 499
600
Damit ich dein im Tod noch sicher sei!
Vorlage S. 499
601
MARIAMNE.
Vorlage S. 499
602
Wenn du das tätest, würdest du genesen!
Vorlage S. 499
603
HERODES.
Vorlage S. 499
604
O nein! o nein! Ich teilte ja mit dir!
Vorlage S. 499
605
Du aber sprich: ein Übermaß von Liebe,
Vorlage S. 499
606
Wie dieses wäre, könntest dus verzeihn?
Vorlage S. 499
607
MARIAMNE.
Vorlage S. 499
608
Wenn ich nach einem solchen Trunk auch nur
Vorlage S. 499
609
Zu einem letzten Wort noch Odem hätte,
Vorlage S. 499
610
So flucht ich dir mit diesem letzten Wort!
Vorlage S. 499
611
Für sich.
Vorlage S. 499
612
Ja, um so eher tät ich das, je sichrer
Vorlage S. 499
613
Ich selbst, wenn dich der Tod von hinnen riefe,
Vorlage S. 499
614
In meinem Schmerz zum Dolche greifen könnte:
Vorlage S. 499
615
Das kann man tun, erleiden kann mans nicht!
Vorlage S. 499
616
HERODES.
Vorlage S. 499
617
Im Feuer dieser Nacht hat sich ein Weib
Vorlage S. 499
618
Mit ihrem toten Mann verbrannt; man wollte
Vorlage S. 499
619
Sie retten, doch sie sträubte sich. Dies Weib
Vorlage S. 499
620
Verachtest du, nicht wahr?
Vorlage S. 499
621
MARIAMNE.
Vorlage S. 499
622
Wer sagt dir das?
Vorlage S. 499
623
Sie ließ ja nicht zum Opfertier sich machen,
Vorlage S. 499
624
Sie hat sich selbst geopfert, das beweist,
Vorlage S. 499
625
Dass ihr der Tote mehr war, als die Welt!
Vorlage S. 499
626
HERODES.
Vorlage S. 499
627
Und du? Und ich?
Vorlage S. 499
628
MARIAMNE.
Vorlage S. 499
629
Wenn du dir sagen darfst,
Vorlage S. 499
630
Dass du die Welt mir aufgewogen hast,
Vorlage S. 499
631
Was sollte mich wohl in der Welt noch halten?
Vorlage S. 499
632
HERODES.
Vorlage S. 499
633
Die Welt! Die Welt hat manchen König noch,
Vorlage S. 499
634
Und keiner ist darunter, der mit dir
Vorlage S. 499
635
Den Thron nicht teilte, der nicht deinetwegen
Vorlage S. 499
636
Die Braut verließe und das Weib verstieße,
Vorlage S. 499
637
Und wärs am Morgen nach der Hochzeitsnacht!
Vorlage S. 499
638
MARIAMNE.
Vorlage S. 499
639
Ist Cleopatra tot, dass du so sprichst?
Vorlage S. 499
640
HERODES.
Vorlage S. 499
641
Du bist so schön, dass jeder, der dich sieht,
Vorlage S. 499
642
An die Unsterblichkeit fast glauben muss,
Vorlage S. 499
643
Mit welcher sich die Pharisäer schmeicheln,
Vorlage S. 499
644
Weil keiner fasst, dass je in ihm dein Bild
Vorlage S. 499
645
Erlöschen kann; so schön, dass ich mich nicht
Vorlage S. 499
646
Verwundern würde, wenn die Berge plötzlich
Vorlage S. 499
647
Ein edleres Metall, als Gold und Silber
Vorlage S. 500
648
Mir lieferten, um dich damit zu schmücken,
Vorlage S. 500
649
Das sie zurückgehalten, bis du kamst;
Vorlage S. 500
650
So schön, dass – – Ha! Und wissen, dass du stirbst,
Vorlage S. 500
651
Sobald ein andrer starb, aus Liebe stirbst,
Vorlage S. 500
652
Um dem, der dir voranging, nachzueilen,
Vorlage S. 500
653
Und dich in einer Sphäre, wo man ist
Vorlage S. 500
654
Und nicht mehr ist, ich stell mir das so vor,
Vorlage S. 500
655
Als letzter Hauch zum letzten Hauch zu mischen –
Vorlage S. 500
656
Das wär freiwillgen Todes wert, das hieße
Vorlage S. 500
657
Jenseits des Grabes, wo das Grauen wohnt,
Vorlage S. 500
658
Noch ein Entzücken finden: Mariamne,
Vorlage S. 500
659
Darf ich dies hoffen, oder muss ich fürchten,
Vorlage S. 500
660
Dass du – Antonius hat nach dir gefragt!
Vorlage S. 500
661
MARIAMNE.
Vorlage S. 500
662
Man stellt auf Taten keinen Schuldschein aus,
Vorlage S. 500
663
Viel weniger auf Schmerzen und auf Opfer,
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664
Wie die Verzweiflung zwar, ich fühls, sie bringen,
Vorlage S. 500
Ludwig Richter – Überfahrt am Schreckenstein, 1837. Vergleichsbild zu Reise und Flusslandschaft; keine konkrete Buchszene.
Kontextbild zum Werk. Überfahrt am Schreckenstein · Ludwig Richter · Public domain Bildquelle ↗
665
Doch nie die Liebe sie verlangen kann!
Vorlage S. 500
666
HERODES.
Vorlage S. 500
667
Leb wohl!
Vorlage S. 500
668
MARIAMNE.
Vorlage S. 500
669
Leb wohl! Ich weiß, du kehrst zurück!
Vorlage S. 500
670
Dich tötet
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671
Sie zeigt gen Himmel.
Vorlage S. 500
672
Der allein!
Vorlage S. 500
673
HERODES.
Vorlage S. 500
674
So klein die Angst?
Vorlage S. 500
675
MARIAMNE.
Vorlage S. 500
676
So groß die Zuversicht!
Vorlage S. 500
677
HERODES.
Vorlage S. 500
678
Die Liebe zittert!
Vorlage S. 500
679
Sie zittert selbst in einer Heldenbrust!
Vorlage S. 500
680
MARIAMNE.
Vorlage S. 500
681
Die meine zittert nicht!
Vorlage S. 500
682
HERODES.
Vorlage S. 500
683
Du zitterst nicht!
Vorlage S. 500
684
MARIAMNE.
Vorlage S. 500
685
Nun fang ich an! Kannst du nicht mehr vertrauen,
Vorlage S. 500
686
Seit du den Bruder mir – Dann wehe mir
Vorlage S. 500
687
Und wehe dir!
Vorlage S. 500
688
HERODES.
Vorlage S. 500
689
Du hältst das Wort zurück,
Vorlage S. 500
690
Das schlichte Wort, wo ich auf einen Schwur
Vorlage S. 500
691
Von dir gehofft: worauf noch soll ich baun?
Vorlage S. 500
692
MARIAMNE.
Vorlage S. 500
693
Und leistete ich den, was bürgte dir,
Vorlage S. 500
694
Dass ich ihn hielte? Immer nur ich selbst,
Vorlage S. 500
695
Mein Wesen, wie dus kennst. Drum denke ich,
Vorlage S. 500
696
Du fängst, da du mit Hoffnung und Vertraun
Vorlage S. 500
697
Doch enden musst, sogleich mit beiden an!
Vorlage S. 501
698
Geh! Geh! Ich kann nicht anders! Heut noch nicht!
Vorlage S. 501
699
Ab.
Vorlage S. 501
700
Vierte Szene
Vorlage S. 501
701
HERODES.
Vorlage S. 501
702
Heut nicht! Doch morgen, oder übermorgen! –
Vorlage S. 501
703
Sie will mir nach dem Tode Gutes tun!
Vorlage S. 501
704
Spricht so ein Weib? Zwar weiß ichs, dass sie oft,
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705
Wenn ich sie schön genannt, ihr Angesicht
Vorlage S. 501
706
Verzog, bis sie es nicht mehr war. Auch weiß ichs,
Vorlage S. 501
707
Dass sie nicht weinen kann, dass Krämpfe ihr,
Vorlage S. 501
708
Was andern Tränengüsse sind! Auch weiß ichs,
Vorlage S. 501
709
Dass sie mit ihrem Bruder kurz vorher,
Vorlage S. 501
710
Eh er im Bad den Tod fand, sich entzweit
Vorlage S. 501
711
Und dann die Unversöhnliche gespielt,
Vorlage S. 501
712
Ja, obendrein, als er schon Leiche war,
Vorlage S. 501
713
Noch ein Geschenk von ihm erhalten hat,
Vorlage S. 501
714
Das er beim Gang ins Bad für sie gekauft.
Vorlage S. 501
715
Und doch! Spricht so ein Weib in dem Moment,
Vorlage S. 501
716
Wo sie den, den sie liebt, und wenigstens
Vorlage S. 501
717
Doch lieben soll – – Sie kehrt nicht wieder um,
Vorlage S. 501
718
Wie einst, als ich – – Sie ließ kein Tuch zurück,
Vorlage S. 501
719
Das ihr als Vorwand – – Nein, sie kann es tragen,
Vorlage S. 501
720
Dass ich mit diesem Eindruck – – Wohl, es sei!
Vorlage S. 501
721
Nach Alexandria – ins Grab – Gleichviel!
Vorlage S. 501
722
Doch eins zuvor! Eins! Erd und Himmel, hörts!
Vorlage S. 501
723
Mir schwurst du nichts, dir will ich etwas schwören:
Vorlage S. 501
724
Ich stell dich unters Schwert. Antonius,
Vorlage S. 501
725
Wenn er mich deinetwegen fallen lässt,
Vorlage S. 501
726
Und deiner Mutter wegen tut ers nicht!
Vorlage S. 501
727
Soll sich betrügen, seis auch zweifelhaft,
Vorlage S. 501
728
Ob mir das Kleid, das mich im Sterben deckt,
Vorlage S. 501
729
Mit in der Grube folgt, weil mir ein Dieb
Vorlage S. 501
730
Es ja noch stehlen kann, du sollst mir folgen!
Vorlage S. 501
731
Das steht nun fest! Wenn ich nicht wiederkehre,
Vorlage S. 501
732
So stirbst du! Den Befehl lass ich zurück!
Vorlage S. 501
733
Befehl! Da stößt ein böser Punkt mir auf:
Vorlage S. 501
734
Was sichert mich, dass man mir noch gehorcht,
Vorlage S. 501
735
Wenn man mich nicht mehr fürchtet? O, es wird
Vorlage S. 502
736
Sich einer finden, denk ich, der vor ihr
Vorlage S. 502
737
Zu zittern hat!
Vorlage S. 502
738
Fünfte Szene
Vorlage S. 502
739
EIN DIENER.
Vorlage S. 502
740
Dein Schwäher!
Vorlage S. 502
741
HERODES.
Vorlage S. 502
742
Ist willkommen!
Vorlage S. 502
743
Das ist mein Mann! Dem reiche ich mein Schwert
Vorlage S. 502
744
Und hetz ihn dann durch Feigheit in den Mut
Vorlage S. 502
745
So tief hinein, bis er es braucht, wie ich!
Vorlage S. 502
746
JOSEPH
Vorlage S. 502
747
tritt ein.
Vorlage S. 502
748
Ich höre, dass du gleich nach Alexandrien
Vorlage S. 502
749
Zu gehen denkst, und wollte Abschied nehmen!
Vorlage S. 502
750
HERODES.
Vorlage S. 502
751
Abschied! Vielleicht auf Nimmerwiedersehn!
Vorlage S. 502
752
JOSEPH.
Vorlage S. 502
753
Auf Nimmerwiedersehn?
Vorlage S. 502
754
HERODES.
Vorlage S. 502
755
Es könnte sein!
Vorlage S. 502
756
JOSEPH.
Vorlage S. 502
757
Ich sah dich nie, wie jetzt!
Vorlage S. 502
758
HERODES.
Vorlage S. 502
759
Das sei dir Bürge,
Vorlage S. 502
760
Das es noch nie so mit mir stand, wie jetzt!
Vorlage S. 502
761
JOSEPH.
Vorlage S. 502
762
Wenn du den Mut verlierst –
Vorlage S. 502
763
HERODES.
Vorlage S. 502
764
Das werd ich nicht,
Vorlage S. 502
765
Denn, was auch kommt, ich trag es, doch die Hoffnung
Vorlage S. 502
766
Verlässt mich, dass was Gutes kommen kann.
Vorlage S. 502
767
JOSEPH.
Vorlage S. 502
768
So wollte ich, ich wäre blind gewesen
Vorlage S. 502
769
Und hätte Alexandras Heimlichkeiten
Vorlage S. 502
770
Nie aufgespürt!
Vorlage S. 502
771
HERODES.
Vorlage S. 502
772
Das glaube ich dir gern!
Vorlage S. 502
773
JOSEPH.
Vorlage S. 502
774
Denn hätte ich das Bildnis nicht entdeckt,
Vorlage S. 502
775
Das sie vom Aristobolus geheim
Vorlage S. 502
776
Für den Antonius malen ließ, und hätt ich
Vorlage S. 502
777
Ihr Botensenden an Cleopatra
Vorlage S. 502
778
Nicht ausgespäht, und noch zuletzt den Sarg,
Vorlage S. 502
779
Der sie und ihren Sohn verbarg, im Hafen
Vorlage S. 502
780
Nicht angehalten und die Flucht verhindert,
Vorlage S. 502
781
Die schon begonnen war –
Vorlage S. 502
782
HERODES.
Vorlage S. 502
783
Dann hätte sie
Vorlage S. 502
784
Dir nichts zu danken, und mit Ruhe könntest
Vorlage S. 502
785
Du ihre Tochter auf dem Throne sehn,
Vorlage S. 502
786
Den sie, die kühne Makkabäerin,
Vorlage S. 502
787
Gewiss besteigt, wenn ich nicht wiederkehre,
Vorlage S. 503
788
Und wenn vor ihr kein andrer ihn besetzt.
Vorlage S. 503
789
JOSEPH.
Vorlage S. 503
790
So mein ichs nicht. Ich meine, manches wär
Vorlage S. 503
791
Dann unterblieben!
Vorlage S. 503
792
HERODES.
Vorlage S. 503
793
Manches! Allerdings!
Vorlage S. 503
794
Doch manches andre wär dafür gekommen.
Vorlage S. 503
795
Das gilt nun gleich. – Du zähltest vieles auf,
Vorlage S. 503
796
Eins hast du noch vergessen!
Vorlage S. 503
797
JOSEPH.
Vorlage S. 503
798
Und das wäre?
Vorlage S. 503
799
HERODES.
Vorlage S. 503
800
Du warst doch mit im Bade, als –
Vorlage S. 503
801
JOSEPH.
Vorlage S. 503
802
Ich wars!
Vorlage S. 503
803
HERODES.
Vorlage S. 503
804
Du rangst doch auch mit ihm?
Vorlage S. 503
805
JOSEPH.
Vorlage S. 503
806
Im Anfang. Ja.
Vorlage S. 503
807
HERODES.
Vorlage S. 503
808
Nun denn!
Vorlage S. 503
809
JOSEPH.
Vorlage S. 503
810
In meinen Armen hat der Schwindel
Vorlage S. 503
811
Ihn nicht erfasst, und wäre es geschehn,
Vorlage S. 503
812
So hätt ich ihn gerettet, oder er
Vorlage S. 503
813
Mich mit hinabgezogen in den Grund.
Vorlage S. 503
814
HERODES.
Vorlage S. 503
815
Ich zweifle nicht daran. Doch wirst du wissen,
Vorlage S. 503
816
Dass keiner, der dabei war, anders spricht,
Vorlage S. 503
817
Und da der böse Zufall will, dass du
Vorlage S. 503
818
Ihn nicht bloß hinbegleitet, sondern auch
Vorlage S. 503
819
Mit ihm gerungen hast –
Vorlage S. 503
820
JOSEPH.
Vorlage S. 503
821
Was hältst du ein?
Vorlage S. 503
822
HERODES.
Vorlage S. 503
823
Mein Joseph, du und ich, wir alle beide
Vorlage S. 503
824
Sind hart verklagt!
Vorlage S. 503
825
JOSEPH.
Vorlage S. 503
826
Ich auch?
Vorlage S. 503
827
HERODES.
Vorlage S. 503
828
Mein Schwäher freilich
Vorlage S. 503
829
Nicht bloß, auch mein vertrauter Freund bist du!
Vorlage S. 503
830
JOSEPH.
Vorlage S. 503
831
Des schmeichl ich mir!
Vorlage S. 503
832
HERODES.
Vorlage S. 503
833
O, wärst dus nie gewesen,
Vorlage S. 503
834
Hätt ich, wie Saul, den Spieß nach dir geworfen,
Vorlage S. 503
835
Könntst du durch Todeswunden das beweisen,
Vorlage S. 503
836
Dir wäre besser, die Verleumdung hätte
Vorlage S. 503
837
Kein gläubig Ohr gefunden, und du würdest
Vorlage S. 503
838
Für eine Bluttat, die du nicht begingst,
Vorlage S. 503
839
Auch nicht enthauptet werden!
Vorlage S. 503
840
JOSEPH.
Vorlage S. 504
841
Ich? Enthauptet?
Vorlage S. 504
842
HERODES.
Vorlage S. 504
843
Das ist dein Los, wenn ich nicht wiederkehre
Vorlage S. 504
844
Und Mariamne –
Vorlage S. 504
845
JOSEPH.
Vorlage S. 504
846
Aber ich bin schuldlos!
Vorlage S. 504
847
HERODES.
Vorlage S. 504
848
Was hilft es dir? Der Schein ist gegen dich!
Vorlage S. 504
849
Und sind denn nicht, gesetzt, dass man dir glaubte,
Vorlage S. 504
850
Die vielen, vielen Dienste, die du mir
Vorlage S. 504
851
Erwiesen hast, in Alexandras Augen
Vorlage S. 504
852
So viel Verbrechen gegen sie? Wird sie
Vorlage S. 504
853
Nicht denken: Hätte der mich fliehen lassen,
Vorlage S. 504
854
So lebte noch, der jetzt im Grabe liegt?
Vorlage S. 504
855
JOSEPH.
Vorlage S. 504
856
Wahr! Wahr!
Vorlage S. 504
857
HERODES.
Vorlage S. 504
858
Kann sie denn nicht mit einer Art
Vorlage S. 504
859
Von Recht dein Leben für ein andres fodern,
Vorlage S. 504
860
Das sie durch deine Schuld verloren glaubt,
Vorlage S. 504
861
Und wird sies nicht durch ihre Tochter tun?
Vorlage S. 504
862
JOSEPH.
Vorlage S. 504
863
O Salome! Das kommt von jenem Gang
Vorlage S. 504
864
Zum Maler! Jahr für Jahr will sie von mir
Vorlage S. 504
865
Ein neues Bild!
Vorlage S. 504
866
HERODES.
Vorlage S. 504
867
Ich weiß, wie sie dich liebt!
Vorlage S. 504
868
JOSEPH.
Vorlage S. 504
869
Ach, wär es weniger, so stünd es besser!
Vorlage S. 504
870
Hätt ich das Bild des Aristobolus
Vorlage S. 504
871
Entdeckt, wenn ich – Nun kann sie denn ja bald
Vorlage S. 504
872
Mein letztes haben, ohne Kopf!
Vorlage S. 504
873
HERODES.
Vorlage S. 504
874
Mein Joseph,
Vorlage S. 504
875
Den Kopf verteidigt man!
Vorlage S. 504
876
JOSEPH.
Vorlage S. 504
877
Wenn du den deinen
Vorlage S. 504
878
Verloren gibst?
Vorlage S. 504
879
HERODES.
Vorlage S. 504
880
Das tu ich doch nur halb,
Vorlage S. 504
881
Ich werd ihn dadurch noch zu retten suchen,
Vorlage S. 504
882
Dass ich ihn selbst, freiwillig, in den Rachen
Vorlage S. 504
883
Des Löwen stecke!
Vorlage S. 504
884
JOSEPH.
Vorlage S. 504
885
Einmal glückt' es dir!
Vorlage S. 504
886
Als dich die Pharisäer –
Vorlage S. 504
887
HERODES.
Vorlage S. 504
888
Jetzt stehts schlimmer,
Vorlage S. 504
889
Doch, was mit mir auch werde, dein Geschick
Vorlage S. 504
890
Will ich in deine eignen Hände legen:
Vorlage S. 504
891
Du warst schon stets ein Mann, sei jetzt ein König!
Vorlage S. 504
892
Ich hänge dir den Purpurmantel um
Vorlage S. 504
893
Und reiche dir den Zepter und das Schwert,
Vorlage S. 505
894
Halts fest und gib es nur an mich zurück!
Vorlage S. 505
895
JOSEPH.
Vorlage S. 505
896
Versteh ich dich?
Vorlage S. 505
897
HERODES.
Vorlage S. 505
898
Und dass du den Besitz
Vorlage S. 505
899
Des Throns dir und mit ihm dein Leben sicherst,
Vorlage S. 505
900
So töte Mariamne, wenn du hörst,
Vorlage S. 505
901
Dass ich nicht wiederkehre.
Vorlage S. 505
902
JOSEPH.
Vorlage S. 505
903
Mariamne?
Vorlage S. 505
904
HERODES.
Vorlage S. 505
905
Sie ist das letzte Band, das Alexandra
Vorlage S. 505
906
Noch mit dem Volk verknüpft, seit ihr der Fluss
Vorlage S. 505
907
Den Sohn erstickte, ist der bunte Helmbusch,
Vorlage S. 505
908
Den die Empörung tragen wird, wenn sie
Vorlage S. 505
909
Sich gegen dich erhebt –
Vorlage S. 505
910
JOSEPH.
Vorlage S. 505
911
Doch Mariamne!
Vorlage S. 505
912
HERODES.
Vorlage S. 505
913
Du staunst, dass ich – Ich will nicht heucheln, Joseph!
Vorlage S. 505
914
Mein Rat ist gut, ist gut für dich, bedarfs
Vorlage S. 505
915
Der Worte noch? Doch geb ich dir ihn freilich
Vorlage S. 505
916
Nicht deinetwegen bloß – Gradaus, ich kanns
Vorlage S. 505
917
Nicht tragen, dass sie einem andern jemals –
Vorlage S. 505
918
Das wär mir bittrer, als – Sie ist zwar stolz –
Vorlage S. 505
919
Doch nach dem Tod – Und ein Antonius –
Vorlage S. 505
920
Und dann vor allem diese Schwiegermutter,
Vorlage S. 505
921
Die Toten gegen Toten hetzen wird – –
Vorlage S. 505
922
Du musst mich fassen!
Vorlage S. 505
923
JOSEPH.
Vorlage S. 505
924
Aber –
Vorlage S. 505
925
HERODES.
Vorlage S. 505
926
Hör mich aus!
Vorlage S. 505
927
Sie ließ mich hoffen, dass sie selbst den Tod
Vorlage S. 505
928
Sich geben würde, wenn ich – Eine Schuld
Vorlage S. 505
929
Darf man doch einziehn lassen, wie? – Man darf
Vorlage S. 505
930
Selbst mit Gewalt – Was meinst du?
Vorlage S. 505
931
JOSEPH.
Vorlage S. 505
932
Nun, ich glaube!
Vorlage S. 505
933
HERODES.
Vorlage S. 505
934
Versprich mir denn, dass du sie töten willst,
Vorlage S. 505
935
Wenn sie sich selbst nicht tötet! Übereils nicht,
Vorlage S. 505
936
Doch säum auch nicht zu lange! Geh zu ihr,
Vorlage S. 505
937
Sobald mein Bote, denn ich schicke einen,
Vorlage S. 505
938
Dir meldet, dass es mit mir aus ist, sags ihr
Vorlage S. 505
939
Und sieh, ob sie zu einem Dolche greift,
Vorlage S. 505
940
Ob sie was andres tut. Versprichst dus?
Vorlage S. 505
941
JOSEPH.
Vorlage S. 506
942
Ja!
Vorlage S. 506
943
HERODES.
Vorlage S. 506
944
Ich lasse dich nicht schwören, denn man ließ
Vorlage S. 506
945
Noch keinen schwören, dass er eine Schlange
Vorlage S. 506
946
Zertreten wolle, die den Tod ihm droht.
Vorlage S. 506
947
Er tuts von selbst, wenn er bei Sinnen bleibt,
Vorlage S. 506
948
Da er das Essen und das Trinken eher
Vorlage S. 506
949
Gefahrlos unterlassen kann, als dies.
Vorlage S. 506
950
JOSEPH
Vorlage S. 506
951
macht eine Bewegung.
Vorlage S. 506
952
HERODES.
Vorlage S. 506
953
Ich kenn dich ja! Und dem Antonius
Vorlage S. 506
954
Werd ich dich als den einzigen empfehlen,
Vorlage S. 506
955
Dem er vertrauen darf. Du wirst ihm das
Vorlage S. 506
956
Dadurch beweisen, dass die Blutsverwandte
Vorlage S. 506
957
Dir nicht zu heilig ist, um sie zu opfern,
Vorlage S. 506
958
Wenn es Empörung zu ersticken gilt.
Vorlage S. 506
959
Denn dies ist der Gesichtspunkt für die Tat,
Vorlage S. 506
960
Aus dem du ihm sie zeigen musst. Ihr wird
Vorlage S. 506
961
Ein Straßen-Auflauf folgen, und du meldest
Vorlage S. 506
962
Ihm, dass ein Aufruhr ihr vorher gegangen,
Vorlage S. 506
963
Und nur durch sie bezwungen worden sei.
Vorlage S. 506
964
Was dann das Volk betrifft, so wird es schaudern,
Vorlage S. 506
965
Wenn es dein blutges Schwert erblickt, und mancher
Vorlage S. 506
966
Wird sprechen: Diesen kannt ich doch nur halb!
Vorlage S. 506
967
Und jetzt –
Vorlage S. 506
968
JOSEPH.
Vorlage S. 506
969
Ich seh dich noch! Und nicht bloß heut,
Vorlage S. 506
970
Ich weiß gewiss, du kehrst, wie sonst, zurück.
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971
HERODES.
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972
Unmöglich ist es nicht, darum noch eins! – –
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973
Lange Pause.
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974
Ich schwur jetzt etwas in Bezug auf dich!
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975
Er schreibt und siegelt.
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976
Hier stehts! Nimm dieses Blatt versiegelt hin!
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977
Du siehst, die Aufschrift lautet –
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978
JOSEPH.
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979
An den Henker!
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980
HERODES.
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981
Ich halte dir, was ich dir drin versprach,
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982
Wenn du vielleicht ein Stück von einem König
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983
Erzählen solltest, der –
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984
JOSEPH.
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985
Dann gib mir auf,
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986
Dies Blatt dem Henker selbst zu überreichen!
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987
Ab.
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988
Sechste Szene
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989
HERODES
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990
allein.
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991
Nun lebt sie unterm Schwert! Das wird mich spornen,
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992
Zu tun, was ich noch nie getan; zu dulden,
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993
Was ich noch nie geduldet, und mich trösten,
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994
Wenn es umsonst geschieht! Nun fort! –
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995
Ab.
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Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Du selbst bist schuld, dass …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

2. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Ich wählte jede von den […], Woraus der Tag besteht; wie man auch trieb, Ich wich nicht von der Stelle, nicht einmal, Als die Soldaten mir den Imbiß boten, Und, da ich ihn verschmähte, spotteten: Er isst nur, was die Katze vorgekostet Und was der Hund zerlegt hat mit dem Maul!«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »obgleich« in diesem Textausschnitt? »Denn der sogar, obgleich mein eigner Knecht, Tut gern, was mich verdrießt, wenn er nur weiß, Dass ich mich stellen muss, als merkt ichs nicht!«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

4. Welcher Ausschnitt enthält ausdrücklich einen Grund oder eine daraus gezogene Folge? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗ Textstelle 14 ↗ Textstelle 15 ↗

5. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Du kannst mir dadurch nimmer eine Schuld«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Du warst, als ich bei euch die Räuber jagte, Mein bester Spürhund.« B: »Ich gleiche Dem Mann der Fabel, den der Löwe vorn, Der Tiger hinten packte, dem die Geier Mit Schnäbeln und mit Klaun von oben drohten, Und der auf einem Schlangenklumpen stand.« C: »Sie ließ ja nicht zum Opfertier sich machen, Sie hat sich selbst geopfert, das beweist, Dass ihr der Tote mehr war, als die Welt!«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Und wissen, dass du stirbst, Sobald ein andrer starb, aus Liebe stirbst, …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗

9. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »bevor« in diesem Textausschnitt? »Zerbricht, bevor sie noch geschwungen wird.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗

10. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Dir meldet, dass es mit …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Lies den Abschnittsbeginn: »Dich spreche ich nachher! Das Wichtigste zuerst!« Welche Informationen sind hier bereits sicher, und welche Frage bleibt für dich offen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne zwei Informationen, die sich tatsächlich aus dieser Passage ableiten lassen.
  • Trenne eine eigene Frage oder Vermutung klar vom Textbefund.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

2. Prüfe, ob es in dieser Passage um Gerechtigkeit oder Verantwortung geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »[…] Sonst – gib dem Taucher endlich Ruh! Ich stehe Schon hoch genug in ihrer Schuld! Du siehst Mich zweifelnd an? Doch! Doch! Als ich vorm Jahr Im Sterben lag, da hat sie mich geküsst. Es war das erste und das einzge Mal, Ich dachte gleich: Das […]«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗ Textstelle 14 ↗ Textstelle 15 ↗

3. Prüfe, ob es in dieser Passage um Angst oder Unsicherheit geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Jenseits des Grabes, wo das Grauen wohnt, Noch ein Entzücken finden: Mariamne, Darf ich dies hoffen, oder muss ich fürchten, Dass du – Antonius hat nach dir gefragt!«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

4. Prüfe, ob es in dieser Passage um Nähe oder Gefühle geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »O nein! o nein! Ich teilte ja mit dir! Du aber sprich: ein Übermaß von Liebe, Wie dieses wäre, könntest dus verzeihn?«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

5. Prüfe, ob es in dieser Passage um Geld oder Besitz geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »[…] und da du Seit meines muntren Bruders jähem Tod Mich jeden Tag so reich beschenkst, als würbest Du neu um mich, so komme ich auch endlich Und zeige dir, dass ich erkenntlich bin!«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗

6. Vergleiche diese beiden Stellen: »Jetzt winkt' er mir Zu gehen, und ich ging. Doch rief er mich Noch einmal um und sprach: Du bist die Antwort Auf meine erste […]« und »Leb wohl! Ich weiß, du kehrst zurück! Dich tötet«. Welche Gemeinsamkeit oder welchen Unterschied kannst du am Wortlaut zeigen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne eine nachvollziehbare Gemeinsamkeit oder einen Unterschied.
  • Belege beide Seiten des Vergleichs; unterstelle keine Entwicklung, die der Text nicht zeigt.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗

7. Am Abschnittsende steht: »Nun lebt sie unterm Schwert! Das wird mich spornen, Zu tun, was ich noch nie getan; zu dulden, Was ich noch nie geduldet, und mich trösten, Wenn es umsonst geschieht! Nun fort! –« Was ist hier geklärt, und was bleibt offen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf den Schluss dieses Abschnitts, nicht auf dein Vorwissen über das ganze Werk.
  • Falls die Stelle nichts eindeutig klärt, begründe auch das mit dem Text.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

8. Prüfe deinen ersten Leseeindruck an Anfang und Ende: »Dich spreche ich nachher! Das Wichtigste zuerst!« / »Nun lebt sie unterm Schwert! Das wird mich spornen, Zu tun, was ich noch nie getan; zu dulden, Was ich noch […]«. Würdest du deine erste Einschätzung jetzt verändern? Begründe.

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne deine ursprüngliche Einschätzung oder Leseerwartung.
  • Verwende mindestens einen Textbeleg für deine jetzige Einschätzung.
  • Sowohl eine veränderte als auch eine bestätigte Einschätzung ist möglich.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Ich dächte doch, das wäre, zu erfahren, Ob unser Kopf noch fest sitzt oder nicht.«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Ich fürchte sehr, sie könnte Sich dran erinnern, wenn ich sie besuchte, Die Wunderperlen um den Hals, durch die«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Was ich noch nie geduldet, und mich trösten,«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Originalautor vor 1956 verstorben. TextGrid kennzeichnet die zugrunde liegenden reinen Texte als gemeinfrei; Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE mit Namensnennung TextGrid und www.editura.de. Das Werk Herodes und Mariamne von Hebbel, Friedrich ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de, und wird unter der Creative Commons Lizenz Namensnennung 3.0 Deutschland veröffentlicht. Der zugrunde liegende literarische Reintext ist gemeinfrei. TextGrid wurde vom BMBF gefördert (Förderkennzeichen 01UG1203A).

Die Extraktion erfasst alle Textpositionen der gelieferten Quelldatei; dies ersetzt keinen vollständigen Vergleich mit dem historischen Druck. Offene Kapitelaufgaben dienen der Selbstprüfung und sind keine automatisch bewertete Interpretation.

Herodes und Mariamne

Friedrich Hebbel: Werke. Herausgegeben von Gerhard Fricke, Werner Keller und Karl Pörnbacher, Band 1–5, München: Hanser, 1963. Hebbel, Friedrich 486- München

Das Werk Herodes und Mariamne von Hebbel, Friedrich ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; reine Originaltexte gemeinfrei Lizenz

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.