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Buch - Gyges und sein Ring - Hebbel, Friedrich

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Originalwerk · Lesefassung

Gyges und sein Ring

Hebbel, Friedrich · 1813–1863

Gyges und sein Ring von Hebbel, Friedrich. Volltext der angegebenen Ausgabe mit textbezogenen Leseaufgaben.

DramaKlasse 11–138 Abschnitte
Porträt von Hebbel, Friedrich; Kontextbild zur Autorin oder zum Autor, keine Szene aus dem Buch.
Porträt · Hebbel, Friedrich · Thomas Ledl · CC BY-SA 4.0 Bildquelle ↗
Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und Wertvorstellungen im Unterricht einordnen.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Abschnitt 4 von 8

1. Akt

1
Erster Akt
Vorlage S. 8
2
Halle.
Vorlage S. 8
3
Kandaules und Gyges treten auf. Kandaules schnallt sich das Schwert um, Thoas folgt mit dem Diadem.
Vorlage S. 8
4
KANDAULES.
Vorlage S. 8
5
Heut sollst du sehn, was Lydien vermag! –
Vorlage S. 8
6
Ich weiß, ihr Griechen, wenn auch unterwürfig,
Vorlage S. 8
7
Weil ihr nicht anders könnt, tragt knirschend nur
Vorlage S. 8
8
Das alte Joch und spottet eurer Herrn.
Vorlage S. 8
9
Auch wird nicht leicht was auf der Welt erfunden,
Vorlage S. 8
10
Das ihr nicht gleich verbessert: wärs auch nur
Vorlage S. 8
11
Der Kranz, den ihr hinzufügt, einerlei,
Vorlage S. 8
12
Ihr drückt ihn drauf und habt das Ding gemacht!
Vorlage S. 8
13
THOAS
Vorlage S. 8
14
reicht ihm das Diadem.
Vorlage S. 8
15
KANDAULES.
Vorlage S. 8
16
Das neue Diadem! Was soll mir dies?
Vorlage S. 8
17
Hast du dich auch vielleicht im Schwert vergriffen?
Vorlage S. 8
18
Ja, beim Herakles, dessen Fest wir feiern!
Vorlage S. 8
19
Ei, Thoas, wirst du kindisch vor der Zeit?
Vorlage S. 8
20
THOAS.
Vorlage S. 8
21
Ich dachte –
Vorlage S. 8
22
KANDAULES.
Vorlage S. 8
23
Was?
Vorlage S. 8
24
THOAS.
Vorlage S. 8
25
Seit fünf Jahrhunderten
Vorlage S. 8
26
Erschien kein König anders bei den Spielen,
Vorlage S. 8
27
Die dein gewaltger Ahn gestiftet hat,
Vorlage S. 8
28
Und als du es das letzte Mal versuchtest,
Vorlage S. 8
29
Die alten Heiligtümer zu verdrängen,
Vorlage S. 8
30
Da stand das Volk entsetzt und staunend da
Vorlage S. 8
31
Und murrte, wie noch nie!
Vorlage S. 8
32
KANDAULES.
Vorlage S. 8
33
Nun meinst du denn,
Vorlage S. 8
34
Ich hätts mir merken und mich bessern sollen,
Vorlage S. 8
35
Nicht wahr?
Vorlage S. 8
36
THOAS.
Vorlage S. 8
37
O Herr, nicht ohne einen Schauder
Vorlage S. 8
38
Berühre ich dies Diadem, und nie
Vorlage S. 8
39
Hab ich dies Schwert am Griff noch angefaßt,
Vorlage S. 8
40
Das alle Herakliden einmal schwangen.
Vorlage S. 8
41
Doch deinen neuen Schmuck betracht ich ganz,
Vorlage S. 8
42
Wie jedes andre Ding, das glänzt und schimmert,
Vorlage S. 8
43
Und das man hat, wenn mans bezahlen kann.
Vorlage S. 8
44
Nicht an Hephästos brauche ich dabei
Vorlage S. 8
45
Zu denken, der dem göttlichen Achill
Vorlage S. 9
46
Die Waffen schmiedete, und in dem Feuer,
Vorlage S. 9
47
Worin er Zeus die Donnerkeile stählt,
Vorlage S. 9
48
Auch nicht an Thetis, die durch ihre Töchter
Vorlage S. 9
49
Ihm Perlen und Korallen fischen ließ,
Vorlage S. 9
50
Damit es an der Zierde nicht gebreche:
Vorlage S. 9
51
Ich kenn den Mann ja, der das Schwert geliefert,
Vorlage S. 9
52
Und jenen, der das Diadem gefügt!
Vorlage S. 9
53
KANDAULES.
Vorlage S. 9
54
Nun, Gyges?
Vorlage S. 9
55
THOAS.
Vorlage S. 9
56
Herr, die Treue spricht aus mir,
Vorlage S. 9
57
Bin ich zu kühn, so bin ichs deinetwegen!
Vorlage S. 9
58
Und glaube mir: die vielen Tausende,
Vorlage S. 9
59
Die hier zusammenströmen, wenn sie auch
Vorlage S. 9
60
In feinrer Wolle gehn und leckrer essen,
Vorlage S. 9
61
Sind ganz so törigt oder fromm, wie ich.
Vorlage S. 9
62
Dein Haupt und dieser Reif, das sind für sie,
Vorlage S. 9
63
Trau deinem Knecht, zwei Hälften eines Ganzen,
Vorlage S. 9
64
Und ebenso dein Arm und dieses Schwert.
Vorlage S. 9
65
KANDAULES.
Vorlage S. 9
66
Das denken alle?
Vorlage S. 9
67
THOAS.
Vorlage S. 9
68
Ja, bei meinem Kopf!
Vorlage S. 9
69
KANDAULES.
Vorlage S. 9
70
So darfs nicht länger bleiben! Nimm denn hin
Vorlage S. 9
71
Und tu, was ich gebot.
Vorlage S. 9
72
THOAS
Vorlage S. 9
73
mit dem alten Schmuck ab.
Vorlage S. 9
74
GYGES.
Vorlage S. 9
75
Du tatst ihm weh.
Vorlage S. 9
76
KANDAULES.
Vorlage S. 9
77
Ich weiß, doch sprich: wie hätt ichs ändern können?
Vorlage S. 9
78
Wahr ist, was er gesagt! Hier gilt der König
Vorlage S. 9
79
Nur seiner Krone wegen und die Krone
Vorlage S. 9
80
Des Rostes wegen. Weh dem, der sie scheuert,
Vorlage S. 9
81
Je blanker, um so leichter an Gewicht.
Vorlage S. 9
82
Allein, was hilfts, wenn man sich nun einmal
Vorlage S. 9
83
So weit vergaß, weil mans nicht mehr ertrug,
Vorlage S. 9
84
Bloß durch den angestammten Schmuck zu glänzen,
Vorlage S. 9
85
Zu gelten, wie geprägte Münzen gelten,
Vorlage S. 9
86
Die keiner wägt, und mit den Statuen,
Vorlage S. 9
87
Die in geweihten Tempelnischen stehn,
Vorlage S. 9
88
Die schnöde Unverletzlichkeit zu teilen:
Vorlage S. 9
89
Man kann doch nicht zurück?
Vorlage S. 9
90
THOAS
Vorlage S. 10
91
kommt mit dem neuen Schmuck.
Vorlage S. 10
92
KANDAULES.
Vorlage S. 10
93
So ist es recht!
Vorlage S. 10
94
Er setzt das Diadem auf.
Vorlage S. 10
95
Das sitzt! Und alles, was mein Königreich
Vorlage S. 10
96
Im Schacht der Berge und im Grund des Meeres
Vorlage S. 10
97
An Perlen und Kleinodien nur liefert,
Vorlage S. 10
98
Nicht mehr, noch weniger, ist hier vereint:
Vorlage S. 10
99
Der Edelstein, den man bei uns nicht findet,
Vorlage S. 10
100
Und wär er noch so schön, ist streng verbannt,
Vorlage S. 10
101
Doch freilich ließ ich auch für den noch Platz,
Vorlage S. 10
102
Den man in hundert Jahren erst entdeckt. –
Vorlage S. 10
103
Begreifst du nun?
Vorlage S. 10
104
Zu Gyges.
Vorlage S. 10
105
Das andre eignet sich
Vorlage S. 10
106
Für einen Riesenkopf, wie eure Bildner
Vorlage S. 10
107
Ihn meinem Ahnherrn wohl zu geben pflegen,
Vorlage S. 10
108
Wenn er im Löwenfell mit plumper Keule
Vorlage S. 10
109
Von eines Brunnens moosgem Rand herab
Vorlage S. 10
110
Die Kinder euch erschrecken helfen soll.
Vorlage S. 10
111
Er gürtet sich das Schwert um.
Vorlage S. 10
112
Dies Schwert ist etwas leichter, wie das alte,
Vorlage S. 10
113
Doch dafür kann mans schwingen, wenn man muss,
Vorlage S. 10
114
Und nicht bloß draußen, unterm freien Himmel,
Vorlage S. 10
115
Wo die Giganten sich mit Felsen werfen,
Vorlage S. 10
116
Er ziehts und schwingts.
Vorlage S. 10
117
Nein, auch in menschlich engem Raum, wie hier!
Vorlage S. 10
118
Drum Thoas, spar dir ja die dritte Rede,
Vorlage S. 10
119
Die zweite hört ich heut!
Vorlage S. 10
120
THOAS.
Vorlage S. 10
121
Vergib mir, Herr!
Vorlage S. 10
122
Doch weißt du: nicht die jungen Glieder sinds,
Vorlage S. 10
123
In denen sich ein Wittrungswechsel meldet,
Vorlage S. 10
124
Die alten Knochen spüren ihn zuerst!
Vorlage S. 10
125
Ab.
Vorlage S. 10
126
GYGES.
Vorlage S. 10
127
Er geht betrübt.
Vorlage S. 10
128
KANDAULES.
Vorlage S. 10
129
Gewiss, er siehts nicht gern,
Vorlage S. 10
130
Dass jetzt der nächste Donnerkeil mich trifft,
Vorlage S. 10
131
Und das steht fest für ihn, es wäre denn,
Vorlage S. 10
132
Dass mich die Erde früher schon verschlänge,
Vorlage S. 10
133
Wenn nicht der Minotaurus gar erscheint! –
Vorlage S. 10
134
So sind sie, denke darum aber nicht
Vorlage S. 11
135
Gering von ihnen! Nun, noch heute wirst du
Vorlage S. 11
136
Sie spielen sehn!
Vorlage S. 11
137
GYGES.
Vorlage S. 11
138
Und wünsche, mitzuspielen.
Vorlage S. 11
139
KANDAULES.
Vorlage S. 11
140
Wie, Gyges?
Vorlage S. 11
141
GYGES.
Vorlage S. 11
142
Herr, ich bitte dich darum!
Vorlage S. 11
143
KANDAULES.
Vorlage S. 11
144
Nein, nein, du sollst an meiner Seite sitzen,
Vorlage S. 11
145
Damit ein jeder sieht, wie ich dich ehre,
Vorlage S. 11
146
Und wie ich will, dass man dich ehren soll.
Vorlage S. 11
147
GYGES.
Vorlage S. 11
148
Wenn du mich ehrst, so schlägst du mirs nicht ab.
Vorlage S. 11
149
KANDAULES.
Vorlage S. 11
150
Du weißt nicht, was du tust! Kennst du die Lyder?
Vorlage S. 11
151
Ihr Griechen seid ein kluges Volk, ihr lasst
Vorlage S. 11
152
Die andern alle spinnen und ihr webt.
Vorlage S. 11
153
Das gibt ein Netz, wovon kein einzger Faden
Vorlage S. 11
154
Euch selbst gehört, und das doch euer ist!
Vorlage S. 11
155
Wie leicht wärs zugezogen und wie rasch
Vorlage S. 11
156
Die ganze Welt gefangen, wenn der Arm
Vorlage S. 11
157
Des Fischers nur ein wenig stärker wäre,
Vorlage S. 11
158
Der es regieren soll. Da aber fehlts!
Vorlage S. 11
159
Ihr könnt durch keine Kunst die Nervenstränge
Vorlage S. 11
160
Uns aus dem Leibe haspeln, darum stellen
Vorlage S. 11
161
Wir uns viel blinder, als wir wirklich sind,
Vorlage S. 11
162
Und gehn zu unsrem eignen Spaß hinein:
Vorlage S. 11
163
Ein kleiner Ruck macht uns ja wieder frei.
Vorlage S. 11
164
GYGES.
Vorlage S. 11
165
Wir feiern diese Spiele auch.
Vorlage S. 11
166
KANDAULES.
Vorlage S. 11
167
Ja, ja!
Vorlage S. 11
168
So unter euch! Da ringt der Dorier
Vorlage S. 11
169
Mit dem Jonier, und mischt am Ende
Vorlage S. 11
170
Gar der Böotier sich mit hinein,
Vorlage S. 11
171
So glaubt ihr, Ares selber schaue zu
Vorlage S. 11
172
Und merke sich mit Schaudern jeden Streich.
Vorlage S. 11
173
Gyges, und wenn du alle Preise dort
Vorlage S. 11
174
Errungen hättest, warnen müsst ich dich,
Vorlage S. 11
175
Hier auch nur um den letzten mitzukämpfen.
Vorlage S. 11
176
Denn wild und blutig ging es immer her,
Vorlage S. 11
177
Doch würbest du, der Grieche und mein Günstling,
Vorlage S. 11
178
Auch nur um einen Zweig der Silberpappel,
Vorlage S. 11
179
Wie man sie heut zu Tausenden verstreut:
Vorlage S. 11
180
Du kämst mit deinem Leben nicht davon.
Vorlage S. 12
181
GYGES.
Vorlage S. 12
182
Nun habe ich dein Ja, du kannst mirs jetzt
Vorlage S. 12
183
Nicht länger vorenthalten!
Vorlage S. 12
184
KANDAULES.
Vorlage S. 12
185
Nimmst dus so?
Vorlage S. 12
186
Dann muss ich schweigen!
Vorlage S. 12
187
GYGES.
Vorlage S. 12
188
Herr, ich kam nicht bloß,
Vorlage S. 12
189
Zu bitten!
Vorlage S. 12
190
Er zieht einen Ring hervor.
Vorlage S. 12
191
Nimm! Es ist ein Königsring!
Vorlage S. 12
192
Du siehst ihn an, du findest nichts an ihm,
Vorlage S. 12
193
Du staunst, dass ich ihn dir zu bieten wage,
Vorlage S. 12
194
Du wirst ihn nehmen, wie vom Kind die Blume,
Vorlage S. 12
195
Nur um die arme Einfalt nicht zu kränken,
Vorlage S. 12
196
Die dir sie brach, nicht, weil sie dir gefällt.
Vorlage S. 12
197
Unscheinbar ist er, das ist wahr, und schlicht,
Vorlage S. 12
198
Und dennoch kannst du für dein Königreich
Vorlage S. 12
199
Ihn dir nicht kaufen, noch ihn mit Gewalt
Vorlage S. 12
200
Trotz aller deiner Macht, dem Träger rauben,
Vorlage S. 12
201
Wenn er ihn dir nicht willig reichen will.
Vorlage S. 12
Porträt von Hebbel, Friedrich; Kontextbild zur Autorin oder zum Autor, keine Szene aus dem Buch.
Kontextbild zum Werk. Porträt · Hebbel, Friedrich · Thomas Ledl · CC BY-SA 4.0 Bildquelle ↗
202
Trägst du ihn so,
Vorlage S. 12
203
Mit Zeichen und Gebärden.
Vorlage S. 12
204
dass das Metall nach vorn
Vorlage S. 12
205
Zu sitzen kommt, so ist er bloß ein Schmuck,
Vorlage S. 12
206
Vielleicht auch keiner, aber drehst du ihn
Vorlage S. 12
207
So weit herum, dass dieser kleine Stein,
Vorlage S. 12
208
Der dunkelrote, um sich blitzen kann,
Vorlage S. 12
209
So bist du plötzlich unsichtbar und schreitest,
Vorlage S. 12
210
Wie Götter in der Wolke, durch die Welt.
Vorlage S. 12
211
Darum verschmäh ihn nicht, denn noch einmal:
Vorlage S. 12
212
Es ist ein Königsring, und diesen Tag
Vorlage S. 12
213
Ersah ich längst, ihn dir zu übergeben,
Vorlage S. 12
214
Du bist der einzge, der ihn tragen darf!
Vorlage S. 12
215
KANDAULES.
Vorlage S. 12
216
Von unerhörten Dingen kam auch uns
Vorlage S. 12
217
Die Kunde zu, man sprach von einem Weibe,
Vorlage S. 12
218
Medea hieß sie, welche Künste trieb,
Vorlage S. 12
219
Die selbst den Mond herab zur Erde zogen,
Vorlage S. 12
220
Doch nie vernahm ich noch von diesem Ring.
Vorlage S. 12
221
Woher denn hast du ihn?
Vorlage S. 12
222
GYGES.
Vorlage S. 13
223
Aus einem Grabe,
Vorlage S. 13
224
Aus einem Grabe in Thessalien!
Vorlage S. 13
225
KANDAULES.
Vorlage S. 13
226
Du hast ein Grab erbrochen und entweiht?
Vorlage S. 13
227
GYGES.
Vorlage S. 13
228
Nein, König, nein! Erbrochen fand ichs vor!
Vorlage S. 13
229
Ich kroch nur bloß hinein, um mich vor Räubern
Vorlage S. 13
230
Zu bergen, die in großer Überzahl
Vorlage S. 13
231
Mir auf der Fährte waren und mich hetzten,
Vorlage S. 13
232
Als ich in abenteuerlichem Triebe
Vorlage S. 13
233
Das öde Waldgebirge jüngst durchstrich.
Vorlage S. 13
234
Die Aschenkrüge waren umgestoßen,
Vorlage S. 13
235
Die Scherben lagen traurig durcheinander,
Vorlage S. 13
236
Und in dem falben Strahl der Abendsonne,
Vorlage S. 13
237
Der durch die Ritzen des Gemäuers drang,
Vorlage S. 13
238
Sah ich ein Wölkchen blassen Staubes schweben,
Vorlage S. 13
239
Das vor mir aufstieg, als der letzte Rest
Vorlage S. 13
240
Der Toten, und so seltsam mich bewegte,
Vorlage S. 13
241
Dass ich, um meinesgleichen, meine Väter
Vorlage S. 13
242
Vielleicht, nicht unwillkürlich einzuatmen,
Vorlage S. 13
243
Den Odem lange anhielt in der Brust.
Vorlage S. 13
244
KANDAULES.
Vorlage S. 13
245
Nun? Und die Räuber?
Vorlage S. 13
246
GYGES.
Vorlage S. 13
247
Hatten meine Spur
Vorlage S. 13
248
Verloren, wie's mir schien, denn fern und ferner
Vorlage S. 13
249
Verhallten ihre Stimmen, und ich glaubte
Vorlage S. 13
250
Mich schon gesichert, wenn ich auch noch nicht
Vorlage S. 13
251
Mein dämmriges Asyl verließ. Als ich
Vorlage S. 13
252
Nun so auf meinen Knieen kauerte,
Vorlage S. 13
253
Erblickte ich auf einmal diesen Ring,
Vorlage S. 13
254
Der aus dem wüsten Trümmerhaufen mir
Vorlage S. 13
255
Mit seinem Stein, wie ein Lebendiges,
Vorlage S. 13
256
Fast an ein scharfes Schlangen-Auge mahnend,
Vorlage S. 13
257
Entgegenfunkelte. Ich hob ihn auf,
Vorlage S. 13
258
Ich blies die Asche von ihm ab, ich sprach:
Vorlage S. 13
259
»Wer trug dich einst am längst zerstäubten Finger?«
Vorlage S. 13
260
Und, um zu sehen, obs ein Mann gewesen,
Vorlage S. 13
261
Steckt ich ihn an. Doch das war kaum geschehn,
Vorlage S. 13
262
So schrie man draußen: »Halt! dort muss er sein!
Vorlage S. 13
263
Siehst du das Grab? Heran, heran, Gefährten,
Vorlage S. 13
264
Wir haben ihn!« und rasch erschien der Trupp.
Vorlage S. 13
265
Ich aber, um nicht wehrlos, wie ein Tier,
Vorlage S. 14
266
Das man in eine Höhle trieb, geschlachtet
Vorlage S. 14
267
Zu werden, sprang hervor und stürzte ihnen
Vorlage S. 14
268
Entgegen, hoch in meiner Hand das Schwert.
Vorlage S. 14
269
Die Sonne war dem Untergange nah
Vorlage S. 14
270
Und strahlte, wie die Kerze, welche bald
Vorlage S. 14
271
Erlöschen soll, noch einmal doppelt hell.
Vorlage S. 14
272
Doch sie, als wär für sie allein die Nacht
Vorlage S. 14
273
Schon eingebrochen, stürmten, grimmig fluchend,
Vorlage S. 14
274
An mir vorbei und reihten sich ums Grab.
Vorlage S. 14
275
Das ward nun streng durchsucht, und als sie mich
Vorlage S. 14
276
Nicht fanden, höhnten sie: »Was tuts, er trug
Vorlage S. 14
277
Wohl auch nichts bei sich, als das trotzge Auge,
Vorlage S. 14
278
Das uns mit seinem kecken Blick so reizte,
Vorlage S. 14
279
Und dieses bläst ihm schon ein andrer aus!«
Vorlage S. 14
280
Nun abermals, doch langsam und verdrießlich,
Vorlage S. 14
281
Ja, spähend, und mir selbst ins Antlitz stierend,
Vorlage S. 14
282
An mir vorbei und wieder nicht gesehn!
Vorlage S. 14
283
KANDAULES.
Vorlage S. 14
284
Da dachtest du –
Vorlage S. 14
285
GYGES.
Vorlage S. 14
286
Nicht an den Ring! Noch nicht!
Vorlage S. 14
287
Ich glaubte, dass ein Gott mich durch ein Wunder
Vorlage S. 14
288
Gerettet, auf die Kniee warfs mich nieder,
Vorlage S. 14
289
Und zu dem Unsichtbaren sprach ich so:
Vorlage S. 14
290
Ich weiß nicht, wer du bist, und wenn du mir
Vorlage S. 14
291
Dein Antlitz nicht enthüllst, so kann ich dir
Vorlage S. 14
292
Das Tier nicht opfern, das dir heilig ist,
Vorlage S. 14
293
Allein zum Zeichen, dass ich dankbar bin
Vorlage S. 14
294
Und nicht des Muts ermangle, bring ich dir
Vorlage S. 14
295
Den wildesten von diesen Räubern dar,
Vorlage S. 14
296
Dies schwör ich hier, wie schwer es immer sei.
Vorlage S. 14
297
Nun eilt ich ihnen nach und mischte mich
Vorlage S. 14
298
In ihren Haufen, und ein Grauen fasste
Vorlage S. 14
299
Mich vor mir selbst, wie sie mich nicht allein
Vorlage S. 14
300
Gar nicht bemerkten, sondern durch mich hin,
Vorlage S. 14
301
Als wär ich bloße Luft, zusammen sprachen,
Vorlage S. 14
302
Ja selbst das Brot sich reichten und den Wein.
Vorlage S. 14
303
Mein Blick umflorte sich und schweifend fiel
Vorlage S. 14
304
Er auf den Stein des Ringes, der mir rot
Vorlage S. 14
305
Und grell von meiner Hand entgegen sprühte
Vorlage S. 15
306
Und rastlos quellend, wallend, Perlen treibend
Vorlage S. 15
307
Und sie zerblasend, einem Auge glich,
Vorlage S. 15
308
Das ewig bricht in Blut, was ewig raucht.
Vorlage S. 15
309
Ich drehte ihn, aus Notwehr mögt ich sagen,
Vorlage S. 15
310
Aus Angst, denn alle diese Perlen blitzten,
Vorlage S. 15
311
Als wärens Sterne, und mir ward zumut,
Vorlage S. 15
312
Als schaut ich in den ewgen Born des Lichts
Vorlage S. 15
313
Unmittelbar hinein, und würde blind
Vorlage S. 15
314
Vom Übermaß, wie von der Harmonie
Vorlage S. 15
315
Der Sphären, wie es heißt, ein jeder taub.
Vorlage S. 15
316
Da aber fühlt ich kräftig mich gepackt,
Vorlage S. 15
317
Und: »Was ist das? Ei, wer hielt ihn versteckt?
Vorlage S. 15
318
Der Spaß ist gut!« erklangs um mich herum.
Vorlage S. 15
319
Zehn Fäuste griffen nun mir nach der Kehle,
Vorlage S. 15
320
Zehn andre rissen am Gewande mir,
Vorlage S. 15
321
Und, blieb die plumpste für den Ring nicht übrig,
Vorlage S. 15
322
So war ein schmählich Ende mir gewiss.
Vorlage S. 15
323
Doch plötzlich hieß es: »Ei, der ist nicht arm,
Vorlage S. 15
324
Das ist ein guter Fang, seht, blankes Gold,
Vorlage S. 15
325
Sogar ein Edelstein, nur her damit!«
Vorlage S. 15
326
Allein fast in demselben Odemzug
Vorlage S. 15
327
Erscholls: »Ein Gott! Ein Gott ist unter uns!«
Vorlage S. 15
328
Und alle lagen mir zu Füßen da.
Vorlage S. 15
329
KANDAULES.
Vorlage S. 15
330
Sie hatten, wie sie an dem Ring dir zerrten,
Vorlage S. 15
331
Ihn wieder umgedreht und schauderten,
Vorlage S. 15
332
Als du verschwandest, wie ein Wolkenbild.
Vorlage S. 15
333
GYGES.
Vorlage S. 15
334
So muss es sein. Ich aber drehte ihn,
Vorlage S. 15
335
Jetzt endlich eingeweiht in sein Geheimnis,
Vorlage S. 15
336
Stolz und verwegen noch einmal und rief:
Vorlage S. 15
337
Ein Gott, ja wohl, und jeder büßt mir nun!
Vorlage S. 15
338
Dann drang ich auf sie ein, und sie, entsetzt,
Vorlage S. 15
339
Als hätte ich den Donner in den Händen
Vorlage S. 15
340
Und tausend neue Tode mir zur Seite,
Vorlage S. 15
341
Behielten kaum zur Flucht noch Mut und Kraft.
Vorlage S. 15
342
Doch ich verfolgte sie, als müsste ich
Vorlage S. 15
343
Für die Erinnyen den Dienst versehen,
Vorlage S. 15
344
Und nicht ein einziger kam mir davon!
Vorlage S. 15
345
Dann wollt ich mit dem Ring zurück zum Grabe,
Vorlage S. 16
346
Allein obgleich ich mir mit blutgen Leichen
Vorlage S. 16
347
Den weg bezeichnet hatte: nicht am Abend
Vorlage S. 16
348
Und nicht des Morgens ließ es sich mehr finden,
Vorlage S. 16
349
Und wider meinen Willen blieb er mein.
Vorlage S. 16
350
KANDAULES.
Vorlage S. 16
351
Das ist ein Schatz, wie keiner!
Vorlage S. 16
352
GYGES.
Vorlage S. 16
353
Sagt ichs nicht?
Vorlage S. 16
354
Ein Königsring! Drum, König, nimm ihn hin!
Vorlage S. 16
355
KANDAULES.
Vorlage S. 16
356
Erst nach dem Kampfe!
Vorlage S. 16
357
GYGES.
Vorlage S. 16
358
Herr, ich trug ihn nie
Vorlage S. 16
359
Seit jenem Tag und trag ihn niemals wieder!
Vorlage S. 16
360
Bist du mit Holz so geizig? Keines Waldes
Vorlage S. 16
361
Bedarf es ja zu meinem Scheiterhaufen,
Vorlage S. 16
362
Ein Baum genügt, und traue diesem Arm,
Vorlage S. 16
363
Er wird dir auch wohl noch den Baum ersparen!
Vorlage S. 16
364
KANDAULES.
Vorlage S. 16
365
So gib! Ich prüf ihn!
Vorlage S. 16
366
GYGES.
Vorlage S. 16
367
Und ich wappne mich!
Vorlage S. 16
368
Beide ab.
Vorlage S. 16
369
Gemach der Königin.
Vorlage S. 16
370
Rhodope nebst ihren Dienerinnen, Lesbia und Hero darunter tritt auf.
Vorlage S. 16
371
RHODOPE.
Vorlage S. 16
372
Nun freut euch, liebe Mädchen, heute ist
Vorlage S. 16
373
Es euch vergönnt! So sehr ichs tadeln muss,
Vorlage S. 16
374
Wenn ihr an andern Tagen auch nur lauscht,
Vorlage S. 16
375
So hart ich meine muntre Hero gestern,
Vorlage S. 16
376
Als sie den Baum erstieg, gescholten hätte,
Vorlage S. 16
377
Wenn nicht zu ihrer Strafe gleich ein Zweig,
Vorlage S. 16
378
So leicht sie ist, mit ihr gebrochen wäre,
Vorlage S. 16
379
Weil er zu schwach für so viel Neugier war –
Vorlage S. 16
380
HERO.
Vorlage S. 16
381
O Königin, wenn dus gesehen hast,
Vorlage S. 16
382
So weißt du auch, dass ich den dichtesten
Vorlage S. 16
383
Von allen Bäumen unsers Gartens wählte.
Vorlage S. 16
384
RHODOPE.
Vorlage S. 16
385
Den dichtesten? Kann sein! Doch ganz gewiss
Vorlage S. 16
386
Den, der am nächsten an der Mauer stand.
Vorlage S. 16
387
HERO.
Vorlage S. 16
388
Den allerdichtesten! Ich kletterte
Vorlage S. 16
389
In eine wahre grüne Nacht hinein!
Vorlage S. 16
390
Es war fast schauerlich, den goldnen Tag
Vorlage S. 16
391
So hinter sich zu lassen und im Dunkeln
Vorlage S. 17
392
Doch fortzukriechen.
Vorlage S. 17
393
RHODOPE.
Vorlage S. 17
394
Warum tatst dus denn?
Vorlage S. 17
395
HERO.
Vorlage S. 17
396
Nicht, weil ich dem Olymp um ein paar Fuß
Vorlage S. 17
397
Mich nähern wollte! Nein, das überließ ich
Vorlage S. 17
398
Der Nachtigall, die mir zu Häupten schlug.
Vorlage S. 17
399
Ich wollte – – Aber lache nicht! Ich kann
Vorlage S. 17
400
Das Wiegen nicht vergessen, und ich wollte
Vorlage S. 17
401
Mich oben etwas wiegen!
Vorlage S. 17
Caspar David Friedrich – Wanderer über dem Nebelmeer, um 1818. Künstlerische Landschaft als Vergleichsmotiv, keine konkrete Buchszene.
Kontextbild zum Werk. Der Wanderer über dem Nebelmeer · Caspar David Friedrich · Public domain Bildquelle ↗
402
RHODOPE.
Vorlage S. 17
403
Weiter nichts?
Vorlage S. 17
404
HERO.
Vorlage S. 17
405
Und nebenbei, doch wirklich nebenbei,
Vorlage S. 17
406
Ganz nebenbei, ein wenig spähn, ich wüsste
Vorlage S. 17
407
Es gar zu gern, ob diesen unsern Garten,
Vorlage S. 17
408
Wie uns der finstre Karna immer sagt,
Vorlage S. 17
409
Ein See umgibt.
Vorlage S. 17
410
LESBIA.
Vorlage S. 17
411
Ein See!
Vorlage S. 17
412
HERO.
Vorlage S. 17
413
Du weißt es besser!
Vorlage S. 17
414
LESBIA.
Vorlage S. 17
415
Ei, hast dus hier noch jemals rauschen hören,
Vorlage S. 17
416
Und ist ein See so ruhig, wie du selbst?
Vorlage S. 17
417
RHODOPE.
Vorlage S. 17
418
Ich will nicht weiter fragen, denn ich weiß,
Vorlage S. 17
419
Dass dus nicht wieder tust. Nie fiel ein Mädchen
Vorlage S. 17
420
So sanft, wie du, und nie erschrak es so!
Vorlage S. 17
421
LESBIA.
Vorlage S. 17
422
Ja, alle Glieder waren hin!
Vorlage S. 17
423
HERO.
Vorlage S. 17
424
Ich wäre
Vorlage S. 17
425
Gar nicht gefallen, denn ein stärkrer Zweig
Vorlage S. 17
426
War nah genug, der aber schaukelte
Vorlage S. 17
427
Ein Nest mit jungen Vögeln, und ich wollte
Vorlage S. 17
428
Ihn nicht betreten, um die zarte Brut,
Vorlage S. 17
429
Die schon die federlosen Flügel regte,
Vorlage S. 17
430
Nicht aufzuscheuchen!
Vorlage S. 17
431
LESBIA.
Vorlage S. 17
432
Dieses also wars?
Vorlage S. 17
433
Sie flogen aber dennoch auf, du griffst
Vorlage S. 17
434
Zuletzt gewiss noch zu, um dich zu halten!
Vorlage S. 17
435
RHODOPE.
Vorlage S. 17
436
Neckt euch, solang ihr wollt, dies ist der Tag,
Vorlage S. 17
437
An dem für euch das enge Haus sich öffnet,
Vorlage S. 17
438
Nun treibt es, wie ihr mögt, und seht euch satt.
Vorlage S. 17
439
HERO.
Vorlage S. 17
440
Und du?
Vorlage S. 17
441
RHODOPE.
Vorlage S. 18
442
Schaut nicht auf mich! Was euch erlaubt,
Vorlage S. 18
443
Ist mir nur nicht verboten, heute kann
Vorlage S. 18
444
Ich euch nicht Muster und nicht Vorbild sein.
Vorlage S. 18
445
HERO.
Vorlage S. 18
446
So willst du abermals das Fest nicht sehn?
Vorlage S. 18
447
RHODOPE.
Vorlage S. 18
448
Um dich nicht in der Fröhlichkeit zu stören! –
Vorlage S. 18
449
Bei uns ist das nicht Sitte, und mir wärs,
Vorlage S. 18
450
Als ob ich essen sollte ohne Hunger
Vorlage S. 18
451
Und trinken ohne Durst. Auch scheint es mir,
Vorlage S. 18
452
Dass unsre Weise besser ist, als eure,
Vorlage S. 18
453
Denn niemals kommt ihr ohne Schauder heim
Vorlage S. 18
454
Von diesen Festen, die euch erst so locken,
Vorlage S. 18
455
Und das ist mir die Liebste, die den tiefsten
Vorlage S. 18
456
Empfindet und zum zweiten Mal nicht geht.
Vorlage S. 18
457
Das soll für euch kein Tadel sein, o nein,
Vorlage S. 18
458
Es freut mich nur, dass meine Lesbia,
Vorlage S. 18
459
Die unter euch erwuchs, so fühlt, wie ich!
Vorlage S. 18
460
LESBIA.
Vorlage S. 18
461
Wirst du mir heut vergeben – –
Vorlage S. 18
462
RHODOPE.
Vorlage S. 18
463
Was denn nur?
Vorlage S. 18
464
Was soll ich dir vergeben? Willst du mit?
Vorlage S. 18
465
O, hätt ich dieses Lob zurück! Sie schämt
Vorlage S. 18
466
Sich jetzt, die Tochter ihres Volks zu sein,
Vorlage S. 18
467
Und hats nicht Ursach. Bin ich selbst was andres?
Vorlage S. 18
468
Geh, geh und sag mir, wer der Sieger war!
Vorlage S. 18
469
HERO.
Vorlage S. 18
470
Gewiss wird auch der junge Gyges kämpfen,
Vorlage S. 18
471
Der diese schöne Stimme hat.
Vorlage S. 18
472
RHODOPE.
Vorlage S. 18
473
Du kennst
Vorlage S. 18
474
Schon seine Stimme?
Vorlage S. 18
475
HERO.
Vorlage S. 18
476
Ja, doch weiter nichts!
Vorlage S. 18
477
Heut werden wir ihn sehn, und glaube mir,
Vorlage S. 18
478
Auch sie geht nur, weil er erscheint!
Vorlage S. 18
479
LESBIA.
Vorlage S. 18
480
Ich kann
Vorlage S. 18
481
Noch immer bleiben und dich Lügen strafen!
Vorlage S. 18
482
HERO.
Vorlage S. 18
483
Du tust es nicht!
Vorlage S. 18
484
KANDAULES
Vorlage S. 18
485
tritt rasch ein.
Vorlage S. 18
486
Rhodope, sei gegrüßt! –
Vorlage S. 18
487
Doch – Weißt du, wer ich bin? Ein Hermenwächter,
Vorlage S. 18
488
Ein Grenzpfahlkönig, der die Ellen freilich,
Vorlage S. 18
489
Doch nie die Schwerter mißt und schuld dran ist,
Vorlage S. 18
490
Dass die zwölf Taten des Herakles nicht
Vorlage S. 18
491
Durch vierundzwanzig andre, größere
Vorlage S. 18
492
Längst überboten sind. Wenn dus nicht glaubst,
Vorlage S. 19
493
So frage nur den grimmigen Alkäos,
Vorlage S. 19
494
Du kennst ihn nicht? Ich auch seit heute erst!
Vorlage S. 19
495
Und weißt du, wie ich Menschen glücklich mache?
Vorlage S. 19
496
Ich spreche: Jüngling komm, da ist ein Kern,
Vorlage S. 19
497
Den stecke in die Erde und begieße
Vorlage S. 19
498
Den Fleck mit Wasser, tu es Tag für Tag
Vorlage S. 19
499
Und sei gewiss, dass du mit weißen Haaren
Vorlage S. 19
500
Für deine Mühe Kirschen essen wirst,
Vorlage S. 19
501
Ob süße oder saure, siehst du dann!
Vorlage S. 19
502
Als Währsmann stelle ich den Agron dir,
Vorlage S. 19
503
Den würdgen Freund des würdigen Alkäos,
Vorlage S. 19
504
Ihm völlig gleich, nur nicht so weiß im Bart.
Vorlage S. 19
505
RHODOPE.
Vorlage S. 19
506
Du bist vergnügt!
Vorlage S. 19
507
KANDAULES.
Vorlage S. 19
508
Wie sollte ichs nicht sein?
Vorlage S. 19
509
Wenn auch Alkäos mir in offnem Aufstand
Vorlage S. 19
510
Entgegen treten will, sobald ichs wage,
Vorlage S. 19
511
Vor ihm so zu erscheinen, wie vor dir,
Vorlage S. 19
512
Ich meine mit dem neuen Diadem:
Vorlage S. 19
513
Agron wird mich beschützen, und ich soll
Vorlage S. 19
514
Zum Dank mich nur verpflichten, du wirst staunen,
Vorlage S. 19
515
Wie mild ers mit mir vor hat, nie den Putz
Vorlage S. 19
516
Mehr zu verändern und ein Schwert zu tragen,
Vorlage S. 19
517
Das meine ganze Kraft durchs Ziehn erschöpft.
Vorlage S. 19
518
RHODOPE.
Vorlage S. 19
519
Woher denn weißt du das?
Vorlage S. 19
520
KANDAULES.
Vorlage S. 19
521
Durch keinen Späher,
Vorlage S. 19
522
Noch weniger durch einen falschen Freund:
Vorlage S. 19
523
Von ihnen selbst, durch ihren eignen Mund.
Vorlage S. 19
524
RHODOPE.
Vorlage S. 19
525
Du spottest meiner Frage.
Vorlage S. 19
526
KANDAULES.
Vorlage S. 19
527
Nein doch, nein!
Vorlage S. 19
528
Ich sprech im vollsten Ernst! Ich stand dabei,
Vorlage S. 19
529
Wie sie, die Nägel in die Tische grabend,
Vorlage S. 19
530
Und mit gewetztem Zahn die eigne Lippe,
Vorlage S. 19
531
Als wär es fremdes, wildes Fleisch, benagend,
Vorlage S. 19
532
Sichs schwuren, und sie halten es gewiss.
Vorlage S. 19
533
Es gilt hier eine Art von Gottesurteil,
Vorlage S. 19
534
Der eine haut nach mir, der andre wehrt,
Vorlage S. 19
535
Und Dike kann entscheiden, wenn sie mag.
Vorlage S. 19
536
RHODOPE.
Vorlage S. 20
537
So hättest du gelauscht? Das glaub ich nicht.
Vorlage S. 20
538
Wenn ich wo bin, wo man mich nicht erwartet,
Vorlage S. 20
539
So mach ich ein Geräusch, damit mans merkt
Vorlage S. 20
540
Und ja nicht spricht, was ich nicht hören soll,
Vorlage S. 20
541
Und du – nein, nein, das tut ein König nicht!
Vorlage S. 20
542
KANDAULES.
Vorlage S. 20
543
Gewiss nicht! – Doch, du kannst es nicht erraten!
Vorlage S. 20
544
Siehst du den Ring? Wie teuer hältst du ihn?
Vorlage S. 20
545
RHODOPE.
Vorlage S. 20
546
Ich weiß ja nicht, von wem er kommt.
Vorlage S. 20
547
KANDAULES.
Vorlage S. 20
548
Von Gyges!
Vorlage S. 20
549
RHODOPE.
Vorlage S. 20
550
Da wird er dir unschätzbar sein!
Vorlage S. 20
551
KANDAULES.
Vorlage S. 20
552
Er ists!
Vorlage S. 20
553
Doch ahnst du nicht, warum. Vernimms und staune,
Vorlage S. 20
554
Unsichtbar macht er jeden, der ihn trägt.
Vorlage S. 20
555
RHODOPE.
Vorlage S. 20
556
Unsichtbar?
Vorlage S. 20
557
KANDAULES.
Vorlage S. 20
558
Eben hab ichs selbst erprobt.
Vorlage S. 20
559
Nicht wieder klettern, Hero! Nur die Vögel
Vorlage S. 20
560
Verstecken sich im Laube!
Vorlage S. 20
561
RHODOPE.
Vorlage S. 20
562
Lesbia!
Vorlage S. 20
563
KANDAULES.
Vorlage S. 20
564
Durch alle Türen schreit ich hin, mich halten
Vorlage S. 20
565
Nicht Schloß noch Riegel fern!
Vorlage S. 20
566
RHODOPE.
Vorlage S. 20
567
Wie fürchterlich.
Vorlage S. 20
568
KANDAULES.
Vorlage S. 20
569
Für jeden Bösen, meinst du.
Vorlage S. 20
570
RHODOPE.
Vorlage S. 20
571
Nein doch, nein!
Vorlage S. 20
572
Für jeden Guten noch viel mehr!
Vorlage S. 20
573
Zu Lesbia.
Vorlage S. 20
574
Kannst du
Vorlage S. 20
575
Noch ruhig atmen, wirst du nicht in Scham
Vorlage S. 20
576
Verglühn, nun du dies weißt? Herr, wirf ihn fort,
Vorlage S. 20
577
Hinunter in den tiefsten Fluss! Wem mehr
Vorlage S. 20
578
Als Menschenkraft beschieden ist, der wird
Vorlage S. 20
579
Als Halbgott gleich geboren! Gib ihn mir!
Vorlage S. 20
580
Man sagt bei uns, dass Dinge, die die Welt
Vorlage S. 20
581
Zertrümmern können, hie und da auf Erden
Vorlage S. 20
582
Verborgen sind. Sie stammen aus der Zeit,
Vorlage S. 20
583
Wo Gott und Mensch noch miteinander gingen
Vorlage S. 20
584
Und Liebespfänder tauschten. Dieser Ring
Vorlage S. 20
585
Gehört dazu! Wer weiß, an welche Hand
Vorlage S. 20
586
Ihn eine Göttin steckte, welchen Bund
Vorlage S. 20
587
Er einst besiegeln musste! Graust dich nicht,
Vorlage S. 20
588
Dir ihre dunkle Gabe anzueignen
Vorlage S. 20
589
Und ihre Rache auf dein Haupt zu ziehn?
Vorlage S. 21
590
Mich schaudert, wenn ich ihn nur seh! So gib!
Vorlage S. 21
591
KANDAULES.
Vorlage S. 21
592
Um einen Preis! Wenn du als Königin
Vorlage S. 21
593
Beim Feste heut erscheinen willst.
Vorlage S. 21
594
RHODOPE.
Vorlage S. 21
595
Wie kann ich!
Vorlage S. 21
596
Du holtest dir von weit entlegner Grenze
Vorlage S. 21
597
Die stille Braut, und wusstest, wie sie war.
Vorlage S. 21
598
Auch hats dich einst beglückt, dass vor dem deinen
Vorlage S. 21
599
Nur noch das Vaterauge auf mir ruhte,
Vorlage S. 21
600
Und dass nach dir mich keiner mehr erblickt.
Vorlage S. 21
601
KANDAULES.
Vorlage S. 21
William Turner – Schneesturm vor einer Hafeneinfahrt, 1842. Vergleichsbild für Stimmung und Naturdarstellung; keine konkrete Buchszene.
Kontextbild zum Werk. Schneesturm auf See · J. M. W. Turner · Public domain Bildquelle ↗
602
Vergib! Ich denke nur, der Edelstein,
Vorlage S. 21
603
Den man nicht zeigt –
Vorlage S. 21
604
RHODOPE.
Vorlage S. 21
605
Lockt keine Räuber an!
Vorlage S. 21
606
KANDAULES.
Vorlage S. 21
607
Genug! Ich bin ja an dies Nein gewöhnt!
Vorlage S. 21
608
Bläst auch der frische Wind an allen Orten
Vorlage S. 21
609
Die Schleier weg: du hältst den deinen fest.
Vorlage S. 21
610
Musik.
Vorlage S. 21
611
Der Zug! Da darf der König ja nicht fehlen.
Vorlage S. 21
612
RHODOPE.
Vorlage S. 21
613
Und die Empörer? Heute tuts mir weh,
Vorlage S. 21
614
Dass ich nicht mit dir gehen darf.
Vorlage S. 21
615
KANDAULES.
Vorlage S. 21
616
Hab Dank!
Vorlage S. 21
617
Doch ängstige dich nicht. Es ist gesorgt.
Vorlage S. 21
618
RHODOPE.
Vorlage S. 21
619
Gewiss?
Vorlage S. 21
620
KANDAULES.
Vorlage S. 21
621
Gewiss! Zwar nicht, weil ich mich fürchte,
Vorlage S. 21
622
Nur, weil ich strafen müsste, und nicht mag.
Vorlage S. 21
623
Das Leben ist zu kurz, als dass der Mensch
Vorlage S. 21
624
Sich drin den Tod auch nur verdienen könnte,
Vorlage S. 21
625
Darum verhinge ich ihn heut nicht gern!
Vorlage S. 21
626
Ab.
Vorlage S. 21
627
RHODOPE.
Vorlage S. 21
628
Nun geht auch ihr!
Vorlage S. 21
629
LESBIA.
Vorlage S. 21
630
Ich bleibe, Königin!
Vorlage S. 21
631
RHODOPE.
Vorlage S. 21
632
Ei nein! Dir sangs die Amme nimmer vor,
Vorlage S. 21
633
Dass Mannes Angesicht der Tod für dich!
Vorlage S. 21
634
Lesbia, Hero und die übrigen ab.
Vorlage S. 21
635
Das Träumen kennt hier keine! Auch der Besten
Vorlage S. 21
636
Ist Opfer, was mir einzge Freude ist!
Vorlage S. 21
637
Ab.
Vorlage S. 21
638
Freier Platz.
Vorlage S. 21
639
Viel Volk. Der König auf einem Thron. Lesbia, Hero usw. an der Seite auf einem Balkon. Die Spiele sind eben beendigt. Allgemeine Bewegung und Sonderung in Gruppen. Ringer, Faustkämpfer, Wagenlenker usw. werden nach und nach sichtbar, alle mit Zweigen von der Silberpappel bekränzt. Wein wird gereicht, Musik ertönt, das Fest beginnt.
Vorlage S. 22
640
VOLK.
Vorlage S. 22
641
Heil, Gyges, Heil!
Vorlage S. 22
642
KANDAULES
Vorlage S. 22
643
in den Hintergrund schauend.
Vorlage S. 22
644
Im Diskuswerfen auch?
Vorlage S. 22
645
Zum dritten Mal? Das sollt ich übelnehmen!
Vorlage S. 22
646
Da kommt ja gar nichts auf die Meinigen.
Vorlage S. 22
647
Heruntersteigend und dem aus dem Hintergrunde kommenden Gyges, dem das Volk noch immer zujubelt und Platz macht, entgegenschreitend.
Vorlage S. 22
648
Bescheiden bist du, das ist wahr! Du nimmst
Vorlage S. 22
649
Nicht mehr, als da ist.
Vorlage S. 22
650
GYGES.
Vorlage S. 22
651
Herr, ich kämpfte heut
Vorlage S. 22
652
Als Grieche, nicht als Gyges.
Vorlage S. 22
653
KANDAULES.
Vorlage S. 22
654
Um so schlimmer
Vorlage S. 22
655
Für uns, wenn du die neue Regel bist!
Vorlage S. 22
656
Da tuts ja not, die alten Drachenhäute
Vorlage S. 22
657
Hervor zu suchen und sie auszustopfen,
Vorlage S. 22
658
Die, vom Herakles her, noch irgendwo
Vorlage S. 22
659
Im Winkel eines Tempels faulen sollen,
Vorlage S. 22
660
Den Balg der Schlange mit den hundert Köpfen
Vorlage S. 22
661
Und andres mehr, was euch erschrecken kann!
Vorlage S. 22
662
Du hörst mich nicht!
Vorlage S. 22
663
GYGES.
Vorlage S. 22
664
Doch! doch!
Vorlage S. 22
665
KANDAULES.
Vorlage S. 22
666
Ei nein, ich sehs,
Vorlage S. 22
667
Du bist zerstreut, du schielst zu jenen Mädchen
Vorlage S. 22
668
Hinüber, sie bemerkens auch, schau hin,
Vorlage S. 22
669
Die Kleine neckt die Große! Du wirst rot?
Vorlage S. 22
670
Pfui, schäme dich!
Vorlage S. 22
671
GYGES.
Vorlage S. 22
672
Mich dürstet, Herr!
Vorlage S. 22
673
KANDAULES.
Vorlage S. 22
674
Dich dürstet?
Vorlage S. 22
675
Das ist was andres! Wer so kämpft, wie du,
Vorlage S. 22
676
Der hat das Recht auf einen guten Trunk,
Vorlage S. 22
677
Und, wenn auch ohne Recht, ich trinke mit!
Vorlage S. 23
678
Nun kommt der Teil des Festes, den ich liebe!
Vorlage S. 23
679
Winkt einem Diener.
Vorlage S. 23
680
Heran!
Vorlage S. 23
681
EIN DIENER
Vorlage S. 23
682
bringt einen Pokal mit Wein.
Vorlage S. 23
683
KANDAULES
Vorlage S. 23
684
gießt einige Tropfen auf die Erde.
Vorlage S. 23
685
Die Wurzel erst! Und dann der Zweig!
Vorlage S. 23
686
Er trinkt und will Gyges den Pokal reichen. Dieser sieht wieder zu dem Balkon hinüber.
Vorlage S. 23
687
Komm! – Ha! – Schwarz oder braun, das ist die Frage,
Vorlage S. 23
688
Nicht wahr?
Vorlage S. 23
689
GYGES.
Vorlage S. 23
690
O Herr!
Vorlage S. 23
691
KANDAULES.
Vorlage S. 23
692
Hat dir der Wein geschmeckt?
Vorlage S. 23
693
GYGES.
Vorlage S. 23
694
Ich trank noch nicht.
Vorlage S. 23
695
KANDAULES.
Vorlage S. 23
696
Das weißt du? Nun, so lass
Vorlage S. 23
697
Dich mahnen, dass du durstig bist und mach!
Vorlage S. 23
698
Ich stehe dir dafür, dass sie so lange
Vorlage S. 23
699
Verweilt, bis du heraus hast, was dich quält!
Vorlage S. 23
700
GYGES
Vorlage S. 23
701
trinkt.
Vorlage S. 23
702
Das kühlt!
Vorlage S. 23
703
KANDAULES.
Vorlage S. 23
704
O weh! hinunter geht dein Stern!
Vorlage S. 23
705
Die Mädchen entfernen sich, aber man sieht sie noch.
Vorlage S. 23
706
Nun, es war Zeit. Sieh dich nur um! Die drehen
Vorlage S. 23
707
Sich schon, als wärs um einen Thyrsosstab,
Vorlage S. 23
708
Der, plötzlich aus der Erde aufgeschossen,
Vorlage S. 23
709
Noch rascher, wie ein Pfeil, gen Himmel steigt
Vorlage S. 23
710
Und Millionen Trauben fallen lässt.
Vorlage S. 23
711
Der Wein ist für geflügelte Geschöpfe,
Vorlage S. 23
712
Nicht für die Welt, worin man hinkt und kriecht!
Vorlage S. 23
713
Die stellt er auf den Kopf. Der Alte da
Vorlage S. 23
714
Wär gleich bereit, den Tiger zu besteigen
Vorlage S. 23
715
Und sich die welken Schläfe zu bekränzen,
Vorlage S. 23
716
Wie Dionys, als er zum Ganges zog!
Vorlage S. 23
717
Doch das behagt mir eben! – War sie schön?
Vorlage S. 23
718
GYGES.
Vorlage S. 23
719
Ich weiß nicht, ob das schön, was mir gefällt?
Vorlage S. 23
720
KANDAULES.
Vorlage S. 23
721
Sprich ruhig: Ja! Ein Auge, wie die Kohle,
Vorlage S. 23
722
Die zwar nur glimmt, doch vor dem kleinsten Hauch
Vorlage S. 23
723
Schon Funken gibt, dabei ein Farbenspiel,
Vorlage S. 23
724
Dass man nicht weiß, obs schwarz ist, oder braun,
Vorlage S. 23
725
Und dann, als liefe dieses ewge Schillern
Vorlage S. 24
726
Durch jeden Tropfen ihres Bluts hindurch,
Vorlage S. 24
727
Ein Wechseln zwischen Scham und stiller Glut,
Vorlage S. 24
728
Das ihr Erröten reizend macht, wie keins.
Vorlage S. 24
729
GYGES.
Vorlage S. 24
730
Du tust das ganz für mich, was halb der Wind,
Vorlage S. 24
731
Er lüftete den Schleier, du erhebst ihn!
Vorlage S. 24
732
KANDAULES.
Vorlage S. 24
733
Ich tus nicht, weil du vor ihr knieen sollst!
Vorlage S. 24
734
Nein! Wenn ich vor ein andres Bild dich führte,
Vorlage S. 24
735
Du würdest dies, so lieblich es auch ist,
Vorlage S. 24
736
Wie einen Fleck dir aus dem Auge wischen,
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737
Der dir den Spiegel trübte!
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738
GYGES.
Vorlage S. 24
739
Meinst du, Herr?
Vorlage S. 24
740
KANDAULES.
Vorlage S. 24
741
Gewiss! Doch halt! Man soll den Schatz nicht preisen,
Vorlage S. 24
742
Den man nicht zeigen kann! Man wird verhöhnt,
Vorlage S. 24
743
Wer glaubt an Perlen in geschloßner Hand!
Vorlage S. 24
744
GYGES.
Vorlage S. 24
745
Ich!
Vorlage S. 24
746
KANDAULES.
Vorlage S. 24
747
Gyges, schon der Schatten, den Rhodope
Vorlage S. 24
748
Im Mondschein wirft – du lächelst! Trinken wir!
Vorlage S. 24
749
GYGES.
Vorlage S. 24
750
Ich lächle nicht!
Vorlage S. 24
751
KANDAULES.
Vorlage S. 24
752
So solltest du! Wer kann
Vorlage S. 24
753
Denn nicht so prahlen? Sprächst du so zu mir,
Vorlage S. 24
754
Wie ich zu dir, ich sagte: zeig sie mir,
Vorlage S. 24
755
Sonst schweige still!
Vorlage S. 24
756
GYGES.
Vorlage S. 24
757
Ich traue dir!
Vorlage S. 24
758
KANDAULES.
Vorlage S. 24
759
Ei was!
Vorlage S. 24
760
Dem Auge soll man trauen, nicht dem Ohr.
Vorlage S. 24
761
Du traust mir! Ha! Vor diesem blöden Kinde
Vorlage S. 24
762
Erglühtest du und jetzt – – Genug, genug,
Vorlage S. 24
763
Ich will mich nicht mehr schwatzend vor dir brüsten,
Vorlage S. 24
764
Wie ichs so lange Zeit nun schon getan,
Vorlage S. 24
765
Du sollst sie sehn!
Vorlage S. 24
766
GYGES.
Vorlage S. 24
767
Sie sehn!
Vorlage S. 24
768
KANDAULES.
Vorlage S. 24
769
Noch diese Nacht!
Vorlage S. 24
770
Ich brauche einen Zeugen, dass ich nicht
Vorlage S. 24
771
Ein eitler Tor bin, der sich selbst belügt,
Vorlage S. 24
772
Wenn er sich rühmt, das schönste Weib zu küssen,
Vorlage S. 24
773
Und dazu wähl ich dich.
Vorlage S. 24
774
GYGES.
Vorlage S. 25
775
O, nimmermehr!
Vorlage S. 25
776
Erwägst du – Für den Mann wärs eine Schmach,
Vorlage S. 25
777
Doch für ein Weib, und für ein Weib, wie sie,
Vorlage S. 25
778
Das selbst bei Tag –
Vorlage S. 25
779
KANDAULES.
Vorlage S. 25
780
Sie kanns ja nie erfahren!
Vorlage S. 25
781
Hast du den Ring vergessen? Und ich bin
Vorlage S. 25
782
Erst glücklich, wenn dein Mund mir sagt, ich seis.
Vorlage S. 25
783
Ei, frag dich selbst, ob du die Krone mögtest,
Vorlage S. 25
784
Wenn du sie nur im Dunkeln tragen solltest!
Vorlage S. 25
785
Nun, so ergeht es mir mit ihr! Sie ist
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786
Der Frauen Königin, doch ich besitze
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787
Sie, wie das Meer die Perlen, keiner ahnt,
Vorlage S. 25
788
Wie reich ich bin, und ist einst alles aus,
Vorlage S. 25
789
So kanns kein Freund mir auf den Grabstein setzen,
Vorlage S. 25
790
Und Bettler unter Bettlern lieg ich da.
Vorlage S. 25
791
Drum widerstrebe nicht und nimm den Ring!
Vorlage S. 25
792
Er reicht ihn Gyges, dieser nimmt ihn nicht.
Vorlage S. 25
793
Die Nacht bricht ein, ich zeig dir das Gemach,
Vorlage S. 25
794
Und wenn du siehst, dass ichs mit ihr betrete,
Vorlage S. 25
795
So folgst du uns!
Vorlage S. 25
796
Er faßt Gyges bei der Hand und zieht ihn mit sich fort.
Vorlage S. 25
797
Ich fordre es von dir!
Vorlage S. 25
798
Und bist dus deiner Lesbia nicht schuldig?
Vorlage S. 25
799
Vielleicht ist sie die Siegerin!
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800
Beide ab.
Vorlage S. 25

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Und glaube mir: die vielen Tausende, Die hier zusammenströmen, wenn sie auch …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »weil« in diesem Textausschnitt? »Nur, weil ich strafen müsste, und nicht mag.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗

4. Welcher Ausschnitt enthält eine ausdrückliche Verneinung oder einen Ausschluss? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗ Textstelle 14 ↗ Textstelle 15 ↗

5. Was bedeutet »unwillkürlich« in diesem Ausschnitt? »Und in dem falben Strahl der Abendsonne, Der durch die Ritzen des Gemäuers drang, Sah ich ein Wölkchen blassen Staubes schweben, Das vor mir aufstieg, als der letzte Rest Der Toten, und so seltsam mich bewegte, Dass ich, um meinesgleichen, meine Väter Vielleicht, nicht unwillkürlich einzuatmen,«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Und wär er noch so schön, ist streng verbannt,« B: »Kannst du Noch ruhig atmen, wirst du nicht in Scham Verglühn, nun du dies weißt?« C: »Behielten kaum zur Flucht noch Mut und Kraft.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗

8. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Zum Dank mich nur […], du wirst staunen,«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Lies den Abschnittsbeginn: »Kandaules und Gyges treten auf. Kandaules schnallt sich das Schwert um, Thoas folgt mit dem Diadem.« Welche Informationen sind hier bereits sicher, und welche Frage bleibt für dich offen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne zwei Informationen, die sich tatsächlich aus dieser Passage ableiten lassen.
  • Trenne eine eigene Frage oder Vermutung klar vom Textbefund.
Textstelle nachlesen ↗

2. Prüfe, ob es in dieser Passage um Gerechtigkeit oder Verantwortung geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Dich dürstet? Das ist was andres! Wer so kämpft, wie du, Der hat das Recht auf einen guten Trunk, Und, wenn auch ohne Recht, ich trinke mit! Nun kommt der Teil des Festes, den ich liebe!«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗

3. Prüfe, ob es in dieser Passage um Wahrheit oder Vertrauen geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Ich kann Noch immer bleiben und dich Lügen strafen!«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

4. Prüfe, ob es in dieser Passage um Angst oder Unsicherheit geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Ich will nicht weiter fragen, denn ich weiß, Dass dus nicht wieder tust. Nie fiel ein Mädchen So sanft, wie du, und nie erschrak es so!«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

5. Prüfe, ob es in dieser Passage um Nähe oder Gefühle geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Nun freut euch, liebe Mädchen, heute ist Es euch vergönnt! So sehr ichs tadeln muss, Wenn ihr an andern Tagen auch nur lauscht, So hart ich meine muntre Hero gestern, Als sie den Baum erstieg, gescholten hätte, Wenn nicht zu ihrer Strafe […]«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗

6. Vergleiche diese beiden Stellen: »Sagt ichs nicht? Ein Königsring! Drum, König, nimm ihn hin!« und »Vergib! Ich denke nur, der Edelstein, Den man nicht zeigt –«. Welche Gemeinsamkeit oder welchen Unterschied kannst du am Wortlaut zeigen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne eine nachvollziehbare Gemeinsamkeit oder einen Unterschied.
  • Belege beide Seiten des Vergleichs; unterstelle keine Entwicklung, die der Text nicht zeigt.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

7. Am Abschnittsende steht: »Ich fordre es von dir! Und bist dus deiner Lesbia nicht schuldig? Vielleicht ist sie die Siegerin!« Was ist hier geklärt, und was bleibt offen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf den Schluss dieses Abschnitts, nicht auf dein Vorwissen über das ganze Werk.
  • Falls die Stelle nichts eindeutig klärt, begründe auch das mit dem Text.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

8. Prüfe deinen ersten Leseeindruck an Anfang und Ende: »Kandaules und Gyges treten auf. Kandaules schnallt sich das Schwert um, Thoas folgt mit dem Diadem.« / »Ich fordre es von dir! Und bist dus deiner Lesbia nicht schuldig? Vielleicht ist sie die Siegerin!«. Würdest du deine erste Einschätzung jetzt verändern? Begründe.

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne deine ursprüngliche Einschätzung oder Leseerwartung.
  • Verwende mindestens einen Textbeleg für deine jetzige Einschätzung.
  • Sowohl eine veränderte als auch eine bestätigte Einschätzung ist möglich.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Heut sollst du sehn, was Lydien vermag! –«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Behielten kaum zur Flucht noch Mut und Kraft.«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Und bist dus deiner Lesbia nicht schuldig?«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Originalautor vor 1956 verstorben. TextGrid kennzeichnet die zugrunde liegenden reinen Texte als gemeinfrei; Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE mit Namensnennung TextGrid und www.editura.de. Das Werk Gyges und sein Ring von Hebbel, Friedrich ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de, und wird unter der Creative Commons Lizenz Namensnennung 3.0 Deutschland veröffentlicht. Der zugrunde liegende literarische Reintext ist gemeinfrei. TextGrid wurde vom BMBF gefördert (Förderkennzeichen 01UG1203A).

Die Extraktion erfasst alle Textpositionen der gelieferten Quelldatei; dies ersetzt keinen vollständigen Vergleich mit dem historischen Druck. Offene Kapitelaufgaben dienen der Selbstprüfung und sind keine automatisch bewertete Interpretation.

Gyges und sein Ring

Friedrich Hebbel: Werke. Herausgegeben von Gerhard Fricke, Werner Keller und Karl Pörnbacher, Band 1–5, München: Hanser, 1963. Hebbel, Friedrich 8- München

Das Werk Gyges und sein Ring von Hebbel, Friedrich ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; reine Originaltexte gemeinfrei Lizenz

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.