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Buch - Epicharis - Lohenstein, Daniel Casper von

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Originalwerk · Lesefassung

Epicharis

Lohenstein, Daniel Casper von · 1665

Epicharis gerät in die Verschwörung gegen Nero und muss unter Verfolgung ihre Standhaftigkeit bewahren. Das Trauerspiel untersucht Widerstand, Loyalität und die Gewalt tyrannischer Herrschaft.

BarockdramaKlasse 11–1310 Abschnitte
Historisches Bildnis von Daniel Casper von Lohenstein
Historisches Bildnis von Daniel Casper von Lohenstein — Bildnis zur Autorschaft; keine Szene aus dem Buch. · Urheber unbekannt · Public domain Bildquelle ↗
Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und zeitgebundene Wertvorstellungen gemeinsam einordnen. Klassenangaben sind redaktionelle Orientierung.
  • Für die begleitete Analyse in der Oberstufe; je nach Werk werden Gewalt, Sexualität, Krankheit oder historische Diskriminierung thematisiert.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Deutsch · Abschnitt 3 von 10

Inhalt

1
Innhalt
Vorlage S. 153
2
Des Trauer-Spiels.
Vorlage S. 153
3
Die Erste Abhandlung.
Vorlage S. 153
4
Epicharis erzehlet ihre seltzame Zufälle / und wie sich Volusius Proculus gegen ihr außgelassen habe den Nero hinzurichten. Nachdem sie aber deßen Leichtsinnigkeit / und: dass etliche der Verschwornen an statt des Nero den C. Piso zum Käyser zu machen anzielen / wahrnimmet entschleust sie sich des Proculus zu entschlagen / die Mitverschwornen aber zu Wieder-Einführung eines freien Bürger-Regiments zu bereden / endlich als sie hierinnen überstimmet wird /machet sie mit dem Scevinus, Subrius Flavius, Sulpitius Asper, Maximus Scaurus, und Venetus Paulus den Schluss / nach dem Nero auch den Piso zu erwürgen / und den Seneca zum Käyser zu machen. Antonius Natalis und Sulpitius Asper bemühen sich den Seneca in das Bindnüs wider den Nero einzuflechten; Welcher Anfangs beweglich widerstrebet / endlich ihnen aber eine mittelmäßige Antwort giebt. Die sämtlichen Verschwornen berathschlagen sich / wie sie den Nero am füglichsten stürtzen mögen und werden schlüssig: Dass Plautius Lateranus auf dem den dritten Tag bevorstehenden Feste der Ceres den Nero umb eine Beysteuer Fußfällig ersuchen / und ihn unversehns von dem Throne reißen / die Verschwornen aber Augenblicks auf ihn loß stoßen solten. Epicharis nimmt ein Glaß mit Weine / sticht sich und tröpfelt ihr Blutt hinein / ermahnet die andern Verschwornen solches ihr nachzuthun / darauf solch Glaß herumb getruncken und auf den Nero Fluch und Dreuen außgeschüttet wird. Im Reyen erzehlet das Geschrey allerhand Wunderzeichen / welche die Wahrsager dahin außlegen: Dass Rom ein neues Haupt zu suchen sich vergebens bemühe.
Vorlage S. 153
5
Die Andre Abhandlung.
Vorlage S. 153
6
Volusius Proculus, als er sich umb der Epicharis Liebe und die Eröfnung des wider den Nero habenden Bindnüßes vergebens bemühet / entrüstet sich und dreuet ihr sich zu rechnen. Der schwermütige Flavius Scevinus siegelt seinen letzten Willen / theilet Theils Knechten Freyheit / Theils Geld aus / giebet dem Milichus seinem Freygelaßenen einen alten Dolch und heißt selbten scharf machen / Wunden-Pflaster zu verschaffen und Gäste zu bitten. Milichus und sein Weib Corinna erwegen dieses des Scevinus Beginnen /schlüßen daraus: Scevinus müße was Großes und zwar wider den Käyser fürhaben. Corinna beredet auch den Milichus solches dem Nero zu offenbaren. Proculus klaget die Epicharis beym Nero an: dass sie sich wider ihn verbunden habe; ob sie nun wol ihn durch ihre Vertheydigung zu Schanden macht / befiehlet Nero doch sie in Hafft zu ziehen. Epicharis versichert den Sulpitius Asper: Dass sie auch durch keine Marter zu einigen Bekäntnüße auf die Mitverschwornen werde gebracht werden / ermahnet sie auch den Anschlag wider den Käyser zu beschleunigen. Im Reyen kämpfen Klugheit / Gelücke / Zeit / und Verhängnüs / teils den Nero zu stürtzen / teils ihn zu erhalten.
Vorlage S. 153
7
Die Dritte Abhandlung.
Vorlage S. 154
Historisches Bildnis von Daniel Casper von Lohenstein
Kontextbild zum Werk. Historisches Bildnis von Daniel Casper von Lohenstein — Bildnis zur Autorschaft; keine Szene aus dem Buch. · Urheber unbekannt · Public domain Bildquelle ↗
8
Milichus und Corinna tragen dem Käyser für: Dass Scevinus wider sein Leben was fürhabe; Darauf der Käyser den Epaphroditus ihn in Bestrickung zu nehmen abschicket. Sulpitius Asper berichtet denen Verschwornen die Hafft der Epicharis und ermahnet sie beweglich den Nero alsobald anzufallen. Epaphroditus nimmet den Scevinus gefangen weg. Hierauf setzen Sulpitius Asper, Lateranus, Quinctianus, Lucanus den Piso beweglich / aber wegen seiner und des Natalis Furchtsamkeit vergebens / zu: Dass er sich zu einem Haupte in Rom aufwerffen solle; Weil sie doch schon sonst verrathen werden würden. Nero und Tigillin setzen gewaltig an den Scevinus: Dass er sein Vorhabert bekennen solle / welcher sich aber wider die Anklage stattlich vertheydigt / bis Corinna dem Käyser an die Hand gibt; er solle den Scevinus und Natalis absonderlich vernehmen / was sie den Tag zuvor so lange mit einander heimliches geredet / ob und was sie vom Piso gehandelt; Als nun bey deßen Werckstelligmachung sie zweystimmig befunden werden / heißet Nero beide auf die Solter spannen / sagt aber gleichwol dem zu erst Bekennenden Genade zu. Als nun Natalis hierauf sich / den Scevinus, und Piso verräthet / muss Scevinus sich nur auch geben und auf den Lateran, Lucan, Quinctian und Senecio, bekennen. Ja endlich verschweiget Natalis auch den Seneca nicht; zu welchem Nero den Granius Sylvanus schicket umb ihn zu befragen: Ob er sich der mit dem Natalis gepflogenen Reden erinnere. Epicharis wird bis zur Ohnmacht gesoltert / alleine von ihr ist weder durch der Bekennenden Zusprechen noch durch die Marter einiges Bekäntnüs abzuzwingen. Lucanus, Quinctianus und Senecio werden durch Dreuen bewogen: Dass sie ihre Schuld zustehen / der erste seine Mutter Atilla und den Julius Tugurinus, der andere den Manatius Gratus und Martius Festus, der dritte den Annius Pollio und Vulcatius Araricus offenbaren. Welche alle der Käyser gefänglich einzuziehen befiehlet. Im Reyen beweinen die Tyber und die Heben Berge zu Rom die Tyranney des Nero.
Vorlage S. 154
9
Die Vierdte Abhandlung.
Vorlage S. 155
10
Die von Pein und Ohnmacht sich ermunternde Epicharis hetzet den Subrius Flavius, Sulpitius Asper, Martius Festus, Maximus Scaurus und Venetus Paulus im Kercker auf den Nero an / schreibet auch deßwegen durch den Maximus Scaurus an Piso / durch den Festus an Seneca. Nero, Sabina Poppæa und Tigillin verfahren wider die Gefangenen. Atilla, weil sie nicht bekennen wil / wird mit Rutten geschmißen /dem Munatius Gratus die Zunge außgerißen. Hierauf wil Subrius Flavius den Degen auf den Nero zucken /wird aber vom Fenius Rufus angehalten; welcher endlich selbst / nachdem et denen andern Verschwornen zusätzet / vom Scevinus entdecket / und vom Cassius gebunden wird. Diesem nach bekennen die Verschwornen auf den Subrius Flavius und Sulpitius Asper, welche nach behertzter / aber / weil sie durch ihre Schreiben überwiesen werden / vergebener Leugnung / dem Nero seine Boßheiten eifrig unter Augen sagen. Worauf Subrius Flavius weggeschleppet / Sulpitius Asper geköpfet / die andern in Kercker geführet werden. Als Granius Sylvanus dem Käyser die Post bringet: Dass er am Seneca kein Sterbens-Zeichen vermercket / heißet er / ungeachtet seines Vorbittens /ihm die Notwendigkeit zu sterben andeuten. Maximus Scaurus übergibt dem Piso der Epicharis Schreiben; inzwischen dringet Epaphroditus mit seiner Schaar bey ihm ein / und veruhrsachet: Dass Piso nach weibischer Heucheley regen dem Nero ihm die Adern selbst zerschneidet; welchem es Maximus Scaurus aber behertzter nachthut. Dem Lateran aber wird es verwehret / und er hinweg gerißen. Im Reyen klagen die drei Theile der Welt über der Römer Bedrengung / die Sibylla von Cuma aber weiset in einem Spiegel / was Rom für Tyrannische Käyser gehabt / und ferner haben würde.
Vorlage S. 155
11
Die Fünffte Abhandlung.
Vorlage S. 156
12
Martius Festus bemühet sich / aber vergebens / dem Seneca zu einer Empörung wider den Nero zu bewegen / als welcher sich mit der Tugend und Weißheit auf alle Zufälle tröstet. Cotualda saget dem Seneca den Todt an / verwehret ihm die Schlüßung des Testaments. Seneca bereitet sich zum Sterben / gesegnet seine Freinde / beschweret sich über den Hof und den Nero / tröstet Paulinen / welche er aber / nachdem sie mit ihm zu sterben verlanget / zum Tode aufmuntert /und das Meßer / damit er ihm die Adern zerkerbet /überreichet; mit welchem sie ihr auch die Adern entzwey schneidet; aber solgends auf Befehl des Seneca aus dem Zimmer getragen / dem Seneca aber vom Statius Annæus ein Glaß voll Gist zu trincken gereichet wird. Als aber weder die Adern recht blutten /noch das Gifft würcken wil / begiebet er sich in eine Wanne warmen Waßers / und giebet darinnen hertzhaftig seinen Geist auf. Fenius Rufus und Subrius Flavius werden enthauptet; Dieser stirbt hertzhaft /jener kleinmüttig und schimpflich. Nero und Poppæa kommen in den Kercker / laßen die auf sie fluchende Epicharis aufs neue soltern / welche / nachdem ihm Lucanus die Adern entzwey geschnitten / Quinctian, Senecio und Scevinus enthauptet / Cervarius Proculus und Natalis begnadigt / Milichus beschencket werden / sich auf dem Solter-Stule in einer Binde selbst erwürget.
Vorlage S. 156

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Antonius Natalis und Sulpitius Asper bemühen sich den …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

2. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Im Reyen erzehlet das Geschrey allerhand […] / welche die Wahrsager dahin außlegen: Dass Rom ein neues Haupt zu suchen sich vergebens bemühe.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »Weil« in diesem Textausschnitt? »Weil sie doch schon sonst verrathen werden würden.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗

4. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »nachdem« in diesem Textausschnitt? »Hierauf wil Subrius Flavius den Degen auf den Nero zucken /wird aber vom Fenius Rufus angehalten; welcher endlich selbst / nachdem et denen andern Verschwornen zusätzet / vom Scevinus entdecket / und vom Cassius gebunden wird.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗

5. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Als nun bey deßen […] sie zweystimmig befunden werden / heißet Nero beide auf die Solter spannen / sagt aber gleichwol dem zu erst Bekennenden Genade zu.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Epicharis nimmt ein Glaß mit Weine / sticht sich und tröpfelt ihr Blutt hinein / ermahnet die andern Verschwornen solches ihr nachzuthun / darauf solch Glaß herumb getruncken und auf den Nero Fluch und Dreuen außgeschüttet wird.« B: »Hierauf setzen Sulpitius Asper, Lateranus, Quinctianus, Lucanus den Piso beweglich / aber wegen seiner und des Natalis Furchtsamkeit vergebens / zu: Dass er sich zu einem Haupte in Rom aufwerffen solle;« C: »Als Granius Sylvanus dem Käyser die Post bringet: Dass er am Seneca kein Sterbens-Zeichen vermercket / heißet er / ungeachtet seines Vorbittens /ihm die Notwendigkeit zu sterben andeuten.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Atilla, weil sie nicht bekennen wil / wird mit …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

8. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Maximus Scaurus übergibt dem Piso der Epicharis Schreiben; inzwischen dringet […] mit seiner Schaar bey ihm ein / und veruhrsachet: Dass Piso nach weibischer Heucheley regen dem Nero ihm die Adern selbst zerschneidet; welchem es Maximus Scaurus aber behertzter nachthut.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

9. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Martius Festus bemühet sich / aber vergebens / dem Seneca zu einer Empörung wider …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

10. Welcher Ausschnitt enthält ausdrücklich einen Grund oder eine daraus gezogene Folge? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Ordne diese Textstelle in den Zusammenhang ein: »Nachdem sie aber deßen Leichtsinnigkeit / und: dass etliche der Verschwornen an statt des Nero den C.«. Was geschieht oder wird hier besprochen? Erkläre in drei bis fünf Sätzen auch, was davor und danach wichtig ist.

Impulse zur Selbstprüfung

Lies die verlinkte Stelle mit ihrer Umgebung. Trenne ausdrücklich Gesagtes von Vermutungen.

  • Situation oder Gedanke verständlich erklärt
  • Mindestens ein passender Textbeleg
  • Eigene Formulierungen statt bloßer Abschrift
Textstelle nachlesen ↗

2. Vergleiche die beiden Ausschnitte: »Nachdem sie aber deßen Leichtsinnigkeit / und: dass etliche der Verschwornen an statt des Nero den C.« und »Fenius Rufus und Subrius Flavius werden enthauptet;«. Welche Entwicklung, Gemeinsamkeit oder Spannung erkennst du? Begründe mit beiden Textstellen.

Impulse zur Selbstprüfung

Auch eine gleichbleibende Haltung ist ein mögliches Ergebnis. Erfinde keine Entwicklung, wenn sie sich aus dem Text nicht belegen lässt.

  • Beide Ausschnitte im Zusammenhang gelesen
  • Eine Gemeinsamkeit oder einen Unterschied erläutert
  • Deutung und wörtlichen Beleg unterschieden
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

3. Untersuche die sprachliche Wirkung dieses Ausschnitts: »auf die Solter spannen / sagt aber gleichwol dem zu erst Bekennenden Genade«. Wähle ein auffälliges Wort, ein Bild oder eine Formulierung. Erkläre seine Wirkung und begründe eine mögliche andere Lesart.

Impulse zur Selbstprüfung

Es gibt nicht nur eine richtige Interpretation. Prüfe beide Lesarten am Kapitel und benenne, was offen bleibt.

  • Sprachliches Merkmal am Wortlaut benannt
  • Wirkung als begründete Deutung formuliert
  • Alternative Lesart oder Grenze der Deutung erklärt
Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Epicharis erzehlet ihre seltzame Zufälle / und wie sich Volusius Proculus gegen ihr außgelassen habe den Nero hinzurichten.«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Als nun Natalis hierauf sich / den Scevinus, und Piso verräthet / muss Scevinus sich nur auch geben und auf den Lateran, Lucan, Quinctian und Senecio, bekennen.«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Nero und Poppæa kommen in den Kercker / laßen die auf sie fluchende Epicharis aufs neue soltern / welche / nachdem ihm Lucanus die Adern entzwey geschnitten / Quinctian, Senecio und Scevinus enthauptet / Cervarius Proculus und Natalis begnadigt / Milichus beschencket werden / sich auf dem Solter-Stule in einer Binde selbst erwürget.«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Das deutschsprachige Original ist nach den geprüften Lebensdaten des Autors in Deutschland gemeinfrei. TextGrid und www.editura.de stellen den bearbeiteten Datenbestand unter CC BY 3.0 DE bereit.

Epicharis

Daniel Casper von Lohenstein: Römische Trauerspiele. Herausgegeben von Klaus Günther Just, Stuttgart: Anton Hiersemann, 1955. Lohenstein, Daniel Casper von 140- Stuttgart

Das Werk Epicharis von Lohenstein, Daniel Casper von ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; underlying texts public domain per source Lizenz

Originalsprache · Deutsch

Unveränderte deutsche Quellfassung; die andere Spalte bietet eine gesonderte Lesefassung. Beide Ansichten gehören zu demselben Werk.

Das Werk Epicharis von Lohenstein, Daniel Casper von ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Autorschaft und Ausgabe: Lohenstein, Daniel Casper von

Originaltext und Ausgabe ↗ · TextGrid / Editura · Lizenz und Nutzungsbedingungen

Daniel Casper von Lohenstein: Römische Trauerspiele. Herausgegeben von Klaus Günther Just, Stuttgart: Anton Hiersemann, 1955. Lohenstein, Daniel Casper von 140- Stuttgart

Die Fassungen folgen den jeweils angegebenen Quellen; ihre Gliederung kann abweichen.

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.