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Buch - Ein fröhlicher Bursch - Bjørnson, Bjørnstjerne

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Deutsche Übersetzung · Lesefassung

Ein fröhlicher Bursch

Bjørnson, Bjørnstjerne

Der Bauernsohn Öyvind und die wohlhabendere Marit begegnen sich schon als Kinder. Ihr Weg zueinander führt über Schule, Arbeit, verletzten Stolz und die Überwindung gesellschaftlicher Standesgrenzen.

NovelleKlasse 9–10 · 11–1312 Abschnitte
Porträt von Bjørnstjerne Bjørnson
Porträt von Bjørnstjerne Bjørnson — Bildnis zur Autorschaft; keine Szene aus dem Buch. · Erik Werenskiold · Public domain Bildquelle ↗

Deutsche Übersetzung: Mann, Mathilde

Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache, Gewalt, soziale oder religiöse Vorurteile und zeitgebundene Wertvorstellungen gemeinsam einordnen.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Deutsch · Abschnitt 1 von 12

Kapitel 1

1
1
2
Öyvind hieß er, und er weinte, als er geboren wurde. Als er aber erst aufrecht auf dem Schoße der Mutter saß, lachte er, und wenn sie des Abends Licht anzündeten, lachte er so, dass es sang, weinte aber, als er nicht daran durfte. — „Aus dem Jungen muss etwas Besondres werden,“ sagte die Mutter.
3
Dort, wo er geboren war, ragte eine kahle Felswand empor, aber sie war nicht sehr hoch; Föhren und Birken sahen von oben herunter, der Faulbaum streute Blüten auf das Dach. Aber oben auf dem Dache lief ein kleiner Bock herum, den Öyvind fütterte; er sollte dort oben bleiben, dass er sich nicht verliefe, und Öyvind trug ihm Laub und Gras hinauf. Eines schönen Tages sprang der Bock herunter und lief auf den Berg hinauf; er kletterte geradeswegs in die Höhe und kam an einen Ort, wo er noch nie zuvor gewesen war. Öyvind sah den Bock nicht mehr, als er nach dem Abendbrot hinauskam, und dachte gleich an den Fuchs. Es lief ihm heiß über den ganzen Körper; er sah sich um und lockte: „Kille — kille — kille — Böckchen!“ — „Bä—ä—ä—ä!“ sagte der Bock oben am Bergesrand, legte den Kopf auf die Seite und sah herab.
4
Aber neben dem Bock lag ein kleines Mädchen auf den Knien. — „Gehört dir der Bock?“ fragte sie. Öyvind stand da, sperrte Mund und Augen auf und steckte beide Hände in die Kittelhose, die er trug. — „Wer bist du?“ fragte er. — „Ich bin Marit, Mutters Töchterchen, Vaters Fiedel, der Kobold im Hause, Ole Nordistuens Enkelin auf den Heidehöfen. Vier Jahre im Herbst, zwei Tage nach den Frostnächten, ich!“ — „Bist du die?“ sagte er und schöpfte Atem, denn er hatte nicht zu atmen gewagt, solange sie sprach.
5
„Gehört der Bock dir?“ fragte das Mädchen noch einmal. — „Jawohl,“ sagte er und sah hinauf. — „Ich möchte den Bock so gern haben — willst du ihn mir nicht schenken?“ — „Nein, das will ich nicht.“
6
Sie lag da und wackelte mit den Beinen und sah zu ihm hinunter, und dann sagte sie: „Aber wenn du einen Butterkringel für den Bock bekommst, kann ich ihn dann bekommen?“ Öyvind war armer Leute Kind, er hatte nur einmal in seinem Leben einen Butterkringel gegessen; das war, als der Großvater zu Besuch gekommen war, und etwas Ähnliches hatte er nie, weder früher noch später, gegessen. Er sah zu dem Mädchen hinauf: „Lass mich den Kringel erst einmal sehen,“ sagte er. Das ließ sie sich nicht zweimal sagen, sie zeigte ihm einen großen Kringel, den sie in der Hand hielt. — „Hier ist er,“ sagte sie und warf ihn hinab. „Ach! er ist zerbrochen,“ sagte der Junge; sorgfältig sammelte er jeden Bissen auf; den allerkleinsten musste er schmecken, und der war so gut, dass er noch einen schmecken musste, und ehe er sichs versah, hatte er den ganzen Kringel verputzt.
7
„Jetzt gehört der Bock mir,“ sagte das Mädchen. Dem Knaben blieb der letzte Bissen im Munde stecken, das Mädchen lag da und lachte, der Bock stand daneben mit weißer Brust und braunschwarzem Haar, legte den Kopf auf die Seite und sah herüber.
8
„Könntest du nicht ein wenig warten?“ bat der Knabe; das Herz fing ihm an zu klopfen. Da lachte das Mädchen noch mehr und richtete sich schnell auf den Knien auf. — „Nein, der Bock gehört mir,“ sagte sie und schlang die Arme um seinen Hals, löste eins ihrer Strumpfbänder und band es ihm um. Öyvind sah ihr zu. Sie erhob sich und fing an, den Bock mit sich fortzuziehen; er wollte nicht mitgehn und reckte den Hals zu Öyvind herunter. „Bä—ä—ä—ä!“ sagte er. Sie aber griff ihm mit der einen Hand ins Haar, zog mit der andern Hand am Bande und sagte schmeichelnd: „Komm nur, Böckchen, bei mir darfst du in der Stube laufen und aus Mutters Schüsseln essen und meine Schürze fressen.“ Und dann sang sie:
9
„Komm Böckchen zum Jungen, Komm Kälbchen zur Kuh, Komm Kätzchen gesprungen In schneeweißem Schuh, Kommt aus dem Versteck Ihr Entlein nur keck, Kommt Täubchen mein Mit Federchen fein, Kommt Küchlein in Haufen, Ihr könnt doch schon laufen, Nass wirds im Gras bald sein, Warm ists im Sonnenschein. Wie schön ists im Sommer und lind, Im Herbst weht der Wind, kommt geschwind!“
10
Und da stand nun der Junge!
11
Seit dem Winter, wo der Bock geboren war, hatte er ihn gehütet, und er hatte nie daran gedacht, dass er ihn verlieren könnte; aber nun war das im Handumdrehen geschehen, und er sollte ihn nie wiedersehen.
Porträt von Bjørnstjerne Bjørnson
Kontextbild zum Werk. Porträt von Bjørnstjerne Bjørnson — Bildnis zur Autorschaft; keine Szene aus dem Buch. · Erik Werenskiold · Public domain Bildquelle ↗
12
Die Mutter kam trällernd mit Kübeln, die sie gescheuert hatte, vom Strande herauf; sie sah den Jungen, die Beine unter sich gezogen, im Grase sitzen und weinen und kam zu ihm heran. — „Weshalb weinst du?“ — „Ach, der Bock, der Bock!“ — „Ja, wo ist der Bock?“ fragte die Mutter und sah nach dem Dache hinauf. — „Der kommt nie wieder,“ sagte der Junge. — „Aber Kind, wie ist denn das zugegangen?“ — Er wollte es nicht gleich gestehen. — „Hat ihn der Fuchs geholt?“ — „Ja, wollte Gott, es wäre der Fuchs!“ — „Bist du von Sinnen?“ sagte die Mutter, „was ist aus dem Bock geworden?“ — „Ach, ach, ach — ich bin zu Schaden gekommen, ich habe ihn für einen Kringel verkauft!“
13
In dem Augenblick, wo er das Wort heraus hatte, begriff er wohl, was es bedeute, den Bock für einen Kringel verkauft zu haben; bisher hatte er noch gar nicht darüber nachgedacht. Die Mutter sagte: „Was glaubst du wohl, was der kleine Bock von dir denken muss, dass du ihn für einen Kringel hast verkaufen können?“
14
Und der Junge dachte es selbst und begriff sehr wohl, dass er auf dieser Welt nie wieder froh werden könne — und auch wohl nicht einmal bei Gott, dachte er dann.
15
So tiefen Kummer fühlte er, dass er sich selber gelobte, nie wieder etwas Böses zu tun, weder den Faden des Spinnrockens durchzuschneiden, noch die Schafe hinauszulassen, noch allein an die See hinabzugehn. Er schlief ein, dort, wo er lag, und er träumte von dem Bock, und dass der in den Himmel gekommen sei; der liebe Gott saß da mit einem großen Bart, gerade so wie im Katechismus, und der Bock stand neben ihm und fraß Laub von einem schimmernden Baume; Öyvind aber saß allein auf dem Dach und konnte nicht hinaufkommen.
16
Da fühlte er plötzlich etwas Nasses in seinem Ohr, er fuhr in die Höhe: „Bä—ä—ä—ä!“ sagte es, und das war der Bock, der wieder zurückgekommen war!
17
„Nein, bist du wiedergekommen!“ — Er sprang auf, fasste ihn bei den Vorderbeinen und tanzte mit ihm herum, als sei er sein Bruder; er zupfte ihn am Bart, und er wollte gerade mit ihm zur Mutter hinein, als er etwas hinter sich hörte und das Mädchen dicht neben sich auf dem Rasen sitzen sah. Jetzt begriff er alles. Er ließ den Bock los: „Bist du mit ihm hergekommen?“ — Sie saß da und zupfte Gras mit der Hand aus und sagte: „Ich durfte ihn nicht behalten; Großvater sitzt da oben und wartet.“ — Während der Junge dastand und sie anstarrte, hörte er eine scharfe Stimme oben vom Wege her rufen: „Nun?“ Da fiel ihr ein, was sie tun sollte; sie stand auf, ging zu Öyvind hin, steckte ihre mit Erde beschmutzte Hand in die seine, wandte sich ab und sagte: „Verzeih mir!“ Aber dann war es auch aus mit ihrem Mut, sie warf sich über den Bock und weinte.
18
„Ich meine, du solltest den Bock doch behalten,“ sagte Öyvind und sah weg.
19
„Beeile dich jetzt!“ sagte der Großvater oben auf dem Berge. Und Marit stand auf und ging schleppenden Schrittes den Berg hinan. — „Du vergisst ja dein Strumpfband,“ rief ihr Öyvind nach. Da wandte sie sich um und sah erst das Strumpfband an und dann ihn. Endlich fasste sie einen großen Entschluss und sagte mit erstickter Stimme weinend: „Das kannst du behalten.“ — Er lief ihr nach und ergriff ihre Hand. — „Ich bedanke mich vielmals!“ sagte er. — „Ach, keine Ursache zu danken!“ entgegnete sie, seufzte tief auf und ging weiter.
20
Er setzte sich wieder ins Gras nieder, der Bock graste neben ihm, aber er hatte ihn nicht mehr so lieb wie vorher.

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Aber oben auf dem Dache lief ein kleiner Bock herum, den Öyvind …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

2. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Aber neben dem Bock lag ein kleines […] auf den Knien. — „Gehört dir der Bock?“ fragte sie.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

3. Welcher Ausschnitt enthält eine ausdrückliche Verneinung oder einen Ausschluss? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

4. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Dem Knaben blieb der letzte Bissen im Munde […], das Mädchen lag da und lachte, der Bock stand daneben mit weißer Brust und braunschwarzem Haar, legte den Kopf auf die Seite und sah herüber.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

5. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »„Komm Böckchen zum Jungen, Komm Kälbchen zur Kuh, Komm Kätzchen […] In schneeweißem Schuh, Kommt aus dem Versteck Ihr Entlein nur keck, Kommt Täubchen mein Mit Federchen fein, Kommt Küchlein in Haufen, Ihr könnt doch schon laufen, Nass wirds im Gras bald sein, Warm ists im Sonnenschein.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Dort, wo er geboren war, ragte eine kahle Felswand empor, aber sie war nicht sehr hoch;« B: »„Ach! er ist zerbrochen,“ sagte der Junge; sorgfältig sammelte er jeden Bissen auf; den allerkleinsten musste er schmecken, und der war so gut, dass er noch einen schmecken musste, und ehe er sichs versah, hatte er den ganzen Kringel verputzt.« C: »So tiefen Kummer fühlte er, dass er sich selber gelobte, nie wieder etwas Böses zu tun, weder den Faden des Spinnrockens durchzuschneiden, noch die Schafe hinauszulassen, noch allein an die See hinabzugehn.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »So tiefen Kummer fühlte er, dass er sich selber gelobte, nie wieder …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

8. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Da fühlte er plötzlich etwas Nasses in seinem Ohr, er fuhr in …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

10. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Öyvind sah den Bock nicht mehr, als er nach dem […] hinauskam, und dachte gleich an den Fuchs.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Ordne diese Textstelle in den Zusammenhang ein: »Öyvind hieß er, und er weinte, als er geboren wurde.«. Was geschieht oder wird hier besprochen? Erkläre in drei bis fünf Sätzen auch, was davor und danach wichtig ist.

Impulse zur Selbstprüfung

Lies die verlinkte Stelle mit ihrer Umgebung. Trenne ausdrücklich Gesagtes von Vermutungen.

  • Situation oder Gedanke verständlich erklärt
  • Mindestens ein passender Textbeleg
  • Eigene Formulierungen statt bloßer Abschrift
Textstelle nachlesen ↗

2. Vergleiche die beiden Ausschnitte: »Öyvind hieß er, und er weinte, als er geboren wurde.« und »da und zupfte Gras mit der Hand aus und sagte: „Ich durfte«. Welche Entwicklung, Gemeinsamkeit oder Spannung erkennst du? Begründe mit beiden Textstellen.

Impulse zur Selbstprüfung

Auch eine gleichbleibende Haltung ist ein mögliches Ergebnis. Erfinde keine Entwicklung, wenn sie sich aus dem Text nicht belegen lässt.

  • Beide Ausschnitte im Zusammenhang gelesen
  • Eine Gemeinsamkeit oder einen Unterschied erläutert
  • Deutung und wörtlichen Beleg unterschieden
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

3. Untersuche die sprachliche Wirkung dieses Ausschnitts: »Dem Knaben blieb der letzte Bissen im Munde stecken, das Mädchen lag da und lachte, der Bock stand daneben mit weißer Brust und braunschwarzem Haar, legte den Kopf auf die Seite und sah herüber.«. Wähle ein auffälliges Wort, ein Bild oder eine Formulierung. Erkläre seine Wirkung und begründe eine mögliche andere Lesart.

Impulse zur Selbstprüfung

Es gibt nicht nur eine richtige Interpretation. Prüfe beide Lesarten am Kapitel und benenne, was offen bleibt.

  • Sprachliches Merkmal am Wortlaut benannt
  • Wirkung als begründete Deutung formuliert
  • Alternative Lesart oder Grenze der Deutung erklärt
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Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Öyvind hieß er, und er weinte, als er geboren wurde.«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
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Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Wie schön ists im Sommer und lind, Im Herbst weht der Wind, kommt geschwind!“«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
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Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Er setzte sich wieder ins Gras nieder, der Bock graste neben ihm, aber er hatte ihn nicht mehr so lieb wie vorher.«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
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Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autor und namentlich zugeordnete historische deutsche Übersetzung sind anhand von GND-Lebensdaten und dokumentierten Ausgabenbelegen für Deutschland geprüft. Bilder oder moderne editorische Bearbeitungen werden nicht übernommen.

Ein fröhlicher Bursch: Eine Erzählung

Ein fröhlicher Bursch, Bjørnson, Bjørnstjerne, Übersetzung Mann, Mathilde; Insel-Bücherei 199, Leipzig, undatierter Druck; Project Gutenberg eBook 36363.

Quelltext und Ausgabe ↗ · Underlying author and named historical translation terms reviewed for Germany. PG US status is not the DE rights basis. Lizenz

Originalsprache · Norwegisch

Vollständiger norwegischer Originaltext aus dem durch die norwegische Nationalbibliothek unter CC0 veröffentlichten Bokselskap-Korpus vom19.01.2023. Quellenorthografie und vorhandene Quellenanmerkungen bleiben erhalten; der moderne Vorspann und das rein technische Inhaltsverzeichnis gehören nicht zum übernommenen Werktext. Personenverzeichnis und Schauplatzangaben sind bei Dramen enthalten. Keine Absatz- oder Satzgleichheit mit der deutschen historischen Übersetzung wird behauptet. Die Sprachkennung nb bezeichnet hier die historische dänisch-norwegische Schriftsprache der Bjørnson-Ausgabe; der Quellenwortlaut wird nicht in heutiges Bokmål umgeschrieben.

Bjørnson, Bjørnstjerne; Bokselskap / Henrik Ibsens skrifter / Det norske språk- og litteraturselskap; National Library of Norway, corpus2023, CC0.

Autorschaft und Ausgabe: Bjørnson, Bjørnstjerne

Originaltext und Ausgabe ↗ · National Library of Norway, Språkbanken / Bokselskap · Lizenz und Nutzungsbedingungen

Die Fassungen folgen den jeweils angegebenen Quellen; ihre Gliederung kann abweichen.

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.