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Buch - Doktor Faustus - Marlowe, Christopher

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Deutsche Übersetzung · Lesefassung

Doktor Faustus

Marlowe, Christopher

Der Gelehrte Faustus schließt einen Pakt mit dem Teufel, um Wissen und Macht zu gewinnen. Marlowes Tragödie zeigt die wachsende Kluft zwischen seinen großen Ansprüchen, den tatsächlichen Taten und der begrenzten Zeit seines Lebens.

DramaKlasse 11–134 Abschnitte
Christopher Marlowe zugeschriebenes Bildnis
Christopher Marlowe zugeschriebenes Bildnis — Die Identität der dargestellten Person ist nicht gesichert. · Urheber unbekannt · Public domain Bildquelle ↗

Deutsche Übersetzung: Müller, Wilhelm

Hinweise für den Unterricht
  • Historische gesellschaftliche, religiöse und geschlechterbezogene Vorstellungen kritisch einordnen. Die Klassenangabe ist redaktionelle Orientierung für begleitete Lektüre.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Deutsch · Abschnitt 1 von 4

Doktor Faustus · Leseabschnitt 1

Redaktioneller Leseabschnitt innerhalb von „Doktor Faustus“. Die zusätzliche Gliederung verändert weder Wortlaut noch Reihenfolge.

1
Christopher Marlowe
2
Doktor Faustus
3
(The Tragicall History of D. Faustus)
4
Personen.
Vorlage S. 43
5
Der Chor
Vorlage S. 43
6
Faustus
Vorlage S. 43
7
Mephostophilis
Vorlage S. 43
8
Der Pabst
Vorlage S. 43
9
Der Kaiser von Deutschland
Vorlage S. 43
10
Bruno
Vorlage S. 43
11
Raimund, König von Ungarn
Vorlage S. 43
12
Der Herzog von Sachsen
Vorlage S. 43
13
Der Herzog von Vanholt
Vorlage S. 43
14
Die Herzogin
Vorlage S. 43
15
Friedrich,
Vorlage S. 43
16
Martin,
Vorlage S. 43
17
Benvolio,
Vorlage S. 43
18
Edelleute
Vorlage S. 43
19
Valdes
Vorlage S. 43
20
Kornelius
Vorlage S. 43
21
Guter Engel
Vorlage S. 43
22
Böser Engel
Vorlage S. 43
23
Lucifer
Vorlage S. 43
24
Beelzebub
Vorlage S. 43
25
Ein alter Mann
Vorlage S. 43
26
Drei Studenten
Vorlage S. 43
27
Die sieben Todsünden
Vorlage S. 43
28
Wagner
Vorlage S. 43
29
Rüpel
Vorlage S. 43
30
Dick, ein Stallknecht
Vorlage S. 43
31
Ein Kärner
Vorlage S. 43
32
Ein Pferdephilister
Vorlage S. 43
33
Eine Wirthin
Vorlage S. 43
34
Ein Schenk
Vorlage S. 43
35
Kardinäle, Erzbischöfe und Bischöfe, Priester, Mönche, Hofleute, Soldaten, Diener, der Geist der Helena, des Alexander, des Darius u.s.w., Teufel in verschiedenen Gestalten u.s.w.
Vorlage S. 43
36
DER CHOR
Vorlage S. 44
37
tritt auf.
Vorlage S. 44
38
Nicht schreitend durch die Thrasimener Felder,
Vorlage S. 44
39
Wo Mars sich mit dem tapfern Punier maß,
Vorlage S. 44
40
Nicht tändelnd in dem losen Spiel der Liebe
Vorlage S. 44
41
An Königshöfen, im verkehrten Staat,
Vorlage S. 44
42
Nicht in dem Glanze stolzer Heldenthaten
Vorlage S. 44
43
Will unsre Mus' auf hehren Versen prangen:
Vorlage S. 44
44
Ein Andres wolln wir heut, ihr Herr'n, euch spielen,
Vorlage S. 44
45
Das Spiel von Faustus Schicksal, gut und schlecht.
Vorlage S. 44
46
Und um Geduld nun rufen wir euch an,
Vorlage S. 44
47
Ein Wort von Faustus Kindheit euch zu sagen.
Vorlage S. 44
48
Geboren ist der Mann aus niedrem Stamme,
Vorlage S. 44
49
In einer Stadt von Deutschland, heißet Rhodes:
Vorlage S. 44
50
In reifrer Zeit gieng er nach Wittenberg,
Vorlage S. 44
51
Wohin ein Vetter sonders ihn gebracht,
Vorlage S. 44
52
Und kömmt so weit in der Theologie,
Vorlage S. 44
53
Dass bald der Doktorhut das Haupt ihm schmückt:
Vorlage S. 44
54
Der Erste überall, der schönste Redner
Vorlage S. 44
55
Im heilgen Felde der Theologie,
Vorlage S. 44
56
Bis dass in Witz und Eigendünkel schwellend
Vorlage S. 44
57
Sein Dädalsflügel überhoch ihn trug
Vorlage S. 44
58
Und ihm das Wachs der Himmel schmolz zum Sturz.
Vorlage S. 44
59
So fällt herab er in des Teufels Schule
Vorlage S. 45
60
Und von der Weisheit goldnen Gaben satt,
Vorlage S. 45
61
Will er mit schwarzer Kunst sich überladen.
Vorlage S. 45
62
Nichts ist so lieb ihm schon als die Magie,
Vorlage S. 45
63
Er zieht sie seinem ewgen Heile vor.
Vorlage S. 45
64
Doch seht, da sitzt er selber am Studirtisch!
Vorlage S. 45
65
FAUSTUS
Vorlage S. 45
66
am Studirtisch.
Vorlage S. 45
67
Setz' ab mal vom Studiren, Faust, und schaue
Vorlage S. 45
68
In diese Tiefe, die du willst ergründen!
Vorlage S. 45
69
Des Doktors wegen heiß' nur Theolog,
Vorlage S. 45
70
Doch nach dem Ziele jeder Weisheit streb'
Vorlage S. 45
71
Und leb' und stirb im Aristoteles.
Vorlage S. 45
72
O süße Analytik, meine Wonne!
Vorlage S. 45
73
Bene disserere est finis logices.
Vorlage S. 45
74
Gut disputiren ist der Logik Krone?
Vorlage S. 45
75
Kann diese Kunst kein größres Wunder bieten?
Vorlage S. 45
76
Dann lies nicht mehr: die Krone ist gewonnen!
Vorlage S. 45
77
Nach einem höhern Preis fragt Faustus Geist.
Vorlage S. 45
78
Fahr' hin, Philosophie! Galen, komm her!
Vorlage S. 45
79
Sei denn ein Arzt, Faust, häufe Gold zusammen
Vorlage S. 45
80
Und werd' ein Gott für eine Wunderkur!
Vorlage S. 45
81
Summum bonum medicinae sanitas.
Vorlage S. 45
82
Gesundheit ist der Heilkunst letztes Ziel –
Vorlage S. 46
83
Wie, Faustus, hast du nicht dies Ziel erreicht?
Vorlage S. 46
84
Hängen nicht deine Recipes zum Denkmal
Vorlage S. 46
85
In mancher Stadt, die sie der Pest entrissen
Vorlage S. 46
86
Und retteten aus tausend grimmen Seuchen?
Vorlage S. 46
87
Und bist doch nur der Faustus und ein Mensch!
Vorlage S. 46
88
Könntst du den Menschen ewges Leben spenden,
Vorlage S. 46
89
Die Toten wieder aus den Gräbern wecken,
Vorlage S. 46
90
Dann wäre diese Kunst noch etwas werth.
Vorlage S. 46
91
Leb' wohl, Arznei! Wo ist Justinian?
Vorlage S. 46
92
Si una eademque res legatur duobus,
Vorlage S. 46
93
Alter rem, alter valorem rei –
Vorlage S. 46
94
O armer Fall von ärmlichen Legaten!
Vorlage S. 46
95
Exhereditare filium non potest pater, nisi –
Vorlage S. 46
96
Ist dies der Inhalt der Institutionen,
Vorlage S. 46
97
Ist dies das ganze große Corpus Juris?
Vorlage S. 46
98
Das Studium ist für einen Lohnknecht gut,
Vorlage S. 46
99
Der nur nach fremdem Wegwurf lüstern ist,
Vorlage S. 46
100
Für mich zu sklavisch, zu illiberal!
Vorlage S. 46
101
Da bleibt zuletzt das Erste doch das Beste!
Vorlage S. 46
102
Die Bibel Hieronymi – lass sehn!
Vorlage S. 46
103
Stipendium peccati mors est – ha, stipendium!
Vorlage S. 46
104
Der Lohn der Sünd' ist Tod – ei, das ist hart!
Vorlage S. 46
105
Si peccasse negamus, fallimur,
Vorlage S. 46
106
Et nulla est in nobis veritas –
Vorlage S. 46
107
Wenn einer sagt, er habe keine Sünde,
Vorlage S. 46
108
Der täuscht sich und in ihm ist keine Wahrheit –
Vorlage S. 47
109
Das heißt denn doch: wir müssen sündigen
Vorlage S. 47
110
Und demzufolge sterben,
Vorlage S. 47
111
Ja, müssen sterben einen ewgen Tod.
Vorlage S. 47
112
Das nenn' ich mir 'ne Weisheit! Que sera, sera –
Vorlage S. 47
113
Was sein wird, wird sein – Bibel, leb' denn wohl!
Vorlage S. 47
114
Die Metaphysika der Zauberei,
Vorlage S. 47
115
Die Nekromantenbücher, die sind himmlisch!
Vorlage S. 47
116
Die Linien, Kreise, Lettern, Charaktere,
Vorlage S. 47
117
Die sind's, wonach am meisten mich verlangt.
Vorlage S. 47
118
O welche Welt der Wonne, des Genusses,
Vorlage S. 47
119
Der Macht, der Ehre und der Allgewalt,
Vorlage S. 47
120
Ist hier verheißen einem treuen Jünger!
Vorlage S. 47
121
Was zwischen beiden Polen sich bewegt,
Vorlage S. 47
122
Ist mir gehorsam; Könige und Kaiser
Vorlage S. 47
123
Sind Herren, jeder nur in seinen Gauen;
Vorlage S. 47
124
Doch wer es hier zum Herrschen bringt, deß Reich
Vorlage S. 47
125
Wird gehn soweit der Geist des Menschen reicht.
Vorlage S. 47
126
Ein guter Zaubrer ist ein halber Gott –
Vorlage S. 47
127
Hier gilt's zu grübeln um ein Himmelreich.
Vorlage S. 47
128
Wagner tritt auf.
Vorlage S. 47
129
FAUST.
Vorlage S. 47
130
Wagner, empfiehl mich meinen theuren Freunden,
Vorlage S. 47
131
Den Deutschen, Valdes und Kornelius,
Vorlage S. 47
132
Und bitt' inständig sie, mich zu besuchen.
Vorlage S. 48
133
WAGNER.
Vorlage S. 48
134
Ich gehe, Herr.
Vorlage S. 48
135
FAUST.
Vorlage S. 48
136
Mit ihnen sprechen wird mich weiter fördern,
Vorlage S. 48
137
Als Tag und Nacht bei meinen Studien sitzen.
Vorlage S. 48
138
Guter und böser Engel, treten von verschiedenen Seiten auf.
Vorlage S. 48
139
GUTER ENGEL.
Vorlage S. 48
140
O Faust, leg' das verfluchte Buch beiseite.
Vorlage S. 48
141
Sieh nicht hinein, s' versucht dir deine Seele
Vorlage S. 48
142
Und häuft des Herren schweren Zorn auf dich,
Vorlage S. 48
143
Lies in der Bibel – dies ist Gotteslästrung.
Vorlage S. 48
144
BÖSER ENGEL.
Vorlage S. 48
145
Geh' vorwärts, Faust, in dieser großen Kunst,
Vorlage S. 48
146
Darin der Schatz der ganzen Welt verschlossen.
Vorlage S. 48
147
Sei du auf Erden, was im Himmel Zeus,
Vorlage S. 48
148
Herr und Regirer aller Elemente!
Vorlage S. 48
149
Die Engel verschwinden.
Vorlage S. 48
150
FAUST.
Vorlage S. 49
151
Wie der Gedanke mich so ganz erfüllt! –
Vorlage S. 49
152
Solln mir die Geister holen, was mich lüstet?
Vorlage S. 49
153
Aus allen Zweifeln meine Seele lösen?
Vorlage S. 49
154
Vollbringen, was tollkühner Muth erdenkt?
Vorlage S. 49
155
Gen Indien sollen sie nach Golde fliegen,
Vorlage S. 49
156
Des Orients Perlen aus dem Meere wühlen,
Vorlage S. 49
157
Die Winkel all der neuen Welt durchspähen
Vorlage S. 49
158
Nach edlen Früchten, leckern Fürstenbissen;
Vorlage S. 49
159
Sie sollen mir die neue Weisheit lesen,
Vorlage S. 49
160
Der fremden Könge Kabinett enthüllen:
Vorlage S. 49
161
Ganz Deutschland sollen sie mit Erz umwallen,
Vorlage S. 49
162
Den schönen Rhein um Wittenberg mir leiten;
Vorlage S. 49
163
Sie solln mit Geist die hohen Schulen füllen,
Vorlage S. 49
164
Dass die Studenten reich damit sich schmücken –
Vorlage S. 49
165
Soldaten werb' ich mit dem Geld der Geister,
Vorlage S. 49
166
Den Prinz von Parma jag' ich aus dem Lande
Vorlage S. 49
167
Und herrsch' als ein'ger König aller Reiche.
Vorlage S. 49
168
Ja, wundersamre Kriegsmaschinen als
Vorlage S. 49
169
Das Feuerfaß auf der Antwerpner Brücke
Vorlage S. 49
170
Solln meine Geisterdiener mir erfinden.
Vorlage S. 49
171
Valdes und Kornelius treten auf.
Vorlage S. 49
172
FAUST.
Vorlage S. 49
173
Kommt, meine Freunde Valdes und Kornelius,
Vorlage S. 49
174
Und gönnt mir eure weise Unterhaltung.
Vorlage S. 49
175
Valdes, Freund Vales und Kornelius,
Vorlage S. 49
176
Wisst, dass eur Wort mich endlich hat gewonnen,
Vorlage S. 50
177
Die Magik und geheime Kunst zu üben.
Vorlage S. 50
178
Philosophie ist lästig mir und dunkel,
Vorlage S. 50
179
Arznei und Jus sind gut für kleine Seelen,
Vorlage S. 50
180
Magie, Magie ist's, was mein Herz entzückt!
Vorlage S. 50
181
Drum, edle Freunde, helft mir dies erstreben,
Vorlage S. 50
182
Und ich, der ich durch feine Syllogismen
Vorlage S. 50
183
Der deutschen Kirche Hirten jüngst verwirrt,
Vorlage S. 50
184
Um deß Probleme sich die stolze Jugend
Vorlage S. 50
185
Der Schule drängte, wie die Höllengeister
Vorlage S. 50
186
Um des Musäus Lied im Reich der Schatten,
Vorlage S. 50
187
Ich will nun werden was Agrippa war,
Vorlage S. 50
188
Deß Namen ganz Europa noch verehrt.
Vorlage S. 50
189
VALDES.
Vorlage S. 50
190
Dein Witz, die Bücher, unsre Kunsterfahrung,
Vorlage S. 50
191
Solln bald zu Heilgen aller Welt uns machen.
Vorlage S. 50
192
Wie ihrem span'schen Herrn die Indermohren,
Vorlage S. 50
193
So solln die Geister aller Elemente
Vorlage S. 50
194
Gehorsam dienen unsrem Herrscherwort.
Vorlage S. 50
195
Wie Löwen solln sie jetzo um uns wachen,
Vorlage S. 50
196
Wie deutsche Ritter ihre Lanzen schwingen,
Vorlage S. 50
197
Wie Laplands Riesen uns zur Seite traben,
Vorlage S. 50
198
Und dann als Weiber oder junge Mädchen
Vorlage S. 50
199
Enthüllt uns ihre Luftgestalt mehr Reize
Vorlage S. 50
200
Als einer Liebesgöttin Schwanenbrust.
Vorlage S. 50
201
Sie solln die Flott' uns aus Venedig holen
Vorlage S. 51
202
Und aus Amerika das goldne Vließ,
Vorlage S. 51
203
Das Philipps Schatz alljährig füllen muss –
Vorlage S. 51
204
Nur, weiser Faustus, sei entschlossen auch.
Vorlage S. 51
205
FAUST.
Vorlage S. 51
206
Entschlossen bin ich hier, wie du zu leben
Vorlage S. 51
207
Entschlossen bist, drum wende nichts mehr ein.
Vorlage S. 51
208
KORNELIUS.
Vorlage S. 51
209
Die Wunder, so Magie vollbringen kann,
Vorlage S. 51
210
Solln bald dich ganz an dieses Studium fesseln.
Vorlage S. 51
211
Wer sattelfest in der Astrologie,
Vorlage S. 51
212
Sprachen versteht, im Steinreich ist bewandert,
Vorlage S. 51
213
Hat die Prinzipia, so die Magik fordert.
Vorlage S. 51
214
Drum zweifle nicht, bald so berühmt zu sein,
Vorlage S. 51
215
Und so besucht um die geheime Kunst,
Vorlage S. 51
216
Wie ehemals das Delphische Orakel.
Vorlage S. 51
217
Die Geister wollen uns die See austrocknen
Vorlage S. 51
218
Und Schätz' aus allen fremden Scheitern suchen,
Vorlage S. 51
219
Ja, alles Gut, was unsre Väter einst
Vorlage S. 51
220
Vergruben in der Erde festem Schoße –
Vorlage S. 51
221
Dann sage, Faust, was wird uns dreien fehlen?
Vorlage S. 51
222
FAUST.
Vorlage S. 51
223
Nichts, nichts, mein Freund – o es entzückt mein Herz!
Vorlage S. 51
224
Komm, zeig' mir ein paar magische Versuche,
Vorlage S. 51
225
Dass ich mir eines Waldes Schatten suche
Vorlage S. 52
226
Und schlürf' in vollem Maß des Zaubers Freuden.
Vorlage S. 52
227
VALDES.
Vorlage S. 52
228
Dann eile nur zu einem stillen Haine.
Vorlage S. 52
229
Nimm Bakons und Albanus Werke mit,
Vorlage S. 52
230
Die Psalmen und das neue Testament,
Vorlage S. 52
231
Und was noch sonst dazu erforderlich,
Vorlage S. 52
232
Sollst du vor unsrem Abschied alles wissen.
Vorlage S. 52
233
KORNELIUS
Vorlage S. 52
234
zu Valdes.
Vorlage S. 52
235
Erst theil' ihm mit die Wörter unsrer Kunst,
Vorlage S. 52
236
Und kennt er alle Ceremonien erst,
Vorlage S. 52
237
Mag seine Klugheit sich von selbst versuchen.
Vorlage S. 52
238
VALDES.
Vorlage S. 52
239
Erst will ich dich die Elemente lehren,
Vorlage S. 52
240
Dann wirst du bald den Meister übertreffen.
Vorlage S. 52
241
FAUST.
Vorlage S. 52
242
So kommt und speist mit mir und nach der Tafel
Vorlage S. 52
243
Wolln wir die Sach' in allen Punkten prüfen.
Vorlage S. 52
244
Denn eh' ich schlafe, will ich mich versuchen,
Vorlage S. 52
245
Noch diese Nacht beschwör' ich, gält's mein Leben.
Vorlage S. 52
246
Alle ab.
Vorlage S. 52
247
Zwei Studenten treten auf.
Vorlage S. 52
248
ERSTER STUDENT.
Vorlage S. 53
249
Ich wundre mich, wo heut' der Doktor bleibt,
Vorlage S. 53
250
Den jeder Mund mit Bravo möcht' empfangen.
Vorlage S. 53
251
Wagner kömmt.
Vorlage S. 53
252
ZWEITER STUDENT.
Vorlage S. 53
253
Das werden wir gleich erfahren: hier kömmt sein Famulus.
Vorlage S. 53
254
ERSTER STUDENT.
Vorlage S. 53
255
Heda, Bursch, wo ist dein Herr?
Vorlage S. 53
256
WAGNER.
Vorlage S. 53
257
Gott im Himmel weiß es.
Vorlage S. 53
258
ZWEITER STUDENT.
Vorlage S. 53
259
Und warum weißt du es denn nicht?
Vorlage S. 53
260
WAGNER.
Vorlage S. 53
261
Ja, ich weiß es, aber es folgt nicht notwendig daraus.
Vorlage S. 53
262
ERSTER STUDENT.
Vorlage S. 53
263
Geh', geh', Bursch, lass dein Spaßen, und sage, wo er ist.
Vorlage S. 53
264
WAGNER.
Vorlage S. 53
265
Es folgt aber doch nicht kraft des Schlusses, was ihr, als Licentiaten, doch wohl wissen solltet. Darum erkennt euren Irrthum an und hört mir aufmerksam zu.
Vorlage S. 53
266
ZWEITER STUDENT.
Vorlage S. 53
267
Du willst es uns also nicht sagen?
Vorlage S. 53
268
WAGNER.
Vorlage S. 54
269
Ihr irrt euch, ich will es euch wohl sagen, aber wäret ihr nicht Dickköpfe, so würdet ihr nie eine solche Frage tun: denn, ist er nicht ein corpus naturale und dem zu Folge mobile? Also, warum thatet ihr eine solche Frage? Ja, wäre ich nicht von Natur phlegmatisch, langsam zum Zorn und geneigt zur Liederlichkeit, zur Liebe wollt' ich sagen, ihr dürftet euch keine vierzig Fuß an den Richtplatz heranwagen. Trotz dem zweifle ich aber nicht, euch alle beide in der nächsten Sitzung gehängt zu sehen. Nachdem ich nun also über euch triumphiert habe, will ich mein Gesicht in eine gehörige Puritanerphysiognomie legen und also beginnen: Wahrlich, meine theuren Brüder, mein Meister speist drinnen zu Mittag mit Valdes und Kornelius, wie dieser Wein, wenn er nur sprechen könnte, eure Ehrwürden berichten würde. Und somit, der Herr segne euch, behüte euch und erhalte euch, meine theuren Brüder.
Vorlage S. 54
270
Ab.
Vorlage S. 54
271
ERSTER STUDENT.
Vorlage S. 54
272
O Faust, jetzt fürcht' ich, was ich lang geargwohnt,
Vorlage S. 54
273
Dass du verfallen in die Teufelskunst,
Vorlage S. 54
274
Die diese beiden weit verrufen macht.
Vorlage S. 54
275
ZWEITER STUDENT.
Vorlage S. 54
276
Wär' er ein Fremder und mir nicht gesellt,
Vorlage S. 54
277
Mich müsste seiner Seele Noth erbarmen,
Vorlage S. 54
278
Doch komm, lass uns dem Rektor es berichten,
Vorlage S. 55
279
Ob ihn sein ernster Rath vielleicht zurückruft.
Vorlage S. 55
280
ERSTER STUDENT.
Vorlage S. 55
281
Ich fürchte, nichts wird mehr zurück ihn rufen.
Vorlage S. 55
282
ZWEITER STUDENT.
Vorlage S. 55
283
Doch lass uns sehn, was wir zu tun im Stande.
Vorlage S. 55
284
Ab.
Vorlage S. 55
285
Donner. Lucifer und vier Teufel treten auf.
Vorlage S. 55
286
FAUSTUS
Vorlage S. 55
287
redet sie also an.
Vorlage S. 55
288
Jetzt, wo das düstre Schattenbild der Nacht,
Vorlage S. 55
289
Sich sehnend nach Orions Strahlenblick,
Vorlage S. 55
290
Aufsteigt am Himmel aus des Südpols Welt,
Vorlage S. 55
291
Mit seinem schwarzen Hauch den Tag verhüllend,
Vorlage S. 55
292
Jetzt, Faust, beginne deine Zauberei
Vorlage S. 55
293
Und sieh, ob deinem Ruf die Teufel folgen,
Vorlage S. 55
294
Wenn sie dein Opfer und Gebet gesehn.
Vorlage S. 55
295
In diesem Kreise steht Jehovas Name,
Vorlage S. 55
296
Vorwärts und rückwärts, wie ein Anagramm,
Vorlage S. 55
297
Und abgekürzt die Namen aller Heilgen,
Vorlage S. 55
298
Auch die Figuren aller Gottesdiener,
Vorlage S. 55
299
Der Himmelskugel Signa, die Planeten,
Vorlage S. 55
300
Durch deren Kraft empor die Geister steigen.
Vorlage S. 55
301
Drum, Faust, befürchte nichts und sei entschlossen,
Vorlage S. 55
302
Der Magik höchstes Wunder zu versuchen.
Vorlage S. 56
303
DONNER.
Vorlage S. 56
304
Sint mihi Dii Acherontis propitii! Valeat numen triplex Jehovae! lgnei, aeri, aquatani spiritus, salvete! Orientis Princeps Beelzebub, inferni ardentis monarcha et demogorgon, propitiamus vos, ut appareat et surgat Mephostophilis Dragon, quod tumeraris: per Jehovam, Jehennam, et consecratam aquam, quam nunc spargo, signumque crucis quod nunc facio et per vota nostra ipse nunc surgat nobis dictatis Mephostophilis.
Vorlage S. 56
305
Der Teufel tritt auf.
Vorlage S. 56
306
FAUST.
Vorlage S. 56
307
Kehr' um, ich will es, wandle die Gestalt,
Vorlage S. 56
308
Du bist zu hässlich, um mir aufzuwarten.
Vorlage S. 56
309
Geh, werd' ein Alter Franziskanerbruder,
Vorlage S. 56
310
Solch heilig Ansehn steht dem Teufel besser.
Vorlage S. 56
311
Teufel ab.
Vorlage S. 56
312
Ich seh', die heilgen Worte haben Kraft:
Vorlage S. 56
313
Wer möcht' in dieser Kunst nicht vorwärtsgehn?
Vorlage S. 56
314
Wie bieglich ist der Mephostophilis,
Vorlage S. 56
315
So voll Gehorsam, so demüthiglich!
Vorlage S. 56
316
Das ist des Zaubers Kraft und meiner Worte.
Vorlage S. 56
317
Mephostophilis tritt auf.
Vorlage S. 56
318
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 57
319
Nun, Faustus, sprich, was willst du von mir haben?
Vorlage S. 57
320
FAUST.
Vorlage S. 57
321
Du sollst zeitlebens mein Begleiter sein,
Vorlage S. 57
322
Verrichten alles, was ich dir befehle,
Vorlage S. 57
323
Und wär's den Mond vom Himmel falln zu lassen,
Vorlage S. 57
324
Wär's mit dem Meer die Welt zu überschwemmen.
Vorlage S. 57
325
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 57
326
Ich bin ein Knecht des großen Lucifer
Vorlage S. 57
327
Und darf ohn' seinen Urlaub dir nicht folgen,
Vorlage S. 57
328
Und nichts vollführen, was er nicht befiehlt.
Vorlage S. 57
329
FAUST.
Vorlage S. 57
330
Befahl er dir nicht, dass du mir erschienest?
Vorlage S. 57
331
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 57
332
Nein, ganz aus eignem Antrieb kam ich her.
Vorlage S. 57
333
FAUST.
Vorlage S. 57
334
Zwang mein Beschwören dich herauf nicht? Sprich!
Vorlage S. 57
335
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 57
336
Es war der Grund doch nur per accidens,
Vorlage S. 57
337
Denn, hören wir, dass einer Gott verlästert,
Vorlage S. 57
338
Die Schrift abschwört und Christum, seinen Heiland,
Vorlage S. 57
339
Da fliegen wir, das stolze Herz zu fangen:
Vorlage S. 58
340
Nur solche Mittel können uns bewegen,
Vorlage S. 58
341
Wobei das Heil der Seele wird gewagt.
Vorlage S. 58
342
Drum ist der kürzste Weg, uns zu beschwören,
Vorlage S. 58
343
Abschwören kühnlich alle Göttlichkeit
Vorlage S. 58
344
Und fromm zum Herrn des Höllenreiches beten.
Vorlage S. 58
345
FAUST.
Vorlage S. 58
346
Der Lehre bin bereits ich treu gefolgt.
Vorlage S. 58
347
Ich kenne keinen Herrn als Beelzebub,
Vorlage S. 58
348
Dem ich mich selbst von ganzer Seele weihe.
Vorlage S. 58
349
Das Wort Verdammung schreckt mich nicht zurück,
Vorlage S. 58
350
Eins ist mir Hölle und Elysium,
Vorlage S. 58
351
Mein Geist sei bei den alten Philosophen.
Vorlage S. 58
352
Doch lassen wir die eitlen Menschenpossen,
Vorlage S. 58
353
Sag' mir: wer ist der Lucifer, dein Herr?
Vorlage S. 58
354
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 58
355
Erzherrscher und Regirer aller Geister.
Vorlage S. 58
356
FAUST.
Vorlage S. 58
357
War nicht der Lucifer ein Engel einst?
Vorlage S. 58
358
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 58
359
Ja, Faustus, und gar sehr von Gott geliebt.
Vorlage S. 58
360
FAUST.
Vorlage S. 59
361
Wie kömmts denn, dass er Fürst der Teufel ist?
Vorlage S. 59
362
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 59
363
Oh, um den frechsten Stolz und Übermuth
Vorlage S. 59
364
Hat Gott ihn aus des Himmels Licht geworfen.
Vorlage S. 59
365
FAUST.
Vorlage S. 59
366
Und wer seid ihr denn, die ihr lebt mit ihm?
Vorlage S. 59
367
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 59
368
Unselge Geister, die wir mit ihm leben,
Vorlage S. 59
369
Verschworen gegen unsren Gott mit ihm,
Vorlage S. 59
370
Und bis in Ewigkeit verdammt mit ihm.
Vorlage S. 59
371
FAUST.
Vorlage S. 59
372
Wo seid denn ihr Verdammten?
Vorlage S. 59
373
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 59
374
In der Hölle.
Vorlage S. 59
375
FAUST.
Vorlage S. 59
376
Wie kömmts, dass du jetzt aus der Hölle bist?
Vorlage S. 59
377
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 59
378
Was? Hier ist Hölle, ich bin nicht aus ihr.
Vorlage S. 59
379
Denkst du, dass wer das Antlitz Gottes sah
Vorlage S. 59
380
Und schmeckte von den ewgen Himmelsfreuden,
Vorlage S. 59
381
Dass der nicht tausend Höllenqualen leidet,
Vorlage S. 59
382
Beraubt des ewig vollen Heils sich fühlend?
Vorlage S. 59
383
O Faustus, lass die eitlen Fragen sein,
Vorlage S. 60
384
Die mir das matte Herz mit Graun erschüttern.
Vorlage S. 60
385
FAUST.
Vorlage S. 60
386
Ei, großer Mephostophilis, so hitzig,
Vorlage S. 60
387
Dass du der Himmelsfreuden bist beraubt?
Vorlage S. 60
388
Komm, lerne von dem Faustus Kraft des Mannes
Vorlage S. 60
389
Und kümmre nicht dich um verlornes Gut.
Vorlage S. 60
390
Geh', trag' zum großem Lucifer die Zeitung:
Vorlage S. 60
391
Sag, Faustus ist dem ewgen Tod verfallen
Vorlage S. 60
392
Durch freches Sinnen gegen Jovis Gottheit,
Vorlage S. 60
393
Sag', seine Seele übergiebt er ihm,
Vorlage S. 60
394
Wenn er ihn vierundzwanzig Jahre lang,
Vorlage S. 60
395
In allen Erdenfreuden hier lässt leben
Vorlage S. 60
396
Und giebt dich mir zum stetigen Begleiter,
Vorlage S. 60
397
Zu geben mir, was ich verlangen mag,
Vorlage S. 60
398
Antwort zu sagen allen meinen Fragen,
Vorlage S. 60
399
Dem Feinde Feind, dem Freunde Schutz zu sein,
Vorlage S. 60
400
Und allweg meinem Willen zu gehorchen.
Vorlage S. 60
401
Geh', kehre heim zum großen Lucifer,
Vorlage S. 60
402
Dann komm um Mitternacht nach meiner Kammer
Vorlage S. 60
403
Und künde deines Meisters Willen mir.
Vorlage S. 60
404
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 60
405
Ich gehe, Faustus.
Vorlage S. 60
406
Ab.
Vorlage S. 60
407
FAUST.
Vorlage S. 61
408
Hätt' ich mehr Seelen als da Sterne leuchten,
Vorlage S. 61
Christopher Marlowe zugeschriebenes Bildnis
Kontextbild zum Werk. Christopher Marlowe zugeschriebenes Bildnis — Die Identität der dargestellten Person ist nicht gesichert. · Urheber unbekannt · Public domain Bildquelle ↗
409
Ich gäb' sie all für Mephostophilis.
Vorlage S. 61
410
Durch ihn werd ich der Erde großer Kaiser
Vorlage S. 61
411
Und baue Brücken durch die leichte Luft,
Vorlage S. 61
412
Um übers Meer mit meiner Schar zu ziehen.
Vorlage S. 61
413
Ich will der Afrikanerküste Berge
Vorlage S. 61
414
Zusammenbinden mit dem Spanierland,
Vorlage S. 61
415
Dass beide meiner Krone dienstbar werden.
Vorlage S. 61
416
Der Kaiser soll durch meine Gunst nur leben,
Vorlage S. 61
417
Wie alle Fürsten in dem deutschen Reich,
Vorlage S. 61
418
Jetzt, da ich's habe, was mein Herz ersehnt.
Vorlage S. 61
419
Ich will in meiner Kunst noch spekuliren,
Vorlage S. 61
420
Bis Mephostophilis zurücke kömmt.
Vorlage S. 61
421
Ab.
Vorlage S. 61
422
Wagner und Rüpel treten auf.
Vorlage S. 61
423
WAGNER.
Vorlage S. 61
424
Komm hierher, Kerl! Junge!
Vorlage S. 61
425
RÜPEL.
Vorlage S. 61
426
Junge! Hol' mich der Teufel! Wetter! ich ein Junge in eurem Gesicht! Ihr müsst wohl schon viel bärtige Jungen gesehn haben.
Vorlage S. 61
427
WAGNER.
Vorlage S. 61
428
Hast du keine Einkünfte?
Vorlage S. 61
429
RÜPEL
Vorlage S. 62
430
auf die Löcher in seinem Kleide zeigend.
Vorlage S. 62
431
Ja, und auch Auskünfte, wenn Ihr nur hierher sehen wollt, Herr.
Vorlage S. 62
432
WAGNER.
Vorlage S. 62
433
Ach, du armes Thier! Seh' einer, wie der Kerl in seiner Nacktheit noch spaßt! Ich weiß, der Schuft ist außer Dienst und so hungrig, dass er seine Seele dem Teufel für eine Schöpfenkeule hingäbe, wenn sie auch blutroh wäre.
Vorlage S. 62
434
RÜPEL.
Vorlage S. 62
435
Nein, so arg ist's nicht: sie müsste gut gebraten sein und auch eine gute Sauce dazu, wenn ich sie so theuer bezahlen sollte, das könnt Ihr glauben.
Vorlage S. 62
436
WAGNER.
Vorlage S. 62
437
Kerl, willst du mein Diener werden und mir aufwarten? Ich will dich gehn lassen wie einen, qui mihi discipulus.
Vorlage S. 62
438
RÜPEL.
Vorlage S. 62
439
Was, in Versen?
Vorlage S. 62
440
WAGNER.
Vorlage S. 62
441
Nein, Sclav, in gediegener Seide und mit Rittersporn.
Vorlage S. 62
442
RÜPEL.
Vorlage S. 63
443
Rittersporn? Das ist ja gut für das Ungeziefer. Da sollen mich in eurem Dienst wohl am Ende die Läuse fressen?
Vorlage S. 63
444
WAGNER.
Vorlage S. 63
445
Ja, sie sollen's, du magst nun in meinen Dienst treten oder nicht. Denn, wisse, Kerl, wenn du dich mir nicht augenblicklich auf sieben Jahre verschreibst, so will ich jede Laus, die auf dir sitzt, in einen Hauskobold verwandeln und dich von ihnen in Stücke reißen lassen.
Vorlage S. 63
446
RÜPEL.
Vorlage S. 63
447
Nein, Herr, spart euch die Mühe: denn die Läuse sind so alte Hausbekannte bei mir, als hätte ich sie mit Essen und Trinken in Kost, das kann ich euch versichern.
Vorlage S. 63
448
WAGNER.
Vorlage S. 63
449
Gut, Kerl, lass deinen Spaß und nimm diese Gulden.
Vorlage S. 63
450
RÜPEL.
Vorlage S. 63
451
Sehr gern, Herr, und ich danke Euch auch.
Vorlage S. 63
452
WAGNER.
Vorlage S. 63
453
So, nun kann der Teufel dich nach einstündiger Ankündigung abholen, wann und wohin er will.
Vorlage S. 63
454
RÜPEL.
Vorlage S. 64
455
Hier, nehmt eure Gulden wieder, ich will nichts davon wissen.
Vorlage S. 64
456
WAGNER.
Vorlage S. 64
457
Nichts, nichts, ich habe dich fest. Bereite dich, denn ich will in diesem Augenblick zwei Teufel citiren, die dich fortschleppen sollen. He, Rülpsius! Stülpsius!
Vorlage S. 64
458
RÜPEL.
Vorlage S. 64
459
Rülpsius und Stülpsius! Kommt nur, ich will euch schon rülpsen und stülpsen. Ich fürchte mich vor keinem Teufel.
Vorlage S. 64
460
Zwei Teufel kommen.
Vorlage S. 64
461
WAGNER.
Vorlage S. 64
462
Wie nun, mein Herr? Wollt ihr nun mein Diener sein?
Vorlage S. 64
463
RÜPEL.
Vorlage S. 64
464
Ja, ja, guter Wagner, bringt nur die Teufel weg.
Vorlage S. 64
465
WAGNER.
Vorlage S. 64
466
Geister, fort! Nun, Bursche, folge mir.
Vorlage S. 64
467
RÜPEL.
Vorlage S. 64
468
Ich folge Herr, aber hört einmal, Meister, wollt ihr mich das Beschwörungshandwerk nicht lehren?
Vorlage S. 64
469
WAGNER.
Vorlage S. 65
470
Ja, Kerl, ich will dich lehren dich zu verwandeln in einen Hund, oder in eine Katze, oder in eine Maus, oder in eine Ratze, oder was du sonst willst.
Vorlage S. 65
471
RÜPEL.
Vorlage S. 65
472
Ein Hund, eine Katze, eine Maus, eine Ratze! O braver Wagner!
Vorlage S. 65
473
WAGNER.
Vorlage S. 65
474
Schuft, nenne mich Herr Wagner und sieh dich vor, dass du ordentlich gehst, und lass dein rechtes Auge immer diametrisch auf meine linke Ferse geheftet sein, dass du mögest quasi vestigias nostras in sistere.
Vorlage S. 65
475
RÜPEL.
Vorlage S. 65
476
Gut, Herr, verlasst euch auf mich.
Vorlage S. 65
477
Beide ab.
Vorlage S. 65
478
Faustus im Studierzimmer.
Vorlage S. 65
479
FAUST.
Vorlage S. 65
480
Jetzo, Faustus,
Vorlage S. 65
481
Bist du verdammt, nichts kann dich mehr erretten.
Vorlage S. 65
482
Was hilft's denn, noch an Gott und Himmel denken?
Vorlage S. 65
483
Fort, all das eitle Hirngespinnst! – Verzweifle,
Vorlage S. 65
484
Verzweifl' in Gott, vertrau' auf Beelzebub!
Vorlage S. 65
485
Nein, geh' nicht rückwärts, Faustus, sei entschlossen! –
Vorlage S. 66
486
Was schwankst du? Oh, es tönt was in mein Ohr:
Vorlage S. 66
487
Schwör' ab die Magik, kehr' zu Gott zurück –
Vorlage S. 66
488
Wie, liebt dich denn der Gott?
Vorlage S. 66
489
Der Gott, dem du dienst, ist dein eigner Wille,
Vorlage S. 66
490
Und darin steht der Beelzebub zu oberst.
Vorlage S. 66
491
Ihm will ich Kirchen und Altäre baun
Vorlage S. 66
492
Und neugebor'ner Kinder Blut ihm opfern.
Vorlage S. 66
493
Zwei Engel treten auf.
Vorlage S. 66
494
BÖSER ENGEL.
Vorlage S. 66
495
Geh' vorwärts, Faust, in dieser großen Kunst!
Vorlage S. 66
496
GUTER ENGEL.
Vorlage S. 66
497
Mein lieber Faust, lass die verruchte Kunst.
Vorlage S. 66
498
FAUST.
Vorlage S. 66
499
Zerknirschung, Beten, Reue – wo beginnen?
Vorlage S. 66
500
GUTER ENGEL.
Vorlage S. 66
501
Noch Wege giebt's, die dich zum Himmel führen.
Vorlage S. 66
502
BÖSER ENGEL.
Vorlage S. 66
503
Nur Spiegelfechterei, mondsüchtge Weisheit,
Vorlage S. 66
504
Die jeden Sinn verrückt, der daran glaubt.
Vorlage S. 66
505
GUTER ENGEL.
Vorlage S. 66
506
Freund Faustus, denk' an Gott und Göttliches.
Vorlage S. 66
507
BÖSER ENGEL.
Vorlage S. 67
508
Nein, Faustus, denk' an Ehr' und Reichthum nur!
Vorlage S. 67
509
Beide ab.
Vorlage S. 67
510
FAUST.
Vorlage S. 67
511
Reichthum! –
Vorlage S. 67
512
Ja, soll nicht mein die Herrschaft Emden werden,
Vorlage S. 67
513
Wenn Mephostophilis mir dienstbar ist?
Vorlage S. 67
514
Weß Macht befürcht' ich? Faust, du bist im Hafen.
Vorlage S. 67
515
Drum fort, ihr Zweifel, komm, Mephosto, komm,
Vorlage S. 67
516
Und bring' mir frohe Zeitung aus der Hölle.
Vorlage S. 67
517
Ist's Mitternacht nicht? Mephostophilis,
Vorlage S. 67
518
Veni, veni, o Mephostophilis!
Vorlage S. 67
519
Mephostophilis tritt auf.
Vorlage S. 67
520
FAUST.
Vorlage S. 67
521
Nun sprich, was meldet Lucifer, dein Herr?
Vorlage S. 67
522
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 67
523
Dass ich den Faust zeitlebens soll begleiten,
Vorlage S. 67
524
Wenn du den Dienst mit deiner Seele zahlst.
Vorlage S. 67
525
FAUST.
Vorlage S. 67
526
Hab' ich die nicht um dich schon dran gewagt?
Vorlage S. 67
527
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 67
528
Doch jetzt sollst du es feierlich bestät'gen
Vorlage S. 67
529
Und sie mit eignem Blute ihm verschreiben:
Vorlage S. 67
530
Denn diese Sicherheit will Lucifer.
Vorlage S. 67
531
Ist dir's nicht recht, muss ich zurück zur Hölle.
Vorlage S. 68
532
FAUST.
Vorlage S. 68
533
Halt, Mephostophilis, und sage mir,
Vorlage S. 68
534
Was frommt wohl meine Seele deinem Herrn?
Vorlage S. 68
535
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 68
536
Ei nun, sie hilft sein Königreich erweitern.
Vorlage S. 68
537
FAUST.
Vorlage S. 68
538
Ist das der Grund, dass er uns so versucht?
Vorlage S. 68
539
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 68
540
Solamen miseris socios habuisse doloris.
Vorlage S. 68
541
FAUST.
Vorlage S. 68
542
Wie? Habt ihr, die ihr quält, auch Qual zu leiden?
Vorlage S. 68
543
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 68
544
So harte Qual, wie alle Menschengeister.
Vorlage S. 68
545
Doch sag' mir, Faust, soll deine Seel' ich haben,
Vorlage S. 68
546
Und gleich bin ich dein Sclav und folge dir,
Vorlage S. 68
547
Und geb' dir mehr, als Witz du hast zu fordern.
Vorlage S. 68
548
FAUST.
Vorlage S. 68
549
Ja, Mephostophilis, ich geb' sie ihm.
Vorlage S. 68
550
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 68
551
Dann, Faustus, stich dir herzhaft in den Arm
Vorlage S. 68
552
Und binde deine Seele, dass mein Herr sie
Vorlage S. 68
553
Den und den Tag abfordern kann zu eigen,
Vorlage S. 68
554
Und dann sei du so groß wie Lucifer.
Vorlage S. 69
555
FAUST.
Vorlage S. 69
556
Sieh, Mephostophilis, wie dir zu Liebe
Vorlage S. 69
557
Faust sich den Arm zersticht, mit eignem Blut
Vorlage S. 69
558
Zu eigen sich dem Lucifer verschreibt,
Vorlage S. 69
559
Dem Erzherrn und Regenten ewger Nacht.
Vorlage S. 69
560
Sieh, wie das Blut von meinem Arme tröpfelt
Vorlage S. 69
561
Und lass es deinem Wunsch gefällig sein.
Vorlage S. 69
562
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 69
563
Aber, Faustus,
Vorlage S. 69
564
Schreib' den Kontrakt in forma juris lieber.
Vorlage S. 69
565
FAUST.
Vorlage S. 69
566
Ich bin's zufrieden! Aber, sieh, Mephosto,
Vorlage S. 69
567
Mein Blut gefriert, ich kann nicht weiterschreiben.
Vorlage S. 69
568
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 69
569
Ich hol' dir Feuer, um es aufzuthauen.
Vorlage S. 69
570
Mephostophilis ab.
Vorlage S. 69
571
FAUST.
Vorlage S. 69
572
Was mag dies Starren meines Bluts bedeuten?
Vorlage S. 69
573
Ist's nicht zufrieden, dass das Blatt ich schreibe?
Vorlage S. 69
574
Was strömt es nicht, dass ich kann weiter schreiben?
Vorlage S. 69
575
Faustus giebt seine Seele – da, da starrt' es –
Vorlage S. 69
576
Dürft' ich das nicht? Ist nicht die Seele mein?
Vorlage S. 69
577
Drum schreibe fort – Faustus giebt seine Seele –
Vorlage S. 70
578
Mephostophilis kömmt mit einer Feuerpfanne.
Vorlage S. 70
579
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 70
580
Sieh, Faustus, hier ist Feuer – Halt es dran.
Vorlage S. 70
581
FAUST.
Vorlage S. 70
582
So, jetzt läuft wieder hell das Blut heraus,
Vorlage S. 70
583
Nun werd' ich gleich damit zu Ende sein.
Vorlage S. 70
584
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 70
585
Was soll man nicht um solche Seele tun!
Vorlage S. 70
586
FAUST.
Vorlage S. 70
587
Consummatum est, der Kontrakt ist fertig;
Vorlage S. 70
588
Faust hat die Seele Lucifern verschrieben. –
Vorlage S. 70
589
Doch, was will diese Schrift auf meinem Arm?
Vorlage S. 70
590
Homo fuge! Und wohin soll ich fliehen?
Vorlage S. 70
591
Will ich zum Himmel, reißt er mich zur Hölle.
Vorlage S. 70
592
Mich täuscht mein Aug' – es steht ja nichts geschrieben –
Vorlage S. 70
593
Und doch, ich seh' es hell, da steht's geschrieben:
Vorlage S. 70
594
Homo fuge! doch Faustus kann nicht fliehn.
Vorlage S. 70
595
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 70
596
Ich muss ihm etwas zur Erheitrung holen.
Vorlage S. 70
597
Ab.
Vorlage S. 70
598
Teufel treten auf und geben dem Faust Kronen und reiche Kleider. Sie tanzen und verschwinden. Mephostophilis kömmt.
Vorlage S. 70
599
FAUST.
Vorlage S. 71
600
Was heißt das Schauspiel, Mephostophilis?
Vorlage S. 71
601
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 71
602
Nichts, Faust, es soll dein Herz nur was erheitern
Vorlage S. 71
603
Und zeigen, was Magie vollbringen kann.
Vorlage S. 71
604
FAUST.
Vorlage S. 71
605
Kann ich dergleichen Geister immer rufen?
Vorlage S. 71
606
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 71
607
Ja, Faust, und Größres noch als dieses tun.
Vorlage S. 71
608
FAUST.
Vorlage S. 71
609
Dann Mephostophilis, nimm diesen Zettel,
Vorlage S. 71
610
Worin ich Leib und Seele euch verschreibe,
Vorlage S. 71
611
Doch mit Bedingung, dass auch du erfüllst
Vorlage S. 71
612
Des gegenseitigen Kontrakts Artikel.
Vorlage S. 71
613
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 71
614
Faust, bei der Höll' und Lucifern beschwör' ich's,
Vorlage S. 71
615
Zu halten die Versprechen zwischen uns.
Vorlage S. 71
616
FAUST.
Vorlage S. 71
617
Dann hör', ich les' es, Mephostophilis.
Vorlage S. 71
618
Unter folgenden Bedingungen:
Vorlage S. 71
619
Erstens, dass Faustus ein Geist werde in Form und Substanz.
Vorlage S. 71
620
Zweitens, dass Mephostophilis sein Diener werde und unter seinem Befehle stehe.
Vorlage S. 72
621
Drittens, dass Mephostophilis für ihn thue und bringe, was er verlangt.
Vorlage S. 72
622
Viertens, dass er in seinem Hause und in seinem Zimmer unsichtbar um ihn sei.
Vorlage S. 72
623
Letztens, dass er besagtem Johannes Faustus zu jeder Stunde erscheine, in was Gestalt und Form es diesem beliebt.
Vorlage S. 72
624
Gegen diese Bedingungen gebe ich, Johannes Faustus von Wittenberg, Doktor, durch dieses Schreiben meine Seele und meinen Leib dem Lucifer, dem Fürsten von Osten und seinem Minister Mephostophilis und verleihe ihnen nach Ablauf von vierundzwanzig Jahren, sofern bis dahin die oben geschriebenen Artikel von ihnen nicht verletzt worden sind, unumschränkte Gewalt, besagten Johannes Faustus zu holen oder holen zu lassen, mit Leib und Seele, und ihm eine beliebige Behausung bei sich anzuweisen.
Vorlage S. 72
625
Eigenhändig unterschrieben: Johannes Faustus.
Vorlage S. 72
626
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 72
627
Faust, giebst du dies als deine Handschrift mir?
Vorlage S. 72
628
FAUST.
Vorlage S. 72
629
Ja nimm und lass den Teufel dir's bezahlen.
Vorlage S. 72
630
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 73
631
So, Faust, nun fordere nur, was dir beliebt.
Vorlage S. 73
632
FAUST.
Vorlage S. 73
633
Zuerst will ich dich nach der Hölle fragen,
Vorlage S. 73
634
Sag' mir, wo ist der Ort, den wir so nennen?
Vorlage S. 73
635
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 73
636
Unter dem Himmel.
Vorlage S. 73
637
FAUST.
Vorlage S. 73
638
Ja, da sind alle Dinge – aber wo da?
Vorlage S. 73
639
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 73
640
Tief in dem Schooße dieser Elemente,
Vorlage S. 73
641
Darin gequält wir ewig leben müssen.
Vorlage S. 73
642
Die Höll' ist ohne Gränzen, nicht beschlossen
Vorlage S. 73
643
In einem Raume – wo wir sind, ist Hölle
Vorlage S. 73
644
Und wo die Höll' ist, sind auch ewig wir,
Vorlage S. 73
645
Und, kurz zu sein, wenn diese Welt vergeht
Vorlage S. 73
646
Und jede Kreatur geläutert wird,
Vorlage S. 73
647
Wird alles Hölle sein, was nicht ist Himmel.
Vorlage S. 73
648
FAUST.
Vorlage S. 73
649
Ich denke doch, die Höll' ist nur ein Mährchen.
Vorlage S. 73
650
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 73
651
Denk's immer, bis du's besser wirst erfahren.
Vorlage S. 73
652
FAUST.
Vorlage S. 74
653
Wie, glaubst du, Faust müss' ein Verdammter sein?
Vorlage S. 74
654
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 74
655
Jawohl, notwendig, denn hier ist der Zettel,
Vorlage S. 74
656
Darin die Seele Lucifern du giebst.
Vorlage S. 74
657
FAUST.
Vorlage S. 74
658
Ja, und den Leib auch – Wenig soll's mich kümmern.
Vorlage S. 74
659
Denkst du, ich sei solch süßlicher Phantast,
Vorlage S. 74
660
Nach diesem Leben eine Qual zu träumen?
Vorlage S. 74
661
Nein, das sind Possen, alter Weiber Mährchen.
Vorlage S. 74
662
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 74
663
Doch steht ein Beispiel hier des Gegentheils,
Vorlage S. 74
664
Ich sag', ich bin verdammt und in der Hölle.
Vorlage S. 74
665
FAUST.
Vorlage S. 74
666
Nun, ist's hier Hölle, will ich gern verdammt sein.
Vorlage S. 74
667
Was, schlafen, essen, reden und spaziren?
Vorlage S. 74
668
Doch, das bei Seite, schaffe mir ein Weib,
Vorlage S. 74
669
Das schönste Mädchen in den deutschen Landen,
Vorlage S. 74
670
Denn ich bin üppig von Natur und geil
Vorlage S. 74
671
Und kann nicht länger leben ohne Weib.
Vorlage S. 74
672
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 74
673
Gut, Faustus, gleich sollst du ein Weibchen haben.
Vorlage S. 74
674
Er citirt einen weiblichen Teufel.
Vorlage S. 74
675
FAUST.
Vorlage S. 75
676
Was ist das für ein Anblick?
Vorlage S. 75
677
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 75
678
Nun, Faust, du wolltest ja ein Weibchen haben.
Vorlage S. 75
679
FAUST.
Vorlage S. 75
680
Das ist 'ne Hure – nein, ich will kein Weib.
Vorlage S. 75
681
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 75
682
Die Heirath ist ein feierlicher Spaß,
Vorlage S. 75
683
Und hast du lieb mich, denk' nicht mehr daran.
Vorlage S. 75
684
Ich will die schönsten Dirnen dir erlesen
Vorlage S. 75
685
Und jeden Morgen vor dein Bette bringen:
Vorlage S. 75
686
Was deinem Blick gefällt, dein Herz soll's haben,
Vorlage S. 75
687
Und wär' das Kind keusch wie Penelope,
Vorlage S. 75
688
Und weise wie die Saba und so schön
Vorlage S. 75
689
Wie Lucifer vor seinem Falle strahlte.
Vorlage S. 75
690
Hier, nimm dies Büchlein und gebrauch' es wohl:
Vorlage S. 75
691
Die Linien nachgezogen, das giebt Gold;
Vorlage S. 75
692
Beschreibst du diesen Zirkel auf dem Boden,
Vorlage S. 75
693
Kömmt Blitz und Donner, Sturm und Wirbelwind;
Vorlage S. 75
694
Sprich die drei Wort' andächtig vor dich hin,
Vorlage S. 75
695
Gleich werden Panzermänner dir erscheinen,
Vorlage S. 75
696
Bereit, was du gebietest, zu vollführen.
Vorlage S. 75
697
FAUST.
Vorlage S. 76
698
Dank dir, Mephosto, für das süße Buch,
Vorlage S. 76
699
Ich will es theuer wie mein Leben halten.
Vorlage S. 76
700
Beide ab.
Vorlage S. 76
701
Faustus in seinem Studirzimmer und Mephostophilis.
Vorlage S. 76
702
FAUST.
Vorlage S. 76
703
Betracht' ich so den Himmel, dann bereu' ich
Vorlage S. 76
704
Und fluche dir, boshafter Höllengeist,
Vorlage S. 76
705
Der du mich dieser Freuden hast beraubt.
Vorlage S. 76
706
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 76
707
War's nicht dein eigner Wille? dank' dir selber.
Vorlage S. 76
708
Doch denkst, der Himmel sei solch herrlich Ding?
Vorlage S. 76
709
Ich sag' dir, Faust, er ist nicht halb so schön,
Vorlage S. 76
710
Als du und jeder andre Mensch auf Erden.
Vorlage S. 76
711
FAUST.
Vorlage S. 76
712
Beweise das.
Vorlage S. 76
713
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 76
714
Für euch ist er gemacht, drum seid ihr mehr.
Vorlage S. 76
715
FAUST.
Vorlage S. 77
716
Für uns ist er gemacht? Ja, auch für mich!
Vorlage S. 77
717
Fahr' hin denn Zauberei, ich will bereuen.
Vorlage S. 77
718
Zwei Engel treten auf.
Vorlage S. 77
719
GUTER ENGEL.
Vorlage S. 77
720
Faustus, bereu', noch wird sich Gott erbarmen.
Vorlage S. 77
721
BÖSER ENGEL.
Vorlage S. 77
722
Du bist ein Geist, Gott kann sich nicht erbarmen.
Vorlage S. 77
723
FAUST.
Vorlage S. 77
724
Wer flüstert mir in's Ohr, ich sei ein Geist?
Vorlage S. 77
725
Wär' ich ein Teufel, Gott kann sich erbarmen,
Vorlage S. 77
726
Ja, Gott wird sich erbarmen, fühl' ich Reue.
Vorlage S. 77
727
BÖSER ENGEL.
Vorlage S. 77
728
Ha, aber Faust wird nimmer Reue fühlen.
Vorlage S. 77
729
Beide ab.
Vorlage S. 77
730
FAUST.
Vorlage S. 77
731
Mein Herz ist Stein, ich kann nicht mehr bereuen,
Vorlage S. 77
732
Kaum kann ich glauben, Heil und Himmel nennen.
Vorlage S. 77
733
Gift, Schwerdter, Stränge und vergiftet Stahl
Vorlage S. 77
734
Liegt vor mir da, von hinnen mich zu schaffen:
Vorlage S. 77
735
Und lange schon hätt' ich getan die That,
Vorlage S. 77
736
Hielt der Zerknirschung nicht die Lust noch Stand.
Vorlage S. 77
737
Hat nicht Homer, der blinde, mir gesungen
Vorlage S. 77
738
Von Paris Liebe, von Oenonens Tod?
Vorlage S. 78
739
Und der die Mauern Thebens auferbaut,
Vorlage S. 78
740
Mit seiner süßen Harfe Wunderklängen,
Vorlage S. 78
741
Hat er nicht mit Mephosto musicirt?
Vorlage S. 78
742
Wie sollt' ich sterben oder feig verzweifeln?
Vorlage S. 78
743
Ich bin entschlossen, Faust soll nicht bereuen.
Vorlage S. 78
744
Komm her, Mephosto, lass uns disputiren,
Vorlage S. 78
745
Sprich von der göttlichen Astrologie.
Vorlage S. 78
746
Sag', giebt es noch viel Sphären ob dem Mond?
Vorlage S. 78
747
Sind alle Himmelskörper nur ein Globus
Vorlage S. 78
748
Von der Beschaffenheit, wie unsre Erde?
Vorlage S. 78
749
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 78
750
So wie die Elemente, so die Himmel.
Vorlage S. 78
751
Vom Monde aus bis zu dem Götterhimmel,
Vorlage S. 78
752
Ein' in die andre Sphäre eingefächert,
Vorlage S. 78
753
Drehn sie vereint sich doch um eine Axe,
Vorlage S. 78
754
Deß Grenzpunkt ist der Welten weiter Pol:
Vorlage S. 78
755
Auch sind die Namen Mars, Saturn und Zeus,
Vorlage S. 78
756
Erdichtet nicht, es sind des Abends Sterne.
Vorlage S. 78
757
FAUST.
Vorlage S. 78
758
Aber haben sie alle eine Bewegung, sowohl situ als tempore?
Vorlage S. 78
759
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 79
760
Alle bewegen sich in vierundzwanzig Stunden um die Pole der Welt, aber sie differiren –
Vorlage S. 79
761
FAUST.
Vorlage S. 79
762
Die Schülerfragen kann mir Wagner lösen.
Vorlage S. 79
763
Hast du, Mephosto, keinen größern Witz?
Vorlage S. 79
764
Wer kennt nicht der Planeten Doppelbahn?
Vorlage S. 79
765
Das nennen wir bei uns Fuchsfragen. Aber sage mir,
Vorlage S. 79
766
hat jede Sphäre eine Herrschaft oder intelligentia?
Vorlage S. 79
767
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 79
768
Ja.
Vorlage S. 79
769
FAUST.
Vorlage S. 79
770
Wie viel Himmel oder Sphären giebt es?
Vorlage S. 79
771
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 79
772
Neun: die sieben Planeten, das Firmament und der Götterhimmel.
Vorlage S. 79
773
FAUST.
Vorlage S. 79
774
Aber giebt es denn nicht auch coelum igneum et crystallinum?
Vorlage S. 79
775
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 80
776
Nein, Faustus, das sind lauter Fabeln.
Vorlage S. 80
777
FAUST.
Vorlage S. 80
778
So löse mir denn diese Frage: Warum sind nicht Konjunktionen, Oppositionen, Aspekte, Eklipsen alle immer zu einer Zeit? Warum haben wir in einem Jahre mehr, in dem andern weniger?
Vorlage S. 80
779
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 80
780
Per inaequalem motum respectu totius.
Vorlage S. 80
781
FAUST.
Vorlage S. 80
782
Gut, das wäre beantwortet. Nun sage mir, wer hat die Welt erschaffen?
Vorlage S. 80
783
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 80
784
Ich will nicht.
Vorlage S. 80
785
FAUST.
Vorlage S. 80
786
Süßer Mephostophilis, sag' es mir.
Vorlage S. 80
787
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 80
788
Bring' mich nicht auf, Faust.
Vorlage S. 80
789
FAUST.
Vorlage S. 80
790
Schurke, habe ich nicht verpflichtet, mir alles zu sagen, was ich wissen will?
Vorlage S. 80
791
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 81
792
Ja, was nicht gegen unsre Herrschaft ist.
Vorlage S. 81
793
Dies ist's – du bist verdammt, denk' an die Hölle.
Vorlage S. 81
794
FAUST.
Vorlage S. 81
795
Faust, denke an Gott, der die Welt erschaffen hat!
Vorlage S. 81
796
MEPHOSTOPHILIS.
Vorlage S. 81
797
Vergiss es nicht.
Vorlage S. 81
798
Mephostophilis ab.
Vorlage S. 81
799
FAUST.
Vorlage S. 81
800
Ha, fort, verfluchter Geist, zur schwarzen Hölle!
Vorlage S. 81
801
Du hast verdammt des armen Faustus Seele.
Vorlage S. 81
802
Die beiden Engel treten auf.
Vorlage S. 81
803
BÖSER ENGEL.
Vorlage S. 81
804
Zu spät!
Vorlage S. 81
805
GUTER ENGEL.
Vorlage S. 81
806
Nimmer zu spät, wenn Faust bereuen will.
Vorlage S. 81
807
BÖSER ENGEL.
Vorlage S. 81
808
Wenn du bereust, zerstücken dich die Teufel.
Vorlage S. 81
809
GUTER ENGEL.
Vorlage S. 81
810
Bereu' und keiner soll ein Haar dir krümmen.
Vorlage S. 81
811
Beide ab.
Vorlage S. 81
812
FAUST.
Vorlage S. 82
813
O Christus, mein Erlöser, mein Erlöser,
Vorlage S. 82
814
Hilf und erlös' des armen Faustus Seele!
Vorlage S. 82
815
Lucifer, Beelzebub und Mephostophilis treten auf.
Vorlage S. 82

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

3. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Das Feuerfaß auf der Antwerpner Brücke«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

4. Welcher Ausschnitt enthält eine ausdrückliche Verneinung oder einen Ausschluss? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗

5. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Oh, um den frechsten Stolz und Übermuth«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Könige und Kaiser Sind Herren, jeder nur in seinen Gauen;« B: »Mich täuscht mein Aug' – es steht ja nichts geschrieben – Und doch, ich seh' es hell, da steht's geschrieben:« C: »Geh', trag' zum großem Lucifer die Zeitung: Sag, Faustus ist dem ewgen Tod verfallen Durch freches Sinnen gegen Jovis Gottheit,«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗

10. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Wär' ich ein Teufel, Gott kann sich erbarmen, …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Ordne diese Textstelle in den Zusammenhang ein: »Exhereditare filium non potest pater, nisi –«. Was geschieht oder wird hier besprochen? Erkläre in drei bis fünf Sätzen auch, was davor und danach wichtig ist.

Impulse zur Selbstprüfung

Lies die verlinkte Stelle mit ihrer Umgebung. Trenne ausdrücklich Gesagtes von Vermutungen.

  • Situation oder Gedanke verständlich erklärt
  • Mindestens ein passender Textbeleg
  • Eigene Formulierungen statt bloßer Abschrift
Textstelle nachlesen ↗

2. Vergleiche die beiden Ausschnitte: »Exhereditare filium non potest pater, nisi –« und »alles zu sagen, was ich wissen will«. Welche Entwicklung, Gemeinsamkeit oder Spannung erkennst du? Begründe mit beiden Textstellen.

Impulse zur Selbstprüfung

Auch eine gleichbleibende Haltung ist ein mögliches Ergebnis. Erfinde keine Entwicklung, wenn sie sich aus dem Text nicht belegen lässt.

  • Beide Ausschnitte im Zusammenhang gelesen
  • Eine Gemeinsamkeit oder einen Unterschied erläutert
  • Deutung und wörtlichen Beleg unterschieden
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

3. Untersuche die sprachliche Wirkung dieses Ausschnitts: »Sag, Faustus ist dem ewgen Tod verfallen«. Wähle ein auffälliges Wort, ein Bild oder eine Formulierung. Erkläre seine Wirkung und begründe eine mögliche andere Lesart.

Impulse zur Selbstprüfung

Es gibt nicht nur eine richtige Interpretation. Prüfe beide Lesarten am Kapitel und benenne, was offen bleibt.

  • Sprachliches Merkmal am Wortlaut benannt
  • Wirkung als begründete Deutung formuliert
  • Alternative Lesart oder Grenze der Deutung erklärt
Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Kardinäle, Erzbischöfe und Bischöfe, Priester, Mönche, Hofleute, Soldaten, Diener, der Geist der Helena, des Alexander, des Darius u.s.w., Teufel in verschiedenen Gestalten u.s.w.«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Geh', trag' zum großem Lucifer die Zeitung: Sag, Faustus ist dem ewgen Tod verfallen Durch freches Sinnen gegen Jovis Gottheit,«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Hilf und erlös' des armen Faustus Seele!«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autor und namentlich belegte historische Übersetzung sind nach den geprüften Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. TextGrid stellt Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE bereit.

Doktor Faustus

Marlowe, Christoph: Doktor Faustus. Übers. v. Wilhelm Müller, München: Eugen Rentsch Verlag, 1911. Marlowe, Christopher 43- München

Das Werk Doktor Faustus von Marlowe, Christopher ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE Lizenz

Originalsprache · Englisch

Vollständiger erweiterter B-Text nach dem Quarto1616 in Alexander Dyces historischer Ausgabe (Herausgeber†1869), einschließlich des getrennt ausgewiesenen historischen Variantenapparats. Die deutsche Müllerfassung enthält ebenfalls die B-Text-Szenen um Bruno, Benvolio und Friedrich. Die abweichende kurze A-Fassung1604 wird nicht als dieselbe Ausgabe behauptet. Digitale Ausweitung abgekürzter Sprechernamen ist in der Quellnotiz ausgewiesen. Reine Leseabschnitte, keine erfundenen Akte oder Satzparität.

Marlowe, Christopher; Project Gutenberg.

Autorschaft und Ausgabe: Marlowe, Christopher

Originaltext und Ausgabe ↗ · Project Gutenberg · Lizenz und Nutzungsbedingungen

Die Fassungen folgen den jeweils angegebenen Quellen; ihre Gliederung kann abweichen.

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.