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Die Bursche sitzen zechend und lärmend in der Buschenlaube. – Michl klopft mit dem Krug auf dem Tische zum Zeichen, daß er singen wolle. – Alles schweigt und schlägt später zum Gesang in die Hand, manchmal mit dem Krug auf den Tisch – beim Chor schreit zuweilen einer über alle hinaus.
Ein alter Mann, sechzig Jähre, einen abgetragenen grauen, breitkrempigen, stellenweise durchlöcherten Filz auf dem wetter gebräunten Haupt, lange, weiße Haarflechten, grauen Stoppelbart, Pfeife im Mund, einen einmal hechtgrau gewesenen Soldatenkittel, Pantalon von Zwilch, geflickt; grobes Schuhzeug; über die rechte Achsel fallen an einem Stricke zwei schwere Hämmer, der eine, leichtere, vorne über die Brust, der schwerere auf den Rücken herab. – Noch beim Zaun. Juchuchu! Kommt vor. Da geht's lustig aber!
Nur lustig, lustig! Gehn auf der Welt die Spitzbubn in der Maschkaradi, schadt's nix, schaut amal a der ehrlich Mann wie a Spitzbub aus! – Laßts mir fein a ein Krügel hergebn, eng bringt's nit um und ös wißts, ich trink nur fremds Bier!
No, vergelt dir's Gott, Loisl! – Sikra nein, du schaust aber a darnach aus, als kam's dir am leichtesten an! Führst dein Uhr an einer schweren Ketten – lauft s' leicht voraus?
Drum, weil er der Lauteste da am Bubentisch war, und seit er verheirat is, sitzt er seinm Weib auf der Kittelfalten und schaut sich um seine früheren Kameraden gar nimmer um.
So a Glück wie er habn wenig gmacht, und doch vergunnt ihm's jeder! Kommt vor a paar Jahr als armer Bursch da von Zwentdorf nüber nach Grundldorf und wird dort Großknecht beim allmächtigen Großbauer, und der hat da rüben bei uns wieder ein alten Verwändten, 'n Bindernatz, der 'n gelben Hof und a einzig mannbar Dirn, die Sepherl, dazu hat. Der Großbauer bringt den Huber-Tonl auf dös Anwesen da her – Schlägt in den Tisch. – und, hast's nit gsehn, erheirat der 'n Gelb Hof und den Großbauern ...
Ah ja, dös schon! Nur bracht's leicht ein jeder andere a zuwegn. Zeigt auf die Bursche. Wirf du einm von dö Spatzn das Hanefkörndl hin, ob er nit a draufpickt! – Auf den Wirt. Sooft d' Red aufn Gelbhofbauer kommt, wird bei ihm 's Radel laufet, und da haspelt er die ganze alte Gschicht aber; so verwunderig kommt's ihm vor. Der Großbauer hat gern in die Dörfer da herum seine Adjutanten, dös is das Ganze, und dazu taugt ihm der jetzt am Gelben Hof. Ich aber weiß was Neuchs – Auf die Kommenden. –, und wußt der, wie er da jetzt 'n Weg hertappt, davon, bracht 'n kein Teuxel daher!
Du, Gelbhofbauer, sag mal – ich hab 'n Großbauer von Grundldorf schon vorign Sonntag und heut wieder bei uns herenten in Zwentdorf in d' Kirchn gehn gsehn – was sucht er denn da? Is ihm d' Grundldorfer Kirchen leicht nimmer anständig?
Na, die Händ gibst her, du wärst imstand und ziehest mir leicht derweil d' Pfeifen ausm Sack. Du hast mehr Praktiken wie a alter Rab! Hält die Hände hin.
Vorige. Unter folgendem kommt Liesel mit dem Krug in der Hand geschäftig vor, bis sie knapp hinter Anton steht. Gegen Ende dieser Szene kommen einzelne, dann immer mehr und mehr Bauern und nehmen an den Tischen Platz.
Du Sikra hnein, du blinzelst mir zviel mit die Augen, ich trau dir nit, du sinnst auf a Schelmstuck! Blickt über Steinklopferhanns' Achsel nach den Burschen. Und die machen a so verzwickte Gsichter! Lässt die Hände des Steinklopferhanns fahren. Was habts denn?!
Jetzt heißt's gscheit sein, sonst habn s' 's ganz Jahr ihr Gspött mit mir. Blickt tiefsinnig ins Krügel; seufzend. Mir scheint, 's is schlecht gmessen!
Du täts wohl a gscheiter, du ließest dein dumm Maul rasten! Mit dir hab ich mich gwiß mein Lebtag nit strappaziert. Das sag ich dir aber – gestern, die erst Nacht, die ich da in dem Haus war, war ich zu müd und zu schläfrig und hab auch kein Aufsehn machen wolln, drum hab ich dich am Rebenglander bei meinm Fenster akrat so ruhig wieder 'nabsteigen lassen, wie 'd naufkommen bist; – heut aber, wann d' wieder Lust hättst, heut fandst s' Fenster schon offen, und da lass ich dich dann nunterteufeln wie a Hafersackel aus der Bodenluckn; – nur schau dir früher 'n Misthaufen an, der unterm Fenster liegt, ob d' der Läng nach drauf liegen kannst – 's tät mir leid, wann d' dich bucklig fallest!
»Heilig werdn, heilig werdn!« – Schau, du bedauerst mich, du wirst nimmer heilig noch selig! – Was nutzt's dich, wanns dich zum Dirndl sein Fenster neindrehst, wann dich 's Dirndl wieder rausdreht?
Halt aus! Grauft wird hitzt nit, ös seids nimmer allein da, ös Buam! Beim ersten Streich, den d' führst, kannst dir gleich ein Baum da aussuchen, auf dem d' als Spatzenschrecker sitzen willst. So hoch lupf ich dich, Krispindel! Wendet sich ab und setzt sich an den Tisch vorne zu den Bauern.
Vorige. Der Großbauer stattliche Gestalt, die Bauernkleidung vom feinsten Tuch, sein Besteck, das er in der Hose trägt, silbern. Mit ihm kommen noch einige Bauern, darunter Altlechner und der alte Brenninger.
Ho, Vetter! Grüß Gott! Schüttelt ihm die Hand. Dich such ich, und ist mir recht lieb, dass ich dich da find; du giltst was da im Ort, du bist den Zwentdorfern ihr Mann und der mein!
Wirst's gleich hören, dass sich's um nix Grings dreht, wann sich der Großbauer von Grundldorf selber vorspannt. Ich hab dich immer leiden mögn und bild mir was drauf ein, dass ich dein Glück gmacht hab – wann d' wolltest, könntst heut dafür erkenntlich sein. – Lass mich jetzt nur reden. Wendet sich an alle. Manner von Zwentdorf, losts mir a weng zu.
Während seiner Rede verlassen die meisten Bauern die Sitze und stellen sich in Gruppen um ihn – nur die Bursche und der Steinklopferhanns bleiben in der Buschenlaube sitzen.
Ich bin eng bekennt als Freund von all rechtlichen Bauersleuten, ich bin eng bekennt als einer, der festhalt an unsern alten Rechten, an unsern alten Bräuchen, an unsern alten Glauben. Ös wißts, wie ich in der Art auch allweil darnach tan hab, wie ich gegen jede Neuerung war, woher auch kämma is – drum, weil das, was zu Recht und Ordnung bestehn kann, schon unsern Vorvordern bekannt war, und was dö net kennt habn, a nit mit Recht und Ordnung vertraglich is! Ös wißts, dass ich's war, der gegen die Eisenbahn garbeit hat, dass 's nit über unsre Grundstuck sollt gführt werdn, und ös habts a gsehn, was Guts dabei herauskämma is, wie s' mich überstimmt habn; dö Judas, denen nix an ihrer Väter Grund und Boden glegen is, habn sich die Katz mit Silberling gfüllt und die, denen ihr Elternhütt nit feil war, die Hütt, in der vom Urahnl her jeder von der Sippschaft sein erst Schrei und sein letztn Seufzer tan hat, dö Hütt, wo jeder vermeint hat, er könnt auch drein, wie die Vordern, gottselig versterbn – die armen Häusler sein mit einm neuchen Recht zum Mußverkauf zwungen wordn, und dös neu Recht hat a z' gleichzeit dö Schätzer aufgstellt! – Damal habts mein gut Willen für d' Tat nehmen müssen, aber ös wißts auch, dass seither ich's gwesen bin, der allmal unsern Wahlbezirk vor die liberalen Wölf gschützt hat, damit uns da nit auch die neu Judenlehr verdirbt; dass jeder könnt glauben und für recht halten, was er will! Kurz, ös kennts mich, den Großbauern von Grundldorf!
Dös alls sag ich, net dass ich mich herausstreich, ich sag's nur, dass sich ein jeder erinnert, wie ich war, dass keiner irr wird an mir und vermeint, ich wär ein anderer wordn, wo ich jetzt mit schweren Herzen vor eng steh, eben weil ich der nämlich blieben bin, der ich allweil war! Es is a Zeit übers Land kämma, Christen, wo man nit weiß, traumt man selber oder schlaft herentgegen die ganze Welt! Mit erhobener Stimme. Manner von Zwentdorf! Man neuert hitzt von einer Seiten, wo's nie zu erwarten war, von woher man uns allweil vor jeder Neuerung christlich gwarnt hat – ich war nit umsonst heut a in eurer Kirch –: es is neuzeit die Red von Sachen, die unsre Voreltern nit zur Gottseligkeit not ghabt haben, und wöllten wir denen ihrn alt Glauben aufgeben, so könnten wir a gleich luthrisch werdn, dös war ein Teufel! – Und, Manner, so is nit allein mein Denken, mein Red: so wie ich, der Großbauer von Grundldorf, so denkt und redt a in der Stadt a frummer, gstudierter, alter Herr – frumm is er, er tragt selber 's geistlich Gwand viel Jahr schon in Ehr, gstudiert is er und weiß sich aus in die Sachen, denn bei ihm sein unsre größten Bischöf in der Lehr gwest, und a rechter Spruch lasst sich a von dem alten Mann derwarten, der durch sein weiß Haar Gott nähersteht, als da irgendeinm unter uns bstimmt sein dürft. – Um dem alten Herrn z' zeigen, dass er nit allein steht und streit, dass wir zu ihm und unsern alten Glauben halten, haben wir Grundldorfer a Gschrift aufgsetzt, die ihm Dank sagt für sein recht Wort zur rechten Zeit, und dö Gschrift hat unser Gmeind unterschriebn, vom reichsten Bauern an bis zum ärmsten Kuhhirt. Da aber ein einzige Gmeind auf so ein Papier weng Ansehn macht, so hab ich heut die Gschrift herüberbracht – Zieht eine Papierrolle aus der Brusttasche. –, auf dass ös Zwentdorfer eng a drauf unterschreiben könnts. So mein ich, ich wer's noch recht meint, der tut, wie ich sag, und wehrt sich für sein alten Glauben, auf dass der unsern Kindern und Kindskindern auch rein verbleibt, tu ihnern irdisch wie ewign Heil. Amen!
Wirt, richt in deiner Stubn 's Schreibzeug! Zu Anton, gibt ihm die Papierrolle. Vetter, jetzt tu mir die Lieb und geh nein und les den Leuten die Adreß da für. Du bist ihnen a Beispiel, geh drum voran und schreib dich gleich oben hin.
Umn Glauben geht's – umn Glauben, sagts? – Dös muss man schon anhörn! Da muss man sich schon verschreibn – ja, da muss man sich schon verschreibn! Trippelt nach.
Weißt, Großbauer, wir kennen uns da nit so drein aus, bis auf unser Monzeit könnt all Heutigs nimmer wahr sein; aber da sitzt oaner, der muss a rechte Spur habn, der ist kein Bub mehr und wird a nimmer a Mon, der liegt so sauber in der Mitten. Wann der Steinklopferhanns, der Monbua, unterschreibt, nachert unterschreibn wir alle!
Du ...! Tut einen langen Zug aus dem Kruge, setzt ihn dann hin, phlegmatisch. Großbauer von Grundldorf! Weißt, was halt der eine zwenig hat, das hat der andre zviel! Dir sagn d' bös Leut nach, du hättst znebn deinm Kirchglauben noch zwei andere.
Dank dir, Gelbhofbauer! Zu allen. Dank eng, Manner von Zwentdorf! – Schlag keiner den Federzug gring an, den er heut da drunter tan hat; wir habn dadurch zeigt, dass wir ein Willn habn, und das hat man lang von uns nit glaubt und gmeint, wir müssen wolln, wie uns vorgschriebn wird. Sie werden's uns a verspürn lassen, dass so nit nach ihrer Vorschrift is, drum sag ich eng auch, laßts eng keiner abwendig machen, wie man euch auch kommt, bleibts fest! – In so heilig Sach kann nur ein Red gelten; – wir bleiben drauf: unsern alten Glauben! – Gott und Unsre Liebe Frau wolln ihrn Segen dreingebn! Bhüt Gott!
ist mit einer Gruppe dem Hintergrund zugeschritten – alle Personen bilden jetzt einen weiten Halbkreis – und steht der Gruppe der Bursche gegenüber, den Steinklopferhanns erblickend.
Geht mich ja alles nix an! – War a kein Frag, dass d' uns nit dazu brauchst. Was harbst dich denn nachhert so und verschimpfierst uns? – Sixt, wann ich so auf der Straß bei dö Steinhaufen hock, da schleichen dir 'n Tag über a Menge Leut vorbei, dö ausschaun wie 'n Tod seine Spion und dö fast neidig auf mich rüberschaun, wann ich so lustig draufklopf und sing, 's sein Tagwerker und Kleinhäusler, die sich so in Elend mit Weib und Kind fortfretten; schau, Großbauer, wann d' macherst, dass d' Straß, soweit durchs Land geht, a freundlich Gsicht krieget, wann d' a Gschrift brächtst, wo drein stund: dö Großen solln nit mehr jed neu Steuerzuschlag von ihnerer Achsel abschupfen dürfen, dass er den arm Leuten ins Mehlladel, in Eierkorb und ins Schmalzhäfen fallt, sondern sie sollen ihn, wie er ihnen vermeint is, die's haben, auch alleinig tragn – ah ja, Großbauer, da setz ich dir schon meine drei Kreuzel drunter; das verstund ich dir schon – aber was du heut fürbracht hast, das mag recht gut gmeint sein, doch mich fecht's nix an, und hast du bisher 's ganze Pfund glaubt, werdn dich die paar Lot Zuwag a nit umbringen! – Willst uns aber dö Straßen säubriger machen, da sein wir dann schon dabei ...
2. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Wirf du einm von dö Spatzn das […] hin, ob er nit a draufpickt! – Auf den Wirt.«
3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »weil« in diesem Textausschnitt? »Na, wir meinen nur, weil dein guter Freund dich grad früher 'm Großbauer sein Adjutanten gheißen hat.«
6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse.
A: »Hast ja ehnder gnug so Kreuzelmacher da drin; wurd ja die Gschrift vor lauter Kreuzel bald ausschaun wie a Freithof.«
B: »No, dös is christlich gnug gmessen, denk ich!«
C: »No, vergelt dir's Gott, Loisl! – Sikra nein, du schaust aber a darnach aus, als kam's dir am leichtesten an!«
8. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »No, du alter […], da hast's ghört, unterschreib dich!«
9. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »weil« in diesem Textausschnitt? »Drum, weil ich mir dös abgwöhnt hab,
Dös Raunzen und dös Fragn,
Bin ich so alt und lustig wordn
Beim Steinerschlagn, beim Steinerschlagn,
Beim Steinerschlagn, juhe!«
10. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Sie werden's uns a verspürn lassen, dass so nit nach ihrer Vorschrift …«
2Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte
1. Lies den Abschnittsbeginn: »Michl, Loisl, Martin, Sepp und andere Bursche. Dann Veit. Darauf der Steinklopferhanns.« Welche Informationen sind hier bereits sicher, und welche Frage bleibt für dich offen?
Impulse zur Selbstprüfung
Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.
Nenne zwei Informationen, die sich tatsächlich aus dieser Passage ableiten lassen.
Trenne eine eigene Frage oder Vermutung klar vom Textbefund.
2. Prüfe, ob es in dieser Passage um Gerechtigkeit oder Verantwortung geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »[…] Bauersleuten, ich bin eng bekennt als einer, der festhalt an unsern alten Rechten, an unsern alten Bräuchen, an unsern alten Glauben. Ös wißts, wie ich in der Art auch allweil darnach tan hab, wie ich gegen jede Neuerung war, woher auch […]«
Impulse zur Selbstprüfung
Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.
Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
3. Prüfe, ob es in dieser Passage um Wahrheit oder Vertrauen geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Nur lustig, lustig! Gehn auf der Welt die Spitzbubn in der Maschkaradi, schadt's nix, schaut amal a der ehrlich Mann wie a Spitzbub aus! – Laßts mir fein a ein Krügel hergebn, eng bringt's nit um und ös wißts, ich trink nur fremds Bier!«
Impulse zur Selbstprüfung
Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.
Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
4. Prüfe, ob es in dieser Passage um Nähe oder Gefühle geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »[…] Red gelten; – wir bleiben drauf: unsern alten Glauben! – Gott und Unsre Liebe Frau wolln ihrn Segen dreingebn! Bhüt Gott!«
Impulse zur Selbstprüfung
Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.
Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
5. Prüfe, ob es in dieser Passage um Geld oder Besitz geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »[…] jed neu Steuerzuschlag von ihnerer Achsel abschupfen dürfen, dass er den arm Leuten ins Mehlladel, in Eierkorb und ins Schmalzhäfen fallt, sondern sie sollen ihn, wie er ihnen vermeint is, die's haben, auch alleinig tragn – ah ja, […]«
Impulse zur Selbstprüfung
Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.
Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
6. Vergleiche diese beiden Stellen: »Vorige. Unter folgendem kommt Liesel mit dem Krug in der Hand geschäftig vor, bis sie knapp hinter Anton steht. Gegen Ende dieser […]« und »No, Manner, wollts nit a hörn und unterschreibn?«. Welche Gemeinsamkeit oder welchen Unterschied kannst du am Wortlaut zeigen?
Impulse zur Selbstprüfung
Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.
Nenne eine nachvollziehbare Gemeinsamkeit oder einen Unterschied.
Belege beide Seiten des Vergleichs; unterstelle keine Entwicklung, die der Text nicht zeigt.
7. Am Abschnittsende steht: »Unter dieser allgemeinen Bewegung fällt der Vorhang.« Was ist hier geklärt, und was bleibt offen?
Impulse zur Selbstprüfung
Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.
Beziehe dich auf den Schluss dieses Abschnitts, nicht auf dein Vorwissen über das ganze Werk.
Falls die Stelle nichts eindeutig klärt, begründe auch das mit dem Text.
8. Prüfe deinen ersten Leseeindruck an Anfang und Ende: »Michl, Loisl, Martin, Sepp und andere Bursche. Dann Veit. Darauf der Steinklopferhanns.« / »Unter dieser allgemeinen Bewegung fällt der Vorhang.«. Würdest du deine erste Einschätzung jetzt verändern? Begründe.
Impulse zur Selbstprüfung
Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.
Nenne deine ursprüngliche Einschätzung oder Leseerwartung.
Verwende mindestens einen Textbeleg für deine jetzige Einschätzung.
Sowohl eine veränderte als auch eine bestätigte Einschätzung ist möglich.
3Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte
Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.
Niveau 1 · Einstieg
1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Bissel christlich, bissel gottlos,
Bissel schön, bissel schiach –
Bissel gottlos beim Dirndl,
Bissel frumm in der Kirch!«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.
Impulse zur Selbstprüfung
Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.
Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Wirst's gleich hören, dass sich's um nix Grings dreht, wann sich der Großbauer von Grundldorf selber vorspannt.«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.
Impulse zur Selbstprüfung
Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.
Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Beim Steinerschlagn, beim Steinerschlagn,
Beim Steinerschlagn, juchhe!!«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.
Impulse zur Selbstprüfung
Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.
Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Originalautor vor 1956 verstorben. TextGrid kennzeichnet die zugrunde liegenden reinen Texte als gemeinfrei; Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE mit Namensnennung TextGrid und www.editura.de. Das Werk Die Kreuzelschreiber von Anzengruber, Ludwig ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de, und wird unter der Creative Commons Lizenz Namensnennung 3.0 Deutschland veröffentlicht. Der zugrunde liegende literarische Reintext ist gemeinfrei. TextGrid wurde vom BMBF gefördert (Förderkennzeichen 01UG1203A).
Die Extraktion erfasst alle Textpositionen der gelieferten Quelldatei; dies ersetzt keinen vollständigen Vergleich mit dem historischen Druck. Offene Kapitelaufgaben dienen der Selbstprüfung und sind keine automatisch bewertete Interpretation.
Die Kreuzelschreiber
Ludwig Anzengruber: Werke in zwei Bänden. Ausgewählt und eingeleitet von Manfred Kuhne, 2. Auflage, Berlin und Weimar: Aufbau, 1977 [Bibliothek Deutscher Klassiker]. Anzengruber, Ludwig 2- 1977 Berlin und Weimar
Das Werk Die Kreuzelschreiber von Anzengruber, Ludwig ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.
Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.