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Buch - Die Jungfrau von Orleans - Schiller, Friedrich

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Originalwerk · Lesefassung

Die Jungfrau von Orleans

Schiller, Friedrich · 1800

Die Jungfrau von Orleans von Schiller, Friedrich. Volltext der angegebenen Ausgabe mit textbezogenen Leseaufgaben.

DramaKlasse 9–10 · 11–138 Abschnitte
Künstlerische oder historische Darstellung zum Werk. Bildquelle und Textausgabe sind getrennt angegeben.
Bild zum Werk · Die Jungfrau von Orleans · Friedrich Pecht; Georg Goldberg · CC BY 3.0 Bildquelle ↗
Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und Wertvorstellungen im Unterricht einordnen.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Abschnitt 3 von 8

Prolog

1
Erster Auftritt
Vorlage S. 688
2
Thibaut d'Arc. Seine drei Töchter. Drei junge Schäfer, ihre Freier.
Vorlage S. 688
3
THIBAUT.
Vorlage S. 688
4
Ja, liebe Nachbarn! Heute sind wir noch
Vorlage S. 688
5
Franzosen, freie Bürger noch und Herren
Vorlage S. 688
6
Des alten Bodens, den die Väter pflügten;
Vorlage S. 688
7
Wer weiß, wer morgen über uns befiehlt!
Vorlage S. 688
8
Denn aller Orten lässt der Engelländer
Vorlage S. 688
9
Sein sieghaft Banner fliegen, seine Rosse
Vorlage S. 688
10
Zerstampfen Frankreichs blühende Gefilde.
Vorlage S. 688
11
Paris hat ihn als Sieger schon empfangen,
Vorlage S. 688
12
Und mit der alten Krone Dagoberts
Vorlage S. 688
13
Schmückt es den Sprößling eines fremden Stamms.
Vorlage S. 688
14
Der Enkel unsrer Könige muss irren
Vorlage S. 688
15
Enterbt und flüchtig durch sein eignes Reich,
Vorlage S. 688
16
Und wider ihn im Heer der Feinde kämpft
Vorlage S. 688
17
Sein nächster Vetter und sein erster Pair,
Vorlage S. 688
18
Ja seine Rabenmutter führt es an.
Vorlage S. 688
19
Rings brennen Dörfer, Städte. Näher stets
Vorlage S. 688
20
Und näher wälzt sich der Verheerung Rauch
Vorlage S. 688
21
An diese Täler, die noch friedlich ruhn.
Vorlage S. 688
22
– Drum, liebe Nachbarn, hab ich mich mit Gott
Vorlage S. 688
23
Entschlossen, weil ichs heute noch vermag,
Vorlage S. 688
24
Die Töchter zu versorgen; denn das Weib
Vorlage S. 688
25
Bedarf in Kriegesnöten des Beschützers,
Vorlage S. 688
26
Und treue Lieb hilft alle Lasten heben.
Vorlage S. 688
27
Zu dem ersten Schäfer.
Vorlage S. 688
28
– Kommt, Etienne! Ihr werbt um meine Margot.
Vorlage S. 688
29
Die Äcker grenzen nachbarlich zusammen,
Vorlage S. 688
30
Die Herzen stimmen überein – das stiftet
Vorlage S. 688
31
Ein gutes Ehband!
Vorlage S. 688
32
Zu dem zweiten.
Vorlage S. 688
33
Claude Marie! Ihr schweigt,
Vorlage S. 688
34
Und meine Louison schlägt die Augen nieder?
Vorlage S. 688
35
Werd ich zwei Herzen trennen, die sich fanden,
Vorlage S. 689
36
Weil Ihr nicht Schätze mir zu bieten habt?
Vorlage S. 689
37
Wer hat jetzt Schätze? Haus und Scheune sind
Vorlage S. 689
38
Des nächsten Feindes oder Feuers Raub –
Vorlage S. 689
39
Die treue Brust des braven Manns allein
Vorlage S. 689
40
Ist ein sturmfestes Dach in diesen Zeiten.
Vorlage S. 689
41
LOUISON.
Vorlage S. 689
42
Mein Vater!
Vorlage S. 689
43
CLAUDE MARIE.
Vorlage S. 689
44
Meine Louison!
Vorlage S. 689
45
LOUISON
Vorlage S. 689
46
Johanna umarmend.
Vorlage S. 689
47
Liebe Schwester!
Vorlage S. 689
48
THIBAUT.
Vorlage S. 689
49
Ich gebe jeder dreißig Acker Landes
Vorlage S. 689
50
Und Stall und Hof und eine Herde – Gott
Vorlage S. 689
51
Hat mich gesegnet und so segn er euch!
Vorlage S. 689
52
MARGOT
Vorlage S. 689
53
Johanna umarmend.
Vorlage S. 689
54
Erfreue unsern Vater. Nimm ein Beispiel!
Vorlage S. 689
55
Lass diesen Tag drei frohe Bande schließen.
Vorlage S. 689
56
THIBAUT.
Vorlage S. 689
57
Geht! Machet Anstalt. Morgen ist die Hochzeit,
Vorlage S. 689
58
Ich will, das ganze Dorf soll sie mitfeiern.
Vorlage S. 689
59
Die zwei Paare gehen Arm in Arm geschlungen ab.
Vorlage S. 689
60
Zweiter Auftritt
Vorlage S. 689
61
Thibaut. Raimond. Johanna.
Vorlage S. 689
62
THIBAUT.
Vorlage S. 689
63
Jeanette, deine Schwestern machen Hochzeit,
Vorlage S. 689
64
Ich seh sie glücklich, sie erfreun mein Alter,
Vorlage S. 689
65
Du, meine Jüngste, machst mir Gram und Schmerz.
Vorlage S. 689
66
RAIMOND.
Vorlage S. 689
67
Was fällt Euch ein! Was scheltet Ihr die Tochter?
Vorlage S. 689
68
THIBAUT.
Vorlage S. 689
69
Hier dieser wackre Jüngling, dem sich keiner
Vorlage S. 689
70
Vergleicht im ganzen Dorf, der Treffliche,
Vorlage S. 689
71
Er hat dir seine Neigung zugewendet,
Vorlage S. 689
72
Und wirbt um dich, schon ists der dritte Herbst,
Vorlage S. 689
73
Mit stillem Wunsch, mit herzlichem Bemühn,
Vorlage S. 689
74
Du stößest ihn verschlossen, kalt, zurück,
Vorlage S. 689
75
Noch sonst ein andrer von den Hirten allen
Vorlage S. 689
76
Mag dir ein gütig Lächeln abgewinnen.
Vorlage S. 689
77
– Ich sehe dich in Jugendfülle prangen,
Vorlage S. 689
78
Dein Lenz ist da, es ist die Zeit der Hoffnung,
Vorlage S. 689
79
Entfaltet ist die Blume deines Leibes,
Vorlage S. 690
80
Doch stets vergebens harr ich, dass die Blume
Vorlage S. 690
81
Der zarten Lieb aus ihrer Knospe breche,
Vorlage S. 690
82
Und freudig reife zu der goldnen Frucht!
Vorlage S. 690
83
O das gefällt mir nimmermehr und deutet
Vorlage S. 690
84
Auf eine schwere Irrung der Natur!
Vorlage S. 690
85
Das Herz gefällt mir nicht, das streng und kalt
Vorlage S. 690
86
Sich zuschließt in den Jahren des Gefühls.
Vorlage S. 690
87
RAIMOND.
Vorlage S. 690
88
Laßts gut sein, Vater Arc! Lasst sie gewähren!
Vorlage S. 690
89
Die Liebe meiner trefflichen Johanna
Vorlage S. 690
90
Ist eine edle zarte Himmelsfrucht,
Vorlage S. 690
91
Und still allmählich reift das Köstliche!
Vorlage S. 690
92
Jetzt liebt sie noch, zu wohnen auf den Bergen,
Vorlage S. 690
93
Und von der freien Heide fürchtet sie
Vorlage S. 690
94
Herabzusteigen in das niedre Dach
Vorlage S. 690
95
Der Menschen, wo die engen Sorgen wohnen.
Vorlage S. 690
96
Oft seh ich ihr aus tiefem Tal mit stillem
Vorlage S. 690
97
Erstaunen zu, wenn sie auf hoher Trift
Vorlage S. 690
98
In Mitte ihrer Herde ragend steht,
Vorlage S. 690
99
Mit edelm Leibe, und den ernsten Blick
Vorlage S. 690
100
Herabsenkt auf der Erde kleine Länder.
Vorlage S. 690
101
Da scheint sie mir was Höhres zu bedeuten,
Vorlage S. 690
102
Und dünkt mirs oft, sie stamm aus andern Zeiten.
Vorlage S. 690
103
THIBAUT.
Vorlage S. 690
104
Das ist es, was mir nicht gefallen will!
Vorlage S. 690
105
Sie flieht der Schwestern fröhliche Gemeinschaft,
Vorlage S. 690
106
Die öden Berge sucht sie auf, verlässet
Vorlage S. 690
107
Ihr nächtlich Lager vor dem Hahnenruf,
Vorlage S. 690
108
Und in der Schreckensstunde, wo der Mensch
Vorlage S. 690
109
Sich gern vertraulich an den Menschen schließt,
Vorlage S. 690
110
Schleicht sie, gleich dem einsiedlerischen Vogel,
Vorlage S. 690
111
Heraus ins graulich düstre Geisterreich
Vorlage S. 690
112
Der Nacht, tritt auf den Kreuzweg hin und pflegt
Vorlage S. 690
113
Geheime Zweisprach mit der Luft des Berges.
Vorlage S. 690
114
Warum erwählt sie immer diesen Ort
Vorlage S. 690
115
Und treibt gerade hieher ihre Herde?
Vorlage S. 690
116
Ich sehe sie zu ganzen Stunden sinnend
Vorlage S. 690
117
Dort unter dem Druidenbaume sitzen,
Vorlage S. 691
118
Den alle glückliche Geschöpfe fliehn.
Vorlage S. 691
119
Denn nicht geheur ists hier, ein böses Wesen
Vorlage S. 691
120
Hat seinen Wohnsitz unter diesem Baum
Vorlage S. 691
121
Schon seit der alten grauen Heidenzeit.
Vorlage S. 691
122
Die Ältesten im Dorf erzählen sich
Vorlage S. 691
123
Von diesem Baume schauerhafte Mären,
Vorlage S. 691
124
Seltsamer Stimmen wundersamen Klang
Vorlage S. 691
125
Vernimmt man oft aus seinen düstern Zweigen.
Vorlage S. 691
126
Ich selbst, als mich in später Dämmrung einst
Vorlage S. 691
127
Der Weg an diesem Baum vorüberführte,
Vorlage S. 691
128
Hab ein gespenstisch Weib hier sitzen sehn.
Vorlage S. 691
129
Das streckte mir aus weitgefaltetem
Vorlage S. 691
130
Gewande langsam eine dürre Hand
Vorlage S. 691
131
Entgegen, gleich als winkt' es, doch ich eilte
Vorlage S. 691
Porträt von Schiller, Friedrich; Kontextbild zur Autorin oder zum Autor, keine Szene aus dem Buch.
Kontextbild zum Werk. Porträt · Schiller, Friedrich · Ludovike Simanowiz · Public domain Bildquelle ↗
132
Fürbaß und Gott befahl ich meine Seele.
Vorlage S. 691
133
RAIMOND
Vorlage S. 691
134
auf das Heiligenbild in der Kapelle zeigend.
Vorlage S. 691
135
Des Gnadenbildes segenreiche Näh,
Vorlage S. 691
136
Das hier des Himmels Frieden um sich streut,
Vorlage S. 691
137
Nicht Satans Werk führt Eure Tochter her.
Vorlage S. 691
138
THIBAUT.
Vorlage S. 691
139
O nein! nein! Nicht vergebens zeigt sichs mir
Vorlage S. 691
140
In Träumen an und ängstlichen Gesichten.
Vorlage S. 691
141
Zu dreien Malen hab ich sie gesehn
Vorlage S. 691
142
Zu Reims auf unsrer Könige Stuhle sitzen,
Vorlage S. 691
143
Ein funkelnd Diadem von sieben Sternen
Vorlage S. 691
144
Auf ihrem Haupt, das Szepter in der Hand,
Vorlage S. 691
145
Aus dem drei weiße Lilien entsprangen,
Vorlage S. 691
146
Und ich, ihr Vater, ihre beiden Schwestern
Vorlage S. 691
147
Und alle Fürsten, Grafen, Erzbischöfe,
Vorlage S. 691
148
Der König selber, neigten sich vor ihr.
Vorlage S. 691
149
Wie kommt mir solcher Glanz in meine Hütte?
Vorlage S. 691
150
O das bedeutet einen tiefen Fall!
Vorlage S. 691
151
Sinnbildlich stellt mir dieser Warnungstraum
Vorlage S. 691
152
Das eitle Trachten ihres Herzens dar.
Vorlage S. 691
153
Sie schämt sich ihrer Niedrigkeit – weil Gott
Vorlage S. 691
154
Mit reicher Schönheit ihren Leib geschmückt,
Vorlage S. 691
155
Mit hohen Wundergaben sie gesegnet,
Vorlage S. 692
156
Vor allen Hirtenmädchen dieses Tals,
Vorlage S. 692
157
So nährt sie sündgen Hochmut in dem Herzen,
Vorlage S. 692
158
Und Hochmut ists, wodurch die Engel fielen,
Vorlage S. 692
159
Woran der Höllengeist den Menschen fasst.
Vorlage S. 692
160
RAIMOND.
Vorlage S. 692
161
Wer hegt bescheidnern tugendlichern Sinn
Vorlage S. 692
162
Als Eure fromme Tochter? Ist sies nicht,
Vorlage S. 692
163
Die ihren ältern Schwestern freudig dient?
Vorlage S. 692
164
Sie ist die hochbegabteste von allen,
Vorlage S. 692
165
Doch seht Ihr sie wie eine niedre Magd
Vorlage S. 692
166
Die schwersten Pflichten still gehorsam üben,
Vorlage S. 692
167
Und unter ihren Händen wunderbar
Vorlage S. 692
168
Gedeihen Euch die Herden und die Saaten;
Vorlage S. 692
169
Um alles was sie schafft, ergießet sich
Vorlage S. 692
170
Ein unbegreiflich überschwenglich Glück.
Vorlage S. 692
171
THIBAUT.
Vorlage S. 692
172
Jawohl! Ein unbegreiflich Glück. – Mir kommt
Vorlage S. 692
173
Ein eigen Grauen an bei diesem Segen!
Vorlage S. 692
174
– Nichts mehr davon. Ich schweige. Ich will schweigen;
Vorlage S. 692
175
Soll ich mein eigen teures Kind anklagen?
Vorlage S. 692
176
Ich kann nichts tun als warnen, für sie beten!
Vorlage S. 692
177
Doch warnen muss ich – Fliehe diesen Baum,
Vorlage S. 692
178
Bleib nicht allein, und grabe keine Wurzeln
Vorlage S. 692
179
Um Mitternacht, bereite keine Tränke,
Vorlage S. 692
180
Und schreibe keine Zeichen in den Sand –
Vorlage S. 692
181
Leicht aufzuritzen ist das Reich der Geister,
Vorlage S. 692
182
Sie liegen wartend unter dünner Decke,
Vorlage S. 692
183
Und leise hörend stürmen sie herauf.
Vorlage S. 692
184
Bleib nicht allein, denn in der Wüste trat
Vorlage S. 692
185
Der Satansengel selbst zum Herrn des Himmels.
Vorlage S. 692
186
Dritter Auftritt
Vorlage S. 692
187
Bertrand tritt auf, einen Helm in der Hand. Thibaut. Raimond. Johanna.
Vorlage S. 692
188
RAIMOND.
Vorlage S. 692
189
Still! Da kommt Bertrand aus der Stadt zurück.
Vorlage S. 692
190
Sieh, was er trägt!
Vorlage S. 692
191
BERTRAND.
Vorlage S. 693
192
Ihr staunt mich an, ihr seid
Vorlage S. 693
193
Verwundert ob des seltsamen Gerätes
Vorlage S. 693
194
In meiner Hand.
Vorlage S. 693
195
THIBAUT.
Vorlage S. 693
196
Das sind wir. Saget an.
Vorlage S. 693
197
Wie kamt Ihr zu dem Helm, was bringt Ihr uns
Vorlage S. 693
198
Das böse Zeichen in die Friedensgegend?
Vorlage S. 693
199
Johanna, welche in beiden vorigen Szenen still und ohne Anteil auf der Seite gestanden, wird aufmerksam und tritt näher.
Vorlage S. 693
200
BERTRAND.
Vorlage S. 693
201
Kaum weiß ich selbst zu sagen, wie das Ding
Vorlage S. 693
202
Mir in die Hand geriet. Ich hatte eisernes
Vorlage S. 693
203
Gerät mir eingekauft zu Vaucouleurs,
Vorlage S. 693
204
Ein großes Drängen fand ich auf dem Markt,
Vorlage S. 693
205
Denn flüchtges Volk war eben angelangt
Vorlage S. 693
206
Von Orleans mit böser Kriegespost.
Vorlage S. 693
207
Im Aufruhr lief die ganze Stadt zusammen,
Vorlage S. 693
208
Und als ich Bahn mir mache durchs Gewühl,
Vorlage S. 693
209
Da tritt ein braun Bohemerweib mich an
Vorlage S. 693
210
Mit diesem Helm, fasst mich ins Auge scharf
Vorlage S. 693
211
Und spricht: »Gesell, Ihr suchet einen Helm,
Vorlage S. 693
212
Ich weiß, Ihr suchet einen. Da! Nehmt hin!
Vorlage S. 693
213
Um ein Geringes steht er Euch zu Kaufe.«
Vorlage S. 693
214
– »Geht zu den Lanzenknechten«, sagt ich ihr,
Vorlage S. 693
215
»Ich bin ein Landmann, brauche nicht des Helmes.«
Vorlage S. 693
216
Sie aber ließ nicht ab und sagte ferner:
Vorlage S. 693
217
»Kein Mensch vermag zu sagen, ob er nicht
Vorlage S. 693
218
Des Helmes braucht. Ein stählern Dach fürs Haupt
Vorlage S. 693
219
Ist jetzo mehr wert als ein steinern Haus.«
Vorlage S. 693
220
So trieb sie mich durch alle Gassen, mir
Vorlage S. 693
221
Den Helm aufnötigend, den ich nicht wollte.
Vorlage S. 693
222
Ich sah den Helm, dass er so blank und schön
Vorlage S. 693
223
Und würdig eines ritterlichen Haupts,
Vorlage S. 693
224
Und da ich zweifelnd in der Hand ihn wog,
Vorlage S. 693
225
Des Abenteuers Seltsamkeit bedenkend,
Vorlage S. 693
226
Da war das Weib mir aus den Augen schnell,
Vorlage S. 693
227
Hinweggerissen hatte sie der Strom
Vorlage S. 693
228
Des Volkes, und der Helm blieb mir in Händen.
Vorlage S. 693
229
JOHANNA
Vorlage S. 694
230
rasch und Begierig darnach, greifend.
Vorlage S. 694
231
Gebt mir den Helm!
Vorlage S. 694
232
BERTRAND.
Vorlage S. 694
233
Was frommt Euch dies Geräte?
Vorlage S. 694
234
Das ist kein Schmuck für ein jungfräulich Haupt.
Vorlage S. 694
235
JOHANNA
Vorlage S. 694
236
entreißt ihm den Helm.
Vorlage S. 694
237
Mein ist der Helm und mir gehört er zu.
Vorlage S. 694
238
THIBAUT.
Vorlage S. 694
239
Was fällt dem Mädchen ein?
Vorlage S. 694
240
RAIMOND.
Vorlage S. 694
241
Lasst ihr den Willen!
Vorlage S. 694
242
Wohl ziemt ihr dieser kriegerische Schmuck,
Vorlage S. 694
243
Denn ihre Brust verschließt ein männlich Herz.
Vorlage S. 694
244
Denkt nach, wie sie den Tigerwolf bezwang,
Vorlage S. 694
245
Das grimmig wilde Tier, das unsre Herden
Vorlage S. 694
246
Verwüstete, den Schrecken aller Hirten.
Vorlage S. 694
247
Sie ganz allein, die löwenherzge Jungfrau,
Vorlage S. 694
248
Stritt mit dem Wolf und rang das Lamm ihm ab,
Vorlage S. 694
249
Das er im blutgen Rachen schon davontrug.
Vorlage S. 694
250
Welch tapfres Haupt auch dieser Helm bedeckt,
Vorlage S. 694
251
Er kann kein würdigeres zieren!
Vorlage S. 694
252
THIBAUT
Vorlage S. 694
253
zu Bertrand.
Vorlage S. 694
254
Sprecht!
Vorlage S. 694
255
Welch neues Kriegesunglück ist geschehn?
Vorlage S. 694
256
Was brachten jene Flüchtigen?
Vorlage S. 694
257
BERTRAND.
Vorlage S. 694
258
Gott helfe
Vorlage S. 694
259
Dem König und erbarme sich des Landes!
Vorlage S. 694
260
Geschlagen sind wir in zwei großen Schlachten,
Vorlage S. 694
261
Mitten in Frankreich steht der Feind, verloren
Vorlage S. 694
Caspar David Friedrich – Wanderer über dem Nebelmeer, um 1818. Künstlerische Landschaft als Vergleichsmotiv, keine konkrete Buchszene.
Kontextbild zum Werk. Der Wanderer über dem Nebelmeer · Caspar David Friedrich · Public domain Bildquelle ↗
262
Sind alle Länder bis an die Loire –
Vorlage S. 694
263
Jetzt hat er seine ganze Macht zusammen
Vorlage S. 694
264
Geführt, womit er Orleans belagert.
Vorlage S. 694
265
THIBAUT.
Vorlage S. 694
266
Gott schütze den König!
Vorlage S. 694
267
BERTRAND.
Vorlage S. 694
268
Unermessliches
Vorlage S. 694
269
Geschütz ist aufgebracht von allen Enden,
Vorlage S. 694
270
Und wie der Bienen dunkelnde Geschwader
Vorlage S. 694
271
Den Korb umschwärmen in des Sommers Tagen,
Vorlage S. 694
272
Wie aus geschwärzter Luft die Heuschreckwolke
Vorlage S. 694
273
Herunterfällt und meilenlang die Felder
Vorlage S. 694
274
Bedeckt in unabsehbarem Gewimmel,
Vorlage S. 694
275
So goß sich eine Kriegeswolke aus
Vorlage S. 694
276
Von Völkern über Orleans' Gefilde,
Vorlage S. 695
277
Und von der Sprachen unverständlichem
Vorlage S. 695
278
Gemisch verworren dumpf erbraust das Lager.
Vorlage S. 695
279
Denn auch der mächtige Burgund, der Länder
Vorlage S. 695
280
Gewaltige hat seine Mannen alle
Vorlage S. 695
281
Herbeigeführt, die Lütticher, Luxemburger,
Vorlage S. 695
282
Die Hennegauer, die vom Lande Namur,
Vorlage S. 695
283
Und die das glückliche Brabant bewohnen,
Vorlage S. 695
284
Die üppgen Genter, die in Samt und Seide
Vorlage S. 695
285
Stolzieren, die von Seeland, deren Städte
Vorlage S. 695
286
Sich reinlich aus dem Meereswasser heben,
Vorlage S. 695
287
Die herdenmelkenden Holländer, die
Vorlage S. 695
288
Von Utrecht, ja vom äußersten Westfriesland,
Vorlage S. 695
289
Die nach dem Eispol schaun – Sie folgen alle
Vorlage S. 695
290
Dem Heerbann des gewaltig herrschenden
Vorlage S. 695
291
Burgund und wollen Orleans bezwingen.
Vorlage S. 695
292
THIBAUT.
Vorlage S. 695
293
O des unselig jammervollen Zwists,
Vorlage S. 695
294
Der Frankreichs Waffen wider Frankreich wendet!
Vorlage S. 695
295
BERTRAND.
Vorlage S. 695
296
Auch sie, die alte Königin, sieht man,
Vorlage S. 695
297
Die stolze Isabeau, die Bayerfürstin,
Vorlage S. 695
298
In Stahl gekleidet durch das Lager reiten,
Vorlage S. 695
299
Mit giftgen Stachelworten alle Völker
Vorlage S. 695
300
Zur Wut aufregen wider ihren Sohn,
Vorlage S. 695
301
Den sie in ihrem Mutterschoß getragen!
Vorlage S. 695
302
THIBAUT.
Vorlage S. 695
303
Fluch treffe sie! Und möge Gott sie einst
Vorlage S. 695
304
Wie jene stolze Jesabel verderben!
Vorlage S. 695
305
BERTRAND.
Vorlage S. 695
306
Der fürchterliche Salisbury, der Mauren-
Vorlage S. 695
307
Zertrümmerer, führt die Belagrung an,
Vorlage S. 695
308
Mit ihm des Löwen Bruder Lionel,
Vorlage S. 695
309
Und Talbot, der mit mörderischem Schwert
Vorlage S. 695
310
Die Völker niedermähet in den Schlachten.
Vorlage S. 695
311
In frechem Mute haben sie geschworen,
Vorlage S. 695
312
Der Schmach zu weihen alle Jungfrauen,
Vorlage S. 695
313
Und was das Schwert geführt, dem Schwert zu opfern.
Vorlage S. 695
314
Vier hohe Warten haben sie erbaut,
Vorlage S. 695
315
Die Stadt zu überragen; oben späht
Vorlage S. 695
316
Graf Salisbury mit mordbegiergem Blick,
Vorlage S. 696
317
Und zählt den schnellen Wandrer auf den Gassen.
Vorlage S. 696
318
Viel tausend Kugeln schon von Zentners Last
Vorlage S. 696
319
Sind in die Stadt geschleudert, Kirchen liegen
Vorlage S. 696
320
Zertrümmert, und der königliche Turm
Vorlage S. 696
321
Von Notre Dame beugt sein erhabnes Haupt.
Vorlage S. 696
322
Auch Pulvergänge haben sie gegraben
Vorlage S. 696
323
Und über einem Höllenreiche steht
Vorlage S. 696
324
Die bange Stadt, gewärtig jede Stunde,
Vorlage S. 696
325
Dass es mit Donners Krachen sich entzünde.
Vorlage S. 696
326
Johanna horcht mit gespannter Aufmerksamkeit und setzt sich den Helm auf.
Vorlage S. 696
327
THIBAUT.
Vorlage S. 696
328
Wo aber waren denn die tapfern Degen
Vorlage S. 696
329
Saintrailles, La Hire und Frankreichs Brustwehr,
Vorlage S. 696
330
Der heldenmütge Bastard, dass der Feind
Vorlage S. 696
331
So allgewaltig reißend vorwärts drang?
Vorlage S. 696
332
Wo ist der König selbst, und sieht er müßig
Vorlage S. 696
333
Des Reiches Not und seiner Städte Fall?
Vorlage S. 696
334
BERTRAND.
Vorlage S. 696
335
Zu Chinon hält der König seinen Hof,
Vorlage S. 696
336
Es fehlt an Volk, er kann das Feld nicht halten.
Vorlage S. 696
337
Was nützt der Führer Mut, der Helden Arm,
Vorlage S. 696
338
Wenn bleiche Furcht die Heere lähmt?
Vorlage S. 696
339
Ein Schrecken, wie von Gott herabgesandt,
Vorlage S. 696
340
Hat auch die Brust der Tapfersten ergriffen.
Vorlage S. 696
341
Umsonst erschallt der Fürsten Aufgebot.
Vorlage S. 696
342
Wie sich die Schafe bang zusammendrängen,
Vorlage S. 696
343
Wenn sich des Wolfes Heulen hören lässt,
Vorlage S. 696
344
So sucht der Franke, seines alten Ruhms
Vorlage S. 696
345
Vergessend, nur die Sicherheit der Burgen.
Vorlage S. 696
346
Ein einzger Ritter nur, hört ich erzählen,
Vorlage S. 696
347
Hab eine schwache Mannschaft aufgebracht,
Vorlage S. 696
348
Und zieh dem König zu mit sechzehn Fahnen.
Vorlage S. 696
349
JOHANNA
Vorlage S. 696
350
schnell.
Vorlage S. 696
351
Wie heißt der Ritter?
Vorlage S. 696
352
BERTRAND.
Vorlage S. 696
353
Baudricour. Doch schwerlich
Vorlage S. 696
354
Möcht er des Feindes Kundschaft hintergehn,
Vorlage S. 696
355
Der mit zwei Heeren seinen Fersen folgt.
Vorlage S. 696
356
JOHANNA.
Vorlage S. 697
357
Wo hält der Ritter? Sagt mirs, wenn Ihrs wisset.
Vorlage S. 697
358
BERTRAND.
Vorlage S. 697
359
Er steht kaum eine Tagereise weit
Vorlage S. 697
360
Von Vaucouleurs.
Vorlage S. 697
361
THIBAUT
Vorlage S. 697
362
zu Johanna.
Vorlage S. 697
363
Was kümmerts dich! Du fragst
Vorlage S. 697
364
Nach Dingen, Mädchen, die dir nicht geziemen.
Vorlage S. 697
365
BERTRAND.
Vorlage S. 697
366
Weil nun der Feind so mächtig und kein Schutz
Vorlage S. 697
367
Vom König mehr zu hoffen, haben sie
Vorlage S. 697
368
Zu Vaucouleurs einmütig den Beschluß
Vorlage S. 697
369
Gefasst, sich dem Burgund zu übergeben.
Vorlage S. 697
370
So tragen wir nicht fremdes Joch und bleiben
Vorlage S. 697
371
Beim alten Königsstamme – ja vielleicht
Vorlage S. 697
372
Zur alten Krone fallen wir zurück,
Vorlage S. 697
373
Wenn einst Burgund und Frankreich sich versöhnen.
Vorlage S. 697
374
JOHANNA
Vorlage S. 697
375
in Begeisterung.
Vorlage S. 697
376
Nichts von Verträgen! Nichts von Übergabe!
Vorlage S. 697
377
Der Retter naht, er rüstet sich zum Kampf.
Vorlage S. 697
378
Vor Orleans soll das Glück des Feindes scheitern,
Vorlage S. 697
379
Sein Maß ist voll, er ist zur Ernte reif.
Vorlage S. 697
380
Mit ihrer Sichel wird die Jungfrau kommen,
Vorlage S. 697
381
Und seines Stolzes Saaten niedermähn,
Vorlage S. 697
382
Herab vom Himmel reißt sie seinen Ruhm,
Vorlage S. 697
383
Den er hoch an den Sternen aufgehangen.
Vorlage S. 697
384
Verzagt nicht! Fliehet nicht! Denn eh der Rocken
Vorlage S. 697
385
Gelb wird, eh sich die Mondesscheibe füllt,
Vorlage S. 697
386
Wird kein engländisch Roß mehr aus den Wellen
Vorlage S. 697
387
Der prächtig strömenden Loire trinken.
Vorlage S. 697
388
BERTRAND.
Vorlage S. 697
389
Ach! Es geschehen keine Wunder mehr!
Vorlage S. 697
390
JOHANNA.
Vorlage S. 697
391
Es geschehn noch Wunder – Ein weiße Taube
Vorlage S. 697
Künstlerische oder historische Darstellung zum Werk. Bildquelle und Textausgabe sind getrennt angegeben.
Kontextbild zum Werk. Bild zum Werk · Die Jungfrau von Orleans · Friedrich Pecht; Georg Goldberg · CC BY 3.0 Bildquelle ↗
392
Wird fliegen und mit Adlerskühnheit diese Geier
Vorlage S. 697
393
Anfallen, die das Vaterland zerreißen.
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394
Darniederkämpfen wird sie diesen stolzen
Vorlage S. 697
395
Burgund, den Reichsverräter, diesen Talbot,
Vorlage S. 697
396
Den himmelstürmend hunderthändigen,
Vorlage S. 697
397
Und diesen Salisbury, den Tempelschänder,
Vorlage S. 697
398
Und diese frechen Inselwohner alle
Vorlage S. 697
399
Wie eine Herde Lämmer vor sich jagen.
Vorlage S. 697
400
Der Herr wird mit ihr sein, der Schlachten Gott.
Vorlage S. 698
401
Sein zitterndes Geschöpf wird er erwählen,
Vorlage S. 698
402
Durch eine zarte Jungfrau wird er sich
Vorlage S. 698
403
Verherrlichen, denn er ist der Allmächtge!
Vorlage S. 698
404
THIBAUT.
Vorlage S. 698
405
Was für ein Geist ergreift die Dirn?
Vorlage S. 698
406
RAIMOND.
Vorlage S. 698
407
Es ist
Vorlage S. 698
408
Der Helm, der sie so kriegerisch beseelt.
Vorlage S. 698
409
Seht Eure Tochter an. Ihr Auge blitzt,
Vorlage S. 698
410
Und glühend Feuer sprühen ihre Wangen!
Vorlage S. 698
411
JOHANNA.
Vorlage S. 698
412
Dies Reich soll fallen? Dieses Land des Ruhms,
Vorlage S. 698
413
Das schönste, das die ewge Sonne sieht
Vorlage S. 698
414
In ihrem Lauf, das Paradies der Länder,
Vorlage S. 698
415
Das Gott liebt, wie den Apfel seines Auges,
Vorlage S. 698
416
Die Fesseln tragen eines fremden Volks!
Vorlage S. 698
417
– Hier scheiterte der Heiden Macht. Hier war
Vorlage S. 698
418
Das erste Kreuz, das Gnadenbild erhöht,
Vorlage S. 698
419
Hier ruht der Staub des heilgen Ludewig.
Vorlage S. 698
420
Von hier aus ward Jerusalem erobert.
Vorlage S. 698
421
BERTRAND
Vorlage S. 698
422
erstaunt.
Vorlage S. 698
423
Hört ihre Rede! Woher schöpft sie
Vorlage S. 698
424
Die hohe Offenbarung – Vater Arc!
Vorlage S. 698
425
Euch gab Gott eine wundervolle Tochter!
Vorlage S. 698
426
JOHANNA.
Vorlage S. 698
427
Wir sollen keine eigne Könige
Vorlage S. 698
428
Mehr haben, keinen eingebornen Herrn –
Vorlage S. 698
429
Der König, der nie stirbt, soll aus der Welt
Vorlage S. 698
430
Verschwinden – der den heilgen Pflug beschützt,
Vorlage S. 698
431
Der die Trift beschützt und fruchtbar macht die Erde,
Vorlage S. 698
432
Der die Leibeignen in die Freiheit führt,
Vorlage S. 698
433
Der die Städte freudig stellt um seinen Thron –
Vorlage S. 698
434
Der dem Schwachen beisteht und den Bösen schreckt,
Vorlage S. 698
435
Der den Neid nicht kennet, denn er ist der Größte,
Vorlage S. 698
436
Der ein Mensch ist und ein Engel der Erbarmung
Vorlage S. 698
437
Auf der feindselgen Erde. – Denn der Thron
Vorlage S. 698
438
Der Könige, der von Golde schimmert, ist
Vorlage S. 698
439
Das Obdach der Verlassenen – hier steht
Vorlage S. 698
440
Die Macht und die Barmherzigkeit – es zittert
Vorlage S. 698
441
Der Schuldige, vertrauend naht sich der Gerechte,
Vorlage S. 698
442
Und scherzet mit den Löwen um den Thron!
Vorlage S. 699
443
Der fremde König, der von außen kommt,
Vorlage S. 699
444
Dem keines Ahnherrn heilige Gebeine
Vorlage S. 699
445
In diesem Lande ruhn, kann er es lieben?
Vorlage S. 699
446
Der nicht jung war mit unsern Jünglingen,
Vorlage S. 699
447
Dem unsre Worte nicht zum Herzen tönen,
Vorlage S. 699
448
Kann er ein Vater sein zu seinen Söhnen?
Vorlage S. 699
449
THIBAUT.
Vorlage S. 699
450
Gott schütze Frankreich und den König! Wir
Vorlage S. 699
451
Sind friedliche Landleute, wissen nicht
Vorlage S. 699
452
Das Schwert zu führen, noch das kriegerische Roß
Vorlage S. 699
453
Zu tummeln. – Lasst uns still gehorchend harren,
Vorlage S. 699
454
Wen uns der Sieg zum König geben wird.
Vorlage S. 699
455
Das Glück der Schlachten ist das Urteil Gottes,
Vorlage S. 699
456
Und unser Herr ist, wer die heilge Ölung
Vorlage S. 699
457
Empfängt und sich die Kron aufsetzt zu Reims.
Vorlage S. 699
458
– Kommt an die Arbeit! Kommt! Und denke jeder
Vorlage S. 699
459
Nur an das Nächste! Lassen wir die Großen,
Vorlage S. 699
460
Der Erde Fürsten um die Erde losen,
Vorlage S. 699
461
Wir können ruhig die Zerstörung schauen,
Vorlage S. 699
462
Denn sturmfest steht der Boden, den wir bauen.
Vorlage S. 699
463
Die Flamme brenne unsre Dörfer nieder,
Vorlage S. 699
464
Die Saat zerstampfe ihrer Rosse Tritt,
Vorlage S. 699
465
Der neue Lenz bringt neue Saaten mit,
Vorlage S. 699
466
Und schnell erstehn die leichten Hütten wieder!
Vorlage S. 699
467
Alle außer der Jungfrau gehen ab.
Vorlage S. 699
468
Vierter Auftritt
Vorlage S. 699
469
Johanna allein.
Vorlage S. 699
470
Lebt wohl ihr Berge, ihr geliebten Triften,
Vorlage S. 699
471
Ihr traulich stillen Täler lebet wohl!
Vorlage S. 699
472
Johanna wird nun nicht mehr auf euch wandeln,
Vorlage S. 699
473
Johanna sagt euch ewig Lebewohl.
Vorlage S. 699
474
Ihr Wiesen, die ich wässerte! Ihr Bäume,
Vorlage S. 699
475
Die ich gepflanzet, grünet fröhlich fort!
Vorlage S. 699
476
Lebt wohl, ihr Grotten und ihr kühlen Brunnen!
Vorlage S. 700
477
Du Echo, holde Stimme dieses Tals,
Vorlage S. 700
478
Die oft mir Antwort gab auf meine Lieder,
Vorlage S. 700
479
Johanna geht und nimmer kehrt sie wieder!
Vorlage S. 700
480
Ihr Plätze alle meiner stillen Freuden,
Vorlage S. 700
481
Euch lass ich hinter mir auf immerdar!
Vorlage S. 700
482
Zerstreuet euch, ihr Lämmer auf der Heiden,
Vorlage S. 700
483
Ihr seid jetzt eine hirtenlose Schar,
Vorlage S. 700
484
Denn eine andre Herde muss ich weiden,
Vorlage S. 700
485
Dort auf dem blutgen Felde der Gefahr,
Vorlage S. 700
486
So ist des Geistes Ruf an mich ergangen,
Vorlage S. 700
487
Mich treibt nicht eitles, irdisches Verlangen.
Vorlage S. 700
488
Denn der zu Mosen auf des Horebs Höhen
Vorlage S. 700
489
Im feurgen Busch sich flammend niederließ,
Vorlage S. 700
490
Und ihm befahl, vor Pharao zu stehen,
Vorlage S. 700
491
Der einst den frommen Knaben Isais,
Vorlage S. 700
492
Den Hirten, sich zum Streiter ausersehen,
Vorlage S. 700
493
Der stets den Hirten gnädig sich bewies,
Vorlage S. 700
494
Er sprach zu mir aus dieses Baumes Zweigen:
Vorlage S. 700
495
»Geh hin! Du sollst auf Erden für mich zeugen.
Vorlage S. 700
496
In rauhes Erz sollst du die Glieder schnüren,
Vorlage S. 700
497
Mit Stahl bedecken deine zarte Brust,
Vorlage S. 700
498
Nicht Männerliebe darf dein Herz berühren
Vorlage S. 700
499
Mit sündgen Flammen eitler Erdenlust,
Vorlage S. 700
500
Nie wird der Brautkranz deine Locke zieren,
Vorlage S. 700
501
Dir blüht kein lieblich Kind an deiner Brust,
Vorlage S. 700
502
Doch werd ich dich mit kriegerischen Ehren,
Vorlage S. 700
503
Vor allen Erdenfrauen dich verklären.
Vorlage S. 700
504
Denn wenn im Kampf die Mutigsten verzagen,
Vorlage S. 700
505
Wenn Frankreichs letztes Schicksal nun sich naht,
Vorlage S. 700
506
Dann wirst du meine Oriflamme tragen
Vorlage S. 700
507
Und wie die rasche Schnitterin die Saat,
Vorlage S. 700
508
Den stolzen Überwinder niederschlagen,
Vorlage S. 700
509
Umwälzen wirst du seines Glückes Rad,
Vorlage S. 700
510
Errettung bringen Frankreichs Heldensöhnen,
Vorlage S. 701
511
Und Reims befrein und deinen König krönen!«
Vorlage S. 701
512
Ein Zeichen hat der Himmel mir verheißen,
Vorlage S. 701
513
Er sendet mir den Helm, er kommt von ihm,
Vorlage S. 701
514
Mit Götterkraft berühret mich sein Eisen,
Vorlage S. 701
515
Und mich durchflammt der Mut der Cherubim,
Vorlage S. 701
516
Ins Kriegsgewühl hinein will es mich reißen,
Vorlage S. 701
517
Es treibt mich fort mit Sturmes Ungestüm,
Vorlage S. 701
518
Den Feldruf hör ich mächtig zu mir dringen,
Vorlage S. 701
519
Das Schlachtroß steigt und die Trompeten klingen.
Vorlage S. 701
520
Sie geht ab.
Vorlage S. 701

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »weil« in diesem Textausschnitt? »Entschlossen, weil ichs heute noch vermag,«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗

4. Welcher Ausschnitt verweist mit einer Zeitangabe ausdrücklich auf eine frühere Zeit? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗

5. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »So trieb sie mich durch alle Gassen, mir«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Ihr Auge blitzt, Und glühend Feuer sprühen ihre Wangen!« B: »Stritt mit dem Wolf und rang das Lamm ihm ab,« C: »Das Herz gefällt mir nicht, das streng und kalt Sich zuschließt in den Jahren des Gefühls.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »So tragen wir nicht …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

9. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »Weil« in diesem Textausschnitt? »Weil nun der Feind so mächtig und kein Schutz Vom König mehr zu hoffen, haben sie Zu Vaucouleurs einmütig den Beschluß Gefasst, sich dem Burgund zu übergeben.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

10. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »In diesem Lande ruhn, …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Lies den Abschnittsbeginn: »Thibaut d'Arc. Seine drei Töchter. Drei junge Schäfer, ihre Freier.« Welche Informationen sind hier bereits sicher, und welche Frage bleibt für dich offen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne zwei Informationen, die sich tatsächlich aus dieser Passage ableiten lassen.
  • Trenne eine eigene Frage oder Vermutung klar vom Textbefund.
Textstelle nachlesen ↗

2. Prüfe, ob es in dieser Passage um Gerechtigkeit oder Verantwortung geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »[…] Wen uns der Sieg zum König geben wird. Das Glück der Schlachten ist das Urteil Gottes, Und unser Herr ist, wer die heilge Ölung Empfängt und sich die Kron aufsetzt zu Reims. – Kommt an die Arbeit! Kommt! Und denke jeder Nur an das Nächste! […]«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗ Textstelle 14 ↗ Textstelle 15 ↗ Textstelle 16 ↗

3. Prüfe, ob es in dieser Passage um Angst oder Unsicherheit geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »[…] Feld nicht halten. Was nützt der Führer Mut, der Helden Arm, Wenn bleiche Furcht die Heere lähmt? Ein Schrecken, wie von Gott herabgesandt, Hat auch die Brust der Tapfersten ergriffen. Umsonst erschallt der Fürsten Aufgebot. Wie sich die […]«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗ Textstelle 14 ↗

4. Prüfe, ob es in dieser Passage um Nähe oder Gefühle geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Das Herz gefällt mir nicht, das streng und kalt Sich zuschließt in den Jahren des Gefühls.«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

5. Prüfe, ob es in dieser Passage um Macht oder Abhängigkeit geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »[…] Last Sind in die Stadt geschleudert, Kirchen liegen Zertrümmert, und der königliche Turm Von Notre Dame beugt sein erhabnes Haupt. Auch Pulvergänge haben sie gegraben«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗ Textstelle 14 ↗ Textstelle 15 ↗ Textstelle 16 ↗ Textstelle 17 ↗

6. Vergleiche diese beiden Stellen: »Bertrand tritt auf, einen Helm in der Hand. Thibaut. Raimond. Johanna.« und »Baudricour. Doch schwerlich Möcht er des Feindes Kundschaft hintergehn, Der mit zwei Heeren seinen Fersen folgt.«. Welche Gemeinsamkeit oder welchen Unterschied kannst du am Wortlaut zeigen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne eine nachvollziehbare Gemeinsamkeit oder einen Unterschied.
  • Belege beide Seiten des Vergleichs; unterstelle keine Entwicklung, die der Text nicht zeigt.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

7. Am Abschnittsende steht: »Das Schlachtroß steigt und die Trompeten klingen.« Was ist hier geklärt, und was bleibt offen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf den Schluss dieses Abschnitts, nicht auf dein Vorwissen über das ganze Werk.
  • Falls die Stelle nichts eindeutig klärt, begründe auch das mit dem Text.
Textstelle nachlesen ↗

8. Prüfe deinen ersten Leseeindruck an Anfang und Ende: »Thibaut d'Arc. Seine drei Töchter. Drei junge Schäfer, ihre Freier.« / »Das Schlachtroß steigt und die Trompeten klingen.«. Würdest du deine erste Einschätzung jetzt verändern? Begründe.

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne deine ursprüngliche Einschätzung oder Leseerwartung.
  • Verwende mindestens einen Textbeleg für deine jetzige Einschätzung.
  • Sowohl eine veränderte als auch eine bestätigte Einschätzung ist möglich.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Heute sind wir noch Franzosen, freie Bürger noch und Herren Des alten Bodens, den die Väter pflügten;«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Geschütz ist aufgebracht von allen Enden,«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
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Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Das Schlachtroß steigt und die Trompeten klingen.«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
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Ausgabe, Herkunft und Rechte

Originalautor vor 1956 verstorben. TextGrid kennzeichnet die zugrunde liegenden reinen Texte als gemeinfrei; Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE mit Namensnennung TextGrid und www.editura.de. Das Werk Die Jungfrau von Orleans von Schiller, Friedrich ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de, und wird unter der Creative Commons Lizenz Namensnennung 3.0 Deutschland veröffentlicht. Der zugrunde liegende literarische Reintext ist gemeinfrei. TextGrid wurde vom BMBF gefördert (Förderkennzeichen 01UG1203A).

Die Extraktion erfasst alle Textpositionen der gelieferten Quelldatei; dies ersetzt keinen vollständigen Vergleich mit dem historischen Druck. Offene Kapitelaufgaben dienen der Selbstprüfung und sind keine automatisch bewertete Interpretation.

Die Jungfrau von Orleans

Friedrich Schiller: Sämtliche Werke, Auf Grund der Originaldrucke herausgegeben von Gerhard Fricke und Herbert G. Göpfert in Verbindung mit Herbert Stubenrauch, Band 1–5, 3. Auflage, München: Hanser, 1962. Schiller, Friedrich 688- 1962 München

Das Werk Die Jungfrau von Orleans von Schiller, Friedrich ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; reine Originaltexte gemeinfrei Lizenz

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.