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Buch - Die Familie Schroffenstein - Kleist, Heinrich von

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Originalwerk · Lesefassung

Die Familie Schroffenstein

Kleist, Heinrich von · 1802

Die Familie Schroffenstein von Kleist, Heinrich von. Volltext der angegebenen Ausgabe mit textbezogenen Leseaufgaben.

DramaKlasse 9–10 · 11–137 Abschnitte
Porträt von Kleist, Heinrich von; Kontextbild zur Autorin oder zum Autor, keine Szene aus dem Buch.
Porträt · Kleist, Heinrich von · Anton Graff · Public domain Bildquelle ↗
Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und Wertvorstellungen im Unterricht einordnen.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Abschnitt 3 von 7

1. Akt

1
Erste Szene
Vorlage S. 98
2
Rossitz. Das Innere einer Kapelle. Es steht ein Sarg in der Mitte, um ihn herum Rupert, Eustache, Ottokar, Jeronimus, Ritter, Geistliche, das Hofgesinde, und ein Chor von Jünglingen und Mädchen. Die Messe ist soeben beendigt.
Vorlage S. 98
3
CHOR DER MÄDCHEN
Vorlage S. 98
4
mit Musik.
Vorlage S. 98
5
Niedersteigen,
Vorlage S. 98
6
Glanzumstrahlet,
Vorlage S. 98
7
Himmelshöhen zur Erd herab,
Vorlage S. 98
8
Sah ein Frühling
Vorlage S. 98
9
Einen Engel.
Vorlage S. 98
10
Nieder trat ihn ein frecher Fuß.
Vorlage S. 98
11
CHOR DER JÜNGLINGE.
Vorlage S. 98
12
Dessen Thron die weiten Räume decken,
Vorlage S. 98
13
Dessen Reich die Sterne Grenzen stecken,
Vorlage S. 98
14
Dessen Willen wollen wir vollstrecken,
Vorlage S. 98
15
Rache! Rache! Rache! schwören wir.
Vorlage S. 98
16
CHOR DER MÄDCHEN.
Vorlage S. 98
17
Aus dem Staube
Vorlage S. 98
18
Aufwärts blickt' er
Vorlage S. 98
19
Milde zürnend den Frechen an;
Vorlage S. 98
20
Bat, ein Kindlein,
Vorlage S. 98
21
Bat um Liebe.
Vorlage S. 98
22
Mörders Stahl gab die Antwort ihm.
Vorlage S. 98
23
CHOR DER JÜNGLINGE
Vorlage S. 98
24
wie oben.
Vorlage S. 98
25
CHOR DER MÄDCHEN.
Vorlage S. 98
26
Nun im Sarge,
Vorlage S. 98
27
Ausgelitten,
Vorlage S. 98
28
Faltet blutige Händlein er,
Vorlage S. 98
29
Gnade betend
Vorlage S. 98
30
Seinem Feinde.
Vorlage S. 99
31
Trotzig stehet der Feind und schweigt.
Vorlage S. 99
32
CHOR DER JÜNGLINGE
Vorlage S. 99
33
wie oben.
Vorlage S. 99
34
Während die Musik zu Ende geht, nähert sich die Familie und ihr Gefolge dem Altar.
Vorlage S. 99
35
RUPERT.
Vorlage S. 99
36
Ich schwöre Rache! Rache! auf die Hostie,
Vorlage S. 99
37
Dem Haus Sylvesters, Grafen Schroffenstein.
Vorlage S. 99
38
Er empfängt das Abendmahl.
Vorlage S. 99
39
Die Reihe ist an dir, mein Sohn.
Vorlage S. 99
40
OTTOKAR.
Vorlage S. 99
41
Mein Herz
Vorlage S. 99
42
Trägt wie mit Schwingen deinen Fluch zu Gott,
Vorlage S. 99
43
Ich schwöre Rache, so wie du.
Vorlage S. 99
44
RUPERT.
Vorlage S. 99
45
Den Namen,
Vorlage S. 99
46
Mein Sohn, den Namen nenne.
Vorlage S. 99
47
OTTOKAR.
Vorlage S. 99
48
Rache schwör ich,
Vorlage S. 99
49
Sylvestern Schroffenstein!
Vorlage S. 99
50
RUPERT.
Vorlage S. 99
51
Nein irre nicht.
Vorlage S. 99
52
Ein Fluch, wie unsrer, kömmt vor Gottes Ohr
Vorlage S. 99
53
Und jedes Wort bewaffnet er mit Blitzen.
Vorlage S. 99
54
Drum wäge sie gewissenhaft. – Sprich nicht
Vorlage S. 99
55
Sylvester, sprich sein ganzes Haus, so hast
Vorlage S. 99
56
Du's sichrer.
Vorlage S. 99
57
OTTOKAR.
Vorlage S. 99
58
Rache! schwör ich, Rache!
Vorlage S. 99
59
Dem Mörderhaus Sylvesters.
Vorlage S. 99
60
Er empfängt das Abendmahl.
Vorlage S. 99
61
RUPERT.
Vorlage S. 99
62
Eustache,
Vorlage S. 99
63
Die Reihe ist an dir.
Vorlage S. 99
64
EUSTACHE.
Vorlage S. 99
65
Verschone mich,
Vorlage S. 99
66
Ich bin ein Weib –
Vorlage S. 99
67
RUPERT.
Vorlage S. 99
68
Und Mutter auch des Toten.
Vorlage S. 99
69
EUSTACHE.
Vorlage S. 99
70
O Gott! Wie soll ein Weib sich rächen?
Vorlage S. 99
71
RUPERT.
Vorlage S. 99
72
In Gedanken. Würge
Vorlage S. 99
73
Sie betend.
Vorlage S. 99
74
Sie empfängt das Abendmahl.
Vorlage S. 99
75
Rupert führt Eustache in den Vordergrund.
Vorlage S. 99
76
Alle folgen.
Vorlage S. 99
77
RUPERT.
Vorlage S. 100
78
Ich weiß, Eustache, Männer sind die Rächer –
Vorlage S. 100
79
Ihr seid die Klageweiber der Natur.
Vorlage S. 100
80
Doch nichts mehr von Natur.
Vorlage S. 100
81
Ein hold ergötzend Märchen ist's der Kindheit,
Vorlage S. 100
82
Der Menschheit von den Dichtern, ihren Ammen,
Vorlage S. 100
83
Erzählt. Vertrauen, Unschuld, Treue, Liebe,
Vorlage S. 100
84
Religion, der Götter Furcht sind wie
Vorlage S. 100
85
Die Tiere, welche reden. – Selbst das Band,
Vorlage S. 100
86
Das heilige, der Blutsverwandtschaft riss,
Vorlage S. 100
87
Und Vettern, Kinder eines Vaters, zielen,
Vorlage S. 100
88
Mit Dolchen zielen sie auf ihre Brüste.
Vorlage S. 100
89
Ja sieh, die letzte Menschenregung für
Vorlage S. 100
90
Das Wesen in der Wiege ist erloschen.
Vorlage S. 100
91
Man spricht von Wölfen, welche Kinder säugten,
Vorlage S. 100
92
Von Löwen, die das Einzige der Mutter
Vorlage S. 100
93
Verschonten. – Ich erwarte, dass ein Bär
Vorlage S. 100
94
An Oheims Stelle tritt für Ottokar.
Vorlage S. 100
95
Und weil doch alles sich gewandelt, Menschen
Vorlage S. 100
96
Mit Tieren die Natur gewechselt, wechsle
Vorlage S. 100
97
Denn auch das Weib die ihrige – verdränge
Vorlage S. 100
98
Das Kleinod Liebe, das nicht üblich ist,
Vorlage S. 100
99
Aus ihrem Herzen, um die Folie,
Vorlage S. 100
100
Den Haß, hineinzusetzen.
Vorlage S. 100
101
Wir
Vorlage S. 100
102
Indessen tun's in unsrer Art. Ich biete
Vorlage S. 100
103
Euch, meine Lehensmänner, auf, mir schnell
Vorlage S. 100
104
Von Mann und Weib und Kind, und was nur irgend
Vorlage S. 100
105
Sein Leben lieb hat, eine Schar zu bilden.
Vorlage S. 100
106
Denn nicht ein ehrlich offner Krieg, ich denke,
Vorlage S. 100
107
Nur eine Jagd wird's werden, wie nach Schlangen.
Vorlage S. 100
108
Wir wollen bloß das Felsenloch verkeilen,
Vorlage S. 100
109
Mit Dampfe sie in ihrem Nest ersticken,
Vorlage S. 100
110
– Die Leichen liegen lassen, dass von fernher
Vorlage S. 100
111
Gestank die Gattung schreckt, und keine wieder
Vorlage S. 100
112
In einem Erdenalter dort ein Ei legt.
Vorlage S. 100
113
EUSTACHE.
Vorlage S. 101
114
O Rupert, mäß'ge dich! Es hat der frech
Vorlage S. 101
115
Beleidigte den Nachteil, dass die Tat
Vorlage S. 101
116
Ihm die Besinnung selbst der Rache raubt,
Vorlage S. 101
117
Und dass in seiner eignen Brust ein Freund
Vorlage S. 101
118
Des Feindes aufsteht wider ihn, die Wut –
Vorlage S. 101
119
Wenn dir ein Garn Sylvester stellt, du läufst
Vorlage S. 101
120
In deiner Wunde blindem Schmerzgefühl
Vorlage S. 101
121
Hinein. – Könntst du nicht prüfen mindestens
Vorlage S. 101
122
Vorher, aufschieben noch die Fehde. – Ich
Vorlage S. 101
123
Will nicht den Arm der Rache binden, leiten
Vorlage S. 101
124
Nur will ich ihn, dass er so sichrer treffe.
Vorlage S. 101
125
RUPERT.
Vorlage S. 101
126
So, meinst du, soll ich warten, Peters Tod
Vorlage S. 101
127
Nicht rächen, bis ich Ottokars, bis ich
Vorlage S. 101
128
Auch deinen noch zu rächen hab – Aldöbern!
Vorlage S. 101
129
Geh hin nach Warwand, künd'ge ihm den Frieden auf.
Vorlage S. 101
130
– Doch sag's ihm nicht so sanft, wie ich, hörst du?
Vorlage S. 101
131
Nicht mit so dürren Worten – Sag dass ich
Vorlage S. 101
132
Gesonnen sei, an seines Schlosses Stelle
Vorlage S. 101
133
Ein Hochgericht zu bauen. – Nein, ich bitte,
Vorlage S. 101
134
Du musst so matt nicht reden – Sag, ich dürste
Vorlage S. 101
135
Nach sein und seines Kindes Blute, hörst du?
Vorlage S. 101
136
Und seines Kindes Blute.
Vorlage S. 101
137
Er bedeckt sich das Gesicht;
Vorlage S. 101
138
Ab, mit Gefolge, außer Ottokar und Jeronimus.
Vorlage S. 101
139
JERONIMUS.
Vorlage S. 101
140
Ein Wort, Graf Ottokar.
Vorlage S. 101
141
OTTOKAR.
Vorlage S. 101
142
Bist du's, Jerome?
Vorlage S. 101
143
Willkommen! Wie du siehst, sind wir geschäftig,
Vorlage S. 101
144
Und kaum wird mir die Zeit noch bleiben, mir
Vorlage S. 101
145
Die Rüstung anzupassen. – Nun, was gibt's?
Vorlage S. 101
146
JERONIMUS.
Vorlage S. 101
147
Ich komm aus Warwand.
Vorlage S. 101
148
OTTOKAR.
Vorlage S. 101
149
So? Aus Warwand? Nun?
Vorlage S. 101
150
JERONIMUS.
Vorlage S. 101
151
Bei meinem Eid, ich nehme ihre Sache.
Vorlage S. 101
152
OTTOKAR.
Vorlage S. 101
153
Sylvesters? Du?
Vorlage S. 101
154
JERONIMUS.
Vorlage S. 101
155
Denn nie ward eine Fehde
Vorlage S. 101
156
So tollkühn rasch, so frevelhaft leichtsinnig
Vorlage S. 101
157
Beschlossen, als die eur'.
Vorlage S. 102
158
OTTOKAR.
Vorlage S. 102
159
Erkläre dich.
Vorlage S. 102
160
JERONIMUS.
Vorlage S. 102
161
Ich denke, das Erklären ist an dir.
Vorlage S. 102
162
Ich habe hier in diesen Bänken wie
Vorlage S. 102
163
Ein Narr gestanden,
Vorlage S. 102
164
Dem ein Schwarzkünstler Faxen vormacht.
Vorlage S. 102
165
OTTOKAR.
Vorlage S. 102
166
Wie?
Vorlage S. 102
167
Du wüsstest nichts?
Vorlage S. 102
168
JERONIMUS.
Vorlage S. 102
169
Du hörst, ich sage dir,
Vorlage S. 102
170
Ich komm aus Warwand, wo Sylvester, den
Vorlage S. 102
171
Ihr einen Kindermörder scheltet,
Vorlage S. 102
172
Die Mücken klatscht, die um sein Mädchen summen.
Vorlage S. 102
173
OTTOKAR.
Vorlage S. 102
174
Ja so, das war es. – Allerdings, man weiß,
Vorlage S. 102
175
Du giltst dem Hause viel, sie haben dich
Vorlage S. 102
176
Stets ihren Freund genannt, so solltest du
Vorlage S. 102
177
Wohl unterrichtet sein von ihren Wegen.
Vorlage S. 102
178
Man spricht, du freitest um die Tochter – Nun,
Vorlage S. 102
179
Ich sah sie nie, doch des Gerüchtes Stimme
Vorlage S. 102
180
Rühmt ihre Schönheit! Wohl. So ist der Preis
Vorlage S. 102
181
Es wert. –
Vorlage S. 102
182
JERONIMUS.
Vorlage S. 102
183
Wie meinst du das?
Vorlage S. 102
184
OTTOKAR.
Vorlage S. 102
185
Ich meine, weil –
Vorlage S. 102
186
JERONIMUS.
Vorlage S. 102
187
Lass gut sein, kann es selbst mir übersetzen.
Vorlage S. 102
188
Du meinest, weil ein seltner Fisch sich zeigt
Vorlage S. 102
189
Der doch zum Unglück bloß vom Aas sich nährt,
Vorlage S. 102
190
So schlüg ich meine Ritterehre tot,
Vorlage S. 102
191
Und hing' die Leich an meiner Lüste Angel
Vorlage S. 102
192
Als Köder auf –
Vorlage S. 102
193
OTTOKAR.
Vorlage S. 102
194
Ja, gradheraus, Jerome!
Vorlage S. 102
195
Es gab uns Gott das seltne Glück, dass wir
Vorlage S. 102
196
Der Feinde Schar leichtfaßlich, unzweideutig,
Vorlage S. 102
197
Wie eine runde Zahl erkennen. Warwand,
Vorlage S. 102
198
In diesem Worte liegt's, wie Gift in einer Büchse;
Vorlage S. 102
199
Und weil's jetzt drängt, und eben nicht die Zeit,
Vorlage S. 102
200
Zu mäkeln, ein zweideutig Körnchen Saft
Vorlage S. 102
201
Mit Müh herauszuklauben, nun so machen
Vorlage S. 102
202
Wir's kurz, und sagen, du gehörst zu Warwand.
Vorlage S. 103
203
JERONIMUS.
Vorlage S. 103
204
Bei meinem Eid, da habt ihr recht. Niemals
Vorlage S. 103
205
War eine Wahl mir zwischen euch und ihnen;
Vorlage S. 103
206
Doch muss ich mich entscheiden, auf der Stelle
Vorlage S. 103
207
Tu ich's, wenn so die Sachen stehn. Ja sieh,
Vorlage S. 103
208
Ich spreng auf alle Schlösser im Gebirg,
Vorlage S. 103
209
Empöre jedes Herz, bewaffne, wo
Vorlage S. 103
210
Ich's finde, das Gefühl des Rechts, den frech
Vorlage S. 103
211
Verleumdeten zu rächen.
Vorlage S. 103
212
OTTOKAR.
Vorlage S. 103
213
Das Gefühl
Vorlage S. 103
214
Des Rechts! O du Falschmünzer der Gefühle!
Vorlage S. 103
215
Nicht einen wird ihr blanker Schein betrügen;
Vorlage S. 103
216
Am Klange werden sie es hören, an
Vorlage S. 103
217
Die Tür zur Warnung deine Worte nageln. –
Vorlage S. 103
218
Das Rechtgefühl! Als ob's ein andres noch
Vorlage S. 103
219
In einer andern Brust, als dieses, gäbe!
Vorlage S. 103
220
Denkst du, dass ich, wenn ich ihn schuldlos glaubte,
Vorlage S. 103
221
Nicht selbst dem eignen Vater gegenüber
Vorlage S. 103
222
Auf seine Seite treten würde? Nun,
Vorlage S. 103
223
Du Tor, wie könnt ich denn dies Schwert, dies gestern
Vorlage S. 103
224
Empfangne, dies der Rache auf sein Haupt
Vorlage S. 103
225
Geweihte, so mit Wollust tragen? – Doch
Vorlage S. 103
226
Nichts mehr davon, das kannst du nicht verstehn.
Vorlage S. 103
227
Zum Schlusse – wir, wir hätten, denk ich, nun
Vorlage S. 103
228
Einander wohl nichts mehr zu sagen?
Vorlage S. 103
229
JERONIMUS.
Vorlage S. 103
230
– Nein.
Vorlage S. 103
231
OTTOKAR.
Vorlage S. 103
232
Leb wohl!
Vorlage S. 103
233
JERONIMUS.
Vorlage S. 103
234
Ottokar!
Vorlage S. 103
235
Was meinst du? Sieh, du schlägst mir ins Gesicht,
Vorlage S. 103
236
Und ich, ich bitte dich mit mir zu reden –
Vorlage S. 103
237
Was meinst du, bin ich nicht ein Schurke?
Vorlage S. 103
238
OTTOKAR.
Vorlage S. 103
239
Willst
Vorlage S. 103
240
Du's wissen, stell dich nur an diesen Sarg.
Vorlage S. 103
241
Ottokar ab. Jeronimus kämpft mit sich, will ihm nach, erblickt dann den Kirchenvogt.
Vorlage S. 103
242
JERONIMUS.
Vorlage S. 104
243
He, Alter!
Vorlage S. 104
244
KIRCHENVOGT.
Vorlage S. 104
245
Herr!
Vorlage S. 104
246
JERONIMUS.
Vorlage S. 104
247
Du kennst mich?
Vorlage S. 104
248
KIRCHENVOGT.
Vorlage S. 104
249
Warst du schon
Vorlage S. 104
250
In dieser Kirche?
Vorlage S. 104
251
JERONIMUS.
Vorlage S. 104
252
Nein.
Vorlage S. 104
253
KIRCHENVOGT.
Vorlage S. 104
254
Ei, Herr, wie kann
Vorlage S. 104
255
Ein Kirchenvogt die Namen aller kennen,
Vorlage S. 104
256
Die außerhalb der Kirche?
Vorlage S. 104
257
JERONIMUS.
Vorlage S. 104
258
Du hast recht.
Vorlage S. 104
259
Ich bin auf Reisen, hab hier angesprochen,
Vorlage S. 104
260
Und finde alles voller Leid und Trauer.
Vorlage S. 104
261
Unglaublich dünkt's mich, was die Leute reden,
Vorlage S. 104
262
Es hab der Oheim dieses Kind erschlagen.
Vorlage S. 104
263
Du bist ein Mann doch, den man zu dem Pöbel
Vorlage S. 104
264
Nicht zählt, und der wohl hie und da ein Wort
Vorlage S. 104
265
Von höhrer Hand erhorchen mag. Nun, wenn's
Vorlage S. 104
266
Beliebt, so teil mir, was du wissen magst,
Vorlage S. 104
267
Fein ordentlich und nach der Reihe mit.
Vorlage S. 104
268
KIRCHENVOGT.
Vorlage S. 104
269
Seht, Herr, das tu ich gern. Seit alten Zeiten
Vorlage S. 104
270
Gibt's zwischen unsern beiden Grafenhäusern,
Vorlage S. 104
271
Von Rossitz und von Warwand einen Erbvertrag,
Vorlage S. 104
272
Kraft dessen nach dem gänzlichen Aussterben
Vorlage S. 104
273
Des einen Stamms, der gänzliche Besitztum
Vorlage S. 104
274
Desselben an den andern fallen sollte.
Vorlage S. 104
275
JERONIMUS.
Vorlage S. 104
276
Zur Sache, Alter! das gehört zur Sache nicht.
Vorlage S. 104
277
KIRCHENVOGT.
Vorlage S. 104
278
Ei, Herr, der Erbvertrag gehört zur Sache.
Vorlage S. 104
279
Denn das ist just als sagtest du, der Apfel
Vorlage S. 104
280
Gehöre nicht zum Sündenfall.
Vorlage S. 104
281
JERONIMUS.
Vorlage S. 104
282
Nun denn,
Vorlage S. 104
283
So sprich.
Vorlage S. 104
284
KIRCHENVOGT.
Vorlage S. 104
285
Ich sprech! Als unser jetz'ger Herr
Vorlage S. 104
286
An die Regierung treten sollte, ward
Vorlage S. 104
287
Er plötzlich krank. Er lag zwei Tage lang
Vorlage S. 104
288
In Ohnmacht; alles hielt ihn schon für tot,
Vorlage S. 104
289
Und Graf Sylvester griff als Erbe schon
Vorlage S. 104
290
Zur Hinterlassenschaft, als wiederum
Vorlage S. 104
291
Der gute Herr lebendig ward. Nun hätt
Vorlage S. 105
292
Der Tod in Warwand keine größre Trauer
Vorlage S. 105
293
Erwecken können, als die böse Nachricht.
Vorlage S. 105
294
JERONIMUS.
Vorlage S. 105
295
Wer hat dir das gesagt?
Vorlage S. 105
296
KIRCHENVOGT.
Vorlage S. 105
297
Herr, zwanzig Jahre sind's,
Vorlage S. 105
298
Kann's nicht beschwören mehr.
Vorlage S. 105
299
JERONIMUS.
Vorlage S. 105
300
Sprich weiter.
Vorlage S. 105
301
KIRCHENVOGT.
Vorlage S. 105
302
Herr,
Vorlage S. 105
303
Ich spreche weiter. Seit der Zeit hat der
Vorlage S. 105
304
Sylvester stets nach unsrer Grafschaft her
Vorlage S. 105
305
Geschielt, wie eine Katze nach dem Knochen,
Vorlage S. 105
306
An dem der Hund nagt.
Vorlage S. 105
307
JERONIMUS.
Vorlage S. 105
308
Tat er das!
Vorlage S. 105
309
KIRCHENVOGT.
Vorlage S. 105
310
Sooft
Vorlage S. 105
311
Ein Junker unserm Herrn geboren ward,
Vorlage S. 105
312
Soll er, spricht man, erblaßt sein.
Vorlage S. 105
313
JERONIMUS.
Vorlage S. 105
314
Wirklich?
Vorlage S. 105
315
KIRCHENVOGT.
Vorlage S. 105
316
Nun,
Vorlage S. 105
317
Weil alles Warten und Gedulden doch
Vorlage S. 105
318
Vergebens war, und die zwei Knaben wie
Vorlage S. 105
319
Die Pappeln blühten, nahm er kurz die Axt,
Vorlage S. 105
320
Und fällte vorderhand den einen hier,
Vorlage S. 105
321
Den jüngsten, von neun Jahren, der im Sarg.
Vorlage S. 105
322
JERONIMUS.
Vorlage S. 105
323
Nun das erzähl, wie ist das zugegangen?
Vorlage S. 105
324
KIRCHENVOGT.
Vorlage S. 105
325
Herr, ich erzähl's dir ja. Denk dir, du seist
Vorlage S. 105
326
Graf Rupert, unser Herr, und gingst an einem Abend
Vorlage S. 105
327
Spazieren, weit von Rossitz, ins Gebirg;
Vorlage S. 105
328
Nun denke dir, du fändest plötzlich dort
Vorlage S. 105
329
Dein Kind, erschlagen, neben ihm zwei Männer
Vorlage S. 105
330
Mit blut'gen Messern, Männer, sag ich dir
Vorlage S. 105
331
Aus Warwand. Wütend zögst du drauf das Schwert
Vorlage S. 105
332
Und machtst sie beide nieder.
Vorlage S. 105
333
JERONIMUS.
Vorlage S. 105
334
Tat Rupert das?
Vorlage S. 105
335
KIRCHENVOGT.
Vorlage S. 106
336
Der eine, Herr, blieb noch am Leben, und
Vorlage S. 106
337
Der hat's gestanden.
Vorlage S. 106
338
JERONIMUS.
Vorlage S. 106
339
Gestanden?
Vorlage S. 106
340
KIRCHENVOGT.
Vorlage S. 106
341
Ja, Herr, er hat's rein h'raus gestanden.
Vorlage S. 106
342
JERONIMUS.
Vorlage S. 106
343
Was
Vorlage S. 106
344
Hat er gestanden?
Vorlage S. 106
345
KIRCHENVOGT.
Vorlage S. 106
346
Dass sein Herr Sylvester
Vorlage S. 106
347
Zum Morde ihn gedungen und bezahlt.
Vorlage S. 106
348
JERONIMUS.
Vorlage S. 106
349
Hast du's gehört? Aus seinem Munde?
Vorlage S. 106
350
KIRCHENVOGT.
Vorlage S. 106
351
Herr,
Vorlage S. 106
352
Ich hab's gehört aus seinem Munde, und die ganze
Vorlage S. 106
353
Gemeinde.
Vorlage S. 106
354
JERONIMUS.
Vorlage S. 106
355
Höllisch ist's! – Erzähl's genau.
Vorlage S. 106
356
Sprich, wie gestand er's?
Vorlage S. 106
357
KIRCHENVOGT.
Vorlage S. 106
358
Auf der Folter.
Vorlage S. 106
359
JERONIMUS.
Vorlage S. 106
360
Auf
Vorlage S. 106
361
Der Folter? Sag mir seine Worte.
Vorlage S. 106
362
KIRCHENVOGT.
Vorlage S. 106
363
Herr,
Vorlage S. 106
364
Die hab ich nicht genau gehöret, außer eins.
Vorlage S. 106
365
Denn ein Getümmel war auf unserm Markte,
Vorlage S. 106
366
Wo er gefoltert ward, dass man sein Brüllen
Vorlage S. 106
367
Kaum hören konnte.
Vorlage S. 106
368
JERONIMUS.
Vorlage S. 106
369
Außer eins, sprachst du;
Vorlage S. 106
370
Nenn mir das eine Wort, das du gehört.
Vorlage S. 106
371
KIRCHENVOGT.
Vorlage S. 106
372
Das eine Wort, Herr, war: Sylvester.
Vorlage S. 106
373
JERONIMUS.
Vorlage S. 106
374
Sylvester! – – Nun, und was war's weiter?
Vorlage S. 106
375
KIRCHENVOGT.
Vorlage S. 106
376
Herr, weiter war es nichts. Denn bald darauf,
Vorlage S. 106
377
Als er's gestanden hatt, verblich er.
Vorlage S. 106
378
JERONIMUS.
Vorlage S. 106
379
So?
Vorlage S. 106
380
Und weiter weißt du nichts?
Vorlage S. 106
381
KIRCHENVOGT.
Vorlage S. 106
382
Herr nichts.
Vorlage S. 106
383
Jeronimus bleibt in Gedanken stehn.
Vorlage S. 106
384
EIN DIENER
Vorlage S. 106
385
tritt auf.
Vorlage S. 106
386
War nicht
Vorlage S. 106
387
Graf Rupert hier?
Vorlage S. 106
388
JERONIMUS.
Vorlage S. 107
389
Suchst du ihn? Ich geh mit dir.
Vorlage S. 107
390
Alle ab.
Vorlage S. 107
391
Ottokar und Johann treten von der andern Seite auf.
Vorlage S. 107
392
OTTOKAR.
Vorlage S. 107
393
Wie kamst du denn zu diesem Schleier? Er
Vorlage S. 107
394
Ist's, ist's wahrhaftig – Sprich – Und so in Tränen?
Vorlage S. 107
395
Warum denn so in Tränen? So erhitzt?
Vorlage S. 107
396
Hat dich die Mutter Gottes so begeistert,
Vorlage S. 107
397
Vor der du knietest?
Vorlage S. 107
398
JOHANN.
Vorlage S. 107
399
Gnäd'ger Herr – als ich
Vorlage S. 107
400
Vorbeiging an dem Bilde, riss es mich
Vorlage S. 107
401
Gewaltsam zu sich nieder. –
Vorlage S. 107
402
OTTOKAR.
Vorlage S. 107
403
Und der Schleier?
Vorlage S. 107
404
Wie kamst du denn zu diesem Schleier, sprich?
Vorlage S. 107
405
JOHANN.
Vorlage S. 107
406
Ich sag dir ja, ich fand ihn.
Vorlage S. 107
407
OTTOKAR.
Vorlage S. 107
408
Wo?
Vorlage S. 107
409
JOHANN.
Vorlage S. 107
410
Im Tale
Vorlage S. 107
411
Zum heil'gen Kreuz.
Vorlage S. 107
412
OTTOKAR.
Vorlage S. 107
413
Und kennst nicht die Person,
Vorlage S. 107
414
Die ihn verloren?
Vorlage S. 107
415
JOHANN.
Vorlage S. 107
416
– Nein.
Vorlage S. 107
417
OTTOKAR.
Vorlage S. 107
418
Gut. Es tut nichts.
Vorlage S. 107
419
Ist einerlei. – Und weil er dir nichts nützet,
Vorlage S. 107
420
Nimm diesen Ring, und lass den Schleier mir.
Vorlage S. 107
421
JOHANN.
Vorlage S. 107
422
Den Schleier – ? Gnäd'ger Herr, was denkst du? Soll
Vorlage S. 107
423
Ich das Gefundene an dich verhandeln?
Vorlage S. 107
424
OTTOKAR.
Vorlage S. 107
425
Nun, wie du willst. Ich war dir immer gut,
Vorlage S. 107
426
Und will's dir schon so lohnen, wie du's wünschest.
Vorlage S. 107
427
Er küßt ihn, und will gehen.
Vorlage S. 107
428
JOHANN.
Vorlage S. 107
429
Mein bester Herr – O nicht – o nimm mir alles,
Vorlage S. 107
430
Mein Leben, wenn du willst. –
Vorlage S. 107
431
OTTOKAR.
Vorlage S. 107
432
Du bist ja seltsam.
Vorlage S. 107
433
JOHANN.
Vorlage S. 107
434
Du nähmst das Leben mir mit diesem Schleier.
Vorlage S. 107
435
Denn einer heiligen Reliquie gleich
Vorlage S. 107
436
Bewahrt er mir das Angedenken an
Vorlage S. 107
437
Den Augenblick, wo segensreich, heilbringend,
Vorlage S. 107
438
Ein Gott ins Leben mich, ins ew'ge führte.
Vorlage S. 108
439
OTTOKAR.
Vorlage S. 108
440
Wahrhaftig? – Also fandst du ihn wohl nicht?
Vorlage S. 108
441
Er ward dir wohl geschenkt? Ward er? Nun sprich.
Vorlage S. 108
442
JOHANN.
Vorlage S. 108
443
Fünf Wochen sind's – nein, morgen sind's fünf Wochen,
Vorlage S. 108
444
Als sein gesamt berittnes Jagdgefolge
Vorlage S. 108
445
Dein Vater in die Forsten führte. Gleich
Vorlage S. 108
446
Vom Platz, wie ein gekrümmtes Fischbein, flog
Vorlage S. 108
447
Das ganze Roßgewimmel ab ins Feld.
Vorlage S. 108
448
Mein Pferd, ein ungebändigt tückisches,
Vorlage S. 108
449
Von Hörnerklang, und Peitschenschall, und Hund-
Vorlage S. 108
450
Geklaff verwildert, eilt ein eilendes
Vorlage S. 108
451
Vorüber nach dem andern, streckt das Haupt
Vorlage S. 108
452
Vor deines Vaters Roß schon an der Spitze –
Vorlage S. 108
453
Gewaltig drück ich in die Zügel; doch,
Vorlage S. 108
454
Als hätt's ein Sporn getroffen, nun erst greift
Vorlage S. 108
455
Es aus, und aus dem Zuge, wie der Pfeil
Vorlage S. 108
456
Aus seinem Bogen, fliegt's dahin – Rechts um
Vorlage S. 108
457
In einer Wildbahn reiß ich es, bergan;
Vorlage S. 108
458
Und weil ich meinen Blicken auf dem Fuß
Vorlage S. 108
459
Muss folgen, eh ich, was ich sehe, wahr
Vorlage S. 108
460
Kann nehmen, stürz ich, Roß und Reiter, schon
Vorlage S. 108
461
Hinab in einen Strom. –
Vorlage S. 108
462
OTTOKAR.
Vorlage S. 108
463
Nun, Gott sei Dank,
Vorlage S. 108
464
Dass ich auf trocknem Land dich vor mir sehe.
Vorlage S. 108
465
Wer rettete dich denn?
Vorlage S. 108
466
JOHANN.
Vorlage S. 108
467
Wer, fragst du? Ach,
Vorlage S. 108
468
Dass ich mit einem Wort es nennen soll!
Vorlage S. 108
469
– Ich kann's dir nicht so sagen, wie ich's meine,
Vorlage S. 108
470
Es war ein nackend Mädchen.
Vorlage S. 108
471
OTTOKAR.
Vorlage S. 108
472
Wie? Nackend?
Vorlage S. 108
473
JOHANN.
Vorlage S. 108
474
Strahlenrein, wie eine Göttin
Vorlage S. 108
475
Hervorgeht aus dem Bade. Zwar ich sah
Vorlage S. 108
476
Sie fliehend nur in ihrer Schöne – Denn
Vorlage S. 108
477
Als mir das Licht der Augen wiederkehrte,
Vorlage S. 108
478
Verhüllte sie sich. –
Vorlage S. 109
479
OTTOKAR.
Vorlage S. 109
480
Nun?
Vorlage S. 109
481
JOHANN.
Vorlage S. 109
482
Ach, doch ein Engel
Vorlage S. 109
483
Schien sie, als sie verhüllt nun zu mir trat;
Vorlage S. 109
484
Denn das Geschäft der Engel tat sie, hob
Vorlage S. 109
485
Zuerst mich Hingesunknen – löste dann
Vorlage S. 109
486
Von Haupt und Nacken schnell den Schleier, mir
Vorlage S. 109
487
Das Blut, das strömende, zu stillen.
Vorlage S. 109
488
OTTOKAR.
Vorlage S. 109
489
O!
Vorlage S. 109
490
Du Glücklicher!
Vorlage S. 109
491
JOHANN.
Vorlage S. 109
492
Still saß ich, rührte nicht ein Glied,
Vorlage S. 109
493
Wie eine Taub in Kindeshand.
Vorlage S. 109
494
OTTOKAR.
Vorlage S. 109
495
Und sprach sie nicht?
Vorlage S. 109
496
JOHANN.
Vorlage S. 109
497
Mit Tönen wie aus Glocken – fragte, stets
Vorlage S. 109
498
Geschäftig, wer ich sei? woher ich komme?
Vorlage S. 109
499
– Erschrak dann lebhaft, als sie hört', ich sei
Vorlage S. 109
500
Aus Rossitz.
Vorlage S. 109
501
OTTOKAR.
Vorlage S. 109
502
Wie? Warum denn das?
Vorlage S. 109
503
JOHANN.
Vorlage S. 109
504
Gott weiß.
Vorlage S. 109
505
Doch hastig fördernd das Geschäft, ließ sie
Vorlage S. 109
506
Den Schleier mir, und schwand.
Vorlage S. 109
507
OTTOKAR.
Vorlage S. 109
508
Und sagte sie
Vorlage S. 109
509
Dir ihren Namen nicht?
Vorlage S. 109
510
JOHANN.
Vorlage S. 109
511
Dazu war sie
Vorlage S. 109
512
Durch Bitten nicht, nicht durch Beschwören zu
Vorlage S. 109
513
Bewegen.
Vorlage S. 109
514
OTTOKAR.
Vorlage S. 109
515
Nein, das tut sie nicht.
Vorlage S. 109
516
JOHANN.
Vorlage S. 109
517
Wie? kennst
Vorlage S. 109
518
Du sie?
Vorlage S. 109
519
OTTOKAR.
Vorlage S. 109
520
Ob ich sie kenne? Glaubst du Tor,
Vorlage S. 109
521
Die Sonne scheine dir allein?
Vorlage S. 109
522
JOHANN.
Vorlage S. 109
523
Wie meinst
Vorlage S. 109
524
Du das – ? Und kennst auch ihren Namen?
Vorlage S. 109
525
OTTOKAR.
Vorlage S. 109
526
Nein,
Vorlage S. 109
527
Beruh'ge dich. Den sagt sie mir sowenig
Vorlage S. 109
528
Wie dir, und droht mit ihrem Zorne, wenn
Vorlage S. 109
529
Wir unbescheiden ihn erforschen sollten.
Vorlage S. 110
530
Drum lass uns tun, wie sie es will. Es sollen
Vorlage S. 110
531
Geheimnisse der Engel Menschen nicht
Vorlage S. 110
532
Ergründen. Lass – ja lass uns lieber, wie
Vorlage S. 110
533
Wir es mit Engeln tun, sie taufen. Möge
Vorlage S. 110
534
Die Ähnliche der Mutter Gottes auch
Vorlage S. 110
535
Maria heißen – uns nur, du verstehst;
Vorlage S. 110
536
Und nennst du im Gespräch mir diesen Namen,
Vorlage S. 110
537
So weiß ich, wen du meinst. Ich habe lange
Vorlage S. 110
538
Mir einen solchen Freund gewünscht. Es sind
Vorlage S. 110
539
So wenig Seelen in dem Hause, die
Vorlage S. 110
540
Wie deine, zartbesaitet,
Vorlage S. 110
541
Vom Atem tönen.
Vorlage S. 110
542
Und weil uns nun der Schwur der Rache fort
Vorlage S. 110
543
Ins wilde Kriegsgetümmel treibt, so lass
Vorlage S. 110
544
Uns brüderlich zusammenhalten; kämpfe
Vorlage S. 110
545
Du stets an meiner Seite.
Vorlage S. 110
546
JOHANN.
Vorlage S. 110
547
– Gegen wen?
Vorlage S. 110
548
OTTOKAR.
Vorlage S. 110
549
Das fragst du hier an dieser Leiche? Gegen
Vorlage S. 110
550
Sylvesters frevelhaftes Haus.
Vorlage S. 110
551
JOHANN.
Vorlage S. 110
552
O Gott,
Vorlage S. 110
553
Lass ihn die Engellästrung nicht entgelten!
Vorlage S. 110
554
OTTOKAR.
Vorlage S. 110
555
Was? Bist du rasend?
Vorlage S. 110
556
JOHANN.
Vorlage S. 110
557
Ottokar – Ich muss
Vorlage S. 110
558
Ein schreckliches Bekenntnis dir vollenden –
Vorlage S. 110
559
Es muss heraus aus dieser Brust – denn gleich
Vorlage S. 110
560
Den Geistern ohne Rast und Ruhe, die
Vorlage S. 110
561
Kein Sarg, kein Riegel, kein Gewölbe bändigt,
Vorlage S. 110
562
So mein Geheimnis. –
Vorlage S. 110
563
OTTOKAR.
Vorlage S. 110
564
Du erschreckst mich, rede!
Vorlage S. 110
565
JOHANN.
Vorlage S. 110
566
Nur dir, nur dir darf ich's vertraun – Denn hier
Vorlage S. 110
567
Auf dieser Burg – mir kommt es vor, ich sei
Vorlage S. 110
568
In einem Götzentempel, sei, ein Christ,
Vorlage S. 110
569
Umringt von Wilden, die mit gräßlichen
Vorlage S. 110
570
Gebärden mich, den Haaresträubenden,
Vorlage S. 110
571
Zu ihrem blut'gen Fratzenbilde reißen –
Vorlage S. 110
572
– Du hast ein menschliches Gesicht, zu dir,
Vorlage S. 111
573
Wie zu dem Weißen unter Mohren, wende
Vorlage S. 111
574
Ich mich – Denn niemand, bei Gefahr des Lebens,
Vorlage S. 111
575
Darf außer dir des Gottes Namen wissen,
Vorlage S. 111
576
Der mich entzückt. –
Vorlage S. 111
577
OTTOKAR.
Vorlage S. 111
578
O Gott! – Doch meine Ahndung?
Vorlage S. 111
579
JOHANN.
Vorlage S. 111
580
Sie ist es.
Vorlage S. 111
581
OTTOKAR
Vorlage S. 111
Porträt von Kleist, Heinrich von; Kontextbild zur Autorin oder zum Autor, keine Szene aus dem Buch.
Kontextbild zum Werk. Porträt · Kleist, Heinrich von · Anton Graff · Public domain Bildquelle ↗
582
erschrocken.
Vorlage S. 111
583
Wer?
Vorlage S. 111
584
JOHANN.
Vorlage S. 111
585
Du hast's geahndet.
Vorlage S. 111
586
OTTOKAR.
Vorlage S. 111
587
Was
Vorlage S. 111
588
Hab ich geahndet? Sagt ich denn ein Wort?
Vorlage S. 111
589
Kann ein Vermuten denn nicht trügen? Mienen
Vorlage S. 111
590
Sind schlechte Rätsel, die auf vieles passen,
Vorlage S. 111
591
Und übereilt hast du die Auflösung.
Vorlage S. 111
592
Nicht wahr, das Mädchen, dessen Schleier hier,
Vorlage S. 111
593
Ist Agnes nicht, nicht Agnes Schroffenstein?
Vorlage S. 111
594
JOHANN.
Vorlage S. 111
595
Ich sag dir ja, sie ist es.
Vorlage S. 111
596
OTTOKAR.
Vorlage S. 111
597
O mein Gott!
Vorlage S. 111
598
JOHANN.
Vorlage S. 111
599
Als sie auf den Bericht, ich sei aus Rossitz,
Vorlage S. 111
600
Schnell fortging, folgt ich ihr von weitem
Vorlage S. 111
601
Bis Warwand fast, wo mir's ein Mann nicht einmal,
Vorlage S. 111
602
Nein zehenmal bekräftigte.
Vorlage S. 111
603
OTTOKAR.
Vorlage S. 111
604
O lass
Vorlage S. 111
605
An deiner Brust mich ruhn, mein lieber Freund.
Vorlage S. 111
606
Er lehnt sich auf Johannes Schulter.
Vorlage S. 111
607
Jeronimus tritt auf.
Vorlage S. 111
608
JERONIMUS.
Vorlage S. 111
609
Ich soll
Vorlage S. 111
610
Mich sinngeändert vor dir zeigen, soll
Vorlage S. 111
611
Die schlechte Meinung dir benehmen, dir,
Vorlage S. 111
612
Wenn's möglich, eine beßre abgewinnen,
Vorlage S. 111
613
– Gott weiß, das ist ein peinliches Geschäft.
Vorlage S. 111
614
Lass gut sein, Ottokar. Du kannst mir's glauben,
Vorlage S. 111
615
Ich wusste nichts von allem, was geschehn.
Vorlage S. 111
616
Pause; da Ottokar nicht aufsieht.
Vorlage S. 111
617
Wenn du's nicht glaubst, ei nun, so lass es bleiben.
Vorlage S. 111
618
Ich hab nicht Lust mich vor dir weiß zu brennen.
Vorlage S. 111
619
Kannst du's verschmerzen, so mich zu verkennen,
Vorlage S. 112
620
Bei Gott so kann ich das verschmerzen.
Vorlage S. 112
621
OTTOKAR
Vorlage S. 112
622
zerstreut.
Vorlage S. 112
623
Wie sagst du, Jeronimus?
Vorlage S. 112
624
JERONIMUS.
Vorlage S. 112
625
Ich weiß, was dich so zäh macht in dem Argwohn.
Vorlage S. 112
626
's ist wahr, und niemals werd ich's leugnen, ja,
Vorlage S. 112
627
Ich hatt das Mädel mir zum Weib erkoren.
Vorlage S. 112
628
Doch eh ich je mit Mördern mich verschwägre,
Vorlage S. 112
629
Zerbreche mir die Henkershand das Wappen.
Vorlage S. 112
630
OTTOKAR
Vorlage S. 112
631
fällt Jeronimus plötzlich um den Hals.
Vorlage S. 112
632
JERONIMUS.
Vorlage S. 112
633
Was ist dir, Ottokar? Was hat so plötzlich
Vorlage S. 112
634
Dich und so tief bewegt?
Vorlage S. 112
635
OTTOKAR.
Vorlage S. 112
636
Gib deine Hand,
Vorlage S. 112
637
Verziehn sei alles.
Vorlage S. 112
638
JERONIMUS.
Vorlage S. 112
639
– Tränen? Warum Tränen?
Vorlage S. 112
640
OTTOKAR.
Vorlage S. 112
641
Lass mich, ich muss hinaus ins Freie.
Vorlage S. 112
642
Ottokar schnell ab; die andern folgen.
Vorlage S. 112
643
Zweite Szene
Vorlage S. 112
644
Warwand. Ein Zimmer im Schlosse.
Vorlage S. 112
645
Agnes führt Sylvius in einen Sessel.
Vorlage S. 112
646
SYLVIUS.
Vorlage S. 112
647
Agnes, wo ist Philipp?
Vorlage S. 112
648
AGNES.
Vorlage S. 112
649
Du lieber Gott, ich sag's dir alle Tage,
Vorlage S. 112
650
Und schrieb's dir auf ein Blatt, wärst du nicht blind.
Vorlage S. 112
651
Komm her, ich schreib's dir in die Hand.
Vorlage S. 112
652
SYLVIUS.
Vorlage S. 112
653
Hilft das?
Vorlage S. 112
654
AGNES.
Vorlage S. 112
655
Es hilft, glaub mir's.
Vorlage S. 112
656
SYLVIUS.
Vorlage S. 112
657
Ach, es hilft nicht.
Vorlage S. 112
658
AGNES.
Vorlage S. 112
659
Ich meine,
Vorlage S. 112
660
Vor dem Vergessen.
Vorlage S. 112
661
SYLVIUS.
Vorlage S. 112
662
Ich, vor dem Erinnern.
Vorlage S. 112
663
AGNES.
Vorlage S. 112
664
Guter Vater.
Vorlage S. 112
665
SYLVIUS.
Vorlage S. 112
666
Liebe Agnes.
Vorlage S. 112
667
AGNES.
Vorlage S. 113
668
Fühl mir einmal die Wange an.
Vorlage S. 113
669
SYLVIUS.
Vorlage S. 113
670
Du weinst?
Vorlage S. 113
671
AGNES.
Vorlage S. 113
672
Ich weiß es wohl, dass mich der Pater schilt,
Vorlage S. 113
673
Doch glaub ich, er versteht es nicht. Denn sieh,
Vorlage S. 113
674
Wie ich muss lachen, eh ich will, wenn einer
Vorlage S. 113
675
Sich lächerlich bezeigt, so muss ich weinen,
Vorlage S. 113
676
Wenn einer stirbt.
Vorlage S. 113
677
SYLVIUS.
Vorlage S. 113
678
Warum denn, meint der Pater,
Vorlage S. 113
679
Sollst du nicht weinen?
Vorlage S. 113
680
AGNES.
Vorlage S. 113
681
Ihm sei wohl, sagt er.
Vorlage S. 113
682
SYLVIUS.
Vorlage S. 113
683
Glaubst du's?
Vorlage S. 113
684
AGNES.
Vorlage S. 113
685
Der Pater freilich soll's verstehn,
Vorlage S. 113
686
Doch glaub ich fast, er sagt's nicht, wie er's denkt.
Vorlage S. 113
687
Denn hier war Philipp gern, wie sollt er nicht?
Vorlage S. 113
688
Wir liebten ihn, es war bei uns ihm wohl;
Vorlage S. 113
689
Nun haben sie ihn in das Grab gelegt –
Vorlage S. 113
690
Ach, es ist gräßlich. – Zwar der Pater sagt,
Vorlage S. 113
691
Er sei nicht in dem Grabe. – Nein, dass ich's
Vorlage S. 113
692
Recht sag, er sei zwar in dem Grabe – Ach,
Vorlage S. 113
693
Ich kann's dir nicht so wiederbeichten. Kurz,
Vorlage S. 113
694
Ich seh es, wo er ist, am Hügel. Denn
Vorlage S. 113
695
Woher, der Hügel?
Vorlage S. 113
696
SYLVIUS.
Vorlage S. 113
697
Wahr! Sehr wahr!
Vorlage S. 113
698
– Agnes, der Pater hat doch recht. Ich glaub's
Vorlage S. 113
699
Mit Zuversicht.
Vorlage S. 113
700
AGNES.
Vorlage S. 113
701
Mit Zuversicht? Das ist
Vorlage S. 113
702
Doch seltsam. Ja, da möcht es freilich doch
Vorlage S. 113
703
Wohl anders sein, wohl anders. Denn woher
Vorlage S. 113
704
Die Zuversicht?
Vorlage S. 113
705
SYLVIUS.
Vorlage S. 113
706
Wie willst du's halten, Agnes?
Vorlage S. 113
707
AGNES.
Vorlage S. 113
708
Wie meinst du das?
Vorlage S. 113
709
SYLVIUS.
Vorlage S. 113
710
Ich meine, wie du's gläubest?
Vorlage S. 113
711
AGNES.
Vorlage S. 113
712
Ich will's erst lernen, Vater.
Vorlage S. 113
713
SYLVIUS.
Vorlage S. 113
714
Wie? Du bist
Vorlage S. 113
715
Nicht eingesegnet? Sprich, wie alt denn bist du?
Vorlage S. 113
716
AGNES.
Vorlage S. 113
717
Bald funfzehn.
Vorlage S. 113
718
SYLVIUS.
Vorlage S. 114
719
Sieh, da könnte ja ein Ritter
Vorlage S. 114
720
Bereits dich vor den Altar führen.
Vorlage S. 114
721
AGNES.
Vorlage S. 114
722
Meinst du?
Vorlage S. 114
723
SYLVIUS.
Vorlage S. 114
724
Das möchtest du doch wohl?
Vorlage S. 114
725
AGNES.
Vorlage S. 114
726
Das sag ich nicht.
Vorlage S. 114
727
SYLVIUS.
Vorlage S. 114
728
Kannst auch die Antwort sparen. Sag's der Mutter,
Vorlage S. 114
729
Sie soll den Beicht'ger zu dir schicken.
Vorlage S. 114
730
AGNES.
Vorlage S. 114
731
Horch!
Vorlage S. 114
732
Da kommt die Mutter.
Vorlage S. 114
733
SYLVIUS.
Vorlage S. 114
734
Sag's ihr gleich.
Vorlage S. 114
735
AGNES.
Vorlage S. 114
736
Nein, lieber
Vorlage S. 114
737
Sag du es ihr, sie möchte ungleich von
Vorlage S. 114
738
Mir denken.
Vorlage S. 114
739
SYLVIUS.
Vorlage S. 114
740
Agnes, führe meine Hand
Vorlage S. 114
741
Zu deiner Wange.
Vorlage S. 114
742
AGNES
Vorlage S. 114
743
ausweichend.
Vorlage S. 114
744
Was soll das?
Vorlage S. 114
745
Gertrude tritt auf.
Vorlage S. 114
746
SYLVIUS.
Vorlage S. 114
747
Gertrude, hier das Mädel klagt dich an,
Vorlage S. 114
748
Es rechne ihr das Herz das Alter vor,
Vorlage S. 114
749
Ihr blühend Leben sei der Reife nah
Vorlage S. 114
750
Und knüpft' ihn einer nur, so würde, meint sie,
Vorlage S. 114
751
Ihr üppig Haupthaar einen Brautkranz fesseln –
Vorlage S. 114
752
Du aber hättst ihr noch die Einsegnung,
Vorlage S. 114
753
Den Ritterschlag der Weiber, vorenthalten.
Vorlage S. 114
754
GERTRUDE.
Vorlage S. 114
755
Hat dir Jerome das gelehrt?
Vorlage S. 114
756
SYLVIUS.
Vorlage S. 114
757
Gertrude,
Vorlage S. 114
758
Sprich, ist sie rot?
Vorlage S. 114
759
GERTRUDE.
Vorlage S. 114
760
Ei nun, ich will's dem Vater sagen.
Vorlage S. 114
761
Gedulde dich bis morgen, willst du das?
Vorlage S. 114
762
Agnes küßt die Hand ihrer Mutter.
Vorlage S. 114
763
Hier, Agnes, ist die Schachtel mit dem Spielzeug.
Vorlage S. 114
764
Was wolltest du damit?
Vorlage S. 114
765
AGNES.
Vorlage S. 114
766
Den Gärtnerkindern,
Vorlage S. 114
767
Den hinterlaßnen Freunden Philipps schenk
Vorlage S. 114
768
Ich sie.
Vorlage S. 114
769
SYLVIUS.
Vorlage S. 115
770
Die Reuter Philipps? Gib sie her.
Vorlage S. 115
771
Er macht die Schachtel auf.
Vorlage S. 115
772
Sieh, wenn ich diese Puppen halt, ist mir's,
Vorlage S. 115
773
Als säße Philipp an dem Tisch. Denn hier
Vorlage S. 115
774
Stellt' er sie auf, und führte Krieg, und sagte
Vorlage S. 115
775
Mir an, wie's abgelaufen.
Vorlage S. 115
776
AGNES.
Vorlage S. 115
777
Diese Reuter,
Vorlage S. 115
778
Sprach er, sind wir, und dieses Fußvolk ist
Vorlage S. 115
779
Aus Rossitz.
Vorlage S. 115
780
SYLVIUS.
Vorlage S. 115
781
Nein, du sagst nicht recht. Das Fußvolk
Vorlage S. 115
782
War nicht aus Rossitz, sondern war der Feind.
Vorlage S. 115
783
AGNES.
Vorlage S. 115
784
Ganz recht, so mein ich es, der Feind aus Rossitz.
Vorlage S. 115
785
SYLVIUS.
Vorlage S. 115
786
Ei nicht doch, Agnes, nicht doch. Denn wer sagt dir,
Vorlage S. 115
787
Dass die aus Rossitz unsre Feinde sind?
Vorlage S. 115
788
AGNES.
Vorlage S. 115
789
Was weiß ich. Alle sagen's.
Vorlage S. 115
790
SYLVIUS.
Vorlage S. 115
791
Sag's nicht nach.
Vorlage S. 115
792
Sie sind uns ja die nahverwandten Freunde.
Vorlage S. 115
793
AGNES.
Vorlage S. 115
794
Wie du nur sprichst! Sie haben dir den Enkel,
Vorlage S. 115
795
Den Bruder mir vergiftet, und das sollen
Vorlage S. 115
796
Nicht Feinde sein!
Vorlage S. 115
797
SYLVIUS.
Vorlage S. 115
798
Vergiftet! Unsern Philipp!
Vorlage S. 115
799
GERTRUDE.
Vorlage S. 115
800
Ei Agnes, immer trägt die Jugend das Geheimnis
Vorlage S. 115
801
Im Herzen, wie den Vogel in der Hand.
Vorlage S. 115
802
AGNES.
Vorlage S. 115
803
Geheimnis! Allen Kindern in dem Schlosse
Vorlage S. 115
804
Ist es bekannt! Hast du, du selber es
Vorlage S. 115
805
Nicht öffentlich gesagt?
Vorlage S. 115
806
GERTRUDE.
Vorlage S. 115
807
Gesagt? Und öffentlich?
Vorlage S. 115
808
Was hätt ich öffentlich gesagt? Dir hab
Vorlage S. 115
809
Ich heimlich anvertraut, es könnte sein,
Vorlage S. 115
810
Wär möglich, hab den Anschein fast –
Vorlage S. 115
811
SYLVIUS.
Vorlage S. 115
812
Gertrude,
Vorlage S. 115
813
Du tust nicht gut daran, dass du das sagst.
Vorlage S. 115
814
GERTRUDE.
Vorlage S. 115
815
Du hörst ja, ich behaupte nichts, will keinen
Vorlage S. 115
816
Der Tat beschuld'gen, will von allem schweigen.
Vorlage S. 115
817
SYLVIUS.
Vorlage S. 115
818
Der Möglichkeit doch schuldigst du sie an.
Vorlage S. 115
819
GERTRUDE.
Vorlage S. 115
820
Nun, das soll keiner mir bestreiten. – Denn
Vorlage S. 115
821
So schnell dahinzusterben, heute noch
Vorlage S. 115
822
In Lebensfülle, in dem Sarge morgen.
Vorlage S. 116
823
– Warum denn hätten sie vor sieben Jahren,
Vorlage S. 116
824
Als mir die Tochter starb, sich nicht erkundigt?
Vorlage S. 116
825
War das ein Eifer nicht! Die Nachricht bloß
Vorlage S. 116
826
Der Krankheit konnte kaum in Rossitz sein,
Vorlage S. 116
827
Da flog ein Bote schon herüber, fragte
Vorlage S. 116
828
Mit wildverstörter Hast im Hause, ob
Vorlage S. 116
829
Der Junker krank sei? – Freilich wohl man weiß,
Vorlage S. 116
830
Was so besorgt sie macht', der Erbvertrag,
Vorlage S. 116
831
Den wir schon immer, sie nie lösen wollten.
Vorlage S. 116
832
Und nun die bösen Flecken noch am Leibe,
Vorlage S. 116
833
Der schnelle Übergang in Fäulnis – Still!
Vorlage S. 116
834
Doch still! Der Vater kommt. Er hat mir's streng
Vorlage S. 116
835
Verboten, von dem Gegenstand zu reden.
Vorlage S. 116
836
Sylvester und der Gärtner treten auf.
Vorlage S. 116
837
SYLVESTER.
Vorlage S. 116
838
Kann dir nicht helfen, Meister Hans. Geb zu,
Vorlage S. 116
839
Dass deine Rüben süß wie Zucker sind. –
Vorlage S. 116
840
GÄRTNER.
Vorlage S. 116
841
Wie Feigen, Herr.
Vorlage S. 116
842
SYLVESTER.
Vorlage S. 116
843
Hilft nichts. Reiß aus, reiß aus –
Vorlage S. 116
844
GÄRTNER.
Vorlage S. 116
845
Ein Gärtner, Herr, bepflanzt zehn Felder lieber
Vorlage S. 116
846
Mit Buchsbaum, eh er einen Kohlstrunk ausreißt.
Vorlage S. 116
847
SYLVESTER.
Vorlage S. 116
848
Du bist ein Narr. Ausreißen ist ein froh Geschäft,
Vorlage S. 116
849
Geschieht's um etwas Besseres zu pflanzen.
Vorlage S. 116
850
Denk dir das junge Volk von Bäumen, die,
Vorlage S. 116
851
Wenn wir vorbeigehn, wie die Kinder tanzen,
Vorlage S. 116
852
Und uns mit ihren Blütenaugen ansehn.
Vorlage S. 116
853
Es wird dich freuen, Hans, du kannst's mir glauben.
Vorlage S. 116
854
Du wirst sie hegen, pflegen, wirst sie wie
Vorlage S. 116
855
Milchbrüder deiner Kinder lieben, die
Vorlage S. 116
856
Mit ihnen Leben ziehn aus deinem Fleiße.
Vorlage S. 116
857
Zusammen wachsen wirst du sie, zusammen
Vorlage S. 116
858
Sie blühen sehn, und wenn dein Mädel dir
Vorlage S. 116
859
Den ersten Enkel bringt, gib acht, so füllen
Vorlage S. 116
860
Zum Brechen unsre Speicher sich mit Obst.
Vorlage S. 116
861
GÄRTNER.
Vorlage S. 117
862
Herr, werden wir's erleben?
Vorlage S. 117
863
SYLVESTER.
Vorlage S. 117
864
Ei, wenn nicht wir,
Vorlage S. 117
865
Doch unsre Kinder.
Vorlage S. 117
866
GÄRTNER.
Vorlage S. 117
867
Deine Kinder? Herr,
Vorlage S. 117
868
Ich möchte lieber eine Eichenpflanzung
Vorlage S. 117
869
Großziehen, als dein Fräulein.
Vorlage S. 117
870
SYLVESTER.
Vorlage S. 117
871
Wie meinst du das?
Vorlage S. 117
872
GÄRTNER.
Vorlage S. 117
873
Denn wenn sie der Nordostwind nur nicht stürzt,
Vorlage S. 117
874
So sollt mir mit dem Beile keiner nahn,
Vorlage S. 117
875
Wie Junker Philipp'n.
Vorlage S. 117
876
SYLVESTER.
Vorlage S. 117
877
Schweig! Ich kann das alberne
Vorlage S. 117
878
Geschwätz im Haus nicht leiden.
Vorlage S. 117
879
GÄRTNER.
Vorlage S. 117
880
Nun, ich pflanz
Vorlage S. 117
881
Die Bäume. Aber eßt Ihr nicht die Früchte,
Vorlage S. 117
882
Der Teufel hol mich, schick ich sie nach Rossitz.
Vorlage S. 117
883
Gärtner ab; Agnes verbirgt ihr Gesicht an der Brust ihrer Mutter.
Vorlage S. 117
884
SYLVESTER.
Vorlage S. 117
885
Was ist das? Ich erstaune – O daran ist,
Vorlage S. 117
886
Beim Himmel! niemand schuld als du, Gertrude!
Vorlage S. 117
887
Das Mißtraun ist die schwarze Sucht der Seele,
Vorlage S. 117
888
Und alles, auch das Schuldlos-Reine, zieht
Vorlage S. 117
889
Fürs kranke Aug die Tracht der Hölle an.
Vorlage S. 117
890
Das Nichtsbedeutende, Gemeine, ganz
Vorlage S. 117
891
Alltägliche, spitzfündig, wie zerstreute
Vorlage S. 117
892
Zwirnfäden, wird's zu einem Bild geknüpft,
Vorlage S. 117
893
Das uns mit gräßlichen Gestalten schreckt.
Vorlage S. 117
894
Gertrude, o das ist sehr schlimm. –
Vorlage S. 117
895
GERTRUDE.
Vorlage S. 117
896
Mein teurer
Vorlage S. 117
897
Gemahl! –
Vorlage S. 117
898
SYLVESTER.
Vorlage S. 117
899
Hättst du nicht wenigstens das Licht,
Vorlage S. 117
900
Das, wie du vorgibst, dir gezündet ward,
Vorlage S. 117
901
Verbergen in dem Busen, einen so
Vorlage S. 117
902
Zweideut'gen Strahl nicht fallen lassen sollen
Vorlage S. 117
903
Auf diesen Tag, den, hätt er, was du sagst
Vorlage S. 117
904
Gesehn, ein mitternächtlich Dunkel ewig,
Vorlage S. 118
905
Wie den Karfreitag, decken müsste.
Vorlage S. 118
906
GERTRUDE.
Vorlage S. 118
907
Höre
Vorlage S. 118
908
Mich an. –
Vorlage S. 118
909
SYLVESTER.
Vorlage S. 118
910
Dem Pöbel, diesem Starmatz – diesem
Vorlage S. 118
911
Hohlspiegel des Gerüchtes – diesem Käfer
Vorlage S. 118
912
Die Kohle vorzuwerfen, die er spielend
Vorlage S. 118
913
Aufs Dach des Nachbars trägt –
Vorlage S. 118
914
GERTRUDE.
Vorlage S. 118
915
Ihm vorgeworfen?
Vorlage S. 118
916
O mein Gemahl, die Sache lag so klar
Vorlage S. 118
917
Vor aller Menschen Augen, dass ein jeder,
Vorlage S. 118
918
Noch eh man es verbergen konnte, schon
Vorlage S. 118
919
Von selbst das Rechte griff.
Vorlage S. 118
920
SYLVESTER.
Vorlage S. 118
921
Was meinst du? Wenn
Vorlage S. 118
922
Vor achtzehn Jahren, als du schnell nach Rossitz
Vorlage S. 118
923
Zu deiner Schwester eiltest, bei der ersten
Vorlage S. 118
924
Geburt ihr beizustehn, die Schwester nun,
Vorlage S. 118
925
Als sie den neugebornen Knaben tot
Vorlage S. 118
926
Erblickte, dich beschuldigt hätte, du,
Vorlage S. 118
927
Du hättest – du verstehst mich – heimlich ihm,
Vorlage S. 118
928
Verstohlen, während du ihn herztest, küsstest,
Vorlage S. 118
929
Den Mund verstopft, das Hirn ihm eingedrückt –
Vorlage S. 118
930
GERTRUDE.
Vorlage S. 118
931
O Gott, mein Gott, ich will ja nichts mehr sagen,
Vorlage S. 118
932
Will niemand mehr beschuld'gen, will's verschmerzen,
Vorlage S. 118
933
Wenn sie dies Einz'ge nur, dies Letzte uns nur lassen. –
Vorlage S. 118
934
Sie umarmt Agnes mit Heftigkeit.
Vorlage S. 118
935
EIN KNAPPE
Vorlage S. 118
936
tritt auf.
Vorlage S. 118
937
Es ist ein Ritter, Herr, am Tore.
Vorlage S. 118
938
SYLVESTER.
Vorlage S. 118
939
Lass ihn ein.
Vorlage S. 118
940
SYLVIUS.
Vorlage S. 118
941
Ich will aufs Zimmer, Agnes, führe mich.
Vorlage S. 118
942
Sylvius und Agnes ab.
Vorlage S. 118
943
GERTRUDE.
Vorlage S. 118
944
Soll ich ihm einen Platz an unserm Tisch
Vorlage S. 118
945
Bereiten?
Vorlage S. 118
946
SYLVESTER.
Vorlage S. 118
947
Ja, das magst du tun. Ich will
Vorlage S. 118
948
Indessen Sorge tragen für sein Pferd.
Vorlage S. 118
949
Beide ab; Agnes tritt auf, sieht sich um, schlägt ein Tuch über, setzt einen Hut auf, und geht ab.
Vorlage S. 118
950
Sylvester und Aldöbern treten auf.
Vorlage S. 119
951
SYLVESTER.
Vorlage S. 119
952
Aus Rossitz, sagst du?
Vorlage S. 119
953
ALDÖBERN.
Vorlage S. 119
954
Ritter Aldöbern
Vorlage S. 119
955
Aus Rossitz. Bin gesandt von meinem Herrn,
Vorlage S. 119
956
Dem Rupert, Graf von Schroffenstein, an dich,
Vorlage S. 119
957
Sylvester, Grafen Schroffenstein.
Vorlage S. 119
958
SYLVESTER.
Vorlage S. 119
959
Die Sendung
Vorlage S. 119
960
Empfiehlt dich, Aldöbern, denn deines Herrn
Vorlage S. 119
961
Sind deine Freunde. Drum so lass uns schnell
Vorlage S. 119
962
Hinhüpfen über den Gebrauch; verzeih
Vorlage S. 119
963
Dass ich mich setze, setz dich zu mir, und
Vorlage S. 119
964
Erzähle alles, was du weißt, von Rossitz.
Vorlage S. 119
965
Denn wie, wenn an zwei Seegestaden zwei
Vorlage S. 119
966
Verbrüderte Familien wohnen, selten,
Vorlage S. 119
967
Bei Hochzeit nur, bei Taufe, Trauer, oder
Vorlage S. 119
968
Wenn's sonst was Wicht'ges gibt, der Kahn
Vorlage S. 119
969
Herüberschlüpft, und dann der Bote vielfach,
Vorlage S. 119
970
Noch eh er reden kann, befragt wird, was
Vorlage S. 119
971
Geschehn, wie's zuging, und warum nicht anders,
Vorlage S. 119
972
Ja selbst an Dingen, als, wie groß der Ältste,
Vorlage S. 119
973
Wie viele Zähn der Jüngste, ob die Kuh
Vorlage S. 119
974
Gekalbet, und dergleichen, das zur Sache
Vorlage S. 119
975
Doch nicht gehöret, sich erschöpfen muss –
Vorlage S. 119
976
Sieh Freund, so bin ich fast gesonnen, es
Vorlage S. 119
977
Mit dir zu machen. – Nun, beliebt's, so setz dich.
Vorlage S. 119
978
ALDÖBERN.
Vorlage S. 119
979
Herr, kann es stehend abtun.
Vorlage S. 119
980
SYLVESTER.
Vorlage S. 119
981
Ei, du Narr,
Vorlage S. 119
982
Stehn und Erzählen, das gehört zusammen,
Vorlage S. 119
983
Wie Reiten fast und Küssen.
Vorlage S. 119
984
ALDÖBERN.
Vorlage S. 119
985
Meine Rede
Vorlage S. 119
986
Wär fertig, Herr, noch eh ich niedersitze.
Vorlage S. 119
987
SYLVESTER.
Vorlage S. 119
988
Willst du so kurz sein? Ei, das tut mir leid;
Vorlage S. 119
989
Doch wenn's so drängt, ich will's nicht hindern. Rede.
Vorlage S. 119
990
ALDÖBERN.
Vorlage S. 120
991
Mich schickt mein Herr, Graf Rupert Schroffenstein,
Vorlage S. 120
992
Dir wegen des an seinem Sohne Peter
Vorlage S. 120
993
Verübten Mords den Frieden aufzukünden. –
Vorlage S. 120
994
SYLVESTER.
Vorlage S. 120
995
Mord?
Vorlage S. 120
996
ALDÖBERN.
Vorlage S. 120
997
Mord.
Vorlage S. 120
998
Doch soll ich, meint er, nicht so frostig reden,
Vorlage S. 120
999
Von bloßem Zwist und Streit und Kampf und Krieg,
Vorlage S. 120
1000
Von Sengen, Brennen, Reißen und Verheeren.
Vorlage S. 120
1001
Drum brauch ich lieber seine eignen Worte,
Vorlage S. 120
1002
Die lauten so: Er sei gesonnen, hier
Vorlage S. 120
1003
Auf deiner Burg ein Hochgericht zu bauen;
Vorlage S. 120
1004
Es dürste ihm nach dein und deines Kindes –
Vorlage S. 120
1005
Und deines Kindes Blute – wiederholt' er.
Vorlage S. 120
1006
SYLVESTER
Vorlage S. 120
1007
steht auf, sieht ihm steif ins Gesicht.
Vorlage S. 120
1008
Ja so – Nun setz dich, guter Freund. –
Vorlage S. 120
1009
Er holt einen Stuhl.
Vorlage S. 120
1010
Du bist
Vorlage S. 120
1011
Aus Rossitz nicht, nicht wahr? – Nun setz dich. Wie
Vorlage S. 120
1012
War schon dein Namen? Setz dich, setz dich. – Nun,
Vorlage S. 120
1013
Sag an, ich hab's vergessen, wo, wo bist
Vorlage S. 120
1014
Du her?
Vorlage S. 120
1015
ALDÖBERN.
Vorlage S. 120
1016
Gebürtig? Herr, aus Oppenheim.
Vorlage S. 120
1017
– Was soll das?
Vorlage S. 120
1018
SYLVESTER.
Vorlage S. 120
1019
So, aus Oppenheim – nun also
Vorlage S. 120
1020
Aus Rossitz nicht. Ich wußt es wohl, nun setz dich.
Vorlage S. 120
1021
Er geht an die Tür.
Vorlage S. 120
1022
Gertrude!
Vorlage S. 120
1023
Gertrude tritt auf.
Vorlage S. 120
1024
Lass mir doch den Knappen rufen
Vorlage S. 120
1025
Von diesem Ritter, hörst du?
Vorlage S. 120
1026
Gertrude ab.
Vorlage S. 120
1027
Nun, so setz dich
Vorlage S. 120
1028
Doch, Alter – Was den Krieg betrifft, das ist
Vorlage S. 120
1029
Ein lustig Ding für Ritter; sieh, da bin ich
Vorlage S. 120
1030
Auf deiner Seite. –
Vorlage S. 120
1031
ALDÖBERN.
Vorlage S. 120
1032
Meiner Seite?
Vorlage S. 120
1033
SYLVESTER.
Vorlage S. 121
1034
Ja,
Vorlage S. 121
1035
Was Henker denkst du? Hat dir einer Unrecht,
Vorlage S. 121
1036
Beschimpfung, oder sonst was zugefügt,
Vorlage S. 121
1037
So sag du's mir, sag's mir, wir wollen's rächen.
Vorlage S. 121
1038
ALDÖBERN.
Vorlage S. 121
1039
Bist du von Sinnen, oder ist's Verstellung?
Vorlage S. 121
1040
Gertrude, der Knappe und ein Diener treten auf.
Vorlage S. 121
1041
SYLVESTER.
Vorlage S. 121
1042
Sag an, mein Sohn, wer ist dein Herr? Es ist
Vorlage S. 121
1043
Mit ihm wohl – nun du weißt schon, was ich meine. –
Vorlage S. 121
1044
ALDÖBERN.
Vorlage S. 121
1045
Den Teufel bin ich, was du meinst. Denkst du
Vorlage S. 121
1046
Mir sei von meiner Mutter so viel Menschen-
Vorlage S. 121
1047
Verstand nicht angeboren, als vonnöten,
Vorlage S. 121
1048
Um einzusehn, du seist ein Schurke? Frag,
Vorlage S. 121
1049
Die Hund auf unserm Hofe, sieh, sie riechen's
Vorlage S. 121
1050
Dir an, und nähme einer einen Bissen
Vorlage S. 121
1051
Aus deiner Hand, so hänge mich. – Zum Schlusse
Vorlage S. 121
1052
So viel noch. Mein Geschäft ist aus. Den Krieg
Vorlage S. 121
1053
Hab ich dir Kindesmörder angekündigt.
Vorlage S. 121
1054
Will ab.
Vorlage S. 121
1055
SYLVESTER
Vorlage S. 121
1056
hält ihn.
Vorlage S. 121
1057
Nein halte – Nein, bei Gott du machst mich bange.
Vorlage S. 121
1058
Denn deine Rede, wenn sie gleich nicht reich,
Vorlage S. 121
1059
Ist doch so wenig arm an Sinn, dass mich's
Vorlage S. 121
1060
Entsetzt. – Einer von uns beiden muss
Vorlage S. 121
1061
Verrückt sein; bist du's nicht, ich könnt es werden.
Vorlage S. 121
1062
Die Unze Mutterwitz, die dich vom Tollhaus
Vorlage S. 121
1063
Errettet, muss, es kann nicht anders, mich
Vorlage S. 121
1064
Ins Tollhaus führen. – Sieh, wenn du mir sagtest,
Vorlage S. 121
1065
Die Ströme flössen neben ihren Ufern
Vorlage S. 121
1066
Bergan, und sammelten auf Felsenspitzen
Vorlage S. 121
1067
In Seen sich, so wollt – ich wollt's dir glauben;
Vorlage S. 121
1068
Doch sagst du mir, ich hätt ein Kind gemordet,
Vorlage S. 121
1069
Des Vetters Kind. –
Vorlage S. 121
1070
GERTRUDE.
Vorlage S. 121
1071
O großer Gott, wer denn
Vorlage S. 121
1072
Beschuldiget dich dieser Untat? Die aus Rossitz,
Vorlage S. 121
1073
Die selbst, vor wenig Monden –
Vorlage S. 121
1074
SYLVESTER.
Vorlage S. 121
1075
Schweig. Nun wenn's
Vorlage S. 121
1076
Beliebt, so sag's mir einmal noch. Ist's wahr,
Vorlage S. 121
1077
Ist's wirklich wahr? Um eines Mordes willen
Vorlage S. 122
1078
Krieg wider mich?
Vorlage S. 122
1079
ALDÖBERN.
Vorlage S. 122
1080
Soll ich's dir zehenmal
Vorlage S. 122
1081
Und wieder zehnmal wiederkäun?
Vorlage S. 122
1082
SYLVESTER.
Vorlage S. 122
1083
Nun gut.
Vorlage S. 122
1084
Franz, sattle mir mein Pferd. – Verzeih mein Freund,
Vorlage S. 122
1085
Wer kann das Unbegreifliche begreifen?
Vorlage S. 122
1086
– Wo ist mein Helm, mein Schwert? – Denn hören muss
Vorlage S. 122
1087
Ich's doch aus seinem Munde, eh ich's glaube.
Vorlage S. 122
1088
– Schick zu Jeronimus, er möchte schnell
Vorlage S. 122
1089
Nach Warwand kommen. –
Vorlage S. 122
1090
ALDÖBERN.
Vorlage S. 122
1091
Leb denn wohl.
Vorlage S. 122
1092
SYLVESTER.
Vorlage S. 122
1093
Nein, warte;
Vorlage S. 122
1094
Ich reite mit dir, Freund.
Vorlage S. 122
1095
GERTRUDE.
Vorlage S. 122
1096
Um Gotteswillen,
Vorlage S. 122
1097
In deiner Feinde Macht gibst du dich selbst?
Vorlage S. 122
1098
SYLVESTER.
Vorlage S. 122
1099
Lass gut sein.
Vorlage S. 122
1100
ALDÖBERN.
Vorlage S. 122
1101
Wenn du glaubst, sie werden schonend
Vorlage S. 122
1102
In Rossitz dich empfangen, irrst du dich.
Vorlage S. 122
1103
SYLVESTER
Vorlage S. 122
1104
immer beim Anzuge beschäftigt.
Vorlage S. 122
1105
Tut nichts, tut nichts; allein werd ich erscheinen.
Vorlage S. 122
1106
Ein einzelner tritt frei zu seinen Feinden.
Vorlage S. 122
1107
ALDÖBERN.
Vorlage S. 122
1108
Das Mildeste, das dir begegnen mag,
Vorlage S. 122
1109
Ist, dass man an des Kerkers Wand dich fesselt.
Vorlage S. 122
1110
SYLVESTER.
Vorlage S. 122
1111
Es ist umsonst. – Ich muss mir Licht verschaffen,
Vorlage S. 122
1112
Und sollt ich's mir auch aus der Hölle holen.
Vorlage S. 122
1113
ALDÖBERN.
Vorlage S. 122
1114
Ein Fluch ruht auf dein Haupt, es ist nicht einer
Vorlage S. 122
1115
In Rossitz, dem dein Leben heilig wäre.
Vorlage S. 122
1116
SYLVESTER.
Vorlage S. 122
1117
Du schreckst mich nicht. – Mir ist das ihre heilig,
Vorlage S. 122
1118
Und fröhlich kühn wag ich mein einzelnes.
Vorlage S. 122
1119
Nun fort!
Vorlage S. 122
1120
Zu Gertrude.
Vorlage S. 122
1121
Ich kehre unverletzt zurück,
Vorlage S. 122
1122
So wahr der Gottheit selbst die Unschuld heilig.
Vorlage S. 122
1123
Wie sie abgehen wollen, tritt Jeronimus auf.
Vorlage S. 122
1124
JERONIMUS.
Vorlage S. 123
1125
Wohin?
Vorlage S. 123
1126
SYLVESTER.
Vorlage S. 123
1127
Gut, dass du kommst. Ich bitte dich,
Vorlage S. 123
1128
Bleib bei den Weibern, bis ich wiederkehre.
Vorlage S. 123
1129
JERONIMUS.
Vorlage S. 123
1130
Wo willst du hin?
Vorlage S. 123
1131
SYLVESTER.
Vorlage S. 123
1132
Nach Rossitz.
Vorlage S. 123
1133
JERONIMUS.
Vorlage S. 123
1134
Lieferst du
Vorlage S. 123
1135
Wie ein bekehrter Sünder selbst dich aus?
Vorlage S. 123
1136
SYLVESTER.
Vorlage S. 123
1137
Was für ein Wort – ?
Vorlage S. 123
1138
JERONIMUS.
Vorlage S. 123
1139
Ei nun, ein schlechtes Leben
Vorlage S. 123
1140
Ist kaum der Mühe wert, es zu verlängern.
Vorlage S. 123
1141
Drum geh nur hin, und leg dein sündig Haupt
Vorlage S. 123
1142
In christlicher Ergebung auf den Block.
Vorlage S. 123
1143
SYLVESTER.
Vorlage S. 123
1144
Glaubst du, dass ich, wenn eine Schuld mich drückte,
Vorlage S. 123
1145
Das Haupt dem Recht der Rache weigern würde?
Vorlage S. 123
1146
JERONIMUS.
Vorlage S. 123
1147
O du Quacksalber der Natur! Denkst du,
Vorlage S. 123
1148
Ich werde dein verfälschtes Herz auf Treu
Vorlage S. 123
1149
Und Glauben zweimal als ein echtes kaufen?
Vorlage S. 123
1150
Bin ich ein blindes Glied denn aus dem Volke,
Vorlage S. 123
1151
Dass du mit deinem Ausruf an der Ecke
Vorlage S. 123
1152
Mich äffen willst, und wieder äffen willst?
Vorlage S. 123
1153
– Doch nicht so vielen Atem bist du wert,
Vorlage S. 123
1154
Als nur dies einz'ge Wort mir kostet: Schurke!
Vorlage S. 123
1155
Ich will dich meiden, das ist wohl das Beste.
Vorlage S. 123
1156
Denn hier in deiner Nähe stinkt es, wie
Vorlage S. 123
1157
Bei Mördern.
Vorlage S. 123
1158
Sylvester fällt in Ohnmacht.
Vorlage S. 123
1159
GERTRUDE.
Vorlage S. 123
1160
Hülfe! Kommt zu Hülfe! Hülfe!
Vorlage S. 123
1161
Der Vorhang fällt.
Vorlage S. 123

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

2. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Du meinest, weil ein seltner Fisch sich zeigt Der doch zum Unglück bloß vom Aas sich nährt, So schlüg ich meine […] tot, Und hing' die Leich an meiner Lüste Angel Als Köder auf –«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »weil« in diesem Textausschnitt? »Und weil ich meinen Blicken auf dem Fuß Muss folgen, eh ich, was ich sehe, wahr Kann nehmen, stürz ich, Roß und Reiter, schon Hinab in einen Strom. –«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

4. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Denn einer heiligen Reliquie gleich«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

5. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Nur dir, nur dir darf ich's vertraun – Denn hier«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »O Gott, mein Gott, ich will ja nichts mehr sagen, Will niemand mehr beschuld'gen, will's verschmerzen, Wenn sie dies Einz'ge nur, dies Letzte uns nur lassen. –« B: »Dazu war sie Durch Bitten nicht, nicht durch Beschwören zu Bewegen.« C: »Gestank die Gattung schreckt, und keine wieder«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Lies den Abschnittsbeginn: »Rossitz. Das Innere einer Kapelle. Es steht ein Sarg in der Mitte, um ihn herum Rupert, Eustache, Ottokar, Jeronimus, Ritter, Geistliche, das Hofgesinde, und ein Chor von Jünglingen und Mädchen. Die Messe ist […]« Welche Informationen sind hier bereits sicher, und welche Frage bleibt für dich offen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne zwei Informationen, die sich tatsächlich aus dieser Passage ableiten lassen.
  • Trenne eine eigene Frage oder Vermutung klar vom Textbefund.
Textstelle nachlesen ↗

2. Prüfe, ob es in dieser Passage um Gerechtigkeit oder Verantwortung geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »[…] – Zwar der Pater sagt, Er sei nicht in dem Grabe. – Nein, dass ich's Recht sag, er sei zwar in dem Grabe – Ach, Ich kann's dir nicht so wiederbeichten. Kurz, Ich seh es, wo er ist, am Hügel. Denn Woher, der Hügel?«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗

3. Prüfe, ob es in dieser Passage um Wahrheit oder Vertrauen geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »[…] was nur irgend Sein Leben lieb hat, eine Schar zu bilden. Denn nicht ein ehrlich offner Krieg, ich denke, Nur eine Jagd wird's werden, wie nach Schlangen. Wir wollen bloß das Felsenloch verkeilen, Mit Dampfe sie in ihrem Nest ersticken, – […]«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗ Textstelle 14 ↗ Textstelle 15 ↗ Textstelle 16 ↗ Textstelle 17 ↗

4. Prüfe, ob es in dieser Passage um Angst oder Unsicherheit geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Mit Tönen wie aus Glocken – fragte, stets Geschäftig, wer ich sei? woher ich komme? – Erschrak dann lebhaft, als sie hört', ich sei Aus Rossitz.«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

5. Prüfe, ob es in dieser Passage um Nähe oder Gefühle geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »[…] stehn. Ja sieh, Ich spreng auf alle Schlösser im Gebirg, Empöre jedes Herz, bewaffne, wo Ich's finde, das Gefühl des Rechts, den frech Verleumdeten zu rächen.«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗

6. Vergleiche diese beiden Stellen: »Mein bester Herr – O nicht – o nimm mir alles, Mein Leben, wenn du willst. –« und »Nun, das soll keiner mir bestreiten. – Denn So schnell dahinzusterben, heute noch In Lebensfülle, in dem Sarge morgen. – Warum […]«. Welche Gemeinsamkeit oder welchen Unterschied kannst du am Wortlaut zeigen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne eine nachvollziehbare Gemeinsamkeit oder einen Unterschied.
  • Belege beide Seiten des Vergleichs; unterstelle keine Entwicklung, die der Text nicht zeigt.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗ Textstelle 14 ↗ Textstelle 15 ↗ Textstelle 16 ↗ Textstelle 17 ↗ Textstelle 18 ↗

7. Am Abschnittsende steht: »O du Quacksalber der Natur! Denkst du, Ich werde dein verfälschtes Herz auf Treu Und Glauben zweimal als ein echtes kaufen? Bin ich ein blindes Glied denn aus dem Volke, Dass du mit deinem Ausruf an der Ecke […]« Was ist hier geklärt, und was bleibt offen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf den Schluss dieses Abschnitts, nicht auf dein Vorwissen über das ganze Werk.
  • Falls die Stelle nichts eindeutig klärt, begründe auch das mit dem Text.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗

8. Prüfe deinen ersten Leseeindruck an Anfang und Ende: »Rossitz. Das Innere einer Kapelle. Es steht ein Sarg in der Mitte, um ihn herum Rupert, Eustache, Ottokar, […]« / »O du Quacksalber der Natur! Denkst du, Ich werde dein verfälschtes Herz auf Treu Und Glauben zweimal als ein […]«. Würdest du deine erste Einschätzung jetzt verändern? Begründe.

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne deine ursprüngliche Einschätzung oder Leseerwartung.
  • Verwende mindestens einen Textbeleg für deine jetzige Einschätzung.
  • Sowohl eine veränderte als auch eine bestätigte Einschätzung ist möglich.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Niedersteigen, Glanzumstrahlet, Himmelshöhen zur Erd herab, Sah ein Frühling Einen Engel.«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »O lass An deiner Brust mich ruhn, mein lieber Freund.«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Denn hier in deiner Nähe stinkt es, wie«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
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Ausgabe, Herkunft und Rechte

Originalautor vor 1956 verstorben. TextGrid kennzeichnet die zugrunde liegenden reinen Texte als gemeinfrei; Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE mit Namensnennung TextGrid und www.editura.de. Das Werk Die Familie Schroffenstein von Kleist, Heinrich von ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de, und wird unter der Creative Commons Lizenz Namensnennung 3.0 Deutschland veröffentlicht. Der zugrunde liegende literarische Reintext ist gemeinfrei. TextGrid wurde vom BMBF gefördert (Förderkennzeichen 01UG1203A).

Die Extraktion erfasst alle Textpositionen der gelieferten Quelldatei; dies ersetzt keinen vollständigen Vergleich mit dem historischen Druck. Offene Kapitelaufgaben dienen der Selbstprüfung und sind keine automatisch bewertete Interpretation.

Die Familie Schroffenstein

Heinrich von Kleist: Werke und Briefe in vier Bänden. Herausgegeben von Siegfried Streller in Zusammenarbeit mit Peter Goldammer und Wolfgang Barthel, Anita Golz, Rudolf Loch, Berlin und Weimar: Aufbau, 1978. Kleist, Heinrich von 98- Berlin und Weimar

Das Werk Die Familie Schroffenstein von Kleist, Heinrich von ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; reine Originaltexte gemeinfrei Lizenz

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Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.