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Buch - Der gestiefelte Kater - Tieck, Ludwig

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Originalwerk · Lesefassung

Der gestiefelte Kater

Tieck, Ludwig · 1773–1853

Der gestiefelte Kater von Tieck, Ludwig. Volltext der angegebenen Ausgabe mit textbezogenen Leseaufgaben.

DramaKlasse 9–10 · 11–139 Abschnitte
Porträt von Tieck, Ludwig; Kontextbild zur Autorin oder zum Autor, keine Szene aus dem Buch.
Porträt · Tieck, Ludwig · Gbi.bytos · CC BY-SA 4.0 Bildquelle ↗
Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und Wertvorstellungen im Unterricht einordnen.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Abschnitt 3 von 9

Prolog

1
Prolog
Vorlage S. 206
2
Die Szene ist im Parterre, die Lichter sind schon angezündet, die Musiker sind im Orchester versammelt. – Das Schauspiel ist voll, man schwatzt durcheinander, mehr Zuschauer kommen, einige drängen, andre beklagen sich. Die Musiker stimmen.
Vorlage S. 206
3
Fischer, Müller, Schlosser, Bötticher im Parterre, ebenso auf der andern Seite Wiesener und dessen Nachbar.
Vorlage S. 206
4
FISCHER.
Vorlage S. 206
5
Aber ich bin doch in der Tat neugierig. – Lieber Herr Müller, was sagen Sie zu dem heutigen Stücke?
Vorlage S. 206
6
MÜLLER.
Vorlage S. 206
7
Ich hätte mir eher des Himmels Einfall vermutet, als ein solches Stück auf unserm großen Theater zu sehn auf unserm National-Theater! Ei! ei! nach allen den Wochenschriften, den kostbaren Kleidungen, und den vielen, vielen Ausgaben!
Vorlage S. 206
8
FISCHER.
Vorlage S. 206
9
Kennen Sie das Stück schon?
Vorlage S. 206
10
MÜLLER.
Vorlage S. 206
11
Nicht im mindesten. – Einen wunderlichen Titel führt es: Der gestiefelte Kater. – Ich hoffe doch nimmermehr, dass man die Kinderpossen wird aufs Theater bringen.
Vorlage S. 206
12
SCHLOSSER.
Vorlage S. 206
13
Ist es denn vielleicht eine Oper?
Vorlage S. 206
14
FISCHER.
Vorlage S. 206
15
Nichts weniger, auf dem Komödienzettel steht: ein Kindermärchen.
Vorlage S. 206
16
SCHLOSSER.
Vorlage S. 206
17
Ein Kindermärchen? Aber ums Himmels willen, sind wir denn Kinder, dass man uns solche Stücke aufführen will? Es wird doch wohl nun und nimmermehr ein ordentlicher Kater aufs Theater kommen?
Vorlage S. 206
18
FISCHER.
Vorlage S. 206
19
Wie ich es mir zusammenreime, so ist es eine Nachahmung der neuen Arkadier, und es kommt ein verruchter Bösewicht, ein katerartiges Ungeheuer vor, mit dem es fast solche Bewandtnis, wie mit dem Tarkaleon hat, nur dass er etwa statt rot ums Maul, schwärzlich gefärbt ist.
Vorlage S. 206
20
MÜLLER.
Vorlage S. 206
21
Das wäre nun nicht übel, denn ich habe schon längst gewünscht, eine solche recht wunderbare Oper einmal ohne Musik zu sehn.
Vorlage S. 206
22
FISCHER.
Vorlage S. 206
23
Wie? Ohne Musik? Ohne Musik, Freund, ist dergleichen abgeschmackt, denn ich versichre Sie, Liebster, Bester, nur durch diese himmlische Kunst bringen wir alle die Dummheiten hinunter. Ei was, genau genommen sind wir über Fratzen und Aberglauben weg; die Aufklärung hat ihre Früchte getragen, wie sich's gehört.
Vorlage S. 206
24
MÜLLER.
Vorlage S. 207
25
So ist es wohl ein ordentliches Familiengemälde, und nur ein Spaß, gleichsam ein einladender Scherz mit dem Kater, nur eine Veranlassung, wenn ich so sagen darf, oder ein bizarrer Titel, Zuschauer anzulocken.
Vorlage S. 207
26
SCHLOSSER.
Vorlage S. 207
27
Wenn ich meine rechte Meinung sagen soll, so halte ich das Ganze für einen Pfiff, Gesinnungen, Winke unter die Leute zu bringen. Ihr werdet sehen, ob ich nicht recht habe. Ein Revolutionsstück, soviel ich begreife, mit abscheulichen Fürsten und Ministern, und dann ein höchst mystischer Mann, der sich mit einer geheimen Gesellschaft tief, tief unten in einem Keller versammelt, wo er als Präsident etwa verlarvt geht, damit ihn der gemeine Haufe für einen Kater hält. Nun da kriegen wir auf jeden Fall tiefsinnige und religiöse Philosophie und Freimaurerei. Endlich fällt er als das Opfer der guten Sache. O du Edler! Freilich musst du gestiefelt sein, um allen den Schurken die vielen Tritte in den gefühllosen Hintern geben zu können!
Vorlage S. 207
28
FISCHER.
Vorlage S. 207
29
Sie haben gewiss die richtige Einsicht, denn sonst würde ja der Geschmack abscheulich vor den Kopf gestoßen. Ich muss wenigstens gestehn, dass ich nie an Hexen oder Gespenster habe glauben können, viel weniger an den gestiefelten Kater.
Vorlage S. 207
30
MÜLLER.
Vorlage S. 207
31
Es ist das Zeitalter für diese Phantome nicht mehr.
Vorlage S. 207
32
SCHLOSSER.
Vorlage S. 207
33
Doch, nach Umständen. Könnte nicht in recht bedrängter Lage ein großer Abgeschiedener unerkannt als Hauskater im Palast wandeln, und sich zur rechten Zeit wundertätig zu erkennen geben? Das begreift sich ja mit der Vernunft, wenn es höheren und mystischen Endzwecken dient. – Da kömmt ja Leutner, der wird uns vielleicht mehr sagen können.
Vorlage S. 207
34
Leutner drängt sich durch.
Vorlage S. 207
35
LEUTNER.
Vorlage S. 207
36
Guten Abend, guten Abend! Nun, wie geht's?
Vorlage S. 207
37
MÜLLER.
Vorlage S. 207
38
Sagen Sie uns nur, wie es mit dem heutigen Stücke beschaffen ist.
Vorlage S. 207
39
Die Musik fängt an.
Vorlage S. 207
40
LEUTNER.
Vorlage S. 208
41
Schon so spät? Da komm ich ja grade zur rechten Zeit. – Mit dem Stücke? Ich habe soeben den Dichter gesprochen, er ist auf dem Theater und hilft den Kater anziehn.
Vorlage S. 208
42
VIELE STIMMEN.
Vorlage S. 208
43
Hilft? – der Dichter? – den Kater? – Also kommt doch ein Kater vor?
Vorlage S. 208
44
LEUTNER.
Vorlage S. 208
45
Ja freilich, und er steht ja auch auf dem Zettel.
Vorlage S. 208
46
FISCHER.
Vorlage S. 208
47
Wer spielt ihn denn?
Vorlage S. 208
48
LEUTNER.
Vorlage S. 208
49
Je, der fremde Akteur, der große Mann.
Vorlage S. 208
50
BÖTTICHER.
Vorlage S. 208
51
Da werden wir einen Göttergenuß haben. Ei, wie doch dieser Genius, der alle Charaktere so innig fühlt und fein nuanciert, dieses Individuum eines Katers herausarbeiten wird! Ohne Zweifel ideal, im Sinn der Alten, nicht unähnlich dem Pygmalion, nur Soccus hier, wie dort Kothurn. Doch sind Stiefeln freilich Kothurne, und keine Socken. Ich schwebe noch im Dilemma des Zweifels. – Oh, meine Herren, nur ein wenig Raum für meine Schreibtafel und Bemerkungen.
Vorlage S. 208
52
MÜLLER.
Vorlage S. 208
53
Aber wie kann man denn solches Zeug spielen?
Vorlage S. 208
54
LEUTNER.
Vorlage S. 208
55
Der Dichter meint, zur Abwechselung –
Vorlage S. 208
56
FISCHER.
Vorlage S. 208
57
Eine schöne Abwechselung! Warum nicht auch den Blaubart, und Rotkäppchen oder Däumchen? Ei! der vortrefflichen Sujets fürs Drama!
Vorlage S. 208
58
MÜLLER.
Vorlage S. 208
59
Wie werden sie aber den Kater anziehn? – Und ob er denn wirkliche Stiefeln trägt?
Vorlage S. 208
60
LEUTNER.
Vorlage S. 208
61
Ich bin ebenso begierig wie Sie alle.
Vorlage S. 208
62
FISCHER.
Vorlage S. 208
63
Aber wollen wir uns denn wirklich solch Zeug vorspielen lassen? Wir sind zwar aus Neugier hergekommen, aber wir haben doch Geschmack.
Vorlage S. 208
64
MÜLLER.
Vorlage S. 208
65
Ich habe große Lust zu pochen.
Vorlage S. 208
66
LEUTNER.
Vorlage S. 208
67
Es ist überdies etwas kalt. Ich mache den Anfang.
Vorlage S. 208
68
Er trommelt, die übrigen akkompagnieren.
Vorlage S. 208
69
WIESENER
Vorlage S. 208
70
auf der andern Seite.
Vorlage S. 208
71
Weswegen wird denn gepocht?
Vorlage S. 208
72
LEUTNER.
Vorlage S. 208
73
Den guten Geschmack zu retten.
Vorlage S. 208
74
WIESENER.
Vorlage S. 208
75
Nun, da will ich auch nicht der letzte sein. Er trommelt.
Vorlage S. 208
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STIMMEN.
Vorlage S. 208
77
Still! Man kann ja die Musik nicht hören.
Vorlage S. 208
78
Alles trommelt.
Vorlage S. 208
79
SCHLOSSER.
Vorlage S. 208
80
Aber man sollte doch das Stück auf jeden Fall erst zu Ende spielen lassen, denn man hat sein Geld ausgegeben, und in der Komödie wollen wir doch einmal sein; aber hernach wollen wir pochen, dass man es vor der Tür hört.
Vorlage S. 208
81
ALLE.
Vorlage S. 208
82
Nein, jetzt, jetzt – der Geschmack – die Regeln – die Kunst – alles geht sonst zugrunde.
Vorlage S. 208
83
Ein Lampenputzer erscheint auf dem Theater.
Vorlage S. 208
84
LAMPENPUTZER.
Vorlage S. 209
Porträt von Tieck, Ludwig; Kontextbild zur Autorin oder zum Autor, keine Szene aus dem Buch.
Kontextbild zum Werk. Porträt · Tieck, Ludwig · Gbi.bytos · CC BY-SA 4.0 Bildquelle ↗
85
Meine Herren, soll man die Wache hereinschicken?
Vorlage S. 209
86
LEUTNER.
Vorlage S. 209
87
Wir haben bezahlt, wir machen das Publikum aus, und darum wollen wir auch unsern eignen guten Geschmack haben und keine Possen.
Vorlage S. 209
88
LAMPENPUTZER.
Vorlage S. 209
89
Aber das Pochen ist ungezogen und beweist, dass Sie keinen Geschmack haben. Hier bei uns wird nur geklatscht und bewundert; denn solch honettes Theater, wie das unsre hier, wächst nicht auf den Bäumen, müssen Sie wissen.
Vorlage S. 209
90
Der Dichter hinter dem Theater.
Vorlage S. 209
91
DICHTER.
Vorlage S. 209
92
Das Stück wird sogleich seinen Anfang nehmen.
Vorlage S. 209
93
MÜLLER.
Vorlage S. 209
94
Kein Stück – wir wollen kein Stück- wir wollen guten Geschmack –
Vorlage S. 209
95
ALLE.
Vorlage S. 209
96
Geschmack! Geschmack!
Vorlage S. 209
97
DICHTER.
Vorlage S. 209
98
Ich bin in Verlegenheit; – was meinen Sie, wenn ich fragen darf!
Vorlage S. 209
99
SCHLOSSER.
Vorlage S. 209
100
Geschmack! – Sind Sie ein Dichter, und wissen nicht einmal, was Geschmack ist?
Vorlage S. 209
101
DICHTER.
Vorlage S. 209
102
Bedenken Sie, einen jungen Anfänge –
Vorlage S. 209
103
SCHLOSSER.
Vorlage S. 209
104
Wir wollen nichts von Anfänger wissen – wir wollen ein ordentliches Stück sehn – ein geschmackvolles Stück!
Vorlage S. 209
105
DICHTER.
Vorlage S. 209
106
Von welcher Sorte? Von welcher Farbe?
Vorlage S. 209
107
MÜLLER.
Vorlage S. 209
108
Familiengeschichten.
Vorlage S. 209
109
LEUTNER.
Vorlage S. 209
110
Lebensrettungen.
Vorlage S. 209
111
FISCHER.
Vorlage S. 209
112
Sittlichkeit und deutsche Gesinnung.
Vorlage S. 209
113
SCHLOSSER.
Vorlage S. 209
114
Religiös erhebende, wohltuende geheime Gesellschaften!
Vorlage S. 209
115
WIESENER.
Vorlage S. 209
116
Hussiten und Kinder!
Vorlage S. 209
117
NACHBAR.
Vorlage S. 209
118
Recht so, und Kirschen dazu, und Viertelsmeister!
Vorlage S. 209
119
Der Dichter kömmt hinter dem Vorhange hervor.
Vorlage S. 209
120
DICHTER.
Vorlage S. 209
121
Meine Herren –
Vorlage S. 209
122
ALLE.
Vorlage S. 209
123
Ist der der Dichter?
Vorlage S. 209
124
FISCHER.
Vorlage S. 209
125
Er sieht wenig wie ein Dichter aus.
Vorlage S. 209
126
SCHLOSSER.
Vorlage S. 209
127
Naseweis.
Vorlage S. 209
128
DICHTER.
Vorlage S. 209
129
Meine Herren – verzeihen Sie meiner Keckheit –
Vorlage S. 209
130
FISCHER.
Vorlage S. 209
131
Wie können Sie solche Stücke schreiben? Warum haben Sie sich nicht gebildet?
Vorlage S. 209
132
DICHTER.
Vorlage S. 210
133
Vergönnen Sie mir nur eine Minute Gehör, ehe Sie mich verdammen. Ich weiß, dass ein verehrungswürdiges Publikum den Dichter richten muss, dass von Ihnen keine Appellation stattfindet; aber ich kenne auch die Gerechtigkeitsliebe eines verehrungswürdigen Publikums, dass es mich nicht von einer Bahn zurückschrecken wird, auf welcher ich seiner gütigen Leitung und seiner Einsichten so sehr bedarf.
Vorlage S. 210
134
FISCHER.
Vorlage S. 210
135
Er spricht nicht übel.
Vorlage S. 210
136
MÜLLER.
Vorlage S. 210
137
Er ist höflicher, als ich dachte.
Vorlage S. 210
138
SCHLOSSER.
Vorlage S. 210
139
Er hat doch Respekt vor dem Publikum.
Vorlage S. 210
140
DICHTER.
Vorlage S. 210
141
Ich schäme mich, die Eingebung meiner Muse so erleuchteten Richtern vorzuführen, und nur die Kunst unsrer Schauspieler tröstet mich noch einigermaßen, sonst würde ich ohne weitere Umstände in Verzweiflung versinken.
Vorlage S. 210
142
FISCHER.
Vorlage S. 210
143
Er dauert mich.
Vorlage S. 210
144
MÜLLER.
Vorlage S. 210
145
Ein guter Kerl!
Vorlage S. 210
146
DICHTER.
Vorlage S. 210
147
Als ich Dero gütiges Pochen vernahm – noch nie hat mich etwas dermaßen erschreckt, ich bin noch bleich und zittre, und begreife selbst nicht, wie ich zu der Kühnheit komme, so vor Ihnen zu erscheinen.
Vorlage S. 210
148
LEUTNER.
Vorlage S. 210
149
So klatscht doch!
Vorlage S. 210
150
Alle klatschen.
Vorlage S. 210
151
DICHTER.
Vorlage S. 210
152
Ich wollte einen Versuch machen, durch Laune, wenn sie mir gelungen ist, durch Heiterkeit, ja, wenn ich es sagen darf, durch Possen zu belustigen, da uns unsre neusten Stücke so selten zum Lachen Gelegenheit geben.
Vorlage S. 210
153
MÜLLER.
Vorlage S. 210
154
Das ist auch wahr.
Vorlage S. 210
155
LEUTNER.
Vorlage S. 210
156
Er hat recht – der Mann.
Vorlage S. 210
157
SCHLOSSER.
Vorlage S. 210
158
Bravo! bravo!
Vorlage S. 210
159
ALLE.
Vorlage S. 210
160
Bravo! bravo! Sie klatschen.
Vorlage S. 210
161
DICHTER.
Vorlage S. 210
162
Mögen Sie, Verehrungswürdige, jetzt entscheiden, ob mein Versuch nicht ganz zu verwerfen sei. Mit Zittern zieh ich mich zurück, und das Stück wird seinen Anfang nehmen. Er verbeugt sich sehr ehrerbietig und geht hinter den Vorhang.
Vorlage S. 210
163
ALLE.
Vorlage S. 210
164
Bravo! bravo!
Vorlage S. 210
165
STIMME VON DER GALERIE.
Vorlage S. 210
166
Da capo! –
Vorlage S. 210
167
Alles lacht. Die Musik fängt wieder an, indem geht der Vorhang auf.
Vorlage S. 210

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Nichts weniger, auf dem …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

2. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »So ist es wohl ein ordentliches […], und nur ein Spaß, gleichsam ein einladender Scherz mit dem Kater, nur eine Veranlassung, wenn ich so sagen darf, oder ein bizarrer Titel, Zuschauer anzulocken.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

3. Was bedeutet »nimmermehr« in diesem Ausschnitt? »Nicht im mindesten. – Einen wunderlichen Titel führt es: Der gestiefelte Kater. – Ich hoffe doch nimmermehr, dass man die Kinderpossen wird aufs Theater bringen.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗

4. Welcher Ausschnitt kennzeichnet eine Aussage ausdrücklich als Möglichkeit oder Vermutung? Achte auf die Formulierung; entscheide nicht, ob die Aussage tatsächlich wahr ist.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

5. Was bedeutet »nimmermehr« in diesem Ausschnitt? »Es wird doch wohl nun und nimmermehr ein ordentlicher Kater aufs Theater kommen?«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Das wäre nun nicht übel, denn ich habe schon längst gewünscht, eine solche recht wunderbare Oper einmal ohne Musik zu sehn.« B: »Ja freilich, und er steht ja auch auf dem Zettel.« C: »Geschmack! – Sind Sie ein Dichter, und wissen nicht einmal, was Geschmack ist?«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Aber man sollte doch das Stück auf jeden Fall erst zu Ende …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

8. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Ich bin in […]; – was meinen Sie, wenn ich fragen darf!«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

9. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Meine Herren – verzeihen Sie meiner Keckheit –«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

10. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Als ich Dero gütiges Pochen vernahm – noch nie hat mich etwas dermaßen …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Lies den Abschnittsbeginn: »Die Szene ist im Parterre, die Lichter sind schon angezündet, die Musiker sind im Orchester versammelt. – Das Schauspiel ist voll, man schwatzt durcheinander, mehr Zuschauer kommen, einige drängen, andre […]« Welche Informationen sind hier bereits sicher, und welche Frage bleibt für dich offen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne zwei Informationen, die sich tatsächlich aus dieser Passage ableiten lassen.
  • Trenne eine eigene Frage oder Vermutung klar vom Textbefund.
Textstelle nachlesen ↗

2. Prüfe, ob es in dieser Passage um Gerechtigkeit oder Verantwortung geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Ich schäme mich, die Eingebung meiner Muse so erleuchteten Richtern vorzuführen, und nur die Kunst unsrer Schauspieler tröstet mich noch einigermaßen, sonst würde ich ohne weitere Umstände in Verzweiflung versinken.«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle nachlesen ↗

3. Prüfe, ob es in dieser Passage um Angst oder Unsicherheit geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Mögen Sie, Verehrungswürdige, jetzt entscheiden, ob mein Versuch nicht ganz zu verwerfen sei. Mit Zittern zieh ich mich zurück, und das Stück wird seinen Anfang nehmen. Er verbeugt sich sehr ehrerbietig und geht hinter den Vorhang.«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle nachlesen ↗

4. Prüfe, ob es in dieser Passage um Geld oder Besitz geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Aber man sollte doch das Stück auf jeden Fall erst zu Ende spielen lassen, denn man hat sein Geld ausgegeben, und in der Komödie wollen wir doch einmal sein; aber hernach wollen wir pochen, dass man es vor der Tür hört.«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle nachlesen ↗

5. Prüfe, ob es in dieser Passage um Macht oder Abhängigkeit geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »[…] recht habe. Ein Revolutionsstück, soviel ich begreife, mit abscheulichen Fürsten und Ministern, und dann ein höchst mystischer Mann, der sich mit einer geheimen Gesellschaft tief, tief unten in einem Keller versammelt, wo er als Präsident […]«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle nachlesen ↗

6. Vergleiche diese beiden Stellen: »Sagen Sie uns nur, wie es mit dem heutigen Stücke beschaffen ist.« und »Das Stück wird sogleich seinen Anfang nehmen.«. Welche Gemeinsamkeit oder welchen Unterschied kannst du am Wortlaut zeigen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne eine nachvollziehbare Gemeinsamkeit oder einen Unterschied.
  • Belege beide Seiten des Vergleichs; unterstelle keine Entwicklung, die der Text nicht zeigt.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

7. Am Abschnittsende steht: »Alles lacht. Die Musik fängt wieder an, indem geht der Vorhang auf.« Was ist hier geklärt, und was bleibt offen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf den Schluss dieses Abschnitts, nicht auf dein Vorwissen über das ganze Werk.
  • Falls die Stelle nichts eindeutig klärt, begründe auch das mit dem Text.
Textstelle nachlesen ↗

8. Prüfe deinen ersten Leseeindruck an Anfang und Ende: »Die Szene ist im Parterre, die Lichter sind schon angezündet, die Musiker sind im Orchester versammelt. – Das […]« / »Alles lacht. Die Musik fängt wieder an, indem geht der Vorhang auf.«. Würdest du deine erste Einschätzung jetzt verändern? Begründe.

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne deine ursprüngliche Einschätzung oder Leseerwartung.
  • Verwende mindestens einen Textbeleg für deine jetzige Einschätzung.
  • Sowohl eine veränderte als auch eine bestätigte Einschätzung ist möglich.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Aber ich bin doch in der Tat neugierig. – Lieber Herr Müller, was sagen Sie zu dem heutigen Stücke?«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Der Dichter meint, zur Abwechselung –«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
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Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Er verbeugt sich sehr ehrerbietig und geht hinter den Vorhang.«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
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Ausgabe, Herkunft und Rechte

Originalautor vor 1956 verstorben. TextGrid kennzeichnet die zugrunde liegenden reinen Texte als gemeinfrei; Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE mit Namensnennung TextGrid und www.editura.de. Das Werk Der gestiefelte Kater von Tieck, Ludwig ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de, und wird unter der Creative Commons Lizenz Namensnennung 3.0 Deutschland veröffentlicht. Der zugrunde liegende literarische Reintext ist gemeinfrei. TextGrid wurde vom BMBF gefördert (Förderkennzeichen 01UG1203A).

Die Extraktion erfasst alle Textpositionen der gelieferten Quelldatei; dies ersetzt keinen vollständigen Vergleich mit dem historischen Druck. Offene Kapitelaufgaben dienen der Selbstprüfung und sind keine automatisch bewertete Interpretation.

Der gestiefelte Kater

Ludwig Tieck: Werke in vier Bänden. Nach dem Text der »Schriften« von 1828–1854, unter Berücksichtigung der Erstdrucke. Herausgegeben von Marianne Thalmann, Band 1–4, München: Winkler, 1963. Tieck, Ludwig 206- München

Das Werk Der gestiefelte Kater von Tieck, Ludwig ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; reine Originaltexte gemeinfrei Lizenz

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.