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Buch - Der entfesselte Prometheus - Shelley, Percy Bysshe

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Deutsche Übersetzung · Lesefassung

Der entfesselte Prometheus

Shelley, Percy Bysshe

Der gefesselte Prometheus widersteht der Herrschaft Jupiters, ohne dessen Gewalt mit neuem Hass zu beantworten. Shelleys vieraktiges lyrisches Drama entwirft eine Befreiung der Menschen durch Liebe, Erkenntnis und das Ende der Tyrannei.

VersdramaKlasse 11–137 Abschnitte
Porträt von Percy Bysshe Shelley
Porträt von Percy Bysshe Shelley — Bildnis zur Autorschaft; keine Szene aus dem Buch. · Amelia Curran · Public domain Bildquelle ↗

Deutsche Übersetzung: Wickenburg, Albrecht von

Hinweise für den Unterricht
  • Historische gesellschaftliche, religiöse und geschlechterbezogene Vorstellungen kritisch einordnen. Die Klassenangabe ist redaktionelle Orientierung für begleitete Lektüre.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Deutsch · Abschnitt 4 von 7

1. Akt

1
Erster Akt.
Vorlage S. 2
2
Scene: Eine Schlucht zwischen eisbedeckten Felsen im indischen Kaukasus. – Prometheus, an einen Felsen geschmiedet über dem Abgrund. Panthea und Jone sitzen zu seinen Füßen. – Nacht. – Während der Scene bricht allmälig der Morgen an.
Vorlage S. 2
3
PROMETHEUS.
Vorlage S. 2
4
Beherrscher du der Götter und Dämonen
Vorlage S. 2
5
Und – bis auf einen – jener Geister all,
Vorlage S. 2
6
Die sich auf glanzerfüllten Welten drängen,
Vorlage S. 2
7
Die du und ich, von allen Lebenden
Vorlage S. 2
8
Allein, mit schlaflos off'nen Augen sehn!
Vorlage S. 2
9
Die Erde sieh von deinen Sklaven wimmeln,
Vorlage S. 2
10
Die für Gebet und preisende Verehrung,
Vorlage S. 2
11
Für Noth und Drangsal du mit Furcht belohnst,
Vorlage S. 2
12
Mit Selbstverachtung und mit eitlem Hoffen,
Vorlage S. 2
13
Dieweil du mich, der ich ein Feind dir bin,
Vorlage S. 2
14
In augenlosem Hasse ließest herrschen
Vorlage S. 2
15
Und, deiner spottend, triumphiren über
Vorlage S. 2
16
Mein Elend und die Ohnmacht deiner Rache!
Vorlage S. 2
17
Dreitausend Jahre schlafgefloh'ner Stunden
Vorlage S. 2
18
Und jeder Augenblick von scharfer Pein
Vorlage S. 2
19
Gezerrt zum Jahr – Tortur und Einsamkeit,
Vorlage S. 2
20
Spott und Verzweiflung – diese sind mein Reich!
Vorlage S. 2
21
Glorreicher ist's, als jenes, über welchem
Vorlage S. 2
22
Du unbeneidet thronst, o mächt'ger Gott!
Vorlage S. 2
23
Allmächtig – hätt' ich's nicht verschmäht zu theilen
Vorlage S. 2
24
Die Schande deiner Tyrannei und hienge
Vorlage S. 2
25
Ich hier nicht festgenagelt an den Wall
Vorlage S. 2
26
Des stolzen Berges, der den Adler höhnt,
Vorlage S. 2
27
Schwarz, wintrig, todt und unermessen, ohne
Vorlage S. 2
28
Gras, noch Insekt, noch and'res Thier, noch was
Vorlage S. 3
29
Ans Leben mahnte in Gestalt und Klang.
Vorlage S. 3
30
O weh' mir! wehe! – Pein für ewig! ewig!
Vorlage S. 3
31
Kein Wechsel, keine Ruhe, keine Hoffnung!
Vorlage S. 3
32
Doch ich ertrag's! – Die Erde frag' ich, ob
Vorlage S. 3
33
Die Berge meine Qualen nicht gefühlt?
Vorlage S. 3
34
Den Himmel frag' ich, ob die gold'ne Sonne,
Vorlage S. 3
35
Die Alles schauende, sie nicht gesehn?
Vorlage S. 3
36
Ich frag' die See, in Sturm und Ruh' hier unten
Vorlage S. 3
37
Des Himmels ewig wechselnd Schattenbild,
Vorlage S. 3
38
Ob ihre tauben Wellen sie nicht hörten?
Vorlage S. 3
39
O weh' mir, wehe! – Pein für ewig, ewig!
Vorlage S. 3
40
Die Gletscher hier durchbohren mich mit ihren
Vorlage S. 3
41
Krystall'nen Nadeln, die im Mondlicht frieren,
Vorlage S. 3
42
Die blanken Ketten hier mit ihrer Kälte,
Vorlage S. 3
43
Sie fressen brennend sich in mein Gebein;
Vorlage S. 3
44
Des Himmels schwarzbeschwingter Hund, deß Schnabel
Vorlage S. 3
45
An deinen Lippen sich mit Gift getränkt,
Vorlage S. 3
46
Das nicht sein Eigen, nagt an meinem Herzen
Vorlage S. 3
47
Und formlos narrt, in wandelnden Gesichten,
Vorlage S. 3
48
Gespenstisch Volk mich aus dem Reich des Traums. –
Vorlage S. 3
49
Den Geistern, die die Erde rütteln, ist
Vorlage S. 3
50
Befohlen, aufzureißen meine Wunden,
Vorlage S. 3
51
Die kaum verharschten, wenn die starren Felsen
Vorlage S. 3
52
Sich jählings spalten und dann wieder schließen,
Vorlage S. 3
53
Dieweil sich heulend ihrem Schlund entringen
Vorlage S. 3
54
Die Genien des Sturmes, die zur Wuth
Vorlage S. 3
55
Den Wirbelwind entfachen und den Hagel
Vorlage S. 3
56
In scharfen Schlossen schleudern wider mich.
Vorlage S. 3
57
Und dennoch sind mir Tag und Nacht willkommen,
Vorlage S. 3
58
Ob nun der eine bricht das Nebelgrau
Vorlage S. 3
59
Des frost'gen Morgens, ob die and're leise
Vorlage S. 3
60
Im Sternenmantel steigt am Horizont.
Vorlage S. 3
61
Denn beide führen vorwärts sie die Stunden,
Vorlage S. 3
62
Die flügellosen, kriechenden, und eine
Vorlage S. 3
63
Wird d'runter sein, grausamer König du,
Vorlage S. 3
64
Die, – wie der finst're Götzenpriester zerrt
Vorlage S. 3
65
Sein widerstrebend Opfer zum Altar, –
Vorlage S. 4
66
Herbei dich schleppen wird, zu küssen hier
Vorlage S. 4
67
Das Blut von diesen bleichen Füßen, die
Vorlage S. 4
68
Dich treten mögen, wenn sie's nicht verachten,
Vorlage S. 4
69
Den Sklaven, der im Staube liegt, zu treten! –
Vorlage S. 4
70
Verachten? nein! du dauerst mich! – Wie wird
Vorlage S. 4
71
Dein Sturz dich wehrlos durch den Himmel jagen,
Vorlage S. 4
72
Und deine Seele schreckgespalten gähnen,
Vorlage S. 4
73
Gleich einer Hölle d'rin! – Bekümmert sag' ich's
Vorlage S. 4
74
Und nicht in Leidenschaft! – Ich hasse nimmer,
Vorlage S. 4
75
Wie damals, eh' mich Elend weise machte.
Vorlage S. 4
76
Den Fluch, den einst ich gegen dich geschleudert,
Vorlage S. 4
77
Ich widerrief' ihn gern! – Ihr Berge, deren
Vorlage S. 4
78
Vielzüngig Echo donnernd jenen Spruch
Vorlage S. 4
79
Einst durch der Katarakte Nebel trug!
Vorlage S. 4
80
Ihr eis'gen Quellen, starrend hier im Frost,
Vorlage S. 4
81
Die ihr mich bebend hörtet und dann schaudernd
Vorlage S. 4
82
Durch Indien krocht! – Du reinster Aether, den
Vorlage S. 4
83
Die glüh'nde Sonne strahlenlos durchwandelt!
Vorlage S. 4
84
Ihr Wirbelwinde, die mit lahmen Schwingen
Vorlage S. 4
85
Ihr stumm und reglos über'm Abgrund hiengt,
Vorlage S. 4
86
Als Donner, lauter wie der eu're noch,
Vorlage S. 4
87
Den Erdball schütterte mit seinem Schlag!
Vorlage S. 4
88
O hatten damals meine Worte Kraft –
Vorlage S. 4
89
Obgleich ich also nun verwandelt bin,
Vorlage S. 4
90
Dass jeder böse Wunsch in mir erstarb
Vorlage S. 4
91
Und an den Haß selbst das Erinnern schwand –
Vorlage S. 4
92
Lasst ihre Macht nun nicht verloren sein!
Vorlage S. 4
93
Wie war der Fluch? – Ihr Alle hörtet ihn!
Vorlage S. 4
94
ERSTE STIMME
Vorlage S. 4
95
die der Berge.
Vorlage S. 4
96
Dreimal dreimalhunderttausend
Vorlage S. 4
97
Jahr' auf diesem Feuerball,
Vorlage S. 4
98
Oft wie Menschen, furchtergrausend,
Vorlage S. 4
99
Zitterten wir Berge all. –
Vorlage S. 4
100
ZWEITE STIMME
Vorlage S. 4
101
die der Quellen.
Vorlage S. 4
102
Donner machten uns versiegen,
Vorlage S. 4
103
Bitt'res Blut sollt' uns beflecken,
Vorlage S. 4
104
Dennoch rannen wir verschwiegen
Vorlage S. 4
105
Durch des Schlachtfeld's wilde Schrecken,
Vorlage S. 5
106
Städte durch und öde Strecken. –
Vorlage S. 5
107
DRITTE STIMME
Vorlage S. 5
108
die der Luft.
Vorlage S. 5
109
Seit der Erdball einst erstanden,
Vorlage S. 5
110
Lieh' ich Farben seinen Landen!
Vorlage S. 5
111
Meine heit're Ruhe störte
Vorlage S. 5
112
Mancher Seufzer, den ich hörte. –
Vorlage S. 5
113
VIERTE STIMME
Vorlage S. 5
114
die der Wirbelwinde.
Vorlage S. 5
115
Hoch um dieser Berge Kronen
Vorlage S. 5
116
Weh'n wir rastlos seit Aeonen!
Vorlage S. 5
117
Nicht des Donners wilder Zorn,
Vorlage S. 5
118
Des Vulkanes Flammenborn,
Vorlage S. 5
119
Keine Macht hier ringsherum,
Vorlage S. 5
120
Macht' uns je vor Staunen stumm. –
Vorlage S. 5
121
ERSTE STIMME.
Vorlage S. 5
122
Aber unser Haupt voll Schnee,
Vorlage S. 5
123
Beugt' sich erst vor deinem Weh'!
Vorlage S. 5
124
ZWEITE STIMME.
Vorlage S. 5
125
Nie zu Indiens Meer bislang
Vorlage S. 5
126
Trugen wir noch solchen Klang!
Vorlage S. 5
127
Ein Pilot, der schlief zur See,
Vorlage S. 5
128
Sprang vom Deck in Todeskrampf,
Vorlage S. 5
129
Hört's und sterbend rief er: »Weh!« –
Vorlage S. 5
130
Toll wie's Meer in Sturmeskampf.
Vorlage S. 5
131
DRITTE STIMME.
Vorlage S. 5
132
Nie zum Himmel noch zuvor
Vorlage S. 5
133
Stieg solch Schreckenswort empor,
Vorlage S. 5
134
Das mein stilles Reich zerriss!
Vorlage S. 5
135
Als die Wunde sich geschlossen,
Vorlage S. 5
136
Hatte sich wie Blut ergossen
Vorlage S. 5
137
Ueber'n Tag die Finsterniß!
Vorlage S. 5
138
VIERTE STIMME.
Vorlage S. 5
139
Und wir flüchteten uns bang
Vorlage S. 5
140
In die frost'gen Höhlenräume,
Vorlage S. 5
141
Uns verfolgten schwere Träume
Vorlage S. 5
142
Von Ruin und Untergang, –
Vorlage S. 6
143
Hießen schweigen uns zumal,
Vorlage S. 6
144
Ob auch Schweigen Höllenqual.
Vorlage S. 6
145
DIE ERDE.
Vorlage S. 6
146
Der Klippenhügel zungenlose Höhlen
Vorlage S. 6
147
Schrie'n Wehe! dann, der hohle Himmel gab
Vorlage S. 6
148
Zur Antwort: Weh! – Die purpurschäum'ge Welle
Vorlage S. 6
149
Des Oceans, das Land erklimmend, heult'
Vorlage S. 6
150
Es zu den Winden, die die See gepeitscht,
Vorlage S. 6
151
Und bleiche Völker hörten's bebend: Weh'!
Vorlage S. 6
152
PROMETHEUS.
Vorlage S. 6
153
Ich hör' den Klang von Stimmen, – nicht die Stimme,
Vorlage S. 6
154
Die ich erhob! – O Mutter, deine Söhne
Vorlage S. 6
155
Und du – ihr zürnt ihm, ohne dessen Willen,
Vorlage S. 6
156
Der Alles trägt, ihr unter Jovis Allmacht
Vorlage S. 6
157
Vergangen wär't gleich dünnen Nebelwolken,
Vorlage S. 6
158
Vom Morgenwind entrollt! – Kennt ihr mich nicht?
Vorlage S. 6
159
Mich, den Titanen nicht, der seine Pein
Vorlage S. 6
160
Zum stolzen Wall gemacht gen euren Feind,
Vorlage S. 6
161
Der sonst das ganze All eroberte? –
Vorlage S. 6
162
Ihr grünen Matten an der Felsenbrust!
Vorlage S. 6
163
Ihr Ströme, von der Milch des Schnee's genährt,
Vorlage S. 6
164
Durch frost'ge Nebel unten tief zu schau'n,
Vorlage S. 6
165
Von Wäldern überschattet, die ich einst
Vorlage S. 6
166
Mit Asia durchwandert, Leben trinkend
Vorlage S. 6
167
Ihr vom geliebten Aug': Was zürnt der Geist,
Vorlage S. 6
168
Der euch gebeut mit mir jetzt zu verkehren?
Vorlage S. 6
169
Mit mir, der ich allein gewagt zu hemmen, –
Vorlage S. 6
170
Gleich Einem, der da hemmen wollte ein
Vorlage S. 6
171
Von Furien gezogenes Gefährt' –
Vorlage S. 6
172
Die Falschheit und die Macht deß, der allein
Vorlage S. 6
173
Regiert und mit den Seufzern seiner Sklaven
Vorlage S. 6
174
Euch eure Schluchten füllt und Wasserwüsten? –
Vorlage S. 6
175
Warum gebt ihr mir noch nicht Antwort, Brüder?
Vorlage S. 6
176
DIE ERDE.
Vorlage S. 6
177
Sie dürfen nicht!
Vorlage S. 6
178
PROMETHEUS.
Vorlage S. 7
179
Wer darf's? O sprich! wer darf's?
Vorlage S. 7
180
Denn wieder hören möcht' ich jenen Fluch!
Vorlage S. 7
181
Ha! welch unheimliches Geflüster dort?
Vorlage S. 7
182
Kaum ist's ein Laut: Es prickelt nur im Ohr,
Vorlage S. 7
183
Dem Blitze gleich, der knistert, eh' er schlägt.
Vorlage S. 7
184
Sprich, Geist! denn deine körperlose Stimme
Vorlage S. 7
185
Verräth allein mir, dass du webst um mich.
Vorlage S. 7
186
So sprich! wie flucht' ich ihm?
Vorlage S. 7
187
DIE ERDE.
Vorlage S. 7
188
Wie kannst du hören,
Vorlage S. 7
189
Da du die Sprache nicht der Todten kennst?
Vorlage S. 7
190
PROMETHEUS.
Vorlage S. 7
191
Du bist ein Geist, der lebt – als solcher sprich!
Vorlage S. 7
192
DIE ERDE.
Vorlage S. 7
193
Ich darf nicht sprechen, wie das Leben spricht,
Vorlage S. 7
194
Denn wenn's des Himmels grauser König hört,
Vorlage S. 7
195
So bindet er mich an ein Marterrad,
Vorlage S. 7
196
Noch folternder, als das auf dem ich rolle! –
Vorlage S. 7
197
Ja, du bist klug und gut und ob die Götter
Vorlage S. 7
198
Nicht hören diese Stimme, – du bist mehr
Vorlage S. 7
199
Als Gott, da du so weise bist, als gut!
Vorlage S. 7
200
So höre denn!
Vorlage S. 7
201
PROMETHEUS.
Vorlage S. 7
202
Entsetzliche Gedanken,
Vorlage S. 7
203
Gleich düster'n Schatten jagen durch mein Hirn!
Vorlage S. 7
204
Die Sinne schwinden mir, gleich einem, den
Vorlage S. 7
205
Die Liebe hält umstrickt mit ihrem Taumel
Vorlage S. 7
206
Und dennoch ist's nicht Lust!
Vorlage S. 7
207
DIE ERDE.
Vorlage S. 7
208
Du kannst nicht hören!
Vorlage S. 7
209
Du bist unsterblich! – Diese Sprache kennen
Vorlage S. 7
210
Nur die, die sterben!
Vorlage S. 7
211
PROMETHEUS.
Vorlage S. 7
212
Was bist du, o Stimme,
Vorlage S. 7
213
So trauervoll?
Vorlage S. 7
214
DIE ERDE.
Vorlage S. 8
215
Die Erde! deine Mutter,
Vorlage S. 8
216
Durch deren Steingeäder bis hinauf
Vorlage S. 8
217
Zur letzten Fiber noch des höchsten Baums,
Vorlage S. 8
218
Deß dünne Blätter zittern in der Luft,
Vorlage S. 8
219
Die Freude rann, wie Blut durch einen Leib,
Vorlage S. 8
220
Als du gleich einer Ruhmeswolke dich
Vorlage S. 8
221
Von ihrem Busen hobst – ein Geist des Heil's!
Vorlage S. 8
222
Bei deiner Stimme hoben ihre Söhne
Vorlage S. 8
223
Die qualgebeugten Stirnen aus dem Staub,
Vorlage S. 8
224
Und unser allgewaltiger Tyrann
Vorlage S. 8
225
Ward bleich, – bis dich sein Donner hier gekettet!
Vorlage S. 8
226
Dann – sieh hier die Millionen Welten brennen
Vorlage S. 8
227
Und rollen rings um uns! – dann sahen die,
Vorlage S. 8
228
Die sie bewohnen wohl, mein Sphärenlicht
Vorlage S. 8
229
Im weiten Aether flackernd fast vergehn;
Vorlage S. 8
230
Die See heult' auf, vom Sturm gepeitscht, und Feuer
Vorlage S. 8
231
Vom Scheitel schneeiger Vulkane sträubte
Vorlage S. 8
232
Sein Furienhaar bis an des Himmels Stirn.
Vorlage S. 8
233
Die Fluren trafen Blitz und Ueberschwemmung
Vorlage S. 8
234
Und blaue Disteln sproßten auf in Städten,
Vorlage S. 8
235
Wo Kröten, die nach Futter suchten, krochen
Vorlage S. 8
236
Durch Zimmer, d'rin die Ueppigkeit gehaust.
Vorlage S. 8
237
Denn Seuche war und Hungersnoth gefallen
Vorlage S. 8
238
Auf Mensch und Thier, bis auf den Wurm herab,
Vorlage S. 8
239
Und schwarzer Mehlthau lag auf Gras und Baum.
Vorlage S. 8
240
Im Korn, im Weinland, unter'm Wiesengras
Vorlage S. 8
241
Wuchs giftig Unkraut, das nicht auszurotten,
Vorlage S. 8
242
Ihr Wachsthum hemmend, auf – denn meine Brust
Vorlage S. 8
243
War ausgedorrt von Kummer und mein Atem,
Vorlage S. 8
244
Die dünne Luft, vom Pesthauch angesteckt,
Vorlage S. 8
245
Den einer Mutter Haß auf ihres Kindes
Vorlage S. 8
246
Vernichter einst gehaucht. – Und deinen Fluch?
Vorlage S. 8
247
Ja wohl! ich hört' ihn! – wenn du selber auch
Vorlage S. 8
248
Dich seiner Worte nicht entsinnen kannst,
Vorlage S. 8
249
Nun, meine ungezählten See'n und Ströme,
Vorlage S. 8
250
Die Berge, Höhlen, Winde und die Luft
Vorlage S. 8
251
Und auch der Todten unvernehmbar Volk
Vorlage S. 8
252
Bewahren ihn als einen Zauberspruch.
Vorlage S. 8
253
Wir brüten in geheimer Freud' und Hoffnung
Vorlage S. 8
254
Ob jenen Schreckensworten, doch wir wagen
Vorlage S. 9
255
Sie auszusprechen nicht!
Vorlage S. 9
256
PROMETHEUS.
Vorlage S. 9
257
Ehrwürd'ge Mutter!
Vorlage S. 9
258
Sieh! Alle, die da leben hier und leiden,
Vorlage S. 9
259
Sie nehmen irgend ein Geschenk von dir!
Vorlage S. 9
260
Sei's Blum' und Frucht, sei's holder Töne Klang,
Vorlage S. 9
261
Sei's Liebe, ob sie flüchtig auch – auf all'
Vorlage S. 9
262
Dies lass' mich hier verzichten. – Eins nur bitt' ich:
Vorlage S. 9
263
Die eig'nen Worte weigere mir nicht!
Vorlage S. 9
264
DIE ERDE.
Vorlage S. 9
265
Du hörst sie noch! – Eh' Babylon ward Staub,
Vorlage S. 9
266
Begegnete mein schon verstorb'ner Sohn,
Vorlage S. 9
267
Der große Magus Zoroaster einst,
Vorlage S. 9
268
Im Garten wandelnd seinem eig'nen Bild!
Vorlage S. 9
269
Und die Erscheinung sah nur er allein.
Vorlage S. 9
270
Denn wisse, dass es zwei der Welten gibt,
Vorlage S. 9
271
Des Lebens und des Tod's: Die eine siehst du,
Vorlage S. 9
272
Die and're aber, die liegt unterm Grab.
Vorlage S. 9
273
Es hausen d'rin die Schatten all' der Körper,
Vorlage S. 9
274
Die leben hier und denken, bis der Tod
Vorlage S. 9
275
Sie all' vereinigt hat auf Nimmerscheiden;
Vorlage S. 9
276
Die Träume all', der Menschen Lichtgedanken,
Vorlage S. 9
277
Und was der Glaube schafft, die Liebe wünscht,
Vorlage S. 9
278
Entsetzliche und seltsam fremde, – doch
Vorlage S. 9
279
Erhab'ne auch und herrliche Gebilde!
Vorlage S. 9
280
Dort bist auch du, ein schmerzgekrümmter Schatten,
Vorlage S. 9
281
Der zwischen eis'gen Bergen hängt, umbraust
Vorlage S. 9
282
Von Stürmen. – All' die Götter wohnen dort
Vorlage S. 9
283
Und all' die Mächte namenloser Welten,
Vorlage S. 9
284
Phantome, riesig, mit dem Herrscherstab,
Vorlage S. 9
285
Heroen, Menschen, wilde Bestien
Vorlage S. 9
286
Und Demogorgon, der so finster blickt
Vorlage S. 9
287
Und endlich er, der oberste Tyrann,
Vorlage S. 9
288
Auf seinem Thron von Flammengold. – Mein Sohn,
Vorlage S. 9
289
Von diesen Einer wiederholt den Fluch,
Vorlage S. 9
290
Der Allen noch erinnerlich! – So ruf'
Vorlage S. 9
291
Denn deinen eig'nen Geist, – ruf' Jupitern,
Vorlage S. 9
292
Ruf Hades oder Typhon, oder wer
Vorlage S. 10
293
Von mächt'gern Göttern, die das Uebel zeugte,
Vorlage S. 10
294
Seit deinem Untergange meine Söhne
Vorlage S. 10
295
Getreten und gequält. – So mag die Rache
Vorlage S. 10
296
Des Allgewalt'gen weh'n durch hohle Schatten,
Vorlage S. 10
297
Wie Regenwind durch die verlass'nen Thore
Vorlage S. 10
298
Verfallener Paläste.
Vorlage S. 10
299
PROMETHEUS.
Vorlage S. 10
300
Mutter lass
Vorlage S. 10
301
Nicht wieder Böses über meine Lippen,
Vorlage S. 10
302
Noch über jene meines Gleichen kommen. –
Vorlage S. 10
303
Phantom des Jupiter, ersteh'! erscheine!
Vorlage S. 10
304
JONE.
Vorlage S. 10
305
Die Ohren decken meine Flügel,
Vorlage S. 10
306
Die Flügel auch die Augen mir,
Vorlage S. 10
307
Doch steigt durch ihre Federhügel,
Vorlage S. 10
308
Durch ihre Silberschatten hier
Vorlage S. 10
309
Ein Bild und Töne klingen.
Vorlage S. 10
310
Du voll Wunden – festgebunden –
Vorlage S. 10
311
Mög's dir nicht Uebles bringen,
Vorlage S. 10
312
Den uns'rer süßen Schwester willen
Vorlage S. 10
313
Wir treu behüten hier im Stillen.
Vorlage S. 10
314
PANTHEA.
Vorlage S. 10
315
Es klingt, wie Wirbelwinde wild,
Vorlage S. 10
316
Wenn Feu'r und Erdstoß Berge spalten!
Vorlage S. 10
317
Der Ton ist schrecklich, wie das Bild
Vorlage S. 10
318
In sterndurchwob'nen Purpurfalten.
Vorlage S. 10
319
Sein Scepter blassen Gold's,
Vorlage S. 10
320
Im Wolkenflor dort hoch empor
Vorlage S. 10
321
Hebt seine Hand es stolz
Vorlage S. 10
322
Und grausam blickt er, unbewegt,
Vorlage S. 10
323
Wie wer da Leiden schafft, nicht trägt!
Vorlage S. 10
324
PHANTOM DES JUPITER.
Vorlage S. 10
325
Geheime Mächte dieser fremden Welt!
Vorlage S. 10
326
Was habt ihr mich, ein wesenloses Schemen,
Vorlage S. 10
327
Auf grausen Stürmen denn hieher getrieben?
Vorlage S. 10
328
Welch' ungewohnte Töne sind's, die beben
Vorlage S. 10
329
Auf meinen Lippen, ungleich jener Stimme,
Vorlage S. 11
330
Mit der da unser bleich Geschlecht im Finstern
Vorlage S. 11
331
Die geisterhafte Unterredung hält?
Vorlage S. 11
332
Und du, o stolzer Dulder, wer bist du?
Vorlage S. 11
333
PROMETHEUS.
Vorlage S. 11
334
Entsetzlich Bild! – Wie du bist, muss er sein,
Vorlage S. 11
335
Deß Schatten du uns zeigst! – Ich bin sein Feind,
Vorlage S. 11
336
Bin der Titan! – Die Worte sag', die ich
Vorlage S. 11
337
Vernehmen will – ist deine hohle Stimme
Vorlage S. 11
338
Auch nur gedankenloser Wiederhall!
Vorlage S. 11
339
DIE ERDE.
Vorlage S. 11
340
Horcht auf! und muss auch euer Echo schweigen,
Vorlage S. 11
341
Ihr grauen Berge, alten Wälder dort,
Vorlage S. 11
342
Ihr Zauberquellen, ihr prophet'schen Höhlen
Vorlage S. 11
343
Und inselreichen Ströme, freuet euch
Vorlage S. 11
344
Zu hören nun, was ihr nicht sprechen dürft!
Vorlage S. 11
345
PHANTOM.
Vorlage S. 11
346
Ein Geist erfasst mich und er spricht in mir:
Vorlage S. 11
347
Wie Feuer durch die Donnerwolke zuckt,
Vorlage S. 11
348
So zuckt es nun durch mich!
Vorlage S. 11
349
PANTHEA.
Vorlage S. 11
350
Seht nur, wie er
Vorlage S. 11
351
Die mächt'gen Blicke hebt! – Der Himmel oben
Vorlage S. 11
352
Verfinstert sich!
Vorlage S. 11
353
JONE.
Vorlage S. 11
354
Er spricht – o schützet mich!
Vorlage S. 11
355
PROMETHEUS.
Vorlage S. 11
356
Es ist der Fluch! – ich seh's an den Geberden,
Vorlage S. 11
357
So stolz und kalt – an Blicken voll von Trotz
Vorlage S. 11
358
Und stillem Haß, – an der Verzweiflung seh' ich's,
Vorlage S. 11
359
Die da mit Lächeln spottet ihrer selbst,
Vorlage S. 11
360
Das so zum Grinsen wird. – Doch sprich! o sprich!
Vorlage S. 11
361
PHANTOM.
Vorlage S. 12
362
»Du böser Feind, ich trotze dir in Ruh'!
Vorlage S. 12
363
Was du vermagst, heiß' ich dich bieten mir!
Vorlage S. 12
364
Tyrann der Götter und der Menschheit du,
Vorlage S. 12
365
Ein einzig Wesen beugt sich nicht vor dir!
Vorlage S. 12
366
Lass deine Qualen auf mich regnen,
Vorlage S. 12
367
Lass Krankheit, Furcht und Raserei,
Vorlage S. 12
368
Lass Frost und Feuer sich begegnen
Vorlage S. 12
369
Zu meiner Pein, – dein Zürnen sei
Vorlage S. 12
370
Der Blitz, der Hagel, sei'n die Furienschaaren,
Vorlage S. 12
371
Die durch die Welt einher auf wilden Stürmen fahren!
Vorlage S. 12
372
Dein Schlimmstes thu'! – die Allmacht ist ja dein!
Vorlage S. 12
373
Bis auf dich selbst und meine Willenskraft,
Vorlage S. 12
374
Ob allen Dingen räumt' ich sie dir ein,
Vorlage S. 12
375
So sende denn, was Menschen Leiden schafft:
Vorlage S. 12
376
Dein böser Geist mit Qual umstricke
Vorlage S. 12
377
Sie alle, die mir theuer sind,
Vorlage S. 12
378
Auf mich und auf die Meinen schicke
Vorlage S. 12
379
Das Aergste, was dein Haß nur spinnt.
Vorlage S. 12
380
Und also weih' ich dieses Haupt, erhoben,
Vorlage S. 12
381
Schlafloser Pein, dieweil du herrschen musst dort oben!«
Vorlage S. 12
382
»Du aber, der ein Gott und Herr du bist,
Vorlage S. 12
383
Mit deinem Geist erfüllst die Welt voll Weh, –
Vorlage S. 12
384
Vor dem, was Himmels und der Erden ist,
Vorlage S. 12
385
In Furcht und Ehrfurcht ich sich beugen seh'!
Vorlage S. 12
386
Fluch dir! – des Dulders Fluch mit Beben,
Vorlage S. 12
387
Hör', Folt'rer, gleich Gewissensleid,
Vorlage S. 12
388
Vergiftet Sterben sei dein Leben,
Vorlage S. 12
389
Die Ewigkeit dein Sterbekleid!
Vorlage S. 12
390
Und deine Allmacht sei die Marterkrone,
Vorlage S. 12
391
Die, brennend Gold, dein schmelzend Hirn umringt zum, Hohne!«
Vorlage S. 12
392
Kraft dieses Fluch's häuf' Uebelthaten auf
Vorlage S. 12
393
Und Gutes sei zu schau'n verdammt zumal,
Vorlage S. 12
394
Da beides ewig, wie der Welten Lauf,
Vorlage S. 12
395
Wie du und deine Einsamkeit voll Qual!
Vorlage S. 12
396
Und scheinst du auch das Bild der reinen,
Vorlage S. 12
397
Erhaben ruh'gen Macht zur Frist,
Vorlage S. 12
398
Die Stunde kommt, da du musst scheinen,
Vorlage S. 12
399
Was innerlich von je du bist.
Vorlage S. 13
400
»Verbrechen häuf' denn, die nicht Früchte tragen,
Vorlage S. 13
401
Und ew'ger Spott soll dich durch Raum und Zeit einst jagen!«
Vorlage S. 13
402
PROMETHEUS.
Vorlage S. 13
403
Sind's meine Worte, Mutter?
Vorlage S. 13
404
DIE ERDE.
Vorlage S. 13
405
Es sind deine!
Vorlage S. 13
406
PROMETHEUS.
Vorlage S. 13
407
Mich reu'ts! – Ein eitel Wort ist schnell entschwebt,
Vorlage S. 13
408
Und Kummer oftmals blind – so war der meine!
Vorlage S. 13
409
Zu leiden wünsch' ich keinem Ding, das lebt!
Vorlage S. 13
410
DIE ERDE.
Vorlage S. 13
411
O, weh' mir! weh' mir! weh'!
Vorlage S. 13
412
Dass Zeus dich doch besiegt zuletzt!
Vorlage S. 13
413
Laut heulet, Land und See!
Vorlage S. 13
414
Ihr Wirbelwinde heult entsetzt!
Vorlage S. 13
415
Zerrissen wird der Erde Herz,
Vorlage S. 13
416
Die Antwort tönen euerm Schmerz!
Vorlage S. 13
417
Heult, Geister Lebender und Todter dort,
Vorlage S. 13
418
Gefallen und besiegt ist euer Hort!
Vorlage S. 13
419
ECHO.
Vorlage S. 13
420
Besiegt ist euer Hort!
Vorlage S. 13
421
JONE.
Vorlage S. 13
422
Nein, nein! ein leichter Krampf ist's nur,
Vorlage S. 13
423
Noch unbesiegt ist der Titan!
Vorlage S. 13
424
Doch seht! was kommt durch den Azur?
Vorlage S. 13
425
Ob jenes Hügels schnee'gem Plan,
Vorlage S. 13
426
Den gold'nen Flügelschuh am Fuß,
Vorlage S. 13
427
Dem jeder Wind sich beugen muss,
Vorlage S. 13
428
Von rother Federn Wiederschein
Vorlage S. 13
429
Zart angehaucht, wie Elfenbein,
Vorlage S. 13
430
Das ros'ge Glut durchdringt,
Vorlage S. 13
431
Schwebt die Gestalt herab!
Vorlage S. 13
432
Mit ihrer Rechten schwingt
Vorlage S. 13
433
Sie einen Stab
Vorlage S. 13
434
Um den sich eine Schlange ringt.
Vorlage S. 13
435
PANTHEA.
Vorlage S. 14
436
Der schnelle Bote Jovis ist's – Mercur!
Vorlage S. 14
437
JONE.
Vorlage S. 14
438
Und Jene da mit Hydrahaaren
Vorlage S. 14
439
Und eh'rnen Schwingen auf dem Wind?
Vorlage S. 14
440
Die dort im Zaum gehalten sind
Vorlage S. 14
441
Vom Gott, den zürnen sie gewahren
Vorlage S. 14
442
Und die gleich Dämpfen steigen auf,
Vorlage S. 14
443
Laut schwirrend, ein endloser Hauf?
Vorlage S. 14
444
PANTHEA.
Vorlage S. 14
445
's ist Jovis wilder Hunde Heer,
Vorlage S. 14
446
Das er mit Blut und Seufzern nährt,
Vorlage S. 14
447
Wenn auf der Schwefelwolke er
Vorlage S. 14
448
Aus seines Reiches Grenzen fährt.
Vorlage S. 14
449
JONE.
Vorlage S. 14
450
Führt er hinweg sie von der magern Weide
Vorlage S. 14
451
Des Tod's, zu füttern sie mit neuem Leide?
Vorlage S. 14
452
PANTHEA.
Vorlage S. 14
453
Wie immer, fest, nicht stolz blickt der Titan!
Vorlage S. 14
454
ERSTE FURIE.
Vorlage S. 14
455
Ich witt're Leben, ha!
Vorlage S. 14
456
ZWEITE FURIE.
Vorlage S. 14
457
O lasst mich nur
Vorlage S. 14
458
In seine Augen sehn!
Vorlage S. 14
459
DRITTE FURIE.
Vorlage S. 14
460
Die Hoffnung, ihn
Vorlage S. 14
461
Zu quälen riecht, wie für den Aesergeyer
Vorlage S. 14
462
Ein Haufe Leichen riecht nach einer Schlacht!
Vorlage S. 14
463
ERSTE FURIE.
Vorlage S. 14
464
Du zögerst, Herold? – Auf, ihr Höllenhunde!
Vorlage S. 14
465
Wie wär's, wenn uns der Sohn der Maia bald
Vorlage S. 14
466
Zum Futter diente und zur Jagd? Wer kann
Vorlage S. 14
467
Da lange dem Allmächtigen gefallen?
Vorlage S. 14
468
MERCUR.
Vorlage S. 15
469
Packt euch zurück in eure Eisenzwinger
Vorlage S. 15
470
Und knirscht mit euren futterlosen Zähnen,
Vorlage S. 15
471
Am Strom des Feuers und der Weheklagen!
Vorlage S. 15
472
Geryon auf! und Gorgo und Chimära
Vorlage S. 15
473
Und du auch, Sphinx, du schlaueste der Bösen,
Vorlage S. 15
474
Die du zu Theben einst des Himmels Wein
Vorlage S. 15
475
Kredenztest, den vergifteten: die Liebe,
Vorlage S. 15
476
Zur Unnatur verkehrt und Haß, der noch
Vorlage S. 15
477
Viel unnatürlicher. – Seht! Jene werden
Vorlage S. 15
478
Vollziehen euer Werk!
Vorlage S. 15
479
ERSTE FURIE.
Vorlage S. 15
480
O Gnade! Gnade!
Vorlage S. 15
481
Wir sterben vor Begier: Vertreib' uns nicht!
Vorlage S. 15
482
MERCUR.
Vorlage S. 15
483
So duckt euch denn und schweigt!
Vorlage S. 15
484
Erhab'ner Dulder!
Vorlage S. 15
485
Unwillig, höchst unwillig komm' ich her,
Vorlage S. 15
486
Getrieben von des großen Vaters Willen,
Vorlage S. 15
487
Um neuen Rachespruch hier zu vollziehn! –
Vorlage S. 15
488
Ach! ich beklage dich und hasse mich,
Vorlage S. 15
489
Dass ich nicht mehr vermag! – Ja, kehr' ich heim
Vorlage S. 15
490
Von deinem Anblick, wird für Jahreszeit
Vorlage S. 15
491
Der Himmel mir zur Hölle, so verfolgt
Vorlage S. 15
492
Mit vorwurfsvollem Lächeln Tag und Nacht
Vorlage S. 15
493
Mich die zermarterte Gestalt! – Ja, du
Vorlage S. 15
494
Bist weise, stark und gut und dennoch ständest
Vorlage S. 15
495
Vergebens fürder du allein im Kampf
Vorlage S. 15
496
Gen den Allmächtigen – wie's jene Leuchten,
Vorlage S. 15
497
Die klaren, die die müden Jahre messen
Vorlage S. 15
498
Und theilen sie, von denen keine Zuflucht
Vorlage S. 15
499
Es lang gelehrt und lange lehren werden.
Vorlage S. 15
500
Und sieh! dein Peiniger, er rüstet eben
Vorlage S. 15
501
Mit sond'rer Macht von unerhörter Pein
Vorlage S. 15
502
Die Mächte aus, die in der Hölle unten
Vorlage S. 15
503
Die Todesqual, die langgedehnte sinnen.
Vorlage S. 15
504
Mein Auftrag aber ist, hieher zu führen
Vorlage S. 15
505
Sie, oder was an schlauern oder bösern
Vorlage S. 15
506
Und wildern Geistern noch den Höllenschlund
Vorlage S. 15
507
Bevölkert und ihr grauses Werk sie hier
Vorlage S. 16
508
Vollziehn zu lassen! – Mög' es so nicht sein:
Vorlage S. 16
509
Es ist dir ein Geheimnis ja bekannt, –
Vorlage S. 16
510
Von allen Lebenden nur dir allein –
Vorlage S. 16
511
Das da vermag des weiten Himmels Scepter
Vorlage S. 16
512
Zu übertragen und die Furcht vor ihm
Vorlage S. 16
513
Erfüllt den Allgewaltigen mit Schrecken.
Vorlage S. 16
514
In Worte kleid's und heiß es seinen Thron
Vorlage S. 16
515
Umklammern dann in brünst'gem Fleh'n! – die Seele:
Vorlage S. 16
516
Beug' im Gebet und, einem Bittenden
Vorlage S. 16
517
In stolzem Tempel gleich, lass deinen Willen
Vorlage S. 16
518
Im Herzen knieen, das voll Hochmuth ist.
Vorlage S. 16
519
Denn gute That und Unterwerfung sänft'gen
Vorlage S. 16
520
Den Stolzesten und auch den Mächtigsten.
Vorlage S. 16
521
PROMETHEUS.
Vorlage S. 16
522
Wer bös geartet ist, verwandelt selbst
Vorlage S. 16
523
Das Gute zu der eigenen Natur!
Vorlage S. 16
524
Ich gab ihm Alles, was er hat und er
Vorlage S. 16
525
Zum Danke kettet hier mich fest auf Jahre,
Vorlage S. 16
526
Auf Menschenalter, Nacht und Tag. – Ob nun
Vorlage S. 16
527
Die Sonne mir die ausgedorrte Haut
Vorlage S. 16
528
Zerreißt, ob in der kalten Mondnacht sich
Vorlage S. 16
529
Krystallbeschwingter Schnee ums Haupt mir klebt,
Vorlage S. 16
530
Indeß mein heißgeliebt Geschlecht zu Boden
Vorlage S. 16
531
Getreten wird von jenen Schergen seiner
Vorlage S. 16
532
Gedanken – das ist des Tyrannen Lohn!
Vorlage S. 16
533
's ist recht, denn Gutes mag der Böse nicht
Vorlage S. 16
534
Empfangen und für eine Welt, die ihm
Vorlage S. 16
535
Geschenkt ward, für den Freund, den er verlor,
Vorlage S. 16
536
Vermag er Haß zu fühlen, Furcht und Scham,
Vorlage S. 16
537
Nicht Dankbarkeit! – Bestrafen will er mich
Vorlage S. 16
538
Für Missethaten, die er selbst beging!
Vorlage S. 16
539
Für Solche ist die Güte bitt'rer Vorwurf,
Vorlage S. 16
540
Der durch den leisen Schlummer des Gewissens
Vorlage S. 16
541
Mit scharfen Stacheln fährt. – Und Unterwerfung?
Vorlage S. 16
542
Du weißt es wohl, ich kann sie nicht versuchen,
Vorlage S. 16
543
Denn welches Pfand der Demuth nähm' er an
Vorlage S. 16
544
Und welches and're hätt' ich ihm zu bieten,
Vorlage S. 16
545
Wär's jenes Wort nicht, das verhängnißvolle,
Vorlage S. 16
546
Das Todessiegel aller Sklaverei
Vorlage S. 17
547
Der Menschheit, das ob seiner Krone zittert,
Vorlage S. 17
548
Gleich jenem Schwerte, das am Haare schwebend
Vorlage S. 17
549
Einst über'm Haupt des Sicilianers hing?
Vorlage S. 17
550
Auch will ich's jetzt ihm noch nicht offenbaren!
Vorlage S. 17
551
Lasst And're dem Verbrechen schmeicheln, wo's
Vorlage S. 17
552
In kurzer Allmacht thront; – gesichert sind sie;
Vorlage S. 17
553
Denn triumphirt einst die Gerechtigkeit,
Vorlage S. 17
554
Wird Mitleidszähren sie herniederweinen,
Vorlage S. 17
555
Nicht Strafe ob des Unrechts, das sie litt,
Vorlage S. 17
556
Das nur zu schwer gebüßt durch Jene wird,
Vorlage S. 17
557
Die irre gehn! – So wart' ich, Alles duldend,
Vorlage S. 17
558
Die Stunde der Vergeltung ab, die, seit
Vorlage S. 17
559
Wir sprechen selbst, schon wieder näher ist! –
Vorlage S. 17
560
Doch horch! Die Höllenhunde kläffen dort:
Vorlage S. 17
561
Zu zögern wage nicht, denn sieh', der Himmel
Vorlage S. 17
562
Verfinstert sich, weil schon dein Vater oben
Vorlage S. 17
563
Die Stirne runzelt!
Vorlage S. 17
564
MERCUR.
Vorlage S. 17
565
O wär's uns erspart:
Vorlage S. 17
566
Mir, dich zu peinigen und dir, zu leiden!
Vorlage S. 17
567
Noch einmal antwort' mir: du kennst doch wohl
Vorlage S. 17
568
Den Zeitraum nicht von Jupiters Gewalt?
Vorlage S. 17
569
PROMETHEUS.
Vorlage S. 17
570
Ich weiß nur, dass ihr Ende kommen muss!
Vorlage S. 17
571
MERCUR.
Vorlage S. 17
572
Ach! leider kannst du nicht die Jahre zählen,
Vorlage S. 17
573
Die voll der Qualen kommen über dich!
Vorlage S. 17
574
PROMETHEUS.
Vorlage S. 17
575
So lange dauern sie, als Zeus regiert:
Vorlage S. 17
576
Nicht mehr, noch wen'ger wünsch' ich oder fürcht' ich!
Vorlage S. 17
577
MERCUR.
Vorlage S. 17
578
Halt' ein und tauch' in jene Ewigkeit,
Vorlage S. 17
579
Wo das Gedächtnis aller Zeiten schwindet
Vorlage S. 17
580
Und was in Menschenaltern ihr ersinnt,
Vorlage S. 17
581
Zu einem Punkt, – in deren ew'ger Flucht
Vorlage S. 17
582
Die Seele, die im Kampf ermattet, erst
Vorlage S. 18
583
Die müden Flügel senkt und endlich taumelnd,
Vorlage S. 18
584
Verloren, blind und schutzlos untersinkt:
Vorlage S. 18
585
Vielleicht hat sie die trägen Jahre nicht
Vorlage S. 18
586
Gezählt, die du in Qual verbringen sollst!
Vorlage S. 18
587
PROMETHEUS.
Vorlage S. 18
588
Vielleicht kann kein Gedanke sie ermessen –
Vorlage S. 18
589
Sie werden doch vorübergehn.
Vorlage S. 18
590
MERCUR.
Vorlage S. 18
591
Und könntest
Vorlage S. 18
592
Du mittlerweile wohnen unter Göttern,
Vorlage S. 18
593
In wollustvolle Freude sanft gewiegt?
Vorlage S. 18
594
PROMETHEUS.
Vorlage S. 18
595
Ich würde doch dies graue Thal nicht lassen,
Vorlage S. 18
Porträt von Percy Bysshe Shelley
Kontextbild zum Werk. Porträt von Percy Bysshe Shelley — Bildnis zur Autorschaft; keine Szene aus dem Buch. · Amelia Curran · Public domain Bildquelle ↗
596
Die Pein nicht fliehen, die mich hier erwartet!
Vorlage S. 18
597
MERCUR.
Vorlage S. 18
598
Bewundern muss ich dich – doch auch beklagen!
Vorlage S. 18
599
PROMETHEUS.
Vorlage S. 18
600
Des Himmels Sklaven, die sich selbst verachten,
Vorlage S. 18
601
Beklage du, – nicht mich, in dessen Seele
Vorlage S. 18
602
Die reinste Freude herrscht, dem Lichte gleich,
Vorlage S. 18
603
Das in der Sonne thront! – Wie eitel doch
Vorlage S. 18
604
Ist das Gespräch! – die bösen Feinde dort
Vorlage S. 18
605
Ruf' auf!
Vorlage S. 18
606
JONE.
Vorlage S. 18
607
O Schwester, sieh nur: Weißes Feuer
Vorlage S. 18
608
Hat jene mächt'ge, schneebelad'ne Ceder
Vorlage S. 18
609
Gespalten tief bis in der Wurzeln Schooß!
Vorlage S. 18
610
Wie fürchterlich rollt Gottes Donner nach!
Vorlage S. 18
611
MERCUR.
Vorlage S. 18
612
Gehorchen muss ich seinem Wort und deinem,
Vorlage S. 18
613
Wie schwere Sorge auch das Herz mir drückt.
Vorlage S. 18
614
Ab.
Vorlage S. 18
615
PANTHEA.
Vorlage S. 19
616
Sieh, wie das Kind des Himmels läuft von dannen,
Vorlage S. 19
617
Der Morgensonne gold'ne Strahlen dort
Vorlage S. 19
618
Zur Seite beugend mit beschwingtem Fuß.
Vorlage S. 19
619
JONE.
Vorlage S. 19
620
O theure Schwester – vor den Augen schließ'
Vorlage S. 19
621
Dein Flügelpaar, dass du nicht siehst und stirbst!
Vorlage S. 19
622
Sie kommen, kommen, die Geburt des Tags
Vorlage S. 19
623
Verfinsternd mit den ungemess'nen Schwingen
Vorlage S. 19
624
Und hohl darunter, wie der Tod.
Vorlage S. 19
625
ERSTE FURIE.
Vorlage S. 19
626
Prometheus!
Vorlage S. 19
627
ZWEITE FURIE.
Vorlage S. 19
628
Unsterblicher Titan!
Vorlage S. 19
629
DRITTE FURIE.
Vorlage S. 19
630
Der du ein Kämpe
Vorlage S. 19
631
Für alles Sklavenvolk des Himmels bist!
Vorlage S. 19
632
PROMETHEUS.
Vorlage S. 19
633
Er, dem dies wüste Rufen gilt, ist hier,
Vorlage S. 19
634
Prometheus, der gefesselte Titan!
Vorlage S. 19
635
Ihr Schreckgestalten, was und wer seid ihr?
Vorlage S. 19
636
Nie kamen solch' entsetzliche Phantome
Vorlage S. 19
637
Noch durch der Hölle scheusalträcht'gen Schooß
Vorlage S. 19
638
Aus Jovis Hirn, d'rin alles Böse keimt.
Vorlage S. 19
639
Mich dünkt, seh' ich solch' gräuliche Gestalt,
Vorlage S. 19
640
Ich werde Jenem gleich, das ich betrachte
Vorlage S. 19
641
Und lach' und stier' in ekler Sympathie!
Vorlage S. 19
642
ERSTE FURIE.
Vorlage S. 19
643
Wir sind die Schergen aller Pein und Furcht,
Vorlage S. 19
644
Des Missgeschicks, des Mißtrau'ns und des Hasses
Vorlage S. 19
645
Und lastender Verbrechen! – Hunden gleich,
Vorlage S. 19
646
Die ein getroff'nes, athemloses Reh
Vorlage S. 19
647
Durch Wald und See verfolgen, – also sind
Vorlage S. 19
648
Wir hinter jedem Dinge her, das lebt
Vorlage S. 19
649
Und weint und blutet, – wenn der große König
Vorlage S. 19
650
Es unserm Willen schutzlos überlässt.
Vorlage S. 19
651
PROMETHEUS.
Vorlage S. 20
652
O Mannigfalt der schrecklichsten Naturen
Vorlage S. 20
653
In einem Namen hier! – Ich kenne euch
Vorlage S. 20
654
Und jene Seeen dort und Echo's kennen
Vorlage S. 20
655
Das Schwirren eurer schwarzen Flügel wohl!
Vorlage S. 20
656
Allein warum, noch scheußlicher fürwahr,
Vorlage S. 20
657
Als euer grauenhaftes Wesen sonst,
Vorlage S. 20
658
Entsteigt in Schwärmen ihr der Tiefe heut'?
Vorlage S. 20
659
ZWEITE FURIE.
Vorlage S. 20
660
Das wussten wir nicht! – Schwestern, freut euch!
Vorlage S. 20
661
PROMETHEUS.
Vorlage S. 20
662
Kann Ein's ob seiner Hässlichkeit frohlocken?
Vorlage S. 20
663
ZWEITE FURIE.
Vorlage S. 20
664
Die Schönheit der Glückseligkeit verklärt
Vorlage S. 20
665
Die Liebenden, sehn sie einander an:
Vorlage S. 20
666
Und so sind wir! – Wie von der Rose wohl,
Vorlage S. 20
667
Die knieend eine bleiche Priesterin
Vorlage S. 20
668
Für ihren Blumenkranz zum Feste pflückt,
Vorlage S. 20
669
Ein flüchtig Roth auf ihre Wangen fällt,
Vorlage S. 20
670
Umkleidet uns der Schatten jener Qual,
Vorlage S. 20
671
Die uns'res Opfers harrt und gibt uns Form –
Vorlage S. 20
672
Sonst sind gestaltlos wir, wie Mutter Nacht.
Vorlage S. 20
673
PROMETHEUS.
Vorlage S. 20
674
Verächtlich lach' ich eurer Macht und Jenes,
Vorlage S. 20
675
Der euch gesandt! – Kredenzt den Leidensbecher!
Vorlage S. 20
676
ERSTE FURIE.
Vorlage S. 20
677
Du denkst, wir reißen Dir nun Bein von Bein
Vorlage S. 20
678
Und Nerv von Nerv – wie Feuer dich durchwühlend?
Vorlage S. 20
679
PROMETHEUS.
Vorlage S. 20
680
Pein ist mein Element, wie Haß das deine!
Vorlage S. 20
681
Zerreißt mich nun – ich frage nicht darnach!
Vorlage S. 20
682
ZWEITE FURIE.
Vorlage S. 20
683
Du stellst dir vor, dass wir dir blicken werden
Vorlage S. 20
684
Mit Hohngelächter in dein lidlos Aug'?
Vorlage S. 20
685
PROMETHEUS.
Vorlage S. 21
686
Nicht wägen will ich, was ihr Böses tut,
Vorlage S. 21
687
Nur was ihr leidet, da ihr böse seid!
Vorlage S. 21
688
Wie grausam doch war jene Macht, die euch
Vorlage S. 21
689
Ans Licht rief oder Elende gleich euch!
Vorlage S. 21
690
DRITTE FURIE.
Vorlage S. 21
691
Du denkst, wir werden Ein's um's And're leben
Vorlage S. 21
692
In dir, gleich thier'schem Leben, und obwohl
Vorlage S. 21
693
Wir auch die Seele nicht verfinstern können,
Vorlage S. 21
694
Die in dir brennt, – doch wohnen neben ihr,
Vorlage S. 21
695
Der eitlen, lauten Menge gleich, die da
Vorlage S. 21
696
Den Weisesten im Selbstgenügen stört? –
Vorlage S. 21
697
Dass wir als Schreckgedanke dein Gehirn,
Vorlage S. 21
698
Als fauler Wunsch dein Herz erfüllen werden,
Vorlage S. 21
699
Als Blut durch deiner Adern Labyrinth
Vorlage S. 21
700
Gleich Todesqualen kriechen?
Vorlage S. 21
701
PROMETHEUS.
Vorlage S. 21
702
Also seid ihr!
Vorlage S. 21
703
Doch bin ich König über mich und weiß
Vorlage S. 21
704
Der Qualen Aufruhr in mir selbst zu bänd'gen,
Vorlage S. 21
705
Wie Jupiter die Hölle, wenn sie meutert.
Vorlage S. 21
706
CHOR DER FURIEN.
Vorlage S. 21
707
Von den Enden der Erde, – in Nebel geborgen,
Vorlage S. 21
708
Wo die Nacht hat ihr Grab, – seine Wiege der Morgen,
Vorlage S. 21
709
Herbei! herbei! herbei!
Vorlage S. 21
710
Die ihr Berge erschüttert mit Jubelgeschrei,
Vorlage S. 21
711
Wenn die Städte versinken und heulen vor Weh,
Vorlage S. 21
712
Die ihr schwunglosen Fußes stampfet die See,
Vorlage S. 21
713
Die ihr dicht hinter Schiffbruch und Hungersnoth
Vorlage S. 21
714
Schnatternd euch setzt auf's zertrümmerte Boot,
Vorlage S. 21
715
Herbei! herbei! herbei!
Vorlage S. 21
716
Lasst das Bett, das kalt und roth,
Vorlage S. 21
717
Unter einem Volk, das todt;
Vorlage S. 21
718
Lasst den Haß! im Aschenhauf'
Vorlage S. 21
719
Glimmend noch das Feuer währt,
Vorlage S. 21
720
Steigt in blut'gern Flammen auf,
Vorlage S. 21
721
Wenn ihr's schür't, zurückgekehrt!
Vorlage S. 22
722
Eingepflanzt lasst Selbstverachtung
Vorlage S. 22
723
In der Jugend Sinnumnachtung,
Vorlage S. 22
724
Elend lasst, nur kaum entsproßen!
Vorlage S. 22
725
Was geheim in ihren Räumen
Vorlage S. 22
726
Birgt die Hölle – halb erschlossen
Vorlage S. 22
727
Lasst's dem Narr'n in seinen Träumen:
Vorlage S. 22
728
Grausamer als euch das Hassen
Vorlage S. 22
729
Wird die Furcht ihn werden lassen!
Vorlage S. 22
730
Schwarmweis aus der Hölle weitem Thor
Vorlage S. 22
731
Steigen wir wie böser Dampf empor,
Vorlage S. 22
732
Pestgleich schwängern wir der Lüfte Hauch,
Vorlage S. 22
733
Doch vergeblich ist's, kommt ihr nicht auch!
Vorlage S. 22
734
JONE.
Vorlage S. 22
735
Ich hör' den Donner neuer Schwingen, Schwester!
Vorlage S. 22
736
PANTHEA.
Vorlage S. 22
737
Die mächt'gen Berge dröhnen von dem Klang
Vorlage S. 22
738
Und zittern, wie die Luft. – Ihr Schatten hüllt
Vorlage S. 22
739
Den Raum, der zwischen meinen Flügeln liegt,
Vorlage S. 22
740
In Finsterniß, noch schwärzer wie die Nacht!
Vorlage S. 22
741
VIERTE FURIE.
Vorlage S. 22
742
Euer Ruf, ein Flügelwagen,
Vorlage S. 22
743
Hat uns wirbelnd fortgetragen,
Vorlage S. 22
744
Wo sie blut'ge Schlachten schlagen!
Vorlage S. 22
745
FÜNFTE FURIE.
Vorlage S. 22
746
Fort von Städten, voll der Plagen!
Vorlage S. 22
747
SECHSTE FURIE.
Vorlage S. 22
748
Halbgehörten Seufzern nur,
Vorlage S. 22
749
Blut, dem wir erst auf der Spur!
Vorlage S. 22
750
SIEBENTE FURIE.
Vorlage S. 22
751
Aus der Kön'ge Rath, wo kalt
Vorlage S. 22
752
Man das Blut mit Gold bezahlt.
Vorlage S. 22
753
ACHTE FURIE.
Vorlage S. 23
754
Von der Schmelze, weiß und heiß,
Vorlage S. 23
755
Wo man – – –
Vorlage S. 23
756
EINE FURIE.
Vorlage S. 23
757
Sprecht nicht laut, noch leis!
Vorlage S. 23
758
Sagt doch nur, was ich schon weiß!
Vorlage S. 23
759
Sprechen bräch' den Zauberbann,
Vorlage S. 23
760
Der da beugen muss den Mann,
Vorlage S. 23
761
Der, von Hochmuth ganz umnachtet,
Vorlage S. 23
762
Selbst der Hölle Macht verachtet!
Vorlage S. 23
763
EINE FURIE.
Vorlage S. 23
764
Den Schleier zieh!
Vorlage S. 23
765
EINE VON DEN FURIEN.
Vorlage S. 23
766
Ich that es schon – o sieh:
Vorlage S. 23
767
CHORUS.
Vorlage S. 23
768
Des Morgens bleiches Sternenlicht, es starrt
Vorlage S. 23
769
Auf schrecklich Elend, das geboren ward! –
Vorlage S. 23
770
Wirst du nun schwach, du mächtiger Titan?
Vorlage S. 23
771
Wir sehn dich lachend, voll Verachtung an!
Vorlage S. 23
772
Du prahlest mit jenem klaren Erkennen,
Vorlage S. 23
773
Das dein erleuchteter Geist dem Menschen gewann?
Vorlage S. 23
774
Du ließest in ihm den Durst nur entbrennen,
Vorlage S. 23
775
Der jenen versiegenden Quellen entrann!
Vorlage S. 23
776
Den fiebernden Durst der Hoffnung und Liebe,
Vorlage S. 23
777
Des Zweifels, des Wunsches – unseliger Triebe! –
Vorlage S. 23
778
Der den, der begehrt
Vorlage S. 23
779
Für immer verzehrt!
Vorlage S. 23
780
Einer kam mit sanftem Muth,
Vorlage S. 23
781
Lächelnd in die Welt voll Blut,
Vorlage S. 23
782
Doch sein überlebend Wort
Vorlage S. 23
783
Bringt wie süßes Gift Verderben!
Vorlage S. 23
784
Was gedeihen soll, verdorrt:
Vorlage S. 23
785
Wahrheit, Friede, Mitleid sterben!
Vorlage S. 23
786
Sieh, wie in der Runde weit
Vorlage S. 23
787
Manche Stadt, d'rin Millionen
Vorlage S. 23
788
Menschen bei einander wohnen,
Vorlage S. 23
789
Rauch in blaue Lüfte speit!
Vorlage S. 23
790
Hör' den Schmerzensschrei, so wild:
Vorlage S. 24
791
's ist sein Geist, der sanft und mild
Vorlage S. 24
792
Neuen Glauben einst verkündet –
Vorlage S. 24
793
Nun beweint, was er entzündet!
Vorlage S. 24
794
Sieh' auf's Neu': Die Flammen schwinden
Vorlage S. 24
795
Mälig zu des Glühwurms Schein, –
Vorlage S. 24
796
Die sich noch am Leben finden,
Vorlage S. 24
797
Sammeln furchtsam Asche ein!
Vorlage S. 24
798
Freude! Freude! Freude!
Vorlage S. 24
799
Sieh' der Vergangenheit Zeitengewühl:
Vorlage S. 24
800
Jede, versinkend, lässt ihre Spur
Vorlage S. 24
801
Und die Zukunft ist dunkel, – die Gegenwart nur
Vorlage S. 24
802
Für dein schlummerlos Haupt ein dornichter Pfühl!
Vorlage S. 24
803
I. HALBCHOR.
Vorlage S. 24
804
Tropfen blut'ger Todesqual
Vorlage S. 24
805
Rinnen von der Stirne fahl:
Vorlage S. 24
806
Lasst ihn nun ein wenig ruhn!
Vorlage S. 24
807
Sieh': – Ein Volk, vom Banne los,
Vorlage S. 24
808
Springt aus der Verzweiflung Schooß
Vorlage S. 24
809
Und das Licht der Wahrheit nun
Vorlage S. 24
810
Bricht mit einemmal herein!
Vorlage S. 24
811
Freiheit soll die Losung sein
Vorlage S. 24
812
Und ein Band der Brüder mild,
Vorlage S. 24
813
Liebe – – –
Vorlage S. 24
814
II.
Vorlage S. 24
815
HALBCHOR.
Vorlage S. 24
816
's ist ein and'res Bild:
Vorlage S. 24
817
Brüder morden Brüder hin,
Vorlage S. 24
818
Ernte halten Tod und Sünde
Vorlage S. 24
819
Und das Blut schäumt auf darin,
Vorlage S. 24
820
Jungem Wein gleich im Gebünde,
Vorlage S. 24
821
Bis Verzweiflung übermannt
Vorlage S. 24
822
Jene, die im Kampf entbrannt
Vorlage S. 24
823
Und anheim die alte Welt
Vorlage S. 24
824
Sklaven und Tyrannen fällt!
Vorlage S. 24
825
Alle Furien verschwinden bis auf eine.
Vorlage S. 24
826
JONE.
Vorlage S. 24
827
Horch, Schwester! welch' ein Seufzer, leis, doch schreckvoll,
Vorlage S. 24
828
Wühlt des Titanen Herz im Grunde auf,
Vorlage S. 24
829
Wie Sturm der Tiefe, dass der See Gestöhn
Vorlage S. 24
830
Die Thiere hören in des Festlands Höhlen.
Vorlage S. 25
831
Wagst du zu schau'n, wie ihn die Geister martern?
Vorlage S. 25
832
PANTHEA.
Vorlage S. 25
833
Ach! zweimal schaut' ich, doch ich will's nicht mehr!
Vorlage S. 25
834
JONE.
Vorlage S. 25
835
Was sahst du denn?
Vorlage S. 25
836
PANTHEA.
Vorlage S. 25
837
O schmerzliches Gesicht!
Vorlage S. 25
838
Ein Jüngling ist's mit sanft geduld'gen Blicken,
Vorlage S. 25
839
Genagelt an ein Crucifix.
Vorlage S. 25
840
JONE.
Vorlage S. 25
841
Was dann?
Vorlage S. 25
842
PANTHEA.
Vorlage S. 25
843
Des Himmels Runde und die Erde unten
Vorlage S. 25
844
Mit Schatten todter Menschen dicht bevölkert,
Vorlage S. 25
845
Entsetzlich all', von Menschenhand gemordet:
Vorlage S. 25
846
Denn Menschen wurden langsam oft getödtet
Vorlage S. 25
847
Durch Stirngerunzel und durch Lächeln blos.
Vorlage S. 25
848
Und andere Gesichte ziehn vorbei
Vorlage S. 25
849
Zu leben und zu sprechen allzuscheußlich!
Vorlage S. 25
850
Lass' unsern Blick nicht Schlimmeres versuchen,
Vorlage S. 25
851
An solchen Seufzern ist's des Gram's genug!
Vorlage S. 25
852
FURIE.
Vorlage S. 25
853
Merk' ein Symbol: Die für den Menschen Unrecht
Vorlage S. 25
854
Erdulden, Spott und Kettenlast, sie häufen
Vorlage S. 25
855
Vertausendfachtes Weh auf sich und ihn.
Vorlage S. 25
856
PROMETHEUS.
Vorlage S. 25
857
O bann' die Angst aus jenem stieren Blick!
Vorlage S. 25
858
Die bleichen Lippen schließ' und lass die Stirn,
Vorlage S. 25
859
Die dornverwundete nicht überströmen
Vorlage S. 25
860
Vom Blut, – es mengt mit deinen Tränen sich!
Vorlage S. 25
861
Die Augen, die in Schmerzen rollen, lass
Vorlage S. 25
862
In Frieden und im Tode stille stehn; –
Vorlage S. 25
863
So soll dein Krampf den Kreuzesstamm nicht schüttern,
Vorlage S. 25
864
Die blassen Finger sollen so nicht spielen!
Vorlage S. 25
865
O Schrecklicher, ich sprech' nicht deinen Namen, –
Vorlage S. 26
866
Er ward zum Fluch! – Ich seh' den Weisen, Milden,
Vorlage S. 26
867
Seh' den Erhab'nen, den Gerechten, die
Vorlage S. 26
868
Gehaßt von deinen Sklaven, weil dir gleich –
Vorlage S. 26
869
Durch faule Lügen seh' die Einen ich,
Vorlage S. 26
870
Verjagt von ihres Herzens Heim, – dem früh
Vorlage S. 26
871
Gewählten, spätbeklagten Heim –
Vorlage S. 26
872
Wie Hinden fliehn, das Parderthier im Nacken!
Vorlage S. 26
873
Und And're seh' ich, die – lebend'ge Leichen –
Vorlage S. 26
874
In ungesunden Kerkern angeschmiedet; –
Vorlage S. 26
875
Noch And're – hör' ich nicht die Menge lachen? –
Vorlage S. 26
876
Auf Stößen Holzes, d'ran die Flamme leckt!
Vorlage S. 26
877
Und! Inseln gleich, entwurzelt aus der See,
Vorlage S. 26
878
Zu meinen Füßen fluthen mächt'ge Reiche,
Vorlage S. 26
879
Die ihre Söhne sehn, im Blut zerstampft,
Vorlage S. 26
880
Beim rothen Licht, d'rin ihre Wohnstatt flammt!
Vorlage S. 26
881
FURIE.
Vorlage S. 26
882
Blut kannst du sehn und Feuer, – kannst
Vorlage S. 26
883
Auch Seufzer hören, aber schlimm're Dinge
Vorlage S. 26
884
Noch bleiben ungesehn und ungehört.
Vorlage S. 26
885
PROMETHEUS.
Vorlage S. 26
886
Noch schlimmere?
Vorlage S. 26
887
FURIE.
Vorlage S. 26
888
Es überlebt die Furcht
Vorlage S. 26
889
In jedes Menschen Brust den Feind, der ihm
Vorlage S. 26
890
Zur Beute ward. Die Höchsten fürchten stets
Vorlage S. 26
891
Die Wahrheit deß, was sie verschmähn zu denken,
Vorlage S. 26
892
Die Heuchelei und die Gewohnheit machen
Vorlage S. 26
893
Aus ihrem Innern Tempel für so manchen
Vorlage S. 26
894
Nun überlebten Götzendienst. Sie wagen
Vorlage S. 26
895
Auf Gutes für die Menschheit nicht zu sinnen
Vorlage S. 26
896
Und wissen selber nicht, dass sie's nicht wagen.
Vorlage S. 26
897
Den Guten fehlt die Macht – sie können nichts
Vorlage S. 26
898
Als Tränen weinen, die höchst unfruchtbar, –
Vorlage S. 26
899
Den Mächt'gen fehlt's an Güte – was noch schlimmer –
Vorlage S. 26
900
Den Weisen fehlt die Liebe, Jenen aber,
Vorlage S. 26
901
Die lieben, fehlt die Weisheit: So wird stets
Vorlage S. 26
902
Das Beste selbst zum Uebel noch verkehrt.
Vorlage S. 26
903
Und Viele gibt's, die mächtig sind und reich
Vorlage S. 27
904
Und wären gern gerecht, doch leben sie
Vorlage S. 27
905
Inmitten ihrer leiderfüllten Brüder,
Vorlage S. 27
906
Als fühlte Keiner was: So wissen sie
Vorlage S. 27
907
Nicht was sie tun!
Vorlage S. 27
908
PROMETHEUS.
Vorlage S. 27
909
Gleich einer Wolke von
Vorlage S. 27
910
Beschwingten Schlangen sind die Worte dein
Vorlage S. 27
911
Und doch beklag' ich die, die sie nicht quälen.
Vorlage S. 27
912
FURIE.
Vorlage S. 27
913
Beklagst du sie? So hab' ich nichts zu sagen!
Vorlage S. 27
914
Verschwindet.
Vorlage S. 27
915
PROMETHEUS.
Vorlage S. 27
916
O weh! o weh! – Ach Pein für ewig, ewig!
Vorlage S. 27
917
Ich schließe hier die thränenlosen Augen
Vorlage S. 27
918
Und sehe nur so klarer noch dein Werk
Vorlage S. 27
919
In meinem schmerzerleuchteten Gemüt,
Vorlage S. 27
920
Du schlauester Tyrann! – Im Grab ist Frieden!
Vorlage S. 27
921
Das Grab deckt all, was schön ist und was gut!
Vorlage S. 27
922
Ich bin ein Gott und kann's nicht finden dort,
Vorlage S. 27
923
Noch will ich's suchen: denn wie schreckensvoll
Vorlage S. 27
924
Auch deine Rache ist, du stolzer König,
Vorlage S. 27
925
Sie wird zur Niederlage, nicht zum Sieg!
Vorlage S. 27
926
Und die Gesichte all, mit denen du
Vorlage S. 27
927
Mich quälst, umpanzern mir die Seele nur
Vorlage S. 27
928
Mit neuer Kraft, bis jene Stunde kommt,
Vorlage S. 27
929
Wo sie nicht Schatten mehr der Dinge, die da sind.
Vorlage S. 27
930
PANTHEA.
Vorlage S. 27
931
Ach! was hast du gesehn?
Vorlage S. 27
932
PROMETHEUS.
Vorlage S. 27
933
Zwei Qualen gibt's:
Vorlage S. 27
934
Zu sprechen und zu schau'n – erspar' mir eine!
Vorlage S. 27
935
Und Namen gibt es, die geheiligt sind
Vorlage S. 27
936
Als Losungsworte der Natur: Hoch oben
Vorlage S. 27
937
In Glanz und Wappenschmuck sind sie geboren,
Vorlage S. 27
938
Die Völker schaarten sich um sie und schrieen
Vorlage S. 27
939
Laut, wie mit einer Stimme: Wahrheit! Freiheit
Vorlage S. 28
940
Und Liebe! – Aber plötzlich fiel vom Himmel
Vorlage S. 28
941
Verwirrung unter sie und Kämpfe gab's,
Vorlage S. 28
942
Enttäuschung, Furcht, – Tyrannen brachen ein
Vorlage S. 28
943
Und theilten lachend unter sich die Beute:
Vorlage S. 28
944
Dies war der Wahrheit Schatten, den ich sah.
Vorlage S. 28
945
DIE ERDE.
Vorlage S. 28
946
Ich fühlte deine Qualen, Sohn, mit solch'
Vorlage S. 28
947
Gemischter Freud' als Pein und Tugend geben.
Vorlage S. 28
948
Dich zu erquicken hab' ich her entboten
Vorlage S. 28
949
Die Geister, klug und schön, die da bewohnen
Vorlage S. 28
950
Die dunklen Höhlen menschlicher Gedanken,
Vorlage S. 28
951
In deren Aether, der die Welt umfluthet,
Vorlage S. 28
952
Sie gleich den Vögeln hausen, die den Wind
Vorlage S. 28
953
Durchflügeln. – In dem Zwielicht jenes Reiches
Vorlage S. 28
954
Schau'n sie die Zukunft, wie im Spiegelglas:
Vorlage S. 28
955
So mögen Trost sie bringen!
Vorlage S. 28
956
PANTHEA.
Vorlage S. 28
957
Schwester sieh'
Vorlage S. 28
958
Wie eine ganze Schaar von Geistern dort,
Vorlage S. 28
959
Gleich Wolkenflocken in des Frühlings Wetter
Vorlage S. 28
960
Sich in den blauen Lüften drängt!
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961
JONE.
Vorlage S. 28
962
Und sieh'
Vorlage S. 28
963
Es kommen ihrer mehr, gleich Wasserstaub,
Vorlage S. 28
964
Wie ihn der Springquell' sprüht bei stillem Wind.
Vorlage S. 28
965
In aufgelösten Reih'n dort klimmen sie
Vorlage S. 28
966
Die Schlucht herauf und horch! – Ist's die Musik
Vorlage S. 28
967
Der Fichten? Ists der See? Der Wasserfall?
Vorlage S. 28
968
PANTHEA.
Vorlage S. 28
969
's ist trauervoller, süßer als sie all!
Vorlage S. 28
970
CHOR DER GENIEN DER MENSCHENSEELE.
Vorlage S. 28
971
Seit unvordenklich grauer Zeit
Vorlage S. 28
972
Sind wir ein sanft und treu Geleit
Vorlage S. 28
973
Der gottbedrückten Sterblichkeit.
Vorlage S. 28
974
Wir athmen, ohne zu erkranken,
Vorlage S. 29
975
Im Luftkreis menschlicher Gedanken,
Vorlage S. 29
976
Ob er trüb sich decken mag,
Vorlage S. 29
977
Wie ein sturmverlöschter Tag,
Vorlage S. 29
978
Nur durchzuckt von flücht'ger Helle,
Vorlage S. 29
979
Ob er heiter ganz und gar,
Vorlage S. 29
980
Wie der Himmel, wolkenbaar,
Vorlage S. 29
981
Wie der Strom mit glatter Welle,
Vorlage S. 29
982
Still und flüssig, rein und klar. –
Vorlage S. 29
983
Wie im Wind der Vogel fliegt,
Vorlage S. 29
984
Fischlein sich in Wellen wiegt,
Vorlage S. 29
985
Wie sie selber, die Gedanken,
Vorlage S. 29
986
All, was über'm Grab, umranken,
Vorlage S. 29
987
Unser flüchtig Lager schlagen
Vorlage S. 29
988
Dort wir auf, die wir durchjagen,
Vorlage S. 29
989
Wolken gleich am Firmament,
Vorlage S. 29
990
Grenzenloses Element.
Vorlage S. 29
991
Und von dorther heute tragen
Vorlage S. 29
992
Auch die Prophezeiung wir,
Vorlage S. 29
993
Die beginnt und schließt in dir.
Vorlage S. 29
994
JONE.
Vorlage S. 29
995
Noch mehr nun kommen, Einer nach dem Andern,
Vorlage S. 29
996
Und rings um sie erstrahlt die weite Luft,
Vorlage S. 29
997
Dem Aether gleich, der einen Stern umgibt.
Vorlage S. 29
998
ERSTER GEIST.
Vorlage S. 29
999
Schall der Schlachttrompete gell
Vorlage S. 29
1000
Trug hieher mich schnell, schnell, schnell,
Vorlage S. 29
1001
Mitten durch die Finsterniß!
Vorlage S. 29
1002
Von verblich'nen Glaubens Staub,
Vorlage S. 29
1003
Der schon längst der Zeiten Raub,
Vorlage S. 29
1004
Von Tyrannenbanners Fetzen,
Vorlage S. 29
1005
Das der Zeitensturm zerriss
Vorlage S. 29
1006
Den Tyrannen zum Entsetzen,
Vorlage S. 29
1007
Flog um mich ein bunt Gewimmel,
Vorlage S. 29
1008
Dem so mancher Schrei entstieg:
Vorlage S. 29
1009
»Freiheit! Hoffnung! Tod! und Sieg!«
Vorlage S. 29
1010
Bis sie schwanden durch den Himmel.
Vorlage S. 29
1011
Und ein Ton d'rauf leis entschwebte,
Vorlage S. 29
1012
Wie aus unsichtbarer Kehle,
Vorlage S. 30
1013
Oben, unten, rings erbebte:
Vorlage S. 30
1014
Hoffnung war's, der Liebe Seele,
Vorlage S. 30
1015
's war die Prophezeiung hier,
Vorlage S. 30
1016
Die beginnt und schließt in dir!
Vorlage S. 30
1017
ZWEITER GEIST.
Vorlage S. 30
1018
Ein Regenbogen, unbewegt,
Vorlage S. 30
1019
Stand auf der See, die wild erregt.
Vorlage S. 30
1020
Und triumphirend durch den Bogen
Vorlage S. 30
1021
Kam der Erob'rer Sturm gezogen.
Vorlage S. 30
1022
Die Wolken jagt' er vor sich auf
Vorlage S. 30
1023
Zu formlos dunklem, raschem Hauf
Vorlage S. 30
1024
Und jede riss ein Blitz entzwei.
Vorlage S. 30
1025
Den Donner hört' ich heiser lachen
Vorlage S. 30
1026
Und Flotten, wirbelnd, gleich wie Spreu,
Vorlage S. 30
1027
Zerstoben in dem Höllenrachen
Vorlage S. 30
1028
Des weißen Wasserschaum's. Ich stellt'
Vorlage S. 30
1029
Mich auf ein Schiff, vom Blitz zerspellt
Vorlage S. 30
1030
Und eilig über's weite Meer
Vorlage S. 30
1031
Trug mich ein Seufzer dann hieher,
Vorlage S. 30
1032
Den in Verzweiflung Einer hauchte,
Vorlage S. 30
1033
Der seinem Feind die Planke gab,
Vorlage S. 30
1034
Daran er hing, und dann ins Grab
Vorlage S. 30
1035
Der Wellen sterbend untertauchte.
Vorlage S. 30
1036
DRITTER GEIST.
Vorlage S. 30
1037
Ich saß in eines Weisen Zimmer,
Vorlage S. 30
1038
Darin er schlief. Mit rothem Schimmer
Vorlage S. 30
1039
Der Lampe Licht den Docht verzehrt,
Vorlage S. 30
1040
Den Büchern nah, die ihn genährt.
Vorlage S. 30
1041
Da schwebt' mit flammendem Gefieder,
Vorlage S. 30
1042
Auf seinen Pfühl ein Traum hernieder
Vorlage S. 30
1043
Und er, den ich dort schweben sah,
Vorlage S. 30
1044
Derselbe war's, ich wußt es ja,
Vorlage S. 30
1045
Der schon vor langer, langer Zeit
Vorlage S. 30
1046
Das Mitleid, die Beredsamkeit
Vorlage S. 30
1047
Entzündete und auch das Leid.
Vorlage S. 30
1048
Den Schatten trug einst diese Welt,
Vorlage S. 30
1049
Der da von seinem Glanze fällt.
Vorlage S. 30
1050
Er war's, der mich gebracht zur Stell'
Vorlage S. 31
1051
Auf Wunsches Flügeln blitzesschnell,
Vorlage S. 31
1052
Doch reit' ich ihn zurück vor morgen,
Vorlage S. 31
1053
Der Weise sonst erwacht in Sorgen.
Vorlage S. 31
1054
VIERTER GEIST.
Vorlage S. 31
1055
Auf eines Dichters Lippen schlief
Vorlage S. 31
1056
Ich jüngst in süßen Träumen tief, –
Vorlage S. 31
1057
Wie träumend ein Verliebter liegt, –
Vorlage S. 31
1058
Von seines Athems Hauch gewiegt.
Vorlage S. 31
1059
Er sucht nicht irdische Genüsse,
Vorlage S. 31
1060
Ihn nähren nur äther'sche Küsse
Vorlage S. 31
1061
Der Geister, die durch der Gedanken
Vorlage S. 31
1062
Geheimnisvolle Wildniß schwanken.
Vorlage S. 31
1063
Er wird vom Tagen bis zum Nachten
Vorlage S. 31
1064
Der Sonne Bild im See betrachten,
Vorlage S. 31
1065
Von ihrem Strahlengold beschienen
Vorlage S. 31
1066
Im Blüthenkelch die gelben Bienen
Vorlage S. 31
1067
Und wird's nicht wissen, noch beachten.
Vorlage S. 31
1068
Doch wird er d'raus Gestalten weben,
Vorlage S. 31
1069
Die wirklicher als Menschenleben,
Vorlage S. 31
1070
Die überdauern Raum und Zeit,
Vorlage S. 31
1071
Die Kinder der Unsterblichkeit!
Vorlage S. 31
1072
Von diesen eines weckte mich
Vorlage S. 31
1073
Und dir zu Hilfe eilte ich.
Vorlage S. 31
1074
JONE.
Vorlage S. 31
1075
Siehst du zwei Geister nah'n von Ost und West,
Vorlage S. 31
1076
Zwei Tauben, suchend ein geliebtes Nest?
Vorlage S. 31
1077
Ein Zwillingspaar der Luft, die Alles trägt;
Vorlage S. 31
1078
Wie schnell und doch geräuschlos, sanft bewegt,
Vorlage S. 31
1079
Auf ihrer Schwingen glänzendem Gefieder
Vorlage S. 31
1080
Sie gleiten durch den reinen Aether nieder
Vorlage S. 31
1081
Und horch! wie süß die trauervollen Stimmen!
Vorlage S. 31
1082
Verzweiflung sehn mit Liebe wir verschwimmen,
Vorlage S. 31
1083
Und endlich beide aufgelöst in Ton.
Vorlage S. 31
1084
PANTHEA.
Vorlage S. 31
1085
Kannst du sprechen, Schwester? Schon
Vorlage S. 31
1086
Sind die Worte mir entfloh'n!
Vorlage S. 31
1087
JONE.
Vorlage S. 32
1088
O, ihre Schönheit gibt mir Stimme: Sieh' nur,
Vorlage S. 32
1089
Wie sie auf ihren Schwingen niederschweben,
Vorlage S. 32
1090
Die tiefgelb und azur auf gold'nem Grund:
Vorlage S. 32
1091
Ihr holdes Lächeln leuchtet durch die Luft,
Vorlage S. 32
1092
Wie eines Sternes Feuer hell und klar.
Vorlage S. 32
1093
CHOR DER GEISTER.
Vorlage S. 32
1094
Hast du der Liebe Lichtgestalt gesehn?
Vorlage S. 32
1095
FÜNFTER GEIST.
Vorlage S. 32
1096
Als über weitem Landgebiet dahin ich zog, hoch oben,
Vorlage S. 32
1097
Wie durch der Lüfte Wildniß fliegt die graue Wolke schnell,
Vorlage S. 32
1098
Schwebt' sie vorbei, planetbehelmt, auf Schwingen, blitzgewoben,
Vorlage S. 32
1099
Und streute reine Lebenslust aus ihren Locken hell.
Vorlage S. 32
1100
Sie sä'te Licht, wohin sie trat, doch als ich kam, war's aus,
Vorlage S. 32
1101
Verderben gähnte hinterdrein: die Weisen wurden toll,
Vorlage S. 32
1102
Geköpfte Patrioten und manch' Jüngling unschuldsvoll,
Vorlage S. 32
1103
Der sterben musst', durchschimmerten die dunkle Nacht voll Graus.
Vorlage S. 32
1104
Ich eilte, bis dein Lächeln schuf, o König, du der Trauer,
Vorlage S. 32
1105
Zu fröhlichem Erinnern um, was ich gesehn voll Schauer.
Vorlage S. 32
1106
SECHSTER GEIST.
Vorlage S. 32
1107
Der Dämon der Vernichtung ist ein unfaßbares Ding,
Vorlage S. 32
1108
Das weder auf der Erde wallt, noch in den Lüften schwebt,
Vorlage S. 32
1109
Doch tödtet er mit seinem Fuß und facht mit seiner Schwing'
Vorlage S. 32
1110
Die zarte Hoffnung an, die in der Besten Herzen lebt.
Vorlage S. 32
1111
Er wiegt zu trügerischer Ruh' sie ein mit seinem Fächeln,
Vorlage S. 32
1112
Mit der Bewegung Harmonie in seinen ems'gen Füßen.
Vorlage S. 32
1113
Die Traumentzückten sehn das Ungeheuer Liebe lächeln,
Vorlage S. 32
1114
Und finden wach den Schatten Pein, wie er, den wir begrüßen.
Vorlage S. 32
1115
CHORUS.
Vorlage S. 32
1116
Mag die Liebe nach sich ziehn,
Vorlage S. 32
1117
Nun als Schatten den Ruin
Vorlage S. 32
1118
Auf des Todes Flügelpferde,
Vorlage S. 32
1119
Dem die Schnellsten nicht entfliehn,
Vorlage S. 32
1120
Das zerstampft die blüh'nde Erde,
Vorlage S. 32
1121
Mensch und Thier im Weiterziehn,
Vorlage S. 32
1122
All' was hässlich, all' was schön,
Vorlage S. 32
1123
Wie der Sturmwind mit Gestöhn
Vorlage S. 33
1124
Durch die weiten Lüfte braust: –
Vorlage S. 33
1125
Zwingen wird einst deine Faust,
Vorlage S. 33
1126
Jenen grimmen Reitersmann,
Vorlage S. 33
1127
Ob ihn nichts verwunden kann.
Vorlage S. 33
1128
PROMETHEUS.
Vorlage S. 33
1129
Wie wisst ihr, Geister, dass es so geschieht?
Vorlage S. 33
1130
CHORUS.
Vorlage S. 33
1131
In dem Luftkreis, d'rin wir leben:
Vorlage S. 33
1132
Wie die Knospen schwellend beben,
Vorlage S. 33
1133
Wenn der rauhe Schneesturm flieht
Vorlage S. 33
1134
Vor dem Lenz, dem sieggewissen,
Vorlage S. 33
1135
Dessen Wind bewegt den Flieder
Vorlage S. 33
1136
Und die Wanderhirten wissen,
Vorlage S. 33
1137
Balde blüht der Weißdorn wieder:
Vorlage S. 33
1138
Weisheit und Gerechtigkeit,
Vorlage S. 33
1139
Lieb' und Frieden, wenn hienieden
Vorlage S. 33
1140
Um ihr Wachsthum brennt der Streit,
Vorlage S. 33
1141
Sind für uns, was Lenz und Wind
Vorlage S. 33
1142
Für die Hirtenknaben sind, –
Vorlage S. 33
1143
Sind die Prophezeiung hier,
Vorlage S. 33
1144
Die beginnt und schließt in dir!
Vorlage S. 33
1145
Die Geister verschwinden.
Vorlage S. 33
1146
JONE.
Vorlage S. 33
1147
Wo floh'n die Geister hin?
Vorlage S. 33
1148
PANTHEA.
Vorlage S. 33
1149
Nur ein Gefühl
Vorlage S. 33
1150
Von ihnen bleibt, – der Macht gleich der Musik,
Vorlage S. 33
1151
Wenn Stimmen schon und Lautenklang ersterben,
Vorlage S. 33
1152
Eh' noch der leise Wiederhall verstummt,
Vorlage S. 33
1153
Der durch der Seele labyrinth'sche Tiefe,
Vorlage S. 33
1154
Wie Echo durch die Felsenhöhle rollt.
Vorlage S. 33
1155
PROMETHEUS.
Vorlage S. 33
1156
Wie schön die luftgeborenen Gestalten!
Vorlage S. 33
1157
Und doch, ich fühl's, dass alles Hoffen eitel, –
Vorlage S. 33
1158
Nur Liebe nicht! – Und, Asia! du bist fern,
Vorlage S. 33
1159
Die du, wenn oft mein Wesen überströmte,
Vorlage S. 34
1160
Ein gold'ner Kelch warst für den klaren Wein,
Vorlage S. 34
1161
Der sonst zu Boden floss in durst'gen Staub! –
Vorlage S. 34
1162
Rings Alles stille! – Ach! wie schwer doch lastet
Vorlage S. 34
1163
Solch' tiefe Morgenruh' auf meinem Herzen!
Vorlage S. 34
1164
Obgleich ich träumen würde, könnt' ich schlafen
Vorlage S. 34
1165
Mit Kummer selbst, wär' Schlaf mir nicht versagt.
Vorlage S. 34
1166
Gern wollt' ich sein, was mir bestimmt zu sein:
Vorlage S. 34
1167
Der leiderfüllten Menschheit ein Erlöser –
Vorlage S. 34
1168
Wo nicht – versinken in der Dinge Urschlund:
Vorlage S. 34
1169
Dort gibt's nicht Qualen, noch Equickung mehr,
Vorlage S. 34
1170
Nicht Erdentrost und nicht des Himmels Martern.
Vorlage S. 34
1171
PANTHEA.
Vorlage S. 34
1172
Vergaßest du der Einen, die bei dir
Vorlage S. 34
1173
Die kalten Nächte wacht und dann nur schläft,
Vorlage S. 34
1174
Wenn deines Geistes Schatten auf sie fällt?
Vorlage S. 34
1175
PROMETHEUS.
Vorlage S. 34
1176
Ich sagte, alles Hoffen wäre eitel –
Vorlage S. 34
1177
Nur Liebe nicht: – du liebst!
Vorlage S. 34
1178
PANTHEA.
Vorlage S. 34
1179
In Wahrheit tief!
Vorlage S. 34
1180
Doch sieh' den Stern des Ostens schon erbleichen
Vorlage S. 34
1181
Und Asia harrt in Indiens fernem Thal,
Vorlage S. 34
1182
Dem Schauplatz ihres traurigen Exils,
Vorlage S. 34
1183
Einst rauh und trostlos kalt wie diese Schlucht,
Vorlage S. 34
1184
Doch nun mit Gras und Blumen schön bekleidet,
Vorlage S. 34
1185
Von süßer Luft und holdem Klang durchhaucht,
Vorlage S. 34
1186
Die durch die Wälder, durch die Wasser fluthen,
Vorlage S. 34
1187
Vom Aether ihrer Gegenwart verklärt,
Vorlage S. 34
1188
Der doch entschwinden müsste, würd' er nicht
Vorlage S. 34
1189
Mit deinem bald vermengt. – Leb' wohl!
Vorlage S. 34

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »obwohl« in diesem Textausschnitt? »In dir, gleich thier'schem Leben, und obwohl«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗

4. Welcher Ausschnitt verweist mit einer Zeitangabe ausdrücklich auf eine frühere Zeit? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

5. Was bedeutet »vergeblich« in diesem Ausschnitt? »Doch vergeblich ist's, kommt ihr nicht auch!«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Ich darf nicht sprechen, wie das Leben spricht,« B: »Ich bin ein Gott und kann's nicht finden dort,« C: »Auch will ich's jetzt ihm noch nicht offenbaren!«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Der Qualen Aufruhr in …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

9. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Enttäuschung, Furcht, – Tyrannen brachen ein«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Ordne diese Textstelle in den Zusammenhang ein: »Der euch gebeut mit mir jetzt zu verkehren?«. Was geschieht oder wird hier besprochen? Erkläre in drei bis fünf Sätzen auch, was davor und danach wichtig ist.

Impulse zur Selbstprüfung

Lies die verlinkte Stelle mit ihrer Umgebung. Trenne ausdrücklich Gesagtes von Vermutungen.

  • Situation oder Gedanke verständlich erklärt
  • Mindestens ein passender Textbeleg
  • Eigene Formulierungen statt bloßer Abschrift
Textstelle nachlesen ↗

2. Vergleiche die beiden Ausschnitte: »Der euch gebeut mit mir jetzt zu verkehren?« und »Zwei Tauben, suchend ein geliebtes Nest«. Welche Entwicklung, Gemeinsamkeit oder Spannung erkennst du? Begründe mit beiden Textstellen.

Impulse zur Selbstprüfung

Auch eine gleichbleibende Haltung ist ein mögliches Ergebnis. Erfinde keine Entwicklung, wenn sie sich aus dem Text nicht belegen lässt.

  • Beide Ausschnitte im Zusammenhang gelesen
  • Eine Gemeinsamkeit oder einen Unterschied erläutert
  • Deutung und wörtlichen Beleg unterschieden
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

3. Untersuche die sprachliche Wirkung dieses Ausschnitts: »Und lach' und stier' in ekler Sympathie«. Wähle ein auffälliges Wort, ein Bild oder eine Formulierung. Erkläre seine Wirkung und begründe eine mögliche andere Lesart.

Impulse zur Selbstprüfung

Es gibt nicht nur eine richtige Interpretation. Prüfe beide Lesarten am Kapitel und benenne, was offen bleibt.

  • Sprachliches Merkmal am Wortlaut benannt
  • Wirkung als begründete Deutung formuliert
  • Alternative Lesart oder Grenze der Deutung erklärt
Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Beherrscher du der Götter und Dämonen«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Auch will ich's jetzt ihm noch nicht offenbaren!«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Mit deinem bald vermengt. – Leb' wohl!«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autor und namentlich belegte historische Übersetzung sind nach den geprüften Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. TextGrid stellt Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE bereit.

Der entfesselte Prometheus

Shelley, Percy Bysshe: Der entfesselte Prometheus. Übers. v. Albrecht Graf Wickenburg, Wien: Rosner, 1876 Shelley, Percy Bysshe 17- Wien

Das Werk Der entfesselte Prometheus von Shelley, Percy Bysshe ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE Lizenz

Originalsprache · Englisch

Vollständiges lyrisches Drama in vier Akten mit Shelleys eigener Vorrede und Personenverzeichnis. Der Quellwortlaut der historischen Oxford-Ausgabe bleibt unverändert; abgesetzte textkritische Variantenkommentare, verworfene Entwürfe und die anschließende biografische Notiz sind nicht Teil des aufgeführten Dramas. Überlieferte Zeilenreferenzen bleiben in der Quellfassung sichtbar. Keine Satzparität zur historischen Wickenburg-Übersetzung.

Shelley, Percy Bysshe; Project Gutenberg.

Autorschaft und Ausgabe: Shelley, Percy Bysshe

Originaltext und Ausgabe ↗ · Project Gutenberg · Lizenz und Nutzungsbedingungen

Die Fassungen folgen den jeweils angegebenen Quellen; ihre Gliederung kann abweichen.

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.