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Buch - Das verlorene Paradies - Milton, John

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Deutsche Übersetzung · Lesefassung

Das verlorene Paradies

Milton, John

Das verlorene Paradies von Milton, John. Volltext der angegebenen historischen deutschen Übersetzung.

EposKlasse 9–10 · 11–1313 Abschnitte
Historische Illustration zu Das verlorene Paradies
Historische Illustration zu „Das verlorene Paradies“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · William Blake · Public domain Bildquelle ↗

Deutsche Übersetzung: Adolf Böttger

Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und zeitgebundene Wertvorstellungen gemeinsam einordnen. Klassenangaben sind redaktionelle Orientierung.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Deutsch · Abschnitt 2 von 13

Erster Gesang

1
Erster Gesang.
Vorlage S. 3
2
Des Menschen erste Schuld und jene Frucht
Vorlage S. 3
3
Des strengverbotnen Baums, die durch Genuss
Vorlage S. 3
4
Tod in die Welt gebracht und jeglich Weh,
Vorlage S. 3
5
Die Eden raubte, bis ein größrer Mensch
Vorlage S. 3
6
Des Heiles Sitz uns wiederum errang:
Vorlage S. 3
7
Besing' o Himmelsmuse, die auf Horebs,
Vorlage S. 3
8
Auf Sinai's verborgnem Gipfel einst,
Vorlage S. 3
9
Den Hirten entflammte, der zuerst belehrt
Vorlage S. 3
10
Das auserwählte Volk, wie Erd und Himmel
Vorlage S. 3
11
Im Anfang aus dem Chaos sich erhob;
Vorlage S. 3
12
Von dorther, oder wenn des Sion Hügel,
Vorlage S. 3
13
Siloah's Quell, der bei des Herrn Orakel
Vorlage S. 3
14
Hinfloß, dich mehr erfreut, so ruf ich dich
Vorlage S. 3
15
Von dort herab, mein kühnes Lied zu weih'n,
Vorlage S. 3
16
Das nicht gemeinen Flugs Aeoniens Berg
Vorlage S. 3
17
Mit solchen Dingen überschweben will,
Vorlage S. 3
18
An die sich Vers und Prosa nie gewagt.
Vorlage S. 3
19
Vor Allem du beseele mich, o Geist,
Vorlage S. 3
20
Der offne Herzen mehr als Tempel liebt:
Vorlage S. 3
21
Du bist allwissend, warst vom Anbeginn
Vorlage S. 3
22
Und ruhtest brütend einer Taube gleich
Vorlage S. 3
23
Mit mächtig ausgespreiztem Flügelpaar,
Vorlage S. 3
24
Den ungeheuern Abgrund fruchtbar machend.
Vorlage S. 3
25
Was in mir dunkel ist, erleuchte du,
Vorlage S. 3
26
Was in mir niedrig, heb' und stütze du;
Vorlage S. 3
27
Dass ich gemäß dem hohen Gegenstand
Vorlage S. 3
28
Die Wege Gottes zu den Menschen preisend
Vorlage S. 3
29
Die ewige Vorsehung vertheid'gen mag.
Vorlage S. 3
30
O sprich zuerst – denn Nichts verbirgt der Himmel,
Vorlage S. 3
31
Die tiefe Hölle Nichts vor deinem Blick –
Vorlage S. 3
32
O sprich, was unser erstes Elternpaar
Vorlage S. 3
33
In jener Seligkeit und Himmelsgunst
Vorlage S. 3
34
Bewog, von ihrem Schöpfer abzufallen,
Vorlage S. 3
35
Um ein Verbot sein Wort zu übertreten,
Vorlage S. 3
36
Sie, die doch sonst die Herrscher dieser Welt?
Vorlage S. 3
37
Sprich! wer verführte sie zu dieser Schuld?
Vorlage S. 3
38
Der Höllendrache, Jener, dessen List
Vorlage S. 3
39
Von Rach' und Neid erregt, der Menschen Mutter
Vorlage S. 3
40
Zu einer Zeit betrog, als ihn sein Stolz
Vorlage S. 3
41
Herab vom Himmel stürzte sammt der ganzen
Vorlage S. 3
42
Rebellischen Engelschaar, mit deren Hülfe
Vorlage S. 3
43
Er glorreich seines Gleichen zu beherrschen
Vorlage S. 3
44
Und Gott sich gleich zu stellen trachtete,
Vorlage S. 3
45
Da er durch Widerstand und ehrsuchtvoll
Vorlage S. 3
46
Verruchten Krieg im Himmel gegen Gottes
Vorlage S. 3
47
Alleinherrschaft erhob, und stolzen Kampf,
Vorlage S. 3
48
Der fruchtlos blieb. Des Allerhöchsten Macht
Vorlage S. 3
49
Stieß häuptlings ihn aus den äther'schen Höh'n
Vorlage S. 3
50
Furchtbaren Sturzes glutumflammt hinab
Vorlage S. 3
51
Zum bodenlosen Abgrund, dort zu wohnen
Vorlage S. 3
52
In Demantketten und in Feuerpein,
Vorlage S. 3
53
Da dem Allmächtgen er gewagt zu trotzen.
Vorlage S. 3
54
Neun Mal die Zeit, die bei den Sterblichen
Vorlage S. 3
55
Den Tag, die Nacht bezeichnet, lag er dort
Vorlage S. 3
56
Besiegt mit seiner schaudervollen Horde,
Vorlage S. 3
57
Im Feuerpfuhl sich wälzend, sinnverwirrt,
Vorlage S. 3
58
Und doch unsterblich; denn zu größrer Qual
Vorlage S. 3
59
War er verdammt, nun martert der Gedanke
Vorlage S. 3
60
Verlornen Glückes ihn, und ew'ger Pein;
Vorlage S. 3
61
Die düstern Augen wirft er rund umher,
Vorlage S. 3
62
Die Angst und tiefe Traurigkeit verrathen,
Vorlage S. 3
63
Worein verstockter Stolz und Haß sich mischt;
Vorlage S. 3
64
Er sieht, so weit als Engel können sehn,
Vorlage S. 3
65
In seiner Lage wüst' und elend sich,
Vorlage S. 3
66
Ein furchtbarlich Gefängnis flammt um ihn,
Vorlage S. 3
67
Gleich einem Feuerofen, doch den Flammen
Vorlage S. 3
68
Entstrahlt kein Licht; nur sichtbar finstre Nacht
Vorlage S. 3
69
Enthüllt ihm hier die Gruppen tiefen Weh's,
Vorlage S. 3
70
Die Gegenden der Sorgen, düstre Schatten,
Vorlage S. 3
71
Wo Friede nicht, noch Ruhe je verweilt,
Vorlage S. 3
72
Wohin selbst Hoffnung, die sonst Allen naht,
Vorlage S. 3
73
Nicht kommen kann; nur endlos grimme Pein
Vorlage S. 3
74
Mischt sich der Feuerflut, genährt von Schwefel,
Vorlage S. 3
75
Der ewig brennt und nimmer sich verzehrt.
Vorlage S. 4
76
Solch einen Ort erschuf der ewge Richter
Vorlage S. 4
77
Für die Empörer, deren Kerker hier
Vorlage S. 4
78
Aus tiefstem Dunkel gähnt, dass sie von Gott
Vorlage S. 4
79
Und Himmelslicht drei Mal so weit entfernt,
Vorlage S. 4
80
Als wie der Mittelpunkt vom letzten Pol.
Vorlage S. 4
81
Wie ungleich jenem Raum, aus dem sie fielen!
Vorlage S. 4
82
Dort sieht er die Genomen seines Fall's
Vorlage S. 4
83
Von Flut und Wirbelwind der Feuermassen
Vorlage S. 4
84
Verschlungen, und an seiner Seite wälzen
Vorlage S. 4
85
Den Einen, an Verbrechen und Gewalt
Vorlage S. 4
86
Ihm selbst der nächste, der bekannt dereinst
Vorlage S. 4
87
In Palästina ward als Beelzebub.
Vorlage S. 4
88
Zu diesem wandt der Erzfeind jetzo sich,
Vorlage S. 4
89
Der in dem Himmel Satan wird genannt,
Vorlage S. 4
90
Mit trotzigem Wort das grause Schweigen brechend:
Vorlage S. 4
91
»Wenn Du es bist, – doch o! wie tief gefallen,
Vorlage S. 4
92
Wie ungleich Dem, der in den Lichtgefilden
Vorlage S. 4
93
Mit höchstem Glanz bekleidet, Myriaden
Vorlage S. 4
94
An Schimmer überstrahlte – wenn Du's bist,
Vorlage S. 4
95
Den wechselseitig Bündniß, gleicher Plan,
Vorlage S. 4
96
Hoffnung und Wagniß in der großen That
Vorlage S. 4
97
Mit mir verband, und Elend nun im Sturz –
Vorlage S. 4
98
Du siehst, in welchen Pfuhl, aus welcher Höhe
Vorlage S. 4
99
Gestürzt wir sind, so mächtig war sein Donner,
Vorlage S. 4
100
Wer hat vorher auch dieser grausen Waffe
Vorlage S. 4
101
Gewalt gekannt? doch weder dies, noch auch
Vorlage S. 4
102
Was sonst des mächtigen Siegers Grimm verhängt,
Vorlage S. 4
103
Lässt mich bereun und meinen Willen ändern,
Vorlage S. 4
104
Ob ich verändert auch im äußern Glanz,
Vorlage S. 4
105
Groll fühl ich ob beleidigten Verdienstes,
Vorlage S. 4
106
Was mit dem Höchsten mich zu kämpfen zwang,
Vorlage S. 4
107
Und mich zum Streit die unermessne Macht
Vorlage S. 4
108
Bewehrter Geisterscharen führen hieß,
Vorlage S. 4
109
Die seine Herrschaft wagten zu verschmähn,
Vorlage S. 4
110
Die mich erwählten, seiner Allgewalt
Vorlage S. 4
111
Sich widersetzten, auf den Himmelsau'n
Vorlage S. 4
112
In zweifelhaften Treffen seinen Thron
Vorlage S. 5
113
Erschütternd. Ob das Schlachtfeld auch verloren,
Vorlage S. 5
114
Ist doch nicht Alles hin; der Wille nicht,
Vorlage S. 5
115
Der unbesiegbar, nicht der Rache Durst,
Vorlage S. 5
116
Der ewge Haß und Muth, sich nie zu beugen,
Vorlage S. 5
117
Und was noch sonst unüberwindlich ist:
Vorlage S. 5
118
Den einen Ruhm soll nimmer mir sein Grimm
Vorlage S. 5
119
Und seine Macht entreißen. Wollt' ich jetzt
Vorlage S. 5
120
Kniebeugend ihn um seine Gnade flehn
Vorlage S. 5
121
Und seine Macht vergöttern, dessen Reich
Vorlage S. 5
122
Jüngst vor dem Schrecken dieses Arms erbebte,
Vorlage S. 5
123
So wär' es wahrlich niedrig, wäre Schmach
Vorlage S. 5
124
Und größre Schande noch als unser Sturz,
Vorlage S. 5
125
Da nach dem Schicksal nie die Macht der Götter,
Vorlage S. 5
126
In uns das Himmlische nie schwinden kann;
Vorlage S. 5
127
Weil die Erfahrung dieses großen Kampfs
Vorlage S. 5
128
An Kräften uns nicht schwächer; ja nur stärker
Vorlage S. 5
129
An Vorsicht machte, können wir mit mehr
Vorlage S. 5
130
Erfolg und Hoffnung ewge Fehde wagen,
Vorlage S. 5
131
Die unversöhnlich mit Gewalt und List
Vorlage S. 5
132
Den größten unsrer Feinde soll bekriegen,
Vorlage S. 5
133
Der triumphirend jetzt im Freudetaumel
Vorlage S. 5
134
Des Himmels Herrschaft ganz allein besitzt.«
Vorlage S. 5
135
So sprach der abgefallnen Engel Herr
Vorlage S. 5
136
Laut prahlend, doch gefoltert von Verzweiflung
Vorlage S. 5
137
Und keck entgegnet ihm sein Mitgenoß:
Vorlage S. 5
138
»O Fürst und Haupt so vieler Herrschermächte,
Vorlage S. 5
139
Die in den Krieg die Seraphim geführt,
Vorlage S. 5
140
Die furchtlos bei der schreckenvollsten That
Vorlage S. 5
141
Des ewgen Himmelskönigs Thron bedrohten,
Vorlage S. 5
142
Zu prüfen seiner Oberherrschaft Kraft,
Vorlage S. 5
143
Ob sie auf Zufall oder Macht gestützt:
Vorlage S. 5
144
Wohl seh ich und beklag' ich dies Ereignis,
Vorlage S. 5
145
Das durch der Niederlage grausen Sturz
Vorlage S. 5
146
Den Himmel uns verlor und unser ganzes
Vorlage S. 5
147
Gewaltiges Heer furchtbar zertrümmerte,
Vorlage S. 5
148
So weit als Götter oder Himmelswesen
Vorlage S. 5
149
Zu Grunde gehn, denn Geist und Seele bleibt
Vorlage S. 5
150
Unüberwindlich; bald auch kehrt die Kraft,
Vorlage S. 6
151
Ob unser Ruhm auch schwand und unser Glück
Vorlage S. 6
152
Von endlos arger Pein verschlungen ward.
Vorlage S. 6
153
Doch wie, wenn unser Sieger (dessen Kraft
Vorlage S. 6
154
Ich anerkennen muss, da nicht geringere
Vorlage S. 6
155
Die unsern Kräfte je besiegen konnte)
Vorlage S. 6
156
Uns Geist und Stärke ließ, um unsre Qual
Vorlage S. 6
157
Ganz kräftig zu erdulden und zu leiden,
Vorlage S. 6
158
Dass seinem Rächerzorne wir genügen,
Vorlage S. 6
159
Und ihm als Knechte nach dem Kriegesrecht
Vorlage S. 6
160
Zu Dienste stehn; gleichviel, zu welchem Frohn,
Vorlage S. 6
161
Um hier im Hag der Hölle bei dem Feuer,
Vorlage S. 6
162
Ob in dem Pfuhl als Boten mitzuwirken:
Vorlage S. 6
163
Was frommt es uns, dass unvermindert wir
Vorlage S. 6
164
Die Stärke so wie ewges Dasein fühlen,
Vorlage S. 6
165
Um ewige Bestrafung auszustehn?«
Vorlage S. 6
166
Worauf der Erzfeind rasch erwiderte:
Vorlage S. 6
167
»Gefallner Cherub, schwach zu sein ist elend
Vorlage S. 6
168
Im Tun und Leiden; doch versichert sei,
Vorlage S. 6
169
Nie wird mehr Gutes unser Handeln sein,
Vorlage S. 6
170
Das Böse tun wird unsre höchste Lust,
Vorlage S. 6
171
Als seines hohen Willens Gegentheil,
Vorlage S. 6
172
Den wir bekriegt. Wenn seine Vorsehung
Vorlage S. 6
173
Aus unserm Bösen Gutes schaffen will,
Vorlage S. 6
174
So müssen diesen Zweck wir ihm vereiteln,
Vorlage S. 6
175
Im Guten Stoff zum Bösen stets zu finden.
Vorlage S. 6
176
Dies wird uns oft gelingen, und vielleicht
Vorlage S. 6
177
Ihn öfters kränken, und wenn ich nicht irre
Vorlage S. 6
178
Vom Ziel ihm den geheimsten Willen lenken.
Vorlage S. 6
179
Doch sieh, der grimmige Sieger hat die Diener
Vorlage S. 6
180
Der Rache schon zum Thor des Himmels wieder
Vorlage S. 6
181
Zurückgewinkt; die Schwefelhagelflut,
Vorlage S. 6
182
Die uns im Sturme nachgeschüttelt ward,
Vorlage S. 6
183
Hat ausgetobt, im wilden Flammenmeer,
Vorlage S. 6
184
Das uns umwogt, als wir vom Himmel stürzten;
Vorlage S. 6
185
Der Donner, mit dem rothen Blitz beschwingt
Vorlage S. 6
186
Und ungestümer Wuth, hat seinen Köcher
Vorlage S. 6
187
Vielleicht erschöpft, und lässt allmählich nach,
Vorlage S. 6
188
Zu brüllen durch den endlos wüsten Schlund.
Vorlage S. 7
189
Lass die Gelegenheit uns nicht versäumen,
Vorlage S. 7
190
Die uns des Feinds gesättigte Wuth verschafft.
Vorlage S. 7
191
Siehst du die furchtbar öde Haide dort,
Vorlage S. 7
192
Die Wohnung der Verzweiflung, ohne Licht,
Vorlage S. 7
193
Bis auf den Schimmer dieser fahlen Flammen,
Vorlage S. 7
194
Die blass und schrecklich flimmern? Dorthin lass
Vorlage S. 7
195
Uns retten aus der Feuerwogen Stößen,
Vorlage S. 7
196
Lass dort uns ruhn, wenn irgend Ruhe dort,
Vorlage S. 7
197
Und sammelnd unser tiefbetrübtes Heer
Vorlage S. 7
198
Erwägen, wie wir unsern Schaden bessern,
Vorlage S. 7
199
Und unser furchtbar Elend überstehn,
Vorlage S. 7
200
Wie aus der Hoffnung wir Verstärkung schöpfen,
Vorlage S. 7
201
Wo nicht, Entschlossenheit aus der Verzweiflung.«
Vorlage S. 7
202
So sprach der Satan zu dem Leidgefährten,
Vorlage S. 7
203
Das Haupt der Flut enthoben, und die Augen
Vorlage S. 7
204
In Flammen funkelnd; niederwärts gebeugt
Vorlage S. 7
205
Schwamm mehre Hufen weithin ausgestreckt
Vorlage S. 7
206
Sein Körper auf den Wogen lang und breit,
Vorlage S. 7
207
An Größe jenen Riesen gleich der Fabel,
Vorlage S. 7
208
Wie die Titanen oder Erdgebornen,
Vorlage S. 7
209
Die Zeus bekriegt, wie Typhon und Briareus,
Vorlage S. 7
210
Die einst die Schlucht beim alten Tarsus barg,
Vorlage S. 7
211
Wie jenes Seegethier, der Leviathan,
Vorlage S. 7
212
Den Gott als allergrößtes Wesen schuf,
Vorlage S. 7
213
Das in des Ozeans Gewässern schwimmt,
Vorlage S. 7
214
Den, wenn er in Norwegens Schaume schlummert,
Vorlage S. 7
215
Der Schiffer einer nachtereilten Barke
Vorlage S. 7
216
Oft für ein Eiland hält, und, wie man sagt,
Vorlage S. 7
Historische Illustration zu Das verlorene Paradies
Kontextbild zum Werk. Historische Illustration zu „Das verlorene Paradies“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Gustave Doré · Public domain Bildquelle ↗
217
Wirft dann der Seemann in die Schuppenhaut
Vorlage S. 7
218
Den Anker, und liegt vor dem Wind geschützt
Vorlage S. 7
219
An seiner Seite, wenn noch nachtumhüllt
Vorlage S. 7
220
Dem Meer nicht der ersehnte Morgen lacht.
Vorlage S. 7
221
So ausgestreckt lag jetzt der Satan da,
Vorlage S. 7
222
Gekettet an den Feuersee; wohl nimmer
Vorlage S. 7
223
Hätt' er sein Haupt erhoben, wenn der Wille
Vorlage S. 7
224
Und die Erlaubnis des Allwaltenden
Vorlage S. 7
225
Ihm Raum zu seinem finstern Werke ließ,
Vorlage S. 7
226
Damit er selbst durch wiederholten Frevel
Vorlage S. 8
227
Verdammniß auf sich häufe, da er Andern,
Vorlage S. 8
228
Zu schaden sucht' und dann voll Grimm gewahrt,
Vorlage S. 8
229
Wie alle Bosheit Gutes nur erschuf,
Vorlage S. 8
230
Und den durch ihn verführten Menschenkindern
Vorlage S. 8
231
Unendlich Huld und Gnad' erwiesen wird,
Vorlage S. 8
232
Doch wälzt auf ihn sich dreifach Rach' und Wuth, –
Vorlage S. 8
233
Jetzt richtet aus dem Pfuhl er sich empor,
Vorlage S. 8
234
Gewalt'gen Wuchses, von den beiden Seiten
Vorlage S. 8
235
Zurückgetrieben, senken sich der Flammen
Vorlage S. 8
236
Hochzackige Gipfel, rollen in die Wogen
Vorlage S. 8
237
Und lassen mittenin ein schrecklich Thal.
Vorlage S. 8
238
Dann steuert er mit ausgespannten Schwingen
Vorlage S. 8
239
Im Flug empor, auf finstern Lüften schwebend,
Vorlage S. 8
240
Die ungewohnte Last empfinden, bis er dann,
Vorlage S. 8
241
Das trockne Land erreicht, wenn Land es war,
Vorlage S. 8
242
Wo immerfort ein festes Feuer glimmt,
Vorlage S. 8
243
So wie der See von flüssigen Flammen glühte:
Vorlage S. 8
244
An Farbe schien es so, als ob die Kraft
Vorlage S. 8
245
Der unterirdischen Winde Felsen reißt
Vorlage S. 8
246
Von dem Pelorus und dem donnernden
Vorlage S. 8
247
Geborstnen Aetna, dessen Eingeweide
Vorlage S. 8
248
Brandträchtig und verbrennbar Feuer fängt,
Vorlage S. 8
249
Das, durch die Wuth der Lava noch erhöht,
Vorlage S. 8
250
Vereint dem Sturme, nur versengten Boden
Vorlage S. 8
251
Voll Qualm und Rauch zurückläßt. Solchen Ort
Vorlage S. 8
252
Der Ruh fand des verfluchten Fußes Sohle!
Vorlage S. 8
253
Ihm folgte schnell sein treuer Mitgenoß,
Vorlage S. 8
254
Frohlockend prahlten Beide jetzt als Götter
Vorlage S. 8
255
Durch eigne neuerlangte Kraft, und nicht
Vorlage S. 8
256
Durch die Erlaubnis einer höhern Macht
Vorlage S. 8
257
Dem stygischen Glutenmeer entflohn zu sein.
Vorlage S. 8
258
Dann sprach der Mund des tiefgefallnen Engels:
Vorlage S. 8
259
»Ist dies die Gegend, dies das Land und Klima,
Vorlage S. 8
260
Der Sitz, den mit dem Himmel wir vertauschen,
Vorlage S. 8
261
Das trübe Dunkel für das Himmelslicht?
Vorlage S. 8
262
So sei's, weil er, der jetzt Gebieter ist,
Vorlage S. 8
263
Verfügen kann, was er als Recht gebeut:
Vorlage S. 8
264
Am besten ist's, recht fern von ihm zu sein,
Vorlage S. 9
265
Den, an Vernunft uns gleich, nur die Gewalt
Vorlage S. 9
266
Erhoben über Gleiche! Fahre wohl
Vorlage S. 9
267
Glückselig Feld, der ew'gen Freude Sitz!
Vorlage S. 9
268
Heil Schreckniß Dir! Heil Dir o Unterwelt!
Vorlage S. 9
269
Und Du o tiefste Hölle huldige jetzt
Vorlage S. 9
270
Dem neuen Herrn, der einen Geist besitzt,
Vorlage S. 9
271
Der unverändert bleibt durch Raum und Zeit.
Vorlage S. 9
272
Es ist der Geist sein eigner Raum, er kann
Vorlage S. 9
273
In sich selbst einen Himmel aus der Hölle,
Vorlage S. 9
274
Und aus dem Himmel eine Hölle schaffen.
Vorlage S. 9
275
Was gilt das Wo, bin ich nur immer ich,
Vorlage S. 9
276
Und was ich sein soll, doch nur größer nicht,
Vorlage S. 9
277
Als er, der durch den Donner mächt'ger ward!
Vorlage S. 9
278
Hier sind wir frei; hier baute nicht der Herr,
Vorlage S. 9
279
Um Neid zu wecken, wird uns nicht von hier
Vorlage S. 9
280
Vertreiben; sicher können hier wir herrschen,
Vorlage S. 9
281
Und wie mich dünkt, ist Herrschen würd'ger Lohn
Vorlage S. 9
282
Und wär's auch in der Hölle; besser ist
Vorlage S. 9
283
Der Hölle Herr sein, als des Himmels Sclave.
Vorlage S. 9
284
Doch warum lassen wir die treuen Freunde,
Vorlage S. 9
285
Die Kampfgenossen und des Falles Brüder,
Vorlage S. 9
286
Betäubt im Pfuhle der Vergessenheit,
Vorlage S. 9
287
Und rufen sie nicht her, um die Behausung
Vorlage S. 9
288
Die unglückselige mit uns zu theilen;
Vorlage S. 9
289
Ha! oder noch ein Mal vereinten Kampfs
Vorlage S. 9
290
Zu wagen, ob vom Himmel wir gewinnen,
Vorlage S. 9
291
Ob in der Hölle noch verlieren können?«
Vorlage S. 9
292
So sprach der Satan, und Beelzebub
Vorlage S. 9
293
Erwidert ihm: »Du Führer dieser Schaaren,
Vorlage S. 9
294
Die der Allmächtige nur bezwingen konnte,
Vorlage S. 9
295
Wenn sie nur ein Mal Deine Stimme hören,
Vorlage S. 9
296
Die in Gefahr der Hoffnung Unterpfand,
Vorlage S. 9
297
Und oft in Noth gehört ward, in des Kampfes
Vorlage S. 9
298
Gewühle, wuthentbrannt, die beste Losung:
Vorlage S. 9
299
Dann wird sie bald ein neuer Muth beleben,
Vorlage S. 9
300
Die krümmend jetzt im Feuermeer sich wälzen,
Vorlage S. 9
301
Wie wir so eben noch, betäubt, erschreckt;
Vorlage S. 9
302
Kein Wunder, nach so schwindeltiefem Sturz!«
Vorlage S. 10
303
Kaum schwieg er still, als schon der Satan sich
Vorlage S. 10
304
Zum Ufer wandte, den gewichtigen Schild,
Vorlage S. 10
305
Groß, breit und rund, und von ätherischem Stoff
Vorlage S. 10
306
Am Rücken tragend. Hing der breite Kreis
Vorlage S. 10
307
Doch auf den Schultern, wie des Mondes Scheibe,
Vorlage S. 10
308
Wann sie durch's Glas Toscaniens Künstler sieht
Vorlage S. 10
309
Des Abends von Fiesole's Gebirg
Vorlage S. 10
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Und von Valdarno, neues Land entdeckend
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Sammt Fluss und Bergen auf dem fleckigen Kreise.
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Sein Speer, wogegen selbst die höchste Tanne,
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Gefällt auf Norwegs Bergen, sie als Mast
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Im größten Admiralschiff aufzupflanzen,
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Ein schwaches Stäbchen wär', dient ihm als Stütze
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Bei seinem Gang auf glühendem Gestein,
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Ungleich dem Gang auf dem Azur des Himmels.
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Die heiße Luft umloht mit Feuer ihn;
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Doch ruhig hielt er's aus bis an's Gestad
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Des Feuermeers, hier rief er seiner Horde,
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Den Engeln, die betäubt in Schaaren lagen,
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Herbstblättern gleich, auf Valombrosa's Bäche
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Gestreut, wo die Etrurischen Schatten sich
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In Bogen wölben, oder so dicht, wie Schilf,
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Wann mit entfesseltem Wind bewehrt Orion
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Des rothen Meeres Küste peitscht, deß Wogen
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Busiris sammt den Reisigen aus Memphis
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Versenkt dereinst, als Gosens Gäste sie
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Treulosen Grolls verfolgten, die am Strand
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Die Leichen schwimmend auf dem Meere sahn
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Sammt den zerbrochnen Wagen; so verstreut,
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Zerrüttet und verloren lagen diese,
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Die Flut bedeckend und betäubt ob ihrer
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So schmählichen Verwandlung. – Da
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Rief er so laut, dass hohl der Hölle Tiefen
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Es widerhallten: »Fürsten, Herrscher, Krieger,
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Des Himmels Blüthen, des euch jetzt verlornen,
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Wenn ein Entsetzen ew'ge Geister je
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Erschüttern kann; habt ihr den Ort gewählt,
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Um nach des Krieges Mühn euch Ruh zu gönnen
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Und eurem Muth, weil ihr den Schlummer hier
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So süß, wie in den Himmelsthalen findet?
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Schwurt ihr, in dieser hingeworfnen Stellung
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Den Sieger anzubeten, der nun Seraph
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Und Cherub in der Glut sich wälzen sieht,
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Mit ringsverstreuten Waffen, bis behend
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Der Diener Schaar vom Himmelsthor den Vorteil
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Erblickt und niederstürmt, um uns Erschöpfte
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In Grund zu treten, mit verketteten
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Blitzkeulen an den Grund des Pfuhls zu schmieden?
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Erwacht! erhebt euch oder bleibt gestürzt!«
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Sie hörten ihn beschämt, erhoben sich
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Auf ihren Schwingen, so wie Menschen wol,
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Die Wache halten, schlafend von dem Obern
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Gefunden werden, den sie fürchten, rasch
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Auftaumeln, ehe ganz erwacht sie sind.
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Noch kannten sie die traurige Lage nicht,
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Noch fühlten sie die grenzenlose Pein;
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Doch schnell gehorchten wohl Unzählige
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Des Herrschers Stimme. Wie der mächtige Stab,
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Von Amrams Sohn geschwungen um die Küste,
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Einst an Egyptens unheilvollem Tage
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Ein schwarz Gewölk Heuschrecken herbeschwor,
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Vom Ost zusammengeblasen gleich der Nacht
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Auf jenes frechen Pharao Reiche hängend,
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Des Nils Gestad verdunkelnd: so auch schwebten
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Zahllos jetzt unter ihrer Hölle Kuppel
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Die bösen Engel in den Flammengluten,
Vorlage S. 11
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Die sie von allen Seiten rings umflossen,
Vorlage S. 11
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Bis als ein Zeichen den erhobnen Speer
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Ihr Sultan schwang, um ihren Flug zu leiten,
Vorlage S. 11
372
Dann ließen sie auf festen Schwefelgrund
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Im Gleichgewicht sich nieder und erfüllten
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Die ganze Flur, ein Schwarm, wie nie der Norden
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Aus seinen Eisgefilden einen sandte,
Vorlage S. 11
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Die Donau und den Rhein zu überschreiten,
Vorlage S. 11
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Als die barbarischen Söhne gleich der Sündflut
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Nach Süden kamen, unter Gibraltar hin
Vorlage S. 12
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Bis zu dem Sande Libyens sich verbreitend,
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Nun eilten gleich von jeglicher Partei
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Die Häupter dahin, wo ihr Führer stand;
Vorlage S. 12
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Gestalten, die als Götter menschliche
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Gebilde weithin übertrafen, würdig,
Vorlage S. 12
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Gewaltig, die im Himmel früher thronten
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Obwohl ihr Name dort nicht mehr verzeichnet,
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Denn ausgelöscht sind sie und ausgetilgt,
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Seit der Empörung aus dem Buch des Lebens.
Vorlage S. 12
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Noch führten sie die neuen Namen nicht,
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Die unter Eva's Söhnen sie empfingen,
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Als sie durch Gottes hohe Zulassung
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Auf Erden wallten zu der Menschen Prüfung,
Vorlage S. 12
392
Durch Lug und Trug der Menschheit größten Theil
Vorlage S. 12
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Verführten, Gott den Schöpfer zu verläugnen,
Vorlage S. 12
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Und dessen unsichtbare Herrlichkeit
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In eines Thieres Bildniß umzuwandeln,
Vorlage S. 12
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Das sie geschmückt mit heitrer Frömmelei
Vorlage S. 12
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Voll Pomp und Gold ja Teufel göttlich selbst
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Anbeteten. Sie wurden dann bekannt
Vorlage S. 12
399
Der Heidenwelt in mannichfacher Form.
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400
O Muse, nenne jetzt die Namen Jener,
Vorlage S. 12
401
Die aus dem Schlummer in dem Feuerbett
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Auf ihres großen Kaisers Ruf erwachten,
Vorlage S. 12
403
Wie einzeln sie nach ihrem Würdegrad
Vorlage S. 12
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Hinschritten, wo am öden Strand er weilte,
Vorlage S. 12
405
Indeß der niedre Haufe ferne blieb.
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Die Häupter waren Jene, die, der Hölle
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Entsteigend, ihren Raub auf Erden suchten
Vorlage S. 12
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Und später ihren Sitz bei Gottes Thron
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Und ihren Altar bei dem seinen nahmen,
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Von Völkern rings als Götter angebetet,
Vorlage S. 12
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Sie wagten frech Jehovah sich zu nahn,
Vorlage S. 12
412
Der donnernd unter Cherubschaaren thronte
Vorlage S. 12
413
Auf Zion, stellten selbst im Heiligthum
Vorlage S. 12
414
Oft ihre Götzen auf, entheiligten
Vorlage S. 12
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Mit fluchbeladnen Dingen die Gebräuche
Vorlage S. 12
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Und hehre Gottesfeier, um sein Licht
Vorlage S. 13
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Mit ihrem Dunkel kecklich zu verhöhnen.
Vorlage S. 13
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Moloch zuerst, der schreckenvolle Fürst,
Vorlage S. 13
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Befleckt mit Menschenblut und Aelternthränen,
Vorlage S. 13
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Obwol durch das Gelärm' der Pauk' und Trommel
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Das laute Schrein der Kinder ward betäubt,
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Die durch das Feuer zu dem Götzen gingen.
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In Rabba und in dessen Wasserfläche
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Ehrt ihn der Ammonit, zu Argob und
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Zu Basan bis zum Strom des fernen Arnon.
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Mit trotziger Nachbarschaft noch nicht zufrieden,
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Bethört er auch durch Ränke Salomo's
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Hochweises Herz, dass er ihm Tempel baute,
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Dem Tempel Gottes gegenüber just
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Auf jenem Hügel, der mit Greul bedeckt,
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Dass er das reizendholde Thal von Hinnon,
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Historische Illustration zu Das verlorene Paradies
Kontextbild zum Werk. Historische Illustration zu „Das verlorene Paradies“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Gustave Doré · Public domain Bildquelle ↗
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Tophet und schwarz Gehenna dann genannt,
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433
Ein Höllenvorbild, ihm als Hain ertheilte. –
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Dann nahte Chemos, Schreckbild Moabs Söhnen,
Vorlage S. 13
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Von Aroer bis Nebo, bis zur Wüste
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Von Abarim im Süden weithinein,
Vorlage S. 13
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In Hesebon und Horonaim Herrscher;
Vorlage S. 13
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In Seons Reich, noch weiter als das Thal
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Von Sibma, welches blüht' und weinumkränzt,
Vorlage S. 13
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Und Eleale bis zum Asphalt-Sumpf.
Vorlage S. 13
441
Auch Peos hieß er, als er Israel
Vorlage S. 13
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Auf seinem Zug vom Nil zu Sittim reizte
Vorlage S. 13
443
Ihn anzubeten, was sie schwer dann büßten.
Vorlage S. 13
444
Von da dehnt er die üpp'gen Orgien aus
Vorlage S. 13
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Bis an den Hain des mörderischen Moloch
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Auf jenem Greuelhügel, Wollust wohnte
Vorlage S. 13
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Dicht bei dem Hasse; bis sie Beide dann
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448
Der fromme Josiah zur Hölle trieb.
Vorlage S. 13
449
Dann kamen jene, die einst von der Flut
Vorlage S. 13
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Des alten Euphrat bis zu jenem Bach,
Vorlage S. 13
451
Der Syriens Boden von Egypten scheidet,
Vorlage S. 13
452
Baalim und Astaroth als Namen führten,
Vorlage S. 13
453
Die männlichen, die weiblichen Geschlechts,
Vorlage S. 13
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Denn Geister können, wenn sie irgend wollen,
Vorlage S. 13
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Ein jegliches Geschlecht, ja beide führen,
Vorlage S. 14
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So zart und einfach ist ihr reiner Stoff:
Vorlage S. 14
457
Durch Glieder und Gelenke nicht gezwängt,
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Noch auf der Knochen spröde Kraft gestützt,
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Wie plumpes Fleisch; nein, was auch für Gestalt
Vorlage S. 14
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Sie wählen, ob verdichtet, ob gedehnt,
Vorlage S. 14
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Licht oder dunkel, sie vermögen doch
Vorlage S. 14
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Die luftigen Geschäfte zu vollziehn
Vorlage S. 14
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Sowohl des Hasses Werke, wie der Liebe.
Vorlage S. 14
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Für sie verließ der Stamm von Israel
Vorlage S. 14
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Oft die lebendge Kraft, und ließ verödet
Vorlage S. 14
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Den heiligen Altar, sich tiefer beugend
Vorlage S. 14
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Vor thierischen Götzen; dafür wurden tief
Vorlage S. 14
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Auch ihre Häupter in der Schlacht gebeugt
Vorlage S. 14
469
Und sanken vor den Speeren schnöder Feinde.
Vorlage S. 14
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Mit dieser Schaar kam Astaroth heran,
Vorlage S. 14
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Astarte von Phöniciern genannt,
Vorlage S. 14
472
Die Himmelskönigin mit Mondeshörnern,
Vorlage S. 14
473
Vor deren Bild nächtlich bei Mondenschein
Vorlage S. 14
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Sidoniens Jungfrau'n beteten und sangen;
Vorlage S. 14
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In Zion auch blieb sie nicht unbesungen,
Vorlage S. 14
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Wo auf dem Berg der Schmach ihr Tempel stand,
Vorlage S. 14
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Erbaut von jenem buhlerischen König,
Vorlage S. 14
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Deß großes Herz, von schönen Heidinnen
Vorlage S. 14
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Verführt, in niedern Götzendienst verfiel.
Vorlage S. 14
480
Nach ihn kam Thammuz, dessen Wunde jährlich
Vorlage S. 14
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Zum Libanon die Töchter Syriens lockte,
Vorlage S. 14
482
Um einen ganzen Sommertag hindurch
Vorlage S. 14
483
In Liebesklagen sein Geschick zu singen,
Vorlage S. 14
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Und weil der Quell Adonis aus dem Felsen
Vorlage S. 14
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Ganz purpurn floss zur See, vermeinten sie,
Vorlage S. 14
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Es sei das Blut des jährlich wunden Thammuz.
Vorlage S. 14
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Dies Liebesmährchen weckte gleiche Glut
Vorlage S. 14
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In Zions Töchtern, deren Leidenschaft
Vorlage S. 14
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Ezechiel im heiligen Vorhof sah,
Vorlage S. 14
490
Als durch Visionen seinem Auge ward
Vorlage S. 14
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Des falschen Juda Götzendienst gezeigt.
Vorlage S. 14
492
Dann folgte der, deß Trauer ernstlich klagte,
Vorlage S. 14
493
Als die gefangne Bundeslade wild
Vorlage S. 14
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Sein Bild zermalmte, Haupt und Hände selbst
Vorlage S. 15
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Im eignen Tempel ihm am Fußgesims
Vorlage S. 15
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Abschlug, dass rasch es auf den Boden stürzte
Vorlage S. 15
497
Zur Schande der Verehrer, – dies war Dagon,
Vorlage S. 15
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Ein Ungeheuer des Meers, halb Fisch, halb Mensch,
Vorlage S. 15
499
Doch hat er seinen Tempel hoch erbaut
Vorlage S. 15
500
Zu Azot, längs dem Strande Palästina's,
Vorlage S. 15
501
Gefürchtet auch, in Gad und Askalon,
Vorlage S. 15
502
In Akkaron bis an die Grenzen Gaza's.
Vorlage S. 15
503
Ihm folgte Rimmon, dessen Lieblingsort
Vorlage S. 15
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Damaskus war, an dem fruchtbaren Strand
Vorlage S. 15
505
Abbana's, Pharphars, der krystallnen Ströme.
Vorlage S. 15
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Auch er war gegen Gottes Tempel frech,
Vorlage S. 15
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Verlor einst einen Kranken und gewann
Vorlage S. 15
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Dort einen König Abas, jenen Narren,
Vorlage S. 15
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Den keck er zwang, des Herrn Altar zu schänden,
Vorlage S. 15
510
Und einen syrischen dafür zu baun,
Vorlage S. 15
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Auf dem man die verhaßten Opfer brannte,
Vorlage S. 15
512
Und Götter ehrte, die er überwunden.
Vorlage S. 15
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Dann naht ein Zug mit Namen alten Rufs
Vorlage S. 15
514
Osiris, Isis, Orus und ihr Troß.
Vorlage S. 15
515
Mit Zauberei'n und räthselhaften Bildern
Vorlage S. 15
516
Betrogen sie Egypten sammt den Priestern,
Vorlage S. 15
517
Dass das fanatische Volk in Thiergestalt
Vorlage S. 15
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Anstatt in Menschenform die Götter suchte.
Vorlage S. 15
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Auch Israel entging nicht dieser Pest,
Vorlage S. 15
520
Als ihr geborgtes Gold das Kalb erschuf
Vorlage S. 15
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Am Horeb, und der wildempörte König
Vorlage S. 15
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Die Sünd' in Bethel und in Dan verdoppelt',
Vorlage S. 15
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Als er den Schöpfer gleich dem Stiere formte,
Vorlage S. 15
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Jehovahn, der in einer Nacht zugleich,
Vorlage S. 15
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Als an Egypten er vorüberzog,
Vorlage S. 15
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Die Erstgebornen sammt den blöckenden
Vorlage S. 15
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Abgöttern schlug. – Zuletzt kam Belial,
Vorlage S. 15
528
Gemeinrer Geist fiel von dem Himmel nie,
Vorlage S. 15
529
Der nur das Laster um das Laster liebte;
Vorlage S. 15
530
Ihm stand kein Tempel, rauchte kein Altar,
Vorlage S. 15
531
Doch wer ist mehr in beiden wohl als er,
Vorlage S. 15
532
Wenn selbst der Priester Gottesläugner wird,
Vorlage S. 16
533
Wie Eli's Söhne, die mit Wollust einst
Vorlage S. 16
534
Und mit Gewaltthat Gottes Haus beschimpften?
Vorlage S. 16
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An Höfen und Palästen herrscht er auch,
Vorlage S. 16
536
In üppigen Städten, wo des Schwelgens Jubel
Vorlage S. 16
537
Und Schuld sich über ihre höchsten Thürme
Vorlage S. 16
538
Erhebt. Wenn Nacht die Straßen dunkel hüllt,
Vorlage S. 16
539
Dann wanken Belials Söhne wild heraus
Vorlage S. 16
540
Von Wein und frechem Uebermuth erfüllt.
Vorlage S. 16
541
Die Straßen Sodoms waren Zeugen deß,
Vorlage S. 16
542
Und jene Nacht in Gibeah, wo ein Weib
Vorlage S. 16
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Gastfrei man preisgab, Aergres zu verhüten.
Vorlage S. 16
544
Die Ersten waren dies an Rang und Macht,
Vorlage S. 16
545
Die Uebrigen zu nennen wär' zu lang.
Vorlage S. 16
546
Wenn auch die Namen weit und breit berühmt,
Vorlage S. 16
547
Ioniens Götter, von dem Stamme Javan's
Vorlage S. 16
548
Verehrt als Götter, doch nach eigner Beichte
Vorlage S. 16
549
Weit spätern Ursprungs als wie Erd und Himmel,
Vorlage S. 16
550
Die hohen Eltern; Titan, Erstgeborner
Vorlage S. 16
551
Des Himmels mit der ganzen Riesenbrut,
Vorlage S. 16
552
Dem von dem jüngern Bruder, vom Saturn
Vorlage S. 16
553
Das Recht der Erstgeburt entrissen ward.
Vorlage S. 16
554
Saturn empfing von seinem Sohn mit Rhea,
Vorlage S. 16
555
Vom Jupiter dafür ein gleiches Loos;
Vorlage S. 16
556
So herrschte Jupiter! Zuerst bekannt
Vorlage S. 16
557
War diese Schaar in Creta und auf Ida,
Vorlage S. 16
558
Beherrschte dann auf des Olympus Schnee
Vorlage S. 16
559
Die Mittelluft, als ihren höchsten Himmel,
Vorlage S. 16
560
Auch auf der Klippe Delphis, zu Dodona,
Vorlage S. 16
561
Entlang die Grenzen all des Dorerlands;
Vorlage S. 16
562
Dann jene, welche mit Saturn entflohn
Vorlage S. 16
563
Hesperien zu, hin über Adria,
Vorlage S. 16
564
Der Celten fernstes Inselmeer durchstreifend.
Vorlage S. 16
565
Sie all' und Andre kamen schaarenweis
Vorlage S. 16
566
Doch mit gesenktem und betrübtem Blick,
Vorlage S. 16
567
Worin ein schwacher Freudestrahl nur glänzte,
Vorlage S. 16
568
Dass sie verzweifelt nicht ihr Haupt gefunden
Vorlage S. 16
569
Und im Verlust sich selber nicht verloren.
Vorlage S. 16
570
Zweideutige Röthe färbte sein Gesicht,
Vorlage S. 17
571
Doch schnell den alten Stolz zusammennehmend
Vorlage S. 17
572
Erhob er schmeichelnd ihren schwachen Muth
Vorlage S. 17
573
Mit hohen Worten, die nach Würde klangen
Vorlage S. 17
574
Ob sie gehaltlos auch, und bannte so
Vorlage S. 17
575
Der Seinen Furcht. Sogleich befahl er dann,
Vorlage S. 17
576
Dass unter lautem, kriegerischen Klang
Vorlage S. 17
577
Der Zinken und Trompeten sein Panier
Vorlage S. 17
578
Erhoben werde; dieser Ehre werth
Vorlage S. 17
579
Hielt Azazel, ein stolzer Cherub, sich,
Vorlage S. 17
580
Der unverweilt am glanz'gen Stabesschaft
Vorlage S. 17
581
Die königliche Fahn' entrollt, die frei
Vorlage S. 17
582
Ein Meteor im Windeszuge blitzte,
Vorlage S. 17
583
Mit goldnem Prunk und Gemmen reich besetzt,
Vorlage S. 17
584
Den Waffen und Trophän der Seraphim.
Vorlage S. 17
585
Nun schallt aus lauterklingendem Metall
Vorlage S. 17
586
Der kriegerische Ton, drin allgemein
Vorlage S. 17
587
Der Krieger Schrei sich mischt, dass die Gewölbe
Vorlage S. 17
588
Der Hölle dröhnen, und das Reich des Chaos,
Vorlage S. 17
589
Die alte Nacht von außen selbst erschüttert.
Vorlage S. 17
590
Im Nu sah man zehntausend Banner wehn,
Vorlage S. 17
591
Durch's Dunkel in den hellsten Farben flatternd,
Vorlage S. 17
592
Ein Wald von Speeren hob sich hoch empor,
Vorlage S. 17
593
Es drängten Helme sich, geschloßne Schilde
Vorlage S. 17
594
In dichten Reihn aus unermeßner Tiefe.
Vorlage S. 17
595
In regelrechtem Phalanx schritten sie,
Vorlage S. 17
596
Nach dorischen Flöten und Schalmeienklängen,
Vorlage S. 17
597
Die vor der Schlacht des Alterthumes Helden
Vorlage S. 17
598
Dereinst zum edelsten Gefühl erhob,
Vorlage S. 17
599
Wuth ward gemildert zur Besonnenheit,
Vorlage S. 17
600
Dass unbewegt sie Flucht und Rückzug mehr
Vorlage S. 17
601
Als Sterben fürchteten; auch war's die Macht
Vorlage S. 17
602
Der Töne den verstörten Sinn zu stillen,
Vorlage S. 17
603
Und Zweifel, Furcht und Angst und Schmerz zu bannen
Vorlage S. 17
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Aus menschlichen und göttlichen Gemüthern.
Vorlage S. 17
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So rückten sie, vereinte Stärke hauchend,
Vorlage S. 17
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Mit festem Sinne, schweigend, unter sanftem
Vorlage S. 17
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Getön der Flöten an, das ihre Pein
Vorlage S. 17
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Beim Schreiten auf dem Glutgrund linderte.
Vorlage S. 18
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Jetzt hielten sie, als näher sie gerückt,
Vorlage S. 18
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In einer Schreckensfronte grauser Länge,
Vorlage S. 18
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Mit blendenden Waffen, wie sie Krieger tragen,
Vorlage S. 18
612
Die lang bei Schild und Speer ergraut, erwartend,
Vorlage S. 18
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Was ihres mächtigen Oberhaupts Befehl.
Vorlage S. 18
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Rundum schweift sein erfahrnes Auge jetzt,
Vorlage S. 18
615
Durchfliegt gewandt die ganze Kriegerschaar,
Vorlage S. 18
616
Die Ordnung und ihr Aeußeres, wie Götter;
Vorlage S. 18
617
Dann überzählt er sie, und Stolz erfüllt
Vorlage S. 18
618
Sein Herz, und pocht verhärtet auf die Stärke.
Vorlage S. 18
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Denn nie, seitdem der Mensch erschaffen, ward
Vorlage S. 18
620
Ein großes Heer gesehn, das im Vergleich
Vorlage S. 18
621
Mit diesem nicht ein kleines Völkchen wär',
Vorlage S. 18
622
Von Kranichen bekriegt, und wenn sich auch
Vorlage S. 18
623
Mit ihm vereint die Riesenbrut von Pflegra,
Vorlage S. 18
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Die Helden, die bei Ilion und Theben
Vorlage S. 18
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Gefochten unter Götterschutz und Schirm,
Vorlage S. 18
626
Ob auch mit ihm vereint die Ritterschaft
Vorlage S. 18
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Britaniens und Armorica's, die einst
Vorlage S. 18
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Mit Artus kämpfte, wie Romanzen melden,
Vorlage S. 18
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Sammt allen Gläub'gen und Ungläubigen,
Vorlage S. 18
630
Die in Asparamont und Montalban,
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Damaskus und Marocco, Trapezunt
Vorlage S. 18
632
Seitdem gefochten, oder sammt den Truppen,
Vorlage S. 18
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Die einst Biserta sandt' aus Afrika,
Vorlage S. 18
634
Als Karl der Große mit den Palatinen
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Bei Fontarabia fiel. – So weit dies Heer
Vorlage S. 18
636
Auch den Vergleich mit Menschen übertraf,
Vorlage S. 18
637
So fügt es doch dem Führer sich, der Alle
Vorlage S. 18
638
An Wuchs und Haltung, einem Thurme gleich
Vorlage S. 18
639
Stolz überragte, denn noch hatte seine
Vorlage S. 18
640
Gestalt nicht all den frühern Glanz verloren.
Vorlage S. 18
641
Er sah wie ein gestürzter hoher Engel,
Vorlage S. 18
642
Des Glanzes Uebermaß nur war verdunkelt;
Vorlage S. 18
643
Wie wenn die eben aufgegangne Sonne
Vorlage S. 18
644
Durch nebelhafte Luft des Horizonts,
Vorlage S. 18
645
Beraubt der hellen Strahlen, schimmert, oder
Vorlage S. 18
646
In düsterer Verdunklung hinterm Mond
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Porträt von John Milton
Kontextbild zum Werk. Porträt von John Milton — Bildnis zur Autorschaft; keine Szene aus dem Buch. · John Chapman · Public domain Bildquelle ↗
647
Ein Zwielicht wirft auf unsrer Erde Hälfte,
Vorlage S. 19
648
Mit Furcht vor Wechsel Könige bedrohend:
Vorlage S. 19
649
Also verdunkelt, doch vor Allen strahlend
Vorlage S. 19
650
Stand Satan, auf der Stirne zwar die Narben
Vorlage S. 19
651
Des Donners, und auf seiner welken Wange
Vorlage S. 19
652
Das Mal des Kummers, aber wilder Muth
Vorlage S. 19
653
Und Stolz lag in den Augenbrauen, die
Vorlage S. 19
654
Auf Rache harrten; grimmig blickt das Auge,
Vorlage S. 19
655
Doch reuig auch und schmerzlich, wenn es jetzt
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656
Die Mitgenossen seiner Schuld erblickt
Vorlage S. 19
657
– Wie anders waren sie im Heil zu schaun –
Vorlage S. 19
658
Verdammt zu gleichem, ewigen Loos der Pein;
Vorlage S. 19
659
Millionen Geister, die durch seine Schuld
Vorlage S. 19
660
Vom Himmel ausgestoßen, und dem ew'gen Licht
Vorlage S. 19
661
Verschlossen waren, blieben doch ihm treu,
Vorlage S. 19
662
Nach dem Verlust der ew'gen Glorie selbst:
Vorlage S. 19
663
So streckt sich, wann des Himmels Glutenstrahl
Vorlage S. 19
664
Waldeichen oder Bergesfichten trifft,
Vorlage S. 19
665
Ihr stolzer Wuchs mit dem versengten Wipfel
Vorlage S. 19
666
Und laubentblößt auf öder Haid' empor.
Vorlage S. 19
667
Jetzt regt er sich zu sprechen, rasch umgeben
Vorlage S. 19
668
Die Doppelreihen ihn und schließen dann
Vorlage S. 19
669
Im Halbkreis ihn mit seinen Großen ein.
Vorlage S. 19
670
Aufmerkend schweigen sie. Drei Mal beginnt,
Vorlage S. 19
671
Und drei Mal bricht er, seinem Stolz zum Trotz,
Vorlage S. 19
672
In Tränen aus, sowie sie Engel weinen;
Vorlage S. 19
673
Zuletzt, gemischt mit Seufzen, fand er Worte:
Vorlage S. 19
674
»O Myriaden von Unsterblichen,
Vorlage S. 19
675
Ihr Mächte, die nur den Allmächtigen
Vorlage S. 19
676
Als Gleichen haben – und mit ihm war selbst
Vorlage S. 19
677
Der Kampf nicht ohne Ruhm, wiewohl zuletzt
Vorlage S. 19
678
Furchtbar, wie dieser Ort bezeugt und Wechsel,
Vorlage S. 19
679
Fluch! es zu sagen; doch welch eine Kraft
Vorlage S. 19
680
Des Geistes, die des Wissens Quell, Vergangnes
Vorlage S. 19
681
Und Gegenwärtiges enthüllen mochte,
Vorlage S. 19
682
Ließ fürchten, dass solch einige Göttermacht
Vorlage S. 19
683
Wie unsre, je vertrieben werden könnte?
Vorlage S. 19
684
Denn wer kann jetzt, nach dem Verluste selbst
Vorlage S. 19
685
Wol glauben, dass die Legionen all,
Vorlage S. 20
686
Durch deren Sturz der Himmel leer geworden,
Vorlage S. 20
687
Nicht wieder eigenmächtig sich erheben
Vorlage S. 20
688
Und ihren Heimatsitz erobern würden?
Vorlage S. 20
689
Das ganze Heer des Himmels zeuge mir,
Vorlage S. 20
690
Ob ich voll Widerspruch gerathen, oder
Vorlage S. 20
691
Gefahren scheuend, Hoffnung je verlor?
Vorlage S. 20
692
Doch Er, der als Monarch des Himmels herrscht,
Vorlage S. 20
693
Saß sicher auf dem Thron bisher, gestützt
Vorlage S. 20
694
Auf alten Ruhm, Gewohnheit und Vertrag,
Vorlage S. 20
695
Und prunkte mit dem königlichen Pomp,
Vorlage S. 20
696
Doch barg er seine Kraft, was uns zum Kampfe
Vorlage S. 20
697
Verlockt und unsern Sturz herbeigeführt.
Vorlage S. 20
698
Nun kennen seine Macht wir und die unsre,
Vorlage S. 20
699
So dass wir weder Ihn zum Kampfe reizen,
Vorlage S. 20
700
Noch auch gereizt uns fürchten vor dem Krieg;
Vorlage S. 20
701
Das Beste bleibt verborgen nun zu wirken
Vorlage S. 20
702
Durch List und Trug, was nicht Gewalt vermocht;
Vorlage S. 20
703
Damit er endlich von uns lerne, dass
Vorlage S. 20
704
Wer durch Gewalt den Feind besiegt, nur halb
Vorlage S. 20
705
Ihn überwunden hat. Erzeugen kann
Vorlage S. 20
706
Der Raum noch neue Welten, denn die Sage
Vorlage S. 20
707
Ging schon im Himmel, dass er eine Welt
Vorlage S. 20
708
In Kurzem schaffen wolle, drin ein neues
Vorlage S. 20
709
Geschlecht zu pflanzen, das mit gleicher Gunst
Vorlage S. 20
710
Er segnen würde, wie des Himmels Söhne.
Vorlage S. 20
711
Dahin vielleicht geht unser erster Ausfall,
Vorlage S. 20
712
Und sei's als Späher. Sei's auch anderswo!
Vorlage S. 20
713
Denn dieser Höllenpfuhl soll nimmermehr
Vorlage S. 20
714
Des Himmels Geister ketten, noch das Dunkel
Vorlage S. 20
715
Des Abgrunds lang sie decken. Doch der Plan
Vorlage S. 20
716
Erfordert, dass im vollen Rath er reife,
Vorlage S. 20
717
Dem Frieden Fluch! Wer denkt an Unterwerfung?
Vorlage S. 20
718
Zum Kriege! Krieg! sei's offen oder heimlich!«
Vorlage S. 20
719
Er sprachs, und zu bestätigen seine Worte,
Vorlage S. 20
720
Erblitzten Millionen Flammenschwerter,
Vorlage S. 20
721
Von mächtgen Cberubshüften rasch gezückt,
Vorlage S. 20
722
Erleuchtet war die Hölle weitherum;
Vorlage S. 20
723
Sie ras'ten gegen den Allmächtgen wild,
Vorlage S. 20
724
Und schlugen grimmig mit geschwungnen Waffen
Vorlage S. 21
725
Auf ihren klingenden Schilden Kriegeslärm,
Vorlage S. 21
726
Zum Himmelsdom die stolze Fordrung brüllend.
Vorlage S. 21
727
Unweit davon erhob ein Hügel sich,
Vorlage S. 21
728
Deß großer Gipfel Rauch und Feuer spie,
Vorlage S. 21
729
Sonst war der Berg von glanz'ger Rind' umstrahlt,
Vorlage S. 21
730
Ein sichres Zeichen, dass in seinem Bauch
Vorlage S. 21
731
Metallisches Erz, das Werk des Schwefels, war.
Vorlage S. 21
732
Dort eilt beflügelt hin ein dichter Trupp
Vorlage S. 21
733
Schanzgräbern gleich, mit Spaten und mit Schaufeln,
Vorlage S. 21
734
Die vor dem königlichen Heere laufen,
Vorlage S. 21
735
Das Feld mit Wall und Graben zu umziehn.
Vorlage S. 21
736
Mammon voran, er, der gebeugteste
Vorlage S. 21
737
Der Geisterschaar, die aus dem Himmel fiel.
Vorlage S. 21
738
Im Himmel selbst war immer niederwärts
Vorlage S. 21
739
Bei ihm Gedank' und Blick, bewundernd mehr
Vorlage S. 21
740
Des Himmels reiches Gold auf dem Getäfel,
Vorlage S. 21
741
Als all' das Heilige, was sich göttlich wies
Vorlage S. 21
742
In seligen Visionen; erst durch ihn
Vorlage S. 21
743
Erlernt der Mensch, die Tiefen zu durchplündern,
Vorlage S. 21
744
Und mit verruchter Hand die Eingeweide
Vorlage S. 21
745
Der Mutter Erde zu durchwühlen, nur
Vorlage S. 21
746
Der Schätze halb, die besser drin verborgen.
Vorlage S. 21
747
Geräumige Wunde hatte bald sein Trupp
Vorlage S. 21
748
Im Berg geschlagen und des Goldes Rippe
Vorlage S. 21
749
Herausgegraben. Niemand staun' etwa,
Vorlage S. 21
750
Dass Reichthum in der Hölle Tiefe wachse,
Vorlage S. 21
751
Des theuern Fluchs ist dieser Boden werth.
Vorlage S. 21
752
Lasst Jene hier, die irdische Dinge preisen,
Vorlage S. 21
753
Von Babel staunend reden und von Werken
Vorlage S. 21
754
Der Könige von Memphis; lernen, wie
Vorlage S. 21
755
Des Ruhmes größtes Monument voll Kraft
Vorlage S. 21
756
Und Kunst von der verworfnen Höllenschaar
Vorlage S. 21
757
Leicht übertroffen wird in einer Stunde,
Vorlage S. 21
758
Was voller Fleiß kaum in Jahrhunderten
Vorlage S. 21
759
Zahllose Menschenhände bilden können.
Vorlage S. 21
760
Nah bei der Ebne schmelzt' in mancher Zelle,
Vorlage S. 21
761
Auf deren Grund ein flüssig Feuer quoll
Vorlage S. 22
762
Aus jenem See, ein zweiter Haufe künstlich
Vorlage S. 22
763
Erzmassen, von dem Gold die Schlacken sondernd;
Vorlage S. 22
764
Ein dritter hat im Boden schon gebildet
Vorlage S. 22
765
Verschiedne Formen und erfüllt die Rinnen
Vorlage S. 22
766
Durch wundersame Gäng' aus jenen Zellen:
Vorlage S. 22
767
So wie der Schall in einer Orgel schnell
Vorlage S. 22
768
Vom Windeshauch aus mancher Pfeife tönt.
Vorlage S. 22
769
Dann aus der Erde stieg ein Riesenbau
Vorlage S. 22
770
Gleich einem schnellen Dunst empor, beim Klang
Vorlage S. 22
771
Der zartsten Melodien und reinsten Stimmen,
Vorlage S. 22
772
In Tempelform, mit Pfeilern ringsumbaut,
Vorlage S. 22
773
Und dorischen Säulen, deren Architrav
Vorlage S. 22
774
Von Golde war; auch fehlte weder Fries,
Vorlage S. 22
775
Kranzleisten, noch erhabene Sculptur,
Vorlage S. 22
776
Das Dach war ächtes Gold. Nicht Babylon
Vorlage S. 22
777
Noch Alcairo reicht' an diese Pracht,
Vorlage S. 22
778
Wenn sie im größten Flor für ihre Götter
Vorlage S. 22
779
Belus, Serapis Tempel bauten oder
Vorlage S. 22
780
Paläste für die Fürsten, als an Reichthum
Vorlage S. 22
781
Und Pomp Egypten mit Assyrien stritt.
Vorlage S. 22
782
Die Säulen standen stattlich und vollendet,
Vorlage S. 22
783
Die ehernen Flügel öffnet schon das Thor,
Vorlage S. 22
784
Enthüllt den weithin ausgedehnten Raum
Vorlage S. 22
785
Auf glattem Estrich; vom gewölbten Dach
Vorlage S. 22
786
Hängt durch Magie so manche Reihe Leuchter
Vorlage S. 22
787
Und Sternenlampen, von Asphalt und Naphta
Vorlage S. 22
788
Genährt und voller Glanz wie Himmelslicht.
Vorlage S. 22
789
Bewundernd trat der hastige Haufen ein,
Vorlage S. 22
790
Der pries das Werk und jener dort den Meister,
Vorlage S. 22
791
Deß Hand berühmt durch manchen hohen Bau
Vorlage S. 22
792
Im Himmel war, wo ihren Thron die Engel
Vorlage S. 22
793
Mit Sceptern hatten und wie Fürsten saßen,
Vorlage S. 22
794
Weil sie der höchste Herr mit Macht begabt,
Vorlage S. 22
795
Der sie beherrschen ließ die lichten Schaaren,
Vorlage S. 22
796
Und Jeden zwar im eigenen Bezirk.
Vorlage S. 22
797
Sein Name war bekannt und hochgeehrt
Vorlage S. 22
798
In Griechenland; und in Ausonien
Vorlage S. 22
799
Ward er vom Volke Mulciber genannt,
Vorlage S. 22
800
Und da er aus dem Himmel stürzte, ging
Vorlage S. 23
801
Die Sage, dass ihn Zeus geschleudert habe
Vorlage S. 23
802
Im Zorn herab von den krystallnen Zinnen,
Vorlage S. 23
803
Wo er vom Morgen bis zum Mittag fiel,
Vorlage S. 23
804
Und immerfort bis zum bethauten Abend;
Vorlage S. 23
805
Worauf er mit der Sonne vom Zenith
Vorlage S. 23
806
Ein fallender Stern herab auf Lemnos sank, –
Vorlage S. 23
807
Doch irrte das Gerücht, denn dieser fiel
Vorlage S. 23
808
Schon lang vorher mit der Rebellenschaar,
Vorlage S. 23
809
Nichts frommt es ihm, dass er erhab'ne Dome
Vorlage S. 23
810
Im Himmel thürmte, denn mit allen Künsten
Vorlage S. 23
811
Ward häuptlings er mit seiner ems'gen Schaar
Vorlage S. 23
812
Herabgestürzt, die Hölle zu bebaun.
Vorlage S. 23
813
Indeß verkünden auf Befehl des Satans
Vorlage S. 23
814
Beschwingte Heroldsboten mit Trompeten
Vorlage S. 23
815
Und hohem Pomp dem Heere feierlich:
Vorlage S. 23
816
Dass sich der höchste Rath versammeln möge
Vorlage S. 23
817
In Pandämonium, als dem hohen Sitz
Vorlage S. 23
818
Des Satans und der Seinen; ihre Ladung
Vorlage S. 23
819
Berief von jeder Schaar und Legion
Vorlage S. 23
820
Die Würdigsten nach Stellung oder Wahl.
Vorlage S. 23
821
Gleich nahten sie von Tausenden begleitet,
Vorlage S. 23
822
Durch jeden Zugang war Gedräng. Die Thore,
Vorlage S. 23
823
Vorhallen, und zumeist die große Halle
Vorlage S. 23
824
(Sie glich mehr einem überdeckten Feld,
Vorlage S. 23
825
Wo Kämpfer sich auf Rossen tummelten
Vorlage S. 23
826
Und vor des Sultans Thron die besten Ritter
Vorlage S. 23
827
Der Heiden in den Zweikampf forderten)
Vorlage S. 23
828
War dicht umschwärmt, und Erd' und Luft erklang
Vorlage S. 23
829
Vom Rauschen ihrer Flügel. Wie die Bienen
Vorlage S. 23
830
Im Lenz, wann in den Stier die Sonne tritt,
Vorlage S. 23
831
Ihr zahlreich Völkchen aus dem Stock in Schwärmen
Vorlage S. 23
832
Aussenden, und auf Blumen hin und her
Vorlage S. 23
833
Im Thaue fliegen, oder auf dem Bret,
Vorlage S. 23
834
Dem glatten Hof der strohgeflochtnen Burg,
Vorlage S. 23
835
Mit Balsam neu bestrichen, die Geschäfte
Vorlage S. 23
836
Des kleinen Staats berathen: also dicht
Vorlage S. 23
837
Drängt sich das luftige Heer, bis ein Signal
Vorlage S. 23
838
Ertönt – und sieh ein Wunder! die vorhin
Vorlage S. 24
839
Der Erde Riesen überragten, sie
Vorlage S. 24
840
Sind kleiner als die kleinsten Zwerge jetzt,
Vorlage S. 24
841
Und dringen zahllos in den engen Raum,
Vorlage S. 24
842
Wie die Pygmä'n, jenseits von Indiens Bergen;
Vorlage S. 24
843
Wie Elfen, deren mitternächtigen Tanz
Vorlage S. 24
844
Bei einem Waldplatz oder einem Quell
Vorlage S. 24
845
Der Landmann sieht, vielleicht auch träumt zu sehn;
Vorlage S. 24
846
Indeß der Mond herrscht über seinem Haupt,
Vorlage S. 24
847
Im blassen Gange sich der Erde naht,
Vorlage S. 24
848
Ergötzen jene, nur auf Scherz bedacht,
Vorlage S. 24
849
Das Ohr ihm mit der lieblichsten Musik,
Vorlage S. 24
850
Dass Lust und Furcht zugleich im Herzen wallen.
Vorlage S. 24
851
So schufen diese körperlosen Geister
Vorlage S. 24
852
Aus Riesenform die niedlichste Figur,
Vorlage S. 24
853
Und saßen ganz geraum, wiewohl unzählig,
Vorlage S. 24
854
Inmitten dieser unterirdischen Halle.
Vorlage S. 24
855
Doch tiefer drin, und im gehörigen Maß
Vorlage S. 24
856
Sich selbst gleich, saßen im verborgnen Raum
Vorlage S. 24
857
Geheim die Seraphim und Cherubschaar,
Vorlage S. 24
858
Zahlreich auf goldnen Sesseln, wol an tausend
Vorlage S. 24
859
Halbgötter. Dann begann nach kurzem Schweigen,
Vorlage S. 24
860
Verles'nem Aufgebot der große Rath.
Vorlage S. 24

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

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Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »O sprich zuerst – denn Nichts verbirgt der Himmel, Die tiefe Hölle Nichts …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »Weil« in diesem Textausschnitt? »Im Himmel war, wo ihren Thron die Engel Mit Sceptern hatten und wie Fürsten saßen, Weil sie der höchste Herr mit Macht begabt, Der sie beherrschen ließ die lichten Schaaren, Und Jeden zwar im eigenen Bezirk.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Mit trotzigem Wort das grause Schweigen brechend:« B: »Zweideutige Röthe färbte sein Gesicht, Doch schnell den alten Stolz zusammennehmend Erhob er schmeichelnd ihren schwachen Muth Mit hohen Worten, die nach Würde klangen Ob sie gehaltlos auch, und bannte so Der Seinen Furcht.« C: »Vor Allem du beseele mich, o Geist, Der offne Herzen mehr als Tempel liebt: Du bist allwissend, warst vom Anbeginn Und ruhtest brütend einer Taube gleich Mit mächtig ausgespreiztem Flügelpaar, Den ungeheuern Abgrund fruchtbar machend.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Mit trotziger Nachbarschaft noch nicht zufrieden, Bethört er auch durch Ränke Salomo's …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗

8. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Im eignen Tempel ihm am Fußgesims Abschlug, dass rasch es auf den …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗

9. Welcher Ausschnitt enthält ausdrücklich einen Grund oder eine daraus gezogene Folge? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗ Textstelle 14 ↗ Textstelle 15 ↗ Textstelle 16 ↗ Textstelle 17 ↗ Textstelle 18 ↗ Textstelle 19 ↗ Textstelle 20 ↗ Textstelle 21 ↗ Textstelle 22 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Ordne diese Textstelle in den Zusammenhang ein: »Des Menschen erste Schuld und jene Frucht«. Was geschieht oder wird hier besprochen? Erkläre in drei bis fünf Sätzen auch, was davor und danach wichtig ist.

Impulse zur Selbstprüfung

Lies die verlinkte Stelle mit ihrer Umgebung. Trenne ausdrücklich Gesagtes von Vermutungen.

  • Situation oder Gedanke verständlich erklärt
  • Mindestens ein passender Textbeleg
  • Eigene Formulierungen statt bloßer Abschrift
Textstelle nachlesen ↗

2. Vergleiche die beiden Ausschnitte: »Des Menschen erste Schuld und jene Frucht« und »Und Jeden zwar im eigenen Bezirk.«. Welche Entwicklung, Gemeinsamkeit oder Spannung erkennst du? Begründe mit beiden Textstellen.

Impulse zur Selbstprüfung

Auch eine gleichbleibende Haltung ist ein mögliches Ergebnis. Erfinde keine Entwicklung, wenn sie sich aus dem Text nicht belegen lässt.

  • Beide Ausschnitte im Zusammenhang gelesen
  • Eine Gemeinsamkeit oder einen Unterschied erläutert
  • Deutung und wörtlichen Beleg unterschieden
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

3. Untersuche die sprachliche Wirkung dieses Ausschnitts: »Die Leichen schwimmend auf dem Meere«. Wähle ein auffälliges Wort, ein Bild oder eine Formulierung. Erkläre seine Wirkung und begründe eine mögliche andere Lesart.

Impulse zur Selbstprüfung

Es gibt nicht nur eine richtige Interpretation. Prüfe beide Lesarten am Kapitel und benenne, was offen bleibt.

  • Sprachliches Merkmal am Wortlaut benannt
  • Wirkung als begründete Deutung formuliert
  • Alternative Lesart oder Grenze der Deutung erklärt
Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Des Menschen erste Schuld und jene Frucht«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
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Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Dann nahte Chemos, Schreckbild Moabs Söhnen,«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
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Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Verles'nem Aufgebot der große Rath.«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
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Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autor und namentlich belegte Übersetzung sind nach den geprüften Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. TextGrid und www.editura.de stellen Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE bereit.

Das verlorene Paradies

Milton, John: Das verlorene Paradies. Übers. v. Adolf Böttger, Leipzig: Verlag Philipp Reclam jun., [o. J.]. Milton, John 3- Leipzig

Das Werk Das verlorene Paradies von Milton, John ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; underlying texts public domain per source Lizenz

Originalsprache · Englisch

Vollständiger Originaltext in der genannten digitalen Project-Gutenberg-Ausgabe. Die genaue historische Druckvorlage ist nicht im Katalog belegt. Wortlaut, Rechtschreibung und Interpunktion dieser Quelle bleiben erhalten; HTML-Layout wird in Lesetext übertragen. Unterschiedliche Ausgaben und Übersetzungen können abweichende Kapitelteilungen haben. Keine Behauptung einer Erstfassung oder Absatzparität.

Milton, John: Paradise Lost. Project Gutenberg eBook 26.

Autorschaft und Ausgabe: Milton, John

Originaltext und Ausgabe ↗ · Project Gutenberg · Lizenz und Nutzungsbedingungen

Die Fassungen folgen den jeweils angegebenen Quellen; ihre Gliederung kann abweichen.

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.