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Buch - Das befreite Jerusalem - Tasso, Torquato

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Deutsche Übersetzung · Lesefassung

Das befreite Jerusalem

Tasso, Torquato

Das befreite Jerusalem von Tasso, Torquato. Volltext der angegebenen historischen deutschen Übersetzung.

EposKlasse 9–10 · 11–1321 Abschnitte
Historische Illustration zu Das befreite Jerusalem
Historische Illustration zu „Das befreite Jerusalem“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Antonio Tempesta · CC0 Bildquelle ↗

Deutsche Übersetzung: Johann Diederich Gries

Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und zeitgebundene Wertvorstellungen gemeinsam einordnen. Klassenangaben sind redaktionelle Orientierung.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Deutsch · Abschnitt 2 von 21

Erster Gesang

1
Erster Gesang.
Vorlage S. 11
2
1.
Vorlage S. 11
3
Den Feldherrn sing' ich und die frommen Waffen,
Vorlage S. 11
4
So des Erlösers hohes Grab befreit.
Vorlage S. 11
5
Viel führt' er aus, was Geist und Arm geschaffen,
Vorlage S. 11
6
Viel duldet' er im glorreich kühnen Streit.
Vorlage S. 11
7
Und fruchtlos droht die Hölle, fruchtlos raffen
Vorlage S. 11
8
Sich Asien auf, und Libyen, kampfbereit;
Vorlage S. 11
9
Denn Gottes Huld führt zu den heil'gen Fahnen
Vorlage S. 11
10
Ihm die Gefährten heim von irren Bahnen.
Vorlage S. 11
11
2.
Vorlage S. 11
12
O Muse, die mit welken Lorbeerkronen
Vorlage S. 11
13
Nie auf dem Helikon die Stirn umflicht,
Vorlage S. 11
14
Doch die im Himmel, wo die Sel'gen wohnen,
Vorlage S. 11
15
Strahlt mit des Sternenkranzes ew'gem Licht:
Vorlage S. 11
16
Hauch' in die Brust mir Glut aus Himmelszonen!
Vorlage S. 11
17
Erleuchte du mein Lied; und zürne nicht,
Vorlage S. 11
18
Füg' ich zur Wahrheit Zier, schmück' ich bisweilen
Vorlage S. 11
19
Mit anderm, als nur deinem Reiz, die Zeilen.
Vorlage S. 11
20
3.
Vorlage S. 11
21
Du weißt ja, dass die Welt, wo seiner Gaben
Vorlage S. 11
22
Parnaß die süßesten verströmt, sich drängt;
Vorlage S. 11
23
Und dass die Wahrheit manchesmal, vergraben
Vorlage S. 11
24
In holden Reim, die Sprödsten lockt und fängt.
Vorlage S. 11
25
So reichen wir auch wohl dem kranken Knaben
Vorlage S. 11
26
Des Bechers Rand mit süßem Nass besprengt;
Vorlage S. 11
27
Getäuscht empfängt er, ohne Widerstreben,
Vorlage S. 11
28
Den herben Saft, und, durch die Täuschung, Leben.
Vorlage S. 11
29
4.
Vorlage S. 11
30
Großmüthiger Alfons, erhabner Retter
Vorlage S. 11
31
Des irren Wandrers, den das Glück verrieth,
Vorlage S. 11
32
Der aus dem Wogendrang, aus Sturm und Wetter,
Vorlage S. 11
33
Gescheitert fast, in deinen Haven flieht:
Vorlage S. 11
34
Mit heitrer Stirn empfange diese Blätter;
Vorlage S. 11
35
Wie zum Gelübde weiht' ich dir mein Lied.
Vorlage S. 11
36
Einst tönt vielleicht die ahnungsvolle Leier,
Vorlage S. 11
37
Statt leisen Winks, von dir mit lauter Feier.
Vorlage S. 11
38
5.
Vorlage S. 11
39
Wohl ist es recht – wenn je in künft'gen Jahren
Vorlage S. 11
40
Die Völker Christi sich in Frieden sehn,
Vorlage S. 11
41
Und nun mit Schiff und Roß kühn dem Barbaren
Vorlage S. 11
42
Die große Beute zu entreißen gehn –
Vorlage S. 11
43
Dass sie die Führung, wie du willst, der Schaaren
Vorlage S. 11
44
Zu Wasser oder Land dir zugestehn.
Vorlage S. 11
45
Nacheifrer Gottfrieds, horch' auf seine Siege
Vorlage S. 11
46
In unserm Lied, und rüste dich zum Kriege!
Vorlage S. 11
47
6.
Vorlage S. 11
48
Schon lief das sechste Jahr, seitdem die Christen
Vorlage S. 12
49
Zum hohen Kampf gen Ost sich aufgemacht.
Vorlage S. 12
50
Nicäa war durch Sturm, durch Ueberlisten
Vorlage S. 12
51
War Antiochien schon in ihrer Macht,
Vorlage S. 12
52
Und wider Persiens Heer, nach kurzem Fristen,
Vorlage S. 12
53
Die Stadt vertheidigt in gewalt'ger Schlacht.
Vorlage S. 12
54
Tortosa fiel; dann räumten sie der harten
Vorlage S. 12
55
Jahrszeit das Feld, um auf den Lenz zu warten.
Vorlage S. 12
56
7.
Vorlage S. 12
57
Und jener feuchte Winter, der dem wilden
Vorlage S. 12
58
Kriegstoben wehrte, war beinah entflohn:
Vorlage S. 12
59
Als aus des Himmels heitersten Gefilden
Vorlage S. 12
60
Der ew'ge Vater, vom erhabnen Thron,
Vorlage S. 12
61
So weit erhöhet ob den Sterngebilden,
Vorlage S. 12
62
Wie sie sind ob des Abgrunds Region,
Vorlage S. 12
63
Das Aug' herniederwandt' und fasst' in Eine
Vorlage S. 12
64
Anschauung, was die Welt in sich vereine.
Vorlage S. 12
65
8.
Vorlage S. 12
66
Er schaut das All, und weilet bei der Franken
Vorlage S. 12
67
Heerführern, die in Syriens Gau'n verziehn;
Vorlage S. 12
68
Und mit dem Blick, dem in des Busens Schranken
Vorlage S. 12
69
Stets die geheimste Regung klar erschien,
Vorlage S. 12
70
Sieht er den Gottfried glühn von dem Gedanken,
Vorlage S. 12
71
Die heil'ge Stadt den Heiden zu entziehn,
Vorlage S. 12
72
Und, treu und eifrig, jedes ird'sche Trachten
Vorlage S. 12
73
Nach Ruhm der Welt, Herrschaft und Gold verachten.
Vorlage S. 12
74
9.
Vorlage S. 12
75
Er sieht in Balduin die Begierde lauern
Vorlage S. 13
76
Nach allem was zur Erdengröß' erhebt;
Vorlage S. 13
77
Und wie Tancred, versenkt in tiefes Trauern
Vorlage S. 13
78
Durch Liebeswahn, nur wider Willen lebt;
Vorlage S. 13
79
Wie Bohemund in Antiochiens Mauern
Vorlage S. 13
80
Sein neues Reich fest zu begründen strebt,
Vorlage S. 13
81
Gesetz' und Sitten einführt, und Belehrung
Vorlage S. 13
82
In Künsten giebt und wahrer Gottverehrung;
Vorlage S. 13
83
10.
Vorlage S. 13
84
Und wie sein Geist, nur tätig und geschäftig
Vorlage S. 13
85
Bei diesem Werk, nichts Andres denkt noch tut.
Vorlage S. 13
86
Dann siehet er Rinaldo, kühn und kräftig,
Vorlage S. 13
87
Der Ruhe feind, entflammt von Kriegesmuth.
Vorlage S. 13
88
Nicht Gold noch Herrschaft lockt ihn an; doch heftig
Vorlage S. 13
89
Durchlodert ihn der Ehr' unmäß'ge Glut.
Vorlage S. 13
90
Er sieht ihn treu an Guelfo's Munde hangen
Vorlage S. 13
91
Und edler Vorzeit würd'ge Kund' empfangen.
Vorlage S. 13
92
11.
Vorlage S. 13
93
Doch als der Herr des Weltalls wahrgenommen
Vorlage S. 13
94
Den tiefsten Wunsch, den jedes Herz gebar,
Vorlage S. 13
95
Heißt er den Gabriel zum Throne kommen,
Vorlage S. 13
96
Den Zweiten aus der ersten Engel Schaar,
Vorlage S. 13
97
Der immer zwischen Gott und seinen Frommen
Vorlage S. 13
98
Ein froher Bot' und treuer Dolmetsch war.
Vorlage S. 13
99
Er bringt hinab die himmlischen Befehle
Vorlage S. 13
100
Und bringt zu Gott das Flehn der gläub'gen Seele.
Vorlage S. 13
101
12.
Vorlage S. 13
102
Ihm sagt der Herr: Zu Gottfried, meinem Treuen,
Vorlage S. 14
103
Eil' hin und sprich: Warum nunmehr verziehn?
Vorlage S. 14
104
Warum nicht jetzt mit Macht den Krieg erneuen,
Vorlage S. 14
105
Jerusalem dem Joche zu entziehn?
Vorlage S. 14
106
Die Fürsten ruf' er in den Rath, die Scheuen
Vorlage S. 14
107
Sporn' er zum Werk; zum Feldherrn wähl' ich ihn.
Vorlage S. 14
108
Ich wähl' ihn hier; die Andern tun's auf Erden,
Vorlage S. 14
109
Die, einst ihm gleich, jetzt seine Diener werden.
Vorlage S. 14
110
13.
Vorlage S. 14
111
So spricht der Herr; und diesem nachzuleben
Vorlage S. 14
112
Bereitet sich der Engel alsobald.
Vorlage S. 14
113
Luft muss den unsichtbaren Leib umweben,
Vorlage S. 14
114
Von ihm geformt zur menschlichen Gestalt,
Vorlage S. 14
115
Um sich den ird'schen Sinnen kund zu geben,
Vorlage S. 14
116
Doch von des Himmels Majestät umwallt.
Vorlage S. 14
117
Ein Knabe scheint er an des Jünglings Gränzen
Vorlage S. 14
118
Und lässt das blonde Haar von Strahlen glänzen.
Vorlage S. 14
119
14.
Vorlage S. 14
120
Dann nimmt er weiße, goldgesäumte Schwingen,
Vorlage S. 14
121
Die unermüdlich sind, und schnell und leicht
Vorlage S. 14
122
Der Wind' und Wolken Region durchdringen,
Vorlage S. 14
123
Dass Meer und Land tief unter ihm entweicht.
Vorlage S. 14
124
Er eilt, vom Himmel sich hinabzuschwingen;
Vorlage S. 14
125
Bald hat er schon die untre Welt erreicht,
Vorlage S. 14
126
Lässt auf dem Berge Libanon sich nieder
Vorlage S. 14
127
Und wiegt sich auf verbreitetem Gefieder.
Vorlage S. 14
128
15.
Vorlage S. 14
129
Nun lenkt er, abwärts fliegend, seine Pfade
Vorlage S. 15
130
Nach dem Gefild, in dem Tortosa ruht.
Vorlage S. 15
131
Die Sonn' entsteigt dem östlichen Gestade,
Vorlage S. 15
132
Zum Theil herauf, doch mehr noch in der Flut;
Vorlage S. 15
133
Und Gottfried sendet zu dem Quell der Gnade
Vorlage S. 15
134
Sein frühes Flehn, wie er gewöhnlich tut:
Vorlage S. 15
135
Da, mit der Sonne, doch in hellerm Lichte,
Vorlage S. 15
136
Erscheint der Engel seinem Angesichte,
Vorlage S. 15
137
16.
Vorlage S. 15
138
Und sagt ihm: Gottfried, sieh die Zeit erscheinen,
Vorlage S. 15
139
Die wieder Raum den Kriegesthaten schafft.
Vorlage S. 15
140
Warum noch säumst du länger mit den Deinen,
Vorlage S. 15
141
Jerusalem zu ziehn aus schnöder Haft?
Vorlage S. 15
142
Eil', in den Rath die Fürsten zu vereinen,
Vorlage S. 15
143
Und sporn' ans Ziel die träggewordne Kraft.
Vorlage S. 15
144
Gott will zu ihrem Führer dich erheben,
Vorlage S. 15
145
Auch werden sie sich selbst dir untergeben.
Vorlage S. 15
146
17.
Vorlage S. 15
147
Gott schickt als Boten mich, dir zu berichten
Vorlage S. 15
148
Was er beschloss. Wie hoffest du mit Fug
Vorlage S. 15
149
Nun sichern Sieg! Wie groß sind deine Pflichten
Vorlage S. 15
150
Für jenes Heer, das Er dir übertrug!
Vorlage S. 15
151
Er schwieg, verschwand und lenkte zu den lichten
Vorlage S. 15
152
Glücksel'gen Höh'n des Himmels seinen Flug;
Vorlage S. 15
153
Und Gottfried, ob dem Glanz, ob dem Befehle,
Vorlage S. 15
154
Steht da, geblendten Aug's, erstaunter Seele.
Vorlage S. 15
155
18.
Vorlage S. 15
156
Doch als er sich gefasst, und klar ergründet,
Vorlage S. 16
157
Wer kam, wer sandt', und was zu ihm erscholl:
Vorlage S. 16
158
Da, wünscht' er erst, fühlt er sich ganz entzündet,
Vorlage S. 16
159
Den Krieg zu enden, den er lenken soll.
Vorlage S. 16
160
Nicht dass sein Herz, weil ihm die Gunst verkündet,
Vorlage S. 16
161
Die ihm der Himmel schenkt, von Ehrsucht schwoll;
Vorlage S. 16
162
Doch fühlt er, dass sein Wille sich entflamme
Vorlage S. 16
163
In dem des Herrn, wie Funken in der Flamme.
Vorlage S. 16
164
19.
Vorlage S. 16
165
Er lud demnach die Helden, in der Gegend
Vorlage S. 16
166
Ringsum zerstreut, zum Rath, den er berief.
Vorlage S. 16
167
Stets zu dem Vorschlag noch die Bitte legend,
Vorlage S. 16
168
Schickt Boten er auf Boten, Brief auf Brief.
Vorlage S. 16
169
Was nur für Edle lockend ist und regend,
Vorlage S. 16
170
Was nur die Thatkraft wecket, die entschlief:
Vorlage S. 16
171
Er findet's auf und schmückt es, und erringet,
Vorlage S. 16
172
Dass sein Bemühn zugleich gefällt und zwinget.
Vorlage S. 16
173
20.
Vorlage S. 16
174
Ein jeder Feldherr kam nun mit den Seinen,
Vorlage S. 16
175
Nur Bohemund vermisste man im Rath.
Vorlage S. 16
176
Tortosa nimmt sie auf, wie sie erscheinen,
Vorlage S. 16
177
Und draußen lagern, die zuletzt genaht.
Vorlage S. 16
178
An einem feierlichen Tag vereinen
Vorlage S. 16
179
Die Großen sich, ein würdiger Senat;
Vorlage S. 16
180
Und Gottfried nun spricht zu dem Heldenbunde
Vorlage S. 16
181
Mit hehrem Blick und wohllautreichem Munde:
Vorlage S. 16
182
21.
Vorlage S. 16
183
Ihr Krieger Gottes, die der Herr der Schaaren
Vorlage S. 17
184
Zu seines Reichs Herstellern hat gemacht,
Vorlage S. 17
185
Und zwischen Trug und Waffen, in Gefahren
Vorlage S. 17
186
Zu Land' und Meer geleitet und bewacht;
Vorlage S. 17
187
So dass wir ihm, in nur so wenig Jahren,
Vorlage S. 17
188
So manch abtrünnig Volk zurückgebracht,
Vorlage S. 17
189
Und in bezwungnen, unterworfnen Reichen
Vorlage S. 17
190
Verbreitet seinen Ruhm, sein Siegeszeichen:
Vorlage S. 17
191
22.
Vorlage S. 17
192
Wohl darum nicht – wenn mich kein Wahn betrogen –
Vorlage S. 17
193
Flohn wir die Heimat und der Liebe Pfand,
Vorlage S. 17
194
Vertrauten uns des Meeres falschen Wogen,
Vorlage S. 17
195
Der Kriegsgefahr an so entferntem Strand,
Vorlage S. 17
196
Um einen kurzen Ruhm, der leicht verflogen,
Vorlage S. 17
197
Um zu gewinnen der Barbaren Land.
Vorlage S. 17
198
Das hieße wohl sich schlechten Lohn erwählen,
Vorlage S. 17
199
Und Blut verströmen zum Verderb der Seelen.
Vorlage S. 17
200
23.
Vorlage S. 17
201
Dies Ziel vielmehr ermuthigt' unsre Waffen:
Vorlage S. 17
202
Die edeln Mauern Zions zu befrein,
Vorlage S. 17
203
Unwürd'gem Joch die Christen zu entraffen
Vorlage S. 17
Historische Illustration zu Das befreite Jerusalem
Kontextbild zum Werk. Historische Illustration zu „Das befreite Jerusalem“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Antonio Tempesta · CC0 Bildquelle ↗
204
Und einer so verhaßten Knechtschaft Pein;
Vorlage S. 17
205
Im heil'gen Land ein neues Reich zu schaffen,
Vorlage S. 17
206
Der Andacht sichre Wohnung zu verleihn,
Vorlage S. 17
207
Damit am hohen Grab der fromme Pilger
Vorlage S. 17
208
In Ruh anbete, des Gelübdes Tilger.
Vorlage S. 17
209
24.
Vorlage S. 17
210
Zwar Großes ist für die Gefahr geschehen,
Vorlage S. 18
211
Mehr für die Miihe, für den Ruhm nicht viel,
Vorlage S. 18
212
Nichts für den Zweck; bleib' hier der Krieger stehen,
Vorlage S. 18
213
Such' anderswo der Waffendrang sein Ziel.
Vorlage S. 18
214
Was hilft's, Europa's Macht vereint zu sehen,
Vorlage S. 18
215
Und dass der Brand in Asiens Fluren fiel,
Vorlage S. 18
216
Ist doch das Ende so gewalt'ger Thaten
Vorlage S. 18
217
Nicht Staatengründung, nur Verderb der Staaten?
Vorlage S. 18
218
25.
Vorlage S. 18
219
Der baut auf Sand, der nur auf Erdenstützen
Vorlage S. 18
220
Ein neues Reich zu gründen sich vermisst,
Vorlage S. 18
221
Wo wenig der Verbundnen ihn beschützen,
Vorlage S. 18
222
Wo er von Heiden rings umgeben ist.
Vorlage S. 18
223
Das ferne Westland kann ihm wenig nützen,
Vorlage S. 18
224
Und trauen darf er nicht der Griechen List.
Vorlage S. 18
225
Nur Trümmer häuft er auf, wovon begraben,
Vorlage S. 18
226
Er selbst ein Grab sich wird erbauet haben.
Vorlage S. 18
227
26.
Vorlage S. 18
228
Dass Türken, Perser, Antiochier sanken –
Vorlage S. 18
229
Glorreicher Schall der Namen und der That –
Vorlage S. 18
230
War unser nicht; dem Himmel war's zu danken,
Vorlage S. 18
231
Der wundervoll auf unsre Seite trat.
Vorlage S. 18
232
Doch brauchen wir, zuwider den Gedanken
Vorlage S. 18
233
Des Gebers, dies Geschenk nach unserm Rath:
Vorlage S. 18
234
So fürcht' ich, wird sein Arm sich von uns wenden,
Vorlage S. 18
235
Und unser Ruhm ein Spott der Völker enden.
Vorlage S. 18
236
27.
Vorlage S. 18
237
Ha! Keiner werd' in unserm Heer getroffen,
Vorlage S. 19
238
Der das verderbe, was der Herr geschenkt!
Vorlage S. 19
239
So, wie der Glanz des Anfangs ließ erhoffen,
Vorlage S. 19
240
Sei bis ans Ziel das große Werk gelenkt.
Vorlage S. 19
241
Jetzt, da die Wege gangbar sind und offen,
Vorlage S. 19
242
Jetzt, da nicht mehr die Jahrszeit uns beschränkt:
Vorlage S. 19
243
Warum nicht zu der Stadt hinan, dem hehren
Vorlage S. 19
244
Zielpunkte jedes Siegs? Wer kann's noch wehren?
Vorlage S. 19
245
28.
Vorlage S. 19
246
Ja, ich bezeug's, ihr Fürsten – und erfahren
Vorlage S. 19
247
Wird dieses Zeugnis Welt und Afterwelt,
Vorlage S. 19
248
Und droben selbst der Himmelsbürger Schaaren –
Vorlage S. 19
249
Die Zeit der Reife hat sich eingestellt.
Vorlage S. 19
250
Je mehr wir zögern, wachsen die Gefahren;
Vorlage S. 19
251
Unsicher wird, was man für sicher hält.
Vorlage S. 19
252
Ich seh's voraus, bald wird, wenn wir nicht eilen,
Vorlage S. 19
253
Aegyptens Macht dem Feinde Hülf' ertheilen.
Vorlage S. 19
254
29.
Vorlage S. 19
255
Er sprach's. Ein Murmeln folgt' itzt im Senate,
Vorlage S. 19
256
Und Peter sprach, der Eremit, sodann;
Vorlage S. 19
257
Ein Niedrer, saß er mit im Fürstenrathe,
Vorlage S. 19
258
Als der den großen Heereszug begann:
Vorlage S. 19
259
Was Gottfried sagt, ist, was auch ich hier rathe;
Vorlage S. 19
260
Es ist so klar, dass Keiner zweifeln kann.
Vorlage S. 19
261
Durch sich ist's kund, er setzt' es ganz ins Reine;
Vorlage S. 19
262
Ihr billigt es; ich füg' hinzu dies Eine:
Vorlage S. 19
263
30.
Vorlage S. 19
264
Fass' ich den Streit, den Widerspruch zusammen,
Vorlage S. 20
265
Den um die Wette Jeder übt' und trug;
Vorlage S. 20
266
Die Meinungen, die wechselnd sich verdammen,
Vorlage S. 20
267
Die Thaten, stockend mitten im Vollzug:
Vorlage S. 20
268
So seh' ich all' aus Einer Quelle stammen,
Vorlage S. 20
269
Die Händel, die Verwirrung, den Verzug;
Vorlage S. 20
270
Aus dem Gewicht, das Viele, die oft streitig
Vorlage S. 20
271
In Meinung sind, behaupten gegenseitig.
Vorlage S. 20
272
31.
Vorlage S. 20
273
Wo Einer nicht der Oberherrschaft Quellen
Vorlage S. 20
274
In sich vereint, verbietet und erlaubt,
Vorlage S. 20
275
Die Arbeit austheilt, Würden giebt und Stellen,
Vorlage S. 20
276
Da ist dem Staat die innre Kraft geraubt.
Vorlage S. 20
277
Eilt denn, euch fest als Glieder zu gesellen,
Vorlage S. 20
278
Und Einer nur sei dieses Körpers Haupt.
Vorlage S. 20
279
Auf Einen sammelt der Regierung Bürde,
Vorlage S. 20
280
Gebt ihm des Königs Ansehn, Macht und Würde.
Vorlage S. 20
281
32.
Vorlage S. 20
282
Hier schwieg der Greis. Doch welcher Herzen Pforte
Vorlage S. 20
283
Kann dir, o heil'ge Glut, verschlossen sein?
Vorlage S. 20
284
Dein Hauch beseelt des Eremiten Worte,
Vorlage S. 20
285
Du prägest sie ins Herz der Ritter ein.
Vorlage S. 20
286
Du tilgst so ganz aus seinem Heimatsorte
Vorlage S. 20
287
Den Trieb nach Freiheit, Macht und äußerm Schein,
Vorlage S. 20
288
Dass Wilhelm gleich und Guelf, die allen Diesen
Vorlage S. 20
289
Vorgehn im Rang, Gottfried zum Haupt erkiesen.
Vorlage S. 20
290
33.
Vorlage S. 20
291
Die Andern stimmen bei; er soll erwägen,
Vorlage S. 21
292
Beschließen, und gebieten Jedermann;
Vorlage S. 21
293
Gesetze den Besiegten auferlegen,
Vorlage S. 21
294
Krieg führen gegen wen er will, und wann.
Vorlage S. 21
295
Die sonst ihm gleich, sehn ohne Widerregen
Vorlage S. 21
296
Sich jetzt als Diener seiner Herrschaft an.
Vorlage S. 21
297
Beschlossen ist's, und schon, nach allen Seiten,
Vorlage S. 21
298
Fliegt das Gerücht, die Kunde zu verbreiten.
Vorlage S. 21
299
34.
Vorlage S. 21
300
Er zeigt den Söldnern sich, und wird von allen
Vorlage S. 21
301
Des Rangs, der ihm verliehen, werth geschätzt;
Vorlage S. 21
302
Und kriegerische Grüße, die ihm schallen,
Vorlage S. 21
303
Verkünden laut, wie sie die Wahl ergetzt.
Vorlage S. 21
304
Er sieht des Heeres Freude mit Gefallen
Vorlage S. 21
305
Und danket Allen heiter und gesetzt;
Vorlage S. 21
306
Dann ordnet er, dass mit der Morgenhelle
Vorlage S. 21
307
Die ganze Macht zur Heeresschau sich stelle.
Vorlage S. 21
308
35.
Vorlage S. 21
309
Kaum ist die Sonn' im Osten aufgegangen,
Vorlage S. 21
310
Und heitrer als sie lange nicht getan,
Vorlage S. 21
311
Als bei dem ersten Strahle, voll Verlangen,
Vorlage S. 21
312
Mit ihren Fahnen schon die Krieger nahn,
Vorlage S. 21
313
Und jeder sich, in seinem besten Prangen,
Vorlage S. 21
314
Dem frommen Gottfried zeigt auf weitem Plan.
Vorlage S. 21
315
Er aber steht und sieht, in aller Muße,
Vorlage S. 21
316
Vorüberziehn das Heer zu Roß und Fuße.
Vorlage S. 21
317
36.
Vorlage S. 21
318
Du, des Vergessens Feindin und der Jahre,
Vorlage S. 22
319
Erinnerung, die Alles aufbehält,
Vorlage S. 22
320
Erfülle du mich, dass ich offenbare,
Vorlage S. 22
321
Wie jede Schaar sich wies und jeder Held;
Vorlage S. 22
322
Dass man erneut den alten Ruhm gewahre,
Vorlage S. 22
323
Den lange Zeit verdunkelt und entstellt.
Vorlage S. 22
324
Was meine Zunge schmückt mit deinen Schätzen,
Vorlage S. 22
325
Soll jedes Alter hören, keins verletzen.
Vorlage S. 22
326
37.
Vorlage S. 22
327
Die Franken ziehn vorauf, an deren Spitze
Vorlage S. 22
328
Graf Hugo einst, des Königs Bruder, stand.
Vorlage S. 22
329
Sie hatten Isle de France zum Heimatsitze,
Vorlage S. 22
330
Vier Ström' umziehn ihr schönes, weites Land.
Vorlage S. 22
331
Seit Hugo starb, folgt mit gewohnter Hitze
Vorlage S. 22
332
Die Schaar dem Lilienbanner in der Hand
Vorlage S. 22
333
Clothars, des Feldherrn ohne Furcht und Tadel,
Vorlage S. 22
334
Dem nichts gebricht, als königlicher Adel.
Vorlage S. 22
335
38.
Vorlage S. 22
336
Auf Dies', in schwere Rüstung eingeschlossen,
Vorlage S. 22
337
Und ihrer Zahl nach tausend, folgt alsbald
Vorlage S. 22
338
Ein Trupp von gleicher Zahl auf muth'gen Rossen,
Vorlage S. 22
339
Den ersten gleich an Waffen und Gestalt.
Vorlage S. 22
340
Normannen sind's; dem Fürstenstamm entsprossen,
Vorlage S. 22
341
Lenkt Robert sie mit erblicher Gewalt.
Vorlage S. 22
342
Zwei Völkerhirten führten ihre Schaaren
Vorlage S. 22
343
Sodann herbei, Wilhelm sammt Adhemaren.
Vorlage S. 22
344
39.
Vorlage S. 22
345
Sie Beide, die vordem, mit heil'gem Streben,
Vorlage S. 23
346
Ihr frommes Amt verwaltet am Altar,
Vorlage S. 23
347
Jetzt üben sie das rauhe Waffenleben;
Vorlage S. 23
348
Ein schwerer Helm verbirgt das lange Haar.
Vorlage S. 23
349
Die Stadt Oranien und ihr Weichbild geben
Vorlage S. 23
350
Dem Ersten die Vierhundert seiner Schaar;
Vorlage S. 23
351
Zum Kriege führet die aus Puy der Zweite,
Vorlage S. 23
352
In gleicher Zahl und gleich geübt im Streite.
Vorlage S. 23
353
40.
Vorlage S. 23
354
Dann führet Balduin aus Boulogne's Gauen
Vorlage S. 23
355
Sein eignes Volk, sammt dem aus Gottfrieds Land;
Vorlage S. 23
356
Ihm übergab's der Bruder mit Vertrauen,
Vorlage S. 23
357
Da man zum Haupt der Häupter ihn ernannt.
Vorlage S. 23
358
Der Graf von Chartres lässt sodann sich schauen,
Vorlage S. 23
359
Von Rath gewaltig und von tapfrer Hand.
Vorlage S. 23
360
Vierhundert führt er, und an Balduin schlossen
Vorlage S. 23
361
Sich dreimal mehr, im Harnisch und auf Rossen.
Vorlage S. 23
362
41.
Vorlage S. 23
363
Zunächst zeigt Guelf sich auf des Feldes Bahnen,
Vorlage S. 23
364
An hohem Glück und Werth gleich unbeschränkt.
Vorlage S. 23
365
Vom welschen Vater ward der Este's-Ahnen
Vorlage S. 23
366
Glorreiche Folg' als Erbtheil ihm geschenkt;
Vorlage S. 23
367
Doch deutsch von Namen und von Unterthanen,
Vorlage S. 23
368
Dem alten Stamm der Guelfen eingesenkt,
Vorlage S. 23
369
Herrscht er, wo Suev' und Rhätier einst am Rheine
Vorlage S. 23
370
Und Ister wohnt'; auch Kärnthen ist das Seine.
Vorlage S. 23
371
42.
Vorlage S. 23
372
Mit diesem Erb' aus mütterlichem Hause
Vorlage S. 24
373
Verband er großen, rühmlichen Gewinn.
Vorlage S. 24
374
Es trotzt sein Volk dem wilden Kriegsgebrause
Vorlage S. 24
375
Und folgt ihm in den Tod mit kühnem Sinn.
Vorlage S. 24
376
Den Winter bringt es gern bei heiterm Schmause,
Vorlage S. 24
377
Gesellig froh, in warmer Wohnung hin.
Vorlage S. 24
378
Fünftausend zogen aus; zwei Drittel rieben
Vorlage S. 24
379
Die Perser auf, kaum ist ihm Eins geblieben.
Vorlage S. 24
380
43.
Vorlage S. 24
381
Dann kommt das blonde Volk, deß Land vom Meere,
Vorlage S. 24
382
Frankreich und Deutschland eingeschlossen ruht,
Vorlage S. 24
383
An Heerden reich und Ceres goldner Aehre,
Vorlage S. 24
384
Durchströmt vom Rhein und von der Mosel Flut.
Vorlage S. 24
385
Ihm folgt der Inseln Volk, das hohe Wehre
Vorlage S. 24
386
Baut vor des Oceans raubgier'ger Wut;
Vorlage S. 24
387
Des Oceans, der nicht nur Schiff' und Waaren,
Vorlage S. 24
388
Auch Stadt und Land verschlingt und Völkerschaaren.
Vorlage S. 24
389
44.
Vorlage S. 24
390
Von beiden waren tausend; beide standen
Vorlage S. 24
391
In eines andern Robert Dienst und Lohn.
Vorlage S. 24
392
Kaum stärker ist der Britten Schaar vorhanden,
Vorlage S. 24
393
Die Wilhelm führt, des Königs jüngrer Sohn.
Vorlage S. 24
394
Mit Bogen kämpft sie, und ihr folgt, aus Landen
Vorlage S. 24
395
Noch näher an des Nordpols Region,
Vorlage S. 24
396
Ein borstig Volk. Von dichten Wäldern sendet
Vorlage S. 24
397
Dies Irland aus, der Welt ganz abgewendet.
Vorlage S. 24
398
45.
Vorlage S. 24
399
Dann kommt Tancred; und keiner ist von allen,
Vorlage S. 25
400
Der, nach Rinald, ein größrer Krieger sei,
Vorlage S. 25
401
Deß Anstand und Betragen mehr gefallen,
Vorlage S. 25
402
Deß Herz so groß, von jeder Zagheit frei.
Vorlage S. 25
403
Muss doch auf seinen Ruhm ein Schatten fallen,
Vorlage S. 25
404
So ist's der Liebe holde Raserei;
Vorlage S. 25
405
Sie, die im Krieg, von Einem Blick entsprungen,
Vorlage S. 25
406
Mit Qualen sich genährt und Kraft errungen.
Vorlage S. 25
Historische Illustration zu Das befreite Jerusalem
Kontextbild zum Werk. Historische Illustration zu „Das befreite Jerusalem“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Antonio Tempesta · CC0 Bildquelle ↗
407
46.
Vorlage S. 25
408
Als einst der Franken Heer – so geht die Kunde –
Vorlage S. 25
409
Das Perservolk ruhmwürdig überwand,
Vorlage S. 25
410
Und nun Tancred, sieghaft in letzter Stunde,
Vorlage S. 25
411
Dem Feind zu folgen sich ermüdet fand,
Vorlage S. 25
412
Da sucht' er Labung dem verlechzten Munde,
Vorlage S. 25
413
Dem Leibe Rast, von Kämpfen abgespannt,
Vorlage S. 25
414
Und kam zu einem Quell, wo grüne Sitze
Vorlage S. 25
415
Ihm Kühlung boten nach des Tages Hitze.
Vorlage S. 25
416
47.
Vorlage S. 25
417
Hier ließ sich plötzlich eine Jungfrau blicken,
Vorlage S. 25
418
Bis auf das Antlitz ganz gehüllt in Stahl,
Vorlage S. 25
419
Die, eine Heidin, um sich zu erquicken,
Vorlage S. 25
420
Gleichfalls gesucht dies kühle Schattenthal.
Vorlage S. 25
421
Er schaut sie an, bestaunt mit frohen Blicken
Vorlage S. 25
422
Den holden Reiz, und glühet auf einmal.
Vorlage S. 25
423
O Wunder! Amor, kaum geboren, flieget
Vorlage S. 25
424
Erwachsen schon, bewaffnet sich und sieget.
Vorlage S. 25
425
48.
Vorlage S. 25
426
Sie nahm den Helm und hätt' ihr Schwert geschwungen,
Vorlage S. 26
427
Erschien nicht plötzlich andres Volk allda.
Vorlage S. 26
428
Das stolze Weib verließ den sie bezwungen,
Vorlage S. 26
429
Obwohl ihr Fliehen nur aus Noth geschah.
Vorlage S. 26
430
Allein ihr Bild war in sein Herz gedrungen,
Vorlage S. 26
431
So kriegrisch hold, wie er sie lebend sah;
Vorlage S. 26
432
Und stets umschwebt ihn die Gestalt, die Gegend,
Vorlage S. 26
433
Wo er sie sah, den Brand von neuem regend.
Vorlage S. 26
434
49.
Vorlage S. 26
435
Und deutlich kann in seinem Antlitz lesen,
Vorlage S. 26
436
Wer Liebe kennt: Der glüht, und hoffnungslos.
Vorlage S. 26
437
So spricht von innrer Qual sein ganzes Wesen,
Vorlage S. 26
438
Der trübe Blick, das Herz von Seufzern groß.
Vorlage S. 26
439
Achthundert Reiter hatt' er auserlesen;
Vorlage S. 26
440
Sie kamen aus Campaniens holdem Schooß,
Vorlage S. 26
441
Dem Prachtwerk der Natur, von sonnenhellen
Vorlage S. 26
442
Anhöh'n, geliebkos't von Tyrrheniens Wellen.
Vorlage S. 26
443
50.
Vorlage S. 26
444
Zweihundert Griechen kommen dann gezogen,
Vorlage S. 26
445
Mit Eisenrüstung wenig nur beschwert.
Vorlage S. 26
446
Auf ihrem Rücken tönen Pfeil und Bogen,
Vorlage S. 26
447
An einer Seite hängt ein krummes Schwert.
Vorlage S. 26
448
Die Rosse, schlank, bei magrer Kost erzogen,
Vorlage S. 26
449
Sind rasch im Lauf, im Dienste wohl bewährt.
Vorlage S. 26
450
Zum Angriff schnell, schnell sich zurückzuziehen,
Vorlage S. 26
451
Ficht dieses Volk zerstreut und noch im Fliehen.
Vorlage S. 26
452
51.
Vorlage S. 26
453
Sie führt Tatin, er, den man bei den Schaaren
Vorlage S. 27
454
Von Latium als einz'gen Griechen sah.
Vorlage S. 27
455
O Schmach! O Unthat! Griechenland, und waren
Vorlage S. 27
456
Dir diese Kriege damals nicht so nah?
Vorlage S. 27
457
Doch saßest du, den Ausgang der Gefahren
Vorlage S. 27
458
Erwartend, ruhig, wie beim Schauspiel, da.
Vorlage S. 27
459
Beugt jetzo dir der Knechtschaft Joch den Rücken,
Vorlage S. 27
460
So klage nicht; Recht ist's, und kein Bedrücken.
Vorlage S. 27
461
52.
Vorlage S. 27
462
Nun kommt der letzte Haufen, doch an Ehre,
Vorlage S. 27
463
An Muth und Kunst der erste von der Zahl:
Vorlage S. 27
464
Die freien Ritter, die gefolgt dem Heere,
Vorlage S. 27
465
Der Schrecken Asiens, Mavors Donnerstrahl.
Vorlage S. 27
466
Schweig' Arthur von der Seinen Fabelmähre!
Vorlage S. 27
467
Schweig' Argo von den Minyern allzumal!
Vorlage S. 27
468
Der Vorwelt Ruhm muss sich vor ihrem neigen;
Vorlage S. 27
469
Doch wer wird würdig sich als Führer zeigen?
Vorlage S. 27
470
53.
Vorlage S. 27
471
Dudo von Consa ist's; denn welcher eben
Vorlage S. 27
472
Adliger, tapfrer sei, schien zweifelhaft;
Vorlage S. 27
473
Ihm hatten sie sich willig untergeben,
Vorlage S. 27
474
Dieweil er mehr gesehn und mehr geschafft.
Vorlage S. 27
475
In ernster Würd' und reifem Mannesleben
Vorlage S. 27
476
Zeigt er, bei grauem Haar, noch frische Kraft;
Vorlage S. 27
477
Zeigt er, der Ehre würd'ges Maal, die Narben,
Vorlage S. 27
478
So Wunden ohne Mißzier ihm erwarben.
Vorlage S. 27
479
54.
Vorlage S. 27
480
Ihm folgt Eustaz, deß Lob schon oft erklungen,
Vorlage S. 28
481
Doch durch Bouillon, den Bruder, mehr bekannt.
Vorlage S. 28
482
Gernand, von Norwegs Königstamm entsprungen,
Vorlage S. 28
483
Erscheinet, stolz auf Scepter, Kron' und Land.
Vorlage S. 28
484
Alt ist der Ruhm, den sich im Kampf errungen
Vorlage S. 28
485
Roger von Balnavill und Engerland;
Vorlage S. 28
486
Und mit den Tapfersten verglichen warden
Vorlage S. 28
487
Ein Rambald, Ein Genton, sammt zwei Gerharden.
Vorlage S. 28
488
55.
Vorlage S. 28
489
Hier ist Rosmund, Lancasters reicher Erbe,
Vorlage S. 28
490
Der, wie Ubald, bei den Gepriesnen steht.
Vorlage S. 28
491
Obizo von Toscana, der biderbe,
Vorlage S. 28
492
Sei in dem Kreis der Tapfern nicht verschmäht.
Vorlage S. 28
493
Nicht der Lombardenbrüder Ruhm ersterbe,
Vorlage S. 28
494
Achill genannt, Sforza und Palamed:
Vorlage S. 28
495
Noch Otto's Preis, der jenen Schild erstritten,
Vorlage S. 28
496
Auf dem ein nacktes Kind der Schlang' entglitten.
Vorlage S. 28
497
56.
Vorlage S. 28
498
Nicht soll es Guasco'n noch Ridolfen fehlen
Vorlage S. 28
499
Am Ruhme, der den zwei Guidonen ward;
Vorlage S. 28
500
Nicht will ich schweigend, undankbar verhehlen
Vorlage S. 28
501
Des Gernier Namen, noch des Eberhard.
Vorlage S. 28
502
Wohin entreißt ihr mich, der schon vom Zählen
Vorlage S. 28
503
Ermüdet ist, Gildipp' und Odoard,
Vorlage S. 28
504
Geliebte, Gatten? Eins im Kampfesbunde,
Vorlage S. 28
505
Bleibt ungetrennt auch in der Todesstunde!
Vorlage S. 28
506
57.
Vorlage S. 28
507
Was lässt sich nicht in Amors Schule lernen?
Vorlage S. 29
508
Zum Kriege stählt sich dort ihr weiblich Herz;
Vorlage S. 29
509
Um nie sich von dem Gatten zu entfernen,
Vorlage S. 29
510
Hüllt sie die zarte Brust in rauhes Erz.
Vorlage S. 29
511
Es hängt ihr Schicksal an denselben Sternen,
Vorlage S. 29
512
Und ungetheilt ist jeder Wunde Schmerz.
Vorlage S. 29
513
Ist Sie verletzt, sieht man wie Er sich quäle;
Vorlage S. 29
514
Wenn Ihm das Blut, entwallet Ihr die Seele.
Vorlage S. 29
515
58.
Vorlage S. 29
516
Doch durch Rinald, den Knaben, übertroffen
Vorlage S. 29
517
Sind Beid' und alle, die zur Mustrung ziehn.
Vorlage S. 29
518
Hebt er mit holder Wildheit, groß und offen,
Vorlage S. 29
519
Die Königstirn, schaut Alles nur auf ihn.
Vorlage S. 29
520
Den Jahren eilt er vor und jedem Hoffen;
Vorlage S. 29
521
Man harrt' auf Blüthen, und die Frucht erschien.
Vorlage S. 29
522
Wenn er, gewaffnet, blitzt von Muthesfülle,
Vorlage S. 29
523
Glaubst du ihn Mars; und Amor, ohne Hülle.
Vorlage S. 29
524
59.
Vorlage S. 29
525
Sophia gab ihn an den stolzen Wogen
Vorlage S. 29
526
Der Etsch dem mächtigen Berthold zum Sohn;
Vorlage S. 29
527
Doch als er noch der Mutter Brust gesogen,
Vorlage S. 29
528
Nahm zur Erziehung ihn Mathildis schon.
Vorlage S. 29
529
Sorgfältig ward er von ihr auferzogen
Vorlage S. 29
530
In jeder Kunst, die fähig macht zum Thron;
Vorlage S. 29
531
Bis Thatendrang die junge Brust durchwallte,
Vorlage S. 29
532
Als aus dem Ost die Kriegstrommet' erschallte.
Vorlage S. 29
533
60.
Vorlage S. 29
534
Da fliehet er, allein, auf fremden Pfaden,
Vorlage S. 30
535
Eh noch das dritte Lustrum ihm entweicht,
Vorlage S. 30
536
Durchstreift die See sammt Griechenlands Gestaden,
Vorlage S. 30
537
Bis er das Heer im fernen Land' erreicht.
Vorlage S. 30
538
O edle Flucht, wohl würdig, einzuladen
Vorlage S. 30
539
Zur Nachahmung den Enkel, der ihm gleicht!
Vorlage S. 30
540
Drei Jahr' ist er im Krieg, und kaum entsprießet
Vorlage S. 30
541
Unzeit'ger Flaum, der zart sein Kinn umschließet.
Vorlage S. 30
542
61.
Vorlage S. 30
543
Des Fußvolks Banner, hell vom Strahl der Sonne,
Vorlage S. 30
544
Führt Raimund von Toulouse würdig an.
Vorlage S. 30
545
Er nahm die Seinen zwischen der Garonne,
Vorlage S. 30
546
Den Pyrenäen und dem Ocean.
Vorlage S. 30
547
Viertausend sind's; sie achten Krieg für Wonne,
Vorlage S. 30
548
Sind wohl bewehrt, gewohnt der rauhen Bahn,
Vorlage S. 30
549
Ein wackres Volk; und nicht wär' auszuspüren,
Vorlage S. 30
550
Wer klüger sie und kräft'ger könnte führen.
Vorlage S. 30
551
62.
Vorlage S. 30
552
Stephan d'Amboise führt nun, aus der Gegend
Vorlage S. 30
553
Von Blois und Tours, Fünftausend, wohlgeschaart;
Vorlage S. 30
554
Kein starkes Volk und wenig Kampflust hegend,
Vorlage S. 30
555
Obwohl es nicht die Eisenrüstung spart.
Vorlage S. 30
556
Das Land, anmuthig, üppig, wonneregend,
Vorlage S. 30
557
Erzeugt Bewohner von der gleichen Art.
Vorlage S. 30
558
Wild ist ihr Angriff bei dem ersten Zeichen,
Vorlage S. 30
559
Doch leicht ermatten sie hernach und weichen.
Vorlage S. 30
560
63.
Vorlage S. 30
561
Dann kommt Alcast mit drohender Geberde,
Vorlage S. 31
562
Wie Kapaneus vor Thebä's Mauern stand.
Vorlage S. 31
563
Er führt sechstausend Schweizer, zur Beschwerde
Vorlage S. 31
564
Geübt auf Alpenhöh'n, wild, muthdurchmannt.
Vorlage S. 31
565
Das Erz, das Furchen zog und brach die Erde,
Vorlage S. 31
566
Ward, umgeformt, zu würd'germ Dienst verwandt;
Vorlage S. 31
567
Und diese Faust, gewohnt das Vieh zu leiten,
Vorlage S. 31
568
Scheint kühn genug, mit Königen zu streiten.
Vorlage S. 31
569
64.
Vorlage S. 31
570
Sieh! dort erhebt sich das Panier der Ehren,
Vorlage S. 31
571
Durch Peters Kron' und Schlüsselpaar geweiht,
Vorlage S. 31
572
Vor siebentausend Kriegern, die in schweren
Vorlage S. 31
573
Stahlwaffen gehn; sie führt Camill zum Streit,
Vorlage S. 31
574
Froh, dass der Himmel ihn erkor, den hehren
Vorlage S. 31
575
Ruhm zu erneun der alten Römerzeit;
Vorlage S. 31
576
Zu zeigen mindstens, dass der muth'gen Seele
Vorlage S. 31
577
Des Latiers nichts, wenn nicht die Kriegszucht, fehle.
Vorlage S. 31
578
65.
Vorlage S. 31
579
Als Gottfried nun das Ganze wahrgenommen –
Vorlage S. 31
580
Denn diese zog als letzte Schaar einher –
Vorlage S. 31
581
Lässt er die Oberfeldherrn zu sich kommen
Vorlage S. 31
582
Und meldet der Versammlung sein Begehr:
Vorlage S. 31
583
Sobald die neue Morgenröth' entglommen,
Vorlage S. 31
584
Soll, leicht und rasch, aufbrechen unser Heer;
Vorlage S. 31
585
Damit wir nahn Jerusalems Bezirken
Vorlage S. 31
586
So unversehn, wie möglich zu bewirken.
Vorlage S. 31
587
66.
Vorlage S. 31
588
Bereitet euch demnach zum schnellen Zuge,
Vorlage S. 32
589
Bereitet euch zum Treffen und zum Sieg:
Vorlage S. 32
590
So sprach beredten, kühnen Munds der Kluge,
Vorlage S. 32
591
Und weckt' in Jedem neuen Muth zum Krieg.
Vorlage S. 32
592
Bereit macht' Alles sich in raschem Fluge
Vorlage S. 32
593
Und harrte, bis empor Aurora stieg.
Vorlage S. 32
594
Doch ist der kundige Bouillon von Sorgen
Vorlage S. 32
595
Nicht ganz befreit, hält er sie gleich verborgen.
Vorlage S. 32
596
67.
Vorlage S. 32
597
Denn sichre Nachricht hatt' er schon empfangen,
Vorlage S. 32
598
Dass sich Aegyptens König aufgemacht,
Vorlage S. 32
599
Um nach der Festung Gaza zu gelangen,
Vorlage S. 32
600
Die Syriens Gränzen droht mit starker Macht.
Vorlage S. 32
601
Der Mann, gewöhnt zu kühnem Unterfangen,
Vorlage S. 32
602
Ist schwerlich jetzt auf träge Ruh bedacht.
Vorlage S. 32
603
Wohl sieht Bouillon, er muss als Feind ihn scheuen,
Vorlage S. 32
604
Und spricht zu Heinrich, seinem Vielgetreuen:
Vorlage S. 32
605
68.
Vorlage S. 32
606
Auf leichtem Schiff – denn nichts ist zu verschieben –
Vorlage S. 32
607
Begieb nach Griechenland dich unverweilt.
Vorlage S. 32
608
Dort nahet sich, wie mir ein Mann geschrieben,
Vorlage S. 32
609
Der niemals noch mir falsche Kund' ertheilt,
Vorlage S. 32
Porträt von Torquato Tasso
Kontextbild zum Werk. Porträt von Torquato Tasso — Bildnis zur Autorschaft; keine Szene aus dem Buch. · Rijksmuseum · CC0 Bildquelle ↗
610
Ein Jüngling, der, von Thatendurst getrieben,
Vorlage S. 32
611
Sich unsern Schaaren anzuschließen eilt;
Vorlage S. 32
612
Ein Dänenfürst. Bis aus dem fernsten Norden
Vorlage S. 32
613
Führt er heran zahlreiche Kriegerhorden.
Vorlage S. 32
614
69.
Vorlage S. 32
615
Doch weil vielleicht mit den gewohnten Ränken
Vorlage S. 33
616
Der Griechen Kaiser sich ihm listig naht,
Vorlage S. 33
617
Um heimwärts seinen kühnen Lauf zu lenken,
Vorlage S. 33
618
Wenn nicht auf andern, von uns fernen Pfad:
Vorlage S. 33
619
So heiß' in meinem Namen ihn bedenken –
Vorlage S. 33
620
Du, mein Gesandter, du, aufricht'ger Rath –
Vorlage S. 33
621
Was uns frommt, und was ihm; sporn' ihn zum Fluge,
Vorlage S. 33
622
Denn Unglimpf würd' er ernten vom Verzuge.
Vorlage S. 33
623
70.
Vorlage S. 33
624
Du sollst nicht mit ihm kommen, sondern bleiben
Vorlage S. 33
625
Am Hof des griech'schen Kaisers, um sofort
Vorlage S. 33
626
Den oft verheißnen Beistand zu betreiben,
Vorlage S. 33
627
Der uns gebührt nach des Vertrages Wort.
Vorlage S. 33
628
Er spricht's und giebt ihm die Beglaubungschreiben,
Vorlage S. 33
629
Und der Gesandte weilt nicht länger dort,
Vorlage S. 33
630
Beurlaubt sich und fördert seine Reise;
Vorlage S. 33
631
Und seinen Geist beruhigt nun der Weise.
Vorlage S. 33
632
71.
Vorlage S. 33
633
Kaum dass am andern Tag der Sonnenwagen
Vorlage S. 33
634
Durchs glänzend helle Thor des Aufgangs dringt,
Vorlage S. 33
635
Als, um dem Heer den Aufbruch anzusagen,
Vorlage S. 33
636
Der Trommeln und Trommeten Schall erklingt.
Vorlage S. 33
637
Der Donner selbst, wenn er an heißen Tagen
Vorlage S. 33
638
Der matten Welt des Regens Hoffnung bringt,
Vorlage S. 33
639
Schallt nicht willkommner, als die stolzen Klänge
Vorlage S. 33
640
Der Kriegsmusik dem Ohr der kühnen Menge.
Vorlage S. 33
641
72.
Vorlage S. 33
642
Alsbald, gespornt von eifrigem Verlangen,
Vorlage S. 34
643
Legt Jeder die gewohnten Waffen an;
Vorlage S. 34
644
Und bald, in voller Wehr hervorgegangen,
Vorlage S. 34
645
Schließt sich an seinen Führer jeder Mann.
Vorlage S. 34
646
Und als das Heer sich nun geordnet, prangen
Vorlage S. 34
647
Vor jeder Schaar die Fahnen stolz voran;
Vorlage S. 34
648
Und in dem Hauptpanier sieht man vor allen,
Vorlage S. 34
649
Hoch im Triumph, das Kreuz gen Himmel wallen.
Vorlage S. 34
650
73.
Vorlage S. 34
651
Die Sonn' indeß, am weiten Himmelsbogen
Vorlage S. 34
652
Stets höher steigend, wirft ihr stärkres Licht
Vorlage S. 34
653
Hell auf die Waffen; wie mit Glut umzogen
Vorlage S. 34
654
Strahlt das Metall; das Aug' erträgt es nicht.
Vorlage S. 34
655
Ein Feuermeer scheint rings die Luft zu wogen,
Vorlage S. 34
656
Wie wenn ein Brand die Dunkelheit durchbricht;
Vorlage S. 34
657
Und muth'ges Wiehern mischt sich mit dem rauhen
Vorlage S. 34
658
Geklirr der Waffen und betäubt die Auen.
Vorlage S. 34
659
74.
Vorlage S. 34
660
Der Feldherr, um die Seinen vor Gefahren
Vorlage S. 34
661
Des Ueberfalls zu sichern, schickt nunmehr
Vorlage S. 34
662
Der leichten Reiterei zahlreiche Schaaren
Vorlage S. 34
663
Auf Kundschaft durch die Gegend rings umher.
Vorlage S. 34
664
Schanzgräber auch, den Pfad zu ebnen, waren
Vorlage S. 34
665
Vorausgeschickt, um vor dem Zuge her
Vorlage S. 34
666
Wegtiefen auszufüllen, Höh'n zu flächen
Vorlage S. 34
667
Und ungangbare Pässe zu durchbrechen.
Vorlage S. 34
668
75.
Vorlage S. 34
669
Nichts, was den Zug des Heers verzögern müsse:
Vorlage S. 35
670
Kein Heidenvolk, das sich vereint zur Schlacht,
Vorlage S. 35
671
Kein Forst, kein Felsen, keines Bergstroms Güsse,
Vorlage S. 35
672
Kein Mauerwall, umringt von tiefem Schacht.
Vorlage S. 35
673
So bricht zuweilen der Monarch der Flüsse,
Vorlage S. 35
674
Unmäßig angeschwellt, mit stolzer Macht
Vorlage S. 35
675
Verderblich über seines Betts Gestade,
Vorlage S. 35
676
Und nichts vermag zu wehren seinem Pfade.
Vorlage S. 35
677
76.
Vorlage S. 35
678
Nur Tripoli's Regent, mit Volk, Gewehren
Vorlage S. 35
679
Und Gold versehn in sichrer Mauern Hut,
Vorlage S. 35
680
Konnt' ihren Zug den Franken wohl erschweren;
Vorlage S. 35
681
Doch sie zum Krieg zu reizen fehlt ihm Muth.
Vorlage S. 35
682
Er schickt vielmehr, um jedem Zwist zu wehren,
Vorlage S. 35
683
Gesandte, Gaben, heißt den Einzug gut
Vorlage S. 35
684
Und macht auf die Bedingung seinen Frieden,
Vorlage S. 35
685
Die Gottfrieds eigne Willkühr ihm beschieden.
Vorlage S. 35
686
77.
Vorlage S. 35
687
Hier steigt vom Berge Sëir, der erhaben
Vorlage S. 35
688
Von Osten her die Mauern überschaut,
Vorlage S. 35
689
Ein langer Zug von Männern, Frauen, Knaben,
Vorlage S. 35
690
Ins Thal herab, mit Christus Wort vertraut.
Vorlage S. 35
691
Er bringt dem gläub'gen Sieger seine Gaben,
Vorlage S. 35
692
Froh, ihn zu sehn, zu hören seinen Laut.
Vorlage S. 35
693
Das fromme Volk staunt ob den fremden Waffen
Vorlage S. 35
694
Und eilt, dem Heer ein treu Geleit zu schaffen.
Vorlage S. 35
695
78.
Vorlage S. 35
696
Der kluge Feldherr führt den Zug am weiten
Vorlage S. 36
697
Meerstrande stets auf graden Wegen hin,
Vorlage S. 36
698
Wohl wissend, dass am Ufer, ihm zu Seiten,
Vorlage S. 36
699
Die Flotte kreuzt, des Heers Versorgerin,
Vorlage S. 36
700
Die stets im Lager Ueberfluß verbreiten,
Vorlage S. 36
701
Und schaffen kann, dass ihm nur den Gewinn
Vorlage S. 36
702
Der reichen Flur die Griecheninseln spenden,
Vorlage S. 36
703
Ihm ihren Wein Chios und Kreta senden.
Vorlage S. 36
704
79.
Vorlage S. 36
705
Mit großen Schiffen und mit leichtern Kähnen
Vorlage S. 36
706
Belastet, stöhnt die See am nahen Strand,
Vorlage S. 36
707
So dass im Mittelmeer den Saracenen
Vorlage S. 36
708
Zu sichrer Fahrt kein Durchweg offen stand.
Vorlage S. 36
709
Denn große Zahl von Schiffen, außer denen,
Vorlage S. 36
710
Die Genua's und Venedigs Port bemannt,
Vorlage S. 36
711
Ließ Frankreich, Engelland und Holland rüsten,
Vorlage S. 36
712
Sicilien auch an seinen reichen Küsten.
Vorlage S. 36
713
80.
Vorlage S. 36
714
Und alle diese, durch die stärksten Bande
Vorlage S. 36
715
Zu Einem Willen fest und treu vereint,
Vorlage S. 36
716
Beluden sich an fern und nahem Strande
Vorlage S. 36
717
Mit allem, was dem Landheer nötig scheint.
Vorlage S. 36
718
Dies fand indeß von keinem Widerstande
Vorlage S. 36
719
Sich mehr gehemmt, die Gränzen ohne Feind,
Vorlage S. 36
720
Und eilt nunmehr mit flügelschnellen Schritten
Vorlage S. 36
721
Dahin, wo Christus einst den Tod gelitten.
Vorlage S. 36
722
81.
Vorlage S. 36
723
Doch das Gerücht, des Falschen und des Wahren
Vorlage S. 37
724
Verkünderin, hat schon sich aufgerafft
Vorlage S. 37
725
Und sagt, dass sich vereint die Siegerschaaren,
Vorlage S. 37
726
Dass sie sich nahn, dass nichts mehr Hindrung schafft.
Vorlage S. 37
727
Es hat des Heeres Zahl und Stärk' erfahren,
Vorlage S. 37
728
Erzählt die Namen, preist den Muth, die Kraft
Vorlage S. 37
729
Der Tapfersten im Heer und schreckt die rohen
Vorlage S. 37
730
Tyrannen Zions mit des Blickes Drohen.
Vorlage S. 37
731
82.
Vorlage S. 37
732
Des Leids Erwartung ist vielleicht den Sinnen
Vorlage S. 37
733
Ein größres Leid, als Leid der Gegenwart.
Vorlage S. 37
734
Wo nur Gerüchte zweifelhaft beginnen,
Vorlage S. 37
735
Lauscht jedes Ohr, und jedes Herz erstarrt.
Vorlage S. 37
736
Gemurmel läuft von außen und von innen,
Vorlage S. 37
737
In banger Ahnung liegt die Stadt und harrt.
Vorlage S. 37
738
Der alte Fürst, da sich die Wolken schwärzen,
Vorlage S. 37
739
Wälzt grausen Rath im ungewissen Herzen.
Vorlage S. 37
740
83.
Vorlage S. 37
741
Sein Nam' ist Aladin; er lebt, beim Schwanken
Vorlage S. 37
742
Des neuen Throns, in steter Sorg' und Noth.
Vorlage S. 37
743
Einst war er grausam; doch im Alter sanken
Vorlage S. 37
744
Die wilden Triebe, wie's die Zeit gebot.
Vorlage S. 37
745
Er nun, vernehmend von dem Plan der Franken,
Vorlage S. 37
746
Der seiner Stadt mit nahem Sturme droht,
Vorlage S. 37
747
Fühlt alte Furcht und neue sich vereinen;
Vorlage S. 37
748
Ihn schreckt der Feind, ihn schrecken selbst die Seinen.
Vorlage S. 37
749
84.
Vorlage S. 37
750
Denn hier wohnt ein vermischtes Volk, die Kinder
Vorlage S. 38
751
Verschiednen Glaubens, an demselben Ort.
Vorlage S. 38
752
Die Christo glauben, sind nur schwach und minder;
Vorlage S. 38
753
Der größre, stärkre Theil glaubt Mahoms Wort.
Vorlage S. 38
754
Doch als der König, Zions Ueberwinder,
Vorlage S. 38
755
Zu festen suchte seinen Sitz alldort,
Vorlage S. 38
756
Verringert' er die Lasten seiner Heiden,
Vorlage S. 38
757
Und ließ um so viel mehr die Christen leiden.
Vorlage S. 38
758
85.
Vorlage S. 38
759
Und der Gedank' ertheilt dem alten Hange,
Vorlage S. 38
760
Der, eingeschläfert durch die Zeit, geruht,
Vorlage S. 38
761
Von neuem Kraft zu grausem Unheilsdrange,
Vorlage S. 38
762
Und mehr als jemals dürstet ihn nach Blut.
Vorlage S. 38
763
So wird im Sommer wieder wild die Schlange,
Vorlage S. 38
764
Die bei dem Frost so milde schien und gut;
Vorlage S. 38
765
So pflegt, wenn man ihn reizt, dem zahmen Leuen
Vorlage S. 38
766
Die angeborne Wut sich zu erneuen.
Vorlage S. 38
767
86.
Vorlage S. 38
768
Ich sehe, sprach der Fürst, an sichern Zügen,
Vorlage S. 38
769
Wie bei dem falschen Volk die Freud' erwacht.
Vorlage S. 38
770
Nur allgemeines Leid wird ihm Vergnügen;
Vorlage S. 38
771
Wenn Alles weint, dann jubelt es und lacht.
Vorlage S. 38
772
Vielleicht schon sinnt es auf Verrath und Trügen,
Vorlage S. 38
773
Ist schon vielleicht auf meinen Tod bedacht,
Vorlage S. 38
774
Und wie es meinem Feind, mit ihm im Bunde,
Vorlage S. 38
775
Die Pforten öffne zu geheimer Stunde.
Vorlage S. 38
776
87.
Vorlage S. 38
777
Das soll es nicht! Eh sie das Werk vollführen,
Vorlage S. 39
778
Will ich der Nachgier Sättigung verleihn.
Vorlage S. 39
779
Nicht soll das Kind im Mutterschooß mich rühren,
Vorlage S. 39
780
Ihr ganzes Volk will ich dem Tode weihn.
Vorlage S. 39
781
An Haus und Tempel will ich Flammen schüren,
Vorlage S. 39
782
Dies soll der Todten Scheiterhaufen sein;
Vorlage S. 39
783
Und mitten im Gelübd', auf diesem Grabe,
Vorlage S. 39
784
Schlacht' ich die Priester selbst zur Opfergabe!
Vorlage S. 39
785
88.
Vorlage S. 39
786
So unheilsvoll ist seines Herzens Brüten;
Vorlage S. 39
787
Allein der grause Plan wird nicht zur That.
Vorlage S. 39
788
Doch, vor dem Mord der Unschuld sich zu hüten,
Vorlage S. 39
789
Lehrt ihn der Feigheit, nicht des Mitleids Rath.
Vorlage S. 39
790
Denn reizet ihn die eine Furcht zum Wüten,
Vorlage S. 39
791
So hemmt die andre, größre, seinen Pfad;
Vorlage S. 39
792
Er scheut, zu sehr der Sieger Zorn zu regen
Vorlage S. 39
793
Und zum Vergleich den Weg sich zu verlegen.
Vorlage S. 39
794
89.
Vorlage S. 39
795
Noch also mäßigt er die Blutgedanken
Vorlage S. 39
796
Und lässt den Grimm auf andern Wegen aus.
Vorlage S. 39
797
Weit um die Mauern her im Lande sanken,
Vorlage S. 39
798
Auf sein Gebot, in Flammen Hütt' und Haus.
Vorlage S. 39
799
Wo Nahrung fänden oder Schutz die Franken,
Vorlage S. 39
800
Er wandelt Alles um in Schutt und Graus.
Vorlage S. 39
801
Er trübt die Bäch' und Quellen in den Triften
Vorlage S. 39
802
Und mischt die klare Flut mit bösen Giften.
Vorlage S. 39
803
90.
Vorlage S. 39
804
Auch lässt er schnell Jerusalem verstärken
Vorlage S. 40
805
Und paart die Vorsicht mit der Grausamkeit.
Vorlage S. 40
806
Drei Seiten sind versehn mit festen Werken,
Vorlage S. 40
807
Nur gegen Norden fehlt's an Sicherheit.
Vorlage S. 40
808
Doch macht ihn kaum sein Argwohn dies bemerken,
Vorlage S. 40
809
So lässt er Wäll' errichten, hoch und breit;
Vorlage S. 40
810
Und schleunigst nimmt er ein noch viele Fahnen
Vorlage S. 40
811
Von Söldnervolk und eignen Unterthanen.
Vorlage S. 40

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »weil« in diesem Textausschnitt? »Nicht dass sein Herz, weil ihm die Gunst verkündet, Die ihm der Himmel schenkt, von Ehrsucht schwoll;«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

4. Welcher Ausschnitt enthält eine ausdrückliche Verneinung oder einen Ausschluss? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗

5. Welcher Ausschnitt enthält ausdrücklich etwas, das trotz eines Gegengrunds gilt? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Die Stadt vertheidigt in gewalt'ger Schlacht.« B: »Ein Feuermeer scheint rings die Luft zu wogen, Wie wenn ein Brand die Dunkelheit durchbricht;« C: »Zunächst zeigt Guelf sich auf des Feldes Bahnen, An hohem Glück und Werth gleich unbeschränkt.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Auf leichtem Schiff – denn nichts ist …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗

10. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Vielleicht schon sinnt es …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Ordne diese Textstelle in den Zusammenhang ein: »Die Stadt vertheidigt in gewalt'ger Schlacht.«. Was geschieht oder wird hier besprochen? Erkläre in drei bis fünf Sätzen auch, was davor und danach wichtig ist.

Impulse zur Selbstprüfung

Lies die verlinkte Stelle mit ihrer Umgebung. Trenne ausdrücklich Gesagtes von Vermutungen.

  • Situation oder Gedanke verständlich erklärt
  • Mindestens ein passender Textbeleg
  • Eigene Formulierungen statt bloßer Abschrift
Textstelle nachlesen ↗

2. Vergleiche die beiden Ausschnitte: »Die Stadt vertheidigt in gewalt'ger Schlacht.« und »Er wandelt Alles um in Schutt und Graus.«. Welche Entwicklung, Gemeinsamkeit oder Spannung erkennst du? Begründe mit beiden Textstellen.

Impulse zur Selbstprüfung

Auch eine gleichbleibende Haltung ist ein mögliches Ergebnis. Erfinde keine Entwicklung, wenn sie sich aus dem Text nicht belegen lässt.

  • Beide Ausschnitte im Zusammenhang gelesen
  • Eine Gemeinsamkeit oder einen Unterschied erläutert
  • Deutung und wörtlichen Beleg unterschieden
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

3. Untersuche die sprachliche Wirkung dieses Ausschnitts: »Obwohl ihr Fliehen nur aus Noth geschah.«. Wähle ein auffälliges Wort, ein Bild oder eine Formulierung. Erkläre seine Wirkung und begründe eine mögliche andere Lesart.

Impulse zur Selbstprüfung

Es gibt nicht nur eine richtige Interpretation. Prüfe beide Lesarten am Kapitel und benenne, was offen bleibt.

  • Sprachliches Merkmal am Wortlaut benannt
  • Wirkung als begründete Deutung formuliert
  • Alternative Lesart oder Grenze der Deutung erklärt
Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Den Feldherrn sing' ich und die frommen Waffen,«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Hier ließ sich plötzlich eine Jungfrau blicken, Bis auf das Antlitz ganz gehüllt in Stahl, Die, eine Heidin, um sich zu erquicken, Gleichfalls gesucht dies kühle Schattenthal.«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Von Söldnervolk und eignen Unterthanen.«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autor und namentlich belegte Übersetzung sind nach den geprüften Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. TextGrid und www.editura.de stellen Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE bereit.

Das befreite Jerusalem

Torquato Tasso: Das Befreite Jerusalem. Übers. v. J. D. Gries, Berlin: Weidmannsche Buchhandlung, 1855 Tasso, Torquato 11- Berlin

Das Werk Das befreite Jerusalem von Tasso, Torquato ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; underlying texts public domain per source Lizenz

Originalsprache · Italienisch

Vollständiges italienisches Epos in allen 20 Gesängen der Pariser Ausgabe von 1771. Jede Strophenfolge wurde vom ersten bis zum letzten Vers geprüft. Historische Argumenti und Strophennummern bleiben erhalten; technische Wikisource-Zeilenzähler und Seitenlinks wurden als Layout entfernt. Die unter Dedica verlinkte reine Abbildung wird nicht als Textkapitel ausgegeben. Die 20 Gesänge entsprechen den 20 deutschen Gesängen; keine Satzparität.

Tasso, Torquato; Italienische Wikisource. Wikisource contributors, CC BY-SA4.0.

Autorschaft und Ausgabe: Tasso, Torquato

Originaltext und Ausgabe ↗ · Italienische Wikisource · Lizenz und Nutzungsbedingungen

Die Fassungen folgen den jeweils angegebenen Quellen; ihre Gliederung kann abweichen.

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.