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Buch - Antonius und Cleopatra - Shakespeare, William

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Deutsche Übersetzung · Lesefassung

Antonius und Cleopatra

Shakespeare, William

Antonius und Cleopatra von Shakespeare, William. Volltext der angegebenen historischen deutschen Übersetzung.

DramaKlasse 9–10 · 11–136 Abschnitte
Historische Illustration zu Antonius und Cleopatra
Historische Illustration zu „Antonius und Cleopatra“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Urheber unbekannt · Public domain Bildquelle ↗

Deutsche Übersetzung: Wolf Heinrich von Baudissin

Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und zeitgebundene Wertvorstellungen gemeinsam einordnen. Klassenangaben sind redaktionelle Orientierung.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Deutsch · Abschnitt 2 von 6

Erster Aufzug

1
Erste Szene
Vorlage S. 686
2
Alexandria. Ein Zimmer in Cleopatras Palast.
Vorlage S. 686
3
Demetrius und Philo treten auf.
Vorlage S. 686
4
PHILO.
Vorlage S. 686
5
Nein, dieser Liebeswahnsinn unsres Feldherrn
Vorlage S. 686
6
Steigt übers Maß. Die tapfern, edlen Augen,
Vorlage S. 686
7
Die über Kriegsreih'n und Legionen glühten,
Vorlage S. 686
8
So wie der erzne Mars, sie heften sich
Vorlage S. 686
9
Und wenden ihrer Blicke Dienst und Andacht
Vorlage S. 686
10
Auf eine braune Stirn: sein Heldenherz,
Vorlage S. 686
11
Das im Gewühl der Schlachten sonst gesprengt
Vorlage S. 686
12
Die Spangen seiner Brust, fällt ab zur Schmach,
Vorlage S. 686
13
Und ist zum Fächer worden und zum Blas'balg,
Vorlage S. 686
14
Die lüsterne Zigeun'rin abzukühlen.
Vorlage S. 686
15
Seht da, sie kommen!
Vorlage S. 686
16
Trompetenstoß. Antonius und Cleopatra mit ihrem Gefolge und Verschnittnen, die ihr Luft zufächeln, treten auf.
Vorlage S. 686
17
Bemerkt ihn recht, so seht Ihr dann in ihm
Vorlage S. 686
18
Des Weltalls dritte Säule umgewandelt
Vorlage S. 686
19
Zum Narren einer Buhlerin: schaut hin und seht! –
Vorlage S. 686
20
CLEOPATRA.
Vorlage S. 686
21
Ist's wirklich Liebe, sag mir denn, wie viel?
Vorlage S. 686
22
ANTONIUS.
Vorlage S. 686
23
Armsel'ge Liebe, die sich zählen ließe! –
Vorlage S. 686
24
CLEOPATRA.
Vorlage S. 686
25
Ich will den Grenzstein setzen deiner Liebe!
Vorlage S. 686
26
ANTONIUS.
Vorlage S. 686
27
So musst du neue Erd' und Himmel schaffen.
Vorlage S. 686
28
Ein Bote tritt auf.
Vorlage S. 686
29
BOTE.
Vorlage S. 686
30
Zeitung aus Rom, Herr!
Vorlage S. 686
31
ANTONIUS.
Vorlage S. 686
32
O Verdruss! Mach's kurz!
Vorlage S. 686
33
CLEOPATRA.
Vorlage S. 686
34
Nein, höre sie, Antonius:
Vorlage S. 686
35
Fulvia vielleicht ist zornig? Oder hat –
Vorlage S. 687
36
– Wer weiß es? – der dünnbärt'ge Cäsar
Vorlage S. 687
37
Sein Machtgebot gesandt: »Tu' dies und das!
Vorlage S. 687
38
Dies Reich erobre! Jenes mache frei!
Vorlage S. 687
39
Tu's gleich, sonst zürnen wir!«
Vorlage S. 687
40
ANTONIUS.
Vorlage S. 687
41
Wie nun! Geliebte!
Vorlage S. 687
42
CLEOPATRA.
Vorlage S. 687
43
Vielleicht – nein doch, gewiss
Vorlage S. 687
44
Darfst du nicht länger bleiben: Cäsar weigert
Vorlage S. 687
45
Dir fernern Urlaub! Drum, Antonius, hör' ihn! –
Vorlage S. 687
46
Wo ist Fulvias Aufruf? Cäsars meint' ich – beider?
Vorlage S. 687
47
– Die Boten ruft! – So wahr ich Königin,
Vorlage S. 687
48
Antonius, du erröt'st: dies Blut erkennt
Vorlage S. 687
49
Cäsarn als Herrn; wo nicht, zahlt Scham die Wange,
Vorlage S. 687
50
Wenn Fulvias Kreischen zankt. – Die Abgesandten! –
Vorlage S. 687
51
ANTONIUS.
Vorlage S. 687
52
Schmilz in die Tiber, Rom! Der weite Bogen
Vorlage S. 687
53
Des festen Reichs, zerbrich! Hier ist die Welt,
Vorlage S. 687
54
Thronen sind Staub: – die kot'ge Erde nährt
Vorlage S. 687
55
Wie Mensch, so Tier: der Adel nur des Lebens
Vorlage S. 687
56
Ist, so zu tun, wenn solch ein liebend Paar –
Vorlage S. 687
57
umarmt sie
Vorlage S. 687
58
Und solch Zwillingsgestirn es darf: worin
Vorlage S. 687
59
(Bei schwerer Ahndung wisse das die Welt!)
Vorlage S. 687
60
Wir unerreichbar sind.
Vorlage S. 687
61
CLEOPATRA.
Vorlage S. 687
62
Erhabne Lüge!
Vorlage S. 687
63
Wie ward Fulvia sein Weib, liebt' er sie nicht? –
Vorlage S. 687
64
So will ich Törin scheinen und nicht sein; –
Vorlage S. 687
65
Anton bleibt stets er selbst.
Vorlage S. 687
66
ANTONIUS.
Vorlage S. 687
67
Nur nicht, reizt ihn Cleopatra. Wohlan,
Vorlage S. 687
68
Zu Liebe unsrer Lieb' und süßen Stunden,
Vorlage S. 687
69
Nicht sei durch herb Gespräch die Zeit verschwendet:
Vorlage S. 687
70
Kein Punkt in unserm Leben, den nicht dehne
Vorlage S. 687
71
Noch neue Lust. Welch Zeitvertreib zu Nacht? –
Vorlage S. 687
72
CLEOPATRA.
Vorlage S. 687
73
Hör' die Gesandten!
Vorlage S. 687
74
ANTONIUS.
Vorlage S. 687
75
Pfui, zanksücht'ge Königin!
Vorlage S. 687
76
Der alles zierlich steht, Schelten und Lachen,
Vorlage S. 687
77
Und Weinen; jede Unart kämpft in dir,
Vorlage S. 687
78
Dass sie zur Schönheit und Bewund'rung wird. –
Vorlage S. 687
79
Kein Bote! Einzig dein, und ganz allein! –
Vorlage S. 687
80
Zu Nacht durchwandern wir die Stadt und merken
Vorlage S. 687
81
Des Volkes Launen. Komm, o Königin,
Vorlage S. 688
82
Noch gestern wünschtest du's. – Sprecht nicht zu uns!
Vorlage S. 688
83
Antonius mit Cleopatra und Gefolge ab.
Vorlage S. 688
84
DEMETRIUS.
Vorlage S. 688
85
Wie! schätzt Antonius Cäsarn so gering?
Vorlage S. 688
86
PHILO.
Vorlage S. 688
87
Zuzeiten, wenn er nicht Antonius ist,
Vorlage S. 688
88
Entzieht sich ihm die große, würd'ge Haltung,
Vorlage S. 688
89
Die stets ihn sollte schmücken.
Vorlage S. 688
90
DEMETRIUS.
Vorlage S. 688
91
Mich bekümmert's,
Vorlage S. 688
92
Dass er bekräftigt den gemeinen Lügner,
Vorlage S. 688
93
Der so von ihm in Rom erzählt. Doch hoff' ich
Vorlage S. 688
94
Morgen auf ein verständ'ger Tun. – Schlaft wohl! –
Vorlage S. 688
95
Beide ab.
Vorlage S. 688
96
Zweite Szene
Vorlage S. 688
97
Daselbst. Ein andres Zimmer.
Vorlage S. 688
98
Es treten auf Charmion, Iras, Alexas und ein Wahrsager.
Vorlage S. 688
99
CHARMION.
Vorlage S. 688
100
Herzens Alexas, süßer Alexas, ausbündigster Alexas, du allersublimiertester Alexas, wo ist der Wahrsager, den du der Königin so gerühmt? O kennte ich doch diesen Ehemann, der, wie du sagst, seine Hörner für Kränze ansieht! –
Vorlage S. 688
101
ALEXAS.
Vorlage S. 688
102
Wahrsager! –
Vorlage S. 688
103
WAHRSAGER.
Vorlage S. 688
104
Was wollt Ihr? –
Vorlage S. 688
105
CHARMION.
Vorlage S. 688
106
Ist dies der Mann? Seid Ihr's, der alles weiß?
Vorlage S. 688
107
WAHRSAGER.
Vorlage S. 688
108
In der Natur unendlichem Geheimnis
Vorlage S. 688
109
Les' ich ein wenig.
Vorlage S. 688
110
ALEXAS.
Vorlage S. 688
111
Zeig' ihm deine Hand!
Vorlage S. 688
112
Enobarbus tritt auf.
Vorlage S. 688
113
ENOBARBUS.
Vorlage S. 688
114
Bringt das Bankett sogleich, und Wein genug,
Vorlage S. 688
115
Aufs Wohl Cleopatras zu trinken!
Vorlage S. 688
116
CHARMION.
Vorlage S. 688
117
Freund, schenk' mir gutes Glück!
Vorlage S. 688
118
WAHRSAGER.
Vorlage S. 688
119
Ich mach' es nicht, ich seh' es nur voraus.
Vorlage S. 688
120
CHARMION.
Vorlage S. 688
121
Ersieh' mir eins!
Vorlage S. 688
122
WAHRSAGER.
Vorlage S. 688
123
Ihr werdet noch an Schönheit zunehmen.
Vorlage S. 688
124
CHARMION.
Vorlage S. 688
125
Er meint an Umfang.
Vorlage S. 689
126
IRAS.
Vorlage S. 689
127
Nein, wenn du alt geworden bist, wirst du dich schminken.
Vorlage S. 689
128
CHARMION.
Vorlage S. 689
129
Nur keine Runzeln! –
Vorlage S. 689
130
ALEXAS.
Vorlage S. 689
131
Stört den Propheten nicht! Gebt Achtung!
Vorlage S. 689
132
CHARMION.
Vorlage S. 689
133
Mum! –
Vorlage S. 689
134
WAHRSAGER.
Vorlage S. 689
135
Ihr werdet mehr verliebt sein als geliebt.
Vorlage S. 689
136
CHARMION.
Vorlage S. 689
137
Nein, lieber mag mir Wein die Leber wärmen.
Vorlage S. 689
138
ALEXAS.
Vorlage S. 689
139
So hört ihn doch!
Vorlage S. 689
140
CHARMION.
Vorlage S. 689
141
Nun ein recht schönes Glück: lass mich an einem Vormittage drei Könige heiraten und sie alle begraben; lass mich im funfzigsten Jahr ein Kind bekommen, dem Herodes, der Judenkönig, huldigt: sieh zu, dass du mich mit dem Octavius Cäsar verheiratest und meiner Gebieterin gleich stellst.
Vorlage S. 689
142
WAHRSAGER.
Vorlage S. 689
143
Ihr überlebt die Fürstin, der Ihr dient. –
Vorlage S. 689
144
CHARMION.
Vorlage S. 689
145
O trefflich! Langes Leben ist mir lieber als Feigen.
Vorlage S. 689
146
WAHRSAGER.
Vorlage S. 689
147
Ihr habt bisher ein beßres Glück erfahren,
Vorlage S. 689
148
Als Euch bevorsteht.
Vorlage S. 689
149
CHARMION.
Vorlage S. 689
150
So werden meine Kinder wohl ohne Namen bleiben: – sage doch, wie viel Buben und Mädchen bekomme ich noch? –
Vorlage S. 689
151
WAHRSAGER.
Vorlage S. 689
152
Wenn jeder deiner Wünsche wär' ein Schoß,
Vorlage S. 689
153
Und fruchtbar jeder Wunsch, – 'ne Million.
Vorlage S. 689
154
CHARMION.
Vorlage S. 689
155
Geh, Narr, ich vergebe dir, weil du ein Hexenmeister bist.
Vorlage S. 689
156
ALEXAS.
Vorlage S. 689
157
Ihr meint, nur Eure Bettücher wüssten um Eure Wünsche?
Vorlage S. 689
158
CHARMION.
Vorlage S. 689
159
Nun sag auch Iras' Zukunft!
Vorlage S. 689
160
ALEXAS.
Vorlage S. 689
161
Wir wollen alle unser Schicksal wissen.
Vorlage S. 689
162
ENOBARBUS.
Vorlage S. 689
163
Mein und der meisten Schicksal für heut abend wird sein – betrunken zu Bett.
Vorlage S. 689
164
IRAS.
Vorlage S. 689
165
Hier ist eine flache Hand, die weissagt Keuschheit, wenn nichts anders.
Vorlage S. 689
166
CHARMION.
Vorlage S. 689
167
Grade wie die Überschwemmung des Nils Hunger weissagt.
Vorlage S. 689
168
IRAS.
Vorlage S. 689
169
Geh, du wilde Gesellin, du verstehst nichts vom Wahrsagen.
Vorlage S. 689
170
CHARMION.
Vorlage S. 689
171
Nein, wenn eine feuchte Hand nicht ein Wahrzeichen von Fruchtbarkeit ist, so kann ich mir nicht das Ohr kratzen. – Bitte dich, sag ihr nur ein Alltagsschicksal!
Vorlage S. 690
172
WAHRSAGER.
Vorlage S. 690
173
Euer Schicksal ist sich gleich.
Vorlage S. 690
174
IRAS.
Vorlage S. 690
175
Doch wie? Doch wie? Sag mir's umständlicher!
Vorlage S. 690
176
WAHRSAGER.
Vorlage S. 690
177
Ich bin zu Ende.
Vorlage S. 690
178
IRAS.
Vorlage S. 690
179
Soll ich nicht um einen Zoll breit beßres Schicksal haben als sie? –
Vorlage S. 690
180
CHARMION.
Vorlage S. 690
181
Nun, wenn dir das Schicksal just einen Zoll mehr gönnt, als mir, wo sollt' er hinkommen?
Vorlage S. 690
182
IRAS.
Vorlage S. 690
183
Nicht an meines Mannes Nase.
Vorlage S. 690
184
CHARMION.
Vorlage S. 690
185
O Himmel, beßre unsre bösen Gedanken! Alexas, komm; dein Schicksal, dein Schicksal! O lass ihn ein Weib heiraten, das nicht gehn kann, liebste Isis, ich flehe dich! Und lass sie ihm sterben, und gib ihm eine Schlimmere, und auf die Schlimmere eine noch Schlimmre, bis die Schlimmste von allen ihm lachend zu Grabe folgt, dem funfzigfältigen Hahnrei! Gute Isis, erhöre dies Gebet, wenn du mir auch etwas Wichtiges abschlägst; gute Isis, ich bitte dich! –
Vorlage S. 690
186
IRAS.
Vorlage S. 690
187
Amen! Liebe Göttin, höre dieses Gebet deines Volkes! Denn wie es herzbrechend ist, einen hübschen Mann mit einer lockern Frau zu sehn, so ist's eine tödliche Betrübnis; wenn ein hässlicher Schelm unbehornt einhergeht: darum, lebe Isis, sieh auf den Anstand, und send' ihm sein verdientes Schicksal!
Vorlage S. 690
188
CHARMION.
Vorlage S. 690
189
Amen!
Vorlage S. 690
190
ALEXAS.
Vorlage S. 690
191
Nun seht mir! Wenn's in ihrer Hand stände, mich zum Hahnrei zu machen, sie würden zu Huren, um es zu tun.
Vorlage S. 690
192
ENOBARBUS.
Vorlage S. 690
193
Still da, Antonius kommt.
Vorlage S. 690
194
CHARMION.
Vorlage S. 690
195
Nicht er, die Fürstin.
Vorlage S. 690
196
Cleopatra kommt.
Vorlage S. 690
197
CLEOPATRA.
Vorlage S. 690
198
Saht ihr Anton?
Vorlage S. 690
199
ENOBARBUS.
Vorlage S. 690
200
Nein, Herrin.
Vorlage S. 690
201
CLEOPATRA.
Vorlage S. 690
202
War er nicht hier?
Vorlage S. 690
203
CHARMION.
Vorlage S. 690
204
Nein, gnäd'ge Frau.
Vorlage S. 690
205
CLEOPATRA.
Vorlage S. 690
206
Er war gestimmt zum Frohsinn, da, auf einmal
Vorlage S. 690
207
Ergriff ihn ein Gedank' an Rom ... Enobarbus! –
Vorlage S. 690
208
ENOBARBUS.
Vorlage S. 690
209
Fürstin? –
Vorlage S. 690
210
CLEOPATRA.
Vorlage S. 690
211
Such' ihn und bring' ihn her! Wo ist Alexas?
Vorlage S. 691
212
ALEXAS.
Vorlage S. 691
213
Hier, Fürstin, Euch zum Dienst. – Der Feldherr naht.
Vorlage S. 691
214
Antonius kommt mit einem Boten und Gefolge.
Vorlage S. 691
215
CLEOPATRA.
Vorlage S. 691
216
Wir wollen ihn nicht ansehn. Geht mit uns.
Vorlage S. 691
217
Cleopatra, Enobarbus, Alexas, Iras, Charmion, Wahrsager und Gefolge ab.
Vorlage S. 691
218
BOTE.
Vorlage S. 691
219
Fulvia, dein Weib, erschien zuerst im Feld.
Vorlage S. 691
220
ANTONIUS.
Vorlage S. 691
221
Wider meinen Bruder Lucius?
Vorlage S. 691
222
BOTE.
Vorlage S. 691
223
Ja,
Vorlage S. 691
224
Doch bald zu Ende war der Krieg. Der Zeitlauf
Vorlage S. 691
225
Einte die zwei zum Bündnis wider Cäsar,
Vorlage S. 691
226
Des beßres Glück im Felde von Italien
Vorlage S. 691
227
Sie nach der ersten Schlacht vertrieb.
Vorlage S. 691
228
ANTONIUS.
Vorlage S. 691
229
Nun gut; –
Vorlage S. 691
230
Was Schlimmres? –
Vorlage S. 691
231
BOTE.
Vorlage S. 691
232
Der bösen Zeitung Gift macht krank den Boten.
Vorlage S. 691
233
ANTONIUS.
Vorlage S. 691
234
Wenn er sie Narr'n und Feigen meldet; weiter!
Vorlage S. 691
235
Mir ist Geschehnes abgetan. Vernimm,
Vorlage S. 691
236
Wer mir die Wahrheit sagt, und spräch' er Tod,
Vorlage S. 691
237
Ich hört' ihn an, als schmeichelt' er.
Vorlage S. 691
238
BOTE.
Vorlage S. 691
239
Labienus
Vorlage S. 691
240
(O harte Post!) hat mit dem Partherheer,
Vorlage S. 691
241
Vom Euphrat aus, sich Asien erobert:
Vorlage S. 691
242
Sein triumphierend Banner weht von Syrien
Vorlage S. 691
243
Bis Lydien und Jonien; indes ...
Vorlage S. 691
244
ANTONIUS.
Vorlage S. 691
245
Antonius, willst du sagen ...
Vorlage S. 691
246
BOTE.
Vorlage S. 691
247
O mein Feldherr!
Vorlage S. 691
248
ANTONIUS.
Vorlage S. 691
249
Sprich dreist, verfeinre nicht des Volkes Zunge,
Vorlage S. 691
250
Nenne Cleopatra, wie Rom sie nennt,
Vorlage S. 691
251
Tadle mit Fulvias Schmähn, schilt meine Fehler
Vorlage S. 691
252
Mit allem Freimut, wie nur Haß und Wahrheit
Vorlage S. 691
253
Sie zeichnen mag! Nur Unkraut tragen wir,
Vorlage S. 691
254
Wenn uns kein Wind durchschüttelt; und uns schelten,
Vorlage S. 691
Historische Darstellung von William Shakespeare
Kontextbild zum Werk. Historische Darstellung von William Shakespeare — Spätere künstlerische Darstellung; kein gesichertes Bildnis aus dem Leben. · Martin Droeshout · Public domain Bildquelle ↗
255
Heißt nur rein jäten. Lebe wohl für jetzt!
Vorlage S. 691
256
BOTE.
Vorlage S. 691
257
Nach Eurem hohen Willen.
Vorlage S. 691
258
Ab.
Vorlage S. 691
259
ANTONIUS.
Vorlage S. 691
260
Was meldet man von Sicyon? Sag an.
Vorlage S. 691
261
ERSTER DIENER.
Vorlage S. 691
262
Der Bot' aus Sicyon! War nicht einer da?
Vorlage S. 692
263
ZWEITER DIENER.
Vorlage S. 692
264
Er harrt auf Euren Ruf.
Vorlage S. 692
265
ANTONIUS.
Vorlage S. 692
266
Lasst ihn erscheinen. –
Vorlage S. 692
267
Diener gehn.
Vorlage S. 692
268
– Die starke ägypt'sche Fessel muss ich brechen,
Vorlage S. 692
269
Sonst geh' in Lieb' ich unter. – Wer bist du? –
Vorlage S. 692
270
ZWEITER BOTE.
Vorlage S. 692
271
Fulvia, dein Weib, ist tot.
Vorlage S. 692
272
ANTONIUS.
Vorlage S. 692
273
Wo starb sie?
Vorlage S. 692
274
ZWEITER BOTE.
Vorlage S. 692
275
Herr,
Vorlage S. 692
276
In Sicyon:
Vorlage S. 692
277
Der Krankheit Dauer, und was sonst von Nachdruck
Vorlage S. 692
278
Dir frommt zu wissen, sagt dies Blatt. –
Vorlage S. 692
279
ANTONIUS.
Vorlage S. 692
280
Entfernt Euch! –
Vorlage S. 692
281
Bote ab.
Vorlage S. 692
282
Da schied ein hoher Geist! Das war mein Wunsch: –
Vorlage S. 692
283
Was wir verachtend oft hinweggeschleudert,
Vorlage S. 692
284
Das wünschen wir zurück: erfüllte Freude,
Vorlage S. 692
285
Durch Zeitumschwung ermattet, wandelt sich
Vorlage S. 692
286
Ins Gegenteil: gut ist sie nun, weil tot:
Vorlage S. 692
287
Nun reicht' ich gern die Hand, die ihr gedroht.
Vorlage S. 692
288
Fliehn muss ich diese Zauberkönigin:
Vorlage S. 692
289
Zehntausend Weh'n, und schlimmre, als ich weiß,
Vorlage S. 692
290
Brütet mein Müßiggang. He! – Enobarbus! –
Vorlage S. 692
291
Enobarbus kommt.
Vorlage S. 692
292
ENOBARBUS.
Vorlage S. 692
293
Was wünscht Ihr, Herr? –
Vorlage S. 692
294
ANTONIUS.
Vorlage S. 692
295
Ich muss in Eil' von hier.
Vorlage S. 692
296
ENOBARBUS.
Vorlage S. 692
297
Nun, dann bringen wir alle unsre Weiber um: wir sehn ja, wie tödlich ihnen eine Unfreundlichkeit wird: wenn sie unsre Abreise überstehn müssen, so ist Tod die Losung.
Vorlage S. 692
298
ANTONIUS.
Vorlage S. 692
299
Ich muss hinweg!
Vorlage S. 692
300
ENOBARBUS.
Vorlage S. 692
301
Ist eine Notwendigkeit da, so lasst die Weiber sterben. Schade wär's, sie um nichts wegzuwerfen: aber ist von ihnen und einer wichtigen Sache die Rede, so muss man sie für nichts rechnen. Cleopatra, wenn sie nur das Mindeste hievon wittert, stirbt augenblicklich: ich habe sie zwanzigmal um weit armseligem Grund sterben sehn. Ich denke, es steckt eine Kraft im Tode, die wie eine Liebesumarmung auf sie wirkt, so ist sie mit dem Sterben bei der Hand.
Vorlage S. 692
302
ANTONIUS.
Vorlage S. 693
303
Sie ist listiger, als man's denken kann! –
Vorlage S. 693
304
ENOBARBUS.
Vorlage S. 693
305
Ach nein, Herr, nein; ihre Leidenschaften bestehn aus nichts, als aus den feinsten Teilen der reinen Liebe. Diese Stürme und Fluten können wir nicht Seufzer und Tränen nennen: das sind größere Orkane und Ungewitter, als wovon Kalender Meldung tun. List kann das nicht sein: wenn es ist, so macht sie ein Regenwetter so gut als Jupiter.
Vorlage S. 693
306
ANTONIUS.
Vorlage S. 693
307
Hätt' ich sie nie gesehen! –
Vorlage S. 693
308
ENOBARBUS.
Vorlage S. 693
309
O Herr, dann hättet Ihr ein wundervolles Meisterwerk ungesehn gelassen: Euch diese Freude versagen, würde Eure Reise um allen Kredit gebracht haben.
Vorlage S. 693
310
ANTONIUS.
Vorlage S. 693
311
Fulvia ist tot.
Vorlage S. 693
312
ENOBARBUS.
Vorlage S. 693
313
Herr?
Vorlage S. 693
314
ANTONIUS.
Vorlage S. 693
315
Fulvia ist tot.
Vorlage S. 693
316
ENOBARBUS.
Vorlage S. 693
317
Fulvia?
Vorlage S. 693
318
ANTONIUS.
Vorlage S. 693
319
Tot!
Vorlage S. 693
320
ENOBARBUS.
Vorlage S. 693
321
Nun, Herr, so bringt den Göttern ein Dankopfer! Wenn es ihrer himmlischen Regierung gefällt, einem Mann seine Frau zu nehmen, so gedenke er an die Schneider hier auf Erden, und beruhige sich damit, dass, wenn alte Kleider aufgetragen wurden, diese dazu gesetzt sind, neue zu machen. Gäbe es nicht mehr Weiber, als Fulvia, so wäre es allerdings ein Elend, und die Geschichte stände schlimm. Dieser Gram ist mit Trost gekrönt: aus Euerm alten Weiberhemd lässt sich ein neuer Unterrock machen: und in der Tat, die Tränen müssen in einer Zwiebel leben, die um diesen Kummer flössen.
Vorlage S. 693
322
ANTONIUS.
Vorlage S. 693
323
Die Unruh'n, die sie mir im Staat erregt,
Vorlage S. 693
324
Erlauben mir nicht mehr, entfernt zu sein.
Vorlage S. 693
325
ENOBARBUS.
Vorlage S. 693
326
Und die Unruhe, die Ihr hier erregt habt, erlaubt nicht, dass Ihr geht: besonders die der Cleopatra, die allein von Eurem Hiersein lebt.
Vorlage S. 693
327
ANTONIUS.
Vorlage S. 693
328
Nicht leichter Reden mehr! Unsern Beschluß
Vorlage S. 693
329
Tu' kund den Führern! Ich verständ'ge dann
Vorlage S. 693
330
Der Königin den Anlass dieser Eil',
Vorlage S. 693
331
Urlaub von ihrer Liebe fordernd. Nicht allein
Vorlage S. 693
332
Der Fulvia Tod und andre ernste Mahnung
Vorlage S. 694
333
Ruft uns nachdrücklich; andre Briefe auch,
Vorlage S. 694
334
Von vielen wohlbemühten röm'schen Freunden,
Vorlage S. 694
335
Verlangen uns daheim. Sextus Pompejus
Vorlage S. 694
336
Hat Cäsarn Trotz geboten, und beherrscht
Vorlage S. 694
337
Das weite Meer: das wankelmüt'ge Volk
Vorlage S. 694
338
(Des Gunst nie fest dem Wohlverdienten bleibt,
Vorlage S. 694
339
Bis sein Verdienst vorüber) wirft nun schon,
Vorlage S. 694
340
Was je Pompejus nur, der Große, tat,
Vorlage S. 694
341
Auf seinen Sohn, der hoch in Macht und Namen,
Vorlage S. 694
342
Und höher noch durch Mut und Kraft ersteht,
Vorlage S. 694
343
Als Held des Heeres. Sein Ansehn, wächst es ferner,
Vorlage S. 694
344
Bedroht den Bau der Welt. – Viel brütet jetzt,
Vorlage S. 694
345
Das gleich dem Roßhaar nur erst Leben hat,
Vorlage S. 694
346
Noch nicht der Schlange Gift. – Geh und verkünde
Vorlage S. 694
347
Des Heers Hauptleuten, unser Wille fordre
Vorlage S. 694
348
Schleunigen Aufbruch aller!
Vorlage S. 694
349
ENOBARBUS.
Vorlage S. 694
350
Ich besorg' es.
Vorlage S. 694
351
Beide ab.
Vorlage S. 694
352
Dritte Szene
Vorlage S. 694
353
Es treten auf Cleopatra, Charmion, Iras und Alexas.
Vorlage S. 694
354
CLEOPATRA.
Vorlage S. 694
355
Wo ist er?
Vorlage S. 694
356
CHARMION.
Vorlage S. 694
357
Ich sah ihn nicht seitdem.
Vorlage S. 694
358
CLEOPATRA.
Vorlage S. 694
359
Sieh, wo er ist, wer mit ihm, was er tut
Vorlage S. 694
360
(Ich schickte dich nicht ab): find'st du ihn traurig,
Vorlage S. 694
361
Sag ihm, ich tanze; ist er munter, meld' ihm,
Vorlage S. 694
362
Ich wurde plötzlich krank. Schnell bring' mir Antwort!
Vorlage S. 694
363
Alexas ab.
Vorlage S. 694
364
CHARMION.
Vorlage S. 694
365
Fürstin, mir scheint, wenn Ihr ihn wirklich liebt,
Vorlage S. 694
366
Ihr wählt die rechte Art nicht, ihn zur Liebe
Vorlage S. 694
367
Zu zwingen.
Vorlage S. 694
368
CLEOPATRA.
Vorlage S. 694
369
Und was sollt' ich tun und lass' es?
Vorlage S. 694
370
CHARMION.
Vorlage S. 694
371
Gebt immer nach, lasst Euch von ihm nur führen!
Vorlage S. 694
372
CLEOPATRA.
Vorlage S. 694
373
Törichter Rat! Der Weg, ihn zu verlieren! –
Vorlage S. 694
374
CHARMION.
Vorlage S. 695
375
Versucht ihn nicht zu sehr; ich bitt', erwägt:
Vorlage S. 695
376
Wir hassen bald, was oft uns Furcht erregt.
Vorlage S. 695
377
Antonius kommt.
Vorlage S. 695
378
Doch seht, er kommt.
Vorlage S. 695
379
CLEOPATRA.
Vorlage S. 695
380
Ich bin verstimmt und krank.
Vorlage S. 695
381
ANTONIUS.
Vorlage S. 695
382
Es quält mich, meinen Vorsatz ihr zu sagen.
Vorlage S. 695
383
CLEOPATRA.
Vorlage S. 695
384
Hilf, liebe Charmion, hilf, ich sinke hin:
Vorlage S. 695
385
So kann's nicht dauern, meines Körpers Bau
Vorlage S. 695
386
Wird unterliegen.
Vorlage S. 695
387
ANTONIUS.
Vorlage S. 695
388
Teure Königin ...
Vorlage S. 695
389
CLEOPATRA.
Vorlage S. 695
390
Ich bitt' dich, steh mir nicht so nah! –
Vorlage S. 695
391
ANTONIUS.
Vorlage S. 695
392
Was gibt's?
Vorlage S. 695
393
CLEOPATRA.
Vorlage S. 695
394
Ich seh' in diesem Blick die gute Zeitung!
Vorlage S. 695
395
Was sagt die Eh'gemahlin? Geh nur, geh!
Vorlage S. 695
396
Hätte sie dir's doch nie erlaubt, zu kommen!
Vorlage S. 695
397
Sie soll nicht sagen, dass ich hier dich halte;
Vorlage S. 695
398
Was kann ich über dich? Der Ihre bist du!
Vorlage S. 695
399
ANTONIUS.
Vorlage S. 695
400
Die Götter wissen ...
Vorlage S. 695
401
CLEOPATRA.
Vorlage S. 695
402
Nie ward eine Fürstin
Vorlage S. 695
403
So schrecklich je getäuscht. Und doch, von Anfang
Vorlage S. 695
404
Sah ich die Falschheit keimen.
Vorlage S. 695
405
ANTONIUS.
Vorlage S. 695
406
Cleopatra ...
Vorlage S. 695
407
CLEOPATRA.
Vorlage S. 695
408
Wie soll ich glauben, du seist mein und treu,
Vorlage S. 695
409
Erschüttert auch dein Schwur der Götter Thron,
Vorlage S. 695
410
Wenn du Fulvia verrietst? Schwelgender Wahnsinn,
Vorlage S. 695
411
An solchen mundgeformten Eid sich fesseln,
Vorlage S. 695
412
Der schon im Schwur zerbricht! –
Vorlage S. 695
413
ANTONIUS.
Vorlage S. 695
414
Geliebte Fürstin ...
Vorlage S. 695
415
CLEOPATRA.
Vorlage S. 695
416
Nein, such' nur keine Färbung deiner Flucht!
Vorlage S. 695
417
Geh, sag Lebwohl: als du zu bleiben flehtest,
Vorlage S. 695
418
Da galt's zu sprechen: damals nichts von Gehn! –
Vorlage S. 695
419
In unserm Mund und Blick war Ewigkeit,
Vorlage S. 695
420
Wonn' auf den Brau'n, kein Tropfen Blut so arm,
Vorlage S. 695
421
Der Göttern nicht entquoll: und so ist's noch,
Vorlage S. 695
422
Oder, der größte Feldherr, du, der Welt,
Vorlage S. 695
423
Wurdest zum größten Lügner.
Vorlage S. 695
424
ANTONIUS.
Vorlage S. 695
425
Mir das! Wie!
Vorlage S. 695
426
CLEOPATRA.
Vorlage S. 696
427
Hätt' ich nur deine Sehnen, dass du sähst,
Vorlage S. 696
428
Auch in Ägypten gäb's ein Herz ...
Vorlage S. 696
429
ANTONIUS.
Vorlage S. 696
430
Vernimm,
Vorlage S. 696
431
Der Zeiten strenger Zwang heischt unsern Dienst
Vorlage S. 696
432
Für eine Weile: meines Herzens Summe
Vorlage S. 696
433
Bleibt dein hier zum Gebrauch. Unser Italien
Vorlage S. 696
434
Blitzt rings vom Bürgerstahl: Sextus Pompejus
Vorlage S. 696
435
Bedroht mit seinem Heer die Häfen Roms:
Vorlage S. 696
436
Die Gleichheit zweier heim'schen Mächte zeugt
Vorlage S. 696
437
Gefährliche Parteiung: – stark geworden,
Vorlage S. 696
438
Liebt man die sonst Verhaßten: der verbannte
Vorlage S. 696
439
Pompejus, reich durch seines Vaters Ruhm,
Vorlage S. 696
440
Schleicht in die Herzen aller, die im Staat
Vorlage S. 696
441
Jetzt nicht gedeihn, und deren Menge schreckt: –
Vorlage S. 696
442
Und Ruhe, krank durch Frieden, sucht verzweifelnd
Vorlage S. 696
443
Heilung durch Wechsel. Doch ein näh'rer Grund,
Vorlage S. 696
444
Und der zumeist mein Gehn Euch sollt' entschuld'gen,
Vorlage S. 696
445
Ist Fulvias Tod.
Vorlage S. 696
446
CLEOPATRA.
Vorlage S. 696
447
Wenn mich das Alter auch nicht schützt vor Torheit,
Vorlage S. 696
448
Doch wohl vor Kindischsein. Kann Fulvia sterben? –
Vorlage S. 696
449
ANTONIUS.
Vorlage S. 696
450
Geliebte, sie ist tot.
Vorlage S. 696
451
Sieh hier, in übermüß'ger Stunde lies
Vorlage S. 696
452
Die Händel, die sie schuf: zuletzt ihr Bestes,
Vorlage S. 696
453
Sieh, wann und wo sie starb!
Vorlage S. 696
454
CLEOPATRA.
Vorlage S. 696
455
O falsches Lieben.
Vorlage S. 696
456
Wo sind Phiolen, die du füllen solltest
Vorlage S. 696
457
Mit Tau des Grams? Nicht Fulvias Tod beweinen,
Vorlage S. 696
458
Zeigt mir, wie leicht du einst erträgst den meinen.
Vorlage S. 696
459
ANTONIUS.
Vorlage S. 696
460
Zanke nicht mehr. Nein, sei gefasst zu hören,
Vorlage S. 696
461
Was ich für Plan' entwarf: sie stehn und fallen,
Vorlage S. 696
462
Wie du mir raten wirst. Ja, bei dem Feuer,
Vorlage S. 696
463
Das Nilus' Schlamm belebt, ich geh' von hier,
Vorlage S. 696
464
Dein Held, dein Diener: Krieg erklär' ich, Frieden,
Vorlage S. 696
465
Wie dir's gefällt.
Vorlage S. 696
466
CLEOPATRA.
Vorlage S. 696
467
Komm, Charmion, schnür' mich auf!
Vorlage S. 696
468
Nein, lass nur, mir wird wechselnd schlimm und wohl,
Vorlage S. 696
469
Ganz wie Antonius liebt.
Vorlage S. 696
470
ANTONIUS.
Vorlage S. 696
471
Still, teures Kleinod!
Vorlage S. 697
472
Gib beßres Zeugnis seiner Treu'; die strengste
Vorlage S. 697
473
Prüfung wird sie bestehn.
Vorlage S. 697
474
CLEOPATRA.
Vorlage S. 697
475
Das lehrt mich Fulvia!
Vorlage S. 697
476
O bitte, wende dich und wein' um sie,
Vorlage S. 697
477
Dann sag mir Lebewohl, und sprich: die Tränen
Vorlage S. 697
478
Sind für Ägypten: spiel' uns eine Szene
Vorlage S. 697
479
Ausbünd'ger Heuchelei, und mag sie gelten
Vorlage S. 697
480
Für echte Ehre! –
Vorlage S. 697
481
ANTONIUS.
Vorlage S. 697
482
Du erzürnst mich! Lass! –
Vorlage S. 697
483
CLEOPATRA.
Vorlage S. 697
484
Das geht schon leidlich: doch du kannst es besser.
Vorlage S. 697
485
ANTONIUS.
Vorlage S. 697
486
Bei meinem Schwert ...
Vorlage S. 697
487
CLEOPATRA.
Vorlage S. 697
488
Und Schild: – er spielt schon besser,
Vorlage S. 697
489
Doch ist's noch nicht sein Bestes. Sieh nur, Charmion,
Vorlage S. 697
490
Wie tragisch dieser röm'sche Herkules
Vorlage S. 697
491
Auffährt in seinem Grimm!
Vorlage S. 697
492
ANTONIUS.
Vorlage S. 697
493
So leb denn wohl!
Vorlage S. 697
494
CLEOPATRA.
Vorlage S. 697
495
Höflicher Herr, ein Wort:
Vorlage S. 697
496
Wir beide müssen scheiden, doch das ist's nicht, –
Vorlage S. 697
497
Wir beide liebten einst, – doch das ist's auch nicht, –
Vorlage S. 697
498
Das wisst Ihr wohl: – Was war's doch, das ich meinte?
Vorlage S. 697
499
O mein Gedächtnis ist recht ein Antonius,
Vorlage S. 697
500
Und ich bin ganz vergessen!
Vorlage S. 697
501
ANTONIUS.
Vorlage S. 697
502
Wär' nicht Torheit
Vorlage S. 697
503
Die Dien'rin deines Throns, so hielt' ich dich
Vorlage S. 697
504
Für Torheit selbst.
Vorlage S. 697
505
CLEOPATRA.
Vorlage S. 697
506
O schwere Müh' des Lebens,
Vorlage S. 697
507
Dem Herzen nahe solche Torheit tragen,
Vorlage S. 697
508
Wie diese ich! Doch, teurer Freund, vergib mir,
Vorlage S. 697
Historische Illustration zu Antonius und Cleopatra
Kontextbild zum Werk. Historische Illustration zu „Antonius und Cleopatra“ — Werkbezogene Bildquelle; keine belegte Zuordnung zu der hier angezeigten einzelnen Textstelle. · Urheber unbekannt · Public domain Bildquelle ↗
509
Denn Tod bringt mir mein Treiben, wenn es dir
Vorlage S. 697
510
Nicht gut ins Auge fällt. Dich ruft die Ehre,
Vorlage S. 697
511
Hör' denn auf meinen eiteln Wahnsinn nicht!
Vorlage S. 697
512
Und alle Götter mit dir! Siegeslorbeer
Vorlage S. 697
513
Kränze dein Schwert, und mühelos Gelingen
Vorlage S. 697
514
Bahne den Weg vor deinen Füßen!
Vorlage S. 697
515
ANTONIUS.
Vorlage S. 697
516
Komm;
Vorlage S. 697
517
Es flieht zugleich und weilet unsre Trennung:
Vorlage S. 697
518
Denn du, hier thronend, gehst doch fort mit mir,
Vorlage S. 697
519
Und ich, fortschiffend, bleibe doch mit dir. –
Vorlage S. 698
520
Hinweg!
Vorlage S. 698
521
Alle ab.
Vorlage S. 698
522
Vierte Szene
Vorlage S. 698
523
Rom. Ein Zimmer in Cäsars Hause.
Vorlage S. 698
524
Es treten auf Octavius Cäsar, Lepidus und Gefolge.
Vorlage S. 698
525
CÄSAR.
Vorlage S. 698
526
Ihr seht nun, Lepidus, und wisst hinfort,
Vorlage S. 698
527
Es ist nicht Cäsars neid'sche Art, zu hassen;
Vorlage S. 698
528
Den großen Mitbewerber. Aus Ägypten;
Vorlage S. 698
529
Schreibt man uns dies: er fischt und trinkt, verschwendet
Vorlage S. 698
530
Der Nächte Kerzen schwelgend, nicht mehr Mann
Vorlage S. 698
531
Als diese Kön'gin, noch Cleopatra
Vorlage S. 698
532
Mehr Weib als er. Kaum sprach er die Gesandten,
Vorlage S. 698
533
Noch dacht' er seiner Mitregenten. – In ihm seht
Vorlage S. 698
534
Den Mann, der alle Fehler in sich fasst,
Vorlage S. 698
535
Die jedermann verlocken.
Vorlage S. 698
536
LEPIDUS.
Vorlage S. 698
537
Doch denk' ich, hegt er
Vorlage S. 698
538
Nicht so viel Sünde, all sein Gut zu schwärzen: –
Vorlage S. 698
539
Denn seine Fehler, wie die Sterne, glänzen
Vorlage S. 698
540
Heller in schwarzer Nacht: sind angestammt
Vorlage S. 698
541
Mehr als erworben: unwillkürlich mehr,
Vorlage S. 698
542
Als freie Wahl.
Vorlage S. 698
543
CÄSAR.
Vorlage S. 698
544
Ihr seid zu duldsam. Sei es auch verzeihlich,
Vorlage S. 698
545
Sich auf des Ptolemäus Lager wälzen,
Vorlage S. 698
546
Mit Kronen zahlen einen Scherz, umtrinken
Vorlage S. 698
547
Zur Wette nach der Kunst mit jedem Sklaven,
Vorlage S. 698
548
Am hellen Tag die Stadt durchtaumeln, balgen
Vorlage S. 698
549
Mit Schuften, schweißbetrieft: das steh' ihm an
Vorlage S. 698
550
(Und dessen Anstand, traun, muss selten sein,
Vorlage S. 698
551
Den solches nicht entehrt): doch für Antonius
Vorlage S. 698
552
Gibt's kein Entschuld'gen seiner Schmach, wenn wir
Vorlage S. 698
553
So schwer an seinem Leichtsinn tragen. Füllt' er
Vorlage S. 698
554
Die leeren Stunden sich mit Wollust aus,
Vorlage S. 698
555
Vertrocknet Mark und Ekel zögen ihn
Vorlage S. 698
556
Zur Rechenschaft: – doch solche Zeit verwüsten,
Vorlage S. 698
557
Die ihn vom Schmerz wegtrommelt – und so laut,
Vorlage S. 699
558
Wie Weltherrschaft nur mahnt: das muss man schelten,
Vorlage S. 699
559
Wie man den Knaben schmält, der, wohlerfahren,
Vorlage S. 699
560
Einsicht der Lust des Augenblicks hinopfert,
Vorlage S. 699
561
Empört dem eignen Urteil.
Vorlage S. 699
562
Ein Bote tritt auf.
Vorlage S. 699
563
LEPIDUS.
Vorlage S. 699
564
Neue Botschaft! –
Vorlage S. 699
565
BOTE.
Vorlage S. 699
566
Erfüllt ist dein Gebot; zu jeder Stunde,
Vorlage S. 699
567
Erhabner Cäsar, sollst du Nachricht hören,
Vorlage S. 699
568
Wie's auswärts steht. Pompejus herrscht zur See,
Vorlage S. 699
569
Und wie es scheint, gewann er sich die Herzen,
Vorlage S. 699
570
Die Cäsarn nur gefürchtet. Zu den Häfen
Vorlage S. 699
571
Strömen die Mißvergnügten; höchst gekränkt
Vorlage S. 699
572
Nennt ihn die Menge.
Vorlage S. 699
573
CÄSAR.
Vorlage S. 699
574
Konnt' ich mir's doch denken! –
Vorlage S. 699
575
Vom ersten Anbeginn lehrt die Geschichte,
Vorlage S. 699
576
Dass, wer hoch steht, ersehnt wird, bis er stand!
Vorlage S. 699
577
Wer strandet – nie zuvor der Liebe wert –,
Vorlage S. 699
578
Teuer erscheint, wenn man ihn mißt: der Haufe,
Vorlage S. 699
579
Gleich einer Flagg' umtreibend in der Strömung,
Vorlage S. 699
580
Schwimmt vor, zurück, die Wechselfluten geißelnd,
Vorlage S. 699
581
Und ihn zerstört die Reibung.
Vorlage S. 699
582
BOTE.
Vorlage S. 699
583
Höre ferner:
Vorlage S. 699
584
Menecrates und Menas, mächtige Piraten,
Vorlage S. 699
585
Herrschen im Meer, und pflügen und verwunden's
Vorlage S. 699
586
Mit Kielen aller Art: manch frecher Einbruch
Vorlage S. 699
587
Verheert Italien: alles Volk der Küste
Vorlage S. 699
588
Erblaßt vor Schreck: die kühne Jugend zürnt,
Vorlage S. 699
589
Kein Segel taucht nur auf, es wird gekapert,
Vorlage S. 699
590
Wie man's erblickt: Pompejus' Name schadet
Vorlage S. 699
591
Mehr als sein Heer im offnen Krieg.
Vorlage S. 699
592
CÄSAR.
Vorlage S. 699
593
Antonius,
Vorlage S. 699
594
Lass deine üpp'gen Becher! Als geschlagen
Vorlage S. 699
595
Du zogst von Mutina, wo du die Konsuln
Vorlage S. 699
596
Hirtius und Pansa erst besiegt, da folgte
Vorlage S. 699
597
Der Hunger deinen Fersen: den bestandst du
Vorlage S. 699
598
(Obgleich so zart gewöhnt) mit mehr Geduld,
Vorlage S. 699
599
Als Wilde selbst vermöchten; ja, du trankst
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600
Den Harn der Rosse und den falben Schlamm,
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601
Der Vieh zum Ekel zwänge: dein Gaum verschmähte
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Die herbste Beere nicht auf rauhster Hecke:
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603
Ja, wie der Hirsch, wenn Schnee die Weide deckt,
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Nagt'st du der Bäume Rinden: auf den Alpen
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605
(Erzählt man) aßest du so ekles Fleisch,
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Dass mancher starb, es nur zu sehn: und alles
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(O Schande deinem Ruhm, dass ich's erzähle!)
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Trugst du so heldenmütig, dass die Wange
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Dir nicht einmal erbleichte.
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LEPIDUS.
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Schad' um ihn! –
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CÄSAR.
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Die Schande treib' ihn bald
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Nach Rom zurück: Zeit wär's dem Zwillingspaar,
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615
Dass wir im Feld uns zeigten: dem gemäß
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Ruf' mir den Rat zusammen, denn Pompejus
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Gedeiht durch unser Säumen.
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LEPIDUS.
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Morgen, Cäsar,
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Werd' ich vermögend sein, dir zu berichten,
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Was ich zu Meer und Land versammeln kann,
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Die Stirn der Zeit zu bieten.
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CÄSAR.
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624
Bis dahin
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Sei dies auch meine Sorge. Lebe wohl! –
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LEPIDUS.
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Lebt wohl denn, Cäsar! Meldet man Euch mehr,
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Was sich im Ausland regt, ersuch' ich Euch,
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Mir's mitzuteilen.
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CÄSAR.
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631
Zweifelt nicht daran,
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Ich kenn's als meine Pflicht.
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Alle ab.
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634
Fünfte Szene
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Alexandria. Ein Zimmer im Palast.
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636
Es treten auf Cleopatra, Charmion, Iras und Mardian.
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CLEOPATRA.
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Charmion. ...
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CHARMION.
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Eu'r Hoheit?
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CLEOPATRA.
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642
Ach!
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Gib mir Mandragora zu trinken!
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644
CHARMION.
Vorlage S. 700
645
Wie?
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646
CLEOPATRA.
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647
Dass ich die große Kluft der Zeit durchschlafe,
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648
Wo mein Antonius fort ist!
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649
CHARMION.
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650
Allzuviel
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651
Denkt Ihr an ihn.
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652
CLEOPATRA.
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653
Du sprichst Verrat.
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654
CHARMION.
Vorlage S. 701
655
O nein!
Vorlage S. 701
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CLEOPATRA.
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657
Du Hämling, Mardian!
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658
MARDIAN.
Vorlage S. 701
659
Was gefällt Eu'r Hoheit?
Vorlage S. 701
660
CLEOPATRA.
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661
Nicht jetzt dich singen hören: Nichts gefällt mir
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662
An einem Hämling. Es ist gut für dich,
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663
Dass ohne Saft und Mark dein freier Sinn
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664
Nicht fliehn mag aus Ägypten. – Kannst du lieben?
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665
MARDIAN.
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666
Ja, gnäd'ge Fürstin.
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667
CLEOPATRA.
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668
In der Tat?
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669
MARDIAN.
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670
Nicht in der Tat: Ihr wisst, ich kann nichts tun,
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671
Was in der Tat nicht ehrsam wird getan.
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672
Doch fühl' ich heft'ge Trieb', und denke mir,
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673
Was Venus tat mit Mars.
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CLEOPATRA.
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675
O liebe Charmion,
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676
Wo denkst du dir ihn jetzt? Sag, steht er? sitzt er?
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Wie, geht er wohl? Sitzt er auf seinem Pferd?
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O glücklich Pferd, Antonius' Last zu tragen!
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679
Sei stolz, mein Pferd! Weißt du wohl, wen du trägst?
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680
Den halben Atlas dieser Erde, Schild
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Und Schutz der Welt! – Jetzt spricht er, oder murmelt:
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682
»Wo weilst du, meine Schlang' am alten Nil?«
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Denn also nennt er mich. Jetzt weid' ich mich
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Am allzusüßen Gift! Gedenke mein,
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Ob auch von Phöbus' Liebesstichen braun
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Und durch die Zeit gerunzelt! Als du hier
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687
Ans Ufer tratst, breitstirn'ger Cäsar, war ich
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Wert eines Königs: Held Pompejus stand
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Und ließ sein Aug' auf meinen Brauen wurzeln;
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690
Da warf sein Blick den Anker ein, er starb
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Im Anschaun seines Lebens.
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692
Alexas kommt.
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693
ALEXAS.
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694
Herrin Ägyptens, Heil!
Vorlage S. 701
695
CLEOPATRA.
Vorlage S. 701
696
Wie ganz unähnlich bist du Marc Anton!
Vorlage S. 702
697
Doch sahst du ihn: die köstliche Tinktur
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698
Vergoldet dich mit ihrem Glanz.
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Wie geht es meinem edlen Marc Anton?
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700
ALEXAS.
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701
Sein Letztes, Fürstin, war:
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Er küsste – vieler Doppelküsse letzter –
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Die Perle hier: sein Wort lebt mir im Herzen.
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CLEOPATRA.
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705
Von dort muss es mein Ohr sich pflücken.
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ALEXAS.
Vorlage S. 702
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»Freund«,
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So sagt' er mir, »sprich du:
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Der treue Römer schickt der großen Königin
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Dies Kleinod einer Muschel: ihr zu Füßen,
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Dies Nichts zu bessern, streu' ich Königreiche
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Vor ihren üpp'gen Thron: der ganze Ost,
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Sprich, soll sie Kön'gin nennen«: – nickt mir zu,
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Und steigt gelassen auf sein hohes Streitroß,
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Des helles Wiehern, was ich gern erwidert,
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716
Zu tier'schem Schweigen brachte.
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717
CLEOPATRA.
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718
War er munter oder ernst?
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719
ALEXAS.
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720
Der Jahrszeit gleich, die auf der Mitte schwebt
Vorlage S. 702
721
Von heiß und kalt: er war nicht ernst noch munter.
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722
CLEOPATRA.
Vorlage S. 702
723
O wohl geteilte Stimmung! O bemerk' ihn, Charmion!
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724
Bemerk' ihn, Charmion, welch ein Mann! O merk' ihn!
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725
Er war nicht ernst, denn die wollt' er beglänzen,
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726
Die heiter sind durch ihn: er war nicht munter:
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727
Dies schien zu sagen, sein Erinnern weile
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728
Mit seiner Lust hier: sondern zwischen beiden.
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729
O himmlische Vermischung! Ernst und munter,
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730
Das Äußerste von beiden steht dir so,
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731
Wie keinem Manne sonst. – Trafst du die Boten?
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732
ALEXAS.
Vorlage S. 702
733
Ja, Fürstin, zwanzig auf demselben Wege;
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734
Warum so dicht?
Vorlage S. 702
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CLEOPATRA.
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Wer an dem Tag geboren,
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Wo ich vergaß an Marc Anton zu schreiben,
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Der sterb' als Bettler! – Papier und Tinte, Charmion! –
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Willkommen, mein Alexas! – Sag mir, Charmion,
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Liebt' ich je Cäsarn so?
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CHARMION.
Vorlage S. 702
742
Du edler Cäsar!
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CLEOPATRA.
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Erstick', wenn du den Ausruf wiederholst!
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Sprich, edler Marc Anton!
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746
CHARMION.
Vorlage S. 703
747
Der tapfre Cäsar! –
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CLEOPATRA.
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749
Bei Isis, deine Zähne werden bluten,
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Wenn du mit Cäsarn irgend noch vergleichst
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Den ersten aller Männer!
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CHARMION.
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753
Mit Vergunst,
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Ich sing' in Euerm Tone.
Vorlage S. 703
755
CLEOPATRA.
Vorlage S. 703
756
Meine Milchzeit,
Vorlage S. 703
757
Als mein Verstand noch grün! – Du kaltes Herz,
Vorlage S. 703
758
Das noch wie damals fühlt! Doch eile nun;
Vorlage S. 703
759
Ein stündlich wiederholtes Liebeswort
Vorlage S. 703
760
Grüß' ihn von mir, entvölkr' ich auch Ägypten!
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761
Alle ab.
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Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

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Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Einzig dein, und ganz allein! – Zu Nacht durchwandern …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »weil« in diesem Textausschnitt? »Ins Gegenteil: gut ist sie nun, weil tot:«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗

4. Welcher Ausschnitt enthält eine ausdrückliche Verneinung oder einen Ausschluss? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗

5. Was bedeutet »unwillkürlich« in diesem Ausschnitt? »Doch denk' ich, hegt er Nicht so viel Sünde, all sein Gut zu schwärzen: – Denn seine Fehler, wie die Sterne, glänzen Heller in schwarzer Nacht: sind angestammt Mehr als erworben: unwillkürlich mehr, Als freie Wahl.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Erschüttert auch dein Schwur der Götter Thron,« B: »Zuzeiten, wenn er nicht Antonius ist, Entzieht sich ihm die große, würd'ge Haltung, Die stets ihn sollte schmücken.« C: »Wer strandet – nie zuvor der Liebe wert –, Teuer erscheint, wenn man ihn mißt: der Haufe, Gleich einer Flagg' umtreibend in der Strömung, Schwimmt vor, zurück, die Wechselfluten geißelnd,«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗

9. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Nicht fliehn mag aus Ägypten. – Kannst du lieben?«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Ordne diese Textstelle in den Zusammenhang ein: »zum Fächer worden und zum Blas'balg,«. Was geschieht oder wird hier besprochen? Erkläre in drei bis fünf Sätzen auch, was davor und danach wichtig ist.

Impulse zur Selbstprüfung

Lies die verlinkte Stelle mit ihrer Umgebung. Trenne ausdrücklich Gesagtes von Vermutungen.

  • Situation oder Gedanke verständlich erklärt
  • Mindestens ein passender Textbeleg
  • Eigene Formulierungen statt bloßer Abschrift
Textstelle nachlesen ↗

2. Vergleiche die beiden Ausschnitte: »zum Fächer worden und zum Blas'balg,« und »Nicht fliehn mag aus Ägypten. – Kannst du lieben?«. Welche Entwicklung, Gemeinsamkeit oder Spannung erkennst du? Begründe mit beiden Textstellen.

Impulse zur Selbstprüfung

Auch eine gleichbleibende Haltung ist ein mögliches Ergebnis. Erfinde keine Entwicklung, wenn sie sich aus dem Text nicht belegen lässt.

  • Beide Ausschnitte im Zusammenhang gelesen
  • Eine Gemeinsamkeit oder einen Unterschied erläutert
  • Deutung und wörtlichen Beleg unterschieden
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

3. Untersuche die sprachliche Wirkung dieses Ausschnitts: »auch nicht schützt vor Torheit«. Wähle ein auffälliges Wort, ein Bild oder eine Formulierung. Erkläre seine Wirkung und begründe eine mögliche andere Lesart.

Impulse zur Selbstprüfung

Es gibt nicht nur eine richtige Interpretation. Prüfe beide Lesarten am Kapitel und benenne, was offen bleibt.

  • Sprachliches Merkmal am Wortlaut benannt
  • Wirkung als begründete Deutung formuliert
  • Alternative Lesart oder Grenze der Deutung erklärt
Textstelle nachlesen ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Nein, dieser Liebeswahnsinn unsres Feldherrn«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Die Gleichheit zweier heim'schen Mächte zeugt«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Grüß' ihn von mir, entvölkr' ich auch Ägypten!«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
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Ausgabe, Herkunft und Rechte

Autor und namentlich belegte Übersetzung sind nach den geprüften Lebensdaten in Deutschland gemeinfrei. TextGrid und www.editura.de stellen Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE bereit.

Antonius und Cleopatra

William Shakespeare: Sämtliche Werke in vier Bänden. Band 4, Herausgegeben von Anselm Schlösser. Berlin: Aufbau, 1975. Shakespeare, William 686- Berlin

Das Werk Antonius und Cleopatra von Shakespeare, William ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; underlying texts public domain per source Lizenz

Originalsprache · Englisch

Englischer Originaltext in der digitalen Project-Gutenberg-Ausgabe. Die Vorlage nennt keine historische Druckausgabe. Unterschiedliche Bühnenfassungen, Szenenteilungen und historische Übersetzungen können voneinander abweichen. Keine Behauptung einer Erstfassung oder zeilengetreuen Entsprechung. Wortlaut, Rechtschreibung und Interpunktion dieser Quelle bleiben erhalten; nur HTML-Layout wird in Lesetext übertragen.

William Shakespeare: Antony and Cleopatra. Project Gutenberg eBook 1534. Originalsprache Englisch; digitale Quelle unverändert archiviert.

Autorschaft und Ausgabe: William Shakespeare

Originaltext und Ausgabe ↗ · Project Gutenberg · Lizenz und Nutzungsbedingungen

Die Fassungen folgen den jeweils angegebenen Quellen; ihre Gliederung kann abweichen.

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.