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Buch - Albert und Albertine - Unger, Friederike Helene

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Originalwerk · Lesefassung

Albert und Albertine

Unger, Friederike Helene · 1751–1804

Albert und Albertine von Unger, Friederike Helene. Volltext der angegebenen Ausgabe mit textbezogenen Leseaufgaben.

RomanKlasse 9–10 · 11–1335 Abschnitte
Kontextbild zum Schreiben mit der Feder; keine Abbildung aus dem Werk und kein persönlicher Gegenstand der Autorin.
Schreibfeder und Tintenfass – Kontextbild — Kontextbild zum Schreiben mit der Feder; keine Abbildung aus dem Werk und kein persönlicher Gegenstand der Autorin. · Jonathunder · CC BY-SA 3.0 Bildquelle ↗
Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und Wertvorstellungen im Unterricht einordnen.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Abschnitt 3 von 35

1. Kapitel

1
Erstes Kapitel
Vorlage S. 3
2
Vergebens hatte Albertine am Ufer des Baches Gras und Gesträuch durchsucht; nirgend, nirgend war der werthe Ring zu finden. »Er ist verloren,« rief sie schmerzlich. Die Abendsonne röthete ihr Gesicht und ließ eine Träne der Beängstigung sichtbar werden.
Vorlage S. 3
3
Traurig ließ sie sich am Ufer des Baches nieder, das zarte Händchen auf ein Polster von Moos stützend. Plötzlich fiel, unfern von ihr, ein Schuss im Schilf; sie sprang auf. Eine männliche Stimme rief voll Entsetzen: Herr Jesus! und in dem Augenblick stand ein junger, schöner, stattlicher Jäger vor Albertinen.
Vorlage S. 3
4
Albert hatte an dem Geräusch vernommen, dass sich da, wo er nur Enten vermuthete, etwas viel Besseres in seiner Schußlinie befände. Rasch warf er die Flinte von sich und eilte der Stelle zu.
Vorlage S. 3
5
Über alle Beschreibung überraschte ihn die Gegenwart des reizvollen jungen Mädchens, das er, dem schlichten anspruchlosen Anzuge nach, für ein gewöhnliches Landmädchen gehalten hätte, wenn der edle hohe Anstand der schönen Gestalt und die Fülle von Geist aus dem dunkelblauen Auge, ihn nicht eines andern belehrt hätte.
Vorlage S. 3
6
Im ersten Momente glaubte Albert, ein leichtes Gespräch anknüpfen zu können. Jetzt aber schämte er sich so, dass er sich nur in Alltagsformeln über den Schrecken auszubreiten wusste, den ihr sein Schuss verursacht haben musste.
Vorlage S. 3
7
»So leicht erschrecke ich nicht,« antwortete Albertine ganz unbefangen; »ich schieße zum Scherz wohl selbst zuweilen ein Gewehr ab.«
Vorlage S. 3
Kontextbild zum Schreiben mit der Feder; keine Abbildung aus dem Werk und kein persönlicher Gegenstand der Autorin.
Kontextbild zum Werk. Schreibfeder und Tintenfass – Kontextbild — Kontextbild zum Schreiben mit der Feder; keine Abbildung aus dem Werk und kein persönlicher Gegenstand der Autorin. · Jonathunder · CC BY-SA 3.0 Bildquelle ↗
8
Jetzt bückte sie sich, und begann von neuem den Ring zu suchen. Albert bückte sich und suchte emsig mit, ohne zu wissen was? »Was suchen denn Sie?« fragte Albertine lächelnd. Albert sahe ihr ins Auge und lächelte beschämt. Nun erzählte sie, dass sie am frühen Morgen hier mit einer Freundin gewesen sei, Kräuter zu suchen, wobei sie einen Ring verloren habe, welchen sie erst nachher vermisste.
Vorlage S. 3
9
»Der Ring ist von großem Werth?« sagte Albert. »Für mich von unsäglichem,« erwiederte Albertine lebhaft. »Ein Haargeflecht von ganz so schönem glänzend blondem Haar, als das Ihrige ist, umschlingt ihn.« Hier zeigte sie mit kindlicher Unschulds Geberde auf Alberts volle blonde Locken, die seine schöne weiße Stirn umflossen.
Vorlage S. 4
10
Albert erröthete. Gewiss ein Pfand der Liebe, dass sie der Ring so kümmert, dachte er mit einigem Unmuthe. Doch war er zu delicat, irgend eine Bemerkung der Art laut werden zu lassen. Der reine Ausdruck ihres unschuldvollen Gemüthes gebot ihm Ehrfurcht. Daher keine Frage um Stand und Namen. Auch Albertine fragte nicht darnach; ihr war es genug, er war liebenswürdig und bescheiden; auch hatte der reine Tenor seiner biegsamen Stimme, schon leise zu seinem Besten bei ihr gesprochen. Zutraunsvoll legte sie ihren Arm in den seinigen, als sie sich wegbegeben wollte, wobei sie ungezwungen äusserte, ihrem Onkel, der gern Gesellschaft bei sich sähe, würde seine Bekanntschaft sehr angenehm sein.
Vorlage S. 4
11
Unterweges sprach Albert von den Vorzügen des Landlebens. Albertine drückte sich mit Wärme über Naturgenuß aus; doch gestand sie freimüthig, das fortwährende Landleben habe ihr Langeweile gemacht, deshalb habe sie ihren Bruder verlassen und sich zu ihrem Onkel begeben, der nur die Sommermonate auf seinem Landsitze zubringe.
Vorlage S. 5
12
Alberten gefiel dies offene Geständniß, je seltener es war; weil mehrentheils die entschiedensten Weltfrauen sich für die Stille des Landlebens zu erklären affectiren, die dann freilich ihrer erschlafften Existenz durch Landluft und Badecur neue Spannung, zum Vollgenuß des bunten Weltlebens verschaffen müssen.
Vorlage S. 5
13
Schon schwebte Alberten eine Artigkeit hierüber auf der Zunge, doch hielt er sie zurück, als er Albertinen sich über so mancherlei, so sinnig und gehaltreich auslassen hörte; er würde sich ihr gegen über mit irgend einer Stutzer Galanterie, unbeschreiblich fade erschienen sein. So wie sich ihm mit jedem ihrer Worte, neue Schönheiten ihrer geistvollen Bildung entwickelten, wurde sie ihm interessanter. Der lange Weg längs der duftenden Wiese und durch das kleine Buchenwäldchen, dünkte ihm gar zu kurz, als sie an Albertinens Wohnort, einem geschmackvollen einladenden Landhause angekommen waren.
Vorlage S. 6

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Traurig ließ sie sich am Ufer des Baches nieder, …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

2. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Albert hatte an dem Geräusch vernommen, dass sich da, wo er nur Enten […], etwas viel Besseres in seiner Schußlinie befände.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »deshalb« in diesem Textausschnitt? »Albertine drückte sich mit Wärme über Naturgenuß aus; doch gestand sie freimüthig, das fortwährende Landleben habe ihr Langeweile gemacht, deshalb habe sie ihren Bruder verlassen und sich zu ihrem Onkel begeben, der nur die Sommermonate auf seinem Landsitze zubringe.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗

4. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »weil« in diesem Textausschnitt? »Alberten gefiel dies offene Geständniß, je seltener es war; weil mehrentheils die entschiedensten Weltfrauen sich für die Stille des Landlebens zu erklären affectiren, die dann freilich ihrer erschlafften Existenz durch Landluft und Badecur neue Spannung, zum Vollgenuß des bunten Weltlebens verschaffen müssen.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle nachlesen ↗

5. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »»Was suchen denn Sie?« fragte […] lächelnd.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Plötzlich fiel, unfern von ihr, ein Schuss im Schilf; sie sprang auf.« B: »Albert bückte sich und suchte emsig mit, ohne zu wissen was?« C: »Der reine Ausdruck ihres unschuldvollen Gemüthes gebot ihm Ehrfurcht.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Gewiss ein Pfand der Liebe, dass sie der …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

8. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Der reine Ausdruck ihres […] Gemüthes gebot ihm Ehrfurcht.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

9. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Zutraunsvoll legte sie ihren Arm in den seinigen, als sie sich wegbegeben …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

10. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Vergebens hatte Albertine am Ufer des Baches Gras und Gesträuch […]; nirgend, nirgend war der werthe Ring zu finden.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Lies den Abschnittsbeginn: »Vergebens hatte Albertine am Ufer des Baches Gras und Gesträuch durchsucht; nirgend, nirgend war der werthe Ring zu finden. »Er ist verloren,« rief sie schmerzlich. Die Abendsonne röthete ihr Gesicht und ließ […]« Welche Informationen sind hier bereits sicher, und welche Frage bleibt für dich offen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne zwei Informationen, die sich tatsächlich aus dieser Passage ableiten lassen.
  • Trenne eine eigene Frage oder Vermutung klar vom Textbefund.
Textstelle nachlesen ↗

2. Fasse diese Textstelle in eigenen Worten zusammen: »Im ersten Momente glaubte Albert, ein leichtes Gespräch anknüpfen zu können. Jetzt aber schämte er sich so, dass er sich nur in Alltagsformeln über den Schrecken auszubreiten wusste, den ihr sein Schuss […]« Was ist für ihr Verständnis besonders wichtig?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Gib die zentrale Aussage oder Situation wieder, ohne etwas hinzuzuerfinden.
  • Nenne eine Einzelheit aus der Passage, auf die sich deine Zusammenfassung stützt.
Textstelle nachlesen ↗

3. Prüfe, ob es in dieser Passage um Nähe oder Gefühle geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Albert erröthete. Gewiss ein Pfand der Liebe, dass sie der Ring so kümmert, dachte er mit einigem Unmuthe. Doch war er zu delicat, irgend eine Bemerkung der Art laut werden zu lassen. Der reine Ausdruck ihres unschuldvollen Gemüthes gebot […]«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle nachlesen ↗

4. Prüfe, ob es in dieser Passage um Beziehungen zwischen Figuren geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »[…] Landleben habe ihr Langeweile gemacht, deshalb habe sie ihren Bruder verlassen und sich zu ihrem Onkel begeben, der nur die Sommermonate auf seinem Landsitze zubringe.«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle nachlesen ↗

5. Welche zwei Wörter dieser Passage hältst du für besonders wichtig? Begründe deine Auswahl. »Jetzt bückte sie sich, und begann von neuem den Ring zu suchen. Albert bückte sich und suchte emsig mit, ohne zu wissen was? »Was suchen denn Sie?« fragte Albertine lächelnd. Albert sahe ihr ins Auge und […]«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Zitiere beide Wörter genau.
  • Erkläre ihre Bedeutung im Zusammenhang und begründe deine Auswahl.
Textstelle nachlesen ↗

6. Welche Information in dieser Passage solltest du dir für das Weiterlesen merken? »»So leicht erschrecke ich nicht,« antwortete Albertine ganz unbefangen; »ich schieße zum Scherz wohl selbst zuweilen ein Gewehr ab.««

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Formuliere eine konkrete Information aus dem Text.
  • Erkläre, warum sie für dein Verständnis wichtig sein könnte; kennzeichne Vermutungen.
Textstelle nachlesen ↗

7. Vergleiche diese beiden Stellen: »Im ersten Momente glaubte Albert, ein leichtes Gespräch anknüpfen zu können. Jetzt aber schämte er sich so, dass er sich nur in […]« und »Albert erröthete. Gewiss ein Pfand der Liebe, dass sie der Ring so kümmert, dachte er mit einigem Unmuthe. Doch war er zu delicat, […]«. Welche Gemeinsamkeit oder welchen Unterschied kannst du am Wortlaut zeigen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne eine nachvollziehbare Gemeinsamkeit oder einen Unterschied.
  • Belege beide Seiten des Vergleichs; unterstelle keine Entwicklung, die der Text nicht zeigt.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

8. Am Abschnittsende steht: »Schon schwebte Alberten eine Artigkeit hierüber auf der Zunge, doch hielt er sie zurück, als er Albertinen sich über so mancherlei, so sinnig und gehaltreich auslassen hörte; er würde sich ihr gegen über mit […]« Was ist hier geklärt, und was bleibt offen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf den Schluss dieses Abschnitts, nicht auf dein Vorwissen über das ganze Werk.
  • Falls die Stelle nichts eindeutig klärt, begründe auch das mit dem Text.
Textstelle nachlesen ↗

9. Prüfe deinen ersten Leseeindruck an Anfang und Ende: »Vergebens hatte Albertine am Ufer des Baches Gras und Gesträuch durchsucht; nirgend, nirgend war der werthe […]« / »Schon schwebte Alberten eine Artigkeit hierüber auf der Zunge, doch hielt er sie zurück, als er Albertinen […]«. Würdest du deine erste Einschätzung jetzt verändern? Begründe.

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne deine ursprüngliche Einschätzung oder Leseerwartung.
  • Verwende mindestens einen Textbeleg für deine jetzige Einschätzung.
  • Sowohl eine veränderte als auch eine bestätigte Einschätzung ist möglich.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Vergebens hatte Albertine am Ufer des Baches Gras und Gesträuch durchsucht; nirgend, nirgend war der werthe Ring zu finden.«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
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Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Albert sahe ihr ins Auge und lächelte beschämt.«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
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Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Der lange Weg längs der duftenden Wiese und durch das kleine Buchenwäldchen, dünkte ihm gar zu kurz, als sie an Albertinens Wohnort, einem geschmackvollen einladenden Landhause angekommen waren.«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
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Ausgabe, Herkunft und Rechte

Originalautor vor 1956 verstorben. TextGrid kennzeichnet die zugrunde liegenden reinen Texte als gemeinfrei; Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE mit Namensnennung TextGrid und www.editura.de. Das Werk Albert und Albertine von Unger, Friederike Helene ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de, und wird unter der Creative Commons Lizenz Namensnennung 3.0 Deutschland veröffentlicht. Der zugrunde liegende literarische Reintext ist gemeinfrei. TextGrid wurde vom BMBF gefördert (Förderkennzeichen 01UG1203A).

Die Extraktion erfasst alle Textpositionen der gelieferten Quelldatei; dies ersetzt keinen vollständigen Vergleich mit dem historischen Druck. Offene Kapitelaufgaben dienen der Selbstprüfung und sind keine automatisch bewertete Interpretation.

Albert und Albertine

Friederike Helene Unger: Albert und Albertine, Berlin: Johann Friedrich Unger, 1804. Unger, Friederike Helene 1- Berlin

Das Werk Albert und Albertine von Unger, Friederike Helene ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; reine Originaltexte gemeinfrei Lizenz

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.