Bohren Senken Reiben und Gewinde – Drehzahl und Vorschub beim Bohren berechnen
Bohren Senken Reiben und Gewinde – Drehzahl und Vorschub beim Bohren berechnen
Kurzbeschreibung: Schnittgeschwindigkeit und Werkzeugdurchmesser bestimmen die erforderliche Drehzahl. Aus Drehzahl und Vorschub pro Umdrehung ergibt sich die Vorschubgeschwindigkeit.
Zielgruppe: Ausbildung in Metalltechnik, Fertigungsmechanik, Zerspanungstechnik und verwandten Berufen.
Sicherheitsgrenze dieses Kurses: Alle praktischen Werkstattarbeiten dürfen nur nach betrieblicher Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung, konkreter Arbeits- und Maschinenfreigabe sowie unter zuständiger Aufsicht durchgeführt werden. Dieser Kurs ist eine Lern- und Planungshilfe und erteilt keine Arbeitsfreigabe. Herstellerangaben, Betriebsanweisungen und betriebliche Vorgaben gehen den hier verwendeten Übungswerten vor.

Lernziele
Nach dem Kurs kannst Du:
- Schnittgeschwindigkeit und Werkzeugdurchmesser in der Drehzahlformel richtig einsetzen.
- Drehzahl n aus vc und d berechnen.
- Vorschubgeschwindigkeit vf aus n und f berechnen.
- Bohren, Senken, Reiben und Gewindebohren funktional unterscheiden.
- Rechenwerte von freigegebenen Maschinenstufen unterscheiden und vf nach einer Drehzahlanpassung neu bestimmen.
- erkennen, wann technische Daten fehlen und deshalb keine belastbare Prozessentscheidung möglich ist.
- Sicherheits- und Freigabeschritte von der reinen Parameterrechnung trennen.
Ausbildungsfall: Montageplatte planen
Du bereitest nur die Fertigungsplanung für eine Montageplatte vor. Drei Merkmale sollen später in einer freigegebenen Werkstattumgebung hergestellt werden:
| Merkmal | Geplanter Prozess | Lernziel |
|---|---|---|
| A: Durchgangsbohrung Ø 10 mm | Bohren | n und vf berechnen |
| B: Passbohrung Ø 10 H7 | Vorbohren Ø 9,8 mm, danach Reiben Ø 10 mm | Bearbeitungsfolge und neue Schnittwerte verstehen |
| C: Innengewinde M10 × 1,5 | Kernloch Ø 8,5 mm, Kante senken, Gewinde herstellen | Zusammenhang zwischen n, Gewindesteigung P und vf verstehen |
Wichtig: Die folgenden Werte sind didaktische Simulationswerte und keine allgemeingültigen Einstelldaten. Für reale Arbeiten müssen Werkstoff, Schneidstoff, Beschichtung, Werkzeugausführung, Kühlschmierung, Maschine, Spannung und Herstellerdaten geprüft und freigegeben werden.
Lernpfad in kurzen Einheiten
| Einheit | Fokus | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Werkzeuge und Bewegungen | Verfahren erkennen |
| 2 | Drehzahl berechnen | n aus vc und d |
| 3 | Vorschub berechnen | vf aus n und f |
| 4 | Senken | effektiven Durchmesser beachten |
| 5 | Reiben | eigene Schnittwerte verwenden |
| 6 | Gewindebohren | vf aus n und P |
Einheit 1: Werkzeuge und Bewegungen
Beim Bohren entsteht eine zylindrische Bohrung durch Schnitt- und Vorschubbewegung. Die Schnittgeschwindigkeit ist am Werkzeugumfang am größten und fällt zur Werkzeugmitte hin ab.

Beobachtungsauftrag: Zeige am Bild Werkzeug, Werkstück, mögliche Vorschubrichtung und den Bereich des größten Werkzeugdurchmessers.
Videoauftrag: Notiere nur drei Beobachtungen: Werkzeugbewegung, Spanbildung, Kühlschmierstoff. Übertrage keine gezeigten Parameter ungeprüft auf eine reale Maschine.
Ablaufanimation 1: Relativbewegung beim Bohren

Beobachtungsauftrag: In dieser Aufnahme dreht das Werkstück statt des Bohrers. Erkläre, warum trotzdem eine Schnittbewegung zwischen Schneide und Werkstück entsteht. Die Animation dient nur der Bewegungsanalyse, nicht als Arbeitsanweisung.
Ablaufanimation 2: Bohrfutter schließen

Beobachtungsauftrag: Beschreibe, welche Spannbewegung sichtbar wird. Eine reale Werkzeugspannung darf nur nach Unterweisung und gemäß Maschinen- und Werkzeugvorgaben erfolgen.
Bohren, Senken, Reiben, Gewinde – kurz unterschieden
| Verfahren | Kurzfunktion | Typisches Werkzeug |
|---|---|---|
| Bohren | Bohrung erzeugen | Spiralbohrer |
| Senken | vorhandenen Bohrungseingang bearbeiten | Kegelsenker |
| Reiben | vorbearbeitete Bohrung feinbearbeiten | Reibahle |
| Gewindebohren | Innengewinde erzeugen | Gewindebohrer |
Einheit 2: Drehzahl beim Bohren berechnen
Grundformel:
n = (1000 · vc) / (π · d)
| Zeichen | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| vc | Schnittgeschwindigkeit | m/min |
| d | Werkzeugdurchmesser | mm |
| n | Drehzahl | 1/min |
Merksatz: Bei gleicher Schnittgeschwindigkeit gilt: größerer Durchmesser → kleinere Drehzahl.
Rechenbeispiel: Bohrung Ø 10 mm
Didaktische Simulationswerte: vc = 24 m/min, d = 10 mm.
n = (1000 · 24) / (π · 10) ≈ 764 1/min
Für eine reine Simulation wird anschließend eine angenommene freigegebene Maschinenstufe von 750 1/min verwendet.
Arbeitsauftrag: Rechne das Ergebnis selbst nach und markiere getrennt:
- rechnerische Drehzahl: 764 1/min
- angenommene Simulationsstufe: 750 1/min
Einheit 3: Vorschub beim Bohren berechnen
Für Bohren mit Vorschub f pro Umdrehung:
vf = n · f
| Zeichen | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| f | Vorschub pro Umdrehung | mm/U |
| vf | Vorschubgeschwindigkeit | mm/min |
Mit n = 750 1/min und dem didaktischen Simulationswert f = 0,16 mm/U:
vf = 750 · 0,16 = 120 mm/min
Entscheidender Punkt: Wird die Drehzahl auf eine zulässige Maschinenstufe geändert, wird vf mit der tatsächlich verwendeten Drehzahl neu berechnet.
Kurzcheck: typische Rechenfehler
| Fehler | Prüffrage | Begründetes Feedback |
|---|---|---|
| 24 statt 24 000 im Zähler | Wurde m in mm berücksichtigt? | Der Faktor 1000 stellt die Einheitenbeziehung zwischen m und mm her. |
| d im Zähler | Wird bei größerem d die Drehzahl kleiner? | Bei konstantem vc muss n mit wachsendem d sinken. |
| vf mit der alten Drehzahl berechnet | Welche Drehzahl wird wirklich simuliert? | vf muss zu der verwendeten Drehzahl passen. |
| Herstellerwert als Universalwert behandelt | Für welchen Werkstoff und welches Werkzeug gilt der Wert? | Schnittwerte sind prozess- und werkzeugabhängig. |
Einheit 4: Senken
Beim Senken wird eine bereits vorhandene Bohrung am Eingang bearbeitet, zum Beispiel für eine Schraubenkopfform oder zum Entgraten.


Arbeitsauftrag zur Simulation: Verwende ausschließlich für diese Lernrechnung vc = 12 m/min, effektiver Durchmesser d = 11 mm und f = 0,08 mm/U.
n = (1000 · 12) / (π · 11) ≈ 347 1/min
Angenommene Simulationsstufe: 350 1/min.
vf = 350 · 0,08 = 28 mm/min
Feedback: Beim Senken muss der für die Berechnung relevante Durchmesser zur tatsächlichen Werkzeuggeometrie und Bearbeitungssituation passen. Reale Werte werden aus freigegebenen Hersteller- oder Betriebsdaten übernommen.
Einheit 5: Reiben
Reiben ist die Feinbearbeitung einer vorbearbeiteten Bohrung. Es kann Maß-, Form- und Oberflächenqualität verbessern. Eine Reibahle folgt jedoch weitgehend der vorhandenen Bohrung und ist kein Werkzeug, um eine deutlich falsch positionierte Bohrung einfach zu „verschieben“.

Arbeitsauftrag zur Simulation: Für die Passbohrung B gilt nur im Lernfall: d = 10 mm, vc = 8 m/min, f = 0,25 mm/U.
n = (1000 · 8) / (π · 10) ≈ 255 1/min
Angenommene Simulationsstufe: 250 1/min.
vf = 250 · 0,25 = 62,5 mm/min
Feedback: Für Reiben werden eigene, zum Reibwerkzeug passende Schnittwerte benötigt. Werte aus dem vorherigen Bohren werden nicht automatisch übernommen.
Einheit 6: Gewindebohren
Beim Gewindebohren schneidet oder formt ein geeignetes Werkzeug ein Innengewinde. Für die Lernrechnung betrachten wir synchrones Gewindebohren.


Beim synchronen Gewindebohren entspricht der axiale Weg pro Werkzeugumdrehung der Gewindesteigung P:
vf = n · P
Für M10 × 1,5 gilt P = 1,5 mm.
Didaktische Simulation: vc = 8 m/min, Bezugsdurchmesser d = 10 mm.
n = (1000 · 8) / (π · 10) ≈ 255 1/min
Angenommene Simulationsstufe: 250 1/min.
vf = 250 · 1,5 = 375 mm/min
Feedback: Die Vorschubkopplung ist beim Gewindebohren entscheidend. Reale Steuerungsart, Werkzeugtyp, Kernloch, Gewindetoleranz und Herstellerangaben müssen vor einer praktischen Ausführung eindeutig feststehen.
Sichere Fertigungssimulationen
Die folgenden Aufgaben sind Offline-Simulationen ohne Maschinenstart.
Simulation A: Rechenkarte
Arbeitsauftrag: Berechne für die Durchgangsbohrung A mit vc = 24 m/min, d = 10 mm und f = 0,16 mm/U zuerst n. Verwende danach die vorgegebene Simulationsstufe 750 1/min und berechne vf.
Sollkontrolle: n ≈ 764 1/min; vf = 120 mm/min.
Begründetes Feedback: Wer mit 764 1/min direkt vf berechnet, beherrscht die Formel, hat aber die zweite Planungsstufe noch nicht berücksichtigt. Nach einer Stufenwahl muss mit der gewählten Drehzahl weitergerechnet werden.
Simulation B: Kernloch für M10 × 1,5
Für diesen Lernfall ist d = 8,5 mm, vc = 24 m/min und f = 0,14 mm/U vorgegeben.
Arbeitsauftrag: Berechne n und anschließend vf für die vorgegebene Simulationsstufe 900 1/min.
Sollkontrolle: n ≈ 899 1/min; vf = 126 mm/min.
Begründetes Feedback: Das Ergebnis zeigt, dass derselbe vc-Wert bei kleinerem Durchmesser zu einer höheren Drehzahl führt.
Simulation C: Fehlerfall erkennen
Jemand trägt für d = 10 mm eine Drehzahl von 2400 1/min ein. Der Lernfall verlangt vc = 24 m/min.
Arbeitsauftrag: Berechne die tatsächlich entstehende Schnittgeschwindigkeit:
vc = (π · d · n) / 1000
Sollkontrolle: vc ≈ 75,4 m/min.
Begründetes Feedback: 75,4 m/min liegt weit über dem im Lernfall vorgesehenen Wert von 24 m/min. Die Eingabe wird deshalb in der Simulation gestoppt und geklärt. Daraus folgt keine Aussage darüber, ob 75,4 m/min für irgendein anderes reales Werkzeug zulässig wäre.
Simulation D: Freigabelogik
Arbeitsauftrag: Ordne die Karten in eine sichere Planungsreihenfolge:
Werkstoff eindeutig → Werkzeug eindeutig → Hersteller-/Betriebsdaten prüfen → n berechnen → zulässige Maschinenstufe prüfen → vf neu berechnen → Unterweisung und Gefährdungsbeurteilung prüfen → konkrete Freigabe durch zuständige Stelle → erst dann gegebenenfalls praktische Durchführung.
Begründetes Feedback: Eine korrekte Rechnung ist nur ein Teil der Fertigungsplanung. Sie ersetzt weder die Gefährdungsbeurteilung noch die betriebliche Freigabe.
Gestufte Hilfen
Hilfe 1: Was ist gesucht?
Markiere zuerst die Zielgröße: n oder vf.
Hilfe 2: Einheiten prüfen
vc in m/min, d in mm, n in 1/min, f in mm/U, vf in mm/min.
Hilfe 3: Formel einsetzen
Drehzahl: n = (1000 · vc) / (π · d)
Vorschubgeschwindigkeit: vf = n · f
Synchrones Gewindebohren: vf = n · P
Hilfe 4: Plausibilität
Bei gleichem vc muss ein größerer Durchmesser eine kleinere Drehzahl ergeben. Nach Änderung der Drehzahl muss vf neu geprüft werden.
Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben
Basisaufgaben
- Drehzahl berechnen: Berechne n für vc = 20 m/min und d = 8 mm. Feedback: n ≈ 796 1/min. Ein Ergebnis um 80 1/min deutet meist auf einen fehlenden Faktor 1000 oder eine falsche Stellenwertrechnung hin.
- Vorschub berechnen: Berechne vf für n = 800 1/min und f = 0,12 mm/U. Feedback: vf = 96 mm/min. Die Einheit entsteht aus U/min · mm/U = mm/min.
- Einheiten prüfen: Erkläre, warum d in mm in der Formel mit dem Faktor 1000 kombiniert wird. Feedback: vc liegt in m/min vor; für eine konsistente Rechnung wird die Meter-Millimeter-Beziehung berücksichtigt.
Anwendungsaufgaben
- Maschinenstufe: Du berechnest 796 1/min, die freigegebene Simulationsstufe lautet 780 1/min. Berechne vf bei f = 0,12 mm/U. Feedback: 93,6 mm/min. Die neue Drehzahl ist die Grundlage für die weitere Rechnung.
- Reiben planen: Begründe, warum für das Reiben nach dem Vorbohren neue Prozesswerte benötigt werden. Feedback: Werkzeug, Eingriff und Qualitätsziel unterscheiden sich; Bohrwerte dürfen nicht automatisch übernommen werden.
- Gewinde koppeln: Berechne bei n = 300 1/min und P = 1,25 mm die synchrone Vorschubgeschwindigkeit. Feedback: 375 mm/min. Die Gewindesteigung bestimmt den axialen Weg pro Umdrehung.
Transferaufgaben
- Parametervergleich: Zwei Bohrer mit 6 mm und 12 mm Durchmesser sollen mit demselben vc arbeiten. Vergleiche die Drehzahlen ohne konkrete Zahlen. Feedback: Der 6-mm-Bohrer benötigt die doppelte Drehzahl des 12-mm-Bohrers, weil n umgekehrt proportional zu d ist.
- Fehlerdiagnose: Eine Rechnung ist mathematisch richtig, aber Werkstoff und Werkzeugausführung sind unbekannt. Darf daraus eine reale Maschineneinstellung abgeleitet werden? Feedback: Nein. Ohne passende Prozessdaten und Freigabe fehlt die technische Grundlage.
- Prozesskette: Erkläre, warum eine falsche Vorbohrung die Qualität beim Reiben beeinflussen kann. Feedback: Die Reibahle folgt der vorhandenen Bohrung weitgehend; Lage- oder grobe Formfehler der Vorbearbeitung können nicht beliebig korrigiert werden.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Formel berechnet die Drehzahl n aus Schnittgeschwindigkeit vc und Werkzeugdurchmesser d? (n = 1000 · vc / π · d) (!n = vc · d / 1000) (!n = 1000 · d / vc) (!n = vc / f)
In welcher Einheit wird die Schnittgeschwindigkeit vc in diesem Kurs verwendet? (m/min) (!mm/U) (!1/min) (!mm/min)
In welcher Einheit wird der Vorschub pro Umdrehung f angegeben? (mm/U) (!m/min) (!1/min) (!mm/min)
Wie wird die Vorschubgeschwindigkeit vf beim Bohren berechnet? (vf = n · f) (!vf = n / f) (!vf = vc · d) (!vf = d / n)
Was geschieht bei gleicher Schnittgeschwindigkeit mit der Drehzahl, wenn der Werkzeugdurchmesser größer wird? (Die Drehzahl wird kleiner) (!Die Drehzahl wird größer) (!Die Drehzahl bleibt immer gleich) (!Die Drehzahl wird null)
Wozu dient Reiben typischerweise? (Zur Feinbearbeitung einer vorbearbeiteten Bohrung) (!Zum Trennen eines Blechs) (!Zum Fräsen einer Nut) (!Zum Schweißen einer Verbindung)
Was beschreibt Senken in diesem Kurs? (Das Bearbeiten des Eingangs einer vorhandenen Bohrung) (!Das Herstellen eines Außengewindes) (!Das Drehen einer Welle) (!Das Sägen eines Profils)
Welcher axiale Weg pro Umdrehung gilt beim synchronen Gewindebohren? (Die Gewindesteigung) (!Der Bohrerdurchmesser) (!Die Schnittgeschwindigkeit) (!Die Werkstücklänge)
Was muss nach der Wahl einer anderen simulierten Drehzahl für die Vorschubplanung geschehen? (Die Vorschubgeschwindigkeit muss mit der verwendeten Drehzahl neu berechnet werden) (!Der Werkzeugdurchmesser muss verdoppelt werden) (!Die Schnittgeschwindigkeit wird automatisch null) (!Der Vorschub kann unverändert aus jeder alten Rechnung übernommen werden)
Welche Aussage zur praktischen Werkstattarbeit ist richtig? (Sie erfolgt nur nach Unterweisung Gefährdungsbeurteilung Freigabe und zuständiger Aufsicht) (!Eine richtige Rechnung ersetzt die Arbeitsfreigabe) (!Der Kurs erlaubt selbstständige Maschinenversuche) (!Ein YouTube Video ersetzt die betriebliche Unterweisung)
Memory
| Schnittgeschwindigkeit | m pro min |
| Drehzahl | Umdrehungen pro Minute |
| Vorschub pro Umdrehung | mm pro U |
| Reibahle | Feinbearbeitung von Bohrungen |
| Kegelsenker | Bearbeitung des Bohrungseingangs |
| Gewindesteigung | axialer Weg je Umdrehung beim synchronen Gewindebohren |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Schnittgeschwindigkeit | Weg der Schneide am Umfang pro Zeit |
| Werkzeugdurchmesser | Größe im Nenner der Drehzahlformel |
| Drehzahl | Umdrehungen des Werkzeugs pro Minute |
| Vorschub | axialer Weg pro Umdrehung |
| Vorschubgeschwindigkeit | axialer Weg pro Minute |
Kreuzworträtsel
| Drehzahl | Welche Größe gibt die Umdrehungen pro Minute an? |
| Vorschub | Welche Größe beschreibt den axialen Weg pro Umdrehung? |
| Durchmesser | Welche Werkzeuggröße steht in der Drehzahlformel im Nenner? |
| Reibahle | Welches Werkzeug dient zur Feinbearbeitung einer vorbearbeiteten Bohrung? |
| Kegelsenker | Welches Werkzeug bearbeitet einen kegelförmigen Bohrungseingang? |
| Gewindebohrer | Welches Werkzeug erzeugt ein Innengewinde? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Formelkarte: Gestalte eine Karte mit den Formeln für n und vf sowie allen Einheiten.
- Werkzeugskizze: Zeichne Spiralbohrer, Kegelsenker, Reibahle und Gewindebohrer vereinfacht und beschrifte ihre Funktionen.
- Einheitencheck: Erstelle fünf richtige und fünf absichtlich falsche Zuordnungen von Größen und Einheiten und tausche sie mit einer Lernpartnerin oder einem Lernpartner.
- Medienanalyse: Wähle eines der eingebetteten Werkzeugbilder und markiere drei sichtbare Merkmale, die zur Identifikation des Werkzeugs beitragen.
Standard
- Ausbildungsfall berechnen: Berechne alle Simulationswerte für Bohrung A, Passbohrung B und Gewinde C nachvollziehbar in einer Tabelle.
- Fehlerprotokoll: Erfinde drei realistische Rechenfehler und erkläre jeweils, wie ein Plausibilitätscheck den Fehler sichtbar macht.
- Offline-Simulation: Lege in einer Tabellenkalkulation Eingabefelder für vc, d und f an und berechne n und vf. Nutze nur fiktive Lernwerte und keine direkte Maschinenanbindung.
- Freigabekarte: Gestalte einen Ablaufplan, der Rechnung, technische Datenprüfung, Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung, Aufsicht und Arbeitsfreigabe sichtbar trennt.
Schwer
- Durchmesser-Drehzahl-Diagramm: Erstelle für ein konstantes vc ein Diagramm mit mehreren Durchmessern und erkläre den Kurvenverlauf.
- Gewindevergleich: Vergleiche M8 × 1,25 und M10 × 1,5 bei derselben angenommenen Drehzahl hinsichtlich der synchronen Vorschubgeschwindigkeit und erkläre die Ursache.
- Fehlerkette: Entwickle ein Szenario, in dem eine falsche Vorbohrung die spätere Reibqualität beeinträchtigt, und ergänze technische sowie organisatorische Prüfpunkte.
- Quellenkritik: Vergleiche einen Werkzeughersteller, einen Zerspanungsrechner und einen Wikipedia-Artikel: Welche Quelle eignet sich für Formelverständnis, welche für konkrete Werkzeugdaten und welche nicht als alleinige Freigabegrundlage?


Lernkontrolle
- Verhältnisaufgabe: Ein 6-mm- und ein 12-mm-Bohrer sollen mit demselben vc arbeiten. Leite ohne Einsetzen eines konkreten vc das Verhältnis der erforderlichen Drehzahlen her und begründe es.
- Änderungsrechnung: Eine freigegebene Simulationsdrehzahl wird um 8 Prozent reduziert. Erkläre und berechne, wie sich vf bei konstantem f verändert.
- Prozessverständnis Reiben: Begründe, warum Reiben eine deutlich falsch liegende Bohrungsachse nicht zuverlässig korrigiert, und leite daraus eine Anforderung an die Vorbearbeitung ab.
- Gewindesynchronisation: Erkläre den Zusammenhang zwischen n, P und vf so, dass eine andere Person daraus die Vorschubgeschwindigkeit für ein beliebiges metrisches Gewinde berechnen kann.
- Freigabeentscheidung: Eine Parameterrechnung ist korrekt, aber die Werkzeugausführung ist nicht eindeutig und es liegt keine konkrete Maschinenfreigabe vor. Entscheide über den nächsten Schritt und begründe ihn.
- Datenkonflikt: Zwei Quellen nennen unterschiedliche Schnittwerte. Nenne mindestens vier Informationen, die Du prüfen musst, bevor Du die Werte fachlich vergleichen kannst.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:
- Du stellst die Drehzahlformel korrekt um und verwendest passende Einheiten.
- Du berechnest vf nach der tatsächlich vorgesehenen Drehzahl.
- Du erklärst den Einfluss des Werkzeugdurchmessers auf n.
- Du unterscheidest Bohren, Senken, Reiben und Gewindebohren fachlich.
- Du erklärst beim synchronen Gewindebohren die Beziehung vf = n · P.
- Du erkennst fehlende Prozessdaten und vermeidest unbegründete Maschinenwerte.
- Du trennst rechnerische Planung von Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung, Aufsicht und Arbeitsfreigabe.
- Du begründest Entscheidungen und Plausibilitätsprüfungen statt nur Zahlenwerte zu nennen.
Fachquellen und Medienrechte
Fachlich geprüft:
- Gühring: Schneidstoff und Bohrwerkzeuge – Zusammenhang von Schnittgeschwindigkeit, Durchmesser und Drehzahl.
- Gühring: Technischer Teil – Formeln für vc, n und Vorschubgeschwindigkeit beim Bohren.
- Hoffmann Group: Zerspanungsrechner – Berechnung von Drehzahl und Vorschubgeschwindigkeit.
- Gühring: Gewindewerkzeuge – Gewindewerkzeuge und Prozessbezug.
- Bohren, Senken und Reiben – Verfahrensübersichten und Begriffe.
Freie Wikimedia-Commons-Medien:
- Twist Drill - Basic Geometry.png – CC BY-SA 3.0.
- HSS Twist Drill into Aluminium with Lubricant.jpg – CC BY-SA 3.0 / GFDL 1.2.
- 4FlutedCountersink.jpg – CC BY-SA 2.0.
- Countersunk and counterbored holes cross-section.png – CC0.
- ReamerMachineSpiral.jpg – CC BY-SA 2.0.
- Gewindebohrer.jpg – Public Domain.
- Präzisions-Gewindebohrer-Set – CC BY 4.0.
- Drilling a gear wheel on a turning machine.gif – CC0.
- Bohrfutter beim zudrehen.gif – CC BY-SA 4.0.
Qualitätsprüfung der Animationen: Die Commons-Datei „Drilling.gif“ wurde bewusst nicht verwendet, weil die Dateibeschreibungsseite ihre Werkzeuggeometrie ausdrücklich als fachlich umstritten und für Bildungszwecke irreführend kennzeichnet.
YouTube-Medien: Eingebettet werden Veröffentlichungen der Hersteller Sandvik Coromant und Gühring. Für diese Videos wird hier keine freie OER-Lizenz behauptet. Die Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern; die Einbettung ist nicht mit einer Erlaubnis zum Kopieren, Bearbeiten oder anderweitigen Weiterveröffentlichen gleichzusetzen. Vor jeder externen Nachnutzung sind die jeweils aktuellen Plattform- und Lizenzangaben zu prüfen.
Fachlicher Vorbehalt: Konkrete Schnittwerte aus Herstellerquellen gelten nur für die dort beschriebenen Randbedingungen. Die im Kurs gerechneten Zahlen sind didaktische Simulationswerte.
OERs zum Thema
Verknüpfte Lernbereiche
aiMOOC-Projekte
MOOCwiki · Deutsch
Nach dem Lernen ist vor dem Lernen
Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.
Zur MOOCwiki-HauptseiteMediathek
Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...
Keine passenden Inhalte gefunden. Bitte ändere Suche oder Filter.
NEWSLernweltNOAH fragen