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Blechbearbeitung und Umformen – Blechhalbzeuge nach Anwendung auswählen

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Blechbearbeitung und Umformen – Blechhalbzeuge nach Anwendung auswählen

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Blechbearbeitung und Umformen – Blechhalbzeuge nach Anwendung auswählen


Einleitung

In diesem aiMOOC lernst Du, ein Blechhalbzeug für eine konkrete Fertigungsaufgabe auszuwählen. Im Mittelpunkt stehen drei Entscheidungen: Werkstoff, Blechdicke und Lieferoberfläche. Du arbeitest mit kurzen Lerneinheiten, Bildern, Ablaufanimationen, Videos und einer sicheren Fertigungssimulation.

Sicherheitsrahmen: Maschinenabläufe werden zuerst simuliert. Dieser Kurs steuert keine reale Maschine an und beschreibt keine Umgehung von Schutzeinrichtungen. Reale Arbeiten an Scheren, Pressen, Abkantpressen oder anderen Umformmaschinen erfolgen nur nach betrieblicher Freigabe, Unterweisung und unter geeigneter Fachaufsicht. Vorgaben aus Betriebsanweisung, Gefährdungsbeurteilung, Herstellerunterlagen und geltenden Schutzmaßnahmen haben Vorrang.


Lernziele

Du kannst ... Woran man es erkennt
Werkstoffe vergleichen Du begründest die Wahl aus Funktion, Umgebung und Umformverfahren.
Blechdicken bewerten Du verknüpfst Dicke mit Steifigkeit, Masse, Umformbarkeit und Fertigungsgrenzen.
Lieferoberflächen auswählen Du berücksichtigst Sichtfläche, Korrosionsschutz, Beschichtung und Weiterverarbeitung.
eine Fertigung vorbereiten Du prüfst den Ablauf zuerst in einer sicheren Simulation und dokumentierst die Freigabepunkte.


Ausbildungsfall: Schutzhaube für einen Prüfstand

Du arbeitest in der Ausbildung an einer Schutzhaube für einen Prüfstand in einer trockenen Werkhalle. Das Bauteil hat zwei 90°-Kantungen, eine sichtbare Außenseite und wird nach der Blechbearbeitung beschichtet. Gefordert sind saubere Sichtflächen, ausreichende Steifigkeit und eine wirtschaftliche Fertigung in Kleinserie.

Für die Lernaufgabe stehen vier Lageroptionen zur Auswahl:

Lageroption Dicke Lieferzustand oder Oberfläche Typische Stärke der Option
DC01, kaltgewalzter weicher Stahl zum Kaltumformen 1,0 mm Oberflächenart B, geölt gut kaltumformbar, glatte Sichtseite, für nachfolgende Beschichtung geeignet
DX51D mit Zinküberzug 1,0 mm schmelztauchverzinkt zusätzlicher Korrosionsschutz durch metallischen Überzug
Nichtrostender Stahl 1.4301 1,0 mm 2B korrosionsbeständig, Oberfläche oft direkt nutzbar
Aluminiumlegierung EN AW-5754 1,5 mm walzblank geringe Dichte, gute Korrosionsbeständigkeit

Arbeitsauftrag: Wähle zunächst eine plausible Variante für den Ausbildungsfall. Begründe die Wahl mit mindestens je einem Argument zu Werkstoff, Dicke und Lieferoberfläche. Die endgültige Freigabe erfolgt erst nach Zeichnungsprüfung, Werkstoffdaten, Simulation und betrieblicher Prüfung.


Kurze Lerneinheiten


Lerneinheit 1: Werkstoff nach Anwendung auswählen

Ein Blechwerkstoff wird nicht nur nach Preis gewählt. Entscheidend sind Bauteilfunktion, Umgebung, Belastung, gewünschte Oberfläche und das geplante Umformverfahren.

Anforderung Häufig geeignete Werkstoffgruppe Worauf Du zusätzlich prüfst
gut kaltumformbar und später beschichtet weicher kaltgewalzter Stahl Korrosionsschutz nach der Fertigung
erhöhter Korrosionsschutz bei Stahl metallisch beschichteter Stahl Einfluss der Beschichtung auf Umformung und Oberfläche
korrosionsbeständig und hochwertige Sichtfläche nichtrostender Stahl passende Güte, Oberfläche und Werkzeugsauberkeit
geringe Masse Aluminiumlegierung Legierungszustand, Umformbarkeit und elastische Rückfederung

Merksatz: Erst die Anforderung klären, dann Werkstoffgruppe und konkrete Güte auswählen.


Lerneinheit 2: Blechdicke bewusst festlegen

Die Blechdicke beeinflusst unter anderem Steifigkeit, Masse, Umformkräfte, mögliche Radien, Werkzeugauswahl und Maßhaltigkeit. Dicker ist nicht automatisch besser: Eine unnötig große Dicke erhöht Masse und Materialeinsatz; eine zu geringe Dicke kann Steifigkeit und Funktion verschlechtern.

Mini-Auftrag: Vergleiche in einer Tabellen- oder CAD-Simulation die Varianten 0,8 mm, 1,0 mm und 1,5 mm bei gleicher Bauteilgeometrie. Notiere für jede Variante: erwartete Steifigkeit, Materialeinsatz, Umformbarkeit und mögliche Fertigungsprobleme. Nutze reale Werkstoff- und Maschinendaten nur aus freigegebenen betrieblichen Quellen.


Lerneinheit 3: Lieferoberfläche richtig lesen

Die Lieferoberfläche ist Teil der Bestellung. Sie kann die spätere Sichtqualität, Beschichtbarkeit, Korrosionsbeständigkeit und Handhabung beeinflussen.

Für kaltgewalzte weiche Stähle nach DIN EN 10130 gibt es Oberflächenarten, darunter A und B. Eine höhere Anforderung an die bessere Seite ist besonders wichtig, wenn später eine hochwertige Sichtfläche entstehen soll. Lieferzustände können außerdem geölt oder ohne Nachbehandlung vereinbart werden. Bei schmelztauchveredelten Stählen ist der metallische Überzug selbst Teil des Oberflächensystems. Bei nichtrostenden Stählen werden Oberflächenbezeichnungen wie 2B verwendet.

Praxisfrage: Soll die Oberfläche später lackiert, pulverbeschichtet, sichtbar bleiben oder besonders korrosionsbeständig sein? Diese Antwort kann die Werkstoff- und Oberflächenwahl verändern.


Lerneinheit 4: Umformbarkeit mitdenken

Beim Biegen und Tiefziehen wird das Blech plastisch umgeformt. Werkstoff, Dicke, Walzrichtung, Werkzeuggeometrie, Reibung und Oberflächenzustand beeinflussen das Ergebnis. Eine gute Werkstoffwahl für ein flaches Teil ist deshalb nicht automatisch eine gute Wahl für ein stark umgeformtes Teil.

Beobachtungsauftrag zur Animation: Beschreibe, welche Aufgabe Stempel, Matrize und Blech jeweils haben. Markiere in Deiner Skizze, wo das Blech seine Form dauerhaft ändert.

Videoauftrag: Stoppe nach jedem erkennbaren Prozessschritt. Notiere je Schritt: Werkstückzustand, Werkzeugkontakt und sichtbare Formänderung. Übertrage anschließend: Welche zusätzlichen Werkstoffeigenschaften wären für ein Tiefziehteil wichtiger als für eine einfache Abkantung?


Lerneinheit 5: Werkzeugbilder verstehen

Bei einer Gesenkbiegepresse wirken Oberwerkzeug und Unterwerkzeug auf das Blech. Werkzeugform, Öffnungsweite und Bauteilgeometrie müssen zusammenpassen. Die konkrete Einrichtung einer realen Maschine gehört in die betriebliche Unterweisung und nicht in eine unfreigegebene Selbstlernübung.

Bildauftrag: Benenne am Schema Stempel, Matrize, Blech und Hinteranschlag. Formuliere anschließend zwei Fragen, die Du vor einer realen Einrichtung an die Fachkraft stellen würdest.


Lerneinheit 6: Fertigungsablauf zuerst simulieren

Eine Simulation ist eine Entscheidungshilfe, keine Maschinenfreigabe. Sie kann Kollisionen, ungeeignete Reihenfolgen, problematische Radien oder Maßabweichungen früh sichtbar machen. Das Ergebnis muss mit Zeichnung, Werkstoffdaten, Werkzeugdaten und betrieblicher Erfahrung abgeglichen werden.

Sicherer Simulationsauftrag – Schutzhaube:

  1. Anforderungsklärung: Übertrage die Soll-Geometrie, Sichtseite, Stückzahl und Umgebungsbedingungen in ein Arbeitsblatt.
  2. Werkstoffvergleich: Lege die vier Lageroptionen als Varianten an und notiere nur freigegebene Werkstoff- und Oberflächendaten.
  3. Biegefolge: Simuliere die zwei Kantungen in einer Offline- oder Schulungsumgebung und prüfe Bauteilorientierung, mögliche Kollisionen und Zugänglichkeit.
  4. Variantenvergleich: Vergleiche mindestens zwei Dicken oder Werkstoffe hinsichtlich Rückfederung, Formtreue und Oberflächenrisiko.
  5. Freigabepunkt: Beende die Übung mit einem Prüfprotokoll. Keine automatische Live-Ansteuerung. Reale Fertigung erst nach Fachaufsicht, Unterweisung und betrieblicher Freigabe.


Gestufte Hilfen zum Ausbildungsfall


Hilfe 1: Drei Fragen

  1. Funktion: Muss das Bauteil vor allem steif, leicht, korrosionsbeständig oder optisch hochwertig sein?
  2. Fertigung: Wird nur einfach gebogen oder stark umgeformt?
  3. Oberfläche: Bleibt die Lieferoberfläche sichtbar oder folgt eine Beschichtung?


Hilfe 2: Entscheidungsmatrix

Bewerte jede Lageroption mit geeignet, bedingt geeignet oder ungeeignet.

Kriterium Frage
Werkstoff Passt Korrosionsverhalten und Umformbarkeit zur Anwendung?
Dicke Ist die Bauteilfunktion bei vertretbarem Materialeinsatz erreichbar?
Lieferoberfläche Passt die Oberfläche zur Sichtseite und Weiterverarbeitung?
Fertigung Ist die geplante Geometrie in der Simulation ohne Konflikt herstellbar?
Betrieb Sind Daten, Werkzeuge, Schutzmaßnahmen und Freigaben vorhanden?


Hilfe 3: Beispiel für eine Begründung

Für die trockene Werkhalle und eine nachfolgende Beschichtung ist DC01, 1,0 mm, Oberflächenart B, geölt eine plausible Ausgangsvariante: Der Werkstoff ist für Kaltumformung vorgesehen, die bessere Oberfläche unterstützt die sichtbare Außenseite, und die spätere Beschichtung übernimmt den dauerhaften Oberflächenschutz. Die Dicke von 1,0 mm ist hier noch keine endgültige Festlegung; sie muss durch Funktionsprüfung und Fertigungssimulation bestätigt werden. Wird die Haube dauerhaft feucht, chemisch belastet oder unbeschichtet eingesetzt, kann eine andere Werkstoff- oder Oberflächenwahl sinnvoller sein.


Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben mit Feedback


Basisaufgabe

Auftrag: Ordne die Begriffe Werkstoff, Blechdicke und Lieferoberfläche jeweils einer typischen Entscheidungsfrage zu.

Begründetes Feedback: Eine gute Zuordnung trennt die drei Ebenen: Werkstoff beschreibt grundlegende Materialeigenschaften, Dicke beeinflusst unter anderem Steifigkeit und Fertigungsaufwand, und Lieferoberfläche betrifft den gelieferten Oberflächenzustand sowie die Weiterverarbeitung. Wenn Du alles nur mit „Aussehen“ begründest, fehlt die technische Funktion.


Anwendungsaufgabe

Auftrag: Entscheide Dich im Ausbildungsfall für eine der vier Lageroptionen. Erstelle eine Kurzbegründung mit drei Sätzen: ein Satz zum Werkstoff, ein Satz zur Dicke und ein Satz zur Oberfläche.

Begründetes Feedback: Für den beschriebenen trockenen Innenbereich mit nachfolgender Beschichtung ist die DC01-Variante eine fachlich plausible Ausgangswahl. Eine verzinkte, nichtrostende oder Aluminiumvariante kann trotzdem richtig sein, wenn zusätzliche Anforderungen wie Feuchte, Chemikalien, Masse oder unbeschichtete Sichtfläche hinzukommen. Entscheidend ist deshalb nicht der Werkstoffname allein, sondern die Passung zur Anforderung.


Transferaufgabe

Auftrag: Die gleiche Schutzhaube soll nun dauerhaft im Außenbereich eingesetzt werden und ohne nachträgliche Lackierung auskommen. Überarbeite Deine Entscheidung und begründe, welche Kriterien jetzt stärker gewichtet werden.

Begründetes Feedback: Jetzt steigt die Bedeutung des Korrosionsschutzes deutlich. Eine unveränderte Wahl von unbeschichtetem kaltgewalztem Stahl wäre ohne zusätzliches Schutzkonzept kaum überzeugend. Eine metallisch beschichtete, nichtrostende oder geeignete Aluminiumlösung kann je nach Umgebung sinnvoller sein; die genaue Werkstoffgüte und Oberfläche müssen erneut anhand Einsatzbedingungen, Konstruktion und Normvorgaben geprüft werden.


Fachliche Quellen und Medienrechte


Fachquellen

  1. DGUV Information 209-019 „Sicherheit bei der Blechbearbeitung“, Ausgabe 2023-01: behandelt Gefährdungen und Schutzmaßnahmen bei Transport, Trennen und Biegeumformen von Blechen.
  2. DIN EN 10130:2007-02: kaltgewalzte Flacherzeugnisse aus weichen Stählen zum Kaltumformen.
  3. DIN EN 10346:2015-10: kontinuierlich schmelztauchveredelte Flacherzeugnisse aus Stahl zum Kaltumformen.
  4. DIN EN 10088-2:2025-01: technische Lieferbedingungen für Blech und Band aus korrosionsbeständigen nichtrostenden Stählen.
  5. DIN EN 485-2:2018-12: mechanische Eigenschaften von Bändern, Blechen und Platten aus Aluminium und Aluminiumlegierungen.
  6. Salzgitter Flachstahl – Oberflächen kaltgewalzter Produkte: Beispiele für Oberflächenarten und Nachbehandlungen wie geölt oder ohne Nachbehandlung.

Hinweis zum Normstand: Der Online-Status der genannten Normen wurde bei Kurserstellung geprüft. Für reale Aufträge gilt immer die aktuelle betriebliche Normenverwaltung sowie die konkrete Zeichnung, Bestellung und Werkstoffspezifikation.


Medienrechte

Die eingebundenen Wikimedia-Commons-Medien wurden über ihre Dateiseiten geprüft. Die Lizenzangabe auf der jeweiligen Commons-Dateiseite ist maßgeblich.

  1. – CC BY-SA 4.0.
  2. – CC BY-SA 4.0.
  3. – CC BY-SA 3.0.
  4. – Mehrfachlizenz, darunter CC BY-SA 3.0 und GFDL.
  5. – Public Domain.
  6. – Public Domain.
  7. – CC BY-SA 4.0.
  8. – CC BY-SA 3.0 und GFDL.
  9. – CC BY-SA 4.0.
  10. – CC0 1.0.

Die YouTube-Videos werden ausschließlich über den YouTube-Player eingebettet. Die Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern; aus der Einbettung folgt keine freie Nachnutzungslizenz. Verfügbarkeit und Einbettbarkeit können sich ändern.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche drei Merkmale stehen im Mittelpunkt der Auswahl eines Blechhalbzeugs in diesem Kurs? (Werkstoff, Dicke und Lieferoberfläche) (!Farbe, Verpackung und Lieferzeit) (!Maschinenfarbe, Hallenhöhe und Schichtplan) (!Schraubentyp, Kabelweg und Etikett)




Warum wird die Blechdicke nicht allein nach dem Motto dicker ist besser gewählt? (Weil Dicke Steifigkeit, Masse, Materialeinsatz und Fertigung beeinflusst) (!Weil die Blechdicke nur die Farbe verändert) (!Weil dünne Bleche grundsätzlich nicht umformbar sind) (!Weil jede Maschine nur eine einzige Dicke verarbeiten kann)




Welche Werkstoffgruppe ist für eine nachträglich beschichtete, gut kaltumformbare Innenraumhaube häufig eine plausible Ausgangswahl? (Weicher kaltgewalzter Stahl) (!Werkzeugstahl) (!Gusseisen) (!Hartmetall)




Wofür steht eine metallische Zinkschicht auf Stahl in erster Linie? (Für zusätzlichen Korrosionsschutz) (!Für eine Verdopplung der Blechdicke) (!Für eine elektrische Isolierung) (!Für eine vollständige Aufhebung der Rückfederung)




Warum ist die Lieferoberfläche bei einem Sichtteil wichtig? (Weil sie die sichtbare Qualität und die Weiterverarbeitung beeinflussen kann) (!Weil sie die Bauteilzeichnung ersetzt) (!Weil sie die Stückzahl festlegt) (!Weil sie die Maschine automatisch programmiert)




Welche Aussage zur Fertigungssimulation ist richtig? (Sie unterstützt die Planung, ersetzt aber keine reale Freigabe) (!Sie erlaubt das Abschalten von Schutzeinrichtungen) (!Sie gibt automatisch jede reale Maschine frei) (!Sie macht Unterweisung und Fachaufsicht überflüssig)




Welche Bauteile wirken beim Gesenkbiegen unmittelbar auf das Blech? (Stempel und Matrize) (!Motor und Lackierpistole) (!Bohrer und Reibahle) (!Sägeblatt und Schleifscheibe)




Was ist bei einer veränderten Einsatzumgebung zuerst zu tun? (Die Werkstoff-, Dicken- und Oberflächenwahl erneut prüfen) (!Die alte Auswahl unverändert übernehmen) (!Nur die Bauteilfarbe ändern) (!Nur die Stückzahl erhöhen)




Welche Aussage passt zur realen Arbeit an einer Abkantpresse in der Ausbildung? (Sie erfolgt nur nach Unterweisung, Fachaufsicht und betrieblicher Freigabe) (!Sie darf ohne Einweisung ausprobiert werden) (!Schutzeinrichtungen dürfen für Lernzwecke umgangen werden) (!Eine Simulation ist automatisch eine Maschinenfreigabe)




Warum kann ein für einfaches Biegen geeignetes Blech beim Tiefziehen trotzdem ungeeignet sein? (Weil das Umformverfahren andere Anforderungen an Werkstoff und Prozess stellt) (!Weil Tiefziehen immer ohne Werkzeug erfolgt) (!Weil beim Tiefziehen keine Formänderung stattfindet) (!Weil die Oberfläche beim Tiefziehen grundsätzlich bedeutungslos ist)





Memory

DC01 kaltumformbarer weicher Stahl
Blechdicke beeinflusst Steifigkeit und Materialeinsatz
Oberflächenart B erhöhte Anforderungen an die bessere Seite
Verzinkung metallischer Korrosionsschutz
2B typische Lieferoberfläche nichtrostender Flacherzeugnisse
Platine zugeschnittener ebener Blechrohling
Stempel Oberwerkzeug beim Gesenkbiegen
Matrize Unterwerkzeug beim Gesenkbiegen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Werkstoff Korrosionsverhalten und Umformbarkeit
Blechdicke Steifigkeit und Materialeinsatz
Lieferoberfläche Sichtqualität und Weiterverarbeitung
Simulation virtuelle Prüfung von Ablauf und Konflikten
Fachaufsicht Voraussetzung für freigegebene reale Arbeiten






Kreuzworträtsel

Platine Wie heißt ein zugeschnittener ebener Blechrohling?
Matrize Wie heißt das Unterwerkzeug beim Gesenkbiegen?
Stempel Wie heißt das Oberwerkzeug beim Gesenkbiegen?
Coil Wie heißt bandförmig aufgewickeltes Blech häufig?
Verzinkung Welche metallische Schutzschicht wird häufig auf Stahl eingesetzt?
Umformen Wie heißt die Fertigungsverfahrensgruppe für dauerhafte Formänderung?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Bei der Auswahl eines Blechhalbzeugs wird zuerst die

betrachtet. Die grundlegenden Materialeigenschaften werden durch den

bestimmt. Die

beeinflusst unter anderem Steifigkeit und Materialeinsatz. Für sichtbare oder beschichtete Bauteile ist die

besonders wichtig. Beim Gesenkbiegen wirkt der

gegen die Matrize. Vor einer realen Fertigung wird der Ablauf zuerst in einer

geprüft. Eine Simulation ersetzt keine betriebliche

. Reale Arbeiten erfolgen nur unter geeigneter

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Werkstoffvergleich: Fotografiere oder skizziere drei unterschiedliche Blechoberflächen aus Deiner Lernumgebung und beschreibe, woran Du sie unterscheiden kannst, ohne eine Werkstoffgüte zu behaupten, die nicht gekennzeichnet ist.
  2. Blechdicke: Erstelle eine kleine Tabelle mit drei Blechdicken und notiere, welche Auswirkungen Du auf Steifigkeit, Masse und Umformung erwartest.
  3. Lieferoberfläche: Suche in einem freigegebenen Datenblatt nach einer Oberflächenangabe und erkläre in zwei Sätzen, warum sie für die Weiterverarbeitung wichtig ist.
  4. Arbeitssicherheit: Formuliere fünf Punkte, die vor einer realen Arbeit an einer Blechbearbeitungsmaschine geklärt sein müssen.


Standard

  1. Entscheidungsmatrix: Bewerte die vier Lageroptionen des Ausbildungsfalls mit mindestens fünf Kriterien und begründe Deine Gewichtung.
  2. Fertigungssimulation: Simuliere die zwei Kantungen der Schutzhaube in einer Schulungssoftware oder auf Papier und dokumentiere Biegefolge, mögliche Konflikte und offene Fragen für die Fachkraft.
  3. Oberflächenstrategie: Vergleiche eine nachträglich beschichtete Stahlhaube mit einer unbeschichteten nichtrostenden Variante hinsichtlich Fertigung, Korrosion und Sichtqualität.
  4. Medienanalyse: Analysiere die Biegeanimation und das Tiefziehvideo. Beschreibe drei Unterschiede der Werkstoffbeanspruchung in eigenen Worten.


Schwer

  1. Variantenkonstruktion: Entwickle eine zweite Schutzhaube für einen feuchten Außenbereich und begründe Änderungen an Werkstoff, Dicke und Oberfläche.
  2. Qualitätssicherung: Entwirf einen Prüfplan für Wareneingang, Oberfläche, Blechdicke, Simulation und Erstteilfreigabe.
  3. Fehleranalyse: Erfinde drei plausible Fertigungsfehler wie Oberflächenabdrücke, falscher Winkel oder Rissbildung und leite jeweils mögliche Ursachen sowie sichere Prüfschritte ab.
  4. Ausbildungsprojekt: Erstelle ein kurzes Lehrvideo oder eine Bilderfolge zur Frage „Wie wähle ich Blechhalbzeuge nach Anwendung aus?“ und kennzeichne Quellen, Medienrechte und Sicherheitsgrenzen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fallwechsel: Begründe, wie sich Deine Auswahl ändert, wenn aus einer trockenen Hallenanwendung eine dauerhafte Außenanwendung wird.
  2. Zielkonflikt: Ein Bauteil soll gleichzeitig leichter, steifer und günstiger werden. Beschreibe, warum diese Ziele in Konflikt geraten können und wie Du systematisch entscheidest.
  3. Oberflächenfehler: Eine sichtbare Fläche zeigt nach dem Biegen Abdrücke. Entwickle eine Ursachenanalyse, die Werkstoffoberfläche, Werkzeugzustand, Handhabung und Prozess berücksichtigt.
  4. Simulationsgrenze: Nenne zwei Entscheidungen, die eine Fertigungssimulation unterstützen kann, und zwei Freigaben, die sie nicht ersetzt.
  5. Werkstofftransfer: Vergleiche kaltgewalzten Stahl, verzinkten Stahl, nichtrostenden Stahl und Aluminium für ein Gehäuseteil mit wechselnden Umweltbedingungen.
  6. Qualitätsentscheidung: Entwirf Kriterien, nach denen ein Ausbilder oder eine Ausbilderin entscheiden kann, ob ein simuliertes Ergebnis für einen realen, beaufsichtigten Probebetrieb vorbereitet ist.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:

  1. Du kannst Anforderungen eines Blechbauteils in technische Auswahlkriterien übersetzen.
  2. Du kannst eine Werkstoffwahl mit Funktion, Umgebung und Umformverfahren begründen.
  3. Du kannst die Blechdicke als technische und wirtschaftliche Größe bewerten.
  4. Du kannst eine Lieferoberfläche aus Datenblatt oder Bestellung richtig in die Entscheidung einbeziehen.
  5. Du kannst mindestens zwei Werkstoffvarianten nachvollziehbar vergleichen.
  6. Du kannst einen sicheren Simulationsablauf dokumentieren und die Grenzen der Simulation benennen.
  7. Du kannst erklären, warum reale Arbeiten Unterweisung, Fachaufsicht, Schutzeinrichtungen und betriebliche Freigabe erfordern.
  8. Du kannst Quellen und Medienrechte für Deine Lern- oder Projektdokumentation angeben.




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