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Bevölkerungsentwicklung - Gemeinschaftskunde

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Bevölkerungsentwicklung - Gemeinschaftskunde




Bevölkerungsentwicklung - Gemeinschaftskunde


Einleitung

Die Bevölkerungsentwicklung beschreibt, wie sich die Zahl und die Zusammensetzung der Menschen in einem Land oder einer Region verändern. Dabei geht es nicht nur darum, ob die Bevölkerung wächst oder schrumpft. Wichtig sind auch das Alter der Menschen, die Zahl der Geburten und Sterbefälle, Zu- und Abwanderung sowie regionale Unterschiede.

Für die Gemeinschaftskunde ist das Thema besonders wichtig. Die Bevölkerungsentwicklung beeinflusst den Sozialstaat, den Arbeitsmarkt, Schulen, Wohnungen, Pflege, Renten und politische Entscheidungen. Du lernst in diesem aiMOOC, wie Bevölkerungsdaten entstehen, wie sie gedeutet werden und welche politischen Handlungsmöglichkeiten es gibt.

Eine Bevölkerungspyramide zeigt, wie viele Menschen zu den verschiedenen Altersgruppen gehören.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, wie sich eine Bevölkerung verändert. Du kannst Bevölkerungsdiagramme auswerten, Folgen des demografischen Wandels beurteilen und politische Maßnahmen miteinander vergleichen. Außerdem lernst Du, zwischen gesicherten Daten, Modellrechnungen und politischen Bewertungen zu unterscheiden.


Grundlagen der Bevölkerungsentwicklung


Was bedeutet Bevölkerungsentwicklung?

Die Bevölkerungszahl verändert sich durch drei grundlegende Vorgänge:

  1. Geburten: Neue Menschen kommen zur Bevölkerung hinzu.
  2. Sterbefälle: Menschen scheiden aus der Bevölkerung aus.
  3. Wanderungen: Menschen ziehen in ein Gebiet hinein oder verlassen es.

Die vereinfachte Grundidee lautet:

Bevölkerungsveränderung = Geburten − Sterbefälle + Zuzüge − Fortzüge

Eine wachsende Bevölkerung hat mehr Zugänge als Abgänge. Eine schrumpfende Bevölkerung hat mehr Abgänge als Zugänge. Auch bei einer fast gleichbleibenden Einwohnerzahl kann sich die Altersstruktur stark verändern.


Natürliche Bevölkerungsbilanz

Die natürliche Bevölkerungsbilanz ist die Differenz zwischen Geburten und Sterbefällen.

  1. Ein Geburtenüberschuss liegt vor, wenn mehr Menschen geboren werden als sterben.
  2. Ein Geburtendefizit liegt vor, wenn mehr Menschen sterben als geboren werden.

In Deutschland übersteigt die Zahl der Sterbefälle seit 1973 die Zahl der Geburten. Ohne Zuwanderung wäre die Bevölkerungszahl deshalb in vielen Jahren stärker gesunken.


Wanderungssaldo

Der Wanderungssaldo vergleicht Zuzüge und Fortzüge.

  1. Ein positiver Wanderungssaldo bedeutet, dass mehr Menschen zuziehen als fortziehen.
  2. Ein negativer Wanderungssaldo bedeutet, dass mehr Menschen fortziehen als zuziehen.

Migration kann die Einwohnerzahl, die Altersstruktur und den Arbeitsmarkt verändern. Viele Zugewanderte sind im jüngeren oder mittleren Erwachsenenalter. Für Politik und Gesellschaft sind deshalb auch Integration, Bildung, Spracherwerb, Wohnraum und gesellschaftliche Teilhabe wichtig.


Bevölkerungsentwicklung in Deutschland


Aktueller Überblick

Am Ende des Jahres 2025 lebten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 83,5 Millionen Menschen in Deutschland. Die Einwohnerzahl sank gegenüber dem Vorjahr leicht. Das Geburtendefizit war größer als der positive Wanderungssaldo.

Für das Jahr 2025 meldete das Statistische Bundesamt einen Überschuss der Sterbefälle über die Geburten von rund 352.000 Menschen. Der Wanderungssaldo betrug etwa plus 235.000 Menschen. Diese Zahlen zeigen, dass Zuwanderung das Geburtendefizit in diesem Jahr nicht vollständig ausgleichen konnte.

Solche Jahreswerte können schwanken. Einzelne Jahre reichen deshalb nicht aus, um langfristige Entwicklungen sicher zu beurteilen.


Altersstruktur

Die deutsche Bevölkerung wird im Durchschnitt älter. Gründe dafür sind die niedrige Geburtenzahl, die hohe Lebenserwartung und das Älterwerden geburtenstarker Jahrgänge.

Eine Bevölkerungspyramide ordnet die Bevölkerung nach Alter und Geschlecht. Eine breite Basis weist auf viele junge Menschen hin. Breite Bereiche im oberen Teil zeigen große ältere Bevölkerungsgruppen. In Deutschland ähnelt die Form heute eher einer Urne oder einem Pilz als einer klassischen Pyramide.

Die Animation macht sichtbar, wie historische Ereignisse und Geburtenzahlen die Altersstruktur langfristig prägen.


Geburtenentwicklung

Im Jahr 2024 wurden in Deutschland rund 677.000 Kinder geboren. Die zusammengefasste Geburtenziffer lag bei 1,35 Kindern je Frau. Diese statistische Kennzahl beschreibt, wie viele Kinder eine Frau unter den Geburtenverhältnissen eines bestimmten Jahres durchschnittlich bekommen würde.

Die Geburtenziffer allein erklärt nicht, warum Menschen Kinder bekommen oder kinderlos bleiben. Wichtige Einflüsse können persönliche Lebensentwürfe, Partnerschaften, Einkommen, Wohnraum, Betreuung, Arbeitsbedingungen und gesellschaftliche Erwartungen sein.

Die Grafik zeigt den längerfristigen Verlauf bis 2016 und darf nicht mit einem aktuellen Einzelwert verwechselt werden.


Migration und gesellschaftliche Vielfalt

Migration gehört seit langer Zeit zur deutschen Geschichte. Menschen wandern aus unterschiedlichen Gründen: Arbeit, Ausbildung, Familie, Schutz vor Verfolgung oder persönliche Zukunftspläne.

Zuwanderung kann den Rückgang der Bevölkerung bremsen und zur Sicherung von Arbeitskräften beitragen. Sie stellt Staat und Gesellschaft zugleich vor Aufgaben bei Integration, Bildung, Wohnen und sozialer Teilhabe. Politische Diskussionen sollten deshalb sowohl Chancen als auch konkrete Herausforderungen berücksichtigen.


Regionale Unterschiede

Bevölkerungsentwicklung verläuft nicht überall gleich. Manche Großstädte und wirtschaftsstarke Regionen wachsen. Andere Städte oder ländliche Räume verlieren Einwohnerinnen und Einwohner oder altern besonders schnell.

Regionale Unterschiede beeinflussen:

  1. Infrastruktur: Schulen, Buslinien, Krankenhäuser und digitale Netze müssen angepasst werden.
  2. Wohnungsmarkt: In wachsenden Regionen kann Wohnraum knapp werden, in schrumpfenden Regionen können Wohnungen leer stehen.
  3. Kommunalpolitik: Gemeinden müssen mit unterschiedlichen Einnahmen, Kosten und Bedürfnissen planen.
  4. Daseinsvorsorge: Staat und Kommunen sollen wichtige Angebote für alle Bevölkerungsgruppen sichern.


Der demografische Wandel als politische Aufgabe


Folgen für den Arbeitsmarkt

Wenn geburtenstarke Jahrgänge in den Ruhestand gehen, können in manchen Berufen Arbeitskräfte fehlen. Besonders betroffen können Pflege, Handwerk, Bildung, Verwaltung und technische Berufe sein.

Mögliche Reaktionen sind bessere Ausbildung, höhere Erwerbsbeteiligung, qualifizierte Zuwanderung, Weiterbildung, familienfreundliche Arbeitsbedingungen, Digitalisierung und eine höhere Produktivität. Keine einzelne Maßnahme löst alle Probleme.


Folgen für den Sozialstaat

Der deutsche Sozialstaat finanziert viele Leistungen durch Steuern und Sozialbeiträge. Wenn der Anteil älterer Menschen steigt, nehmen Ausgaben für Rente, Gesundheit und Pflege häufig zu.

Der sogenannte Generationenvertrag ist kein schriftlicher Vertrag. Er beschreibt das Prinzip, dass die aktuell Erwerbstätigen mit ihren Beiträgen einen großen Teil der laufenden Renten finanzieren. Veränderungen im Verhältnis von Beitragszahlenden und Rentenempfangenden führen deshalb zu politischen Verteilungsfragen.


Folgen für Bildung, Wohnen und Pflege

Sinkende Kinderzahlen können in manchen Regionen zu kleineren Schulen oder Schulschließungen führen. Wachsende Städte benötigen dagegen oft zusätzliche Schulplätze und Kindertagesstätten.

Eine alternde Bevölkerung braucht mehr barrierefreie Wohnungen, wohnortnahe medizinische Versorgung und Pflegeangebote. Gleichzeitig wollen viele ältere Menschen möglichst lange selbstständig leben. Kommunen müssen deshalb frühzeitig planen.


Folgen für Demokratie und politische Beteiligung

Altersgruppen können unterschiedliche Interessen haben. Jugendliche beschäftigen sich möglicherweise besonders mit Bildung, Klima oder Ausbildung. Ältere Menschen können Fragen der Rente, Gesundheit und Pflege stärker gewichten.

Trotzdem bilden Altersgruppen keine einheitlichen politischen Blöcke. Einkommen, Bildung, Wohnort, persönliche Erfahrungen und politische Überzeugungen sind ebenfalls wichtig. In einer Demokratie müssen unterschiedliche Interessen ausgehandelt werden.


Generationengerechtigkeit

Generationengerechtigkeit fragt, wie Chancen, Kosten und Pflichten zwischen jüngeren, mittleren und älteren Generationen verteilt werden. Dabei geht es zum Beispiel um Renten, Staatsverschuldung, Klimaschutz, Bildungsausgaben und Pflege.

Eine gerechte Lösung ist politisch umstritten. Maßnahmen können verschiedene Gruppen unterschiedlich belasten. Gemeinschaftskunde untersucht deshalb nicht nur Daten, sondern auch Werte, Interessen und mögliche Folgen.


Politische Handlungsmöglichkeiten


Familienpolitik

Familienpolitik kann Eltern durch Kinderbetreuung, Elterngeld, Wohnraum, flexible Arbeitszeiten und Bildungsangebote unterstützen. Solche Maßnahmen können die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern.

Der Staat kann persönliche Entscheidungen über Kinder jedoch nicht steuern. Politische Maßnahmen wirken häufig erst langfristig und haben neben der Geburtenentwicklung weitere Ziele, etwa Chancengleichheit und Armutsvermeidung.


Migrations- und Integrationspolitik

Deutschland kann die Einwanderung von Arbeitskräften erleichtern, ausländische Abschlüsse schneller anerkennen und Sprachförderung ausbauen. Gleichzeitig müssen Asylrecht, Menschenrechte und humanitäre Verpflichtungen beachtet werden.

Erfolgreiche Integration betrifft nicht nur Zugewanderte. Schulen, Betriebe, Vereine, Verwaltungen und die gesamte Gesellschaft tragen Verantwortung für Teilhabe und ein friedliches Zusammenleben.


Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik

Eine gute Ausbildung hilft, vorhandene Fähigkeiten besser zu nutzen. Weiterbildung kann Beschäftigte auf neue Aufgaben vorbereiten. Auch bessere Betreuungsangebote, barrierefreie Arbeitsplätze und flexible Übergänge in den Ruhestand können die Erwerbsbeteiligung erhöhen.

Politische Maßnahmen müssen darauf achten, dass Belastungen und Chancen gerecht verteilt werden.


Renten-, Gesundheits- und Pflegepolitik

Zur Stabilisierung der sozialen Sicherung werden verschiedene Möglichkeiten diskutiert: höhere Beiträge, höhere Steuerzuschüsse, ein späterer Renteneintritt, zusätzliche private oder betriebliche Vorsorge und eine Ausweitung des Kreises der Beitragszahlenden.

Jede Möglichkeit hat Vor- und Nachteile. Deshalb ist eine politische Abwägung nötig. Dabei spielen soziale Gerechtigkeit, Finanzierbarkeit und die Lebenssituation verschiedener Berufsgruppen eine Rolle.


Regional- und Kommunalpolitik

Wachsende und schrumpfende Regionen benötigen unterschiedliche Strategien. Wachsende Städte brauchen häufig mehr Wohnungen, Schulen und Verkehr. Schrumpfende Regionen benötigen gute Erreichbarkeit, mobile Angebote und neue Nutzungen für leer stehende Gebäude.

Bund, Länder und Kommunen teilen sich viele Zuständigkeiten. Die Bevölkerungsentwicklung ist deshalb auch ein Thema des Föderalismus.


Bevölkerungsvorausberechnungen


Szenarien statt sicherer Vorhersagen

Bevölkerungsvorausberechnungen zeigen, wie sich eine Bevölkerung unter bestimmten Annahmen entwickeln könnte. Sie beruhen auf Annahmen zu Geburten, Lebenserwartung und Wanderung.

Sie sind keine sicheren Vorhersagen. Migration, Wirtschaftskrisen, politische Entscheidungen, Kriege oder gesellschaftliche Veränderungen können die Entwicklung beeinflussen. Unterschiedliche Annahmen führen deshalb zu unterschiedlichen Ergebnissen.


Daten kritisch prüfen

Beim Umgang mit Bevölkerungsdaten solltest Du folgende Fragen stellen:

  1. Quelle: Wer hat die Daten erhoben?
  2. Zeitraum: Auf welches Jahr oder welchen Zeitraum beziehen sie sich?
  3. Definition: Was wird genau gezählt?
  4. Darstellung: Beginnt die Achse bei null und sind Größenverhältnisse korrekt?
  5. Annahme: Handelt es sich um gemessene Daten oder um ein Szenario?
  6. Interesse: Welche Aussage soll mit der Darstellung unterstützt werden?

Ein Diagramm kann sachlich korrekt sein und trotzdem einen irreführenden Eindruck erzeugen. Deshalb gehört Medien- und Datenkritik zur politischen Bildung.


Das Modell des demografischen Übergangs

Das Modell des demografischen Übergangs beschreibt vereinfacht den Wandel von hohen Geburten- und Sterberaten zu niedrigen Geburten- und Sterberaten.

In einer frühen Phase sind Geburten- und Sterberaten hoch. Sinkt zunächst die Sterblichkeit, wächst die Bevölkerung stark. Später sinkt meist auch die Geburtenrate. In einer späten Phase können beide Raten niedrig sein.

Das Modell hilft beim Vergleichen, bildet aber kein Land vollständig ab. Historische, wirtschaftliche, kulturelle und politische Unterschiede müssen zusätzlich betrachtet werden.


Zusammenfassung

Bevölkerungsentwicklung entsteht durch Geburten, Sterbefälle, Zuzüge und Fortzüge. Deutschland weist seit Jahrzehnten ein Geburtendefizit auf. Zuwanderung hat die Bevölkerungszahl häufig stabilisiert oder erhöht.

Die Bevölkerung altert, und die Entwicklung unterscheidet sich regional. Daraus ergeben sich Aufgaben für Arbeitsmarkt, Rente, Pflege, Bildung, Wohnen und kommunale Infrastruktur.

Politik kann Rahmenbedingungen verändern, aber keine Entwicklung vollständig kontrollieren. Entscheidungen müssen unterschiedliche Interessen, Grundrechte, soziale Gerechtigkeit und langfristige Folgen berücksichtigen.


Quellen und Datenhinweise

  1. Statistisches Bundesamt: Demografischer Wandel
  2. Statistisches Bundesamt: Bevölkerung
  3. Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung
  4. Bundeszentrale für politische Bildung: Demografischer Wandel
  5. Wikipedia: Demografie Deutschlands

Daten verändern sich. Prüfe bei aktuellen Aufgaben immer das Veröffentlichungsdatum und den Datenstand.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche drei Komponenten beeinflussen die Bevölkerungszahl unmittelbar? (Geburten, Sterbefälle und Wanderungen) (!Wahlen, Parteien und Parlamente) (!Schulen, Straßen und Krankenhäuser) (!Preise, Löhne und Zinsen)




Was bedeutet ein Geburtendefizit? (Mehr Menschen sterben als geboren werden) (!Mehr Menschen werden geboren als sterben) (!Mehr Menschen ziehen zu als fort) (!Mehr Menschen ziehen fort als zu)




Was zeigt ein positiver Wanderungssaldo? (Mehr Menschen ziehen zu als fort) (!Mehr Menschen sterben als geboren werden) (!Die Geburtenzahl bleibt unverändert) (!Alle Regionen wachsen gleich stark)




Was stellt eine Bevölkerungspyramide dar? (Die Verteilung der Bevölkerung nach Alter und Geschlecht) (!Die Sitzverteilung im Bundestag) (!Die Höhe der Einkommen nach Berufen) (!Die Zahl der Schulen nach Bundesländern)




Warum altert die Bevölkerung in Deutschland? (Weil wenige Kinder geboren werden und viele Menschen lange leben) (!Weil jedes Jahr gleich viele Menschen geboren werden) (!Weil nur ältere Menschen zuwandern) (!Weil die Lebenserwartung stark sinkt)




Was ist eine Bevölkerungsvorausberechnung? (Ein Szenario auf Grundlage bestimmter Annahmen) (!Eine sichere Vorhersage der Zukunft) (!Eine Liste aller Einwohnerinnen und Einwohner) (!Eine Abstimmung über die Bevölkerungszahl)




Welcher Bereich wird durch den demografischen Wandel besonders beeinflusst? (Das Renten- und Pflegesystem) (!Nur der Wetterbericht) (!Nur der internationale Sport) (!Nur die Rechtschreibung)




Warum sind regionale Unterschiede wichtig? (Weil Regionen unterschiedliche Infrastruktur benötigen) (!Weil alle Gemeinden gleich wachsen) (!Weil Bevölkerungsdaten nur für Hauptstädte gelten) (!Weil ländliche Räume keine Bevölkerung haben)




Was beschreibt der Generationenvertrag? (Die laufende Finanzierung vieler Renten durch Erwerbstätige) (!Einen privaten Vertrag zwischen Großeltern und Enkeln) (!Ein Abkommen über Schulferien) (!Eine Regel zur Einteilung von Wahlkreisen)




Welche Aussage über demografische Politik ist richtig? (Politische Maßnahmen haben unterschiedliche Vor- und Nachteile) (!Eine einzelne Maßnahme löst alle Probleme) (!Bevölkerungsentwicklung lässt sich vollständig steuern) (!Demografische Entscheidungen betreffen nur ältere Menschen)





Memory

Natürliche Bevölkerungsbilanz Geburten minus Sterbefälle
Wanderungssaldo Zuzüge minus Fortzüge
Bevölkerungspyramide Altersaufbau einer Bevölkerung
Demografischer Wandel Veränderung von Zahl und Struktur
Generationenvertrag Finanzierung laufender Renten
Integration Gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe
Geburtenziffer Statistische Kinderzahl je Frau
Daseinsvorsorge Öffentliche Grundversorgung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung
Geburtenüberschuss Mehr Geburten als Sterbefälle
Geburtendefizit Mehr Sterbefälle als Geburten
Zuwanderung Menschen ziehen in ein Gebiet
Abwanderung Menschen verlassen ein Gebiet
Alterung Anteil älterer Menschen nimmt zu






Kreuzworträtsel

Demografie Wie heißt die Wissenschaft von Bevölkerungen?
Migration Wie heißt die räumliche Wanderung von Menschen?
Geburtendefizit Wie nennt man mehr Sterbefälle als Geburten?
Alterung Wie heißt die Zunahme älterer Bevölkerungsgruppen?
Wanderungssaldo Wie heißt die Differenz zwischen Zu- und Fortzügen?
Generationenvertrag Welcher Begriff beschreibt die laufende Finanzierung vieler Renten?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Die Veränderung einer Bevölkerung wird durch Geburten, Sterbefälle und

bestimmt.
Die Differenz zwischen Geburten und Sterbefällen heißt natürliche

.
Ziehen mehr Menschen zu als fort, ist der Wanderungssaldo

.
In Deutschland sterben seit vielen Jahren mehr Menschen als

werden.
Eine Bevölkerungspyramide zeigt die Verteilung nach Alter und

.
Die deutsche Bevölkerung wird im Durchschnitt

.
Bevölkerungsvorausberechnungen beruhen auf bestimmten

.
Eine alternde Gesellschaft beeinflusst besonders Rente, Gesundheit und

.
Städte und ländliche Räume können sich demografisch sehr

entwickeln.
Politische Entscheidungen müssen Interessen verschiedener Generationen

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Bevölkerungsdiagramm beschreiben: Suche eine Bevölkerungspyramide Deutschlands und beschreibe drei auffällige Merkmale.
  2. Begriffe erklären: Erstelle Karten mit den Begriffen Geburtendefizit, Wanderungssaldo, Alterung und Bevölkerungsvorausberechnung.
  3. Familieninterview: Befrage eine ältere Person dazu, wie sich Schule, Arbeit oder Wohnen in ihrer Region verändert haben.
  4. Medienbeitrag prüfen: Suche eine Nachricht zur Bevölkerungsentwicklung und notiere Quelle, Datum und Kernaussage.


Standard

  1. Regionen vergleichen: Vergleiche die Bevölkerungsentwicklung einer Großstadt mit einer ländlichen Region.
  2. Kommunalpolitik planen: Entwickle Vorschläge für eine Gemeinde, in der die Zahl älterer Menschen stark zunimmt.
  3. Politische Karikatur gestalten: Zeichne eine Karikatur zum Thema Generationengerechtigkeit und erläutere ihre Aussage.
  4. Podcast zur Demografie: Produziere einen kurzen Podcast über Chancen und Herausforderungen von Zuwanderung.


Schwer

  1. Bevölkerungsvorausberechnung untersuchen: Vergleiche zwei Szenarien und erkläre, welche Annahmen zu den unterschiedlichen Ergebnissen führen.
  2. Politische Debatte führen: Organisiere eine Diskussion zur Frage, ob das gesetzliche Rentenalter weiter steigen soll.
  3. Demografiekonzept entwickeln: Erstelle für Deine Gemeinde ein Konzept zu Wohnen, Verkehr, Schule und Pflege im Jahr 2040.
  4. Datenjournalismus: Gestalte aus amtlichen Daten eine eigene Infografik und begründe jede gewählte Darstellungsform.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Zusammenhänge erklären: Erkläre, warum eine gleichbleibende Einwohnerzahl trotzdem mit einer starken Alterung verbunden sein kann.
  2. Politische Folgen beurteilen: Untersuche, wie sich eine alternde Bevölkerung gleichzeitig auf Arbeitsmarkt, Rente und Pflege auswirkt.
  3. Maßnahmen vergleichen: Vergleiche Familienpolitik und Zuwanderungspolitik als Reaktionen auf den demografischen Wandel.
  4. Szenarien bewerten: Begründe, warum Bevölkerungsvorausberechnungen nicht als sichere Vorhersagen dargestellt werden dürfen.
  5. Interessen abwägen: Entwickle einen Kompromiss zwischen den Interessen jüngerer Beitragszahlender und älterer Rentenempfangender.
  6. Regionale Strategie entwerfen: Zeige, warum eine wachsende Großstadt andere Maßnahmen braucht als eine schrumpfende Landgemeinde.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du:

  1. die Grundformel der Bevölkerungsentwicklung erklären,
  2. natürliche Bevölkerungsbilanz und Wanderungssaldo unterscheiden,
  3. eine Bevölkerungspyramide sachgerecht auswerten,
  4. wichtige Entwicklungen in Deutschland beschreiben,
  5. Folgen für Sozialstaat, Arbeitsmarkt und Kommunen erläutern,
  6. politische Maßnahmen mit Vor- und Nachteilen beurteilen,
  7. amtliche Daten von Prognosen und Meinungen unterscheiden,
  8. eigene Bewertungen mit Daten und nachvollziehbaren Argumenten begründen.




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