Beschaffung von Werkstoffen und Betriebsmitteln - Schmied 1


Beschaffung von Werkstoffen und Betriebsmitteln - Schmied 1
Beschaffung von Werkstoffen und Betriebsmitteln - Schmied
Einleitung
Die fachgerechte Beschaffung entscheidet in einer Schmiede darüber, ob Werkstücke termingerecht, wirtschaftlich, sicher und in der geforderten Qualität hergestellt werden können. Du musst nicht nur wissen, was bestellt werden soll, sondern auch welche Werkstoffgüte, Abmessung, Lieferform, Menge, Dokumentation und Lieferzeit erforderlich sind. Bei Betriebsmitteln kommen technische Eignung, Arbeitsschutz, Wartbarkeit, Energiebedarf und Lebenszykluskosten hinzu.
Der Begriff Schmied wird in diesem Lernkurs als Tätigkeitsbezeichnung verwendet. Im deutschen Handwerk gehören viele Schmiedekompetenzen heute besonders zur Ausbildung Metallbauer/in der Fachrichtung Metallgestaltung. Der Ausbildungsrahmenplan nennt unter anderem die Auswahl schmiedbarer Werkstoffe, das Bestimmen von Ausgangsabmessungen, die Wärmeführung sowie den Umgang mit Kohle- und Gasschmiedefeuern.

Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du Werkstoffe, Hilfsstoffe, Betriebsstoffe und Betriebsmittel fachlich unterscheiden. Du kannst einen Beschaffungsbedarf aus Zeichnung, Arbeitsauftrag und Lagerbestand ableiten, eine eindeutige Anfrage formulieren, Angebote quantitativ und qualitativ vergleichen, eine Bestellung prüfen sowie den Wareneingang und die Lagerung organisieren. Außerdem kannst Du typische Beschaffungsrisiken einer Schmiede bewerten und wirtschaftliche, qualitative, ökologische und sicherheitstechnische Kriterien miteinander abwägen.
Fachliche Grundlagen
Werkstoffe, Hilfsstoffe, Betriebsstoffe und Betriebsmittel
Werkstoffe gehen als wesentlicher Bestandteil in das Erzeugnis ein. In einer Schmiede sind das beispielsweise Stabstahl, Werkzeugstahl, nichtrostender Stahl, Bleche oder Kupferlegierungen. Häufig werden sie als Halbzeuge in Form von Rund-, Vierkant- oder Flachmaterial, Profilen, Rohren und Blechen beschafft.
Hilfsstoffe werden Bestandteil des Produkts, haben mengenmäßig aber meist eine untergeordnete Bedeutung. Beispiele können Schweißzusätze, Lot oder bestimmte Beschichtungsstoffe sein. Die betriebliche Zuordnung muss sich am tatsächlichen Verwendungszweck orientieren.
Betriebsstoffe werden im Fertigungsprozess verbraucht, gehen aber normalerweise nicht als wesentlicher Bestandteil in das Werkstück ein. Dazu zählen etwa Schmiedekohle, Brenngas, elektrische Energie, Schmierstoffe und Reinigungsmittel.
Betriebsmittel werden wiederholt für die Leistungserstellung genutzt. Typische Beispiele sind Schmiedefeuer, Gasesse, Amboss, Lufthammer, Federhammer, Zangen, Hämmer, Schweißgerät, Absauganlage, Messmittel und Hebezeug. Persönliche Schutzausrüstung wird gesondert als PSA betrachtet.

Schmiedbare Werkstoffe richtig auswählen
Die Auswahl beginnt bei der Funktion des späteren Bauteils. Belastung, Zähigkeit, Härte, Korrosionsbeständigkeit, Schweißbarkeit, Wärmebehandelbarkeit, Oberflächenanforderung und Gestaltung bestimmen die Werkstoffwahl. Für die Beschaffung genügt die Angabe „Stahl“ nicht. Benötigt werden je nach Auftrag eine eindeutige Werkstoffbezeichnung, die Abmessung, die Lieferform, der Lieferzustand, die erforderliche Menge, zulässige Toleranzen und gegebenenfalls ein Prüfzeugnis.
Für das Schmieden ist die Schmiedbarkeit besonders wichtig. Sie beschreibt, wie gut sich ein Werkstoff unter Druck plastisch umformen lässt, ohne unzulässige Risse oder andere Fehler zu bilden. Legierungsgehalt, Gefüge, Temperatur und Umformgeschwindigkeit beeinflussen das Verhalten. Die konkrete Schmiedetemperatur wird nicht pauschal geschätzt, sondern aus betrieblichen Arbeitsunterlagen, Werkstoffdaten und fachlichen Vorgaben abgeleitet.


Bedarfsermittlung
Ausgangspunkt ist der Arbeitsauftrag. Du prüfst Zeichnung, Stückliste, Arbeitsplan, Liefertermin und Qualitätsanforderungen. Danach vergleichst Du den Bruttobedarf mit dem verwertbaren Lagerbestand und bereits bestellten Mengen. Der Nettobedarf berücksichtigt außerdem technisch begründete Zuschläge für Trennverluste, Zunder, Probestücke oder Ausschuss. Zuschläge dürfen nicht willkürlich sein; sie sollen aus Erfahrungswerten, Arbeitsplanung und betrieblicher Kalkulation stammen.
Bei Schmiedeteilen ist die Ausgangsabmessung so zu bestimmen, dass ausreichend Volumen für das Fertigteil vorhanden ist. Dabei sind Querschnitt, Länge, Umformfolge und Materialverlust zu beachten. Eine zu knappe Bestellung gefährdet den Termin, eine überhöhte Bestellung bindet Kapital und Lagerfläche.
Beschaffungsspezifikation und Anfrage
Eine gute Spezifikation verhindert Missverständnisse. Eine Anfrage für Vierkantstahl kann beispielsweise enthalten: Werkstoffbezeichnung, Kantenmaß, Länge, Lieferzustand, Geradheit oder Oberflächenanforderung, Gesamtmenge, gewünschte Zuschnitte, Kennzeichnung, Prüfbescheinigung, Verpackung, Lieferort und Liefertermin. Bei Betriebsmitteln kommen Leistungsdaten, Arbeitsbereich, Anschlusswerte, Schutzeinrichtungen, Dokumentation, Ersatzteilversorgung, Einweisung und Wartungsangebot hinzu.
Die Anfrage ist noch keine Bestellung. Sie dient dazu, vergleichbare Angebote zu erhalten. Nur wenn alle Lieferanten dieselbe technische und kaufmännische Grundlage bekommen, ist ein belastbarer Angebotsvergleich möglich.
Der Beschaffungsprozess
Lieferantensuche und Lieferantenbewertung
Mögliche Lieferanten werden nach Fachsortiment, Lieferfähigkeit, Qualitätsmanagement, Entfernung, Service und bisherigen Erfahrungen ausgewählt. Für Werkstoffe einer Schmiede ist wichtig, ob Güte, Abmessung, Charge und Dokumente nachvollziehbar sind. Bei Sonderabmessungen können Mindestbestellmenge, Sägekosten und Restlängen entscheidend sein.
Ein Lieferant mit dem niedrigsten Listenpreis ist nicht automatisch die wirtschaftlichste Wahl. Verspätete Lieferungen, falsche Werkstoffgüten oder schlechte Zuschnittqualität können Stillstand, Nacharbeit und Ausschuss verursachen. Deshalb wird die Lieferantenleistung nach dokumentierten Kriterien bewertet.

Quantitativer Angebotsvergleich
Beim quantitativen Vergleich wird der Bezugspreis ermittelt. Ein übliches Schema lautet:
- Listeneinkaufspreis: Ausgangspreis des Angebots
- Lieferrabatt: Abzug vom Listeneinkaufspreis
- Zieleinkaufspreis: Preis nach Rabatt
- Lieferskonto: möglicher Abzug bei fristgerechter Zahlung
- Bareinkaufspreis: Preis nach Skonto
- Bezugskosten: beispielsweise Fracht, Verpackung oder Zuschnitt
- Bezugspreis: tatsächlicher Einstandspreis der beschafften Ware
Verglichen werden identische Mengen, Qualitäten und Lieferbedingungen. Bei unterschiedlichen Stablängen oder Zuschnittvarianten ist zusätzlich der nutzbare Materialanteil zu betrachten. Ein niedriger Kilopreis kann durch hohe Reststücke oder zusätzliche Bearbeitung unwirtschaftlich werden.
Qualitativer Angebotsvergleich
Qualitative Kriterien werden gewichtet und nachvollziehbar bewertet. Typische Kriterien sind Werkstoff- und Dokumentationssicherheit, Termintreue, Reklamationsbearbeitung, Zuschnittqualität, Mindestmenge, Verpackung, Rückverfolgbarkeit, Beratung, Erreichbarkeit und ökologische Leistung. Eine Nutzwertanalyse kann helfen, mehrere Kriterien transparent zusammenzuführen. Die Gewichtung muss zum Auftrag passen: Bei einem sicherheitsrelevanten Einzelstück kann die nachgewiesene Werkstoffqualität wichtiger sein als ein kleiner Preisvorteil.
Bestellung und Terminüberwachung
Die Bestellung übernimmt die freigegebenen technischen und kaufmännischen Angaben. Dazu gehören Artikel oder Leistungsumfang, Werkstoff, Abmessung, Menge, Preis, Liefertermin, Lieferort, Dokumente und vereinbarte Bedingungen. Die Auftragsbestätigung wird mit der Bestellung abgeglichen. Abweichungen bei Güte, Menge, Preis oder Termin müssen vor der Lieferung geklärt werden.
Bei langen Beschaffungszeiten oder projektkritischen Teilen wird der Termin aktiv überwacht. Für wichtige Betriebsmittel kann eine Abnahme beim Hersteller, eine Einweisung oder eine Inbetriebnahme vereinbart werden. Änderungen werden dokumentiert, damit Einkauf, Arbeitsvorbereitung, Lager und Werkstatt mit demselben Stand arbeiten.
Wareneingang, Lagerung und Qualitätssicherung
Wareneingangsprüfung
Beim Wareneingang prüfst Du nicht nur, ob „Stahl geliefert“ wurde. Zur Prüfung gehören je nach Auftrag:
- Identitätsprüfung: Stimmen Bestellung, Lieferschein, Kennzeichnung und Werkstoff überein?
- Mengenprüfung: Stimmen Stückzahl, Länge, Masse oder Gebindezahl?
- Sichtprüfung: Gibt es Korrosion, Risse, Verformung, Transportschäden oder Verwechslungen?
- Maßprüfung: Stimmen Querschnitt, Länge und vereinbarte Toleranzen?
- Dokumentenprüfung: Sind Prüfbescheinigung, Charge und weitere Nachweise vollständig?
- Funktionsprüfung: Erfüllt ein Betriebsmittel die vereinbarte Funktion und Ausstattung?
Abweichende Ware wird gekennzeichnet und getrennt gelagert, damit sie nicht versehentlich verarbeitet wird. Danach folgt die dokumentierte Entscheidung über Nachlieferung, Nacharbeit, Preisnachlass oder Rücksendung.

Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung
Wenn ein Auftrag eine bestimmte Werkstoffgüte oder Prüfbescheinigung verlangt, muss die Zuordnung vom Dokument zum Material erhalten bleiben. Beim Ablängen werden Reststücke so gekennzeichnet, dass Güte und gegebenenfalls Charge weiter erkennbar sind. Unleserliche oder vertauschte Kennzeichnungen können dazu führen, dass technisch brauchbares Material nicht mehr sicher verwendet werden darf.
Sachgerechte Lagerung
Langmaterial wird standsicher, zugänglich und nach Werkstoff, Abmessung und Auftrag getrennt gelagert. Korrosion, Verschmutzung, Beschädigung und Vermischung sind zu vermeiden. Schwere Teile müssen mit geeigneten Anschlagmitteln bewegt werden. Betriebsstoffe und Gefahrstoffe werden entsprechend Kennzeichnung, Sicherheitsdatenblatt und betrieblicher Lagerordnung aufbewahrt. Gasflaschen sind gegen Umfallen zu sichern und nur nach den geltenden betrieblichen Schutzregeln bereitzustellen.
Werkzeuge und Messmittel benötigen feste Lagerplätze. Prüfmittel werden vor Beschädigung geschützt und nach betrieblicher Vorgabe überwacht. Verschleißteile für Schmiedefeuer, Lufthammer, Absaugung oder Schleiftechnik werden so bevorratet, dass ungeplante Stillstände vermieden werden, ohne unnötig Kapital zu binden.

Beschaffung von Betriebsmitteln
Technische und wirtschaftliche Auswahl
Bei einem neuen Schmiedehammer reicht der Kaufpreis als Entscheidungskriterium nicht aus. Du vergleichst Arbeitsbereich, Schlagenergie oder Leistung, Regelbarkeit, Fundamentbedarf, Lärm, Schwingungen, Energieversorgung, Absaugung, Schutzkonzept, Bedienbarkeit und Platzbedarf. Hinzu kommen Lieferzeit, Montage, Einweisung, Wartung, Ersatzteile und erwartete Nutzungsdauer.
Die Lebenszykluskosten umfassen neben dem Anschaffungspreis unter anderem Energie, Verbrauchsmittel, Wartung, Prüfung, Ausfall, Reparatur und Entsorgung. Ein teureres Betriebsmittel kann wirtschaftlicher sein, wenn es länger verfügbar, energiesparender, sicherer oder leichter instand zu halten ist.
Vor der Nutzung wird geprüft, ob das Betriebsmittel vollständig dokumentiert, für die Aufgabe geeignet, betrieblich freigegeben und sicher verwendbar ist. Beschäftigte müssen für die Bedienung unterwiesen sein.
Instandhaltung und Ersatzbeschaffung
Betriebsmittel werden nicht erst ersetzt, wenn sie vollständig ausfallen. Wartungsplan, Störungsdaten, Verschleiß, Prüfungen und Ersatzteilverfügbarkeit liefern Hinweise auf den richtigen Zeitpunkt. Bei einer Reparaturentscheidung werden Restnutzungsdauer, Sicherheitszustand, Reparaturkosten und Produktionsrisiko berücksichtigt. Für häufig ausfallende oder kritische Komponenten kann eine definierte Ersatzteilstrategie sinnvoll sein.
Nachhaltigkeit und Risikomanagement
Nachhaltige Beschaffung verbindet technische Eignung mit Ressourceneffizienz. Geeignete Maßnahmen sind bedarfsgerechte Zuschnittpläne, Mehrwegverpackung, gebündelte Lieferungen, sortenreine Schrotttrennung, reparierbare Betriebsmittel und die Berücksichtigung von Energieverbrauch und Transportweg. Recyclinganteil oder regionale Herkunft dürfen die geforderte Werkstoffqualität nicht ersetzen; sie sind zusätzliche Bewertungskriterien.
Typische Risiken sind Lieferausfall, Preisschwankung, Qualitätsmängel, lange Wiederbeschaffungszeit, Abhängigkeit von nur einem Lieferanten, fehlende Dokumente und Maschinenstillstand. Gegenmaßnahmen sind qualifizierte Alternativlieferanten, angemessene Sicherheitsbestände, klare Spezifikationen, Terminüberwachung und dokumentierte Wareneingangsprüfungen.
Praxisbeispiel: Material für geschmiedete Wandhaken
Eine Schmiede soll eine Kleinserie geschmiedeter Wandhaken herstellen. Aus Zeichnung und Probeschmiedung wird Vierkantstahl einer festgelegten Güte benötigt. Du ermittelst Fertigteilvolumen, Ausgangslänge, Trennverlust und einen begründeten Zuschlag. Anschließend prüfst Du den Lagerbestand und formulierst eine Anfrage mit Güte, Kantenmaß, Lieferlänge, Menge, Zuschnittwunsch, Termin und Kennzeichnung.
Angebot A hat den niedrigeren Kilopreis, verlangt aber eine große Mindestmenge. Angebot B ist je Kilogramm teurer, liefert passende Zuschnitte, ein gefordertes Prüfzeugnis und früher. Die Entscheidung wird nicht allein am Listenpreis getroffen. Du vergleichst Bezugspreis, Materialausnutzung, Kapitalbindung, Terminrisiko, Dokumentationsqualität und erwartete Nacharbeit. Nach der Lieferung werden Kennzeichnung, Maße, Menge, Oberfläche und Unterlagen geprüft. Erst nach Freigabe gelangt das Material in die Fertigung.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist in einer Schmiede ein Betriebsmittel? (Lufthammer) (!Vierkantstahl) (!Schmiedekohle) (!Schweißzusatz)
Welche Angabe macht eine Werkstoffbestellung eindeutig? (Werkstoffbezeichnung) (!Farbe des Lieferwagens) (!Name des Fahrers) (!Wetter am Liefertag)
Was beschreibt die Schmiedbarkeit? (Eignung eines Werkstoffs zur plastischen Umformung) (!Höhe des Verkaufspreises) (!Länge der Lieferstrecke) (!Farbe der Verpackung)
Was steht am Anfang eines geordneten Beschaffungsprozesses? (Bedarfsermittlung) (!Rechnungsablage) (!Entsorgung) (!Reklamationsabschluss)
Welche Kosten werden zum Bareinkaufspreis addiert? (Bezugskosten) (!Lieferrabatt) (!Lieferskonto) (!Verkaufserlös)
Welches Kriterium gehört zum qualitativen Angebotsvergleich? (Lieferzuverlässigkeit) (!Addierter Rechnungsbetrag) (!Rabatt in Euro) (!Frachtkosten in Euro)
Was wird bei der Identitätsprüfung kontrolliert? (Übereinstimmung von Bestellung Kennzeichnung und Lieferung) (!Gewinn des Lieferanten) (!Arbeitszeit des Fahrers) (!Alter des Lagerregals)
Warum werden Reststücke weiterhin gekennzeichnet? (Damit Werkstoff und Charge rückverfolgbar bleiben) (!Damit sie schwerer werden) (!Damit die Schmiedetemperatur steigt) (!Damit keine Bestellung nötig ist)
Was geschieht mit nicht freigegebener Ware? (Sie wird gekennzeichnet und getrennt gelagert) (!Sie wird sofort verarbeitet) (!Sie wird ohne Prüfung vermischt) (!Sie wird grundsätzlich verschrottet)
Was gehört zu den Lebenszykluskosten eines Betriebsmittels? (Wartungs- und Energiekosten) (!Nur der Listenpreis) (!Nur die Mehrwertsteuer) (!Nur der Rabatt)
Memory
| Werkstoff | Wird wesentlicher Bestandteil des Erzeugnisses |
| Betriebsstoff | Wird im Prozess verbraucht |
| Betriebsmittel | Wird wiederholt zur Leistungserstellung genutzt |
| Halbzeug | Vorgefertigte Lieferform zur Weiterverarbeitung |
| Bezugspreis | Einstandspreis einschließlich Bezugskosten |
| Schmiedbarkeit | Eignung zur plastischen Umformung |
| Wareneingang | Annahme und Prüfung einer Lieferung |
| Rückverfolgbarkeit | Zuordnung von Material Kennzeichnung und Dokument |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Beschaffungsschritt |
|---|---|
| Bedarf feststellen | Bedarfsermittlung |
| Anforderungen eindeutig beschreiben | Spezifikation |
| Preis und Leistung bewerten | Angebotsvergleich |
| Lieferung mit Bestellung abgleichen | Wareneingangsprüfung |
| Material geschützt und gekennzeichnet aufbewahren | Lagerung |
Kreuzworträtsel
| Halbzeug | Wie heißt eine vorgefertigte Lieferform zur Weiterverarbeitung? |
| Lieferant | Wer bietet Werkstoffe oder Betriebsmittel an? |
| Messschieber | Welches Prüfmittel misst Außen Innen und Tiefenmaße? |
| Bezugspreis | Wie heißt der Einstandspreis einschließlich Bezugskosten? |
| Schmiedbarkeit | Welche Eigenschaft beschreibt die Eignung zum Schmieden? |
| Wareneingang | Wo werden gelieferte Waren angenommen und geprüft? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Werkstoffliste: Erstelle für fünf typische Schmiedeaufträge eine Tabelle mit Werkstück, Werkstoff, Lieferform und benötigter Abmessung.
- Betriebsmittel-Rundgang: Fotografiere oder skizziere in Deiner Werkstatt sechs Betriebsmittel und beschreibe jeweils Einsatz und Beschaffungsrisiko.
- Wareneingangscheck: Entwirf eine kurze Checkliste für die Annahme einer Lieferung Vierkantstahl.
- Begriffskarten: Gestalte Lernkarten zu Werkstoff, Hilfsstoff, Betriebsstoff, Halbzeug und Betriebsmittel.
Standard
- Anfrage erstellen: Formuliere eine vollständige Anfrage für Stahl einer festgelegten Güte und Abmessung für eine Kleinserie.
- Angebotsvergleich: Entwickle zwei fiktive Angebote und vergleiche sie quantitativ sowie anhand von fünf qualitativen Kriterien.
- Lagerplan: Zeichne einen Lagerplan für Langmaterial, Reststücke, Betriebsstoffe und gesperrte Ware und begründe die Trennung.
- Lieferanteninterview: Befrage einen Stahlhändler oder den Einkauf Deines Ausbildungsbetriebs zu Mindestmengen, Zuschnitten, Zeugnissen und Lieferzeiten.
Schwer
- Nutzwertanalyse: Entwickle eine gewichtete Nutzwertanalyse für die Beschaffung einer Gasesse oder eines Schmiedehammers.
- Risikomatrix: Bewerte mindestens acht Beschaffungsrisiken nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung und leite Gegenmaßnahmen ab.
- Materialausnutzung: Plane Zuschnitte für eine Kleinserie so, dass Reststücke und Trennverluste minimiert werden, und dokumentiere Deine Annahmen.
- Beschaffungsprojekt: Erstelle ein vollständiges Beschaffungskonzept vom Arbeitsauftrag bis zur Rechnungsprüfung einschließlich Formblättern und Präsentation.


Lernkontrolle
- Fallanalyse Werkstoffverwechslung: Eine Lieferung trägt uneindeutige Kennzeichnungen, der Fertigungstermin ist morgen. Entwickle eine fachlich begründete Vorgehensweise, die Qualität und Termin berücksichtigt.
- Entscheidung Mindestmenge: Ein günstiger Lieferant verlangt eine hohe Mindestmenge, ein teurer Anbieter liefert passende Zuschnitte. Vergleiche beide Optionen anhand von Gesamtkosten, Lagerbindung und Risiko.
- Transfer Betriebsmittel: Übertrage den Beschaffungsprozess für Stahl auf die Anschaffung eines Lufthammers und erläutere, welche zusätzlichen Prüfkriterien entstehen.
- Reklamationsstrategie: Bei der Wareneingangsprüfung werden Maßabweichungen festgestellt. Entwickle Entscheidungskriterien für Nacharbeit, Preisnachlass, Ersatzlieferung oder Rücksendung.
- Nachhaltigkeitskonflikt: Ein regionaler Lieferant ist teurer, bietet Mehrwegverpackung und kurze Lieferwege. Begründe eine Entscheidung, ohne technische Qualität und Lieferfähigkeit zu vernachlässigen.
- Kennzahlensystem: Entwirf vier Kennzahlen, mit denen eine Schmiede Lieferqualität, Termintreue, Bestandskosten und Materialausnutzung beobachten kann.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:
- Werkstoffe, Halbzeuge, Hilfsstoffe, Betriebsstoffe und Betriebsmittel sicher unterscheiden kannst.
- einen Nettobedarf aus Arbeitsauftrag, Bestand und begründeten Zuschlägen ableiten kannst.
- eine eindeutige technische und kaufmännische Beschaffungsspezifikation formulierst.
- quantitative und qualitative Angebotskriterien nachvollziehbar vergleichst.
- eine Wareneingangsprüfung einschließlich Dokumentation und Umgang mit Abweichungen planst.
- Lagerung, Kennzeichnung, Rückverfolgbarkeit und Arbeitsschutz miteinander verknüpfst.
- Lebenszykluskosten, Nachhaltigkeit und Beschaffungsrisiken in einer begründeten Entscheidung berücksichtigst.
OERs zum Thema
Quellen und Vertiefung
- Verordnung über die Berufsausbildung zum Metallbauer und zur Metallbauerin
- Ausbildungsrahmenplan Metallbauer und Metallbauerin
- BERUFENET Metallbauer und Metallbauerin Fachrichtung Metallgestaltung
- Wikimedia Commons Kategorie Schmieden
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