Zum Inhalt springen

Beschaffung Einkauf und Lieferanten – Engpässe durch Alternativen abfedern

Aus MOOCsWiki Staging
aiMOOC-Siegel aiMOOC

Beschaffung Einkauf und Lieferanten – Engpässe durch Alternativen abfedern

QR-Code


Beschaffung Einkauf und Lieferanten – Engpässe durch Alternativen abfedern

Ausbildung | Lernzeit: etwa 55–70 Minuten | 7 kurze Lerneinheiten

Leitfrage: Wie hältst Du den Betrieb lieferfähig, ohne unzulässige Ersatzprodukte einzukaufen?

Lernziele: Du erkennst Engpässe, prüfst Alternativen gegen Muss-Kriterien, kalkulierst Bezugspreise, holst Freigaben ein und dokumentierst die Entscheidung.

Modellhinweis: Alle Namen, Angebote, Preise, Mengen, Termine, Budgets und betrieblichen Abläufe im Fall sind frei erfunden. Die Freigabekette ist eine didaktische Modellannahme, keine für jedes Unternehmen gesetzlich vorgeschriebene Einheitsregel. Rechtsstand der verlinkten deutschen und europäischen Grundlagen: 11. Oktober 2026.

Bildimpuls: Was passiert, wenn genau der benötigte Karton im Lager fehlt?


Einleitung

Merksatz: Ein schneller Ersatz ist nur dann eine Lösung, wenn er fachlich geeignet, rechtlich zulässig und betrieblich freigegeben ist. Der günstigste Artikel ist nicht automatisch der richtige.

Video: Beschaffungsprozess. Beobachtungsauftrag: Welche Schritte liegen vor und nach der Bestellung?


Lerneinheit 1 – Der Ausbildungsfall (7 Minuten)

Du bist in der Einkaufsabteilung des fiktiven Lernbetriebs „Versandwerk“. Die ebenfalls fiktiven Personen Kim (Azubi), Noa (Qualitätssicherung) und Eli (Einkaufsleitung) bearbeiten einen Engpass.

Auftragskarte: Bis Tag 4 werden 600 Versandkartons benötigt. Im Lager ist kein geeigneter Bestand mehr. Das Netto-Budget inklusive Fracht beträgt 650 €.

Verbindliche Muss-Kriterien Modellannahme
Innenmaß 300 × 200 × 150 mm
Ausführung Zweiwellige Wellpappe
Belastbarkeit Mindestens 12 kg laut geeignetem Nachweis
Termin Spätestens Tag 4
Freigabe Artikelprüfung durch Noa, Lieferanten- und Budgetfreigabe durch Eli

Gesprächsmedium 1 – Alarm im Einkauf (fiktiver Rollendialog):

Stimme Aussage
Kim „Der Stammlieferant schafft es erst an Tag 9.“
Eli „Prüfe sofort Alternativen. Bitte keine Bestellung ohne Freigabe.“
Noa „Ähnlich aussehende Kartons sind nicht automatisch gleich belastbar.“

Basisimpuls: Markiere die vier Produkt-/Terminanforderungen. Erkläre Deiner Partnerperson, warum ein Karton mit nur 8 kg Tragfähigkeit ausscheidet.


Lerneinheit 2 – Lieferanten und Produkte vergleichen (9 Minuten)

Vergleiche nicht das Aussehen, sondern Datenblatt, Muster und Eignung.

Produkt- und Angebotsvergleich: Alle Lieferanten A–D und ihre Daten sind fiktiv. Alle Preise sind netto; Fracht fällt je Gesamtbestellung einmal an. Alle Angebote gelten für 600 Stück.

Lieferant Produkt / Nachweis Lieferung Stückpreis Fracht Netto-Bezugspreis Vorentscheidung
A Vorgabe erfüllt Tag 9 0,72 € 30 € 462 € Zu spät
B Einwellig, 8 kg Tag 2 0,62 € 40 € 412 € Nicht zulässig
C Zweiwellig, 14 kg, Maß passend Tag 3 0,84 € 48 € 552 € Freigaben offen
D Zweiwellig, 12 kg, Maß passend Tag 4 1,02 € 0 € 612 € Bereits freigegeben

Fallentscheidung: D ist unter den Modellannahmen sofort bestellfähig. C ist eine mögliche günstigere Alternative, aber erst nach erfolgreicher Artikel-, Lieferanten- und Budgetfreigabe. B bleibt ausgeschlossen, auch wenn der Preis verlockend ist. A verfehlt den Termin.

Bildauftrag: Welche Aussagen über die Tragfähigkeit kannst Du aus einem Foto gerade nicht sicher ableiten?

Gestufte Hilfe: Hilfekarte 1: Trenne Muss-Kriterien und Wunschkriterien. Hilfekarte 2: Streiche zunächst B und A. Hilfekarte 3: Vergleiche danach Freigabestatus, Termin und Gesamtkosten von C und D.


Lerneinheit 3 – Freigaben statt Schnellschuss (7 Minuten)

Freigabepfad im Übungsbetrieb:

Schritt Prüffrage Nachweis
Produktspezifikation Stimmen Maß, Aufbau, Belastbarkeit und Einsatz? Datenblatt, passender Prüfnachweis, ggf. Muster
Qualitätssicherung Ist der Ersatz für die Anwendung geeignet? Dokumentierte Artikelentscheidung
Lieferant Darf dieser Anbieter im Betrieb eingesetzt werden? Dokumentierte Lieferantenfreigabe
Kaufmännische Freigabe Sind Termin, Menge und Budget vertretbar? Entscheidung durch Eli
Bestellung Ist genau der freigegebene Artikel bezeichnet? Bestellbeleg mit Artikelversion

Gesprächsmedium 2 – Rückruf bei C (fiktiv):

Stimme Aussage
Kim „Können Sie uns den aktuellen Prüfnachweis und ein Muster zur Verfügung stellen?“
Lieferant C „Ein Datenblatt ist vorhanden. Die Prüfung Ihres Musterkartons läuft noch.“
Kim „Danke. Ich kennzeichne das Angebot bis zur internen Freigabe als nicht bestellbar.“

Anwendungsfall: Formuliere einen Ein-Satz-Vermerk für den Einkauf: „C ist …, weil …“. Musterfeedback: „C ist nur ein Freigabekandidat, weil technische Eignung und Lieferantenstatus noch dokumentiert bestätigt werden müssen.“ Eine mündliche Zusage ersetzt diese Prüfung nicht.

Wichtig: Bei Lebensmitteln, Elektroartikeln, Chemikalien oder sicherheitsrelevanten Bauteilen können zusätzliche produktspezifische Pflichten bestehen. Eine interne Freigabe hebt geltendes Recht nicht auf. Die EU-Produktsicherheitsverordnung 2023/988 betrifft grundsätzlich Verbraucherprodukte in ihrem Anwendungsbereich; sie ist kein pauschaler Prüfmaßstab für jede industrielle Beschaffung.


Lerneinheit 4 – Bezugspreis und Budget (8 Minuten)

Erklärvideo zur Bezugskalkulation. Übertrage das Rechenschema auf unseren Fall.

Modellformel: Bezugspreis netto = Menge × Netto-Stückpreis + Netto-Fracht. Keine Rabatte oder Skonti sind in den Fallangeboten vereinbart.

Rechnung Ergebnis
C: 600 × 0,84 € + 48 € 552,00 € netto
D: 600 × 1,02 € + 0 € 612,00 € netto
Budgetrest bei D: 650 € − 612 € 38,00 € netto
Beispiel D bei 19 % Umsatzsteuer: 612 € × 0,19 116,28 € Umsatzsteuer
Beispiel D: 612 € + 116,28 € 728,28 € brutto

Steuerannahme: Im fiktiven Fall handelt es sich um eine regulär mit 19 % steuerpflichtige Inlandslieferung. Für die Netto-Wirtschaftlichkeitsbetrachtung wird voller Vorsteuerabzug angenommen. Das ist keine allgemeine Aussage für sämtliche Betriebe und Leistungen. Der allgemeine Steuersatz folgt aus § 12 UStG.

Zweites Rechenvideo: Vergleiche den Rechenweg mit Deiner Lösung.

Basisaufgabe: Berechne B mit 600 Stück: 600 × 0,62 € + 40 € = ? Begründetes Feedback: 412,00 € stimmt rechnerisch. Der Preis macht B trotzdem nicht verwendbar, weil ein Muss-Kriterium verletzt ist.


Lerneinheit 5 – Bestellen, Anliefern, prüfen (7 Minuten)

Modellentscheidung: Eli gibt D im Budget frei. Noa bestätigt die vorhandene Artikelzulassung. Kim bestellt 600 Kartons D für 612 € netto und hält Artikelmerkmale, Termin und Freigaben fest.

Neuer Fallimpuls (fiktiv): An Tag 4 werden nur 590 Kartons angeliefert; davon sind 12 sichtbar beschädigt.

Ein Scan hilft bei der Zuordnung; die Qualitätsprüfung ersetzt er nicht.

Anwendungsfrage: Wie viele sind fehlend, wie viele zunächst zu sperren und wie viele sind nach der ersten Sichtprüfung unauffällig? Feedback: 10 fehlen, 12 beschädigte Kartons sperren, 578 sind zunächst unauffällig. Letztere dürfen erst nach der vorgesehenen Wareneingangsprüfung verwendet werden. Abweichungen zeitnah dokumentieren und mit dem Lieferanten klären.

Rechtlicher Hinweis: § 377 HGB verlangt bei einem Kauf, der für beide Seiten ein Handelsgeschäft ist, die unverzügliche Untersuchung und Mängelanzeige nach den gesetzlichen Voraussetzungen. Nicht jede beliebige Bestellung fällt automatisch darunter. Die vereinbarte Beschaffenheit ist auch für § 434 BGB wichtig.


Lerneinheit 6 – Gesprächs- und Entscheidungswerkstatt (8 Minuten)

Gesprächsmedium 3 – Zwei Rollen, ein Freigabeproblem (fiktive Simulation):

Rolle Gesprächskarte
Kim „C wäre netto 60 € günstiger. Darf ich dort direkt bestellen?“
Noa „Erst wenn Muster und erforderliche Nachweise passen.“
Eli „Wir gefährden die Lieferung nicht für eine ungeprüfte Ersparnis. Dokumentiere die Alternative für den nächsten Engpass.“

Interaktive kaufmännische Fallrunde: Arbeitet zu zweit: Person 1 telefoniert als Kim mit Lieferant C; Person 2 übernimmt C. Tauscht Rollen. Notiert drei prüfbare Zusagen: Artikel und Nachweise, verbindlicher Liefertermin, Preis inklusive Bezugskosten. Nehmt bei Bedarf ein eigenes 60-Sekunden-Rollenspielaudio auf, ohne echte Personen- oder Kundendaten.

Entscheidung A: C meldet eine pünktliche Lieferung, aber keinen technischen Nachweis. Feedback: Nicht bestellen; rechtzeitige Lieferung ersetzt die Eignungsprüfung nicht.

Entscheidung B: C erhält rechtzeitig alle Freigaben. Feedback: C kann dann für eine noch offene Bestellung eine wirtschaftliche Alternative sein, sofern Mengen, Risiko und Lieferzusage weiterhin passen; 552 € liegen 60 € unter D.

Entscheidung C: D ist bestellt, C wird ebenfalls freigegeben. Feedback: Keine Doppelbestellung auslösen; erst bestehende Vertragsbindung und tatsächlichen Bedarf prüfen.


Lerneinheit 7 – Recht und Dokumentation (5 Minuten)

Prüfkarte: Eine interne Entscheidung braucht nachvollziehbare Anforderungen, Angebotsdaten, Prüfnachweise, Freigaben, Bestellung, Wareneingangsbeleg und gegebenenfalls Mängelanzeige.

Rechnungskontrolle 2026: Bei einer gewöhnlichen B2B-Rechnung über mehr als 250 € prüfst Du insbesondere Name und Anschrift beider Unternehmen, Steuernummer oder USt-IdNr. des Leistenden, Rechnungsdatum, fortlaufende Rechnungsnummer, Menge und Warenart, Leistungszeitpunkt, Nettoentgelt sowie Steuersatz und Steuerbetrag (Regelfall nach § 14 Abs. 4 UStG; Ausnahmen/Sonderfälle möglich).

E-Rechnung: Seit 2025 müssen inländische Unternehmen grundsätzlich E-Rechnungen empfangen können. 2026 dürfen Rechnungsaussteller nach den Übergangsregeln des § 27 Abs. 38 UStG noch sonstige Rechnungen verwenden; eine einfache PDF-Datei ist keine strukturierte E-Rechnung. Bei E-Mail-PDF als sonstiger elektronischer Rechnung ist regelmäßig die Zustimmung des Empfängers nötig. Prüfe bei echten Fällen die jeweils einschlägigen Voraussetzungen.

Geschäftsbrief-Pflichten: Bei einer realen GmbH gelten für an bestimmte Empfänger gerichtete Geschäftsbriefe und Bestellscheine grundsätzlich die Angaben nach § 35a GmbHG (unter anderem Rechtsform, Sitz, Registergericht, Registernummer, Geschäftsführung). Die Gesprächskarten dieses Lernkurses sind keine rechtswirksamen Geschäftsbriefe oder Musterrechnungen.

Kurzcheck: Kein geeigneter Artikel? Nicht bestellen. Kein Freigabenachweis? Nachfragen. Lieferung abweichend? Prüfen, dokumentieren, klären.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welches Angebot verletzt eindeutig die erforderliche Belastbarkeit? (Lieferant B mit 8 kg) (!Lieferant A mit 12 kg) (!Lieferant C mit 14 kg) (!Lieferant D mit 12 kg)



Welche Alternative darf Kim nach den vorliegenden Freigaben unmittelbar bestellen? (Lieferant D) (!Lieferant B) (!Lieferant C ohne Freigabe) (!Lieferant A für Tag 4)



Wie hoch ist der Netto-Bezugspreis für 600 Kartons D? (612 Euro) (!600 Euro) (!552 Euro) (!728 Euro)



Wie hoch wäre der Netto-Bezugspreis für 600 Kartons C? (552 Euro) (!504 Euro) (!612 Euro) (!650 Euro)



Was ist bei Alternative C vor einer Bestellung notwendig? (Erforderliche Produkt und Lieferantenfreigaben dokumentieren) (!Nur den günstigeren Preis notieren) (!Mündliche Aussage ungeprüft übernehmen) (!Ohne Artikelprüfung bestellen)



Was ist ein Muss-Kriterium des fiktiven Bedarfs? (Mindestens 12 kg nachgewiesene Belastbarkeit) (!Immer der niedrigste Stückpreis) (!Nur ein bestimmter Herstellername) (!Lieferung erst nach Tag 9)



Wann ist die Untersuchungs und Rügepflicht nach Paragraf 377 HGB einschlägig? (Wenn der Kauf für beide Seiten ein Handelsgeschäft ist) (!Bei jedem privaten Kauf) (!Nur bei kostenlosem Versand) (!Nur bei Waren aus dem Ausland)



Welche Aussage über E-Rechnungen ist im Jahr 2026 zutreffend? (Eine einfache PDF ist keine strukturierte E-Rechnung) (!Jede PDF ist automatisch eine E-Rechnung) (!Unternehmen müssen keine E-Rechnung empfangen können) (!Die Pflichtangaben sind immer entbehrlich)



Welcher allgemeine Umsatzsteuersatz gilt im deutschen Modellfall? (19 Prozent) (!8 Prozent) (!12 Prozent) (!25 Prozent)



Welche vorbeugende Maßnahme mindert künftige Lieferengpässe? (Geeignete Zweitlieferanten rechtzeitig prüfen und freigeben) (!Ungeeignete Produkte stillschweigend austauschen) (!Prüfnachweise grundsätzlich weglassen) (!Immer nur einen Lieferanten anfragen)




Begründetes Quiz-Feedback

  1. 1: B unterschreitet 12 kg und ist deshalb nicht gleichwertig.
  2. 2: Nur D ist nach dem Übungsstand gleichzeitig geeignet, rechtzeitig und freigegeben.
  3. 3: 600 × 1,02 € ergeben 612 €; für D fällt keine Fracht an.
  4. 4: 600 × 0,84 € plus 48 € Fracht ergeben 552 €; das ersetzt keine Freigabe.
  5. 5: Ein geprüfter Freigabepfad schützt vor technischen und organisatorischen Fehlentscheidungen.
  6. 6: Belastbarkeit ist eine verbindliche Untergrenze und nicht gegen Rabatt eintauschbar.
  7. 7: § 377 HGB enthält die Voraussetzung eines beidseitigen Handelsgeschäfts.
  8. 8: Eine unstrukturierte PDF ist nach aktueller Definition nur eine sonstige Rechnung.
  9. 9: Für die im Fall angenommene regulär steuerpflichtige Inlandslieferung gelten 19 %.
  10. 10: Ein bereits geprüfter Zweitlieferant verkürzt die Reaktion auf Engpässe.


Memory

Spezifikation Verbindliche Produkteigenschaften
Freigabe Dokumentierte Genehmigung
Bezugskosten Fracht und Nebenkosten
Liefertermin Zugesagter Ankunftszeitpunkt
Sperrbestand Vorläufig unverwendbare Ware
Zweitlieferant Zusätzliche Bezugsquelle
Mängelanzeige Mitteilung einer Abweichung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Prozessschritt im Fall
Bedarf klären Menge und Stichtag
Anforderungen sichern Maße und Belastbarkeit
Alternativen einholen Angebotsunterlagen
Produktprüfung veranlassen Muster und Nachweise
Freigaben dokumentieren Qualität und Budget
Bestellung auslösen Freigegebener Artikel
Wareneingang prüfen Menge und Beschaffenheit





Kreuzworträtsel

Freigabe Wie heißt die dokumentierte Erlaubnis zur Beschaffung?
Spezifikation Wie heißt die verbindliche Beschreibung eines Artikels?
Fracht Wie nennt man Transportkosten beim Warenbezug?
Wareneingang Wie heißt die betriebliche Station nach der Anlieferung?
Lieferzeit Wie heißt die Dauer bis zur Bereitstellung der Ware?
Sperrbestand Wie nennt man vorläufig nicht nutzbare Ware im Lager?





LearningApps

Die LearningApps-Suche zeigt externe Angebote; Inhalt, Verfügbarkeit und Lizenzen einzelner Treffer sind gesondert zu prüfen.


Lückentext

Vervollständige den Text zum Ausbildungsfall.
Eine drohende Materialunterversorgung heißt

.
Im Übungsbetrieb werden

Kartons gebraucht.
Der Bedarf muss spätestens an

eintreffen.
Die geforderte Belastbarkeit beträgt mindestens

Kilogramm.
Lieferant B ist wegen zu geringer

ungeeignet.
Die passende Beschreibung der Ware heißt

.
Lieferant C braucht vor der Bestellung noch eine

.
Die Fracht gehört zu den

.
Das netto berechnete Angebot D kostet

Euro.
Die Prüfung bei der Anlieferung heißt

.
Beschädigte Kartons werden zunächst in den

gelegt.
Bei einem einschlägigen Handelskauf ist die rechtzeitige

wichtig.
Für den Modellfall gilt ein allgemeiner Umsatzsteuersatz von

Prozent.
Ein vorbereiteter

kann das Ausfallrisiko senken.



Offene Aufgaben

Arbeite mit erfundenen Daten. Schwierigkeitsprogression: Leicht = Basis, Standard = Anwendung, Schwer = Transfer. Vergleiche danach mit den kurzen Feedbackkriterien.


Leicht – Basis

  1. Bedarfsermittlung: Zeichne die Auftragskarte als kleines Piktogramm mit Menge, Termin und Budget.
  2. Spezifikation: Erstelle eine bebilderte Prüfkarte mit den vier Muss-Kriterien.
  3. Lieferantenvergleich: Markiere A bis D in einer eigenen Ampeltabelle und begründe die Farben.
  4. Wareneingang: Zeichne die 590 angelieferten Kartons als Mengenmodell und kennzeichne Fehlmenge und Beschädigung.


Standard – Anwendung

  1. Angebotsvergleich: Berechne die vier Netto-Bezugspreise selbst und kontrolliere sie mit der Tabelle.
  2. Beschaffung: Verfasse einen fiktiven Freigabevermerk für D mit zwei Sachargumenten.
  3. Geschäftskommunikation: Spiele das Telefonat mit C und erstelle eine 60-Sekunden-Audioaufnahme ohne Echtdaten.
  4. Mängelrüge: Formuliere eine sachliche interne Meldung zu den 10 fehlenden und 12 beschädigten Kartons.


Schwer – Transfer

  1. Risikomanagement: Entwickle einen zweiten Engpassfall, bei dem D unerwartet ausfällt, und plane eine sichere Reaktion.
  2. Nutzwertanalyse: Erstelle für ausschließlich freigegebene Angebote ein Scoring mit begründeten Gewichten für Kosten, Termin und Qualität.
  3. Supply-Chain-Management: Entwirf ein einfaches Zweitlieferanten-Konzept mit Prüfintervall und Eskalationsweg.
  4. Qualitätsmanagement: Produziere ein kurzes Erklärvideo „Warum billig nicht immer zulässig ist“ mit selbst erstellten Grafiken.


Feedback zu den offenen Aufgaben

  1. 1: Menge, Termin und Budget müssen sichtbar sein, sonst fehlt eine Entscheidungsgrundlage.
  2. 2: Alle Muss-Kriterien gehören hinein, weil nur ein vollständiger Soll-Ist-Abgleich trägt.
  3. 3: A spät, B unzulässig, C offen, D freigegeben: Preis allein erklärt die Ampel nicht.
  4. 4: Zeige 10 fehlende, 12 gesperrte und 578 zunächst unauffällige Stück; so werden Risiken getrennt.
  5. 5: A 462 €, B 412 €, C 552 €, D 612 €; nur ein zulässiges Angebot darf ausgewählt werden.
  6. 6: Der Vermerk soll Spezifikation, Termin, Kosten und tatsächliche Freigabe belegen.
  7. 7: Gute Rückfragen ergeben überprüfbare Zusagen und halten offene Nachweise fest.
  8. 8: Eine klare Meldung dokumentiert Menge, Art der Abweichung und weitere Klärung.
  9. 9: Ein Notfallplan braucht zulässige Bestände oder qualifizierte Anbieter statt ungeprüfter Abkürzungen.
  10. 10: Gewichtungen müssen transparent sein; Muss-Kriterien dürfen nicht durch hohe Punkte ausgeglichen werden.
  11. 11: Zwei geeignete Bezugsquellen reduzieren Abhängigkeit, erhöhen aber Prüf- und Koordinationsaufwand.
  12. 12: Das Video muss den Unterschied zwischen billig, geeignet und freigegeben nachvollziehbar zeigen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Beschaffungsrisiko: Angenommen, D fällt am Liefertag aus: Entwickle einen Ablauf mit Entscheidungspunkten, ohne auf B auszuweichen.
  2. Wirtschaftlichkeit: Beurteile, unter welchen dokumentierten Voraussetzungen C trotz zunächst offener Freigaben wirtschaftlich die bessere Wahl werden kann.
  3. Produktsicherheit: Erkläre an einem eigenen Beispiel, warum eine interne Unterschrift einen rechtlich unzulässigen Ersatz nicht erlaubt.
  4. Lieferantenmanagement: Vergleiche die Risiken von nur einem Stammlieferanten mit einem vorab qualifizierten Zweitlieferanten.
  5. Prozesskontrolle: Entwickle eine Prüf- und Dokumentationskette von der Anfrage bis zur Mängelanzeige und begründe jeden Schritt.
  6. Geschäftsprozesse: Übertrage das Freigabeprinzip vom Karton auf ein sicherheitsrelevantes Ersatzteil und benenne zusätzliche Prüffragen, ohne dessen Zulässigkeit zu unterstellen.


Lernnachweis

Als Lernnachweis reichst Du eine zweiseitige Fallmappe ein: (1) Muss-Kriterien und Vergleichstabelle, (2) richtige Netto-Kalkulation, (3) dokumentierten Freigabe- und Bestellweg, (4) Reaktion auf die Wareneingangsabweichung, (5) begründete Transferentscheidung. Beurteilung: fachliche Eignung 35 %, wirtschaftliche Rechnung 20 %, Freigaben und Dokumentation 25 %, Begründung und Transfer 20 %. Keine externen echten Geschäfts- oder Personendaten verwenden.


OERs zum Thema

Fachquellen (geprüft am 11.10.2026):

  1. § 434 BGB – vereinbarte und objektive Beschaffenheit.
  2. § 377 HGB – Untersuchung und Rüge beim beiderseitigen Handelskauf.
  3. § 12 UStG – Steuersätze.
  4. § 14 UStG – Rechnungsangaben.
  5. BMF: E-Rechnung, FAQ 2026 – aktuelle Übergangsregelungen.
  6. Produktsicherheitsverordnung EU 2023/988 – Anwendungsbereich und Sicherheitsanforderungen.
  7. Fraunhofer IML: Lieferantenauswahl – Kriterien statt reinem Preisvergleich.
  8. HubbS: Berufliche Lernsituationen – Angebotsvergleich und Bestellung.

Bildrechte und Mediennachweise:

  1. Lagerregale: Nenad Stojković / Shixart1985, CC BY 2.0, unverändert.
  2. Wellpappkartons: Excel23, CC BY-SA 4.0, unverändert.
  3. Wellpappe am Band: Streetsoda, CC0 1.0, unverändert.
  4. Checkliste: Arjunaraoc, CC0 1.0, unverändert.
  5. Einkaufswagen: Jbarta, CC0 1.0, unverändert.
  6. Lieferwagen: Juhele / OpenClipart, CC0 1.0, unverändert.
  7. Barcodescanner: Argox, CC BY 1.0, unverändert.

Videorechte: Die drei verifizierten YouTube-Videos sind nur über ihre Original-URLs eingebettet; keine OER- oder Creative-Commons-Lizenz wird dafür behauptet. Rechte liegen bei den jeweiligen Videoanbietern. Keine Kopie und kein Download im Kurs. Bei deaktivierter Einbettung öffne die jeweilige Original-URL. Die fiktiven Dialogkarten und Tabellen sind eigens für diesen Kurs formulierte Übungsmedien.


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte



Schulfach+




aiMOOCs



aiMOOC Projekte









MOOCwiki · Deutsch

Nach dem Lernen ist vor dem Lernen

Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.

Zur MOOCwiki-Hauptseite

Mediathek

Inhalte werden geladen ...

Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...