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Bedienoberflächen und Anlagenvisualisierung – Bedienoberflächen dokumentiert übergeben

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Bedienoberflächen und Anlagenvisualisierung – Bedienoberflächen dokumentiert übergeben

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Einleitung

Bedienoberflächen und Anlagenvisualisierung – Bedienoberflächen dokumentiert übergeben ist ein kompakter Ausbildungskurs zu HMI, Prozessvisualisierung, Alarmmanagement, Rechtekonzept und technischer Übergabedokumentation.

Du arbeitest an einer rein fiktiven virtuellen Anlage. Alle Steuerungs- und Diagnoseaufgaben finden ausschließlich in einer lokalen Simulation oder in einer ausdrücklich autorisierten Schulungsumgebung statt. Es werden keine fremden Netze, Produktivanlagen, realen Zugangsdaten oder Kundendaten verwendet, untersucht oder übertragen.

Lernziel Du kannst danach …
Bildstruktur Übersichts-, Detail-, Alarm-, Trend- und Diagnosebilder sinnvoll ordnen.
Alarmtexte Meldungen eindeutig, handlungsorientiert und priorisierbar formulieren.
Rechtekonzept Rollen und Funktionsrechte nach dem Prinzip der geringsten erforderlichen Berechtigung planen.
Diagnose Signalverläufe lesen und Fehler in einer Simulation systematisch eingrenzen.
Übergabe eine Bedienoberfläche mit Bildliste, Alarmmatrix, Rechtekonzept und Prüfprotokoll dokumentiert übergeben.


Ausbildungsfall: Virtuelle Abfüllanlage VLA-01

Die Ausbildungswerkstatt übergibt eine virtuelle Abfüllanlage an die nächste Schicht. Die Visualisierung ist technisch funktionsfähig, aber noch nicht ausreichend dokumentiert.

Dein Auftrag: Prüfe die Bedienoberfläche, verbessere Alarmtexte und Rechte, diagnostiziere einen simulierten Fehler und erstelle eine nachvollziehbare Übergabe.

Fiktives Betriebsmittel Signal Bedeutung
Behälter T101 LT101 Füllstand in Prozent
Förderpumpe P101 P101_RUN Rückmeldung Pumpe läuft
Förderpumpe P101 P101_CMD Laufbefehl aus der Simulation
Durchflussmessung FT101 Durchfluss in Litern pro Minute
Einlassventil V101 V101_OPEN Ventil geöffnet
Förderband M201 M201_RUN Band läuft
Alarm ALM_P101_FLOW Zu geringer Durchfluss bei angeforderter Pumpe

Wichtig: Die Namen, Werte und Betriebszustände dieses Falls sind frei erfunden. Verwende in Deinen Lösungen ebenfalls nur fiktive Testdaten.


Lerneinheit 1: Bildstruktur

Eine gute HMI-Struktur beantwortet schnell drei Fragen: Wo bin ich? Was ist gerade wichtig? Wie komme ich zur Ursache?

Für die virtuelle Anlage genügt eine kurze Hierarchie:

Ebene Bild Zweck
Orientierung Übersicht Gesamtzustand und wichtigste Abweichungen erkennen
Bedienung Anlagenbild T101, P101, V101 und M201 bedienen und beobachten
Abweichung Alarme aktive und vergangene Alarme bewerten
Analyse Trends zeitliche Signalverläufe vergleichen
Fehlersuche Diagnose Befehle, Rückmeldungen und Messwerte prüfen
Verwaltung Service Einstellungen und geschützte Funktionen verwalten

Gestaltungsregel: Wichtige Prozessinformationen sollen auffallen, nicht Dekoration. Navigation, Symbole, Benennungen und Zustandsdarstellung bleiben über alle Bilder konsistent. Kritische Informationen dürfen nicht ausschließlich über Farbe vermittelt werden.

Basisaufgabe: Ordne jedem Bild genau einen Hauptzweck zu.

Begründetes Feedback: Eine klare Hauptfunktion reduziert Suchwege. Wenn mehrere Bilder dieselbe Aufgabe ohne erkennbaren Grund erfüllen, wird die Bedienung unnötig uneinheitlich.

Anwendungsaufgabe: Entwirf für VLA-01 einen Navigationspfad von der Übersicht über P101 zur Trendanzeige.

Begründetes Feedback: Ein guter Pfad führt vom Gesamtzustand zur Ursache, ohne dass Du Bildnamen erraten oder mehrere Umwege gehen musst.

Transferaufgabe: Prüfe, ob ein neuer Bildschirm wirklich notwendig ist oder ob bestehende Informationen besser zusammengeführt werden können.

Begründetes Feedback: Mehr Bilder bedeuten nicht automatisch mehr Übersicht. Entscheidend ist die Unterstützung der Bedienaufgabe.


Lerneinheit 2: Alarmtexte

Ein Alarm soll eine abnormale Situation melden, auf die eine Bedienperson reagieren muss. Alarmmanagement umfasst deshalb nicht nur Farbe und Signalton, sondern auch Begründung, Priorität, erwartete Reaktion und Dokumentation.

Ein brauchbarer Alarmtext nennt möglichst knapp Objekt + Abweichung + relevante Bedingung. Eine Handlungsanweisung kann in der Alarmhilfe oder Dokumentation ergänzt werden.

Schwacher Text Besserer Text im Ausbildungsfall Warum?
Fehler 104 P101: Durchfluss unter 5 L/min bei Laufbefehl Objekt und Abweichung sind erkennbar.
Pumpe kaputt P101: Laufbefehl aktiv, Laufrückmeldung fehlt Beobachtung statt unbelegter Ursache.
Durchfluss FT101: Durchfluss zu niedrig während Förderung Prozesszustand wird benannt.
Störung quittieren P101: Durchflussalarm – Ursache prüfen, danach quittieren Quittieren ersetzt nicht die Ursachenbeseitigung.

Merke: Eine Quittierung bestätigt die Wahrnehmung eines Alarms. Sie beseitigt nicht automatisch die Prozessursache.

Basisaufgabe: Markiere in „P101: Laufbefehl aktiv, Laufrückmeldung fehlt“ Objekt, Befehl und fehlende Rückmeldung.

Begründetes Feedback: Der Text lässt die beobachtete Abweichung nachvollziehen, ohne eine technische Ursache zu behaupten, die noch nicht diagnostiziert wurde.

Anwendungsaufgabe: Formuliere „Störung Ventil“ so um, dass das betroffene Betriebsmittel und die Abweichung eindeutig sind.

Begründetes Feedback: Ein Alarmtext ist dann nützlich, wenn eine Bedienperson ohne Rätselraten den richtigen Prozessbereich findet.

Transferaufgabe: Entscheide, ob eine reine Information „Rezept geladen“ wirklich ein Alarm sein sollte.

Begründetes Feedback: Wenn keine zeitnahe Bedienreaktion erforderlich ist, ist eine Status- oder Ereignismeldung meist geeigneter und vermeidet Alarmüberlastung.


Lerneinheit 3: Rechtekonzept

Ein Rechtekonzept trennt Beobachten, Bedienen, Einrichten, Instandhalten und Administrieren. Rollen bündeln Rechte; einzelne Lernende erhalten nur die Rechte, die sie für ihre Aufgabe benötigen.

Funktion Beobachter Bediener Einrichter Instandhaltung Administrator
Prozesswerte ansehen ja ja ja ja ja
P101 in Simulation starten nein ja ja ja ja
Sollwert in freigegebenem Bereich ändern nein ja ja ja ja
Simulationsparameter ändern nein nein ja ja ja
Diagnosewerte ansehen nein eingeschränkt ja ja ja
Benutzer und Rollen verwalten nein nein nein nein ja

Dokumentiere Rollen, nicht geheime Zugangsdaten. In Schulungsunterlagen stehen keine realen Kennwörter, Tokens oder produktiven Konten. Für Übungen reichen fiktive Namen wie TEST_BEDIEN_01.

Basisaufgabe: Begründe, warum ein Beobachter keine Startfunktion benötigt.

Begründetes Feedback: Rechte sollen der Aufgabe entsprechen. Nicht benötigte Schreibrechte erhöhen Bedien- und Sicherheitsrisiken.

Anwendungsaufgabe: Weise „Alarm quittieren“, „Sollwert ändern“ und „Benutzer anlegen“ geeigneten Rollen zu.

Begründetes Feedback: Bedienhandlungen gehören zur Betriebsrolle; Verwaltung von Identitäten und Rechten gehört in eine administrative Rolle.

Transferaufgabe: Eine Person ist Bediener und übernimmt zeitweise Einrichtarbeiten. Entwirf eine zeitlich und organisatorisch begrenzte Lösung.

Begründetes Feedback: Dauerhafte Mehrrechte sind schlechter nachvollziehbar als klar zugewiesene Rollen für definierte Aufgaben und Zeiträume.


Lerneinheit 4: Signalverläufe und Diagnose

Bei der Diagnose vergleichst Du Befehl, Rückmeldung und Prozesswert in zeitlicher Reihenfolge.

Für die Simulation gilt: ALM_P101_FLOW wird aktiv, wenn P101 angefordert ist, die Pumpe läuft und FT101 länger als die simulierte Verzögerung unter 5 L/min liegt. Ist P101 nicht angefordert, wird dieser spezielle Niedrigdurchflussalarm unterdrückt.

Simulationszeit P101_CMD P101_RUN FT101 ALM_P101_FLOW Beobachtung
Startphase 0 0 0 L/min 0 Anlage wartet.
Förderbeginn 1 1 18 L/min 0 Förderung normal.
Abweichung 1 1 4 L/min 0 Bedingung beginnt.
Verzögerung abgelaufen 1 1 3 L/min 1 Alarm wird aktiv.
Pumpe gestoppt 0 0 0 L/min 0 Niedrigdurchflussalarm wird für Stillstand nicht verwendet.

Diagnoseweg: Prüfe zuerst, ob ein Befehl vorliegt. Prüfe danach die Rückmeldung des Betriebsmittels. Bewerte anschließend den Prozesswert und die zeitliche Reihenfolge.

Basisaufgabe: Zu welchem simulierten Zeitpunkt wird der Alarm aktiv?

Begründetes Feedback: Erst nach dem anhaltenden niedrigen Durchfluss bei laufender, angeforderter Pumpe ist die definierte Alarmbedingung erfüllt.

Anwendungsaufgabe: P101_CMD ist 1, P101_RUN ist 0. Welche Beobachtung ist wichtiger als der Durchflusswert?

Begründetes Feedback: Zuerst ist die fehlende Laufrückmeldung zu klären. Ein niedriger Durchfluss kann eine Folge davon sein.

Transferaufgabe: Entwirf zwei zusätzliche fiktive Signale, mit denen sich eine geschlossene Armatur von einer ausgefallenen Pumpe unterscheiden ließe.

Begründetes Feedback: Gute Diagnose trennt mögliche Ursachen über unabhängige Rückmeldungen, statt aus einem einzigen Messwert zu schließen.


Lerneinheit 5: Bedienoberfläche dokumentiert übergeben

Die Übergabe besteht nicht nur aus dem lauffähigen Projekt. Eine andere Fachkraft muss Aufbau, Alarmierung, Rechte, Tests und offene Punkte nachvollziehen können.

Übergabebaustein Mindestinhalt
Bildliste Bildname, Zweck, Einstieg, Rückweg
Navigationsplan Verbindungen zwischen Übersicht, Detail, Alarm, Trend und Diagnose
Signalliste fiktiver Tag, Einheit, Datenart, Bedeutung
Alarmmatrix Alarmtext, Auslösebedingung, Priorität, erwartete Reaktion
Rechte-Matrix Rolle, erlaubte Funktionen, gesperrte Funktionen
Prüfprotokoll Testfall, Ausgangszustand, Aktion, erwartetes und tatsächliches Ergebnis
Versionsstand Datum, Versionskennung, Änderung, verantwortliche Ausbildungsrolle
Offene Punkte bekannte Einschränkungen und noch nicht abgeschlossene Tests
Medien- und Quellenliste Herkunft und Lizenz externer Inhalte

Beispiel für einen Testfall:

Feld Fiktiver Eintrag
Test-ID VLA-HMI-017
Ausgangszustand Simulation gestartet, P101 aus
Aktion Bedienrolle fordert P101 an
Erwartung P101_CMD wird 1; nach Rückmeldung wird P101_RUN 1
Prüfschritt FT101 beobachten; Alarm nur gemäß definierter Bedingung
Ergebnis bestanden oder Abweichung mit Kommentar

Basisaufgabe: Erkläre, warum ein Screenshot allein keine vollständige Übergabedokumentation ist.

Begründetes Feedback: Ein Screenshot zeigt einen Zustand, aber nicht Rechte, Auslösebedingungen, Navigation, Testfälle oder Versionsstand.

Anwendungsaufgabe: Ergänze den Testfall VLA-HMI-017 um einen Negativtest mit Beobachterrolle.

Begründetes Feedback: Ein Rechtekonzept ist erst geprüft, wenn auch unerlaubte Aktionen zuverlässig verhindert werden.

Transferaufgabe: Formuliere ein Übergabekriterium für die Alarmmatrix.

Begründetes Feedback: Ein prüfbares Kriterium beschreibt einen nachweisbaren Zustand, zum Beispiel vollständige Zuordnung von Alarmtext, Bedingung, Priorität und Reaktion.


Lerneinheit 6: Sichere Testumgebung

Alle Aufgaben dieses Kurses bleiben in einer lokalen oder ausdrücklich autorisierten Testumgebung.

Erlaubt Nicht Bestandteil des Kurses
lokale HMI-Simulation Zugriff auf fremde HMIs
fiktive Tags und Rollen reale Zugangsdaten oder Kundendaten
bereitgestellte virtuelle Anlage Scans fremder oder produktiver Netze
dokumentierte Testfälle ungefragte Fernzugriffe
freigegebene Schulungsgeräte Änderungen an Produktivanlagen

Für reale industrielle Systeme gelten zusätzlich betriebliche Freigaben, Sicherheitskonzepte, Änderungsverfahren und die Vorgaben des Betreibers. Sicherheits- oder Abnahmetests dürfen den vorgesehenen Betrieb nicht unkontrolliert beeinträchtigen.


Kurzcheck: Übergabereife

Prüffrage Erfüllt?
Ist jedes Bedienbild eindeutig benannt und einem Zweck zugeordnet? □
Sind Navigation und Rücksprung nachvollziehbar? □
Sind Alarmtexte eindeutig und handlungsorientiert? □
Sind Rollen und Funktionsrechte dokumentiert? □
Sind positive und negative Rechte-Tests protokolliert? □
Sind Trend- und Diagnosefälle mit fiktiven Daten geprüft? □
Sind Versionsstand und offene Punkte dokumentiert? □
Sind Quellen und Medienrechte nachvollziehbar? □


Fachliche Quellen und Medienrechte

Fachstand der Quellenprüfung: 07.10.2026.

  1. IEC 62682:2022: Management von Alarmsystemen für die Prozessindustrie; Grundlage für Alarmlebenszyklus und Bedienerreaktion.
  2. ISA-101 Series: HMI-Design, Navigation, Grafiken, Bedienbarkeit und HMI-Lebenszyklus.
  3. ISA-18 Series: Alarmmanagement, Rationalisierung, Priorisierung und Basic Alarm Design.
  4. BSI – Industrielle Steuerungs- und Automatisierungssysteme: Sicherheitsorientierte Hinweise für Hersteller und Integratoren.
  5. Wikipedia – Benutzerschnittstelle und Wikipedia – SCADA: Begriffe und fachliche Einordnung.
  6. HMI-Panel in der Industrie.jpg, HMI-Panel Anschlüsse.jpg, SCADA Systems Layout.png, GoJS SCADA Industrial Monitor.png, Eclipse SCADA Demo System.png, Datmeltech Alarm Annunciator 2.jpg und NEWater S.C.A.D.A. room.jpg: Lizenzangaben auf den jeweiligen Wikimedia-Commons-Dateiseiten geprüft; die hier verwendeten Dateien sind dort unter CC BY-SA 4.0 ausgewiesen.
  7. Die eingebundenen YouTube-Videos werden über die von YouTube vorgesehene Einbettungsfunktion wiedergegeben. Rechte am Videoinhalt verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern; Verfügbarkeit und Einbettbarkeit können sich ändern. Eingebunden sind Ausbildungsinhalte von AutomationDirect sowie AFS Automation & Factory Solutions, keine Sofatutor-Inhalte.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Aufgabe hat ein Übersichtsbild in einer Anlagenvisualisierung? (Den Gesamtzustand und wichtige Abweichungen verdichtet zeigen) (!Alle Administrationsrechte verwalten) (!Nur historische Messwerte anzeigen) (!Alle Detailbilder ersetzen)




Was kennzeichnet einen guten Alarmtext? (Er nennt das betroffene Objekt und die konkrete Abweichung) (!Er besteht nur aus einer Fehlernummer) (!Er nennt immer sofort eine unbewiesene Ursache) (!Er enthält möglichst viele technische Abkürzungen)




Was bedeutet das Quittieren eines Alarms? (Die Wahrnehmung des Alarms wird bestätigt) (!Die technische Ursache ist automatisch beseitigt) (!Der Alarm darf nie wieder auftreten) (!Alle Prozesswerte werden zurückgesetzt)




Wozu dient ein Rechtekonzept? (Funktionen passend zu Rollen und Aufgaben freizugeben) (!Allen Personen Administratorrechte zu geben) (!Kennwörter in der Projektdokumentation zu sammeln) (!Alle Schaltflächen immer freizugeben)




Welche Diagnose-Reihenfolge ist für P101 sinnvoll? (Befehl prüfen, Rückmeldung prüfen, Prozesswert bewerten) (!Prozesswert raten, Alarm löschen, Befehl ignorieren) (!Kennwort ändern, Bild schließen, Neustart durchführen) (!Alarm quittieren, ohne weitere Signale zu betrachten)




Wann wird ALM_P101_FLOW im Ausbildungsfall aktiv? (Bei angeforderter laufender Pumpe und anhaltend zu niedrigem Durchfluss) (!Immer wenn die Pumpe ausgeschaltet ist) (!Sobald irgendein Bild geöffnet wird) (!Nur wenn ein Administrator angemeldet ist)




Was gehört zu einer dokumentierten HMI-Übergabe? (Bildliste, Alarmmatrix, Rechte-Matrix und Prüfprotokoll) (!Nur ein Screenshot des Startbilds) (!Nur die Namen der Auszubildenden) (!Nur eine Liste verwendeter Farben)




Warum ist ein Negativtest für Rechte wichtig? (Er prüft, ob nicht erlaubte Funktionen tatsächlich gesperrt sind) (!Er ersetzt alle Funktionstests) (!Er macht Rollen überflüssig) (!Er dient zum Sammeln realer Passwörter)




Welche Daten werden in diesem Kurs für Übungen verwendet? (Fiktive Daten in einer lokalen oder autorisierten Testumgebung) (!Kundendaten aus einer Produktivanlage) (!Zugangsdaten fremder Anlagen) (!Ungefragt ausgelesene Netzwerkdaten)




Was ist für eine gute Bildhierarchie besonders wichtig? (Ein nachvollziehbarer Weg von Übersicht zu Detail und Diagnose) (!Für jede Variable ein eigenes Bild) (!Möglichst viele Popups gleichzeitig) (!Unterschiedliche Navigation auf jeder Seite)





Memory

Bildhierarchie Übersicht vor Detail
Alarm erforderliche Bedienreaktion
Quittierung Wahrnehmung bestätigen
Rollenmodell Funktionsrechte bündeln
Trendkurve zeitlicher Signalverlauf
Prüfprotokoll Test nachvollziehbar dokumentieren
Simulation fiktive Testumgebung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Übersichtsbild Gesamtzustand verdichten
Alarmbild Abweichungen bewerten
Trendbild Signalverläufe vergleichen
Diagnosebild Befehle und Rückmeldungen prüfen
Servicebild geschützte Einstellungen verwalten




...


Kreuzworträtsel

Visualisierung Wie heißt die grafische Darstellung von Anlagenzuständen?
Alarmtext Wie heißt die kurze Meldung zu einer abnormen Situation?
Quittierung Wie heißt die Bestätigung, dass ein Alarm wahrgenommen wurde?
Rollenmodell Wie heißt die strukturierte Zuordnung von Rechten zu Benutzergruppen?
Trendkurve Wie heißt eine grafische Darstellung eines zeitlichen Signalverlaufs?
Dokumentation Wie heißt die schriftliche Grundlage einer nachvollziehbaren Übergabe?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine industrielle Bedienoberfläche wird häufig als

bezeichnet.
Das Bild für den verdichteten Gesamtzustand heißt hier

.
Ein Alarm soll eine erforderliche

unterstützen.
Das Bestätigen der Wahrnehmung eines Alarms heißt

.
Funktionsrechte werden sinnvoll in

gebündelt.
Ein zeitlicher Messwertverlauf wird als

dargestellt.
Zur Übergabe gehört ein nachvollziehbares

.
Die Übungen dieses Kurses verwenden ausschließlich

.




Offene Aufgaben


Leicht – Basis

  1. Bildstruktur: Zeichne die sechs HMI-Bilder der VLA-01 als einfache Navigationskarte und markiere Start- und Rückwege.
  2. Alarmtext: Verbessere vier absichtlich unklare fiktive Alarmtexte und begründe jede Änderung mit einem Satz.
  3. Rechtekonzept: Erstelle für Beobachter, Bediener und Administrator eine kleine Matrix mit erlaubten und gesperrten Funktionen.
  4. Signalverlauf: Übertrage die fünf simulierten Zustände von P101 in ein einfaches Zeitdiagramm und markiere den Alarmbeginn.


Standard – Anwendung

  1. Anlagenvisualisierung: Entwirf auf Papier oder in einem lokalen Zeichenprogramm ein Detailbild für T101 und P101 mit Status, Messwert, Alarmhinweis und Navigation.
  2. Alarmmanagement: Erstelle für drei fiktive Alarme jeweils Auslösebedingung, Bedienreaktion und eine begründete Priorität.
  3. Funktionsprüfung: Formuliere drei positive und drei negative Rechte-Tests für die lokale Simulation.
  4. Diagnose: Entwickle für den Fall „P101_CMD = 1, P101_RUN = 0“ einen Diagnosebaum mit mindestens drei Prüfschritten.


Schwer – Transfer

  1. HMI-Review: Vergleiche zwei selbst entworfene Bildvarianten und begründe, welche die schnellere Orientierung unterstützt.
  2. Alarmrationalisierung: Prüfe zehn fiktive Meldungen und entscheide begründet, welche wirklich Alarme sein sollten und welche besser Ereignisse oder Statusmeldungen sind.
  3. Übergabedokumentation: Erstelle ein vollständiges Mini-Übergabepaket für VLA-01 aus Bildliste, Alarmmatrix, Rechte-Matrix, Testfällen, Versionsstand und offenen Punkten.
  4. Ausbildungsprojekt: Produziere ein kurzes Bildschirmvideo aus einer lokalen Simulation, in dem Du einen fiktiven Fehler erkennst, über Signale diagnostizierst und die Dokumentation aktualisierst. Zeige keine realen Anlagen, Konten oder Kundendaten.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Bildkonzept bewerten: Du erhältst eine Visualisierung mit zwölf gleichwertigen Navigationsschaltflächen auf jeder Seite. Entwickle eine besser begründete Bildhierarchie und erkläre, warum sie die Orientierung verbessert.
  2. Alarmfall analysieren: P101 läuft laut Rückmeldung, der Durchfluss sinkt langsam. Entscheide, welche Signale und zeitlichen Bedingungen Du für einen belastbaren Alarm und eine Diagnose benötigst.
  3. Rechtekonflikt lösen: Eine Bedienrolle darf Benutzerkonten ändern. Bewerte die Situation und entwickle ein geeigneteres Rollenmodell.
  4. Übergabe prüfen: Eine Projektübergabe enthält Bilddateien und eine Tagliste, aber keine Alarmmatrix und kein Prüfprotokoll. Begründe, welche Risiken für Betrieb, Wartung und Nachvollziehbarkeit entstehen.
  5. Fehlalarm vermeiden: Der Niedrigdurchflussalarm erscheint bei ausgeschalteter Pumpe. Entwickle eine fachlich begründete Logik für die Simulation, die unnötige Alarme vermeidet.
  6. Transfer auf neue Anlage: Übertrage die Kursprinzipien auf eine fiktive Förderanlage mit zwei Motoren und einem Stausensor. Leite Bildstruktur, Alarme, Rollen und Testfälle ab.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du Zusammenhänge nicht nur nennst, sondern an einem fiktiven Anlagenfall nachvollziehbar anwendest.

  1. Du kannst eine HMI-Bildhierarchie fachlich begründen.
  2. Du kannst eindeutige Alarmtexte aus beobachtbaren Prozesszuständen formulieren.
  3. Du kannst zwischen Alarm, Statusmeldung und Ereignis unterscheiden.
  4. Du kannst Rollen und Funktionsrechte zweckmäßig strukturieren.
  5. Du kannst Befehl, Rückmeldung und Messwert in einem Signalverlauf unterscheiden.
  6. Du kannst Diagnoseentscheidungen aus mehreren Signalen begründen.
  7. Du kannst positive und negative Testfälle formulieren.
  8. Du kannst eine Bedienoberfläche mit Versionsstand, Alarmmatrix, Rechtekonzept und Prüfprotokoll dokumentiert übergeben.
  9. Du hältst bei Übungen den Sicherheitsrahmen lokaler oder ausdrücklich autorisierter Testumgebungen mit fiktiven Daten ein.




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