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Bedienoberflächen und Anlagenvisualisierung – Anlagenzustände übersichtlich darstellen

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Bedienoberflächen und Anlagenvisualisierung – Anlagenzustände übersichtlich darstellen

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Bedienoberflächen und Anlagenvisualisierung – Anlagenzustände übersichtlich darstellen

Kurzbeschreibung: Betrieb, Störung und gesperrte Funktionen. Du lernst, Anlagenzustände auf einer Mensch-Maschine-Schnittstelle verständlich darzustellen, Signalverläufe zu lesen und in einer virtuellen Anlage sichere Bedien- und Diagnoseentscheidungen zu treffen.


Einleitung

Eine industrielle Mensch-Maschine-Schnittstelle, kurz HMI, verbindet Bedienende mit einer Maschine oder Anlage. Sie zeigt Prozesswerte und Zustände und ermöglicht – abhängig von Betriebsart, Freigaben und Benutzerrechten – Bedienhandlungen. Eine Prozessvisualisierung soll deshalb nicht nur „schön“ aussehen, sondern vor allem schnell verständlich sein.

In diesem Kurs arbeitest Du mit einer rein virtuellen Abfüllanlage. Alle Namen, Zustände, Signalwerte und Bedienfälle sind fiktiv. Du greifst auf keine reale Steuerung und kein fremdes Netz zu.

Lern- und Sicherheitsregel
Übe nur in lokalen, schulischen oder ausdrücklich autorisierten Testumgebungen. Keine fremden Netze, Produktivanlagen, Zugangsdaten oder Kundendaten verwenden, untersuchen, verändern oder ungefragt übertragen.
Eine angezeigte Sperre darf niemals durch Manipulation von Signalen, Schutzfunktionen oder Berechtigungen umgangen werden. Im Kurs werden ausschließlich vorgesehene Simulationszustände benutzt.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du Betrieb, Störung und gesperrte Funktion voneinander unterscheiden, geeignete HMI-Anzeigen beurteilen, einfache Signalverläufe lesen und aus Anzeigen eine sichere nächste Diagnosehandlung ableiten. Außerdem kannst Du erklären, warum Farben allein für eine eindeutige Zustandsdarstellung nicht ausreichen.


Ausbildungsfall: Virtuelle Abfüllanlage VA-07

Du bist Auszubildende oder Auszubildender in der Automatisierungstechnik. In einer lokalen Lernsimulation wird eine kleine Abfüllanlage dargestellt. Sie besteht aus einem Behälter, einem Zulaufventil, einer Pumpe, einem Förderband und einer Schutztüranzeige.

Die Bedienoberfläche zeigt nur die für die Aufgabe nötigen Informationen:

Anzeige Bedeutung im Ausbildungsfall
Anlage bereit Die vorgesehenen Startbedingungen der Simulation sind erfüllt.
Anlage läuft Der virtuelle Prozess befindet sich im normalen Betriebsablauf.
Störung aktiv Ein simulierter abnormaler Zustand erfordert Diagnose und Reaktion.
Start gesperrt Die Startfunktion ist momentan nicht freigegeben. Das ist nicht automatisch eine Störung.
Grund der Sperre Die Oberfläche nennt eine nachvollziehbare Ursache, zum Beispiel falsche Betriebsart oder fehlende Prozessfreigabe.

Die verwendeten fiktiven Signale heißen Anlage_Bereit, Anlage_Laeuft, Stoerung_Aktiv, Start_Gesperrt und Freigabe_Start. Es werden keine realen Adressen, Netzparameter oder Anmeldedaten benutzt.


Lerneinheit 1: HMI, SPS und Anlagenzustand

Ein HMI dient dem Bedienen und Beobachten. Die Steuerungslogik liegt typischerweise in einer SPS oder einem anderen Steuerungssystem. Zwischen HMI und Steuerung werden Prozessdaten ausgetauscht.

Bei größeren Anlagen können HMI-Funktionen Teil eines SCADA-Systems sein. Entscheidend bleibt: Die Oberfläche soll den tatsächlichen Prozesszustand nachvollziehbar darstellen.


Merksatz

Die Anzeige ist nicht der Prozess selbst. Eine grüne Fläche macht eine Anlage nicht sicher und eine ausgegraute Taste bedeutet nicht automatisch einen Defekt. Entscheidend sind die zugrunde liegenden Zustände und Freigaben.


Lerneinheit 2: Betrieb, Störung und gesperrte Funktion

Zustand Woran erkennst Du ihn? Was bedeutet er?
Betrieb Prozesswert, Laufmeldung und Status passen zusammen. Die Anlage arbeitet im vorgesehenen Zustand.
Störung Eine Störmeldung oder unplausible Rückmeldung ist aktiv. Ein abnormaler Zustand oder eine Fehlfunktion erfordert Diagnose.
Gesperrt Eine Bedienfunktion ist nicht verfügbar und ein Sperrgrund wird angezeigt. Eine notwendige Bedingung für die Funktion ist nicht erfüllt.

Eine gesperrte Funktion kann zum Beispiel durch eine nicht passende Betriebsart, fehlende Prozessfreigabe oder unzureichende Benutzerberechtigung entstehen. Eine Sperre soll für Bedienende verständlich begründet werden.

Eine Störung ist dagegen ein abnormaler Anlagenzustand. Nach IEC 62682 sollen Alarme Bedienende über abnorme Prozessbedingungen oder Fehlfunktionen informieren und eine Reaktion unterstützen.


Sperre ist nicht Not-Halt

Eine HMI-Sperre und eine sicherheitsbezogene Not-Halt-Funktion sind unterschiedliche Dinge. Eine grafisch deaktivierte Schaltfläche ersetzt keine sicherheitstechnische Funktion. Sicherheitsfunktionen werden entsprechend der Maschinen- und Anlagenkonzeption in dafür vorgesehenen Systemen realisiert und dürfen in Übungen nicht umgangen werden.


Lerneinheit 3: Zustände übersichtlich visualisieren

Eine gute Anlagenvisualisierung zeigt den wichtigsten Zustand zuerst. Zusätzliche Details werden dort angeboten, wo sie für Bedienung oder Diagnose nötig sind.

Für die Ausbildung gilt ein einfacher Gestaltungscheck:

Frage Gute Lösung
Ist der Zustand ohne Rätsel erkennbar? Text, Symbol und gegebenenfalls Farbe gemeinsam verwenden.
Ist eine gesperrte Funktion erklärbar? Den Sperrgrund direkt oder über eine eindeutige Diagnoseansicht anzeigen.
Sind Störungen auffällig? Abnorme Zustände gegenüber dem normalen Betrieb deutlich hervorheben.
Ist die Bedienung konsistent? Gleiche Funktionen an vergleichbaren Stellen ähnlich darstellen.
Kann Farbe allein verwechselt werden? Zusätzliche Form, Text oder Symbol verwenden.

IEC 60073 behandelt allgemeine Codierungsprinzipien für Anzeigen und Bedienelemente. IEC 61310-1 beschreibt Anforderungen an visuelle, akustische und taktile Signale an Maschinen. Für HMI-Systeme in der Prozessautomation beschreibt IEC 63303:2024 Strukturen, Funktionen und Lebenszyklusanforderungen.


Lerneinheit 4: Signalverläufe lesen

Signalverläufe zeigen, wann sich ein Zustand geändert hat. Das hilft bei der Diagnose, weil Du nicht nur den aktuellen Zustand, sondern auch die Reihenfolge von Ereignissen siehst.

Ein binäres Signal kann beispielsweise zwischen aus und ein wechseln. In der virtuellen Anlage wird der folgende vereinfachte Verlauf genutzt:

Phase Freigabe Start Startanforderung Laufmeldung Störung Interpretation
Bereit ein aus aus aus Start ist möglich.
Start ein ein aus aus Ein Start wurde angefordert.
Betrieb ein aus ein aus Die Anlage läuft.
Sperre aus aus aus aus Start ist nicht freigegeben, aber keine Störung liegt vor.
Störung ein aus aus ein Ein abnormaler Zustand ist aktiv.

Diagnoseregel: Prüfe zuerst den Zustand, dann die Freigaben, danach den zeitlichen Verlauf. Verändere in einer realen Anlage niemals Schutz- oder Freigabesignale nur, um „zu testen“, ob die Anzeige verschwindet.


Lerneinheit 5: Störungen und Meldungen

Ein Alarm oder eine Störmeldung soll einen abnormalen Zustand erkennbar machen und die Reaktion unterstützen. Eine reine Informationsmeldung ist dagegen nicht automatisch ein Alarm.

Meldung Einordnung
Pumpe läuft Betriebsinformation
Start nicht möglich – Betriebsart prüfen Sperrinformation
Rückmeldung Pumpe fehlt Störung
Behälterfüllstand nähert sich Warnbereich Warnhinweis

Quittieren bedeutet nicht automatisch, dass die Ursache beseitigt ist. Eine gute Diagnose prüft deshalb nach der Quittierung weiterhin Prozesszustand und Rückmeldungen.


Lerneinheit 6: Anlagenhierarchie und Überblick

Anlagenvisualisierung verbindet Informationen verschiedener Ebenen. Für die Bedienung einer einzelnen Lernanlage reicht meist eine klare Hierarchie:

Ebene Beispiel in VA-07
Übersicht Gesamtzustand der Anlage
Teilprozess Behälter und Förderband
Aggregat Pumpe oder Ventil
Diagnose Freigaben, Rückmeldungen und Meldungen

Du solltest von der Übersicht zur Ursache navigieren können, ohne den Anlagenbezug zu verlieren.


Virtuelle Steuerungs- und Diagnoseaufgabe

Ausgangslage: Auf dem HMI steht Start gesperrt. Gleichzeitig ist Störung aktiv = aus. Der Button Start ist deaktiviert. Als Sperrgrund wird Automatikbetrieb nicht gewählt angezeigt.

Schritt Sichere Handlung in der Simulation Begründung
Beobachten Status und Sperrgrund lesen. Die Anzeige nennt bereits die Ursache der Nichtverfügbarkeit.
Prüfen In der lokalen Simulation die vorgesehene Betriebsart kontrollieren. Eine Sperre kann durch eine fehlende Betriebsbedingung entstehen.
Freigeben Nur die in der Übung vorgesehene Betriebsart auswählen. Damit wird eine legitime Prozessbedingung erfüllt.
Starten Erst nach angezeigter Startfreigabe den virtuellen Start auslösen. Bedienhandlungen sollen dem angezeigten Anlagenzustand folgen.

Nicht zulässig: Sperrbit manipulieren, Schutzsignale überbrücken, Berechtigungen umgehen oder eine reale Steuerung ansprechen.


Gestufte Hilfen

Hilfestufe Hinweis
Hilfe 1 Lies zuerst Statuszeile, aktive Meldung und Beschriftung der deaktivierten Funktion.
Hilfe 2 Prüfe die Kette Betriebsart → Freigabe → Befehl → Rückmeldung.
Hilfe 3 Wenn keine Störung aktiv ist, suche zuerst nach einer fehlenden Freigabe. Wenn ein Befehl vorliegt, aber die erwartete Rückmeldung ausbleibt, prüfe den simulierten Störpfad.


Kompetenzpfad mit begründetem Feedback


Basisaufgaben

Basis 1: Die Anlage läuft, die Laufmeldung ist aktiv und keine Störung wird angezeigt. Ordne den Zustand ein.

Feedback: Betrieb ist richtig, weil Sollablauf, Rückmeldung und Störstatus zusammenpassen.

Basis 2: Der Startbutton ist deaktiviert und als Grund steht Benutzerrolle ohne Startrecht. Ist das automatisch eine Störung?

Feedback: Nein. Die Funktion ist gesperrt, weil eine Berechtigung fehlt. Eine Sperre beschreibt die Nichtfreigabe einer Funktion, nicht zwingend einen Anlagenfehler.

Basis 3: Eine Meldung wurde quittiert, die Pumpenrückmeldung fehlt weiterhin. Ist die Ursache beseitigt?

Feedback: Nein. Quittierung bestätigt die Wahrnehmung einer Meldung. Die Prozessursache muss separat behoben oder in der Simulation zurückgesetzt werden.


Anwendungsaufgaben

Anwendung 1: Im Signalverlauf ist Freigabe ein, Startanforderung kurz ein, Laufmeldung bleibt aus und danach wird Störung ein. Welche Diagnose ist naheliegend?

Feedback: Der Start wurde zugelassen, aber die erwartete Rückmeldung kam nicht. Die Störung ist deshalb plausibler als eine reine Start-Sperre.

Anwendung 2: Eine gesperrte Schaltfläche ist nur grau dargestellt. Was würdest Du verbessern?

Feedback: Ergänze Text oder Symbol und den Sperrgrund. So ist die Bedeutung auch ohne Farberkennung und ohne Raten verständlich.

Anwendung 3: Auf der Übersichtsseite sind zwanzig gleich auffällige Messwerte zu sehen. Welche Änderung verbessert die Übersicht?

Feedback: Hebe Gesamtzustand, wichtige Abweichungen und zentrale Prozesswerte hervor. Detailwerte gehören in nachgelagerte Ansichten, damit die Aufmerksamkeit nicht unnötig verteilt wird.


Transferaufgaben

Transfer 1: Entwirf für eine virtuelle Mischanlage ein Zustandskonzept mit Betrieb, Störung und gesperrt. Begründe, welche Information immer sichtbar sein muss.

Feedback: Eine gute Lösung zeigt mindestens Gesamtzustand, aktive Abweichung und Sperrgrund. Die Begründung soll sich auf sichere und schnelle Situationsbewertung beziehen.

Transfer 2: Eine Firma möchte jede aktive Komponente leuchtend grün darstellen. Beurteile den Ansatz.

Feedback: Dauerhaft starke Farben können die Aufmerksamkeit binden und abnorme Zustände weniger deutlich machen. Ein ruhiger Normalzustand mit gezielter Hervorhebung wichtiger Abweichungen unterstützt die Übersicht besser.

Transfer 3: Eine Diagnoseansicht zeigt direkt interne Steuerungsbits, aber keine verständlichen Beschreibungen. Entwickle eine bessere Lösung.

Feedback: Für Bedienende sind sprechende Zustandsnamen, Freigaben, Rückmeldungen und Zeitbezug hilfreicher. Interne Details sollten nur dort erscheinen, wo die Zielgruppe sie für eine autorisierte Diagnose wirklich benötigt.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Aussage beschreibt eine gesperrte Funktion am besten? (Eine notwendige Bedingung für die Bedienfunktion ist nicht erfüllt) (!Die Anlage ist immer mechanisch defekt) (!Jede Sperre ist automatisch ein Not Halt) (!Eine Sperre bedeutet immer fehlende Netzwerkverbindung)




Wozu dient ein HMI in einer automatisierten Anlage? (Zum Bedienen und Beobachten von Prozesszuständen) (!Zum Ersetzen aller Sicherheitsfunktionen) (!Zum Umgehen von Steuerungsfreigaben) (!Zum Speichern fremder Zugangsdaten)




Welche Kombination spricht im Ausbildungsfall für normalen Betrieb? (Laufmeldung aktiv und keine Störung aktiv) (!Störung aktiv und Laufmeldung aus) (!Start gesperrt und Freigabe aus) (!Sperrgrund aktiv und Bedienfunktion deaktiviert)




Was bedeutet das Quittieren einer Störmeldung? (Die Wahrnehmung der Meldung wird bestätigt) (!Die technische Ursache ist immer beseitigt) (!Die Sicherheitsfunktion wird überbrückt) (!Die Steuerung wird automatisch neu programmiert)




Warum sollte ein Zustand nicht nur durch Farbe dargestellt werden? (Text und Symbole erhöhen die eindeutige Erkennbarkeit) (!Farben können grundsätzlich keine Information tragen) (!Industrielle Anzeigen dürfen keine Farben verwenden) (!Jede Anlage muss ausschließlich schwarzweiß dargestellt werden)




Welche Reihenfolge hilft bei einer einfachen Diagnose? (Zustand prüfen dann Freigaben prüfen dann Signalverlauf betrachten) (!Sperre umgehen dann starten dann Meldung lesen) (!Zugangsdaten suchen dann Netzwerk wechseln dann starten) (!Alarm löschen dann Schutzfunktion deaktivieren dann testen)




Was zeigt ein Signalverlauf zusätzlich zum aktuellen Wert? (Die zeitliche Reihenfolge von Zustandsänderungen) (!Den mechanischen Aufbau jeder Maschine) (!Die Identität aller Benutzer) (!Die Lizenz der Visualisierungssoftware)




Welche Aussage zur Start Sperre ist richtig? (Sie kann ohne aktive Störung auftreten) (!Sie beweist immer einen Motorschaden) (!Sie darf durch Manipulation eines Signals entfernt werden) (!Sie ersetzt eine Sicherheitsfunktion)




Wo sollen die Übungen dieses Kurses stattfinden? (In einer lokalen oder ausdrücklich autorisierten Testumgebung) (!In einem beliebigen fremden Produktionsnetz) (!Mit echten Kundenzugangsdaten) (!Auf einer zufällig erreichbaren Steuerung im Internet)




Welche Information ist bei einer deaktivierten Bedienfunktion besonders hilfreich? (Der verständliche Grund der Sperre) (!Eine möglichst große Firmenwerbung) (!Eine zufällige Farbänderung ohne Text) (!Eine versteckte interne Adresse)





Memory

Betrieb Vorgesehener Anlagenzustand
Störung Abnormaler Zustand mit Diagnosebedarf
Sperre Funktion momentan nicht freigegeben
HMI Bedienen und Beobachten
Trend Zeitlicher Verlauf eines Prozesswerts
Alarm Hinweis auf abnormen Zustand
Quittierung Bestätigung der Wahrnehmung
Freigabe Erfüllte Voraussetzung für eine Funktion





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Normalbetrieb Laufmeldung passt zum vorgesehenen Prozess
Störung Abnormaler Zustand erfordert Diagnose
Bediensperre Funktion ist aufgrund einer Bedingung nicht freigegeben
Warnung Abweichung kündigt möglichen Handlungsbedarf an
Diagnose Ursache mithilfe von Zuständen und Signalverläufen eingrenzen






Kreuzworträtsel

Visualisierung Wie heißt die grafische Darstellung eines technischen Prozesses?
Freigabe Wie heißt eine erfüllte Voraussetzung für eine Bedienfunktion?
Diagnose Wie heißt das systematische Eingrenzen einer Störungsursache?
Alarm Wie heißt eine Meldung über einen abnormen Zustand mit Handlungsbezug?
Trend Wie heißt die zeitliche Darstellung eines Prozesswerts?
Bediener Wie heißt eine Person, die eine Anlage beobachtet und bedient?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine industrielle Mensch-Maschine-Schnittstelle wird häufig mit

abgekürzt.
Ein normal arbeitender Prozess befindet sich im Zustand

.
Ein abnormaler Zustand mit Diagnosebedarf wird als

dargestellt.
Ist eine Bedienfunktion wegen einer fehlenden Bedingung nicht verfügbar, ist sie

.
Eine notwendige Voraussetzung für einen Befehl heißt

.
Die zeitliche Darstellung eines Prozesswerts wird häufig als

bezeichnet.
Eine Alarmanzeige soll Bedienende bei einer angemessenen

unterstützen.
Das Bestätigen der Wahrnehmung einer Meldung heißt

.
Eine HMI-Sperre darf eine sicherheitstechnische Funktion nicht

.
Übungen dürfen nur in lokalen oder ausdrücklich

Testumgebungen stattfinden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Anlagenzustand: Zeichne drei einfache Statuskarten für Betrieb, Störung und gesperrte Funktion. Nutze Text und Symbol zusätzlich zur Farbe.
  2. Benutzerschnittstelle: Fotografiere oder skizziere eine frei zugängliche Bedienoberfläche im Ausbildungsraum und markiere nur allgemeine Anzeigeprinzipien. Keine Zugangsdaten oder internen Kundendaten dokumentieren.
  3. Signal: Erstelle auf Papier einen einfachen Signalverlauf für Freigabe, Start und Laufmeldung einer fiktiven Anlage.
  4. Prozessvisualisierung: Formuliere für fünf deaktivierte Schaltflächen jeweils einen kurzen verständlichen Sperrgrund.


Standard

  1. Fehlersuche: Entwickle für die virtuelle VA-07 einen Diagnosebaum mit den Zweigen Betrieb, Sperre und Störung.
  2. Alarmmanagement: Formuliere vier Meldungen für eine fiktive Anlage und ordne sie in Information, Warnung, Sperrinformation und Störung ein.
  3. Usability: Überarbeite eine selbst gezeichnete überladene HMI-Seite so, dass Gesamtzustand und Abweichungen schneller auffallen.
  4. Automatisierungstechnik: Erstelle in einer lokalen Simulation einen Zustandswechsel und dokumentiere den erwarteten Signalverlauf ohne reale Anlagenverbindung.


Schwer

  1. Mensch-Maschine-Schnittstelle: Entwickle ein kleines HMI-Konzept für eine virtuelle Förderanlage mit Übersicht, Aggregatbild und Diagnoseansicht.
  2. SPS: Beschreibe die Signalfolge von Bedienanforderung, Freigabe, Steuerbefehl, Rückmeldung und Störmeldung für ein fiktives Aggregat.
  3. Cybersecurity: Erstelle für einen schulischen Simulationsarbeitsplatz Regeln, die verhindern, dass versehentlich reale Produktionsnetze, Zugangsdaten oder Kundendaten genutzt werden.
  4. Projektarbeit: Produziere ein kurzes Lernvideo, in dem Du an einer fiktiven Oberfläche den Unterschied zwischen Störung und gesperrter Funktion erklärst.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Situationsbewertung: Eine Anlage ist bereit, aber Start ist wegen der Betriebsart gesperrt. Erkläre, warum die Anzeige nicht als Störung gestaltet werden sollte und welche Information stattdessen nötig ist.
  2. Signaldiagnose: Interpretiere einen selbst erstellten Signalverlauf, bei dem ein Startbefehl vorliegt, die Laufmeldung jedoch ausbleibt. Begründe, welche Information Du als Nächstes prüfen würdest.
  3. HMI-Design: Vergleiche zwei Entwürfe einer Übersichtsseite und begründe, welcher die Aufmerksamkeit besser auf abnorme Zustände lenkt.
  4. Alarmmanagement: Entwickle aus einer Prozessabweichung eine sinnvolle Meldung mit Zustand, betroffener Funktion und nachvollziehbarer Reaktion.
  5. Transfer: Übertrage das Zustandskonzept Betrieb, Störung und Sperre auf eine andere virtuelle Anlage, zum Beispiel einen Aufzug, eine Verpackungsstation oder eine Pumpstation.
  6. Sicherheit: Begründe, warum eine HMI-Schaltfläche oder ein Softwarestatus niemals als alleiniger Nachweis für eine sicherheitstechnische Freigabe betrachtet werden darf.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sind besonders wichtig:

  1. Du unterscheidest Betrieb, Störung und gesperrte Funktion fachlich korrekt.
  2. Du liest einfache binäre Signalverläufe und begründest eine Diagnose aus der Reihenfolge der Zustandsänderungen.
  3. Du gestaltest Zustände mit Text, Symbolen und sinnvoll eingesetzter Farbe.
  4. Du zeigst bei gesperrten Funktionen einen verständlichen Sperrgrund.
  5. Du unterscheidest Quittierung von Ursachenbeseitigung.
  6. Du planst Bedien- und Diagnoseübungen ausschließlich in lokalen oder ausdrücklich autorisierten Testumgebungen.
  7. Du kannst eine HMI-Ansicht auf einen neuen virtuellen Anlagenfall übertragen und Deine Gestaltungsentscheidung begründen.




Fachlich geprüfte Quellen und Medienrechte

Prüfstand: 07.10.2026. Die folgenden Fachquellen wurden für Begriffe, HMI-Funktionen, Alarmmanagement und sichere Übungsgrenzen herangezogen.

Quelle Relevanz
IEC 63303:2024 Anforderungen und Empfehlungen für HMI-Systeme in der Prozessautomation.
IEC 62682:2022 Management von Alarmsystemen und Funktion von Alarmen für Bedienende.
IEC 60073:2002 Codierungsprinzipien für Anzeigen und Bedienelemente.
IEC 61310-1:2007 Visuelle, akustische und taktile Signale an Maschinen.
Siemens TIA-Dokumentation zu HMI-Geräten HMI visualisiert den Anlagenprozess, zeigt Prozesswerte und ermöglicht Benutzeraktionen.
BSI-Empfehlungen für ICS Sicherheitsbewusster Umgang mit industriellen Steuerungs- und Automatisierungssystemen.

Die eingebundenen Wikimedia-Commons-Dateien wurden auf ihren Dateiseiten geprüft:

Medium Lizenz laut Commons-Dateiseite
HMI-Panel in der Industrie.jpg CC BY-SA 4.0
HMI-Panel Anschlüsse.jpg CC BY-SA 4.0
SCADA Systems Layout.png CC BY-SA 4.0
Control panel displays settings and data for industrial equipment.jpg CC BY 2.0
Power plant control room.jpg CC BY-SA 4.0
OSP Emergency stop.svg CC0 1.0
Square waveform.svg CC BY 3.0
Automation-pyramid.jpg CC BY-SA 4.0

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