BK6 - Licht und Schatten zeichnen

BK6 - Licht und Schatten zeichnen
BK6 - Licht und Schatten zeichnen
Einleitung
Wenn Du einen Kreis zeichnest, sieht er zunächst flach aus. Sobald Du aber eine Seite aufhellst, die andere Seite abdunkelst und einen passenden Schatten auf den Boden zeichnest, kann daraus eine räumlich wirkende Kugel werden. Genau darum geht es in diesem aiMOOC: Du untersuchst, wie Lichtseite, Schattenseite, Eigenschatten und Schlagschatten zusammenwirken und wie Du mit abgestuften Tonwerten eine überzeugende plastische Wirkung erzeugst.
Der Kurs richtet sich an die Klasse 6 im Fach Bildende Kunst. Du lernst durch Beobachten, Fotografieren, Experimentieren und Zeichnen. Ausgangspunkt sind einfache Grundkörper wie Kugel, Würfel und Zylinder. Von dort überträgst Du das Gelernte auf Alltagsgegenstände und kleine Stillleben.

Das Bild zeigt die wichtigsten Schattenarten an einer Kugel. Achte besonders darauf, dass Eigenschatten und Schlagschatten nicht dasselbe sind: Der Eigenschatten liegt auf dem Körper selbst, der Schlagschatten fällt auf eine andere Fläche.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du die Richtung einer Lichtquelle in einer Zeichnung erkennen und selbst festlegen. Du kannst Lichtseite und Schattenseite unterscheiden, Eigen- und Schlagschatten richtig benennen und die Lage eines Schlagschattens aus der Beleuchtung ableiten. Außerdem kannst Du mit mehreren Tonwerten eine Kugel, einen Zylinder oder einen einfachen Gegenstand so schattieren, dass er räumlich wirkt.
Du lernst außerdem, unterschiedliche Schattenkanten zu beobachten, Lichtwirkungen in Fotografien und Kunstwerken zu beschreiben und Deine eigene Zeichnung gezielt zu verbessern.
Differenzierung G / M / E
| Niveau | Schwerpunkt | Erwartung |
|---|---|---|
| G – Grundniveau | Licht- und Schattenbereiche erkennen | Du arbeitest mit wenigen klaren Tonwerten, markierst Lichtseite, Schattenseite und Schlagschatten und zeichnest einen einfachen Grundkörper plastisch. |
| M – Mittleres Niveau | Übergänge und räumliche Wirkung steuern | Du verwendest mehrere abgestufte Tonwerte, gestaltest den Eigenschatten differenziert und passt Form, Richtung und Dunkelheit des Schlagschattens an. |
| E – Erweitertes Niveau | Lichtwirkung differenziert beobachten und gestalten | Du unterscheidest zusätzlich Kernschatten, Halbschatten, Reflexlicht und verschiedene Schattenkanten und überträgst die Prinzipien auf komplexere Gegenstände oder ein Stillleben. |
Du kannst innerhalb des Kurses zwischen den Niveaus wechseln. Wenn eine Aufgabe sicher gelingt, probiere die nächste Stufe.
Licht sehen lernen
Bevor Du Schatten zeichnest, musst Du beobachten, woher das Licht kommt. Die Position einer Lichtquelle entscheidet darüber, welche Flächen besonders hell erscheinen und wo Schatten entstehen.

Bei starkem Gegenlicht kann die dem Licht abgewandte Seite eines Körpers sehr dunkel erscheinen. Das hilft Dir, die Lichtquelle aus einem Bild abzuleiten.
Lichtquelle und Lichtrichtung
Eine Lichtquelle kann zum Beispiel die Sonne, eine Lampe, eine Kerze oder eine Taschenlampe sein. Für Zeichenübungen eignet sich eine einzelne Lampe oder Taschenlampe besonders gut, weil die Richtung des Lichts deutlich erkennbar ist.
Stelle Dir einen Lichtpfeil vor, der von der Lichtquelle zum Gegenstand zeigt. Die dem Licht zugewandten Bereiche werden stärker beleuchtet. Auf der abgewandten Seite gelangt weniger direktes Licht an den Körper.

Beobachtungstipp: Kneife die Augen leicht zusammen. Kleine Details verschwinden dann, während große Hell-Dunkel-Flächen deutlicher werden. So kannst Du Tonwerte leichter vergleichen.
Lichtseite und Schattenseite
Die Lichtseite ist der Bereich eines Körpers, der der Lichtquelle zugewandt ist und direktes Licht erhält. Sie ist meist heller als andere Bereiche.
Die Schattenseite ist der Bereich, der von der Lichtquelle abgewandt ist. Sie erhält weniger oder kein direktes Licht und erscheint deshalb dunkler.
Bei einer Kugel ist die Grenze zwischen Lichtseite und Schattenseite meist kein harter Strich. Die Helligkeit verändert sich allmählich über die Rundung. Genau dieser Verlauf lässt die Kugel rund erscheinen.

G: Teile eine Kugel zunächst in eine helle und eine dunkle Hälfte.
M: Ergänze zwischen Hell und Dunkel mehrere abgestufte Übergänge.
E: Beobachte zusätzlich, ob auf der Schattenseite schwaches Reflexlicht aus der Umgebung sichtbar wird.
Schatten verstehen
Ein Schatten entsteht dort, wo Licht ganz oder teilweise durch einen Körper abgeschirmt wird. Für das Zeichnen sind besonders zwei Begriffe wichtig: Eigenschatten und Schlagschatten.
Eigenschatten
Der Eigenschatten liegt direkt auf dem beleuchteten Körper. Er gehört also zur Oberfläche des Gegenstands. Auf einer Kugel entsteht der Eigenschatten auf der vom Licht abgewandten Seite.
Bei runden Formen kann innerhalb des Eigenschattenbereichs eine besonders dunkle Zone auftreten. Diese wird häufig als Kernschatten bezeichnet. Daneben kann ein schwacher heller Bereich liegen, wenn Licht von Tisch, Wand oder anderen Gegenständen zurückgeworfen wird. Dieses Licht heißt Reflexlicht.

Vergleiche die Kugelstudien: Schon wenige gut abgestufte Helligkeiten können eine starke räumliche Wirkung erzeugen.
Schlagschatten
Der Schlagschatten liegt nicht auf dem Gegenstand selbst. Er wird auf eine andere Fläche geworfen, zum Beispiel auf einen Tisch, eine Wand oder den Boden.
Wenn das Licht von links oben kommt, liegt der Schlagschatten meist auf der gegenüberliegenden Seite, also rechts unten. Seine Form hängt vom Gegenstand, von der Lichtquelle und von der Fläche ab, auf die der Schatten fällt.

Auf dieser Fotografie kannst Du erkennen, wie die Schattenformen auf einer Fläche als eigenes Bild wirken. Versuche zuerst die Gegenstände und dann ihre Schlagschatten zuzuordnen.
Harte und weiche Schattenkanten
Nicht jeder Schatten besitzt die gleiche Kante. Eine kleine oder weit entfernt wirkende Lichtquelle kann sehr klare Schattenkanten erzeugen. Eine größere Lichtquelle oder stärker gestreutes Licht erzeugt häufig weichere Übergänge.


Vergleiche beide Bilder. Im ersten Beispiel ist die Schlagschattenkante deutlich schärfer. Im zweiten Beispiel entsteht ein weicher Übergangsbereich.
G: Unterscheide nur harte und weiche Schattenkanten.
M: Beschreibe, wie sich die Kante von körpernahen zu körperfernen Bereichen verändert.
E: Untersuche zusätzlich Kernschatten und Halbschatten und erkläre, warum mehrere oder ausgedehnte Lichtquellen Übergangszonen erzeugen können.
Schatten in Bewegung
Wenn sich eine Lichtquelle bewegt, verändert sich die Richtung des Schlagschattens. Auch Abstand und Höhe können sich auf Form und Größe auswirken.

Beobachte die Animation mehrmals. Stoppe gedanklich bei jeder Position der Lichtquelle und sage voraus, wo der Schatten als Nächstes erscheinen müsste.

Bei bewegten Schatten kann unser Auge sogar räumliche Bewegung vermuten. Das zeigt, wie wichtig der Schlagschatten für die Wahrnehmung von Abstand und Raumlage ist.
Tonwerte: Von Weiß bis Schwarz
Ein Tonwert beschreibt, wie hell oder dunkel eine Fläche erscheint. Für eine plastische Bleistiftzeichnung brauchst Du normalerweise nicht nur Weiß und Schwarz, sondern mehrere Zwischenstufen.

Ein starker Hell-Dunkel-Kontrast kann Formen deutlich hervorheben. Für eine runde Form sind zusätzlich feinere Übergänge zwischen den Tonwerten wichtig.
Eine Tonwertleiter anlegen
Zeichne auf einem Blatt fünf bis sieben gleich große Felder nebeneinander. Lasse das erste Feld weiß und verdunkle jedes weitere Feld schrittweise.
Eine mögliche Reihenfolge lautet: Papierweiß – sehr hell – hellgrau – mittelgrau – dunkelgrau – sehr dunkel – tiefes Dunkel.
Drücke nicht sofort stark mit dem Bleistift auf. Baue dunkle Tonwerte lieber in mehreren Schichten auf. So kannst Du genauer steuern und leichter korrigieren.
G: Verwende mindestens vier deutlich unterscheidbare Tonwerte.
M: Verwende mindestens sechs abgestufte Tonwerte.
E: Erzeuge zusätzlich sehr weiche Übergänge und kombiniere sie bewusst mit einzelnen härteren Kanten.
Schraffur und Formstrich
Tonwerte kannst Du auf unterschiedliche Weise erzeugen. Bei einer Schraffur liegen viele Linien nebeneinander. Bei einer Kreuzschraffur überkreuzen sich mehrere Linienlagen. Durch dichter gesetzte Linien entstehen dunklere Flächen.
Ein Formstrich folgt der Richtung einer Oberfläche. Auf einem Zylinder können gebogene oder umlaufende Striche die Rundung unterstützen.

Achte darauf, dass die Schraffur nicht nur Fläche füllt. Ihre Richtung kann zusätzlich zeigen, wie sich die Oberfläche im Raum wölbt.
Plastische Wirkung
Plastisch bedeutet in einer Zeichnung, dass ein Gegenstand räumlich und körperhaft wirkt, obwohl das Papier flach ist. Diese Wirkung entsteht durch das Zusammenspiel von Kontur, Tonwert, Lichtseite, Schattenseite und Schlagschatten.

Ein häufiger Fehler ist, die Kugel nur am Rand dunkel zu umranden. Eine überzeugendere Lösung ist, die Tonwerte über die gesamte Form zu verteilen und die Lichtquelle konsequent beizubehalten.
Schritt für Schritt: Eine Kugel zeichnen
Zeichne zunächst einen Kreis leicht mit dem Bleistift vor. Markiere gedanklich die Position Deiner Lichtquelle. Lege anschließend den hellsten Bereich auf der Lichtseite fest. Verdunkle die Kugel zur Schattenseite hin in mehreren Stufen. Setze den Eigenschatten besonders dort kräftig, wo das direkte Licht nicht mehr auf die Rundung trifft. Ergänze danach den Schlagschatten auf der Unterlage.

Zum Schluss vergleichst Du Deine Zeichnung mit dem realen Gegenstand. Prüfe nicht nur, ob die Kugel dunkel genug ist, sondern vor allem, ob die Tonwerte an den richtigen Stellen liegen.
Das Video zeigt eine praktische Übung zum Zeichnen und Schattieren einer Kugel. Beobachte besonders, wie die dunklen Bereiche schrittweise aufgebaut werden.
Zeichenrezept G / M / E
| Schritt | G | M | E |
|---|---|---|---|
| Form | einfache Kugel | Kugel oder Zylinder | Kombination aus zwei oder mehr Körpern |
| Tonwerte | wenige klare Stufen | mehrere abgestufte Helligkeiten | feine Übergänge plus bewusste Kanten |
| Schatten | Eigenschatten und Schlagschatten | passende Schattenrichtung und -form | Kernschatten, Reflexlicht und differenzierte Schattenkante |
| Kontrolle | Lichtseite ist heller als Schattenseite | Lichtquelle bleibt in allen Bereichen logisch | Material, Raumlage und Lichtwirkung unterstützen sich gegenseitig |
Vom Grundkörper zum Stillleben
Grundkörper sind Übungen, keine Endstation. Viele Alltagsgegenstände lassen sich auf einfache Formen zurückführen: Eine Tasse enthält zylindrische Formen, ein Apfel ist annähernd kugelförmig, eine Schachtel ähnelt einem Quader.
Stelle zwei oder drei einfache Gegenstände auf ein helles Blatt Papier und beleuchte sie seitlich mit einer Lampe. Zeichne zuerst die großen Formen und anschließend die Tonwertmassen.

Auf der Fotografie ist der harte Schlagschatten ein wichtiger Bestandteil der Bildgestaltung. Die dunkle Form auf dem Untergrund gehört genauso zur Komposition wie der Gegenstand selbst.
Licht in der Kunst
Künstlerinnen und Künstler verwenden Licht nicht nur, damit Gegenstände sichtbar werden. Licht kann Aufmerksamkeit lenken, Spannung erzeugen und bestimmte Bildbereiche hervorheben.
Untersuche das Gemälde von Georges de La Tour: Welche Bereiche sind besonders hell? Welche verschwinden fast im Dunkeln? Wo vermutest Du die Lichtquelle? Vergleiche diese Bildwirkung mit Deiner eigenen Kugelzeichnung.
Medienatelier
Lernvideo: Hell-Dunkel, Tonwerte und Schattierung
Nutze das Video, um die Begriffe Tonwert, Schattierung, Schraffur, Kernschatten, Schlagschatten und Reflexlicht zu wiederholen. Notiere danach drei Begriffe und zeichne zu jedem eine kleine Skizze.
Lernvideo: Licht und Schatten an der Kugel
Vergleiche die Lichtwirkung im Video mit Deiner eigenen Zeichnung. Überlege, welche Tonwertbereiche Du übernehmen kannst, ohne das Beispiel einfach zu kopieren.
Interaktives Lichtmodell: Lichtquelle – Körper – Schirm
Verschiebe im Modell Lichtquelle, Gegenstand und Schirm. Beobachte, wie sich Richtung, Größe und Position des Schattens verändern.
Forscherauftrag: Stelle zuerst eine Vermutung auf, bevor Du etwas verschiebst. Formuliere dann: „Wenn ich die Lichtquelle …, dann wird der Schatten …“.
Interaktives Lichtmodell: Ein Licht – ein Objekt – ein Schirm
In diesem Modell kannst Du untersuchen, wie geradlinig laufendes Licht durch einen Gegenstand blockiert wird.
G: Verschiebe nur die Lichtquelle und beschreibe die Veränderung.
M: Verändere Lichtquelle und Gegenstand und dokumentiere zwei unterschiedliche Schattenformen.
E: Entwickle eine Regel dafür, wie Abstand und Position von Lichtquelle, Gegenstand und Projektionsfläche zusammenwirken.
Praktisches Lichtlabor
Du brauchst eine kleine Taschenlampe oder LED-Leuchte, einen Ball oder anderen einfachen Körper, ein weißes Blatt Papier und einen Bleistift. Verdunkle den Raum leicht, damit der Schatten gut sichtbar wird.
Stelle den Ball auf das Papier. Leuchte zuerst von links oben, dann von rechts oben und schließlich fast von vorne. Fertige zu jeder Beleuchtung eine sehr kleine Skizze an. Markiere jeweils Lichtseite, Schattenseite und Schlagschatten.
Sicherheit: Verwende möglichst eine kühle LED-Leuchte. Schaue nicht direkt in sehr helle Lampen und richte starke Lichtquellen nicht in die Augen anderer Personen.
Beobachtungsbogen
| Beobachtung | Frage |
|---|---|
| Lichtseite | Wo liegt der hellste große Bereich? |
| Schattenseite | Welche Seite erhält weniger direktes Licht? |
| Eigenschatten | Wo verdunkelt sich der Körper selbst? |
| Schlagschatten | Auf welche Fläche fällt der Schatten? |
| Schattenkante | Ist sie hart, weich oder unterschiedlich? |
| Tonwerte | Wie viele deutlich unterscheidbare Helligkeitsstufen erkennst Du? |
Häufige Zeichenfehler und Lösungen
Fehler: Der Gegenstand sieht flach aus. Prüfe, ob zwischen Lichtseite und Schattenseite genügend Tonwertunterschied besteht.
Fehler: Der Schlagschatten liegt auf der falschen Seite. Zeichne gedanklich eine Linie von der Lichtquelle über den Gegenstand hinweg. Der Schlagschatten liegt grundsätzlich auf der lichtabgewandten Seite.
Fehler: Alle Kanten sind gleich hart. Beobachte genauer. Manche Übergänge auf runden Körpern sind weich, während andere Grenzen deutlich schärfer wirken.
Fehler: Die Schattenseite ist überall gleich schwarz. Suche innerhalb des dunklen Bereichs nach Abstufungen. Auch Schatten enthalten oft mehrere Tonwerte.
Fehler: Der Kreis wird nur am Rand schattiert. Denke nicht in „Rand“ und „Mitte“, sondern in Lichtflächen, Schattenflächen und Übergängen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Seite eines Körpers erhält normalerweise mehr direktes Licht? (Lichtseite) (!Schattenseite) (!Schlagschatten) (!Kernschatten)
Wo befindet sich der Eigenschatten? (Auf dem Körper selbst) (!Nur auf dem Boden) (!Immer hinter der Lichtquelle) (!Nur außerhalb des Bildes)
Was ist ein Schlagschatten? (Der Schatten eines Körpers auf einer anderen Fläche) (!Der hellste Bereich eines Körpers) (!Eine reine Umrisslinie) (!Die Farbe eines Gegenstands)
Was beschreibt ein Tonwert? (Die Helligkeit oder Dunkelheit einer Fläche) (!Die Größe eines Gegenstands) (!Die Länge eines Bleistifts) (!Die Richtung einer Kontur)
Was unterstützt eine plastische Wirkung besonders? (Abgestufte Hell-Dunkel-Werte) (!Nur eine gleichmäßige graue Fläche) (!Nur eine dicke Außenkontur) (!Das Weglassen aller Schatten)
Das Licht kommt von links oben. Wo liegt der Schlagschatten meist? (Rechts unten vom Gegenstand) (!Links oben vor dem Gegenstand) (!Direkt in der Lichtquelle) (!Immer genau unter dem Gegenstand)
Welche Schattierung gehört zu einer runden Kugel? (Ein weicher Übergang von hell zu dunkel) (!Nur eine schwarze Außenlinie) (!Eine überall gleich helle Fläche) (!Ein einziges dunkles Rechteck)
Was geschieht häufig bei einer größeren Lichtquelle? (Die Schattenkante wird weicher) (!Der Schatten verschwindet immer vollständig) (!Der Gegenstand wird durchsichtig) (!Alle Tonwerte werden gleich)
Was kann Reflexlicht auf der Schattenseite bewirken? (Eine leichte Aufhellung im dunklen Bereich) (!Eine neue Außenkontur) (!Das Verschwinden der Lichtquelle) (!Eine vollständige weiße Fläche)
Warum ist ein Schlagschatten für die Raumwirkung wichtig? (Er zeigt die Beziehung zwischen Körper und Umgebung) (!Er ersetzt die Form des Körpers vollständig) (!Er macht alle Flächen gleich hell) (!Er zeigt nur die Farbe des Papiers)
Memory
| Lichtseite | direkt beleuchteter Bereich |
| Schattenseite | lichtabgewandter Bereich |
| Eigenschatten | dunkler Bereich auf dem Körper |
| Schlagschatten | Schatten auf einer anderen Fläche |
| Tonwert | Helligkeitsstufe einer Fläche |
| Schraffur | Tonwert aus Linien |
| Reflexlicht | zurückgeworfenes Licht im Schatten |
| Plastizität | räumliche Wirkung einer Darstellung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Licht und Schatten |
|---|---|
| Lichtseite | direkt beleuchteter Körperbereich |
| Eigenschatten | Schatten auf dem Gegenstand selbst |
| Schlagschatten | Schatten auf Boden oder Wand |
| Tonwert | Abstufung zwischen hell und dunkel |
| Plastizität | Eindruck von räumlichem Volumen |
Kreuzworträtsel
| Lichtseite | Wie heißt der direkt beleuchtete Bereich eines Körpers? |
| Schattenseite | Wie heißt die vom Licht abgewandte Seite? |
| Eigenschatten | Wie heißt der Schatten auf dem Körper selbst? |
| Schlagschatten | Wie heißt der Schatten auf einer anderen Fläche? |
| Tonwert | Wie heißt eine bestimmte Helligkeitsstufe? |
| Plastizität | Wie heißt die räumliche Wirkung einer flachen Darstellung? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Lichtdetektiv G: Suche im Klassenraum drei Gegenstände mit deutlich erkennbarer Licht- und Schattenseite. Fotografiere oder skizziere sie und zeichne jeweils einen Pfeil für die vermutete Lichtrichtung ein.
- Tonwertleiter G: Erstelle mit einem Bleistift eine Tonwertleiter mit mindestens vier klar unterscheidbaren Helligkeitsstufen.
- Kugelstudie G: Zeichne eine Kugel mit Lichtseite, Schattenseite, Eigenschatten und Schlagschatten. Beschrifte die vier Bereiche.
- Schattenfoto G: Fotografiere einen Alltagsgegenstand bei seitlicher Beleuchtung und markiere in einer ausgedruckten oder digitalen Kopie Lichtseite und Schlagschatten.
Standard
- Lichtwechsel M: Zeichne denselben Gegenstand zweimal. Verändere beim zweiten Bild nur die Position der Lichtquelle und passe alle Schatten logisch an.
- Schraffurvergleich M: Stelle denselben Tonwert einmal mit Parallelschraffur, einmal mit Kreuzschraffur und einmal mit weichem Graphitauftrag dar. Vergleiche die Wirkung.
- Stillleben M: Baue aus Kugel, Schachtel und Becher ein kleines Stillleben auf. Verwende mindestens sechs Tonwerte und achte auf gemeinsame Lichtrichtung.
- Schattenanalyse M: Wähle ein Foto mit deutlichem Licht. Erkläre in einem kurzen Audiobeitrag oder Text, wodurch Du Lichtquelle, Eigenschatten und Schlagschatten erkennst.
Schwer
- Reflexlicht E: Beleuchte eine helle Kugel auf einem weißen und anschließend auf einem dunklen Untergrund. Zeichne beide Situationen und untersuche Unterschiede auf der Schattenseite.
- Materialstudie E: Zeichne zwei ähnlich geformte Gegenstände aus unterschiedlichen Materialien, zum Beispiel eine matte Tasse und einen glänzenden Metallgegenstand. Untersuche, wie sich die Lichtwirkung unterscheidet.
- Schattenregie E: Plane eine Fotografie, in der der Schlagschatten genauso wichtig ist wie der Gegenstand. Erstelle drei Vorversuche und begründe Deine endgültige Lichtposition.
- Lichtinszenierung E: Gestalte ein kleines Stillleben mit dramatischem Hell-Dunkel-Kontrast. Dokumentiere Aufbau, Lichtquelle, Skizzen und Endzeichnung und erkläre Deine gestalterischen Entscheidungen.


Lernkontrolle
- Lichtrichtung übertragen: Du erhältst eine Zeichnung einer Kugel mit Licht von links. Zeichne daneben dieselbe Kugel mit Licht von rechts und begründe mindestens drei Veränderungen.
- Fehlerdiagnose: Untersuche eine absichtlich fehlerhafte Schattenzeichnung. Markiere mindestens drei unlogische Stellen und erkläre, wie Du sie korrigieren würdest.
- Tonwertentscheidung: Entscheide, welche Tonwertabstufungen eine Kugel räumlicher wirken lassen als einen flachen Kreis. Begründe Deine Auswahl mit Lichtseite, Schattenseite und Übergängen.
- Schatten und Raumlage: Vergleiche zwei Bilder eines schwebenden und eines aufliegenden Gegenstands. Erkläre, wie der Schlagschatten die jeweilige Raumlage sichtbar macht.
- Fotografie in Zeichnung übertragen: Analysiere ein beleuchtetes Objektfoto und entwickle daraus eine vereinfachte Bleistiftzeichnung mit fünf bis sieben Tonwertbereichen.
- Gestaltungsentscheidung: Plane eine Zeichnung, die ruhig oder dramatisch wirken soll. Entscheide bewusst über Lichtrichtung, Hell-Dunkel-Kontrast und Schattenkante und begründe Deine Wahl.
Lernnachweis
Für einen gelungenen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:
- Lichtrichtung: Du kannst die Lichtquelle erkennen oder bewusst festlegen und alle Schatten daran ausrichten.
- Lichtseite und Schattenseite: Du kannst beide Bereiche sicher unterscheiden und zeichnerisch sichtbar machen.
- Eigenschatten und Schlagschatten: Du kannst beide Schattenarten korrekt benennen und sinnvoll darstellen.
- Tonwerte: Du verwendest mehrere unterscheidbare Helligkeitsstufen und setzt sie passend zur Form ein.
- Plastizität: Deine Zeichnung wirkt durch Hell-Dunkel-Abstufungen räumlich und körperhaft.
- Beobachtung: Du vergleichst Deine Zeichnung mit dem Gegenstand und verbesserst unlogische Licht- und Schattenstellen.
- Differenzierung: Auf M- und E-Niveau werden Übergänge, Schattenkanten und gegebenenfalls Reflexlicht zunehmend differenziert dargestellt.
- Fachsprache: Du kannst Deine gestalterischen Entscheidungen mit passenden Begriffen erklären.
OERs zum Thema
Der Wikipedia-Artikel zu Schatten bietet zusätzliche Informationen zu Schattenraum, Eigen- und Schlagschatten sowie zu unterschiedlichen Schattenarten.
Weitere freie Lernmöglichkeiten bietet das interaktive Licht-Schatten-Modell aus dem Bereich Open Source Physics. Nutze es vor allem, um Vermutungen zu überprüfen und nicht nur zum Ausprobieren.
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