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BK6 - Kunstwerk mit digitaler Ebene

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BK6 - Kunstwerk mit digitaler Ebene



BK6 - Kunstwerk mit digitaler Ebene


Einleitung

Ein Kunstwerk muss heute nicht an der Kante des Papiers oder der Leinwand enden. Du kannst ein analoges Bild zeichnen, malen, drucken oder collagieren und es anschließend durch eine digitale Ebene erweitern. Diese digitale Ebene kann etwas bewegen, etwas hörbar machen, zusätzliche Informationen zeigen oder das reale Bild mit virtuellen Elementen überlagern.

In diesem aiMOOC entwickelst Du ein eigenes Kunstwerk für den Kunstunterricht in Klasse 6. Das sichtbare Original bleibt wichtig. Die digitale Technik soll das Bild nicht ersetzen, sondern seine Wirkung gezielt erweitern. Am Ende entsteht ein Werk, das auf zwei Ebenen gelesen werden kann: direkt mit den Augen und zusätzlich über ein digitales Medium.

Du lernst dabei Grundlagen aus Malerei, Zeichnung, Collage, Animation, Klangkunst, Stop-Motion, QR-Code, Augmented Reality, digitaler Kunst, Medienkompetenz und Urheberrecht kennen.

Dein Hauptauftrag: Gestalte ein eigenes analoges Bild und ergänze es um mindestens eine digitale Ebene: Animation, Audio oder zusätzliche digitale Bildinformationen. Optional kannst Du eine einfache AR-Idee entwickeln.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was eine analoge und eine digitale Ebene unterscheidet, passende digitale Medien für eine Bildidee auswählen, eine einfache Animation oder Tonspur planen, digitale Zusatzinformationen sinnvoll gestalten, einen QR-Code als Zugang zu digitalem Inhalt verstehen, Grundideen von Augmented Reality beschreiben, Medienquellen und Rechte beachten und Dein eigenes analog-digitales Kunstwerk präsentieren und reflektieren.


G/M/E-Differenzierung

Im Kunstunterricht kann dieselbe Aufgabe auf unterschiedlichen Anspruchsniveaus bearbeitet werden.

Niveau Schwerpunkt Erwartung
G – grundlegendes Niveau verständlich gestalten Du gestaltest ein analoges Bild und ergänzt eine funktionierende digitale Ebene. Du kannst beschreiben, was sie zum Bild beiträgt.
M – mittleres Niveau bewusst verbinden Du planst die Beziehung zwischen analogem Bild und digitaler Ebene. Bewegung, Ton oder Zusatzbild verändern die Bildwirkung erkennbar und sind gestalterisch abgestimmt.
E – erweitertes Niveau konzeptionell begründen Du entwickelst eine eigenständige Idee, nutzt digitale Mittel gezielt und kannst begründen, warum gerade dieses Medium die Aussage des Bildes erweitert. Optional integrierst Du Interaktion oder AR.


Was ist eine digitale Ebene?

Eine digitale Ebene ist ein zusätzlicher Inhalt, der mit einem digitalen Gerät erzeugt, gespeichert oder sichtbar bzw. hörbar gemacht wird. Das kann ein kurzer Film, eine GIF-Animation, eine Tonaufnahme, ein erklärendes Detailbild, eine digitale Collage, ein vergrößerter Ausschnitt, eine Bildfolge oder eine AR-Einblendung sein.

Wichtig ist: Ein QR-Code ist noch nicht die digitale Ebene selbst. Er ist nur ein Zugang. Hinter ihm muss ein sinnvoller Inhalt liegen. Wenn Du einen QR-Code neben Dein Bild klebst und dieser zu einer Tonspur führt, dann ist die Tonspur die digitale Erweiterung.

Bei Augmented Reality bleibt die reale Umgebung sichtbar und wird durch virtuelle Informationen ergänzt. Auf einem Smartphone oder Tablet kann zum Beispiel über einem echten Bild ein Text, eine Animation oder ein zusätzliches Bild erscheinen.

Das Foto zeigt ein frühes Museumsbeispiel: Ein reales Kunstwerk wird mit digitalen Informationen auf einem mobilen Gerät verbunden. Für Dein Schulprojekt muss AR nicht kompliziert sein. Schon die Idee, eine virtuelle Zusatzebene genau an einer Stelle des Bildes erscheinen zu lassen, hilft Dir, analoges und digitales Gestalten zusammenzudenken.

Das Video von Google Arts & Culture zeigt, wie Kunst mit Augmented Reality in eine reale Umgebung projiziert werden kann. Beobachte besonders, wie reale und virtuelle Ebene zusammenwirken.


Gemälde als Ausgangspunkt für digitale Ideen

Digitale Erweiterungen funktionieren besonders gut, wenn sie aus dem vorhandenen Bild heraus entwickelt werden. Du kannst Dich an bekannten Kunstwerken orientieren, ohne sie einfach zu kopieren.


Beispiel 1: Kandinsky – Formen werden zu Bewegung

Wassily Kandinskys Composition VIII von 1923 arbeitet mit Kreisen, Linien, Dreiecken und farbigen Flächen. Beim Betrachten können Bewegungsrichtungen, Rhythmen und Spannungen entstehen.

Eine digitale Erweiterung könnte einzelne Formen nacheinander erscheinen lassen, Linien wachsen lassen, Kreise pulsieren lassen oder zu bestimmten Farben kurze Töne ergänzen. So würdest Du nicht einfach „Effekte hinzufügen“, sondern eine bereits im Bild vorhandene Wirkung weiterdenken.

G-Idee: Lass drei Formen nacheinander erscheinen.

M-Idee: Verbinde Bewegungsrichtung und Tempo mit der Anordnung der Formen.

E-Idee: Entwickle ein eigenes Regelwerk, etwa: Kreis = tiefer Ton, Dreieck = kurzer Ton, Linie = gleitende Bewegung.


Beispiel 2: Van Gogh – Bewegung im Himmel

In Vincent van Goghs Sternennacht wirken Himmel und Licht durch geschwungene Formen sehr bewegt. Eine digitale Ebene könnte diese Bewegung vorsichtig aufnehmen: Sterne könnten heller und dunkler werden, Linien könnten langsam fließen oder eine ruhige Nacht-Klanglandschaft könnte hinzukommen.

Entscheidend ist die Frage: Verstärkt die digitale Ebene die Stimmung oder lenkt sie nur ab?


Beispiel 3: Hokusai – Welle, Geräusch und Richtung

Hokusais Große Welle vor Kanagawa bietet viele mögliche digitale Erweiterungen. Du könntest die Bewegungsrichtung der Welle mit einer Animation sichtbar machen, Meeresgeräusche ergänzen oder digitale Pfeile einblenden, die den Blickverlauf erklären.

Eine gute digitale Ebene verrät nicht alles sofort. Sie kann eine Beobachtung vertiefen, eine Stimmung verstärken oder einen neuen Blick auf das Bild ermöglichen.


Animation: Ein Bild beginnt sich zu bewegen

Bei einer Animation werden Bilder so nacheinander gezeigt, dass Bewegung entsteht. Für Klasse 6 eignet sich besonders Stop-Motion. Dabei fotografierst Du immer wieder eine kleine Veränderung. Viele Einzelbilder werden anschließend schnell hintereinander abgespielt.

Datei:Stop motion animation.webm

Achte darauf, dass die Bewegung zur Bildidee passt. Ein gemalter Baum könnte seine Äste leicht bewegen, eine Figur könnte einen Blickwechsel machen oder einzelne Collageelemente könnten ihre Position ändern. Eine Animation muss nicht lang sein. Für ein Schulprojekt reichen häufig wenige Sekunden.

Das Tate-Kids-Video zeigt die Grundidee einer Stop-Motion-Animation. Für Dein Projekt kannst Du Dein analoges Bild fotografieren und anschließend nur ausgewählte Bereiche digital verändern oder zusätzliche Papierformen Bild für Bild bewegen.


Mini-Storyboard für Deine Animation

Bevor Du filmst, zeichne ein Storyboard. Es verhindert, dass Du planlos viele Fotos machst.

Bildphase Was bleibt gleich? Was verändert sich? Wirkung
Anfang Grundbild noch nichts Ausgangssituation
Mitte wichtige Bildteile ein Element bewegt sich Spannung oder Veränderung
Ende Grundidee bleibt erkennbar Bewegung endet sichtbar Abschluss

Merksatz: Kleine, klare Bewegungen wirken oft stärker als viele zufällige Effekte.


Audio: Ein Bild bekommt eine Klangwelt

Eine digitale Ebene muss nicht sichtbar sein. Sie kann auch hörbar sein. Eine kurze Tonspur kann ein Bild völlig anders wirken lassen. Du kannst Geräusche aufnehmen, Sprache einsprechen, Instrumente verwenden oder eine Klanglandschaft gestalten.

Höre auf die Regenaufnahme und stelle Dir vor, sie würde zu einem hellen Sommerbild, einer dunklen Stadtzeichnung oder einem abstrakten Bild abgespielt. Die gleiche Tonspur kann je nach Bild ganz unterschiedliche Bedeutungen erzeugen.

Das Tate-Kids-Video führt in Klangkunst ein. Überlege beim Schauen: Wann wird ein Geräusch zu einem Teil eines Kunstwerks?


Ideen für eine eigene Tonspur

  1. Umgebungsgeräusch: Nimm Regen, Schritte, Papier, Wasser, Wind oder andere passende Klänge auf.
  2. Sprechstimme: Lass eine Figur aus Deinem Bild einen kurzen Satz sprechen.
  3. Klanglandschaft: Lege mehrere selbst aufgenommene Geräusche übereinander.
  4. Rhythmische Spur: Klopfe, schnipse oder spiele kurze Töne passend zu Formen und Farben.
  5. Mini-Audioguide: Erkläre in höchstens 30 Sekunden ein verstecktes Detail Deines Bildes.

Verwende möglichst eigene Aufnahmen. Wenn Du fremde Musik oder Geräusche nutzt, musst Du auf die Lizenz achten. Ein beliebter Song aus einem Streamingdienst darf nicht einfach in ein Schulvideo kopiert und öffentlich veröffentlicht werden.


Digitale Bildinformationen: Mehr sehen als auf dem Papier

Eine digitale Erweiterung kann zusätzliche Bildinformationen enthalten. Das eignet sich besonders, wenn Dein analoges Bild etwas verbirgt, eine Geschichte andeutet oder mehrere Zeitebenen besitzt.

Mögliche Formen sind ein digitaler Detailzoom, ein Vorher-Nachher-Bild, eine zusätzliche Figur, eine transparente Überlagerung, ein Farbschema, eine alternative Version, eine Karte, eine kurze Bildergeschichte oder eine beschriftete Analyse.

Beispiel: Du malst eine verlassene Stadt. Auf dem Papier ist nur die Gegenwart zu sehen. Digital erscheint ein zusätzliches Bild, das zeigt, wie derselbe Ort früher ausgesehen haben könnte.

G: eine zusätzliche Bildinformation.

M: mehrere bewusst ausgewählte Details mit erkennbarem Bezug zum Original.

E: eine digitale Ebene, die die Bedeutung des analogen Bildes verändert oder eine zweite Lesart eröffnet.


QR-Verknüpfung: Der Weg zur digitalen Ebene

Ein QR-Code kann eine Internetadresse speichern. Wird er mit einem geeigneten Gerät gescannt, kann er zu einer Tonspur, einer Animation, einer digitalen Bildseite oder einer schulischen Präsentationsseite führen.

Das Foto zeigt einen QR-Code an einem Kunstwerk. Genau dieses Prinzip kannst Du für eine Ausstellung in der Schule übernehmen: Das analoge Werk hängt an der Wand, daneben befindet sich ein kleiner QR-Code, über den die digitale Ebene geöffnet wird.

Wichtig: Der QR-Code soll nicht das Bild verdecken. Platziere ihn auf einem separaten Schild oder am Rand der Präsentation.


QR-Check vor der Ausstellung

  1. Prüfe, ob der Link auf mindestens zwei Geräten funktioniert.
  2. Prüfe, ob die Datei ohne persönliches Konto geöffnet werden kann.
  3. Verwende keine privaten Namen, Adressen, Telefonnummern oder Standortdaten.
  4. Hole Erlaubnis ein, bevor Stimmen, Gesichter oder Arbeiten anderer Personen veröffentlicht werden.
  5. Teste, ob Ton auch mit Kopfhörern sinnvoll funktioniert.
  6. Ergänze eine kurze Beschriftung, damit Besucher wissen, was nach dem Scan passiert.


Augmented Reality: Digitale Elemente über dem echten Bild

Augmented Reality bedeutet erweiterte Realität. Anders als bei Virtual Reality bleibt die reale Umgebung sichtbar. Zusätzliche digitale Inhalte werden darübergelegt.

Für ein Kunstwerk kann das bedeuten: Eine gemalte Tür öffnet sich digital, eine gezeichnete Figur bekommt eine Sprechblase, über einer Landschaft erscheinen zusätzliche Tiere oder ein abstraktes Bild wird durch bewegte Formen ergänzt.

Im Unterricht reicht schon ein AR-Prototyp: Du fotografierst Dein analoges Bild und zeichnest auf einer Kopie ein, welche digitalen Elemente später an welcher Stelle erscheinen sollen. Wenn Eure Schule ein geeignetes und freigegebenes AR-Werkzeug nutzt, kann daraus eine echte Überlagerung entstehen.

G: Erkläre an einer Skizze, was eingeblendet werden soll.

M: Erstelle eine digitale Überlagerung als Bild oder Video.

E: Entwickle eine interaktive AR-Idee, bei der die Position im echten Bild für die Wirkung wichtig ist.


Dein Praxisprojekt: Analoges Bild plus digitale Ebene

Du gestaltest ein eigenes Werk im Format, das im Unterricht vorgegeben ist. Das analoge Bild muss auch ohne Smartphone oder Tablet als eigenständige Gestaltung funktionieren. Die digitale Ebene erweitert es anschließend.


Phase 1: Idee und analoges Bild

  1. Thema: Entscheide Dich für eine Stimmung, Geschichte, Figur, Landschaft, abstrakte Idee oder persönliche Beobachtung.
  2. Vorzeichnung: Plane Bildaufbau, Blickführung und Schwerpunkt.
  3. Farbentscheidung: Wähle Farben bewusst für Stimmung und Kontrast.
  4. Analoge Technik: Zeichne, male, drucke oder collagiere.
  5. Zwischenprüfung: Frage Dich, was im Bild schon sichtbar ist und was digital ergänzt werden könnte.


Phase 2: Digitale Erweiterung wählen

Wähle mindestens einen Schwerpunkt.

Digitale Ebene Geeignet, wenn ... Mögliches Ergebnis
Animation Bewegung im Bild wichtig ist GIF, Stop-Motion, kurzes Video
Audio Stimmung, Geräusch oder Stimme wichtig ist Soundscape, Sprechtext, Geräuschcollage
Digitale Bildinformation etwas ergänzt, erklärt oder verändert werden soll Detailbild, Overlay, zweite Version, Bildfolge
AR digitale Elemente an einer realen Bildstelle erscheinen sollen AR-Prototyp oder schulisch freigegebene AR-Anwendung


Phase 3: Verbindung planen

Beantworte vor der Produktion drei Fragen:

  1. Was sieht man im analogen Bild?
  2. Was kommt erst durch die digitale Ebene hinzu?
  3. Warum ist diese Ergänzung für die Aussage des Kunstwerks wichtig?

Wenn Du auf die dritte Frage keine klare Antwort findest, ist die digitale Erweiterung vielleicht nur ein Effekt. Überarbeite dann Deine Idee.


Phase 4: Produzieren

Für Animation brauchst Du eine ruhige Kamera, gleichmäßiges Licht und kleine Veränderungen zwischen den Bildern. Für Audio brauchst Du einen möglichst ruhigen Aufnahmeort und eine kurze Probeaufnahme. Für digitale Zusatzbilder solltest Du mit klaren Ebenen arbeiten und das Originalfoto nicht unnötig stark verändern.

Mögliche Dateiformate sind JPG oder PNG für Bilder, GIF, MP4 oder WebM für Animationen und MP3, OGG oder WAV für Audio. Welche Formate Ihr tatsächlich verwendet, hängt von den schulisch freigegebenen Geräten und Plattformen ab.


Phase 5: Verknüpfen und testen

Verknüpfe die digitale Datei über eine schulisch geeignete Seite oder einen von der Lehrkraft vorgegebenen Speicherort. Erstelle anschließend, wenn vorgesehen, einen QR-Code. Teste Bild, Ton, Ladezeit und Lesbarkeit.

Wenn Deine digitale Ebene nur auf Deinem eigenen Gerät funktioniert, ist das Werk für eine Ausstellung noch nicht fertig.


Phase 6: Präsentieren und reflektieren

Stelle Dein Werk so aus, dass zuerst das analoge Bild wahrgenommen werden kann. Die digitale Ebene soll neugierig machen, aber das Original nicht verdecken.

Schreibe eine kurze Reflexion: Welche Wirkung hat das analoge Bild? Was verändert sich durch die digitale Ebene? Was funktioniert besonders gut? Was würdest Du bei einer zweiten Version verbessern?


Qualitätskriterien

Kriterium G M E
Analoge Gestaltung Bildidee ist erkennbar und sorgfältig ausgeführt. Bildaufbau, Farbe und Technik unterstützen die Wirkung bewusst. Gestaltung ist eigenständig, differenziert und konzeptionell begründet.
Digitale Ebene Eine funktionierende Ergänzung ist vorhanden. Digitale Mittel sind passend ausgewählt und gestalterisch abgestimmt. Digitale Mittel erweitern die Bedeutung des Werkes auf eigenständige Weise.
Verbindung beider Ebenen Ein Bezug ist erkennbar. Analoge und digitale Ebene verstärken sich. Das Zusammenspiel erzeugt eine neue Lesart oder Interaktion.
Technische Umsetzung Datei lässt sich öffnen oder abspielen. Übergänge, Ton oder Bildqualität sind kontrolliert. Technik wird sicher und bewusst als Gestaltungsmittel eingesetzt.
Reflexion Du kannst Deine Idee beschreiben. Du kannst Entscheidungen begründen. Du kannst Wirkung, Grenzen und Alternativen kritisch vergleichen.


Medienkompetenz, Sicherheit und Rechte

Digitale Kunst bedeutet auch Verantwortung. Nutze nur Inhalte, die Du selbst erstellt hast oder die Du verwenden darfst. Bei freien Medien solltest Du die jeweilige Lizenz beachten. Wikimedia Commons ist hilfreich, weil dort zu jeder Datei Urheber und Lizenz angegeben werden.

Veröffentliche keine persönlichen Daten. Verwende Fotos oder Stimmen von Mitschülerinnen und Mitschülern nur mit Zustimmung und nach den Regeln Eurer Schule. Bei Online-Diensten entscheidet die Lehrkraft, welche Werkzeuge genutzt werden dürfen. Für viele Aufgaben reicht eine lokale Datei oder eine schulische Plattform.

Ein Kunstwerk wird nicht automatisch besser, nur weil es digital ist. Gute Medienkunst entsteht dann, wenn Form, Inhalt und Medium zusammenpassen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist bei diesem Projekt die digitale Ebene? (Eine zusätzliche Animation Tonspur oder Bildinformation) (!Nur das Papierformat) (!Nur der Rahmen des Bildes) (!Nur die Unterschrift)




Welche Aussage über einen QR-Code ist richtig? (Ein QR-Code kann zu einem digitalen Inhalt führen) (!Ein QR-Code ist automatisch eine Animation) (!Ein QR-Code macht jedes Bild zu AR) (!Ein QR-Code ersetzt das analoge Kunstwerk)




Was passiert bei Stop-Motion? (Viele leicht veränderte Einzelbilder werden nacheinander gezeigt) (!Ein einziges Foto wird nur vergrößert) (!Ein Ton wird rückwärts abgespielt) (!Ein Bild wird ausschließlich aus Text gebaut)




Was beschreibt Augmented Reality am besten? (Die reale Umgebung wird durch digitale Inhalte ergänzt) (!Die reale Umgebung verschwindet vollständig) (!Nur gedruckte Texte werden vorgelesen) (!Ein Papierbild wird ohne Technik gespiegelt)




Wozu dient ein Storyboard? (Es plant den Ablauf einer Animation oder Bildfolge) (!Es misst die Lautstärke einer Tonspur) (!Es erzeugt automatisch einen QR-Code) (!Es ersetzt die Bildidee)




Was ist eine Soundscape? (Eine gestaltete Klanglandschaft) (!Eine besondere Papiersorte) (!Ein digitaler Bilderrahmen) (!Eine Methode zum Mischen von Farben)




Wann ist eine digitale Erweiterung besonders sinnvoll? (Wenn sie die Aussage oder Wirkung des Bildes gezielt erweitert) (!Wenn möglichst viele Effekte gleichzeitig benutzt werden) (!Wenn das analoge Bild dadurch unwichtig wird) (!Wenn sie keinen Bezug zum Bild besitzt)




Was solltest Du vor einer Ausstellung mit einem QR-Code tun? (Den Link auf mehreren Geräten testen) (!Den Code über die Bildmitte kleben) (!Private Daten in den Link schreiben) (!Die Datei nur auf Deinem eigenen Gerät speichern)




Was ist bei fremden Bildern oder Tönen wichtig? (Die Nutzungsrechte und Lizenzen beachten) (!Alle Dateien aus dem Internet sind automatisch frei) (!Der Dateiname reicht als Erlaubnis) (!Bei Kunst gelten keine Urheberrechte)




Was kennzeichnet das E-Niveau besonders? (Eine eigenständige begründete Verbindung von analoger und digitaler Ebene) (!Nur eine möglichst lange Tonaufnahme) (!Nur ein größeres Papierformat) (!Nur mehr Farben im analogen Bild)





Memory

Analoge Ebene sichtbares physisches Original
Digitale Ebene ergänzender medialer Inhalt
Animation Bildfolge mit Bewegungseindruck
Soundscape gestaltete Klanglandschaft
QR-Code Verknüpfung zu digitalem Inhalt
Augmented Reality virtuelle Ergänzung der realen Umgebung
Storyboard Plan für Bildfolge und Ablauf
Lizenz Regelung für die erlaubte Nutzung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Animation bewegte Bildebene
Audio hörbare Erweiterung
Detailbild zusätzliche Bildinformation
QR-Code digitaler Zugang
AR virtuelle Überlagerung






Kreuzworträtsel

Animation Wie heißt eine Bildfolge, die Bewegung sichtbar macht?
Storyboard Wie heißt der gezeichnete Plan für eine Bildfolge?
Soundscape Wie heißt eine gestaltete Klanglandschaft?
Overlay Wie nennt man eine digitale Überlagerung?
Smartphone Welches mobile Gerät kann QR-Codes und AR-Inhalte anzeigen?
Urheberrecht Welcher Rechtsbereich schützt kreative Werke?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein Kunstwerk auf Papier oder Leinwand bildet die

. Eine ergänzende Animation, Tonspur oder Bildinformation bildet die

. Bei einer

entstehen Bewegungen durch aufeinanderfolgende Bilder. Eine geplante Klanglandschaft nennt man

. Ein

kann als Zugang zu einer digitalen Datei dienen. Bei

bleibt die reale Umgebung sichtbar und wird virtuell ergänzt. Ein

hilft Dir dabei, Bewegungen oder Bildfolgen vor der Produktion zu planen. Fremde Medien dürfen nur verwendet werden, wenn die jeweilige

dies erlaubt. Vor einer Ausstellung solltest Du jede digitale Verknüpfung technisch

. Besonders überzeugend wird das Werk, wenn die digitale Ebene die künstlerische

gezielt erweitert.




Offene Aufgaben


Leicht – G-Niveau

  1. Detail ergänzen: Gestalte ein analoges Bild und fotografiere es. Erstelle zu einem ausgewählten Ausschnitt eine zusätzliche digitale Detailversion, die etwas zeigt, das im Original nur angedeutet ist.
  2. Fünf-Sekunden-Animation: Lasse ein Element Deines eigenen Bildes mit wenigen Einzelbildern sichtbar in Bewegung geraten.
  3. 20-Sekunden-Klangbild: Nimm passende Alltagsgeräusche auf und gestalte daraus eine kurze Tonspur zu Deinem analogen Werk.
  4. QR-Schild: Entwirf ein kleines Ausstellungsschild mit Titel, Name oder Kürzel, kurzer Erklärung und einem getesteten QR-Zugang zur digitalen Ebene.


Standard – M-Niveau

  1. Storyboard entwickeln: Zeichne mindestens sechs Felder, die zeigen, wie sich Dein analoges Bild in der digitalen Ebene verändert.
  2. Bild-Ton-Verbindung: Ergänze Dein eigenes Bild um eine Tonspur, deren Rhythmus, Lautstärke oder Geräuschwahl bewusst auf Farben, Formen oder Bildhandlung reagiert.
  3. Werkstatt-Test: Lasse zwei Mitschülerinnen oder Mitschüler Dein Werk testen. Notiere, was sie ohne Erklärung verstehen und welche Stelle Du verbessern musst.
  4. Kuratorische Präsentation: Plane, wie analoges Bild, QR-Code, Kopfhörerhinweis und kurze Werkbeschreibung im Klassenraum angeordnet werden sollen.


Schwer – E-Niveau

  1. AR-Prototyp entwickeln: Erstelle eine Skizze oder digitale Simulation, die genau zeigt, welches virtuelle Element an welcher Stelle über Deinem analogen Bild erscheinen soll.
  2. Zwei Versionen vergleichen: Erstelle zu demselben Bild zwei unterschiedliche digitale Erweiterungen, zum Beispiel Audio und Animation, und begründe, welche Version die Bildaussage stärker unterstützt.
  3. Zugänglichkeit gestalten: Entwickle eine zusätzliche Ebene, die das Werk auch für andere Wahrnehmungsweisen erschließt, zum Beispiel eine präzise Audiobeschreibung oder besonders kontrastreiche Detailinformationen.
  4. Mikro-Ausstellung: Verbinde drei analoge Schülerarbeiten über jeweils passende digitale Ebenen zu einer kleinen thematischen Ausstellung und entwickle ein gemeinsames Gestaltungskonzept.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Medienwahl begründen: Ein Bild zeigt einen verlassenen Bahnhof bei Nacht. Vergleiche Animation, Audio und digitale Zusatzbilder als mögliche Erweiterungen und begründe, welches Medium Du wählen würdest.
  2. Wirkung analysieren: Eine schnelle, laute Animation wird mit einem ruhigen Landschaftsbild verbunden. Untersuche, ob der Widerspruch künstlerisch sinnvoll sein kann oder die Bildwirkung stört.
  3. Technikproblem lösen: Bei einer Ausstellung funktioniert der QR-Code, aber die Tondatei verlangt ein privates Benutzerkonto. Entwickle eine bessere Präsentationslösung.
  4. Rechte und Verantwortung: Eine Schülerin möchte für ihr Kunstwerk einen bekannten Popsong und ein Foto aus dem Internet verwenden. Erkläre, welche Probleme entstehen können und welche Alternativen es gibt.
  5. AR übertragen: Überlege, wie ein analoges Tierbild durch AR sinnvoll erweitert werden könnte, ohne das Tier einfach nur „größer“ oder „bunter“ zu machen.
  6. Gestaltung bewerten: Entwickle drei Kriterien, mit denen Du beurteilen kannst, ob eine digitale Ebene wirklich zum analogen Bild gehört und nicht nur ein technischer Effekt ist.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis ist wichtig, dass nicht nur die Technik funktioniert, sondern eine nachvollziehbare künstlerische Entscheidung sichtbar wird.

  1. Analoges Original: Ein eigenständig gestaltetes Bild liegt vollständig vor.
  2. Digitale Erweiterung: Mindestens eine Animation, Tonspur oder zusätzliche digitale Bildinformation ist funktionsfähig.
  3. Gestalterischer Zusammenhang: Die digitale Ebene besitzt einen erkennbaren Bezug zu Inhalt, Form, Farbe, Bewegung oder Stimmung des Originals.
  4. Planung: Skizzen, Storyboard oder kurze Ideennotizen dokumentieren Deinen Arbeitsprozess.
  5. Technischer Test: Datei, Link oder QR-Verknüpfung wurde vor der Präsentation geprüft.
  6. Medienrechte: Fremde Inhalte sind vermieden oder korrekt und zulässig verwendet.
  7. Reflexion: Du erklärst, was die digitale Ebene verändert und welche Entscheidung Du beim nächsten Mal anders treffen würdest.
  8. G/M/E-Niveau: Der Umfang und die Begründungstiefe entsprechen dem vereinbarten Anspruchsniveau.




OERs zum Thema


Weitere passende freie und seriöse Lernmedien findest Du über Wikimedia Commons, Digitale Kunst, Medienkunst, Erweiterte Realität, Animation und QR-Code.


Freie Medien und Vertiefungen

  1. Wikimedia Commons: Kandinsky, Composition VIII
  2. Wikimedia Commons: Hokusai, Great Wave off Kanagawa
  3. Wikimedia Commons: Van Gogh, Starry Night
  4. Wikimedia Commons: QR-Code an einem Kunstwerk
  5. Wikimedia Commons: AR im Museu de Mataró
  6. Wikimedia Commons: Stop-Motion-GIF
  7. Wikimedia Commons: freie Regenaufnahme
  8. Google Arts & Culture: Augmented Reality und Kunst
  9. Tate Kids: How to Make a Stop-Motion Animation
  10. Tate Kids: Art That's Loud
  11. Google Arts & Culture: Museum und Augmented Reality


Verknüpfte Lernbereiche


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